Kommentare - May bei Merkel: Hart - aber nicht hoffnungslos

11. Dezember 2018 - 17:34 Uhr

Die britische Premierministerin May kämpft in der EU um Nachverhandlungen des Brexit-Abkommens. Kanzlerin Merkel zeigt sich dabei kompromisslos - und deutet dennoch eine Lösung an.

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Kommentare

May bei Merkel

Kanzlerin Merkel zeigt sich dabei kompromisslos - und deutet dennoch eine Lösung an.

Glaubt hier wirklich noch jemand an eine gewisse Transparenz?

Och nee, ...

hört das denn nie auf?
Allmählich wird auch der Langmütigste überdrüssig.
Nicht jede Einzelstation auf May's goodwill-Tour muss mit allen bekannten Einzelheiten immer wieder erneut beschrieben und kommentiert werden.

Alles zurück auf Los?

Ich könnte mir vorstellen, dass May den Brexit-Antrag nach dem Urteil aus Luxemburg zurücknimmt, um anschließend (sofort oder später) einen neuen Antrag zu stellen und dann nochmals neu zu verhandeln.
Vermutlich eher später als sofort, vielleicht auch erst nach den nächsten Wahlen in GB oder man „vergisst“ einfach einen neuen Antrag.
Den Briten könnte man es damit verkaufen, dass man dann erstmal weiter mitdiskutieren und mit stimmen kann, GB an den EU-Parlamentswahlen teilnehmen kann und man in GB dann Zeit hat „neue“ eigene Lösungen zu entwickeln.
Letztlich könnte so ein Schritt den Brexit auf den Sankt Nimmerleinstag hinausschieben, ohne dass jemand sein Gesicht verliert. Für die EU wäre es allerdings eine sehr schlechte Lösung, da das Damoklesschwert des Austritts weiter über allem schwebt und GB vermutlich noch weniger konstruktiv mitarbeiten würde als schon in den letzten Jahren.

@karwandler

Warum sollte die EU keine Angebote machen können?
Warum sollte Nordirland nicht aus GB austreten können?
Nur weil ich das mal so in den Raum gestellt habe und Sie mich nicht ausstehen können?
Selbst wenn GB dazu Regeln hätte, und das haben die Bestimmt, kann jeder Landstrich jederzeit sich von Allem Loslösen. Das ist Sinn und Zweck, einer Rebellion. Selbst Katalonien kann das, die Krim konnte das, USA konnten das, etc. Es läuft nur immer mal mehr mal weniger gewalttätig ab.

Frau Merkel......

war noch nie kompromislos, weder bei May, Trump oder Putin! Sie will immer noch "everybodys darling" sein, zumindest solange sie jede Art von Belastung an die Bevölkerung weitergeben kann.

May bei Merkel: Hat May noch Hoffnung?

May will bei Merkel Brexit-Vertrag retten.
GB bietet doch ein abschreckendes Beispiel für alle anderen EU-Staaten. Und selbst, wenn es einen EU-Staat gebe, der sich mit einem Austritt aus der EU beschäftigen würde, gibt es keinen, der einen solchen Schritt wirklich will. Das Beispiel ist doch Griechenland, das trotz seiner hohen Verschuldung nur eine Lösung in der EU findet. Und andere Staaten des Balkan drängen geradezu danach, in die EU zu kommen.

Fühle mich irgendwie veralbert

"Dennoch signalisierte er etwas Entgegenkommen: "Es gibt genug Spielraum, um weitere Klarstellungen und weitere Interpretationen zu geben, ohne das Austrittsabkommen noch einmal aufzumachen."

Spielraum für Klarstellungen und Interpretationen?

Verstehe ich nicht.

Im Zusammenhang mit Verträgen sehe ich einen Widerspruch zwischen Klarstellung und Interpretation.
Wenn ich einen gültigen(!) Vertrag abschließe, will ich alles glas k l a r geregelt haben und keinen Raum für Interpretationen lassen.

17:41 von Barbarossa 2

Kanzlerin Merkel zeigt sich dabei kompromisslos - und deutet dennoch eine Lösung an.

Glaubt hier wirklich noch jemand an eine gewisse Transparenz?
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Ist dann bekannt als Kompromiss aber egal!!!

Es ist wenigstens lustig, wobei Fossil des Tages einfach nur zum weglachen war.

Gut das die Klima Kanzlerin eine Lösung anbietet...;-()

Nur Geduld

Die bisherige 'Vertragskomposition' war nur das Präludium.
Jetzt kommt die Fuge.

