Kommentare - Interview zu Boeing 737 Max 8: Sicherheitsrisiko Kontrollsystem?

13. März 2019 - 13:19 Uhr

Boeings 737 Max unterscheidet sich von den Vorgängern auch durch das System "MCAS". Beim Lion-Air-Absturz im Oktober könnte es eine entscheidende Rolle gespielt haben. Luftfahrtjournalist Spaeth über ein Sicherheitssystem mit Risiken.

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Kommentare

Was geschah DANN, als Boeing die Probleme bewusst waren

18:50 von wurmdobler
Ich nehme jetzt Ihre Erklärung:

1) Das wird in jeder Flugschule trainiert. Selbst ich als Gleitschirmflieger musste das im Sicherheitstraining provozieren und abfangen."

Die Piloten waren aber NICHT einmal, oder nicht alle, INFORMIERT über das gravierende (mögliche) Problem und konnten daher auch kein SICHERHEITSTRAINING für den Ernstfall machen

2) " dann muss das ständig korrigiert werden. Dafür ist das MCAS eingebaut worden. Praktisch eine Korrektur eines aerodynamischen Kunstfehlers. Das macht bestimmt auch keinen Spass, so ein Ding ohne MCAS zu fliegen! Die Piloten haben nur die Wahl zwischen Pest und Cholera."

Im Entwicklungsprozess der Boeing 737 Max8,
falls in der Konzeption gravierende Folgeprobleme für die Aerodynamik nicht frühzeitig und ausreichend erkannt worden sind,

muss es aber bei einem der Konstruktions-Meilensteine/Zwischen-Abnahmen die Erkenntnis daüber gegeben haben. Das sind sehr erfahrene Flugzeugbauer.

WAS geschah DANN?

derartige Entwickler...

...sollten Ihre eigenen Nasen nun gen Boden richten...

als jemand mit etwas Hobby-Programmierererfahrung kann ich nicht verstehen, wie man ein solches System nicht zwingend mit anderen Sensoren des Flugzeuges, wie dem Höhensensor, verknüpft, und automatisch wenigstens irgend wann diesen "Nose down" Befehl, lange genug vor einem Bodenaufschlag, im schlimmsten Fall auf die "bestmöglichste" Aufschlagsposition ausgleicht oder sinnigerweise automatisch entgegensteuert, um so etwas zu verhindern.

Klar können Sensoren ausfallen & falsche Daten liefern, aber die Angabe zur Höhe des Flugzeuges sollte doch berücksichtigt werden, solche Automatismen "schlauer" sein.

Anscheinend war von dem MCAS nichts konkretes im Flughandbuch vermerkt, um die Piloten nicht "mit Informationen zu überfordern".

Nicht weniger dumm finde ich die Idee, bei Elektroautos die Türgriffe wegzulassen, um von außen bei Systemausfall nicht an den Fahrer zu kommen.

Oder Hoverboards, die aut. vollbremsen (Akkuschutz!).

Boeing

Wartet doch erstmal ab, bis der Flugschreiber ausgewertet wurde.

@ Theodortudendreich

Wage ich eindeutig zu bezweifeln!

Die Entwicklung eines neuen Flugzeugtyps hätte vielleicht maximal 40 oder 50 Mrd. US-$ gekostet. Hätte man auch nur an die 300 Maschinen des neuen Typs abgesetzt, hätte man die Entwicklungskosten bereits inne gehabt. 300 Maschinen! Das ist bei der aktuellen Auftragsauflage, wo einzelne Fluggesellschaften sogar Stückzahlen von 100 oder mehr ordern, nicht sehr viel! Richtig ist: der Reingewinn hätte sich vermutlich vorübergehend reduziert. Aber Gewinn wäre immer noch ein Gewinn gewesen!

Daher stellt sich mir die Sache vereinfacht so da: Um den Gewinn zu steigern, denn einfach nur ein "Gewinn" reicht in dieser vom Geld zerfressenen Welt nicht aus, hat man auf die Entwicklung eines neuen Flugzeugtyps "generös" verzichtet. Man hat versucht, nach dem Prinzip des "aus-alt-macht-neu" minimalen Aufwand zu betreiben, um daraus maximalen Profit zu ziehen. Diesem Profitstreben sind nun vermutlich mittlerweile 400 Menschenleben zum Opfer gefallen.

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