Kommentare

Abstimmung in Deutschland

Gleiches Recht für alle Europäer. Wollen wir Griechenland noch einen Euro zusätzlich geben ? Ja oder Nein.

Klare sache!

"Reaktionen aus Brüssel sind erst zu erwarten, wenn ein Endergebnis zum Referendum in Griechenland vorliegt."
Und Warum?
Ist nicht schon seit der ankündigung dieses referendums klar was es bedeutet...was es nur bedeuten(wenn die Griechen glück haben)kann.
?
"Ja" bedeutet das der letzte vertrag den die EU vorlegte von den Griechen angenommen(und umgesetzt) wird!
Und"nein" bedeutet das es kein geld und keine hilfe mehr von der EU gibt!

Wenn ich von meiner bank einen kredit will, muss ich die bedingungen DIE, DIE BANK stellt damit ich von ihr geld bekomme annehmen, wenn ich das nicht tue gibt es schlicht und einfach kein geld.
Und wenn ich selbst bedingungen stelle werde ich ausgelacht!
Und ich erwarte von der Deutschen und den anderen EU regierungen das sie sich endlich auch so verhalten...das ist längst überfällig!!!

Das ist nur eine Hochrechnung, aber ... irgendwie habe ich den Eindruck, TS beteiligt sich an einer psychologischen Kriegführung gegen Griechenland, die Griechen und seine vor allem die griechische Regierung.

Ich möchte das nicht weiter kommentieren.

EU Länder sollten Referendum machen zur Griechenland Hilfe

Wenn es Fair ist das Tsipras sin Volk befragt, dann wäre es doch nur Fair wenn jedes EU Land seine Bürger auch befragt, zum Beispiel mit folgendem Wortlaut:

Möchten Sie dass ein EU-Mitgliedsland das nicht willens ist Reformen durchzuführen, weiterhin Ihr Geld bekommt um über seine Verhältnisse zu leben?

Ich glaube da könnte man das Ja oben schreiben und das Nein unten, ich tippe auf 85% Nein.

Was hat Griechenland wirtschaftlich zu bieten,

das nach Wegfall von GR nicht innerhalb überschaubarer Zeit in der EU kompensiert werden kann? Die Griechen tun mir ja leid, aber sie haben ihr weiteres Schicksal selbst gewählt. Ohne tiefgreifende Reformen und Abbau der Misswirtschaft kommt das Land nie wieder auf die Beine. Die Gemeinschaft der Geber haben diese notwendigen Veränderungen als Grundlage der weiteren Finanzhilfe festgeschrieben. Die Griechen wollen keine Reformen, also wollen sie auch keine weiteren Hilfen. Die Befürchtungen, die EU würde durch das Ausscheiden GR aus dem Euro in ihren Grundfesten erschüttert sehe ich nicht. Wenn die EU gerade kränkelt und man befürchtet, aus der lokalen Infektion könne sich eine globale Sepsis entwickeln muss man eben vorausschauend und konsequent handeln. In der Medizin hilft es in den meisten Fällen, das infizierte Gewebe zu entfernen. Der geschwächte Organismus kann wieder gesunden.

Das nenne ich Patriotismus

Das Volk hat sich zu seinem Präsidenten gestellt.
Das nenne ich Vertrauen in seine Politik und ich würde mir solche Abstimmungen für weitreichende Entscheidungen auch in Deutschland wünschen.

Muss dieser Brennpunkt...

...wirklich der Gottlieb moderiert werden? Das wäre beinahe als würde man Lutz Bachmann einen Brennpunkt zum Thema Asyl moderieren lassen... Egal was bei der ganzen Geschichte rauskommt: Die ARD hat sich mit dieser Wahl SEHR Eindeutig festgelegt... und das ist weder journalismus noch irgendwie neutrale berichterstattung..

Also ich bin der Meinung...

herzlichen Glückwunsch unseren griechischen Helden!

"Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf.

Der erste Stein im Domino ist gekippt, andere werden folgen.

Übrigens, "Europa" ist ein Kontinent, die EU ist nur ein Teil davon, von der Fläche sogar der Kleinere.

Wann fragt man uns?

Die Griechen werden gefragt, ob sie sich weiter finanziell helfen lassen möchten. Wann werden wir Deutschen endlich gefragt, ob wir weiterhin unser Geld geben möchten?

EU-Politiker ohne eine Chance gegen Athen!

Das Volk hat gesprochen! Anders als in anderen Staaten, wo das Volk nichts zu
bestimmen hat, hat das griechische Volk
bewiesen, dass es lebt! Der Kampf um
Athen hat begonnen, die einen sind schon
an der Front, die ganz anderen warten in
den Startlöchern. Wenn nun die EU mit
humanen Hilfen in Millionenbeträgen
Athen hilft, dann hilft auch, und selbstver-
ständlich, die Russ.Föderation! Und auch
China schickt sicherlich Reis in verschiedenen Sorten und Angeboten. Die
EU ist also gehalten sich irgendwo her Geld
zu besorgen, um die Griechen bei der Stange
zu halten. Wenn es nicht zum Lachen wäre,
müsste man weinen. Auf jeden Fall, gratuliere ich Berlin zu diesen Start in ein
neues Europa!

Eine schallende Ohrfeige für Schäuble und Merkel

aber auch für Schulz und Gabriel, die sich allesamt nicht zu blöd waren, das Interesse der Banken über das der Menschen zu stellen. Aber nicht das Ende für Europa! Ganz im Gegenteil, es könnte eine neue Chance sein, ein Europa für Menschen zu bauen, und nicht bloß eins für Konzerne und Banken. Ob das mit dem vorhandenen Personal gelingen kann ist allerdings fraglich.

Nur konservative Stimmen in der Berichterstattung

Liebe ARD warum hab ich keine einzige links Stimme in Eurer Berichterstattung gehört?

Griechen behandeln wie Freunde

Was würden wir Freunde sagen, die sich bei uns Geld leihen und dann sagen, dass sie nicht alles zurück zahlen wollen?
Ich würde dem Freund sagen: Bei Aller Liebe, aber bring erst mal dein Leben in Ordnung und dann sehen wir weiter...
Was ich dem Freund sagen würde, wenn er mich auch noch als Erpresser und Terrorist bezeichnen würde, weiß ich nicht.
Aber das waren für mich nicht " die Griechen".

wenn man bedenkt, wie die

wenn man bedenkt, wie die Regierung betrogen hat, um das Ergebniss zu erreichen - von Extrasendezeit für Tsipras bis hin zu falschen Übersetzungen - dann darf man sich nicht wundern.

Europa hat jetzt nur noch eine Wahl: Grenzen dicht, kein Cent mehr nach Griechenland und raus aus der EU.

Sehr gut

Nun sind alle Versuche Tsipras zu stürzen gescheitert. Jetzt kann die EU Tsipras und Varoufakis nicht mehr viel verteufeln.

Das bedeutet Syriza Regierung bleibt. Da bin ich mal gespannt, wie Frau Merkel damit umgehen möchte.

Es ist schon sehr sinnvoll nicht zu sparen

Denn dadurch kommt die Wirtschaft nicht in Schwung. Insofern haben die Griechen bei dieser Abstimmung schon teilweise Recht. Allerdings dürfen Kredite nur für Zukunftsinvestitionen verwendet werden. Niemals für den laufenden Konsum. Das ruiniert sonst jede Volkswirtschaft. Das ist das Problem in Griechenland dass die Kredite für den laufenden Konsum verwendet werden.
Wie man leicht sieht geht das gleiche Lied in der Ukraine schon weiter. Kredite dürfen nur für Zukunftsinvestitionen verwendet werden. Niemals zum Bezahlen der laufenden Gasrechnung!

Damit hat sich Griechenland

Damit hat sich Griechenland die Basis für weitere Verhandlungen mit den Geldgebern genommen und harte Konsequenzen für das öffentliche Leben ohne frisches EZB Geld drohen. Tragisch jedoch, dass ein Großteil der griechischen Wähler sich der Tragweite dieses Votums scheinbar nicht bewusst sind.

Jetzt ist er da: der Grexit.

Jetzt ist er da: der Grexit. Schade drum, aber nicht zu ändern.

@AWACS

Ich teile Ihren Eindruck!! Hier wird massiv gegen GR Stimmung gemacht. Ist das die sog. Demokratie, wie sie die TS versteht?!
Ich wünsche den Griechen alles Gute!

AVTIO Griechenland

Das wars wohl erstmal. Die Idee, Unterhändler schon morgen nach Brüssel zu senden ist zwar nett gemeint und soll das griechische Volk erstmal beruhigen, aber:
Man wird wohl in Brüssel vor verschlossenen Türen stehen.
Glauben die wirklich, dass sie am Montag von irgend jemandem empfangen oder gar erwartet werden?
Tsipras will seinen Wählern wohl erst mal einen schönen Festabend gönnen. Dann, morgen Früh, stehen alle mit einem Kater auf und merken gar nicht, dass sie sich
evtl. ihr eigenes Grab geschaufelt haben.
Die 18 anderen Euro-Länder werden einen Teufel tun und mit Tsipras eine schnelle Einigung treffen. Die lassen GR erst mal weiter zappeln (leider für die Menschen dort).
Man lässt sich nicht gerne als Terrorist bezeichnen, da ist man in GR zu weit gegangen.
Schade für die Menschen, aber teilweise sind sie selbst Schuld!

Nein zu Europa

Dies ist ein klares NEIN zu Europa, denn man will nicht die Lasten tragen , sondern nur die Vorteile geniessen und zwar ohne Verantwortung eingehen zu wollen.

Ich erwarte von Europa und meiner Regierung dass keine Gelder mehr nach Griechenland überwiesen werden und auch sonst keinerlei Verpflichtungen mehr übernommen werden. Weiter sollten umgehend Gespräche mit Griechenland geführt werden zwecks Rückzahlung der eingegangenen Verpflichtungen und sonstiger Verpflichtungen.

Das Ergebnis wird in meinem Wahlverhalten für die Zukunft eine entscheidende Rolle spielen.

Super - 60% für Nein!

Prima, keine weiteren Griechenlandhilfen mehr. Kein weiterer Griff in die Taschen slowakischer, finnischer, italienischer, deutscher Arbeitnehmer und Rentner! Ein Sieg für Europa - außer Griechenland.

Die Idee von Tsirpas, dass morgen ein Abkommen in seinem Sinne unterschrieben wird ist völlig realitätsfremd. Und wieso ist eigentlich seine Verhandlungsposition gestärkt? Entscheidend ist ja die demokratische Abstimmung in den Geberländern! Viel Spaß beim Extremsparen!

20:18 von schweizer-buerger

"...Wenn es Fair ist das Tsipras sin Volk befragt, dann wäre es doch nur Fair wenn jedes EU Land seine Bürger auch befragt, zum Beispiel mit folgendem Wortlaut:
Möchten Sie dass ein EU-Mitgliedsland das nicht willens ist Reformen durchzuführen, weiterhin Ihr Geld bekommt um über seine Verhältnisse zu leben?
Ich glaube da könnte man das Ja oben schreiben und das Nein unten, ich tippe auf 85% Nein."

Ich schlage einen anderen Wortlaut vor:
Wollen Sie, dass in Zukunft europäische Menschen in Griechenland unter Not und Hunger leiden?
Mal sehen, wie dann die Abstimmung ausgeht. Vor allem, wenn die ersten Nachfragen kommen, warum das so sein soll, und die Erklärungen einleuchten, dass man Menschen nicht die Margarine vom Brot sparen kann...

Gestärkt und bestätigt

Das griechische Volk hat seine Regierung gestärkt und bestätigt.
Das ist demokratisch und ich gratuliere allen Griechen zu diesem Volkentscheid.
Indirekt hat das griechische Volk damit auch der EZB eine Ohrfeige gegeben, die ohne Unterlass Milliarden um Milliarden Euro nach Griechenland verschoben hat.
Und das griechische volk hat ebenso klar gestellt, dass es die von superreichen Griechen nach Großbritannien und die Schweiz und andere EU Länder verschobenen Milliarden, die man den Griechen jetzt vorenthält (!) nicht zu bezahlen bereit ist.
Wir sollten uns ebenso klar dazu bekennen, die superreichen griechischen Reeder nicht mehr zu schützen.
Nur so kommen wir in Europa voran.

Egal, wer gewinnt...

In Griechenland haben alle (armen) Wähler ihre Erwartungen, dass es ihnen durch diese Wahl "endlich" einmal wieder besser geht. Egal, wer wie stimmt.
Und alle zusammen werden leider bald nach der Wahl wieder in der "Wirklichkeit" aufwachen.
Deshalb gönne ich den "Wahlgewinnern" das Feiern und die freudigen Gefühle. Und den anderen Wählern kann man sagen: "Nehmt es Euch nicht zu Herzen, denn eigentlich hatte das Referendum sowieso keinen Sinn."

Wir "restlichen" Europäer haben allerdings ebenfalls keinerlei Grund zum Feiern. Denn
die "unendliche Geschichte" wird so lange weiter gehen, wie es die Politiker aushalten, sich von GR verspotten, beschimpfen und an der Nase herumführen zu lassen.

hoffentlich erhalten die

hoffentlich erhalten die Griechen keinen Cent mehr an deutschem Steuergeld!

Respekt vor den Griechen

Ein "Nein" ist jetzt eine Chance, die sie hoffentlich nutzen.
Das war für Brüssel und Merkel mal überfällig!

Demokratie nur in Griechenland?

Die Griechen haben mehrheitlich mit "Nein" abgestimmt. Mit einem Nein zu den Auflagen der Geldgeber. Nun wäre es an der Zeit in den Ländern der Geldgeber abzustimmen, in wie weit die dortige Bevölkerung bereit ist ihre Steuern nach Griechenland zu senden. Ich möchte mal sehen, was meine Bank sagt, wenn ich nicht mehr die von ihr gestellten Bedingungen für meine Hypothek erfüllen will.
Die derzeitige Regierung, auch mit einem Ja zu ihrer Politik, hat nicht nur bei anderen Politikern, sondern mit Sicherheit auch bei privaten Investoren jegliches Vertrauen verspielt.
Eine humanitäre Katastrophe muss verhindert werden, aber warum mit Geld, dass sich sowieso nur wieder Banken, Millionäre und Politiker aufteilen.

verzockt

Da haben sich unsere Politiker gründlich verzockt, hatten sie sich doch schon darauf eingestellt, nicht mehr mit Herrn Tsipras und Herrn Varoufakis verhandeln zu müssen. Aber das legen zum Ärger einiger noch immer die Wähler fest.

Jetzt wäre Ehrlichkeit von allen Seiten angesagt. Wenn selbst der IWF schon für einen Schuldenschnitt ist, sollte man langsam wirklich über Lösungen und nicht Verschiebungen von Problemen nachdenken.

Griechenland braucht Hilfe und wird sie (hoffentlich) auch bekommen. Ich bin nur auf die Begründungen derer bekannt, die diese bisher verweigert haben. Alternativlos wird wohl nicht mehr reichen.

20:39 von higi2104 Demokratie nur in Griechenland?

>"Die Griechen haben mehrheitlich mit "Nein" abgestimmt. Mit einem Nein zu den Auflagen der Geldgeber. Nun wäre es an der Zeit in den Ländern der Geldgeber abzustimmen, in wie weit die dortige Bevölkerung bereit ist ihre Steuern nach Griechenland zu senden. Ich möchte mal sehen, was meine Bank sagt, wenn ich nicht mehr die von ihr gestellten Bedingungen für meine Hypothek erfüllen will.">
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Diese Forderung hätten Sie schon vor Europäischer Bankenrettung und Einführung des ESM und ESF an ihre Regierung stellen sollen!
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Es wären den ärmsten Griechen und den ärmsten Europäern, jetzt, so manch unglaubliches Opfer erspart geblieben!
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>"Eine humanitäre Katastrophe muss verhindert werden, aber warum mit Geld, dass sich sowieso nur wieder Banken, Millionäre und Politiker aufteilen.">
-
Das wäre dann gleich die nächste Frage, an die europäischen Restregierungen!

Gleiches Recht für alle!!!!

Ich hoffe, das sich nun die andern Entscheidungsträger in Europa auch darauf besinnen einmal Ihre Bevölkerung zu diesem Thema zu befragen.
Wäre sehr interessant wie dann die Anwort aussieht und wäre auch gerecht gegenüber uns.

erster schritt vollbracht!

... griechenland muss endlich einen schuldenschnitt aushandeln und dann zurück zur (weicheren) eigenen währung. den übergang – den aufstieg aus der eurogenerierten rezession – müssen wir alle ihnen ermöglichen. und ich bin auch gerne dazu bereit.
.
mit euro werden griechenlands bürger ihre wohnverdiente ehre nicht wieder zurückerlangen. denn mit euro werden sie im besten fall eine alimentierung erfahren so wie heute die schwächsten regionen deutschlands, die ohne soli- und länderfinanzausgleich nicht ansatzweise über die runden kämen.
.
griechenland sollte vorbild für uns effizienzjunkies werden, so wie es das früher einmal war! und wenn ein land in der lage ist mit relativ wenig ressourcenverschwendung und mit relativ viel menschlichkeit sein dasein zu fristen – so wie es vor der euroeinführung war – dann sollten wir alle dieses land unterstützen. als teil europas, der mindestens so wichtig ist wie der industrielle und ressourcenvernichtende teil europas!
.
befreit euch vom euro!

Wer entscheidet da was? Demokratiemissbrauch!

Welche Entscheidung?!
u.a. zu 19:25 von Chriskt
"...es ist nicht mehr nachzuvollziehen, dass von vielen Politikern und Kommentatoren die gr. Volksabstimmung als Demokratievorbild gefeiert wird, aber das ablehnende Mehrheitsbild in Umfragen in Deutschland als populistische Stimmungsmache abgetan wird."
So ist es! Die historischen Vorbilder sind keine und sie würden diese "Demokratie" ablehnen:
Aristoteles kritisierte sie, wenn die Herrschaft der Unvermögenden die Besitzenden enteignet. Was hätte er erst gesagt, wenn dazu noch die eigenen Geldgeber als Terroristen bezeichnet werden?

