May und EU-Parlamentarier: Zweifel an hartem Brexit

14. Januar 2019 - 08:10 Uhr

Am 29. März will Großbritannien die EU verlassen. Dass es dazu kommt, glauben in Brüssel immer weniger Politiker. Sie rechnen mit einem Aufschub. Premierministerin May warnte vor einer Blockade des Austrittsprozesses.

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Kommentare

Aufschub.

Und das dann bis zum Sanktnimmerleinstag.

Die gehen nicht.

Aber dann immer auf der Kante. Die anderen Mitgliedsstaaten können nichts machen. Höchstrichterlich beschlossen.

May eh unglaubwürdig

May hat sich an die Spitze einer Partei gesetzt, die den Austritt forcierte, obwohl sie selbst ursprünglich gegen diesen war.

Diesen Widerspruch in der Person kann sie nicht auflösen, vielmehr ist sie unglaubwürdig. Demokratie läuft so: man wird für seine Positionen gewählt. Wenn ein Referendum diese Position in Frage stellt, hat man zu gehen und nicht sich eine neue Position anzueignen.

Die spinnen die Briten, oder doch nicht ?

Sollte sich am Ende der ganzen Brexithysterie doch die Vernunft siegen ? Man sollte die Hoffnung nie aufgeben !

Gruß Hador

Ist doch völlig egal, ob nun

Ist doch völlig egal, ob nun ja nein, hart weich, mittel-lau, wenn die Briten die EU verlassen, wird man das überhaupt nicht merken. Die Briten werden es mitbekommen, daß sie auf einmal Probleme haben, wo es führt keine gab. Dem Rest der EU kann das aber ziemlich egal sein. 99% der Einwohner werden es nicht merken. Das ist alles nur blöde Schwarzmalerei. Vergleichbar mit dem Millenium Bug

und wer bezahlt ....

... dann die Kosten für diese 2 Jahre sinnloser Verhandlungen?

Ich glaube nicht, dass Deutschland mit soviel

Kosten belastet wird wenn GB ausscheidet. GB braucht auch weiterhin die Waren vom Festland, weil sie keine eigene Produktion dafür hat. Allein die Automobilwerke in GB brauchen Zulieferung aus der EU, sonst läuft kein Auto mehr vom Band. Die Pharmaindustrie wird von GB ebenso aus der EU benötigt mangels eigener Pharmawerke. MM nach wird es zwar einen kleinen Rückgang des Handels mit GB geben, aber dass in D allein 750000 Arbeitsplätze von GB abhängig sein sollen glaube ich nicht. Rechnet man das auf alle 27 EU-Staaten hoch, würden ja Millionen Arbeitsplätze verloren gehen.
Was für ein Unsinn.

Springprozession

...der 29.März kommt und dann wollen die Briten die EU verlassen...jetzt haben viele "kalte Füße" bekommen...also nicht so schnell damit, das Ganze wieder überdenken, keine negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft usw. ...den Willen der Mehrheit für einen Brexit umsetzen aber sanft und komfortabel, aber kein Zurück auf Anfang...aber wie dann?
Man wollte raus mit Vorteilen, jetzt merkt man, rausgehen geht auch mit großen Nachteilen einher...jetzt stecken die britischen Politiker in der Zwickmühle...den Mut, sich einzugestehen, daß der Austrittswunsch ein großer Fehler war, haben nur noch ganz wenige.

@eli, 8:29

Demokratie läuft so: man wird für seine Positionen gewählt. Wenn ein Referendum diese Position in Frage stellt, hat man zu gehen und nicht sich eine neue Position anzueignen.

Naja, das muss man nicht so sehen. Wenn ein Politiker seine Position auch ändern kann, wenn die Mehrheit was anderes will, ist das erst mal nichts schlechtes.

@Ra_Le, 8:45

und wer bezahlt ....
... dann die Kosten für diese 2 Jahre sinnloser Verhandlungen?

Ob Verhandlungen sinnlos sind, weiß man in der Regel nicht vorher, sonst würde man sie nicht beginnen. Ich bezahle jeden Tag für alles mögliche, was am Ende nicht realisiert wird. Wenn jeder für alles, was er nicht schafft, die Kosten übernehmen müsste ...

@08:18 von rossundreiter

Die EU hat schon inoffiziel Bestätigt, dass sie zwar einer Verlängerung der Zeit bis zum Austritt zustimmen würde, allerdings nur für wenige Monate.

Für eine solche Verlängerung müssen alle (Rest-)Mitgliedsländer einstimmig zustimmen. Das hat nichts mit dem Zurückziehen des Austittsgesuchs zu tun worüber der EUGH entschieden hat.

nur ein Problem

Der EuGH hat rechtlich zugestimmt, dass GB in der EU bleiben kann, die europäischen und britischen Eliten sind ohnehin dafür, dass alles so bleibt wie es ist. Die "Märkte" sowieso.
Es gibt nur ein Problem, welches einem Verbleib Großbritanniens in der EU im Wege steht (bzw. stehen könnte). Und das ist der Wille der Bürger des betreffenden Landes, es gab ja ein Referendum. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass Bürgerwille jemals in der EU interessiert hat. Aus diesem Grunde haben wir genau die EU, die wir jetzt haben...

@ eli, um 08:29

Was Sie bzgl. der “neuen Überzeugung“ von Frau May schreiben, habe ich an dieser Stelle auch bereits mehrfach moniert. Eine 180-Grad Kehrtwendung seiner Überzeugung vom einen auf den anderen Tag hinzulegen, und diese vor der ganzen Welt glaubwürdig vertreten zu können, das halte ich nach wie für nicht möglich, auch wenn sie sich nach außen hin alle erdenkliche Mühe geben mag.
Und je länger sich das Austrittsprozedere hinzieht, desto mehr Briten wachen auf und erkennen, dass “Brexit“ nicht gleichbedeutend ist mit Wohlstand für alle und mehr Geld in der Staatskasse.
Ich habe den Brexit nie für sinnvoll gehalten, er war eine politische Kurzschlussreaktion, polemisch und nicht ansatzweise durchdacht, wie sich immer deutlicher herausstellt.

So, und gleich wird es wieder losgehen mit den üblichen Parolen wie “Brexit heißt Brexit“ oder “wählen so lange bis es passt...“

@08:49 von Old Lästervogel

Niemand hat gesagt, dass 750.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Es wurde von Wirtschaftswissenschaftlern festgestellt, dass diese Anzahl an Arbeitsplätzen in Verbindung zu dem Export nach GB stehen.

Wie sie aber richtig herausgearbeitet haben, werden sicherlich nicht alle davon verloren gehen. Ich teile in diesem Punkt Ihren Optimismus, was die Robustheit und Diversität deutscher Unternehmen angeht. Im Gegensatz zu Unternehmen im UK, stehen deutschen UN weiterhin ein großer Binnenmarkt offen.

Mann, nun bringt’s endlich

Mann, nun bringt’s endlich hinter euch! Ich kann diese ewigen erneuten Diskussionen nicht mehr hören. Es wurde eine Entscheidung getroffen und nun ist das so. Jetzt immer wieder neu zu diskutieren, kenne ich nur von vorlauten Rechthabern, die getroffene Entscheidungen nicht akzeptieren können. Die Welt wird nach dem Brexit bzw. ohne die EU nicht untergehen und auch die nächsten Generationen werden nicht ins Mittelalter zurückfallen.

Oder wie es der Brite sagt: „Keep calm and carry on.“

Wie soll denn die EU-Mitgliedschaft bei...

...Post-NoBrexit sein. Jedesmal wenn UK irgendwas will oder vorschlägt gibt's ein " oder ihr tretet aus, oder was?" mit hämischem Unterton. Die May wird dann Asyl brauchen, denn ihr wird man vorwerfen, von Anfang an ein U-BOOT gewesen zu sein, dass schlecht verhandelt hat um das Projekt zu torpedieren. Die 30-40% die immer noch dafür sind verschwinden ja nicht .Nee, so leid es mir für die Briten tut: jetzt müssen sie da durch, raus,mit Deal oder ohne.

re rossundreiter

"Aufschub.

