Kommentare - Referendum in Griechenland läuft bislang reibungslos

05. Juli 2015 - 12:09 Uhr

Erstmals seit 1974 entscheiden die Griechen heute in einem Referendum über die Zukunft des Landes. Seit dem Morgen stimmen sie über Reformvorschläge der Geldgeber ab. Premier Tsipras erhofft sich Rückhalt für seinen Kurs. Doch das Ergebnis ist offen.

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Kommentare

Referendum in Griechenland

Griechenland ist immer noch Mitglied der EU (sprich: des "geeinten Europas").
Wird Zeit, dass wir uns daran erinnern, dass es dabei nicht um Geld geht, sondern um ECHTE Solidarität.
Seit dem durch Betrug erschlichenen Euro-Beitritt ist völlig klar: Bei der griechischen Politikerkaste – JEGLICHER COULEUR!!! – handelt es sich um einen durch und durch korrupten Sumpf, in den nicht ein einziger Euro mehr versenkt werden darf. Übrigens zähle ich zu den Politikern ausdrücklich nicht die Bürgermeister, namentlich nicht den von Athen (die sind ja meist auch auf einigermaßen "saubere", d.h. tatsächlich demokratische Weise in ihr Amt gekommen).
Dass ich jeden weiteren Cent, der über den korrupten Regierungsapparat fließt kategorisch ablehne, heißt aber noch lange nicht, dass ich es für legitim hielte, jetzt die gebeutelte griechische Bevölkerung einfach im Stich zu lassen.
Da muss irgendwie - ganz unbürokratisch!! - ein Weg gefunden werden, für Griechenland essentielle (= überlebensnotwendige...

Volkes Stimme

Tsiapras: "Man kann den Willen einer Regierung ignorieren, aber nicht den Willen eines Volkes"

Gut gesagt. Das sollte all den Berufs-Demokraten ins Mitteilungsheft geschrieben stehen.

Unser Horror kommt erst später. Nämlich morgen

SPD, Linke, Grüne wollen um jeden Preis weitere Milliarden nach Athen senden.

Nur bei der Bundestagsfraktion der CDU/CSU regt sich Widerstand.

Reichen 90 Milliarden nicht?

Es muss Schluss sein, ohne Ziel und Sinn weitere Milliarden nach Griechenland zu senden. Wie es die Kanzlerin schon sagte.

Egal, wie das Referendum ausgeht.

kann man oder kann man nicht...

Immer wieder schön das Zitat: "Man kann den Willen einer Regierung ignorieren aber nicht den Willen eines Volkes". Tsipras übersieht dabei dass ein Volksentscheid nur die Regierung, nämlich seine Regierung verpflichten kann. Der EU kann es egal sein was das Volk entscheidet. Ihr gegenüber hat dieses Referendum keinerlei bindende Wirkung. Im übrigen ist nicht das Volk der Vertragspartner der Gläubiger sondern die jeweilig Regierung.

Vorbildlich und nachahmenswert

Ich finds super, dass die Griechen direkt an Demokratie beteiligt werden.
Solche Volksabstimmungen sollte es auch bei uns geben.

Egal wie dieses Referendum...

.... ausgehen wird, es muss gespart werden. Veränderungen in der Wirtschaft wird es geben, der aufgeblähte Staatsapparat wird schmelzen müssen. Führt GR den Drachme wieder ein sind sie raus aus der Eurozone. Deshalb geht Europa nicht unter.

Viel Erfolg

Ich hätte für NEIN gestimmt.

Raus aus dem sinkenden EU Schiff.

Vielleicht sollten die Gläubiger darauf hoffen ,

dass sie(die Wähler) dem Aufruf Tsipras folgen !Denn dann wär eines klar, die Griechen wollen kein Geld, und das was jetzt kommt können nur Verhandlungen sein die sich lange, vielleicht zu lange hinziehen und die Griechen würden in wirkliche Schwierigkeiten kommen was wiederum allerbeste Voraussetzungen für Neuwahlen in Griechenland darstellt .
Die Welt zeigt mit dem Finger auf die Sozialisten die das Land ins Chaos stürzten , das Ergebnis dieser Wahlen würde eine Regierung hervorbringen mit denen man (der Westen) wieder vernünftig verhandeln kann.
Also so oder so , es wird schwer für Griechenland ...

