Kommentare - "Harter Brexit" oder alles ganz anders?

15. Januar 2017 - 08:02 Uhr

Brexit - aber wie? Auch ein gutes halbes Jahr nach dem Votum der Briten ist alles unklar. Finanzminister Hammond denkt laut über ein neues Wirtschaftsmodell nach. Für einen "harten Brexit" plädiert Premierministerin May. Dienstag stellt sie ihre Pläne vor.

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Kommentare

EU Austritt ist folgerichtig

Der Brexit, der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ist eine wichtige Zäsur und ein Markierungspunkt in der Entwicklung der EU.

Durch den Austritt der Briten aus der Europäischen Union, zeigt sich die EU selbst als wenig bis gar nicht mehr europafähig.

Die EU muss schon seit langem durch ein gemeinsames, starkes, wehrhaftes und soziales Europa ersetzt werden.

Die Führung der EU als eine reine GmbH, oder als eine Art Großbank, als ein reines Wirtschaftsunternehmen ist der Weg in die kulturelle Katastrophe Europas.

In Europa leben Menschen. Kelten, Germanen, Romanen und Slaven, Engländer, Deutsche, Polen, Franzosen, Spanier, Norweger und Italiener.

Sie alle müssen verbunden sein durch eine funktionierende, gemeinsame europäische Idee.

Die EU in Brüssel liefert nur doch nur noch einen Kulturbankrott nach dem nächsten.

Wer droht, den sollte man in die Schranken weisen!

Sich zu einigen, ohne wieder besondere Extrawürste für GB zu produzieren, ist die Beste Lösung. Keiner möchte GB isolieren! Der Finanzminister sollte nicht so dilettantisch daher reden, GB hat, durch den Willen zum EU Austritt, schon genug Geschirr zerdeppert!
Die EU sollte auf Drohungen eines Landes, welches nicht der EU angehören will, einfach die kalte Schulter zeigen.
Für Unternehmen, die nach GB gehen, wenn es dort Dumping Unternehmenssteuern geben sollte, müsste es dann Strafzölle geben oder diese Unternehmen müssten, in der EU, extra Steuern zahlen! GB hat nicht mehr die Macht große Forderungen zu stellen. In der EU war das Land einer der Großen, nun ist es ein kleines Inselvolk.

um 09:47 von Sandra Kerner

Zitat:
"Grossbritanien auf dieses Land kann man Neidisch werden die Politiker dort versuchen das Beste für ihr Volk und Land raus zu hollen, und das Land hat ihre eigene Währung und eigene Grenzen wo gibt es denn so was noch in Europa ?"
Zitat Ende.

In der Schweiz gibt es das schon lange und dort laeuft es im Vergleich zur EU hervorragend.

@Am 15. Januar 2017 um 09:50 von Otheis

Zitat: "Ihre Kommentare beruhen auf einigen offensichtlichen Irrtümern.
Der Normalzustand des Handels zwischen Staaten ist nicht der Freihandel sondern ein durch Zölle und andere Restrikt. eingeschr. Warenverkehr."

Stimmt.

Habe auch nichts anderes gesagt.

Ich habe nur gesagt, dass man die EU nicht braucht, um eine Freihandelszone einzurichten bzw. ausuhandeln. Dazu würde eine intergouvermentale Abstimmung ausreichend sein.

Übrigens: zu nichts anderem als einer Freihandelszone hatten die Briten damals 1973 zugestimmt.

Darüber hinaus gibt es viele transnationale Abkommen wie das GATT, WTO etc., die eine rechtliche Grundlage für das Aushandeln europäischer Freihandelsabkommen bieten

Wer das Strohmann-Argument "Freihandel" verwendet, um jegliche EU-Politik durchzudrücken, ist an Unseriosität nicht zu überbieten. Keiner sagt, dass man zwischen europ. Ländern nicht kooperieren/zusammenarbeiten soll. Ganz im Gegenteil! Nur braucht man eben nicht die EU dazu, zumindest nicht in dem Maße

@ Aragorn-der-Schlaue, um 09:16 Uhr

"Und was hält GB/europäischen Länder davon ab, eigene, neue Verträge auszuhandeln?"
Es scheint "übergeordnet" gewünscht zu sein, dass es ein "Vereinigtes Europa" geben soll und nicht "eine Union der Länder Europas".
Im ersten Fall ginge alle Macht von einer Zentralregierung (in Brüssel) aus, in zweiten Fall blieben sämtliche Länder autark mit eigenständigen Regierungen.
Nur im zweiten Fall wäre es möglich, dass die Staaten (die sich als Union zusammen geschlossen haben) Regeln aushandeln können.

