Kommentare

Schön

Ich finde es gut zu wissen, dass auch nachhaltig die deutsche Wirtschaft gut zu laufen scheint. So kann man doch weiter machen.

trau-schau-wem

Mmmhh, die Frage ist berechtigt, ob man dieser Statistik trauen kann.
Ist es wieder Augenwischerei, um den Bürger ruhig zu stellen?
Was ist mit Jugendlichen, die sich in Maßnahmen befinden, mit Jugendlichen aus Sozialhilfefamilien, etc...?
Ich denke, es ist wieder einmal eine Statistik, aus der alle nicht wünschenswerten Kriterien ausgeklammert wurden.
Wie schon oft geschehen, wird wahrscheinlich auch hier nur jeder Arbeitssuchende erfasst.
Mit Sicherheit wird in den nächsten Tagen eine andere Statistik auftauchen, die ungeschönte Zahlen aufweist und die tatsächliche Lage darstellt.
Nun gut, mit Sicherheit nicht in den Leitmedien.

wow 22 %

ist deutlich zu viel. Mit der arbeistlosigkeit kommt Langeweile und dann Frust! Das ist gefährlich und sollte nicht sein, gut dass in D nur 8 % ohne Arbeit sind. Die Frage wäre aber auch noch - wie werden die jugendliche bezahlt ? So dass Sie ein eigenständiges Leben aufbauen können - wäre absolut wichtig und die Wirtschaft ist hier in Verantwortung - nicht nur den Profit erhöhen sondern auch hier was für D tun!

Wenn ich so die

Wenn ich so die "Reproduktionsrate" der deutschen Bevölkerung anschaue , kann ich nur feststellen, daß wir höchstwahrscheinlich auch die wenigsten Jugendlichen haben. Aus diesem ständig kleiner werdenden "Pool" fischen sich die ausbildenden Firmen heraus, was sie für ausbildungsfähig halten. Noch klappt das ja ganz gut. Wäre ich Inhaber einer Firma, würde ich vermehrt auf Roboter o.ä. setzen, denn die arbeiten 24 Stunden bei 7 Tage Woche und lassen sich nicht für Streiks mißbrauchen.

Zahlenschmückerei

Die Tagesschau sagt es doch klar und deutlich: "Die Zahl der Jugendlichen ohne Arbeitsstelle in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken."

Leben in einem Land 1000 Jugendliche und sind 77 auf der Suche nach Arbeit, so sind dies 7,7%

Sinkt jetzt durch den demographischen Eandel die Anzahl der Jugendlichen auf 100 und sind davon 50 auf der Suche nach Arbeit, so ist die Zahl der Jugendlichen ohne Arbeitsstelle von 77 auf 50 deutlich gesunken.

Zwar ist dabei der Anteil auf 50% gestiegen, aber das muß man ja nicht sagen. man kann die Wahrheit bekanntlich scheel darstellen.

Schade, dass sich die Redakteure an solchen Tatsachenverdrehereien beteiligen und nicht die wichtigen und richtigen Zahlen gründlich recherchieren.

Merke: Lorbeeren gibt es nur für berichtete volle Wahrheiten und nicht für vereinzelte, abgekapselte Tatsachen oder bedruckte Quadratmeter!

Deutschland hat die wenigsten

Deutschland hat die wenigsten arbeitslosen Jugendlichen? Das wird bald anders werden, wenn man die Jugendlichen der Flüchtlinge mitzählen muss, oder wird dann wieder eine andere Art der Zählweise verwendet. Es gibt also noch viele Statistiken zu machen, in unserem Land. Man weis ja, Statistiken sind wie Bikinis, die zeigen auch viel, verdecken aber immer das Wichtigste.

Traue keiner Statistik, deren Datengrundlage du nicht selbst...

... ausgewertet hast.

Fakt ist, dass wir in Deutschland extrem viele (staatliche) Angebote außerhalb des Arbeitsmarktes haben, um Jugendliche zu beschäftigen. Weiterführende Schulen, Berufsbildende Schulen / Berufskollegs, Wirtschaftsschulen und all diesen Kram.

Das führt dazu, dass die meisten - nicht völlig problematischen - Jugendlichen in irgend einem staatlichen Weiterbildungsangebot landen und damit aus der Statistik fallen.

Ob das gut oder schlecht ist - naja, prinzipiell ist es gut, dass wir viele solcher Angebote haben. Aber wir sollten nicht überheblich gegenüber ärmeren Ländern wie Spanien und Griechenland sein, die es sich schlicht nicht leisten können, so einen starken tertiären Bildungssektor zu unterhalten und folglich höhere Zahlen bei der Jugendarbeitslosigkeit haben. Und wir sollten nicht dem Trugschluss erliegen, dass diese Zahlen irgendwas über die Wirtschaft aussagen, außer, dass die arbeitslosen Jugendlichen bei uns mehr Weiterbildung erfahren.

@11:13 von robbenkiel

Glauben Sie wirklich, dass jemand der die Bevölkerung einlullen will verkünden würde, dass in Spanien über 50% der Jugendlichen arbeitslos sind?

Diese Zahlen finde ich erschreckend. Das es um Deutschland derzeit ganz gut bestellt ist, ist ja eigentlich kein Geheimins. Aber auch 7-8% sind nicht unbedingt Quoten mit denen man zufrieden sein sollte.

Die Definition von Arbeitslosigkeit nach ILO-Standard ist übrigens im Artikel genannt worden. Es gibt also denke ich keinen Grund von Augenwischerei zu sprechen.

Mal ganz ruhig

Ich meckere ja auch gerne rum. Und ich glaube auch nicht jeder offiziellen Verlautbarung. Aber man kann es auch übertreiben.
Ob die genauen Zahlen so stimmen, lassen wir mal dahingestellt. Da kann man jede Statistik ein wenig frisieren.
Aber die prinzipielle Aussage, dass die Lage der Jugendlichen im Allgemeinen in Deutschland um Längen besser ist, als in so manchem anderen Land ist wohl kaum zu bezweifeln.
Die Wirtschaft läuft besser als anderswo, immer mehr Ältere gehen in Rente und inzwischen verlassen die Jahrgänge die Schulen, die nur noch halb so viele sind, wie z.B. mein Jahrgang (60er-Jahre).
Das sind alles Faktoren, für die sich nicht unbedingt die Politik auf die Schulter klopfen kann, aber der Effekt bleibt.
Je weniger Kinder in D geboren werden, desto geringer wird die Arbeitslosigkeit unter den jungen Leuten sein.
Stellen wir uns mal vor, zwischen 1995 und 2000 währen pro Jahr genauso viele Kinder geboren worden wie 1965. Dann hätten wir ganz anderen Sorgen.

Vergleich

Man darf keine Agentur mehr heutzutage trauen. Es wird alles manipuliert.
Am besten sind weiterhin die eigenen Erfahrungen.
Wenn ich es mit meiner Zeit noch in DM Zeiten vergleiche, war es damals einfacher eine Stelle zu finden selbst für Haupschulabschluß.

Heutzutage wie harmonie es geschrieben hat, muß man sogar wenn man Schuster oder Bäcker werden will ein Abitur haben.

Selbst wenn man sich damit bewirbt, gibt es meistens noch so viele Bewerber, daß die Arbeitgeber sich diese Bewerber aussuchen können und man trotz Abitur für diese Stellen noch eine Absage bekommt.

Was noch glaubwürdig ist, daß die Jugendlichen in Deutschland leichter eine Beschäftigung finden können als die anderen EU Länder. Das ist ja kein Wunder. Wir leben ja auf Kosten anderer EU Länder.

In den letzten Jahren sind ja auch wenig Kinder..

In den letzten Jahren sind ja auch wenig Kinder geboren worden! Dazu kommt das viele Jugendliche in sinnlosen Maßnahmen beim Arbeitsamt festsitzen, da hat man sich einiges einfallen lassen seit der Agenda 2010! Gruss

11:13, robbenkiel

"Mmmhh, die Frage ist berechtigt, ob man dieser Statistik trauen kann.
Ist es wieder Augenwischerei, um den Bürger ruhig zu stellen?"

