Kommentare - Merkel setzt auf Wohnungsbau - die SPD auf den Mietendeckel

14. Juni 2019 - 17:35 Uhr

Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Deutschland ist dramatisch. Während die SPD einen Mietendeckel fordert, setzt Kanzlerin Merkel auf Wohnungsbau. Es müsse attraktiv bleiben, in Wohnraum zu investieren.

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Merkel setzt auf Wohnungsbau-die SPD auf den Mietend...

Und außerdem setzt Merkel auf Allgemeinplätze.Und wo setzt sie auf Wohnungsbau ? Wenn überhaupt dann aber auf einen,den viele nicht bezahlen können.

Klar auch,daß sie nichts von einem Mietstopp hält,Vonovia und Deutsche Wohnen sollen weiter machen können.

Selbstverständlich bauen

Selbstverständlich ist bauen bzw. Eigentum schaffen bevorzugt zu unterstützen!!!

Wir Deutschen haben EU-weit die mit Abstand die geringste Eigentumsquote weil wir lieber schnelle und schwere Autos fahren und obendrein Reiseweltmeister sein wollen.

Die Regierung muss helfen und die Baunebenkosten gering halten.

Einfach die Faulheit überwinden, ein paar Jahrzehnte sparen und dann bauen.

Die Mieten müssen vom Staat geregelt werden!

Diese sind definitiv zu hoch und mit NICHTS zu rechtfertigen! Dies heißt nicht, dass es auch vernünftige Vermieter gibt. Vermieten ist nicht dazu da, Menschen reich zu machen, sondern das verwohnen zu entschädigen mit einem kleinen Aufschlag für die zur Verfügungstellung!

Weiß doch jeder, daß

Weiß doch jeder, daß Investoren und Wohnungsbauunternehmen um so mehr Häuser bauen, je weniger Einnahmen sie damit erzielen.
Blöde Idee von Merkel, stattdessen einfach mehr Häuser zu bauen und abzuwarten, bis die Mieten wieder ein vernünftiges Maß annehmen, sobald genug Wohnungen für jeden da sind.

Streit, Streit, Streit und keine Hilfe

Was bekommt diese GroKo auf die Reihe? Etwa die Stromversorgung? Den Klimawandel? Die Digitalisierung? Die WLAN-Versorgung auf dem Land? Wielange wissen unsere Führungskräfte über den Mietnotstand? Diese Starpolitiker sind nicht konsequent genug. Die Investoren und Hausbesitzer lachen sich über diese Inkonsequent kaputt. Was kommt von den anderen Parteien? Bei den Grünen ist da sicherlich keine Not. Sie kampieren eben dann im Grünen.

Ich mach es ungern

aber hier muss ich Merkel Recht geben. Die hat zumindest begriffen, dass die Mieten steigen, weil Wohnungen zu knapp sind, auch wenn man dazu kein Genie sein muss. Aber Preisstopp schafft nicht eine zusätzliche Wohnung und pubertäre Verstaatlichungsphantasien motivieren Niemand, Wohnungen zu bauen

Ganz einfach, mit Grundbedürfnissen macht man keine

Gewinne, die andere in Not bringt! Die Mieten sind, zunächst auf freiwilliger Basis zu senken. Da dies nicht funktioniert, muss die Miete staatlich gedeckelt werden auch unter Berücksichtigung der Nebenkosten und bei Verstößen sind die Wohnobjekte zu enteignen mit einem tatsächlichen Wert und NICHT mit den zur Zeit überhöhten Spekulationswerten. Also erst mit entsprechenden Gesetzen ankündigen und sehen ob Vernunft einkehrt. Immer noch besser als soziale Unruhen!!

Wozu gab es in der Tätärä

Wozu gab es in der Tätärä denn wohl die Plattenbauten? weil die die so schön fanden? Bestimmt nicht. Auch der Kommunist hats gerne schön. Aber schnell und billig musste es gehen. Diese Baupläne kann man wieder rauskramen und ganz schnell mal eben 50000 Wohnungen in jeder völlig überlaufenen Stadt neu bauen. Und sobald die Leute die Wahl haben, zwischen billig Platte oder Superteuer, dann bekommen die Miethaie ganz schnell ein Problem. Dazu kippen wir gleich mal 2/3 der Bauvorschriften in den Müll. Die braucht eh niemand. Dazu gleich diesen ganzen Energiesparblödsinn. Und schon kann man günstigtst Wohnraum schaffen.

Merkel hat recht. SPD

Merkel hat recht. SPD Deckelung der Mieten schafft keinerlei neuen Wohnraum.

@17:42 von Bernd Kevesligeti

"Und außerdem setzt Merkel auf Allgemeinplätze."

Wie gewohnt.

"Und wo setzt sie auf Wohnungsbau ? Wenn überhaupt dann aber auf einen,den viele nicht bezahlen können."

Vor allem haben wir das Wohnraumproblem ja erst seit gestern? Tatsächlich könnte ich in dem Stadtteil, in dem ich seit über 40 Jahren wohne, für keine einzige neue Wohnung die geforderte Miete bezahlen. Wenn für das Grundstück, auf dem unser kleines beschauliches Häuschen (3 Mietwohnungen) steht, nicht noch so genannter Bestandsschutz bestünde, hätte die Stadt uns Mieter schon auf die Straße gesetzt, da sie den Abriss für neue (unbezahlbare) Wohnungen geplant hat. So etwas erfährt man hier in Hamburg aus der Lokal-Zeitung.

Hier wird mal wieder so getan, als würde die SPD wegen der Mietpreisdeckelung automatisch gegen Wohnungsbau sein. Das ist Unsinn. Beides gehört zusammen.

18:02 von deutlich

so isses. leider kann ich das nicht in so schöne worte kleiden, die man versteht!

Nur Bauen hilft

Aber es muss halt auch das richtige gebaut werden.

Wenn 25% der Menschen im Niedriglohnsektor arbeiten müssen macht es keinen Sinn, Luxussanierungen, den Bau grosser Wohneinheiten oder Wohneigentum zu foerdern.

Die Foerderung sollte sich also am tatsächlichen Bedarf und nicht etwa dem dicksten Geldbeutel orientieren.

Die mit dem dicken Geldbeutel sind schon genug über die niedrigen Zinsen beschenkt.

Was die sPD da abzieht....
...ist reiner Populismus.

