Kommentare

Steuerplanung

Das ist doch aber ganz klar und zu erwarten, dass Unternehmen sich die besten Steuerjuristen leisten koennen und werden. Auf der Seite der Steuerverwaltungen arbeiten aber auch gute Leute, und wenn man die auch richtig arbeiten laesst dann koennen sie schon recht viel ausrichten. Am schlimmsten ist es jedoch, wenn die Politiker den Steuerpruefern in den Ruecken fallen indem sie z.B. auf den Lobbyismus der Unternehmen hin rueckwirkende Befreiungen verabschieden. Da kann ein Verwaltungsjurist zwei Jahre lang an einem Fall gearbeitet haben, bereits Entscheidungen gegen ein Unternehmen erreicht haben, und dann wird manchmal so einem Fall nachtraeglich die Gesetzesgrundlage entzogen, und die ganze Arbeit war fuer die Katz. Otto Normalbuerger verfolgt das nicht in der Presse weil ihm das zu hoch ist, die Beamten duerfen nicht oeffentlich ihren Aerger rauslassen, und selbst viele Abgeordnete haben nicht genug Durchblick, lesen Entwuerfe nicht im Detail, und interessieren sich fuer anderes.

Dieser Sumpf muss in den

Dieser Sumpf muss in den nationalen Parlamenten und durch weitere Recherche von "investigativen" Journalisten, die wie auch Politiker, noch nicht auf den Gehaltslisten des "Lobbyismus" stehen, trockengelegt werden...

Nur, haben wir überhaupt solche ehrlichen Giganten...?!

eigentlich kann es recht einfach sein

Da haben wir die EU und was machen alle Länder? Genau, jeder kocht sein eigenes Süppchen bei egal was. Steuern, Gesetze, Subventionen etc. pp. Ist doch nur verständlich, dass es Subventions- oder Steuerspar"asylanten" gibt. Wer lockt, bekommt den Standort. Das muss aufhören.

Ich denke, Politik muss nicht immer kompliziert sein, nein sie sollte einfach sein, damit es für alle besser verständlich wird - auch so bekommt man Politikverdrossenheit evtl. in den Griff. Die EU könnte ja langsam mal anfangen, alles zu harmonisieren. Überall sollten gleiche Gesetze gelten, gleiche Steuern und Steuersätze, wozu gibt es denn die EU? Union und doch jedes Land seine eigene Insel? Keine Ausnahmen mehr und Schlupflöcher schließen ohne Wenn und Aber, also auch irgendwelche Holding- oder Lizenzgeschichten oder was es sonst noch so an Möglichkeiten der Steuervermeidung gibt, beenden. Wer in der EU Geld verdient, muss Steuern zahlen. Ganz einfach.

betrügen/stehlen wo immer es geht, . .

. . . sparen ist eine maßlose Untertreibung !
Die Redaktion sollte sich bitte einer angemessenen Wortwahl bedienen. Mit dem BREXIT ist übrigens (mal ganz nebenbei gesagt) auch das größte Steuer-Schlupfloch der Welt -die City of London- ein Stückchen weit aus EU ausgezogen / rausgerückt.
Mal sehen ob´s ein wenig gegen das internationale "Steuern-Sparen" hilft, . . .

Sparen wo immer es geht,

finde ich legitim und nicht die Schuld der Konzerne. Vielmehr sollte die Politik nicht Bitten und Kritisieren, sondern wasserfeste Gesetze gegen solche Schlupflöcher erlassen. Dafür sind Politiker schließlich da. Die Frage ist halt nur, wollen die das auch?

@ Goj

Oder: Man erlaubt ihnen auch zu tricksen, und schon wäre alles gut. Denn es geht doch auch hier wieder mal nur um Neid.

Guter Bericht.

Guter Bericht. Steuervermeidung ist in der EU einer der großen 5 Probleme. Daneben ist zu nennen: Zu viel Bürokratie, geringe Transparenz, EU Bashing in den Mitgliedstaaten und Schuldenunion. Genau an dieser Stelle sind die Menschen enttäuscht und schütteln nur mit dem Kopf die Politiker haben da einiges zu verbessern ansonsten kann ich nur sagen zur EU gibt es niemals eine Alternative.

es gäbe schon Einiges, um das

es gäbe schon Einiges, um das sich das Eu-Monster kümmern sollte, dazu gehören vorranging einheitliche Steuersätze für Konzerne.

alles Bla Bla Bla...

diese Tricks gibt es schon seit mehr als 20 Jahren.. und ich arbeite in diesem Sektor...

Wenn man sieht, wieviele Mitglieder des Bundestages auch Gleichzeit Aufsichtsrats Positionen in Firmen haben...
ist dass was hier passiert nur Sandstreuen in die Augen der Steuerzahler..
Oder Volksverdummung

Wie stehts um uns?

Es zeigt sich wieder einmal wer die Profiteure weltweiter Verflechtungen (auch Globalisierung genannt) sind. Weder unsere Regierungen noch die EU will daran etwas ändern, sondern versucht ds Wahlvolk, das weitestgehend nicht davon profitiert außer vielleicht in Form von billigen Fleecepullis, hinters Licht zu führen. Ich wundere mich weder über Phänomene wie Brexit oder Erstarken nationalistischer Bauernfänger. Ich bin gespannt welche Manöver den Mächtigen einfallen werden um den Status Quo zu erhalten bzw. zu ihren Gunsten auszubauen. Andersdenkende, egal welcher Couleur, als Populisten zu bezeichnen wird wohl nicht mehr allzu lange funktionieren. Sollten CETA und TTIP durchgepeitscht werden, sehe ich weitere Schwierigkeiten auf die Damen und Herren zukommen.

Gesetze befolgen

"Gesetze nicht nur nach dem Wortlaut, sondern auch nach dem Geiste zu befolgen"

Mit solchen Ansichten sind freizügigen Interpretationen des Gesetzestextes und damit Willkür Tür und Tor geöffnet. Ein Gesetz ist genau so gedacht, wie es geschrieben steht. Wenn es von unterschiedlichen Seiten irgendwie unterschiedlich interpretiert werden kann, ist es ein schlechtes Gesetz, das offensichtlich gar nicht befolgt werden kann, und gehört schleunigst geändert und präzisiert. Es darf überhaupt keinen Interpretationsspielraum geben.

Solange es in der EU keine gemeinsame Fiskalpolitik gibt, wird es immer Möglichkeiten geben, die Unterschiede steuerreduzierend auszunutzen. Da müssen sich die EU-Politiker an die eigene Nase fassen, anstatt auf die Firmen zu zeigen, die die Unterschiede -legal! - nutzen.

Die EU ist so durch Lobbys geformt worden das die Normalbürger in der EU nur noch als Objekt zu grenzenlosen Ausbeutung dienen und da liegt die Betonung auf DIENEN.
GB ist auf dem Weg raus aus der EU und andere Nettozahler werden folgen wenn das so weiter geht.
Dann werden Steuern da entrichtet wo die Gewinne gemacht wurden und gut ist.

nicht nur Konzerne

selbst die kleinste Klitsche vermeidet Steuern, wo sie nur kann. Sollte überraschend Gewinn anfallen, werden schonmal frisch gestrichene Türen nochmal gepinselt oder einwandfreier Bodenbelag ausgetauscht. Hauptsache das Geld geht nicht an den Staat, um Gottes Willen keine Steuern!

So kann es nicht weiter gehen!

Da sieht man wieder und zwar nicht zum ersten Mal, daß die Mitgliedsstaaten, die besonders von den Steuerschlupflöchern profitieren, an einem transparenten Austausch von Steuerinformationen kein Interesse und keinen Willen haben. Außerdem muß auch klar gelegt werden, wer und wie groß die Lobbyisten-Büros sowohl in den einzelnen Nationalstaaten und besonders auch in Brüssel und in Straßburg sind. Man sagt ja, daß allein in Berlin 10.000 Lobbyisten herumspringen.
Fast alle Staaten haben nur ein Interesse an den Vorteilen der EU. Und Juncker hat dieses System mit aufgebaut, der müßte zuallererst ausgetauscht werden.
Das ist ganz stark im vergangenen Jahr zum Vorschein getreten, auch in anderen Bereichen. Die Ressentiments gegenüber der EU fallen nicht ganz einfach so vom Himmel.

Da tut sich nichts

aber die Whistleblower verurteilen.
Ich würde ja lachen aber das ist leider zum
Kotz..

wo ein Wille ist

bei den Konzernen hocken ganze Abteilungen, die sich mit nichts Anderem beschäftigen. Die kennen sich aus und ziehen an einem Strang.

In der Politik will Niemand seinen "Lieblingen" auf die Füße treten, wegen des schönen Pöstchen und der Zuwendungen. Da ist die Hauptache nicht das Was, sondern Wie (möglichst medienwirksam, wenn man schon mal was getan hat). Die paar Leute, die sich da vielleicht auskennen, ziehen sicher nicht an einem Strang.

Wie sagt man so schön: Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Im Umkehrschluß wäre dort, wo kein Wille ist, auch kein Weg.

Warum schießt man jetzt hinterrücks auf Juncker?

... nachdem man jahrelang Bescheid wusste?
Die hier verkauften Fakten sind "seit Ewigkeiten" bekannt... Diese ganzen Veröffentlichungen zur Steuertricks und Luxleaks zu gerade diesem Zeitpunkt sind aus meiner Sicht kein Zufall. Wer weiß, was ich meine?

06:06 von Binfort

"Denn es geht doch auch hier wieder mal nur um Neid."

Das war schon bei Kain und Abel so und das wird so bleiben.
Denn demnach sind wir alle die Nachkommen von Kain.
Und wie weit es damals gekommen ist wissen wir doch alle, wie weit soll es denn heute kommen?

Eine Frage des Wollens ?

Oder ist es inzwischen vielleicht schon eine Frage des Könnens unserer Politiker?
Das mag die Nagelprobe der Demokratie sein, ob sie sich noch gegen die Macht der Milliardenkonzerne durchsetzen kann.

Solange die Bürger Europas für die Konzerne als Konsumenten noch interessant sind, hätte die Politik wohl noch Möglichkeiten, doch dieses Fenster mag sich auch mal schließen.

Darüber sollte nicht berichtet werden, denn damit.....

steigt die EU-Verdrossenheit noch weiter.
Und dies könnte dazu führen, dass dieses Gebilde auseinanderfliegt.
Auch wenn jetzt mit allen Mitteln versucht wird zu beweisen, dass es gut ist, wenn ein Land Mitglied dieser Wertegemeinschaft bleibt, sich diesen Diktatoren in Brüssel unterordnet.
DenGriechen sollte man Luxleaks gut erklären damit sie verstehen warum esihnen so gut geht und wie man große Unternehmen ködert. Ein Steuersatz von unter einem Prozent wäre doch auch was für die Bevölkerung dort und in vielen anderen Ländern - dann würden die Steuern bezahlt, es müsste nicht mehr betrogen werden um überleben zu können.
Und wer war eine Schlüsselfigur in den Luxleaks-Vereinbarungen mit Konzernen - ja war da nicht Herr Juncker außerordentlich beteilgt?
Aber so genau wid man dies vermutlich nie erfahren, denn die Untersuchung erfolgte etwas seltsam > Fragen durften gestellt werden, Antworten verweigert.
So funktioniert es also, so ehrlich und korrekt >Wertegemeinschaft.