Das Thema ist durch

Die Briten wollen die Solidargemeinschaft verlassen. Erwarten Sie jetzt auch noch Geschenke? Nein, das Thema Brexit ist durch. Das britische Parlament kann jetzt dem Vertrag zustimmen oder es bleiben lassen.

Ich habe fertig!

Irgendjemand muss das einmal sagen.
GB hat abgestimmt, Okay ein wenig überhastet und den Volkstribunen folgend, aber jeder konnte vor der Abstimmung sich informieren. Also, es ist entschieden, der Vertrag verhandelt, entweder akzeptieren, oder der harte Weg.
Ach ja, Frau Merkel, das Thema mit der eventuellen Möglichkeit einer Auslegung des Brexit Vertrages, oder doch noch eine Änderung, das ist genau, dass was man Ihnen vorwirft, inkonsequent und immer durchschlängeln.
Dieses Handeln hat dazu geführt, dass Ihnen die Wähler davonlaufen!

Hat May nur Forderungen

Erwartet May bei den Nachverhandlungen nur Zugeständnisse der EU? Oder hat sie auch britische Zugeständnisse im Gepäck?

Langsam gehen mir die stündlichen Wasserstandsmeldungen

zum Brexit oder nicht auf den Zeiger. Wissen die Brits eigentlich selbst, was sie in etwa wollen? Und was wollen sie morgen? Und übermorgen?
Das Possenspiel nach monatelangen teuren Verhandlungen gibt doch langsam alle Beteiligten der Lächerlichkeit preis. Wer will die noch ernst nehmen bei der Halbwertzeit ihrer Aussagen? Jeder macht sich halt lächerlich, so gut er kann.

@ Barbarossa 2 May bei Merkel

"Glaubt hier wirklich noch jemand an eine gewisse Transparenz?"
Ja, einfach den Text lesen. Da steht drin, wie es gehen könnte.
Sehr transparent.

@ Dr. baschir

Ich habe noch keinen Vorschlag gehört, wie das Grenzproblem realistisch gelöst werden soll, außer „keine Grenze in Irland“ und „Kontrolle in Dover“. Kann aber an mir liegen

Was sollte nach dem Brexit in Dover kontrolliert werden, was nicht zuvor auch schon kontrolliert wurde?

re karlheinzfaltermeier

"Frau Merkel......

war noch nie kompromislos, weder bei May, Trump oder Putin! Sie will immer noch "everybodys darling" sein, zumindest solange sie jede Art von Belastung an die Bevölkerung weitergeben kann."

Das Thema dieses Artikels ist ausgesprochen ungeeignet zum Merkel-Bashing.

re anna-elisabeth

"Spielraum für Klarstellungen und Interpretationen?

Verstehe ich nicht.

Im Zusammenhang mit Verträgen sehe ich einen Widerspruch zwischen Klarstellung und Interpretation.
Wenn ich einen gültigen(!) Vertrag abschließe, will ich alles glas k l a r geregelt haben und keinen Raum für Interpretationen lassen."

Sie haben wohl nicht mitbekommen, dass es erstens einen Vertrag und zweitens eine politische Erklärung über die zukünftige Zusammenarbeit zwischen UK und EU gibt.

Photo Op

Wenigstens gibt's für Frau May noch die eine oder andere Photo Op mit den großen Lenkern auf dem Festland für's Familien-Album.
Hoffentlich sägen ihr ihre Kollegen noch vor Ende des Jahres die Stuhlbeine ab, damit das Elend mal ein zu Schluß kommt. Bitte!

Der Drops ist gelutscht

@ Anna-Elisabeth
Die bisherige 'Vertragskomposition' war nur das Präludium.
Jetzt kommt die Fuge.

Nein. Jetzt kommt nur noch der Schlussakkord.

Na so ´was?

Merkel hat doch Erfahrung darin, immer einen Weg zu finden, um den eigenen Posten zu retten.
Davon könnte May profitieren.

Merkel bringt es auf den Punkt

@ Barbarossa 2
Glaubt hier wirklich noch jemand an eine gewisse Transparenz?

Welchen Teil des Wortes "nein" finden Sie denn intransparent?

re superschlau

"

"Warum sollte die EU keine Angebote machen können?"

Die EU kann keinem Land den Beitritt anbieten. Ein Land muss den Beitritt beantragen, der Antrag wird geprüft und ggf. von den Mitgliedstaaten einstimmig die Aufnahme beschlossen.

"Warum sollte Nordirland nicht aus GB austreten können?
Nur weil ich das mal so in den Raum gestellt habe und Sie mich nicht ausstehen können?"

Weil Nordirlandvon britischen Zuschüssen zum Haushalt abhängig ist, weil es zum Bürgerkrieg zwischen zwischen den probritischen und den proirischen Nordiren führen würde und weil nicht mal sicher ist, ob staatsrechtlich eine Sezession vom UK möglich wäre.

Nur mal die wichtigsten Gründe.

18:22 von FroleinPutinsPo...

Nein. Jetzt kommt nur noch der Schlussakkord.

Bei allem Respekt, aber so weit sind wir noch lange nicht.

May bei Merkel: Hart - aber nicht hoffnungslos

Die ganze Geschichte mit dem Brexit ist einfach nur kurios von vorne bis hinten. Da ist eine britische Premierministerin, die heute eine Abstimmung über den Brexit im Londoner Parlament verschoben hat, um wegen einem möglichen Nein zum Brexit ihren Job zu retten. Doch eigentlich will sie in Berlin Hilfe erhalten, um den Brexit zu unterstützen, den nicht sie selber, sondern Nigel Farage von der UKIP und ihr Außenminister Boris "Struwwelpeter" Johnson eigentlich wollten. Und in den Gang gesetzt worden war er schon vor 2016 von einem gewissen David Cameron. Sie will den Brexit nicht, sie muss ihn wollen.
Und dann gibt es da die Kanzlerin in Berlin, die sie bestärken soll im Brexit, obwohl sie doch eigentlich den Brexit auch nicht will, aber seltsamerweise in üblicher kühler und trockener Merkel-Form darauf pocht, dass der Brexit nun zügig erfolgen müsse, auch wenn er bei anderen Ländern keine Schule machen solle. Das sagt wohlgemerkt die geschwächte Kanzlerin mit einem Posten weniger.

Schluss

@ Superschlau:
Warum sollte die EU keine Angebote machen können?

Die Verhandlungen sind beendet. Schluss. Aus die Maus.

Thema verfehlt

@ Schlagloch:
Merkel hat doch Erfahrung darin, immer einen Weg zu finden, um den eigenen Posten zu retten.

Was sollte Ihrer Meinung nach an Merkels Amt rettungsbedürftig sein? Und was hat das mit dem Thema zu tun?

@18:12 von Gjallarhorn

"Ach ja, Frau Merkel, das Thema mit der eventuellen Möglichkeit einer Auslegung des Brexit Vertrages, oder doch noch eine Änderung, das ist genau, dass was man Ihnen vorwirft, inkonsequent und immer durchschlängeln.
Dieses Handeln hat dazu geführt, dass Ihnen die Wähler davonlaufen!"

Das erinnert mich jetzt an den Kabarettisten Volker Pispers der über Frau Merkel mal gesagt hat: "Die Frau ist selbst immer ganz gespannt, was sie als nächstes sagen wird."

@ Barbarossa 2

Nein. Jetzt kommt nur noch der Schlussakkord.
Bei allem Respekt, aber so weit sind wir noch lange nicht.

May schon.

Mich würde mal interessieren...

...was dieses ganze Rumgeeiere bisher schon gekostet hat. Abgesehen davon wurde reichlich Porzellan zerschlagen.
Und dies allein aufgrund der Tatsache, dass man ewiggestrigen und irregeleiteten Bürgern suggeriert hat, dass "Global Britain" Realität werden könnte. Ich lach mich schlapp!
Liebe Freunde auf dieser ehemals wichtigen Insel nördlich von Frankreich: Ihr habt nicht nur Euch ganz schön was eingebrockt!
Ich habe allerdings jegliches Verständnis für diese trunkene "Rule Britannia!"- Folklore verloren.
Seid so gut und geht jetzt erhobenen Hauptes und gut is!

Die EU könnte May nach Darstellung

von Diplomaten in einer gesonderten Erklärung zusichern, dass man gemeinsam alles versuchen werde, den Backstop niemals anzuwenden.

Gehts noch? Es gibt genug Spielraum, um weitere Klarstellungen und weitere Interpretationen zu geben. Neue Rosinen fürs UK.

Harter Brexit wäre besser

Ich bin immer noch für einen harten Brexit - einfach Grenzen dicht und keine Importe mehr.

England würde Milliarden einsparen, die eigene Industrie stärken und für neue Jobs sorgen. Damit könnte man auch ein Vorbild für andere Staaten werden. Der Unternehmer-Präsident Trump macht es doch vor.