Geboren aus der schieren Angst, als Partei bald nicht mehr existent zu sein.

Wieso entweder oder?

Ist es denn unmöglich, auf sozialen Wohnungsbau UND Deckelung der Mieten zu setzen?

Wenn Merkel die Mieten nicht deckeln möchte spricht das schon wieder Bände. Vonovia und Co. werden sich die Hände reiben, denn sie renovieren (nicht bauen) gerade aufwändig um später die Mieten zu verdoppeln. Was sagt Frau Merkel dazu?

In Bochum z.B. sind ganze Stadtviertel in Vonovia-Besitz, sogar das Stadion heißt seit geraumer Zeit "Vonovia-Stadion".

Dies Thema zeigt erneut, dass die GroKo nicht mit-, sondern gegeneinander regiert und am Ende verbucht Merkel das Ergebnis für sich.

@17:57 von kurtimwald

"Einfach die Faulheit überwinden, ein paar Jahrzehnte sparen und dann bauen."

Können Sie den inzwischen mehr als 25% Niedriglöhnern erklären, wie die das mit dem Sparen machen sollen? Sollen die sich Aktien kaufen?
Die fahren übrigens keine schweren Autos und machen, wenn überhaupt, Urlaub auf dem nahegelegenen Camping-Platz.

Wieviele Jahrzehnte Sparen schweben Ihnen denn da so vor?
Baubeginn im Rentenalter? Und wenn man dann Pech hat und krank wird, holt sich der Staat das Ersparte, bevor Sie sich sich als HartzIV-ler verachten lassen dürfen.

18:02 von deutlich

Über Jahre hat sich nichtes getan, da werden die haltlosen Versprechen von Frau Dr. Merkel nichts ändern. Insofern muss der Staat nun eingreifen. Und wenn es den Mietheien nicht passt, können sie gerne ihre Objekte an den Staat verkaufen. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass es für Bauunternehmen lukrativer ist Sozialwohnungen zu bauen. Die bedienen die, die mehr zahlen. Nein, der Staat hat dem Treiben auf dem Wohnungsmarkt viel zu lange zugesehen. Schauen sie nach den USA z. B. New York, dann sehen sie wo dies hinführt.

Wie begegnet man einem Bankräuber,

damit er nicht noch mehr Banken überfällt? Man deckelt ihn nicht, sondern gibt ihm noch mehr Geld, damit er nicht mehr tragen kann.

@18:00 von Zuschauer49

"Blöde Idee von Merkel, stattdessen einfach mehr Häuser zu bauen und abzuwarten, bis die Mieten wieder ein vernünftiges Maß annehmen, sobald genug Wohnungen für jeden da sind."

Dass sie erst jetzt auf die Idee kommt, ist tatsächlich blöde.
Wie lange besteht das Wohnungsproblem? Wie lange ist Frau Merkel im Amt?

Merkel hat Recht

"" Skeptisch äußerte sich Merkel zu Forderungen nach einem Mietendeckel. Zwar sei es richtig, Mietwucher zu begegnen, doch "wir müssen auch ein Klima schaffen, in dem gerne gebaut wird", hob die Kanzlerin hervor.""
#
Ein Mietendeckel schafft keine zusätzliche Wohnung.Bauen,Bauen und nochmal Bauen und dazu Förderung der öffentlichen Hand damit ein Anreiz zur Wohnraum Erstellung geschaffen wird.Dann regelt der Markt auch das Mieten Problem.

re defender411

"Die Mieten müssen vom Staat geregelt werden!

Diese sind definitiv zu hoch und mit NICHTS zu rechtfertigen!"

Als globale Behauptung völliger Unsinn.

@18:02 von deutlich

"Die hat zumindest begriffen, dass die Mieten steigen, weil Wohnungen zu knapp sind..."

Etwas spät, oder?

In einem Neubau in unserer Straße zahlen Sie für eine Zweizimmer-Wohnung zweitausend Euro Miete (kalt).
Wer aber braucht denn bitte ein Mamor-Treppenhaus?
(Ist übrigens bei Nässe gefährlich glatt.)

Wie tief bin ich gesunken ...

… aber auch ich muss der Kanzlerin zustimmen. Ein Mietendeckel sorgt zwar (vielleicht) dafür, dass die Mieten nicht steigen, schafft aber keine einzige neue Wohnung. Was nutzt es, wenn die, die eine Wohnung haben, günstig(er) wohnen, aber die, die eine suchen, keine finden? Die Lösung kann tatsächlich nur die Schaffung neuer Wohnungen sein - und die drücken dann auch nachhaltig durch ihr Angebot auf die Mieten.

Sollte der Staat dann auch noch auf seine Kostentreiber wie die Grunderwerbsteuer oder sinnlose Sachen wie die Ausgleichsabgabe für fehlende Parkplätze verzichten, könnte man sogar günstiger bauen ...

Merkel zündet eine Nebelkerze ...

Natürlich muss Neubau gefördert werden, aber ausschließlich Neubau, der zu sozialverträglichen Mieten führt! Aber das sagt sie nicht einmal!

Im Übrigen wird es nicht gelingen, derart viele (bezahlbare) Wohnungen zu bauen, dass dadurch die Mieten nicht mehr steigen oder gar sinken. Das ist eine Unsinnsstrategie, weil man dafür planen müsste, deutlichen Leerstand durch Neubau zu erzielen, um durch dieses Überangebot den Markt zu entspannen (wo sollen diese massenhaften Wohnungen in den Ballungszentren eigentlich entstehen?). Wer würde das denn machen?
Und selbst wenn das gehen würde, wie lange würde es denn nach den "Experten" der Union dauern, bis dieser Neubau die Mietenexplosion wirksam dämpft? Und was will man bis dahin tun?
Genau: Wir brauchen einen Mietendeckel für die Bestandsmieten! Den bräuchten wir also selbst dann, wenn irgendwann in ferner Zukunft die gigantische Menge an bezahlbaren Wohnungen tatsächlich entstanden sein sollte!

Bauen statt deckeln

Die Mieten zu deckeln ist der falsche Weg und führt langfristig zu nichts. Wie schon von anderen angemerkt wurde, steigen die Mieten wegen Wohnungsknappheit. Merkels Betonung auf Investoren aus dem privaten Sektor der bessere Weg, da wir vor allem NEUE Wohnungen brauchen. Zu viel staatliches Eingreifen durch Mietpreisbremsen oder Mietpreisdeckelungen (von Enteignungen ganz zu schweigen) ist da kontraproduktiv.

Es ist ja nicht unbedingt so,

Es ist ja nicht unbedingt so, dass zu wenige Wohnungen gebaut werden. In meiner Region entstehen auf jedem noch so kleinen Fleck neue Eigentumswohnungen. Dass die sich nur noch eine bestimmte Gesellschaftsschicht leisten kann, sei mal dahingestellt. Ich suche z.B. auf längere Sicht nach einem Baugrundstück. Gar nicht so einfach, wenn selbst im ländlichen Raum mittlerweile so gut wie alles in der Hand von Bauträgern und Spekulanten ist. Da kann die Politik noch so klug daherreden. Die Situation ist in Deutschland doch total verfahren.

Typisch

Frau Merkel schlägt sich wieder auf die Seite der Unternehmer und die wollen doch nur eine hohe Rendite erzielen, denen ist doch Gemeinwohl vollkommen egal. Auch wenn mehr Wohnungen gebaut werden, sollte man doch nicht wie Frau Merkel so blauäugig sein, daß der Investor/Vermieter nicht die höchstmögliche Miete aus den Wohnungen zieht. Deswegen ist das Thema Deckelung genau der richtige Weg. Und gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaften, die viel günstiger und wenig protziger bauen können. Eine weitere Alternative wären kommunale Wohnungsbaugesellschaften, die bei richtigem Engagement sogar trotz niedriger Mietangebote Gewinne erzielen. Ein Beispiel liefert da die Gemeinde Sylt. Es gibt also genug Alternativen zum Thema Abzocke durch Miethaie.

Sozialer Wohnungsbau ist uninteressant

Der Staat baut keine Wohnungen. Das machen private Unternehmen. Der Staat stellt lediglich günstige Kredite zur Verfügung, die dann aber dazu zwingen die Miete niedrig zu halten.

An einer niedrigen Miete haben Investoren aber kein Interesse, sie wollen möglichst schnell Rendite erzielen.

Da Kredite auf dem freien Markt genauso günstg sind wie staatliche Kredite, nehmen die Investoren natürlich keine staatlichen Kredite und sind dann auch nicht an eine soziale Miete gebunden.

Zu lösen wäre das nur, wenn der Staat selber ein Wohnungsbauunternehmen gründet und Wohnungen baut.

Allerdings befürchte ich, dass diese, siehe Kosten für BER, Elbphilharmonie usw., noch viel teurer würden als privat gebaute Wohnungen.

Bauen und Bauen um den

Bauen und Bauen um den sogenannten Mängel an Wohnungen zu beseitigen. 1. gibt es nicht genug baureife Grundstücke. In meiner Heimatstadt Trier soll ein neues Baugebiet erschlossen werden. Prompt bildet Sich eine Bürgeriniative aus Anwohnern und Bund Naturschutz. 2. Baugenehmigungen werden sehr lange bearbeitet und beinhalten fast zusätzliche Auflagen, was die Herstellung nochmals verteuert. 3. Die AfA mit 2 % ist viel zu gering. Als die degressive AfA abgeschafft wurde, brachen die Baugenehmigungen ein, weil es sich nicht mehr rechnete. 4. Die Baupreissteigerungen sind exorbitant. Ich habe vor 4 Jahren für eine Maisonette Wohnung 400.000 € bezahlt. Die gleiche Wohnung kostet über 525.000 €. Ichhabe das Projekt gestoppt. 5. Gute Handwerker sind selten und rar und ausgelastet. Fazit: Merkel hat keine Ahnung, was machbar ist.

Dann muss ich meiner Mieterin

schnell noch die Miete erhöhen, damit ich die Erhöhung meiner eigenen Miete kompensieren kann. Wenigstens zur Hälfte, denn von meinen Mieteinnahmen gehen ca. 50% ans Finanzamt.

18:02, deutlich

>>Ich mach es ungern
aber hier muss ich Merkel Recht geben. Die hat zumindest begriffen, dass die Mieten steigen, weil Wohnungen zu knapp sind, auch wenn man dazu kein Genie sein muss.<<

Warum sind Wohnungen denn knapp?

Verstehe ich nicht.

Vor zwanzig Jahren waren Wohnungen nicht knapp, und Deutschland hatte nicht weniger Einwohner als heute. Trotz der Zuwanderer.

Nein, die Mieten steigen aus anderen Gründen.

@Autochon

"Was die sPD da abzieht....
...ist reiner Populismus."

Dass die SPD "bauen, bauen und noch einmal bauen" will (Zitat aus dem Artikel), ist reiner Populismus? Wieso das denn?

Warum verkürzen Sie das, was die SPD will, auf den Mietpreisdeckel?
Der auf jeden Fall in vielen Städten ein sehr gutes Mittel wäre, den Bürgern ein wenig Luft zu verschaffen.

18:12 von Superschlau

Sie haben Recht, man muss viele neue Mietobjekte schaffen. Sicherlich gibtves Möglichkeiten, gut und günstig Wohnraum zu schaffen und das muss nicht mal die Platte sein. Das Problem, das ich hier sehe, wo will der Staat denn die ganzen Bauarbeiter her bekommen?? Das Problem lässt sich nicht so schnell wie nötig lösen. Für die Übergangszeit sind Mieten zu deckeln. An die Vernunft wurde immer wieder appelliert, jedoch setzt diese aus, wenn der Raff sein Unwesen treibt!

Bauen

Und Bauen zu vernünftigen Preisen möglich machen.
Unnötige Vorschriften einstampfen.
Und Bürokratie ABBAUEN.
Dann können mehr Leute bauen oder zu humanen Preisen, die den Einkommen gerecht werden, zur Miete wohnen.

An anderer Stelle wurden schon die "Karnickelbauten" der DDR erwähnt....das war noch gar nichts. Fahren Sie mal durch Shanghai, das sind richtige Schluchten, aber die Leute können alle wohnen.

Die Renditen sind sehr niedrig

Die Debatte hier im Forum missachtet die niedrigen Renditen. Grundstücke und Bau sind exorbitant teuer. Insofern Mietendeckel gerne, aber dann auch einen Kaufpreisdeckel.