Man soll Statistiken nicht trauen, sondern man muss sie zu lesen wissen.

Jede seriöse Statistik wird nach einer nachvollziehbaren und nachprüfbaren Methode erstellt, die für jeden einsehbar ist.

Hier soll niemand ruhigstellt werden, es ist keine Verschwörung.

"Wie schon oft geschehen, wird wahrscheinlich auch hier nur jeder Arbeitssuchende erfasst."

Ja, wer denn sonst? Wer keine Arbeit sucht, ist nicht arbeitslos. Oder würden Sie jemanden, der bspw. geerbt hat und davon lebt, als arbeitslos bezeichnen?

Was Sie meinen, ist die Beschäftigtenquote. Die bildet ab, wie viele Menschen abhängig beschäftigt sind.

Aber all das geht aus dem Artikel eigentlich hervor.

Und wie hat das Arbeitsamt

Und wie hat das Arbeitsamt diese Statistik gefälscht? Welche "Fortbildungen" oder sonstigen "Lehrgänge" gibt es da?

Früchte

Die solide Wirtschafts- und Finanzpolitik der Bundesregierung trägt jetzt Früchte in Form dieser positiven Entwicklung. Andere EU-Länder beneiden uns um diesen Erfolg. Nur hierzulande versuchen die Miesepeter und Grieskrämer die gute Stimmung zu trüben.

Statistiken muss man RICHTIG lesen !!

Geehrte Redaktion,
seit Ewigkeiten werden in den deutschen Medien falsch interpretierte Horror-Arbeitslosenzahlen aus Griechenland und Spanien rapportiert.

So wie man Ihren (und andere Berichte in anderen Medien) liest, denkt man, dass über 50% der jungen Menschen dort nichts zu tun haben, also arbeitslos sind. Das ist aber FALSCH !

Denn diese Quote misst nur den Anteil der Arbeitslosen an allen Jugendlichen, die Arbeit suchen oder haben. Schüler und Studenten bleiben also aussn vor - obwohl sie mehr als die Hälfte der unter 25-Jährigen ausmachen in diesen Ländern !!

Somit ist die Quote in Wirklichkeit ungefähr 25%. Immer noch hoch, aber doch ein Unterschied !

Bitte die Anmerkungen bei EUROSTAT lesen hierüber !!

@netille Statistik ist nichts für Anfänger...

"Sinkt jetzt durch den demographischen Eandel die Anzahl der Jugendlichen auf 100 und sind davon 50 auf der Suche nach Arbeit, so ist die Zahl der Jugendlichen ohne Arbeitsstelle von 77 auf 50 deutlich gesunken."

Die Quote ist aber eben NICHT gestiegen. Es gibt zwar in der Tat weniger Jugendliche, aber die Arbeitslosenquote ist gefallen. Also genau das Gegenteil von dem, was Sie geschrieben haben.

Ausserdem: Wenn Sie "Arbeitslose Jugendliche je 100 Jugendliche" ausrechnen in zwei unterschiedlichen Jahren, verändern Sie nicht auf einmal den Nenner (die 100). Der bleibt gleich.

Gründe für den starken Rückgang der Arbeitslosenquote in den letzten Jahren (wir waren ja mal bei über 10%):
- Konjunkturaufschwung
- Weniger Jugendliche treffen auf mehr offene Stellen

Um eine Lehrstelle zu erhalten

muss Mann / Frau nicht unbedingt das Abi haben. Sehr hilfreich ist es schon wenn die deutsche Sprache in Wort und Schrift sowie die 4 Grundrechnung Arten einwandfrei beherrscht werden. Meine Enkelin hat eine Lehrstelle zum 1. Aug. im Zahnmedizinischen Bereich erhalten. Unter den Bewerberinnen war sie die Einzige die 3 Worte aus der Medizin richtig schreiben konnte. Dadurch kam sie in die engere Wahl und hat durch gutes Auftreten den Test bestanden. So wurde es meiner Tochter vom Lehrherren gesagt.

@netille

"Leben in einem Land 1000 Jugendliche und sind 77 auf der Suche nach Arbeit, so sind dies 7,7%

Sinkt jetzt durch den demographischen Eandel die Anzahl der Jugendlichen auf 100 und sind davon 50 auf der Suche nach Arbeit, so ist die Zahl der Jugendlichen ohne Arbeitsstelle von 77 auf 50 deutlich gesunken.

Zwar ist dabei der Anteil auf 50% gestiegen, aber das muß man ja nicht sagen. man kann die Wahrheit bekanntlich scheel darstellen.
"

Wo ist Ihr Problem? Der Artikel nennt sowohl Prozentsatz als auch die absolute Zahl.

@derKingtut ... so so, die Regierung hats gemacht

"Die solide Wirtschafts- und Finanzpolitik der Bundesregierung trägt jetzt Früchte in Form dieser positiven Entwicklung. Andere EU-Länder beneiden uns um diesen Erfolg. Nur hierzulande versuchen die Miesepeter und Grieskrämer die gute Stimmung zu trüben."

Die Regierung hat dafür fast nichts gemacht, sondern eher noch Steine in den Weg gelegt. Rente nach 40 Jahren, Betreuungsgeld, chaotische Energie"wende" (noch eingeleitet durch eine Kanzlerin, die erst den langfristigen Atomausstieg stoppt, um dann nach Fukushima einen total chaotischen Ausstieg zu propagieren, was nicht nur Milliarden verschleudert sondern die Energieinfrastruktur in D gefährdet !), usw.

Der dt. Wirtschaft geht es scheinbar (!) gut, da der kranke Euro Exporte für die Exportfixierte dt. Wirtschaft spottbillig macht. Eine Weichwährung ist süsses Gift. Kurzfristig kann man mehr exportieren, langfristig fällt man fast immer bei der Produktivität zurück und bei den Innovationen. Das sieht man auch in der dt. Wirtschaft.

@fathaland slim 11:54

Zitat:
"Jede seriöse Statistik wird nach einer nachvollziehbaren und nachprüfbaren Methode erstellt, die für jeden einsehbar ist.

Hier soll niemand ruhigstellt werden, es ist keine Verschwörung."

Mag sein, das dies sogar bei dieser Statistik zutrifft, denn es ist keine der BA.
Doch die mtl. 'Statistik' der BA soll "ruhig stellen", bzw. täuschen, zumindest die Zahlen die man in der Headline verkündet.

Was diese BA-Statistik verbirgt, dazu nimmt ja selbst die ts Stellung. Sicher kann jeder der Internet hat auch nachprüfen, was die Statistik verbirgt und man kann sich die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen mühsam selbst errechnen.
Seriös wäre es, diese tatsächlichen Zahlen zu verkünden. Unseriös ist es, ca. 1,5 Millionen Arbeitslose zu verschleiern.

Ich schreibe eigentlich wenig Gutes über unsere Politiker.

Aber was die Ausbildung in Deutschland anbelangt so bin ich sehr zufrieden mit diesen Systemen, allerdings sind diese ja auch GsD nicht von Politikern sondern von den Kammern des Handwerks und der Industrie!
Ich sehe die Zukunft, besonders für das deutsche Handwerk besser als die Gegenwart.
Auch die Berufe die hier als vom Aussterben bedroht dargestellt werden, warum?
In den 90er machte ich meinen HWM und ein Bekannter von mir auch, dieser allerdings als Hufschmied ich dacht mir warum das wer braucht denn so was noch, die Par Pferde….
Nicht einmal 10 Jahre später sah ich das mit ganz anderen Augen, die Reitställe boomten, er war sein eigener Herr (mit sehr gutem Einkommen), seine Ganze Werkstadt war in einem Transporter….
Und so wird es auch mit Bäckern und Co. gehen Weniger aber diese werden gut am Markt bestehen, Qualität hat seinen Preis.
Allerdings kann sich nicht jeder diesen Preis immer erlauben aber die die es können werden es tun.

Ist der Beste gut?

