Kommentare - Kostenloser Nahverkehr gegen Luftverschmutzung?

Kommentare

Gute Idee

Allgemein ist dies eine gute Idee um den Modal Split zugunsten des ÖPNV zu steigern. In Tallinn gibt es das und in Hasselt gab es das, mit jedoch unterschiedlichen Ergebnissen. Dennoch, kostenloser ÖPNV ist nicht so einfach einzuführen und bringt eine Reihe von nachteilen mit sich. Auch wird es kaum helfen das tägliche Verkehrsvolumen zu reduzieren. Falscher Schritt in die falsche Richtung.

@DiePositiveBratwurst

"
Ähhh ja, nee, iss klar.......
... wieso wird denn der Test nicht in Stuttgart durchgeführt. Die haben die dicke Luft und da wäre das Ergebnis auch entsprechend......
"

Warum soll nur Stuttgart dicke Luft haben? Essen ist bei solchen Meldungen auch dabei...

Man hat Städte von 30000, 120000, 2x 300000 und 600000 Einwohnern ausgewählt. Passt schon für einen Test.

Essen finde ich spannend in der Umsetzung, da ja keine Stadtgrenze im eigentlichen Sinne existiert. Beispielsweise ist bei mir auf der Strassenseite Essen- die andere Strassenseite ist Mülheim. Und das ist in die anderen Richtungen zu anderen Städten ähnlich...

@ 17:14 von postmaterialist

Gehen wir das mal analytisch an, ob Studenten eine repräsentative Problemgruppe sind: 1) Sie wohnen alle in halbwegs großen Städten (sonst gibt es keine Uni). 2) Sie wohnen, soweit sie kein Auto haben, aber auch mangels Parkplätzen an den Unis, in Uninähe, also innerhalb der größeren Stadt, in den dort vorwiegend verfügbaren kleinen Wohnungen. 3) Sie sind zu sehr unterschiedlichen Zeiten, auch viel nachts, unterwegs. 4) Sie fahren traditionell und auch heute schon sehr viel mit ÖPNV. Wieso soll also das Verhalten von Studenten bzgl. kostenloser ÖPNV-Nutzung irgendwie repräsentativ für die typischen berufstätigen Eltern mit zwei Kindern, die irgendwo im platten Land wohnen, wo sie sich was genügend Großes leisten können? Das Problem sind die zeitlichen Engpässe, die auch schon den Autos Probleme bereiten, und die Zerstreung über das weite Land.

Man könnte auch die Mama-Taxis in die Schulen verbieten!

Damit die Kinder endlich wieder eine Gelegenheit haben, etwas für`s Leben lernen zu können.
Wir haben es damals doch auch geschafft, bereits ab dem 3. Schultag der ersten Klasse alleine in die Schulen zu kommen, auch wenn der Weg sehr weit war ...!
Für Grundschüler könnte es m.E. also durchaus kostenloses Busangebot geben.

Toller Vorschlag. Was kommt als

Nächstes? Handwerkern verbieten zu den Kunden zu fahren? Und den sagenhaft guten Vorschlag fer EU sehr Geld zu geben... Frage mich wozu... ist die Schnapsidee des Jahrhunderts. Meine Güte die sollen sich für ihr Volk einsetzen nicht für andere.

Ein Schritt in Richtung soziale Gerechtigkeit

Endlich dürfte der Steuerzahler, der für die Finanzierung der Freifahrer letztendlich sorgt, dann auch selbst mal frei fahren.
Denn der Steuerzahler zahlt derzeit doppelt:
Für die Freifahrmöglichkeiten von unzähligen Sozialleistungsabhängigen und für seinen eigenen Fahrschein, der in der Regel insgesamt teuerer wird, als wenn er sein eigenes Vehikel nutzt.

Dass das aber nur in wenigen Städten gelten soll, ist dann wieder die soziale Ungerechtigkeit, von der wir so viel im Land haben.

Gute Idee

Kostenloser Nahverkehr ist eine gute Idee. Da müssen sich die Mitarbeiter der Stadt dann nicht mehr in Gefahr begeben, tätlich angegriffen zu werden wenn sie die Fahrkarten von Neubürgern kontrollieren wollen.

@mosesposes

"Die paar Busse und Taxis sollen jetzt ein paar Prozent Kosmetik bringen. Die ÖPNV-Systeme der Großstädte sind eh am Limit. Wohl deshalb sind die Tests in eher kleinen Städten geplant."

Großstädtischer als Essen geht in Deutschland kaum. Essen selbst ist die 9. größte Stadt Deutschlands und MITTEN im Ruhrgebiet, welches strukturell im Prinzip die mit Abstand größte Stadt Deutschlands ist.

Gute Idee

Kostenloser Nahverkehr ist eine gute Idee. Da müssen sich die Mitarbeiter der Stadt dann nicht mehr in Gefahr begeben, tätlich angegriffen zu werden wenn sie die Fahrkarten von Neubürgern kontrollieren wollen.

@transarena

"Wird nicht funktionieren.
Da sind Ruck-Zuck die Kapazitäten überlastet."

Warum funktioniert es dann in Münster? Da sind 25% der Einwohner Studenten und nutzen den Nahverkehr mit Semesterticket kostenlos. Man kann auch Kapazitäten erhöhen und damit auch noch Jobs schaffen.

@ 17:39 von Kampfkanin

So sehr ich die Niederlande und das Radfahren schätze - die Niederlande haben zwei unschlagbare Vorteile: Sie sind dicht besiedelt und - flach. Ok, manchmal weht es in die falsche Richtung, aber man will ja keine Tour de France gewinnen. Bei den Entfernungen dort lohnt es sich einfach nicht auf den Bus zu warten. Mit dem Fahrrad ist man immer schneller. Bei mehr als 4 km gar noch mit Hügeln sieht die Lage schon ganz anders aus. Besser funktioniert derzeit das System mit Leihrädern für die Innenstadt. Da müsste man aber genug Parkplätze am Stadtrand haben - und was dann los ist, wenn man in den Grünanlagen dort Parkplätze bauen möchte, da war der Ausbruch des Vesuv ein Kinderspiel gegen.