Da scheint aber Einigen in UK der sprichwörtliche...

Hintern auf Grundeis zu gehen, dass sie schon so plump drohen. UK hat in einem nicht bindendes Referendum beschlossen, die EU zu verlassen. UK will dies auch durchziehen. UK weiss genau, dass die EU hier allein aus Selbsterhaltung nicht tatenlos zusehen und ihnen gleiche Zugänge zum Markt einräumen kann ohne weitere Referenden zu provozieren.

Ich empfinde den Austritt aus der EU als einen der größten Einschnitte. Die aktuelle Flüchtlingspolitik und der katastrophale, undemokratische Zustand der EU Bürokratie haben wie eine Brandbeschleuniger den Brexit vorangetrieben. Und UK wird in den nächsten 10 Jahren nicht der letzte sein, wenn die EU weiterhin von den Politversagern ohne Visionen und realen Taten regiert wird.

"Nennen Sie mir doch bitte

"Nennen Sie mir doch bitte nur eine Freihandelszone der Welt, bei der die Übertragung der Selbstbestimmungsrechte eines Staates einhergeht. Gibt es etwa eine gemeinsame NAFTA- oder Mercorsur-Regierung, die den Mitgliedstaaten die nationale Politik vorschreibt?"

Sie vergleichen Äpfel mit Bananen. Die Europäische Union ist, wie der Name sagt, eine Union, die als einen Teil eine Freihandelszone beinhaltet, aber eben auch deutlich mehr. Andere Teile betreffen etwa eine gemeinsame Sozial- und Umweltpolitik, darunter auch die Freizügigkeit, die es EU-Bürgern erlaubt, überall in der EU zu wohnen und zu arbeiten. Kein Land wird gezwungen, Teil der EU zu sein, aber Mitglieder müssen Grundlagen der Union anerkennen. Wenn ein Land die Union verlassen möchte, steht ihm das frei, dann kann es aber nicht erwarten, automatisch nur noch die Teile in Anspruch nehmen zu können, die ihm Vorteile bringen.
Das ist keine Erpressung der EU, sondern so funktionieren Vereinbarungen im richtigen Leben.

Alle die auf Brüssel und die EU schimpfen sei gesagt,

GB hat immer eine Extrazuwendung verlangt, hat immer eine Extrawurst bestellt und auch bekommen. Das kann und wird es in Zukunft nicht mehr geben! GB ist nach dem Austritt ein Drittland, mehr nicht. Die Spielregeln, wie der Handel mit Europa weiter geht, wird verhandelt, nicht durch einen Finanzminister erpresst. Wie einige schon geschrieben haben, GB ist nicht rausgeworfen worden, sie haben die EU verlassen! Die EU hat Interesse mit GB Geschäfte zu machen, daran gibt es keinen Zweifel, hier mit dummen Drohungen zu kommen, ist völlig deplatziert!!

@ einBert Re: schade auch

Man kann es auf die einfache Formel bringen, GB möchte sich die Rosinen herauspicken, so wie sie es als EU-Mitglied schon in manchen Belangen getan haben. EU-Vorteile: ja, EU-Verpflichtungen: bloß nicht!
Und WAS ist daran falsch? Sie schreiben ja explizit von EU-Vor- und Nachteilen. Die Engländer besitzen aber eben noch ein gesundes Maß an Nationalstolz und wollen sich von der EU keine Vorschriften machen lassen die ihnen zum NACHTEIL gereichen. Ergo können sie nach den EU-Austritt selbstverantwortlich Verhandeln und sich das Beste heraussuchen, statt sich von einem Aufgezwungenen EU-Parlament Vorschriften machen zu lassen. Die EU hat garnichts mit der Bevölkerung am Hut außer das es als williges Stimm- und Arbeitsvieh dienen soll. Die EU ist eine Weiterentwicklung einer WIRTSCHAFTSUNION um Gewinne zu Maximieren und Handelshindernisse ab zu bauen, da sind MÜNDIGE Bürge nur im Weg.

..kein einzelndes land...

...kann aus der EU austreten und glauben das es sich dadurch selbst finanziell saniert.
(Haben die im ausland auch Leute die nicht nur fiktiven shice zusammen rechnen? Einfach mal ne Kosten/Nutzen-Rechnung aufmachen - PFUMP!

Wer nachrechnen kann wird merken das er/sie/es sich einfach nicht leisten kann auszusteigen.
Der witz ist: Anspruch auf Vergünstigungen wie Freihandel, Zollermässigungen oder gar Fördergelder... haben nur die Mitglieder... wenn GB also nicht mehr einzahlen will - gehen auch alle profitablen vorteile für GB flöten. zumal sicher niemand mehr GB finanziell stützen wird...

wir kuggen dann von der anderen uferseite aus zu wie ihr euch intern zerfleischt... :D

Großbritannien droht EU

... welch große Worte
was tut denn die EU gegenüber den Briten ?
seit diese einen den Brexit in Erwägung zogen
Wenn die, aus welchen Gründen auch immer, keinen gemeinsamen Markt wollen,
oder Teil eines geeinten Europas, dann hat man dies zu akzeptieren.
Vereinbart wie mit Norwegen, Schweiz oder Burkina Faso die Bedingungen
einer weiteren wirtschaftlichen (politischen) Zusammenarbeit und gut ist es
Die permanente Hetze in unseren Medien nach dem Motto :
> Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein<
überhaupt dieses Belehrende, dass sich breit macht, denke ich sollten unterbleiben

@Aragorn-der-Schlaue

"3. Was hat der europäische Binnenmarkt mit der EU zu tun? Außer dass die EU diesen als "bargaining chip" missbraucht, um ihre politischen Interessen durchzusetzen?"

Das kann ja nicht wirklich Ihr Ernst sein, oder? Natürlich ist der europäische Binnenmarkt sowohl historisch (Stichwort EWG) als auch inhaltlich einer der Kernpfeiler der EU.

Ja Sie haben recht, Freihandel ist auch ohne EU möglich, siehe TTIP, NAFTA, CETA. Zum einen weiss ich nicht, ob solche Freihandelsabkommen so weitgehend sind, wie der europäische Binnenmarkt. Und zum anderen sind diese abkommen das beste Beispiel, wie instabil und schwer zu realisieren solche bilateralen Abkommen sein können. CETA kommt nur gegen massivste Widerstände zustande, obwohl es ein für die EU extrem vorteilhaftes und faires Abkommen zu sein scheint. TTIP wird wohl nie kommen und NAFTA wird vermutlich einseitig durch einen schwer kalkulierbaren Populisten gekündigt werden. Das ist in der EU nicht möglich, hier muss man wenn ganz austreten.

@Am 15. Januar 2017 um 09:13 von JREwing

Zitat; "Ach so und übrigens - die EU ist eben gerade KEINE Freihandelszone; obwohl es vielleicht besser wäre, sie wäre nur das!"

Definitiv ist die EU eine Freihandelszone bzw. ist dies ein wesentlicher Teilaspekts des "europäischen Projekts", nicht zuletzt, das muss ich der EU als fundamentaler EU-Kritiker entgegenhalten, weil transnationale Wirtschaftsbeziehungen der beste Kitt ist, um einen Frieden in Europ zu sichern, sicherlich nicht ein dröger "Lasst uns friedlich sein"-Sermon eines EU-Kommissars.

Sicherlich war und ist eine nobler und richtiger Akt gewesen, dass man nach drei desaströsen Kriegen in Europa (insbes. zwischen F und D) sich gemeinsam an den Tisch gesetzt hat.

All das stellt kein (vernünftiger) Mensch in Frage!

Wo ich mich jedoch entgegen stelle, ist die Entwicklung der EU in den letzten 10-15 Jahren zu einem un-/anti-demokratischen, zentralistischen politischen Moloch staat einem Europa der Vaterländer à la Charles de Gaulle!

@08:25 von Aragorn-der-Schlaue

Fakt ist, dass wohl beide Seiten einen massiven Schaden erleiden würden, würde der Handel zwischen der EU und GB erschwert.

Unter anderem genau deswegen ja die EU.

Meine Prognose: Der Brexit wird abgesagt. Man wird zwei Jahre verhandeln und dann sehen es noch die Engstirnigsten, dass der Brexit keinen Sinn macht.