Den Armen muss man helfen, direkt und selektiert, nicht alle Griechen sind arm! Jeder deutsche Politiker hat seinem Amtseid zu folgen und sicherzustellen, dass kein Sparer und Steuerzahler direkt oder indirekt diesen "Staatsapparat" und die steuergeschonten Reichen noch mit einem Cent subventioniert. Es ist Sabbat!
https://de.wikipedia.org/wiki/
Politik_%28Aristoteles%29#Zweite_Staatsformenlehre

über Griechenland lacht die Sonne...

...über die EU der Rest der Welt....

Man kann nicht einfach sagen:

Man kann nicht einfach sagen: "Griechenland braucht Hilfe"

Es ist niemandem Zumutbar ständig für andere Mitzuarbeiten. Ohne massive Reformen, die aber nicht nur beschlossen werden sondern auch umgesetzt werden müssen darf da überhaupt nichts mehr laufen.

Im übrigen wäre die beste Hilfe für Griechenland der Grexit. Und in 50 oder 100 Jahren kann Griechenland dann nochmal die Aufnahme in den Euro beantragen. Bis dahin kann sich Griechenland mit der Drachme sanieren und dafür sorgen, daß das Geld im Lande bleibt.

Frau Merkel macht das schon

Frau Merkel fliegt zu Hollande, der ja schon vorher weitere Verhandlungen mit Griechenland im Falle eines "Nein" angekündigt hat.

USA und Hollande werden schon dafür sorgen, daß die Verhandlungen weiter gehen. Frankreich hat mehr zu verlieren als Deutschland. USA will auch nicht das Griechenland als NATO Partner austritt.

Die Verlierer sind Merkel und Schäuble.
Das steht schonmal fest.

@21:51 von spom

>>
Da haben sich unsere Politiker gründlich verzockt, hatten sie sich doch schon darauf eingestellt, nicht mehr mit Herrn Tsipras und Herrn Varoufakis verhandeln zu müssen.
<<

Muessen Sie auch nicht. Zuallererst wird sich der Herr Varoufakis oeffentlich fuer seine Beleidigungen entschuldigen. Dann wird er von Tsipras unehrenhaft, sprich ohne Pensionsansprueche entlassen und erst DANN werden die hoffentlich hoeflichen Bitten der griechische Delegation ueberhaupt angehoert. So laeuft das.

>>
Aber das legen zum Ärger einiger noch immer die Wähler fest.
<<

Dann fragen Sie mal die anderen 97% der EU Bevoelkerung. Kleine Wette dass mehr als 70% davon bereit sind, den Griechen den Laufpass zu geben ?

>>
Griechenland braucht Hilfe und wird sie (hoffentlich) auch bekommen. Ich bin nur auf die Begründungen derer bekannt, die diese bisher verweigert haben.
<<

Es wird kein Paket geben dass auch nur einen deut lascher als das was die Griechen gerade abgelehnt haben.

Wenn man aber die Notlage

Was würden wir Freunde sagen, die sich bei uns Geld leihen und dann sagen, dass sie nicht alles zurück zahlen wollen?
Ich würde dem Freund sagen: Bei Aller Liebe, aber bring erst mal dein Leben in Ordnung und dann sehen wir weiter...
Was ich dem Freund sagen würde, wenn er mich auch noch als Erpresser und Terrorist bezeichnen würde, weiß ich nicht.
Aber das waren für mich nicht " die Griechen".

und momentane Abhängigkeit des Freundes ausnutzt, ihm in Gutsherrenart Bedingungen zu diktieren (Schäuble, Merkel, Schulz etc etc.), ihm sein Hab und Gut unter Wert abzupressen (Privatisierungen zugunsten europ. Unternehmen) und noch dazu daran hindere, wieder auf die Beine zu kommen (Troika), dann bin ich ein mieser Gauner und nie ein Freund gewesen.
Merke: Wer solche Freunde wie Kom2010 oder EU-Politiker hat, braucht keine Feinde.

Herr Gottlieb hat in der ARD

allen ernstens gefragt:
Wissen die überhaupt, worüber sie abstimmen?

Bei solcher Frage muss er den Griechen doch unterstellen, das sie unmündig sind.
Damit stellt ersich doch klar auf die Seite von Junkers , Schäuble usw.
Erstaunt hat mich das allerdings nicht.

Tendenziös

Die Stimmung welche selbst von den ÖR Medien verbreitet wird, ist in höchstem Maße bedenklich. Die Brennpunkt Sendung der ARD ist unerträglich tendenziös in ihrer Berichterstattung. Warum erhalten wir keine neutrale Bericherstattung für unsere GEZ Gebühren?

@ 21:56 von gman

Tja, dass hätten wir schon vor Jahren deutlicher einfordern sollen. Aber wir waren schön ruhig, haben uns zurückgelehnt weil uns geht es ja gut und haben alles geglaubt was uns alternativlos erklärt wurde. Lesen Sie mal, wieviele kritische Stimmen es bereits vor Jahren gegeben hat. Man könnte denken, einige Beiträge von vor Jahren sind erst von heute.

Nochmal: wir sollten den Griechen dankbar sein. Wenn die gr. Regierung die neuen Spardiktate vor einer Woche unterschrieben hätte, wäre es auch nur eine Lösung für ein paar Monate gewesen. Das Problem wäre wieder nur hinausgeschoben worden.

Und für alle die auf ein Referendum in Deutschland warten: ich fürchte, dass werden wir nicht erleben. So ein Beispiel darf mit Sicherheit keine Schule machen.

21:59 von montideluxe @21:51 von spom

">>Aber das legen zum Ärger einiger noch immer die Wähler fest.<<
-
montideluxe
"Dann fragen Sie mal die anderen 97% der EU Bevoelkerung. Kleine Wette dass mehr als 70% davon bereit sind, den Griechen den Laufpass zu geben?"
-
Diese Forderung mal die anderen 97% der EU Bevoelkerung zu fragen, hätten Sie schon vor Europäischer Bankenrettung und Einführung des ESM und ESF an ihre Regierung stellen sollen!
-
Es wären den ärmsten Griechen und den ärmsten Europäern, jetzt, so manch unglaubliches Opfer erspart geblieben!

Die Griechen haben abgestimmt

Die Griechen haben abgestimmt. Nur wofür haben sie gestimmt. Sie haben dafür gestimmt, dass sie sich ihren Lebensstandard von den Europäern finanzieren lassen. Denn sparen wollen sie nicht! Das haben die Griechen den Europäern heute abend deutlich gesagt.

Und es wird genügend Linkspopulisten geben, die den Griechen recht geben.

"Das nenne ich Patriotismus....
Das nenne ich Vertrauen in seine Politik und ich würde mir solche Abstimmungen für weitreichende Entscheidungen auch in Deutschland wünschen."

Mit Vertrauen hat das wohl eher weniger zu tun:
Es ist wohl eher wie in der Weimarer Republik, in der alle Parteien aus Verzweiflung durchprobiert wurden.

Die Griechen verbinden mit einem Ja zu den Sparmaßnahmen die negativen Erfahrungen der Vergangenheit. Also hoffen sie, dass ein Nein etwas in einer positvere Richtung bewirkt.

Ich fürchte nur, wer pleite ist, nichts anzubieten hat, nichts vernünftiges produziert und sich nicht ändern will, der wird mit einem "ja" und "nein" Schiffbruch erleiden.

Solche populistischen Abstimmungen ohne Vorbereitung und Meinungsbildung sind nichts, was ich mir in Deutschland wünsche!

klares nein

Sehr schoen.
Dann koennen die Griechen jetzt von dem was sie erwirtschaften leben... und zwar wie sie wollen.
Aber ich will dafuer keine Steuern zahlen!
Keinen Cent!
Das ist die einzige Loesung!
Mal sehen was eine Drachme wert ist.
Fuer Europa ist das egal.
Irgendwann muessen die Griechen erkennen,
dass sie nicht wichtig genug sind umd die Welt zu erpressen

Super!

Vielen Dank an Griechenland! Zu einer richtigen Demokratie!
Wann werden wir Deutsche gefragt?
Sehts endlich ein, keiner will so ein Europa!
Hoffe diese EU mit dem Euro ist bald Geschichte!
Aber ich bin sicher die EU wird alles weiterhin tun um Griechenland nicht gehen zu lassen. Und das kanns nicht sein!

Herzlichen Glückwunsch...

...allen Griechen für diese Entscheidung! Ich hoffe, dass dort auch weiterhin mit so viel Umsicht und Entschlossenheit gehandelt wird.

Danke an die Griechen...

Danke an die Griechen... Ihr habt Recht...

Ja wo kommen wir denn da hin

wenn sich das Volk jetzt schon per Abstimmung in die Politik einmischen darf?
Den Griechen wird ja nachgesagt die Demokratie erfunden zu haben, aber etwas Erfinden und etwas in der Praxis anzuwenden sind doch zwei völlig verschiedene Dinge.

Höhepunkte des Tages!

Der Beitrag von BR-/ARD-Korrespondent Dalheimer und das Interview mit EP-Präsident Schulz in den Tagesthemen waren in der Tat die Höhepunkte des Tages.

Unwahrscheinlich!

Unglaublich!

Bedingungen

Ganz genau!

Pest oder Cholera?

Im Grunde hatten die Griechen heute die Wahl, welchen Tod sie sterben wollen. Sie haben sich entschieden, standhaft zu bleiben statt auf die Knie zu rutschen. Dazu kann man sie nur beglückwünschen, auch wenn das Ergebnis das gleiche und genauso schrecklich sein ein wird.

@montideluxe

"Es wird kein Paket geben dass auch nur einen deut lascher als das was die Griechen gerade abgelehnt haben."
.
Nun wenn die "Troika" bei Griechenland, weil eine linke Regierung und das untragbar für unsere Eliten ist, mit macht mit dem Kopf durch die Wand will und wie bisher das Spiel "Alles oder nichts" weiter spielt, dann droht der aus des Euros und der EU. Damit ist dann das Projekt der "Deutschen EU" von Frau Merkel gescheitert. Damit ist sie dann endgültig gescheitert in allen Politikfeldern die sie beackert.

Erpressung

Wir dürfen uns jetzt nicht von der griechischen Regierung erpressen lassen und Schutzgeld an Herrn Varoufakis zahlen!

Lassen wir Griechenland nun in "Würde" ihren eigenen Weg gehen, damit wir in Würde unseren gehen können. (Wir könnten auch gerne eine Volksabstimmung darüber machen, ob GR noch Hilfe von uns bekommen soll)

Da kann man nur darauf hoffen, dass die EZB morgen nicht entgegen aller Vernunft und Rechtslagen wieder Geld für griechische Banken freigibt.

Ich bedaure die Griechen die nun noch weiter leiden müssen, aber das ist das Ende Griechenlands im Euro. Bon voyage. Ich wünsche euch viel Glück!

@ 21:56 von gman "Wer

@ 21:56 von gman
"Wer entscheidet da was? Demokratiemissbrauch!"

Dies ist ein exemplarischer Fall von BILDung!

...

Prima. Damit ist Griechenland im Club der Entwicklungsländer! In China oder Russland gibt es vielleicht neues Geld, aber dann verkaufen die Griechen zuerst ihren Stolz und dann alles andere!

@ 21:59 von montideluxe

" Zuallererst wird sich der Herr Varoufakis oeffentlich fuer seine Beleidigungen entschuldigen. Dann wird er von Tsipras unehrenhaft, sprich ohne Pensionsansprueche entlassen und erst DANN werden die hoffentlich hoeflichen Bitten der griechische Delegation ueberhaupt angehoert. So laeuft das."
Ach ja? Wir werden sehen.

"Dann fragen Sie mal die anderen 97% der EU Bevoelkerung. Kleine Wette dass mehr als 70% davon bereit sind, den Griechen den Laufpass zu geben ?" Das mag sein. Aber nicht unsere Politiker. Und im Unterschied zu Griechenland entscheiden die bei uns.

"Es wird kein Paket geben dass auch nur einen deut lascher als das was die Griechen gerade abgelehnt haben." Mit Sicherheit wird es Hilfe geben. Wie es letztendlich genannt wird, sei dahin gestellt. Selbst der IWF fordert einen Schuldenschnitt. Früher oder später werden wir das auch als alternativlos präsentiert bekommen.

@19ikarus43: Wenn man sich

@19ikarus43: Wenn man sich den Text auf dem Abstimmungszettel mal ansieht,kann ich die Frage schon verstehen.

Ergebnis ist total egal!

Die Griechen denken offenbar ernsthaft, dass sie hier irgendetwas entscheiden hätten.

Irrtum! Es war lediglich die Aufforderung einer Meinungsäußerung!

Das Ergebnis ist irrelevant.

Heute feiern die Griechen! Morgen werden sie leider vor Trümmern stehen!

Mut der Griechen

Die Deutschen haben sich die Agenda 2010, die von Nichtdemokraten ausgearbeitet wurde, einfach überstülpen lassen. Die Folge war eine Verarmung der Leistungsträger und die Bereicherung von Zockern und Betrügern.
Herzlichen Glückwunsch Griechenland.

froh sein

die eurokraten können doch im endeffekt froh sein das es bis jetzt nur bei einem nein sagen zu ihrem willen geblieben ist.

Am 05. Juli 2015 um 20:13 von Rinnstein

Bald weigern sich meine Finger dies wieder und immer wieder zu fragen... aber scheinbar wird es nötig:

Wie viel Geld wurde denn bislang Griechenland gegeben? Nichts.
Wie viel Geld erhält Deutschland von Griechenland? Genügend.
Sind unsere Staatsanleihen derzeit so günstig, weil (auch) wir Griechenland in einem ewigen Zustand der Agonie halten: Ja
Funktioniert die schwarze Null nur wegen dieser günstigen Staatsanleihen?: Ja
Muss Deutschland 80Mrd bezahlen, wenn es zum Grexit kommt?: Ja
Muss Deutschland 80Mrd bezahlen, wenn es nicht zum Grexit kommt: Nein.

Referendum Griechenland

Damit hat Griechenland die Entscheidung getroffen. Die Hilfszahlungen an Griechenland müssen sofort eingestellt werden. Sollte es zu neuen Verhandlungen mit der EU kommen, müssen vor neuen Zugeständnissen an die griechische Regierung nicht nur die nationalen Parlamente, sondern alle Bürger durch ein Referendum zur Zustimmung befragt werden.

Vorerst hat die Vernunft gesiegt

und nicht die EU mit ihrer erpress. Politik, für welche Griechenland nur ein Test war, wie weit man gehen kann mit der aussichtslosen Sparpolitik eines Schäuble.
Ob die Griechen allerdings auf Dauer gewonnen haben, hängt mit von uns ab. Wenn wir weiter CDU o. SPD oder ihre europäischen Gesinnungsgenossen wählen oder auf die Straße gehen.

Ich fürchte...

es spielt keine Rolle ob die Griechen hier mit Nein oder Ja
abstimmen. Was soll denn passieren. Tsipras und seine Kumpanen werden ihr Spiel weiter spielen und zwar jetzt mit dem Willen ihres Volkes. Es weiß nur nicht worüber er in Brüssel verhandeln will und vor allem mit welchen Druckmittel.
Gr. hat 1% BIP, 3% der Bevölkerung der EU u.180 % Staatsverschuldung und keinerlei Großindustrie außer dem Tourismus vielleicht. Und der dürfte sich erstmal auch erledigt haben. Die Börsen werden einen Grexit verkraften, dass haben die Zahlen vom letzten Montag gezeigt.
Geld wird sowieso weiter fließen, dann heißen die Gelder nicht mehr Kredite (ups Entschuldigung Schreibfehler ich meinte Geschenke) sondern humanitäre Hilfsgelder. Also was soll's.
Vielleicht sollte man mal eine Volksabstimmung in den Ländern machen, die sich bei dem Crash 2008/9 auf Reformen und Sparmaßnahmen eingelassen haben. Ich tippe dort auf ein Eindeutiges Nein zu weiteren Hilfen unter solchen Bedingungen.

Die EU wird an die Wand fahren !

Wie lange wollen den die neoliberalen Ideologen, wie Merkel, Juckers und Schulz noch so weiter manche ?
In GB wächst die Stimmung gegen die EU, in Österreich gab es vor kurzem eine Petition für einen EU-Austritt welche innerhalb von 2 Wochen 4,5% der Wahlberechtigen unterschrieben haben - eine der erfolgreichsten Petition in der Geschichte Österreich (von unseren Medien komplett verschwiegen). In Spanien Massenproteste seit Monaten (nichts davon in unserer Presse).
Jetzt ein mehr als deutliches Signal der Griechen !
Die EU war einst eine großartige Idee, aber statt eine Gemeinschaft der Völker zu werden, ist es ein Interessensclub der Banken und der Großkonzerne geworden. Und dazu noch undemokratische Strukturen wohin man blickt und Lobbyisten als Stammgäste in der Büros von Brüssel und Straßburg.
Diese Politik muss sich ändern, oder die EU wird an die Wand fahren.

@grobio

"Am 05. Juli 2015 um 22:16 von grobio
...
Prima. Damit ist Griechenland im Club der Entwicklungsländer! In China oder Russland gibt es vielleicht neues Geld, aber dann verkaufen die Griechen zuerst ihren Stolz und dann alles andere!"
.

Hier muss ich Sie etwas korrigieren. Weil die Griechen ihren Stolz nicht verkaufen haben sie so abgestimmt.

22:01 von 19ikarus43

"Herr Gottlieb hat in der ARD allen ernstens gefragt:
Wissen die überhaupt, worüber sie abstimmen?
Bei solcher Frage muss er den Griechen doch unterstellen, das sie unmündig sind.
Damit stellt ersich doch klar auf die Seite von Junkers , Schäuble usw.
Erstaunt hat mich das allerdings nicht."
-
Die meisten Griechen wissen nach 5 Jahren härtester Entbehrung, sehr wohl, worüber sie abgestimmt haben!
-
Ich denke es besteht mehr Nachholebedarf ,besonders bei den Deutschen bei der Beurteilung und Konsequenzen der letzten 5 Jahre!
-
ESM und weitere verfehlte Europapolitik der Rettung europäischer privater Gläubiger, stehen seit langem, mit, für den Verfall Griechenlands und Europas!

Warum ist Zipras so zuversichtlich?