Wenn 10 Schüler in ihren Abschluss-Zeugnissen nur ausreichend und mangelhaft haben, ist auch der, der nur 1 mal mangelhaft hat, ein ziemlich schlechter Schüler und nach Lehrherren-Meinung nicht ausbildungsfähig. Wenn 7,7 % der Jugendlichen keine Ausbildung bekommen, ist das miserabel - auch dann, wenn die anderen noch miserabler sind. Im Vergleich zu den 60-er Jahren mit einer Jugendarbeitslosenquote von 0 % sind wir heute abgrundtief schlecht. Als ich eine Lehrstelle suchte, schrieb ich eine Bewerbung, machte eine Aufnahme-Prüfung, und schon war ich Lehrling. Selbst Jugendliche aus der Sonderschule bekamen Arbeit, und wer manuell gechickt war, erlernte ein Handwerk, auch dann, wenn seine Grammatik schlecht war.

Eine Schande

Eine Schande für Deutschland, eine Schande für die EU, dass in einem Spitzenreiterland jeder zehnte Jugendliche arbeitslos ist und das auch noch gefeiert wird. Das ist nur erbärmlich, wie die Politik versagt. Über andere Länder der EU wollen wir erst gar nicht reden. Wenn ich mir Europa allerdings ansehe, dann würden viele junge tatkräftige Menschen gebraucht um gesellschaftliche Defizite zu kompensieren. Deshalb mein Appell an die Politik: "Gebt den Menschen und vor allem der Jugend Perspektive und eine Zukunft, dann lassen sich auch die demografischen Probleme lösen."

Aber eine Frage hätte ich noch.

Teilzeitarbeitende, Aushilfen und gelegenheits-Jobber die eigentlich nach einer richtigen Ausbildung suchen, gelten diese bei uns als nicht Arbeitssuchend?
Ich meine bei uns ist es wesentlich besser als in Spanien und Co. wo die Banken noch mehr Blödsin gemacht haben.

@redolde

"Deutschland hat die wenigsten arbeitslosen Jugendlichen? Das wird bald anders werden, wenn man die Jugendlichen der Flüchtlinge mitzählen muss, oder wird dann wieder eine andere Art der Zählweise verwendet. "

Die meisten Flüchtlinge sind jung, aber keine Kinder mehr. Deutschland zahlt sehr viel für seine Kinder (Elterngeld/ Kindergeld/ Kinderbetreuung/ Ausbildung)- jeder Jugendliche im arbeitsfähigen Alter ist ein volkswirtschaftlicher Gewinn.

Drehen Sie mal die Argumentation um und rechnen Sie die Leute mit Migrationshintergrund aus der arbeitenden Bevölkerung raus. Ohne die Zuwanderer wäre die deutsche Wirtschaft völlig am Boden...

Statistik

Man muss die Statistik richtig lesen, wie schon ein paar Foristen zuvor schrieben.

Wer negatives erwartet wird auch daraus nur schlechtes lesen und umgekehrt.

Da ich in einem Bezirk lebe wo es offiziell 2,0 % Arbeitslose und 0.9% Hartz-IV-Empfäger gibt, ist es für mich schwerer die Argumente einiger Schreiber zu verstehen.
Um mehr Menschen in Beschäftigung zu führen und zu halten ist stetige Weiterbildung und die richtige Berufswahl wichtig.
Stillstand ist Rückschritt

@Orfee

"Wenn ich es mit meiner Zeit noch in DM Zeiten vergleiche, war es damals einfacher eine Stelle zu finden selbst für Haupschulabschluß. "

Einfacher als heute war es bei gleicher Qualifikation garantiert nicht, denn die Bewerber waren damals im Schnitt viel besser.

"Heutzutage wie harmonie es geschrieben hat, muß man sogar wenn man Schuster oder Bäcker werden will ein Abitur haben. "

Nur weil "harmonie" was schreibt wird es nicht richtig.

"Selbst wenn man sich damit bewirbt, gibt es meistens noch so viele Bewerber, daß die Arbeitgeber sich diese Bewerber aussuchen können und man trotz Abitur für diese Stellen noch eine Absage bekommt
"

Abitur ist weder Voraussetzung noch Garantie. Was hilft ist eine gute Eignung. Und die Ansprüche diesbezüglich wurden stark nach unten geschraubt.

Na ja

Wenn man eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt hat, kann man natürlich auch keine grosse Jugendarbeitslosigkeit haben. Das nun als grossen Erfolg darzustellen, ist doch eher fragwürdig.

aus dem Nähkästchen geplaudert

Ich arbeite an einer Schnittstelle zur beruflichen Bildung (Rehabilitanden vor dem Einstieg in eine Umschulung).
Ich kann zwar vollauf bestätigen, dass die Allgemeinbildung dramatisch nachgelassen hat, i.d.S., dass z.B. Leute nicht einmal das kleine Einmaleins beherrschen, sondern für jeden Pups einen Taschenrechner brauchen, oder das sie keine 3 fehlerfreien Sätze aufs Papier kriegen. Das war früher nicht so.
Was nicht nachgelassen hat, ist die durchschnittliche Begabung, also das Potential, Bildungslücken zu schließen, und auch die Bereitschaft, sich dieser Herausforderung mit Fleiß zu stellen.
Das nützt allerdings nichts ohne Arbeitgeber, die einem Bewerber auch die Chance hierzu geben.
Leider sitzt meist irgendein BWL'er am Hebel, der den Aufwand, jemanden auszubilden, in Euro und Cent umrechnen kann, und dem Inhaber klar macht, dass es mehr Profit bringt, den Kostenfaktor Ausbildung anderen (i.d.R. dem Staat) zu überlassen, und sich aus dem Pool fertiger Arbeitnehmer zu bedienen.

Ausbildung

Tatsächlich sind in diesem Jahr wesentlich weniger Jugendliche bei mir gewesen, die Hilfe und Unterstützung bei der Suche nach einer Ausbildung benötigen als in den Jahren zuvor. Viele haben sich selbstständig eine Ausbildung oder einen Studienplatz gesucht. In den Jahren zuvor war das nicht der Fall. Gleichzeitig haben auch viele Arbeitgeber Jugendlichen mit HSA oder sogar ohne eine Chance gegeben. Statistisch gesehen ist meine Aussage wertlos. Aber ich freue mich über jeden der seinen Beruf erlernen kann. Warum die Jugendlichen aktiver sind als in den letzten Jahren? Viele wollen einfach ein anderes Leben, eins mit beruflicher Wertschätzung. Und keinen AV als Helfer im raus-rein Betrieb der Zeitarbeit.

12:32, Gironimo

"Was diese BA-Statistik verbirgt, dazu nimmt ja selbst die ts Stellung. Sicher kann jeder der Internet hat auch nachprüfen, was die Statistik verbirgt und man kann sich die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen mühsam selbst errechnen.
Seriös wäre es, diese tatsächlichen Zahlen zu verkünden. Unseriös ist es, ca. 1,5 Millionen Arbeitslose zu verschleiern."

Der Schleier ist nun wirklich dermaßen dünn, sozusagen ein durchsichtiges Nichts.

Sicherlich, wer sich erst seit heute mit Arbeitsmarktpolitik beschäftigt und seine Informationen nur aus dem hier kommentierten Artikel bezieht, für den kann schon ein falsches Bild entstehen. Aber wer, wie wohl die meisten hier, die Schröderschen "Reformen" bewusst miterlebt hat, der weiß, auf welcher Basis die offiziellen Arbeitslosenzahlen entstehen und wie hier Arbeitslosigkeit über "Maßnahmen" versteckt wird.

Es ist nicht Aufgabe eines Tagesschauartikels, all diese Informationen noch einmal zusammenzufassen. Dann wäre er mindestens 20 Seiten lang.

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

11:56, CE

"Und wie hat das Arbeitsamt diese Statistik gefälscht? Welche "Fortbildungen" oder sonstigen "Lehrgänge" gibt es da?"

Sie übersehen, dass es sich hier nicht um eine Statistik des "Arbeitsamtes" handelt, wie eigentlich aus dem Artikel deutlich hervorgeht.

Das Arbeitsamt heißt jetzt übrigens anders, es wurde mindestens zwei Mal umbenannt und heißt jetzt, stramm wirtschaftsliberaler Neusprech, "Bundesagentur für Arbeit". Aber Namen sind Schall und Rauch....