Kostenloser ÖPNV in 5 Großstädten

sind nur Augenwischerei.
Unsere Atemluft in Oldenburg/Niedersachsen hat schon seit Jahren alarmierende Werte aufgezeigt. Und es wurde auch viel getan - immer mehr Autos rollen hier von A nach B.
Diese Idee mit dem kostenlosen Busfahren ist wirklich absurd. Meistens müssen die Schüler, die Pendler und alle anderen Berufstätigen auch umsteigen!

Es ist nicht dann nicht 'nur' die eine Tour von A nach B zu bewältigen (mit Wartezeiten bei Wind & Wetter), sondern eine Reise ohne ausreichendem Nachtschlaf! Und mit zu wenig Bussen, zu wenig ausgebildetem Personal (Fahrer), begrenztem Fahrraum. Wo sollen all die vielen zusätzlichen Verkerkehrswege denn überhaupt herkommen??
Die müssen doch da sein bzw. erst genehmigt und gebaut werden ...

@ ferrari2k

Das Beispiel sollte das Missverhältnis zwischen angebotener Leistung und dem dafür verlangten Preis verdeutlichen.

Und Hochmut kommt vor dem Fall: "Also wer für ne Strecke von 600 Metern auf den Bus angewiesen ist, der tut mir echt leid..." Dann fangen Sie schon mal an, sich bei den vielen älteren Mitbürgern zu entschuldigen, die aus körperlichen Gründen darauf angewiesen sind und nur über eine Minirente verfügen.

Im Übrigen: Ich würde sehr gerne mit dem ÖPNV fahren, da mich Autofahren total stresst, aber ich kann mir 164 € im Monatsabo bei meinem Gehalt nicht leisten. Und mehr Geld gibt mir mein Chef nicht. Also muss ich gezwungenermaßen die kostengünstigste Alternative wählen und das ist bei 30km Entfernung nunmal das Auto.

17:59 von Andy169

Warum

... denn gleich kostenlos? Eine drastische Preissenkung/Subventierung - z.B. 1 € egal wohin - würde doch auch genügen. Ohnehin ist die Nutzung von ÖPNV und alternativen emissionsarmen Verkehrsmitteln nicht allein eine Frage des Preises. Vielleicht mal einen Blick über Grenze wagen: Holland macht vor, wie's geht.
///
*
*
Aber wir haben in Deutschland schon den Ärzten geglaubt, das allein Praxisgebühren kassieren, mehr als 10 Euro kostet?

Die Idee ist super und dennoch

was ist mit der Umrüstung von Millionen Dieselfahrzeugen, durch die Hersteller?

Was ist mit den fehlenden Gleisen für den Güterverkehr? (z.B. Niederlande Richtung Schweiz)

Was ist mit den eLadestationen für eMobilität?

Weiter läuft der Lobbyschutz, oder?

Busfahrer gesucht

Flüchtlinge werden derzeit zu Busfahrern ausgebildet. Das soll die große Lücke im Bedarf schließen helfen.
Ein Wehrmutstropfen für Nichtflüchtlinge ist allerdings, dass andere Vorbedingungen gelten, wie z.B. ein Jahr unfallfreies Fahren mit dem PKW ( Führerschein vorausgesetzt).
Für Flüchtlinge und Sozialleistungsbezieher gilt:
In den meisten Fällen übernehmen Jobcenter die Ausbildungskosten, die rund 16 000 Euro betragen können.

Damit müssten sich eigentlich sprunghaft die Menge der Sozialleistungsbezieher reduzieren lassen.
Aber es fehlen weit mehr als über 10 000 Fahrer. Das wären Kosten allein für die Ausbildung in Höhe von 160 Mio € für den Steuerzahler. Ob das im Endeffekt dem Arbeiter billiger kommt, wage ich zu bezweifeln.

@skywalker

Da haben Sie aber die letzten paar Jahre verpaßt! Mittlerweile stinken Innenstädte, Stadtränder, z.T. Eigenheimgegenden und kleinere Ortschaften dauerhaft und extrem nach beißendem Schwelbrand - durch die sehr zahlreichen und weiter zunehmenden (und meist obendrein auch noch falsch betriebenen!) privaten Kaminöfen!
- Leider schert`s Ordnungsämter und Behörden wenig, obwohl der Gesetzgeber drakonische Strafen dafür vorsieht!!
Vielleicht glauben die meisten Nutzer ja, aus Kaminöfen käme nur CO2 raus ... auch wenn man Müll und nasses Holz ohne ausreichende Luftzufuhr verschwelt ...!
Ein Verbrechen an der Nachbarschaft und der Umwelt! Hier ist die Politik, auch die Grünen gefordert!!

Senkung der Hartz-IV-Sätze

Konsequenterweise müssten die Sätze für Hartz-IV um die Beförderungskosten gesenkt werden. Das sind glaube ich etwa 28 Euro im Monat.

Nur Deutschland?

Die Frage kann ich - zumindest für italienische Großstädte - beantworten. Dort gibt es Fahrverbote, ohne dass die Welt untergeht, allerdings auch ohne dass verkehrspolitisch ernsthaft nach Lösungen gesucht wird. Ein Tag die geraden, ein Tag die ungeraden Nummernschilder.

@Kampfkanin

"Die Bahntarife sollten vielleicht ebenfalls vereinfacht werden!
Mein Vorschlag wäre z.B. nach Kosten pro Kilometer; egal ob Bus oder Bahn.
Wenn dieser Kilometer dann noch etwas günstiger wäre als ein eigener Benzin-Kilometer, könnte es evtl. ein weiterer Anreiz sein.
"

Was ist da die Vereinfachung? Ich finde es wesentlich einfacher ein Ticket für Kurzstrecke von X Haltestellen oder für eine Fahrt egal wie weit, als wenn ich immer unterschiedliche Preise zahlen müsste.

Ein "Benzinkilometer" kostet bereits heute mehr als Bus und Bahn wenn Sie es wirklich seriös durchrechnen.

war klar

dass die User hier natürlich alles negativ sehen. Komisch, in den Städten, in denes es das schon gibt, teilweise schon seit den 90er, ist alles ok.

Aber, ist ja auch in Ländern, in denen das Volk nicht nur Grau und Schwarz kennt.

Man muss aber nicht umsteigen

Ich werde gewiss nicht auf den ÖPNV umsteigen, das ist total umständlich. Zur Arbeit brauche ich über 2 Stunden statt 35 Minuten (eine Strecke). Mein Diesel ist sauber.