Ich gehe davon aus, das weder Merkel, noch Hollande, noch Junkers, noch Dijsselbloem und schon gar nicht Herr Schulz,... wirklich etwas zu melden haben, sondern das die Entscheidung in Washinton gefallen sein könnte.
Wenn Griechenland und die ebenfalls seit Jahren von der EU brüskierte Türkei aus der NATO austreten hat die NATO keine Südflanke mehr und das gefällt den USA gar nicht. WENN Griechenland und die Türkei ihre Territorial- Gewässer für die NATO SPERREN, kann die US Navy weder im Schwarzen Meer operieren, noch die Häfen der Ukraine benutzen.
Varoufakis hat viele Freunde in den USA und seit der vergangenen Woche sagten diverse Wirtschaftswissenschaftler in den USA das die Austeritatspolitik der EU Humbug sei... Mal sehen, ob Obama Merkel nach Washington zitiert, oder das mit ihr am Handy ausmacht. NR. hat er ja.

Herr Schulz gerade in den TT:

"Wir müssen morgen und übermorgen über humanitäre Hilsfmaßnahmen reden."

Geld für Griechenland?

NEIN !!

Griechisches Nein bricht Brücken zu Europa ab-ohne neue zu bauen

Bei allem Verständnis zum griechischen Nein nach den negativen Erfahrungen mit 5 Jahren Austeritätspolitik und den bis zur Vorwoche verhandelten neuen Vorschläge der Geldgeber. Deren Ablehnung durch die Mehrheit der Griechen sagt nur, was man nicht will, bietet aber keine Lösungsperspektive für die drängende Schuldenkrise infolge geschlossener Banken und einem de facto bankrotten Staat.

Es bleibt das Geheimnis von Tsiras und der Syriza, wie sie aus diesem Teufelskreis auf die Schnelle herauskommen wollen. Tsipras wollte ja, innerhalb von 2 Tagen einen neuen Vertrag schließen. Die nunmehr verstärkten einseitigen Bedingungen der Syriza-Regierung werden die "Terroristen" und "Erpresser" von der Brüssel-Gruppe aber kaum zu Zugeständnissen bringen können, schon gar nicht mit der jetzt erneuerten Forderung nach einem Teilschuldenschnitt. So wird es auf die Haltung der anderen 18 Staats- und Regierungschefs der Eurogruppe ankommen. Es wird wohl bei der humanitären EU-Hilfe bleiben.

Tschüss, Hellas

"...Varoufakis kündigte rasche Gespräche mit den Gläubigern an..."

Noch rascher wird das Ende dieser Gespräche kommen (falls es überhaupt zu einem Gespräch kommt). Ein deutliches Nein, der EFSF stellt seine 145 Mrd fällig und das war es dann.

Mein Beileid der vernüftigeren griechischen Minderheit. Der Rest wird spätestens am Dienstag schlauer sein, wenn die Banken vielleicht aufmachen, und es dort nichts mehr gibt.

Nein heißt Nein

Die Griechen haben sich allen Anschein nach für ihre Regierung und gegen Europa entschieden. Damit muss nun Europa seine restlichen Bürger vor Griechenland schützen.

Ein Nein zu Europa heißt auch ein Nein zur maßlosen und ungezügelten Ausgabenpolitik der Griechen.

Gut, wenn sich die Griechen zum Stiefelknecht Dritter machen, deren Interesse an einer Uneinigkeit in Europa sehr groß ist, dann sollen diese auch dafür bezahlen. Wir haben genug nach Griechenland überwiesen, und sehen das Geld auch nie wieder.

Ein Nein der Griechen heißt auch, dass wir als Gemeinschaft Nein sagen zu Ausnutzen und Egoismus. Ich habe genug Geduld mit den Griechen gehabt, und ich war der festen Überzeugung, dass die Griechen sich eines besseren besinnen, mit Blick auf die anderen Länder, die durch Sparen wieder auf die Zielgerade gekommen sind.

Ein Nein heißt auch ein Nein zu Schengen, ein Nein zum Euro und ein Nein zu jedweden Mitspracherecht.

Referendum in Griechenland

Aus meiner Sicht haben die Griechen eine legitime Entscheidung getroffen. Genauso legitim ist es aber für alle anderen Länder, die Verhandlungen weiterhin auszusetzen und alle Hilfszahlungen einzustellen. Und - sollten die politischen Instanzen die Verhandlungen doch weiterführen und weitere Zugeständnisse aussprechen, muss die Entscheidung der politischen Instanzen durch ein Referendum in den jeweiligen Ländern legitimiert werden. Gleiches Recht für alle!

Das Londoner Schuldenabkommen.

Hier eine Lektion im Geschichtsunterricht, die speziell für alle Deutschen gilt, die Griechenland andauernd schlecht machen. 1953 fand in London eine Konferenz statt, wobei ein Grossteil der Schulden der BRD storniert wurden.

Das Londoner Schuldenabkommen.

Ja, da staunt der Laie. Dieser Schuldenschnitt, oder Befreiung von Schulden, ermöglichte erst das sogenannte Wirtschaftswunder in Westdeutschland.

Das lernt man nicht in der Schule und erzählen die deutschen Medien natürlich nicht. Das wollen die Deutschen auch nicht hören, der Aufschwung nach dem II. Weltkrieg war nicht deshalb, weil die Deutschen so besonders fleissig waren, ein nettes Märchen, sondern weil man keine Schulden hatte und deshalb die ganzen Steuereinnahmen für Investitionen für den Wiederaufbau verwendet werden konnte.

So willigten die Vereinigten Staaten, Britannien und Frankreich, zusammen mit Spanien und Griechenland, einer grosszügigen Stornierung ein.

Ja, auch Griechenland!

Kredit

brauche dringend morgen einen Notkredit.
Bitte um Hilfe.
Wann endlich hört diese unendliche Geschichte endlich auf. Der Grexit ist der
einzige Ausweg.

Waren die Griechen

vielleicht der Meinung, bei einem "Nein" öffnen morgen die Bankschalter wieder und man kann lustig weiter sein Vermögen ins Ausland transferieren?
Meinen Respekt an die Nein-Wähler; sie haben deutlich gemacht, dass das griechische Volk aus eigener Kraft aus dem Schlamassel kommen will und keine weitere finanzielle Unterstützung irgendwelcher Geldgeber wünscht. Gelle Herr Schäuble?

Duerfen wir jetzt bitte auch

Duerfen wir jetzt bitte auch "nein" waehlen? Nein zu jeglichen weiteren Hilfen, nein zu einem Verbleiben Griechenlands im Euroraum, nein zu weiteren Nothilfen der EZB.

Kaum einer hat bzw. will

Kaum einer hat bzw. will Begriffen worum es überhaupt noch geht. Die Ursache begann 2010. Weil besonders Deutschland und Frankreich ihre Banken vor Verlusten schützen wollten.
Jedoch schieben es alle der neuen Regierung in die Schuhe.
Diese neue Regierung soll nun noch mehr sparen, nur von was den noch wenn die überwiegende Hälfte de Bevölkerung nichts hat.

Während Griechenland als EU-Mitglied drangsaliert wird bekommt die Ukraine als Nicht EU-Mitglied Hilfe ohne Ende.
Somit ist dasalles keine Wirtschaftliche Entscheidung sondern eine Politische.

Absage

Die Griechen haben Europa in dieser Form eine klare Absage erteilt.
Es ist fraglich, welche Ergebnisse Referenden in den anderen Staaten hätten. Ob die Bevölkerung nicht ebenso votieren würde?

Die EU-Führung wäre jetzt gut beraten, wenn sie sich wieder auf demokratische Grundsätze besinnen würde, bevor die EU völlig auseinanderbricht.

Dieses rigide Spardiktat konnte nur ins Abseits führen. Und diese so offensichtlichen Versuche der EU-Granden, die demokratisch gewählte griechische Regierung zu stürzen, hat nicht funktioniert.

Egal, welche Folgen dieses Referendum hat, die Demokratie hat gesiegt. Wie hoch der Preis ist, werden wir sehen.

Vielleicht ist Demokratie auch unbezahlbar.

22:16 von grobio

ihren stolz haben die griechen heute zurück gewonnen. und ganz europa ist stolz auf die griechen, die sich trotz widerwärtiger angstmache der geldsüchtigen dem eu-iwf-ezb-diktat wudersetzt haben.
.
der euro und die eu sind nicht mit europa gleichzusetzen. die menschen erkennen, dass der euro und lobby-ttip-brüssel eine sackgasse auf die schlachtbank europäischer werte ist. schluss damit!

@spom

Leider haben wir durch die starre Haltung der EU in den letzten Wochen viel Zeit verloren.

Eine starre Haltung haben in den letzten Wochen beide Parteien gezeigt. Varufakis mit seinen ständigen Provokationen (zuletzt die Aussage, die Gläubiger seien Teroristen) erleichtert ein Entgegenkommen seitens Europas nicht wirklich.

Dass Griechenlands Wirtschaft nicht kaputtgespart werden darf und dass vor allem ärmere Bevölkerungsschichten nicht weiter belastet werden dürfen, ist zwar eine berechtigte Forderung der Griechen, ebenso berechtigt ist aber die Forderung der Geldgeber, dass das Geld sinnvoll eingesetzt werden muss und die griechischen Strukturen (vor allem im Steuerwesen) effizienter gestaltet werden müssen.

Die Regierung Tsipras hätte es nun in der Hand gehabt, vernünftige Vorschläge zu machen, um beide berechtigten Anliegen unter einen Hut zu bringen. Das haben sie nicht gemacht, und das Volk hat diesen Weg bestätigt. Mein Mitleid schwindet zusehens ...

@22:08 von Selbstaufklärer

>>
Diese Forderung mal die anderen 97% der EU Bevoelkerung zu fragen, hätten Sie schon vor Europäischer Bankenrettung und Einführung des ESM und ESF an ihre Regierung stellen sollen!
<<

Zum einen ist das Forderung sondern eine Feststellung. Und was waere daran illegitim es jetzt zu machen ? Oder haben Sie ein Problem mit Basis-Demokratie sobald es nicht in Ihren Plan passt ?

Die Griechen wollen es so

Da stell sich ein Varoufakis vor die Fernsehkameras, und behauptet, die EU hätte die Banken geschlossen. Was für eine Unverschämtheit. Mit so einem mit Verlaub Lügner sollte niemand verhandeln oder verhandeln müssen. Alles, was nur irgendwie unangenehm ist, wird der EU in die Schuhe geschoben. Na dann, antio.

@ hut

sie verwechseln europa mit eu. ziemlich oberflächlich und inhaltlich völlig daneben, wenn sie mir die anmerkung gestatten.
aber merkel verwechselt euro und eu ja auch gerne mit dem europa das viele von uns lieben - das färbt offensichtlich auch auf ihre fans ab.

Abstimmung

absolut Nein

Varoufakis anpassungsfähig

Der griechische Finanzminister Varoufakis ist sehr anpassungsfähig. Gestern beschimpfte er die anderen EU-Staaten als Terroristen, morgen will er mit ihnen verhandeln. Er ist nur nicht glaubwürdig.

Ok, damit ich das richtig verstehe.

Die EU ist Müll. Ein Zerfall von fast 100% der EU Mitbürger erwünscht, da dies den sofortigen Anstieg des Wohlstandes bedeutet und ein Sinken der Arbeitslosigkeit?

Ich frage mich, wer nur so kurzsichtig sein kann. Die EU ist ein Erfolgsmodell - zugegeben: nicht perfekt. Der Nationalismus hat mindestens genauso oft als Deckmantel für Kriege der Machthungrigen herhalten müssen wie Religionen. Am besten, man schafft beides ab. Sollte es dann noch Kriege geben, dann wird keiner mehr leugnen können, dass es nur um Geld, Macht und den eigenen Vorteil geht.

Womit wir dann zu diesem Votum zurückkommen: es ist egoistisch. Warum? Frage an alle: ich verspreche eine Steuererhöhung zur Tilgung unserer Schulden. Wie hoch wird der Stimmenanteil für mich sein? 2 oder vielleicht sogar 3%? Die Politiker müssen unpopuläre Entscheidungen treffen. Was nur nicht fair ist, ist, dass sie uns im Wahlkampf nicht die Wahrheit sauber präsentieren.

Syriza hatte ja gut

Syriza hatte ja gut verhandelt und viel mehr für Griechenland herausgeholt als die korrupten Politiker der Grossen Koalition in den 7 Jahren vorher. Wenn trotzdem 2/3 der Griechen mit Nein stimmen, sieht man, wie gross die Wut und Verzweiflung dort sein muss. Die Menschen dort sind wahrscheinlich die Lügen der Troika genauso leid wie wir

Griechenland-Vorschlag auf den Tisch

Da die griechische Regierung vom Volk autorisiert wurde, den Vorschlag der Kommission zurückzuweisen, würde mich interessieren, welchen Vorschlag Griechenland präsentieren wird. Der EU-Vorschlag war veröffentlicht worden, man konnte sich informieren. Tsipras' Im-Dunkeln-Ist-Gut-Munkeln-Politik ist ab sofort vorbei.

einige hier...

haben wohl was nicht verstanden ,wenn sie nach einem Referendum in Deutschland gegen Griechenland verlangen...sondern ein Referendum in Deutschland kann nur heißen ob WIR in der EU bleiben wollen oder nicht...und ein solches Referendum würde ich mir auch wünschen...

Gleiches Recht für Alle

Hier eine Lektion im Geschichtsunterricht, die speziell für alle Deutschen gilt, die Griechenland andauernd schlecht machen. 1953 fand in London eine Konferenz statt, wobei ein Grossteil der Schulden der BRD storniert wurden. Das Londoner Schuldenabkommen. Ja, da staunt der Laie. Dieser Schuldenschnitt, oder Befreiung von Schulden, ermöglichte erst das sogenannte Wirtschaftswunder in Westdeutschland. Das lernt man nicht in der Schule und erzählen die deutschen Medien natürlich nicht. Das wollen die Deutschen auch nicht hören, der Aufschwung nach dem II. Weltkrieg war nicht deshalb, weil die Deutschen so besonders fleissig waren, ein nettes Märchen, sondern weil man keine Schulden hatte und deshalb die ganzen Steuereinnahmen für Investitionen für den Wiederaufbau verwendet werden konnte.

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Schuldenschnitt hat das Wirtschaftswunder ermöglicht http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2015/07/schuldenschnitt-hat-das...

Und am Montag geh ich dann zur Bank ...

... und werde denen mal so richtig Dampf machen. Wir haben nämlich gerade mal eine demokratische Familienabstimmung gemacht. Die Oma und die Kinder, alle gefragt ob wir diese unfairen Rückzahlungsbedingungen noch akzeptieren. Ein klares NEIN! Ha, was haben wir mal demokratisch gegen die Großfinanz eine tapfere und würdevolle Entscheidung getroffen! Mit der Legitimation geh ich dann am Montag zur Bank und werde denen mal die neuen Bedingungen diktieren, die werden schon sehen .......

.....also wenn mir wer zuhört.

Na ja, jetzt dann halt Plan B. Griechenland pleite, warum sollte denen einer noch einen Euro/Dollar/Rubel/Yen leihen? Sieht er eh nie wieder.

Die jungen gut ausgebildeten Griechen werden sich schon von alleine auf den Weg machen, Fachkräfte suchen wir ja.

Der Rest? Das Flüchlingsdrama im Mittelmeer muss sowieso mal ernsthaft angegangen werden, ob da jetzt in Zukunft verstärkt auch Schiffe von den griechischen Inseln dabei sind, wird kaum auffallen.

@22:13 von Laurisch-Karsten

>>
Nun wenn die "Troika" bei Griechenland, weil eine linke Regierung und das untragbar für unsere Eliten ist, mit macht mit dem Kopf durch die Wand will und wie bisher das Spiel "Alles oder nichts" weiter spielt, dann droht der aus des Euros und der EU.
<<

Also erstmal hat das nicht mit 'linker Regierung' zu tun sondern mit der Tatsache dass der griechische Vorschlag der Verschwendungspolitik bei erfolgreichen Laendern halt wenig Sinn macht. Und daran hat sich mit dem heutigen Referendum der Griechen absolut nichts geaendert. Die Vorschlaege von Tsipras/Varoufakis sind nach wie vor unbrauchbar.

>>
Damit ist dann das Projekt der "Deutschen EU" von Frau Merkel gescheitert. Damit ist sie dann endgültig gescheitert in allen Politikfeldern die sie beackert.
<<

Da mache ich mir keine Sorgen, eine Rest-EU ohne Linke kann nur besser werden.

Das griechische Volk hat entschieden:

Keine brüningsche Sparpolitik mehr! Es hat noch nie geholfen die Wirtschaft zu ruinieren um Schulden zurückzahlen zu können.

Jetzt liegt die Entscheidung bei uns restlichen EU Staaten, wir haben zwei Optionen:

1. Wir lassen die Griechen weiterhin auflaufen und bieten keine Umschuldung und kein Marschalplan an.
Folge: Die Griechen verkünden einseitig einen 100% Schuldenschnitt und bauen danach ihre Wirtschaft langsam wieder auf, die das hart treffen wird, genau wie es uns hart treffen wird.

2. Es gibt einen langfirstigen Umschuldungsplan, der kombiniert mit einem Marschalplan(Merkelplan) zum Wiederaufbau der griechischen Wirtschaft führt. Die Schuldentilgung wird an die Wirtschaftskraft gebunden. Dadurch gibt es keinen Schock bei den Finanzmärkten und im griechischen Wirtschaftssystem.

Ich bin optimistisch und hoffe das die Vernunft und Lösung 2 sich durchsetzen wird, bin aber auch realistisch und denke das es Lösung 1 werden wird.

Griechenland hat heute richtig entschieden!

@ TS:

"Am 05. Juli 2015 um 22:33 von hut
Die Griechen wollen es so
Da stell sich ein Varoufakis vor die Fernsehkameras, und behauptet, die EU hätte die Banken geschlossen. Was für eine Unverschämtheit. Mit so einem mit Verlaub Lügner sollte niemand verhandeln oder verhandeln müssen. Alles, was nur irgendwie unangenehm ist, wird der EU in die Schuhe geschoben. Na dann, antio."

Ich dachte, Sie dulden Beleidigungen nicht?

Herr Schulz soeben in den TT

Nein, Herr Schulz, müssen wir nicht! Die Griechen machen doch mit ihrem Votum deutlich, dass sie jede wie immer geartete Hilfe künftig ablehnen. Ist das so schwer zu begreifen?
Suchen Sie doch nicht nach Hintertüren, um weitere Milliarden nach GR überweisen zu können. Wenn Sie Care-Pakete packen wollen, bin ich dabei; da gehört aber kein Geld rein.

