Ihre Meinung zu: London: Bürgermeister fordert neues Brexit-Referendum

16. September 2018 - 9:35 Uhr

Der Bürgermeister von London hat ein neues Brexit-Referendum gefordert. Die Risiken für Arbeitsplätze und die Wirtschaft seien zu groß. Damit nimmt der Druck auf Premierministerin May weiter zu.

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Kommentare

Um es mal

ganz normal auszudrücken, mit normalen Worten ohne Politiker Sprech, 2 Jahre das dauernde gezicke der Briten geht vielen auf den Kessel.
Vorher schon Rosinen gepickt ohne Ende, und jetzt nur dumme Sprüche und ständig in dem Medien.

Sie sollen langsam sehen das Sie austreten damit auch mal ein Thema beendet ist.

Seine Meinung darf man ändern

Ein zweites Referendum würde dem Volk die Chance geben, seine Meinung zu ändern oder ggf. beizubehalten. Ein Verbot eines zweiten Referendums ist nur ein Armutszeugnis für das Demokratieverständnis der Brexitianer.

Wie hätten wir es denn gern, Herr Bürgermeister?

Ja, stimmt nochmal ab, liebe Briten! Und dann nochmal. Und dann wieder.
Man könnte das doch einfach zu einer turnusmäßig durchgeführten Veranstaltung machen. Evtl. parallel zu den Parlamentswahlen?

Möglicherweise ist dieses Commonwealth-Denken

noch im Bewusstsein vieler älterer Briten, was auch mit einem gewissen Dünkel verbunden ist. Das ist eine grobe Fehleinschätzung, wie man an den zu erwartenden Auswirkungen des Brexit sehen kann.

Schlechtes Demokratieverständnis ist

ein Referndum so lange durchzuführen, bis das Ergebenis genehm ist. Herr Bürgermeister: Die Wahl ist durch! Annehmen ist nun die demokratische Pflichtübung.

Schluss mit Abstimmen

Ich bin für den Brexit und gegen ein neues Referendum, weil der Brexit die britische Wirtschaft schwächt und die europäische stärkt.

Nur Mut

Da schaut endlich mal jemand über den Tellerrand. Und man kann dem Londoner Bürgermeister nur viel Glück wünschen, dass es zu einem zweiten Referendum kommt, denn wenn die Briten der Premierministerin May stur wie eine Schafherde folgen, enden sie an der Klippe oder auf dem Schlachthof!

Europa schwächen

Der Brexit schwächt die EU-Bürokratie. Ich möchte, dass die EU geschwächt wird, weil ich sie mitverantwortlich mache für meine eigene schlechte Ausbildung und berufliche Situation.

Was sollte das bringen?

Sogar, wenn sich eine Mehrheit für den Verbleib ergeben würde, hätte das mit Sicherheit mindestens zwei Konsequenzen: 1.) hätte man wieder die britischen Forderungen und Sonderregelungen und 2.) wäre es genau das, was die EU-Gegner kritisieren, nämlich so lange abstimmen zu lassen, bis das Ergebnis passt! Ich glaube, innerlich hat sich die EU und auch ein Großteil der Bevölkerungen schon vor Camerons "Abenteuer" von Großbritannien verabschiedet. Auffallend ist auch, daß von einem Mr. Borris oder Mr. Farage usw. nichts mehr zu hören ist! Mangels Argumente? Auch die Behauptungen und Vorhersagen der EU-Befürworter haben langfristig keine Wirkung! Die britische Landwirtschaft, der Kapitalplatz London, die britische Arbeitslosenbilanz usw. werden die Folgen erst aufzeigen müssen! Ich bezweifle, daß ein "Changing-of-the-Guard" die negativen Folgen ausgleicht! Deshalb: out is out!

Unkenntnis schafft Fakten.

Bürgermeister Khan hat recht. Mehr als Recht. Das was die Politik im United Kingdom veranstaltet ist gegen die Mehrheit der Meinung der Bevölkerung gerichtet. Dazu kommt das die Bevölkerung nicht mal weiß das der Brexit zu einer massiven Verarmung führen wird. Ebenso ist nicht allgemein bekannt das mit dem Brexit einige sehr wohlhabende Personen sehr viel Geld verdienen werden, so auch der frühere Außenminister , der übrigens Amerikaner und Brite ist.

We kommt Herr Khan

jetzt zu dieser Schlussfolgerung ??
Hätten doch die Briten dem Herr Johnson doch mehr geglaubt, der mit Hilfe seiner Freunde den Briten eine rosige Zukunft versprochen hat.
Dass der Bürgermeister von London nun mit "Ergebnissen" aufwartet ist doch für die Briten ein Zeichen, dass der mit populistischen Zeremonien begangene Austritt im Nachhinein ein vorgegaukeltes Szenarium war. Das liegt auch am Verständnis des Bildungsbürgertums. Hätte die Mehrheit sich wirklich gefragt, was es bedeutet hinsichtlich, sozial-ökonomischer und gesellschaftlicher Verwerfungen eine Rolle es spielen werde, und das mit konkreten und nachvollziehbaren Zahlen unterlegt, dann wäre der Breit nie eine Debatte gewesen. Jetzt auf einmal, wo es zu dem Kollaps kommt, steht die Angst bis über dem Kopf.

Khan hat recht und Labour als

Khan hat recht und Labour als Opposition ist eine riesige Enttäuschung.

Kai

Ich wünsche mir sehr, dass England Teil der EU bleibt. Das wünsche ich den Engländern selbst, aber auch uns und der gesamten EU.
Vieles in der EU ärgert mich und gehört auf den Prüftstand. Regionen bluten aus, weil durch europäischen Ausschreibungswahn große Firmen immer größer werden und kleine regionale Betriebe vor der Haustüre das Nachsehen haben. Das muss anders werden.
Aber wir sollten die eigentliche EU als eine aufgeschlossene freie Kommune wertschätzen, in der wir offene Grenzen untereinander haben und uns recht frei bewegen können.
Allerdings versuchen rechtsorientierte Angsthasen quer durch Europa, diese Zusammengehörigkeit der Europäer zu zerstören. Allen voran bei uns die AFD oder die CSU mit der unsäglichen Mautdebatte und dem widerlichen Argument „Ausländer sollen zahlen“. Nein, wir Menschen, die aufgeschlossen und offenen Herzens sind, wollen ein Miteinander. Und eine erneute Abstimmung in England wird die Bindung insgesamt stärken.

Was haben die Briten denn gedacht ?

Was haben die Briten bloss gedacht als Sie den Brexit gewünscht haben . Wir gehen raus ohne Schaden zu nehmen und hinter dem Austritt ist das gelobte Land ?

Wie blind muss ein Volk sein so etwas zu glauben.

Ein weiteres Referendum wird nichts bringen, denn schliesslich sind wir ja nicht in einer Wünsch Dir was Welt.

Sehr traurig...

wie schwer hat es die EU bei Verhandlungen mit China und den USA... was hatten die Briten geglaubt, wie es wird wenn Sie alleine sind?
Die Zeiten des „British Empire“ sind lange vorbei, genauso wie die Zeiten des römischen Reiches deutscher Nation... Wir haben dank unserer Eltern und Großeltern ein so großartiges freiheitliches Europa, dass für mich viele Vorteile bringt... z.B. Frieden! Da sind doch ein paar kleine bürokratische Monster zum Lachen...
Und es konnte mir noch keiner eine EU Regel nennen die nicht einen Grund hatte - oft eben die Lobby von Fischerei, Bauern, Industrie... und? Wo kommen wohl die Arbeitsplätze und unser Wohlstand her in Europa, dass da alle hinwollen? Aber es wird auch hier wieder im Forum welche geben die nur lokal schauen und glauben alleine auf der Welt zu leben... wie kurzsichtig!

Muffensausen?

Wäre interessant zu erfahren, welche Maßnahmen/Reden etc. Herr Khan für den Fall geplant hat, dass bei ein zweitem Referendum erneut für einen Ausstieg aus der EU abgestimmt wird, vielleicht sogar mit größerer Mehrheit.
Wer die wirtschaftlichen Auswirkungen eines EU-Austritts vor dem ersten Referendum nicht wahrhaben wollte, wird es vor dem zweiten vermutlich auch nicht tun.
Die einzig logische Verfahrensweise eines EU-Austritts ist ohnehin, dass das Vereinigte Königreich und Nordirland anschließend gegenüber der EU die selbe zollrechtliche Position wie z.B. Somalia einnimmt und sich über die Jahrzehnte bis zur Schweiz oder Norwegen hocharbeiten kann. Alles andere wäre meiner Sicht eine empörende Ungerechtigkeit gegenüber allen anderen nicht-EU-Staaten.

Dann stimmt mal so lange ab,

Dann stimmt mal so lange ab, bis das Ergebnis stimmt. Das macht dann aber jede weitere Abstimmung zur Lachnummer.
MfG

Kein Abkommen wäre ein Novum

Was die meisten Leute nicht wissen, ist, dass alle Staaten Europas aktuell zugang zum Europäischen Binnenmarkt (und damit auch Europäische Freiheiten) besitzen. Ja, Lichtenstein, Island, Norwegen und die Schweiz sind alle defakto Teil der Europäischen Geminschaft ohne Stimmrecht.

Ein harter Brexit wäre dagegen etwas neues. Ein Land welches keinen Zugang zum Europäischen Binnenmarkt hat, dabei allerdings in diesem geografisch Eingeschlossen ist, dürfte in Zukunft nur sehr schwierige und unvorteilhafte Handelsbeziehungen bekommen.

Andere Nationen wie Russland, China oder die USA wissen natürlich um Großbrittaniens Not und ihren relativ kleinen Absatzmarkt (verglichen mit der EU) und werden dementsprechend für die Briten unvorteilhafte Handelsverträge schließen.

Jetzt durchziehen

Die Briten haben abgestimmt und sollten den Brexit jetzt durchziehen, auch wenn es Nachteile für die Wirtschaft, die Sicherheit und die Arbeitsplätze bringt.
Ich habe im Leben auch Entscheidungen durchgezogen, obwohl sie sich im Nachhinein als fataler Fehler gezeigt haben.

David (Großbritannien) will

David (Großbritannien) will Goliath (EU) piesacken, hat aber seine Waffe noch nicht gefunden. Wegrennen ist keine Option, weil die Füße an der Erde kleben. Es wäre nicht zu spät, Frieden zu schließen. Wenn es bloß den inneren Schweinehund nicht gäbe!

Nein bitte nicht! Bleibt

Nein bitte nicht! Bleibt draußen, wir haben genug und sind mehr als froh Euch Rosinenpicker endlich los zu sein. Dazu kommt, dass die zu erwartenden Zugeständnisse, die unsere maßlosen Europaträumer den Briten zu einer Wiederkehr in die EU bestimmt machen würden, die Briten bestimmt auch nur noch zum bequehmen Subventionsempfänger machen würden und am Ende unsere deutschen Zwangsbeiträge noch mehr angehoben würden, um auch das zu bezahlen. Also dann wieder Rosinenegepicke aber kein wesentlicher Beitrag, sowohl ideell als ökonomisch? Nein, Danke. How does EU survive? First of all no Britania!

neues Brexit-Referendum ...

Das wäre sehr kurzfristig, zumal es nicht nur geplant, sondern auch noch durchgeführt werden müsste. Fachlich komplexe Entscheidungen (bzw. die Verantwortung dafür) auszulagern, setzt immer voraus, das das Wahlvolk willens und in der Lage ist, sich komplexen Themen zu widmen und das diese eben nicht im vorhinein Gegenstand einer wesentlich auf ideologischen Grabenkämpfen beruhenden "populistischen" Auseinandersetzung war, die einer sachlichen Aufarbeitung im Nachhinein wenig zugänglich bleibt.
IM Vorfelde zu Referenden, die grundlegendes regeln, müssten die Betreiber wie ihre Kontrahenten eigentlich für ein Jahr einen Maulkorb bekommen und die ganze Aufarbeitung von Fakten und Problemen müsste einer richterlich kontrollierten Bürokratie obliegen, die die Lasten und Folgen konträrer Entscheidungen schlicht benennt und dem Wahlvolk zur Debatte vorlegt.