@18:22 von FroleinPutinsPo...

//Der Drops ist gelutscht
@ Anna-Elisabeth
Die bisherige 'Vertragskomposition' war nur das Präludium.
Jetzt kommt die Fuge.

"Nein. Jetzt kommt nur noch der Schlussakkord."//

Hoffentlich behalten Sie Recht. Es gibt tatsächlich Dinge, wo ich gerne einen Irrtum einräumen würde.

re FroleinPutinsPo: Änderung?

„Was sollte nach dem Brexit in Dover kontrolliert werden, was nicht zuvor auch schon kontrolliert wurde?“

Es ist genau diese Art von Unkenntnis, die auch so viele Briten einfach mal für den Austritt aus der EU hat stimmen lassen!

@ Karwandler

„weil es zum Bürgerkrieg zwischen zwischen den probritischen und den proirischen Nordiren führen würde“

Da wissen Sie mehr als die Nordiren selber oder hat die eine Seite, ohne mein Wissen, der anderen Seite schon den Krieg erklärt, für den Fall, dass GB die EU verlässt.

Daher sollten Sie ihre Bauchgefühle hier im Forum kenntlich machen, bevor noch einer diesen Quatsch wirklich als gegeben hinnimmt

18:35 von FroleinPutinsPo...

Wenn sie Recht behalten sollten, werde ich ihnen gedanklich eine Flasche Sekt zukommen lassen.

@17:45 von harry_up

"Och nee, ...
hört das denn nie auf?
Allmählich wird auch der Langmütigste überdrüssig.
Nicht jede Einzelstation auf May's goodwill-Tour muss mit allen bekannten Einzelheiten immer wieder erneut beschrieben und kommentiert werden."

Nehmen sie mir die Frage nicht übel, aber machen wir das hier im Forum nicht auch (mit)?

re von Kowalski 18:05

"Wer die Solidargemeinschaft verläßt".
Was für eine Aussage:Die EU-eine Solidargemeinschaft ? Eine Organisation für einseitige Exportüberschüsse hier,Austerität und Armut für den Süden.

Am 11. Dezember 2018 um 18:15 von deutlich

"Wissen die Brits eigentlich selbst, was sie in etwa wollen? Und was wollen sie morgen? Und übermorgen?"

Sie haben Recht.
Ja, das wissen sie.
Morgen und übermorgen, immer das gleiche. Egal was May mitbringt, es wird abgelehnt werden.
Das hat sie noch nicht verstanden.

Noch nie war es für eine Opposition so leicht, eine Regierung zu kippen.

Kopfschütteln

ist einzig das, was man für die britische politische Klasse noch empfinden kann. Wie wollen die denn ohne EU zurecht kommen, die kommen doch nicht einmal mit dem zurecht worüber sie das Volk haben abstimmen lassen. Schüss GB, und herzlich willkommen nach einem Läuterungsprozess in ein paar Jahren.

Beispiel für den Bundestag

Da sollten sich unsere gutbezahlten Ja-Sager aus den drei Koalitionsfraktionen mal ein Beispiel nehmen. Merkel und Co können in Brüssel und anderswo (z.B. Migrationspakt, Klimaabkommen etc.) noch so schlecht verhandeln, die Mehrheit im Bundestag nickt es meist ungelesen als alternativlos ab. Die britischen Abgeordneten zeigen wie es geht. Schlecht verhandelt, Mrs. May , ab zum Nachverhandeln. Geht doch. Merkel hat schon Entgegenkommen signalisiert und Juncker muss machen, was Merkel sagt. Mal schauen, mit was May zurückkommt, ob ihr die Abgeordneten nochmal Feuer geben und auch der Weihnachtsurlaub gestrichen wird oder ob es reicht. So schaut richtige (kritische) Parlamentsarbeit aus.

Die Junker EU gibt sich

Die Junker EU gibt sich grosse Mühe ein Example mit UK zu statuieren damit bloss keine andere Nation auf die tolle Idee kommt auch aus der EU austeigen zu wollen.

18:32 von Frolein usw.

Was das mit dem Thema zu tun hat?
Ist das so schwer?
Es geht darum, May´s Posten zu retten - sonst hätte sie ja im Unterhaus abstimmen lassen können.
Und wer hat da die besten Erfahrungen?
Wenn das nicht reicht, kann ich gern noch mehr erklären.

18:29 von FroleinPutinsPo...

Die Verhandlungen sind beendet. Schluss. Aus die Maus.
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Das glauben sie doch selbst nicht und auch die EU-Granden, die jetzt den harten Hund raushängen wollen wissen ganz genau, was auf dem Spiel steht, wenn May stürzt und ein Hardliner das Ruder in GB übernimmt.
Dann gibts keine 120Mrd Euro von GB in den nächsten 10 Jahren für den EU-Topf.
Und ich weiß auch schon, wer dann für diesen diesen Betrag einspringen muss.
Das Exempel, dass man an GB für den "Abfall" inszenieren wollte wird immer mehr zum Kindergeburtstag.

re goldenmichel

"Die Junker EU gibt sich grosse Mühe ein Example mit UK zu statuieren damit bloss keine andere Nation auf die tolle Idee kommt auch aus der EU austeigen zu wollen."

Immerhin kann jetzt jede andere Nation schon mal lernen, wie es nicht geht - wenn man selbst nicht so recht weiß, wie es gehen soll.

2018 um 18:18 von karwandler

Das Thema dieses Artikels ist ausgesprochen ungeeignet zum Merkel-Bashing.
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Warum?
ohne Merkel gäb`s ja schließlich auch keinen Brexit- das kann man nicht oft genug betonen.

re pxslo: Bretthart

„Harter Brexit wärIch bin immer noch für einen harten Brexit - einfach Grenzen dicht und keine Importe mehr.

England würde Milliarden einsparen, die eigene Industrie stärken und für neue Jobs sorgen. Damit könnte man auch ein Vorbild für andere Staaten werden.“

Oh, Vorbilder für Länder, die ihre Grenzen frei- oder unfreiwillig für Importe schließen, gibt es schon eine ganze Reihe. Alles Länder mit blühender Industrie und Wohlstand. Und glücklichen Bürgerinnen und Bürgern, die nicht mehr so viel Zeit fürs Vergleichen beim Einkaufen verschwenden müssen: Einfach kaufen, was da ist. Mit dem Geld, das die eigene Regierung druckt. Und Urlaub endlich wieder im eigenen Land!

Ein wahrhaft traumhaftes Szenario?

Ach ja:
„ Der Unternehmer-Präsident Trump macht es doch vor.“
Unter Trump sind die Importe auf einen neuen Rekordstand gestiegen. Und die Amis wollen einfach keine GM-Autos mehr haben.

das britische Unterhaus

wird diesem schlechten Vertrag niemals zustimmen. Man bezahlt 47? Mrd an die EU und kann nicht einmal eigene Freihandelsverträge wie zum Beispiel mit der USA abschliessen.

Es wird zum harten Brexit kommen. Da kann Frau May versuchen was sie will.

re hanno kuhrt

"Das Thema dieses Artikels ist ausgesprochen ungeeignet zum Merkel-Bashing.
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Warum?
ohne Merkel gäb`s ja schließlich auch keinen Brexit- das kann man nicht oft genug betonen."

Das ist eine ziemlich einsame Interpretation, wie man auch nicht oft genug betonen kann.

Die wollen aus dem Verein

Die wollen aus dem Verein austreten, keine Beiträge mehr zahlen aber weiter mitspielen! Geht's noch?

Ehrlich gesagt....

....verstehe ich nicht, dass über die irische Grenze so ein Bohei gemacht wird. Die Briten wollen den Austritt...völlig OK.....Dann gibt es aber auch Grenzen... und vielleicht ist es eben auch mal wichtig zu sagen: "Guckt da rüber da beginnt Europa!" Man muss nicht so tun als gebe es trotz des Austritts keine Grenzen. Diese Illusion darf man nicht unterstützen!

Gjallarhorn

Merkel will keinesfalls den Deal nochmals verhandeln, sie bleibt konsequent.

Sie will nur kosmetisch die Formulierung für den Backstop aufhübschen.

An den Tatsachen ändert sich also nichts, also auch kein Grund auf die angeblich fliehenden Wähler zu deute(l)n.

Gerade Merkel, die um so viele Dinge mit der EU bereits gerungen hat, bleibt hier verbindlich.

Das macht keinen guten

Das macht keinen guten Eindruck in GB Frau May

Etwas begreife ich nicht.

Etwas begreife ich nicht. Etwa die Hälfte (wenn nicht mehr) der Briten müssen ertragen dass kein zweites Referendum geben wird, weil das Volk hat demokratisch durch eine Wahl entschieden. Man sagt man kann nicht mehrfach wählen bis das Resultat stimmt. Aber, wenn Frau May sieht dass ihre Abstimmung negativ sein wird, da kann sie entscheiden das die Wahl wird später gemacht, weil vielleicht wird dann das Resultat "richtig" sein. Mag das legal sein, aber eine besondere Art der Demokratieverständnis finde ich . Wäre ich ein junger Brite, würde ich eine Gelbe Weste tragen und ziemlich heftig protestieren. Ich vergesse nicht dass das britische Volk wurde von der eigenen Politiker nicht richtig informiert, es wurde belogen wie es nicht mehr geht, jetzt hätten die Leute genug Infos um eine richtige Entscheidung zu treffen.

Goldenmichel: Die EU muss sich auch ohne GB weiter entwickeln

"Die Junker EU gibt sich grosse Mühe ein Example mit UK zu statuieren"
Das ist keine Junker-EU, sondern unsere EU und darauf sind wir stolz. Was wäre aus einem Europa von Kleinstaaten geworden? Nur Krieg und Zerstörung wie in Syrien? Aber die EU kann sich nur weiter entwickeln ohne diesen Außenseiter GB. Das hat leider ein Teil der britischen Bevölkerung zu spät erkannt.

Hanno Kuhrt

Woher nehmen Sie denn diese Erkenntnis?

Merkel ist an allem schuld?!?

Die Briten haben das mit ihrem Irrsinn, gewissen Politikern hinterher zu laufen. selbst in der Hand gehabt.
Und sich leider völlig vergaloppiert - denn alle Versprechen waren nichts als dämliche Spruchblasen.

Merke: man sollte sich seine Rattenfänger schon genauer ansehen, bevor man mitläuft.

18:37 von pxslo

«Ich bin immer noch für einen harten Brexit - einfach Grenzen dicht und keine Importe mehr.
England würde Milliarden einsparen, die eigene Industrie stärken und für neue Jobs sorgen. Damit könnte man auch ein Vorbild für andere Staaten werden.»

Grandioser Vorschlag. GB stellt dann alle Güter, die Wirtschaft und Bevölkerung benötigten und begehren, von heute auf morgen selbst her.
Und fördert alle dazu benötigten Rohstoffe auf eigenem Territorium.

Vom Zündholz, über KfZ, Werkzeugmaschinen, Computer.
Bis hin zu Kakao, Kaffee, Tee, Bananen und Ananas.

«Der Unternehmer-Präsident Trump macht es doch vor.»

Wann haben die USA denn Importe generell eingestellt?
Seit wann "können die" Produktionsmaschinen?
Seit wann wächst in den USA die Kaffeebohne …?

Hoffnungslos diese flexible EU, mit oder ohne BREXIT

Juncker:"Es gibt genug Spielraum, um weitere Klarstellungen und weitere Interpretationen zu geben, ."

Gesetze, Recht und Wahrheiten waren für den EU-Präsidenten und die Kanzlerin immer flexibel. Wie gehabt, von Beginn an. Verträge etc. alles Makulatur... Spielraum, Interpretation..

Warum wollen die Briten austreten?
u.a.deshalb!
Zur Erinnerung vor der €-Einführung:
Muß Deutschland für die Schulden anderer Länder aufkommen?
Ein klares Nein! Der Maastrichter Vertrag verbietet ausdrücklich, daß die EU oder die anderen EU-Partner für die Schulden eines Mitgliedstaates haften.
Mit den Stabilitätskriterien des Vertrags und dem Stabilitätspakt wird von vornherein sichergestellt, daß die Nettoneuverschuldung auf unter 3% des Bruttoinlandsprodukts begrenzt wird. Die Euro-Teilnehmerstaaten werden daher auf Dauer ohnen Probleme ihren Schuldendienst leisten können. Eine Überschuldung eines Euro-Teilnehmerstaats kann daher von vornherein ausgeschlossen werden.
Tarnen, Täuschen ff.-F-

@Hanno Kurt

Dann können Sie uns sicherlich mitteilen mit welchem Politiker und welcher Partei es angeblich besser gelaufen wäre? Ich dachte es gab eine Volksabstimmung und die hat doch nicht Frau Merkel bestimmt? Waren es und sind es nicht eher andere welche in der EU Stimmung machen und einen Sündenbock suchen?

re Hanno Kuhrt

„ohne Merkel gäb`s ja schließlich auch keinen Brexit- das kann man nicht oft genug betonen.“

Man kann Menschen und erst Recht Politiker auch durch Dämonisierung erst groß machen!

Ich frage mich nur, wodurch manche Menschen und politische Lager die bald fehlende Projektionsfläche eigener Ideenlosigkeit ersetzen werden. Die Zukunft ist düster - ohne Merkel!

superschlau 17:50

"...warum sollte Nordirland nicht aus GB austreten können?"

Wissen Sie auch nur ansatzweise was vom Konflikt im Norden der Insel?

Der Satz oben (ganz zu schweigen von Ihrem Verhältnis zur Gewaltfrage) ist peinlich.

Die sog. Unionisten und Loyalisten auf protestantischer Seite begreifen die Zugehörigkeit zum UK quasi gottgewollt als Bestandteil ihrer Religion. Die paramilitärischen Verbände haben nur nach außen hin aufgehört zu existieren.

Auf republikanisch (irisch-katholischer) Seite gibt es auch radikale Splitterfraktionen, die die gemäßigte Sinn Fein-Politik der Republikaner ablehnen.

Auf beiden Seiten haben sich kriminelle Untergrundstrukturen verselbstständigt. Da existieren mafiöse Strukturen, Schutzgeld, Drogenhandel, Selbstjustiz.

Das Gewaltpotential ist vorhanden und würde bei der von rechtskonservativen Tories und der noch weiter rechts stehenden UKIP verursachten chaotischen Lage sofort explodieren, wenn Unionisten "ihre heilige Zugehörigkeit" zum UK bedroht sähen.

re Anna-Elisabeth, um 18:41

Ja eben, das meinte ich ja.
Ich werde mich zu diesem Thema erst wieder melden, wenn es wirklich etwas Neues gibt.
Freilich könnte das bereits morgen sein, aber so recht glaube ich das nicht.

Wenn der Lügenbaron Junker

Wenn der Lügenbaron Junker behauptet es gäbe noch Platz für weitere Interpretationen, heißt das doch, dass man den Vertrag unterschiedlich auslegen kann und damit weitere Streitereien in den nächsten Jahrzehnten vorprogrammiert sind.
Also wieder mal Wischi -Waschi.
England ist raus und basta!
Wie die selber damit fertigwerden ist deren Problem!
Da sollte sich kein einziges Land der EU weiter einmischen!

Gute Nachrichten!

Das klingt nach guten Nachrichten! Wenn es tatsächlich eine entsprechende Einigung gibt, können alle Beteiligten ihr Gesicht wahren. Wir können uns freuen, dass die Verbindung zwischen UK und DE, zwischen May und Merkel, trotz des Ringens um den besten Vertrag, noch gut und belastbar sind. Denn selbstverständlich haben wir weiterhin gemeinsame Interessen und eine gute Freundschaft.

@18:18 von FroleinPutinsPo

„Was sollte nach dem Brexit in Dover kontrolliert werden, was nicht zuvor auch schon kontrolliert wurde?“

Das kommt auf den Brexit an. Bisher wird in Dover gar nichts kontrolliert, was aus der EU kommt. Nur der Ausweis des Fahrers. Keine Zölle, keine Zollkontrolle.
Aber GB will ja in Zukunft eigene Zölle erheben. Also müssen sie kontrollieren.
Wenn sie den Vertrag annehmen bleibt erst mal alles, wie es ist. Wenn Sie ohne Vertrag austreten sind sie ein Drittstaat ohne Handelsabkommen mit der EU. Dann verlangt die EU die üblichen Zölle für solche Staaten in Ostende und die Briten machen in Dover, was sie für richtig halten.

@ Palma

das britische Unterhaus wird diesem schlechten Vertrag niemals zustimmen. Man bezahlt 47? Mrd an die EU und kann nicht einmal eigene Freihandelsverträge wie zum Beispiel mit der USA abschliessen.

Daran haben die USA ja auch wenig Interesse.

langsam wird es affig

wer hätts gedacht!?
man will nun doch nachverhandeln!?

ich hoffe, dass sich die EU darüber im klaren ist, dass sie niemand mehr ernst nimmt, wenn sie nicht anfängt klare aussagen zu formulieren, und diese dann auch umsetzt!

ich bin gespannt, was may der EU noch so alles abverlangen kann - sie macht ihr problem (wahrscheinliche ablehnung des brexit im unterhaus), zum problem der EU - und diese lässt sich willfährig vor den karren spannen..

nicht falsch verstehen:
mir wäre eine EU mit GB auch deutlich lieber! aber diese haben sich selbstständig für den austritt entschien!

also himmel noch mal! dann sollen sie doch auch bitte endlich einfach gehen!!

beängstigend

Nach dem Tun dieser Kanzlerin in den letzten Tagen zu urteilen, bringt sie es auch noch fertig, die Kosten des Brexit für die dt. Steuerzahler zu übernehmen.
Wann erfolgt endlich der Rücktritt?!