Die EU will jedoch nicht nur freien Handel und freien Kapitalverkehr, sie möchte das gleiche Recht auch für Arbeitnehmer der EU.

Das Letztere nicht zuzulassen spricht von nationalistischem, chauvinistischem, menschenfeindlichem Hochmut und Arroganz, aber auch von ökonomischer Ignoranz. GB profitierte die letzten Jahre über die Maßen von EU-Arbeitnehmern.

Absolute Hilfslosigkeit

Auch der Finanzminister ist genau wie Frau May und Herr Johnson absolut hilflos und hofft mit leeren Drohungen sich die Vorteile der EU zu sichern, weil ihnen die Wirtschaft mächtig zusetzt. Die Finanzwirtschaft geht nach Dublin oder Frankfurt, die Produktionswirtschaft wäre dann nicht mehr konkurrenzfähig (Zölle erhöhen die Preise). Die Wirtschaft ist nicht nationalistisch sondern gewinnorientiert. Das alles ist in England und vor allen in Schottland bekannt. Viel Glück Great Britain, du wirst es brauchen.

Drohung?

Klar, wenn die wichtigsten Handelspartner wegbrechen bzw. Zugang zu ihren Märkten in Zukunft mit Zöllen etc. verbunden sein wird, hat das Auswirkungen auf die Wirtschaft. Aber das ist nunmal eine mögliche Folge des Austritts. Ich bin mir übrigens nicht ganz klar darüber, warum das eine Drohung sein sollte. Zum einen ist es wie gesagt eine logische Folge, zum anderen kann es uns doch egal sein, was die Briten machen, wenn sie nicht mehr Teil der EU oder unseres Wirtschaftsverbundes sind. Und wenn Hammond glaubt, dass niedrige Steuern allein reichen, dann irrt er sich gewaltig. Die Firmen, die er damit ködern will, brauchen trotzdem Zugang zu den Menschen als Absatzmarkt, als Käufer! Da müsste er schon enorme Zugeständnisse machen, dass es sich für die Firmen lohnt in das UK zu gehen anstatt direkt in die EU. Das wiederum würde dem UK schaden in Form von fehlenden Steuereinnahmen und mangelnder Regulationen der Wirtschaft. Das Ganze ist m. E. also eher ein Problem für das UK als unseres.

So sehr ich es auch bedauere,

So sehr ich es auch bedauere, das GB aus der EU austritt, aber es ist ihr gutes Recht. Ich glaube auch kaum, das GB so große Nachteile haben wird, denn hinter GB stehen traditionsgemäß die USA, die liebend gern Handelseinbußen ausgleichen werden. Die Drohungen kommen auch eigentlich immer mehr von EU-Seite, die Angst hat, das andere Mitgliedsländer dem Beispiel GB folgen könnten. Denn machen wir uns nichts vor, den Verlust eines weiteren Netto-Einzahlers dürfte die EU nicht überleben.

@Sandra Kerner

"Deutschland Wirtschaftlich und Politisch am Ende"
Und das als Exportweltmeister und den großen Überschüssen an Steuereinnahmen, bei denen man sich allerdings nicht einig ist, was man damit anfangen soll? Ich glaube, Sie träumen von einem anderen Land.

Nur wir sind die Guten!

"Daher werden wir uns rational und ökonomisch vernünftig verhalten."

Das würde ich mir von den Eurokraten wünschen, ist aber nicht erkennbar! Einen Zusammenhalt mit Zwang und Erpressung und mit Fingerzeig von den Guten auf die Schlechten! Das geht in die Hose...

09:18 von pkeszler

"Was soll denn ein anderes Wirtschaftsmodell mit einer Drohung? Deutschland ist Exportweltmeister und das beruht auf einem sehr erfolgreichen Wirtschaftsmodell."

Das erfolgreiche Wirtschaftsmodell steht leider auf sehr wackeligen Beinen , da stark Exportabhängig .
Großbritanniens Importanteil aus Deutschland beträgt 13 % , der Exportanteil nach D ist 8 %.
Als Export- Weltmeister lebt D auf Kosten des Bedarfs anderer Länder und muß Märkte neu erschließen , zumindest erhalten.
Die verordneten Sanktionen gegenüber dem ehemals importhungrigen Russland lässt sich nicht mehr korrigieren .
Die Nahe Zukunfz wird zeigen , wie erfolgreich unser Wirtschaftsmodell ist.
Wer nicht mit der Zeit geht , ....der geht mit der Zeit.

Welcher Brexit?

Bisher gibt es ihn nicht. Die Regierung hat bisher auch noch keine Legitimation diesen zu verkünden. Eine Meinungsumfrage ist keine demokratische Legitimation. Das mag die derzeitige britische Regierung zwar anders sehen aber auch sie muß sich der Justiz beugen. Also einfach mal das höchstrichterliche Urteil aus London abwarten. Danach hat das Parlament das letzte Wort; und da gibt es keine Mehrheit für den Austritt.

@Australitis Wie Recht sie

@Australitis Wie Recht sie haben die Schweiz und auch Norwegen sind eine der Reichsten Lander der Welt und sie sind nicht in der EU das Verschweigen die Eliten in Deutschland und die EU Liebhaber immer

Falsche Analysen

Es ist traurig und macht mich ratlos, wie unsere Gesellschaft heutzutage denkt, voran natürlich die Berichterstattung. Fast durchweg hat man aufgrund politisch korrekter Denkweise verlernt, Ursache und Symptom unterscheiden zu können. Ich bin ein freidenkender Bürger und lasse mir keinen Blödsinn andrehen, nur weil es bald Wahlen gibt. Angst vor den Zerfall der EU zu schüren, um so den Bürger zur Wahl der bestehenden "besten", d.h. kompetentesten ergo aktuellen Regierung zu nötigen ist schlimmer als Zensur, es ist gezielte Desinformation.
Es ist nur erforderlich ALLES, aber wirklich ALLES hin und wieder in Frage zu stellen, und da sind vor allen selbst auferlegte Beschränkungen in Form von (Grund-)Gesetzte und Ideologien explizit zu nennen. Wenn es überall hell sein soll, muss es auch ein Dunkel geben, sonst existiert weder Hell noch Dunkel. Ohne Spannungen gibt es aber keinen Vortrieb und wir können uns als Menschen selbst abschaffen. Wer dies nicht versteht ist bereits verloren.

Nachsatz: @Aragorn-der-Schlaue

"Was hat der europäische Binnenmarkt mit der EU zu tun? Außer dass die EU diesen als "bargaining chip" missbraucht, um ihre politischen Interessen durchzusetzen?"

Und noch etwas: der europäische Binnenmarkt ist mit der Arbeitnehmerfreizügigkeit verbunden. Auch die Schweiz und Norwegen müssen dies garantieren und übrigens auch entsprechende "Quasi-EU-Beiträge" zahlen.

Die Kopplung von Arbeitnehmerfreizügigkeit und uneingeschränktem Binnenmarktzugang halte ich ebenfalls für eine grosse Errungenschaft der EU.

Die gleichen Leute, die nämlich TTIP und CETA kritisieren, dass dort nur Vorteile für die Finanzmärkte, Dienstleistungen und Warenströme geschaffen werden sind häufig die größten Kritiker der EU.

Arbeitnehmerfreizügigkeit heißt nämlich dass alle Bürger der EU - also wir - sich problemlos innerhalb der EU bewegen können. Ich kann dort in der EU leben, arbeiten und mich ausbilden lassen, wo ich möchte.

Vorteile für die Wirtschaft und für die Menschen der EU, toll!!!

Luftschlösser

Die Hartnäckigkeit, mit der Brexit-Britain an seinen Luftschlössern baut, zeigt bereits neurotische Züge. Ich fürchte, es schlägt bald ins Psychotische um, wenn sie demnächst in ihren Luftschlössern wohnen. Dass danach die Psychiater die Miete kassieren, ist auch hier zu erwarten. Wer die hier wohl zahlt?

Es reicht jetzt!

Immer wieder wollen sich die Briten die Rosinen rauspicken, alle Vorteile ja, alle Pflichten nein. Wird so langsam zeit, dass Deutschland auch anfängt so zu agieren! Sonst werden sie plötzlich sehr viele Länder GB zum Vorbild nehmen.

Das hat nichts mit fehlendem "überzeugtem Europäertum" zu tun! Doch, gerade das ist überzeugtes Europäertum! Ein starkes Europa braucht eine starke Führung: Debattierclub Europa ade - wer die Musik zahlt, bestimmt, was gespielt wird.

Verzicht gut möglich

Auf solche Briten, die andauernd nur auf Sonderbehandlungen bestehen, kann ich gerne verzichten.

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