Demokratie trickreichen Unternehmen unterlegen

noch Fragen, was Unternehmen sind?

divide et impera

Solange es keine internationalen Steuergesetze gibt, werden internationale Konzerne wohl kaum freiwillig mehr Steuern zahlen. Starke Nationalstaaten sind keine Lösung, da deren gegenseitige Konkurenz um Investitionen (Arbeitsplätze) zwangsläufig zu einem Unterbietungswettbewerb bezüglich der zu zahlenden Steuern führt. Daher muss nun endlich die Steuergesetztgebung zumindest von den europäischen Nationalstaaten an die EU übertragen werden.

@Binfort

NEIN! Es geht NICHT um Neid, sondern um das GRUNDGESETZ. Dort heisst es in §14: "(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen." Das steht aber dem Selbstverständnis der Großunternehmen entgegen, wo die Manager sich nur noch dem Aktienkurs gegenüber verantwortlich sehen.

Es geht gegen GIER und "den Kopf der glaubt er wäre das ganze Tier". Deutschland (und jedes andere Land) ist mehr als sein Bruttosozialprodukt oder der Exportüberschuß! Leider scheinen aber die Parteien sich von den Lobbyisten weichreden lassen und deshalb haben sie die Freiheit der Besitzenden ihren Verpflichtungen der Gemeinschaft gegenüber nicht nachkommen zu müssen, immer mehr erweitert.

Oh und bevor hier "das war alles notwendig"-Argumente kommen: Man kann die Globalisierung auch "draußen lassen", indem man den Unterschied durch Zölle ausgleicht. In Freihandelszonen geht das natürlich nicht mehr ... und dann kommt GG §20 (WIDERSTANDSRECHT) zum Tragen.

janmehler

falsch. unternehmen müssen in den ländern steuern zahlen in denen sie umsätze machen. so wie alle anderen auch. alles andere ist eine subventionierung der konzerne und in mehrfacher hinsicht ein jobkillprogramm.

trojaner

und einer der für den verrat an europa verantwortlich ist eu kommissionspräsident?
das wäre ja so wie wenn deutschlands kanzlerin sich für sogenannte "freihandelsabkommen" stark macht, die unsere demokratie aushebeln.
.
500 millionen europäer werden betrogen. millionen jobs werden vernichtet. und wer das nicht akzeptiert - die eu ablehnt - wird als antieuropäer, als nationaltümelnder rechter diffamiert.

Wir brauchen die

Wir brauchen die Steuereinnahmen für die Flüchtlinge. Haben die Konzerne denn gar keinen Skrupel?

Steuervermeidung

Ich sehe dass so: Wenn jemand, ob Konzern, kleine Klitsche oder Privatmensch, die Möglichkeit erhält, legal Steuern zu vermeiden - dann wird er es tun.
Nicht dieser Kreis ist es, der an den Pranger gestellt werden sollte.
Die Politik, mit Steuergesetzten, die eh kein Mensch mehr versteht und die solche Schlupflöcher erst produziert ist verantwortlich. Hier besteht enormer Nachholbedarf.

Ansonsten habe ich nichts gegen Steuervermeidung, solange dies auf legaler Grundlage besteht.

Gruß rambospike

Politiker haben diese Steueranreize geschaffen!

Liebe ARD,

ihr tut gerade mal so, als ob die armen Politiker den bösen Konzernen völlig ausgeliefert seien, weil die jede Schwäche, die der arme, von der Realität völlig überforderte Politiker gar nicht erkennen kann, ausnutzen.

Die Wahrheit sieht anders aus! Die Luxemburger Politiker haben ganz bewusst Steuerausnahmen geschaffen, um Firmen nach Luxemburg zu bekommen. Dasselbe passiert, ebenfalls ganz gezielt, in Guernsey, Jersey, Panama, Liechtenstein, einigen Schweizer Kantonen, Nevada, ... und vielen anderen Ländern übrigens auch.

Den Firmen wurden diese Steuersparmöglichkeiten von der LUX-Regierung nicht nach harten Verhandlungen erlaubt, die wurden denen auf dem Silbertablett serviert.

In LUX gehen die bei der "Neukundengewinnung" jetzt ein bisschen weniger aggressiv vor, sprich, versprechen nicht mehr ganz so tolle Steuergestaltungsmöglichkeiten. Für den Rest gilt "Bestandsschutz". Und die luxemburger Wähler werden das "ihren" Politikern sogar positiv anrechnen!

Und wie läuft

das dann wenn ein kleiner versucht seine Steuer zu drücken?
Ja die großen werden wie immer verschont,sie brauchen nur das Jammerlied
""ARBEITSPLÄTZE"" gehen verloren anstimmen.Um sie zu stützen werden ja nun auch seid Jahren die Rentner besteuert.
Aber wär sich von Lobbyisten beraten lässt,der wird nie mehr für das Volk arbeiten.
Also nicht aufregen,es wird sich so schnell nichts ändern.

Die Unruhen in der EU

Die Unruhen in der EU sind kein Zufall. 1. hat die EU nach der Lehmann-Pleite einseitig Geld ins Banksystem gepumpt (NRW "kauft" die Kunstwerke, die der landeseigenen LBS gehören!) und 2. bei Infrastruktur und Sozialem den Rotstift angesetzt (Straßen, Brücken, Schulen, Polizei).
.
Gerade, wo die EU drauf und dran ist, die Steuerschlupflöcher zu schließen (Gewinne sollen dort versteuert werden, wo sie entstehen) wird nun zugunsten der Konzerne die Unruhe der Bevölkerungen geschürt. Erfolg: Brexit mit Absenkung der Körperschaftssteuer auf 15%.
.
Wenn erst einmal die nationalistischen Stiefel trampeln, dann kann man die Nachtigal nicht mehr trapsen hören.

Der Fisch fault vom Kopf her!

Welche Glaubwürdigkeit hat eine Organisation der Chef selber als Finanzminister und späterer Regierungschef sich als größter Antieuropäer geoutet hat?
Solange die Spitze keine Verantwortung zeigt, fehlt der ganzen EU der moralische Unterbau. Herr Junker gehört wie ein Steuerhinterzieher ins Gefängnis und nicht auf den Chefsessel!

Wettbewerb?

Ab einer bestimmten Größe bestimmt heute nicht mehr das Unternehmensmodel die Konkurrenzfähigkeit sondern das "Steuersparmodel" . Z. B. wenn Maschinen und Anlagen die ein Unternehmen eigentlich nur allein benutzt verkauft und dann zur Nutzung zurück least, verringert sich die Steuerlast. Man kann die Steuerlast ganz legal in den Sankt-Nimmerleinstag verschieben, man muss nur erfinderisch sein.
Es ist kein Betrug oder Beugung von Recht, nein es ist das systembedingte Begleit-Übel für die Gemeinschaft, deren Maßgabe das stetige quantitative Wachstum beinhaltet.
Das Problem dabei ist, macht man Politik dagegen, schafft man automatisch das kapitale System ab, und damit beißt sich die Katze in den Schwanz.
Hier hatte man früher aber mal Ausgleichsmodelle geschaffen, wie Gewerkschaften und Betriebsräte die dafür sorgten, das die Unternehmen den wirklichen Leistungsträgern der Gesellschaft eine tragfähige Entlohnung zahlten.
Aber das wird leider immer mehr abgeschafft.

Es hat sich sogar sehr viel geändert

Die Unternehmen, die gegenSTEUERn und den Firmensitz nach Luxemburg verlegen haben die Sicherheit, dass sie von der EU nichts zu befürchten haben. Es wird nach wie vor Wasser gepredigt und Wein getrunken. Und mit CETA und TTIP wird ein bestimmtes Klientel noch zusätzlich belohnt. Die Geldmaschinerie läuft immer besser. Und da behaupte einer, es hat sich nichts geändert!

Auch CETA/TTIP werden die

Auch CETA/TTIP werden die Steuereinahmen weiter senken. Wenn stolz verkündet wird, dass Zölle wegfallen, heißt dass doch im Klartext:
Unternehmensgewinne steigen -> Staatseinnahmen sinken.
Ich frage mich, wieso so viele der Politiker ein so großes Interesse daran haben, die Staatseinahmen zu senken und kann mir das eigentlich nur damit erklären, dass die persönlichen Einnahmen dann proportional zu den Unternehmensgewinnen steigen.

@MM1964

Leider sind auch Politiker Egoisten und wollen wiedergewählt werden. Dazu brauchen sie positive Meldungen und "neue Arbeitsplätze" stehen da ganz oben auf der Liste. Leider kommen diese Angebote aber immer mit "Geschachere" durch die "Investoren", wofür dann Ausnahmeregelungen und Anpassungen der Gesetze geschaffen werden.

Deshalb sind Politiker nicht wirklich die Schuldigen, denn sie werden seit Jahrzehnten von mächtigen Lobbyorganisationen in bestimmte Richtungen gedrängt. Dass Propaganda funktioniert wissen wir doch wohl schon länger und die enge Verknüpfung zwischen Lobby und Parteien tut ein übriges. Viel zu viele Politiker sitzen ja auch noch in Aufsichtsräten (Plural!) und sind deshalb "Diener zweier Herren", etwas das eigentlich NICHT SEIN DARF.

Die Schuld für die Aufweichung der Gesetze liegt EINDEUTIG bei der Wirtschaft.

jeder kann was dagegen tun

dank LuxLeaks wissen wir doch jetzt endlich welche Firmen die wahren Sozialschmarotzer sind - Infrastruktur und sozialen Frieden, Investitionssicherheit in Europa nutzen aber die Steuern prellen. Also muß jeder von uns darauf seine Konsequenzen ziehen und eben nicht mehr bei diesen Firmen einkaufen. Ich vermeide es Produkte von Großkonzernen (z.B. Suchard, Kraft Foods, Procter&Gamble) zu kaufen, Waren über Amazon zu bestellen und gehe schon gar nicht bei Starbucks Kaffee trinken. Meinen Strom beziehe ich garantiert nicht bei EON und ich wähle die am wenigsten korrupten Volksvertreter. Ich unterstütze die Abwehr der von Lobbyisten lancierte CETA und TTIP Abkommen. JEDER von uns kann hier was für unsere Zukunft und gegen Korruption und Lobbyismus tun - einfach die Firmen dahinter boykottieren.
Ich koche dennoch vor Wut wenn ich an meine Steuerlast aus Lohnsteuer und Mehrwertsteuer denke. De facto finanziert nur der (immer kleiner werdende) Mittelstand diesen Staat!

Lieber die Taube auf dem Dach als den Spatz..

... in der Hand.

