Kanzlerin Angela Merkel nach dem Gespräch mit Großbritanniens Premierministerin May

Ihre Meinung zu May bei Merkel: Hart - aber nicht hoffnungslos

Die britische Premierministerin May kämpft in der EU um Nachverhandlungen des Brexit-Abkommens. Kanzlerin Merkel zeigt sich dabei kompromisslos - und deutet dennoch eine Lösung an.

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176 Kommentare

Kommentare

NeutraleWelt

Ich verstehe dieses ganze Affentheater nicht!
Einschließlich nicht den Meldungen unserer Qualitätsmedien oder dem Urteil des EuGH.
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Es wurde eine Abstimmung getroffen.
Wenn unsere jungen Sesselpupser lieber auf der Couch sitzen und Play-Station zocken, weil ihnen ihre Qualitätsmedien versprechen Clinton wird Präsidentin und einen Brexit wird es nicht geben: Selber schuld!
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Was wäre denn der EU lieber? Wir stimmen jetzt solange ab, bis das Ergebnis stimmt?
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Der Brexit wurde mit so einer klaren Mehrheit beschlossen, ebenso wie AKK jetzt die CDU führt.
Und jetzt? Nochmal neu abstimmen? Weil es die ARD so will?
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Stimmen wir doch auch noch mal neu die letzte Bundestagswahl ab, da wollte die SPD noch in die Opposition.
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Das ist alles BlaBla. Entweder soft oder hard.
Andere Optionen gibt es nicht.
Auch nicht dieses medienproduzierte "ihr könnt ja nochmal drüber nachdenken".
Aus ist Aus.
Fertig.
Entweder freundlich oder nicht.
Scheidungen sind immer problematisch.

FroleinPutinsPolitsicht

Vielleicht hat die britische Delegation das europäische "Nein" noch nicht verstanden.

berelsbutze
@ Karwandler

„Und da nennen Sie es Glaskugellesen, dass es bei der hypothetischen Sezession Nordirlands vom UK - also genau entlang der Bruchlinie Katholiken vs. Protestenten - zu einem Bürgerkrieg kommen würde?“

Wie würden sie etwas nennen, was in der Zukunft liegt und der weitere Verlauf völlig unklar ist? Also hier in Niedersachsen heißt das Glaskugellesen

FroleinPutinsPolitsicht
@ Bernd Kevesligeti

Germany first-das sind die Exportüberschüsse auf deutscher Seite.Vor allem die südlichen Volkswirtschaften werden damit niedergedrückt.

Niedergedrückt? Das erinnert mich an das Weihnachtsgeschäft. Aber mal ehrlich, der Kauf jeglicher deutscher Exportgüter ist immer noch freiwillig. Das gilt sogar für Südeuropa. Gestatten Sie eine Frage? An welchen Gütern stören Sie sich denn in erster Linie?

Und im übrigen "Germany first"? Kann es sein, dass Sie da was falsch verstanden haben?

Zwicke
@18:26 von karwandler

Hallo werter User @karwandler... Mit Ihrer Antwort an den User @Superschlau haben Sie freich recht... eine EU-Mitgliedschaft ist grundsätzlich zu beantragen...
_
Bei Ihren Aussagen zur Sezession zwischen Nordirland und UK bzw. Anschluß an die Pepublik Irland haben Sie sich aber wohl vergalloppiert... staatsrechtlich wäre das mit entsprechend politischer Entscheidung jederzeit möglich, und die frühere Gefahr des damals politisch rein britisch initiierten Widerstands ist heute kaum noch relevant... weil zB. auch Nordiren die Vorteile einer Zugehörigkeit zur Republik Irland längst erkennen...

Sisyphos3
Rosinenpickerei ?

vielleicht begreift man hierzulande nur nicht den Sinn einer Organisation wie der EU
es muß auch einem selber was bringen

Bote_der_Wahrheit
Die Ursachen für den Brexit ignoriert man weiterhin!

Eine eine vollständige EU ist nur mit Großbritannien möglich ist. Ich bin daher der Überzeugung, dass der Brexit nur mit einem neuen Angebot der EU an Großbritannien, einem „New Deal for Britain“, verhindert werden kann.

Ohne die fundamentalen Fehler, die im EU-Zentralismus und in der Tatsache, dass zu häufig die im Vertrag von Lissabon festgelegten Prinzipien wie Subsidiarität und Eigenverantwortung außer Acht gelassen wurden, zu verorten sind, wäre es nie zum Brexit gekommen.

Eine EU hat ohne GB sowieso keinen Bestand. GB ist eines der wenigen EU-Länder mit gesumden, pragmatischen Menschenverstand.

Den Prinzipien Subsidiarität, Eigenverantwortung, Freiheit und Wettbewerb, die man seit Jahren verletzt, müssen endlich wieder Rechnung getragen werden. Dieser Geist - der Geist eines Europas der Vaterländer - muss sich in einem "New Deal for Britain" wiederfinden.