@JokeSchuette

"Selbst Jugendliche aus der Sonderschule bekamen Arbeit, und wer manuell gechickt war, erlernte ein Handwerk, auch dann, wenn seine Grammatik schlecht war."

Dummerweise gibt es heute aber sehr viel mehr Jugendliche, die WEDER manuell geschickt sind, NOCH irgendeine Motivation ausstrahlen. Wenn dazu noch die rechnerische Leistungsfähigkeit niedriger als bei meiner 7 jährigen Nichte und die sprachlichen Fähigkeiten unter dem Niveau meiner 5 jährigen Tochter liegen, dann lasse ich die Ausbildungsstelle lieber unbesetzt- das spart Kosten und Nerven.

Deutschland hat die wenigsten jugendlichen Arbeitslose

7,7 % Jugendarbeitslosigkeit sind im Euro-Ø wenig, aber für die deutsche Volkswirtschaft traurig. Die AG- und Industrieverbände publizieren einen Fachkräftemangel, aber 7,7 % Jugendarbeitslosigkeit bzw. 330.000 arbeitslose Jung-AN zeigen ein anderes Bild ! Volkswirtschaftlich betrachtet, führt eine hohe Arbeitslosigkeit zum Lohndiktat durch den Arbeitgeber, eine niedrige Arbeitslosigkeit führt zwangsläufig zum Gleichgewichtslohn (fairer Lohn). Unser Wirtschaftssystem nennt sich „Kapitalismus“, gekennzeichnet durch Ausbeutung der Arbeitnehmer, Sozialisieren von Sozialaufwendungen sowie Privatisieren und Optimieren der Gewinne zugunsten von Investoren, Banken- und Industriebosse. Nachhaltiges soziales und wirtschaftliches Handeln sind unerwünscht !

11:30, Quakbüdel

"Aus diesem ständig kleiner werdenden "Pool" fischen sich die ausbildenden Firmen heraus, was sie für ausbildungsfähig halten. (...)
Wäre ich Inhaber einer Firma, würde ich vermehrt auf Roboter o.ä. setzen, denn die arbeiten 24 Stunden bei 7 Tage Woche und lassen sich nicht für Streiks mißbrauchen."

Sie beschreiben hier sehr schön die kapitalistische Produktionslogik. Hätte ich eine Firma, würde ich es genau so machen wie von Ihnen beschrieben. Wie denn auch sonst? Ein Wirtschaftsunternehmen ist kein Wohltätigkeitsinstitut, sondern soll Gewinn abwerfen. Also muss ich Kosten minimieren und kann niemanden durchschleppen, der nicht maximale Leistung erbringt. Arbeitsplätze sind Kostenfaktoren, weswegen ich automatisiere.

Herbert Marcuse hat ein sehr hellsichtiges, wenn auch schwer zu lesendes Buch geschrieben: "Triebstruktur und Gesellschaft". Da beschreibt er genau dies sowie die Chance, die sich dadurch bei Überwindung des Kapitalismus bietet: das Verschwinden der entfremdeten Arbeit.

@nepamucke

"Um mehr Menschen in Beschäftigung zu führen und zu halten ist stetige Weiterbildung und die richtige Berufswahl wichtig.
Stillstand ist Rückschritt"

Stimmt, mit einer Einschränkung: Ich würde es eher "in Beschäftigung KOMMEN" nennen. Das klingt sonst immer so als ob man ausgebildet WIRD und in den Job geführt WIRD. Fakt ist, dass man sich selbst ausbildet und selbst lernen muss. Ohne Eigeninitiative wird das nichts. MIT hat man in Deutschland aber ziemlich gute Karten.

Irgendein schlauer Kopf hat mal sinngemäß folgendes gesagt: "Es gibt zwei Möglichkeiten erfolgreich zu sein- entweder man leistet etwas oder man behauptet etwas zu leisten. Erfolgsversprechender ist Weg 1 da hat man weniger Konkurrenz..."

Wieso ist das eine aktuelle relevante Nachricht?

Das die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland relativ niedrig ist und in den südeuropäischen sehr hoch, ist doch keine neue Nachricht, sondern schon seit Jahren so. Auch die Werte haben sich kaum verändert.

Der Vergleich hinkt

Diese Interpretation der Zahlen ist falsch. Die europäische Statistikbehörde sah sich nun genötigt, eine korrekte Interpretation der Zahlen zu geben. Denn auch Eurostat präsentiert zwei unterschiedliche Messgrößen für die Arbeitslosigkeit.
Zwischen nationaler und internationaler Berechnung besteht der Unterschied darin, dass im deutschen Sozialgesetzbuch festgelegt wird, dass arbeitslos nur zu zählen ist, wer sich bei der Arbeitsagentur gemeldet hat.

Auch werden in Deutschland alle in Weiterbildungen, 1Euro-Jobs und weitere nicht in die Arbeitslosenstatistik aufgenommen.

Lass mich raten ...

Lass mich raten ...
... die niedrige Jugendarbeitslosigkeit haben wir dann der tollen EU und den super Euro zu verdanken??

Nein, wir haben deshalb eine niedrige Jugendarbeitslosigkeit, weil wir (bisher!!)
1. auf sozialistischen Unsinn wie Mindestlohn verzichtet hatten (ich sagte: bisher/bis vor kurzem!)
2. ein REALwirtschaft aufgebaut haben, anstatt über ein Eurowährungssystem auf Kosten anderer uns verschuldet haben.
3. REALe Unternehmen haben, die REALE Produkte zu einer hohen Produktivität und mit einem hohen Innovationsgrad entwickeln und produzieren.
4. nur einen bedingt aufgeblähten/ineffizienten/korrupten öffentlichen Sektor haben (aber das ändert sich ja)

Prima, dann sollten sich die

Prima, dann sollten sich die spanischen und griechischen jungen Leute auf nach Deutschland machen!

wers glaubt...

Fakt ist doch, dass viele Schulabgänger händeringend Ausbildungsstellen finden, aber dummerweise ist meist die Qualifizierung nicht Hoch genug. nicht weil die Schüler Dumm sind, sondern weil die Schulbildung so stark nachgelassen hat.

Daher gibt es jede Menge Maßnahmen, die die Suchenden durchlaufen müssen. Wer in einer solchen Maßnahme drin ist, oder krank ist, wird allerdings nicht als Suchend erfasst.

Insofern sollte man einmal vergleichen ob die Datengrundlage für die 7,75 und die 20+5 prozent gleich sind.

@xemmy

"Wenn man eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt hat, kann man natürlich auch keine grosse Jugendarbeitslosigkeit haben. Das nun als grossen Erfolg darzustellen, ist doch eher fragwürdig."

IHRE Analyse ist fragwürdig: Die deutsche Geburtenrate ist nicht niedriger als in anderen Ländern die wesentlich höhere Jugendarbeitslosigkeit haben. (D=1,40 Kinder pro Frau; GR: 1,30; Italien 1,39; Spanien 1,27...)

@frosthorn

"Ich kann zwar vollauf bestätigen, dass die Allgemeinbildung dramatisch nachgelassen hat, i.d.S., dass z.B. Leute nicht einmal das kleine Einmaleins beherrschen, sondern für jeden Pups einen Taschenrechner brauchen, oder das sie keine 3 fehlerfreien Sätze aufs Papier kriegen. Das war früher nicht so.
Was nicht nachgelassen hat, ist die durchschnittliche Begabung, also das Potential, Bildungslücken zu schließen, und auch die Bereitschaft, sich dieser Herausforderung mit Fleiß zu stellen.
Das nützt allerdings nichts ohne Arbeitgeber, die einem Bewerber auch die Chance hierzu geben."

Ich kann nicht beurteilen wie es früher war mit der "Bereitschaft mit Fleiß" (es gab genügend gute Bewerber).Was hilft heute das "Potential" Bildungslücken zu schließen wenn diese zu dem Zeitpunkt da sind wo sie geschlossen sein müssten? Es kann nicht die Aufgabe der Arbeitgeber sein die Schulbildung zu ersetzen. Die Ansprüche der Arbeitgeber sind schon erheblich gesunken..

@all

"Statistiken sind für Menschen wie Laternenpfähle für Betrunkene,
sie dienen weniger der eigenen Erleuchtung
sondern mehr der Aufrechterhaltung des eigenen Standpunktes ."
Deswegen gibt es ja auch soviele/unterschiedliche Statistiken. Für jeden seine eigene ...
Also zieht euch nicht so dran auf.

@aus dem Nähkästchen geplaudert 12:59 von frosthorn

"sondern für jeden Pups einen Taschenrechner brauchen, oder das sie keine 3 fehlerfreien Sätze aufs Papier kriegen. Das war früher nicht so."

DAS kann ich als sog. 'Uropa' ;-) bestätigen.
Ich bin zwar aus verschiedenen
Gründen kein Massstab
- nicht jeder liest 4 Sprachen problemlos
wobei ich sächsisch oder bayrisch
schon nicht mitzähle *g*
aber ich kenne die ersten
100 Primzahlen noch auswendig.

Irgendwie ist in der IT
Einiges schiefgelaufen,
also abgesehn von den Arbeitgebern,
wobei es scheinbar immer schlimmer wird.

@ krissnixmit Das tun sie

@ krissnixmit

Das tun sie bereits, da ihre eigenen Regierungen diesbezüglich nichts auf die Reihe kriegen.

@fathaland slim 13:11

Zitat:
"Der Schleier ist nun wirklich dermaßen dünn, sozusagen ein durchsichtiges Nichts."

Finde ich nicht. Man muß einen Internetanschluß haben um den Schleier zu entschleiern. Einfacher und ehrlicher wäre es, die tatsächlichen, unverschleierten Zahlen über TV/Rundfunk/Presse (und natürlich auch im Netz) in einem Satz bekannt zu geben. Mehr verlange ich nicht.

@PEGIDAHATRECHT, 13:55

Nein, wir haben deshalb eine niedrige Jugendarbeitslosigkeit, weil wir (bisher!!)
1. auf sozialistischen Unsinn wie Mindestlohn verzichtet hatten (ich sagte: bisher/bis vor kurzem!)

Das ist die alte Mär von wegen "die Arbeitslosigkeit ist hoch, weil die Arbeit zu teuer ist". So alt sie ist, so falsch ist sie auch. Wir hätten sonst Vollbeschäftigung, wenn die Arbeitnehmer umsonst malochen würden. Was daraus allerdings gesamtwirtschaftlich folgt, ist noch nicht einmal erstes VWL-Semester, sondern Gemeinschaftskunde, 9.Klasse Realschule. Kapitalismus bedingt einen Wirtschaftskreislauf, keine Gewinn-Einbahnstraßen.
Jedes noch so unternehmerfreundliche Wirtschaftsforschungsinstitut hat das inzwischen begriffen.

Liebe Tagesschau-Leute,

bitte die Grammatik in der Überschrift beachten!

Da tun einem doch die Augen weh!

Deutschland hat die wenigsteN jugendlicheN
ArbeitsloseN!!!

...

Die Statistik ist nichts wert, da nicht ausagekräftig. Verwundert es niemanden das nur Jugendliche von 15- 24 Jahre genommen wurden? Bitte befassen sie sich mit der Schulpflicht in Deutschland und sie werden erkennen, daß wenn sie als Jugendlicher keine Arbeit haben, die Schulpflicht greift und sie in ein "Sammelbecken" geschmissen werden wo sie noch ein paar jahre aus der Statistik verschwinden, aber auch nichts lebensveränderndes erlernenen...

Vielleicht sollten wir ...

den Kosovo in den EU aufnehmen, damit dann Griechenland und Spanien als Musterbeispiele da stehen. Denn immerhin sind im Kosovo 75% der Jugendlichen arbeitslos.
Und wir wundern uns warum genau diese Kosovare nach Deutschland kommen.

@frosthorn

"So alt sie ist, so falsch ist sie auch."

Richtig. Die Mär vom bösen Mindestlohn ist nur dann war, wenn man einen so massiven Exportüberschuss erzielt (was volkswirtschaftlich reiner Wahnsinn ist), das man den Binnenmarkt (der Kern einer jeder Wirtschaft) vernachlässigen kann.
Durch Lohndrückerei fällt die Nachfrage auf dem Binnenmarkt zusammen. Man könnte dies natürlich gegensteuern in dem man den Leuten billigere Kredite anbietet um somit Sparen unwirtschaftlich zumachen.
Das Resultat wäre dann:
- viele Millionen überschuldete Familien
- ein paar wenige Saureiche
- kein Mittelstand mehr, woher auch, der Binnenmarkt ist tot

@rkleylein

"7,7 % Jugendarbeitslosigkeit sind im Euro-Ø wenig, aber für die deutsche Volkswirtschaft traurig. Die AG- und Industrieverbände publizieren einen Fachkräftemangel, aber 7,7 % Jugendarbeitslosigkeit bzw. 330.000 arbeitslose Jung-AN zeigen ein anderes Bild !"

Wenn diese Jugendlichen Fachkräfte wären, wären sie meist nicht arbeitslos...

"Volkswirtschaftlich betrachtet, führt eine hohe Arbeitslosigkeit zum Lohndiktat durch den Arbeitgeber, eine niedrige Arbeitslosigkeit führt zwangsläufig zum Gleichgewichtslohn (fairer Lohn). "

Logischerweise kann der Arbeitgeber IMMER (im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben) "diktieren" was er bereit ist zu zahlen. Das entspricht dann automatisch dem Gegenwert der Arbeitsleistung. Wenn natürlich genügend AN bereit sind eine qualitativ identische Arbeitsleistung für weniger Geld abzuliefern sinkt der Wert der Arbeit...

Deutschland hat die geringste Geburtsrate ! Logisch ?

Vielleicht sollten man bei allen tollen Zahlen mal beachten, das Deutschland im Vergleich besonders zu den südlichen Ländern in Europa prozentual viel weniger Schulabgänger hat ,weil die Geburtenrate einfach schon geringer ist und war.
Aber bei allem falschen Stolz.Es nutzt auch nichts wenn die Menschen in Arbeit kommen und dann ihr ganzes Arbeitsleben unterbezahlt werden ,damit wenige Deutsche im Überfluss leben können. Die deutsche Wirtschaft beeinflusst den europäischen Markt auf eine bedenkliche Weise. Niedrige Produktionskosten erreicht durch niedrige Löhne machen den Wettbewerb in Europa unmöglich. Das dann noch ausländische Arbeitskräfte zu meist noch zu geringsten Löhnen teilweise Mindestlöhnen und Zeitarbeitsverträgen nach Deutschland kommen hat fuer mich geschichtlich gesehen einen ganz bitteren Geschmack. Der Stolz auf eine geringe (Jugend)Arbeitslosigkeit hält sich in Grenzen besonders bei ungerechten Loehnen von den schlechten Renten in Deutschland ganz zu schweigen.

So siehts in Deutschland real aus

Ich bin kein Statistiker, kein Experte, kein Ökonom, kein ...
Ich stehe mit meine beiden voll im Berufsleben und was ich da sehe erschüttert mich. Die jungen Leute wenn Glück haben kriegen eine Lehrstelle, danach ist es aber schon wieder aus. Dann kommt die Leiharbeiter Karriere oder Ähnliches. Wenn das auch nicht funktioniert ist man gleich in Hartz IV, und das ganz jung.

Da ich nun Freunde und Bekannte in ganz Deutschland habe wäre das also kein kommunales Symptom. Alle berichten das Gleiche.

Wenn gelogen und betrogen wird dann ist es mit Arbeitslosenzahlen. Da wird getrickst was das Zeug hält (Maßnahmen, etc.). Herr G. Schröder hat das gut eingefädelt das seine reichen Freunde noch reicher werden.

Irgendwann gibt es in Europa den grossen Knall, und das wird blutig enden. Ich hoffe es nicht, aber es spricht viel dafür. Die Rattenfänger der Extremisten lauern überall und haben Erfolg. Bei jungen Leuten ohne Perspektive aber auch zu einfach. Das neoliberale System macht es mögl.