So könnte man auch die Prüfpraxis einiger Finanzämter bezeichnen. Da werden nämlich teilweise bewusst fragwürdige Rechnungen etc. übersehen, nur damit man den Konzern/ oder dessen Tochter im der Stadt / Landkreis halten kann und man zumindestens einige Steuern bekommen kann.
Das was viele Staaten im Eigentlichen Sinne interessiert, welche den Firmen Steuersätze von unter 0,1 % anbieten, ist die "Lohnsteuer und die Kaufkraft, welche die Mitarbeiter im Land / in der Stadt lassen!

interessanter ansatz @ ragnar

oder wir befinden uns bereits in der nächsten phase. die phase in der der wehrhafte mittelstand aufs korn genommen wird, in der bürger überwacht werden, in der ein implodierendes finanzsystem neue tatsachen schaffen wird.
zins- und zinseszinsen erwirken ein entstehendes vakuum im geldkreislauf. erst langsam, dann immer schneller. wenn kein geld in die realwirtschaft fließt, zb über beamte, passiert das was mit einer luftgefüllten stahltonne 100 meter unter wasser passiert.
austerität beschleunigt dies. und wenn notenbanken geld in den finanzkreislauf (spekulation) pumpen, hat dies keinerlei positiven einfluss auf "unser geld".
es sieht inzwischen danach aus, als kümmerten sich diverse entscheidungsebenen um die schwächung des mittelstandes. denn wenn der wegbricht, brechen auch jnternehmensgewinne weg. übrig bleiben konzerne. vielleicht geht es inzwischen weniger um geld sondern um den kampf reich (zinsalinentiert) gehen alle anderen.

Druck aufbauen

Auch dies wird maximal ein kurzer Aufschrei bleiben. Erst dann, wenn die Zahl derer, die dagegen ihre Stimme erheben, in die Millionen geht, wird etwas geschehen. Also ist es an uns Bürgern, Druck zu machen, aber nicht, indem man rechtspopulistischen Rattenfängern nachläuft, sondern indem man eine wirkliche Wende hin zu mehr Transparenz und Demokratie erzwingt, auf nationalstaatlicher wie auf europäischer Ebene.

Steuerplanung

Ist es nicht die Gier der Politiker (Wahlgeschenke), die dem Bürger und der Wirtschaft die Luft zur Selbstverwirklichung nehmen? International aufgestellte Personen, Firmen können zu jeder Zeit Steuermodelle nutzen. -z.B. kauft eine Firma in Deutschland von ihrer ausländischen Niederlassung überteuerte Produkte. Ein Deutscher hat drei Wohnsitze in unterschiedlichen Ländern... usw. Unsere Politiker müssen endlich verstehen, dass unser Land in einem internationalen Wettbewerb steht und die Steuern senken.

"jeder kann was dagegen

"jeder kann was dagegen tun"
"Die Konzerne verstehen : Umsatzrückgang. Wenn ein jeder seine Waren und Dienstleistungen dort kaufen würde, wo Firmen auch ehrlich Steuern entrichten (Trigema), dann wird sich etwas ändern."
"Leider sind auch Politiker Egoisten und wollen wiedergewählt werden. Dazu brauchen sie positive Meldungen und "neue Arbeitsplätze" stehen da ganz oben auf der Liste."

Hilft alles nicht.
Radikal wählen ist das Einzige was hilft.
Entweder die steuern gegen oder verlieren auch alles.
Und es wird soweit kommen, seht euch nur mal die Wahlergebnisse in der EU in den letzten 2-3 Jahren an, also Rechtsruck, nationales Denken, verursacht durch die EU Politik.

In einem Schandurteil eines Luxemburger Gerichts, wurden die beiden Whistle-Blower, die die Steuerungerechtigkeiten zwischen US-Großkonzerne und europäischen Firmen öffentlich machten, zu Bewährungsstrafen verurteilte.

Daß der Täter Junker, der diese Schweinereien mit zu verantworten hat, heute EU-Kommissionspräsident ist und die beiden Whistle-Blower verurteilt wurden, ist typisch für die Westlichen Werte der EU. In den Nachrichten wird dieses Schandurteil in den Hintergrund gedrückt und teils falsch dargestellt, denn die EU soll ja in der Presse positiv dargestellt werden.

Deshalb wird sich auch in Zukunft wenig an den Steuervermeidungspraktiken der Großkonzerne ändern. Die Lobbyisten haben gegen die ehrlichen Steuerzahler eindeutig, gerichtlich abgesegnet, gesiegt.

Jeder der in Zukunft kriminelle oder moralisch verwerfliche Machenschaften entdeckt, wird schweigen, denn sonst wird er sicher angeklagt. Ich vermute, dies ist mit diesem Urteil beabsichtigt!!!!!

@Ignoranz_HH

Das Problem ist die Wirtschaftsideologie, denn wer gegen Globalisierung oder gar Freihandel argumentiert, wird hier in Deutschland von den Politikern nicht ernst genommen. Und dabei ist es doch alles so logisch, man müsste nur über den eigenen Tellerrand (die vier Jahre Legislaturperiode oder gar die eigene Lebensspanne) hinausblicken und die jetzige Situation extrapolieren. Dann würde man erkennen, dass …
- Billigimporte aus China nicht endlos weitergehen werden,
- eine auf Transport und Mobilität ausgelegte Wirtschaft den Klimawandel begünstigt und aufgrund des begrenzten Erdöls nicht endlos weitergehen kann,
- eine Aneinanderkoppelung von Ländern mit drastisch unterschiedlichen Niveaus beim Lohn und den Lohnnebenkosten nicht gut ist,
- noch kein Freihandelsabkommen grundsätzlich positiv war,
- Exportüberschuß schlecht ist, insbesondere wenn dieser Überschuß von Entwicklungsländern bezahlt wird, usw.

Unsere Politiker sind immer noch in der Wirtschaftsideologie der 60er gefangen!

Knockout

Wie lange wird dieses System noch funktionieren?
Bei den "Kleinen" wird der Spareffekt angesetzt, die sich nicht wehren können und mit Gerichtsvollzieher nachgestellt oder sie werden angezeigt wegen Steuerbetruges. Daraus lässt sich nur noch ableiten, den Politikern die Noten vorzulegen, die es benötigen, um das richtige Instrument spielen zu können. Ansonsten können die Politiker für das Wohlergehen Ihren Kopf hinhalten. Oder wie Otto Schily (ehemaliger Bundesminister des Innern), die wandern aus, weil sie Angst bekommen haben.

Aufsichtsratsposten

von aktiven und ehemaligen Politikern ist eine Form der legalisierten Korruption.
Wenn man Korruption legalisiert, braucht man sich über die Auswirkungen von Korruption nicht wundern.
Das wird sich auch durch scheinheilige Wahlkampfversprechen nicht ändern. Erst wenn Korruption in jeder Form strafbar wird und auch richtig betraft wird, auch durch Beschlagnahmung von Privatvermögen, kann und wird sich etwas ändern.

Wo ist das Problem? In dem

Wo ist das Problem?
In dem Land wo Umsatz ,Gewinn erwirtschaftet wird sind die Steuern zu 100 % fällig ohne wenn und aber.
So wie es jetzt läuft zeigt sich einmal mehr die Unfähigkeit der EU wo die Lobbyisten sagen wo und wieviel Steuern zu entrichten sind.
Das Problem hat sich aber in naher Zukunft erledigt,denn die Unternehmen werden nach England gehen was sich zu einem neuen Steuerparadiese entwickeln wird.Und dann über Schottland wieder.......

Schlupflöcher in Hülle und Fülle

Zu allererst ist die TS zu danken dass das Thema Steuerhinterziehung wieder angesprochen wird. Passiert ist nichts, ausser das noch bessere Schlupflöcher gesucht und gefunden werden. Und auch ohne Probleme gefunden werden. Wird es in Panama oder Luxemburg zu schwierig geht es nach Delaware. Neuerdings gibt es gar mündliche Steuervereinbarungen damit nichts schriftliches besteht. Die Problematik ist die Politik in manchen Ländern.Grossbritannien will jetzt seine Steuersätze für Grossunternehmen drastisch reduzieren dafür seine Sozialleistungen reduzieren. Holland hat neuerdings schlichtweg abgelehnt die Steuerschlupflöcher zu schliessen, reduziert aber drastisch seine Sozialleistungen insbesondere für die Alten.Es gibt einen regelrechten Wettbewerb wer der billigste Steuereintreiber ist. Geschädigt werden die Kleinunternehmen und der Mittelstand als grösste Arbeitgeber. Unfassbar.

Unternehmen sind keine Personen, können daher nicht moralisch

Es muss einem klar sein: Unternehmen sind keine Personen. Sie können gar nicht moralisch sein.
Die Menschen, die die Firmen leiten, können privat moralische Vorstellungen haben, müssen aber in Entscheidungen ihre Firma Betreffend immer deren bestmöglichen Vorteil suchen.
Wer sich zu dieser obersten Maxime nicht bekennt, wird gar nicht erst eingestellt.

Die Sozialschmarotzer...

... sitzen nicht auf den Fluren der Behörden, sondern in den Vorstandsetagen der Großunternehmen!

05:35 von Goj

"Dieser Sumpf muss in den nationalen Parlamenten (...) trockengelegt werden..." - In den nationalen Parlamenten nützt gar nix. Internationale Steuerhinterziehung/Steuerschlupflöcher kann man nur international bekämpfen.

06:06 von Binfort

"Denn es geht doch auch hier wieder mal nur um Neid." - Neid? Ich nehme an, Sie bezahlen gerne Ikea's & Co. Steuern...

Nicht die EU ist hier das Problem

Nicht die EU ist hier das Problem, sondern die egoistischen Interessen der einzelnen Staaten. Die EU hat leider nicht die Macht, das zu unterbinden, da die Steuergesetzgebung eben von den einzelnen Staaten gemacht wird. Das alles ist also eher ein Argument für MEHR Kompetenzen der EU denn für weniger.

Solange sich die einzelnen Staaten der EU in Steuerdingen gegenseitig unterbieten, kann sich da nichts ändern.

Was wir brauchen, ist also eine EU weite Mindestbesteuerung, die so ausgestaltet ist, das sich solche Praktiken schlicht nicht mehr lohnen.

Das Schimpfen und Grollen gegen die EU hilft hier also nicht weiter. Die Bürger in den Staaten der EU müssen hier entsprechenden Druck auf ihre gewählten Abgeordneten machen, entweder solche Praktiken in den einzelnen Staaten zu unterbinden, oder eben in Steuerdingen der EU mehr Kompetenzen zu übertragen.

nicht nur was legal ist

Es wird nicht nur gemacht, was legal ist, sondern das, was mit 50% iger Wahrscheinlichkeit bei einer Prüfung "durchgeht". Das war das Ergebnis einer ARD-Recherche zu drei großen Beratungsunternehmen. Gegen deren "Kreativität" im Finanzsektor haben Steuerbehördern keine Chance. Und wo kein Kläger, da kein Richter.
Wenn jetzt die Whistleblower schneller verurteilt werden, als es Konsequenzen aus dem Abschlussbericht gibt, dann zeigt die EU, wo ihre wahren Werte liegen. So verliert die EU weiterhin an Rückhalt in der Bevölkerung.

Steuertricks der Konzerne:Sparen,wo es immer geht.....