Dann klappt es auch mit einem Exit vom Brexit!

adagiobarber
nun soll das bereits getroffene abkommen

nochmals 'abgeschmeckt' werden.

ist in vielen chefküchen üblich, bevor dann endgültig -ohne wenn und aber- serviert wird.
noch ein bisschen gewürz, pfeffer, salz und ... ab damit.

wenn die briten den austrittsvertrag dann erstmal ein paar jahre verdaut haben, wird noch einmal nachgefragt, ob es denn geschmeckt hat ?

Sparer
Also doch

Wie es Merkel, Juncker und Tusk auch verklausulieren, sie haben also doch Änderungen am ausgehandelten Abkommen im Angebot. Die Sprachakrobaten nehmen uns ein weiteres Mal auf die Rolle.

Account gelöscht
re von FroleinPu....

Informieren Sie sich doch mal über ökonomische Tatsachen.Da geht es nicht um einzelne Güter.Sondern eben um die Handelsbilanzüberschüsse und ihre Folgen.Informationen stehen darüber auch im Memorandum Wirtschaft 2018/Pappyrossa Verlag.

karwandler
re zwicke

"die frühere Gefahr des damals politisch rein britisch initiierten Widerstands ist heute kaum noch relevant... weil zB. auch Nordiren die Vorteile einer Zugehörigkeit zur Republik Irland längst erkennen..."

Weshalb sich die nordirische DUP mit Klauen und Zähnen dagegen wehrt, dass irgendeine Zoll- oder sonstige Grenze zwischen Ulster und GB gezogen wird?

Da fehlt Ihrem Statement aber jeglicher Realitätsbezug.

Politeia
Szenario

January: End of May
February: Neuwahl in UK
March: Corbyn Premier
April: Rücktritt vom Austritt
May: Europawahl

Ne_immi
Was noch?

Wie viele Extrawürste wollen die Briten noch haben? Nachdem Thatcher die Europäer bereits mit dem Briten-rabatt erpresst hat, jetzt noch weitere Zugeständnisse? Nein, es reicht. Soll es doch einen ungeordneten Brexit geben. Die Briten werden darunter leiden, nicht die EU.
Einmal muss Schluss sein mit dem hier könnte man noch ein bisschen und da noch etwas. Nein!! Die Parole muss sein bis hierher und nicht weiter.
Die EU muss sich noch noch lächerlicher in der Causa Brexit machen.

schabernack
21:02 von berelsbutze

«Wie würden sie etwas nennen, was in der Zukunft liegt und der weitere Verlauf völlig unklar ist? Also hier in Niedersachsen heißt das Glaskugellesen.»

Statt "Glaskugellesen" sollte man den Hinweis auf die Befürchtungen, der Nordirland-Konflikt könne bei einer "ungeschickten" Lösung der Grenzfrage auf der irischen Insel gewalttätig-militaristisch wieder aufflammen, wohl eher "konstruktiven Realismus" nennen.

Viele Fragestellungen des Brexit sind heute noch unwägbar.
Welche Folgen, welche Vor- und Nachteile sie für wen haben werden.

Die mögliche Gefahr von bewaffneten Unruhen, "von bürgerkriegsähnlichen Zuständen" hat eine ganz andere Dimension als die Frage, ob die Wirtschaft in welchen Aspekten "evtl. den Bach runter gehen mag" …

Magfrad
@karwandler 21:24

Die DUP repräsentiert nicht alle Nordiren. Sin Fein ist als Partei mindestens so wichtig. Der Forist Zwicke hat schon recht. Es gibt viele Nordiren die die Vorteile der Zugehörigkeit zur Republik Irland längst erkennen.

rossundreiter
@karwandler, 18:26

"Die EU kann keinem Land den Beitritt anbieten. Ein Land muss den Beitritt beantragen."

Äh... richtig. Zunächst ein Antrag, dann das EU-Angebot.

"(...) weil es zum Bürgerkrieg zwischen zwischen den probritischen und den proirischen Nordiren führen würde (…)."

Äh... falsch.

Es würde nicht "zum Bürgerkrieg führen", sondern die Protestanten würden den Katholiken den Krieg erklären, oder die Katholiken würden den Protestanten den Krieg erklären, und erst dann würde es zum Bürgerkrieg führen.

Himmel hilf, wenn ich einmal wüsste, was diese ewigen völlig sinnfreien Haarspaltereien bezwecken sollen...

karwandler
re schabernack

"Statt "Glaskugellesen" sollte man den Hinweis auf die Befürchtungen, der Nordirland-Konflikt könne bei einer "ungeschickten" Lösung der Grenzfrage auf der irischen Insel gewalttätig-militaristisch wieder aufflammen, wohl eher "konstruktiven Realismus" nennen."

Außerdem war der Ausgangspunkt meiner Prognose nicht eine "ungeschickte Lösung" der Grenzfrage, sondern die Idee eines Mitforisten, Nordirland könnte sich vom UK lossagen.

Was der Prognose noch einen anderen Hintergrund verleiht.

Zwicke
Mit Verlaub mal etwas ganz Persönliches...

... vor rund drei Jahren sind wir alle - meine Wenigkeit nebst Gattin und dazu zwei unserer vier Kinder samt eigener Kinder ... und sogar 2 x 2 jeweilige Schwiegereltern als Stitze für die Kinder und natürliche Omas und Opas für die Enkel ... von DE nach Neuseeland ausgewandert ... und seinerzeit zumindest nun nominell Untertanen der Common-Wealth-Queen-Of-All named Elisabeth II = the Second. But - in the Common-Wealth the absolutely Only One..! Damit will ich sagen ... das hiesige Lebensgefühl im Verbund mit den den hiesigen Alt-Mitbürgern ist entspannt und lässig - ganz anders als im heute parteilich und sozial zerstrittenen - und teils schon desolaten - Deutschland. In NZE - und sogar wir und andere Einwanderer - präferieren den Brexit von der EU ... ob mit oder ohne Premier May... Es kann nur besser werden ... vielleicht sogar für Deutschland mit noch mehr Migranten...

Account gelöscht
21:18 von Sparer

"" Wie es Merkel, Juncker und Tusk auch verklausulieren, sie haben also doch Änderungen am ausgehandelten Abkommen im Angebot. Die Sprachakrobaten nehmen uns ein weiteres Mal auf die Rolle.""
#
Das ist ja meine Frage im obigen Kommentar meinerseits. Frau May macht ja nicht umsonst so eine Reise quer durch Europa und besucht die Regierung Chefs.

karwandler
re magfred

"Die DUP repräsentiert nicht alle Nordiren. Sin Fein ist als Partei mindestens so wichtig. Der Forist Zwicke hat schon recht. Es gibt viele Nordiren die die Vorteile der Zugehörigkeit zur Republik Irland längst erkennen."

Sie umschreiben das Problem nur mit anderen Worten.

Natürlich hätte ein Teil der Nordiren gern die Vereinigung mit der Republik Irland. Was aber für den anderen Teil aber Anathema ist.
Also kracht's dann zwischen diesen. Eigentlich sehr einfach und sowieso mit Blick auf die Geschichte.

berelsbutze
@ schabernack

„Statt "Glaskugellesen" sollte man den Hinweis auf die Befürchtungen, der Nordirland-Konflikt könne bei einer "ungeschickten" Lösung der Grenzfrage auf der irischen Insel gewalttätig-militaristisch wieder aufflammen, wohl eher "konstruktiven Realismus" nennen.“

Sie wissen nicht, ob es in Zukunft zu einer „ungeschickten“ Lösung kommt und sie wissen nicht, ob diese ungeschickte Lösung dann zwangsläufig zum Krieg führt. Auch Sie bedienen aktuell ihre Glaskugel zu oft... ich halte mit meiner Glaskugel jetzt mal dagegen. Die sieht KEIN Krieg. Welche Kugel ist jetzt besser?

rossundreiter
Soso.

Das Austrittsabkommen wird also nicht mehr "aufgemacht", aber es kann noch zu "Interpretationen" und "Klarstellungen" kommen.

Im Zweifel gibt es dann noch "gesonderte Erklärungen", etwa zur Nordirlandfrage.

Womöglich irgendwann auch dahingehend, dass das ganze Austrittsabkommen eigentlich gar nicht zu gemeint war und die Briten, wenn man es bei Licht betrachtet und dreimal umdreht, natürlich freien Handel mit EU-Staaten treiben dürfen, natürlich ohne im Gegenzug EU-Migranten auf Dauer ihre schöne Insel verschandeln zu lassen, denn das wäre ja wirklich nicht zumutbar...

Wieso habe ich das Gefühl, dass sich unsere europäischen Politiker von den Briten schon wieder ganz banal an der Nase durch das Zirkuszelt schleifen lassen?

Fenian
You can't eat your cake...

Wenn es nach den Vorstellungen der hehren Engländer ginge, würden sie natürlich alles bekommen, was sie sich in ihre Kürbisköpfe(vergl. Foster) gesetzt haben.
Also: hart bleiben!
Übrigens : In NI würde es nicht zu einem Bürgerkrieg kommen, sondern zu einem Befreiungskampf der bisher unterdrückten einheimischen Kelten gegen ihre germanischen Unterdrücker!

Politeia
@21:40 von karwandler

Was aber für den anderen Teil aber Anathema ist.

Das ist so nicht richtig. Durch das gemeinsam beschlossene Karfreitagsabkommen besteht das verbriefte Recht der Wiedervereinigung mit der Republik Irland mittels bindendem Referendum in Nordirland.
Da gibt's keinen Kirchenbannstrahl mehr. Und auch keine kritische Menge mehr an terroristischen Ultranationalisten.

Magfrad
@schiebaer45 21:39

Sie und andere Foristen unterstellen Merkel, Tusk und Juncker Dinge die diese nicht getan haben. Keiner von den Dreien hat May irgendwelche Zugeständnisse gemacht. May reist durch Europa um zu sprechen, dies bedeutet aber ganz sicher nicht, dass es eine neuen Deal gibt. Es gibt keine Nachverhandlungen. Keinen Neuen Deal und fertig!

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