Und das dann bis zum Sanktnimmerleinstag.

Die gehen nicht.

Aber dann immer auf der Kante. Die anderen Mitgliedsstaaten können nichts machen. Höchstrichterlich beschlossen."

Völlig falsch. Aufschub geht nur mit einstimmiger Zustimmung der 27. UK kann keinen Aufschub beschließen.

@ frosthorn, um 08:52

re @ eli, 08:29

Ich bin prinzipiell Ihrer Meinung.
Aber was Frau May da hingelegt hat, ist mit “Änderung seiner Position“ nach meinem Verständnis allzu verharmlost.
Das ist für mich das Verleugnen seiner bisherigen Überzeugung.
Und damit unglaubwürdig.

re old lästervogel

"aber dass in D allein 750000 Arbeitsplätze von GB abhängig sein sollen glaube ich nicht."

Mit abhängig ist nicht gemeint, dass die beim harten Brexit einfach wegfallen. Nur dass sie vom Rückgang des Exports nach UK betroffen sein werden. Mehr oder weniger.

Bitte nicht!

Ich mag die Briten sehr und ich finde, sie gehören in die EU. Aber dieses Trauerspiel kann sich doch nun wirklich niemand mehr mit ansehen. Also zieht bitte endlich einen Schlussstrich! Dann kann man die Karten ja gerne neu mischen und – sollte man jenseits des Kanals zu der Einsicht kommen – über einen Wiedereintritt verhandeln. Aber so kann es doch wohl unter keinen Umständen weitergehen. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

re sachse64

"Es gibt nur ein Problem, welches einem Verbleib Großbritanniens in der EU im Wege steht (bzw. stehen könnte). Und das ist der Wille der Bürger des betreffenden Landes, es gab ja ein Referendum. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass Bürgerwille jemals in der EU interessiert hat. Aus diesem Grunde haben wir genau die EU, die wir jetzt haben..."

Natürlich, dann ist mal wieder die EU schuld, wenn das Referendum nicht umgesetzt wird.

Dass das allein und nur die britische Regierung beschließen kann, blenden Sie einfach aus.

Es stimmt, dass ein guter Teil des Handels ...

...zwischen Rest-EU und UK erst melde bleiben würde, nur langwierig und teurer, weil die Briten keine eigene Produktion mehr haben. Aber sie können wieder eine hinstellen oder - wie der Rest der Welt- ihr Insulin und ihre Klamotten bei Amazon bestellen ;-)= ("Alexa, versorge bitte das Königreich mit allem was nötig ist"). Und wenn das britische Arbeitsplätze kostet -blöd- aber wenn das zusätzliche Industrie-Arbeitsplätze bringt - dann haben hier einige Wirtschafts-"Experten" ein gewaltiges Problem - und Politiker sowieso.

RE: Kommerz

"Ich kann diese ewigen erneuten Diskussionen nicht mehr hören."

Brauchen sie auch nicht. Einfach weghören!

"Es wurde eine Entscheidung getroffen und nun ist das so. Jetzt immer wieder neu zu diskutieren, kenne ich nur von vorlauten Rechthabern, die getroffene Entscheidungen nicht akzeptieren können."

Vernuftbegabe Menschen können Fehler korregieren, und müssen nicht sehenden Auges in den Abgrund rennnen.

"Die Welt wird nach dem Brexit bzw. ohne die EU nicht untergehen und auch die nächsten Generationen werden nicht ins Mittelalter zurückfallen."

Sie ignorieren vollkommen unsere europäische Historie. Innerhalb der letzten 105 Jahre ist die europäische Welt zweimal untergegangen!

Gruß Hador

Welcher Politiker kümmert

Welcher Politiker kümmert sich um Bürgermeinungen?
Soll Frau May doch einfach beschließen, drinnen zu bleiben. Was sollte denn passieren? Außer einer Wiederwahl doch nichts. Eine Hand voll Brexeteers werden sauer sein. Mehr aber nicht.