Ja,was ist denn,wenn innerhalb eines Unternehmens Kredite vergeben werden ? Und wenn der Kreditgeber und der Kreditnehmer in unterschiedlichen Ländern stehen ? In Deutschland kann dann der Kreditnehmer steuerliche Verlustvorträge für die Zinszahlungen geltend machen.In den Niederlanden muß zwar der Kreditgeber die eingehenden Zahlungen versteuern,aber viel geringer als in Deutschland.
Nicht zu vergessen seien auch Patentboxen.
So bezahlen große Unternehmen prozentual weniger Steuern als kleinere und mittlere.

Werden das die EU-Akteure ändern ? Wohl kaum.

@Nordseefussel

"es gibt nur eine Sprache
Die Konzerne verstehen : Umsatzrückgang."

Ikea kann da segal sein. Wenn ichs recht verstanden hab, schreibt Ikea seine gelagerten Möbel nur von eine Filiale in eine andere um, von einem Lager ins nächste.
Der Verkauf der Möbel ist zweitrangig.

(Wie dabei Gewinn entsteht, weiß ich leider nicht - ich bin Wissenschaftler, kein Wirtschaftler)

@G-Townler

"Die EU könnte ja langsam mal anfangen, alles zu harmonisieren."

Wie witzig. Das geht ja nur, wenn die einzelnen Staaten da zustimmen. DAS ist das Problem. Sie schimpfen also auf die Falschen.

es ist doch nur logisch und verständlich....

....wenn Unternehmen legale Möglichkeiten nutzen um Steuern zu sparen, das sind sie ihren Angestellten und Inhabern schudig. und so lange die Politik die Schlupflöcher nicht schliesst, werden sie genutzt.
Also liebe Legislative...legt mal los....

FA

@goldbug

Na ja. "Die Politik" ist dann doch zu schwammig. Es müssen ALLE Staaten der EU mitziehen. So lange die Staaten nur ihre eigenen egoistischen Ziele verfolgen, kann das nicht klappen.

Produktorientiert

Die Steuern sollten dort ohne Ausnahme erhoben werden wo die Produkte hergestellt werden oder der Mehrwert erschaffen wurde.
Der Steuersatz sollte in Europa überall gleich sein und dem eines Arbeiters entsprechen.
Warum sollte eine juristische Person weniger Steuern zahlen als ein Bürger oder Arbeiter.
Verbot von Lobbyarbeit.
Verbot fuer Politiker andere Posten in Unternehmen zu haben.
Das Ergebnis was wir sehen ist die Arbeit der Genderpolitik ohne Etik und Moral voller Gier und Egoismus einzelner Reicher Personen.
Diese haben die Politik fest im Griff über Ihre lobbyarbeit.
Die Sichtweise der sogenannten politikverdrossenen ist diese ...
Werte sind solche
Was interessiert mich das Gerede von gestern
Oder
Wir schaffen das und ihr kleine Männer zahlt
Oder
Banken sind systemrelewand und muessen gerettet werden.
Weil sie den reichen gehören und die kleinen Männer sollen es bezahlen weil sie nicht am Ruder stehen.
Nein Neid ist das nicht sondern pure Hilflosigkeit.

In einem legalistischerem System ...

gäbe es ja schon die Möglichkeit, Private wie Unternehmen schon für die Intension sich zweifelhaft zu verhalten zur Rechenschaft zu ziehen .... Aber auch eben Leute, die für ihre Schützlinge Schlupflöcher produzieren im Nachhinein zu henken.

@friedrich peter von 08:33

was sie hier aufzeigen, ist wieder ein Puzzelteil zur Vervollständigung eines Gesamtbildes.

Unsere (Nicht nur Deutschland) Politik hat längst kein Interesse mehr am Wohlergehen seines Volkes, sondern nur daran sich selbst die Taschen voll zu machen.
Am einfachsten geht dies natürlich, indem man in irgendeiner großen Firma mit im Vorstand sitzt, horrende Bezüge kassiert und dafür dann halt mal eine Abstimmung in die eine oder andere Richtung beeinflusst.

Das wirklich Schlimme daran ist , dass das kein Politphenomän ist sondern sich du gesamte Menschheit zieht. Beinahe jeder würde, einmal in einer Machtposition, diese zu seinem persöhnlichem Vorteil ausnutzen.
Die die es nicht tun würden kommen meist nicht in Machtpositionen.

Und...

...der Juncker als EU-Spitzenpolitiker hat noch schnell als luxemburgischer Premier einigen dieser multinationalen Superkonzerne Niedrigststeuern in Luxemburg verschafft.

So macht auch er die von ihm angeblich so geschätzte EU kaputt. Dieser Mann ist als EU-Kommissionspräsiden völlig ungeeignet.

Sind wohl der Parlamentspräsident und der aktuelle Ratspräsident auch solche Absahner?

05:51 von Töffelchen

Mit dem BREXIT ist übrigens (mal ganz nebenbei gesagt) auch das größte Steuer-Schlupfloch der Welt -die City of London- ein Stückchen weit aus EU ausgezogen / rausgerückt.
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Ja was denken Sie denn warum Herr Juncker so sauer ist, etwa weil er sich Sorgen um die britischen oder EU-Bürger macht?

@ riewekooche

"Solange es in der EU keine gemeinsame Fiskalpolitik gibt, wird es immer Möglichkeiten geben, die Unterschiede steuerreduzierend auszunutzen. Da müssen sich die EU-Politiker an die eigene Nase fassen..."

Ihren ersten Satz kann ich nur unterstreichen. Ihre Schlussfolgerung ist aber falsch: Nicht die EU-Politiker können hier etwas tun, sondern die einzelnen Staaten müssen mehr Kompetenzen in Steuerdingen an die EU abgeben.

Wie wäre es z.B. mit 10% EU-weite Unternehmenssteuer mit Abgabe dann an Brüssel und dafür dann eben keine Beiträge mehr der Mitgliedsstaaten in den Brüsseler Topf?

Leider müssen hier aber die einzelnen Mitgliedsstaaten alle zustimmen. Das ist das Problem.

Gewäsch

Alles dummes Gewäsch der Politikerkaste.
Konzerne sind ihren besitzern etwas schuldig. Nicht der Gesellschaft. Und als Besitzer wäre ich stinksauer,würde meine Firma freiwillig mehr zahlen, als nötig.
Es liegt bei der Politik, einheitliche Steuern in der gesamten EU zu erheben.
Da muss man garnicht blöd schauen, das ist so, Herr Schäuble und Herr Junkers.

@ gierde_zerstört

Nur das ja nicht die Umsätze, sondern der Gewinn besteuert wird. Das ist im Grundsatz ja auch richtig. Was wir brauchen ist eine EU-Steuer. Nur leider ziehen hier die einzelnen Mitgliedsstaaten nicht mit. So kämpft die EU hier gegen Windmühlen.

Da bekommt man schlechte Laune

Es kann doch nicht sein, dass die Politiker nicht in der Lage sind für alle Bürger, ob arm oder reich, einheitliche und gerechte Steuergesetze zu schaffen.

Diese ganzen Steuerschlupflöcher gehören abgeschafft.

So langsam kommt bei an, dass die Politiker entweder nicht den Willen haben, oder zu dämlich sind entsprechende Steuergesetze zu schaffen.

@gierde_zerstört

"500 millionen europäer werden betrogen. millionen jobs werden vernichtet. und wer das nicht akzeptiert - die eu ablehnt - wird als antieuropäer, als nationaltümelnder rechter diffamiert."

Ja, zu recht. Die EU hat ja leider nicht die Kompetenz, hier eine einheitliche Steuer durchzusetzen. Was wir also brauchen ist MEHR EU, nicht weniger.

Wenn das Europa bzw. EU ist,

dann pfeife ich darauf; Einstellung der hohen dt. Zahlungen an die EU, besser noch raus aus der EU.
Sollen wir uns solche Dinge von Leuten wie Juncker und Co weiter gefallen lassen?
Nein!

Der größte Helfershelfer dieser Leute ...

Und der größte Helfershelfer dieser Leute ist Schäuble. Der unterlässt nun alles, diesem uns allen (denn wir alles sind der "Staat") richtig Schaden zufügendem Treiben Einhalt zu gebieten. Lediglich ein paar leere Worthülsen "mal etwas unternehmen" zu wollen, kamen vor einigen Wochen. Guter Job Herr schäuble: Sie reden, die Bevölkerung versucht Ihnen zu trauen und ist etwas beruhigt und das Thema ist aus den Medien. Und: Er macht NICHTS, aber auch garnichts. Indirekt fördert er dies Treiben damit und macht sich zum Kumpanen dieser staatsschädigenden Steuerflucht. Denn wenn das Thema aus den Medien ist, als damit auch aus dem Bewusstsein eines überwiegenden Teils der Bevölkerung, warum der Steuerflucht dann Einhalt gebieten? Herr Schäuble, Ihnen gebührt tiefste Verachtung. Denn Sie tun unserem Allgemeinwesen keinen guten Dienst.

"Hilft alles nicht. Radikal

"Hilft alles nicht.
Radikal wählen ist das Einzige was hilft."
..
Ich weiß nicht. Wenn die dann Gewählten mindestens genauso ahnungslos sind und die Verstrickungen nicht durchblicken, wird aus Korruption Chaos. Wenn das besser ist ..

Enttäuschende Politik

Warum die Wahlbeteiligunge immer niedriger wird?
Weil immer mehr Bürger realisieren, dass der Ehrliche immer der Dumme ist - und der Unehrliche vom Staat (= Politik) gedeckt wird.
Klar, man kann den Politikern nicht vorwerfen, dass sie kriminell und mit den Konzernen o. ä. unter einer Decke sind.
Dennoch müssen sich die gewählten Entscheidungsträgern samt ihrer Apparate Unfähigkeit vorwerfen lassen, weil sie es eben nicht schaffen, transparente (eindeutige) Gesetze zu erlassen.
Und weil sie es nicht schaffen, der Justiz geeignete Mittel der Strafverfolgung durch entsprechende Gesetze zur Verfügung zu geben.
Auch in anderen Bereichen (Stuttgart 21 oder BER) ist deutlich, wie inkompetent und grob fahrlässig mit Milliarden umgegangen wird - das ist Standard!
Entscheidungsträger sehen das alles nicht. Sie sehen nicht, dass sie bspw. mit CETA/TTIP den Konzernen "legale" Möglichkeiten in die Hände geben ("Investorenschutz/Schiedsgerichte"), die Gemeinschaft zu verklagen, ihren Willen zu tun.

Steuervermeidung dient dem Allgemeinwohl

Wenn Konzerne Steuern vermeiden, können sie Ihre Güter günstiger anbieten, das nützt den Konsumenten, die sich dann nämlich fürs gleiche Geld mehr leisten können, womit sie wohlhabender werden.
Da die Konzerne im Wettbewerb stehen, können sie die geringere Steuerbelastung nicht für zusätzliche Gewinne einbehalten.

Schließlich ist es auch so, dass der Staat die Steuern von tüchtigen Wirten auf weniger tüchtige umverteilt, was den Wohlstand aller mindert, da weniger Leistung erbracht wird.

