Steinmeier setzt auf Dialog mit Russland

18. Juni 2016 - 07:05 Uhr

Außenminister Steinmeier hat sich gegen militärische Drohgebärden der NATO gegenüber Russland ausgesprochen. Die Geschichte lehre, dass es auch immer die Bereitschaft zum Dialog und zur Kooperation geben müsse, sagte der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag".

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Kommentare

Wir sind doch dabei

Na wenigstens scheint Steinmeier noch bei Sinnen zu sein. Er kritisiert zu recht, macht aber dennoch mit: Die Bundeswehr steht an Russlands Grenze.
Egon Bahr dreht sich im Grabe um. Genscher auch.

Die Ausbreitungssucht der EU,

Die Ausbreitungssucht der EU, die sich in der Ukraine ja besonders engagierte und das ja bis heute tut, hatte Putin anfangs ja scheinbar ignoriert. Nur ein politischer Schwachkopf hatte annehmen können, dass er das Vorgehen unkommentiert schlucken würde. Hat er ja dann auch nicht, wie man weiß.
Er wird es auch nicht hinnehmen, wenn man ihm jetzt einige tausend Soldaten vor die Nase setzt. Die Entscheidung der NATO ist wieder einmal dumm und kurzsichtig, und Herr Steinmeier hätte seine Bedenken viel früher und lauter äußern müssen. Ob es bei dem lauten Wehklagen von Polen allerdings genutzt hätte ist fraglich.

Dialog mit Russland - Erfreulich Herr Steinmeier

Nach dem Säbelgerassel endlich mal wieder vernünftige Töne aus Berlin. Aber diese Töne hört man nicht aus der gesamte Koalition. Es wäre erfreulich wenn mal wieder Zeichen gesetzt werden würden für die Wirtschaft. Im übrigen wäre es gut wenn die Ost-EU versuchen würde sich der allgemeine EU-Linie anzupassen, wir wollen doch mit einer Stimme sprechen, oder.....

Eigentlich dummes Gerede

Denn wenn Herr Steinmeier wirklich meint, was er sagt, warum stimmt Deutschland nicht das eine oder andere mal GEGEN eine "Drohgebärde". Genau wissend, daß beim Gewicht Deutschlands diesem Schritt einige europäische Partner folgen würden.
Aber so folgt ihm doch nicht einmal sein eigener Koalitionspartner, von Kauder, Röttgen über vdL bis Merkel.

Autsch.

Ein Artikel über das Weißbuch der Bundeswehr und das hier... jeder darf sich dazu seine Meinung bilden...

Aus meiner Sicht ist der Gegensatz

zwischen dem Weißbuch der Bundeswehr und den Äußerungen von Herrn Steinmeier schreiend.

Das scheint außenpolitisch die Nummer "Guter Cop... böser Cop" zu sein, oder habe ich da etwas übersehen?

Er nun wieder

Jaja... er ist für Dialoge, gegen die Drohgebärde der Nato und vor kurzem sprach er auch von "schrittweise Sanktionen zurücknehmen".....

Seine Kanzlerin hat schon erklärt: keine Änderungen bei den Sanktionen.
Die Nato marschiert und die Deutschen sind dabei.
Und es ist definitiv kein Dialog, wenn man sich hinstellt und von jemandem fordert, Bedingungen stellt und jemandem sagt, was er denn bitte schön zu tun hat.

Steinmeier ist der "wir tun als ob Beauftragte"der Bundesregierung.
Sagt das eine und trägt das andere mit.

Glaubwürdigkeit: 0
denn nicht an den Worten, sondern an ihren Taten sollst du sie messen.

Sehr alleine

Herr Steinmeier ist sehr alleine im Kabinett. Seine Einschätzung ist richtig, doch: Alle anderen rasseln mit. Die NATO demonstriert statt Stärke Dummheit, denn die Zweitschlagsfähigkeit ist nach wie vor gegeben, Mitteleuropa, besonders Polen und die BRD sind erkanntermaßen das wesentliche Schlachtfeld. Da bleibt kein Baum stehen.