Warum haben Spitzenbeamte,

Politiker und Richter die ein anständiges Gehalt haben ihr Geld nicht in Wohnungen angelegt? Die sind doch nicht bescheuert und lassen sich vorschreiben wie Viel sie verdienen dürfen. Die wollen auch keine 10.000€ dem Anwalt und Gerichten überweisen um einen Mieter der nicht zahlt vor die Tür zu setzen. In aller Regel sind die Wohnungen auch verwüstet und vermüllt. Die sind dem Gemeinwohl verpflichtet? Denkste. Da geht das Geld in die eigene Immobilie, in teure Klamotten, teure Urlaube und in Wertpapiere. Was die meisten nicht wahrhaben wollen ist das eklatante Risiko anstatt Geld zu verdienen in den Konkurs getrieben zu werden, selbstverständlich voll Staatsgefördert. Wenn der Staat heute mehr Wohnungsbau fordert dann muss man auch fragen warum wurden Millionen von Wohnungen verscherbelt? Warum hat die Post die Wohnungen fast verschenkt und Deutschlands Telefonanbieter Hunderttausende von Wohnungen verkauft und der Erlös ging an die Aktionäre. Geschützt werden die Betrüger.

@Superschlau

"Dazu kippen wir gleich mal 2/3 der Bauvorschriften in den Müll. Die braucht eh niemand."

Doch, ich zum Beispiel. Ich bin froh darüber, in einem Land zu leben, wo ich mich (jedenfalls im großen und ganzen) darauf verlassen kann, dass ich mich nicht in Lebensgefahr begebe, wenn ich ein Gebäude betrete. Das ist in vielen Ländern anders.
Insofern kann man von mir aus die Bauvorschriften gerne entmüllen und aufräumen, aber in Ruhe und mit viiiiel Augenmaß, denn viele dieser Vorschriften haben einen mehr als sinnvollen (lebensrettenden) Hintergrund.

"Dazu gleich diesen ganzen Energiesparblödsinn. Und schon kann man günstigtst Wohnraum schaffen."

Es ist verblüffend, wie einfach sich manche Mitmenschen die Welt zurechtstricken ...
Oh heilige Einfalt ...

18:34 von karwandler

Zehntausende Wohnungssuchende sind da nicht ihrer Meinung. Nur weil ihnen meine Meinung nicht passt, diese als blödsinn zu bezeichnen finde ich nicht gerade fein:-) Das Wohnungsproblem besteht schon seit Jahren, die Regierung zeigt, dass sie kein Interesse hat, die Situation wirklich anzugehen. Zeit hatte sie genug! Es gibt viele Vermieter die vernünftige Mieten verlangen, diese sollen auch nicht bestraft werden. Fest steht, so viele Wohnungen, wie es nötig wäre, um den Mietpreis zu beeinflussen, können auf absehbare Zeit nicht gebaut werden! Einfach mal, in Ruhe, drüber nachdenken, bevor man andere angreift!

Und schwupp diwupp

"Merkel ermahnte allerdings die Länder, das für den sozialen Wohnungsbau vorgesehene Geld auch tatsächlich für diesen Zweck einzusetzen."
Genau. Heute werden "Sozialwohnungen" gebaut und in 20 Jahren stopft sich ein Politiker die Taschen voll indem er sie dann unter Wert und vor allem unter der Hand verkauft und luxussaniert.
Wäre ja nicht das erste mal dass der Steuerzahler betrogen wird. Stadtwerke, Bahn, Telefonnetz, die Post. Alles wurde mit Steuergeldern aufgebaut und dann privatisiert. Wie übrigens auch die Letzte Generation von Sozialwohnungen!

Über den Tellerrand kucken

Unsere Österreichischen Nachbarn werden zwar oft belächelt sind uns aber in Punkto Mietwohnungen um Lichtjahre voraus.50% der Wohnungen in Österreich sind in Kommunaler oder Genossenschaftlicher Hand.Bei uns fallen Sozialwohnungen nach 30 Jahren aus der Sozialbindung, Dank Jahrzehntelanger SPD und auch CDU, CSU und FDP Regierungen.Es braucht sich niemand wundern wenn die Wähler zu den Grünen überlaufen

18:02 deutlich

"Preisstopp schafft nicht eine zusätzliche Wohnung....."

Bisher gab es gar keinen Preisstopp und die Wohnungen sind trotzdem knapp und es wurden nicht genug gebaut.
Also ein Mietpreisstopp und neue Wohnungen bauen schließen sich nicht aus. Vielleicht wäre es wichtiger und sinnvoller mal die tausenfachen Bauvorschriften und Anträg zu durchforsten und auszumisten die das Bauen enorm verteuern. Und auch das Mieterrecht ist zum Teil mit unverständliche Vorschriften und Regelungen bar jeglicher Realitiät überfrachtet so dass mancher lieber nicht vermietet.

18:38 von Maxa

Sie sprechen mir aus der Seele und haben, vor Allem, das Problem erkannt! Danke, es freut mich solche Beiträge zu lesen:-)

@texdan

"Die Mieten zu deckeln ist der falsche Weg und führt langfristig zu nichts."

Wer redet denn hier von langfristig?! Haben Sie den Artikel nicht gelesen?

"Wie schon von anderen angemerkt wurde, steigen die Mieten wegen Wohnungsknappheit."

Dazu würden mich mal wirklich belastbare Zahlen interessieren. In welchen Städten gibt es wie viele fehlende Wohnungen bei wie viel gleichzeitigem Leerstand. Dazu eine genaue Aufschlüsselung in bewohnt, mittels AirBNB etc. bewohnt, verkauft, aber nicht bewohnt (weil Eigentümer bspw. irgendein reicher Chinese ist) usw.

Ich könnte mir vorstellen (und habe darüber irgendwo auch einmal einen Bericht gesehen), dass ein signifikanter Anteil des Wohnraummangels der Spekulation geschuldet ist, und würde das gerne mit Zahlen begründet oder widerlegt sehen ...

Anfang v Ende?!