Da der Staat auch noch seine Mittel von produktiven Marktteilnehmern in Richtung Konsum lenkt, wird die Schaffung von Kapitalgütern reduziert, was dazu führt, dass es zu Kapitalverbrauch kommt und in Zukunft Produktion ausfallen wird und es zu Mangelversorgung kommt.

@Daleimoc Rorvic

"In dem Land wo Umsatz ,Gewinn erwirtschaftet wird sind die Steuern zu 100 % fällig ohne wenn und aber."

Ja was denn nun? Sollen die Steuern dort entrichtet werden, wo die Gewinne anfallen? (Das haben wir ja bereits) oder dort wo Umsätze generiert werden (Das würde im Extremfall zu Substanzbesteuerung führen)?

Was wir brauchen ist eine EU-weite, einheitliche Unternehmensbesteuerung. Das kann aber nicht die EU (Die Kommission oder das europäische Parlament) beschließen, sondern da müssen sich alle einzelnen EU-Staaten zunächt mal einig werden.

Steuern sparen

Möglicherweise fehlen in Brüssel dafür noch ein paar Kommissare.
Sollte dafür kein Platz mehr sein könnte man ja anbauen!

Wozu Bericht wenn es Jahrzehnte schon so läuft?

Nach konsewrvativen Schätzungen gehen der EU jährl. bis zu 2 Bill.€ an Steuern verloren hörte ich schon im TV. Es gibt Top -bezahlte Unternehmensberatungen die in Sachen Steuerrecht die Firmen gegen fürstliche Summen in allen Belangen ständig begleiten u. diese Aufwendungen sind so wie viele vom jeweiligen Staat speziell erlassene Steuerabsetz oder Nicht- zahl-Privilegien von der Steuer abzusetzen oder gar nicht erst zu zahlen da es per Privileg nie irgendwo auftauchen muß.Schon gar nicht in Staatshaushalten der immer nur sozial belastet wird u. asozial nie gewollt auftaucht u. nicht sichtbar sondern rein spekulativ nur wirken kann was immer einen unsinnigen Verschwörungscharakter provoziert da alles nur Schätzung nicht exestierender Zahlen ist die nur vom Verursacher geheim oder Betriebsgeheimniss bleiben müssen .Versteht sich doch das so der Kreis der Quadratur doch geschlossen bleibt?!Nur nicht für den dumm u. blind gehaltenen Bürger von u. zu der Eliten aus Politik u.Wirtschaft!

Tricksen gibt es nicht erst mit der EU

Steuertricks ist keine Erfindung der EU, die Schweiz, Luxemburg, und Geldwäscher in London und Frankfurt ist kein Produkt der EU.
Wer glaubt, dass sich das mit Kleinstaaterei ändern wird genauso enttäuscht, wie zuletzt von den Umfallern in GB und Landtag Baden-Württemberg.

Steuerwettbewerb

der durch die Möglichkeit der Steuertricks (Steuervermeidung) möglich ist, ist genau so nützlich für die Bürger wie jeder Wettbewerb. Bekanntlich fördert der Wettbewerb die Bereitstellung von bestmöglichen Gütern zu niedrigst möglichen Kosten.

Im Übrigen könnten alle Leistungen, die der Staat erbringt, auch von privaten Anbietern im Wettbewerb erbracht werden, und zwar zu geringeren Kosten und preiswerter, was allen Bürgern nützen würde. Somit schadet es den Bürgern nicht, wenn der Staat aufgrund von Steuerausfällen durch "Steuertricks" weniger Leistungsfähig ist.

@ Einerer von 9:10

Stimmt.
das fängt ja schon im kleinen an, hat man eine Aktie hat man direkt Interesse daran, dass die Dividende nicht um auch nur einen Cent sinkt.

Darum wird sich die Steuerflucht der großen Firmen auch nicht ändern bis dem Politisch ein Riegel vorgeschoben wurde, wie sie schon sagten.

Aber da bin ich Pesimistisch, dagegen sprechen zu viele persöhnliche Eigeninteressen der Politiker.

Das ganze sich im klein klein ergehen der Politik wärend man große Themen unangetatet lässt ist doch jämmerlich.

09:23 von Ernst-

Steuervermeidung dient dem Allgemeinwohl

Wenn Konzerne Steuern vermeiden, können sie Ihre Güter günstiger anbieten, das nützt den Konsumenten, die sich dann nämlich fürs gleiche Geld mehr leisten können, womit sie wohlhabender werden.
Da die Konzerne im Wettbewerb stehen, können sie die geringere Steuerbelastung nicht für zusätzliche Gewinne einbehalten.

Schließlich ist es auch so, dass der Staat die Steuern von tüchtigen Wirten auf weniger tüchtige umverteilt, was den Wohlstand aller mindert, da weniger Leistung erbracht wird.

Da der Staat auch noch seine Mittel von produktiven Marktteilnehmern in Richtung Konsum lenkt, wird die Schaffung von Kapitalgütern reduziert, was dazu führt, dass es zu Kapitalverbrauch kommt und in Zukunft Produktion ausfallen wird und es zu Mangelversorgung kommt.
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Kühne Theorie, läss sich das auch bei Steuergeldverschwendung belegen?

@ 09:14 von Hugomauser

"Was wir brauchen ist eine EU-Steuer."
.
falsch. wir brauchen für konzerne einheitliche steuerregeln in den ländern europas. und diese müssen sich schlichtweg an den regeln für nationale unternehmen orientieren.

@09:23 von Hugomauser

"Was wir brauchen ist eine EU-weite, einheitliche Unternehmensbesteuerung."

Genau das brauchen wir überhaupt nicht, denn damit wird der Wettbewerb ausgeschaltet. Der Staat kann dann ohne Rücksicht die Steuern in seinem Territorium beliebig anheben, womit die Wirtschaft zum Erliegen gebracht wird.

@ hugomauser

"Die EU hat ja leider nicht die Kompetenz, hier eine einheitliche Steuer durchzusetzen."
.
genau und ein einheitliches ttip, ein tisa, ein fracking, eine einheitliche genfood-freigabe, eine eu-armee fürs grobe – mitunter den einsatz im inneren, eine alternativlose währung, die bekanntermaßen die ökonomien südeuropas erodiert und den eu-binnenmarkt lahmlegt.
.
europa braucht mehr vielfalt.
europa braucht mehr europa!
nicht mehr eu!

Wieso "sparen"

Es muss doch HINTERZIEHEN oder UNTERSCHLAGEN heißen.

"Gemacht wird, was legal ist - für alles andere ist die Politik verantwortlich."

Na dann werden die Herrschaften von Wirtschaft (und leider auch den ör), ja kein Problem damit haben wenn es zur nächsten Legislaturperiode durch den Druck der Straße eine Mehrheit hinbekommt die diese legalen Steuerbetrügereien nicht nur ein Ende setzen, sondern auch eine Sondersteuer einführt, um den Unternehmen die Gelder wieder abzuknöpfen die sie durch die Polit/Bonzen Steuergesetze eingefahren haben. Und wenn die Existenz des Unternehmens daran hängt, dann sollen die Verantwortlichen da hingebracht werden wo sie hingehören. In den Knast für sehr lange, lange, lange Zeit!

Grundlos

"...Heute stimmt das Europaparlament über den Abschlussbericht des zweiten Untersuchungsausschusses ab, der Schlupflöcher in der Unternehmensbesteuerung der Mitgliedsstaaten aufzeigen soll. ..."

Wie schön. Es wird etwas aufgezeigt. Dabei käme es doch mehr darauf an, etwas zu ä n d e r n ! Aber dazu sind die augenblicklich die Politik in der EU und auch in Deutschland bestimmenden, verantwortlichen gewählten Volksvertreter in Mehrheit nicht bereit. Herr Schäuble, was ist nun mit dem Schließen der Lücken? Nada, nichts.
Denn in einem Punkt haben die Konzerne Recht: Solange ihr Tun legal ist, gibt es keinen Grund, das Steuerverhalten zu ändern.
Wobei ich durchaus einen Zusammenhang mit den Politikern sehe: Wer nicht tut, was er könnte, muss wohl einen Grund haben...

#Töffelchen

Ich glaube kaum das es ein wenig gegen das internationale Steuersparen hilft. Eher das Gegenteil, weil Brüssel jetzt ja keine Kontrolle mehr in London hat. Aber das Problem liegt hauptsächlich in den Niederlanden und Luxembourg, und dort wird sich nichts ändern. Längst machen die Lobbyisten die EU-Gesetze, und die EU-Politiker verkaufen uns diese als ihre Arbeit, welche man nicht genug hoch einschätzen kann.
Mal sehen was heute im EU-Parlament rauskommt, Herr Schulz ist ja ein resoluter Präsident (Scherzmodus aus).

@09:37 von Boris.1945

"Kühne Theorie, läss sich das auch bei Steuergeldverschwendung belegen?"

Es ist keine Theorie, sondern es ist logisch mit Grundkenntnisse in Ökonomie (als Lehre vom menschlichen Handeln) ableitbar. Und ja, es lässt sich auch bei Steuergeldverschwendung belegen, denn je weniger der Staat einnimmt, je weniger Geld wird er auch verschwenden.

Hauptsache, dass diejenigen,

Hauptsache, dass diejenigen, welche diese Steuerschlupf-Scheunentore aufgedeckt haben, ihrer gerechten Strafe zugeführt wurden. Angesichts dieser Steuerungerechtigkeiten muss jedem brav Arbeitenden das Messer in der Tasche aufklappen, wenn er im Vergleich zu IKEA prozentual das Zehntausendfache an Steuern zahlt. Und beides ist legal. Wenn es so ist, dass für diese Zustände die einzelnen Mitgliedstaaten verantwortlich sind: Ran, liebe Bürger!

@Ernst-

@Ernst- ...

Zu Ihrem 9:23 Beitrag ...

Das meinen Sie doch als Satire? Ernst kann das nämlich nicht gemeint sein, denn eine solche Denke wäre dann schlicht nicht gesund und es wäre der Versuch, hochgradiges asoziales Verhalten dieser Konzerne gegenüber uns Allen freizureden. Also ... Satire. Gut!

09:40 von DeHahn

Wieso "sparen"

Es muss doch HINTERZIEHEN oder UNTERSCHLAGEN heißen.
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*
*
Es heisst Steuervermeidung.
*
Die ist ganz legal möglich, weil in unsreren Parlamenten und Verwaltungen verbeamtete Experten sitzen.
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Nach dem Motto, Sie wissen nicht, was Sie tun, schaffen Sie gewertschätz legale Auslegungslöcher groß wie Scheunentore.
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Aber aus einem Versorgungsverhältnis kommt selten etwas mit Hand und Fuss.
*
Ausgenommen bei Ihrer Fortpflanzung und Vermehrung.
*
Satire aus.

@gierde_zerstört

Alles, was Sie aufzeigen wird ja nicht von der EU beschlossen, sondern von den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten. Vielfalt wird ja nicht dadurch negiert, das man eine einheitliche Unternehmens-Mindestbesteuerung hat. Das ist nun wirklich Unsinn.

