Ihre Meinung zu: Brexit: Labour fordert zweites Referendum

25. Februar 2019 - 21:17 Uhr

Überraschende Wende im Brexit-Streit: Die britische Labour-Partei stellt sich hinter die Forderung nach einem zweiten Referendum. Das galt in der Oppositionspartei bislang nur als "letztes Mittel".

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Kommentare

Eine Referendum

Für die restlichen EU Bürger ob wir den diese Britten überhaupt in der EU haben wollen wäre wirklich angebracht und dringend notwendig.
Sollen sie doch auf ihrer Insel glücklich werden und das restliche Europa mit den Extrawürsten verschonen. Ich bin dafür diese Britten endlich rauszuwerfen.

Referndum

Und wenn dann gegen ein Brexit gewählt wird, dann noch ein Referendum, dann für ein Brexit, dann noch eins in dem wieder gegen Brexit usw.....wenn Sie nicht gestorben sind, dann halten Sie heute noch weiter Referenden. :)

Ja klar doch!

Wir werden so lange wählen bis es passt! Für manche Leute zumindest.

Na das...

...wurde auch Zeit.

---

Ich habe den Glauben daran schon fast aufgegeben.

Aber an alle Europäer hier und draußen:
Lasst uns hoffen, daß es ein zweites Referendum gibt und die Vernunft endlich siegt.

Überraschen?

Wie auch der SPD fällt Labour alles ein, um sich die Tröge zu sichern oder daran zurückzukommen.
*
Maduro sollte auch ganz friedlich wählen lassen, immer wieder, bis es klappt.

Neues Refendum: ja

Ich bin unbedingt für ein neues Referendum.
Die Wähler wissen heute Genaueres über den Sachverhalt, darum müssen sie die Chance haben, sich neu zu entscheiden.

Klarer Fall

Jetzt kann sich die EU wenigstens sicher sein, dass es ungeschickt wäre, Zugeständnisse zu machen. Je mehr man die Briten vor sich hin köcheln lässt, desto unwahrscheinlicher wird der Brexit.
Abwarten und Tee trinken ist da die Devise auf dem Kontinent.

Asterix hatte Recht

"die spinnen, die Briten". Und bei Restlabour muss die Verzweiflung und Orientierungslosigkeit maßlos sein. Was jetzt wie jetzt und wann dann, Wanda? Das kann doch Niemand mehr ernst nehmen! Passt aber zur närrischen Zeit

20:36 von Ickeard

Eine Referendum

Für die restlichen EU Bürger ob wir den diese Britten überhaupt in der EU haben wollen wäre wirklich angebracht und dringend notwendig.
Sollen sie doch auf ihrer Insel glücklich werden und das restliche Europa mit den Extrawürsten verschonen. Ich bin dafür diese Britten endlich rauszuwerfen.
////
*
*
Mit Ihrem Referendum unliebsame Bruttozahler rauszuwerfen werden Sie sicher scheitern.
*
Wenn ein Nettozahler schon nicht austreten kann, ohne mehr zu zahlen, als die externen mit Sonderankommen.
*
Diesmal ist D ja bereits vorbeugen willig den Ausfall zu löhnen.
*
Aber für weitere Austrittsmitglieder klappt das nicht mehr, wegen der Willkommenen für die alle Anderen zuständig wären.

Ciao Boris, Ciao Theresa,

Ciao Boris, Ciao Theresa, Ciao... Und welcome, liebe Brit*innen! Ihr seid uns EU-Bürger*innen immer noch herzlich willkommen. Und was nicht das unwichtigste ist: der Frieden an der inneririschen Grenze wird nicht aufs Spiel gesetzt.

Brexit

und nach dem Tory-Brexit kommt dann der Labour Brexit ... Die spinnen, die Britten!

2. Referendum

Ich halte ein 2. Referendum für den sinnvollsten Weg, da die meisten Briten vor der ersten äußerst knapp ausgefallenen Abstimmung zu
wenige Hintergrundinfos
hatten. Inzwischen sind
Zusammenhänge und
Konsequenzen besser
einschätzbar. Somit sollten erkennbare
Fehler korrigiert werden. Ein weiteres 3. Referendum muss danach natürlich ausgeschlossen sein!
Wohlmöglich stimmen die Briten auch erneut für einen Brexit, der dann schnell erfolgen müsste.

Arroganz

Mit welcher selbstverständlich, sowie Arroganz Politiker mit demokratischen Wahlen umgehen, sieht man am Beispiel des Brexit.
Sollen in Zukunft solange Wahlen wiederholt werden, bis das gewünschte Ergebnis für die "etablierten" Parteien besteht? Werden so demokratische Wahlen unterlaufen? Sollen hier Zustände wie im dunkelsten Afrika herbeigeführt werden?
Rühmen sich die westlichen Mächte nicht immer lautstark für ihre Demokratie?
Wenn ich mir die westliche Politik der heutigen Zeit genauer ansehe, dann komme ich schnell zu einem anderen, eher deprimierenden Ergebnis. Wir sind auf dem besten Wege wieder ins Zeitalter der "Gutsherrenart" zurück zu fallen

@ Biocreature 20:44

Und wenn die Wahl wieder nicht zu deinen Gunsten ausfällt? Und ewig grüßt das Murmeltier?

Dass die Entscheidung des Volkes durch die "Vertreter"

des Volkes nicht akzeptiert wird und tatsächlich ein zweites Referendum realistisch wird, damit habe ich wirklich nicht gerechnet.

Das ist nicht viel anders, als wenn Beschäftigte einen Betriebsrat wählen und von der Arbeitgeberseite solange moniert wird, bis die Arbeitgeberseite sich über den Willen der Beschäftigten setzt und erneut eine Wahl des Betriebsrats bestimmt.

Diese Entwicklung bereitet mir sehr große Sorgen, denn hier wird die Wahl der Wähler durch Vertreter der Wähler tatsächlich negiert. Sind das die Werte der EU? So oft abstimmen lassen, bis einigen wenigen das Ergebnis gefällt? Denn Fakt ist doch, dass Millionen gewählt und entschieden haben und ganz offensichtlich wird diese Entscheidung durch einige Volksvertreter nicht akzeptiert. Ganz ehrlich, in Bananenrepublik läuft es nicht anders.

Wo wird das enden? Sollte eine "neue" Partei gewinnen, wird nochmals zur Wahl gebeten, weil nicht sein, dass die die immer gewonnen haben, letztlich nicht mehr gewonnen haben?

@ Ickehard, um 20:36

Sorry, aber alles, was Sie vorschlagen, ist ziemlich - na ja: befremdlich.

Aber Sie haben recht:
Das Prozedere des Brexit nervt gewaltig. Aber ob es bei einem erneuten Referendum anders ausgeht als beim ersten, darf überdies noch bezweifelt werden.

21:00 von Koeln 2019

Ein weiteres 3. Referendum muss danach natürlich ausgeschlossen sein!
.
warum ?
vielleicht glaubt die überstimmte Fraktion es wäre wieder nur einseitig berichtet worden

Na klar,ein zweites Referendum

und so lange wählen bis es passt. Ich bin dafür das der Brexit nun auch erfolgt ohne wenn und aber.

@Biocreature

Warum lässt man übehaupt wählen, wenn es Schlaumeier gibt die meinen was vernünftig wäre? Wofür der Aufwand? Achja man muss ja das Bild nicht zerren demokratisch zu sein. Dann halt so lange wählen, bis das gewünschte erzielt wird.

Brexit

Was für ein unseliges Theater! Das erste Referendum war obendrein rechtlich überhaupt nicht bindend! Meiner Meinung war es von vornherein ein Fehler über ein Brexit überhaupt zu verhandeln.
Das derartige Chaos in GB versteht sowieso niemand mehr.

@Hackonya2

So ziemlich alle Firmen, die ihre einmal gemachten Entscheidungen nicht anhand der Datenlage anpassen und korrigieren
sind in der Regel nicht lange am Markt.
Wieso glauben Sie also, dass man hier eine einmal getätigte Umfrage, zu einem Zeitpunkt als viele Daten eben noch nicht vorlagen, als eine in Stein gemeißelte Entscheidung zu verwenden ist?

In meinen Augen ist es sinnvoll grade weil das Chaos ja nun jeder sehen kann, sich nochmal der Volkesmeinung zu versichern. Denn wenn ich keine Umfrage mache will ich Angst habe es könnte ein anderes Ergebnis geben ... welchen Wert hat das ganze dann, wenn ich mich ja grade auf das Volk berufe?

Sprich wenn die Brexiter recht haben wir der Austritt bestätigt.
Falls nicht wird offenbar, dass man eigentlich gar nicht wissen will was das Volk will, sofern nur zur Zuwanderung eigener politischer Interessen missbraucht hat.
Bloss nicht nochmal Fragen, nachher haben die inzwischen eine andere Meinung.
Ja und?

Natürlich ist das Quatsch

Es ist ganz und gar falsch, ein neues Referendum abzuhalten, nachdem das erste juristisch wirksam ist und noch nicht einmal vollständig umgesetzt ist.

Im Übrigen: Mit welchem Recht entwertet man das Votum des Souveräns, denn das Referendum vom Sommer 2016 hat dieselbe Berechtigung wie ein erneutes.

Und dieses "erneute" könnte ja dann durch die unterlegene Seite erneut wieder angefochten werden, das wird ja eine unendliche Geschichte...............

Nein, nein, das Verhalten Corbyns ist nicht unterstützenswert. Frau Mays Verhalten auch nicht mit ihrem Taktieren und dem immer neuen Versuchen, mit Tricks und Kniffen von der EU doch noch etwas Entgegenkommen zu erhalten.

Nach langem Nachdenken ist für mich nun ganz eindeutig klar:
Brexit jetzt!

Kommt auf die Fragestellung an

Referendum kann ja auch heißen: Dieser oder jener Brexit? Oder soll es doch heißen: dieser Brexit oder keiner?
Das kommt noch einmal ganz darauf an, wer das wei hinbiegt.
Abgesehen davon wundert es mich, dass Tusk eine Verschiebung als vernünftiges Vorgehen bezeichnet; dann muss es schon sehr lichterloh brennen. Denn das hieße ja auch, dass die Europawahl komplett mie GB stattfindet, mit Wahlkampf in GB neben den Brexit-Verhandlungen her und dann britische Abgeordnete für ein paar Monate, inklusive UKIP-Nonsens und weiteren Geldern für diese Typen. Und dann, nach ein paar Monaten, kann man das Parlament eigentlich gerade noch einmal wählen, weil die Briten ja dann raus sind und dann Mehrheitsverhältnisse vorliegen, die für eine andere Situation so gewählt worden sind. Uiuiuiuiui ...

21:01 von Oneiroi

Sollen in Zukunft solange Wahlen wiederholt werden, bis das gewünschte Ergebnis für die "etablierten" Parteien besteht?

Diese Darstellung hört man hier bei jeder Brexit-Diskussion und immer wird sie argumentativ überzeugend widerlegt. Wer trotzdem noch dran festhält, hat einfach kein Argument, sondern sucht nur eine Rechtfertigung für eine gefühlte Meinung. Und wie das mit Gefühlen so ist ... sie sind extrem subjektiv und oft nicht ganz rational.

@ um 20:44 von Biocreature

//... an alle Europäer hier und draußen:
Lasst uns hoffen, daß es ein zweites Referendum gibt und die Vernunft endlich siegt.//

Nein, ich halte diese Entwicklung für gänzlich falsch, ja sogar für gefährlich.

Von mir aus kann jede Partei, die in der EU bleiben will, das als Bestandteil ihres Programms aufführen aber doch bitte vorher die aktuelle Regierung auflösen und Neuwahlen organisieren. Egal wie sehr Sie und andere sich wünschen, dass UK in EU bleibt, so muss es mit Anstand und Fairness von statten gehen. Hier wird die Entscheidung eines ganzen Volkes einfach nicht akzeptiert. Das ist Fakt und dass die Entscheidung des Volkes einfach so übergangen wird, macht mir persönlich Angst, denn der nächste Schritt ist, dass eine Entscheidung des Volkes gar nicht mehr akzeptiert/umgesetzt wird.

Es ist eine ganz, ganz schlimme Entwicklung und wenn diese Schule macht, dann wird es beim nächsten Mal vielleicht etwas sein, wogegen Sie sind und die Regierung lässt so oft wählen, bis es ...

Corbyn, ein Mann von vorgestern.

Sehr überzeugt wirkt der Herr Corbyn keinesfalls, aber wenn er nichts unternimmt verlässt ein Parlamentsmitglied nach dem anderen diese Partei. Es ist jedoch zu befürchten das Corbyn nur Theater spielt um keine weitere Labour Abgeordnete zu verlieren. Corbyn ist gegen die EU, er brachtet sie als Machtsinstrument des Monopolkapitalismus. Etwas anderes kann dieser Herr sich gar nicht vorstellen, er steht noch mit beiden Beinen im 19 Jahrhundert.

das Krux mit der Demokratie

im Zweifel wird so lange gewählt bis das Ergebnis passt.................

@ heimatplanetmars

"Sind das die Werte der EU? So oft abstimmen lassen, bis einigen wenigen das Ergebnis gefällt?"

Was hat denn die EU damit zu tun??? Man kann der EU ja durchaus alles mögliche anlasten - aber doch nicht das die Briten mit ihrem Brexit völlig überfordert sind und nicht annähernd einen Plan haben.
Ich bitte Sie - die EU ist da raus!

@ um 20:48 von Sausevind

//Neues Refendum: ja
Ich bin unbedingt für ein neues Referendum.
Die Wähler wissen heute Genaueres über den Sachverhalt, darum müssen sie die Chance haben, sich neu zu entscheiden.//

Wenn den Wählern NUR die negativen Seiten vorgeführt wurden, so wie z. B. in der BRD, dann wissen die Wähler ganz sicher Genaueres jedoch nur über eine Seite der Medaille aber fast nichts über die andere. Und dass die EU, so wie sie ist, nur Positives zu bieten hat, gehört in die Abteilung "Grimms Märchen".

Die Mehrheit der Kommentatoren ist der Meinung,

dass ein erneutes Referendum undemokratisch ist. Somit sind alle Argumente ausgetauscht, und die Kommentierung dieses Beitrages sollte beendet werden. So oder so ähnlich, ihr kennt den Originaltext besser als ich.

@köln, 21:00

"Ein weiteres 3. Referendum muss danach natürlich ausgeschlossen sein!"

Das macht natürlich so gar keinen Sinn.

Warum soll es nach der nächsten Abstimmung keine "weiteren Hintergrundinfos" für ein 3. Referendum geben?

Mir fällt es ehrlich gesagt relativ schwer, angesichts solcher unsinnigen Forderungen, die nun anscheinend auch Herrn Corbyn "erfasst" haben, das Lachen zurückzuhalten. Aber ich versuche es, die Sache ist schließlich ernst.

21:12 von heimatplanetmars

Hier wird die Entscheidung eines ganzen Volkes einfach nicht akzeptiert.

Wenn Sie das so sagen, muss man mal konstatieren, dass Sie die Meinung von über 48% der Briten nicht akzeptieren.

@ Oneiroi

Arroganz. Mit welcher selbstverständlich, sowie Arroganz Politiker mit demokratischen Wahlen umgehen, sieht man am Beispiel des Brexit.
Sollen in Zukunft solange Wahlen wiederholt werden, bis das gewünschte Ergebnis für die "etablierten" Parteien besteht?

Die oppositionelle Labour-Partei darf sich auf die Seite der 48% der Bevölkerung stellen, die den Brexit nicht befürwortet haben. Warum auch nicht. Die Gedanken sind frei und ein Abgeordneter ist einem Referendum nicht unterworfen, sondern letztlich nur seinem Gewissen.

um 20:44 von Biocreature

„Lasst uns hoffen, daß es ein zweites Referendum gibt und die Vernunft endlich siegt.“

Antwort:
Und dann?
Steht es dann 1:1?
Gibt es ein Best Of 5?

Oder argumentieren sie dann das Referendum 1 durch lügen zustande gekommen ist?
Aber da die Politik nun in sich gekehrt ist und der Lüge abgeschworen hat ist nur das 2te Referendum gültig!

Oder zieht das Argument das die Jungen nicht wählen waren und jetzt doch gerne würden?

Dazu sage ich halt : „ wer nicht wählt hat sich der Mehrhtsmeinung anzuschließen!“

Ich bin der Meinung das die Briten gewählt haben. Das Ergebnis liegt vor. Also hat die Politik dementsprechend den Brexit zu vollziehen.

Und wenn nun kein mehrheitsfähiges Abkommen erzielt werden konnte dann kommt auch im Zweifel der harte Brexit zustande.

@ heimatplanetmars

Sind das die Werte der EU? So oft abstimmen lassen, bis einigen wenigen das Ergebnis gefällt?

Wieso die EU? Die braucht gar nicht abzustimmen, die hat eine klare und einstimmige Position zum Brexit.

Der Brüssler Totaliartismus verfestigt sich weiter

Dieses Ereignis hat m.M.n. Strahlwirkung auf die ganze Brüssler kontrollierte Zone. Kurz EU.
Die Schrittweise Aushöhlung der Demokratie der bis dato mehr oder weniger souveränen Mitgliedstaaten dieses Ungehäuers EU zeigt sich m.M.n. auch in dem Austritt des (nicht mehr ganz so) Vereinten Königreichs. Beziehungsweise über den ausgesprochenen Willen der Britten bezüglich des sog. Brexits. Das jetzt wie bspw. damals in Irland die Komissare so lange wählen lassen bis ein Zensus vorliegt der genehm ist, ist beschämend.

Bei den kommenden Wahlen der Mitgliedsstaaten in dem gesamten Gebilde EU wird m.E. ein weiterer Extremruck geschehen. Denn es scheint, dass die etablierten demokratischen Parteien garkeinen Wert mehr legen, auf die Souveränität ihres Staates dem sie eigentlich verpflichtet sein sollten.
Wenn die es nicht machen wollen, wird es Alternativen geben. Ob die appetilicher sein werden als die etablierten Parteien wird sich zeigen.

@20:43 von Umfaller - Ihre Worte,...

...Ja klar doch!
Wir werden so lange wählen bis es passt! Für manche Leute zumindest.

---

Ein wenig polemisch aber bitte.

Wenn sich die Meinungen zu einem Thema ändert, da der Sachverhalt endlich allen Briten klar gemacht wurde und sich dann neue Mehrheiten ergeben,
kann das Ergebnis einer erneuten Wahl eben genau anders herum aussehen.

So etwas nennt man Demokratie.
Im Gegensatz zu autokratischen Systemen oder gar Diktaturen.
Da werden Sie so etwas nicht erleben.

Ich ziehe ersteres System vor, auch wenn dadurch evtl. eine Richtung die ich unterstütze dann eben nicht mehr eine Mehrheit findet bei Neuwahlen.
Damit kann ich aber leben, denn es kann sich ja auch wieder zu meinem Gunsten ändern.

Das perfekte politische System gibt es eben nicht.

Am besten ein harter Brexit.

Warum?
Dann würden zunächst die Briten spätestens drei Monate danach erleben, wie sie ihr Land und Wohlstand für eine wahnwitzige Ideologie geopfert haben:
1. Das Pfund würde weiter sinken, womit Importe aus der EU teurer werden würden.
2. Es gäbe Zölle - auch sie verteuern die Waren.
3. Die Briten können nicht alles allein herstellen, müssen teuer importieren (z.B. Medikamente).
4. Andere europäische Länder würden die britische Lücke mit ähnlichen Waren schließen, britische Waren würden teurer werden, was wiederum mehr Arbeitslosigkeit bedeutet.
5. Wahrscheinlich kommen auch weniger billige Arbeitskräfte aus der EU, d. h. landwirtschaftl. Produkte innerhalb von GB werden teurer.
6. Noch mehr Firmen werden GB verlassen (weniger Arbeitsplätze).
7. Politische Krisen mit Schottland und Irland werden das Land verletzen.
.
Gut für die EU:
Wenn die Briten dann irgendwann wieder zurückwollten, gäbe es keine Rosinen mehr - und sie müssten den Euro einführen (das Aus für das Brit. Pfund).

@ Umfaller

Die Mehrheit der Kommentatoren ist der Meinung, dass ein erneutes Referendum undemokratisch ist.

Das stimmt nicht. Außerdem, warum sollte das undemokratisch sein? In der Schweiz kann man ein gescheitertes Referendum nach frühestens einem Jahr wieder einbringen. Meinungen ändern sich, neue Tatsachen und Gesichtspunkte treten zu Tage. Demokratie ist ein Prozess im Wandel, natürlich darf man dann noch einmal abstimmen.

um 20:48 von Sausevind

Ich glaube ein 2tes Referendum würde eine neue Kampagne Pro & Contra ins Leben rufen.

Und das wird dann ein Wahlkampf in dem sich alle der Wahrheit verpflichten sehe ich eher im Bereich der Fabeln und Märchen.

@Umfaller (20:43)

Wir werden so lange wählen bis es passt! Für manche Leute zumindest.
____

Das ist doch Unsinn. Ein 2. Referendum ist sogar zwingend notwendig.

1. Das Referendum von 2016 war nicht bindend, weshalb viele Leute nicht hingingen. Es ging nur darum, die Option eines Ausstiegs generell auf den Tisch zu bekommen.
2. 2016 wusste keiner, zu welchen Bedingungen ein Austritt stattfinden würde. Jetzt ist dies bekannt, und der Bürger kann entscheiden, ob er drinbleiben will oder nicht und wenn nicht, ob zu den ausgehandelten Bedingungen oder auf die harte Tour. Jetzt eiß man konkret, wo man steht.
3. Um son weitreichende Änderungen des Status Quo herbeizuführen, ist eingentlich immer eine qualifizierte Mehrheit von 2/3 notwendig, um populistische Tagesschwankungen auszuschließen. Dieses Ziel wurde 2016 bei Weitem verfehlt. Es war quasi halbe-halbe.