Wenn Junker &Co...

...künftig wirklich noch ernstgenommen werden wollen, müssen sie zu ihrem Wort stehen: es gibt keinerlei Nachverhandlungen, basta. Nur weil PM May den Karren wissentlich vor die Wand fährt, darf die EU nicht an Glaubwürdigkeit verlieren.
Außerdem gilt das Gezerre um den Brexit schlecht als Warnung für andere Länder: das unlösbare Problem ist doch Nordirland, britisches Hoheitsgebiet auf einer Insel mit Grenze zur EU und latenter Gefahr zu einem Bürgerkrieg. Ohne NI wäre der Brexit längst durch das Unterhaus gewunken worden.

@ Hanno Kuhrt

Das glauben sie doch selbst nicht und auch die EU-Granden, die jetzt den harten Hund raushängen wollen wissen ganz genau, was auf dem Spiel steht, wenn May stürzt und ein Hardliner das Ruder in GB übernimmt.

Gute Idee.

Zu 19:08von conarco -Haben wir besser Politiker als die Briten?

.. Wäre ich ein junger Brite, würde ich eine Gelbe Weste tragen und ziemlich heftig protestieren. Ich vergesse nicht dass das britische Volk wurde von der eigenen Politiker nicht richtig informiert, es wurde belogen wie es nicht mehr geht, jetzt hätten die Leute genug Infos um eine richtige Entscheidung zu treffen.

@conarco, wir wurden in D und der EU immer richtig "von den eigenen Politikern" informiert?

Mindestens in Bezug auf den € und die EU wurden wir von unseren Politikern eindeutig hinters Licht geführt. Das politische Interesse stand vor der Wahrheit. Griechenland wurde in den Euro gemogelt. Die Bedingungen waren zu keiner Zeit erfüllt (bis heute nicht)! Deutsche Politiker waren dabei!

Gelbe Warnwesten gehören ins Auto. Mit Anarchie und Chaos bewegen sich unsere Nachbarn auf keinem guten Weg. Die Gelbwesten machen einen Fehler, Macron war grundsätzlich auf dem richtigen Weg. Weiter mit Schulden ist eine Sackgasse. Italien ist kein Vorbild. Das hat so keine Zukunft.

@schabernack

Bananen, Tee, Kakao, Kaffee...das alles kommt ursprünglich ehe nicht aus der EU. Des weiteren wird GB ehe nichts anderes über bleiben für andere Güter, entweder teurer kaufen, da ja verzollt aus der EU oder aber selber herstellen, so fern man das kann. Ich pxslo hat USA als schlechten Vergleich aufgestellt: USA erpressen ja jeden, welcher nicht nach seiner Pfeife tanzt.

@ Oggen

Mich würde mal interessieren... was dieses ganze Rumgeeiere bisher schon gekostet hat.

Noch gar nichts. Aber wenn die Schiffe im Hafen bleiben müssen und der Handel zum Stillstand kommt, dann wirds teuer.

18:39 von berelsbutze

«Da wissen Sie [@karwandler] mehr als die Nordiren selber oder hat die eine Seite, ohne mein Wissen, der anderen Seite schon den Krieg erklärt, für den Fall, dass GB die EU verlässt.»

Nein, das nicht. Aber "endgültig befriedet" ist der Nordirland-Konflikt ganz sicher nicht. Gewaltpotential ist weiterhin vorhanden, dem man keinen Anlass geben sollte, wieder offen zu Tage zu treten.

Die Grenzfrage auf der grünen Insel ist wohl DIE Thematik beim Brexit, deren Brisanz von Anfang an am stärksten unterschätzt wurde. Und weiterhin wird …

@Caligula19

Und woher entnehmen Sie das? Ich sehe seitens Frau Merkel nirgends so einen Vorschlag. Hauptsache gegen Frau Merkel und pro AfD, aber da müssen schon bessere Ideen her als nur haltloses in den Raum werfen.

@ Dr. baschir

Das kommt auf den Brexit an. Bisher wird in Dover gar nichts kontrolliert, was aus der EU kommt.

In Zukunft auch nicht. Wozu auch?

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