@09:23 Ernst-

Sie übersehen wacker, dass der Staat nicht die Regierung ist, sondern die Gemeinschaft. Und hier gibt es viele Menschen, die soziale Hilfe benötigen.
Und wie soll die Regierung dafür sorgen, wenn ihnen das dafür notwendige Geld mit Steuerhinterziehung entzogen wird?

Alternativbetrug

Warum wird nicht "einfach" ein Einkommen unter z.B. 100.000 EURO/anno steuer- und sozialabgabefrei gestellt?
Dann kann der "kleine Mann" endlich auch sich selber auf gesetzlicher Grundlage betrügen.

Ablenkung statt Steuersenkung

Solange Bürger (s. Masse der Forumsbeiträge) und Journalisten wirklich glauben, dass die Unternehmen ihre Steuern selber zahlen, kann die Politik bzw. Verwaltung hier immer noch zusätzlich Geld abgreifen, ohne dass diese Bürger und Journalisten fragen, wer denn das wirklich bezahlt. Dasselbe Spiel wie bei den sogenannten Arbeitgeberbeiträgen in der Sozialversicherung.
Kein Weg führt darum herum, dass all dies letztendlich die Bürger in der Summe hergeben müssen, denn Unternehmen können dafür kein Geld drucken sondern nur ihre Erlöse verwenden. Und wer glaubt, dass das mittel-/langfristig nur die Eigentümer/Anteilseigner sein werden, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten (so ähnlich soll es das Sprichwort auch für Volksvertreter geben).
Für das Gemeinwohl wäre es sicher hilfreicher, deutlich mehr Augenmerk auf die zweckmäßige Verwendung der Einnahmen zu legen als lediglich zu versuchen, diese mit möglichst wenig Gegenwind zu erhöhen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

@Ernst-

Wieso wird der Wettbewerb ausgeschaltet, wenn man eine einheitliche Mindestbesteuerung der Unternehmen in der EU festlegt? Das verstehe ich nun wirklich nicht. Und wieso kann dann ein Staat beliebig seine Steuern erhöhen? Das Problem ist doch gerade, das die Staaten beliebig ihre Steuern senken. Dieses Steuerdumping in den einzelnen Staaten führt doch gerade zu den Vermeidungsstrategien der Unternehmen.

@gierde_zerstört

Nun, das Eine schließt ja das Andere nicht aus. Aber eine EU-weite Unternehmenssteuer, abgeführt in den EU-Haushalt und dafür dann eben keine Beitragszahlungen mehr hätte halt auch den Charme, dass hier das leidige Geschachere um die Beiträge wegfiehle. Ferner würde es natürlich die Steuerverschiebung in verschiedene EU-Länder unatttraktiver machen, weil die (Mindest-) Steuer ja in allen EU-Staaten anfallen würde.

Nicht gezahlte Steuer ist

Nicht gezahlte Steuer ist nicht nur Gewinn oder Investitionsgut. "Es"sucht auch immer größere Anlage oder besser gesagt Spekulativ- Vermögen das immer größere Blasen hervorbringen muß da der Staat oder die Staaten wenn es schief geht die Mrd.€'s an spekuliertem garantiert in echten Gewinn verwandeln da systemrelevant!Und dann denke man noch an unsere 0 Zins Staats u. Staaten-Doktrin. Na ,erschlagen nicht all die Groschen die jetzt in so großer Menge eigentlich fallen müssten das jedes vernunftorientierte Wesen davon garantiert erschlagen würde wird? Nö , die Vernunft hat immer weiter so gewählt nachweislich?! Was hat die letzten Jahrzehnte geherrscht durch Wahl?Immer dieselben?Also mir ist nichts weiter aufgefallen das es immer die bösen Kommunisten sind die alles verbocken u.wenn nicht würden.Und wer kommt hoch ?Nationale Heil Hellsbringer vom nationalsozialen Stammtisch um die Ecke?Ja, dann gute Nacht ich dachte nur wir haben solche ewigen Nationalschatten mit mörderischem Potenzial?

09:39 von Ernst-

"...'Was wir brauchen ist eine EU-weite, einheitliche Unternehmensbesteuerung.'
Genau das brauchen wir überhaupt nicht, denn damit wird der Wettbewerb ausgeschaltet. Der Staat kann dann ohne Rücksicht die Steuern in seinem Territorium beliebig anheben, womit die Wirtschaft zum Erliegen gebracht wird"

Umgekehrt, genau damit wird der Wettbewerb im Wirtschaftsraum EU erst Wirklichkeit. Solange nämlich Einzelstaaten Steuern ohne Rücksicht auf die Interessen der anderen Länder verändern können, solange gibt es keinen Wettbewerb, sondern ein reines Dumping, bei dem immer irgendein nationaler Konkurrent verliert.
Die andere Alternative wäre natürlich ein Zurück zu den Nationalstaaten ohne jede EU. Nur wäre das gerade für die BRD als Exportnation ein Desaster, weil ganz natürlich jede andere Volkswirtschaft die eigenen Industrien schützen würde. Zölle, Vorschriften und andere Handelserschwernisse wären die Folge.
Nein, da hat Hugomauser ausnahmsweise einmal Recht: Es geht nur mit Angleichung

Mir ist es nicht erlaubt

zu meinem Nachbarn zu gehen und ihn dazu zu zwingen, mir etwas von seinen Einkünften abzugeben. Und das ist gut so, weil ich dadurch das Eigentumsrecht meines Nachbarn verletze.

Aber wenn ich dieses Recht nicht habe, kann ich es auch an niemanden, wie z.B. die Regierung, delegieren.

Da Steuer nicht freiwillig gezahlt werden, wie ja auch die Steuertricks der Konzerne zeigen, aber auch ungezählte andere Vorfälle der Steuervermeidung, handelt es sich bei Steuern um die zwangsweise Wegnahme von Eigentum. Und wie nennt man so etwas?

07:26 von rambospike

Ihren Kommentar kann ich nur unterstreichen.

@09:54 von .Krischan

"Sie übersehen wacker, dass der Staat nicht die Regierung ist, sondern die Gemeinschaft."

Das ist ein Mythos. Der Staat, das ist die Regierung mit ihren Institutionen, nichts weiter. Denn diese bestimmt über das Leben der Bürger. Abgeordnete sind bekanntlich nur ihrem Gewissen verantwortlich, somit sind sie keine Vertreter des Volkes, denn ein Vertreter ist nur dem verantwortlich, in dessen Auftrag er handeln.

@Sascha Herholz

Ihr Vorschlag in Ehren, aber wie wollen Sie denn den "Mehrwert" berechnen? Das geht doch eben nur über den Gewinn. Das ist ja das Problem.

Und: Lobbyismus verbieten? Sie wollen also Organisationen wie den "BUND", Amnesty International und andere verbieten? Es ist das originäre Recht des Bürgers, sich in Organisationen zusammenzutun, um ihren Anliegen zu mehr Geltung zu verhelfen.

Inwieweit sich dann die Politiker von den Lobbyverbänden beeinflussen lassen, oder sogar von diesen Gesetzesvorschläge erarbeiten lassen, das ist eher das Problem.

Wenn Sie aber Lobbyarbeit generell verbieten, schütten Sie das Kinde mit dem Bade aus. Auch die Anti-AKW-Bewegung ist schließlich letztlich ein Lobbyverband.

10:03 von Ernst-

"...Mir ist es nicht erlaubt zu meinem Nachbarn zu gehen und ihn dazu zu zwingen, mir etwas von seinen Einkünften abzugeben. Und das ist gut so, weil ich dadurch das Eigentumsrecht meines Nachbarn verletze. ..."

Tagtäglich tun Sie das. Sie als Teil einer Gemeinschaft zwingen Ihren Nachbarn, Grund-, Einkommens-, Mehrwert- und viele andere Steuern zu zahlen. Tun Sie nicht? Doch, tun Sie. Denn ohne diesen Zwang gäbe es keine ausgebauten Straßen oder Kanalisation, keine Schulen und Kindergärten, keine Polizei (Sicherheit), keine Gesundheit, keine Wasserversorgung und wahrscheinlich auch keine geregelte Nahrungsversorgung. Sie werden einwenden, das alles könnten private auch Dienste auch leisten - aber könnten Sie sich dann diese Dienste selbst leisten? Wenn die Gewinnmaximierung überall im Vordergrund steht, fällt mehr als die Hälfte der Bevölkerung "hinten runter". Dass das nicht so ist, ist ein Ergebnis langer Gesellschaftsentwicklung vom Manchesterkapitalismus bis heute. Im Ernst...

@ Izmi

"Nein, da hat Hugomauser ausnahmsweise einmal Recht"

Danke, das Sie mir das "ausnahmsweise" einmal eingestehen ;-)

vielfalt @ 09:52 von Hugomauser

vielfalt wird durch den euro torpediert. vielfalt wird auch durch holzhammer-thronherrschaft torpediert..
.
es gibt unterschiedliche ökonomien – da macht die unterschiedliche besteuerung durchaus sinn und ist dann sogar sozial verträglich – europäisch. weshalb sollen denn bitteschön in allen regionen/ländrn europas gleiche steuern erhoben werden, wenn die ökonomischen realitäten grundverschieden sind? wenn jedoch juncker und seine mitstreiter ganz europa verraten im interesse der netzwerklobbyisten, ist dies von grundauf zu verurteilen.
.
wenn sie meinen, dass eine zentralistisch geführte, durch lobbies und netzwerke gelenkte eu den europa vorzuziehen ist, wie es jahrzehntelang wunderbar funktioniert hat, ist das ihr problem. und wenn für sie eine einheitswährung inbegriff von modernität ist, schauen sie sich an was in südeuropa los ist.

@10:02 von Izmi

Was heißt denn hier "Dumping"?

Dumping bedeutet, dass ein Unternehmen viel geringere Preise für seine Produkte verlangt als die Konkurrenz. Das nennt man auch Wettbewerb um Kunden. Solange der nicht durch staatliche Einflussnahme verzerrt wird, kann kein Unternehmen auf Dauer unter seinen Produktionskosten seine Güter anbieten.

Es war der Wettbewerb unter den Nationalstaaten, der Europa zu einem Ort von Wohlstand gemacht hat, wo Wissenschaft und Künste blühten.

@10:17 von Izmi

"Denn ohne diesen Zwang gäbe es keine ausgebauten Straßen oder Kanalisation, keine Schulen und Kindergärten, keine Polizei (Sicherheit), keine Gesundheit, keine Wasserversorgung und wahrscheinlich auch keine geregelte Nahrungsversorgung. Sie werden einwenden, das alles könnten private auch Dienste auch leisten - aber könnten Sie sich dann diese Dienste selbst leisten?"