14:22, Werner40

User/in "krissnixmit" schrieb um14:59:

"Prima, dann sollten sich die spanischen und griechischen jungen Leute auf nach Deutschland machen!"

Sie antworten:

"Das tun sie bereits, da ihre eigenen Regierungen diesbezüglich nichts auf die Reihe kriegen."

Dazu ist zu sagen: in einem privatwirtschaftlich organisierten System bestimmt nicht die Politik über die Wirtschaft, sondern die Wirtschaft über die Politik. Das Konzept der sozialen Marktwirtschaft sollte dazu ein Gegenentwurf sein, ohne gleich in den Sozialismus "abzugleiten". Nach dem Ende der Systemkonkurrenz vor 25 Jahren brauchte man das nicht mehr. Seitdem ist die vorherrschende Ideologie die Entfesselung der Marktkräfte, was mit einer Entmachtung der Politik, was Wirtschaftsfragen angeht, einhergehen muss.

Vor diesem Hintergrund ist das andauernde Geschrei nach "Reformen", beispielweise wenn es um Griechenland geht, zu verstehen.

Es geht um die Entmachtung der gewählten Volksvertreter zugunsten der "Wirtschaft".

14:29, Gironimo

"Finde ich nicht. Man muß einen Internetanschluß haben um den Schleier zu entschleiern. Einfacher und ehrlicher wäre es, die tatsächlichen, unverschleierten Zahlen über TV/Rundfunk/Presse (und natürlich auch im Netz) in einem Satz bekannt zu geben. Mehr verlange ich nicht."

In einem Satz geht das nicht und gleitet leicht in Propaganda ab, da unterkomplex.

Erstens hat heutzutage so gut wie jeder einen Internetanschluss, und zweitens braucht man den gar nicht, sondern muss lediglich die letzten 15 Jahre Zeitung gelesen, Radio gehört oder ferngesehen haben, sprich politisch interessiert gewesen sein, um zu wissen, wie die Berechnung der Arbeitslosenzahlen im Gefolge der Hartzerei "auf eine neue Grundlage gestellt wurde" .

Wenn man das allerdings bisher nicht war, dann ist es nicht Aufgabe der Tagesschau, dieses Defizit mit ein, zwei Sätzen auszuräumen.

Das wäre auch gar nicht möglich.

14:53, Skywalker

"Logischerweise kann der Arbeitgeber IMMER (im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben) "diktieren" was er bereit ist zu zahlen. Das entspricht dann automatisch dem Gegenwert der Arbeitsleistung. Wenn natürlich genügend AN bereit sind eine qualitativ identische Arbeitsleistung für weniger Geld abzuliefern sinkt der Wert der Arbeit.."

Nein, der Wert der Arbeit sinkt nicht, sondern lediglich der Matktwert. Der Wert der Arbeit misst sich an den Werten, die durch sie geschaffen werden. Jeder Arbeitgeber versucht natürlich, den Preis für die Arbeit, die er ja nicht gibt, sondern kauft (insofern ist der Begriff irreführend), so niedrig zu halten wie nur möglich.

Die Diskrepanz zwischen dem, was er zahlt und dem, was die Arbeit einbringt, also real wert ist, nennt man "Mehrwert".

Natürlich vereinfacht dargestellt. Tausend Zeichen reichen nicht, aber es gibt da Bücher zahlreicher Autoren drüber.

Von Marx bis Sinn und Raffelhüschen.

14:59 von fathaland slim

"Dazu ist zu sagen: in einem privatwirtschaftlich organisierten System bestimmt nicht die Politik über die Wirtschaft, sondern die Wirtschaft über die Politik. Das Konzept der sozialen Marktwirtschaft sollte dazu ein Gegenentwurf sein, ohne gleich in den Sozialismus "abzugleiten". Nach dem Ende der Systemkonkurrenz vor 25 Jahren brauchte man das nicht mehr. Seitdem ist die vorherrschende Ideologie die Entfesselung der Marktkräfte, was mit einer Entmachtung der Politik, was Wirtschaftsfragen angeht, einhergehen muss."
Absolut richtig, betrifft aber nicht nur die Innenpolitik sondern auch im besonderen Masse die Außenpolitik im Hinblick auf "Auslandseinsätze" und " Sicherung des Zugangs zu Rohstoffen".

@Orfee

"Heutzutage wie harmonie es geschrieben hat, muß man sogar wenn man Schuster oder Bäcker werden will ein Abitur haben. "

Das ist Unsinn. Ich kenne jezt zwar keinen Schuster, aber unser Bäcker sucht nen Auszubildenden seit Monaten. Anforderung: Hauptschulabschluß.

@Whisper

"Bitte befassen sie sich mit der Schulpflicht in Deutschland und sie werden erkennen, daß wenn sie als Jugendlicher keine Arbeit haben, die Schulpflicht greift und sie in ein "Sammelbecken" geschmissen werden..."

Unsinn. Im Regelfall ist die Schulpflicht 10 Jahre. Wenn jemand also 16 ist, fällt er aus der Schulpflicht, wenn er mit 6 eingeschukt wurde. In einigen Bundesländern ist die Schulpflicht nur 9 Jahre und Kinder können bereits mit 5 eingeschult werden. In dem Fall wäre jemand mit 14 schon nicht in der Schulpflicht.

@fathaland slim 15:11

Zitat:
"Wenn man das allerdings bisher nicht war, dann ist es nicht Aufgabe der Tagesschau, dieses Defizit mit ein, zwei Sätzen auszuräumen."

Da haben Sie mich mißverstanden. Ich kritisiere nicht die Tagesschau ! Ich finde das Info-Kästchen "was die Statistik verbirgt" vorbildlich ! Ich kritisiere die BA.

Leider sind nicht alle Bürger so politisch interessiert und aufgeklärt, wie Sie das darstellen. Sonst hätten wir nämlich keine Groko.

Zitat:
"In einem Satz geht das nicht und gleitet leicht in Propaganda ab, da unterkomplex."

Niemand hindert die BA daran, die Statistik natürlich weiterhin aufzuschlüsseln. Aber die MONATLICHE TATSÄCHLICHE GESAMT-Arbeitslosenzahl hätte ich gerne im TV/Rundfunk/Presse gehört. Das findet nicht statt.

15:26, Ziguin

"Absolut richtig, betrifft aber nicht nur die Innenpolitik sondern auch im besonderen Masse die Außenpolitik im Hinblick auf "Auslandseinsätze" und " Sicherung des Zugangs zu Rohstoffen"."

Sie haben schon irgendwie Recht, aber trotzdem ist Ihre Darstellung, um wieder mal einen meiner Lieblingsbegriffe zu benutzen, unterkomplex.

Das Thema zu vertiefen passt allerdings nicht in diesen Thread hier und würde deswegen von der Moderation mit Sicherheit nicht toleriert.

@fathaland slim 15:11

"Erstens hat heutzutage so gut wie jeder einen Internetanschluss,"

Das ist nicht wahr. Bitte mit Quelle belegen.

@Norge3

"der Stolz auf eine geringe (Jugend)Arbeitslosigkeit hält sich in Grenzen besonders bei ungerechten Loehnen ..."

Mein Stolz hält sich auch in Grenzen - ich bin es gar nicht- aber nicht wegen vermeintlicher "ungerechter" Löhne.

Das Lohnniveau in Deutschland ist im Allgemeinen recht hoch. Allerdings ist auch der Automatisierungsgrad und die Arbeitsdisziplin sehr hoch. DAS führt zu Produktivitätsvorteilen. Die Löhne sind da das gerungste Problem eines großen Industriebetriebes, weil sie längst nicht mehr den Stellenwert wie früher haben.

So fallen insgesamt nur 15% der Kosten der Automobilproduktion für Löhne an. Der Löwenanteil ist Material.

Wenn jetzt also ALLE Löhne hier um 10% angehoben werden, schlägt das für einen Atomobilproduzenten nur mit 1,5% Mehrkosten zu Buche. Umgekehrt würde der Produzent bei 10% Kürzung auch nur entsprechend wenig Kosten einsparen.

Sie sehen: An den Löhnen allein wirds wohl nicht liegen.

@Hugomauser, 15:54

So fallen insgesamt nur 15% der Kosten der Automobilproduktion für Löhne an. Der Löwenanteil ist Material.
Wenn jetzt also ALLE Löhne hier um 10% angehoben werden, schlägt das für einen Atomobilproduzenten nur mit 1,5% Mehrkosten zu Buche.

Entschuldigen Sie, wenn sich mir hier die Fußnägel hochrollen. Warum wohl kostet Material Geld? Weil die Menschen, die es produzieren, ebenfalls Lohn erhalten. Gleiches gilt für Dienstleistungen aller Art.
Wenn also ALLE Löhne um 10% angehoben würden, würden sich auch ALLE Produkte um 10% verteuern. Ein wirtschaftliches Nullsummenspiel.

...

@ Hugomauser

Deswegen habe ich geschrieben: "befassen sie sich mit der schulpflicht"...
In Bayern: zusätzlich 3 Jahre Berufsschulpflicht oder ein Berufsvorbereitungsjahr oder bis zum 21. Lebensjahr.
Als Statistiker können sich jetzt etwas aussuchen, und wenn sie die Order haben das Ergebnis so gering wie möglich zu halten nehmen sie das 21. Lebensjahr und rechnen all jene heraus die von 21- 24 in "massnahmen" sind und sie kommen auf 7,7%. Natürlich könnte der Statistiker auch nach einem anderen Bundesland gerechnet haben, aber das ändert nichts an meiner Aussage das diese Statistik nicht aussagekräftig ist...

@frosthorn Am 11. August 2015 um 14:29 von

"Jedes noch so unternehmerfreundliche Wirtschaftsforschungsinstitut hat das inzwischen begriffen."

Was sollen "unternehmerfeundliche WIs" begriffen haben?`
Dass man gute Löhne für qualifiziertes Arbeit bezahlen muss?
Dazu brauch man keine "unternehmerfeundliche WIs" und einen Mindestlohn und sonstige schwachsinnige gesetzlichen Regeln 5 Mal nicht.

Das Lohnniveau ist ja gerade nicht und schon gar nicht infolge von gesetzlichen Eingriffen des Staates bei der Lohnfindung hoch, sondern genau dann wenn die freie Marktwirtschaft über Wettbewerb ihre kreativen Kräfte freisetzt. Der gesetzliche Mindestlohn ist nur ein bürokratisches Hindernis dort, wo der Marktlohn eh 10 Mal höher ist und unwirksam in Märkten, wo der Marktlohn darunter liegt.

Hm, was will uns diese Statistik sagen?

Die Quote in Deutschland finde ich grenzwertig hoch. Leider muss man feststellen, dass dies häufig auch an mangelnder Leistungsbereitschaft der Jugendlichen liegt. Auch die Kuschelpädagogik an den Schulen finde ich problematisch, da leider viel zu oft auch in den höheren Klassen die Vorbereitung auf das Berufsleben viel zu kurz kommt. Da wird dann hübsch fleißig nach Klassendurchschnitt bewertet, jede Frechheit ignoriert etc. Und dann kommt natürlich der große Knall, wenn der Personalchef oder Meister tatsächlich erwartet, dass man zum Vorstellungsgespräch pünktlich, gewaschen und ohne Kater erscheint und das Gespräch nicht mit einem netten "Ey aller, alles sengrechd" beginnt.
Hinzu kommen die großen Bildungslücken, gerade in berufsqualifizierenden Bereichen (Grundrechenarten, Logik, Rechtschreibung, Umgangsformen, ...). Wenn heute für viele klassische Lehrberufe ein Abitur verlangt wird, zeigt ja das nur, dass das Bildungsniveau massiv nach unten gegangen ist.

15:49, Gironimo

"@fathaland slim 15:11
"Erstens hat heutzutage so gut wie jeder einen Internetanschluss,"

Das ist nicht wahr. Bitte mit Quelle belegen."

Ich kenne eigentlich nur einen einzigen Menschen, der keinen Internetanschluss hat, und das ist ein überzeugter Verschwörungstheoretiker. Ein guter Musiker, aber extrem anstrengend.

Ansonsten hat sogar meine 87jährige Mutter einen. Und die "heutige Jugend" sowieso. Die lebt ja quasi im Netz.

Sie merken, mit statistisch aussagekräftigen Belegen kann ich nicht dienen, lediglich mit den Früchten meiner Beobachtung.

Ich weiß, dass die im Zweifelsfall, also wohl auch Ihrem, nicht relevant sind:=}

@meagain, 16:23

Wenn heute für viele klassische Lehrberufe ein Abitur verlangt wird, zeigt ja das nur, dass das Bildungsniveau massiv nach unten gegangen ist.
Sie haben teilweise recht. Das Bildungsniveau ist massiv abgesunken. Leider ist das aber Teil einer Mitkopplungsschleife.
Die Annahme, ein besserer Bildungsabschluss erhöhe die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, führte dazu, dass einerseits Schüler (und auch Eltern) mit aller Gewalt versucht haben, diesen zu erreichen. Unterstützt wurden sie von Pädagogen, die ihren Schülern "nicht die Zukunft verbauen" wollten uns Notenschnitte rauf- und Anforderungen runterschraubten.
Kluge Leute haben vorhergesehen, dass ein Mehr an Abiturienten kein Mehr an Arbeitsplätzen schafft, und das hat sich jetzt bestätigt. Mit der wachsenden Zahl höherer Bildungsabschlüsse sinkt deren Marktwert, und ebenso der der einfachen Schulabschlüsse. Arbeitgeber reagieren leider auf diesen Markt und nehmen "das Beste", was sie kriegen können.

15:54, Hugomauser

"Die Löhne sind da das geringste Problem eines großen Industriebetriebes, weil sie längst nicht mehr den Stellenwert wie früher haben.

So fallen insgesamt nur 15% der Kosten der Automobilproduktion für Löhne an. Der Löwenanteil ist Material.

Wenn jetzt also ALLE Löhne hier um 10% angehoben werden, schlägt das für einen Atomobilproduzenten nur mit 1,5% Mehrkosten zu Buche. Umgekehrt würde der Produzent bei 10% Kürzung auch nur entsprechend wenig Kosten einsparen.

Sie sehen: An den Löhnen allein wirds wohl nicht liegen."

Wie wahr, wie wahr. Deswegen wundert es mich umso mehr, dass, wenn es hier um Griechenland geht, Sie das hohe Lied der Lohnsenkung und des Abbaus von Arbeitnehmerrechten singen.

Um was anderes handelt es sich nämlich bei den verlangten "Reformen" nicht. Zumindest nicht bei denen, die zeitnah umzusetzen sind. Dass darüber hinaus einiges im Argen liegt, ist eine andere Baustelle. Strukturreformen lassen sich aber nicht übers Knie brechen, nirgendwo.

"'Wenn heute für viele

"'Wenn heute für viele klassische Lehrberufe ein Abitur verlangt wird, zeigt ja das nur, dass das Bildungsniveau massiv nach unten gegangen ist.'
Sie haben teilweise recht. Das Bildungsniveau ist massiv abgesunken. Leider ist das aber Teil einer Mitkopplungsschleife."

Ach Du Schande! Das jahrhundertealte Gejammer, daß die Jugend immer dümmer würde. Das hat noch nie gestimmt und stimmt auch heute nicht. Und daß für viele klassische Lehrberufe heute Abitur verlangt wird, heißt in manchen Fällen, daß die Berufe einfach anspruchsvoller geworden sind (KfZ Mechaniker => Mechatroniker) und daß einige Arbeitgeber nicht wissen, was gut für sie ist.

Was stimmt ist, daß die Bildung durch immer Ausbildung zurückgedrängt worden ist. Und das hat fatale Folgen. Aber dafür können ja die jungen Leute nix.

16:21, PEGIDAHATRECHT

"Das Lohnniveau ist ja gerade nicht und schon gar nicht infolge von gesetzlichen Eingriffen des Staates bei der Lohnfindung hoch, sondern genau dann wenn die freie Marktwirtschaft über Wettbewerb ihre kreativen Kräfte freisetzt."

Ach je. Viele "Linke des Herzens", die hier posten, vertreten Positionen, die ich gern als vulgärmarxistisch bezeichne. Ihre Aussage würde ich analog dazu als vulgärmarktradikal bezeichnen.

Glauben Sie wirklich, dass die Löhne dort am höchsten sind, wo der Arbeitsmarkt weitestmöglich dereguliert ist?

Dann müsste das Lohnniveau in Bangladesh eins der höchsten der Welt sein.

so, so, wen überrascht das denn nun?

Eine gut gehende Wirtschaft, "Facharbeitermangel" aller Orten, zu wenig Nachwuchs(angeblich) ... wenn nicht bei uns, wo denn, wollte man fragen - aber wenn's so ersichtlich ist, wozu dann dieser Aufmacher??
Was will uns der Bericht sagen, das wir dringend noch unbegleitete jugendliche Einwanderer brauchen?
Das wir gut Junge Menschen aus Spanien, Portugal und Griechenland ausbilden können?
Was wir brauchen ist endlich eine neue Rationalisierungswelle und eine höhere Produktivität, China holt auf und die USA tanzen uns noch immer vor der Nase herum, da stimmt doch was nicht.

16:13, frosthorn

"Wenn also ALLE Löhne um 10% angehoben würden, würden sich auch ALLE Produkte um 10% verteuern. Ein wirtschaftliches Nullsummenspiel"

Das ist eine Milchmädchenrechnung. Nicht alle Produktionskosten sind irgendwann mal angefallene Lohnkosten.

Ein Großteil unserer Rohstoffe und "Halbfertigprodukte" importieren wir.

Es ist allerdings so, dass, wenn weltweit akzeptable Löhne gezahlt würden, sich das Preisniveau hier erhöhen würde.

Sie können das aber nicht allein auf Deutschland bezogen betrachten.

@tibulsky, 16:58

Ach Du Schande! Das jahrhundertealte Gejammer, daß die Jugend immer dümmer würde. Das hat noch nie gestimmt und stimmt auch heute nicht.
Das habe ich auch nicht behauptet, da schelten Sie mich zu unrecht. In einem früheren Post habe ich darauf hingewiesen, dass nicht etwa die Intelligenz, sondern die Schulbildung qualitativ verkümmert. Und die Schuld dafür schiebe ich schon gar nicht auf "die Jugend".
Die Gründe sind vielfältig, ich persönlich zähle dazu sogar die überbordende Informationsgesellschaft, wo Verstehen überflüssig wird, weil man an Wissen auch ohne Denken rankommt. Und das ist ein Problem.
Ich unterrichte seit 25 Jahren Informatikstudenten. Und wenn Sie Skills wie Handlungskompetenz untersuchen, sind die Ergebnisse niederschmetternd. Diese Studenten werden, dank Bologna-Studium, zu Fachidioten ausgebildet. In 5 jahren ist ihr Wissen antiquiert. Und sie werden zum großen Teil nicht in der Lage sein, es mit Hilfe eigener Kompetenz zu aktualisieren.

17:12, Rumpelstielz

"Was wir brauchen ist endlich eine neue Rationalisierungswelle und eine höhere Produktivität, China holt auf und die USA tanzen uns noch immer vor der Nase herum, da stimmt doch was nicht."

Natürlich brauchen wir das, nach kapitalistischer Logik.

Ihnen ist aber klar, dass Sie damit für einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit plädieren?

Solange wir keinen Systemwechsel hinkriegen?

@China holt auf und die USA tanzen 17:28 @Rumpel..

Die USA tanzen aber nicht mehr lange,
wenn sie keine Fachleute aus aller Welt
zum 'quasi Nulltarif' mehr bekommen werden.

Und China zeigt gerade, dass es trotz
'Kommandowirtschaft' die Zocker nicht in den Griff bekommt.

Was sagt uns das?
Das was unser Geburtstagkind (65)
und Apple-Mitgründer schon immer
gesagt hat:
'Wir leben auf einem komischen Planeten, auf dem sich alles um die Macht dreht.'
Tusch.

www.heise.de/newsticker/meldung/Bing-Bang-Woz-65-Jahre-Steve-Wozniak-auf...
kurz: preview.tinyurl.com/qfqo6tj

Schönrechnerei

Wenn man sich mal etwas damit auseinandergesetzt hat, wie diese Zahlen zu Stande kommen, weiß man, dass sie überhaupt nichts aussagen. Weder über den realen Stand der Arbeitslosigkeit, noch darüber, wie es der Bevölkerung geht.

Das fängt schon damit an, wann man jemanden als "arbeitslos" zählt, das ist nicht einheitlich in allen Ländern. Dazu dann noch diverse Verschönerungsmaßnahmen, bekannt z.B. diverse Kurzzeitmaßnahmen des Jobcenters. Die Leute sind natürlich trotzdem arbeitslos, aber sie tauchen in der Statistik nicht mehr auf.

Schaut man weiter, dann stellt sich die Frage: Ist weniger automatisch gut? Was, wenn in einem Land 80% in Kurzzeit-Minijobs stecken (und ggf. weiterhin Hilfe vom Staat brauchen) und in einem anderen nur 60% arbeiten, aber dafür in gut bezahlten? In welchem Land geht es den Menschen im Schnitt nun besser?

Man macht es sich hier sehr einfach, Deutschland als "super" dastehen zu lassen. Die Realität trifft das aber nicht so wirklich.

@fathaland slim, 17:24

Das ist eine Milchmädchenrechnung. Nicht alle Produktionskosten sind irgendwann mal angefallene Lohnkosten.
Ein Großteil unserer Rohstoffe und "Halbfertigprodukte" importieren wir.

Und für die bezahlen wir nichts? Weil die Importeure und die Hersteller im Ausland umsonst arbeiten?
Es ist wirklich zum davonlaufen einfach: ALLE Güter, Rohstoffe, Halbfertigprodukte und alles dazwischen, sowie ALLE Dienstleistungen, kosten Geld, weil diejenigen, von denen wir sie beziehen, auch leben müssen. "Sachkosten" sind Personalkosten, die entstanden sind, als die "Sachen" produziert wurden, und die wir logischerweise mitbezahlen müssen. Wenn ich die Ringe für die Leitzordner des Reinigungsdienstes vom VW-Zulieferer-Zuliefer-Zulieferer fertige und mehr verdienen will, zahlt das der Golf-Kunde. Und wenn der Bäcker ist, und das nicht mehr bezahlen kann, werden seine Brötchen teurer und ich bezahle mich selbst. Daran ist ja auch nichts falsches, nennt man Wirtschaftskreislauf.

@fathaland slim

"Das ist eine Milchmädchenrechnung. Nicht alle Produktionskosten sind irgendwann mal angefallene Lohnkosten."

Im größeren Maßstab gesehen allerdings schon.
Meines Wissens besteht der Plant Erde noch nicht auf eine Bezahlung.

"Es ist allerdings so, dass, wenn weltweit akzeptable Löhne gezahlt würden, sich das Preisniveau hier erhöhen würde."

Das Preisniveau würde wohl auf ein Level steigen bei dem man sehen würde wie wertvoll so einige Ressourcen sind.
Autos wären wieder Luxusgüter, Bananen wesentlich teurer als Äpfel usw.

Aber um zum Ausgangspunkt des allen zukommen.
Wenn man die Löhne um 10% steigern würde, würden die Kosten nicht um 10% steigen, da die Lohnkosten nur einen gewissen Anteil haben.
D.h. selbst bei arbeitsintensiven Tätigkeiten würden die 10% nie erreicht nur angestrebt.

" Daran ist ja auch nichts

" Daran ist ja auch nichts falsches, nennt man Wirtschaftskreislauf."

Sie können mal davon ausgehen, dass ich weiß, was ein Wirtschaftskreislauf ist:=}

Aber bloß mal ein Beipiel: was meinen Sie, wie hoch der Lohnkostenanteil beim Eisenerzpreis ist?

Darstellung: