Ihre Meinung zu: BGH: Bei Arznei auf Rezept sind Apotheken-Geschenke tabu

6. Juni 2019 - 13:21 Uhr

Ein Brötchen-Gutschein oder Taschentücher zum Antibiotikum - damit ist Schluss, urteilte nun der BGH. Apotheken-Kunden mit Rezept vom Arzt dürfen zum Medikament keine Kleinigkeiten mehr dazubekommen. Von Gigi Deppe

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Kommentare

Und die

Apothekenrundschau sowie das Glas Wasser sind auch verboten.

Der beratende Apotheker stört vermutlich. Warum sonst werden Versandapotheken bevorzugt?

Jetzt käme noch jemand auf die Idee, dass Parteispenden und Sponsoring auch unzulässig wären. Wird kaum passieren.

einfach herrlich, um welche pilepalle sich gekümmert

wird in diesem land. nur die wichtigen entscheidungen werden weiter verschlafen!

Fand es eigentlich ganz

Fand es eigentlich ganz schön, wenn der Apotheker mir ein paar Hustenbonbons oder 1 Packung Taschentücher gab. Frage: Was ist daran verwerflich, wenn europäische Internetapotheken dieses nach wie vor dürfen, oder sogar kleine Bonusgutschriften erteilen. Die Regularien in unseren Land sind mittlerweile für mich nicht mehr akzeptabel, zumal wenn ich mir verschriebene Medikamente besorge, nicht unbedingt die Auswahl der Apotheke treffe. Als Wettbewerbsvor- oder Nachteil sehe ich kleine Gaben der Apotheker nicht. Schlimmer finde es bei den Privatversicherten, die den vollen Medikamentenpreis bezahlen, da habe ich schon mitbekommen das es hier und dort zu Weihnachten sogar billige Akku Bohrmaschinen gab, lach. Aber wirklich.

Meine Güte!

Bei uns kriegen die Kinder immer etwas vom Arzt oder Apotheker. Wirklich eine Kleinigkeit, ein Fruchtzucker-Bonbon oder ein Gummibärchen, beim Zahnarzt irgendein Krimskrams und Mini-Zahnpasta (unsere Zahnärztin verteilt prinzipiell keine Süßigkeiten).

Das verzerrt nicht den Wettbewerb, sondern wirkt wie ein kleiner Muntermacher und schließt den Besuch für das (meist ja kranke) Kind angenehm ab.

Soll das ein Witz sein?

"Die Packung Taschentücher als Beigabe oder eine Rolle Lutschbonbons - das geht in Zukunft nicht mehr. Jedenfalls dann, wenn die Apotheke ein verschreibungspflichtiges Medikament verkauft. Auch kleine Geschenke ohne großen Wert könnten den Wettbewerb verfälschen, urteilte der Bundesgerichtshof"

Echt jetzt? Die Packung Papiertaschentücher als Zugabe, die vielen Kunden aus gegebenem Anlass hochwillkommen sein dürfte (auch wenn zufällig was "Verschreibungspflichtiges" dabei ist) könnte den Wettbewerb verfälschen?

Hat die Politik wirklich keine dringenderen Probleme, mit denen sie sich beschäftigen könnte?

die Regulierungswut

ist grenzenlos....dann muss das "Punktesammeln" mittels Kundenkarten auch verboten werden.

ist richtig

Ich finde das Urteil gut. Es geht hier zwar nur um Peanuts ( bzw. mal 'ne Packung Taschentücher, mal einen Brötchengutschein), aber wo will man die Grenze ziehen. Zu Recht wurde der Pharmaindustrie das "Beglücken" der Ärzte mit korrupten Methoden (kostenlose Hotelaufenthalte, teure Geschenke) als Unterstützung des Vertriebs verboten. Nun wird unterbunden, dass die Pharmaindustrie die Patienten mit unlauteren Vertriebsmethoden auf's Korn nimmt.
Unterbunden werden sollten auch kostenlose Begleitangebote durch Internet-Apotheken, z.B. Probe-Abonnements ...
Ich finde das ok.

Muß bis aufs Letzte alles privat sein oder wenn es um

die Medikamenten-Versorgung geht auch andere System Formen die private Versorgung ersetzen?

Zusammenschluss von Krankenkassen, die Apotheker ausbilden und Apotheken Zentren aufbauen. Da braucht nicht an jeder Ecke eine Apotheke in Konkurrenz stehen, sondern Zentral in Orten oder Ortsteilen die Versorgung gesichert werden. Dadurch könnten erhebliche Kosten reduziert werden, die der Versorgung der Menschen dienen sollte. Das ganze braucht ja nicht von heute auf morgen geschehen, sondern mittelfristig geplant umgesetzt werden.

Unsinn

Ich habe so meine Probleme mit diesem Urteil.
Was bitte ist hier Wettbewerbsverzerrung? Weil eine Apotheke "Brötchengutscheine" verteilt hat? Online-Apotheken werden da anders bewertet? Ich halte Richter beim BGH nicht für die "Leuchten" der Nation. Gleiches gilt für die sogenannten "5 Wirtschaftsweisen", ist für mich der gleiche Unsinn und hat mit Demokratie aber sowas von Null zu tun! Aber das ist meine persönliche Meinung. Mein Vater, war promovierter Ökonom und einer seiner Sätze ist mir bis heute im Gedächtnis hängen geblieben. Zitat: "Die "5 Wirtschaftsweisen? Die sind eine Schande für meinen Berufsstand!" Wäre mein Vater Jurist gewesen, hätte er sich mit Sicherheit gleichsam zu den Richtern geäußert, die dieses Urteil gesprochen haben. Was mir persönlich schleierhaft ist: Wer gibt Menschen das Recht sich zu "überhöhen" und dem Rest ihrer Spezies erklären dürfen, was falsch und richtig ist? Das werde ich nie begreifen!

Mein Gott, es gibt schlimmeres

ich gehe doch nicht zur Apotheke nur weil ich ein Brötchen Gutschein oder weil ich ein Ein-Euro Schein bekomme.

Ich gehe zur Apotheke weil ich Krank bin. Und ich gehe auch nicht 20 KM weit entfernten Apotheke wegen ein Brötchen sondern mein Weg führt mich zum Arzt und danach dann die erste Apotheke die ich seh. Manchmal ist es sogar so, das die bestellen müssen, dann geh ich in meiner Apotheke, die um die Ecke ist.

Mir ist es sowas von scheiss Egal, ob da irgendwas günstiger ist oder nicht. Ich brauche ja die Medikamente.

Manchmal freue ich mich aber um einen kleinen "Geschenk", ob es kleine Taschentücher, kleine Bonbons oder what ever. Das empfinde ich eher als kleine "Gute Besserrung" als ein Werbegeschenk.

Es gibt schlimmeres...

Dazu kommt ...

... dass man eigentlich in jeder Apotheke die annähernd identische "Zugabe" bekommt - eben die üblichen Taschentücher oder ähnlich "wertvolles". So etwas verbuche ich noch nicht mal als Werbegeschenk, sondern als nette Geste. Hoffentlich dürfen sich Apotheker wenigstens noch von ihren Kunden verabschieden ohne damit unlauter zu werben ...

Auf einem Augen mehr als blind

"... Die Preisbindung sei strikt einzuhalten...."

Was für eine scheinheilige Moral.
Es geht um Gesundheit, natürlich gelten da andere Maßstäbe als beim Kauf eines Smartphone.
Was aber in diesem Zusammenhang grundlegend den Markt verzerre soll wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.
Wir haben Apotheken unter besonderen Schutz gestellt. Warum? - bringt Preisbindung mehr Sicherheit?
Der Markt soll alles richten, nur für bestimmte Lobbygruppen gelten diese Regeln nicht. Medikamente kosten in der Entwicklung viel Geld und Zeit - das ist unbestritten. Zig Menschen verdienen aber unnötig viel an dem Vertrieb und der Vermarktung - das aber scheint niemanden zu stören. Da scheint es egal zu sein wie der Werbedruck auf Ärzte und Apotheken wirkt.

gebe sabrina74 komplett Recht

Man kanns auch übertreiben mit den Regelungen.
Ohne derartige kleine "Geschenke" wird keine Arznei billiger, weil die auf Rezept Preisbindung haben.

Schuften

Für so ein unsinniges Gesetz haben unsere Parlamentarier 2013 sicherlich heftigst im Angesicht ihres Schweißes schuften müssen. Als sie das Gesetz durchbrachten, wussten Sie, dass sie Deutschland endlich gerettet haben.

Überregulierung

und Probleme finden, die Keiner sieht, das ist dieses Urteil. Wenn mir der Apotheker zwei! Bonbons in die Tüte gibt oder ein Päckchen Papiertaschentücher, empfinde ich das nicht als Bestechung, sondern als nette kleine Geste. Wobei ich mit Bonbons eh nichts anfange. Aber ich frage mich, mit welchen "Problemen" sich hochrangige Gerichte beschäftigen

Wettbewerbsvorteil "unserer" Apotheke:

Sie ist in der Straße nebenan. Und fast neben dem Ärztehaus.

Wegen einer Zugabe werde ich mich nicht krank bis zu übernächsten Apotheke schleppen, wenn ich die Apotheke in der nächsten Straße habe.
Wenn etwas nachbestellt werden muss, dann habe ich auch nicht so weit zu laufen.

Ich hoffe, niemand kommt jetzt auf die Idee den Wettbewerb zu entzerren indem alle Apotheken in eine gleich schlechte Lage irgendwo außerhalb der Stadt umgesiedelt werden.

Der Staat und seine Gerichte

Der Staat und seine Gerichte müssen Prioritäten setzen, z.B. die Apotheker und Kunden mit willkürlichem Blödsinn gängeln, anstatt den Einfluss der Pharma-Industrie auf die Gesetzgebung einzuschränken.

Hmmmm....

... die Versandapotheken dürfen das noch, weil sie noch keine große Rolle in Deutschland spielen - das finde ich aber eine sehr kuriose Ausnahmeregelung. Wie wäre es es denn mit dem Klassiker „Gleiches Recht für alle“ - also entweder man darf das in Deutschland, oder eben nicht.

Ganz prinzipiell finde ich es eh etwas hanebüchen. Wenn es schon reguliert werden muss, wärs doch auch anders möglich, beispielsweise apothekenspezifische Geschenke im Cent-Bereich erlauben, wie z.B. die Packung Taschentücher für die Schnupfennase und ein Traubenzuckerl fürs Kind.
Einen Brötchengutschein von der Apotheke finde ich persönlich auch eher schräg.

Lächerlich

Selten habe ich so eine absurde Geschichte gelesen! Ist schon eher zu schmunzeln, wenn es nicht so traurig wäre. Essen aus Mülltonnen klauen bleibt verboten und solch ein Unsinn wird verboten. Haben Gerichte nichts anderes zu tun?

Keine Zugaben in deutschen Apotheken

...die Arzneimittelpreisverodnung verbietet deutschen Apotheken Rabatte auf verschreibungspflichtige Arzneimittel.
Kleine Zugaben als "Rabatt" zu werten halte ich für übertrieben (was ist eigentlich mit den 1,77€ Zwangsrabatt der den gestzlichen Krankenkassen pro verschreibungspflichtigem Artikel von Apotheken abgeführt werden muss?)
Die Tatsache, dass ausländische Versandapotheken sowohl Preisnachlässe, Präsente oder Wertgutschriften vergeben dürfen, ist eine nicht hinnehmbare Wettbewerbsverzerrung für deutsche Apotheken. Die logische Konsequenz müsste ein Versandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Medikamente sein.
Wer behauptet der Versandhandel spiele keine Rolle zeigt, dass er die Realität verkennt (es gibt genug Krankenkassen [gesetzlich wie privat], die für auslädische Versandapotheke werben); der Marktanteil wächst ständig.
Ein Urteil, welches die deutsche Apotheke ein Stück näher an den Abgrund bringt, satt die flächendeckende Versorgung zu sichern.

Wettbewerb zwischen Apotheken verhinden?

Wieso versuchen wir eigentlich den Wettbewerb zwischen den Apotheken zu verhindern?!? Wettbewerb ist doch gut für das Geschäft! Und den Kunden!
Bei den Bäckereien, Metzgereien usw. halten wir uns doch auch raus! Wieso geht das bei den Apotheken nicht?

Das böse Taschentuch....

Ja... Manchmal wundert man sich, womit Politik und Gerichtsbarkeit sich alles beschäftigen. Es mag ja in Teilen sehr vernünftig sein Apotheken daran zu hindern einen "ruinösen Wettbewerb" zu betreiben, wie es in dem Artikel heißt. Allerdings denke ich, dass man hier mit etwas mehr Feingefühl, um nicht zu sagen Verstand, vorgehen könnte. Große Werbegeschenke, Gutscheine etc. sind sicher der falsche Weg, aber eine Packung Taschentücher oder Heftpflaster kann man wohl kaum Wettbewerb nennen. Im Endeffekt wird die "Service-Wüste Deutschland" doch nur wieder ein Stück wüstenhafter für den Kunden. Hier hätte ich mir vom Gesetzgeber eine ausgewogenere Regelung gewünscht, die kleine Nettigkeiten, wie Taschentücher etc. nicht aus der Freundlichkeit von Apotheken verbannt. Denn das ist doch einfach lächerlich. Oder gibt es bislang eine Apothekeninsolvenz aufgrund verschenkter Taschentücher oder einen Kunden, der sich durch ein Taschentuch manipuliert fühlt? Fragen über Fragen....

Vorgeschmack

Auf ein total reguliertes Land. Schön grün wählen, dann wird es bald Wirklichkeit

Ich...

finde das Verbot nicht gut. Meine Güte was macht es aus wenn meine Stammapotheke ein Päckchen Taschentücher zum Medikament bekommt. Wo liegt das Problem? Ich finde das Urteil als ein Fehlurteil.

Man fasst es nicht!

Hat der BGH wirklich keine drängenderen Probleme als ein Päckchen Taschentücher?

Man muss unterscheiden

Preisregulierung bei rezeptpflichtigen Medikamenten ist ok. Schließlich will man das jeder BürgerInn in ihrer Nähe Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten, die Blutdruck regulieren oder den Insulinspiegel erhöhen haben.
Ich denke aber, dass die Regel nicht zutrifft wenn man sich in der Apotheke ein Schnupfenspray oder eine Packung Sinupret kauft die man aus eigener Tasche bezahlen muss. Dementsprechend ist doch das Gesetzt sinnvoll und richtig. Mit dem Geld der Allgemeinheit darf ich eben als Unternehmen keine Werbung und damit keinen Profit machen.

EU Recht

...ah, jetzt habe ich das EU-Recht verstanden !! Im EU-Ausland ist es erlaubt aber in Deutschland (EU) nicht...mmmh. Gestern hab´ ich mir ´ne Currywurst gekauft, auf der Preistafel stand: Currywurst 2,50€...und ich bekam noch ein Brötchen dazu....darf ich den Currywurstverkäufer jetzt wegen "Bestechung" verklagen oder an welches Gesetz / Gericht muss ich mich wenden damit derartige Aktionen unterbunden werden ? Ich bin ratlos...lol

Frage

Den Apotheken ist es also verboten, Kleinigkeiten obendrauf zu geben!

Wie ist das eigentlich beim Metzger?
Darf er den Kindern dann noch ein Scheibchen Gelbwurst geben oder nicht?

Eigentlich müsste das ja jetzt auch verboten sein.

Resultat ist ein Wettbewerbsnachteil für inländische Apotheken

Online-Apotheken haben nach europärischem Recht die Möglichkeit Rabatte auf verschreibungspflichtige Arzneimittel zu geben und nutzen diese um lokalen Apotheken Kunden abzuwerben.

Die lokalen Apotheken werden durch ein solches Urteil geschwächt. Am Ende führt das dazu, dass die Gelder, die von deutschen Krankenkassenzahlern eingezahlt werden in den Niederlanden für Profit und somit Steuereinnahmen sorgen, während die kleinen Apotheken (Apotheken MÜSSEN inhabergeführt sein UND man darf nicht mehr als 5 besitzen) in Deutschland aussterben und mit Ihnen Personen aus dem Mittelstand, die in Deutschland ihre Stuern zahlen.

Die Fahrt zur nächsten Notdienst-Apotheke wird dadurch auch länger.

Europa

Wie froh muss man sein, dass diese famose Neuregelung nicht aus Brüssel verordnet wurde, denn das hätte wohl eine viel heftigere Reaktion ausgelöst... Merke: In Deutschland kann man es mitunter noch besser als in Brüssel.

Was ist daran verwerflich und wie die Strafe...

Unglaublich was sich unsere Gerichte leisten...

Trinkgeld dürfte dann auch verboten sein...

Was für eine Steilvorlage...

Ist doch lächerlich

das einer Standortapotheke Das verboten wird, Was Versandapotheken erst populär gemacht hat! Ich meine, dass ist vergleichbar, das später nicht mehr nachgefragt wird, wie wurde einst der Reichtum geschaffen!

Verstörendes Urteil

Bitter ist für die Apotheken, dass nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs ihre Konkurrenten, die Versandapotheken im EU-Ausland, weiter Geschenke gewähren dürfen. Diese Unterschiede seien im Augenblick jedenfalls noch hinzunehmen, sagen die Bundesrichter. Denn die ausländischen Apotheken spielten zurzeit noch keine große Rolle auf dem deutschen Markt.

Die deutschen Richter haben kein Kreuz.
Noch nie gehabt.
In Deutschland verboten, im Ausland erlaubt.
Das nennt sich Gerechtigkeit.
Deutsche Justitz.
Außerdem, 2 Bonbons bringen den Kapitalismus nicht zum Einsturz.

Fairer Wettbewerb

Eine Apotheke sollte durch gute Beratung und kompetentes Personal sich positiv hervorheben. Mich hat das schon lange geärgert. Eine Apotheke ist eine Apotheke und kein Geschenkemarkt.
Diese teilweise auch völlig unsinnigen und übertriebenen Geschenke müssen wir letztlich alle bezahlen über unsere Krankenkassenbeiträge. Eine Regelung die lange überfällig war und jetzt endlich wieder für einen fairen Wettbewerb sorgt.

Man sollte die Richter....

...des BGH mal aus ihrem luftleeren Raum befreien, in welchem sie urteilen. Was ist denn daran wettbewerbsverszerrend, wenn ich zu meinem Einkauf irgend eine Werbebeigabe von minderem Wert bekomme. Wegen der gehe ich doch nicht in eine bestimmte Apotheke. Ich, zB, suche mir eine Apotheke nach der besten Parkmöglichkeit aus, nicht ob ich ein paar Papiertaschentücher bekomme. Die Wettbewerbshüter und Prozesshansel werden sich wohl als nächstes an die Metzgereien heranmachen: da ist es usus, daß begleitende Kinder ein Radl Wurst geschenkt bekommen. Also Wettbewerbshüter, es gibt noch viel zu tun. Machen Sie sich ruhig lächerlich.

Dachte wir haben freie Marktwirtschaft...

Am Rezept ändert sich doch nichts...

Aprilscherz?

Ist das ein Aprilscherz? Ist denn zukünftig die obligatorische Scheibe Wurst an der Fleischtheke für meinen Kleinen auch verboten?
Unfassbar, worum sich an unseren Gerichten gekümmert wird.

Lobbyistenzugabe

Ach ja.
....und was ist mit unseren Lobbyisten die "ein bisschen was dazu geben", wahrscheinlich deshalb weil sich sonst dann der Bespendete an einen anderen Lobbyisten wendet.
....zehn Pils in der Kneipe, der Wirt gibt mir ´nen Kurzen aus...unverschämt !!
.....zehnmal beim Friseur...das elfte mal für lau...schlecht abgeschnitten.
Eigentlich bin ich jetzt erst recht verunsichert, einige "dürfen" vieles....z.B. Politiker, dürfen Geld entgegennehmen (sogenannte Spendengelder) von bestimmten Interessengruppen...und da besteht wirklich kein Zusammenhang ??

lächerliche Regulierung...

Wie schön war es doch, als man noch in persönlichen Kontakt zum Apotheker stehen durfte.
Vielleicht steckt er mir dennoch heimlich ein paar Taschentücher oder Bömschen in die Tasche...
Ich finde es nur noch lächerlich was alles reguliert wird in Deutschland.

Was für ein...

... Schwachsinn! In welchem Land lebe ich eigentlich? Ach ja - in Deutschland. Hatte ich beinahe vergessen.

Hier ist jetzt also auch schon Nettigkeit strafbar...

Hätte man nicht eine Obergrenze für dieses kleine Geschenk einführen können?

Ich fall um....

Unsere Apotheker hat eine Kiste mit kleinen Spielsachen aus dem die Kleinen sich 1 Teil rausnehmen können.
Gibt es wohl ab jetzt nicht mehr.

Politikbashing

Das jetzige Urteil ist nicht das Ergebnis böswilliger oder drangsalierender Politiker.
Die eigentliche Gesetzgebung soll die Apotheken schützen.
Dass Richter jetzt kleine Nettigkeiten einkassieren, damit hat Niemand gerechnet.

Es sind bösartige Kläger, die jedes Schlupfloch finden um die Konkurrenz oder schikanieren oder über Abmahnungen zu Geld abzuschöpfer.

Das Deutsche Recht...

Ist nicht gerecht.

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14:13 von draufguckerin

es geht hierbei nicht um Wochenendausflüge für Ärzten, gesponsert von Pharmafirmen
sondern um ein paar Gummibärchen für mein Kind oder ein Päckchen Tempo
... und wenn sie mal was gutes und sinnvolless tun wollen
das Pflegeheim meiner Mutter hat alle Medikamente und sonstigen Dinge aus einer Apotheke 80 km entfernt bezogen
warum nicht vom Apotheker direkt gegenüber/wenigstens vom Ort ?
vielleicht sollte man da mal nachfragen

lächerlich

Ein Urteil, welches an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten ist! Oder doch? Na, warten wir es ab.

15:48 von sprachloser

Das Deutsche Recht...Ist nicht gerecht.
.
nur mal am Rande
das ist auch nicht dessen Aufgabe
Gerichte sollen "Rechtssicherheit" schaffen
Gerechtigkeit ist ein sehr vager Begriff

Doch,

ich bin der Meinung, dass auch von Standortapotheken Geschenke dazu gehören, solange die Linie objektiv ist und dabei nicht gänzlich verloren geht, dann klappt es auch mit guter Beratung.

Unglaublich mit was sich unsere Juristen beschäftigen!

M.E. aber sind das die wichtigen Themen mit denen sich der Bundesgerichtshof auseinandersetzen muss? Ob wir Kunden nun einen Packen Tempos bekommen dürfen oder nicht? Es führt also bereits zu einer Wettbewerbsverzerrung wenn man diese mit zu den Arzneimitteln packt? Ich habe den Eindruck dass sich hier Politik und Justiz kräftig vergaloppiert hat. Man möchte keinen so großen Konkurrenzdruck aber gegen den Onlinehandel unternimmt man nichts. Das ist kleinlich und prüde und niemand kann mir Bürger erklären warum sich hochgezahlte Juristen mit solch einem Thema beschäftigen müssen. Haben die nichts Besseres zu tun? Glaubt man mehr Gerechtigkeit zu bekommen wenn man versucht alles bis ins kleinste Detail zu regeln? das hat schon früher nicht funktioniert und wird auch in Zukunft nicht klappen. Die Justiz zeigt mal wieder wie weit weg sie vom Bürger ist.

Ja, toll! Macht die Apotheken kaputt!

Ganz tolle Idee, den Internetapotheken weiter diese kleinen Zugaben zu gestatten, sie aber den traditionellen Apotheken, die oft genug ums Überleben kämpfen, zu verbieten.
Wenn hier irgendwo eine Wettbewerbsverzerrung stattfindet, dann durch dieses Urteil!
Ob diesen weltfremden Richtern mal jmd. erklären könnte, um welche "enormen Summen" es bei diesen Zugaben der Apotheken geht? So ein Päckchen liegt (für den Normalverbraucher) bei ca. 10 ct! Die Tücher mit Medikamentenwerbung, die man in den Apotheken bekommt, dürften also noch deutlich billiger sein.
Was ist das dann bei den heutigen Arzneimittelpreisen? Ein Fliegenschiss!
Fazit: Die Internetapotheken haben wohl die besseren Lobbyisten. Leider.

@ 15:27 von Grayhawk- und andere Kritiker des Urteils

Sie schreiben:
"Man sollte die Richter....
...des BGH mal aus ihrem luftleeren Raum befreien, in welchem sie urteilen."
*
Diese Aussage ist in etwa richtig denn die Richter urteilen auf der Basis bestehender Gesetze.
Würden sie anders urteilen wäre das Urteil gesetzeswidrig.
Richter dürfen gar nicht anders urteilen als inhaltlich per Gesetzt vorgegeben. Es ist wirklich schade dass viele Kritiker dieses Urteils leider nicht ausreichend nachdenken bevor sie kritisieren.
Sollen Richter etwa Gesetze brechen bei ihren Urteilen?

Warum?

Warum dürfen dann Politiker Gastgeschenke (§ 4 Abs. 6 VR) annehmen? Sind sie nicht manipulierbar?

Sollten Werbegeschenke nicht generell verboten werden?

Vor allem die richtig großen und wertvollen, zB Beraterverträge, Goodies für Einkäufer zB eine Reise oder ein Auto oder Einkaufsgutscheine ? Wann geht die Politik gegen „Fangprämien“ unter Medizinern und Therapeuten vor ? Zwar ist der deutsche Apothekenmarkt noch auf dem Niveau mittelalterlicher Gilden, aber die eigentliche „Wettbewerbsverzerrung“ findet weiß Gott im produzierenden Gewerbe und bei den Banken statt. Ist dieses Pflaster den Bundesrichtern zu heiss ?

@Odi.14 (13:36)

Und die Apothekenrundschau sowie das Glas Wasser sind auch verboten.
Der beratende Apotheker stört vermutlich. Warum sonst werden Versandapotheken bevorzugt?
Jetzt käme noch jemand auf die Idee, dass Parteispenden und Sponsoring auch unzulässig wären. Wird kaum passieren.

____

Darum geht es nicht. Die Umschau schnappen sich auch Leute, die nichts kaufen. Worum es geht, ist u.a. die ausufernde Verteilung von Geschenke: Pröbchen hier, Bleistift da, und bei großen EInkäufen auch mal eine Flasche Wein. Patienten sind Kapitalisten und gehen nicht in die Apotheke, in der sie am besten beraten werden, sondern wo es am meisten dazu gibt. Damit wird das Berufsbild des Apothekers als Heilberufler auf den Kopf gestellt. Derjenige, der alles korrekt macht und Patienten über ihr Arzneimittel aufklärt, bleibt auf der Strecke. Warum bestellen Menschen im Internet? Weil es billig ist. Und die notwendige Beratung? Pustekuchen. Einhaltung der Kühlkette bei Kühlware? Wenn man Glück hat...

Apotheken-Dankeschön

Der einfache Bürger darf ein kleines Dankeschön-Geschenk nicht mehr annehmen, Politiker aber Millionen wenn sie es natürlich angeben.
Da fragt man sich ob wir noch gut von den Volksvertretern vertreten werden?
Und die Politikverdrossenheit steigt. :-((

Mein Apotheker meinte.......

........ 1. ich solle ihm das Rezept geben,
2. Er gibt mir das Medikament,
3. ich bezahle meinen Anteil,
4. ich trete kurz vor die Tür
5. komme anschliessend wieder rein
6. nehme mein Päckle Taschentücher in Empfang.

Dann ist kein Zusammenhang zwischen dem abgeschlossenen Kauf und dem zeitversetzten Geschenk.

@ Azzura89 um15:10

Es geht nicht darum, dass die eine Apo dasselbe Medikament billiger oder teurer verkauft als die andere. Das dürfen die ja eh nicht.
Es geht darum, dass Ihnen keine Apo mehr eine Kleinigkeit wie eine Packung Tempos zu Ihrem regulär bezahlten Medikament ummi, also als kleine Aufmerksamkeit, dazulegen darf.
Das ist doch -sorry: bescheuert, oder nicht?

@clubber

"Ist das ein Aprilscherz? Ist denn zukünftig die obligatorische Scheibe Wurst an der Fleischtheke für meinen Kleinen auch verboten?" Am 06. Juni 2019 um 15:31 von clubber

Nur wenn Ihnen der Arzt empfohlen hatte mehr Fleisch zu essen, wegen Eisenmangel oder ähnlichem.
Also nur, wenn Sie wirklich eine Scheibe Wurst nötig hätten, dann nicht. Ansonsten dürfen Sie.

@ 15:27 von Grayhawk- und andere Kritiker des Urteils

an Bernd1:

Gesetze haben Spielräume und sind Auslegungssache.

Arzneomittelpreisbindung hat ihren Grund!

Es hat einen Grund, warum die Arzneimittelpreise festgelegt sind und warum der Apotheker an jedem Arzneimittel, unabhängig vom Einkaufspreis, immer gleich viel verdient: Sicherstellung, dass alle Patienten die gleiche Beratung bekommen, egal in welche Apotheke sie gehen und egal, wie teuer ihr Medikament ist. Wenn die Patienten aber mit Geschenken überhäuft werden, dann gehen sie nicht mehr da hin, wo sie am besten beraten werden, sondern wo es am meisten geschenkt gibt. Was passiert? Die anderen Apotheken müssen nachziehen. Und weil das kostet, müssen Kosten gespart werden. Und wo kann man Kosten sparen? In der Beratung. Und genau das will der Gesetzgeber vermeiden. Es gibt ein Vier-Augen-Prinzip von Ärzten und Apothekern, bei denen die Apotheker die ärztliche Verordnung noch einmal auf Plausibilität prüfen und ggf. die Abgabe verweigern müssen. Und wenn es der Apotheker macht, geht der Patient in die nächste Apotheke, wo man nicht so kritisch prüft. Problem erkannt?

Das entspricht genau dem

Das entspricht genau dem grünen Populismus mit seiner/ihrer Regulierungswut und Bevormundungsirrsinn.
Wie lange müssen wir solche lächerlichen Urteile auch auf EU-Ebene noch gefallen lassen?

Geschenke tabu

Das ist die kein Urteil "im Namen" des Volkes.

"Der Gesetzgeber wollte

"Der Gesetzgeber wollte verhindern, dass zwischen den Apotheken ein Wettbewerb um die Preise entsteht."

So so... und ich hatte tatsächlich die Illusion gehabt, dass wir in einer freien Marktwirtschaft leben, wo das Prinzip von Angebot und Nachfrage herrscht. Stattdessen wird hier wie im tiefsten Sozialismus und Kommunismus geregelt und jeder freie Wettbewerb erstickt und der Bürger weiter geschröpft.

Aber das Politiker teure Geschenke von der Industrie bekommen und Lobbyarbeit betreiben und man dem Kunden sogar nach den kostenlosen Lutschbonbons oder Taschentüchern trachtet ist wirklich beschämend. Da wundern sich die Politiker warum sie ein Großteil der Bevölkerung nicht mehr erreichen können. Ähnlich wie die GEZ-Gebühren muss auch die Zwangspreisanpassung der Apotheken von der Obrigkeit durchbrochen werden, damit wieder faire Verhältnisse herrschen. Oder wovor haben diese Leute so große Angst? Freie Marktwirtschaft, dass ich nicht Lache

Ungerecht. Aber ich mache mit.

Meine Versandapotheke schickt mir auf Wunsch einen ganzen Stapel Freiumschläge zu. Die hinterlege ich bei meinem Hausarzt und die Medikamente, die ich regelmäßig nehmen muss kann ich fortan telefonisch bestellen. Ich muss da nicht bei Wind und Wetter vorbeifahren um dann in der Apotheke zu hören "ham' wir nicht da, bestellen wir ihnen. Können sie morgen abholen". Ich rufe rechtzeitig bei meinem Hausarzt an, der packt mir das Rezept in einen Umschlag und wenige Tage später hab ich die Medikamente mit der Post. Die Zuzahlung ist dank Gutschrift auch noch um mindestens 2,50€ billiger. Das die Versandapotheke das machen darf ist in der Tat ungerecht. Trotzdem nutze ich diese bequemere und deutlich billigere Möglichkeit. Ich habe übrigens auch mal bei meiner Apotheke am Ort gefragt, ob die mit diesem Angebot gleichziehen würden. Dann hätte ich auf die Bequemlichkeit verzichtet - nichts zu machen. Na dann eben nicht.

Papiertaschentücher

In eingien Posting ist von dem Päckchen Papiertaschentüchern oder ein paar Bonbons, die man in der Apotheke als Zugabe bekommt, die Rede. Meine Stammapothekerin gewährt das auch.

Ich denke nicht, dass die Wettbewerbshüter das beanstandet hätten.

In dem Fall, den der BGH zu entscheiden hatte, bestand die Draufgabe aber schon aus einem Gutschein über zwei Brötchen aus einer Bäckerei. Was hätte dann die Nachbarsapotheke gegeben - einen Gutschein über eine Pizza? Wo soll man da die Grenze ziehen? Der BGH konnte m.E. gar nicht anders urteilen.

Im Ergebnis ist es wie so oft. Irgendein Raffke kann den Hals nicht voll kriegen und alle haben darunter zu leiden.

@DerGolem

"Mein Apotheker meinte......."Am 06. Juni 2019 um 16:16 von DerGolem

Danke für den Tipp.

Wenn also das KIND die Apotheke "getrennt" von mir betritt und ICH das Medikament entgegen nehme, dann darf der Apotheker dem KIND trotzdem Bonbons anbieten.

Gut, jetzt muss man alles selber in die Tüte schmeißen. (Dürfen Apotheker überhaupt noch Tüten mitgeben? :-o )

Problematisch werden dürfte es nur noch bei den Kindern, die auf dem Arm getragen werden. ;-)

Kleine Apotheken-Geschenke

Mit so einem Schwachsinn muß sich der BGH beschäftigen? - Ich fasse es nicht.

Aber wenn der Pharmalobbyist dem Arzt einen Plasma oder das neueste Smartphone zukommen lässt, daß ist natürlich voll in Ordnung

Blutdruckmessung auch verboten?

Damit dürfte die kostenlose Blutdruckmessung auch verboten sein. Waren hier wieder Lobbyisten am Werk?

In Deutschland verboten, im Ausland erlaubt...

>>Das nennt sich Gerechtigkeit...
Deutsche Justiz...
Verstehe wer will..

Im Herbst gab es bei meiner Stamm Apotheke immer einen Apfel, was ich für eine nette Geste gesehen habe...

Von einer Wettbewerbsverzerrung kann doch keine Rede sein...

Eigentlich wollte ich den Beitrag erst gar nicht lesen,

weil so banale Sachen mein Interesse nicht gerade wecken.

Jedoch ist diese Entscheidung richtig gewesen.

Natürlich würden die Apotheken sich niemals gegenseitig ruinieren, denn die Begründung der Richter finde ich sehr lächerlich. Was stellen sich die Richter vor, dass man zu einem Hustensaft ein Laptop oder High-End-Fernseher dazu bekommt? Dass sich Apotheken ruinieren, das würde sicher nicht passieren. Denn ich bin überzeugt, dass die Mehrheit der Kunden in die nächstgelegene Apotheke geht und fährt nicht 20 km weiter, um eine Packung Taschentücher zusätzlich zu bekommen.

Zumindest bin ich nie auf die Idee gekommen, eine Apotheke aufzusuchen, nur weil ich in dieser Mal eine Packung Taschentücher erhielt. Ich ging in die nächste, die das Medikament vorrätig hatte, damit die Linderung möglichst schnell einsetzt.

Aber es wären ja nicht unsere Bundesrichter, wenn die sich nicht mit Bananen-Nebensächlichkeiten beschäftigen würden.

Das Urteil

Natürlich klingt das Urteil albern, wenn es tatsächlich nur um die Packung Taschentücher oder die Bonbons geht. Aber andersherum - wenn es so ein Lappalie ist, dann können wir auch alle zusammen darauf verzichten.

Wenn es auch Fälle von größeren Geschenken gibt (ist mir noch nicht passiert), dann wird es natürlich interessant und sollte auch unterbleiben. Den Preis z.B. der Flasche Wein bezahlt der Apotheker ja nicht aus eigener Tasche, sondern kalkuliert es in seine anderen Preise ein.

Rabatt bei Internetapotheken? Ich hab´ da noch nie gekauft, aber das Medikament bezahlt doch sowieso die Kasse (bei verschreibungspflichtigen). Dann bekommt die den Rabatt. Was habe ich davon? Die Gebühr?

Na dann ist ja bald die Zeit vorbei,...

...daß ich in meiner Stammapotheke (> 20 Jahre)
einmal im Monat einen kleinen DIN A 5 Notizblock bekommen kann. Und zwar umsonst.

---

Dieser ist sehr hilfreich, da ich zum einen wegen Nebenwirkungen meiner Medikamente
einen Teilverlust meines Kurzzeitgedächnis habe und ich auch die paar € spare
(die ich im Übrigen für so etwas garnicht über habe) um mir den Block zu kaufen.

Dann werde ich meinen Apotheker (wir duzen uns schon seit Jahren) demnächst
wohl bitten mir den Block nach Ladenschluß privat zu schenken.

Wenn der Staat das so will, bitte kann er haben!

@ falsa demonstratio

"Was hätte dann die Nachbarsapotheke gegeben - einen Gutschein über eine Pizza? Wo soll man da die Grenze ziehen?" Am 06. Juni 2019 um 16:29 von falsa demonstratio

Meinen Sie nicht, dass der Apotheker rechnen kann und ganz bestimmt nicht draufzahlen möchte?

Gutscheine über Brötchen verteilen Bäckereien auch so.

@ falsa demonstratio (16:29): mit dem hier haben Sie recht

hi falsa demonstratio

In eingien Posting ist von dem Päckchen Papiertaschentüchern oder ein paar Bonbons, die man in der Apotheke als Zugabe bekommt, die Rede. Meine Stammapothekerin gewährt das auch.

Ich denke nicht, dass die Wettbewerbshüter das beanstandet hätten.

Das hoffe ich auch, dass die Wettbewerbshueter das nicht beanstandet hätten. Bei uns wird ab und an auch mal eine Kosmetikprobe aus der Hauschka-Linie gegeben. Denn damit haben Sie recht.

Und auch mit dem hier:

In dem Fall, den der BGH zu entscheiden hatte, bestand die Draufgabe aber schon aus einem Gutschein über zwei Brötchen aus einer Bäckerei. Was hätte dann die Nachbarsapotheke gegeben - einen Gutschein über eine Pizza?

haben Sie recht. Ja, diese Brötchengutscheine waren nicht passend fuer eine Apotheke. Bei uns gibt es solche Apothekentaler, die man in der Apotheke einlösen kann, wenn man eine bestimmte Menge Taler beisammen hat (bei uns 100 oder 200 Taler).

Wenn's nur um Tempos gegangen wäre.

Eine“meiner“ Apotheken gab eine Zeitlang eine Art Münze heraus, die man dann im it. Eiscafé gegen 1 Kugel Eis tauschen konnte. Noch während ich die Dinger sammelte, damit die irgendwann für einen anständigen Eisbecher reichten, war Schluss mit lustig, und ich blieb auf meinen Münzen sitzen:
Die Apothekerkollegen waren erfolgreich gegen diesen unlauteren Wettbewerb vorgegangen.
Bei Tempos oder Rachenbonbons hätten die sicher stillgehalten.

Von daher geht das Urteil sicher in Ordnung.

@ falsa demonstratio (16:29): der BGH hätte differenzieren könne

@ falsa demonstratio

Doch der BGH hätte etwas differenzierter Urteilen können:

Wo soll man da die Grenze ziehen? Der BGH konnte m.E. gar nicht anders urteilen.

Denn solche Kosmetikproben, solche Taschentuchpackungen oder eine kleine Tuete Bonbons sind Werbegeschenke und nichts weiter und die sind vom Preis her so wenig dass es ueberhaupt nicht ins Gewicht fällt. Das hätte der BGH belassen können.

Aber natuerlich ist bei solchen Brötchengutscheinen klar rote Linie. Das gehört nicht in eine Apotheke.

Bei uns ist es so, dass man pro Einkau in der Apotheke einen Apotheken-Taler bekommt. Und wenn man dann 100 oder 200 Taler beisammen hat, dann bekommt man auf einen Kauf einer Ware einen bestimmten Rabatt auf den Kaufpreis.

Dazu könnte ihr hier mal bei uns in Schweinfurt in der Westend-Apotheke nachfragen. Die machen sowas nämlich.

In anderen Apotheken bekommt man bei uns eben so eine Packung Taschentuecher oder eine kleine Tuete Bombons oder eine Kosmetik-Probe.

Wenns immr so einfach wäre ...

Das liest sich als kleinlich …. es muss aber als Beispiel für´s Grundsätzliche gelten.
Es ist völlig egal, ob es sich um ein Paketchen Tempos, Bonbons oder vielleicht um höherwertige "Geschenke" handelt.
Gerade, wo es eine Preisbindung bei Medikamenten gibt, also da schon der Wettbewerb ausgeschlossen ist, rechtlich aber klar so bestimmt, kann dieser Sachverhalt nicht durch "nett gemeinte" Beigaben aufgeweicht werden. Die Entscheidung ist in sich schlüssig.
Wenn schon, dann sollte man sich über die Preisbindung von Medikamenten "aufregen". Schaut man ins Ausland, da sind die gleichen Medikamente teilweise deutlich günstiger. Wir in D zahlen alleine die Entwicklungskosten für die Medikamente alleine. Die Medizinindustrie verhandelt mit den Krankenkassen am "grünen" Tisch die Preise. Da ist die Wettbewerbsverzerrung!

@ transaren (16:35): nein dass ist nicht in Ordnung

hi transarena

Aber wenn der Pharmalobbyist dem Arzt einen Plasma oder das neueste Smartphone zukommen lässt, daß ist natürlich voll in Ordnung

Nein dass ist eben nicht in Ordnung. Genauso wenig wie die Bestechung von Ärzten und Apothekern durch Pharmakonzerne. Das muss verurteilt werden, weil es Korruption ist und Korruption ist strafbar (StGB §§ 261, 299 und 334).

Also als erstes mal gehe ich

Also als erstes mal gehe ich in "meine" Apotheke weil sie verkehrsgünstig liegt und die Angestellten sehr nett sind ,es ist eine große mit ca. 10-12 Mitarbeitern. Auf dieses Päckchen Taschentücher oder den Traubenzucker ab und an kann man gut verzichten wenn denn die Beratung gut ist oder die Erreichbarkeit, ich bleibe meiner auch so Apotheke treu .Es gibt auch andere in der Nähe z.T. sogar mit großem Parkplatz aber unfreundlichem Personal da gehe ich nicht hin und würde ich auch nicht wieder hingehen .
Aber wenn es denn so sein soll das der Traubenzucker nicht geht dann geht auch nicht das ,egal welch Partei, Spenden annehmen darf oder bekommt. Alle oder Keiner sollte hier die Devise sein.

@ falsa demonstratio (16:29): das ist nichts mit Raffke

@ falsa demonstratio

Im Ergebnis ist es wie so oft. Irgendein Raffke kann den Hals nicht voll kriegen und alle haben darunter zu leiden.

Und solche kleinen Apotheken-Beigaben die mitgegeben werden (ohne das irgendwer danach fragt), haben auch nichts mit Raffke oder sowas zu tun. Ich zumindest frage nie gezielt nach sowas. Wonach ich allerhöchstens Frage ist die Apotheken-Zeitung (Apotheken-Umschau). Aber die ist bei uns kostenfrei.

Ich hab den Glauben verloren.

Containern verboten.
Jetzt das hier.

Ich hab den Glauben in jegliche staatliche Gewalt verloren. Executive, Legislative, Judikative, alle.

@Sisyphos3 - 15:55

"das Pflegeheim meiner Mutter hat alle Medikamente und sonstigen Dinge aus einer Apotheke 80 km entfernt bezogen
warum nicht vom Apotheker direkt gegenüber/wenigstens vom Ort ?"
Vielleicht, weil die Apotheke vor Ort einfach nur die Medikamentenschachteln in einen Karton gelegt und diesen dem Heim auf den Tresen gestellt hat, während die Apotheke in 80 km Entfernung die verordneten Medikamente für jeden Bewohner und Einnahmezeitpunkt einzeln "verblistert" hat?
Was wäre Ihnen den lieber? Die Schwester, die (verbotenerweise) im Nachtdienst, umgeben von 100+ Medikamentenschachteln die Dispenser für den kommendenTag vorstellt, oder die oben beschriebene Medikamentengabe?

@ Bernd1

Es ist nicht korrekt was Sie hier schreiben: es gibt Kein Gesetz, welches einem Apotheker verbietet Werbegeschenke zu verteilen.
Um es noch deutlicher zu formulieren: es gibt auch kein Gesetz, welches einer Apotheke verbietet das Sommerfest der Partei xyz finanziell zu unterstützen. Soviel zur Realität. Worauf Sie sich beziehen ist die Preisbindung für Endverbraucher. Die wird aber durch ein Werbegeschenk von geringem Wert nicht unterlaufen. Ihrer Theorie folgend, müsste die Apotheke dann zwangsläufig die Tüte, in welche sie mir meine Medikamente einpackt, berechnen, weil sie mir damit hilft, meinen Einkauf nach Hause zu tragen. Sagen Sie mal: gehts noch?

@ werner1955 (16:23): stimmt kein Urteil im Namen des Volkes

hi werner1955

Das ist die kein Urteil "im Namen" des Volkes.

Bei großen Sachen haben Sie ja recht. Aber bei solchen kleinen Nettigkeiten die man von der Apotheke mitbekommt ist es ebenfalls kein Urteil im Namen des Volkes.

Aber mich wuerde mal interessieren, was dazu so im Gesetz drinsteht.

@ pxslo, 16:36

...kostenlose Blutdruckmessung auch verboten...

Nur, wenn der Mann im weißen Kittel Ihnen das Messgerät anschließend kostenlos über die Theke schiebt... :-)

Um die Realitätsferne....

....dieses Urteiles zu dokumentieren, ein Beispiel aus dem Leben: ich erhalte auf mein Rezept ( ich habe ein Privatrezept) meine Medikamente im VK-Wert von 500,00€.
Ich zahle den Einkauf und der Vorgang ist abgeschlossen. Da fällt mir ein: ich brauche noch ein Paket Papiertaschentücher, Wert 1,00€. Ich kaufe die Taschentücher auch noch
( ohne Rezept, da freiverkäuflich) bezahle und der Apotheker stellt mir noch eine Flasche " Rotbäckchen" dazu. Ich bedanke mich und gehe. Und jetzt? Jetzt soll mir mal jemand das obige Urteil erklären, viel Spaß.

Tolle Idee!

Hey! Wie wär's denn, wenn Bäckern und Bäckereifachverkäufern verboten wird, eine Tüte um die Backwaren mitzugeben? Schließlich bezahlt der Kunde fürs Brötchen und nicht für die Tüte.

@ heimatplanetmars, um 16:38

Natürlich haben Sie Recht, doch es ist ja eben nicht bei Tempos u. dergl. geblieben. Und da die Grenzen fließend sind, hat der BGH einen generellen Riegel vorgeschoben und damit Klarheit geschaffen.
Ärgerlich für die allermeisten Apothekenkunden, aber letztlich wohl richtig.

Hoffentlich sind kleine Gefälligkeiten

in Politik und Wirtschaft auch so akribisch geregelt. Der BGH scheint beim Klein Klein angekommen zu sein. Deutschland regelt alles, und findet es toll.

Super!

Das spart unseren Apothekern ein paar tausend Euro im Jahr. Vielleicht können sich dann mehr eine Villa mit Rutsche in den Pool leisten!

Am 06. Juni 2019 um 16:38 von heimatplanetmars

<< Zumindest bin ich nie auf die Idee gekommen, eine Apotheke aufzusuchen, nur weil ich in dieser Mal eine Packung Taschentücher erhielt. <<

Wo ist denn Ihre Grenze? Schon bei den zwei Darmstädter Brötchen über die der BGH zu entscheiden hatte - oder vielleicht bei einer Bratwurst an der Kirmes - oder doch erst bei der Pizza?

Je nach Medikament, das man braucht, ist man ein wirtschaftlich attraktiver Kunde (das kann bis zu einigfen Tausend EUR pro Jahr gehen). Vielleicht kann ein solcher Kunde mit dem Apotheker noch mehr aushandeln.

Bei uns (auf dem Land) liegen zwei Apotheken in Sichtweite voneinander, das Ärztehaus etwa in der Mitte der beiden. Da kann man schon überlegen, ob man nicht die Apotheke mit der höherwertigen Draufgabe aufsucht.

Von einem Apotheker der nicht versucht, mit Service und Beratung zu überzeugen, sondern meint Brötchengutscheine vergeben zu müssen, halte ich nicht viel. Für mich ist das ein Raffke.

@ Tada, um 16:42

“...Gutscheine über Brötchen verteilen Bäckereien auch so.“

Könnten die ja machen.
Aber sie werden keine Gutscheine über Hustensaft oder Halspastillen verteilen (dürfen).

Richtige Entscheidung!

Die Bundesrichter haben richtig entschieden! Man muss nur ins Ausland schauen, damit man sieht, was alles möglich ist. In Tschechien z.B. gibts es aggresieve Apotheken-Ketten, die die kleinen regelrecht platt machen. Dabei haben diese Ketten z.B. Kundenkarten eingeführt und haben dementsprechend doppelte Preise - je nach dem, ob man seine persönliche Daten preisgibt!

Hoffentlich gibt es lange so etwas in Deutschland nicht!

@ NonServiam, um 16:51

“...Ich hab den Glauben verloren...“

OMG! Bitte keinen Suizid jetzt!

ich auch

habe auch den Glauben an den Staat verloren. Die Urteile des BGH werden meist nur noch gegen die Meinung der Bevölkerung gesprochen. Die Shop Apotheken geben Riesen Rabatte und die Apotheke um die Ecke darf sich nicht mal mit ein paar lächerlichen Taschentüchern als Geschenk wehren. Von den Kosten für den Steuerzahler, welche solch eine Verhandlung kostest, möchte ich gar nicht reden. Ich verstehe das alles nicht mehr und überlege, ob ich nicht aus diesem Staat auswandere. So wie es ein Politiker neulich vorschlug.

@ NonServiam, um 17:02

Ihre Idee hat was, denn dann müsste jeder entweder eine eigene Verpackung mitbringen oder das Backwerk in der Hosentasche heimtragen.

Am 06. Juni 2019 um 17:08 von Träumerhabenverloren

<< Der BGH scheint beim Klein Klein angekommen zu sein <<

Der Bundesgerichtshof sucht sich seine Fälle nicht nach Gutdünken aus. Er hat -nach konkreten gesetzlichen Zuständigkeitsvorgaben - das zu entscheiden, was an ihn herangetragen wird. Einen Ermessensspielraum hat er glücklicherweise nicht.

Gleiches Recht für alle

Komisch, dass die wenigsten Leute hier den letzten Absatz wahrgenommen haben:

Wie kann es denn sein, dass ausländischen Kapitalgesellschaften wie DocMorris und anderen großen Playern erlaubt ist, Boni zu geben, aber den DEUTSCHEN Apotheken in Deutschland nicht? Denen wird sogar das Taschentuch für 5ct verboten, aber ausländische AGs dürfen sogar bis zu 2,50€ geben?

Die Begründung ist noch besser: Weil sie bisher nix auf die Reihe bekommen haben, müssen sie also durch Versichertengelder gefördert werden? So als Finanzspritze für Aktiengesellschaften auf Kosten der Versicherten?

Hallo? Geht's noch?

Falsche Entscheidung!

Sicher, bei Drogen und Geschenken sollte man aufpassen. Aber wenn der Händler wirbt, dann ist das kein unlauterer Wettbewerb! Was ist daran unlauter? 3+1 ist auch nicht unlauter?! Rabatte usw. sind ja auch nicht unlauter.

Aber gegen die Obsoleszenz nichts tun wollen?! Oder gegen den Betrug der Auto-Hersteller bei der Bewerbung von Abgaswerten, die sie gar nicht einhalten!

Das ist zum erbrechen! Wird Zeit das die Behörden aufgeräumt werden. Hoffentlich ist Merkel bald weg und ein(e) wirkliche(r) Staatsmann/Staatsfrau kommt in die Regierungsverantwortung.

Preisbindungen bei

Preisbindungen bei Medikamenten und auch Büchern ist nicht mehr zeitgemäß und ist doch nur eine Pflege der Besitzstände. In allen anderen Fällen muss sich jeder dem Wettbewerb stellen und ums Überleben kämpfen.
Ich finde diese Rahmenbedingungen nicht gut, aber Ausnahmen zu erlauben, die ...... sicherstellen sollen gehen überhaupt nicht.

@ falsa demonstratio, um 17:13

“...Vielleicht kann ein solcher Kunde mit dem Apotheker noch mehr aushandeln...“
Das kann er, gerade bei sehr hochpreisigen Medikamenten kann sich das lohnen; die ausgehandelte Preisdifferenz geht auf Kosten des Apothekers, mindert also seinen Gewinn.
Wenn Sie im Modegeschäft das Sakko 20 Euro runterhandeln, hat auch niemand was dagegen.
Wenn sich der Apotheker also drauf einlässt, ist das genauso in Ordnung.

@butrus.butrus

"Die Bundesrichter haben richtig entschieden!"

Möchte gerne wissen wie viel sie von der Apotheken-Lobby bekommen haben, um freien Wettbewerb in der Apothekenbranche zu marginalisieren. Oder wurden ein Jahresvorrat von Lutschbonbons und Taschentüchern ausgezahlt? Schon unglaublich wie einige Befürworter dieses Urteils die freie Marktwirtschaft ignorieren und aushöhlen wollen. Der Markt regelt sich immer(!) selbst. Wenn dabei "schwache untergehen", dann ist es halt so. Freier Markt nennt sich sowas!

@harry_up

"Aber sie [die Bäckereien] werden keine Gutscheine über Hustensaft oder Halspastillen verteilen (dürfen)." Am 06. Juni 2019 um 17:15 von harry_up

Und weshalb meinen Sie, dass sie das nicht dürfen? Welches Gesetz soll das regeln?

(Es geht ja nur um das Dürfen, denn es muss ja keiner.)

@ butrus.butrus

"Die Bundesrichter haben richtig entschieden! Man muss nur ins Ausland schauen, damit man sieht, was alles möglich ist. In Tschechien z.B. gibts es aggresieve Apotheken-Ketten" Am 06. Juni 2019 um 17:18 von butrus.butrus

Was hat das mit dem Urteil zu tun?
Sie haben doch gelesen, dass Internet-Apotheken es weiterhin dürfen, d.h. auch diese aggressive Apotheken-Kette kann aus Tschechien hierhin versenden und damit kleinere Apotheken platt machen.

So ist das.

Beim "Kleinvolk" darf sowas natürlich nicht sein.
Das Päckchen Taschentücher kann ich mir auch selbst kaufen. Ich empfand es aber immer als nette Aufmerksamkeit, wenn ich mir Nasentropen, Hustensaft und Lutschpastillen usw. schon selbst kaufen musste.
Das Neueste aus dem Verteidigungsministerum (da geht es auch um "kleine" Geschenke, ist natürlich kein Thema. Da sag ich doch nur "Carsharing unter Mitarbeitern".

Und die Apothekenrundschau?

Es wird doch immer gesagt bezahlt von ihren Apotheker. Also auch eine kostenlose Beigabe

15:44 von Exillant

"Unsere Apotheker hat eine Kiste mit kleinen Spielsachen aus dem die Kleinen sich 1 Teil rausnehmen können.
Gibt es wohl ab jetzt nicht mehr."

Das nächste, das vermutlich abgeschafft wird, sind die Kleinigkeiten für Kinder bei Zahn- und Kinderarzt.

@Am 06. Juni 2019 um 14:17 von Holzfrosch

Versteh ich auch nicht.

Aber Gerichte legen ja ein besonderen Wert darauf, dass sie niemanden zur Rechenschaft verpflichtet sind. Wenn die sich wenigstens an ihre eigenen Regeln halten würden, dann würde ich etwas Verständnis für die Selbsterhöhung aufbringen können.

Aber solange Gerichte nichts richten können, kann man die philosophisch betrachtet eh nicht ernst nehmen. Die Justiz ist zu häufig nur ein Organ der Herrschaft. Alle wissen, das es anders sein muss aber keiner, der an der Macht ist, reagiert. Weder FDP noch SPD. Um zu wissen, wie die CDU die Justiz handhabt bin ich leider noch zu jung.

16:15 von nikioko

"Die Umschau schnappen sich auch Leute, die nichts kaufen."

Die Umschau liegt (bei uns) in keiner Apotheke offen aus. Einfach so, zum Mitnehmen. Ich werde z.B. gefragt, ob die Zeitschrift mitnehmen möchte. Apotheker müssen die nämlich bezahlen um sie dann zu verschenken.

16:50 von Demokratieschue...

@ falsa demonstratio (16:29): das ist nichts mit Raffke

@ falsa demonstratio

Im Ergebnis ist es wie so oft. Irgendein Raffke kann den Hals nicht voll kriegen und alle haben darunter zu leiden.

Und solche kleinen Apotheken-Beigaben die mitgegeben werden (ohne das irgendwer danach fragt), haben auch nichts mit Raffke oder sowas zu tun. Ich zumindest frage nie gezielt nach sowas. Wonach ich allerhöchstens Frage ist die Apotheken-Zeitung (Apotheken-Umschau). Aber die ist bei uns kostenfrei
///
*
*
Und Sie sind sicher, das die zukünftig kostenfrei bleiben kann?
*
Sind doch auch nicht alle Apotheken dran beteiligt.
*
Als Taschentuch ist Papier doch als Zugabe verboten?
*
BGH hilf.
*
(oder fällt das unter Hashtag?)

Dr.Bashir

Leider liegen Sie sachlich völlig daneben: ist Ihnen denn nicht klar, das Preisbindung bedeutet, das der Hersteller des Arzneimeittels den Verkaufspreis festlegt? Wie können Sie dann behaupten"...... er kalkuliert ein"?

Schade, dass damit Schluss

Schade, dass damit Schluss sein soll. Eine Packung Taschentücher oder Brillenputztücher war eine nette Geste des Apothekers.

@erster Realist 15:27

(ich könnte aber genauso gut @letzter Durchblicker in der Überschrift schreiben)

Haben Sie und all die anderen, die hier den BGH so heftig kritisieren, überhaupt gelesen, daß es sich hierbei einzig um Geschenke an Kunden handelt, die Rezepte mit verschreibungspflichtigen Medikamenten bringen? Diese Medikamente haben eine Preisbindung! Und Dreingaben (auch kleinste!) sind nunmal eine Preisminderung. Wenn nicht bei Null - wo wollen Sie dann die Grenze ziehen?
Vergleiche mit anderen Handels- oder Dienstleistungsunternehmen sind in dem Zusammenhang völlig unpassend, weil sich diese in einer anderen Wettbewerbssituation befinden. Wissen die Kritiker hier eigentlich, daß sie zwar die genannte Metzgerei jederzeit eröffnen dürfen, Apothekensitze aber zugewiesen werden und Apotheken nicht einfach eröffnet werden können?

@harry_up 17:24

Genau. Es könnte helfen, Müll zu vermeiden.
Aber mir scheint, da gibt es keinerlei politischen Willen dafür.
... womit wir wieder bei meinem ersten Kommentar wären.

Da ich kein Jurist bin ...

... darf ich das ganze als überregulierten Quatsch brandmarken.

Jetzt mal ehrlich, alle sind doch im Laufe Ihres Leben Kunden von Apotheken gewesen. Oder sagen wir fast alle.

Ich weiß noch, wie ich als kleiner Drop die Medi und Zini Poster besorgt habe und dann gab es noch die kleinen Hefte mit Papa Moll geschichten, Ritterfiguren und Kalender. Jetzt als Kunde zählt für mich der kleine Weg. Entweder in der Nähe vom Arzt oder dort, wo ich eh einkaufen gehe. Kriegt man was mit - weil man so leident aussah (Taschentücher usw.) nahm ich es dankend an - aber der Wiederbesuch war nicht davon abhängig. Es war eine kleine Aufmerksamkeit der "Gute Besserung" vermittelt und es tat gut.

Das hier nun so reguliert wird finde ich entsetzlich. Was ist eigentlich wenn ein Kunde nicht nur sein Rezept einlöst sondern auch noch andere Produkte einkauft, die nicht verschrieben werden? Und wie sieht es mit dem kostenfreien Lieferservice aus, die manche anbieten und eben manche nicht.

Kirche im Dorf

Dass ich das Ganze fragwürdig und unverhältnismäßig finde, schrieb ich bereits weiter oben.
Trotzdem hier die Bitte, die Kirche im Dorf zu lassen. Laut TS-Meldung gilt das ja nur „... dann, wenn die Apotheke ein verschreibungspflichtiges Medikament verkauft.“

Ich zumindest habe noch genug Apotheken-Einkäufe ohne Rezept, so dass ich weiterhin auf ein Päckchen Taschentücher hoffen kann, wenn icb mal wieder verschnupft in der Apotheke meines Vertrauens auftauche.

@ Boris.1945 (17:55): die Zeitung bleibt kostenfrei

hi Boris.1945

Und Sie sind sicher, das die zukünftig kostenfrei bleiben kann?

ja ich bin sicher dass die Apotheken-Zeitung "Apotheken-Umschau" in Zukunft kostenfrei bleibt.

Sind doch auch nicht alle Apotheken dran beteiligt.

Doch, soweit ich weiss schon.

Als Taschentuch ist Papier doch als Zugabe verboten?

wieso soll dass so sein?? Ich wuesste da keinen Grund.

BGH hilf.

dafuer brauchen Sie keinen BGH.

@ 16:52 von Grayhawk

Sie schreiben:
"Es ist nicht korrekt was Sie hier schreiben: es gibt Kein Gesetz, welches einem Apotheker verbietet Werbegeschenke zu verteilen."
*
Wenn es dieses Gesetz nicht gäbe dann wäre das Urteil nicht möglich!
Einfach mal die Urteilsbegründung lesen, da steht der Bezug zu dem Gesetz drin.
Siehe:
§ 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 5 HWG
Zitat:
"Zuwendungen oder Werbegaben sind für Arzneimittel unzulässig, soweit sie entgegen den Preisvorschriften gewährt werden, die auf Grund des Arzneimittelgesetzes gelten...."

@ Grayhawk (17:57): Nein das stimmt leider nicht!

hi Grayhawk

Nein, dass hier stimmt leider nicht!

ist Ihnen denn nicht klar, das Preisbindung bedeutet, das der Hersteller des Arzneimeittels den Verkaufspreis festlegt? Wie können Sie dann behaupten"...... er kalkuliert ein"?

Siehe hier:

https://tinyurl.com/y2mqlkht
Focus: Pharmakonzern macht Kasse: 3000-Euro-Medikament kostet jetzt 33.000 Euro - ganz legal

Der Pharmakonzern Roche hat ein neues Medikament gegen Multiple Sklerose auf den Markt gebracht. Die Behandlung ist nicht billig: Die Jahresdosis pro Patient kostet 33.000 Euro. Experten kritisieren das, denn tatsächlich ist der Wirkstoff des neuen Mittels 20 Jahre alt. Eine Behandlung mit dem alten Medikament kostete nur 3000 Euro – ist aber ab sofort verboten.

Und dass ist zum Schaden aller!! Sowas nennt man Mondpreis!! Außerdem werden die Preise von der Regierung verhandelt und Trump spielt da auch noch eine gewaltige Rolle.

@ Grayhawk (17:57): Hier ein drittes Beispiel

@ Grayhawk

oder hier ein drittes Beispiel:

https://tinyurl.com/y53rbyvr
wiwo.de: Darf ein Medikament 60.000 Euro kosten? (13. Februar 2015)

Der US-Arzneimittelhersteller Gilead verlangt für eine dreimonatige Therapie mit seinen Hepatitis-Mitteln exorbitant hohe Preise. Darf das sein? Manche Preise sind einfach irrational, sagt Gesundheitsökonom Afschin Gandjour.

Für sein Präparat Sovaldi mit dem Wirkstoff Sofosbuvir verlangte Gilead im ersten Jahr nach der Markteinführung einen Preis von etwa 60.000 Euro für eine zwölfwöchige Behandlung. Der geringe Zusatznutzen gegenüber den Vergleichspräparaten wird teuer erkauft. Bei etwa 100.000 Patienten, die laut Bundesausschuss für eine Behandlung in Deutschland infrage kommen, errechnen sich daraus Gesamtzusatzkosten im Milliardenbereich.

Dass heißt:
solche Mondpreise kann sich bald niemand mehr leisten. Und kein Wunder wenn dann die Beiträge bei den KVen immer weiter steigen und sich das keiner leisten kann.

Apothekengeschenke

Dann müssten Apotheken in oder in der Nähe von Ärztehäusern auch verboten werden. Neben "meinem" Ärztehaus befindet sich aber eine Apotheke. Wenn ich vom Arzt komme, löse ich Rezepte immer dort ein, weil es "auf dem Weg liegt". Das ich dort ein paar Taschentücher bekomme freut mich, aber ich suche danach doch nicht die Apotheke aus !!!
Ich möchte schnell an mein Medikament, das ist alles !!
Dürfte ich dem Apotheker ein Geschenk machen, weil ich freundlich beraten bzw. bedient wurde, oder verstosse ich dann auch gegen ein "Gesetz" ?

ApothekenUmschau

Die Apotheker sind nicht Teilhaber. Ich bezahle zw.50-89Cent/Stück. Dafür kann ich eigene Angebote und Aktionen abdrucken.

@tagesschauschau

Wenn Sie Ihrem Apotheker etwas schenken ist das nicht verboten, aber der Apotheker muss das dann sicher bei der Steuererklärung angeben. Ein Stück selbstgebackener Kuchen wird wahrscheinlich mit einem Wert zwischen 1,50 und 4,50 veranlagt, je nach Größe und Rezeptur.

18:19 von Demokratieschue...

@ Boris.1945 (17:55): die Zeitung bleibt kostenfrei

hi Boris.1945

Und Sie sind sicher, das die zukünftig kostenfrei bleiben kann?

ja ich bin sicher dass die Apotheken-Zeitung "Apotheken-Umschau" in Zukunft kostenfrei bleibt.

Sind doch auch nicht alle Apotheken dran beteiligt.

Doch, soweit ich weiss schon.

Als Taschentuch ist Papier doch als Zugabe verboten?

wieso soll dass so sein?? Ich wuesste da keinen Grund.

BGH hilf.

dafuer brauchen Sie keinen BGH.
///
*
*
Sie sind also sicher das es im Urteil nicht um die Taschentücherzugabe ging?

Ich bestelle bei einer großen Online-Apotheke ....

... versand aus Deutschland. Rechnung aus Deutschland.
.
Wie machen die das nur, dass ich -gegenüber der Apotheke an der Ecke- 2,50 je Rezept spare? Und die Versandkosten liegen bei 0,00 Euro und ich muss nicht mal das Haus verlassen?
.
Ist das überhaupt legal? Steh ich mit einem Bein im Knast?

Jammern gehört zum Geschäft, liebe Leute!

Immer dasselbe - jammern gehört auch hier zum Geschäft.

Ich habe jedenfalls noch von keiner einzigen Apotheke gehört, die Konkurs aufgrund der Preisbindung oder fehlender kleiner Geschenke anmelden musste - nur von solchen, bei denen das Personal und/oder die Inhaber unfreundlich oder inkompetent waren, denn da geht halt irgendwann kaum einer mehr hin....

Dieses Urteil ist ein Witz!!

Diese Juristen kann man "in der Pfeife" rauchen. Es ist nicht das einzige Urteil, daß man nicht verstehen kann.
Die Urteile der dt Justiz werden langsam lachhaft. Und wenn man sich nicht traut, dann gibt es schnell nach Luxemburg zum EUGH.
Neben fast jedem Ärztehaus bzw. in unmittelbarer Nähe befindet sich eine Apotheke. Ist das dann rechtens?

Klagen

Jetzt sollte man die Richter verklagen!
So etwas gibt es nur in Deutschland "der Bananenstaat".

Medikamente sind zu teuer!

Wenn man das Mal mit dem Ausland vergleicht sind Medikamente hierzulande viel zu teuer und das ist weil es keinen Wettbewerb gibt. Flächendeckende Versorgung als Entschuldigung für Monopole? Das sollte nur bei staatlichen Monopole gelten. Wenn ich sehe dass bei mir in der Fußgängerzone 10 Apotheken innerhalb von 100 Metern sind und die dann alle Samstags um 14:00 schließen und nur die selben Sachen vom selben Großhändler bekommen... Da kann was nicht stimmen. Apotheken haben quasi ein Monopol zum Gelddrucken ohne dass es wenigstens Lizenzen gibt, wie bei Notaren, die diesen Wildwuchs eindämmen und am Ende zahlen es die Krankenkassen und deren Versicherte. Entweder Wettbewerb oder staatliches Monopol, aber diese privaten Monopole sind unerträglich für unser Gesundheitssystem.

Wettbewerb soll absichtlich unterbunden werden

Wettbewerb ist also nicht erwünscht? Wie passt das zur sozialen Marktwirtschaft?

Ich bin gerade in Spanien. Als Beispiel kostet hier Diclofenac 75 gerade mal 2,50€ 40Stck. In DEutschland kosten 20 Stck 25mg 4,50 € des selben deutschen Herstellers. Deshalb gibt es Reimporte.

Für mich als Kunden ist es doch nur wünschenswert dass Apotheken Wettbewerber haben. Dann kümmern die sich wenigstens um kleinere Preise! Stattdessen wird mit dem Verbot nur dem Hersteller mehr geld in den Rachen geworfen. Auf kosten des Patienten

Am 06. Juni 2019 um 18:07 von European Son

Beim Lesen Ihres Postings kommt mir ein ganz schlimmer Verdacht:

Sie haben den Artikel gelesen, den Sie kommentieren und vorm Kommentieren auch noch darüber nachgedacht. Diese Unart ist hier nicht weit verbreitet.

[wenn mir der Scherz gestattet ist]

@Margareta K. (17:46)

"Die Umschau schnappen sich auch Leute, die nichts kaufen."
Die Umschau liegt (bei uns) in keiner Apotheke offen aus. Einfach so, zum Mitnehmen. Ich werde z.B. gefragt, ob die Zeitschrift mitnehmen möchte. Apotheker müssen die nämlich bezahlen um sie dann zu verschenken.

____

In der Tat. Hindert aber Leute nicht daran, es für "ihr gutes Recht" zu halten, das alles abzugreifen. Und möglichst noch ein paar Pröbchen. Aber nicht die billigen, sondern die von Babor und La Roche-Posay. Ach, und für die Nachbarin das gleiche dann auch noch. Und dann packen sie es bitte ein. Nein, nicht in die Plastiktüte, Stoffbeutel natürlich.

Mag in ihrer Apotheke anders sein, aber in Gegenden mit hoher Apothekendichte ist sowas normal.

re Tada, um 17:36

Ich denke, weil der betr. Apotheker dann wegen ... belangt werden könnte

@Clarce19 (16:21)


Das entspricht genau dem grünen Populismus mit seiner/ihrer Regulierungswut und Bevormundungsirrsinn.
Wie lange müssen wir solche lächerlichen Urteile auch auf EU-Ebene noch gefallen lassen?

___

Haben Sie den Text überhaupt richtig durchgelesen? Die Arzneipreisbindung ist eine deutsche Regelung, keine europäische. Und die galt früher für alle Arzneimittel, also nicht nur Rx, sondern auch OTC. Und die gab es schon, bevor die Grünen überhaupt im Bundestag saßen. Und das Ganze mit gutem Grund: Arzneimittel sollten überall zum selben Preis erhältlich sein. In der Innenstadt von Köln sowie auf Helgoland. Hat was mit Solidaritätsprinzip zu tun: die Menschen auf dem Land sollten nicht mehr für ihre Arzneimittel zahlen als die Menschen in der Stadt.

Was hat das Ganze also mit dem unzutreffenden AfD-Kampfbegriff "grüner Populismus", "Regulierungswut" und "Bevormundungsirrsinn" zu tun? Apotheken haben die Aufgabe, Arzneimittel an Patienten abzugeben, nicht diese zu beschenken.

@17:57 von Grayhawk

Wer liegt daneben? Eine Apotheke verkauft ganz viel Zeug, das nicht preisgebunden ist.

Daher kommt der Begriff „Apothekenpreise“.

@Zundelheiner (13:55)

die Regulierungswut
ist grenzenlos....dann muss das "Punktesammeln" mittels Kundenkarten auch verboten werden.

___

Richtig. Auch das gehört verboten. Die Aufgabe von Apotheken ist es, die Bevölkerung auf einem regulierten Weg mit Arzneimitteln zu versorgen und sind damit ein wichtiger Teil des öffentlichen Gesundheitswesen. Apotheken sind allerdings keine Drogeriemärkte, auch wenn viele mittlerweile so aussehen. Deshalb muss der Staat noch weitere Maßnahmen ergreifen, die Apothekenbesitzer daran erinnern sollen, dass sie in erster Linie Heilberufler sind und keine Kaufleute. Das haben leider mittlerweile viele von denen vergessen: ein gutes Beratungsgespräch ist in ihren Augen nicht eines, in dem der Patient umfassend beraten wurde und das passende Arzneimittel verkauft wurde, sondern möglichst ein teures Originalpräparat in der Großpackung und dazu noch ein oder zwei Zusatzverkäufe.

@blablubbb

"Wenn man das Mal mit dem Ausland vergleicht sind Medikamente hierzulande viel zu teuer.."

dann darf ich sie gerne mal bei uns in Finnland begrüßen, dann werden sie sich verwundert die augen reiben und sofort wieder ihre deutsche apotheke zurückhaben wollen. selbst, wenn der arzt ihnen hier ihr rezept ausstellt, sie zahlen den vollen preis für die medikamente, ganz egal ob sie arbeitslos oder grossverdiener sind.

(bei sozialhifeempfängern ist das natürlich auch hier anders geregelt)

@Ritchi (14:40)

Schuften
Für so ein unsinniges Gesetz haben unsere Parlamentarier 2013 sicherlich heftigst im Angesicht ihres Schweißes schuften müssen. Als sie das Gesetz durchbrachten, wussten Sie, dass sie Deutschland endlich gerettet haben.

____

2013? Sie sind lustig... Ziehen Sie mal 50 Jahre ab. Das AMG gibt es seit 1963. Und damit auch die in §78 festgelegte Arzneipreisbindung.
Und die Preisbindung für OTC-Präparate wurde erst vor 20 Jahren, 1999, aufgehoben.

@Sternenkind (15:07)


Vorgeschmack
Auf ein total reguliertes Land. Schön grün wählen, dann wird es bald Wirklichkeit

____

Was hat das mit grün zu tun? Das Arzneimittelgesetz und damit die Preisbindung gibt es seit 1963. Aber solche leicht zu widerlegenden Behauptungen werden dann zur Wirklichkeitkeit erklärt, sobald wir in Deutschland unser blaues Wunder erleben und Fakten reguliert werden.

@HGP Aachen (16:47)

Wenn schon, dann sollte man sich über die Preisbindung von Medikamenten "aufregen". Schaut man ins Ausland, da sind die gleichen Medikamente teilweise deutlich günstiger. Wir in D zahlen alleine die Entwicklungskosten für die Medikamente alleine. Die Medizinindustrie verhandelt mit den Krankenkassen am "grünen" Tisch die Preise. Da ist die Wettbewerbsverzerrung!
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Das ist nicht richtig. Für die Arzneipreise in Deutschland ist der G-BA zuständig. Schauen Sie mal nach, wer da alles drin sitzt.
Und wenn Arzneimittel überall auf der Welt gleich viel kosten würden, dann könnte sich in Afrika keiner mehr Arzneimittel leisten. Andererseits gäbe es dann aber auch keine Parallelimporte.

Wert der Geschenke beschränken

Wieso hat man nicht einfach den Wert der Geschenke auf z.B. einen €
beschränken können und gut iss.
Außerdem was ist bei einem gemischten Kauf. 1 x Rezept 1x ohne?

Husten Bombon

Meine Apotheke hat einen Spender für Husten-Bonbons. Einmal drehen, das Kräuter – Beulchen fällt heraus und ich stecke es in den Mund.
Wenn ich ein Rezept einlöse, darf ich dann an dem Spender kein Beulchen entnehmen?

@Apotheker58 (18:56)

ApothekenUmschau
Die Apotheker sind nicht Teilhaber. Ich bezahle zw.50-89Cent/Stück. Dafür kann ich eigene Angebote und Aktionen abdrucken.

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Hier diskutieren sehr viele Leute mit, die von der Sache keine Ahnung haben. Da kommen dann mal ganz schnell Behauptungen wie die, dass die Arzneipreisbindung eine Folge grüner Regulierungswut sei, obwohl es sie seit 1963 gibt. Und darüber, wie Arzneimittelpreise zustande kommen, hat auch keiner eine Ahnung.
Wir haben es hier mit einer riesigen Dunning-Kruger-Blase zu tun. Der DAV sollte seinen Mitglieder mal anweisen, mehr über das öffentliche Gesundheitswesen zu informieren, anstatt nur jeden Tag Kassensturz zu machen. Und von der ABDA will ich erst gar nicht reden...

Irgendwas läuft da schief

Warum machen denn Apotheken so etwas. Damit sie überleben können und gegen die Versandapotheken ankommen können, die ja komischerweise für jedes apothekenpflichtige Medikament auf einem Rezept einen Bonus geben können. Warum wird diese noch viel mehr wetbewerbsverzerrende Sache nicht gerichtlich verboten. Oder bestellen unsere Herren Richter ihre Medizin generell über Versandapotheken?

@ustdigital (14:31)

Was für eine scheinheilige Moral.
Es geht um Gesundheit, natürlich gelten da andere Maßstäbe als beim Kauf eines Smartphone.
Was aber in diesem Zusammenhang grundlegend den Markt verzerre soll wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.
Wir haben Apotheken unter besonderen Schutz gestellt. Warum? - bringt Preisbindung mehr Sicherheit?

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Ja, bringt es. Es sorgt dafür, dass Arzneimittel überall in Deutschland gleich viel kosten, dass Präparate unterschiedlicher Hersteller immer gleich viel kosten und dass die Beratung durch das pharmazeutische Personal die gleiche Qualität hat, unabhängig vom Preis des Arzneimittels. Arzneimittel sind neben Büchern die einzigen Waren, bei denen in Deutschland eine gesetzliche Preisbindung (§ 78 AMG) besteht. Warum? Arzneimittel sind besondere Waren, die aufgrund ihrer Bedeutung nicht unter kapitalistischen Aspekten betrachtet werden dürfen. Ansonsten haben wir bald die Situation, dass sich die Landbevölkerung keine Arzneien mehr leisten kann.

@Ritchi (20:54)

Meine Apotheke hat einen Spender für Husten-Bonbons. Einmal drehen, das Kräuter – Beulchen fällt heraus und ich stecke es in den Mund.
Wenn ich ein Rezept einlöse, darf ich dann an dem Spender kein Beulchen entnehmen?

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Würden Sie die Bonbons auch bekommen, wenn SIe nichts kaufen? Vielleicht beantwortet das die Frage. Außerdem geht es hier nicht um solche Kleinigkeiten, sondern darum, dass die Verschenkeritis maßlos übertrieben wurde.

Kein Wettbewerb erlaubt?

Das solle "einen ruinösen Wettbewerb zwischen den Apotheken, einen Preiswettbewerb verhindern und eine flächendeckende und gleichmäßige Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln sicherstellen".

Sonst ist doch Wettbewerb das Credo aller Politiker in der EU, und auch aller deutschen Politiker, die alles und jedes privatisieren wollen?

Die "flächendeckende und gleichmäßige Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln " ist ja jetzt schon nicht gewährleistet - es fehlt auf dem Land an Ärzten, die verschreiben können und an Apotheken, die liefern können. Da wird auch der nicht stattfindende Wettbewerb zwischen den nicht vorhandenen Apotheken nichts ändern.

Selbstzerstörung der Politik

Unsere Politik(er) versagen zusehends.

hier wird ...

auf die Falschen eingeprügelt...ein Gericht macht keine Gesetze...es urteilt nach Ihnen...Gesetze macht die Politik...hätten nicht so viele seit Jahren die CDU gewählt...dem Bürger ginge es besser...

Große Geschenke erlaubt?

Große Geschenke - wie von der Industrie an Politiker - sind also gestattet? Werde ich meine Apothekerin morgen gleich mal fragen was sie mir da so anbieten kann. Ich verrate natürlich nix, fällt unters Kundengeheimnis.

Falsch

Es ist falsch sich mit diesen Nichtigkeiten in solchem Umfang zu beschäftigen.

Was ist das für ein Schilderwald in dem jetzt auch noch gesagt wird, bitte keine Taschentücher mit zu den Medikamenten.

Es ist faktisch unmöglich unternehmerisch tätig zu werden ohne irgendwelche bizarren Regeln und Gesetze zu verletzen. Die meisten davon dienen niemandem, schon gar nicht dem Verbraucher. Würde man alle Regeln befolgen, wäre man schon eine Std nach der Gewerbeanmeldung schachmatt.

Ich frage mich, wo dieser Irrsinn ein Ende findet. Ich denke die Gerichte sind überlastet?

@ 19:33 von Heeber

Sie schreiben:
"Dieses Urteil ist ein Witz!!
Diese Juristen kann man "in der Pfeife" rauchen. Es ist nicht das einzige Urteil, daß man nicht verstehen kann.
Die Urteile der dt Justiz werden langsam lachhaft."
*
Das sind ja lustige Vorwürfe an die Richter.
Ist Ihnen bewusst dass die Richter nach den bestehenden Gesetzen urteilen müssen?
Häten die Richter anders geurteilt würden sie Gesetze brechen.
Verlangen Sie das von Richtern?
Siehe:
§ 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 5 HWG
Zitat:
"Zuwendungen oder Werbegaben sind für Arzneimittel unzulässig, soweit sie entgegen den Preisvorschriften gewährt werden, die auf Grund des Arzneimittelgesetzes gelten...."

Das ist der Gesetzestext und somit müssen die Richter so urteilen.

Selektion ? Selbst beim Rezept ?

Selektion , als Privatpatient zahle ich meine im Rezept verschriebene Medikamente bar in der Apotheke und reiche das Rezept dann bei meiner Krankenkasse ein , bekomme dann nach ca. 6 Wochen Wartezeit einen Prozentsatz der Summe erstattet, andere Patienten zahlen einen sogenannten Eigenanteil je Packung , andere Patienten haben eine Zuzahlungsbefreiung auf Grund bestimmter Eigenanteil je Jahr. Aber dann soll es Personengruppen geben in Deutschland, die brauchen weder das Eine noch das Andere, da könnte ich verstehen , sie brauchen keine Geschenke bei ihrer Vorlage ihrer Verschreibungen . Dafür sollte der BGH Handlungsbedarf sehen bei dieser einseitigen Kostenbelastung zu Lasten der Allgemeinheit . Aber diese Richterstellen werden ja besetzt von den regierenden Parteien Deutschlands ., habe ich mal gelesen .

Danke BGH

Dem BGH sei Dank. Wir werden es sicher schaffen, dass letzte bisschen an Höflichkeit und zwischenmenschlichen Aufmerksamkeiten aus diesem Land zu vertreiben. Bravo Karlsruhe, gut gemacht!

@13:41 von Didib57

"Schlimmer finde es bei den Privatversicherten, die den vollen Medikamentenpreis bezahlen,..."

Darf ich hinzufügen, dass die zumindest teilweise - oft auch ganz - ihre Ausgaben für Medikamente von der Versicherung erstattet bekommen? Der Privatversicherte tritt ja nur in Vorleistung.

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