Abstimmen über ein 2. Referendum

Es liegt ein Mißverständnis über Demokratie vor: Demokratie heißt nicht, daß Entscheidungen des Volkes für immer gültig seien müssen.
Auch die Meinung der Bürger kann sich ändern. Zumal die Brexit-Entscheidung unter sehr vagen Annahmen getroffen wurde.

Der pragmatische Weg wäre ein Referendum über die Frage, ob das Volk nochmal über den Brexit abstimmen möchte. Wenn die Mehrheit dafür ist, kann sie gleich nochmal abstimmen.

RE:Sachse64

"britischen Eliten sind ohnehin dafür, dass alles so bleibt wie es ist. "

Ich glaube sie wissen nicht, wer alles von den "britischen Eliten" für den Brexit ist. Mr. Rees-Mogg vertritt genau diese, Investmentbanker & co. Die wollen gerne ihre Geschäfte weltweit ohne jede Restriktion durch die EU betreiben. Ich erinner nur an die Panama- und Paradise- Papers in Bezug zu Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Gruß Hador

karwandler

"Natürlich, dann ist mal wieder die EU schuld, wenn das Referendum nicht umgesetzt wird.

Dass das allein und nur die britische Regierung beschließen kann, blenden Sie einfach aus."

Und GB ist kein Teil der EU?

Spätestens wenn die EU Aufschub gewährt hängt sie als Verhinderer mit drin.

Wenn die Artikel

in den Deutschen Medien der letzten Tage stimmen, dann tut ein harter Brexit beiden Seiten und besonders Deutschland am Ende richtig weh.
Deshalb wäre es gut wenn die Briten hart austreten, damit die EU mal merkt das Verträge für Beide Seiten gut sein müssen.
So wie jetzt geht es eben nicht, den starken Mann spielen um ein Exempel zu machen, damit niemand mehr auf die Idee kommt.
Und Deutschland lernt vielleicht das man sich um Partner nicht immer mit erhobenen Zeigefinger kümmert.
Das Theater geht nun 2 Jahre, soll das bis unendlich gehen.

@Niko Walter Bitte Nicht 9:14 ...über einen Wiedereintritt ...

.... verhandeln....
Oh-mein-Gott. Es würde ja noch mehr May sein, und frühestens in 5Jahren, aber wer möchte in der Haut des Briten/der Britin stecken (das darf dann bestimmt wieder ne Frau machen...), die dann in Brüssel die Worte "Wiedereintritt" und "verhandeln" im selben Satz sagen muss. Das gäbe einen epochalen Shitstorm. Und die EU27 Regierungen müssten dem ALLE zustimmen? Never ever!

Armutszeugnis der britischen Politik

Denn außer das man diesen Vertrag nicht will, ist man sich in nichts einig. Die einen sagen nein, weil er zu wenig Zugeständnisse der EU beinhaltet, die anderen wollen gar keinen Vertrag und dann gibt es noch die, die gar nicht aus der EU raus wollen. Also stimmen alle dagegen, aber etwas sinnvolles entsteht dadurch nicht.

Ich wünsche den Briten alles gute, aber wahrscheinlich ist der harte Brexit notwendig, um die ganzen Widersprüche durch die harte Realität aufzulösen. Das Pokerspielen muss auch mal ein Ende finden, die vielen unfreiwilligen Spieler wollen endlich wissen wer gewinnt...

Re Sachse 64: Die EU in der jetzigen Form gibt es, weil kaum ein Bürger sich dafür interessiert hat und die entsprechenden Wahlen bestenfalls belächelt wurden. Brüssel war ja nur das Abstellgleis für unbeliebte Politiker. Und natürlich ein prima Sündenbock für die nationale Politik. Würden die Bürger die EU als das begreifen, würde die Wahlen zum EU Parlament wohl mehr vom Bürger genutzt werden.

09:24 von sicco kopka

was meinen sie wie oft soll man dann abstimmen
sollte das nächste Referendum wieder nicht zum für alle (!) Seiten gewünschten Ergebnis führen ein 3. .....10. mal
Denke jetzt ist erst man Schluß und in 10 Jahren - wie auch immer - kann man es wieder auf die Tagesordnung bringen
das Akzeptieren einer Entscheidung gehört ja wohl auch zu einer Demokratie

Hoffen wir doch ...

... das es zu keinem demokratischen Eklat kommt und der den Briten versprochene Brexit auch planmäßig am 29. März 2019 kommt.

Alles andere würde das Vertrauen in.die Demokratie vollständig zerstören.

Wenn die EU lieber einen Austrittsvertrag als einen harten Brexit hätte, könnte sie ja attraktivere Vertrgsbedingungen anbieten.

08:29, eli

>>May hat sich an die Spitze einer Partei gesetzt, die den Austritt forcierte, obwohl sie selbst ursprünglich gegen diesen war.<<

Sie hat sich nicht an die Spitze der Partei gesetzt, sie wurde an sie gewählt.

>>Diesen Widerspruch in der Person kann sie nicht auflösen, vielmehr ist sie unglaubwürdig. Demokratie läuft so: man wird für seine Positionen gewählt. Wenn ein Referendum diese Position in Frage stellt, hat man zu gehen und nicht sich eine neue Position anzueignen.<<

Theresa May wurde nach dem Referendum gewählt.

@ eli 08:29 Uhr

"Wenn ein Referendum diese Position in Frage stellt, hat man zu gehen und nicht sich eine neue Position anzueignen."
So weit die ehrenhafte Theorie. In welchem Staat wird sie aber konsequent angewendet?!

May und EU-Parlamentarier:Zweifel an hartem Brexit....

Da müssen die Briten jetzt aber aufpassen,daß
sie nicht durch Winkelzüge von May und Brüssel doch noch in der EU festgehalten werden.

100 EU-Parlamentarier appellieren,natürlich sie fürchten um ihre Position,ihren Einfluß in einer kleiner werdenden Union.
Wie war das mit dem Lobbyismus ?

09:18 von FrischDenk

«… ein guter Teil des Handels zwischen Rest-EU und UK … langwierig und teurer, weil die Briten keine eigene Produktion mehr haben … aber wenn das zusätzliche Industrie-Arbeitsplätze bringt - dann haben hier einige Wirtschafts-"Experten" ein gewaltiges Problem - und Politiker sowieso.»

Nichts, gar nichts, "von außen" hat die Briten daran gehindert, auch während ihrer EU-Mitgliedschaft Industrie- und andere Arbeitsplätze zu schaffen.

Sich als Industrienation für das eigene Gesundheitssystem ausschließlich auf die Versorgung mit Insulin aus dem Ausland zu verlassen. Das hat wer GB vorgegeben?

GB ist jetzt, und wird auch nach dem Brexit in ein globales Wirtschaftssystem eingebunden bleiben. "Raus aus der EU + Zölle drauf auf den ganzen ausländischen Kram" lässt nicht zwangsläufig einen einzigen zusätzlichen Arbeitsplatz in GB entstehen.

Warum und womit sollten Witschafts-Fachleute & Nicht-GB-Politiker "ein gewaltiges Problem" bekommen?

"Brexit ist für alle Beteiligten Neuland …"

09:00, Sachse64

>>Der EuGH hat rechtlich zugestimmt, dass GB in der EU bleiben kann, die europäischen und britischen Eliten sind ohnehin dafür, dass alles so bleibt wie es ist. Die "Märkte" sowieso.<<

Nicht die EU-Eliten oder der EuGH sind für den Brexit maßgeblich, sondern das britische Parlament. Und das kriegt die Sache nicht gebacken.

>>Es gibt nur ein Problem, welches einem Verbleib Großbritanniens in der EU im Wege steht (bzw. stehen könnte). Und das ist der Wille der Bürger des betreffenden Landes, es gab ja ein Referendum. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass Bürgerwille jemals in der EU interessiert hat. Aus diesem Grunde haben wir genau die EU, die wir jetzt haben...<<

Die EU hat mit der Umsetzung des Willens von gut 51% der abstimmenden Bürger nichts zu tun, sondern ausschließlich die britische Regierung und das britische Parlament.

Unsere lieben Brexit-Freunde

Es ist schon interessant zu sehen, wie unsere Brexit-Freunde hier im Forum ein zweites Referendum fürchten, wie der Teufel das Weihwasser. Da jetzt die Alternativen auf dem Tisch liegen sollte doch der Wähler das letzte Wort haben. Aber so weit geht anscheinend die Liebe zu ur-demokratischen Entscheidungen bei unseren Brexit-Freunden dann doch nicht.

Gruß Hador

09:43, Bernd Kevesligeti

>>100 EU-Parlamentarier appellieren,natürlich sie fürchten um ihre Position,ihren Einfluß in einer kleiner werdenden Union.
Wie war das mit dem Lobbyismus ?<<

Die Parlamentarier sind aus Gründen des persönlichen Vorteils Parlamentarier und sowieso alles Lobbyisten, für was oder wen auch immer?

Sie fremdeln offensichtlich mit der parlamentarischen Demokratie.

RE:Bernd Kevesligeti

"Wie war das mit dem Lobbyismus ?"

Der wichtigste Wirtschaftszweig im Vereinigten Königreich liegt in der City of London. Von dort können sie die meisten Lobbyisten erwarten. Und die sind mehrheitlich sicher für den Brexit, da ihnen gute Geschäft in Aussicht stehen, wenn die Briten die EU verlassen.

Gruß Hador

destruktive EU-Politik

will backfire, könnte man sagen. Erst das Geschwätz um ein zweites Referendum, dann ein fauler Vertrag, jetzt das kaum versteckte Angebot zu Pseudoaustritt (Verschiebung). Leider nimmt die EU und Merkel-Deutschland den Brexit immer noch nicht ernst und fährt mit ihrer destruktiven, gehässigen Politik fort. Die Deutsche Wirtschaft und die deutsche Bevölkerung werden zu den Leidtragenden gehören, nicht nur die Britten.

und wer bezahlt .... um 08:45 von Ra_Le

Wenn die Briten am Ende kalte Füße bekommen und den Austritt abblasen, waren die Verhandlungen nicht umsonst. Im Falle eines geregelten Brexits haben die Verhandlungen ebenfalls ihren Zweck erfüllt. Falls die Briten ungeregelt ausscheiden sind die Kosten für die Verhandlungen peanuts...

dieses

Austritts-Gezerre hat schon was Bizarres.
Ich wäre für ein Angebot an die Briten, bei verbesserten Konditionen (z.B. größerer Rabatt; keine Pflicht, Bürgern anderer EU-Staaten Freizügigkeit nach GB zu gewähren; Freiheit, eigene Handelsabkommen mit Drittstaaten abzuschließen), die den britischen EU-Skeptizismus eliminieren, in der EU verbleiben zu können.

Dieses Rumgeeiere bin ich langsam leid...

und weder die EU noch die britischen Bürger haben dieses schon unwürdige Verhalten verdient. Das wäre ja so, als ob ich selbst meinen Job kündigen würde, weil anderswo natürlich alles viel besser ist, nichts neues finde und dann den Chef bitte, mich doch so lange weiter zu beschäftigen, bis ich wirklich was neues habe...

Das Datum 29. März sollte unverrückbar feststehen und das vertrödeln/schlechte Verhandeln der britischen Regierung darf kein Anlass sein, dies zu verschieben.

Die britische Regierung sollte schleunigst ein neues Referendum abhalten, in dem das Volk, dass ursprünglich für den Austritt war, nun mit den vorliegenden Fakten abstimmen sollte, welche Option nun zu verfolgen ist:
- Brexit mit May's Deal
- harter Brexit
- oder unter den gegebenen Umständen doch Verbleib in der EU

Dann hat die Politik auch eine klare Handlungsvorgabe und kann sich nicht mehr hinter "Aber das Volk..." verstecken sondern muss endlich entscheiden.

09:26 von wenigfahrer

«Wenn die Artikel in den Deutschen Medien der letzten Tage stimmen, dann tut ein harter Brexit beiden Seiten und besonders Deutschland am Ende richtig weh.
Deshalb wäre es gut wenn die Briten hart austreten, damit die EU mal merkt das Verträge für Beide Seiten gut sein müssen.»

Nur wenn sich alle Seiten so richtig heftig vor die Schienbeine treten, bis sie vor Schmerzen jaulen, war der ganze Brexit-Zinnober ein voller Erfolg.
Tja - ganz tolle Aussichten …

GB wollte austreten. Will auf gar keinen Fall "à la Norway" mit der EU verbunden bleiben. Eine Entscheidung, die in vielen Aspekten wenig Spielraum lässt, Verträge anders zu auszuhandeln, als es geschah.

Was soll denn am Austrittsvertrag "besser" sein, damit es "gut" ist?
In welchen Feldern ist die EU den Briten denn nicht weit genug entgegen gekommen? Bei den Verhandlungs-Vorgaben, die GB selbst aus eigener Entscheidung gesetzt hat?

Wenn dies doch mal jemand erklären könnte, der die EU als die Schienbein-Treter betrachtet …

Alle Verantwortlichen wissen,

Alle Verantwortlichen wissen, dass ein Verbleiben in der EU das Beste für das Wohl des Volkes wäre. Alle, die nicht danach handeln verfolgen Einzelinteressen zum Schaden des Gesamtwohles.

@9:49 von Hador

Ist Ihnen mal der Gedanke gekommen, zu überlegen, warum die Brexit-Freunde Brexit-Freunde geworden sind ?
Mir z.B. geht einfach dieses ständige Geschrei nach Rabatt und Sonderlocken auf den Zeiger. Den Briten passt nicht, dass sie überhaupt Netto-Beitrag zahlen sollen, und gegen die Freizügigkeit und die Übernahme der EU-Sozial-Charta (die sie m.W. nie unterzeichnet haben) sind sie sowieso. Wie auch andere EU- Mitglieder wollen die Briten nur die Vorteile aus der EU genießen, Pflichten und Abgabe von Souveränität sind ihnen aber zuwider.

re von fathaland slim

Das Ansinnen der EU-Parlamentarier ist doch klar.Den Brexit zu verhindern.Warum versuchen Sie da etwas anderes hinein zu intepretieren ?
Untersuchen Sie doch viel mehr die Interessenlagen.

@ Superschlau, um 09:24

Sie übersehen, dass Frau May das keineswegs beschließen kann.

Neuwahlen

Sollte May den Brexit abblasen, wird dies zur krachenden Niederlage der Tories, denn diese haben das Brexitchaos zu verantworten.
Das kann nur zu Neuwahlen führen, die die Tories haushoch verlieren.

Ich finde: eine gute Persoektive!

Vielleicht haben die EU-Politiker

sich einmal die Nash-Gleichgewichtssituation angesehen und sich mit der dominanten Strategie auseinandergesetzt, was zu ihren Ergebnis nun geführt hat, dass es besser ist mit UK weiter zusammen zu arbeiten. Bei aller gemischt dominanten Strategien würde es bedeuten, dass beide EU und UK schlecht davon kommen würden, was nicht im Interesse der Wirtschaft liegen würde. Das es den Britten nicht schon früher eingefallen ist, besonders für die Brexit-Befürworter, ist schon ein Schlag ins Kontor der arbeitenden Bevölkerung. Gerade diese Gruppe wird am schlechtesten davon kommen. Wenn man als Politiker alles schlechtes aus dem Hut zaubert und die schlecht ausgebildeten Bevölkerungsschichten den "Schmarrn" mehr Glauben schenken, zeugt von übler Stimmungsmache.

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