Und ich will schwer hoffen,

dass den Griechen keine Gelegenheit mehr gegeben wird, in irgendeiner Form mit an einem Verhandlungstisch zu sitzen.

Das heutige Nein, das zwar noch nicht amtlich ist, aber allen Anschein nach so ausfällt, ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Geldgeber, zu denen auch Länder wie die Slowakei gehören, deren Bürger mit viel weniger auskommen müssen, sondern ein Schlag für die Länder, die sich sparsam und korrekt an die Regeln gehalten haben, um sich aus der Misere zu ziehen.

Keinen Cent mehr darf nach Griechenland fließen.

in Griechenland...

steht das Volk hinter seiner Regierung...in Deutschland ist das nicht so...deshalb gibt es in Deutschland keine Referenden...

Hurra

die Griechen haben es vielleicht geschafft einen Wandel in der EU einzuleiten. Sie haben sich nicht von der Troika entmündigen lassen, ein klarer Sieg der Linken, hoffentlich macht das Schule in der EU.

@Mediator - 22:09

"Solche populistischen Abstimmungen ohne Vorbereitung und Meinungsbildung sind nichts, was ich mir in Deutschland wünsche!"

Da liegen Sie mit den bisher Regierenden dieser Republik auf einer Linie - soviel Volkswille brauchen Sie also gar nicht zu befürchten.
Obwohl - wenn Sie manche aufgeheizten Kommentare heute lesen - verlangen viele, ihrem Unmut ebenfalls über ein Referendum Luft zu verschaffen.

Versuchen Sie es mal so zu sehen:
Heute haben sich in Griechenland jene ins europäische Bewusstsein gebracht, über deren Köpfe hinweg und an ihren Nöten vorbei jahrelang Politik gemacht worden ist.

@ um 22:32 von montideluxe

"Und was waere daran illegitim es jetzt zu machen ? Oder haben Sie ein Problem mit Basis-Demokratie sobald es nicht in Ihren Plan passt ?"

Ich nicht. Aber wetten unsere Politiker?

@spom: Schulz-Zitat:"Wir müssen morgen und übermorgen über ...

... humanitäre Hilfsmaßnahmen reden."

Das war m.E. so zu verstehen, dass es auf der Basis der nun verstärkt gestellten griechischen Bedingungen für ein neue Hilfspaket und einen Schuldenschnitt kein Grundlage gibt und nur noch humanitäre Hilfe von der EU geleistet wird. Es wird aber wohl in Übereinstimmung mit den anderen 18 Mitgliedern der Währungsunion keine weiteren Hilfskredite mehr an GR herausgereicht werden, weil die Sparpolitik eindeutig abgelehnt wurde und es auch von griechischer Seite keine andere Perspektive gibt.

Die "Terroristen" und "Erpresser" der Brüssel-Gruppe sehen wohl keine Möglichkeiten für ein Hilfsabkommen mehr. GR muss die prekäre Lage seiner Banken und des Staates nach dem Volksvotum selbst in die Hand nehmen und regeln. Hilfe zur Selbsthilfe wird die Eurozone nur bei Gegenleistungen erbringen und die lehnen die Griechen ja mehrheitlich ab. Damit dürfte auch der Anfang des Endes vom Euro in GR gekommen sein. Die EU wird humanitäre Hilfen leisten wollen.

Ein demokratisches NEIN aus Gr

Nein zu Reformen, nein zu den Regeln der Europäischen Gemeinschaft.
Es ist nun an der griechischen Regierung, den anderen Europäern Vorschläge zu unterbreiten und auf deren demokratisches NEIN zu warten.
So werden die Linksradikalen schmerzhaft lernen was Demokratie ist. Die kleinen Leute in Griechenland haben sich zu gerne von ihrer Regierung belügen lassen und werden nun zu bedauernswerten Opfern.

Und tschüß!

Tschüß Griechenland, macht's gut. Ihr werdet bald sehen, wie man ohne Euro und ohne EU zurecht kommen muss.
Es sei denn natürlich, dass "Mutti" wieder eine Idee hat, die "ein mutiger Schritt zur Einheit Europas" hat, bei der wir "in allen Dingen zusammen stehen" müssen. Aber vielleicht kriegt Ihr über Crowdfunding ja doch noch die Rate für den IWF zusammen. Ich wünsche dabei viel Erfolg, denn der Weg außerhalb der EU wird für Euch noch steiniger.

@22:17 von spom

>>
"Dann fragen Sie mal die anderen 97% der EU Bevoelkerung. Kleine Wette dass mehr als 70% davon bereit sind, den Griechen den Laufpass zu geben ?" Das mag sein. Aber nicht unsere Politiker. Und im Unterschied zu Griechenland entscheiden die bei uns.
<<

Und wenn doch ? Dann hat Tsipras GR versenkt. Uebrigens, die Chancen stehen nicht schlecht. Die Stimmung zu GR ist auch bei den Politikern in Europa bekannt und alle wollen wiedergewaehlt werden. Abtruennige Waehler wuerden vermutlich Richtung AfD oder noch weiter rechts gehen und glauben Sie mir, die wollen Sie gerade als 'Linker' nicht an der Macht. An der Macht heisst naemlich, dann ist Schluss mit Kuscheln.

>>
"Es wird kein Paket geben dass auch nur einen deut lascher als das was die Griechen gerade abgelehnt haben." Mit Sicherheit wird es Hilfe geben. Wie es letztendlich genannt wird, sei dahin gestellt.
<<

Klar gibt's Hilfen. Lebensmittel und Medikamente. Aber halt kein Geld.

@ 22:31 von mhsh

Was Sie schreiben, stimmt nicht.

Griechenland hat sich, wie jeder souveräne Staat Geld am Kapitalmarkt besorgt. Dazu bietet es Verschreibungen an mit einem entsprechenden Zinssatz. Ist der angebotenen Zinssa5tz zu niedrig, nimmt niemand die Verschreibungen, und der ausgebende Staat bekommt kein Geld. Im Falle Deutschlands werden sogar negative Zinsen akzeptiert, weil Deutschland als extrem sicher gilt. Im Falle Griechenlands musste das Angebot entsprechend hoch sein, weil es eben als wenig sicher gilt.

Niemand hat die Griechen gezwungen.

Und weil der Zahlungsausfall drohte, hat die EU bzw. die EZB in eigentlich verbotener Weise geholfen, und diese Verschreibungen ausgelöst. Und das für die Griechen mit wesentlich besseren Konditionen.

Also haben Deutschland und Frankreich nicht "ihre" Banken geschützt, sondern Griechenland und den Euro.

Und die Griechen nutzen das jetzt schamlos aus. Wo sitzen denn da die eigentlichen Terroristen, Herr Varoufakis?

Wann wird es jetzt in

Wann wird es jetzt in Deutschland ein Referendum geben, mit der Frage an das deutsche Volk:
- Moechten Sie weiter Geld an den Griechen geben?

Und was passiert, wenn das deutsche Volk:
"NEIN"
sagt?

Erstmal schön, dass

die ganzen Versuche der hiesigen Massenmedien fehlgeschlagen sind, Stimmung gegen ein "Nein" beim Referendum zu machen.
Außerdem zeigt sich, dass die Versuche, das Desaster der neuen linken Regierung in die Schuhe zu schieben, zumindest in Griechenland bislang nicht verfangen.
Und drittens: Jeder kann sehen, dass die "Sanierungspläne" der neoliberalen Experten von IWF & Co. Griechenland nur immer weiter ins Elend führen. Mir scheint, die Griechen haben richtig abgestimmt - auch wenn, das sollte man nicht vergessen, die Probleme dadurch nicht gelöst sind. Aber vielleicht hat man damit eine Basis, um den Weg der alten Troika, der in den Abgrund führt, endlich zu verlassen.

Gespannt

bin ich, wie man jetzt pauschal linke Parteien im Klischee der undemokratischen Kräfte halten will.
Einfach gespannt.
Der größte Fehler war der Euro an sich.
Er hat nämlich die Ordnmung von Stäkeren und Schwächeren zerstört.
Diese Ordnung ist nämlich vor zwanzig Jahren noch durch veränderliche Umtauschkurse gehalten worden.
Das war noch Marktwirtschaft, soziale, denn im Inland blieb der Wert des Geldes annähernd erhalten.

"offenbar"

"Offenbar"...sind hier wohl welche eingeschnappt?

Diese bösen Griechen aber auch....

Lieber zusätzliches Geld für Griechenland, als für NATO, Krieg, Drohnen, Aufrüstung und Bespitzelung.

Es lebe die Demokratie!

22:36 von odindonar

"sondern ein Referendum in Deutschland kann nur heißen ob WIR in der EU bleiben wollen oder nicht"

Mitnichten.

Die Frage sollte lauten:

Soll die Bundesrepublik Deutschland als Teil der EU und Teilhafter der EZB Griechenland weiterhin mit Geld versorgen, obwohl dort der Wille, keinerlei Reformen umsetzen zu wollen, per Volksentscheid bekundet wurde?

O NEIN

O ja

Varoufakis will mit Terroristen verhandeln.

Interessant. Ich weiß, dass ich wohl vergeblich hoffen werde, dennoch hoffe ich, dass die Geldgeber nicht einknicken. Die Griechen wollen die EU Hilfe nicht, also sollten sie auch keine bekommen.

@montideluxe

"Also erstmal hat das nicht mit 'linker Regierung' zu tun sondern mit der Tatsache dass der griechische Vorschlag der Verschwendungspolitik bei erfolgreichen Laendern halt wenig Sinn macht. Und daran hat sich mit dem heutigen Referendum der Griechen absolut nichts geaendert. Die Vorschlaege von Tsipras/Varoufakis sind nach wie vor unbrauchbar."

.

Nur zu Ihrer Info. Erst hat die griechische Regierung einen Vorschlag an die EU gesendet. Dieser wurde Wohlwollend angenommen. Dann hat ein Herr Schäuble sein Veto eingelegt und der Vorschlag von der griechischen Regierung wurde von der EU abgelehnt. Daraufhin wurde dann das Referendum ausgerufen. Nur zum Ablauf der Dinge und wer hier "Mauert".

Glückwunsch, freiheitsliebende Griechen!

Nach der Geburt, nun die Wiedergeburt der Demokratie in Griechenland.

wir sollten auch ein Referendum durchführen...

warum sollten wir nicht abstimmen, ob wir Griechenland noch als Mitglied haben wollen?
Woher soll das Vertrauen kommen, dass Vereinbarungen gehalten werden ...
Leider wird wieder die "Masse", egal wo, darunter leiden

Ehre dem Dieb?

Ein so kleines Land wie Griechenland,hat es tatsächlich geschafft, mehrere Institutionen, Firmen und Staaten von Weltrang derart zu überlisten,um an mehrere Hundert Milliarden €uro für den Eigenverbrauch zu gelangen um letztlich immernoch als arm und hilfsbedürftig, zu gelten.Und nicht nur das:Es brachte gar eine ganze Wirtschaftszone an den Rand des Zusammenbruchs.Und nach milliardenschweren und jahrelangen europäischen Hilfsprogrammen, steht nun der humanitäre Notstand, also die massive, und jahrzehntelange wie unentgeltliche Nothilfe für Griechenland ins Haus. Wenn das kein gelungener Mega-Coup ist, was dann?Gibt es da eigentlich auch Ermittlungsansätze von Strafverfolgungsbehörden zumindest wegen bandenmäßigen Kreditbetruges?
Jeder kleinere Bandit hätte längst eine Vielzahl von Ermittlungen am Hals. Oder gilt unter Politikern das Motto "Ehre dem Dieb?"

22:38 von Arne Ruppach

"Die Griechen verkünden einseitig einen 100% Schuldenschnitt..."

Einen Schuldenschnitt können grundsätzlich nur Gläubiger verkünden.

"...und bauen danach ihre Wirtschaft langsam wieder auf, die das hart treffen wird"

Mit welchem Geld? Wer soll Griechenland etwas leihen, wenn es Schulden macht, ohne sich auch nur ansatzweise zu bemühen, diese zu begleichen?

Warum bekommen Privatinsolvente und Personen mit randvoller Schufa keine Kredite? Schon mal drüber nachgedacht?

Griechischem Nein mit allen Konsequenzen begegnen

Ich hoffe, die Geldgeber bleiben konsequent und antworten entsprechend, habe aber die Befürchtung, dass man aus einem falschen Gefühl der Verpflichtung heraus die fehlende Kooperationsbereitschaft mit weiteren Verhandlungen und letztlich Zugeständnissen noch belohnen wird. Der Klügere gibt nur solange nach, bis er der Dumme ist...
Nicht die böse EU hat Griechenland in die Krise gestürzt, das hat die Misswirtschaft der vergangenen Jahre schon selbst besorgt. Dennoch glaubt Griechenland einen Anspruch zu haben, nationale Verfehlungen müssten nun durch die EU ausgeglichen werden ohne eigene Anstrengungen und dabei dürfen sich die Geldgeber als Terroristen verunglimpfen lassen.
Eine solche Haltung kann nicht akzeptiert werden, aber Griechenland spekuliert - wohl leider zu Recht - auf europäisches Wohlwollen.
Es ist komisch, dass in Griechenland viel mit Stolz argumentiert wird, der griechische Stolz es aber nicht verbietet Geld anzunehmen und die Geldgeber dabei zu beschimpfen.

Kein Hilfspaket unter dem Angebot der TROIKA !

Kein Hilfspaket unter dem allerersten Angebot der TROIKA !

Bis dahin lasst uns die Milliarden lieber in Lebensmittel (Grundnahrungsmittel) rueberkarren, das kommt es wenigstens beim Volk an und gibt ihnen Zeit ueber ihre Fehlannahmen nachzudenken.

Einfache Fragen

Welches der griechischen Probleme hat dieser Volksentscheid nun gelöst? Wohl keines.

Wo sind denn nun die Alternativen seitens der griechischen Regierung? Es gibt keine.

Mit wem will die griechische Regierung morgen eine schnelle Regelung herbeiführen? Mit Terroristen und Verbrechern? Ich glaube kaum, dass es in Deutschland, deren Regierung ja zu den Terroristen gehörte und deren Kanzlerin mal schon in regierungsnahen griechischen Zeitungen als Adolf Hitler abbildete, eine Mehrheit für neue Griechenland-Hilfen gibt die ohne wirkliche Reformen und kräftige Einsparungen in Griechenland als Gegenleistung fließen sollen.

Das Nein hat die gr.

Das Nein hat die gr. Verhandlungsposition eher erschwert, da es den 18 anderen Euroland Regierungen immer schwerer gemacht wird, ihrer jeweiligen Bevölkerung eine weitere Alimentierung Griechenlands zu vermitteln.

Klasse...

...leider war das Ergebnis nicht so hoch,wie ich erhoffte,aber mein Glückwunsch an GR.Das kleine GR,Erfinder und Neuerfinder der Demokratie,bietet den Eurokraten,die sich leider immer mehr zu Eintreibern und Lakaien des maroden,spekulativen Finanzsystems herausmausern.Am Absturz GR´s sind vor allem frühere GR-Regierungen (Schwesternparteien der CDU u.SPD)also auch tatsächlich GR,aber mindestens auch das verschobene Finanzsystem,was auf die Politik der EU,aber auch auf die Weltpolitik,erfolgreich Einfluss nimmt.Aber auf keinen Fall hat die Tsipras-Regierung in den letzten 5 Monaten GR an den Rand des Abgrunds gebracht,wie uns Politiker,viele vor allem Deutsche Medien,allen voran ein Boulevardblatt mit 4 großen Buchstaben,der es gerichtlich untersagt wurde,sich selbst Zeitung zu nennen (wie glaubwürdig),aber leider auch die TS, versucht haben zu suggerieren.Achso,durch das Referendum kann keiner mehr sagen,das GR-Volk steht nicht hinter der Regierung.Mal sehen,wie jetzt gehetzt wird

...als sie fast die Hälfte der heutigen EU-Mitglieder, unter (was allen sehr sehr wohl bewusst wahr) erstunkenen, erlogenen und schöngerechneten Erfüllungen der Beitrittskriterien mit ins Boot holten. Aber der Absatzmarkt frohlockte ach so sehr...

Jetzt geht die Sache erwartungsgemäß peu a peu gegen die Wand...und schuld sind natürlich die anderen...

Hilfe

Ab jetzt wird es richtig spannend. Wie wird Kanzlerin Merkel denn den ganzen Deutschen Bürgern erklären das weiterhin "Hilfeleistungen" gezahlt werden müssen bei dem vielen Ummut hier in den Kommentaren. Evtl. sind die Gelder ja gar keine Hilfeleistungen sondern einfach nur Durchlaufposten welche umgehend wieder an die deutsche und restliche Europäische Hochfinanz zurückgesendet werden. Und die wollen weiterhin gefüttert werden ohne Gegenleistungen für den Zins zu erbringen. Und sie werden weiterhin gefütter meine Damen und Herren und dann ist der Zeitpunkt gekommen nachzufragen wieso weiterhin gezahlt wird.

Europäisches Referendum

Einige hier schlagen vor, es müsse nun ein europäisches Referendum nach griechischem Vorbild geben "Wollt ihr, dass Griechenland noch einen Euro mehr erhält?" - Nun, als Demokrat begrüße ich ein solches Referendum. Allerdings sollte die Fragestellung auch sachlich halbwegs richtig sein. Also müsste sie korrekt lauten: "Wollen Sie, dass das Geld von Ihnen und anderen europäischen Bürgern weiterhin dafür verschendet wird, dass betrügerische Banken, die hochspekulative Geschäfte mit einem Land machten, dessen Zahlungsunfähigkeit schon vorher klar war, im Fall der erwarteten Zahlungsunfähigkeit dann aus der Patsche geholfen wird?" Leider hat die griechische Bevölkerung von dem bisherigen Geld nicht nur "nichts" gesehen, sondern im Gegenteil die Rettung auch deutscher Großbanken mitfinanzieren müssen. Wundert es einen, dass die Mehrheit der Griechen DARAUF keine Lust mehr hat?

Ein schöner Tag für die Demokratie/ Ochlokratie

Wenn es bei diesem deutlichen "Nein" bleibt, kann man das Volk beglückwünschen. Die gr. Volksvertreter haben nun bessere Voraussetzungen für die Verhandlungen.
Wie viele andere User hätte auch ich mir gern einen anderen Moderator für den Brennpunkt gewünscht. Die Zeit, in der über die Frage "Wissen die Griechen überhaupt, worüber sie abstimmen?" hätte man für journalistisch relevante Akzente nutzen können.