Ich spekuliere mal über den

Ich spekuliere mal über den Ausgang. Die Griechen werden Heute mit ja stimmen - Die sind ja nicht doof! Daraufhin tritt die aktuelle Regierung zurück und eine Übergangsregierung vereinbart ein neues Hilfsprogramm. Bei den anschließenden Neuwahlen gewinnt die Linke und Varoufakis wird neuer Finanzminister und zeigt der restlichen EU den Mittelfinger.Bnm

Was für eine Entscheidung?

Wovon wird hier geredet? Die demokratisch gewählte griechische Regierung, hat im Streit mit den Organen der EU, eine Volks-
abstimmung , die im gesetzlichen Rahmen der griechischen Verfassung steht, angeordnet, was von einem griechischen Gericht bestätigt wurde!
Über die Rechtsamkeit dieser Volksabstimmung hat kein dritter Staat,
sowie die EU zu befinden! Die unsachgemäs-
sen Publizierungen in fremden Staaten
- ( z.B.: "Die unrechtsame Abstimmung in Griechenland.....") - ist, gelinde gesagt, eine Ungezogenheit besonderer Klasse! Wie wollen wir denn morgen mit
diesen griechischen Bürgern umgehen?
Eine äusserst seriöse Frage! Wenn jemand mir mir - Deutscher - so reden würde, dann
würde ich mich von dieser Person verab-
schieden! Für immer! Die "Entscheidung"
trifft das griechische Volk, und alle Dritten
haben das Resultat zu respektieren.

Wollen wir ein UN-Notstandsgebiet mit dann Albanienersatz?

"... aufgerufen, in einem Referendum über Reform- und Sparvorschläge der internationalen Geldgeber zu entscheiden".

Reformen? Vorschläge? Geldgeber?

Es geht nicht um eine Verfassungsänderung wie bei einem Referendum. Also eher um ein Plebiszit oder Meinungsumfrage zu einem wichtigen nationalen Thema.

Es geht nur darum, welche Bedingungen des Investitions- und Konsumverzichts gelten sollen, damit die Gläubigerstaaten, die im Wesentlichen nur bürgten aber fast kein Geld gaben

(denn das gaben die zuvor geretteten Banken unter den Bürgschaften und werden nicht nochmal verzichten = schlecht für hiesige Steuerzahler und Koalitionen wenn man GRE vor der BuTa-Wahl 2017 crashen lässt)

nicht 350 Mia. abschreiben müssen. Und da ist noch nicht mal das EZB-System mit ELA

(Schulden der gr. ZB nicht des Staates)

und Target2 (Handelsdefizit und Kapitalflucht) drin im "Vorschlag"

(es hieß friss oder stirb trotz weitgehender Zugeständnisse Tsipras' in seinem Angebot).

Hoffnung auf den Lerneffekt

Die Griechen lernen gerade, dass mit den Hilfsmillarden eben nicht nur die Banken, welche die Gläubiger Griechenlands waren gerettet wurden.

Es ist ja nicht falsch, dass die ihre Papiere ausbezahlt bekommen haben aber nur weil man dies getan hat konnte Griechenland überhaupt neues Geld bekommen. Ohne die Hilfe wären die Renten schon vor Jahren nicht um 30-40% gesunken sondern direkt um 100%.

Und wenn die Griechen jetzt nicht einsehen, dass man eben nicht per Wahl beschließen kann, dass einem andere Länder und internationale Organisationen Bedinungslos Geld geben.

Faktisch gesehen hatte Griechenland doch schon einen zweiten Schuldenschnitt, da Schuldendienst und Zinszahlungen für einen ganz großen Teil der Schulden auf sehr lange Zeit gestundet sind (und zudem sind die Zinsen enorm niedrig). Faktisch gesehen kommen all diese Vorteile einem Schuldenschnitt gleich.

Tja und Herr Varufakis lernt, dass Europa eben doch was machen kann, wenn Griechenland nicht zahlt.