Enteignung in Deutschland? Das geht ja gar nicht! Der Mieterschutz ist so massiv verschärft worden, dass keiner mehr baut bzw kauft und die Oeffentliche Hand hat selbst aus Profitgier seit Jahrzehnten durch Verkauf von Land und Häusern dazu beigetragen, dass nun kein Sozialer Wohnungsbau mehr umgesetzt werden kann. Ferner, und das ganz massiv, hat einerseits die tatsächliche Inflation dramatisch zugenommen ( weit über 2%) und andererseits durch die staatl. Schuldenpolitik und die Niedrigzinspolitik der Bürger keine Chance, Vermögen zu bilden. Die Sparkonten werden durch die Niedrigzinspolitik enteignet! Das sind die Fakten. Und Frau Merkel, Herr Steinbrueck etc pp treten heute auf, als hätten Sie Deutschland gerettet. Beide sind inkompetent was Professionalitaet in der Wirtschaftspolitik betrifft!

Merkel setzt auf Wohnungsbau - die SPD auf den Mietendeckel

Frau Merkel hat doch keine Ahnung vom Bauen. Natürlich müssen immer neue Wohnungen gebaut werden, aber das geht eben nicht so schnell, wie die Groß- und Mittelstädte benötigen. Deshalb müssen auch die bisherigen Wohnungen zu günstigen Preisen vermietbar bleiben. Daher ist eine Mietdeckelung von 5 bis 10 Jahren unbedingt notwendig, bis die neuen Wohnungen stehen. Da muss sich die Koalition erst auf einen Nenner einigen.

18:13 Werner 40

"Merkel hat recht die Deckelung der Mieten schafft keinen Wohnraum......."

Aber die nicht Deckelung und der freie Markt offensichtlich auch nicht sonst wären wir jetzt nicht in so einer prekären Situation. Ach übrigens seit 14 Jahren Kanzlerin und jetzt auf einmal das Problem bemerkt? wo war sie all die Jahre?

um 18:15 von Anna-Elisabeth

>>Hier wird mal wieder so getan, als würde die SPD wegen der Mietpreisdeckelung automatisch gegen Wohnungsbau sein. Das ist Unsinn. Beides gehört zusammen.<<

Das stimmt.

Wohnung, Kleidung, Nahrung sind nämlich DIE Grundbedürfnisse menschlichen Lebens. Deshalb kann/darf es bezüglich bezahlbarem Wohnraums für ALLE auch gar nicht um ein Entweder-oder, sondern nur um eine Und in dieser Sache zwischen den StreitParteien gehen. Punkt.

@fathaland slim

"Vor zwanzig Jahren waren Wohnungen nicht knapp, und Deutschland hatte nicht weniger Einwohner als heute.
Nein, die Mieten steigen aus anderen Gründen."

Naja, ich glaube, ich muss Ihnen nicht erzählen, dass es sich um keine monokausale Angelegenheit handelt. Allerdings vermute ich, dass Sie insbesondere auf bestimmte unsoziale Vermieter abzielen.
Ein großer Grund dafür, dass es einen Wohnraummangel gibt, ist auf jeden Fall auch darin zu sehen, dass die Haushalte immer kleiner geworden sind.

Aber wie ich eben in einem anderen Beitrag geschrieben habe, würden mich dazu wirklich einmal Zahlen interessieren.

@fathaland slim

Die Wohnungen sind nicht überall knapp. In vielen Regionen sind sie spottbilig. Im Bayrischen Wald bekommen sie die schönsten Häuser nachgeschmissen. Nur Arbeit finden Sie da keine. Es ist die Konzentration auf die Ballungszentren, die dort die Preise hochtreiben. In München z.B. waren die Wohnungen auch schon vor 20 Jahren knapp.

Umdenken nötig

Auch in einer sozialen Marktwirtschaft sollte man eher wenig in die Marktmechanismen eingreifen, sondern besser die Auswirkungen sozial abfedern. Ansonsten kommt man schnell in das Fahrwasser einer staatsgelenkten Wirtschaft.

Konkret könnte der Vorschlag hier lauten: Die höheren Mieten mit Wohngeld sozial verträglich machen und das dazu benötigte Geld durch eine Erhöhung der Gewerbesteuer refinanzieren. Die Unternehmen merken dann sehr schnell, dass dort kein bezahlbarer Produktionsstandort mehr möglich ist und investieren dann in anderen Gegenden. In der Folge gehen die Mieten in Ballungsgebieten zurück.

Es kann z.B. nicht sein, dass sich Unternehmen im immer teurer werdenden München nur deshalb ansiedeln, weil es dort für das Management die angesagtesten Nachtclubs gibt.

Frau Merkel

selber ist das Problem , da seit gefühlten Jahrhunderten im Amt aber nichts unternommen, obwohl schon seit Jahren bekannt

@Lyn

"Fahren Sie mal durch Shanghai, das sind richtige Schluchten, aber die Leute können alle wohnen."

Das kommt darauf an, wie man "Wohnen" definiert.
Für mich wäre in solchen Schluchten nur der Überlebensanteil von "Wohnen" gedeckt.
Aber "Wohnen" beinhaltet ja auch noch einen Lebens-Aspekt.

@fathaland slim 18.50

Warum sind Wohnungen denn knapp?"
Nicht überall, aber in den großen Städten und Ballungsräumen, weil alle dahin wollen. Da nützen die leerstehenden Plattenbauten in Meck-Pomm oder Brandenburg nichts, deshalb fehlen trotzdem in Berlin, München, Stgt. Wohnungen, was die Mieten treibt.
"Vor zwanzig Jahren waren Wohnungen nicht knapp"

Stimmt so nicht. Anfang der 90er gab es zumindest hier in BW auch schon gravierenden Wohnungsmangel und dann auch entsprechende Neubautätigkeit. Da sahen Sie im Ländle überall Baukräne

19:01 von Kessl

Sie sprechen ein weiteres Problem an. Bevor die Zahl an Sozialwohnungen erreicht ist, die notwendig ist, um die Mieten zu beeinflussen, können die ersten Wohnungen schon wieder verkauft werden, weil wieder Geld benötigt wird. Einige Mieten in Ballungsräumen müssen nicht eingefroren sondern gesenkt werden. Entweder freiwillig, oder durch gesetzliche Maßnahmen.

@Defender411

"Zehntausende Wohnungssuchende sind da nicht ihrer Meinung. Nur weil ihnen meine Meinung nicht passt, diese als blödsinn zu bezeichnen finde ich nicht gerade fein:-)"

User karwandler hat aber recht!
Alles, was er sagen wollte, war, dass Sie viel zu pauschal geredet haben. Seine Replik auf Sie war lediglich eine freundliche Bitte um Differenzierung ...

Wie wäre es ...

... man würde einfach den Zuzug deckeln?