Ja zu diesem Ultimatum, das sofort für ungültig erklärt wurde, bedeutet, dass die gescheiterte Politik, Sparen bei den Armen und Schonung der Reichen, fortgesetzt werden soll.
Diejenigen, die so abgestimmt haben, haben das aus Angst vor dem kompletten Absturz getan, und sicher nicht, weil sie sie für gut hielten.

Der IWF hat in seinem letzten Bericht selbst ein Konzept nahegelegt, das dem der Syriza ähnlicher ist als der gescheiterten Austeritätspolitik der Troika.

Deshalb eröffnet das "Nein" - hoffentlich - jetzt eine Chance zu einer realistischeren Wirtschaftspolitik.

Vergleich hinkt

Meine Güte wann hört dieser unsinnige "mal schauen was meine Bank sagt, wenn ich dieses oder jenes nicht mache"-Vergleich auf?

Es ist 1. ein Unterschied ob ich Der Bank paar hunderttausend € Oder ein paar Milliarden € schulde.

2. ob ich ein Otto-Normalverbraucher oder eine Volkswirtschaft bin.

Re: Und ich will schwer hoffen,

Bravo, diese Hoffnung habe ich auch und das wäre auch nur gerecht.
Ich fürchte nur, am Ende werden die Geldgeber wieder einknicken.
Griechenland verweigert sich allem und unter den Geldgebern werden bereits erste stimmen laut trotzdem wieder zu verhandeln?!

@ 22:39 von spom

Durch das Voranstellen von "mit Verlaub" wird auf die Sachaussage hingewiesen, und nicht, dies als Beleidigung zu sehen.

Es gab in der jüngeren deutschen Geschichte auch Vorfälle, als dies Missbraucht wurde. Das ist kein Freibrief, um alles zu äußern.

Meine Äußerung zielt auf die falsch darstellende Meinungsmache des derzeitigen griechischen Finanzministers Varoufakis ab.

Wer empfängt denn morgen Tsipras?

Warum sollte irgendjemand morgen Herrn Tsipras empfangen?
Warum sollte irgendjemand ihm einen neuen Vorschlag machen?
Das Problem hat doch nun Griechenland. Es soll aufhören, seine Probleme zu unseren zu machen.

"Oxi" oder "Nai"?

"Oxi" oder "Nai", das versteht doch kein Mensch. "Nai" heiß "Ja". Das ist doch total unlogisch. Tsipras hat die Griechen hinter die Fichte geführt.

Sehr richtig angemerkt, und denen die einen Grexit fordern, der vll gerade für GR nach einer schmerzhaften Anpassungsphase auf lange Sicht besser wäre, sollte bewusst sein, dass dieser nur der erste Exit wäre und am Ende der EURO Geschichte sein könnte... und das wäre für Exportweltmeister Deutschland die schlechteste denkbare Situation.

Der Grexit käme übrigens nur mit einem 100%igen Einstellung des Schuldendienstes!

Die Grexit und kein-Euro-mehr Befürworter sollten sich auch daran erinnern, wer ihnen den heutigen Schlamassel eingebrockt hat: 2010 wäre eine Staatspleite GRs zu Lasten der Banken gegeangen, die zuvor hohe Renditen mit GR Staatsanleihen eingefahren haben, und WER hat damals und in der Folge die "Rettungs"pakete 1 & 2 als "alternativlos" auf den Weg gebracht um WEN genau zu retten? Und bei wem liegen Heute die noch grösseren Schulden GRs??? -> http://www.tagesspiegel.de/politik/gastbeitrag-griechenland-eine-unbeque...

Mal bei der Wahrheit bleiben ...

@Fleischauge:"Ein so kleines Land wie Griechenland,hat es tatsächlich geschafft, mehrere Institutionen, Firmen und Staaten von Weltrang derart zu überlisten,um an mehrere Hundert Milliarden €uro für den Eigenverbrauch zu gelan..."

Das wird durch 'herunterbeten' nicht wahrer!

Auch Sie wissen (!), daß der weitaus größte Teil der offiziell an Griechenland geflossenen Gelder zur Rettung von Banken eingesetzt wurde, in denen deutsche, französische und britische Banken erhebliche Anteile zu verlieren fürchteten.

Die Griechen wollen nur, daß wir die Rettung 'unserer' Banken selbst zahlen und wehren sich dagegen, daß 'wir' ihnen diese Schuldenlast einfach auf den Buckel binden!

Europa braucht mehr Griechen (!), die sich dafür stark machen, daß die Eigner (!) von Banken die Lasten der anhaltenden 'Bankenrettungen' selbst tragen!

Europa braucht überhaupt mehr Griechen!!!

22:50 von Melamin

"Lieber zusätzliches Geld für Griechenland, als für NATO, Krieg, Drohnen, Aufrüstung und Bespitzelung."

Das "Referendum" wird nur nicht dafür sorgen, dass irgendwelches Geld nach Griechenland fließt. Der großen Feier wird ein heftiger Kater und anschließende Ernüchterung folgen.

und nun also neue Verhandlungen?

und über die stimmt dann wieder das griechische Volk ab? Und dann wieder mit nein, und wieder neue Verhandlungen, wieder Abstimmung? Wie lange soll das denn gehen? Und während der gesamten Zeit fließen die Notkredite weiter?
Wie wäre es wenn die Bürger der restlichen EU Länder auch abstimmen dürften ob sie Griechenland weiter alimentieren möchten?

Zeit zum Nachdenken: Mit sozialem Kahlschlag läßt

sich kein lebens- und liebenswertes, auch kein wirtschaftlich prosperierendes Europa.
schaffen.
So läßt sich das Votum aus dem Land, das
unsere Zivilisation entscheidend geprägt hat,
sinnvoll interpretieren.

Mit einem "Ja" hätte die

Mit einem "Ja" hätte die griechische Regierung zumindest ihrer Bevölkerung harte Einschnitte verkaufen können. Mit einem "Nein" oder gar keiner Umfrage geht das kaum. Und dass der Vorschlag nicht mehr gilt ist eigentlich unwichtig. Letzten Endes geht es um enorme Einschnitte, die die Bevölkerung ertragen muss. Ob die nun später ausgehandelten ein wenig anders aussehen würden ist dann unwichtig. Das Referendum ist ehh nicht verbindlich und ist daher nur ein Kompass bei schwierigen Fragen.
Mit dem sich abzeichnenden "Nein" kann die Regierung wenigstens sagen, sie könne ihrer Bevölkerung keine harten Einschnitte verkaufen. Was auch durchaus eine Stärkung seiner Position ist.
Da Griechenland nicht aus der Währung gedrängt werden kann hängt der Wert des Euros auch von den Verhältnissen in Griechenland selbst mit ab. Eine fatale Armut in Griechenland hätte sicher keine guten Auswirkungen auf den Euro.

@ 22:48 von montideluxe

"Und wenn doch ?" Keine Sorge. Das wird nicht passieren. Und die AfD hat sich gerade erfolgreich selbst demontiert.

"Klar gibt's Hilfen. Lebensmittel und Medikamente. Aber halt kein Geld."
Das hätten wir schon lange machen können und sogar müssen. Es hätte viel Leid erspart. Trotzdem wird es Geld geben. Mit Sicherheit. Wir reden morgen weiter.

um 20:13 von Rinnstein

Ja.
Und nicht nur einen Euro, sondern soviel wie nötig. Griechenland, als Teil der europäischen Familie hat Anrecht darauf, daß ihm bedingungslos geholfen wird wie einem Geschwister in einer realen Familie. Die lässt man auch nicht hängen. Es sei denn man ist rettungslos egoistisch.

Grexit warum?

Was ich nicht verstehe ist warum immer von einen Grexit gesprochen wird. Ein Grexit würde doch die Schuldensituation für Griechenland nicht verändern. Die Schulden sind doch zum größten Teil in Euro. Wenn Griechenland nun eine wertlose Währung einführt kommt das Land gar nicht mehr an Euro heran um sie Situation zu verbessern.
Man braucht sich nur mal die Situation in Argentinien anschauen. Dort kommt man immer noch fast gar nicht an Dollar heran, den man braucht um Importartikel zu kaufen.

Ob man mit einer Hand voll Sand oder mit einen Eimer voll Sand in eine Bank geht. Euros bekommt man dafür nicht.

@ 23:21 von h3rb3rt

Genau das ist es.

Die Hilfspakete wurde geschnürt, nicht um die Banken zu retten, sondern um den Euro zu schützen. Das ist ein enormer Unterschied.

Und jetzt sollen wir weiter Hilfen leisten, weil man uns damit erpresst, es würde den Euro und Europa zu Fall bringen.

Natürlich ist der Euro ein Gewinn für alle. Auch für Deutschland. Aber deswegen kann man sich nicht von einem Schuldenstaat erpressen lassen.

Und ob es dann zu einer Austrittswelle kommt, bezweifle ich sehr. Insbesondere wenn die evtl. willigen Länder sehen, wie es Griechenland gehen wird.

Und ein Austritt Griechenlands bedeutet nicht, dass die Verbindlichkeiten damit nichtig sind. Eine Schuldbefreiung wie bei einer Privatinsolvenz gibt es nicht. Das musste Argentinien jetzt schmerzlich erfahren.

Nein, wenn sich die Minsiter am Dienstag treffen, dann muss die Bundeskanzlerin für ihre Deutschen eintreten. Und die sagen mehrheitlich Ja zum Austritt Griechenlands, als NAI.

23:21 von h3rb3rt

sie wollen doch nicht ernsthaft befürworten, dass wir unseren exportpeak auf kosten der ärmsten europäer zelebrieren oder?
.
wenn die währung zu hart ist und als mixwährung komfortabel weich für den norden, ist dies ein missstand! zumal der europäische binnenmarkt nach und nach wegbricht.
.
und sie meinen doch nicht im ernst, dass die profitsüchtiger der menschenfeindlichen globalisierung keine bmw mercedes porsche maschinen aus deutschland mehr kaufen, wenn sie etwas teurer werden. ach übrigens, wenn eine dm aufwertet, sinken preise für importgüter. entsprechend günstiger wird dann auch wieder die herstellung ressourcenintensiver deutscher produkte. importe werden wiederum teurer für griechenland. jedoch benötigt die gr-wirtschaft weniger stahl und energie sondern günstige mieten, löhne, lebensmittel für den tourismus.
.
wenn der euro deutschlands export beflügelt, derweil in südeuropa die sich rekordniveau erreichen ist es mehr als zynisch, dies als gewinn für europa zu beschreibe

Votum!

Durch eine demokratisch gewählte Regierung hat sich Griechenland in die EU geschummelt.

30 Jahre lang wurde die Annehmlichkeit der EU und des Euros ausgekostet: billige Kredite, starke Währung.

Wofür? Einem der Wirtschaftsleistung Hohn sprechenden Lohnniveau, extremste Steuerzahlfaulheit, keine Anpassung an die EU, keine Reformen.

Und als das Kind erwartungsgemäss in den Brunnen gefallen ist, will es auch noch hilfe und dafür am Besten rein gar nichts ändern.

Und um damit durch zu kommen, wird eine gewählte Regierung angesetzt, die einfach nur eins macht "nein" sagen und jeden Verhandlungswillen zynisch lächelnd an sich abprallen lassen und dann letztendlich demokratisch vom Volk dafür abstimmen.

Wer fragt den Rest Europas? Wo ist das Referendum in den Eurostaten, um fest zu stellen, ob wir nicht nein zu Griechenland sagen, das wäre dann Demokratie? Nein zu noch mehr verschwendetem Geld.

Wer traut denn noch den sich nicht an Verträgen oder Regeln haltenden Griechen?

Doch nichts Neues derzeit bei der ARD!

In allen Talk-Show fast nur Anti-Griechen Gäste!
Keine/r sagt irgend was über die wirklich Schuldigen nämlich dem IWF - dem Übel von allem Elend der armen Länder. Alles nachzulesen bei:
https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_W%C3%A4hrungsfonds
Und da auch:
"Das führte dazu, dass ab diesem Zeitpunkt der IWF als die „letzte Instanz, an die man sich wegen Krediten wenden sollte“ angesehen wurde, da diese Einmischung in nationale (Wirtschafts-)Politik durch andere Regierungen (insbesondere der USA, deren Finanzminister William Simon meinte, dass Länder wie Großbritannien einen „internationalen Verhaltenskodex“ mit ihrer Wirtschaftspolitik brechen würden) als sehr unpopulär angesehen wird. Seit diesem Zeitpunkt stellte kein Industrieland mehr einen Antrag auf IWF-Kredite. Erst 2010 beantragten Griechenland und Irland einen IWF-Kredit."
Das sagt doch alles - oder?

...scheint modern zu werden...

...sich in anderer Länder Sachen einzumischen,schweitzer Bürger (nicht-EU-Bürger,nicht wahr?).Zum Glück würden Ihre prognostizieren 85% voll daneben liegen,aus keinem anderen Land hört man solche Hetzparolen,wie aus dem deutschsprachigen Raum,ausgenommen mal Österreich.Hier wird nur von Politik und Medien suggeriert,dass der deutsche Michel der einzige ist,der für Fehltun,Fehlentscheidungen von FRÜHEREN GR-Regierungen (der gesunde Menschenverstand sagt,dass Tsipras Mannen nicht für das jahrelange perspektivlose Desaster in GR,was sich ja bekanntermaßen,wie der vielseitig informierte Bürger weiß,unter der Troika noch verschlimmerte,verantwortlich ist) ,der EU und der gierigen Finanzwirtschaft aufkommen muss.Ich vermisse von unseren Politikern und einem Großteil der DE-Medien eine EHRLICHE Aufarbeitung,nicht diese UNEHRLICHKEITEN (LÜ...).Nicht diese plumpe Stimmungsmache,Propaganda,die Griechen würden nicht arbeiten,haben enorm hohe Einkommen und all dieser Quatsch.

Mich erstaunen eigentlich die

Mich erstaunen eigentlich die fast 40%, die tatsächlich dafür gestimmt haben, dass Griechenland die Sparprogramme annehmen soll.
Kein Volk der Welt wird mehrheitlich mit "ja" stimmen, wenn man es fragt, ob es Steuererhöhungen und Rentenkürzungen zustimmt. Es ist ja eines der Probleme von Demokratie, dass natürlich diejenigen gewählt werden, die Verbesserungen versprechen. So läuft aber leider auch der Weg, der ganze Staaten/Völker in die Schuldenfalle laufen lässt.

@NH278

Griechenland ist ein souveräner Staat, souveräne Staaten können jederzeit einen einseitigen Schuldenschnitt durchführen..gabs in der Vergangenheit schon 500mal und wird es immer wieder geben. Nennt sich "Staatsbankrott", ist aber auch z.B. der Regelfall nach einer Revolution oder einer Hyperinflation. Schon mal drüber nachgedacht?

Kredite gibts dann natürlich keine mehr.

Mit welchem Geld der griechische Staat dann lebt? Steuern aus Tourismus, Olivenöl, Schafskäse, neu eingeführte Reichensteuern, Gelder durch Kooruptionsbekämpfung.. viel wirds es nicht, wichtig ist das es richtig ausgegeben wird: Essen, Energie, Renten, medizin, zum aufbau der wirtschaft durch staatliche projekte. wichtig sind auch hohe importzölle für fertigwaren und hohe exportzölle für rohstoffe, damit die eigene wirtschaft einen schutzraum hat und sich erholen kann. Meines erachtens wäre auch eine eigene währung wichtig damit die exporte sich verbilligen.

Griechenland muss auf eigenen beinen stehen ohne schulden.

Nein

Wenn die Griechen ein NEIN haben wollen, so soll es sein. Kein Geld mehr dahin. Sollen sie sehen wie sie zurecht kommen.
Die 25% die gewählt haben und mit nein gestimmt haben sind auf die Tsipras-Propaganda reingefallen sind. Ein armes Land hat gewählt das es noch ärmer werden will.
Jetzt gibt es kein vernünftige Investor mehr der in Gr investieren will, und hoffentlich wollen die andere Regierungen auch kein Geld mehr versenken.

Mir tun die Griechen leid, aber sie haben es so gewollt.

Das interessante ist, dass wir es zwar so nennen, aber wirklich gegeben haben wir Griechenland noch keinen Euro. Für jeden geliehenen Euro haben wir manchmal 2 zurück gekriegt. Wie denken Sie jetzt darüber?

Wir werden von Schäuble und anderen dermassen mit Lügen abgespeist, dass es stinkt.

Was will die gr. Regierung morgen in Brüssel noch verhansdeln?

Nach dem eindeutigen Votum der Griechen und den Siegesfeiern gegen den Sparkurs und die Auflagen für ein neues Hilfspaket gibt es eigentlich nichts mehr zu verhandeln. Es scheint, als würden die Griechen den Ernst der Lage mit geschlossenen Banken, de -facto-Pleite des Staates, "Damoklesschwert" der EZB, einbrechender Wirtschaft und darbenden Verbrauchern siegestrunken ausblenden.

Die Wirklichkeit sieht jedoch so aus, als könnte die EZB jederzeit den Stecker ziehen für die ELA-Notkredite und würden die "Terroristen" und "Erpresser" oder "Blutsauger" der Brüssel-Gruppe kein neues Hilfspaket zu den nun bestärkten Bedingungen der Hilfsempfänger schnüren wollen. Hinzu kommt noch die Forderung nach einem Schuldenschnitt zu Lasten der europäischen Steuerzahler.

Es ist kaum vorstellbar, dass sich die Staats- und Regierungschefs der 18 Staaten der Eurozone auf einen"Referendumsbonus" einlassen würden. Athen muss jetzt wohl seine eigene Notfallplanung machen. Die EU wird hum. Hilfe leisten.

@joe70 um 22:49

"Gespannt bin ich, wie man jetzt pauschal linke Parteien im Klischee der undemokratischen Kräfte halten will".
Nur mal so nebenbei: Gilt das auch für den Koalitionspartner von Syriza? Der wird ja auch sonst immer gerne ausgeblendet...

Gruß C.

Sie haben mit Nein gestimmt

und das haben alle Länder in der Eurozone zu respektieren. Welche Auswirkungen es für Griechenland hat ist deren Sache. Die Eu kann
z.Zt. nur mit Hilfsmaßnahmen das Leben der armen Bevölkerung versuchen zu mildern, mehr nicht. Alles andere wird die Zukunft zeigen ob neue Verhandlungen über Kredite möglich sind.

Nach der neuen Analyse des IWF soll Brüssel jetzt endlich eine

realistischere Politik beginnen.
Und die hat Prof. Varoufakis von Beginn an vorgeschlagen.

Griechenland hatte auch unter Syriza einen Primärüberschuss.
Prof. Varoufakis wollte also kein neues Geld, sondern eine für einige Jahre tragfähige Umschuldung (Moratorium oder gleich einen Schuldenschnitt).

Das IWF kommt jetzt nach der gescheiterten Austeritätspolitik zu einem ähnlichen Schluss.

PS.: Zu Ela. Auch bei uns wären die Banken sofort "pleite", wenn wir unser Geld zu einem großen Teil in bar abheben würden.
Das zu regulieren und evtl. Geld nachzuliefern, ist die Aufgabe der Zentralbank.
Das ist also ein "technischer" Vorgang.

Einzig richtige Konsequenz

So langsam verstehe ich die Aufregung nicht mehr. Ein Referendum, dem jegliche Grundlage fehlte führt zu solchen Diskussionen? Fakt ist doch, dass es nichts gab und gibt, über das die Griechen hätten abstimmen können. Fakt ist auch, dass die griechischen Verhandlungsführer alle Angebote abgewiesen haben. Folglich wurden die Verhandlungen mangels Substanz eingestellt; und nicht auf einen späteren Zeitpunkt vertagt! Wenn jetzt dieser EU-Eiertanz wieder beginnt, so machen sich die Beteiligten, insb. die europäischen Politiker, einschl. Merkel und Hollande, nur noch lächerlicher. Bleibt zu hoffen, dass, wie in der Vergangenheit, die IWF sich nicht blenden lässt und konsequent die jetzt erforderliche Umsetzung der ausstehenden Kreditrückzahlungen einfordert. EU-Politiker scheinen ja mehr daran interessiert, nochmals zig-Milliarden in den Sand zu setzen.

Die Schulden hat nicht diese Regierung gemacht ...

sondern ihre Vorgänger, die jetzt dafür keine Verantwortung übernehmen müssen. So ist das leider immer. Und WIR haben Griechenland nichts gegeben und nicht gerettet, sondern nur unsere Banken gestützt und viel Geld gesch(r)öpft aus Griechenland.

Glauben Sie doch den Blödsinn von Merkel und Schäuble nicht! Es sind opportune Falschaussagen.

Ein Tag zum Feiern, finde ich. Für die Demokratie und für das Ende einer unsinnigen, versklavenden Austeritätspolitik, die nur den Gebern etwas bringt.

Information vs. Propaganda

Wieder einmal spielen Umfragen, auf die sich scheinbar in der Berichterstattung blind verlassen wird, den Journalisten einen Streich. Ich sah Herrn Tsipras tatsächlich schon "angesichts des so knappen Ergebnisses" vor meinem inneren Auge seine Rede umschreiben, wie uns der ARD-Korrespondent nach Schließung der Wahllokale in Athen glauben machte.
Auf der Suche nach Information, jener Fakten, die dem Prozess der Beurteilung eigentlich vorangehen, landete ich beim "Brennpunkt" & traute meinen Augen und Ohren nicht: Herr Gottlieb und seine KollegInnen betreiben Propaganda statt Information, die in einem Interview mit dem "Vorsitzenden der EVP-Fraktion im Europaparlament" gipfelt. EVP? Richtig! Aber dem weniger informierten Zuseher in der Bundesrepublk wird vorenthalten, daß es sich um ein CSU-Mitglied handelt. Ist es heute wirklich nicht mehr möglich, jenseits der Parteiinteressen zunächst einmal so neutral wie möglich informiert zu werden? Ein Bewertungsversuch mag dann folgen. Bitte!

Mit Terroristen verhandelt man nicht!

Mir ist es ja mittlerweile ziemlich Egal ob und in welchem Maße, die Griechen und/oder einige ihrer demokratisch gewählten Volksvertreter gegen alle Regeln des normalen Miteinanders, des Austausches unterschiedlicher Sichtweisen und Meinungen, gegen den gesunden Menschenverstand, gegen die Vernunft, gegen Anstand, gegen Verträge, Vereinbarungen und gegen was sonst noch alles weiterhin verstoßen. Die Hauptsache dass, die derzeitige Regierung sich an den Rechtsstaatlichen Grundsatz hält, dass man nicht mit Terroristen verhandelt. Wie sonst wollen sie ihrem eigenen Volk denn auch ein Ergebnis, wie auch immer das dann aussehen mag, verkaufen, dass sie den Terroristen abgerungen haben, von denen die meisten wohl längst froh wären, wenn die Terrorisierten sie endlich einfach in Ruhe lassen würden und ihr eigenes Ding drehen würden, und zwar genau so wie sie es für richtig halten um der ganzen Welt zu beweisen wie man sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht und das ganz ohne Anstrengungen.

Der IMF hat für "nein"geworben

und damit Merkel und Schäuble kaltgestellt. Das ist zwar erfreulich, aber es wird für den Schäuble-Stammtisch-Michel teuer, denn selbstverständlich wird weder an IMF noch an ECB gezahlt und der EFSF bekommt auch nichts zurück aber die fälligen Anleihen werden bedient.
Ganz übel . Dem Michel wirds nicht gefallen aber die Griechen haben ein super Pokerblatt und Schäuble kann nur Schafskopf und auch da verliert er meistens.

23:47 von Arne Ruppach

"Griechenland ist ein souveräner Staat, souveräne Staaten können jederzeit einen einseitigen Schuldenschnitt durchführen"

Nein.

Einen Schuldenschnitt können nur Gläubiger beschließen. Ein Land könnte sich weigern, Schulden zu bezahlen, aber dadurch bleiben diese grundsätzlich bestehen. Bei einem Schuldenschnitt hingegen werden diese zum Teil oder auch ganz erlassen.

Wenn jeder sich durch Erklärung eines Schuldenschnittes legal seiner Schulden entledigen könnte, wäre es wohl etwas zu einfach.

Und auch ein Staatsbankrott ist keine automatische Befreiung von bestehenden Schulden. Schulden bleiben immer solange bestehen, bis diese beglichen oder von den Gläubigern erlassen sind.

"Steuern aus Tourismus"

Wer reist in ein Land, in dem man als Terrorist betrachtet wird?

" neu eingeführte Reichensteuern, Gelder durch Kooruptionsbekämpfung"

Oh ja, da hat sich vor allem in den vergangenen 6 Monaten gezeigt, wie sehr man bemüht ist, hier dran zu arbeiten.

Jubel und Überhöhung

Denjenigen, die jetzt das Abstimmungsergebnis als Sieg der Demokratie überhöhen, sei geraten, schon mal zu überlegen, was sie sagen werden, wenn z. B. Herr Orban seine Ungarn dazu aufruft, in einer Volksabstimmung ihre Würde wiederzuerlangen, indem sie die unerträgliche Einmischung der EU in Sachen Demokratie und Menschenrechte zurückweisen. Mit einem stolzen, demokratischen "Nein" zu Asylanten, Pressefreiheit und Unabhängigkeit der Gerichte.

Wäre auch so etwas ein gewaltiger Sieg der Demokratie, ein Abschütteln der Fremdherrschaft?

Was soll ich sagen - Glückwunsch!

Im Hinterkopf hatte ich ein solches Ergebnis erwartet - ein Sieg der Demokratie! Es ist auch ein klarer Sieg der Herzen über das Hirn, ich hoffe das sich die Griechen der möglichen Folgen bewusst sind. Die sogenannten "Griechenland Hilfen" waren natürlich nichts anderes als eine verkappte Stützung des EU Großkapitals. Ironischerweise hat Merkel bei ihrem Kurs des "immer weiter so" bei den Griechen auf Granit gebissen. Man hat wohl auch in Griechenland verstanden, das die "Deutschen" nicht als "Retter" kommen, sondern ihr eigenes Süppchen kochen was bei Manchem eventuell negative Assoziationen weckt. Griechenland wird nun vielleicht doch eine Annäherung an Russland suchen. Russland ist tatsächlich die größte Demokratie auf europäischen Boden und ein Garant für Stabilität und Sicherheit in Europa - und ich meine das nicht ironisch!

Glückwunsch Griechenland..

Es ging an diesem 5. Juli in vor allem darum, ob eine demokratische Entscheidung gegen den eiskalten Wind der Alternativlosigkeit, gegen die »gefährlichste Idee Europas« - die der Austerität - in einem souveränen Akt möglich ist. Und sie ist es. Es ging um ein Nein zu der Krisenpolitik, die zu verteidigen sich von SPD bis Brüssel, von Bundesfinanzministerium bis Medien, eine Front aufgeschwungen hat, die dafür keine Argumente ins Spiel bringen kann - außer jenem drohenden Grollen des Status quo, der jegliche Änderung als unbotmäßig, »kommunistisch« (was sogar ein wenig lustig ist, angesichts eines im guten Sinne sozialdemokratischen Ad-hoc-Programms von SYRIZA) oder eben ideologisch hinstellen muss.

Die Krisenpolitik, in Berlin orchestriert, in der Eurogruppe und in den meisten europäischen Regierungen aus Angst exekutiert, hat keine Begründung. Sie ist das Programm der Interessen weniger, was in den Medien mit der Behauptung von den "faulen Griechen" verniedlicht wird.

syriza spielt offen

Während Tsipras und Varoufakis offen und ehrlich gekämpft haben und ihr politisches Amt riskierten, haben viele EU-Politiker mit markigen Worten auf den "Regimewechsel" in Athen gehofft. Griechenland war schon zigmal fast sicher pleite und lebt immer noch im Euroraum. Und das wird auch so bleiben, weil diese EU- Politiker mit Merkel und Schulz und Co wissen, dass ein Scheitern von Griechenland auch dem Euro schweren Schaden zufügt. Wie immer, wenn es ums große Geld geht , wird diese ganz große Koalition einknicken, egal was sich einige Kommentatoren hier stattdessen wünschen.

Die Griechen sagen Nein zur Schuldenrückzahlung

O.K. Wo liegt das Problem. Wir sagen auch Nein zu weiteren Geldüberweisungen nach Athen. Der Rest regelt sich von alleine. Tsipras hat kein Geld mehr für teuer Flüge nach Brüssel. Suppenküchen werden mit Hilfe des IRK aufgebaut, Slums entstehen rund um Athen usw. Lösungen hat ohnehin keiner, weder die in Athen noch die in Brüssel. Kann man sich sinnlose Gespräche sparen.

Vielleicht!

Griechenland hat gewählt und das Volk kann man verstehen, aber man muss auch
Europa oder dessen Einwohner verstehen. Wenn man den Medien glauben darf, so
hat sich Griechenland (die Regierung, denn meistens hat das Volk keine Schuld)
in die EU hinein gemogelt. Aber wir haben es akzeptiert und leben nun seit
einigen Jahren damit. Es kann nicht sein, dass wir einen Staat der EU fallen
lassen, aber es kann auch nicht sein, dass wir die Reichen in diesem Land, die
ihr Vermögen (auf Kosten des griechischen Volkes) in die Schweiz oder woanders
verschoben haben. Das geht zu kosten der Griechen und der Solidargemeinschaft!
Die Griechen und die Solidargemeinschaft (alle Steuerzahler in Europa) müssen
darauf drängen, dass dieses Vermögen oder fehlenden Vermögenssteuern dem
griechischem Volk wieder voll und ganz zugute kommen! Nur dann, kann die EU,
Griechenland wieder unterstützen. Wenn dies nicht von der EU gefordert wird,
dann ist was faul!!! im Staate Dänemark" Mack Tillman aus Saarwellingen

Werte Redaktion :Etwas verwirrend

Da ist eine Mehrfachumleitung unterwegs siehe:
"...Die Meldung
http://meta.tagesschau.de/id/100292/referendum-
in-griechenland-die-zeichen-stehen-auf-nein
bleibt für Sie weiterhin kommentierbar."
Dort steht dann:
"...Die Meldung
http://meta.tagesschau.de/id/100298/griechenland-
referendum-offenbar-klare-mehrheit-fuer-nein
bleibt für Sie weiterhin kommentierbar.

Die Moderation..."
----eigentlich wollte ich loswerden, das die Worte: "...Die linken Erpresser und Volksbelüger wie Tsipras können mit ihrer schmutzigen Tour nicht durchkommen", erklärte Generalsekretär Andreas Scheuer." ----aus anderem Munde als Kriegsrethorik verurteilt worden wären...

Sondergipfel OK

Ein Sondergipfel ist sicher richtig.
Das Thema sollte aber sein wie es in Europa weiter geht ohne Griechenland.
Nothilfe vielleicht ja, aber nur direkt an die Bürger.
Oder besser Pfänden und versteigern von Staatseigentum und das Geld an die Bürger.

Kapital

es ist richtig das das Geld nicht bei der Bevölkerung angekommen ist.
Lag einmal an der Griechischen Regierung und an uns die wir Privaten Kapitalgeber, die ja Risikozuschläge verlangt haben, jetzt wo das Risiko eingetreten ist, das Geld zahlen. Gewinne Privatisieren Verluste Sozialisieren.
Dies war damals schon falsch.
Trotzdem:
Ein Nein bedeute kein Geld mehr!
alles andere wäre undemokratisch der nicht griechischen EU Bürgern.
Oder last diese wenigstens Abstimmen.

was hier oft vergessen wird

Einige Aspekte fehlen mir in der Diskussion:
1. die EZB pumpt jeden Monat 60 Milliarden € ohne reellen gegenwert in die europäischen Banken, die damit nur an der Börse spielen und eine Immobilienblase produzieren. Es ist also massenhaft Geld verfügbar, um einen Schuldenschnitt zu bezahlen.
2. wenn Griechenland finanziell an die wand gedrückt wird , wird es politische Entscheidungen blockieren, die Einstimmigkeit in der Eu erfordern.
3. Griechenland könnte aus der Blockade Russlands ausbrechen.
4. dank Kohl und Waigel gibt es keine Möglichkeit, aus dem Euro auszutreten. 5. der Verlust des EuroWertes bei einem Scheitern Griechenlands nützt v.a. Der deutschen exportwirtschaft, belastet aber die US Wirtschaft. Die USA sagen aber, wo es beim IWF langgeht...

Am 05. Juli 2015 um 22:01 von winne73

Gnade uns Gott,wenn Ihre plumpe Meinung Oberhand gewinnt.Ja,es ist so,die mittlerweile skurrile Finanzwelt erpresst,schauen Sie mal die letzten Jahrzehnte.Sie machen Milliarden Gewinne beim Zocken,machen sie aber Milliarden Verluste,verlangen sie,dass die Allgemeinheit dafür aufkommt,die Politik macht mit (siehe der Bundestagsbeschluss diese Woche im Bezug der Kohlekraftwerke).Jahrelang wurden Mrd.€ gescheffelt,jetzt zur Energiewende jammern die auf hohem Niveau,dass sie keine Gewinne mehr machen mit diesen,zahlt der Endverbraucher auf polit.Beschluss.Den Vorschlag von Tsipras,auch die griechischen Reichen zu besteuern wurde,vor allem vom IWF,abgelehnt.Wir wurden belogen,in dem behauptet wurde,Tsipras hätte das abgelehnt.Mittlerweile ist mit Fakten unterlegt,dass dem nicht so war.Der Hass,den man hier so manchmal liest,ist fast nur in DE verbreitet,man suggeriert uns,dass nur wir Deutschen solidarisch sein sollen,nein,aus EU Topf kommt alles,DE allein ist nicht die EU,sondern nur DE

Alexis und Yanis

Ganz Europa ist von Angelas Streitheeren besetzt… Ganz Europa? Nein, ein kleines Land in der äußersten unteren Ecke leistet unter seinem Anführer Alexis den Germanen heftigen Widerstand. Dank eines Zaubertranks, den der Druide Yanis zusammenbraut, sind die Bewohner praktisch unbesiegbar. Angela sieht ein, dass sie mit Gewalt nichts ausrichten kann und mahnt ihren Adlatus Wolfgang zur Vorsicht. Und auch die Spione, die sie ins Land der Griechen schickt, können nichts ausrichten. Also lässt Angela den Druiden Yanis entführen, um so hinter das Geheimnis des Zaubertranks zu kommen. Doch Yanis gibt die Formel seines Zaubertranks bereitwillig preis: Wenn die Schwachen zusammenstehen, sind die Schwachen stark!

@ 23:45 von JanoschausLE

Das stimmt doch nicht. Es wird immer behauptet, wir Deutschen würden die Griechen knechten, würden ihnen unzumutbare Bedingungen aufbürden, nur aus Spaß und zu unserem Vorteil.

Wir müssen uns immer verteidigen. Warum eigentlich?

Haben wir in Deutschland nicht seit 1998 sehr schmerzhafte Veränderungen machen müssen?

Auch behauptet niemand in Deutschland, die Griechen wären nicht arbeitswillig.

Aber das das durchschnittliche Rentenniveau der Griechen über dem der Deutschen liegt, ist eine Tatsache, und darf auch erwähnt werden.

Es wird seitens der Griechen behauptet, und teilweise auch im Land gefühlt, es würde ihnen schlecht gehen. Dem ist aber nicht so. Noch nicht, denn der Rest Europas möchte nicht mehr Geld dafür ausgeben.

Erpressung und Staatsbankrott

Es ist interessant wie der eigene Standpunkt die "Erpresser" auf der jeweils anderen Seite sieht. So bestätigt sich, dass Wahrheit doch eine relative Sache ist.

Selbstredend kann ein Staat auch einseitig den Schuldendienst aussetzen oder einstellen. Aber das will GR gar nicht, ebenso wenig wie weitere Kredite, sondern durch einen substantiellen Schuldenschnitt zu einer TRAGFÄHIGEN Schuldenlast zu kommen. Das ist der Schlüssel, das sieht selbst der IWF so, ebenso, dass die Sparmaßnahmen der vergangenen 5 Jahre verfehlt waren.

Wenn GR aber zum Exit gezwungen wird, hat die europäische Idee komplett versagt. Portugal, Spanien und Italien werden die nächsten sein und irgendwann gibt es wieder Krieg in Europa. Wer aus der Geschichte nicht lernt, ist verdammt sie zu wiederholen...

In Deutschland ein Referendum

Wie wäre es damit, dass die deutsche Bevölkerung auch eine Entscheidung treffen kann?

Ein Referendum auf deutschen Boden. Geht immerhin um unsere Milliarden.

Eigentlich überflüssig, denn das NEIN zu weiteren Geldverbrennung ist sicher. Aber es ist notwendig eine deutsche "Bundesregierung" auf den richtigen Kurs zu bringen.

Griechenland

Es ist nicht das Austreten oder das Bleiben in der EU, es ist das wie!!
Griechenland hätte for 5 Jahren Pleite gehen sollen und nicht Heute. Wäre das so geschehen,
würde Griechenland heute wider besser dran sein und die EU hätte nicht diese Unsummen an Geld verloren, PUNKT.

HP

Ein armes Land zeigt großen Reichtum an Menschlichkeit

Die griechische Bevölkerung hat sich entweder solidarisch
mit den Ärmsten gezeigt oder sie ist wirklich
bereits in dieser ungeheuren Dimension verarmt.
Letzteres wäre für Europa beschämend
und ein unglaublicher Skandal.
Das so Viele altruistisch handeln, glaube ich auch nicht.
Also wird es eine Gemengelage von beiden sein.
Respekt deshalb an einen wohl doch großen Teil der
griechischen Elite und damit meine ich nicht die
Reichen und Schönen einschließlich deren Hofschranzen.
An die vielen "Haushälter" zur Schuldenfrage:
- Die Staatsverschuldung Griechenlands liegt bei
ca. 3% der Schulden der europäischen Staaten
- In der proKopfverschuldung liegt Griechenland noch hinter Frankreich und England und knapp vor
Deutschland.
Entscheidend ist also nicht die Schuldenhöhe, sondern deren Konditionen. Und wenn dann Griechenland z.B.
gegenüber Deutschland höhere Zinssätze
zu leisten hat, ist das ein EUR-Problem.
Europa ist aber mehr als Geld. Frieden ist unbezahlbar

@ Laurisch-Karsten

"Nun wenn die "Troika" bei Griechenland, weil eine linke Regierung und das untragbar für unsere Eliten ist, ..."

In Griechenland hat sich das Volk geäußert, bitte akzeptieren Sie, dass sich auch in Deutschland das Volk äußert und nicht irgend welche "Eliten". Auch Deutschland ist eine Demokratie und wenn die Vorstellungen von Griechenland und Deutschland mit leistungsloser Hilfe und immer neuen Krediten nicht zusammen passen, dann gibt es eben keine Einigung. Es kann doch kein Zwang zur Eingung bestehen.

Eine Chance selbst zu regieren

Griechenland hat sich entschieden, die von vorherigen Regierungen mit der EU etc. vereinbarten Abmachungen nicht mehr einzuhalten. Gut, jetzt kann die Regierung beweisen, dass sie ein Land wirklich regieren kann, mit eigenem Kapital und unter der Massgabe nur so viel auszugeben wie eingenommen wird.....aus eigenen, nicht EU etc. Quellen. Eigener Entschluss, eigene Verantwortung. JF Kennedy hat mal gesagt: "My fellow Americans, ask not what your country can do for you, ask what you can do for your country" Das kann man auch entsprechend auf Griechenland ummuenzen. Ich wuensche den Griechen viel Erfolg

Psychologische Kriegführung

@ AWACS:
"... TS beteiligt sich an einer psychologischen Kriegführung gegen Griechenland, die Griechen und seine vor allem die griechische Regierung.
Ich möchte das nicht weiter kommentieren.

Danke, das ist klüger so. Der Vorwurf an die TS wäre nämlich indiskutabel.

@ 22:30 von Babilla

"(...) der Aufschwung nach dem II. Weltkrieg war nicht deshalb, weil die Deutschen so besonders fleissig waren, ein nettes Märchen, sondern weil man keine Schulden hatte und deshalb die ganzen Steuereinnahmen für Investitionen für den Wiederaufbau verwendet werden konnte."

Ja genau. Und weil Tsirpas und Varoufakis das so toll finden und das damals so gut funktioniert hat, legen sie ihren Staat erst einmal in Schutt und Asche - fiskalisch gesehen.

Anmerkung:
Deutschland hat sich jedenfalls in der Folge o.g. Konferenz zu einem kapitalstarken Geberland entwickelt (und ich will jetzt nicht auf irgendwelchen Tugenden herumreiten). Griechenland dagegen hat sich mit falschen Zahlenwerken in den Euro gepfuscht und seit Anbeginn der EU, vormals EG, gerne und ausdauernd die Hand aufgehalten. Wo ist das ganze Geld nur hin?

Ich sage nur: Wenn das Pferd tot ist, steig ab. Auch, wenn es das noch nicht gemerkt hat.

Ich stimme meinem Vorposter zu!

Die Finanzminister-"Kavallerie" muss endlich mal nach London geschickt werden, um das unversteuerte griechische Geld zurückzuholen.

re arne ruppach

"wichtig sind auch hohe importzölle für fertigwaren und hohe exportzölle für rohstoffe, damit die eigene wirtschaft einen schutzraum hat und sich erholen kann."

Wo haben Sie den VWL gehört? Seminar für Museumspädagogik?

Mal ganz abgesehen von der schlichten Tatsache, dass ein Land im EU-Raum nicht einfach mal Zölle einführen kann:

Importzölle verteuern importierte Waren und heizen die Inflation an. Betroffene Länder werden ihrerseits dann Zölle auf die Exporte aus dem betreffenden Land erheben.

Wie wir in Bayern sagen: It takes two to tango.

@00:09 von Wolf2015

Nothilfe vielleicht ja, aber nur direkt an die Bürger.

Na, das wäre doch mal ein guter Anfang, denn in den letzten 5 Jahren gab man den Griechen nur Geld, um damit europäischen und deutschen Banken zu helfen. Bisher hat der deutsche Haushalt sehr von den Krediten an Griechenland profitiert.

Die USA hat bewiesen, dass Sparen in einer Krise...

...der falsche Weg ist. Nach 2007 hat Obama das Arbeitslosengeld auf 2 Jahre verlaengert und Teile der Wirtschaft staatlich unterstuetzt. Natuerlich wollten die Republikaner wie Merkel, Staeuble und die Troika von der Mittel- und Unterschicht nehmen. Daher haben die Griechen die richtige Entscheidung getroffen, "Nein" zur Austeritaetspolitik und "Nein" zu einer Politik, die Alles nur noch schlimmer macht und die Reichen reicher macht.

Große (nationale) Emotionen - wie früher auch

Das griechische Volk hat jahrzehntelang im Wechsel ND und PASOK an die Regierung gewählt. Und auch diejenigen, die dabei vielleicht ein ungutes Gefühl hatten, haben die Wohltaten dieser Regierungen für sich mitgenommen. Da liegt der Ursprung der Misere, nicht bei der EU. Nur hat zuletzt der Euro wie ein riesiges Brennglas gewirkt und die Defizite des griechischen Staats so brutal offengelegt, dass das ganze System zusammengebrochen ist.

Syriza hatte in der Tat die große Chance gehabt, sich vom alten Klüngel zu lösen und auf dieser Basis in Würde zu einem neuen Miteinander in der EU zu kommen. Dann haben sie sich als Koalitionspartner eine rechtsnationale Populistenpartei gewählt und danach versucht, alles und jeden außer sich selbst verantwortlich für die Probleme zu machen. Das Referendum passt perfekt zu dieser Politik - "Nein" zum EU-Programm und "Ja" - ... ja, zu was denn eigentlich konkret? Links in der Rhetorik, aber national im Handeln - nachhaltig geht m.E. anders.

Es muss mal raus, ENTSCHULDIGUNG

in Griechenland zahlt der Staat nur ein Jahr lang Hilfen
an Arbeitslose, zwei beitragspflichtige Arbeitsjahre
vorausgesetzt.
Ab dann, aus die Maus. Nur die Familie hilft oder Freunde.
Kein Geld zum Leben, für die Wohnung und auch nicht
für die KRANKENKASSE.
Wer dann krank wird oder sein Kind muss selber löhnen.
Viele Medikamente können nur auf Kredit besorgt
werden.
Und dann noch mehr Sozialkosten einsparen?
In Deutschland würden Millionen von Sozialhilfeempfängern das Kanzleramt stürmen
voran mit unseren BILDungsinstitutionen.

'

@ Laurisch-Karsten:

"Damit ist dann das Projekt der "Deutschen EU" von Frau Merkel gescheitert. Damit ist sie dann endgültig gescheitert in allen Politikfeldern die sie beackert."

Das hab ich jetzt nicht verstanden. Wollen Sie, dass Frau Merkel scheitert, oder wollen Sie, dass sie erfolgreich ist? Wenn Sie sie scheitern sehen möchten, wäre es dann nicht logischer, Sie würden ihr zum Grexit raten?

Am 05. Juli 2015 um 20:32 von energyman

"wenn man bedenkt, wie die Regierung betrogen hat, um das Ergebniss zu erreichen - von Extrasendezeit für Tsipras bis hin zu falschen Übersetzungen - dann darf man sich nicht wundern."Ich habe übrigens vor wenigen Wochen eine GR-Rundfahrt gemacht,keine Touri-Zentren wie Rhodos,Korfu ect,nein,das Festland,das Binnenland.GR braucht Hilfe,wie DE nach dem 2.Weltkrieg den Marshallplan,hat das sogar von seinen Kriegsgegnern bekommen.Um so erstaunlicher ist es,dass die Deutschen am meisten das Maul aufreißen.Wo hat Tsipras betrogen?Die weit überwiegende konservative Berichterstattung hier haben Sie zur Kenntnis genommen?Nein?Nochmal Mediathek aufrufen.Ist das dann auch Betrug?Meinungsmache?Verdummung?Stimmungsmache ala Boulevardpresse,wie B???,die sich gerichtlich nicht mal Zeitung nennen darf,weil eine Zeitung Zeitgeschichte festhält und sich nicht auf die Fahnen zu schreiben hat "bild dir deine (gemeint "meine") Meinung",politisch auch Propaganda genannt.BITTE NICHT MEHR SO PLUMP,BITTE

Das neue Profil der SPD ?

Obwohl die CSU dafür bekannt ist, verbal gerne an der juristischen Grenze zu operieren, ist das aktuelle Nachkarten ("Die linken Erpresser und Volksbelüger wie Tsipras können mit ihrer schmutzigen Tour nicht durchkommen") eine neue Stufe der Niveaulosigkeit.

Was aber Gabriel und die SPD antreibt, ist mir völlig schleierhaft.

Kein Wort davon, den Volkswillen akzeptieren zu wollen oder sich, wie 69% der Bundesbürger, um die Menschen in Gr. Sorgen zu machen.
Stattdessen knallhart Kontra.

Klar hat es Gabriel schwer, gegen die CDU zu punkten, aber will er jetzt jegliches soziales Gewissen in der SPD verbieten, die CDU und die FDP rechtsliberal überholen?

Und wenn der Fraktions-Vize Schneider fragt, ob man mit der "griechischen Regierung überhaupt noch verhandeln könne", dann sei ihm ein Blick auf die Wahlergebnisse empfohlen.
SPD: 25,7%, Syriza: 36,4%.
Und es war die Politik der Syriza, die gerade mit ~ 61% bestätigt wurde, während die SPD aktuell auf gnädige 25% kommt.

@NH278

ich verstehe unter einem einseitigen schuldenschnitt des schuldners "die weigerung des landes die schulden zu bezahlen bei gleichzeitiger aufrechterhaltung der ansprüche auf seiten der gläubigerseite".
Das das aber eine ekelhaft lange formulierung ist sagt man im normalen leben "einseitiger schuldenschnitt"..sie sind der erste den ich kenne der sich daran gramatikalisch aufhängt und das obwohl sie wissen wie es gemeint war.

Im übrigen finde ich es milde ausgedrückt "bedenklich" wenn sie der meinung sind das deutsche touristen in griechenland pauschal als terroristen betrachtet werden.

Und zu ihrem letzten Punkt: ob die regierung tsipras kooruptionsbekämpfung und reichtumsbesteuerung hinbekommt wird sich noch zeigen. Die griechischen konservativen und sozialdemokraten haben in diesem Punkt auf jeden Fall völlig versagt.

Demokratie

Am 05. Juli 2015 um 15:03 von montideluxe
@12:26 von WL
>>Volkes Stimme
Tsiapras: "Man kann den Willen einer Regierung ignorieren, aber nicht den Willen eines Volkes"..<<
"Genau das macht die Kanzlerin auch. Sie vertritt den Willen der deutlichen Bevoelkerungsmehrheit ..."
Die Kanzlerin vertritt NICHT den Willen der Bevölkerungsmehrheit. Defacto (Wahlergebnisse) hat die CDU nicht mal die HÄLFTE aller Stimmen der Wähler- und die Nichtwähler (28,5%) sind da nichtmal mitgerechnet....
Man könnte es auch so ausdrücken: 65,9% der Bevölkerung werden NICHT durch Frau Merkel und die CDU vertreten, denn die hatte nur 34,1% bei der Bundestagswahl- in 2009 sogar nur 27,3%. Da fragt man sich EHER: wie kann sich jahrelang eine Regierung an der Macht halten, die defacto nichtmal ein Drittel der Bevölkerung vertritt? Da stimmt doch was mit der (angeblichen) Demokratie nicht- denn mit MEHRHEIT hat das NICHTS zu tun. Und mit dem Willen des Volkes schon gar nicht. -Volksentscheid bundesweit, jetzt!

Es geht ans eingemachte

Seit Tagen sehe ich fast nur noch suggestive Berichte, Talkshows mit starken Ungleichgewicht in der Meinungsbreite und einem unterirdischem Informationsgehalt. Das Verhältnis von auf Griechischen Straßen interviewten Ochi zu Nai war in den Berichten der ARD 1 zu 5, so als ob alle gegen die Griechische Regierung seien. Wie kann das sein?
Überall die Stoßrichtung und die Fragen nach dem Grexit und dem Bankrott, Einführung der Drachme usw.

Das ist Hahnebüchen, man kann Griechenland nicht aus dem Euro werfen, man kann Griechenland auch nicht aus der EU drängen oder vom Kontinent abspalten.

Niemand spricht ernsthaft über das Kernproblem der vor allem deutschen Handelsbilanzüberschüsse. Kein Experte wird gelade um auch mal eine Perspektive zu diskutieren.

Es ist unglaublich was man alles Lesen und hören muss, welches Vokabular da verwendet wird. Es ist unglaublich wie selbst die SPD den Merkantilismus frönt und die CDU rechts überholt. Und welche (Er)Schlagzeilen geschrieben werden.

danke griechenland !

wieder einmal zeigen uns die griechen woher demokratie kommt !
ob dieses nun die sich selbst wählenden großkopferten der eu nun doch einmal zum denken bringt?
ich befürchte nein ...

die meisten deutschen sind wieder einmal obrigkeitshörig, anstatt sich auch einmal gedanken zu machen was aus unserer demokratie geworden ist !

es ist bitter

Lustig...

... dass die Griechen die Troika-"Sparprogramme" ablehnen und deshalb jetzt keine Gelder von der EU mehr bekommen (stark vereinfacht - aber wer blickt da eigentlich noch durch?), gleichzeitig aber zu 75% den Euro behalten wollen.

Noch lustiger: die EU-Politiker suchen schon jetzt verzweifelt nach neuen Namen und Mechanismen für die Gelder, die sie Griechenland trotzdem und völlig unverändert zukommen lassen wollen, damit diese nicht östlichen oder fernöstlichen Mächten in die Hände fallen oder vielleicht eine Flüchtlingslawine über die EU hereinbricht...

Schon wird das Universal-Alibi "Humanität" aufgerufen. Damit müsste es doch möglich sein, wider jede Vernunft, jeden Sachverstand und jede Erfahrung genau so weiter zu machen wie zuvor.

Der EU geht es nicht um Griechenland. Die Griechen sind den Brüsseler Bürokraten sch***egal. Die wollen nur ihre Pöstchen und Pensionen sichern.

Der GREXIT ist der erste Sargnagel für die Allmachtsphantasten in Brüssel.

Dank Euch Griechen!

@hut 00:23

Zitat:
"Aber das das durchschnittliche Rentenniveau der Griechen über dem der Deutschen liegt, ist eine Tatsache, und darf auch erwähnt werden."

Das ist keine Tatsache sondern "die Mär vom griechischen Rentnerparadies".

Freiwillige Leistungen

@ winstonsmith2014:
"Es muss mal raus, ENTSCHULDIGUNG in Griechenland zahlt der Staat nur ein Jahr lang Hilfen an Arbeitslose, zwei beitragspflichtige Arbeitsjahre vorausgesetzt."

Dafür ist die Mehrwertsteuer defakto freiwillig.

re winstonsmith

"Es muss mal raus, ENTSCHULDIGUNG

in Griechenland zahlt der Staat nur ein Jahr lang Hilfen
an Arbeitslose, zwei beitragspflichtige Arbeitsjahre
vorausgesetzt.
Ab dann, aus die Maus. Nur die Familie hilft oder Freunde."

Und wer soll jetzt in Griechenland eine bessere Absicherung herstellen wenn nicht die griechische Regierung?

Und das Geld dafür bei denen eintreiben, die es dicke haben? Auch die griechische Regierung.

Wofür lassen sich denn Linke wählen, wenn sie nicht mal das auf die Reihe kriegen?

@ Gnom:

"Bisher hat der deutsche Haushalt sehr von den Krediten an Griechenland profitiert."

Das würd ich so nicht gelten lassen, das Geld ist nämlich größtenteils futsch.

Was wäre das Horrorszenario

Erst wird Griechenland Zahlungsunfähig und mal sehen wie schlimm es wirklich wird, viel Schwerwiegender ist das politische Signal, Spanien steht als nächstes vor der Wahl, spätestens wenn die keine Lust mehr haben zu Zahlen wird es Spannend.

Die Ratings werden dafür sorgen das nach und nach ein Land nach dem Anderen nur noch Geld gegen unbezahlbare Zinsen am Kapitalmarkt erhält.

erst kommt Spanien, Portugal, Italien, Irland, Frankreich und irgendwann Deutschland und dann bin ich mal gespannt ob die Deutschen dann immer noch sagen, man muss die 2 Bill. € unbedingt zurückzahlen, dafür müssen die Renten runter und die MwSt. rauf, Lehrer, Polizei, Ärzte und Feuerwehrleute entlassen werden, Löhne um 40% runter bis es kracht.
Seien wir ehrlich Deutschland würde so eine Politik niemals aushalten ohne zu zerbrechen in Aufständen o. Extremistisch zu wählen.

Ich weiß nicht ob es soweit kommen würde, aber ich gönne es jedem als Realitätscheck unter diesen Bedingungen mal Leben zu müssen.

So, die Griechen haben schön

So, die Griechen haben schön gewählt, jetzt nur noch Drachmen drucken und schauen, dass die klar kommen. Wünsche Griechen alles gute und jetzt haben sie die Freiheit, alles alleine zu entscheiden, ohne EU Gelder. Denke, die Griechen sind klug, die kriegen das schon hin...

@karwandler

wenn sie schon so anfangen mit Sätzen wie"Wo haben Sie den VWL gehört?" und "Seminar für Museumspädagogik?", dann hab ich schon jede motivation verloren mit ihnen zu diskutieren. Ich hab kein Bock auf eine Unterhaltung wo der andere persönlich angegriffen wird sobald er ein gutes argument bringt..und wo es als schwäche betrachtet wird das nicht zu tun.

und dann sätze wie "Mal ganz abgesehen von der schlichten Tatsache, dass ein Land im EU-Raum nicht einfach mal Zölle einführen kann" ..haben sie sich vielleich einen moment zeit genommen daran zu denken das ich das auch wissen könnte?

It takes two to tango! Wenn wir diskutieren wollen, dann bitte auf einer Inhaltlichen Ebene, ich hatte heute schon genug von der anderen "Diskussionsweise" mit einem anderen Forenmitglied. Über ihren Klarnamen würde ich mich btw. auch freuen.

re janoschausle

"GR braucht Hilfe,wie DE nach dem 2.Weltkrieg den Marshallplan,hat das sogar von seinen Kriegsgegnern bekommen.Um so erstaunlicher ist es,dass die Deutschen am meisten das Maul aufreißen."

Griechenland hat doppelt soviel Marshallplan-Gelder bekommen wie die BRD.

Kann jeder nachschlagen bei Wikipedia, möchten aber einige nicht so gern erwähnt sehen.

Verhandlungsmacht?

Jemand der nix hat und alles will ist auf andere angewiesen und hat erst mal überhaupt keine Macht. Wie kommt Tsirpas eigentlich auf diese absurde Idee. Verhandlungsmacht hätte er, wenn alle anderen europäischen Völker ihn unterstützen würden. Tut aber keines in der Mehrheit. Warum auch!

@ JanoschausLE:

"... GR braucht Hilfe,wie DE nach dem 2.Weltkrieg den Marshallplan,hat das sogar von seinen Kriegsgegnern bekommen."

Die bisherigen Hilfen der Euro-Gruppe haben etwa den Umfang von 35 Marshallplänen. Geholfen hat es überhaupt nichts. Und weitere Kredite werden auch aufgesogen und landen in den Händen einer korrupten Oligarchie.

Am 05. Juli 2015 um 20:31 von Kom2010

"Griechen behandeln wie Freunde". Ok,gerne,weil ich durfte GR,außerhalb der Touri-Hochburgen kennen lernen,Freunden drücke ich aber auch nicht laufend die Pistole auf die Brust,was hier ja in den letzten Jahren geschehen ist.Wer das noch verleugnet ist nicht wirklich informiert.Was ist unter dem Druck in Troika-Jahren geschehen?Wo wurde geholfen?Man drängte Kredite auf,um alte Schulden zu bezahlen.Hilfen?OK,unter der Troika hat sich die Staatsverschuldung in den Jahren von 127 auf knapp 180% erhöht,Arbeitslosigkeit massiv rauf,Zusammenbruch Sozial-undGesundheitssystem,Kindersterblichkeit rauf,massive Einkommens-und Rentensenkungen,möglichst eine Spaltung der Gesellschaft,wirklich tolle Hilfen.Und die Troika sagt,WEITER SO.Ein (OH GOTT LINKER) Ministerpräsident sagt NEIN,macht Vorschläge,die wir nicht wissen SOLLTEN.Schlaumeier sagten,die sollen Steuern eintreiben,aber auf Druck der Troika wurden Steuerbeamte vorher zum Großteil entlassen,wer solls nun (zügig)tun?

"Die weit überwiegende

"Die weit überwiegende konservative Berichterstattung hier haben Sie zur Kenntnis genommen?"

Denke, dass hat kaum die Abstimmung in Griechenland beeinflusst. Die Griechen schauen eben nicht Tagesschau und die meisten verstehen auch kein Deutsch, so dass die Berichtserstattung gar kein Einfluss ausüben konnte. Im Gegensatz zu Tsypras Medienpräsenz in Griechenland.

".GR braucht Hilfe,wie DE nach dem 2.Weltkrieg den Marshallplan,hat das sogar von seinen Kriegsgegnern bekommen"

Da war ein Krieg in Griechenland vor kurzem oder ein Erdbeben?

@20:13 von Rinnstein

Geben Sie doch erstmal einen. Bisher hat Deutschland daran verdient. Eine halbe Milliarde direkt an Zinsen.
Von dem wirtschaftlichen Aufschwung, den wir wegen des niedrigen Euro haben, gibt es ebenfalls Berechnungen.

Und außerdem würde ich dringend empfehlen, sich mal den Aufbau und die Funktionsweise des Konstrukts "Europäische Finanzstabilisierungsfazilität" anzuschauen. Dort werden Garantien von Deutschland vergeben und kein Geld. Das organisiert diese AG dann nämlich selbst und verleit diese weiter.

@JanoschausLE, um 00:55

GR braucht Hilfe,wie DE nach dem 2.Weltkrieg den Marshallplan,hat das sogar von seinen Kriegsgegnern bekommen.

Tja, Deutschland war eine starke Nation, die unschönerweise Europa in Schutt und Asche gelegt hatte. Die ersten Pläne der Kriegsgegner für Deutschland nach dem Krieg sahen daher noch etwas "anders" aus. Aber dann reifte die Erkenntnis, dass es schwierig werden dürfte, das zerstörte (West-)Europa ohne seine industriellen Zentren in Deutschland wieder aufzubauen. In heutiger Diktion war Deutschland damals also "too big to fail".

Bei Herrn Varoufakis hat man tatsächlich den Eindruck, er würde Griechenland in der Rolle von Nachkriegsdeutschland sehen. Allerdings wird dieser Versuch, Geschichte zu wiederholen, wohl als Farce enden. Weder liegt Europa in Schutt und Asche, noch ist Griechenland der Schlüssel zum Wiederaufbau. Und es ist ganz sicher nicht "too big to fail".

@20:14 von mab72

Ihre Bank würde ihnen keine detaillierten Vorgaben machen, wie sie die Raten zu erbringen haben. Sie würde Ihnen weder eine Vorschrift bzgl. ihres Einkaufs noch ihres Einkommens machen.

Und wenn Sie pleite sind, dann hat sich die Bank verzockt! Dann haben Sie 6 Jahre lang eine Privatinsolvenz und die Schulden sind weg.

Auf Griechenland übertragen bedeutet dies, dass die Griechen selber zu sehen müssen, wie sie die Schuldenquote drücken, wo sie sparen und wo sie investieren wollen. Das dürfen diese aber nach Vorgabe der Troika nicht.
Und wenn es eine Staateninsolvenz mit gleicher Laufzeit geben würde, dann wäre Griechenland jetzt befreit von allen Schuldendiensten.

Herzlichen Glückwunsch, Griechenland!

Herzlichen Glückwunsch zur Aufrechterhaltung der Demokratie in der EU!
Das war ein Akt der Befreiung von der bleiernen Atmosphäre, die sich in der EU breitmacht.
Ich bin zuversichtlich, daß die EZB und die übrigen EU-Institutionen mit der Zeit wieder zu konstruktivem, sachgemäßem Handeln zurückfinden werden.
Und auch dem kleinen Land Griechenland Luft zum Atmen und Leben lassen.

20:18 von schweizer-buerger

Welche "Reformen" meinen Sie denn?
Die, die die letzten 5 Jahre durchgeführt wurden und das Land noch tiefer in den Schuldensumpf zogen?
Denn genau das sind die, die die Troika weiterhin fordert.
Und es ist nicht im Interesse des europäischen Steuerzahlers, das Griechenland pleite geht. Denn netterweise haben die Konservativen ja lieber die Banken gerettet und Hilfspakte für die geschnürt, die die Steuerzahler bezahlen müssen. Den Banken wurde damit ihr normales Geschäftsrisiko (Kreditausfall) abgenommen. die "Griechenlandrettung" ist nichts anders als eine Bankenrettung.

Gewinne privatisieren, Schulden sozialisieren - das schöne Europa!

supper Griechenland!!!

wir haben in Europa noch Demokratie. die rechen und banken haben die Schulden produziert. sie müssen nun nach dieser Entscheidung umdenken. auch wenn wir auf den Schulden sitzen bleiben, wird hoffentlich ein umdenken eingesetzt.

Tsipras Kaiser von Europa?

Innerhalb von 48 Stunden haben die Banken wieder offen und das Verhandlungsergebniss ist da sagte Tsipras. Ist der der Kaiser von Europa frage ich mich?
Ich dachte immer das der Euro eine Währung ist auf Gegenseitigkeit aber mit Sachlichkeit ist diesem Mann offenbar nicht beizukommen. Irgendwo hört dann eben alles mal auf auch beim Geld . Die Erpresser und Terroristen sollen jetzt abzeichnen und zahlen?
Ja, sicher muss man den Griechen helfen wenn Medikamente fehlen und niemand müßte hungern und wenn es humanitär notwendig und geboten ist aber die Griechen haben den Euro abgewählt denn Sie stehen nicht zu den Regeln die unsere Gemeinschaftwährung mit sich bringt und so kanns nicht funktionieren und Sie müssen nun in Vorleistung gehen wenn es überhaupt noch mal Verhandlungen geben sollte:- Eine Tür die ein Spalt breit zu ist gibt es nicht diese Tür wäre dann ganz zu und man kann da anklopfen aber man sollte sich vorher überlegen ob dies Sinn macht und man die Voraussetzungen mitbringt.

@22:09 von Einfach Unglaublich

Die Griechen haben die Brüningsche Politik von Merkel und Schäuble abgewählt, die das Land immer tiefer in den Sumpf zog.

Was nach Brüning kam, sollte jeder Deutsche wissen.

"Das wollen die Deutschen

"Das wollen die Deutschen auch nicht hören, der Aufschwung nach dem II. Weltkrieg war nicht deshalb, weil die Deutschen so besonders fleissig waren, ein nettes Märchen, sondern weil man keine Schulden hatte und deshalb die ganzen Steuereinnahmen für Investitionen für den Wiederaufbau verwendet werden konnte. "

Also, hat Deutschland gar keine Milliarden an Entschädigungen bezahlt?
Und was Steuereinnahmen betrifft, können die Griechen das selbe machen, nur, dort zahlt keiner Steuern...

Merkel ist erledigt

Die EU-Politik von Merkel ist nun gescheitert. Ich gehe auch davon aus, dass die SPD erledigt ist, sie wird sich aufspalten oder neu erfinden müssen. In den kommenden Tagen wird einiges an Falschaussagen über die angeblich "großzügigen Angebote" der Eurogruppe (v.a. Gabriel, Steinmeier, Schulz und Merkel) aufgeklärt werden, genauso wie die Rolle der deutschen Medien und deren tendenziöse und falsche Berichterstattung.

"hoffentlich erhalten die

"hoffentlich erhalten die Griechen keinen Cent mehr an deutschem Steuergeld!" Sind Sie auch auf den Leim gegangen,dass NUR der Deutsche zahlt?Zum Verständnis,alle Länder,auch GR,zahlt in einen großen EU-Topf,die einen mehr,die anderen weniger.Da gibt es eine Formel von Bevölkerungszahl,Wirtschaftsleistung ect.Aus diesem EU-Topf hat GR Gelder bekommen,und darunter ist auch deutsches Geld,was aber gar nicht mehr in "Unserem" Steuertopf war.Private Banken haben in GR Geld verzockt,Länder,auch DE,die EU hat schlecht (gewordene?) Anleihen von der Finanzwelt aufgekauft,damit bei Verlusten die Allgemeinheit,aber nicht die Finanzwelt,draufzahlen muss.Und dieser fragwürdige Symbiose zwischen politischen Entscheidungsträgern muss sich die Politik nun nach Bekanntwerden stellen.Haben Sie noch nicht festgestellt,dass die Politik in DE mittlerweile von Lobbyisten und Finanzlern bestimmt wird?Und politische Vermittler bekommen dann später einen guten Job.Korruption u.Lobbyismus,wo ist der Unterschie

01:09 von Arne Ruppach

"ich verstehe unter einem einseitigen schuldenschnitt des schuldners "die weigerung des landes die schulden zu bezahlen bei gleichzeitiger aufrechterhaltung der ansprüche auf seiten der gläubigerseite".
Das das aber eine ekelhaft lange formulierung ist sagt man im normalen leben "einseitiger schuldenschnitt""

Etwas, was es nicht gibt, wird im normalen Leben nicht verwendet. Faktisch bleiben die Schulden bestehen, egal, was der Schuldner einseitig erklärt. Ohne Willen, diese zu bedienen bzw. eine Aushandlung eines Schnittes ist er von jeglicher Versorgung mit Kapital abgeschnitten und es ist schlicht unmöglich, Investitionen vorzunehmen. Diese sind, wenn man ein Land aufbauen will, aber unumgänglich. Zudem funktioniert ein Staat nur durch ständige Anleihen und Rückzahlungen derselben. Es gibt keinen Tag, an dem das Einkommen für das ganze Jahr eingeht und mit dem man dann auskommen kann. Staatsfinanzierung ist ein laufender Prozess.

Griechenland Rettung

Es ist richtig, man hätte die Griechischen Schulden bei den Banken und Anlegern lassen sollen, die auch das Geld herausgegeben haben. Eine Umschuldung auf die Steuerzahler war ein großer Fehler.

Ich habe keine Angst vor dem Grexit, das geliehene Geld ist so oder so futsch, Frau Merkel sollte das endlich zugeben.

Was will die Griechische Regierung jetzt ? Mit Terroristen verhandeln ? Worüber ? Angeblich wollen sie ja weder einen Schuldenschnitt noch neue Kredite. Der Schuldenschnitt aber ist faktisch eingetreten, seit sie den Schuldendienst nicht mehr bedienen. Allein in den letzten Wochen sind 90 Miliarden Euro als Nothilfe nach Griechenland geflossen. Wo sind die geblieben ? Ich fürchte, Herr Tsipras hat keine Idee wie er das Land reformieren könnte oder wohin es gehen soll. In all den vielen Sendungen und Talks zu dem Thema habe ich nur sehr schwammige Aussagen ohne eine einzige konkrete Idee dazu gehört. Nur Nein zu sagen ist kein Konzept.

21:58 von b_m

Augenscheinlich ist die Wirkungsweise des EURO-Rettungsschirms ein Staatsgeheimnis.

Denn sonst wüsste die Bevölkerung, dass kein Geld aus Deutschland nach Griechenland geflossen ist, sondern nur Garantien. Die werden erst bei Nicht-Zahlung fällig.
Dagegen hat Dtl. bisher an der "Rettung" verdient. Und das nicht zu knapp. Allerdings kommen Sendungen, die das Beleuchten immer sehr spät.

Der Gerxit ist populistischer Schwachsinn. Die Schulden Griechenlands würden noch einmal explodieren. Damit verringert sich die Chance auf Rückzahlung weiter.
Außerdem würde der Euro an Wert gewinnen, was gerade in Dtl. keiner will.

@01:33 von Frau Kepetry

Sie waren aber zweckgebunden und dienten nicht dem Aufbau!
Und falls es Ihnen entgangen ist - 90% gingen an die Privatbanken im Ausland deren Kredite der europäische Steuerzahler begleichen muß.

Es ist sehr viel versucht

Es ist sehr viel versucht worden. Es war eine Belastung. Danke für alle Anstrengungen auf allen Seiten. Die Ratlosigkeit, die eintritt, wenn bekannte Mechanismen und Systeme nicht mehr funktionieren ist ein normales Phänomen - bei umfassenden Veränderungsprozessen! Es ist in Ordnung für eine Zeit, nicht weiter zu wissen. Es ist in Ordnung, für eine Zeit die Kontrollen verlieren zu müssen. Es mag tragisch daherkommen und kann auch heilsam sein. Wer sagt, dass die bisherigen System das non plus ulatra sind? Auch große Systeme dürfen sich verändern und es braucht eine entsprechend große "Krise" - bis die heilsame Ratlosigkeit eintritt. Es ist eine normaler schöpferischer Prozess des Lebens. Erst dahinter beginnt die Entdeckung nach völlig neuen ungewöhnlichen Lösungen, Sichtweisen und Perspektiven. Ich anerkenne beide Seiten für ihr langes zähes Ringen! Es muss und es wird etwas Neues entstehen. Geld- und Finanzsystem sind dazu da, dem Leben zu dienen & gutes wirtschaften zu ermöglichen!

@Frau Kepetry

Wenn wir dem Ausland keine Kredite geben würden, wäre unsere Exportwirtschaft im Eimer. Das Problem ist bloß es können nicht alle Staaten der Welt gleichzeitig Exportweltmeister sein. Eine Ähnliche Beziehung hat übrigens auch China zu den USA, oder die USA mit Saudi Arabien.
Die einzigen die an diesem Spiel wirklich verdienen sind die Banken und Parteien wie die ihrer Nicknamepatronin bedienen allenfalls Ressentiments gegen die Griechen, alle anderen sind schuld, wir sind fleißig. Selbst Edmund Stoiber entblödet sich von Euro Stabilitäts Kriterien bei Jauch zu faseln während nicht mal Deutschland die 60% Defizitgrenze einhält. Wie selbstvergessen kann man sein?
Wenn das so weitergeht zerfleischen sich die Völker Europas, während die Ratingagenturen munter an den Bonitäten schrauben bis die Rendite klingelt und die meisten merken nicht mal wer sie da eigentlich ausnimmt. Der Konflikt ist Arm gegen Reich und nicht Deutschland gegen Griechenland. Aber das geht im Marktgeschrei schon unter

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