Auf dem Forum der Weltwirtschaft in St. Petersburg

sprach Herr Putin mit Herrn Juncker, Herrn Rienzi, Herrn Sarkosi (der ja wieder antreten will im nächsten Jahr und gute Chancen hat)
und gleichzeitig wurden die Sanktionen auf Druck der USA um ein weiteres Jahr verlängert. Insider aus Brüssel haben klar und deutlich verlauten lassen, wie hoch der Druck "unserer Verbündeten" von jenseits des großen Teiches gewesen ist. Mal sehen ob der Drops schon gelutscht oder ob Frau Merkel beim Schleimen diesmal zu weit gegangen ist und Deutschland dafür den Preis zahlen wird.
In diesem Kontext sehe ich die Äußerungen von Herrn Steinmeier. Es ist eher ein außenpolitisches Signal zum Abwiegeln an Herrn Rienzi, Herrn Juncker und andere, die sich immer offener gegen die Russland-Sanktionen auflehnen, so das man damit rechnen muss, das die Sanktionsfront erodiert, bis jemand Frau Merkel und ihre Helfershelfer außenpolitisch von hinten überfahren wird.

Endlich...

...findet der Mann zu seiner Haltung zurück...

Tröstende Worte

für`s Volk das nicht will was sie tun. Trotzdem danke, war nett gemeint.

re tisiphone: Glaubwürdigkeit

"Glaubwürdigkeit: 0
denn nicht an den Worten, sondern an ihren Taten sollst du sie messen."

Ich stimme dem 2. Teil Ihrer Aussage absolut zu und halte Steinmeier für einen absolut glaubwürdigen Politiker, der durchaus uneigennützig permanent versucht, Lösungen auf dem Verhandlungsweg zu schaffen und sich dabei auch von Rückschlägen nicht entmutigen lässt.

Es ist aber nun einmal ein Fakt und keine Behauptung, dass die "Ost-EU"-Staaten "Angst" vor einer aus ihrer Sicht zunehmenden Aggressivität Russlands haben. Deshalb zum einen die demonstrativen Solidaritätsbekundungen der NATO ("Säbelrasseln") und DESHALB eben auch der Versuch, Vertrauen durch Verhandlungen und kommunikativen Austausch zu schaffen.

Wer das eine ohne das andere sieht, wird hier wie dort keine Lösung schaffen. Genau dies hat Steinmeier wie hier wiederholt betont, mit einer Glaubwürdigkeit von 100 %.

Was ich und sicherlich auch Steinmeier vermisse, sind Partner im Geiste dieser Politik auf beiden Seiten.

Steinmeier

Ich hoffe, daß es ihm gelingt sich innen- und außenpolitisch Gehör zu verschaffen.

Kreide fressen und Feuer speien?

Für Steinmeiers Worte finde ich nur eine passende Beschreibung: Ablenkung von den tatsächlichen Gegebenheiten. Deutsche Soldaten vor Russland. Ich hätte nie gedacht, das noch erleben zu müssen.

Claudia Bauer meint ....

seitdem deutsche Soldaten wieder an der Grenze zu Rußland stehen, glaube ich der deutschen Politik und ihren Protagonisten kein Wort mehr. Herr Steinmeier macht da keine Ausnahme.

"mächtiger Nachbar" ?

"Die östlichen Mitgliedstaaten der NATO fühlen sich seit der russischen Annexion der Krim vor gut zwei Jahren von ihrem mächtigen Nachbarn bedroht."

Wenn es um die Rechtfertigung von Aufrüstung geht, dann setzt man gerne auf das Bild von zB einem kleinen baltischen Staat, der sich gegen den übermächtigen russischen Nachbarn erwehren muss.
Wer würde da nicht "helfen" wollen?

Aber der Kleine ist genau deswegen Mitglied der Nato, und die Nato gibt 10x mehr Geld für Sicherheit bzw. Rüstung aus als Russland und will die Ausgaben noch steigern.

Wer also müsste sich dann eigentlich bedroht fühlen?

Steinmeier sagt das Richtige, aber warum macht D dann bei der Truppenrochade mit?

Wir wollen Russland doch nicht Heiraten !

Naja , Russland hat bereits mehrere zehntausend Soldaten an seine Westgrenze verlegt, Russische U-Boote haben ihre Aktivitäten im Atlantik um 50% verstärkt , die Kommunikationswege zwischen Amerika und Europa werden lückenlos überwacht, Russische Langstreckenbomber werden Über der Ost u Nordsee - näher an Dänemark,Schweden ,England und Frankreich als an Russland gesehen , Die Kampfflugzeuge vor Portugal haben eigentlich welchen Auftrag? Die Luftraumverletzungen über dem Baltikum können nur als Provokation aufgefasst werden .
Warum bitte sollte dann die Nato auf ihrem Gebiet keine Übung abhalten ?
Wir wollen Russland doch nicht Heiraten !

Druckmittel der Sanktionierung ist noch lange nicht ausgeschöpft

Aber ich denke auch dass Militärische Aktionen noch nicht nötig sind, das Druckmittel der Sanktionierung ist noch lange nicht ausgeschöpft und genau hier sollte man den langen Hebel ansetzen!
Dann aber nicht so halbherzig wie bisher, dann gehört ein Aktionsplan dazu,der von allen Bürgern Russlands wahrgenommen wird !

um 08:48 von Troll-Grill

Die Entscheidung für die europäischen Sanktionen war einstimmig. An Druck aus den USA glaube ich dabei nicht, auch wenn russische Staatsmedien sich das wünschen.

08:25 von Troll-Grill

"...Aus meiner Sicht ist der Gegensatz
zwischen dem Weißbuch der Bundeswehr und den Äußerungen von Herrn Steinmeier schreiend.
Das scheint außenpolitisch die Nummer 'Guter Cop... böser Cop' zu sein, oder habe ich da etwas übersehen?"

Das könnte sein. Fügt man die Aussagen Steinmeiers in die seines Parteichefs Gabriel ein, der inzwischen laut über eine stärkere politische Abgrenzung zur CDU, insbesondere Frau Merkel, sinniert, so könnte die neue Meinung des Außenministers in diese Richtung passen. Ich persönlich hoffe jedenfalls, dass die nahenden Wahlen einen Umschwung in der SPD einleiten und sie sich an alte Werte wie soziale Gerechtigkeit, aber auch Frieden erinnert. Allerdings macht eine Schwalbe noch keinen Frühling.

@harry_up - NATO für NATO (und nicht für Frieden)

08:07 von harry_up:
"Die Entscheidung der NATO ist wieder einmal dumm und kurzsichtig [...]"

Das ist falsch, denn die NATO ist ein militärisches Bündnis, dass seine Existenzberechtigung aus der Abwehr militärischer Bedrohungen zieht.
Da seit dem Zerfall der Sowjetunion keine realen Bedrohungen mehr existieren, muss man sich neue schaffen: Es werden Bedrohungsszenarien herbeifantasiert, um auf der Basis einer "gefühlten Bedrohung" die eigene Notwendigkeit zu begründen.

Die NATO ist längst ein Selbstläufer geworden - nicht für Frieden, sondern für den Erhalt der eigenen Macht.

Spät aber er kommt ganz langsam

der Verstand.
Aber erst schüttet man seinem Nachbar einen Kübel Mist vor die Haustür, dann sprüht man an die Hauswand "hier wohnt ein teuflischer Nachbar" und dann klopft man ans Fenster und fragt "wollen wir nicht mal miteinander reden". Ich hätte nie gedacht, dass ich so sehr Herrn Kohl und Herrn Schröder zurücksehne (Herr Schmitt lebt ja leider nicht mehr). Was die EU auf Anweisung zur zeit abzieht ist nicht mehr nachvollziehbar (um nicht andere Worte zu gebrauchen)

Von tomtomboy wir wollen Russland ja nicht heiraten

Das ist wohl die einzige Möglichkeit sich von den USA zu lösen. Wenn man sich die USA anguckt sieht mir das sehr faschistoid aus warum: (abu graib, guantanamo, angriffskriege), einen Nürnberger Prozess würde die USA nach damaligen Richtlinien nicht überleben. Ich finde es sehr wichtig und richtig das steinmeier mit Russland redet. Die EU sollte mehr mit Russland reden. Für Russland und die EU würde das Fortschritt bedeuten. Die Russen wollten ja sich immer dran beteiligen. Auch an gemeinsamen Rüstungsprojekten. Also Herr steinmeier holen Sie die Russen mit ins Boot! Setzen Sie auf Gemeinschaft, nicht auf Abgrenzung. Differenzen kann man immer noch diskutieren. Ich möchte das die Bundesregierung oder zukünftige Bundesregierung auf deeskalation setzt und die Souveränität in Deutschland voran treibt. Eine kleine Erkenntnis: wer souverän ist kann auch was verändern oder bewegen.

ohne Einfluss

Leider werden diplomatisches Entgegenkommen und Zugeständnisse von Russland als Schwäche ausgelegt. Dort bricht man ohne Hemmungen Völker- und Menschenrecht - mit purer Gewalt, Willkürjustiz und Unterdrückung jedweder Form von Opposition. Mit denen kann nicht geredet werden. Dort muss erst ein Regierungswechsel stattfinden. Mit einer demokratisch gesinnten Regierung wird man dann auch wieder im Rahmen von fair Play verhandeln können.

09:17 von tomtomtoy

"...Aber ich denke auch dass Militärische Aktionen noch nicht nötig sind, das Druckmittel der Sanktionierung ist noch lange nicht ausgeschöpft und genau hier sollte man den langen Hebel ansetzen!
Dann aber nicht so halbherzig wie bisher, dann gehört ein Aktionsplan dazu,der von allen Bürgern Russlands wahrgenommen wird !"

Damit auch jeder Russe von den Sanktionen betroffen, besser noch: getroffen sein wird?
Und was soll damit erreicht werden, dass die Russen Putin nicht mehr wählen? Die Wahl der Russen war eine immerhin demokratische und eigenständige, Putin ist der Hoffnungsträger für eine Mehrheit der Russen. Je mehr also von außen versucht wird, diese Hoffnung zu stören, um so mehr werden sich die Russen national verhalten. Und wer dann u.U. nach Putin kommen könnte, möchte ich mir nicht vorstellen. Da stehen schon wahre Ultranationalisten bereit. Soll das erreicht werden? Das "noch nicht" am Anfang des Beitrages spricht Bände.

Russland rüstet schon länger auf

Nutzte die Abrüstung des Westens ? Die Bundeswehr wurde bis heute von 500.000 Mann auf 177.000 Mann geschrumpft. Die Bundeswehr hatte einst 3.000 Kampfpanzer- aktuell noch 225. Russland hat aktuell 4.500 Kampfpanzer plus ca. 10.000 in Reserve. Russland hat schon seit ca. 2004 sein Militärbudget stetig erhöht, Deutschland und die Mehrzahl der europäischen Staaten reduziert. Es gab einst 250.000 amerikanische Soldaten in Europa, aktuell nur noch unter 20.000. Diese Schwächung der europäischen Verteidigung hat m.E. Putin zu seinen Kriegen in Georgien und der Ukraine eher ermuntert als abgehalten

10:30 von Petrocelli

"Leider werden diplomatisches Entgegenkommen und Zugeständnisse von Russland als Schwäche ausgelegt. Dort bricht man ohne Hemmungen Völker- und Menschenrecht - mit purer Gewalt, Willkürjustiz und Unterdrückung jedweder Form von Opposition. ..."