Würde den Wohnungsmarkt deutlich entspannen.

19:13 von Säbelzahn

Auch in einer sozialen Marktwirtschaft sollte man eher wenig in die Marktmechanismen eingreifen, sondern besser die Auswirkungen sozial abfedern. Ansonsten kommt man schnell in das Fahrwasser einer staatsgelenkten Wirtschaft.
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Sorry, aber so können sie langfristig nicht erfolgreich managen..., sie brauchen hier nur die Anzahl der überteuerten Produkte/Leistungen nach oben zu schrauben und kein Staat der Welt könnte noch eine relevante soziale Abfederungs Agenda umsetzen!!!

Diese Gesellschaft, diese Politik ist ein Bestandteil eines Marktmechanismus, die Regierung ist die wichtigste Management Abteilung des Landes und hat selbstverständlich klug und professionell Einfluss zu nehmen!!!

Oder wie oder was???

Es herrsche der Marktmechanismus Wille???

Den Konsumbürger mit einem teilweise, extrem überteuerten Mietzins zu belasten ist unlogisch und gesellschaftlich gesehen ein Minus Geschäft!!!

Sorry, is nich böse gemeint...;-)

19:21 von DrBeyer

Es war nicht meine Absicht, zu pauschalisieren. Hätte karwandler alle posts gelesen, hätte er auch bemerkt, dass ich faire Vermieter auch sehe. Und, na ja, wenn sie das als freundlichen Bitte sehen, dann muss ich schon mit dem Kopf schütteln. Ich glaube niemand will alle Vermieter bestrafen, nur weil einige Großunternehmen den Hals nicht voll genug bekommen. Ich bin mir sicher, dass staatliche Mietregelungen die fairen Vermieter nicht treffen werden. Zu denken, man könnte in kurzer Zeit, durch Neubauten, das Problem lösen, ist fehlerhaft, da Bauunternehmen jetzt schon ausgebucht sind. Jeder kennt das Problem, kurzfristig einen Handwerker zu bekommen. Diesen Sachverhalt klammert Frau Dr. Merkel leider aus.

Länder und Gemeinden verscherbeln an Bauträger und Baulöwen

Frau Merkel setzt auf Wohnungsbau - ja, gut, aber die Länder und Gemeinden müssen die potentiellen Häuslebauer auch lassen.
Wenn man bei uns in Bremen in der grünen Baubehörde nach Grundstücken fragen will, kommt man nicht einmal am Pförtner vorbei.
Alles geht an Baulöwen und Großunternehmer. Ich frage mich inzwischen, wem Bremen gehört: Den Bremer Bürgerinnen und Bürgern oder den Baulöwen, Baunternehmen und Bau- und Grundstücksverwaltungsgesellschaften Zech, Grosse, Kathmann?

Normale HäuslebauerInnen haben keine Chance. Wir müssen ins Umland abwandern.

@Defender411

>>"Diese sind definitiv zu hoch und mit NICHTS zu rechtfertigen! Dies heißt nicht, dass es auch vernünftige Vermieter gibt. Vermieten ist nicht dazu da, Menschen reich zu machen, sondern das verwohnen zu entschädigen mit einem kleinen Aufschlag für die zur Verfügungstellung!<<"

Das die Mieten derzeit zu hoch sind, da stimme ich Ihnen zu 100% zu. Aber der zweite Satz ist Unsinn. Wer bitte wird denn Wohnungen bauen, wenn er dafür lediglich entschädigt wird und einen "kleinen"Aufschlag zur Verfügungstellung" erhält?

Was würden Sie sagen, wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen keinen Lohn mehr zahlt, sondern lediglich einen "kleinen Aufschlag für Ihre Arbeitskraft"? Würden Sie dann noch arbeiten gehen?

um 18:40 von perplexer Leser

"Gar nicht so einfach", eine Eigentumswohnung zu kaufen oder ein Baugrundstück zu erwerben, "wenn selbst im ländlichen Raum mittlerweile so gut wie alles in der Hand von Bauträgern und Spekulanten ist."
Da müssen die Politiker eben eine andere Politik zu Gunsten der "kleinen Leute" machen, die sich Wohneigentum anschaffen oder eine Familie gründen wollen. Das war doch früher mit dem Sozialen Wohnungsbau völlig anders. Ein bestimmter Prozentsatz des Wohnungsbaus muss eben beim Staat/Land bleiben

Für alle, die immer auf den Vermietern rumhacken...

Wenn ein Vermieter Mieten verlangt, die deutlich unter der durchschnittlich erzielbaren Miete liegt, wird ihm seitens des Finanzamts Liebhaberei unterstellt und kann nicht mehr Ausgaben für Instandhaltungs- und Renovierungsmaßnahmen steuerlich geltend machen. So geschehen vor kurzem einem Münchener Ehepaar, das statt der möglichen € 12 nur € 8 verlangt hat. Und das gleiche Problem hat aktuell eine öffentlich rechtliche Anstalt, die jeder kennt und ebenfalls in München beheimatet ist. Aus datenschutzrechtlichen Gründen kann ich es nicht nennen. Ergo, ist ein Vermieter sozial, wird er vom Staat bestraft.

19:10 von DrBeyer

«Aber wie ich eben in einem anderen Beitrag geschrieben habe, würden mich … Zahlen interessieren.»

Wohnraumsituation + Bevölkerungsverteilung in DEU hat viele Zahlen.

Eine Gruppe davon beleuchtet die Zahl derer, die in Großstädten leben
(> 100.000 Ew.). Es gibt 80 davon in DEU (in JAP hat es 265).

"Mega-Cities" (> 10 Mio.) hat DEU nicht (JAP hat 3, Tokyo mit 38 Mio.).
In keinem Land in EUR sind so viele Städt zw. 500.000 / 650.000 Ew. wie in DEU (10 an der Zahl). Kein anderes Land in EUR "hatte Wieder-Vereinigung" + in den letzten 30 Jahren eine so starke Binnen-Migration wie DEU.

Der Zuzug in Städte (auch in kleinere) übersteigt alle Prognosen, und steigt stetig weiter an. "Wo die Arbeit ist, da wollen (müssen) die Menschen hin.
Kein Ende in Sicht."

Welchen Anteil Wohnraum-Spekulation an der Wohnungs-Misere hat?
Weiß ich nicht (das fragten Sie ja weiter oben).