Ich bin allerdings davon überzeugt, dass Menschen, die in der Lage sind so zusammenzuarbeiten, dass sie großartige Leistungen zustand bringen, wie z.B. so etwas wie ein Flugzeug, welchen hunderte Menschen in wenigen Stunden von Europa nach USA befördern kann, sehr wohl auch dazu in der Lage sind, so zusammenzuarbeiten, dass sie die von Ihnen genannten Leistungen erbringen, und zwar zu geringeren Kosten und mit besserer Qualität als ein Monopolist, wie es der Staat auf seinem Territorium ist. Dann kann sich auch jeder diese Güter Leisten, denn er hätte in Deutschland etwa das Drei- bis Vierfache an verfügbarem Einkommen.

10:17 von Hugomauser

"...'Nein, da hat Hugomauser ausnahmsweise einmal Recht'
Danke, das Sie mir das "ausnahmsweise" einmal eingestehen ;-)"

Doch doch. Ich schätze Ihre Beiträge sehr, wenn sie auch zumeist den meinen ziemlich entgegenstehen. Deshalb das "Ausnahmsweise".

10:17 von Izmi

10:03 von Ernst-
"...Mir ist es nicht erlaubt zu meinem Nachbarn zu gehen und ihn dazu zu zwingen, mir etwas von seinen Einkünften abzugeben. Und das ist gut so, weil ich dadurch das Eigentumsrecht meines Nachbarn verletze. ..."

Tagtäglich tun Sie das. Sie als Teil einer Gemeinschaft zwingen Ihren Nachbarn, Grund-, Einkommens-, Mehrwert- und viele andere Steuern zu zahlen. Tun Sie nicht? Doch, tun Sie. Denn ohne diesen Zwang ...... Sie werden einwenden, das alles könnten private auch Dienste auch leisten - aber könnten Sie sich dann diese Dienste selbst leisten? Wenn die Gewinnmaximierung überall im Vordergrund steht, fällt mehr als die Hälfte der Bevölkerung "hinten runter". Dass das nicht so ist, ist ein Ergebnis langer Gesellschaftsentwicklung vom Manchesterkapitalismus bis heute.
////
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*
Sollten wir uns wirklich eine Systemveränderung wünschen, nur weil es keine Verteilungsprobleme mehr gibt, wenn das Verteilungspotential nicht mehr erwirtschaftet wird?
*

@10:17 von Izmi

Das populäre Geschichtsverständnis vom Manchester Kapitalismus, dass diesen hierzulande mit Elend und Not verbindet, die man aus den Romanen von Charles Dickens kennt, hat mit dem Kapitalismus der damaligen Zeit nichts zu tun. Im Gegenteil Kapitalismus und Liberalismus hat dafür gesorgt, dass die Menschen dem Elend entkamen, denn: Die Armutsverhältnisse, für die der Kapitalismus verantwortlich gemacht wird, waren nicht im mindesten Neu, sondern uralte Tatsachen. Sie waren nicht erst in den Städten entstanden, sondern die ganze Masse alten, aufgehäuften Elends vom Land hat sich in die Städte ergossen, wo die kapitalistische Produktionsweise die Möglichkeit gab, die Lage zu verbessern, was ja auch geschah.

10:22 von Ernst-

"...Dumping bedeutet, dass ein Unternehmen viel geringere Preise für seine Produkte verlangt als die Konkurrenz. Das nennt man auch Wettbewerb um Kunden. Solange der nicht durch staatliche Einflussnahme verzerrt wird, kann kein Unternehmen auf Dauer unter seinen Produktionskosten seine Güter anbieten.
Es war der Wettbewerb unter den Nationalstaaten, der Europa zu einem Ort von Wohlstand gemacht hat, wo Wissenschaft und Künste blühten."

Sie reden doch der staatlichen Einflussnahme das Wort, indem Sie auf Nationalstaaten zurückfallen wollen. Welchen Sinn hätte denn eine nationalstaatliche Wirtschaft, wenn sie dann nicht nationalen Einflüssen unterworfen wäre?
Den letzten Satz lass ich deshalb mal unkommentiert stehen...

Dann muss man sozusagen eine Quellensteuer erheben

Nicht der Sitz der Firma zählt oder irgend welche Lizenzmodelle zur Steuerersparnis, sondern da wo Umsatz und Gewinn erwirtschaftet wird, da muss Steuern gezahlt werden. Denn wo machen den IKEA MC-Doof Apple etc. ihre Gewinne doch nicht in Luxenburg oder den Niederlanden oder auf den Cayman Islands oder in Panama.
Das Geld wird doch in den großen westlichen Industriestaaten erwirtschaftet, und dort muss der Gewinn sofort besteuert werden, am Besten pro Filiale. Bei Arbeitnehmern ist das doch auch der Fall, seinen Bruttolohn bekommt man ja auch nicht in die Hand, damit man mit diesem irgend was anderes macht. Steuern und Sozialabgaben werden gleich von der Firma also an der Quelle abgezogen. Und so muss man das auch mit den Großkonzernen machen. Es ist doch klar, das die wenn das geht ihre Gewinne dahin schieben wo kleine Steuern sind und Verluste dort geltend machen, wo es die größten Rückzahlungen gibt. Das liegt aber nicht an den cleveren Anwälten sondern an den großenGesetzeslücken

Keinen Pfennig Steuern!

Als Aktionär ERWARTE ich, dass das Unternehmen alles versucht, um keinen Pfennig Steuern zu zahlen, denn das mindert meine Rendite.

Als Staatsbürger erwarte ich von der Regierung, dass sie sofort alle Steuerschlupflöcher schließt. Das werden die Loppygruppierungen CDU und SPD aber nicht tun.

Als Aktionär vertraue ich auf meine Regierung.
Als Staatsbürger versuche ich, diese Regierung alle 4 Jahre abzuwählen.

10:03 Ernst- Anarchie?

Oh Mann, ist das wirklich Ihre Meinung?
Der Staat raubt mir also mein Geld über die Steuern. Und was macht der böse Staat damit? Klar, er baut sich ein Haus und fährt in den Urlaub, denn er muss ja nicht mehr arbeiten. *lol* (kleiner Scherz)
Ich kann es nicht glauben!
Sie sprechen den Volksvertretern die demokratische Legitimation ab - da könnte ich Ihnen Recht geben, wenn man das Wort "Demokratie" von der Grundbedeutung nimmt. Das Problem ist aber auch bei direkter Demokratie, dass die Mehrheit nicht unbedingt weise entscheidet. Und da bringt Ihnen die Demokratie auch nichts.
Stellen Sie sich vor, die Mehrheit denkt so wie Sie - sie schafft die Steuern ab.
Und dann?
Schulen werden dicht gemacht, es gäbe keine Polizei, Obdachlose erhielten keine medizinische Versorgung, es gäbe keine Ausweise (denn zwingen darf ich ja keinen):
:
Eigentlich müssten Sie sogar gegen Demokratie sein ... denn der durchgesetzte "demokratische" Wille wird anderen übergestülpt.
Vielleicht wollen Sie Anarchie?

@ Ernst-

Was Sie hier erzählen, hatt mit Wissenschaft wenig zu tun (Ökonomie ist ohnehin eine Sozialwissenschaft). Dumping ist kein Wettbewerb, sondern eine Maßnahme zur Ausschaltung von Wettbewerb, indem man aufgrund aktueller wirtschaftlicher Überlegenheit eben durch Dumpingpreise Konkurrenz in den Ruin treibt.
Auch Ihre Aussage "je mehr Einnahmen, desto mehr Verschwendung" ist völlig frei von einem wissenschaftlichen Ansatz.

Kein echter Wille

Obwohl die Mitgliedstaaten durch die Steuervermeidungstaktiken der Konzerne viel Geld verlieren, scheint der Druck nicht groß genug. Ja, man gibt sich unternehmerfreundlich in Europa, hebt Investoren auf höchste Sockel. Es wäre ein Leichtes, die bekannten Tricks zu unterbinden, wenn man denn wollte. Doch niemand will diese globalen Unternehmen wie Apple oder Ikea etc. "verprellen", stattdessen lockt man, indem man versucht, immer "attraktiver" zu werden. Und nicht umsonst akkumuliert der Reichtum in Europa am oberen Ende. Und so fällt auch D. faktisch unter den Begriff "Steuerparadies", wenn man nur weiß, wie. Die Regierungen seit Kohl (incl. Schröder) waren stets sehr wirtschaftsfreundlich und schufen erst die Voraussetzungen, die dieses unsoziale, verantwortungslose Spiel ermöglichten. Egal ob in D. oder der EU, egal, ob Erbschaftssteuer oder Kapitalertragssteuer: Man könnte, wenn man wollte! Es ist aber kein echter Wille dazu vorhanden! Zu sehr ist man "der Wirtschaft" verpflichtet.

09:56 von Hugomauser

"@Ernst-
Wieso wird der Wettbewerb ausgeschaltet, wenn man eine einheitliche Mindestbesteuerung der Unternehmen in der EU festlegt?"

Weil es sich im Prinzip um die Festsetzung eines Preises handelt. Wenn der Preis aber vom Staat bestimmt wird, ist Wettbewerb hier (um niedrigere Steuern = niedrigere Preisen) nicht mehr möglich

"Und wieso kann dann ein Staat beliebig seine Steuern erhöhen?"

Weil er ein Monopol auf die Erhebung von Steuern hat.

"Das Problem ist doch gerade, das die Staaten beliebig ihre Steuern senken."

Das war aber in den letzten Jahren nie der Fall, denn die Steigerung der Steuereinnahmen in Deutschland lag von 2011 - 2014 deutlich über der Steigerung des BIP!

Wachstum Steuereinnahmen: 2011: 8,1%, 2012: 4,7 %, 2013: 3,3 %, 2014: 3,9 % Quelle: Bundesfinanzministerium.

BIP-Wachstum: 2011: 3,7 5, 2012: 0,4 %, 2013: 0,3 %, 2014: 1,6 % Quelle: Statista.

Von Steuerdumping kann also keine Rede sein.

MEUFIA?

Falls die EU-Populisten immer noch nach Gründen für die Ablehnung dieses Selbstbedienungsladen suchen, sollten sie sich diesen Artikel über das Bett hängen. Man könnte es auch so formieren: Jenen Saft, den die EU aus ihren Bürger auspresst, ergießt sie über die Wirtschaft und ihre Konzerne. Und diese lassen es sich in den von Herrn Juncker favorisierten Briefkastenfirmen zum Beispiel in Luxemburg so richtig gut gehen.

@ gierde_zerstört

"wenn sie meinen, dass eine zentralistisch geführte, durch lobbies und netzwerke gelenkte eu den europa vorzuziehen ist, wie es jahrzehntelang wunderbar funktioniert hat, ist das ihr problem. "

Nun, eben DAs hatten wir ja eben nicht. In der EU ist so gut wie gar nichts "zentralistisch regiert". Die EU hat dazu gar nicht die Kompetenzen. Die einzelnen Staaten müssen sich zunächst einigen. Die EU setzt das dann vielleicht durch. beschließen kann sie es aber eben nicht.

Machen Sie sich mal mit dem Zustandekommen von EU-Gesetzen vertraut.

Kritik an der EU ist NOTWENDIG, denn ...

das größte VERBRECHEN der EU ist immer noch die DEPUBLIZIERUNG.

Diese wurde aus wirtschaftlichen Gründen von privaten Unternehmen angestrengt ... und bis heute haben diese Unternehmen nichts auf die Beine gestellt, was dem Archiv der Tagesschau vor seiner Löschung gleichkommt. Dies ist ein Verlust für uns alle, denn es ist ein Verlust an Wissen!

Alleine schon deshalb ist eine Betrachtung aller Regelungen die die EU bislang getroffen hat NOTWENDIG. Waren die Entscheidungen gut oder schlecht? Und was gut war kann bleiben, alles andere sollte rückgängig gemacht werden.

- Schengen Abkommen schien Sinn zu machen zu der Zeit.
- EU-Osterweiterung schien Sinn zu machen.
- ABER: Macht "Schengen PLUS Erweiterung" Sinn? Ich denke nein, denn die Durchschnittslöhnen sind zu unterschiedlich, so dass polnische Handwerker hier in Deutschland Wettbewerbsvorteile haben. Mit Zöllen könnte man das regeln, geht aber nicht innerhalb einer Freihandelszone.

@ 10:37 von Izmi

"Sie reden doch der staatlichen Einflussnahme das Wort, indem Sie auf Nationalstaaten zurückfallen wollen."

Nein, da haben Sie mich falsch verstanden. Entschuldigung, wenn ich mich da wohl nicht deutlich genug ausgedrückt habe.

Es ist doch so: Je kleiner ein Staat, ja weniger Machtfülle hat er und je mehr muss er die Anliegen der Bürger berücksichtigen, was in aller Regel gut für die Mehrung des Wohlstands und der Lebensqualität der Bürger ist, weil die Steuern niedrig sind.
So liegt z.B. der Steuersatz auf Unternehmensgewinne im kleinen Irland bei 12,5 Prozent und in der kleinen Schweiz, mit ihrer direkten Demokratie bei 8,5 Prozent.

Von wegen Friedensprojekt

Der einzige Grund für die Existenz der EU sind die Interessen der Konzerne. Der EURO wurde nachgelegt, um die Gelder ohne Kursverluste verschieben zu können.

Dass der Umtausch bei Urlaubsreisen wegfällt ist nur das vorgeschobene Argument für das kleine Wahlvolk.

Lobbyarbeit

Wenn Lobbyarbeit in der Politik dazu verwendet wird um Einfluss auf Gesetzgebung auszuüben um sich dann Vorteile zu verschaffen und die Entscheidungen nicht nach buergerorientierten sachlagen getroffen werden nützen sie nicht der Gesellschaft sondern schwaecht sie.
Diese Lobbyarbeit ist gemeint nicht ai oder andere Vereinigungen

Diese Schlupflöcher muessen geschlossen werden

In dieser Sache sehe ich es auch so, dass die hier im Artikel genannten Steuerschlupflöcher geschlossen werden muessen und zwar möglichst bald.

Trotz öffentlichen Drucks hat keins davon seine Steuersparmodelle abgeschafft. Der Tenor lautet vielmehr: Gemacht wird, was legal ist - für alles andere ist die Politik verantwortlich.

Und dass muss gerade dann und gerade deswegen gemacht werden, weil die Politik zuständig ist, solche Schlupflöcher zu schließen.

Was ich aber gerne wissen wuerde: warum muss dieser Abschlussbericht des Ausschusses erst im Parlament abgestimmt werden?? Was soll hier nicht an die Öffentlichkeit dringen?? Warum kann der Abschlussbericht nicht "as is" veröffentlicht werden?? Siehe dazu dieser Absatz:

Die EU setzte gleich zwei Ausschüsse ein, um das Steuerdumping der Mitgliedsstaaten aufzuklären, heute wird über den Abschlussbericht des zweiten Ausschusses im EU-Parlament abgestimmt.

Ernst-

Der nächste fundamentale Irrtum von Ihnen:
Wettbewerb über Steuern ist innovationshemmend. Gleiches gilt übrigens für den Wettbewerb über Arbeitskosten, sofern er sich auf die individuelle Entlohnung bezieht.
Ich mag Ihrem Ansatz nicht folgen, der die Organisation des menschlichen Miteinanders hinter den Grad eines Ameisenstaates zurückwerfen will.

Wie die Großen

Tja...mir soll noch mal einer versuchen ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn ich meine Steuererklärung kreativ korrigiere!!!

Korupption

Solange es in sogenannten Demokratien wie der BRD die Lobbyisten das sagen haben und unsere Politiker fleissig die Händchen aufhalten wird sich nie etwas ändern!
Siehe auch der sogenannte Abgass Skandal, war in der Politik längst bekannt, daher auch die Verbrauchsangaben nach EU Norm, lange auch vom Verkehrsministerium als reine Laborwerte bekannt!
So, nun will ich mich nicht weiter aufregen,
hat eh´ keinen Sinn...

Da wird Unternehmen etwas

Da wird Unternehmen etwas vorgeworfen, daß übereinstimmend als legal betrachtet wird.
Da haben es unsere Politiker schön geschafft den volkszorn von sich weg zu lenken. ...

@10:40 von .Krischan

"Stellen Sie sich vor, die Mehrheit denkt so wie Sie - sie schafft die Steuern ab.
Und dann?
Schulen werden dicht gemacht, es gäbe keine Polizei, Obdachlose erhielten keine medizinische Versorgung, es gäbe keine Ausweise (denn zwingen darf ich ja keinen):"

Die Lehrer, Polizisten usw. wären ja noch da. Die Menschen haben doch ein natürliches Bedürfnis nach Sicherheit, Bildung und Sozialem. Also würden die Polizisten, Lehrer, Sozialdienste usw. Genossenschaften, Unternehmen oder Vereine gründen und ihre Dienste den Menschen anbieten. Die Angebote wären besser und preiswerter, da niemand für ein Unternehmen, welches schlechten Schutz oder schlechte Bildung bereitstellt, etwas zahlen würde, man würde bessere Anbieter wählen. Das kann man heute aber nicht, da der Staat ein Monopol auf diese Dienste beansprucht.

Wo ist das Problem?

@10:36 von Ernst-

>"Im Gegenteil Kapitalismus und Liberalismus hat dafür gesorgt, dass die Menschen dem Elend entkamen, denn: Die Armutsverhältnisse, für die der Kapitalismus verantwortlich gemacht wird, waren nicht im mindesten Neu, sondern uralte Tatsachen."<
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Deswegen haben z.B. die Kapitalisten im Mutterland des Kapitals (USA), ja auch im 20.Jahrhundert die Regierung dazu gebracht auf Arbeiter, die für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße gingen, schießen zu lassen.
Eine Verbesserung der Lebensbedingungen hat nur deshalb stattgefunden weil die Menschen dafür gekämpft haben, mehr Geld haben die Fabrikbesitzer nicht freiwillig gezahlt!

@gierde:den megareichen gehts nicht um "geld"...

die haben soviel davon, dass sie gar nicht wissen wohin damit.

es geht um den erhalt von macht.

das "im griff behalten wollen" der zukunft.

dafür dient die kontrolle über die machtmittel: eines davon ist geld.
andere sind bildung(ausreichende blödheit),führbarkeit durch emotionalisieren(wer angst hat denkt nicht-etwa angst vor terror)abstiegsängste aus der jeweiligen klasse(am radikalsten ist immer der mittelstand der angst hat abzusteigen) etc.

man könnte grad wahnsinnig werden.
zu viele menschen erhoffen sich verschonung oder gar rettung gerade von denen,die sie doch bedrohen.

scholl-latour hatte recht: die "mediale verblödung" ist schon sehr weit fortgeschritten.

ich frag mich seit einiger zeit,für was&wen ich mich eigentlich engagiere.
dann denk ich an meine kinder und sag mir,dass es sich vielleicht doch lohnt.

hau ich ab wenns kracht nach garachico,oder fütter ich meine kinder dann auf dem selbtversorger hof in hessen durch?

ich hab diese junkers&goldmans&gates so satt.

@10:41 von Klärungsbedarf

Wie gesagt: Dumping überlebt kein Unternehmen in einer freien Marktwirtschaft lange, sobald ein Unternehmen über Dumping ein Monopol errichtet und dann zu hohe Preise oder schlechte Leistung bietet, kommen sofort wieder Wettbewerber auf den Markt, die preiswerter und bessere Leistungen bieten.

Standard Oil ist ein Paradebeispiel für ein Monopol, das auf einem freien Markt zustande kam. Zu den Spitzenzeiten erreichte das Unternehmen trotz seiner marktbeherrschenden Stellung nie mehr als 90% Marktanteil bei Erdölprodukten. 1869 – also vor Standard Oil – lag der Preis für raffiniertes Erdöl bei 30 Cent pro Gallone. Bis 1897 war der Preis dank Standard Oil auf 5,9 Cent pro Gallone gefallen. So what?

Es geht bei diesem Problem um

Es geht bei diesem Problem um 150 Milliarden €für die BRD und um 1 Billionen € für die EU-Länder. Wenn in der BRD erkannt wird, wo man bei Arbeitslosen oder Harz4-Empfängern auch nur 1 € eingesparen kann, werden Gesetze innerhalb von Wochen geändert ( Florida- Rolf oder so ähnlich ). Die BRD-Regierung sollte hier ebenfalls innerhalb von wenigen Wochen Gesetze entsprechend ändern unabhängig davon, was andere EU-Staaten tun. Wir müssen einen Zustand erreichen, in dem es für Unternehmen einen Wettbewerb gibt, welches am meisten Steuern bezahlt zum Wohle der Allgemeinheit. Und dafür muß der Staat der Wirtschaft natürlich regulierend helfen, wenn sie das nicht allein schafft.

@10:17 von Izmi

"Wenn die Gewinnmaximierung überall im Vordergrund steht, fällt mehr als die Hälfte der Bevölkerung 'hinten runter'."

Die Absicht Gewinne zu maximieren, führt dazu, dass man besser und preiswerter sein muss als der Wettbewerb. Darüber hinaus gilt auch noch: Je mehr Profit ein Unternehmer generiert, desto mehr hat er den Wohlstand aller erhöht, denn: „Der Gewinn des Kapitalisten zeigt an, dass er gesellschaftlich weniger hoch bewertete Güter erfolgreich in gesellschaftlich höher bewertete und beurteilte Güter umgewandelt hat und somit die gesellschaftliche Wohlfahrt erhöht und verbessert hat... Je höher der Gewinn eines Kapitalisten, desto größer sein Beitrag zur gesellschaftlichen Wohlfahrt.“ (Hans-Herrmann Hoppe)

10:33 von Boris.1945

"...Sollten wir uns wirklich eine Systemveränderung wünschen, nur weil es keine Verteilungsprobleme mehr gibt, wenn das Verteilungspotential nicht mehr erwirtschaftet wird?"

Abgesehen von der Systemveränderung - Ihnen ist schon klar, dass Monat für Monat allein die deutsche (!) Export-Wirtschaft über 20 Milliarden Euro an Exportüberschuss erzielt mit entsprechenden Gewinnen? Wie kommen Sie darauf, dass unter diesen Umständen das "Verteilungspotential" ausgereizt ist?

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