In der Duma gibt es immerhin vier Parteien, von links außen bis rechts außen. In den USA nur zwei, und die nicht einmal links oder rechts.
Den zweiten Satz oben kann man durchaus auch auf die andere Großmacht anwenden. Propaganda hilft keinem eine Sache zu verstehen...

Glückwunsch, Herr Steinmeier!

So viel Grips traue ich Sozen gar nicht zu!
Aber passen Sie schön auf, dass Ihnen Ihre Rasselbande nicht in den Rücken fällt - wie einst Schmidt und Schröder..

@Leider werden ... 10:40 von Izmi zu @@Petrocelli

"... als Schwäche ausgelegt"
Sie kenne sicher meine kritische Distanz auch zu der
von Ihnen so bezeichneten 'anderen Grossmacht'

Aber sie wollen doch wohl nicht die vier Parteien
in der Duma mit dem amerikanischen Parlament vergleichen?
Jedenfalls noch nicht, soviel Aufrichtigkeit muss sein.

Im übrigen gibt es immer Propaganda, und Sie kann durchaus
beim verstehen helfen, nämlich dann, wenn man noch
in der Lage ist, die Propaganda vom wahren Kern zu trennen.

Vorausgesetzt natürlich, dass es den im Einzelfall noch gibt..

10:37 von Jan Reiter

"Nutzte die Abrüstung des Westens ? Die Bundeswehr wurde(...)auf 177.000 Mann geschrumpft. Die Bundeswehr hatte einst 3.000 Kampfpanzer(...). Russland hat schon seit ca. 2004 sein Militärbudget stetig erhöht, Deutschland und die Mehrzahl der europäischen Staaten reduziert. Es gab einst 250.000 amerikanische Soldaten in Europa, aktuell nur noch unter 20.000. Diese Schwächung (...)hat m.E. Putin zu seinen Kriegen in Georgien und der Ukraine eher ermuntert als abgehalten"

Niemand, nicht einmal die US-Amerikaner, denkt an einen Krieg zwischen der NATO und Russland. Weil einen solchen - mit Sicherheit atomar geführter - Krieg keiner gewinnen kann. Deshalb sind Soldaten und Panzer aus NATO-Sicht völlig irrelevant in diesem neuen kalten Krieg. Es geht um die innere Destabilisierung Russlands. Ohne militärische Eingriffe der NATO. Und das von den angrenzenden Nicht-NATO-Staaten Russlands aus, die sich aber sehr wohl der NATO anschließen möchten. Das ist alles.

11:01 von artist22

"...Aber sie wollen doch wohl nicht die vier Parteien in der Duma mit dem amerikanischen Parlament vergleichen?
Jedenfalls noch nicht, soviel Aufrichtigkeit muss sein. ..."

Warum nicht? Und warum "noch nicht"...?

10:37 von Jan Reiter

" Es gab einst 250.000 amerikanische Soldaten in Europa, aktuell nur noch unter 20.000. "

Nur in Deutschland gibt es ca. 58.000 Soldaten von ausländischen Streitkräften (Stand 2014):
42.450 aus USA
13.400 aus Großbritanien
1.620 aus Frankreich
470 aus Niederlande
100 aus Belgien
140 aus Kanada
Russen sind übrigens keine mehr hier!

Ziemlich offensichtlicher

Ziemlich offensichtlicher politischer Schachzug, um einen Kontrast zu vdLs Weissbuch zu bieten.
Wie viel wirkliche Überzeugung hinter so einem Statement steht darf man wohl hinterfragen. Die SPD ist ja nicht erst seit Gestern in der Regierungsverantwortung.

07:39 von Stefanqwer

Zitat:
"Die Bundeswehr steht an Russlands Grenze."

Die Bundeswehr steht auf dem Territorium eines souveränen NATO-Partners, der nach jahrzehntelanger sowjetischer Besatzung seine Unabhängigkeit erlangt hat. Ich habe den Eindruck, dass Sie den Regierungen des Baltikums das Recht absprechen, sich ihre Bündnispartner selbständig und frei auszusuchen, richtig?

@ Jan Reiter

"Diese Schwächung der europäischen Verteidigung hat m.E. Putin zu seinen Kriegen in Georgien und der Ukraine eher ermuntert als abgehalten"

Der Georgien-Krieg wurde von Georgien ausgelöst und in der Ukraine herrscht kein Krieg zwischen Russland und der Ukraine sondern zwischen der Ukraine und der Ukraine, also ein Bürgerkrieg.

Zu der lustigen Äußerung eines NATO-General bezüglich der Möglichkeit das Russland das Baltikum besetzen könnte, äußerte sich ein russischer General und meinte, wozu das gut sein soll, das letzte Mal hat man dort Fabriken gebaut die nun abgerissen werden.

Der Aggressor ist die NATO, das sieht man klar an der Grenzausdehnung, da sind die Krim und die kleinen Republiken im Kaukasus ein Witz gegen.

10:30,@Petrocelli

Leider werden diplomatisches Entgegenkommen und Zugeständnisse von Russland als Schwäche ausgelegt. Dort bricht man ohne Hemmungen Völker- und Menschenrecht - mit purer Gewalt, Willkürjustiz und Unterdrückung jedweder Form von Opposition. Mit denen kann nicht geredet werden. Dort muss erst ein Regierungswechsel stattfinden. Mit einer demokratisch gesinnten Regierung wird man dann auch wieder im Rahmen von fair Play verhandeln können.
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Am besten so ein Regime-Change, wie in der Ukraine, meinen sie das.

Aber liebe Gott bewahre uns davor!
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Durch die besonnene Zurückhaltung Rußlands ist bisher noch nicht "Schlimmes" passiert, obwohl die NATO pausenlos weiter provoziert!

Durch sein bisheriges Verhalten, kann man die plötzliche "Aufrichtigkeit" von Herrn Steinmeier nicht mehr glauben.

Es ist nur "Augenwischerei"!

09:08 von Thomas Wohlzufrieden

Zitat:
"Deutsche Soldaten vor Russland. Ich hätte nie gedacht, das noch erleben zu müssen."

Dass die baltischen Länder selbstverständlich damit leben müssen, dass ihre jahrzehntelangen Unterdrücker unmittelbar an ihrer Grenze Soldaten stationiert haben, scheint für Sie aber okay zu sein. Wenn diese sich dann NATO-Truppen als Schutz wünschen, ist es Ihrer Meinung nach verwerflich. Seltsame Argumentation.

ich schließe mich den Kommentatoren an

die erkennen, wie unsinnig diese Aussage von Steinmeier ist. Wie kann man in so kurzer Zeit dafür stimmen, dass deutsche Truppen in den Osten verlegt werden, die Sanktionen nicht um halbes Jahr sondern gleich um ganzes Jahr verlängert werden und dann erzählen, dass man nach einem Dialog sucht?

Es ist wirklich traurig, dass es für so viele Bürger ausreicht, was die Regierung sagt, obwohl diese durch ihr Handeln das Gegenteilige erreicht.

Nun ja, Krieg will wohl dennoch niemand haben, denn soviel Kenntnisse über die Folgen traue ich unserer Regierung zu. Nur wird es in nächster Zeit unter diesen Zeichen ganz sicher keine Annährung geben und spätestens wenn in Polen und Co. die nächsten Raketenabwehrschilder stehen, wird die RF noch einige A-Bomben mehr produzieren, um diesen neue Ziele zuzuweisen.

09:16 von tomtomtoy

Zitat:
"Die Luftraumverletzungen über dem Baltikum können nur als Provokation aufgefasst werden .
Warum bitte sollte dann die Nato auf ihrem Gebiet keine Übung abhalten ?"

Sehr gute Frage -seltsamerweise regt sich hier niemand auf wenn Russland Manöver auf dem eigenen Territorium abhält. Ziemlich einseitige Sichtweise .....

@ um 09:23 von Juri Gerasimenko

Die von Ihnen gemeinten Krim-Sanktionen ist eine simple Reaktion, auch um UK zu beruhigen und etc. ...