Tony Blair hat das in einen

Tony Blair hat das in einen Interview (auf youtube zu finden) gut ausgedrückt. Sinngemäß hat er gesagt, dass die britischen Spitzenpolitiker im Grunde wissen, dass der Brexit eine dumme Idee ist. Es traut sich nur keiner, das auszusprechen.
Meine Vermutung deshalb; es wird bis März keinen Vertrag mit der EU geben und der Brexit wird erst mal verschoben.

Zu spät!

Nö, jetzt muss der Brexit durchgezogen werden. Die lange Ära der britischen Extrawürste ist nun vorbei. Das Land muss für die größte Fehlentscheidung seiner Geschichte geradestehen und mit würde untergehen.
Es ist ja nicht so, dass die Nachbarn dann nicht helfen, aber dieses Hin und Her geht so nicht.

10:07 von CultureFlop .. Annehmen ist nun die ..

Ein solch schlichtes Verständnis der Gegenwart und ihrer medialen Beeinflussungsmöglichkeiten, geht vollständig an der Schwere der Entscheidung vorbei.
Es ist der Kern populistischer Debatten, das sie die wirklichen Probleme der wirklichen Welt ausblenden (zumindest soweit sie nicht in den Kram passen). Bei genügender Reife der Entscheidungsträger muss es natürlich Möglichkeiten geben sich zu korrigieren - die Frage ob das in diesem Fall geschehen müsste, müssen die Bewohner eines der Mutterländer der Demokratie für sich beantworten, wir sind da allemal weit weniger kompetent.

London:Bürgermeister fordert neues Brexit-Referendum....

Zunächst mal ist er ein schlechter Verlierer.Natürlich ist er jetzt der Hoffnungsträger von Brüssel und Berlin.Der Herr vom Blair-Flügel der Labour-Party.
Eine Frage ist ob er sich in der Regierungszeit des neoliberalen Tony Blair so "um Arbeitsplätze gesorgt hat".

Eine Volksabstimmung ist wertlos...

wenn nicht wenigstens die Hälfte der Bevölkerung, nicht nur der Wahlbeteiligten einer Richtung zustimmt.
Alles andere führt nur zu zerstörerischen Polarisierungen.
Dringend aufgearbeitet gehört die Verantwortlichkeit für die Meinungsbildung: seit der Reduzierung der ÖR in Großbritannien hat sich aus meiner Sicht die Informationsqualität deutlich verschlechtert...

Brexit

Ich wäre dafür das die Briten nochmal abstimmen dürften, denn England gehört zu Europa und wir brauchen sie auch. Aber: Die Rosienenpickerei muß dann weg sein und Bedingungen her. Last uns doch mal ehrlich sein, es hängt viel von Europa ab für jedes Land es kommt nur darauf an was man darus macht. Ich meine nicht nur für Lobbyisten, sondern für alle. Mitbestimmungsrecht für die Länder und die Mehrheit muß zählen. Die Engländer brauchen Europa, denn die USA sind unzuverlässig geworden. Ich meine auch: Jeder hat eine Chance verdient.
Gruß

Die Stimme des Bürgermeisters von London wird nur eine Folge

haben. In der Hoffnung auf einen Verbleib der Briten werden die EU-Verhandler hart bleiben und es wird zu einem ungeregelten Ausstieg kommen, weil den Unterhändlern einfach die Zeit davonrennt...

Kein 2. Referendum!

Der Brexit wird DAS Beispiel sein, wenn Bürger Populisten auf den Leim gehen. Es wird doch immer gern über die Politik geschimpft und dass diese den Bürger nicht mehr ernst nimmt. Man selbst würde ja eh alles besser machen. Nun nimmt die Politik den Bürger beim Wort und wird genau das umsetzen wofür die Bürger gestimmt haben - raus aus der EU! Die Ketten dieser bösen EU abwerfen, endlich frei sein!

...nur das mit dem Schlaraffenland, welches mit dem gesparten EU-Beiträgen dann geschaffen werden soll wird wohl nicht ganz sooooo kommen.

Eine gewisse Schadenfreude kann ich mir nicht verkneifen. Seit Jahrzehnten hat GB die EU für eigene Missstände verantwortlich gemacht und die Briten brauchen sich auch nicht danach hinstellen um zu behaupten, dass sie belogen wurden. Jeder hat n Kopf zum Denken!

Volksentscheid

Merkels Politik war es die entschieden hat, dass die Mehrheit gegen den Verbleib ist .London ist nicht England genauso wie Berlin nicht de ist .Man Kann ein Migrations Gegend nicht als das Land darstellen und deren Wünsche für ....würde nur vernebeln .Dazu sehe ich mehr Vorteile für die Bürger ,alleine Bankenhaftung Target 2 und Schutz der Bevölkerung als Nachteile .

10:18 von Vollgas

tja, hier in Deutschland gibt es auch genug Schreihälse die aus der EU wollen ohne darüber nachzudenken, welche Folgen es nach sich trägt. Erst nachher ist man schlauer und niemand will es gewesen sein. Ich bin jeden Falls froh ein Europäer zu sein, nur man könnte mehr daraus machen wenn die Politeliten mal ihr Hirn einschalten würden.
Gruß

10:29 von SteveHH

Wie blind muss ein Volk sein so etwas zu glauben.

Blind muss es nicht sein, nur ungebildet. Um so etwas zu finden, muss man auch nicht weit schauen, da reicht es schon, die hiesigen Populisten der AfD zu betrachten, die praktisch nur mit einem einzigen Thema, das sie ebenfalls nicht differenziert betrachten, fast 20% erreichen.

Das Problem bei komplexen Themen ist, dass Nachteile offensichtlich sind, weil sie als Gängelung empfunden werden, während selbst massive Vorteile einfach als gegeben hingenommen und in der Folge nicht wahrgenommen werden.

Häme unangebracht

Die Häme, die hier in vielen Kommentaren zum Ausdruck gebracht wird, ist unangebracht. Der Brexit schadet auch uns in Deutschland. Wor sollten das mit einer gewissen Ernsthaftigkeit und Besorgtheit betrachten.

Populistische und fehlgesteuerte Politik gibt es nicht nur im Vereinigten Königreich sondern reichlich auch in Deutschland!

@ Vollgas, um 19:18

Das mit dem “Verständnis des Bildungsbürgertums“ übertrage ich man auf Deutschland, wo wir dabei sind, sehenden Auges in eine Richtung abzudriften, von deren Resultat - im Gegensatz zu den Briten - jedermann aus der Vergangenheit weiß.
Und trotzdem wollen die Betreffenden hier genau das, was im anderen Fall die Briten wollen, die nach wie vor für den Brexit sind:
Sie wollen, dass es “anders“ wird. Wie auch immer, nur: Anders!
Und Boris Johnson, dem ich nicht einen Meter weit traue, will, das ist meine Überzeugung, Frau May beerben.
Und dann “Gute Nacht, Marie!“

10:25 von Weites Land

Sie haben mir aus vollem Herzen gesprochen.
Gruß

Gewonnenes Wissen nutzen

Wir wissen heute mehr über den Brexit, als bei der Durchführung des ersten Referendums.

"So lange wählen, bis das Ergebnis passt" ist die gedankenlose Anwendung eines beliebten Argumentationsmusters gegen das Überdenken vergangener Entscheidungen. In einem zweiten Referendum würden nicht nur Menschen ihre Entscheidung ändern können, sondern es würden sich wahrscheinlich auch Stimberechtigte beteiligen, die das erste Referendum nicht ernst genug genommen hatten.

Allerdings befürchte ich, dass lieber angebliche demokrarische Regeln verteidigt werden, als dass angesichts inzwischen vorliegenden besseren Wissens über die Konsequenzen eines Brexit noch einmal besonnen nachgedacht wird. Im Umgang mit kognitiver Dissonanz hat anscheinend wie bei Individuen auch bei der Masse Gesichtswahrung Vorrang vor Vernunft. Und darum hat Sadiq Khans Vorschlag leider wenig Chancen, umgesetzt zu werden. Schicksalhaftigkeit dank menschlichen Unvermögens ist der Stoff der klassischen Tragödie.

sieht man heute klarer?

Die Brexit Entscheidung erfolgte sicherlich zu einem guten Teil "aus dem Bauch" heraus. Und das Bauchgefühl über die EU ist nicht sehr gut, schließlich ist es regelmäßige Übung aller nationalen Politiker Erfolge zu vereinnahmen und bei Problemen auf Brüssel zu verweisen.
Heute sehen wir und auch die Briten die Lage klarer und emotionsloser. Daher wäre eine erneute Abstimmung, im Idealfall dann, wenn ein Abkommen vorliegt, eine sinnvolle Sache.
Für mich steht fest, alle werden mit einem Brexit verlieren, die Briten etwas mehr, Rest-Europa etwas weniger. Dennoch, UK wird der EU fehlen.

Alle die von "Brexit

Alle die von "Brexit durchziehen" reden, verkennen, dass genau die Mitsprache, die Brexit-Verfechtern damals wichtig war, den Brit*innen nun genommen werden soll: nichts ist konsequenter, als die Bürger*innen über das Ergebnis der Verhandlungen erneut abstimmen zu lassen; fraglich ist eher, wie die EU in Brüssel zu einem möglichen Ausstieg vom Ausstieg steht.

@ SteveHH, um 10:29

“...Wie blind muss ein Volk sein so etwas zu glauben...“
Sie vereinfachen dieses Abstimmungsverhalten “des Volkes“ zu sehr. Schauen Sie doch mal genau hin, wer “das Volk“ ist; es sind die Millionen einfachen Arbeiter, Arbeitslose, mittellose alte Menschen in verkommenen Industriegebieten, oft ohne annähernd mit uns vergleichbarem Gesundheitssystem, ohne HartzIV oder ein sonstiges soziales Auffangnetz.
Erwarten Sie von denen, dass sie sich über die Konsequenzen des Brexit auch nur annähernd klar waren, wo es bei den Politprofis heute erst dämmert, was da auf GB und den Rest der EU zukommt?

Irre ich da, oder...

...spricht aus den zahlreichen ablehnenden Beiträgen nicht auch eine dicke Portion verletzter Eitelkeit?
“Ihr lehnt unsere EU nicht nur ab, ihr habt sie sogar schlecht geredet und sie auch noch abgezockt, wolltet nichts mehr mit ihr zu tun haben, und jetzt besinnt ihr euch eines Besseren.“
Bitte, was soll das?
Ich halte eine solche Einstellung für keinen Deut besser als den Wunsch des Bürgermeisters nach einem erneuten Referendum.
Mr. Johnson und seine Genossen waren diejenigen, die den Brexit vorangetrieben haben und die sind, als es ernst wurde, flugs abgetaucht.

Da kann man sehen, wie leicht

Da kann man sehen, wie leicht das Wahlvolk zu beeinflussen ist. Besonders dann, wenn es keine Ahnung hat, worüber es abstimmt. Hier sind die Medien und vor allem die Politik in der Verantwortung.
MfG

@ andererseits, um 11:23

So wie ich die Äußerungen aus Brüssel verstanden habe, glaube ich, dass man dort den Ausstieg vom Brexit eher begrüßen würde.

Schwäche der Volksabstimmungen

hier zeigt sich die Schwäche der Volksabstimmungen. Direkte Demokratie funktioniert halt nur, wenn nicht alle populistisch indoktrinierte und halbgebildete Dödels abstimmen dürfen.

ich würde mich übrr den Verbleib GB in der EU freuen, aber. ..

So sehr ich mit gewünscht habe, dass GB bleibt, wäre ein zweites Referendum nicht irgendwie inkonsequent und kaum zu erklären?

Es ist ja nicht so, dass Brexit Gegner genau vor den nun drohenden Konsequenzen gewarnt hätten. Nur hat man eben lieber den Lügen von Johnson & Co geglaubt. Oder es war Ihnen egal, weil sie keinen Zuzug von EU Bürgern wollten (über den Zuzug über Bürgern des Commonwealth und damit etwa den Zuzug von ca 50 % der Nichtbriten hatte GB ja ohnehin schon immer die alleinige Entscheidungshoheit).

Eigentlich war doch klar, dass alle Vorteile der EU zu behalten, ohne sich dem EuGH und EU Regeln zu unterwerfen sowie ohne Geld an die EU zu zahlen, nicht geht.

GB hatte die Wahl zwischen "Ausländer raus" und die sicheren Arbeitsplätze, freien Handel, den Frieden an der inneririschen Grenze sowie Teilhabe Friedensprojekt der EU.

Sie haben sich entschieden. Und selbst wenn nun die knappe Mehrheit gegen den Brexit wäre, so wird die Spaltung der Gesellschaft bleiben.

Demokratie ganz unten - Basisdemokratie eben !

Es wird so oft abgestimmt bis das Ergebnis gefällt.
Nicht so kriminell wie Wahlfälschungen in Russland und nicht so diktatorisch wie Wahlen in der DDR als das Ergebnis schon vor der Wahl feststand. Diese Art von Demokratie wird sicher schnell viele Nachahmer finden.

@ Valdepena, um 11:39

Da gebe ich Ihnen absolut Recht, zumal:
Wir haben ja eine Volksabstimmung, die heißt “Wahlen“.
Und allzu Viele von denen, die dieses Recht nicht wahrnehmen, stehen nachher da und blasen die Backen auf.

Nachverhandeln

So langsam wird wohl jedem im GB klar, daß sie die schwächere Position einnehmen. Nicht die Briten bestimmen welchen Brexit sie bekommen, sondern die EU. Alle Versuche einen Keil zwischen einzelne Mitgliedstaaten zu treiben sind fehlgeschlagen und daher geht in London langsam die Erkenntnis auf, daß die EU wohl stärker war als man dachte. Das sollte allen Träumern vom Ende der EU in jeden anderen Mitgliedsland eine Warnung sein.

@Valdepena 11:39

Und wie wollen Sie bewerkstelligen, dass ausschliesslich diejenigen, die gebildet und ausreichend Informiert sind, abstimmen dürfen? Müssen diejenigen, die zur Abstimmung zugelassen werden, einen Wissenstest zur Thematik bestehen?
MfG

Bitte steigt aus, liebe Briten!

Ihr seid in der EU die größten Bremser und Extra-Wurst Besteller. Eines Tages könnt Ihr wieder beitreten, wenn die EU sich ohne Euch stabilisiert hat! Das wäre für uns alle das Beste!

Man stimmt einfach …

… so lange ab, bis es passt. Auf diese Weise gibt es mit Volksabstimmungen keinerlei Probleme.

Faszinierend

Bei genauer Überlegung: Das hätte er sich mal etwas früher überlegen sollen - nicht erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist - Hüh und Hott und Hott und Hüh - Ein Hoch auf die Politik - wir wählen so lange, bis das Ergebnis stimmt...

Worum geht es den Briten ?

..Rosinenpickerei mit staendiger Sonderrolle oder wollen sie sich nicht von Merkel bevormunden lassen ?

Das Problem mit der inneririschen Grenze,die gar keine richtige Grenze ist,
bekommen sie nicht geregelt.

Boris Johnson hat das Land an die Grenze des Ruins getrieben und sich dann verdrueckt. Er ist wohl doch nicht der Prophet des Wohlstandes und laesst seine Waehler alleine.

Lass die Briten durch diese Erfahrung gehen bis sie merken, dass UK die EU mehr braucht als umgekehrt.

Falls sie umdenken sollten, spricht das fuer die Briten und nicht gegen sie.

Anytime welcome back ! UK gehoert zu Europa wie Sylt zu Deutschland.

Seit wann...

bestimmen Buergermeister ueber Staatspolitik? Das Ding ist doch laengst gegessen. Jammern nuetzt nix mehr. Die Konsequenzen muessen nun getragen werden. Basta .

Diese Volksabstimmung …

… war möglicherweise unklug, aber sie ist nun einmal durchgeführt worden. Dann muss aber das Resultat auch ernst genommen und exekutiert werden. Dass das im vorliegenden Fall mehrere Jahre dauert, war klar. Ebenfalls klar ist, dass sich ein Volk auch wieder umentscheiden kann. Aber wenn man die Bevölkerung auch nur ein wenig ernst nehmen will, muss jetzt zunächst der Austritt erfolgen. Danach sieht man weiter.

Um 11:51 von kleinermuck2012

"Müssen diejenigen, die zur Abstimmung zugelassen werden, einen Wissenstest zur Thematik bestehen?"
Wünschenswert, aber nicht machbar. Solche existenziellen Themen dürfen halt nicht über eine Volksabstimmung geregelt werden. Das ist schließlich keine untergeordnete regional begrenzte Geschichte.

Er hat ja recht, aber sind wir doch einmal ehrlich.

Klar werden massenhaft EU-Bürger, vor allem Bürger des "Vereinigten Königreiches", Arbeitsplätze verlieren und natürlich nimmt die Wirtschaft durch den Brexit Schaden.
Aber alle diese Katastrophen für einzelne Bürger werden doch mit oder ohne Brexit sowieso passieren! Es wird mit an (100%iger) Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder eine Bankenkrise wie vor 10 Jahren geben, nur dieses Mal noch furchtbarer. Es liegt doch in der Natur von Marktwirtschaft/Kapitalismus, dass Rezessionen immer stärker, ausgeprägter und brutaler verlaufen. Und in EU-, West-, Mittel- und ganz Europa leben heute alle in diesem System.
Und dann werden wieder viele hundert Milliarden zur Rettung dieses System aufgewendet (also zur Rettung der Banken).
Zum Vergleich: Wohnungsbau: nur max. 5 Mrd. / Rüstung: ca. 30-50 Mrd. ...

An alle Brexit-Befürworter,

An alle Brexit-Befürworter, die hier das Klagelied anstimmen "Es darf nicht gewählt werden so lange, bis das Ergebnis stimmt...": Das ist nun doch arg durchschaubar; warum sollten die Brit*innen nicht abstimmen, ob Sie einen - sich jetzt so langsam in Details abzeichnenden statt einen mit vielen Unwahrheiten und Angstargrumenten verschleierten - Brexit wollen oder nicht? Das ist kein Hü und Hott, sondern eine klar andere Situation, in der eine Beteiligung der Wähler*innen doch gerade denen, die die Volksabstimmungen als die größte Errungenschaft demokratischer Willensbildung propagieren, recht sein müsste? Oder will man das am Ende gar nicht... Das wäre dann die nächste aufgeflogene Brexit-Lüge.

Demokratie ist ...

Demokratie ist ... wenn die "dummen Bürger" solange abstimmen, bis ein Ergebnis zustande kommt, das der EU genehm ist.

Ja, immer schön Panik

Ja, immer schön Panik verbreiten und so oft abstimmen, bis das Ergebnis den Politikern passt. So kennen wird das.

Ich könnte aus der Haut fahren, wenn ich das lese.

@10:46 von Zahnschmerzen: Brexit wird erst mal verschoben

"Meine Vermutung deshalb; es wird bis März keinen Vertrag mit der EU geben und der Brexit wird erst mal verschoben."

Es braucht keinen Austrittsvertrag mehr. Die Briten haben den Austritt aus der EU mit ihrem Kündigungsbrief festgelegt. Am Stichtag sind sie draußen.

Ein Vertrag der den Übergang regelt, würde ggf. die schlimmsten Folgen etwas abfedern, nötig ist der Vertrag aber nicht. Gibt es keinen Vertrag, dann folgt der sogenannte harte Brexit.

Wie es zur Zeit aussieht, ist das genau das, was die britische Regierung möchte.

10:25 von Weites Land

>Regionen bluten aus, weil durch europäischen Ausschreibungswahn große Firmen immer größer werden und kleine regionale Betriebe vor der Haustüre das Nachsehen haben. <

Geht aber auch anders zu regeln. Ich habe vor Jahren von meiner Hausbank ein günstiges Darlehn für die Hausrenovierung bekommen, mit der Auflage nur Handwerksbetriebe aus der Region zu berücksichtigen (Standort plus 20 Km). Hat jetzt nichts mit dem Brexit zu tun, kann aber den Unmut bremsen den viele EU-Bürger vielleicht habe.

"Seit wann... bestimmen

"Seit wann... bestimmen Buergermeister ueber Staatspolitik?"
.
Bürgermeister Sadiq Khan wird doch wohl in einer Demokratie mal seine Meinung sagen dürfen ?!

10:29 von SteveHH

>….. denn schliesslich sind wir ja nicht in einer Wünsch Dir was Welt.<

Das hat aber Boris Johnson den Briten versprochen. Was für ihn schiefgegangen ist, ist dass der erwartete Hilfskonvoi aus den USA nicht angerollt ist.

@um 11:23 von andererseits

nichts ist konsequenter, als die Bürger*innen über das Ergebnis der Verhandlungen erneut abstimmen zu lassen;

Wenn Sie mit "Ergebnis" die Frage nach den künftigen Beziehungen zur EU meinen, dann haben Sie hier einen Punkt. Denn das ist durchaus eine andere Frage als diejenige, über die beim Brexit entschieden wurde.

Der Austritt an sich ist allerdings durch das Volk so bereits beschlossen worden. Eine Abstimmung zum Ergebnis, also den künftigen Beziehungen GB-EU würde dann so aussehen: Bei Ablehnung gibt's einen Austritt ohne Vereinbarung über die künftigen Beziehungen (kann man natürlich später immer noch regeln), bei Annahme den Austritt mit dem ausgehandelten Abkommen zu den künftigen Beziehungen.

Grüsse aus der Schweiz

Was geht es uns eigentlich an,...

...ob, wann oder wie oft man in GB über einen Brexit abstimmt?
Hat irgendwer dadurch einen persönlichen Nachteil?
Bitte her damit, ich würde es gerne verstehen.

@11:51 von kleinermuck2012: Wissenstest zur Thematik

"Und wie wollen Sie bewerkstelligen, dass ausschliesslich diejenigen, die gebildet und ausreichend Informiert sind, abstimmen dürfen? Müssen diejenigen, die zur Abstimmung zugelassen werden, einen Wissenstest zur Thematik bestehen?"

Volksentscheide sind eine nette Sache, wenn es um einen neuen Radweg, eine Umgehungsstraße oder ein Schwimmbad geht. Das sind alles überschaubare Vorhaben, die die betroffenen Bürger, auch wenn sie nur wenig politisch interessiert und/oder gebildet sind, entscheiden können.

Geht es um große politische Dinge wie den Brexit, dann sind sehr viele Menschen einfach überfordert, weil sie auch bei gutem Willen, gar nicht in der Lage sind, alle Aspekte zu berücksichtigen.
Da schlägt dann die Stunde der Populisten, die einfache Antworten anbieten, wie z.B. Millonenbeträge für das Gesundheitssystem, die nach dem Brexit zur Verfügung stünden.

Belassen wir es besser bei den Radwegen. Das ist für die Masse des Volkes komplex genug.

direkte Demokratie

Diese ist absolut wichtig und richtig. Allerdings mit drei Stufen. Entweder eine klare Mehrheit in eine Richtung. Dann

Dann hat das Volk ein klares Mandat gegeben. Oder ein knapper Ausgang. Dann gehört das Volk auch weiter an diesem Prozess beteiligt. Denn schon allein das Wetter am Referendum hat massiven Einfluss auf das Ergebnis.

Knapp ist für mich bei unter 60%.

Propaganda

Die Elite sieht ihre Lobbys mit weniger Einfluss, das Volk hat sich gegen eine korrupte EU Regierung ausgesprochen und nun versuchen vor allem die Banken und deren Schargen alles um in der EU zu bleiben. Täglich erfinden die Finanzmedien neue szenarios, neulich hiess es, jeder Hausbesitzer müsse mit 35% Wertverlust seines Eigenheims rechnen. Vor Brexit sagten die EU treuen Lemminge, dass GB mehr Geld bekommt als zahlt, nur bei der Scheidung will man auf einmal das ganze Geld haben was GB in 5 Jahren drauflegt. Wer dem Bürgermeister von London glaubt, glaubt den Banken die sich seit 20 Jahren aus Steuergeldern bedienen..

Selbstmarketing

oder purer Populismus. Herr Khan weiß natürlich, dass er in der City bei den zigtausend Bankern damit punktet, mehr Substanz ist da nicht.

Das Gedächtnis der Menschen...

...ist bekanntlich sehr kurz. Die Gründung der EU mithilfe GB war nie eine wirtschaftliche Entscheidung. Eher eine rein Außenpolitische.
Auch war von vorneherein klar, daß die Briten diese Entscheidung bei Gelegenheit prüfen werden.
Die Natur des Brexit nach wirtschaftlichen Kriterien bewerten zu wollen, ist meines Erachtens ein schwerwiegender Fehler, den man nun schon seit Jahren begeht.

Wohin sind denn die Helden

Wohin sind denn die Helden von damals, Farage, Johnson, etc. abgetaucht?
Man sollte jetzt auch von Seiten der EU diesen Brexit durchziehen. Diese ständigen Extrawürste weil wir sind ja das "empire" sind nicht zu ertragen gewesen.
.
Die Briten haben nie einen europäischen Gedanken gehabt.
.
Das was in die Kasse gezahlt wurde, wurde auch durch Subventionen wieder herausgeholt. Trotzdem hat die EU jeden Extrawunsch der Briten toleriert.
Erst mal raus aus der EU. Dann wird vielen vielleicht auffallen, das die Subventionen weg sind.
Und falls die Briten dann wieder in die EU wollen, bitte die gleichen Bedingungen, die auch für alle anderen gelten!
.
Aber Abstimmen bis das Ergebnis stimmt ist keine Lösung.

10:43 von Duzfreund

>Referenden, die grundlegendes regeln, müssten die Betreiber wie ihre Kontrahenten eigentlich für ein Jahr einen Maulkorb bekommen und die ganze Aufarbeitung von Fakten und Problemen müsste einer richterlich kontrollierten Bürokratie obliegen, die die Lasten und Folgen konträrer Entscheidungen schlicht benennt und dem Wahlvolk zur Debatte vorlegt.<

Das würde aber die freie Presse entmündigen die sich fast immer für die eine oder andere Seite festlegt (abhängig vom Verleger). Vorlegen heißt ja auch Kommunizieren und das geht nur über die Medien.

re spirit of 1492

"Ja, stimmt nochmal ab, liebe Briten! Und dann nochmal. Und dann wieder.
Man könnte das doch einfach zu einer turnusmäßig durchgeführten Veranstaltung machen. Evtl. parallel zu den Parlamentswahlen?"

Warum gibt es denn turnusmäßig Paralamentswahlen? Man könnte doch das letzte Wahlergebnis als endgültig und definitiv für die nächsten 50 Jahre festschreiben.

So, wie Sie es für das Brexit-Referendum verlangen ...

Dann aber normale Bedingungen für EU-Mitgliedschaft

Die Briten haben die EU-Verträge gekündigt und das gilt jetzt erst einmal. Wenn sie jetzt doch wieder wollen, dann sollte ihnen das selbstverständlich ermöglicht werden, aber genauso selbstverständlich unter denselben Bedingungen wie sie für alle anderen Mitgliedsstaaten auch gelten: Kein Britenrabatt, dafür Schengen (wodurch auch Irland endlich Schengen beitreten könnte) und Euro. Entweder ganz drin oder ganz draußen.

Es bräuchte kein zweites Referendum

Das Referendum zum Brexit war nicht mehr als eine Meinungsumfrage. Es war nie in irgendeiner Form politisch bindend.

Wäre die britsche Regierung davon überzeugt, dass der Brexit für GB schlecht ist, so könnte sie ihn von heute auf morgen beenden.

Das wäre möglicherweise politischer Selbstmord, vielleicht aber auch nicht.

Wenn PM May eine Regierungserklärung abgäbe, in der sie auch für einfache Leute verständlich erklärte, dass nach genauer Prüfung aus folgenden Gründen der Brexit nicht vollzogen wird, könnte es auch gut für Fram May ausgehen.

Ich persönlich wünsche mir einen harten Brexit. Das wird zwar einen kleinen Dämpfer für die EU-Wirtschaft geben, aber das müssen wir ertragen. Das abschreckende Beispiel für andere Länder zählt aber mehr, wenn die Briten richtig auf die Nase fallen.

schwer gestört, um 10:08 und 10:14

Die EU trägt also die Schuld an ihrer schlechten Ausbildung.
Könnten Sie das einmal nachvollziehbar erklären?
Und den Briten zu wünschen, dass es ihrer Wirtschaft schlecht geht, spricht für mich für eine ziemlich niederträchtige Einstellung; die mag ja mit einer schlechten Ausbildung begründbar sein.

Zur direkten Demokratie

Liebe Mitkommentatoren,
vielleicht darf ich mal eines klarstellen: Direkte Demokratie bedeutet nicht, dass sich die Regierenden aussuchen dürfen, über was sie abstimmen und wann sie das tun. Ein neues von oben verordnetes Referendum ist vom Gesichtspunkt eines souveränen Volkes aus genauso defizitär wie das erste. Wichtig wäre, dass die Rechte, die das Volk hinsichtlich Basisabstimmungen hat, klar definiert werden, wobei z. B. auch ein Mindestabstand zwischen zwei Volksabstimmungen festgelegt werden sollte. In diesem Fall wäre es nicht nur demokratisch legitim, ein Referendum zu wiederholen, sondern geradezu unerlässlich, um Fehlentscheidungen auch korrigieren zu können. Solange Referenden aber, je nach Stimmungslage, von der Regierung verordnet werden, hat das wenig mit souveräner direkter Demokratie zu tun, unabhängig davon, wie oft letztendlich abgestimmt wird.

re schwer gestört

"Die Briten haben abgestimmt und sollten den Brexit jetzt durchziehen, auch wenn es Nachteile für die Wirtschaft, die Sicherheit und die Arbeitsplätze bringt.
Ich habe im Leben auch Entscheidungen durchgezogen, obwohl sie sich im Nachhinein als fataler Fehler gezeigt haben."

Manche nennen das konsequent, andere schlicht dumm.

Und passt zu Ihrem Nick.

Unwissen

Es ist fast unglaublich wie viel Angst von Pro-EU Seite gesäht wurde und wird. Unwahrheiten wie man können nicht mehr in die EU reisen.. auch heute ist GB nicht Teil von Schengen..In die Schweiz und Norwegen kann man auch reisen als nicht EU Länder. Es wäre wirtschaftlich ein Nachteil.. Nicht Teil einer Lobby gesteuerten anti-demokratischen Organisation zu sein deutet eher auf Wachstun für die echte Bevölkerung hin, nicht für mehr Gewinne bei Multi-nationalen Konzernen. Man hat die Freiheit selbst zu bestimmen welche Gesetze, Regelungen und Förderungen man macht, kein ausser Kontrolle geratenes Griechenland und Osterweiterung zu unterstützen. Die EU ist Volksfremd und ein Selbstbedienungsladen für die Megareichen geworden..

@ schwer gestört, um 10:38

Akzeptieren Sie auch die Möglichkeit, eine getroffene Entscheidung vor dem “Durchziehen“ zu korrigieren oder zurückzunehmen, wenn Sie erkennen, dass sie falsch war?
Das nennt man Intelligenz.

Brexit

Ich halte z.Z. folgendes Szenarium für am wahhrscheinlichsten: Der Brexit wird um mind. ein Jahr verschoben und das wird so lange praktiziert, bis es ein neues Referendung gegen den Brexit gibt. Oder man lässt das ganze irgendwann stillschweigend unter den Tisch fallen ( s. Abschaffung Soli in DE). Das letztere könnte allerdings nur Labor nach einem Machtwechsel.
Alles in allem muss man sagen, das UK durch das Brexitreferendum seine Populisten von UKIP los geworden ist. Falls es zum Brexit kommt, wäre der Preis allerdings sehr hoch gewesen.

re andererseits

"Das ist kein Hü und Hott, sondern eine klar andere Situation, in der eine Beteiligung der Wähler*innen doch gerade denen, die die Volksabstimmungen als die größte Errungenschaft demokratischer Willensbildung propagieren, recht sein müsste? Oder will man das am Ende gar nicht..."

Nein, das will man gar nicht. Denn praktisch alle, die hier das Referendum als ewig gültig vertreten tun das aus einem Grund: sie erhoffen sich dadurch Schaden für die ihnen verhasste EU.

Es ist nicht schwer festzustellen, bei welchen usernamen im Forum die gemeinsame Schnittmenge ist: pro Brexit und anti EU.

@ 12:25 von harry_up

"Was geht es uns eigentlich an,...
...ob, wann oder wie oft man in GB über einen Brexit abstimmt?
Hat irgendwer dadurch einen persönlichen Nachteil?
Bitte her damit, ich würde es gerne verstehen."
.
Man kann nicht endlos Abstimmen. Eine Entscheidung ist eine Entscheidung.
Ich kann auch sofortige Bundestagswahlen fordern, es wird aber nichts nützen (obwohl es dafür bestimmt Unterstützer geben würde).
.
Die, die damals ihren Hintern bei der Abstimmung nicht hoch bekommen haben ("wird eh nicht passieren"), man siehe sich die Wahlbeteiligung an, die, die einem Rattenfänger wie Farage geglaubt haben, der sich frech vor die EU stellt und diese verhöhnt, weil die noch so dumm ist, ihm ein Gehalt zu bezahlen, die, die sich Subventionen einstreichen aber von Bevormundung sprechen, sollen jetzt mal die Suppe auslöffeln.
.
Was geht es uns dann auch eigentlich an, wie Ungarn oder Polen abstimmen? Was geht es uns an, wenn andere Länder keine Migration wollen?

augen aufgegangen

nach dem chaos der letzten jahre wäre es gut für die briten, noch einmal abzustimme, ganz im gegensatz zur meinung der rechten, dass die alte abstimmung bindend sei. bislang sieht es für england düster aus mit unabsehbaren folgen für wirtschaft und gesellschaft. wenn es um so wichtige entscheidungen geht, sollte das volk nochmal abstimmen.
rechte nationalisten wollen nur chaos auslösen, weil sie hoffen, beim wahlvolk zu punkten. allein von daher befürworte ich ein referendum, denn ich glaube, dass den engländern inzwischen die augen aufgegangen sind.

So lange abstimmen lassen,

So lange abstimmen lassen, bis das Ergebnis passt?? So geht's natürlich auch. Lächerlich.

Ich hatte es nie verstanden

Wie kann jemand eine so wichtige und weitreichende Entscheidung an einer so hauchdünnen Mehrheit festmachen, die sogar noch im Fehlertoleranzbereich liegt?

Anders gesagt: 51,4% stimmten für den Austritt der Briten aus der EU. Die andere Hälfte dagegen.

Das war nie ein Ergebnis, auf das man bauen konnte.

Eine erneute Abstimmung wäre wünschenswert, um die aktuelle Lage zu erfassen. Denn mittlerweile sind mehr Informationen auf dem Tisch, als dies vor dem ersten Referendum der Fall war.

Nun, das ist aber Sache der Briten. Ich würde mir den Verbleib in der Union wünschen. Aber derzeit zählt nur, dass die Briten ihren Austritt aus eben dieser Union erklärt haben. Und derzeit ist auch nur sicher, dass der Ablauf nicht geregelt ist. Und die Briten setzen augenscheinlich alles daran, dass das so bleibt.

Nun sollten wir uns vorbereiten. Es ist höchste Zeit die Außengrenzen zu sichern.

And by the way: We want our money back.

re neutralewelt

"Was geht es uns dann auch eigentlich an, wie Ungarn oder Polen abstimmen? Was geht es uns an, wenn andere Länder keine Migration wollen?"

Wenn andere Länder weder Solidarität zeigen noch Solidarität verlangen können Sie uns in der Tat am Gesäß vorbeigehen.

Polen und Ungarn allerdings fordern Solidarität (EU Gelder) und zeigen keine.

Warum auch nicht?

Politiker werden nicht auf Lebenszeit gewählt, Entscheidungen sind nicht in Stein gemeißelt, Menschen können sich - speziell, wenn neue Informationen vorliegen - umentscheiden. Wer das nicht versteht, hat entweder Angst vor den Folgen oder ist zu eingefahren für Veränderungen.

@um 12:36 von petersauer

Wichtig wäre, dass die Rechte, die das Volk hinsichtlich Basisabstimmungen hat, klar definiert werden, wobei z. B. auch ein Mindestabstand zwischen zwei Volksabstimmungen festgelegt werden sollte.

Einverstanden! Eine rechtliche Regelung der direktdemokratischen Instrumente ist zentral. Die Briten haben nach dem Austritt genau die Chance dazu, in der EU würde das aufgrund übergeordneten Rechts das man selbst nicht verändern kann kaum gehen.

Eine Definition des Mindestabstands braucht es allerdings nicht, das würde ein System extrem starr und unflexibel machen. Erfahrungsgemäss (so war's mehrfach bei uns in der Schweiz) reagiert das Volk sehr allergisch wenn innerhalb sehr kurzer Zeit über denselben Abstimmungsgegenstand entschieden wird. Das heisst dann Zwängerei, und geht i.d.R. ziemlich nach hinten los weil es vom Volk als mangelnder Respekt vor dem Volkswillen angesehen wird. Das mit dem Mindestabstand regelt sich also von alleine...

Grüsse aus der Schweiz

Wenn man wahrhaftig

Wenn man wahrhaftig demokratisch denkt, wäre eine erneute Abstimmung selbstverständlich richtig.
-
Vor allem da jetzt die Folgen eines Brexit deutlich klarer sind und die Lügen aus dem Wahlkampf des ursprünglichen Referendums allesamt offengelegt und mit Fakten widerlegt wurden.
-
Genau deshalb haben Brexiteers so eine Angst davor.

12:49 von NeutraleWelt

«Man kann nicht endlos Abstimmen. Eine Entscheidung ist eine Entscheidung.»

Man kann vor allem über eine Fragestellung (den Brexit), die Verfassungsrang hat, nicht in so einer Larifari-Abstimmung entscheiden.

Mit großspurigen Schreihälsen und ihren falschen Behauptungen / Versprechen (Farrange & Johnson), einer Wahlbeteiligung von gut 50%, einer Zustimmung von 51%. Ewig in Stein gemeißelt …

«Was geht es uns dann auch eigentlich an, wie Ungarn oder Polen abstimmen? Was geht es uns an, wenn andere Länder keine Migration wollen?»

Was geht es uns überhaupt an, was außerhalb der eigenen vier Wände, und des eigenen Gartens geschieht? Soll der Nachbar doch in seinem Garten ruhig Sondermüll verbrennen. Solange der Qualm nicht zu mir rüber weht, und er mich nicht beim Grillen stört …

Abstimmen bis es passt?

Man kann nicht solange abstimmen, bis einem das Ergebnis passt. Von daher also ist kein zweites Brexit-Referendum notwendig. Der Brexit ist kein Unheil, sondern eine Herausforderung.

Ich habe kein Problem mit einer neuen Volksbefragung

So, wie ich die Abstimmung damals erlebt habe, hat niemand mit dem Brexit Ergebnis gerechnet. Viele sind daher gar nicht erst zur Abstimmung gegangen. Selbst die Protagonisten (auch Schreihälse, Populisten ) haben selbst nicht damit gerechnet. Warum sonst hört man nichts mehr von ihnen?

Parallelen zu den hiesigen Schwarzmalern sind unübersehbar. Das Volk wurde lange Jahre auf Brexit-Kurs eingeschworen. Alles ganz furchtbar in der EU! Das hört man hier leider auch oft. Dass es nicht stimmt, sieht man an GB. Trotz vieler Sonderrechte, die mit dem EU Eintritt zugestanden wurden. Ich finde Rosinenpickerei auch schlimm. Noch schlimmer sind die, die nur den positiven Teil (Geld) haben wollen aber gar keine Pflichten. GB übernimmt viele Pflichten.

Zweite Abstimmung undemorkratisch? Nein!

Auch wenn ich hier immer wieder oft die gleichen Töne vernehme "nicht abstimmen bis Ergebnis passt" ... "Rosinen picken" ... "Wille des Volkes umsetzen" ... "undemokratisch wenn nochmal abgestimmt wird" finde ich viel eher, das Konstrukt der (übrigens gesetzlich nicht bindenden Brexit-Abstimmung war von vornherein schlecht (war ja auch nicht ernst gemeint, sondern sollte den Premierminister stärken, was in die Hose ging).

Korrekt wäre gewesen: erste Abstimmung, ob man grundsätzlich austreten will (Brexit) oder in der EU verbleiben und eine (direkt mit vorgesehene) zweite Abstimmung über Brexit oder Verbleib, wenn das Verhandlungsergebnis steht.

Denn zum Zeitpunkt der ersten Abstimmung kann man gar nicht abschätzen, über was man da genau abstimmt, wie man nun sieht (inklusive populistischen Behauptungen und Unwahrheiten).

Was ist an einem solchen Vorgehen undemokratisch oder den Volkswillen missachtend liebe MitforistInnen?

PS: letztlich ist es Sache der Briten, das zu entscheiden.

re NeutraleWelt, um 12:49

Zu meinem Kommentar von 12:25 vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.
Wollen Sie jetzt diejenigen Briten bestraft sehen, die ihren Hintern seinerzeit nicht hoch bekommen haben, diejenigen, die wissentlich (was nicht möglich ist) oder unwissentlich (was für mich absolut nachvollziehbar ist) falsch abgestimmt haben, Farage und Johnson, die sich als ironische Rattenfänger stark gemacht haben?
Seien Sie sicher: Die letzteren werden überhaupt nichts “auslöffeln“, die haben die Truhe voll mit Suppen...
Es geht beim Brexit nicht um innerpolitische Entscheidungen wie Wahlen, es geht um eine die EU betreffende Entscheidung, das ist zu unterscheiden.
Und letztlich bleiben Sie die Antwort auf meine Frage schuldig, inwieweit Sie persönlich von einem Brexit benachteiligt (!) wären. Damit meine ich nicht Ihre verletzte Eitelkeit.

Verkorkst

Von der Sache her war das ursprüngliche Brexit-Referendum ja nicht schlecht, es wurde aber falsch aufgezogen: Statt Fakten zu liefern, wurde wahlkampfmäßig dafür oder dagegen polemisiert.

Zweitens hätte sofort nach dem Referendum ein nationaler Dialog stattfinden müssen, was man denn nun mit dem Ergebnis anfängt, was sich jeder darunter vorstellt und wie es eventuall unter einer Regierung der nationalen Einheit umgesetzt werden kann. Und das alles noch vor dem offiziellen Austrittsgesuch.

Und drtittens schließlich sind, trotz der verkorksten Herangehensweise, Details zutage getreten, die der Normalbürger damals noch nicht überblicken konnte. Also wäre es nur recht und billig, wenn er jetzt, mit dem neuen Wissen, noch einmal befragt würde.

Es gibt einen grundlegenden Unterschied zwischen Deutschen und Briten: In D will man alles in Text- und Gesetzesform gießen, um sich abzusichern. In GB wurstelt man sich durch nach dem Motto: Wird schon werden.

@JohnMadison

"Es ist fast unglaublich wie viel Angst von Pro-EU Seite gesäht wurde und wird. Unwahrheiten wie man können nicht mehr in die EU reisen.. auch heute ist GB nicht Teil von Schengen..In die Schweiz und Norwegen kann man auch reisen als nicht EU Länder."

Endlich mal ein vernünftiger Kommentar. Danke dafür!
Ich sehe das genau wie Sie.

@ antred, um 12:56

Was meinen Sie mit “...bis das Ergebnis passt“?
Ja sicher soll das Ergebnis passen, und wenn man noch rechtzeitig genug merkt, dass es nicht “passt“, korrigiert man es, indem man unter Einbeziehung neuer Erkenntnisse neu darüber abstimmt.
Ist Ihnen sowas noch nie persönlich widerfahren?
Ich finde das kein bisschen lächerlich, sondern klug.

Von mir aus sollen die Briten

Von mir aus sollen die Briten ein neues Referendum machen.
Vielen ist aufgefallen, dass der Brexit ein Fehler ist.
Aber zunächst wurde ein Austritt beschlossen.
Dieser ist nach dem offiziellen Antrag auf Austritt aus der EU bindend.
Falls sich das britische Volk (klar, leben auf ihrer "Insel", haben aber alle nichts miteinander zu tun, Waliser, Schotten, Engländer) für einen Verbleibt entscheiden sollte, dann aber bitte mit den gleichen Pflichten und Rechten, wie wir sie von jedem anderen Mitgliedsstaat erwarten.
.
Keine Extrawürste mehr!
.
Von jedem Mitgliedstaat der EU wird gefordert, sich an den Kodex der EU zu halten.
Nur für die Briten gab´s immer irgend welche "Ausnahmeregelungen".
.
Ich wäre für einen Verbleib in der EU. Aber dann bitte mit gleichem Maßstab und auf Augenhöhe.

Und wieder

Und wieder tun unsere Linken hier so als gäbe es keine erfolgreichen Wirtschaftsnationen ausserhalb der EU. Brexit durchziehen.

Auch, wenn alles was hier bisher

dokumentiert worden ist, zum Brexit, zeigt doch welchen intellektuellen Stand die "Bürger" zu solch einer frustrierten Entscheidung vortragen. Wenn in Deutschland viele Bürger ihr Geld aufs Sparkonto legen und "Nichtwissen" dass sie dabei viel Geld verlieren, ist wie die Briten über den Brexit abgestimmt haben. Eine Aufklärung erfolgt nur, wenn man seine eigene Regie führt und überprüft, welche Auswirkungen eine Entscheidung (Fall: Entscheidungsmatrix) aufbauen, aber das ist schon zu viel verlangt. GB zeigt uns konkret, was für Folgen es auslösen kann. Nicht "Bildniveau" ist tragbar, sondern die geistige Auseinandersetzung mit den gesamten Herausforderungen (sozial, juristisch, wirtschaftlich und das auf sich projizieren) dann, nicht (Stammtischniveau) ausdiskutieren.

Pro und contra 2. Abstimmung

Warum reiten die meisten Poster hier eigentlich immer wieder auf dem Ergebnis herum und sind je nach dem pro oder kontra erneute Abstimmung.

Offenbar wird immer wieder geflissentlich übersehen, daß das Referendum keineswegs politisch bindend war, sondern die Pro-Brexit-Politiker daraus erst eine "unwiderrufliche" Tatsache gemacht habe. Und jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, hat man nicht den nötigen Mumm, zu einer klaren Fehlentscheidung zu stehen.

Insofern bedarf es auch keines 2. Referendums, da das erste ja schon nicht bindend war, sondern der Einsicht, daß man da wohl einen Fehler gemacht hat, blindlings darauf loszuwüten...

Besser wäre, die Politik kommt zu einer Einsicht und bläst den Brexit ab, aber an den Weihnachtsmann glaube ich nicht...

karwandler

Herr karwandler, hier sind wir in unseren Meinungen bezüglich des Brexites, im Gegensatz zu dieser leidigen Organspenden "Angelegenheit", 100% konform.

@um 13:05 von schabernack

Man kann vor allem über eine Fragestellung (den Brexit), die Verfassungsrang hat, nicht in so einer Larifari-Abstimmung entscheiden.

Gerade zu Fragen die Verfassungsrang haben wäre es wichtig, dass das Volk entscheidet. Sie können keine Regierung darauf festnageln Verfassungen im Sinne der Mehrheit des Volkes zu gestalten (selbst wenn sie die Mehrheiten im Volk kennen würden).

Der EG Beitritt von GB ist doch ein tolles Beispiel: Regierung Entscheidet den Beitritt, es gibt Unmut im Volk. Volksentscheid danach sorgt für Klarheit. Und wurde eingehalten.

Was auch immer Sie mit Larifari-Abstimmung meinen, es gab in GB viele Monate Abstimmungskampf zu einer einzelnen Sachfrage.

einer Wahlbeteiligung von gut 50%, einer Zustimmung von 51%

Bleiben wir besser bei den Fakten: Die Stimmbeteiligung lag bei 72.2% und damit höher als bei mehreren Unterhauswahlen zuvor. Bezüglich der Beteiligung ist die Legitimation der Abstimmung also hoch.

Grüsse aus der Schweiz

51 %

Man kann es ja leugnen aber die Mehrheit hat festgelegt welche Richtung GB einschlägt. Schön wäre gewesen das vorher alle auch gewusst hätten worauf sie sich einlassen. Eine unverhandelbare Bestimmung was es bedeutet nicht in der EU zu sein, eine durch alle Mitgliedsländer ratifizierte Austrittsbestimmung. Verhandlungen über etwaige neue Zusammenarbeit nach einem Austritt sollen daher auch erst nach dem Austritt stattfinden. Übrigens bin ich überzeugt das es dem Vereinigten Königreich nach dem Brexit zwar nicht besser aber auch nicht schlechter gehen wird als jetzt. Lasst das gezetere, nehmt die Meinung eures Volkes und macht was draus. Best wishes... good luck.

re von wenigfahrer

Nee nee, dass ist die Vorbereitung für den Rücktritt vom Rücktritt.
Die Briten wollen in der Mehrheit bei der EU bleiben. !!!

@ 13:00 von karwandler

"Wenn andere Länder weder Solidarität zeigen noch Solidarität verlangen können Sie uns in der Tat am Gesäß vorbeigehen.
Polen und Ungarn allerdings fordern Solidarität (EU Gelder) und zeigen keine."
.
Darf ich das so auch auf die Briten übertragen?
.
Die einzige "Solidarität" die ich bei den Briten sehe ist, wenn es mal wieder darum geht in Syrien zu bomben.
.
Wo sind die Briten solidarisch gewesen?
Informieren Sie sich erst einmal.
Wer hat in die Kasse eingezahlt, wer hat was rausgenommen.
Sie messen mit zweierlei Maß:
Haben die Briten Flüchtlinge aufgenommen?
Eine +/- Null-Rechnung ist für Sie "solidarisch"?
Gut, in dem einen Fall passt Ihnen die Regierung nicht. Ist ja nicht Links. Sondern (wie sagen Sie immer so schön) "populistisch".

@um 13:10 von sternoperator

Korrekt wäre gewesen: erste Abstimmung, ob man grundsätzlich austreten will (Brexit) oder in der EU verbleiben und eine (direkt mit vorgesehene) zweite Abstimmung über Brexit oder Verbleib, wenn das Verhandlungsergebnis steht.

Sie machen hier einen Denkfehler. Bei diesem Verhandlungsergebnis geht es nur noch um die Regelung der zukünftigen Beziehungen des ausgetretenen GB mit der EU. Ja, man kann (und m.E. auch soll) über das Verhandlungsergebnis abstimmen. Das ist dann aber ein neuer Abstimmungsgegenstand. Ausgetreten ist man bereits, das hat ja das Volk bereits entschieden. Sie können das "grundsätzlich" auch getrost streichen, ein Austritt ist ein Austritt. Wie die zukünftigen Beziehungen aussehen ist dann eine andere Frage - eben dieses Verhandlungsergebnis.

Man kann dann natürlich zu einem späteren Zeitpunkt wieder über ein Eintrittsersuchen an die EU abstimmen.

"So sehr ich mit gewünscht

"So sehr ich mit gewünscht habe, dass GB bleibt, wäre ein zweites Referendum nicht irgendwie inkonsequent und kaum zu erklären?"
.
Es ist nicht inkonsequent und sogar sehr gut zu erklären ! Was der Brexit sein wird und welche Veränderungen er bewirkt, ist doch jetzt erst konkret zu erkennen. Darüber sollten die Menschen jetzt abstimmen dürfen.

@ 13:10 von sternoperator

"Korrekt wäre gewesen: erste Abstimmung, ob man grundsätzlich austreten will (Brexit) oder in der EU verbleiben und eine (direkt mit vorgesehene) zweite Abstimmung über Brexit oder Verbleib, wenn das Verhandlungsergebnis steht."
.
HÄ?
.
Können Sie mir das erläutern?
Also man stimmt über etwas ab, und dann stimmt man nochmal über die gleiche Sache ab, wenn einem das Ergebnis nichts passt?
.
Das hätte ich mir bei den letzten Koalitionsverhandlungen der KleinKo auch gewünscht.......

Es wird solange gewählt bis

Es wird solange gewählt bis es passt.

Khan möchte ...

... so lange abstimmen lassen, bis ihm das Ergebnis passt.

Seltsames Demokratieverständnis.

Mehrheit ?

Ein erneutes Referendum ist nachzuvollziehen.
Die politischen Brexitbefürworter ( Johnson Farage usw ) des Brexits haben die Folgen/Wahrheit des Austritts so lange verbogen, die Nachteile kleingeredet, die Wähler schlicht belogen. Einer Vielzahl von Wählern fehlte einfach das Hintergrundwissen zu einer abgewogenen Stimme/Wahl.
Jetzt von „ Wahlen solange bis das Ergebniss passt „ zu sprechen ist pure Polemik !

51% ?

Dieses Abgestimme bis es passt.
Die Anteile der Nichtwähler sind immer spannend.
Die vorherige Artikulation der Fakten, Hintergründe und Manipulationen.
Was sind 51 %.
In Schweden wurde 4 ! Mal abgestimmt bis es mit 51 % endlich passte.
Es gibt viele Desinteressierte weil sie auch ohne diesen Killefit leben können.
Wir organisieren 99% von unserem Leben eh selbst.
Und letztendlich geht es nur um die Firmen, sprich Konzerne, Interessen der Großen. Was der Normale Durchschnittsbürger denkt, macht, lebt ist immer unerheblich. Schaut endlich was die Menschen wollen.

Um Gottes willen kein zweites Referendum!

Wir Deutsche und wir Europäer haben genug von diesen englischen Quertreibern, Querulanten, Rosinenpickern und brauchen auch dieses hochgefährliche Einfallstor für Interessen der USA, NATO, des Commonwealth nicht mehr... Ein wiedervereinigtes Gesamtirland sowie ein unabhängig gewordenes Schottland gehören zweifelsfrei in die EU – der maximal europafeindliche Rest England und Wales aber definitiv für immer ausgeschlossen.......

Wenn den Leaver die Meinung

Wenn den Leaver die Meinung des Volkes so wichtig ist, warum haben sie dann Angst vor einer neuen Abstimmung? Die Antwort ist einfach, weil sie haushoch verlieren wuerden. In den letzten Jahren hat sich doch nach und nach auch den letzten aufgetan, dass der Brexit schlecht fuer die meisten ist. Die Welt hat sich in den siebzig Jahren nach dem Empire weiter gedreht und das ist auch gut so.

Viele die Brexit gewaehlt haben sind inzwischen aus Altersgruenden schon verstorben. Auf der anderen Seite koennen die, die am meisten vom Referendum betroffen sind, inzwischen waehlen.

Ich kann euch sagen, die Abstimmung wird nicht einmal knapp werden.

Gruesse aus London!

RE @ 13:16 von harry_up

"Es geht beim Brexit nicht um innerpolitische Entscheidungen wie Wahlen, es geht um eine die EU betreffende Entscheidung, das ist zu unterscheiden.
Und letztlich bleiben Sie die Antwort auf meine Frage schuldig, inwieweit Sie persönlich von einem Brexit benachteiligt (!) wären. Damit meine ich nicht Ihre verletzte Eitelkeit."
.
Ja, es geht um eine Entscheidung der Briten, nicht mehr in der EU sein zu wollen.
Ob diese falsch oder richtig ist, sie ist nun einmal so.
Wollen Sie das auf EU-Ebene entscheiden, ob ja oder nein? Dürfen die das? Oder wie?
.
Es verletzt übrigens nicht meine Eitelkeit, sondern es ist mir egal ob die Briten in der EU bleiben wollen oder nicht.
Ich persönlich sehe in einem Brexit eher Vorteile für die EU. Er würde mich auch nicht benachteiligen. Diese ständige "Extrawurst-Lamentieren" hat schon genervt.
Das ist doch das, was Sie von allen Mitgliedstaaten fordern?
Gleiches Recht für alle?
.
Insofern verstehe ich nicht, was Sie mir eigentlich sagen wollen?

13:31 von Messi / @schabernack, 13:05

«Bleiben wir besser bei den Fakten: Die Stimmbeteiligung lag bei 72.2% und damit höher als bei mehreren Unterhauswahlen zuvor. Bezüglich der Beteiligung ist die Legitimation der Abstimmung also hoch.»

Sie haben Recht, ich war unpräzise:
Wahlbeteiligung bei den unter 40-jähr. gut 50%, bei den über 50-jähr. knapp über 80%. Selber schuld - kann man (zurecht) sagen …

«Was auch immer Sie mit Larifari-Abstimmung meinen, es gab in GB viele Monate Abstimmungskampf zu einer einzelnen Sachfrage.»

Damit meine ich folgendes:

Sie als volksabstimmungs-erprobter CH hätten sich doch scheckig gelacht, hätte man versucht, Ihnen & Ihren Landsleuten einen derart unseriösen Brexit-Wahlkampf in die Ohren zu schreien, wie es in GB geschah.

Man kann die Jahrhunderte alten Erfahrungen, die die CH mit Volksabstimmungen hat, nicht ad hoc 1:1 auf beliebige Länder übertragen.
Und erwarten, es funktionierte dann überall genau so gut.

Großer Respekt der CH.
Große Skepsis andernorten.

Gruß aus Köln.

@FlinDeadeye um 13:25

"Und wieder tun unsere Linken hier so als gäbe es keine erfolgreichen Wirtschaftsnationen ausserhalb der EU. Brexit durchziehen."

Sehr typisch für die Gegner von Linken ist, die Wirtschaft in den Mittelpunkt zu stellen.
Erfolgreich oder am Boden zerstört, im materiellen Sinne "Sein oder Nicht-Sein" - war seit 200-300 Jahren nie die Kernfrage eines gemeinsamen Europas.
Bewusstsein, Gleichheit und Brüderlichkeit sollte alle Menschen zusammenführen!
(Und in diesem Sinne war England niemals - außer vielleicht Shakespeare ;-) Pro-Europäisch.)

Brexit

Die Mehrheit hat sich für den Brexit entschieden, was Blair nicht für möglich gehalten hätte. Was May möchte bin ich mir nicht so sicher. Sicher bin ich mir, dass die Befürworter nun erkannt haben, was diese Entscheidung nun wirklich bedeutet. Überwiegend nichts positives. Weshalb nun mit aller Macht versucht wird das Rad zurück zu drehen. Die EU täte gut daran ihren Kurs beizubehalten, um auch ihre Glaubwürdigkeit zu erhalten. Die Mitgliedschaft endet am 29.03.19. Bis dahin sollte es möglich sein ein Abkommen, wie mit der Schweiz, auszuarbeiten. Rosinenpickerei darf es hier aber nicht geben. Nicht die EU hat die Koffer vor die Tür gestellt sondern GB will ausziehen.

@ 12:47 von karwandler

"Nein, das will man gar nicht. Denn praktisch alle, die hier das Referendum als ewig gültig vertreten tun das aus einem Grund: sie erhoffen sich dadurch Schaden für die ihnen verhasste EU."
.
Also ich kenne ja einige Kommentare von Ihnen. Auch das viele davon unsachlich sind.
.
Aber die EU wird nicht durch den Brexit sterben! Und die EU wird keinen Schaden nehmen!
.
Wir haben bedeutend größere Probleme zu meistern als den Austritt der Briten, die eh niemals so ganz richtig in der EU gewesen sind.
.
Es ist schlicht und ergreifend egal, ob die Briten bleiben oder nicht!
Wer nicht will, der hat schon!
Und man kann niemanden zu seinem "Glück" zwingen!
Also: "Gute Reise"!

Was soll dieser Schwachsinn

mit einer neuen Abstimmung. Bei der ersten Wahl hieß es auch, es würde sofort Folgen haben, wenn die Bevölkerung für den Brexit sich entscheiden würden. Was ist passiert, nichts. Jetzt wird wieder auf den Untergang hingewiesen und sollte deshalb neu abgestimmt werden. Klar haben manche Bedenken, weil sie vielleicht ihre Pfründe verlieren können. Um die Bevölkerung geht es denen doch gar nicht.

re von brutus

Nee,nee,Sie bestimmen also,was die Briten wollen ? Von der Abstimmung halten Sie nichts.
Erzählen Sie doch mal warum Sie für die EU sind.Aber ohne Allgemeinplätze.Geht es nicht um die deutschen Exportüberschüsse,die wirtschaftliche Strategie ?

Dann bitte doch lieber die Wahl von Herrn Khan wiederholen!

Wer A sagt, muß auch B sagen.

@12:17 von Kommerz

"Ja, immer schön Panik verbreiten und so oft abstimmen, bis das Ergebnis den Politikern passt."

Darum geht es doch gar nicht. Bei der ersten Abstimmung hat niemand gewusst, über was genau abgestimmt wird. Man weiß doch gar nicht, wie viele Brexit-Befürworter einen "weichen Brexit" haben wollten und welche einen "harten Brexit".

Wie kommen sich wohl diejenigen vor, die ihr ja für einen Brexit gegeben haben, aber etwas ganz anderes wollten?

Somit ist es nur gerecht und richtig noch einmal genau über das abzustimmen, was letztendlich ausgehandelt wurde. Und dagegen dürfte noch nicht einmal ein Brexit Befürworter etwas einwenden können, denn es besteht schließlich auch die Möglichkeit, dass das Volk trotzdem den Brexit haben will.

Wenn man eine zweite Abstimmung verhindern möchte, dann doch nur, weil man befürchtet, dass das Volk sich anders entscheidet - ist das dann demokratisch?

Wie liest man hier...

„... Das ist kein Hü und Hott, sondern eine klar andere Situation, in der eine Beteiligung der Wähler*innen doch gerade denen, die die Volksabstimmungen als die größte Errungenschaft demokratischer Willensbildung propagieren, recht sein müsste? Oder will man das am Ende gar nicht... Das wäre dann die nächste aufgeflogene Brexit-Lüge.“

Das Volk darf also solange wählen, bis das Ergebnis den „Herrschaften“ genehm ist.

Das ist fürwahr eine „tolle Errungenschaft“ der plebiszitären Demokratie. Man muss sich die Dinge einfach nur schön trinken, dann kommt man auch auf den Geschmack, oder andererseits...?

Ach je, wo ist denn das

Ach je,

wo ist denn das Problem wenn man nochmal Abstimmen würde?
Immerhin wäre es dann wirklich mal fix. Zumindest wenn man den Brexitern glaubt, die sich ja immer auf die Mehrheit beruft.

Außerdem finde ich bemerkenswert wenn die Pro-Brexiter den Gegnern vorwerfen sie verbreiten Angst und Lügen, die UKIP war ja schließlich das Rollenmodell was Wahrheit und die Interpretation dieser anging, gelle? ;)

Mal Ehrlich 51% und sich damit auf eine dauerhafte und stabile Mehrheit berufen?
Das ist ja fast schon Wetterabhängig.
Zumal die Abstimmung nicht Bindend war. Frage ich mich wirklich wo das Problem ist,
Außer das die Brexiter jetzt Angst haben, dass es inzwischen dann nur noch 49% sind? (Oder sogar weniger?)
Was ja dann meine Theorie beweist, dass man hier sehr schwerwiegende Entscheidungen mal eben dem Zufall überlässt.
Mit Abstimmen bis es passt hat das wenig zu tun.
Eher damit, dass es eben keine stabile Mehrheit gibt und sehr große Unsicherheiten ...

@um 12:14 von WM-Kasparov-Fan

lach... der Brexit hat mit der ständigen linken Gesellschaftskritik (Alles immer schlecht reden) gar nichts zu tun und in irgendeinem sozialistischen Staat nach Ihren Wünschen ging es den Menschen besser? Lach... warum hing dann die DDR am Tropf ausgerechet von Franz Josef Strauß?
Es hat noch nie funktioniert - ich bevorzuge die soziale Marktwirtschaft, wann kapieren es die Linken, dass es kein Geld zu verteilen gibt, wenn keins verdient wird?! Nie, da Sie auf Kosten der Leistungen anderer leben wollen, daher ist die DDR und so viele andere gescheitert... und ich rede nicht von Kranken, Alleinerziehenden etc. dafür haben wir berechtigter Weise unser Sozialsystem... nur wo geht und ging es den Menschen in der großen Mehrheit besser? Das beruhigende ist, dass die Linken Wähler ja einfach nur zu den Unzufriedenen gehören und bei der letzten Wahl mal eben in Scharen (500 000!) zur Höckepartei gewechselt sind - spricht nicht wirklich für diese Linkenwähler...

Demokratie am besten ohne Volk?

Und wieder einer dieser selbsternannten Besserwisser-Demokraten: Im Zweifelsfall wird so lange abgestimmt, bis das gewünschte Ergebnis herauskommt. Kennt man in der EU beispielsweise aus den Niederlanden und Frankreich.

Verträge

Sehr spät, die Erkenntnis, dass der Brexit das viktorianische Empire nicht wieder auferstehen lassen wird.
Seit dem Volksentscheid arbeiten Tausende Juristen an der Auflösung von Zigtausenden Verträgen - was für eine Verschwendung von Ressourcen... Nun sollte „Britannia“ sehen, ob es ohne Europa wieder „rule the waves“ kann. Mir hat der Brexit-Entscheid damals fast das Herz gebrochen - vor allem wegen der jungen Generation. Aber ich sehe keinen Weg zurück mehr.

re von schabernack

"Unseriös" ist für Sie natürlich eine Abstimmung,die nicht so ausgeht wie Sie wollen.
Und schreiben Sie doch mal ehrlich warum Sie so händeringend für die EU streiten.Ist es nicht wegen der deutschen Handelsbilanzüberschüsse ? Oder von was sehen Sie sich bedroht ?

Ich war gegen den Brexit

aber jetzt siegt die Neugierde.
Zum einen bin ich neugierig, kommt es zur Krise?
Und wie entwickelt sich Europa ohne die Briten, wobei mich aber die Osterweiterung sehr besorgt.
Ich denke, da kommen noch gigantische Probleme auf uns zu, die Deutschland noch mehr verändern werden und nicht zum Guten.

Da kommt gar nichts

Der Brexit läuft.

@ Der Mahner

Im Zweifelsfall wird so lange abgestimmt, bis das gewünschte Ergebnis herauskommt.

Sie haben völlig recht. Auch wenn die Entscheidung falsch ist und wenn es auch schmerzt, die knappe Anti-EU Entscheidung wird jetzt durchgezogen. Augen zu und durch. Schnitt ins eigene Fleisch.

@ Bernd Kervesligeti

Erzählen Sie doch mal warum Sie für die EU sind.Aber ohne Allgemeinplätze.

Erzählen Sie doch mal, warum Sie gegen die EU sind. Aber bitte ebenfalls ohne Allgemeinplätze.

Die Risiken der Demokratie

Am Beispiel "Brexitreferednum" lassen sich die Risiken der Demokratie in Zeiten des Internets und der sozialen Netzwerke trefflich beobachten.

Man greife Themen auf, wo ein Großteil der Bevölkerung unzufrieden sind, garniere diese mit Halbwahrheiten und Lügen, pusche diese in den sozialen Medien, wo sich Halbwahrheiten und Lügen besonders rasch verbreiten, schüre so schneller als je zuvor Unsicherheiten und strebe dann so schnell wie möglich ein Referendum an, bevor die Bevölkerung ans Nachdenken kommt. Er voilà - schon hat man, was man will und kann sich brav auf die Stimme des Volkes berufen.

Demokratie als Verführung der Massen - so haben sich die Väter der Demokratie das sicher nicht gedacht.

@ 14:30 von physics31415

"Ach je, wo ist denn das
wo ist denn das Problem wenn man nochmal Abstimmen würde?
Immerhin wäre es dann wirklich mal fix. Zumindest wenn man den Brexitern glaubt, die sich ja immer auf die Mehrheit beruft."
.
Das ist überhaupt kein Problem.
.
Man kann noch 10 Abstimmungen machen. Was die Briten abstimmen ist das Problem der Briten.
Fakt ist: Es wurde ein Antrag auf Ausscheiden aus der EU (zu der die Briten nie richtig gehört haben) gestellt.
Damit beschäftigt sich die ganze EU seit 1 1/2 Jahren.
.
So, nicht mehr und nicht weniger.
.
Austreten lassen, dann weitersehen. Die Briten sollten willkommen in der EU sein.
Aber dann auch zu den Regeln, die man anderen EU-Staaten vorschreiben will.
Oder die ganzen Kosten übernehmen.
Frau May hat es ja in der Hand.

Repräsentative Demokratie

Deutschland und die meisten Länder haben sich zu einer repräsentativen Demokratie entschieden, und es gibt gute Gründe dafür, auch wenn die Schweiz zeigt, dass es anders geht, aber da gibt es Erfahrungen über Generationen.
Grund hier war tatsächlich die Angst vor undurchdachten Momententscheidungen (z.B. Todesstrafe). In GB ist eine unreflektierte Momententscheidung passiert. Diese höher zu hängen als z. B. eine Unterhauswahl, wo man alle 4 Jahre korrigieren kann, ist zwar schnell und einfach, aber richtig??
Der Glauben an die Allezeitgültigkeit von Entscheidungen ist nicht durchdacht, da sie das Dazulernen ausschließen. Im ehemaligen Ostblock sind schon die Festlegungen mit der 5-Jahresplanung daneben gegangen. Bei uns wird mit guten Gründen überlegt, ob neue Gesetze einen Überprüfungstermin bekommen sollen.
Der Umfragewahn führt wie jetzt bei der Zeitumstellung eventuell zu Ergebnissen, für die gerade 1% gestimmt haben. Mal sehen, wie argumentiert wird, wenn es da konkret wird.

Richtig so !

Was in Irland möglich war, sollte auch in Großbritannien möglich sein.

Demokratieverteidigung oder Schadenfreude?

Ich bin mir nicht sicher, ob manche, die so sehr für das Durchziehen des Brexits auch ohne weitere Abstimmung streiten, das tun, weil sie demokratische Verfahren verteidigen wollen.

Manche sagen ja sogar klar, GB möge jetzt doch bitte die Suppe auslöffeln, die es sich eingebrockt hat.
Diese Schadenfreude finde ich sehr befremdlich. Es geht um viele Menschen und die Frage, wie gut diese ihr Leben danach bestreiten können. Hier sind Schadenfreude und gekränkte Egos eigentlich völlig fehl am Platz.

re der_mahner

"Und wieder einer dieser selbsternannten Besserwisser-Demokraten: Im Zweifelsfall wird so lange abgestimmt, bis das gewünschte Ergebnis herauskommt"

Diese dämliche Phrase ist hier schon bis zum Erbrechen vorgetragen worden. Dadurch wird sie aber nicht appetitlicher.

@um 14:05 von schabernack

Sie als volksabstimmungs-erprobter CH hätten sich doch scheckig gelacht, hätte man versucht, Ihnen & Ihren Landsleuten einen derart unseriösen Brexit-Wahlkampf in die Ohren zu schreien, wie es in GB geschah.

Das Einzige was vielleicht unseriös war, war die Nicht-Institutionalisierung der Abstimmung. Heisst z.B. dass sie rechtlich nicht bindend war, und das Parlament jederzeit danach einen anderen Entscheid hätte fällen können.

Ich sehe bei Abstimmungen kein Problem. Der Gegenstandsbereich ist klar definiert (hier Austritt aus oder Verbleib in der EU) und bezieht sich auf genau ein Thema. Das Votum ist unmittelbar, direkt.

Schwieriger wird es bei Wahlen. Insbesondere dann, wenn danach Koalitionsregierungen notwendig sind. Wenn z.B. eine Spitzenkandidatin bei der Bundestagswahl mit Nachdruck verspricht "Mit mir gibt es keine Maut", und danach wird gegenteilig gehandelt, dann ist das unseriös. Solche Beispiele sind zahlreich, und gerade das führt zu Politik(er)verdruss.

09:58 von Spirit of 1492

>>Wie hätten wir es denn gern, Herr Bürgermeister?
Ja, stimmt nochmal ab, liebe Briten! Und dann nochmal. Und dann wieder.
Man könnte das doch einfach zu einer turnusmäßig durchgeführten Veranstaltung machen. Evtl. parallel zu den Parlamentswahlen?<<

Das ist eine interessante Frage:
Sind die Ergebnisse einer Volksbefragung für alle Zeiten unverückbar?
Oder kann das Volk das Ergebnis auch wieder revidieren (z.B. wenn sich die Rahmenbedingungen stark verändert haben)?
Und wenn ja, in welchem zeitlichen Abstand sollte das möglich sein (4 Jahre oder führer oder später)?

Der Brexit ...

... wird ein Erfolg!

Demokratie mit echter Aufklärung

Die vielen, die ein neues Referendum ablehnen und sich auf Demokratie berufen, haben elementare Zusammenhänge übersehen:
1. Das Volk kann nur entscheiden, wenn es die Wahrheit über die Folgen weiß.
Das ist hier nur bedingt gewesen, denke ich an die gefakten Zahlen - wie hat man den Wohlstand beschworen! Wahrscheinlich kannten viele der Regierenden nicht die Folgen des Brexits.
2. Das Volk entscheidet auch über die Bedingungen.
Wenn ein weicher Brexit nicht möglich ist, wenn Risiken unkalkulierbar sind usw., dann sind damit die Bedingungen nicht gegeben, die von den Regierenden selbst verlautet worden sind.
Damit hat die Regierung doch kein Mandat mehr zum blinden Weitermachen.
.
In meinen Augen ist die Weigerung eines neuen Referendums absolut undemokratisch und angesichts des Risikos, das immer wahrscheinlicher wird, ist der Brexit volkswirtschaftlicher Wahnsinn. Und dann zu behaupten, das Volk wollte es so, ist nur noch zynisch.

@14:08 von Rolf Meier

"Bis dahin sollte es möglich sein ein Abkommen, wie mit der Schweiz, auszuarbeiten. "

Sie kennen das Abkommen mit der Schweiz scheinbar nicht. Es ist sehr kompliziert und in jahrelangen, zähen Verhandlungen zustande gekommen. So etwas in nur 6 Monaten hinzubekommen, ist schier unmöglich.

Und: " Insgesamt überwies die Schweiz im Rahmen bestehender Abkommen und Programme mit der EU 263 Millionen Euro nach Brüssel. Norwegen zahlte sogar 402 Millionen Euro." (Quelle: welt.de)

Zahlen will ja GB auf gar keinen Fall. Wie soll das dann gehen?

In Anbetracht der möglichen Auswirkungen ...

... des Brexits, die zum Zeitpunkt der ersten Abstimmung überhaupt nicht ausreichend bekannt waren, halte ich es für mehr als richtig, die Umfrage erneut durchzuführen.

Die damalige Abstimmung ist zudem zu einem Zeitpunkt einer "temporären Laune" durchgeführt worden, die inzwischen längst wieder eine andere ist. Eine derart wichtige Entscheidung mit einer derart dünnen Mehrheit als rechtmäßig und legitim anzusehen, halte ich für sehr gefährlich ... und aufgrund der unüberschaubaren Auswirkungen für unverantwortlich.

Die Abstimmung sollte daher meiner Meinung nach erneut durchgeführt werden!

15:31 von Einfach Unglaublich

>>Der Brexit ...

... wird ein Erfolg!<<

Sehr detaillierte Meinung
und die Begründung
Einfach Unglaublich

re messi

"Ich sehe bei Abstimmungen kein Problem. Der Gegenstandsbereich ist klar definiert (hier Austritt aus oder Verbleib in der EU)"

Da ist gar nichts "klar definiert". Allein die Diskussion um harten und weichen Brexit zeigt, dass "Austritt" in vielen Facetten möglich ist.

Abstimmung über eine erneute Abstimmung

Umfragen deuten aber darauf hin, dass es in der Bevölkerung eine Mehrheit für ein weiteres Referendum geben könnte.

Man könnte statt einer Umfrage durchaus eine Volksabstimmung über die Frage abhalten, ob eine weitere Volksabstimmung über den Brexit stattfinden soll.

Wie dem auch sei, eine finale Abstimmung über den Brexit fände ich sinnvoll und demokratisch - egal wie es ausgeht. Diesmal wären die Bedingungen des "Brexit" wenigstens wesentlich konkreter.

@um 15:15 von Andi123

Grund hier war tatsächlich die Angst vor undurchdachten Momententscheidungen (z.B. Todesstrafe).

Sie können ja z.B. zwingendes Völkerrecht als Abstimmungsgegenstand ausschliessen wenn die Angst derart gross ist. Kein Problem.

Oft sind Volksentscheide durchdachter, verlässlicher als Parlamentsentscheidungen. Nehmen Sie doch mal die Energiewende in D: Die eine Regierung steigt aus der Atomenergie aus, die Nächste wieder ein, die Dritte wieder aus. Ein Volksentscheid (wie z.B. in der CH dazu) hätte gleich Klarheit geschafft.

In GB ist eine unreflektierte Momententscheidung passiert. Diese höher zu hängen als z. B. eine Unterhauswahl, wo man alle 4 Jahre korrigieren kann, ist zwar schnell und einfach, aber richtig??

Wieso unterstellt man dauernd den Briten eine unreflektierte Momententscheidung getroffen zu haben? Der Abstimmungskampf hat über mehrere Monate stattgefunden, Presse hat täglich berichtet. Die Beteiligung war entsprechend hoch im vgl. zu Wahlen.

@ Spirit of 1492

Hier scheint ein Missverständnis zum Begriff Demokratie vorzuliegen. Ein Volk bestimmt was geschieht und wenn es möchte zehnmal und jedes Mal anders. Die einzige Grenze sind völkerrechtliche Verträge, da dann andere Völker betroffen sind. UK kann über den Brexit solange abstimmen, bis er verbindlich vollzogen ist - dann ist es erst aus britischer Sicht vorbei.

Gute Gründe ...

hat Londons Bürgermeister: Beim ersten Referendum lag das Ergebnis der Verhandlungen ja noch gar nicht vor, und es hat nichts mit "abstimmen bis das Ergebnis passt" zu tun, wenn man die Bevölkerung in Kenntnis des Ergebnisses erneut abstimmen lässt. Alles andere ist wenig demokratisch, und man kann nur vermuten, dass diejenigen, die die Bevölkerung schon bei der ersten Abstimmung mit Falschbehauptungen manipuliert haben, nun Angst davor haben, das nun besser informierte Volk noch mal zu befragen. Zum zweiten stimmt es nicht, wenn hier jemand schreibt, er wolle den Brexit weil der den Briten schade und Europa nütze. Denn er schadet beiden Seiten, wie die Fischer, die KFZ-Beschäftigten und viele andere bereits erkannt haben. Faktenchecken!

London: Bürgermeister fordert neues Brexit-Referendum

Wozu?
Khan weist in die Irre. Ein neues Referendum (wohl genauso wenig rechtlich bindend wie das erste) wird nicht zur Wiederherstellung der britischen Mitgliedschaft, wie gekündigt, mit Extrawürsten und nationalistischen Egoismen führen können - das wird in EU27 nicht mehr durchgehen, selbst wenn z. B. die Visegrad-Staaten plus I, A, NL, DK... sich als "brothers in arms" dafür erwärmen könnten.
Ein Referendum aber, das davon auszugehen hätte, dass der Zug für das Empire so oder so inzwischen abgefahren ist, wird kein anderes Resultat als das von 2016 bringen. Selbst wenn nun, was ja auch noch keineswegs sicher ist, die Jugend aufgewacht sein sollte.
Die Sache bleibt irreparabel vergurkt, auch wenn Mr. Khan das noch anders sieht.

Der Vertrag ist gekündigt!

Die Briten können monatlich oder öfter abstimmen, wenn sie wollen.
Es ist völlig irrelevant.
Rein rechtlich gilt:
Die Mitgliedschaft in der EU ist von der britischen Regierung gekündigt und läuft im Februar ab. Punkt.
Anschließend gelten ein wie auch immer ausgehandeltes Abkommen oder die weltweiten Mindestregeln.
Das wird bei den Brexitverhandlungen momentan zwischen GB und EU ausgekartelt . Ergebnis und Zeitpunkt offen.
GB kann jederzeit wieder einen neuen Aufnahmeantrag stellen, der dann nach den dann gültigen Regeln der EU behandelt wird.

@um 15:48 von karwandler

Da ist gar nichts "klar definiert". Allein die Diskussion um harten und weichen Brexit zeigt, dass "Austritt" in vielen Facetten möglich ist.

Der Austritt ist überhaupt nicht facettenreich. Entweder ist man ist drin, oder man ist nicht drin. Und darüber haben die Briten abgestimmt.

Die Regelung der künftigen Beziehungen ist in vielen Facetten möglich. Dazu gibt es ja auch diverse Beispiele. Das ist aber eine völlig andere Frage. Und die muss übrigens auch nicht heute oder morgen geklärt werden, resp. ist auch nicht in Stein gemeisselt. Dass nun Verhandlungen stattfinden rührt daher, dass beide Seiten ein Interesse daran haben (zu haben scheinen). Es ginge aber auch ganz ohne Verhandlungen. Oder ohne Verhandlungsabschluss. Sie werden vielleicht bald sehen wie das geht.

re messi

"Oft sind Volksentscheide durchdachter, verlässlicher als Parlamentsentscheidungen. Nehmen Sie doch mal die Energiewende in D: Die eine Regierung steigt aus der Atomenergie aus, die Nächste wieder ein, die Dritte wieder aus. Ein Volksentscheid (wie z.B. in der CH dazu) hätte gleich Klarheit geschafft."

Da ist überhaupt keine Klarheit geschaffen. Die Volksabstimmung verbietet nur den Bau neuer AKW. Ob es nun kürzere oder längere Laufzeiten gibt bleibt offen.

Auch Ausstieg aus der Atomenergie hat Varianten.

Ich sehe bei Abstimmungen

Ich sehe bei Abstimmungen kein Problem. Der Gegenstandsbereich ist klar definiert (hier Austritt aus oder Verbleib in der EU) und bezieht sich auf genau ein Thema. Das Votum ist unmittelbar, direkt.

Ach, der Gegenstandsbereich des Brexit ist klar definiert?

* Verbleib in der EU
* Verlassen der EU mit einem Status analog der Schweiz/Norwegen
* Verlassen der EU mit einem Status besser, als der von der Schweiz oder Norwegen (das ist der Brexit, den die Brexiteers gerne hätten)
* Verlassen der EU mit einem Status analog der Schweiz/Norwegen (das ist der Brexit, den die EU gerne hätte)
*Verlassen der EU mit Status analog Nigeria oder Haiti (Brexit ohne jeden Vertrag)

Das sind halt schon mal vier Optionen, die sich nicht einfach mit einer Yes <=> No-Entscheidung abbilden lassen.

Zumal sich einige Versprecher der proBrexiteers schon nach einem Tag in Luft aufgelöst haben. Die täglichen 300 Mio für das Gesundheitswesen nach Brexit waren wohl ehr Fantastrilliarden...

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