Noch lebt man in DEU auch in den großen Städten "wenig beengt".
Ich in Köln. Einst lebte ich in 6 Monate in Tokyo …

@19:10 von DrBeyer

"Ein großer Grund dafür, dass es einen Wohnraummangel gibt, ist auf jeden Fall auch darin zu sehen, dass die Haushalte immer kleiner geworden sind."

Ja, aber auch Familien werden irgendwann kleiner. Die abstruse Wohnraumsituation führt dazu, dass viele ältere Menschen in ihren inzwischen zu großen (Eigentums-) Wohnungen bleiben, weil sich der Kauf einer kleineren Wohnung bzw. das Wohnen zur Miete nicht rechnet. Eine Bekannte von mir bewohnt allein 120 qm.

19:21 von DrBeyer

Die großen Wohnungsbaugesellschaften haben durch ihre marktbeherrschende Position in Ballungsgebieten, den Mietpreis in die Höhe getrieben. Private Vermieter haben natürlich insofern profitiert, das sie auch höhere Mieten erzielen konnten, was ihnen nicht zum Vorwurf gemacht werden kann. Wir sind aber jetzt an einem Punkt, wo es in manchen Städten sittenwidrig hohe Mietpreise gibt und das darf nicht geduldet werden. Alle große Unternehmen zieht es leider auch noch in solche Städte, somit wandern die Arbeitsplätze dort hin, wo Wohnungsnot herrscht. Auf dem Land ist die Infrastruktur so schlecht, dass man es den Unternehmen nicht verdenken kann. Ich würde es begrüßen, wenn diese Strukturdefizite abgebaut würden, dass es für Konzerne lukrativ wird in die Fläche zu gehen. Kann mir einer erklären, warum zum Beispiel der Frankfurter Flughafen immer größer wird, obwohl alle Anwohner leiden? Ich komme ja nicht mal schnell zu diesem Flughafen weil die Straßen überfüllt sind.

Die Baubehörden müssen kompetenter sein

Wer sich und seine Familie vor Abhängigkeit und Willkür durch raffgierige Wohnungbauunternehmen schützen will, hat in Bremen keine Chance. Fast alle landeseigenen und städtischen Grundstücke gehen an Großunternehmen. Diese bauen quadratische Kästen dicht an dicht, teils ohne ausreichende Infrastruktur (Straßen, Zuwegungen, Geschäfte, ÖPNV) und nennen das urbanes Wohnen.

Unabhängigkeit von Wohnungsverwaltungen und Eigentümergemeinschaften - kann man vergessen. Selbst Reihenhaus Ensembles werden von Bauunternehmen samt verbandelter Bau- und Grundstücksverwaltung so angeboten, dass man in eine WEG(WohnEigentümerGemeinschaft) gezwungen wird und dementsprechend jeden Monat zusätzlich für die Verwaltung zahlen muss. So lohnt sich das Bauen für Bauunternehmen zweifach: Einmal WHG oder Haus verkaufen und dann auf Jahre abkassieren. Die Grünen kriegen die Projektentwicklung für normale Häuslebauer einfach nicht hin - also lassen sie die Großunternehmer machen - und die machen, was sie wollen

Deckelungen ja, aber nur für spitzenmieten

Man kann ja für 5 Jahre nur eine Erhöhung um die Inflation zulassen.

Aber das muss dann an der ortsüblichen Vergleichsmiete fest gemacht werden.

Es gibt durchaus noch viele niedrige Mieten. Hier quasi die Erhöhung zu verbieten kommt einer Enteignung gleich.

Bspw. Ortsübliche Vergleichsmiete liegt bei 10-12€/qm, dann darf man von diesem Preis ausgehend für fünf Jahre nur um die Inflation erhöhen.

Wer bislang billiger vermietet, der darf natürlich innerhalb der gesetzlichen Grenzen auch mehr erhöhen.

So könnte das auch juristisch funktionieren.

19:08 von pkeszler

Merkel setzt auf Wohnungsbau - die SPD auf den Mietendeckel

Frau Merkel hat doch keine Ahnung vom Bauen. Natürlich müssen immer neue Wohnungen gebaut werden, aber das geht eben nicht so schnell, wie die Groß- und Mittelstädte benötigen. Deshalb müssen auch die bisherigen Wohnungen zu günstigen Preisen vermietbar bleiben. Daher ist eine Mietdeckelung von 5 bis 10 Jahren unbedingt notwendig, bis die neuen Wohnungen stehen. Da muss sich die Koalition erst auf einen Nenner einigen.
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Dann können wir in 10 Jahren den völlig unerwarteten Instandhaltungsstau beklagen, der bei EU-gewünschter 2% Inflation so sicher eintritt, wie bisher das Amen in der Kirche.

Gewohnt wird immer - aber wer zahlt?

Grundsätzlich sollte jeder in seinem Eigentum leben. Aber davon sind wir weit weg.

Zudem ist es Aufgabe des Staates einen zweiten Wohnungsmarkt zu schaffen und zu halten für die, die sich Eigentum nicht leisten können.

Ob über sozialen Wohnungsbau, oder aber über Genossenschaften oder noch was anderes ist erst mal sekundär.

Die Mittelschicht ist in der Lage sich entweder Eigentum zu leisten, oder aber bewusst nur zu mieten. Man weiß was ein Neubau kostet und kann sich also ausrechnen, was dann die Miete bringen muss.

Für die hohen Baukosten kann der Staat was - er hat die Preise ja durch Auflagen und Gesetze so teuer gemacht. Dafür, dass viele im Niedriglohnsektor arbeiten, dafür kann der Staat auch was. Der hat diesen Sektor geschaffen und über die Agentur für Arbeit mit Millionen Menschen versorgt, die eigentlich oft besser qualifiziert waren.

Und der Staat hat die Sozialwohnungen privatisiert.

Man fragt sich schon ob der Staat überhaupt etwas richtig machen kann.

Schätzungsweise 20% aller Mieter.........

........... könnten sich eine Eigentumswohnung leisten. Sie tun es aber nicht, weil sie entweder
- nicht rechnen können,
- Angst haben, in Zahlungsschwierigkeiten zu kommen,
- Angst haben krank zu werden,
- Angst haben, den Job zu verlieren,
- Angst haben beim Kauf benachteiligt zu werden,
- tausend andere Gründe haben, keine Wohnung zu kaufen.

Würden diese 20% ihre Mietwohnungen räumen und Eigentum erwerben, dann hätten die Vermieter in Deutschland ein Problem.....

Von anderen und aus Erfahrung lernen

Man sollte sozialen Wohnungsbau auf Genossenschaften übertragen. Hauptsache nicht in die Hand von Politikern legen.

Dann bleiben die Wohnungen auch das was sie sind.

Es gibt einen ersten Wohnungsmarkt und es gibt einen zweiten. Den ersten muss man nicht besonders regulieren. Da reguliert der Markt. Den zweiten darf man nicht den Markt preis geben.

Leider hat die Politik in der Vergangenheit so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.

Ganz vorne mit dabei rote und Grüne in Berlin.

Und das sind die, die heute am lautesten schreien nach Enteignung, obwohl sie doch die Hauptschuld an der Misere tragen...

Ganz schön unverfroren.

Bis vor kurzem dachte ich, dass in Österreich …

nur die Stadt Wien seit mehr als 100 Jahren mit konsequentem städtisch-genossenschaftlichen Wohnungsbau "für eine gemischte Wohnstruktur" mit bezahlbaren Mieten für weite Kreise der Bevölkerung sorgte und sorgt.

Nun lernte ich, dass auch (fast ? / so gut wie ?) alle anderen großen Städte in ÖST immer mehr diesen Weg gehen. Am Beispiel von Salzburg.

Als dort vor (?) Jahren der Fußball-Verein "Red Bull Salzburg" ein neues Stadion bezog (das "der Brause-Mogul" auf seine Kosten erbaute). Wurde "das alte" Stadion inmmitten städtischer Wohnbebauung "frei" (gehörte der Stadt).
Was nun damit tun?

Man gründete mit Interessenten des Stadtteils eine Genossenschaft, die sich "Non-Profit" verpflichtete, der über Instandhaltung hinaus ginge. Bauunternehmer (die nur am Bauen, nicht an Vermietung verdienen) bauten das Stadion so um, dass unter / um die Tribünen ca. 100 Mietwohnungen entstanden. Zu qm-Preisen von 6 bis 9 Euro vermietet.

"Kleine Oase" mit Nutzung der Rasenflächen für Amateur-Sport …

@18.44-der Staat als Bauherr? Keine gute isee

Besser man überträgt das unabhängigen Genossenschaften.

Die stehen nicht im Verdacht inkompetent zu sein und auch nicht Wohnungen zu günstigen Preisen ab zu verkaufen.

Einmal Genossenschaft immer Genossenschaft.

Wien zeigt wie es geht

Erster und zweiter Wohnungsmarkt nebeneinander.

Wer auf Grund seines Einkommens berechtigt ist, der darf sich um eine solche Wohnung bewerben.

Der Staat muss nur genügend Grundstücke zum fairen Preis abgeben und dann balanciert sich das wieder ein.

Am 14. Juni 2019 um 17:57 von kurtimwald

Einfach die Faulheit überwinden, ein paar Jahrzehnte sparen und dann bauen.

Sie haben Recht.

Aber wo 2 Normal-Verdiener
Geld verdienen, kann man zur Bank gehen, eine Hypothek aufnehmen und eine Wohnung oder ein Haus kaufen.

Da die Miet- und Immobilienpreise fast immer steigen, ist das Risiko sehr gering.

Selbst Scheidung, vorzeitiges Ableben, … kein Problem.

Die Mieten steigen, die Wohnungspreise auch, aber die

Hypothek bleit über die gesamte Laufzeit immer gleich.

Nach 20 bis 30 Jahren, wenn man in Rente geht ist die Wohnung bezahlt.

Keine Miete, kein Eigenbedarf.

Einziges Problem, als Alleinverdiener wird man unter 30% Eigenkapital kaum ein Darlehen bekommen.

20:37 von draufguckerin

Die Baubehörden müssen kompetenter sein
Wer sich und seine Familie vor Abhängigkeit und Willkür durch raffgierige Wohnungbauunternehmen schützen will, hat in Bremen keine Chance. F..landeseigenen und städtischen Grundstücke gehen an Großunternehmen. Diese bauen quadratische Kästen dicht an dicht, teils ohne ausreichende Infrastruktur (Straßen, Zuwegungen, Geschäfte, ÖPNV) und nennen das urbanes Wohnen.

Unabhängigkeit von Wohnungsverwaltungen und Eigentümergemeinschaften - kann man ..WEG(WohnEigentümerGemeinschaft) gezwungen wird und dementsprechend jeden Monat zusätzlich für die Verwaltung zahlen muss. So lohnt sich das Bauen für Bauunternehmen zweifach: Einmal WHG oder Haus verkaufen und dann auf Jahre abkassieren. Die Grünen kriegen die Projektentwicklung für normale Häuslebauer einfach nicht hin - also lassen sie die Großunternehmer machen - und die machen, was sie wollen.
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Das wird doch jetzt alles mit den SPD/Grünen/ Linken noch bessser?
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Der Sieling-Verlierer vorneweg.

19:16 von DrBeyer

«Fahren Sie mal durch Shanghai, das sind richtige Schluchten, aber die Leute können alle wohnen.»

«Das kommt darauf an, wie man "Wohnen" definiert.
Für mich wäre in solchen Schluchten nur der Überlebensanteil von "Wohnen" gedeckt. Aber "Wohnen" beinhaltet ja auch noch einen Lebens-Aspekt.»

Shanghai kenne ich nicht. In China war ich nie.
Aber ich lebte in Tokyo, der größten Stadt der Erde.

Die einem in (sehr) vielen Aspekten vorkommt, als sei sie nicht von dieser Welt. Kein erstrebenswertes Ziel, in derart großen Städten zu leben. Schwierig, voll, laut (!), (sehr) anstrengend.

Aber dort ist mehr als nur "Wohnen". Kein Wohnen, das ich ewig würde wohnen wollen. Aber doch eines, das ich mit einer Träne im Auge wieder verließ.

Eine sehr eigene Eigenart in JAP ist, dass dort Wohnraumspekulation wg. des begrenzten besiedelbaren Raums sehr rar ist (25% der Fläche von DEU / 128 Mio. Ew.). "Nicht-Wohntürme" werden alle 30 bis 50 Jahre neu erbaut.

"Haus erben" ist eher eine Pein …

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