Meine Meinung dazu:
Durch diese Sanktionen wird die Krim mehr an Russland gebunden, da die Menschen dort wegen der EU-Sanktionen im Nachteil sind, aber RU alles nötige liefert, man nennt es auch Humanität und Beistand ...
Der Präsident der Krim meinte gestern in russ. Forum, er hätte die Verlängerung gar nicht mitgekriegt, so viel zu der Effektivität der Sanktionen ;). Diese sind wohl nur symbolisch ...

Problem:
Die Sanktionen bewirken eine Distanzierung zu EU, sind also kontraproduktiv ..

09:09 von Claudia Bauer

Zitat:
"Claudia Bauer meint ....
seitdem deutsche Soldaten wieder an der Grenze zu Rußland stehen"

Sie stehen dort, weil die souveränen Staaten Polen und Litauen möchten, dass sie dort stehen.

@ um 11:12 von MickM

"Ich habe den Eindruck, dass Sie den Regierungen des Baltikums das Recht absprechen, sich ihre Bündnispartner selbständig und frei auszusuchen, richtig?"

Natürlich hat Polen das Recht ihren Besatzer selbständig auszuwählen und was für ein Wunder, es ist eins, das Geld verschenkt bzw. Truppen umsonst stellt^^.

Polen rückt nach rechts und boykottiert die eigene Demokratie, pass doch ganz gut zu EU oder speziell zu Deutschland? Na ja, für RU wäre es nur ein drittes Bein, was es als Nachbarland mit einer sehr kleinen gemeinsamen Grenze schon ist ... Kleine Grenze, aber große Ängste, also sehr plausibel ist es eben nicht ...

Darf Steinmeier das?

das weicht doch augenscheinlich von der Haltung seiner Chefin ab. Hat er da grünes Licht bekommen oder ist es nur zur Beruhigung der Bevölkerung? Was sagt der Herr Friedensnobelpreisträger aus Washington dazu?
Was die NATO-Soldateska? Da ist doch nicht Reden auf der Agenda, sondern Säbelrasseln und tägliches Provozieren

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!

Der Herr Steinmeier ist so beliebt, weil er entgegen der normalen Gepflogenheiten die Wurst von beiden Seiten her anschneidet. Egal, wie eine Sache ausgeht, er dreht schnell das richtige Ende hin und ist ein Winner!

@ um 09:11 von AlterSimpel

Sehr Interessante Frage! Hier ist meine
erste Vermutung:
Wenn Polen und co. kein eigenes Geld für weitreichendes Militär ausgeben wollen, dann kann eben die Opferrolle gespielt werden, um einen hilfsbereites Land zur Kasse zu beten... (hatten wir in der Geschichte oft genug)
Bei NATO soll doch USA die meisten Ausgaben haben ...

zweite Vermutung:
Wenn NATO (also USA und co.) ein Kriegsspielchen an der RU-Grenze spielen wollen, dann finden sich schnell weitere kriegsbegeisterte Kinder zum spielen, dann heißt es wir halten zusammen ;).

Es könnte beides richtig sein und würde sich bestens ergänzen ...

11:09 von Don Quixote

"Russen sind übrigens keine mehr hier!"

Stimmt, im Gegensatz zu der USA hat Rußland die Besatzung Deutschlands aufgeben. Mir scheint so, als werde das als Schwäche ausgelegt.

@ um 09:17 von tomtomtoy

Es spricht einiges dagegen, EU und speziell Deutschland hat durch die Sanktionen diverse Verluste erleidet und kann seine Waren nicht mehr auf dem großen russ. Absatzmarkt verkaufen kann ... Wichtiger sind die Gegensanktionen, die sind noch spürbarer für uns ...
Ihr Vorschlag RU, also 140 Millionen Menschen, gegen die ganze EU einzustimmen ist einfach nur ...
Ich bin gegen Feindschaften mit potentiellen Handelspartnern ...

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