René Cuperus hat recht

Man hat die falschen Schwerpunkte gesetzt. Speziell die älteren Wählergruppen machen sich Sorgen um ihre Zukunft, sie wollen Soziale Gerechtigkeit und Sicherheit. Bei uns wurden aber andere Themen wie Flüchtlinge, Migranten und Abschiebung in den Vordergrund gerückt.

Eigentlich ... aber ...

Ich denke, das ist eine interessante Idee. Nahverkehr kostenlos anzubieten als Staatliche Dienstleistung.

Ich fürchte nur, daß das sofort wieder zerredet und zerstört wird ...

Die Verfassungsklage, weil bei mir vor der Haustür kein kostenloser Bus hält, oder weil ein Pendler mit dem Auto das Benzin für die Fahrt zur Arbeit selber zahlen soll ist nur eine Frage der Zeit.

Nein, ich bin kein Zyniker, nur etwas desillusioniert.

@birdycatdog

Es gibt Städte, da gibt es das seit den 1990er. Es gibt genug Erfahrung.

Viel Wissen scheinen sie aber nicht zu haben.
Der ÖPNV hat noch nie kostendeckend gearbeitet, in Deutschland. Damit sind Bus / S-Bahn-Straßenbahn in der Stadt gemeint, oder zwischen kleinen Dörfern. Also, keine Ferbusse, Fernzüge...

Zwischen 63 - 80% wird jetzt schon aus öffentlichen Geldern gezahlt. Der Rest kommt von den Ticketverkäufen.

Vor allem auf dem Land liegt es bei 80% Zuschuss, durch Steuergelder / Einnahmen der Kommunen.

Was die Regierung nun will ist die Übernahme der Ticketpreise und nicht 100%

Kostenloser Nahverkehr ....

... im Innenraum der Großstädte ist nicht ungerecht den Landbewohnern gegenüber, denn auf dem Land gibt es das Problem der zu vielen Outos ja nicht. Wenn Landbewohner in die Großstadt wollen, können sie den dann kostenlosen Verkehr ja auch nutzen. Der jetzt schon in der Großstadt bessere ÖPNV ist ja auch nicht ungerecht.

offenefragen

Wo ist Autofahren billiger als ÖPNV?

Benzin, Versicherung, Steuer, Wartungskosten, Wertverlust usw. Wieviel kostet eine Monatskarte, im Ort XYZ, oder Jahreskarte?

@um 18:04 von Kampfkanin

Man könnte auch die Mama-Taxis in die Schulen verbieten!
---
Klar, noch mehr Verbote!
Langsam nähern wir uns allem, was Freiheit verhindert. Wir unfrei soll unser Land noch werden?

Dann muss die pünktliche Nutzbarkeit von Schulbussen gewährleistet werden.
Ist bei uns nicht drin.
Die Schule endet für Grundschüler um 13.40Uhr. Der Bus fährt aber um 13.37Uhr!
Der nächste Bus fährt dann 1,5 Std. später.
Und da wollen Sie das Abholen durch Mamas verbieten?
Sie kennen die unsäglichen Katastrophen in diesem Land nicht, wie ich glaube.
Da plant kaum noch jemand mit Köpfchen.

Auch werden ganze ehemaligen Bushaltestellen nicht mehr angefahren ( nicht lukrativ), obwohl dort Kinder wohnen.
Wie kommen die zur Schule?
Richtig: Mit Mama-Taxen!

@Zabamoi

" Solange Fahrten mit dem eigenen Pkw billiger sind, wird der Nahverkehr den kürzeren ziehen."

Naja, wenn ich alleine Parkgebühren von 1-5 EUR pro Stunde zahlen muss relativiert sich das mit dem billigen PKW ganz schnell. Aber Benzin und Fixkosten zahle ich ja nicht für die spezielle Fahrt sondern irgendwann einmal monatl. oder an der Tankstelle...

Wer die tatsächlichen Autokosten berechnen will, sollte sich Taxikosten ansehen und bedenken dass der Taxifahrer damit nicht wirklich reich wird...

Zahlt's die Auroindustrie

Zahlt's die Auroindustrie dann ist es eine gute Idee. Zahlts der Steuerzahler dann nicht.

Der Michel subventioniert schließlich zu großen Teilen die ganzen Firmenwagen dank derer die Luft ist wie sie ist und dank derer die Industrie trotz (Abgas-)betrug am Bürger Boomzeiten erlebt.

@ 16:28 von wenigfahrer

Ihre Reaktion überrascht mich, erscheint mir spontan überzogen.

Ihre Kommentare sind sonst sachlich ausgewogen.

Zu16:48PositiveBratwurst -Umsonst ist nicht kosten-und folgenlos

.wieso wird denn der Test nicht in Stuttgart durchgeführt.
Weil das nicht geht. Busse, S-Bahnen.. sind schon jetzt überlastet. S21 kommt dazu.
Der Vorschlag klingt gut, ist trotzdem eine Schnapsidee. Die Bevölkerung wächst, gerade in der Region S. Verkehr, Mieten, Preise, S21 kurz vor der Explosion usw.. Hier sollte die Politik steuern, denn es gibt Regionen in D da ist das anders.

.. gegen die - übrigens selbstgesteckten - Stickoxid-Maximalwerte verstoßen.

Vielleicht ist ja das "selbstgesteckt" und die Messmethoden das Problem. Einmal Feinstaub, dann die Stickoxide usw...
Wie sieht es denn 50 Meter abseits der Messstelle aus? Direkt neben den Blechkaminen der ungefilderten Einzelöfen wird man die relevanten Daten erfahren, denn dort wohnen unmittelbar Menschen. Man kann es zwischen den Häusern riechen, man muss nicht messen.
Wer treibt denn neben der angeblich schmutzigsten Kreuzung Frühsport. Das sei gefährlich, aber ja doch, schon wegen der vielen Autos.

In vielen Innenstädten

gibt es mittlerweile kaum noch Möglichkeiten, Lebensmittel zu kaufen, wenn man von Backshops absieht.

Die Supermärkte sind meist am Stadtrand.

Auch das ist ein Problem, das man angehen könnte. Die Versorgung mit Lebensnotwendigem gehört wieder zurück, dahin wo die Menschen sind. V. a. die älteren, die über keine Fahrmöglichkeit verfügen.

Kleinere Supermärkte mit einem Grundangebot gehören wieder zurück in die Innenstädte.

Gute Idee, aber problematisch

Abgesehen davon, dass es schwer vorstellbar ist, dass diese Idee eines kostenlosen ÖPNV realisiert wird, könnte ich mir gut vorstellen, dass sich andere Städte mit ähnlicher Größe und Verkehrsaufkommen dagegen wehren werden. Denn dies wäre ein enormer Wettbewerbsvorteil für die berücksichtigten Städte, die mit anderen konkurrieren um Einwohner und die damit verbundenen Steuerzuweisungen.

@grobi123

"- weniger Abnutzung von Straßen und Brücken durch Individualverkehr"
Ihnen ist bewusst, dass ein Großteil Straßenschäden durch die deutlich höhere Belastung von LKWs und Bussen entsteht und zumindest Busse auch zum ÖPNV gehören und nicht nur S-, U- und Straßenbahnen?

"- keine / weniger Maßnahmen zur Feinstaubreduzierung notwendig"
Ein nicht unerheblicher Teil wird an trockenen Tagen von der Straße aufgewirbelt - gerade von Bussen. Vergleichen Sie mal die Luftverwirbelungen, die bei einem Kompaktfahrzeug entstehen mit denen eines Stadtbusses.

Zuletzt bleibt abzuwarten, wie viele Menschen zusätzlich das ÖPNV Angebot annehmen werden.

Pendeln zum Arbeitsplatz

wäre vielleicht auch ein interessantes Thema zur Verkehrsreduzierung. Es gibt mehr als genug Berufstätige die tagtäglich kreuz und quer durchs Land pendeln. Es ist nicht bei jedem möglich, aber gleich Qualifizierte könnten auch ortsnah vermittelt werden und sollten möglichst einen Arbeitsweg von weniger als einer halben Stunde haben, der sich eventuell zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch mit dem ÖPNV gut bewältigen lässt. Von A nach B und nicht noch über C oder D.

@um 17:39 von Kampfkanin

Wäre aber für die Volksgesundheit ein guter Beitrag, die Gefahren des Radfahrens würden minimiert, es würden viel mehr Menschen aufs Fahrrad umsteigen - und umweltfreundlicher geht es nicht mehr!
---
Prinzipiell richtig, aber praktisch nicht ganz sinnvoll.
Unsere Gesellschaft arbeitet immer länger und wird wesentlich älter im Durchschnitt.
Einen Maurer noch aufs Rad zu setzen, von dem man erwartet, dass er kilometerweit seine nächste Baustelle aufsucht, ist wohl hart.
Auch sind nicht alle Wetterverhältnisse tauglich.
Mein Sohn, der viel Fahrrad fährt, wurde am Arbeitsplatz abgemahnt, weil er nass ( durchs Wetter bedingt) am Arbeitsplatz ankam ( kundenorientiertes Arbeiten erwartet etwas anderes).
Auch die hohe Flexibilität in der lokalen Vorgabe von Arbeitsplätzen macht das Fahrrad oft nicht möglich ( Arbeitswege von mind. 100 km und mehr).

Hört sich also gut an, ist aber nicht wirklich eine Lösung für alle.

Kostenlos heißt nicht kostenfrei

Sicher hat noch niemand diese Idee voll mit allen Aus- und Nebenwirkungen zu Ende gedacht.

Trotzdem, sollte man den Ansatz mal ernsthaft überdenken.

Der "kostenlose" Nahverkehr kann auch über eine lokale Sonder- oder Gewerbesteuer-ähnliche Steuer finanziert werden.

"Legales Schwarzfahren" entlastet Behörden, Gerichte, Gefängnisse.

Autonom fahrende Busse ohne Fahrer senken die Kosten und können rund um die Uhr fahren.

Man muß dem auch mal eine echte Chance geben.

Schön wär's wir hätten einen kompetenten Verkehrsminister, der an Zukunftskonzepten interessiert ist. Wir fahren immer noch rum wie vor hundert Jahren.

@yolo

"Dass das aber nur in wenigen Städten gelten soll, ist dann wieder die soziale Ungerechtigkeit, von der wir so viel im Land haben."

Offenbar haben Sie den Artikel nicht komplett gelesen:
"Getestet werden sollen die aufgeführten Maßnahmen zunächst in fünf "Pilotstädten": In Bonn, Essen, Herrenberg, Reutlingen und Mannheim. Was erfolgreich ist, soll dann bundesweit auf den Weg gebracht werden."

@RoyalTramp

Nun, da es andere Städte haben (in der EU) und das Teilweise fast 28 Jahre, reichen Ihre Ansichten nicht mal bis zum Tellerrand.

Schon jetzt sind 63-80% finanziert, je nach Region. Der Rest kommt von den Tickets.

Die Erfahrung der anderen Städte zeigte:

1.) Weniger Verkehr
2.) Weniger Straßenschäden
3.) Keine Wartung von Ticketautomaten
4.) Keine Kosten für BArgeldtransport
5.) Kein Personal für Kontrollen
6.) Deutlich bessere Luft
7.) Deutlich geringerer Lärm

usw

Nichts gibt es umsonst, aber auf die paar Kröten, die durch die Ticketverkäufe noch eingenommen werden, auf die kann man verzichten.

Wieviel kostet denn ihr Auto im Monat?
Benzin, Versicherung, Wertverlust, Steuern, Wartungskosten?

@Verve

"Gerade in Ballungsgebieten ist der Nahverkehr derart schlecht ausgestattet, das er nicht zur Nutzung anregt. Ein Beispiel ist Köln. Mit Speckgürtel rund 4,5 Mio. Einwohner. Innenstadt zentral ausgelegt. Man versuche aus den Vororten aus dem Rhein-Sieg-Kreis, aus dem Rhein-Erft-Kreis oder dem Bergischen Land nach Köln zu gelangen. 7 km hinter Köln benötigt man mit den ÖPNV über eine Stunde bis in die Innenstadt. "

Da haben Sie sich aber eine ungünstige Strecke herausgepickt. Ich fahre fast nie mehr mit dem Auto nach Köln rein, parke in Leverkusen kostenlos am Chempark und fahre die letzten 10km mit der S-Bahn in 15min ins Zentrum. Meine Erfahrungen waren nämlich oft genau wie Ihre: Über eine Stunde mit dem Auto für die letzten 7km. Und dann noch die Parkgebühren.

Das ist doch Mal ne Lösung:

Das ist doch Mal ne Lösung: Feinstaubwerte zu hoch sofort. ÖPNV kostenlos. In 2 Monaten wäre der Bayer (Münchener) für vernünftige Lösungen offen.z.b. Autohersteller zu einer Hardwareumstellung zwingen

Erschreckende Dummheit

In wenigen Tagen entscheidet das oberste Verwaltungsgericht über Fahrverbote für Diesel. Seit dem ersten lächerlichen Diesel Gipfel sind Monate vergangen, passiert ist nichts bisher. Unsere Versagenden Merkel hat es total vergeigt. Jetzt in blanker Panik immer neue heisse Luft zu produzieren, wird die Richter nicht beeindrucken.

Günstiger Nahverkehr

Es muss ja nicht unbedingt kostenlos sein, aber bei ~700€ für ein jahresticket im Berlin kann ich die Autofahrer ein wenig verstehen. Der öffentliche Nahverkehr macht bisher nur Sinn, weil man nicht im Stau steht. Das überzeugt halt nicht jeden

@odindonar, 16.19h

Wenn ich jemanden erlaube, mein Auto kostenlos zu benutzen, dann darf sich ein anderer nicht das gleiche Recht herausnehmen.
Nahverkehrsbetriebe sind meist kommunal.

@Autograf

"Gehen wir das mal analytisch an, ob Studenten eine repräsentative Problemgruppe sind: 1) Sie wohnen alle in halbwegs großen Städten (sonst gibt es keine Uni). 2) Sie wohnen, soweit sie kein Auto haben, aber auch mangels Parkplätzen an den Unis, in Uninähe, also innerhalb der größeren Stadt, in den dort vorwiegend verfügbaren kleinen Wohnungen. 3) Sie sind zu sehr unterschiedlichen Zeiten, auch viel nachts, unterwegs. 4) Sie fahren traditionell und auch heute schon sehr viel mit ÖPNV. "

Leider nicht sehr analytisch...

zu 1) Unsinn. Unis gibt es in Städten sämtlicher Größenordnung. Die kleinste Hochschulstadt die ich persönlich kenne hat 30000 Einwohner.
zu2) In allen Städten die ich kenne fahren die Studenten entweder von zu Hause oder wohnen komplett über das Stadtgebiet verstreut. (Habe die Situation bei Freunden und mir selbst in vielen Städten kennen gelernt.) Außerdem ist "DIE Uni" oft selbst verteilt über die ganze Stadt.
3) hat nichts mit Student zu tun
4) ja, WEIL kostenlos

Gerne....wenn die Automobikonzerne es zahlen...

...und bitte nicht der Steuerzahler! Es ist unglaublich wie sich Politiker von der Automobilindustrie über den Tisch ziehen lassen....auf Kosten des Steuerzahlers! Hoffentlich kommt keine Groko Zustande und wir haben bald Neuwahlen....um diesen verbrauchten Haufen abzulösen !!!

@ all: kostenlosen ÖPNV sofort und bundesweit bitte!!

@ all

Dass mit dem kostenlosen ÖPNV sollte man in der Tat sofort und bundesweit sowie auch eu-weit machen und nicht nur in fuenf Städten.

Das wuerde so viel möglich machen und die Bahn muesste wieder viel tiefer in die Fläche kommen, auch in kleine Dörfer die derzeit nur Totbahnhöfe haben wo längst keine Bahn mehr vorbei kommt und andere noch nicht angeschlossene Ortschaften gehören angeschlossen.

Darueber hinaus gehören hier bei uns in Schweinfurt abends die Busse deutlich ausgedehnt, damit man auch mal abends spät vom Kino heimkommt oder vom Theater oder sowas. Und zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/inland/nahverkehr-luft-bruessel-101.html

Von Fahrverboten ist in dem Brief zwar nicht die Rede, aber durchaus von sogenannten "Niedrig-Emissions-Zonen" für den Schwerlastverkehr. Außerdem will Berlin mit steuerlichen Vorteilen für Elektro-Fahrzeuge locken.

sage ich mal:
es gibt schon Elektro-Lkws und Elektro-Sprinter und sowas! Schaut euch mal um!!

@um 18:42 von birdycatdog

Was erfolgreich ist, soll dann bundesweit auf den Weg gebracht werden."
---
Wenn Sie glauben, dass die Busunternehmen sich ihre Lukrativität nehmen lassen und damit ihren Gewinn. Oder soll es einen Verstaatlichung werden?
Ländersache, Kreissache und Gemeindesache sind so Stichworte, die noch Holprigkeiten versprechen würden.
Oder wird das dann eine staatliche Verordnung von oben und macht dann eben mal einen ganzen Wirtschaftszweig kaputt?

Das würde zu Forderungen der SPD und Linken passen. Hauptsache der Kurs ist letztendlich die stille Verstaatlichung moralisch unterlegt.

Die Kosten trägt dann der Erwerbsbürger.
Die vielen Sozialleistungsträger und Rentner wie auch Kinder schultert er dann noch mit.
Klar, das ist eine absolute Belastung des Arbeiters.
Eine wirklich soziale Entlastung der Arbeiter sieht ganz anders aus!

@ schre (18:31): die derzeitigen Fahrpreise sind zu teuer!!

hi schre

Zu dem hier:

Wenn Landbewohner in die Großstadt wollen, können sie den dann kostenlosen Verkehr ja auch nutzen. Der jetzt schon in der Großstadt bessere ÖPNV ist ja auch nicht ungerecht.

Sorry aber genau dass stimmt so nicht. Viele ÖPNV-Anbieter verlange fuer Monatskarten und Jahreskarten und zum Teil auch fuer andere Fahrtickets Preise, die keiner mehr bezahlen kann. Schauen Sie sich doch mal die Preise bei der Bahn an. Die Bahncard ist teuer geworden wie Spinne. Das kann sich kaum noch einer leisten.

Und auch bei uns sind demletzt die Fahrpreise fuer den Bus deutlich angehoben worden. Wer soll dass noch bezahlen? Hallo??

BVG und S-Bahn

sind jetzt schon nicht in der Lage ein paar mehr Leute zu transportieren, wenn z.B. Schnee fällt in Berlin. Wie soll das dann funktionieren? Grundsätzlich sicher eine gute Idee, aber in den ganz großen Städten meiner Meinung nach nicht umsetzbar. Hinzu kommt auch die zunehmende Kriminalität im öffentlichen Nahverkehr, die jetzt schon dazu führt, dass viele Leute wieder mit dem eigenen Auto fahren.

@um 18:42 von Erleuchtung

Wie viel kostet denn ihr Auto im Monat?
Benzin, Versicherung, Wertverlust, Steuern, Wartungskosten?
---
Fragen wir anders:
Wie viel Zeit spart es mir, mit dem Auto zu fahren, ehe ich auf Busse und Umsteigepraktiken vertrauen muss.

Wer hier mit dem Auto fährt, ist in 10 Min in der Landeshauptstadt.
Wer mit dem Bus fährt, braucht 45-60 Min, wobei man erst ab frühestens 7 Uhr mit dem 1. Bus weg kommt und der letzte um 15 Uhr rein kommt. Nach 16 Uhr kommt hier keiner mehr nach Hause!
Deshalb fahren hier alle mindestens 2 Autos pro Familie, weil beide Elternteile arbeiten und Kinder kutschieren müssen.

Das Auto kostet übrigens weniger.
Für eine einfache Fahrt zahle ich in die Stadt 3,80€. Für Hin und Rück also 7,60€ x 5 Werktage=38€ pro Woche=152€ im Monat.
Da sind keine Umsteigekosten drin ( also keine Umlandfahrten in andere Zonen)
Mein Auto ist billiger.

In Mannheim ist die Idee der

In Mannheim ist die Idee der kostenlosen Nahverkehrs weniger ein dem Umweltschutz gewidmetes Projekt, als viel mehr die als Umweltschutz kaschierte Niederlage im Kampf gegen Horden von Schwarzfahrern. Aber so bekommt die total verschuldete Stadt wenigstens einen kleinen Teil der Kosten von Land und Staat zurück, die diese den Städten und Gemeinden mit ihrer Flüchtlingsverteilung aufgebürdet haben. Bevor man nun sich auf Grund meines Beitrags aufregt, bitte erst mal die Hintergründe und Umstände recherchieren, die in diesen Städten und damit den Bürgern riesige Kosten verursachen bei Gleichzeitig immer mehr zurückgenommener Lebensqualität.

@ 18:42 von Erleuchtung

So ganz passt das nicht zusammen mit Ihren Argumenten
2.) Weniger Straßenschäden?
Jeder Bus oder LKW macht so viel Straßenschäden wie 300 PKW's.
Das ist schon mal nicht richtig!
Bei dem Kostenvergleich zwischen eigenem Auto und ÖPVN rechnet niemand die "sowieso" Kosten Versicherung, Steuern etc. mit. Die hat man nämlich auch wenn man ein Auto bestzt und in der Stadt den ÖPVN nutzt!
Außerdem bezweifel ich Ihre "63-80%" die heute schon öffentlich finanziert werden.
In Hamburg sollen es 45% sein, der Rest kommt aus den Tickets!

@ dcrocket (18:17): es gibt schon Elektrofahrzeuge

hi dcrocket

Zu Ihrer Frage:

was ist mit der Umrüstung von Millionen Dieselfahrzeugen, durch die Hersteller?

dazu sage ich mal:
besser ersetzen durch solche Elektro-Scooter von der Post, durch solche Elektro-Sprinter wie sie in Duesseldorf gebaut werden, durch Elektro-Lkws die es schon gibt von MAN und anderen.

Was ist mit den fehlenden Gleisen für den Güterverkehr? (z.B. Niederlande Richtung Schweiz)

Sorry aber der neue Gotthard-Tunnel macht es bereits möglich! Gucken.

Was ist mit den eLadestationen für eMobilität?

stimmt, das Netz muss dichter werden und die Stromnetze fuer die erneuerbaren Energien muessen massiv ausgebaut werden. Da geht es - wegen Blockade durch viele CSU-Buergermeister - leider viel zu langsam. Diese Dauerblockade durch etliche Buergermeister und durch die CSU muss aufhören.

Dann muessen endlich Nordlink und Suedlink umgesetzt werden. Und danach dann bitte die Kohlemeiler weg!

@RoyalTramp

"Im Übrigen: Ich würde sehr gerne mit dem ÖPNV fahren, da mich Autofahren total stresst, aber ich kann mir 164 € im Monatsabo bei meinem Gehalt nicht leisten. Und mehr Geld gibt mir mein Chef nicht. Also muss ich gezwungenermaßen die kostengünstigste Alternative wählen und das ist bei 30km Entfernung nunmal das Auto."

Aha, Sie können es sich nicht LEISTEN, und sehen das als Argument gegen ein kostenfreies Angebot? Interessant.

Abgesehen davon: 30km Entfernung; 20x im Monat hin und zurück = 1200 km; das kostet Sie mit dem Auto locker 360 EUR Vollkosten, selbst mit einer alten Möhre kriegen Sie keine Kosten unter dem genannten Monatsabo hin! Sie sprachen von einem alten Diesel, alleine Ihr SPRIT Anteil dürfte dafür ca. 100 EUR monatlich nur für diese Fahrten ausmachen und bei gut 13000 km pro Jahr für den Arbeitsweg sind auch Verschleißteile signifikant. Die Pendlerpauschale kriegen Sie übrigens auch wenn Sie den ÖPNV nutzen, das sind bei 30km auch stattliche Beträge.

Des Deutschen liebstes Kind

wundere mich über die überwiegend ablehnende Haltung hier im Forum. Da soll es was "geschenkt" geben und immer noch gibts was zu mäkeln.
Natürlich kann man in jeder Suppe ein Haar finden - natürlich gibts jede Menge am öffentlichen Nahverkehr auszusetzen, aber DIESER Versuch kann ja nun wirklich nicht schaden!
Aber hier zeigt sich wieder einmal: Du kannst den Menschen in Deutschland alles wegnehmen oder mies machen, aber bitte nicht die geliebte Kutsche.

@ Woschi (18:37): Sowas muss auch auf das Land gebracht werden

hi Woschi

Abgesehen davon, dass es schwer vorstellbar ist, dass diese Idee eines kostenlosen ÖPNV realisiert wird,

Tja.. nur mit Druck geht vieles wie es aussieht. Das muss sofort und bundesweit realisiert werden, und nicht nur in den Innenstädten sondern auch zwischen den Städten und dem Land.

Und warum sollten sich andere größere Städte dagegen wehren??

könnte ich mir gut vorstellen, dass sich andere Städte mit ähnlicher Größe und Verkehrsaufkommen dagegen wehren werden.

Bitte dazu mal eine Begruendung.

Dann noch zu dem hier:

Denn dies wäre ein enormer Wettbewerbsvorteil für die berücksichtigten Städte, die mit anderen konkurrieren um Einwohner und die damit verbundenen Steuerzuweisungen.

Dass hier ist ja nur ein Pilotprojekt, dass schnell auf alle Städte und auch auf das Land ausgedehnt werden muss. Und damit wuerde auch das Land wieder zum Wohnen attracktiver.

Kostenlos ist keinesfalls kostenlos!

Es ändert sich nur der Kreis derer, der dafür bezahlt. Zur Zeit sind es rechnerisch die Autofahrer. Sie führen pro Jahr (Mineralölsteuer, Kfz-Steuer, LKW-Maut) gut 50 Mrd. an den Staat ab. Der gibt davon weniger als 10 Mrd. für den Straßenverkehr aus, weitere ca. 14 Mrd. für alle anderen Verkehre (inkl. der Subventionierung des öffentlichen Personenverkehrs) und weniger als 10 Mrd. für den gesamten(!) Umweltschutz. Es bleiben immer noch 15 bis 20 Mrd. übrig. Die Zahlen kann man sich beim Statistischen Bundesamt zusammensuchen.

Hier häufig vorgebrachte Behauptungen, das Autofahren sei zu billig, sind völlig absurd. Zudem entfallen zur Zeit 80% des Personenverkehrs auf den Autoverkehr. Das kann kein anderes System auffangen, schon gar nicht zu bezahlbaren Kosten.

@Kampfkanin

"Da haben Sie aber die letzten paar Jahre verpaßt! Mittlerweile stinken Innenstädte, Stadtränder, z.T. Eigenheimgegenden und kleinere Ortschaften dauerhaft und extrem nach beißendem Schwelbrand - durch die sehr zahlreichen und weiter zunehmenden (und meist obendrein auch noch falsch betriebenen!) privaten Kaminöfen!"

Meinen Sie die Jahre seit der Rechtschreibreform ;-) (Stichbuchstabe "ß") ?

Also ich kenne recht viele "Innenstädte, Stadtränder, z.T. Eigenheimgegenden und kleinere Ortschaften" teils weil ich selbst zwei Wohnsitze habe und weil ich eine große Familie und viele Freunde habe und auch beruflich viel reise (50- 100 Hotelübernachtungen pro Jahr).

Vielleicht sind Sie in Ihrer Gegend schlicht ein gebranntes Kind?

Übrigens: Wer "Müll und nasses Holz unter mangelnder Luftzufuhr verschwelt" macht sich strafbar (vermute ich zumindest), da gilt es anzusetzen, finde ich auch richtig.

Guter Ansatz

Allerdings wäre das Gift für die Autoindustrie. Deswegen wird das niemals kommen.

Und wenn doch: Dann bitte das Netz auch ausbauen. Insbesondere auch im Ländlichen Bereich. Nicht einmal pro Stunde und Sonn- und Feiertags nur bei Anruf fahren.

Gute Idee!

Ob es wirklich 100 % kostenfrei sein muss, muss man vielleicht noch einmal überlegen.

Aber: Die nächste große Stadt ist bei uns 10 km entfernt (Aachen). Der Bus kostet 3,60 € einfache Strecke - hin und zurück für 2 Personen 14,20 €. Ein Tag in einem Parkhaus mit Kostenlimitierung (direkt in der Innenstadt, wo der Bus auch hält!) kostet 6,- €, also 8,- € weniger - so teuer kann Sprit und Verschleiß am Auto nicht sein, dass sich der Bus lohnt...

Kostenloser oder zumindest (sehr) preiswerter öffentlicher Nahverkehr würde da die Sichtweise ändern und neben weniger Umweltbelastung wohl auch mehr Leute in die Städte holen. Ich könnte mir vorstellen, dass es mehr Konsum in Geschäften und Gastronomie geben wird. Win-Win für alle, da so mehr Umsatz, mehr Steuern und mehr gesellschaftliche Begegnungen...

@ Erleuchtung

"Wieviel kostet denn ihr Auto im Monat? Benzin, Versicherung, Wertverlust, Steuern, Wartungskosten?"

Ich hatte es oben schon angeführt: Versicherungen, Wartungskosten im weitesten Sinne, Steuern fallen eh an, egal ob ich in die Stadt zur Arbeit pendle oder nicht, da ich auf dem Land auf das Fahrzeug angewiesen bin.

Ich beziehe mich auf die Kosten, die mir alleine durch das Pendeln zur Arbeit entstehen, Kosten also, die ich nicht hätte, wenn ich nicht jeden Tag 30 km hin und 30 km wieder zurück fahren müsste.

Zumal: die Versicherungsbeiträge und Steuern wären gleich, egal ob ich mein Fahrzeug 0 km im Monat oder 1000 km bewegen würde . D.h. diese Ausgaben stehen in keinerlei Zusammenhang mit dem Pendeln zur Arbeit und dürfen meiner Meinung nach nicht in die Kosten-/Nutzenrechnung eingehen, wie sie es tun.

@Püppie

"Der Michel subventioniert schließlich zu großen Teilen die ganzen Firmenwagen"

Welcher Michel subventioniert da was konkret? Welche Steuern zahlen SIE für den Dienstwagen eines anderen?

Bevor Sie solche Falschaussagen streuen (wie hier auch schon ein anderer User) bitte erklären Sie erst mal was Sie meinen?

Der einzige der den Firmenwagen "subventioniert" ist der Arbeitgeber, es ist schlicht eine Gehaltskomponente, die der Empfänger ziemlich hoch versteuern muss.

Total ungerecht das Ganze!

Menschen, die rein zufällig verkehrstechnisch günstig wohnen, bekommen sämtliche Fahrten zur Arbeitsstelle dann faktisch kostenlos geschenkt, alle anderen Personen, zum Beispiel die Fernpendler, müssen dann nicht nur wie sonst auch, sämtliche Fahrten zur Arbeitsstelle mit dem Auto selbst bezahlen, sondern zusätzlich auch noch die Kosten dafür übernehmen, damit die Nahpendler dann überhaupt nichts mehr für ihre eigenen tägliche Fahrten zur Arbeitsstelle selbst zahlen
müssen!

Daher ist das Ganze einfach extrem ungerecht!

So einfach ist das!

Bundesweite ÖPVN Regelung ist verfassungsrechtlich nicht möglich

Unser Grundgesetz unterscheidet ganz klar die Verabtwortlichkeit von Bund, Ländern und Kommunen.
Der ÖPVN ist in kommunaler Hand und allerhöchstens die Bundesländer als Finanzierer der Kommunen könnten da noch mitreden!
Der Bund aber ganz sicher nicht!

Falls der Bund es könnte und ein bundesweites Gesetz dazu verabschieden würde müsste er auch die Finanzierung übernehmen.
Das wären dann allerdinsg bundesweit so viel Milliarden Euro dass es den Bund komplett überfordern würde.
Damit sind viele der guten Vorschläge hier im Forum leider nicht umsetzar!

Nun sollte ja auch der letzte

Nun sollte ja auch der letzte merken, das diese Regierung unfähig ist, die Probleme an der Ursächlichkeit zu erkennen und aktiv an die Behebung zu gehen und das liegt nicht an fehlenden Bussen und Bahnen bzw. deren Ticketgebühren die nun wegfallen sollen. Die Leute zahlen die teuren Autos an die Bank und werden deshalb nicht Bus fahren, in der Regel auch nicht zielführend am Morgen .

Das ist ja unglaublich

So ein vernünftiger, zielführender Vorschlag. Gut für die Umwelt, gut für Menschen mit geringem Einkommen, gut für Deutschland.

Ist die neoliberale Regierung wirklich absolut sicher mal was richtig machen zu wollen, anstatt immer nur irgendwelche Stellschrauben zu überdrehen?

Also, bevor das nicht wirklich eingeführt ist, glaube ich, dass irgend Jemand in Berlin auf der Maus ausgerutscht ist.

@ 18:53 von Skywalker

Ok: Wieviel Prozent der deutschen Studenten studieren an Universitäten (nicht Kleinhochschulen, die nur ein theoretisches Upgrade bekommen haben) in Städten unter 100.000 Einwohnern (also Nicht-Großstädte)? Schätze weniger als 5%. Was heißt "von zuhause aus"? Wieviele Studenten wohnen denn noch bei Mami, weil sie in der gleichen Stadt einen Studienplatz bekommen haben? Das Problem kommt nicht von den Studenten, die im Stadtgebiet wohnen, sondern von denen, die wie ich als Student, im Umland wohnen und mangels ÖPNV erst mal mit dem Fahrrad bis zum Stadtrand zur äußersten Bahnhaltestelle fahren mussten. Doch, Berufstätige sind in engen Zeitfenstern unterwegs, Studenten haben über den ganzen Tag verteilt Termine. Nein, auch zu meiner Zeit, wo es noch nicht kostenlos war, sind fast alle Studenten mit ÖPNV gefahren.

Kostenlose e-autos für alle!!!!

Bitte behaltet den öffentlichen Nahverkehr selber....zuviel Gewalt (oder nennt man das neue Sozialkompetenz?) , oftmals dreckig (nennen manche ja Bio), fällt bei Schnee aus und macht wirklich nur denen Spaß, die sich kein Auto oder keinen Führerschein (klingt so nazimässig) leisten können. Gut, oftmals scheitert Letzteres es auch am Können. Und übrigens :Kuscheln im Auto ist eh schöner als im Bus :-)

Kostenloser Nahverkehr?

.... ich fühle mich in die 1960er Jahre versetzt, die DKP hätte sich vor Lachen auf die Schenkel geklopft. Tolle Überschrift! Ich unterstütze das übrigens, aber nicht, weil ich mal DKP Mitglied gewesen bin, wirklich aus Umweltschutzgründen.

Gruss Niccolo

@yolo

"Für eine einfache Fahrt zahle ich in die Stadt 3,80€. Für Hin und Rück also 7,60€ x 5 Werktage=38€ pro Woche=152€ im Monat.
Da sind keine Umsteigekosten drin ( also keine Umlandfahrten in andere Zonen)
Mein Auto ist billiger."

Die Rechnung halte ich für falsch. Ich kenne keinen Verkehrsverbund wo Sie die Preise für Einzelfahrten einfach hochrechnen können. Es gibt immer deutliche Rabatte für Vielfahrer.

Ich kenne auch keine Rechnung wo ein Auto seriös gerechnet tatsächlich billiger wäre. Da lügen Sie sich selbst was vor. In Wirklichkeit sind Sie nur bereit mehr fürs Auto zu bezahlen.

Feinstaub?

Wo bleiben eigentlich die Katalysatoren für Flugzeuge oder Feinstaubfilter für Schiffe und Flugzeugträger oder die Ariane-Rakete???

Recht auf Mobilität!

Wer soll das Recht auf Mobilität finanzieren?

Die finanziellen Mittel für einen kostenlosen ÖPNV sind auf staatlicher Ebene vorhanden.

"Der Staat fordert jedes Jahr mit rund 57 Milliarden Euro Maßnahmen, die der Umwelt zum Teil in erheblichem Maße schaden. Den großten Anteil haben seit Jahren Subventionen im Verkehrssektor. Im Jahr 2012 betrugen sie 28,6 Milliarden Euro. Ein Beispiel ist die Dieselsubvention. Halter von Dieselfahrzeugen zahlen pro Liter Kraftstoff 18,4 Cent weniger als fur Benzin. Den Staat kostet diese Subventionierung mittlerweile 7,8 Milliarden Euro pro Jahr, gut 3,5 Milliarden davon entfallen auf Nutzerinnen und Nutzer von Diesel-Pkw" (Quelle: Umweltbundesamt (2017): Die Stadt für Morgen. S. 10).

Der ÖPNV wird derzeit weitestgehend von staatlichen Fördermitteln getragen. Interessant wäre eine Erhebung, die Aufschluss darüber gibt wie hoch die Subventionen für Verkehrsverbunde ausfallen und wie hoch deren Gesamtticketeinnahmen andererseits ausfallen.

Darstellung: