Kommentare - Macron-Gastbeitrag: Verhaltener Applaus aus Berlin

05. März 2019 - 15:19 Uhr

Frankreichs Präsident Macron will mehr Europa wagen. Sein Plädoyer, veröffentlicht in mehreren Tageszeitungen, stößt bei der Bundesregierung grundsätzlich auf positive Resonanz. Konkrete Äußerungen vermeidet sie aber.

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Kommentare

Erfrischend anders

Der Querdenker Macron, der nichts mit dem politischen Establishment und dem Muff der etablierten Politik zu tun hat, bringt hier vernünftige und erfrischende Ideen für das in die Jahre gekommene Europa.
weiter so.

Sozial muss es werden

Europa muss sozialer werden. Sonst sehe ich zumindest keine Zukunft für das Projekt.

Die Vergangenheit zeigt es doch... geht es den Menschen schlecht, suchen sie ihr Glück im Extremen.

Einer ganz kleinen Clique gehört der größte Reichtum. Alle anderen dümpeln so vor sich hin.
Wenn das die Zukunft sein soll... ich kann darauf verzichten.

Aber Geld stinkt eben nicht...

Macron vergisst bei seiner

Macron vergisst bei seiner Rede leider zu erwähnen, dass die Politik der letzten Jahrzehnte in der BRD, Frankreich und anderen europäischen Ländern erst den Weg zur Erstarkung der Rechtsradikalen bereitet hat und eine Änderung daran nicht in Sicht ist.
Einer der Hauptantreiber der Rechtsradikalen sind ausgerechnet er und seine deutsche Freundin, Frau Merkel.
Und man kann für Europa nur hoffen, dass deren unseliges Treiben auch bei der Europawahl einen starken Dämpfer erfährt.
Leider wird es diesen Dämpfer gerade durch die Rechtsradikalen und Nationalisten geben.
Und deshalb ist Macron ebenso Unglaubwürdig wie unsere Anführer auch.
Danke Herr Macron, danke Groko!
Für gar nichts!!

Macron

Die Bundesregierung hat sich bis jetzt noch zu keiner konkreten Äußerungen hinreißen lassen. Wer das erwartet hat, der hat aus den letzten 13 Jahren wenig gelernt. In unserem Land wird erst abgewartet wie die öffentliche Meinung tendiert um dann die Äußerungen entsprechend angepasst der Öffentlichkeit zukommen zu lassen. So handelt Frau Merkel seit vielen Jahren und eine Vision oder ein Ziel festlegen ist nicht ihr Ding.

Verhaltener Applaus aus Berlin ....

Hat Berlin Angst vor ein paar neu verpackten Ideen - könnte die den Rechten in die Hände spielen??
Macron hat Glück, das Sarkozy sich mit seiner Mittelmeerunion nicht durchsetzen konnte, sonst hätte er jede Menge anderer Probleme, die weit über das europäische Haus hinaus reichen würden.
So wie es ist, ist es gut, so ist es handlich und umgänglich und falls Macron Pech hat und Frankreich ihn nicht mehr will, könnte er im überalterten Europa sein neues Feld suchen.

@Sozial muss es werden 15:28 von muzzle

das Europa.
Wie wahr.
"Aber Geld stinkt eben nicht..."
lat. Pecunia non olet
Auch das wussten schon die Römer.

Aber der berühmte Franzose vor Macron wusste auch das:
'Das Geld, das man besitzt, ist das Mittel zur Freiheit,
dasjenige, dem man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft.'
Jean-Jacques Rousseau

Man kann nur deutsch-französisch hoffen für Europa.

man fragt sich schon,

was bildet sich dieser junge herr ein, daß er mittels öffentlicher briefe in den zeitungen die bürger auffordert, seiner politik zu folgen und die kosten zu zahlen. macron hat doch hinreichend in seinem land bewiesen, daß er keine dringend nötigen reformen durchsetzen kann

Le Bavard

=der Schwätzer. Macron sorgt sich also um Freiheit und beschneidet gleichzeitig die Demonstrationsfreiheit in F erheblich. Er sorgt sich um den Schutz Europas? Vor was und wem? Will den Grenzschutz verstärken, dabei durften wir erst vor Kurzem hier erfahren, dass es bis 2027? dauern wird, bis Frontex so weit einsatzbereit ist. Und er sorgt sich um Einmischung in die inneren Angelegenheiten von außen? Ausgerechnet der Sonnenkönig Macron, der seinerseits kein Problem hat, sich in Syrien, Venezuela einzumischen? Sehr glaubwürdig, Monsieur! Ihm scheint der Kittel zu brennen, weil er in F durch ist. Dann will er wohl in Europa noch etwas glänzen.

Francis Fukuyama und die EU

Gestern wurde mit Francis Fukuyama, einem US-Politwissenschaftler ein Interview geführt und dieser Mensch war fest der Meinung, die europäischen Staaten müssen aufgelöst werden, weil die Idee Europa für ihn die Idee vom Staat Europa wohl schon immer war. Wenn selbst Ausländer den Eindruck bekommen, dass es bei der EU nur um eine Machtverschiebung hin zu einem Supranationalen Staat und Gesellschaft geht, dann läuft was gewaltig schief mit den Vertretern der EU. Wie war das mit der Einigkeit in Vielfalt?
Es gibt einen ganz gewichtigen Grund, gewaltig müsste man sagen, der die EU als Staat und nicht als Staatenbund erscheinen lässt: die fehlende Eigenständigkeit. Die Subsidarität wird aufs Äußerte betrieben, bis nur noch das Land das Sub-Teil ist im Wort Subsidarität, also der Unterstehende. Wie so oft im westlichen Sinn von Hilfe, hat sich der Helfende eigentlich dann doch als Eroberer herausgestellt.
Und das die Briten nicht erobert werden wollen, war schon vor vielen Jahren klar...:D

starke Rechte

Wer wundert sich über die Erstarkung der politisch rechts gerichteten Parteien.
Die Trägheit der etablierten (Volks)parteien hat diesen Trend erst möglich gemacht und Interessen der Bürger nicht mehr wahr genommen.
Wenn man sieht, wie sich unsere deutsche Groko durch die Jahre zwischen den Wahlen mogelt, braucht man sich darüber nicht zu wundern.
Ich wünschte mir einen Macron für Deutschland, aber davon ist leider nichts in Sicht.

Das entrichten von Steuern in angemmessener Höhe?

"Anhand der drei Säulen schlägt Macron einen Aktionsplan für Europa vor. Man solle "Unternehmen bestrafen oder verbieten, die unsere strategischen Interessen und unsere wesentlichen Werte untergraben, wie Umweltstandards, Datenschutz und eine Entrichtung von Steuern in angemessener Höhe", schreibt Macron."

Das Herr Macrons Vorstoß in seinem eigenen Staat oder für die EU-Anhänger doch lieber EU-Region auch auf Kritik stößt, war klar.
Ich frage mich vor allem was dieser ehemaliger Bänker unter angemessenen Steuern versteht? Und warum setzt er diese angemessene Steuerpolitik nicht gleich in seinem Nationalstaat/EU-Region um?
In seinem französischen Dialogmarathon, hat er ja sogar das Thema der Besteuerung der Reichen explizit ausgeklammert, um nicht zu schreiben verboten.

Aber interessant zu sehen wie Herr Macron mit allen Mitteln versucht seine Regierung noch zu halten. Klingt für mich fasst wie ein Hilferuf, an seine Brüssler Verbündeten um seinen Stuhl behalten zu können.

@ nie wieder spd um 15:35

Sie schrieben:
"Und man kann für Europa nur hoffen, dass deren unseliges Treiben auch bei der Europawahl einen starken Dämpfer erfährt.
Leider wird es diesen Dämpfer gerade durch die Rechtsradikalen und Nationalisten geben."
Von wem bitteschön sollte es den von Ihnen erhofften "Dämpfer" denn sonst geben? In allen wesentlichen Fragen sind sich die übrigen Parteien und Fraktionen doch ohnehin weitgehend einig: zu viele Weiße in Europa, Europa hat alles aufzunehmen und zu alimentieren was "Asyl" sagen kann und Rußland ist böse.

Macron-Gastbeitrag:Verhaltener Applaus aus Berlin....

Wobei Macron hierzulande sicher immer noch mehr Applaus bekommt als bei sich zu Hause.Da soll sein Stern ja im sinken begriffen sein.

Aber Minister Scholz´ Reaktion ist ja auch gut:Für die EU,damit "wir" nicht in der Welt herumgeschubst werden.
Die Frage ist da doch angebracht:Wer schubst wen herum ? Griechenland,die Austeritätspolitik,die Außenhandelspolitik mit afrikanischen Ländern(European Partnerships Agreements),die Franc-Afrika-Zone.

Bankrottkrämer

im eigenen Land. Europa wird so niemals funktionieren. Die Unterschiede der Länder die in der EU Zwangs zusammengeführt sind, sind in allen Belangen zu groß. Schon die Zwangswährung € raubt den schwächeren Ländern die Luft, dann die sozialen und kulturellen Unterschiede. So ist schon der Vielvölkerstaat Jugoslawien untergegangen.

Politik ist zu langsam - der große Wurf muss her.

Die europäischen Nationalstaaten sind zu langsam. Jahrzehnte haben sie es versäumt die europäische Idee substanziell voranzubringen. Letztlich agiert immer noch jeder Nationalstaat in seinem eigenen Interesse - auch wir. Die Orbans und Salvinis ernten nur, was die europäischen Führer der vergangenen Jahrzehnte gesät haben, indem sie Europa zu einem Wirtschaftsprojekt haben verkommen lassen.

Her muss der große Wurf. Unsere Partner im Osten wollen mehr Sicherheit an den Grenzen und keine Zuwanderer. Müssen wir nicht gut finden, kann man aber mitmachen. Frankreich möchte eine dominierende Rolle in einer starken europäischen Außen- und Sicherheitspolitik. Ok, kann man mitmachen. Wir hätten gerne eine seriöse Haushaltspolitik. Schön, vielleicht können die anderen da mitgehen. Und falls nicht können wir auch die lockere Hauhaltspolitik der südlichen Länder mitmachen. Wichtig ist: die Souveränität muss auf die europäische Ebene. Sonst scheitert das Projekt.

um 15:28 von muzzle

>>
Einer ganz kleinen Clique gehört der größte Reichtum. Alle anderen dümpeln so vor sich hin.
Wenn das die Zukunft sein soll... ich kann darauf verzichten.
<<

Ich müsste mich schon sehr irren, wenn Macron sich nicht genau in diesem Sinne geäußert hat.

Macron wendet sich gegen den

Macron wendet sich gegen den Nationalismus, will ihn durch Kontinentalismus ersetzen. Er ersetzt den Teufel durch den Beelzebub.

Europa wird nicht funktionieren

Die eigenen, nationalen Interessen sind dafür einfach zu groß. Statt immer mehr davon wäre es wohl an der Zeit, sich auf weniger aber wirklich Sinnvolles zu beschränken.

Selbst in Deutschland gibt es große regionale Unterschiede und regelmäßig Streit wegen des Länderfinanzausgleichs. Wie soll das in Europa dann binnen weniger Jahre funktionieren?

um 15:54 von Bernd Kevesligeti

>>
Die Frage ist da doch angebracht:Wer schubst wen herum ? Griechenland,die Austeritätspolitik,die Außenhandelspolitik mit afrikanischen Ländern(European Partnerships Agreements),die Franc-Afrika-Zone.
<<

Woraus schöpfen Sie den Glauben, dass es ohne die EU anderes und gar besser wäre ?

Der Europäische Gedanke ist alternativlos

Die Idee von Macron und Merkel ist fokussiert auf ein sozial, wirtschaftlich und sicherheitsstrategisch starkes, geeintes Europa. Dieser Weg ist alternativlos, wenn man in einer globalisierten Welt insbesondere Trumps America First Politik sowie den Chinesen nicht ausgeliefert sein will. Merkels flammende Rede auf der Münchener Sicherheitskonferenz und Macrons erfrischende Ideen sind hierfür eine gute Basis, zumal die Bürger mehrheitlich zur EU stehen. Deutschland kann aufgrund seiner wirtschaftlichen Stärke und der extrem niedrigen Arbeitslosigkeit ein wichtiger Eckpfeiler des europäischen Hauses sein.

nie wieder spd um 15:35 Uhr

Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu. Treffender kann man die derzeitige Situation in der EU nicht formulieren.

Einheit trotz Vielfalt

05. März 2019 um 16:07 von ceph13

Solange es beim demokratischen Streit mit Worten und Argumenten bleibt, funktioniert "Europa" (sprich die Europäische Union und die KSZE). Und das klappt bereits seit gut 65 Jahren, was angesichts der Geschichte dieses Kontinents schon ein kleines positives Wunder darstellt.
Die 1.000 Jahre von "Europa" (sprich dem europäischen Kontinent) zuvor waren dagegen geprägt von kleingeistigen Streit, engstirnigen Neid und dem aggressiv-maskulisken Drang, andere übertrumpfen zu wollen (a.k.a. "Nationalismus"), was regelmäßig zu Krisen bzw. Konflikten führte, die mit militärischer Gewalt gelöst wurden.
Schon allein die deutsch-französische Freundschaft ist ein Grund für ein gemeinsames, vereintes "Europa".

In einem Punkt irrt Macron

Macron ist sicherlich ein sehr wertvoller Partner für uns Deutsche, aber in einem Punkt irrt er. "Nationalisten haben keine Lösungen anzubieten" stimmt nicht, im Gegenteil. Erstens haben Nationalisten sehr wohl Lösungen und zweitens handeln Nationalisten anstatt immer nur zu Reden. Ich würde beispielsweise Orban und Salvini als Nationalisten bezeichnen und bei dem Thema illegale Massenmigration haben Sie gehandelt und was macht Macron? Tolle Reden abliefern, zweifellos.

um 15:26 von Der kleine Puti Nist

>>"Der Querdenker Macron, der nichts mit dem politischen Establishment und dem Muff der etablierten Politik zu tun hat, bringt hier vernünftige und erfrischende Ideen für das in die Jahre gekommene Europa.
weiter so."<<

Ich würde sagen ja und nein. Macron hat zweifellos gute Ideen zur Renovierung der EU. Leider ist er aber auch ein Verfechter aller möglichen Systematiken um Deutschland zur Übernahme der Schulden anderer EU-Partner zu verpflichten und da hört der Spaß für mich auf.

Der kleine Napolion ,

kämpft um seine Macht .Die versucht er zu finden um die starken europäischen Länder mit in seinen Strudel zu ziehen .Und unser erfolgreicher Hamburger ,Scholz, hat seinen Auftrag von Frau Merkel erfüllt und seine Begeisterung ausgedrückt . Aus 2 kleinen Strudel kann nur ein großer Strudel entstehen . Übrigens braucht er auch eine gemeinschaftliche Antisicherheitstruppe mit England , Frankreich und Deutschland ….. ,

@Tschoerg - Deutschland als Stabilitätsanker in der EU

Ich finde Deutschland ist mit den Regierungen der vergangenen Jahr und Kanzlerin Merkel durchaus gut gefahren. Die Arbeitslosigkeit auf Rekordniveau, eine seit Jahren starke Exportwirtschaft (die in besonderer Weise von der EU profitiert), kaum Streiks, ein vergleichsweise gutes Gesundheits- und Bildungssystem, hohe internationale Reputation. Ich denke das kann sich, trotz durchaus vorhandener Probleme (Pflege, Mietanhebungen u.a.) durchaus sehen lassen.
Patriotismus ist allemal besser als Nationalismus.

Nationalstaaten

Nationalstaaten sind als. Schöpfungen des 18./19. Jahrhunderts längst überholt und dienen nur der Zentralmacht/ Hauptstadt.
Erstrebenswert wäre ein Verbund kultureller Regionen (die NICHT identisch sind mit den heutigen Nationalstaaten) unter einem gesamteuropäischen Dach.
Dieses Europa würde dann vor allem in der Außenpolitik und Verteidigung das Sagen haben.

um 16:10 von Klärungsbedarf

>>"Woraus schöpfen Sie den Glauben, dass es ohne die EU anderes und gar besser wäre ?"<<

Gegenfrage? Woraus schöpfen Sie den Glauben, dass es mit der EU besser geht? (und wer glauben möchte sollte in die Kirche gehen).

Ja zur EU!

Ich bin ein aufrichtiger Beführworter der Idee einer EU, doch so, wie sie derzeitig ist, lehne ich sie ab.
Man hätte die EU als eine Bundesrepublik mit allen Ministerien, Institutionen und Regularien eines Staates, also mit einem staatlichen Überbau, und mit Staaten etwa gleicher Wirtschaftskraft erschaffen müssen, um dann nach und nach andere Länder, die die Bedingungen erfüllen, aufzunehmen.
Da die Gründer der EU aber mehr oder weniger nur eine Wirtschaftsunion wollten, wurde kein entsprechender Überbau geschaffen, was sich jetzt bitter rächt.

re von Klärungsbedarf

Das war nur eine Aufzählung von einigen wenigen Punkten.Zu nennen wäre da noch Pesco(Permanente militärische Zusammenarbeit).

Die Juncker,Tusk oder im vorliegenden Fall Scholz wollen es gar nicht anders
oder besser.

Viel Blabla um gar nichts

Macron weiß ja ganz genau, dass der Unmut in der eigenen Bevölkerung keineswegs nur von irgendwelchen "Populisten" kommt. Die Tagesschau weiß genau, dass Macron für seine PR-Aktion weit mehr Kritik als "verhaltenen Applaus" bekommen hat - was war denn von unserer lachhaften Regierung anderes zu erwarten? Und wir wissen ganz genau, dass Macron mal wieder von seinen erheblichen innenpolitischen Problemen ablenken will. Zuerst hat er die Proteste im eigenen Land ignoriert. Dann hat er sie mit heftiger Gewalt beantworten lassen. Dann kam der Versuch der pauschalen Antisemitismus-Unterstellung. Hat alles nicht nachhaltig gewirkt (auch wenn die Tagesschau nach einigen "Zahl der Gelbwesten nimmt ab"-Berichten jetzt schweigt, da die Zahlen eher wieder zunehmen). Nun also der nächste hilflose Ansatz:

"Wir dürfen nicht zulassen, dass die Nationalisten, die keine Lösungen anzubieten haben, die Wut der Völker ausnutzen."

Dann biete doch selber Lösungen an! Darauf warten die Menschen seit Langem.

um 16:07 von ceph13

>>"Europa wird nicht funktionieren
Die eigenen, nationalen Interessen sind dafür einfach zu groß. Statt immer mehr davon wäre es wohl an der Zeit, sich auf weniger aber wirklich Sinnvolles zu beschränken. Selbst in Deutschland gibt es große regionale Unterschiede und regelmäßig Streit wegen des Länderfinanzausgleichs. Wie soll das in Europa dann binnen weniger Jahre funktionieren?"<<

Ein, wie ich finde, sehr guter Beitrag. Die Rückbesinnung auf eine Handelsunion wäre meiner Meinung eine bessere, weil tragfähigere Variante? Ich habe weder Lust für die Schulden anderer EU-Länder oder Kindergeldzahlungen nach deutschem Tarif in andere EU-Länder wo die Kinder leben arbeiten zu gehen um nur mal zwei Beispiele von vielen zu strapazieren.

Im Grunde stimme ich Macron zu.

Wir müssen mehr Europa wagen. Aber, eine Meinungsüberwachung, wie er es vorschlägt, halte ich für bedenklich. Die EU muss Kritik und auch Gegenstimmen aushalten. Hilfreich ist da eine Politik, die allen Menschen nützt. Leider ist die EU bisher sehr wirtschaftshörig und hat oft nur den finanziell Stärksten genützt. Ich glaube, wenn es allen Europäern besser geht, kommt auch die Zustimmung für die EU. Solange Konzerne so gut wie keine Steuern zahlen müssen, stimmt etwas nicht in der EU. Die arbeitende Bevölkerung muss Steuern abführen, nein, es wird automatisch abgeführt. Bei Unternehmen sieht das noch ganz anders aus und das ist ein Kernpunkt für die Kritiker. Mocron hat Recht, wir müssen Aufträge zuerst an EU Unternehmen vergeben. Wir sprechen von IT-Sicherheit und geben Entwicklungsaufträge an asiatische nicht EU Staaten, das geht gar nicht!! Kleidung kann auch in Europa gefertigt werden, dafür braucht man keine Sklaven in Asien ausbeuten.

Einzig ein starkes Europa besteht zwischen den Kraftpolen ...

.. der Welt. Nur die EU spielt wirtschaftlich auf Augenhöhe mit den großen Mächten USA und China und kann Positionen durchsetzen. 28 Zwerge werden hier nicht wahrgenommen und kommen unter die Räder, degradiert zu reinen "Einflusszonen".

Das weiß die große Mehrheit der Bürger, aber sie wollen in einen Dialog einbezogen werden. Insofern ist die Initiative von Macron ein wichtiger Impuls, hinter dem sich die Kanzlerin wie auch die anderen Parteien in D nicht in Passivität verstecken sollten.

Claudia Bauer meint ...

der Märchenerzähler aus dem Ellysee Palsat sollte ersteinmal im eigenem Land für Ordnung sorgen, bevor er die Menschen in Europa mit seinen wirren Phantasien zum lachen bringt.

Ich unterstelle mal,.....

daß die Foristen schon auf Grund der Teilnahme an den Diskussionen erheblich vom Stammtisch-Niveau abweichen, oder? Um so mehr erstaunt mich , welche moralischen Forderungen an die EU gestellt werden. Schon bei Unterzeichnung der Römischen Verträge war von Moral nie die Rede, sondern stand der eigene wirtschaftliche Vorteil im Vordergrund und für manche Verschwörungstheoretiker das an die Kandarre-nehmen der deutschen Wirtschaft. Warum sollte Macron anders denken? Die Gründe, warum bestimmte Staaten tatsächlich wirtschaftlich voran gehen und andere schon immer hinterherhinken, sind bekannt, dürfen aber nicht gesagt werden! Diese anderen Staaten würden sich gekränkt, beleidigt und in ihrem Selbstwertgefühl verletzt fühlen und sofort Besserwisserei, Arroganz usw. das Wort reden. Dabei liegen manche Ursachen im antiquierten Steuer-,Rechts- und Sozialsystem oder grundsätzlich im mittelalterlichen Staatsaufbau. Macron kann also nur an der EU-Oberfläche bleiben!

re pnyx

"Macron wendet sich gegen den Nationalismus, will ihn durch Kontinentalismus ersetzen. Er ersetzt den Teufel durch den Beelzebub."

Ich kenne Kontinentalismus nur als Schlagwort aus der ganz rechten Ecke.

Europa der Nationen

Keiner wird wohl Macron ernsthaft widersprechen wollen, natürlich muss diese EU reformiert werden. Gleichwohl fehlt es mir an der nötigen Phantasie zu glauben, dass ausgerechnet die aktuellen Akteure der europäischen Politik die Fähigkeit und den Willen haben den Brüsseler Muff auszukehren. Eine Lösung wäre für mich die Idee der beiden großen Staatsmänner Charles de Gaule und Konrad Adenauer aufzugreifen und ein starkes Europa der Nationen zu installieren. Jede Nation kann ihre Kultur pflegen, wirtschaftlich faire Bedingungen/Wettbewerb und große weltpolitisch bedeutsame Themen gemeinsam bewältigen ... [das hätte was]!

um 16:07 von ceph13

>>
Europa wird nicht funktionieren

Die eigenen, nationalen Interessen sind dafür einfach zu groß. Statt immer mehr davon wäre es wohl an der Zeit, sich auf weniger aber wirklich Sinnvolles zu beschränken.
<<

Europa funktioniert jetzt schon in vielen Bereichen und hinsichtlich des bestehenden Reformbedarfs auch reformfähig.

@ Adeo60 um 16:15

"Der Europäische Gedanke ist alternativlos

Die Idee von Macron und Merkel ist fokussiert auf ein sozial, wirtschaftlich und sicherheitsstrategisch starkes, geeintes Europa."

Erklären Sie doch bitte mal wie Ihre alternativlose Idee, aussieht? Insbesonder wie Sie das Spanunngsverhältnis wie Sie für das Soziale und Ihre "Sicherheit" Geld herbekommen wollen und der Wirtschaft mit Steuervergünstigungen und Subventionen hlfen wollen.

Ihren Europäischen Gedanken würde ich liebend gerne nachvollziehen können.
Denn bisher habe ich von den ganzen Brüssler Agitatoren nur heiße Luft gehört, mit blumigen Worten aber ohne Substanz, wie das ganze umgesetzt werden soll und wie das in der ganzen Brüssler kontrollierten Zone umgesetzt werden soll?

Vielleicht habe ich ja bei Ihnen Glück? Die ör Medien würden auch gerne ein substanzelleres Narativ verkaufen wollen, deshlab wäre die auch Dankbar, da das Brüssler Büro leider nichts liefert.
Ich bin gespannt! Es können auch gerne ander Pro-EU antworten.

Am 05. März 2019 um 16:33 von Cosmopolitan_Citizen

"Einzig ein starkes Europa besteht zwischen den Kraftpolen ..."

Sie schreiben Europa und meinen die EU? Wie verbohrt kann man sein, um die restlichen europäischen Länder zu übersehen, darunter auch das größte. Mit diesem zusammen wäre man endlich auf Augenhöhe mit den von Ihnen genannten Staaten und könnte ohne Angst verhandeln.

@ eine_anmerkung 16.28 - Sie reagieren kindisch

..............Gegenfrage? Woraus schöpfen Sie den Glauben, dass es mit der EU besser geht? (und wer glauben möchte sollte in die Kirche gehen).................

Das Argument von @ Klärungsbedarf ist durchaus nachvollziehbar. Besonders deutlich nachzulesen bei @ Adeo 16.26h.

Wenn Sie nun in einer infantilen Reaktion Ihre Bringschuld in eine billige Gegenfrage ummünzen, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass Sie kein Argument haben.

um 16:28 von eine_anmerkung

>>>
>>"Woraus schöpfen Sie den Glauben, dass es ohne die EU anderes und gar besser wäre ?"<<

Gegenfrage? Woraus schöpfen Sie den Glauben, dass es mit der EU besser geht? (und wer glauben möchte sollte in die Kirche gehen).
<<<<

Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Frage Ihnen galt. Für Ihre Spielchen ist mir meine Zeit zu schade. nehmen Sie doch gerne Abstand davon.

erbaermlich....

sowas KANN man nicht applaudieren, wenn man ein Minimum an demokratischem Verstaendnis hat

EU-Kritik: unbegründete Ängste

05. März 2019 um 16:32 von eine_anmerkung

Wer fordert von Ihnen persönlich, jemandem Kindergeld zu zahlen oder von jemand anderem Schulden zu übernehmen? Wie begründen Sie Ihre Angst vor einem vereinten, offenen, vielfältigen, bunten wie erfolgreichen Europa? Und, wenn Sie schon den deutschen Föderalismus begrüßen, warum fordern Sie nicht auch für Deutschland eine Rückkehr zur Handelsunion namens Deutscher Zollverein angesichts des vielen Streits dank vieler regionaler Interessen in diesem Land?

Die Formel für eine gute EU Politik:

Arbeit muss sich für alle lohnen! Unproduktiver Kapitalismus darf nicht mehr Geld bringen, als die harte Arbeit der Menschen!
Gewinne sind ok, wenn 1/3 davon direkt an die Allgemeinheit abgeführt wird. Zur Zeit geht vom unproduktiv erworbenen Reichtum so gut wie nichts an den Staat (die Allgemeinheit). Das ist Krank und hat, zur Zeit des Absolutismus, in eine Revolution geführt. Ich finde, soweit muss es doch nicht kommen. Leider sehe ich nicht genügend Signale, seitens der Politik, an diesem Missstand etwas zu ändern. Der Frust wird also steigen!

Rückrudern geht nicht!

Was mag wohl in Macron vorgehen?
Angetreten um Frankreich und Europa politisch umzuwälzen, was er an sich auch seit Beginn tut und unmissverständlich versucht weiterhin zu tun, steht er doch irgendwie auf verlorenem Posten.

Die Demonstrationen, die kleinen Aufstände und der unüberhörbare Ruf der Gelbwesten aber auch anderer im Land nach sozialer Gerechtigkeit und Anerkennung ist nicht zu überhören. Affären und da wäre an erster Stelle die um Benalla haben ihm und seiner Politik zusätzlich zugesetzt. Doch der Präsident lässt sich nicht beirren und jetzt dies.
Er liebt und geniesst es in der Öffentlichkeit zu stehen und Botschaften zu verkünden und auch und gerade deshalb auch nun erneut dieses Plädoyer.
Wieder eine Debatte. Zusätzlich zu all denen in seinem eigenen Land, die er wie Marathons beschreitet.
Doch wie steht es um das Vetrauen, das auch ihm und gerade durch seine Politik abhanden gekommen ist.

Die Frage sollte für uns lauten,
"Kann man Präsident Macron überhaupt vertauen?"

@ ceph13 16.07h - der berühmte Tellerrand...

.............Europa wird nicht funktionieren. Die eigenen, nationalen Interessen sind dafür einfach zu groß. Selbst in Deutschland gibt es große regionale Unterschiede ..............

Die EU ist ein Prozess und kein statischer Zustand! Etwa Geduld müssen Sie schon aufbringen, um Ihre persönlichen Probleme befriedigt zu bekommen. Wobei Ihre Sichtweise allerdings völlig falsch ist.

Wären die nationalen und regionalen Interessen wirklich dominant, dann würde die EU gar nicht mehr so existieren wie sie sich seit Jahren POSITIV entwickelt. Daran ändert auch ein (wenig wichtiges) Migrantenproblem nichts. Und auch nicht die Nationalisten, die sich seit Jahren abstrampeln aber nicht von der Stelle kommen....!

Paris-Berlin-Moskau

Was allerdings Herr Macron, wie viele andere auch, völlig ausblendet ist, dass die großen europäischen Themen nur zu bewältigen sind, wenn die Achse Paris-Berlin-Moskau funktioniert.

Die EU - besteht den Vergleich zu den USA und China ...

... nur, wenn es den Europäern gelingt, die wirtschaftliche Potenz, die sie mit 507 Millionen Bürgern und Konsumenten sowie einem der global größten BIPs auf das Spielfeld bringt, auch in eine gemeinsame Politik umzusetzen.

Die geopolitische Bedeutung der USA und Chinas beruht auf einer starken binnenwirtschaftlichen Basis, von der aus sie als potente Mächte ihren strategischen Einfluss auf die Welt geltend machen können - natürlich in ihrem Interesse und zu ihren Gunsten. Das ist zunächst nichts Überraschendes.

Als europäische Union können die Europäer ihr Gewicht in Fragen von Handelspolitik, Währungspolitik, Verteidigungs- und Sicherheitspolitik sowie strategischen Partnerschaften geltend machen. Zum Vorteil der eingen Bürger. Als Kleinterritorien haben sie keine eigene Zukunft.

Das sind die Themen, die in einen Europa-Wahlkampf gehören und Mactron gebührt das Verdienst, diese europäische Bühne zu schaffen.

Der falsche Weg

Macrons Vorschläge zur Industriepolitik, samt Abschottung gegen Konkurrenten, Bevorzugung eigener Unternehmen und Interventionen in strategischen Bereichen erinnern sehr stark an nationalistische Politik nur jetzt auf europäischer Ebene. Damit begibt man sich in die Gesellschaft totalitärer Regime. Das ist sicher der falsche Weg für Europa.

um 16:35 von Gerhard Apfelbach

>>
Jede Nation kann ihre Kultur pflegen, wirtschaftlich faire Bedingungen/Wettbewerb und große weltpolitisch bedeutsame Themen gemeinsam bewältigen ... [das hätte was]!
<<

Wo sehen Sie Ihre Kultur denn durch die EU beeinträchtigt ? Ich frage mal konkret nach 3 möglichen Vereinheitlichungen: Straßenverkehrsordnung. Was spräche dagegen, wenn die in der EU überall gleich wäre ? Was spräche eigentlich gegen ein einheitliches Strafgesetzbuch ? was spräche gegen einheitliche Bauordnungen und zugehörige Verwaltungsvorschriften, die wir bisher noch nicht einmal in D vereinheitlicht haben ?

@ Gerhard Apfelbach 16.49h - es geht auch ohne Moskau

..............dass die großen europäischen Themen nur zu bewältigen sind, wenn die Achse Paris-Berlin-Moskau funktioniert............

Falsch. Moskau passt nicht nach Westeuropa. Hat noch nie in den letzten 200 Jahren gepasst. Es ist auch nicht einzusehen, dass sich eine Mehrheit an 1 Diktatur anpassen soll statt umgekehrt.

Der Anführer?

Herr Macron versteht sich als zukünftiger Anführer der EU und Frau Merkels stärkster Partner. In den restlichen EU Staaten steht Frau Merkel seit paar Jahren eher isoliert da.

Europäische Unternehmen zu bevorzugen halte ich übrigens für Fatal! Dadurch schwächen wir A) Schwellenländer und B) schaden uns selbst, indem Kunden wegbleiben.

Der bekommt

nicht mal sein Volk in den Griff und schlingert sich so durch. Der soll, was Europa angeht, mal den Ball flach halten. Er will sich lediglich auf deutsche Kosten gesund stoßen.

An der Einführung des Euros....

vor der kompl. Einführung der Sozial, Gesundheits- und Wirtschaftsstandards ist Europa gescheitert. Gerade wir, mit unserem Länderfinanzausgleich hätten das erkennen müssen. Almosen verteilen wir gerne, Umehr aber auch nicht! Und auch das nur in der Hoffnung, daß unser schlechter Ruf den wir uns wegen der Greueltaten im Nazideutschland verdient haben uns nicht zu sehr nachhängt.

Macrons Gastbeitrag

Herr Marcon hat erkannt , wie hoch Frankreich
verschuldet ist , wie hoch die reale Arbeitslosigkeit ist und das die Wirtschaft hinkt ..... und das schon länger ! Er versäumte es aber, dem Land die Wahrheit zu sagen. Das er viel von seinen Vorgängern übernehmen musste ,nahm er nicht besonders ernst. Nun steht ihm das Wasser schom am Scheitel und so wäre es ihm am liebsten , ganz Europa hätte einen Finanzminister und am Besten wäre es einen Franzosen zu haben ! Eine andere Möglichkeit hat er nicht ! Dabei darf man nicht vergessen , dass Frankreich, Italien und Deutschland allein über 65 % der EU-Gesamtstaatsschulden verursachten ! Tolle Aussichten......

Am 05. März 2019 um 16:42 von DerGolem

>>@ eine_anmerkung 16.28 - Sie reagieren kindisch
"Das Argument von @ Klärungsbedarf ist durchaus nachvollziehbar. Besonders deutlich nachzulesen bei @ Adeo 16.26h.
Wenn Sie nun in einer infantilen Reaktion Ihre Bringschuld in eine billige Gegenfrage ummünzen, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass Sie kein Argument haben."

Nun, dann sind Sie sicher in der Lage, die Gegenfrage zu beantworten, ansonsten scheinen Sie ja ebenfalls kein Argument zu haben.

um 16:46 von wie-

>>"...Und, wenn Sie schon den deutschen Föderalismus begrüßen, warum fordern Sie nicht auch für Deutschland eine Rückkehr zur Handelsunion namens Deutscher Zollverein angesichts des vielen Streits dank vieler regionaler Interessen in diesem Land?"<<

Haben Sie da vielleicht ein Eigentor geschossen? Wenn es schon im Kleinen (Deutschland) nicht klappt, wie sollte es dann im Großen (EU) klappen. Aber ich möchte die EU nicht kaputtreden. Richtig organisiert kann und wird Sie sicherlich Vorteile bringen und haben. Und das ich Steuern zahle, wird von mir durchaus gefordert oder zahlen Sie keine?

EU im Taumel und ohne Konzept

Eigentlich würde es Deutschland als wirtschaftlich grösstem Mitglied der EU obliegen, die europäische Idee und deren nationalstaatliche Grenzen neu zu definieren.
Doch die Merkelregierung beschränkt sich auf realitätsferne Hypermoral, Willkommenskultur, grosszügigen Verteilung von Geldern und natürlich auf Zuwarten und Abwarten....

Zu dem hier von Macron: dann schuetzt endlich Whistleblower!

Zu dem hier von Macron:

https://www.tagesschau.de/inland/macron-europa-vorschlaege-101.html

"Freiheit, Schutz und Fortschritt"
Macron hatte in einem am Dienstag erschienenen Gastbeitrag für europäische Tageszeitungen vor nationalistischer Abschottung und der Manipulation wütender Bürger gewarnt. Ein "Neubeginn in Europa" müsse auf den drei Säulen "Freiheit, Schutz und Fortschritt" beruhen, schrieb er in dem Text.

sage ich mal:
wenn dem so wäre, dann wuerde dieser Whistleblower von dem in der Sportschau berichtet wird, nicht ausgeliefert werden. Siehe dazu hier:

http://tinyurl.com/yyrxa4kj
Sportschau: Football Leaks: Pinto soll nach Portugal ausgeliefert werden (Stand: 05.03.19 14:00 Uhr)

Mit mehr als 70 Millionen Football-Leaks-Dokumenten hat der Portugiese Rui Pinto alias "John" heimliche Machenschaften im Profifußball enttarnt. Ein Gericht in seiner ungarischen Wahlheimat hat nun entschieden, dass der 30-Jährige in sein Heimatland ausgeliefert wird.

Ideen aus der Mottenkiste: ruhig geschlossen halten

05. März 2019 um 16:35 von Gerhard Apfelbach

Endlich, da ist es, der Hinweis auf die Idee der Großväter, die in jeder AfD-Mottenkiste zu finden ist. Der Vorschlag von Herrn de Gaulle wurde jedoch bereits vor 65 Jahren verworfen, erst jetzt kommt er als Echo wieder zum Vorschein. Aber natürlich triggert das Buzz-Wort "Nationen" nostalgisch verklärte "Nationalisten", die auf geschlossene Nationalgrenzen hoffen. Im Regelfall wird der griffige Slogan von Herrn de Gaulle verwendet, ohne irgendetwas vom Kontext und den sich dahinter verbergenden Zielen dieses großen französischen Staatsmanns zu wissen. U.a. hoffte Herr de Gaulle während dieser Zeit auf eine Kooperation mit der UdSSR, um seine Idee eines allein von Frankreich dominierten Europas zu verwirklichen. Herr de Gaulle hatte sich nämlich gerade erst aus Bindung und Bündnis mit den USA und der NATO gelöst. Da musste Ersatz her, der dem imperialen Weltbild von Herrn de Gaulle entsprach: Wiederherstellung des einstigen Frankenreichs.

Am 05. März 2019 um 16:54 von DerGolem

"Falsch. Moskau passt nicht nach Westeuropa. Hat noch nie in den letzten 200 Jahren gepasst. Es ist auch nicht einzusehen, dass sich eine Mehrheit an 1 Diktatur anpassen soll statt umgekehrt."

Deshalb also gingen die Angriffe immer vom Westen aus, weil Russland einfach nicht nach Westeuropa passt? Vielleicht besteht Europa nicht nur aus Westeuropa, vielleicht passt Mitteleuropa bereits nicht dazu?

@Pilepale - eine starke EU ist unabdingbar

Fakt ist, dass vor allem Deutschland und seine hohe Exportwirtschaft in der Vergangenheit von der EU profitiert hat. Glaubt denn jemand allen Ernstes, dass durch Klein- und Vielstaaterei ein Gegengewicht zu den USA und China entwickelt werden kann...? Sollte der (harte) Brexit vollzogen werden, dürften die Briten als erste die Konsequenzen zu spüren bekommen. Richtig ist allerdings, dass die wirtschaftlichen Unterschiede unter den Mitgliedsstaaten erheblich sind, insbesondere Staaten wie Italien mit der geringen Produktivität seiner Unternehmmen gefährden die Stabilität der EU. Fakt ist aber auch, dass Krisenländer wie Zypern, Irland und Portugal genesen sind. Auch Griechenland steht besser da. Der Brüsseler Bürokratismus ist sicherlich ein Hemmschuh. Gleichwohl braucht Deutschland eine starke EU - wirtschaftlich und sicherheitspolitisch, aber auch unter Wahrung seiner nationalen Identität.

um 16:54 von DerGolem

>>"Falsch. Moskau passt nicht nach Westeuropa. Hat noch nie in den letzten 200 Jahren gepasst. Es ist auch nicht einzusehen, dass sich eine Mehrheit an 1 Diktatur anpassen soll statt umgekehrt."<<

Also ich persönlich finde das Moskau sehr wohl zu und passt und finde die Menschen dort ok. Jedenfalls passt Moskau sicherlich sehr viel besser kulturell zu uns als der afrikanische Kontinent den wir zur Zeit am importieren sind?

Am 05. März 2019 um 16:49 von Gerhard Apfelbach

"Was allerdings Herr Macron, wie viele andere auch, völlig ausblendet ist, dass die großen europäischen Themen nur zu bewältigen sind, wenn die Achse Paris-Berlin-Moskau funktioniert."

Stimmt, aber dies passt nicht zum Ego verschiedener Politiker. Die "Grande Nation" würde ja klein aussehen im Vergleich zu Russland.

Ernsthaft?

05. März 2019 um 16:57 von Xaver Xerxes

Sie fordern allen Ernstes, dass Deutschland allein wieder über die Grenzen innerhalb Europas und die in Europa gültige Ideologie bestimmen soll? Allein, weil Deutschland "groß" (Sie verwenden die Umschreibung "wirtschaftlich größtes Mitglied der EU") ist?

um 16:59 von Adeo60

>>"Fakt ist, dass vor allem Deutschland und seine hohe Exportwirtschaft in der Vergangenheit von der EU profitiert hat..."<<

Ein immer wieder gebrachtes Argument (Außenhandelsüberschüsse) was aber zu kurz greift. Wenn ich Ihnen Geld leihe und Sie damit bei mir kaufen produziere ich sicherlich Umsatz (Außenhandelsüberschüsse), fahre mittelfristig mein Unternehmen (Deutschland) aber gegen die Wand.

Schlagwörter und weise Worte!

Sie werden nun behaupten dies gehört in eine Rede.
Ja das stimmt, einiges zumindest.
Aber was wenn es auf einmal zuviel des Guten ist oder zuviel Gutes angekündigt ist?

Neubeginn für Europa, ja das stimmt und das wollen sicherlich viele und einen besseren und ein besseres Europa. Aber was ist und was heisst es wenn das eigene Land gegen die Politik dessen aufbegehrt, welcher nun Europa reformieren will. Spielt nicht gerade seine Politik den Nationalisten und anderen Aufständigen direkt in die Hände und hat nicht diese Politik Wut erzeugt?
Ist seine Politik die Lösung, sind es seine Ideen?
Vorsicht ist geboten!
Ganz richtig Herr Präsident, wir sollten keine Schlafwandler sein. Auch Guterrres hat dies gemeint und dies hat dieser von Frau Merkel und diese hat dies bei Christopher Clark nachgeschlagen.
Freiheit, Schutz und Fortschritt und Macron begibt sich, um diesen Wörtern gehalt zu verschaffen, auf den rechten Weg, den Flügel.
Kritiker haben recht, er möchte damit ablenken.
Showtime!

@ ex_Bayerndödel 16.56h - Sie verstehen das Prinzip nicht

.............Nun, dann sind Sie sicher in der Lage, die Gegenfrage zu beantworten, ansonsten scheinen Sie ja ebenfalls kein Argument zu haben................

Sie haben anscheinend noch nicht kapiert, wie das Diskussionsprinzip hier funktioniert. Wenn jemand eine Behauptung aufstellt, dann sollte man denjenigen nicht zwingen, anhand einer (willkürlich in den Raum geschmissenen) anderen Behauptung sein eigenes Argument zu beweisen sondern Fakten bringen, die in direktem Zusammenhang mit der Ur-Behauptung stehen. Zu schwierig für Sie?

Schwätzer

Herr Macron hat den Franzosen mal rein gar nichts zu bieten außer Unruhen im eigenen Land,will aber den Leuten erzählen das Nationalismus(Salvini,Orban usw.)nichts zu bieten haben.nur komisch das deren Zustimmung im eigenen Land eher wächst als abnimmt.
ganz im Gegenteil zu seinen Zustimmungswerten im Land,könnte vielleicht daran liegen das Herr Macron außer einem netten Lächeln und ein paar bunten Reden schwingen mal rein gar nichts auf die kette bekommt

@Xerxes

Die Flüchtlingszahlen sind 2018 deutlich um über 16% zurückgegangen, auch aufgrund der Abkommen mit der Türkei und den nordafrikanischen Staaten, die unter Kanzlerin Merkel ausgehandelt wurden. Die AFD muss sich wohl oder über neue Themenkreise suchen, zumal die (sprachliche und soziale) Integration von Flüchtlingen besser anlief als erwartet. Etwa im Bereich der Pflege haben viele Migranten eine dauerhafte Beschäftigung gefunden.

Macron - ein mutiger Politiker mit einer Vision, welche über ..

... die Kleinkariertheit, Verzagtheit und Provinzialität der "Rückwärts-Fraktion" hinausgeht.

Der Hass, der ihm aus dieser Ecke entgegenschlägt, ist eher ein Gradmesser dafür, wie richtig er mit seiner Initiative liegt.

Das Zerrbild von den alles unterjochenden "großen Konzernen" (seit 100 Jahren das gleiche) und den "Eliten" und dem "Establishment" und was nicht noch alles ...mag manchem helfen, sein geschlossenes Weltbild nie überarbeiten zu müssen, aber es deckt sich nicht mit der Lebenswirklichkeit der Menschen und womit sie sich beschäftigen.

Es lohnt nicht, diese Zerrbilder und Verschwörungstheorien zu diskutieren, aber es macht Sinn über den Binnenmarkt, Wachstum, gemeinsame Forschung und Bildungsangebote, moderne Arbeitsplätze in einer offenen dynamischen Wirtschaft, Ausbildungsplätze für die junge Generation, nachbarschaftliche Zusammengehörigkeit zu diskutieren. Darauf wollen Bürger Antworten hören.

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