@ heimatplanetmars

Hier wird die Entscheidung eines ganzen Volkes einfach nicht akzeptiert.

Nur weil ein Abgeordneter nicht die Meinung der 52% sondern der 48% teilt, heißt das ja noch nicht, dass er sein Gewissen wie eine Fahne im Wind nach der Mehrheit drehen muss.

@Oneiroi (21:01)

Mit welcher selbstverständlich, sowie Arroganz Politiker mit demokratischen Wahlen umgehen, sieht man am Beispiel des Brexit.
Sollen in Zukunft solange Wahlen wiederholt werden, bis das gewünschte Ergebnis für die "etablierten" Parteien besteht? Werden so demokratische Wahlen unterlaufen? Sollen hier Zustände wie im dunkelsten Afrika herbeigeführt werden?
Rühmen sich die westlichen Mächte nicht immer lautstark für ihre Demokratie?
Wenn ich mir die westliche Politik der heutigen Zeit genauer ansehe, dann komme ich schnell zu einem anderen, eher deprimierenden Ergebnis. Wir sind auf dem besten Wege wieder ins Zeitalter der "Gutsherrenart" zurück zu fallen

____

Für Sie ist es Gutsherrenart, wenn man das Volk fragt, ob es mit dem ausgehandelten Deal einverstanden ist und wenn nicht, ob man auf die harte Tour raus oder drin bleiben soll? Sie machen mich sprachlos.

@Oneiroi

Es ist wohl eher mit Ihrem Verständnis von Demokratie nicht so weit her. Warum wählen wir denn eigentlich alle paar Jahre, wenn der Wähler schon einmal gesprochen hat - man könnte doch ganz einfach irgendeine Wahl mal für endgültig erklären.

Wenn es eine so knappe Entscheidung wie beim Brexit über ein so wichtiges Thema gegeben hat, in dem mit blatanten Lügen hantiert wurde, die Hauptprotagonisten (Farage, Johnson) sich mittlerweile aus dem Staub gemacht haben und die Verhandlungen in so einer desaströsen Situation sind, ist es alles andere als undemokratisch, die Menschen in einer Lage , die ist wie sie ist, abstimmen zu lassen.

Und was sind bei Ihnen denn hier die "etablierten Parteien", denen das Ergebnis passen soll? Tories und Labour? Haben Sie sich überhaupt zu deren Haltung (bzw. Nichthaltung, beide sind gespalten) informiert?

Und mal ehrlich: bei vielen Kommentaren scheint es er um die Angst vor einem nicht genehmen Ergebnis zu gehen als um die Sorge um die Demokratie.

@ Ernst Feulner um 21:09

"Abgesehen davon wundert es mich, dass Tusk eine Verschiebung als vernünftiges Vorgehen bezeichnet; dann muss es schon sehr lichterloh brennen. Denn das hieße ja auch, dass die Europawahl komplett mie GB stattfindet, mit Wahlkampf in GB neben den Brexit-Verhandlungen her und dann britische Abgeordnete für ein paar Monate, inklusive UKIP-Nonsens und weiteren Geldern für diese Typen. Und dann, nach ein paar Monaten, kann man das Parlament eigentlich gerade noch einmal wählen, weil die Briten ja dann raus sind und dann Mehrheitsverhältnisse vorliegen, die für eine andere Situation so gewählt worden sind. Uiuiuiuiui ..."

Schöner Gedankengang. Genau das lieben meines Erachtens die Brüssler Elfenbeinturm Bewohner. Dann kann wieder ein ordentliches Theater losgehen über die fiesen UKIP-ler und die Rosinenpickerei der Brite, die von den wirklich wichtigen Fragen ablenken.
Wozu dient die EU?
Wozu brauch es ein EU-Parlament (das keinerlei Befugnisse hat) wenn es doch Natinalparlamente gibt?
usw

@ alle "ein zweites Referendum ist undemokratisch" - Rufer

Ein zweites Referendum ist einfach nur ein zweites Referendum. Den konkreten (nicht vorhandenen) Plan jetzt nochmal das Volk entscheiden zu lassen ist nichts anderes als direkte Demokratie. So hatten sich die Briten das nämlich sicher nicht vorgestellt damals. Wer jetzt behauptet ein zweites Referendum sei undemokratisch möchte es nur aus eigenem Interesse verhindern. Das ist undemokratisch...

@20:48 von Sausevind - Ihr -O-Ton,...

...Neues Refendum: ja
Ich bin unbedingt für ein neues Referendum.
Die Wähler wissen heute Genaueres über den Sachverhalt, darum müssen sie die Chance haben, sich neu zu entscheiden.

---

Genau das ist der Punkt.
Alle die hier mal wieder "rumschreien", daß die Briten endlich raus aus der EU sollen, weil das britische Volk ja so gestimmt hat sage ich folgendes.

Das Referendum Nr.1 war eine Farce.
Es wurde von rechten Populisten massiv Stimmung gemacht, Lügen wurden erzählt, falsche Dinge wurde versprochen usw..

Nun merken auch viele damalige EU-Gegner in GB, daß das alles so nicht mit rechten Dingen damals war und haben ihre Meinung dazu geändert.

Und genau deswegen ist ein Referendum Nr.2 so wichtig.

Es wird wohl zu einem Referendum kommen

Sehe ich das richtig, dass jetzt die Mehrheit der Abgeordneten für ein zweites Referendum ist? Dann sollten sie das einfach mal im Parlament beschließen und dann können die Brexit-Jünger auch nix mehr dagegen tun, dann wird eben erneut angestimmt.

@scheinbaer45 (21:06)

Na klar,ein zweites Referendum und so lange wählen bis es passt. Ich bin dafür das der Brexit nun auch erfolgt ohne wenn und aber.
___

Was heißt hier "solange wählen bis es passt"? Mal abgesehen davon, dass die Abstimmung 2016 eine Volksbefragung und kein Volksentscheid war, ist den Bürgern jetzt bekannt, zu welchen Konditionen sie austreten können und sollten daher über den ausgehandelten Deal abstimmen. Damals wusste doch noch gar keiner, wie das Ganze geht.
Mal ganz davon abgesehen, dass für so weitreichende Entscheidungen normalerweise keine einfache, sondern eine qualifizierte Mehrheit von 2/3 notwendig ist, und die wurde bei weitem verfehlt.

@ andererseits

„Ciao Boris, Ciao Theresa, Ciao... Und welcome, liebe Brit*innen! Ihr seid uns EU-Bürger*innen immer noch herzlich willkommen“

Ist es nicht etwas vermessen, dass sie für Millionen von Menschen sprechen..

Der Satz kann nur so - und nur so - richtig sein...

Ciao Boris, Ciao Theresa, Ciao... Und welcome, liebe Brit*innen! Ihr seid mir (andererseits) immer noch herzlich willkommen

@21:03 von Oneiroi Re.@ Biocreature 20:44

Ihr O-Ton:
Und wenn die Wahl wieder nicht zu deinen Gunsten ausfällt? Und ewig grüßt das Murmeltier?

---

Erwarten Sie jetzt ernsthaft eine Antwort meinerseits?
Anscheinend haben Sie nicht verstanden, was ich ausdrücken wollte.
Schade eigentlich.

@Der Schächter, 21:28

Was meinen Sie mit "gescheitertes Referendum"? . Es ist wohl nicht in Ihrem Sinne ausgegangen, und wir brauchen deswegen ein neues? Ich bitte um Aufklärung.

Volksverteter der Labour, Mr. Corbyn, fordert

Insbesondere in Bezug nehmend die total unerwarteten letzteren Anschläge der "New IRA"

Was haben die Ex-Sinn Fain /Labour zu fordern in Großbritannien?

Die Drogen-, Menschenhandels- & Waffen Grenze zu Irland wir demnächst kontrolliert dicht gemacht. Kennt ja unser Land , die BRD net, außer mit der RAF__ =>2 aktuelle Politiker waren Anwälte derer..

Ein weiteres Referendum__ fordert der mit dem "weißen Bart" (Weihnachtsmann?).
Will Corbyn (69) etwa die "neue Generation der Uralten" im State "Little Britain" einläuten ? No Chance, zum Staatoberhaupt

Liebe Brexit Gegner

Hier sind wieder viele Brexit Gegner unterwegs die ein Halleluja auf ein 2tes Referendum singen.

Was machen wir denn wenn das Ergebnis vom ersten Referendum bestätigt wird?

Wollt ihr dann noch vorsichtshalber ein drittes?

Ich bin absolut gegen ein weiteres Referendum!
Nicht weil ich für den Brexit bin
Sondern weil ich Wählen nicht anzweifle.
Wir wählen alle 4 Jahre und gucken nicht zwischendurch noch mal nach ob es noch so ist wie es war.

@ Pillepalle

Denn es scheint, dass die etablierten demokratischen Parteien garkeinen Wert mehr legen, auf die Souveränität ihres Staates dem sie eigentlich verpflichtet sein sollten.

Nationalismus ist heutzutage glaube ich das aller Dümmste. Es muss eine gute Balance zwischen Kommunen, Regionen, Staaten und europäischer Ebene geben. Meinetwegen kann Europa ruhig noch mehr Kompetenzen von den Nationalstaaten bekommen. Fände ich gut.

@um 21:28 von Der Schächter

In der Schweiz kann man ein gescheitertes Referendum nach frühestens einem Jahr wieder einbringen.

Nein, eine solche Einschränkung von einem Jahr gibt es hier nicht (wobei ein Jahr sowieso schwierig wäre bzgl. Fristen usw.). Aber es gab Versuche einer erneuten Abstimmung über denselben Abstimmungsgegenstand "kurz" nach der letzten Abstimmung durchaus schon, und sie sind kläglich gescheitert, nicht zuletzt weil es das Volk als mangelnden Respekt vor dem Volksentscheid erachtet hat. Dafür gibt es sogar einen Helvetismus: Zwängerei.

Dass man aber versucht die Umsetzung eines Volksentscheids derart hinauszuzögern, sich windet, ja gleich nochmal einen Entscheid über den NOCH NICHT UMGESETZTEN Entscheid verlangt, das schlägt wirklich dem Fass den Boden raus. Das gab es sogar hier meines Wissens noch nie.

Grüsse aus der Schweiz

Na...

endlich spricht sich der Chef von Labour für eine zweite Abstimmung aus. Jetzt liegen die Karten auf dem Tisch weicher Brexit dafür gibt es Keine Mehrheit im House of Commons. Man muss das Volk aufklären was ein harten Brexit bedeutet. Meine Meinung Schritt eins Fristverlängerung. Schritt zwei das House of Lords muss mit in das Boot. Schritt drei Volksabstimmung mit vier Stimmgebiete England, Schottland, Wales Nordirland und London wird in zwei Stimmgebiete eine Mehrheit für ein Verbleib des Vereinigten Königreichs in der EU. Dann bleibt das Vereinigten Königreichs in der EU.

@Wahrheit2011 (21:09)

Natürlich ist das Quatsch
Es ist ganz und gar falsch, ein neues Referendum abzuhalten, nachdem das erste juristisch wirksam ist und noch nicht einmal vollständig umgesetzt ist.

____

Nein, falsch ist es, Quatsch trotzdem durchzusetzen, wenn man ihn erkennt. Kein Quatsch ist es hingegen, das Volk über den ausgehandelten Deal zu befragen, jetzt wo jeder weiß, was für Konsequenzen ein Austritt, ob mit oder ohne Deal, oder Verbleib hat. Das stand 2016 alles noch in den Sternen und wurde zudem von populistischen Lügen des mittlerweile abgetauchten Herrn Farage beeinflusst. Jetzt hingegen sollte jeder wissen, worauf er sich einlässt und ein qualifiziertes Votum abgeben können.

@20:38 von Hackonya2

Und wenn dann gegen ein Brexit gewählt wird, dann noch ein Referendum, dann für ein Brexit, dann noch eins in dem wieder gegen Brexit usw

Wieso? Beim zweiten Referendum wird die Fragestellung auf "Sind sie für einen Brexit unter Annahme des Vertrages mit der EU" (soft Brexit) oder "Sind sie für einen Brexit ohne Annahme des Vertrages mit der EU" (hard Brexit) reduziert.
Ob Brexit oder nicht, wurde ja schon vor über zwei Jahren geklärt.

wie oft noch

Wie oft sollen die weiteren Abstimmungen stattfinden, bei einer weiteren wird es sicherlich nicht bleiben.
Die EU ist für GB ein Greuel, manchmal sogar verständlich.
Sollten die jetzigen Politiker in GB am Ruder bleiben, wird sich an der Unzufriedenheit nichts ändern.
Irgendwann ist wieder Brexit-Time.

@analytiker (21:06)

Was für ein unseliges Theater! Das erste Referendum war obendrein rechtlich überhaupt nicht bindend! Meiner Meinung war es von vornherein ein Fehler über ein Brexit überhaupt zu verhandeln.
Das derartige Chaos in GB versteht sowieso niemand mehr.

____

Ich sehe das etwas anders. Das erste Referendum war nicht bindend, ich sehe es aber als Auftrag an die Regierung, auszuloten, unter welchen Bedingungen ein Austritt möglich ist. Das wusste damals schließlich niemand.
Und da ist es natürlich auch klar, dass noch einmal abgestimmt werden muss, wenn ein konkreter Austrittsplan vorliegt.
Und die ganzen Leute hier, die sich über ein zweites Referendum aufregen: die Isländer haben ihre Beitrittsverhandlungen auch abgebrochen, als der Beitritt bei einer erneuten Abstimmung keine Mehrheit mehr hatte. Nach Ihrer Logik hätte diese Abstimmung nicht durchgeführt werden dürfen und Island hätte der EU beitreten müssen.

@heimatplanetmars - 21:03

"Das ist nicht viel anders, als wenn Beschäftigte einen Betriebsrat wählen und von der Arbeitgeberseite solange moniert wird, bis die Arbeitgeberseite sich über den Willen der Beschäftigten setzt und erneut eine Wahl des Betriebsrats bestimmt."

Nach den gesetzlichen Regularien bestimmt keine Arbeitgeberseite die Neuwahl eines Betriebsrates. Die Wahl muss beim Arbeitsgericht angefochten werden.
Dem Gericht müssen dafür gravierende Gründe vorgetragen werden - einfach Monieren reicht da nicht. Sind die Gründe für das Gericht nachvollziehbar, bestellt das Gericht einen Wahlvorstand und setzt den Termin für die Neuwahl fest - das ist aus gutem Grund nicht Sache des Arbeitgebers.

Das Brexit-Bohei ist gegenwärtig weit von solch geordneten Verfahren entfernt.

um 20:43 von Umfaller

Das Schlagwort "solange wählen bis es passt" ist und bleibt unangemessen, denn es handelte sich nicht um eine Wahl, sondern nur um ein Referendum, eine Meinungsumfrage, die nicht bindend war.

Etwas anderes konnte das Referendum auch gar nicht sein, da die Bedingungen ja ungleich waren:
im Falle einer Niederlage der "Leave" Partei hätte diese sofort mit der Planung des nächsten Referendums nach vier oder fünf Jahren begonnen.
Wenn aber der Brexit durchgeführt wird, dann kann "Remain" nicht in fünf Jahren ein Referendum für den Wiedereintritt abhalten, weil die EU sich ein "Jojo-Mitglied" natürlich nicht bieten lassen würde.
.

mein letzter Beitrag, versprochen:-))

einige user schreiben, ein neues Volksabstimmungs-Prozedere würde das Problem lösen.

Weit gefehlt. Wenn man eine Sache vom Volk beschließen lässt, ist damit alles erledigt. Sollte man dann einfach noch mal abstimmen lassen, scheint mir das doch nun ein bisschen spät dafür, nach fast 3 Jahren.

Aber wenn das passieren würde, hätte man überhaupt keine Lösung. Entweder der Brexit würde bestätigt, dann laufen die "in der EU bleiben-Leute" wieder Sturm.

Wenn der Brexit abgelehnt würde, könnten seine Befürworter selbstverständlich auch noch mal abstimmen lassen.

Es gibt entweder eine pausenloses Abstimmen, was am Ende niemandem hilft. Oder es gibt den Brexit, so wie er rechtswirksam beschlossen wurde. Oder zählt das Volk nur, wenn es pro Europäische Union entscheidet................... :-((

na

also, zweites Referendum. Wehe, das geht wieder falsch aus; dann braucht es ein drittes.

@Oneiroi (21:03)

@ Biocreature 20:44
Und wenn die Wahl wieder nicht zu deinen Gunsten ausfällt? Und ewig grüßt das Murmeltier?

____

Dann ist es so. Aber immerhin wissen die Leute diesmal, auf was sie sich konkret einlassen und werden nicht von vagen Vorstellungen und faustdicken Lügen geleitet. Es gibt jetzt ein Vertragswerk, das kann sich jeder durchlesen und seine Meinung drauf bilden. Und dann wird die Wahl zweistufig: 1. Wird der ausgehandelte Austrittsvertrag angenommen? 2. Wenn nein, raus ohne Deal oder drinbleiben.

Eine Abstimmung

bedeutet nicht das Ende einer komplexen Fragestellung . Sonst würde man ja nur einen z.B. eine Kanzlerin auf Lebenszeit wählen...

Aber selbst wenn jetzt die Entscheidung der Briten unumstößlich ist, kann doch ein zweites Referendum stattfinden: Soll GB mit dem ausgehandelten Vertrag aus der EU ausscheiden oder ohne ?

Das ließe sich gut durchführen, die EU lässt sich bestimmt dazu überreden, den erklärten Austritt für die notwendigen Vorbereitungen zu verschieben....

@Prostituierte 21.45

"Meinetwegen kann Europa ruhig noch mehr Kompetenzen von den Nationalstaaten bekommen. Fände ich gut."

Sie wissen aber schon, dass dann unsere demokratischen Einflussmöglichkeiten als Bürger noch kleiner werden? Und Entscheidungen noch intransparenter?

Als Demokrat kann man das nicht gut finden

@ Prostituierte um 21:45

"Meinetwegen kann Europa ruhig noch mehr Kompetenzen von den Nationalstaaten bekommen. Fände ich gut."

Nomen est omen! Das passt also super.

"Nationalismus ist heutzutage glaube ich das aller Dümmste."

Wenn man für den Erhalt des Nationalstaates ist, ist man ein Nationalist? Lächerlich!

Welche Befugnisse hat denn bitte dieses, für mich, dämliche EU-Parlament? Welche Macht hat dieser Volkstrachtenauflauf denn bitte in der EU? Und wofür dient dann das Nationalparlament? Warum doppelt zaheln?

MKir13 (21:51)

Wieso? Beim zweiten Referendum wird die Fragestellung auf "Sind sie für einen Brexit unter Annahme des Vertrages mit der EU" (soft Brexit) oder "Sind sie für einen Brexit ohne Annahme des Vertrages mit der EU" (hard Brexit) reduziert.
Ob Brexit oder nicht, wurde ja schon vor über zwei Jahren geklärt.

____

Ganz so einfach ist es nicht. Richtig ist, in der ersten Fragerunde sollte es grundsätzlich darum gegen, ob der ausgehandelte Deal angenommen wird. So war es auch im Parlament.
Dann kommt aber die zweite Fragerunde für den Fall, dass der Deal abgelehnt wird, also den Plan B: Hard Brexit oder Exit vom Brexit.
Die Brexitgegner werden auf jeden Fall gegen den Deal stimmen und die Befürworter, denen der Deal nicht schmeckt, können ja überlegen, ob sie in der Mehrheit sein werden, um auch den Austritt auf die harte Tour durchzusetzen.
Und wenn dem so ist, dann ist dem eben so. Zumindest wusste diesmal jeder über die Folgen Bescheid.

///Die EU sollte keiner

///Die EU sollte keiner Verlängerung des Brexit-Komas zustimmen, sondern eine klare Entscheidung verlangen. Im quälenden Dauerstreit um den Brexit müssen endlich deutliche Worte gefunden werden.///
.
Herr Sina, ganz meine Meinung, zudem: ein Referendum ist nicht bindend. Die Abgeordneten müssen schon selber die Verantwortung übernehmen.

Die Gegner eines zweiten

Die Gegner eines zweiten Referendums haben nur dünne Argumente, denn sie wissen natürlich, dass es keine "Wiederholung" ist (wie sie wider besseren Wissens behaupten): während man beim ersten Referendum einfach mal wahlweise auf die "Alternativen Fakten" von Boris & Co abfahren konnte bzw. einfach mal "gegen EU" sein konnte, liegen jetzt Fakten, Schwierigkeiten und Gefahren einerseits und Modelle andererseits (incl. der sehr schwierigen Situation an der inneririschen Grenze mit enormen Gefährdungen für den Frieden der letzten Jahre!) auf dem Tisch: sinnvollerweise hätte man diese Szenarien schon vor dem ersten - eher reflexabbildenden - Referendum entwickeln sollen. Der Schwenk von Labour zu einem zweiten Referendum ist daher folgerichtig und überfällig.

@ 21:45 von Messi

Es gab niemals im UK einen Volksentscheid zum Brexit, nur eine etwas bessere Meinungsumfrage. Diese war aber nicht so spezifiziert wie ein Volksentscheid (dessen Ergebnis Gesetzeskraft hat und demzufolge muss die Frage im Entscheid auch genauso klar formuliert sein, wie ein Gesetzesvorschlag im Parlament, denn danach wird sofort in Kraft gesetzt, nicht mehr verhandelt), sonder genauso wischiwaschi wie die Frage, "Wollen Sie Wetter?". Niemand in der Schweiz käme auf die Idee, einen Volksentscheid zu machen mit der Frage: "Wollen Sie, dass Frauen zukünftig eine größere Rolle in der Politik spielen?" Sondern es würde ein konkreter Gesetzesvorschlag eingebracht, wie dies erreicht werden soll. Wenn der abgelehnt wird, kann man natürlich kurz später einen anderen Gesetzesvorschlag dazu einbringen. Man kann auch, wenn sich zwischen Verabschiedung und Inkraftsetzung ein Fehler im Gesetz herausstellt, vor Umsetzung noch ändern. Das ist Demokratie, das im UK ist Krampf.

Gute Idee

Mit seinen „Sonderwünschen“ hat England (bzw. seine Regierung) den Rest der EU schon immer bis zum Anschlag genervt. So kann das nicht weitergehen.

Leider ist die Kernfrage beim Thema „Brexit“ nach wie vor ungeklärt:

Repräsentiert die Regierung wirklich den Willen und die Interessen der britischen Bürger? Sah bislang nicht so aus (das gilt nicht nur für die britische!).

Wie viele hoffe auch ich auf einen Brexit-Stop. Und zwar jetzt, und OHNE „Wenn“ und „Aber“. Und KEINE weiteren zwei Jahre wirklich für jeden mehr als nervtötende Verhandlungen.

Eine zweite diesmal Abstimmung (diesmal aber auf Basis von Fakten!) wäre da schon zielführend.

Damit es so kommt, braucht es aber schon einen echten "Knaller" von Seiten der Bürger, der laut genug ist, dass die Politik ihn nicht überhören kann. Da dies leider ziemlich illusorisch ist, und das Risiko eines Hard Brexit zu groß sein dürfte, wäre eine Verlängerung m.E. notfalls immer noch die (wenn auch schlechtere) Alternative zu einem solchen.

@Umfaller

Mit "gescheitertes" Referendum ist wahrscheinlich gemeint, dass man in der Schweiz ein Referendum durchaus wieder einbringen kann, auch wenn es zuvor in einer früheren Abstimmung keine Mehrheit bekommen hat. Warum auch nicht? Die Meinung der Bevölkerung kann sich ja ändern.

So wird es kommen

Erst verschieben die Briten den Austrittstermin und dann stimmt das Volk in einem gültigen Referendum gegen den Brexit. So wird es kommen! Wenn Corbyn jetzt schlau ist, beantragt er eine Volksabstimmung über den Austrittsvertrag von May, dann ist er die Hardliner los, die eine Grenze in Nordirland wollen und weite Teile der Torys müssen zustimmen, weil sie für einen weichen Brexit sind, ihn aber nicht durchs Parlament bekommen.
Ein zweites Referendum ist die einzige Option, den Gordischen Knoten zu lösen, in den sich die britische Regierung verstrickt hat. Wenn alles gut läuft, könnte das Referendum noch vor der EU-Wahl im Mai liegen und allen zeigen, wohin es führt, wenn Populisten versuchen Politik zu machen. Ich freue mich darauf, etwas demütigere Briten in der EU vorzufinden.

Nix neues

Corbyn fordert schon seit Monaten ein neues Referendum. Dabei hat er sich im Unterhaus seit Monaten oft verhalten darüber geäußert, das Referendum zu akzeptieren, obwohl vor 2 Jahren das Parlament beschlossen hat und damals gehörte auch Labour dazu, den Brexit auch umzusetzen. Warum Corbyn sein Wort zurück genommen hat weiß ich nicht. Anstatt die Chance zu nutzen, seine Sozial-Ziele umzusetzen, hört man ständig nur Blockieren und Hetzerei. So oft wie May den Willen des Volkes vorhalten musste, einmal dachte ich, sie hätte auch einfach eine Tonaufnahme machen können und bei jeder Frage einfach nur den Play-Knopf drücken können.
Gerade in diesen neuen Zeiten mit jeder Menge offenen Fragen, hätte sich Corbyn einen Ruck geben können. Sicher, May hat auch blockiert. Zum großen Teil aber deshalb, weil hauptsächlich Labour den Brexit doch unterlaufen wollte und anstrebte, nur den Namen nach die EU zu verlassen. Dagegen hat May sich gesperrt. Beide sollten sich am Oberhaus ein Beispiel nehmen.

re boris.1945

"Wie auch der SPD fällt Labour alles ein, um sich die Tröge zu sichern oder daran zurückzukommen."

Was für eine stumpfe Polemik.

Wenn für Labour die EU gleichbedeutend mit den "Trögen" ist hätte sie schon lange gegen den Brexit arbeiten können.

@21:27 von christerix

"Am besten ein harter Brexit.

Warum?
Dann würden zunächst die Briten spätestens drei Monate danach erleben, wie sie ihr Land und Wohlstand für eine wahnwitzige Ideologie geopfert haben:
1. Das Pfund würde weiter sinken, womit Importe aus der EU teurer werden würden.
2. Es gäbe Zölle - auch sie verteuern die Waren.
3. Die Briten können nicht alles allein herstellen, müssen teuer importieren (z.B. Medikamente).
4. Andere europäische Länder würden die britische Lücke mit ähnlichen Waren schließen, britische Waren würden teurer werden, was wiederum mehr Arbeitslosigkeit bedeutet.
5. Wahrscheinlich kommen auch weniger billige Arbeitskräfte aus der EU, d. h. landwirtschaftl. Produkte innerhalb von GB werden teurer.
6. Noch mehr Firmen werden GB verlassen (weniger Arbeitsplätze).
7. Politische Krisen mit Schottland und Irland werden das Land verletzen."

Zu 1. - 6.:
Volkswirtschaftler schätzen, daß das britische BIP bei einem harten Brexit in diesem Jahr 2019 um ca. 8 % fallen könnte!

@ Wahrheit 2011

Sollte man dann einfach noch mal abstimmen lassen, scheint mir das doch nun ein bisschen spät dafür, nach fast 3 Jahren.

Meinungen ändern sich nun mal. Für Demokratie ist es nie zu spät.

Inkonsequent

Also, zunächst ist ein Referendum, nachdem die Details und Konsequenzen bekannt sind, sinnvoller als diese wahrhaft stümperhafte „Erstbefragung“.
Weiter ist eine zweite Befragung natürlich exakt genauso demokratisch oder eben undemokratisch wie eine Erstbefragung.

Vor allem aber ist es ein politischer Amoklauf, ein Referendum zu fordern, wenn man selber überhaupt keine eindeutige Position bezieht. Ich kann doch ein Referendum nur fordern, wenn ich damit ein politisches Ziel offen verfolge.

Genau diese klare politische Positionierung fehlt aber sowohl bei Labour als auch bei den Torys.

Damit gibt es wieder keine Orientierung für die Wähler, ohne die man aber keine Entscheidung treffen kann. Es bringt ja nichts, etwas zu wählen, was keiner der Gewählten dann umsetzen will oder kann.

Wenn also GB aus der Eu austreten will, dann braucht es erst mal eine Partei, die diesen Austritt auch umsetzen will.

Ansonsten wird das politische Koma in GB anhalten.

Managerfalle Nr. 1: Eine Entscheidung muss man durchziehen...

Siehe Flughafen Berlin
Es ist eine bekannte Managerfalle, dass man in der Gefahr ist, eine einmal getroffene Entscheidung durchzuziehen, obwohl man mittlerweile erkannt hat, dass man sich geirrt hat, oder auf dem Holzweg ist.
Abstimmungen (übrigens reden manche fälschlich von "Wahlen") können selbstverständlich auf Basis neuer Sachlagen, ja müssen dann vielleicht sogar, neu stattfinden.
Zu Wahlen: Vorgezogene Neuwahlen sind ja auch nicht gerade selten, aber das ist eine andere Baustelle.
Zum Brexit:
Die neue Abstimmung kommt zu spät.
Die Briten müssen raus und zwar mit dem verhandelten Vertrag. Beiden Seiten ist nichts anderes zuzumuten.

@Jadawin1974 (22:02)

Eine Abstimmung
bedeutet nicht das Ende einer komplexen Fragestellung . Sonst würde man ja nur einen z.B. eine Kanzlerin auf Lebenszeit wählen...
Aber selbst wenn jetzt die Entscheidung der Briten unumstößlich ist, kann doch ein zweites Referendum stattfinden: Soll GB mit dem ausgehandelten Vertrag aus der EU ausscheiden oder ohne ?
Das ließe sich gut durchführen, die EU lässt sich bestimmt dazu überreden, den erklärten Austritt für die notwendigen Vorbereitungen zu verschieben....

___

Nicht nur das. Man kann jetzt, wo die konkreten Austrittsszenarien bekannt sind, zu dem Schluss kommen, dass beide Möglichkeiten einen größeren Schaden als der Verbleib darstellen und dafür stimmen, das Ganze abzublasen. Ein Gerichtsprozess wird ja auch neu aufgerollt, wenn sich neue Erkenntnisse ergeben.
Beim ersten Referendum wusste noch keiner, auch die Politiker nicht, wie so ein Austritt vonstatten gehen kann. Von daher konnte es nur als Auftrag dienen, diese Möglichkeit auszuloten.

@ 21:58 von Sparer

Versteh ich nicht. Das Referendum von 2016 ist doch schon das zweite. Hier wurde das ganz klare Ergebnis von 1975 für die EWG mit einem nur sehr knappen Ergebnis schlichtweg ignoriert! Das ist unmöglich! Ich verlange die Aufhebung des Referendums von 2016, weil es die Entscheidung des britischen Souveräns, das britische Volk, von 1975 nicht achtet! Hier haben die Brexiteers, die 1975 eine klare Absage erhielten, es immer weiter versucht, bis sie in der Bevölkerung eine kleine Mehrheit wahrnahmen und dann sofort wieder abstimmen lassen. Warum sollen die EU-Befürworter, wo sie jetzt, nach der katastrophalen Vorstellung der Brexiteers, die nichts auf die Reihe bekommen, das gleiche Recht nicht wieder haben?

@ Nikioko

„Mal ganz davon abgesehen, dass für so weitreichende Entscheidungen normalerweise keine einfache, sondern eine qualifizierte Mehrheit von 2/3 notwendig ist, und die wurde bei weitem verfehlt.“

Das steht aber nirgendwo, sondern das ist ihr ganz persönlicher Wunsch für ein Referendum, für welches Sie nicht Stimmberechtigt sind...

Jetzt bin ich aber platt

21:45 von Klaus1963

"Hier sind wieder viele Brexit Gegner unterwegs die ein Halleluja auf ein 2tes Referendum singen."

Wie bitte? Wer eine neue Volksbefragung unterstützt, ist gegen den Brexit?
Was ist das denn für ein merkwürdiges Demokratieverständnis.

Wenn man wissen will, wer jetzt die Mehrheit in der Bevölkerung hat, will einfach eine neue Basis für Entscheidungen abfragen.

Das gilt für beide Fälle: ob für oder gegen den Brexit.

@21:43 berelsbutze

Mit Ihrer umformulierten Variante kann ich gut leben. Dennoch wage ich zu behaupten, dass ein Großteil der EU-Bürgerinnen sich freuen, wenn die Britinnen bleiben. Glauben Sie nicht? Alle Umfragen jedenfalls, die ich in den letzten zwei Jahren gelesen habe, waren da eindeutig.

Ein 2tes

find ich in Ordnung aber wenn die Britten dann bleiben wollen ,dann nur so wie alle anderen auch ,ohne irgend welche "extra Würste".

besser kalt rechnen

Staatspolitik folgt dem Hirn und nicht dem Herzen.

Für uns Deutsche ist jeder Tag, den das UK in der EU bleibt ein gewonnener, denn als Nettozahler stärkt uns der britische Einfluß. Und das auch unter Berücksichtigung aller Rosinen, die sich die lieben Tommies in den letzten 40 Jahren erfolgreich aus dem Kuchen gepickt haben.

Heißt, auch wenn eine Verschiebung der Entscheidung keine neuen Erkenntnisse erwarten läßt, dient sie u n s e r e n Interessen und ist zu begrüßen. Das fortdauernde Hickhack muß solchenfalls schlicht ausgehalten werden.

Wenn sie aber am 29.03. gehen, dann entscheiden s i e , ob mit oder ohne Vertrag,
warum also darob grübeln?

Die »hard border« in Irland kommt in jedem Fall, denn das UK wird nicht auf die Provinz NI verzichten. Wenn sie sich dann dort die Köpfe einschlagen, was solls? Unsere sind es ja nicht.

Wählen abschaffen

Konsequenz aus der Aussage mancher Foristen: (Neu)Wahlen sind undemokratisch, weil sie die vorherige Wahl entwerten.
Wow.

@Pilepale (22:05)

Welche Befugnisse hat denn bitte dieses, für mich, dämliche EU-Parlament?
Eine ganze Menge...
https://de.wikipedia.org/wiki/Richtlinie_(EU)
https://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_(EU)
____
Und wofür dient dann das Nationalparlament? Warum doppelt zaheln?
Warum haben wir Länderparlamente und Stadt-/Kreisräte? Könnte man doch alles zentral regeln...
https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6deralismus
Was macht es eigentlich für einen Unterschied, ob unsere Gesetze in Berlin oder in Brüssel beschlossen werden? Meinen Sie, die EU macht schlechtere Gesetze als der Bundestag?

@ 21:28 von Der Schächter

Die Mehrheit der Kommentatoren ist der Meinung, dass ein erneutes Referendum undemokratisch ist.

"Das stimmt nicht. Außerdem, warum sollte das undemokratisch sein? In der Schweiz kann man ein gescheitertes Referendum nach frühestens einem Jahr wieder einbringen. Meinungen ändern sich, neue Tatsachen und Gesichtspunkte treten zu Tage. Demokratie ist ein Prozess im Wandel, natürlich darf man dann noch einmal abstimmen."

Volle Zustimmung! Zumal das erste Referendum fast drei Jahre zurückliegt.

Meinungen ändern sich, deswegen darf eine Entscheidung niemals eine Ewigkeitsklausel enthalten. Es darf natürlich nicht Monat für Monat neu abgestimmt werden, aber nach fast drei Jahren muß das schon möglich sein.

Wenn das erste Brexit-Referendum für alle Zeit in Stein gemeißelt wäre, hätte es selbst nicht stattfinden dürfen, schließlich hat es Anfang der 1970er schon mal ein Referendum gegeben, bei dem die Briten mit ca. 75 % dem Beitritt zu damaligen EWG zugestimmt haben.

Verlust demokratischen Denkens?

21:58 von Sparer
"also, zweites Referendum. Wehe, das geht wieder falsch aus; dann braucht es ein drittes"

Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass immer mehr User vom diktatorischen Denken durchtränkt werden.
Für sie gibt es das Volk, das entweder "richtig" oder "falsch" entscheidet.

Immer öfter muss hier erklärt werden, was Demokratie ist.
Da geht es nicht um richtig oder falsch, sondern um Mehrheitsentscheidungen auf der Basis erkannter Fakten.

21:56 von Wahrheit2011 "Weit

21:56 von Wahrheit2011

"Weit gefehlt. Wenn man eine Sache vom Volk beschließen lässt,ist damit alles erledigt. Sollte man dann einfach noch mal abstimmen lassen, scheint mir das doch nun ein bisschen spät dafür,nach fast 3 Jahren."

Soweit ich mich erinnern kann,war der Brexit aus einer Bewegung entstanden.Er war kein politischer Wille,von keiner Partei.
Diese Abstimmung war im Prinzip nicht gültig aber wirksam.

Diese Bewegung wurde massiv gepuscht. Initiatoren traten auf die politische Bühne.

Diejenigen,die für den Brexit voteten stimmten also ab,alle anderen waren im Prinzip gar nicht gefragt und haben sich kaum an der Wahl beteilig.

Am meisten hat mich damals verwundert, dass diese Pseudo-Wahl als Wahl anerkannt wurde.Ich frag mich bis heute,wie das sein konnte

Ich weiß noch,dass mich diese ganze Vorgehensweise stark an die Abläufe auf der Krim erinnerten.Auch da haben nur Russen gewählt. Mit dem einzigen Unterschied,dass alle anderern zu diesen Wahlen gar nicht zugelassen war

re klaus1963

"Wir wählen alle 4 Jahre und gucken nicht zwischendurch noch mal nach ob es noch so ist wie es war."

ich erinnere mich noch ganz gut, dass nach dem Scheitern von Jamaika und den Gezerre in der SPD, ob nun doch oder nicht eine GroKo, ziemlich viele die vorgezogenen Neuwahlen verlangt haben.

@Am 25. Februar 2019 um 21:08 von physics31415

Es ist ganz einfach, ein Staat zu führen, eine Gesellschaft am laufen zu halten ist etwas anderes, als Monopoly zu spielen, sprich, ein Unternehmen zu führen.

In einem Unternehmen ist alles dem Profit Machen unterworfen. Man arbeitet im Endeffekt für einen Menschen, der dann alle anderen an seinem Eigentum dafür teilhaben lässt.

In einer Gesellschaft aber leben alle für alle, arbeiten alle für alle und respektieren alle alle. In einer Gesellschaft, die demokratisch ist, hat jeder einen kleinen Teil an Entscheidungsmacht, auch wenn das durch das Abgeordnetentum weitestgehend verzerrt wird. In einem Unternehmen hat nur einer das sagen. Und das ist der Chef oder nach deutschen Verhältnissen, immer der nächste Verantwortliche.
Man könnte zwar auch so eine Gesellschaft, einen Staat laufen lassen, aber dann bräuchten wir doppelt soviele Polizisten wie wir Bürger haben, weil sich nur alles nach der nächsten Behörde richtet, die Macht hat.
Das klappt also nicht, wenn die Polizisten Geld woln

re pilepale: Dämlich?

„Wenn man für den Erhalt des Nationalstaates ist, ist man ein Nationalist? Lächerlich!“

Allerdings! Aber wer hat denn diesen Quatsch gesagt? Der user, auf den Sie sich beziehen, jedenfalls nicht.

„Welche Befugnisse hat denn bitte dieses, für mich, dämliche EU-Parlament?“
Ja, was denn nun? Entweder „dämlich“, oder „Befugnisse“. Wollen Sie jetzt ein EU-Parlament mit oder ohne Befugnissen?

@ 21:13 von B.M.-Wrangle

"das Krux mit der Demokratie

im Zweifel wird so lange gewählt bis das Ergebnis passt................."

... und spätestens nach 4 oder 5 Jahren - je nach Länge der Legislaturperiode - wird auch neu gewählt - auch dann, wenn das Ergebnis zuvor gepaßt hat!!!

Drittes Referendum

Ein zweites Referendum entescheidet nichts und ist deshalb unsinnig:

Sollte sich ein zweites Referendum gegen den Brexit stellen, gäbe es zwei enenbürtige, aber konträre Abstimmungsergenisse, die dann zwingend zu einem dritten Referendum führen würden. ( Das die Tories mit Sicherheit auch durchsetzen würden!)

Ich denke, Corbyn mischt jetzt alle gegen Theresa May auf: ein kluger Schachzug! Einen Teil der Blairisten ist er schon los geworden. Jetzt spaltet er die Tories. May kann jetzt nicht mehr mit der Drohung eines Nodealbrexits ihren Entwurf durchsetzen.
Corbyn hat, das haben wir alle mitbekommen, inder Brexitfrage ( vernünftigerweise) keine Position, sondern sieht das alles taktisch. Die Tories werden verlieren, Labour gewinnen!

Ganz oder gar nicht

So sehr ich mir persönlich auch den Verbleib der Briten in der EU wünsche, so denke ich, darf es nur zwei Lösungen geben: ganz oder gar nicht.

Seit 1984 genießen die Briten diverse Sonderrechte als EU-Mitgliedstaat, den Briten-Rabatt aus Thatchers Zeiten, die Verweigerung des Schengener Abkommen, das Festhalten an der eigenen Währung, der Sonderweg bei den Verträgen von Lissabon 2009 (http://www.tagesschau.de/ausland/euaustritt100.html).

Ein zweite Referendum muss her und sollte meiner Meinung nach folgende zwei Möglichkeiten für das Vereinigte Königreich beinhalten, damit UK endlich weiß, was es eigentlich will und die EU weiß, woran sie ist:
Entweder Verbleib des Vereinigten Königreichs als EU-Mitglied ohne Sonderrechte ODER der No-Deal-Brexit mit allen Konsequenzen.

That men should brothers be,
And form one family,
The wide world over.
(Aus der 4. Strophe „God Save The Queen“)

20:38 von Hackonya2

Quatsch.... darf sich die Meinung zu einer Entscheidung nicht innerhalb von 2 Jahren ändern?
Ein erneutes Referendum ist für alle Seiten eine Chance, entweder den Brexit zu bestätigen, oder halt einen Fehler rückgängig zu machen.

Was um Himmels willen ist denn so schlimm daran?
Wenn nach einer Abstimmung einfach eine Neue durchgeführt wird weil das Ergebnis nicht passt, ...klar das ist Unfug. Aber nach 2 Jahren mit den Erkenntnissen aus der Planungsphase des Brexits haben sich bei vielen Briten neue Ansichten gebildet.
Warum nicht Fehler vermeiden, wenn sie noch nicht gemacht wurden?
Auch ich habe mich schon verfahren, weil ich dachte ich muss links rum. Irgendwann kommt die Erkenntnis ..."Da wollte ich nicht hin".
Ich korrigiere meine Richtung .... drehe wenn nötig.... Was machst Du?

Irgendwie sind hier einige nur Stur um der Sturheit willen.

pilepale

22:05 von Pilepale
@ Prostituierte um 21:45
""Meinetwegen kann Europa ruhig noch mehr Kompetenzen von den Nationalstaaten bekommen. Fände ich gut."

Nomen est omen! Das passt also super.

"Nationalismus ist heutzutage glaube ich das aller Dümmste."

Wenn man für den Erhalt des Nationalstaates ist, ist man ein Nationalist? Lächerlich!

Welche Befugnisse hat denn bitte dieses, für mich, dämliche EU-Parlament? Welche Macht hat dieser Volkstrachtenauflauf denn bitte in der EU? Und wofür dient dann das Nationalparlament? Warum doppelt zaheln?"

Dass das EU-Parlament keine Gesetze erarbeitet sondern nur abnickt, was die Brüsseler EU-Kommissare als Vorschläge erarbeiten (mit ihren Wirtschaftsbossen im Rücken), halte ich auch für absolut verwerflich und undemokratisch.
Im Prinzip ist es ein Schein-Parlament.

Und Sie haben recht: Dezentralismus ist eine Form Macht zu verteilen. Das erlaubt gegenseitige Kontrolle und Einflussnahme. Absolut wesentlich für eine Demokratie.

Aber: ....

@Pilepale, 22:05 Uhr

Ich beantworte Ihre Fragen gerne.
Niemand hat jemals in der EU gefordert, die Nationalstaaten aufzugeben. Es sind nur die Nationalisten, die immer wieder behaupten, die EU wäre ein Angriff auf die Nationalstaaten.
Das EU-Parlament hat mittlerweile mehr Befugnisse und Macht als Ihnen recht sein dürfte. Mittlerweile hat es sogar das Recht Gesetze einzubringen. Es gibt heute fast keinen Politikbereich mehr, der nicht von der EU beeinflusst wäre, weil es kaum einen Politikbereich gibt, der nur national zu lösen ist. Gesetze und Verodnungen treten erst dann in Kraft, wenn das EU-Parlament darüber befunden hat und die nationalen Parlamente diese in nationales Recht übernommen haben. Das Nationalparlament dient dazu, alle die Dinge zu regeln, die eben nur national geregelt werden können. Hier sind z.B. Innere Sicherheit, Bildung, Steuern, Sozialstaat und weite Teile der Öffentlichen Daseinsvorsorge zu nennen.

re pilepale

"Welche Befugnisse hat denn bitte dieses, für mich, dämliche EU-Parlament? Welche Macht hat dieser Volkstrachtenauflauf denn bitte in der EU?"

Es sollte mich wundern, wenn es nicht die gleichen sind, die heute das EU-Parlament als "Volkstrachtenauflauf " diffamieren, und morgen die EU wegen fehlender demokratischer Legitimation anschwärzen.

Immer wie's gerade dem polemischen Zweck dienlich ist.

@Am 25. Februar 2019 um 21:11 von Phonomatic

Und was ist ihr Argument, dass Referendum nicht zu akzeptieren und ein neues zu Veranstalten? Ein Referendum Exit vom Brexit? Und dann? Exit vom Exit vom Brexit? Es gibt kein Argument für ein neues Referendum über die gleiche Sache. Anstatt ein Referendum ins Auge zu fassen, so schnell wie möglich wieder einzutreten. Das wäre ja dann was anderes, weil man das erste Referendum akzeptieren würde und darauf aufbaute. Aber der Austritt ist ja noch nicht einmal umgesetzt. Jetzt ständig auf der Türschwelle sich hin und herzuwenden, das hat wenig von Entschlossenheit und viel weniger noch mit Politik zu tun. Wie gesagt, Labour hat zugestimmt den Brexit umzusetzen. Das Parlament hatte die Mehrheit, das Referendum umzusetzen und hat es dann schließlich vor 2 Jahren getan. Das alle die 2 Jahre mehr oder weniger geschlafen haben ist den beleidigten Geistern der EU und das zu forsche Auftreten der Thories zu verdanken. Aber Labour hätte die 2 Jahre auch was zur Einigung beitragen können...

re werner40: Verantwortung

„Herr Sina, ganz meine Meinung, zudem: ein Referendum ist nicht bindend. Die Abgeordneten müssen schon selber die Verantwortung übernehmen.“

Genauso ist es! Und Gottseidank scheinen in GB - wenn auch ganz ganz langsam- immer mehr Politiker herauszufinden, dass man bezüglich der Mitgliedschaft zur EU tatsächlich auch eine klare Meinung haben kann. Und die man dann auch noch seinen Wählern klarmachen könnte. Und das das dann Politik wäre und nicht der Rückzug von der Politik.

Was bitte könnte da ein Referendum helfen?

Pilipale ... aber : Je enger

Pilipale

... aber :

Je enger und vernetzter Staaten deskriptive Demokratien miteinander arbeiten, umso effektiver und sicherer kann Demokratie gelebt werden.

Zu Ihrer Anmerkung des Nickname "Prostituierte"
Ich finde es einfach nur diffamierend und frauenverachtend sich so zu nennen...
Denn Ihre Assoziation zeigt, was damit assoziiert wird. Zum Kotzen.

@ B.M.Wrangle, umv21:13

Ich kann's nicht mehr hören/lesen!
Wann soll denn bitteschön was passen, und wie würde Ihrer Meinung nach das “passende Ergebnis“ dann aussehen?

Am Besten Auswürfeln

oder, wie der Bayer sagt "Ausschnapseln" Ich wusste ja, das die Brits anders ticken- aber die bei Labour sind ja noch jecker als die rheinischen Karnevalisten;-) Oder ist es Rinderwahn?

Am 25. Februar 2019 um 21:54 von nikioko

Das erste Referendum war nicht bindend, ich sehe es aber als Auftrag an die Regierung, auszuloten, unter welchen Bedingungen ein Austritt möglich ist. Das wusste damals schließlich niemand.
Und da ist es natürlich auch klar, dass noch einmal abgestimmt werden muss, wenn ein konkreter Austrittsplan vorliegt.

Voller zustimmung,sei noch dazu gesagt ,die Spezialisten die den ganzen Brexit losgetreten haben,hatten nur leere versprechungen, und keinen plan,sind in der zwischenzeit fast verschwunden!
Eine zweite Abstimmung kann daher nicht falsch sein.!

@ 21:44 von Umfaller

"Was meinen Sie mit "gescheitertes Referendum"? . Es ist wohl nicht in Ihrem Sinne ausgegangen, und wir brauchen deswegen ein neues? Ich bitte um Aufklärung."

User "Der Schächter" schreibt in Bezug auf die Regelung in der Schweiz vom "gescheiterten Referendum".

In der Schweiz gibt es die sogenannte Volksinitiative, das heißt ein Gesetzentwurf wird von einem bestimmten Prozentsatz der Stimmberechtigten per Unterschrift unterstützt und dem Parlament vorgelegt. Lehnt das Parlament diesen Gesetzentwurf ab, kommt es zum Volksentscheid. Wird dann das Gesetz vom Volk und/oder den Ständen (=Mehrheit in den einzelnen Kantonen) abgelehnt, spricht man vom "gescheiterten Referendum".

In diesem Falle darf eine erneute Volksinitiative erst wieder nach einem Jahr erfolgen.

Einigen Kommentatoren ist der Unterschied

zwischen einer Volksbefragung (nicht bindend) und einem Volksentscheid (bindend auf Grund eines speziell für diesen geschaffenen Gesetzes) nicht klar.

Es ist anzunehmen, dass den damalig (2016) Abstimmenden dieser Unterschied bewußt war und eine große Anzahl der Wähler aus Protest gegen die damalige Regierungspartei abgestimmt hat, wie sie abgestimmt hat (denen zeigen wir es!).

Dass aus diesem damaligen Abstimmungsverhalten ein für die Regierung bindender EU-Austritt werden würde, konnten die damaligen Wähler nicht voraussetzen.

Bei der augenblicklichen Situation im UK-Parlament sollte ein Volksentscheid mit einem zugehörigen Gesetz herbeigeführt werden. Das Gesetz muss dann auch die Mindest-Wahlbeteiligung (Quorum, z.B. min. 75% der Wahlberechtigten) und den Prozentsatz für die Entscheidung (z.B. 66%) festlegen.

Am 25. Februar 2019 um 22:13 von teachers voice

"Vor allem aber ist es ein politischer Amoklauf, ein Referendum zu fordern, wenn man selber überhaupt keine eindeutige Position bezieht. Ich kann doch ein Referendum nur fordern, wenn ich damit ein politisches Ziel offen verfolge. "

Sie haben Recht.

Man braucht einen Plan.
Der Plan heißt: " Die Wahl gewinnen."

@andererseits

„Dennoch wage ich zu behaupten, dass ein Großteil der EU-Bürgerinnen sich freuen, wenn die Britinnen bleiben. Glauben Sie nicht? Alle Umfragen jedenfalls, die ich in den letzten zwei Jahren gelesen habe, waren da eindeutig.“

Mag sein. Alles eine Frage der Fragestellung.
Gehen sie in Europa auf die Straße und fragen Sie folgendes.

Sind sie für den Brexit. Ja oder nein?
Wenn sie mit „is mir egal“ antworten, erhalten Sie direkt 10€. Was meinen Sie, wievielen Leuten das Schicksal der Briten schon für 10€ egal wäre.

2. Referendum

Das beste was ich in den vergangenen Monaten vernommen habe. Endlich. Natürlich nervt das Thema. Andererseits sind nicht "die Briten" schuld, sondernd einige britische Politiker, die das ganze Theater durch unzureichende Informationen verursacht haben.

@ christerix um 21:27

Kontrapunkte:
"1. Das Pfund würde weiter sinken ..."
Ein billigeres Pfund ist aber auch ein besseres Export-Argument. Die EU ist nicht der einzige Markt auf dem man sich bedienen muss.
"2. Es gäbe Zölle - auch sie verteuern die Waren."
Welche Waren denn?
"3. Die Briten können nicht alles allein herstellen, müssen teuer importieren (z.B. Medikamente)."
Das können die Deutschen auch nicht. Den Briten medikamente vorenthalten bzw. verteuern? Wirklich? Gerade jetzt wo man in Venezuela Medikamente durch Gewalt sponsoren will?
"4. Andere europäische Länder würden die britische Lücke mit ähnlichen Waren schließen,..."
Welche denn?
"5. Wahrscheinlich kommen auch weniger billige Arbeitskräfte aus der EU, d. h. landwirtschaftl."
Die Visa-Hoheit hat mit der EU wenig zu tun?
"6. Noch mehr Firmen werden GB verlassen (weniger Arbeitsplätze)."
Vielleicht? Aber es werden sich auch neue ansiedeln.
"7. Politische Krisen mit Schottland und Irland werden das Land verletzen."
Spanien zerfällt auch, und?

re störschall

"Dass das EU-Parlament keine Gesetze erarbeitet sondern nur abnickt, was die Brüsseler EU-Kommissare als Vorschläge erarbeiten (mit ihren Wirtschaftsbossen im Rücken), halte ich auch für absolut verwerflich und undemokratisch."

Ein paar Minuten Internet Recherche sollte man schon aufwenden, anstatt aus dem Bauch und ohne Sachkenntnis über die Befugnisse des EU Parlaments zu urteilen.

1. Volksabstimmung war verbindlich: die von 1975.

Das Britische Volk habe entschieden und ein zweites Referendum sei nicht legitim?

Nach der Logik vorheriger Kommentare müsste GB in der Union bleiben, denn das erste und damals verbindliche Referendum war bereits 1975 und bestätigte den Beitritt mit 67%. ( Im Übrigen lagen die Gründe im wirtschaftlichen Niedergang der Insel begründet, der erst durch den Beitritt aufgehalten wurde.)

Mit welcher Argumentation lässt sich dann aber das Referendum von 2016 legitimieren, ein weiteres aber diskreditieren? Was ist das für ein Verständnis von Demokratie, das den "Volkswillen" von 2016 akzeptiert, denjenigen von 2019 jedoch nicht? (Was ist mit den mittlerweile hinzugekommenen Wahlberechtigten? Sie werden am stärksten betroffen sein.)

Eine Argumentation um Legitimität scheint mir jedenfalls fraglich, in der es gar nicht um die der Demokratie selbst, sondern insgeheim um die der jeweiligen politischen Überzeugung ginge...

@Kowalski, 22:08

"Mit "gescheitertes" Referendum ist wahrscheinlich gemeint, dass man in der Schweiz ein Referendum durchaus wieder einbringen kann, auch wenn es zuvor in einer früheren Abstimmung keine Mehrheit bekommen hat. Warum auch nicht? "

Das mögen Sie vielleicht so sehen, aber nicht die Schweizer, siehe Kommentar Am 25. Februar 2019 um 21:45 von Messi.

Abgesehen davon, ist uns die Schweiz was Demokratie anbelangt doch haushoch überlegen, und das nicht seit gesten. Zumindest so lange solche Referenden bei uns nicht möglich sind,

@ Werner Hartmann um 22:11

"Volkswirtschaftler schätzen, daß das britische BIP bei einem harten Brexit in diesem Jahr 2019 um ca. 8 % fallen könnte!"

So wie aktuell die EZB die Europäischen Normalbürger ausnimmt, sind 8% weniger des BIP für dieses Jahr recht gut. Wird wahrscheinlich auch noch ein wenig weiterfallen, bis die Transformation hin zu einer vollen Souveränität abgeschlossen ist und sich mehr und mehr Staaten eine Zusammenarbeit mit GB wünschen. Wie groß GB dann auch immer sein mag.

Wie groß wäre denn eigentlich der Schaden dieses Dings EU, nach dem Austritt der Thomies? Ein wenig Einseitig die "Sachlage".

re jayray

" Es gibt kein Argument für ein neues Referendum über die gleiche Sache."

So ein Quatsch, gleiche Sache. Was alles bei einem Brexit passiert oder nicht passiert stellt sich heute völlig anders dar als im Sommer 2016.

Wie man da von "gleiche Sache" reden kann ist absurd.

2.Brexit Refferendum?

Ich rechne mit einem harten Brexit. Das britische common law sytem ist ein Handelsrechtssystem welches von mehreren Staaten mit einer Bevölkerung von über 2,5 Milliarden Menschen als normal betrachtet wird. Ein Kanadier sagte mir mal vor dem ersten Brexit Refferendum : " Egal wie es mit dem Brexit ausgeht, aber zahlen wird ihr Festland Europäer das Ganze".

Ja, und dann ??

Ja, und dann ?? Will man dann so lange Referenden abhalten, bis das Ergebnis gewissen Leuten in den Kram passt ??

@Hackonya2, 20:38

"Und wenn dann gegen ein Brexit gewählt wird, dann noch ein Referendum, dann für ein Brexit, dann noch eins in dem wieder gegen Brexit usw....."

So wie ich Sie verstehe, wären Sie auch dafür, Scheidungen zu verbieten. Man votiert erst für eine Hochzeit, aber wenn es nach zwei Jahren klarer wird, was die Ehe bedeutet, sollte man die Entscheidung nicht mehr revidieren dürfen. Oder?

Es nervt !!!

Es nervt !!!

Dieses ... ewige...... hin......- und her ----

Hüh!! ... und ... Hott!! .....

Die sogenannte "EU" ... beerdigt sich langsam selbst!

Großbritannien,

Polen,

Ungarn,

.... usw ..

Große, traditionelle ....europäische Nationen!!! ....

,,,Die immer weniger Vertrauen haben in die sogenannte "Europäische Union" ...

....die Europa - offensichtlich- wahrscheinlich nunmehr spaltet, - als wirkungsvoll ... vereint!

Europa braucht keine "Europa-Sachverständigen"..., wie Juncker, Merkel & Co.

Europa ... braucht ... Europäer ... in einem geeinten, wehrhaften und gemeinsamen, stollzen Europa .... als Ganze Kraft ...... und nicht als teil-Puzzle ... mit enttäuschten Mitgliedern.

- Das ist natürlich nur ein subjektiver.... Kommentar! -

Die Angst der Brexiteers !

Wenn ich hier die ganzen Kommentare jener Brexiteers lese, die bloß kein zweites Referendum wollen, müssen diese ja eine heillose Angst vor dem Willen der Bürger haben.
Ein zweites Referendum, ohne freche Lügen und mit klarer Ansage: Rein oder raus !

Gruß Hador

@StöRschall um 22:29

Dass das EU-Parlament keine Gesetze erarbeitet sondern nur abnickt, was die Brüsseler EU-Kommissare als Vorschläge erarbeiten (mit ihren Wirtschaftsbossen im Rücken), halte ich auch für absolut verwerflich und undemokratisch.

Stimmt so nicht! Der EU-Kommission wird von den nationalen Regierungen (ggf. auch nur 1 Regierung) eine "Gesetzelvorlage" zugestellt. Die Kommission muss dann diese Vorlage mit "Allen" Regierungen abstimmen und Einstimmigkeit aller EU-Mitglieder herbeiführen. Wird diese Einstimmigkeit nicht erreicht ist die Vorlage vom Tisch.

Die EU-Kommission hat keinerlei Recht eigene "Gesetzesvorlagen" zu erstellen und zur Abstimmung zu geben.

Dass die EU-Kommissare ihre eigene Unwichtigkeit gerne überspielen und so tun, als seien sie der Mittelpunkt des Universums, liegt wohl daran, dass es sich um _ehemalige_ Entscheider in der nationalen Politik handelt.

Korrektur des Kommentars von 22:08

„Da dies leider ziemlich unwahrscheinlich ist, und das Risiko eines „Hard Brexit“ für den gesamtgesellschaftlichen Frieden zu groß sein dürfte, wäre eine „Fristverlängerung“ m.E. notfalls immer noch die (wenn auch schlechtere) Alternative zu einem zweiten Referendum.“

(Nachtrag: Vorausgesetzt, man nutzt - genauer: alle, insbesondere die Bürger, nutzen - die „gewonnene“ Zeit sinnvoll, und es geht nicht einfach „wie gehabt“ im gleichen Stil weiter wie bisher.)

re nikioko: Brüssel oder Berlin

„Was macht es eigentlich für einen Unterschied, ob unsere Gesetze in Berlin oder in Brüssel beschlossen werden? Meinen Sie, die EU macht schlechtere Gesetze als der Bundestag?“

Eine wirklich gute Frage! Und es ist doch auffällig, dass meist genau Diejenigen, die an „Berlin“ exakt überhaupt nichts gut finden können, an „Brüssel“ noch weniger gut finden. Und das diese den Widerspruch hierin nicht erkennen oder nicht erkennen wollen.

Solange abstimmen, bis allen das Ergebnis gefällt

Ein merkwürdiges Demokratieverständnis offenbart sich hier. Wer jetzt ein zweites Referendum fordert, mißachtet den Wählerwillen.

Mir gefallen auch nicht alle Wahlergebnisse in Deutschland. Aber zum Glück können nur unter ganz bestimmten Gründen vorzeitig Neuwahlen stattfinden. Ansonsten muß jeder, egal ob es ihm gefällt oder nicht, mit dem Ergebnis leben. Wo kämen wir hin, wenn solange gewählt würde, bis allen das Ergebnis paßt. Dieses würde niemals eintreten, also.....

Was würde im Übrigen passieren, wenn jetzt ein zweites Referendum ein anderes Ergebnis ergäbe? Würden die dann Unterlegenen ebenfalls ein neues Referendum fordern oder würde ihnen dies untersagt, wie hier ein Kommentator fordert?

Und was passierte bei einem gleichen Ergebnis wie bei der ersten Abstimmung? Wären dann diejenigen, die ein zweites Referendum fordern, zufrieden oder strebten sie noch ein weiteres Referendum an?

Was viele nicht zu verstehen scheinen:

Das erste Referendum war nicht nur nicht bindend, sondern vor allem extrem dämlich angelegt. Das mag daran gelegen haben, dass niemals eine Mehrheit für den Austritt erreicht werden sollte, man aber möglichst nah dran wollte.

Es ist sehr leicht, "gegen" etwas zu sein, aber häufig viel schwieriger "für" etwas. Genau daran scheitert beim Brexit derzeit alles, denn "dagegen" reicht nicht für eine Lösung. Beim Referendum hat man die unzufriedenen gesammelt und ein knappes "dagegen" (bezüglich des Verbleibs in der EU) erhalten, von Menschen, die einfach unzufrieden waren, die aber weder die Folgen kannten noch nicht die Weitsicht hatten, selbige abzuschätzen. Heute sind die Folgen sehr viel besser bekannt und genau deshalb macht es Sinn, ein weiteres Referendum abzuhalten. Jetzt kann man zwischen den Folgen abstimmen. Die Brexiteers sind natürlich gegen eine zweite Volksabstimmung, da eine erneute Mehrheit für den Austritt sehr unwahrscheinlich ist.

@ Umfaller, um 21:44

re @Der Schächter, 21:28

Was meinen Sie, wenn Sie einem (vermutlich) deutschen Mitmenschen unterstellen, dass das Referendum “nicht in Ihrem Sinne ausgegangen“ ist?
Ihnen, mir und den allermeisten hier dürfte ein Brexit oder kein Brexit doch so ziemlich egal sein.
Trotzdem darf und sollte sich jeder Gedanken darüber machen, welche Konsequenzen für die Menschen hüben und drüben möglicherweise aus einem Brexit erwachsen; ein Referendum, das von nicht einmal ansatzweise informierten Wählern durchgeführt wurde!
Oder hätten Sie zu der damaligen Zeit auch nur einen Hauch der heute auf dem Tisch liegenden Probleme überschaut?
Ich jedenfalls nicht, heute bin ich auch schlauer...

Natürlich kann ein zweites

Natürlich kann ein zweites Referendum nach der Zeit sinnvoll sein (man wählt ja auch alle paar Jahre).
Allerdings ist es in diesem besonderen Fall sinnlos. Schon das erste war sinnlos.
Was soll denn gefragt werden? Raus oder rein? Ja, wie raus denn? Abstimmen zwischen drin, hard brexit oder Deal? Dann erhalten wir keine Mehrheit. Und was wenn jemand sagt "Lieber drin, aber wenn raus, dann nur mit Deal"? Wie soll das abgebildet werden?
Das führt dann zu einem sehr komplexen Referendum. Jedoch besteht weiterhin das Problem, dass die Bürger vielleicht gar nicht in der Lage sind, das richtig zu bewerten. Wozu gibt es die Politiker denn? Sie sollten das Volk vertreten und in dessen Namen sachlich entscheiden. Stattdessen drücken sie sich.

Eine Verlängerung des Brexits ergibt auch keinen Sinn. UK hatte Jahre Zeit. Noch mehr wird nicht viel ändern. Es geht um interne Machtspiele und dass niemand sein Gesicht verlieren will. Das würde auch weiter 2 Jahre so weiter gehen.

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