Was erwartet Hr. Tsipras eigentlich

Also wenn man das ganze Geschrei und die Rethorik mal ausblendet, dann frage ich mich, was die griech. Regierung eigentlich will.
Kein Geld von Europa ist keine Lösung und Geld gegen Auflagen nicht gewünscht.

Die eig. Finanzquellen(sprich Steuereinnahmen) werden vernachlässigt und den Gläubigern wird Terrorismus vorgeworfen.
Wenn jetzt noch so eine knappe Wahlentscheidung dabei raus kommt (egal ob ja oder nein) dann ist die Karre doch endgültig im Dreck.
Im Grunde wäre eine sog. Strukturreform des Staates angebracht. Verwaltungsfachleute aus allen EG- Staaten die ein funktionierendes Staatswesen aufbauen und nicht in alte Strukturen eingebunden sind.

Damit eine Verwaltung läuft und die Steuern fließen. Und dann kann man doch erst die tatsächliche Unterdeckung erkennen.

Dann notwendige Ausgabenkürzungen (MWSt ?, Renten?, Staatsbeamte?) einführen nach Kassenlage.

Alles andere ist doch ein Rumgestochere im Nebel und hat nur Verlierer auf allen Seiten.

Aber das geht ja leider nicht.

Man sollte dabei aber nicht

Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass die von Professor Varoufakis als Terroristen ins Amt gewählten Regierungen der übrigen EURO-Länder auch durch den Willen eines Volkes mittels demokratischen Wahlen ins Amt gekommen sind.
Glaubt dieser Herr Professor wirklich, dass alleine der Wille des griechischen Volkes zählt? Wenn ja, sollte er schnell aus seinem Elfenbeinturm der Wissenschaft herabsteigen und zur Kenntnis nehmen, dass auch der Wille der Völker der EURO-Staaten da ist, der nun mal nicht bereit ist, Geld ohne jede Gegenleistung nach Hellas zu pumpen.

Warum sollen eigentlich die Bürger der Länder Osteuropas, denen es noch deutlich schlechter geht als den Griechen, auf eigenen Wohlstand verzichten, nur damit Griechenland weiterhin Geld verteilen kann, was von Griechenland nicht erarbeitet wurde. Das hieße ja die Solidarität ins perverse zu verkehren.

Weniger die Entscheidung zählt als, wie es mit GR weiter geht

Egal, ob die Befürworter oder Gegner des Austeritätskurses beim Referendum die Mehrheit bekommen: Niemand der Beteiligten sagt den Menschen und den Institutionen in Griechenland, wie es weitergeht. Die Beobachter gehen wohl davon aus, dass sich die finanzielle und humanitäre Lage im Land erst einmal weiter verschlechtern wird.

Eine schnelle Einigung zwischen der gr. Regierung und den Geldgebern wird es wohl nicht geben. Auch beim bisherigen relativen Misserfolg der Hilfspakete wird es von Gläubigerseite kein Aufweichung der Austeritätspolitik geben. Hat die EU ggf. Hilfsmöglichkeiten?

Es ist nicht absehbar, ob und wie z.B. die EZB kurzfristig in die Entscheidung versetzt werden könnte, den gr. Banken einen größeren Rahmen für ELA-Notkredite zu Verfügung zu stellen. Geschähe dies nicht, würden die ersten Banken bald pleite gehen und den Zahlungsverkehr zum Erliegen bringen. Auch der staatliche Zahlungsverkehr käme dann zum Erliegen. Eine Ersatzwährung wäre dann kaum zu verhindern.

Griechenland

Ich habe mich gefragt wieso es eine ultralinke Regierung nicht schafft an die Millarden der Reichen heranzukommen. Nun - etwas was bisher nicht öffentlich thematisiert wurde: Vielleicht wird der griechische Regierungschef auch erpresst? Die Millardäre drohen möglicherweise damit seiner Familie etwas anzutun, wenn er es wagen würde das Geld der Reichen anzutasten! Warum braucht Griechenland eine derart kostenintensive Streitmacht? Vielleicht drohen die Militärs mit einem Putsch, wenn die Verteidigungsausgaben gekürzt werden?
Oftmals können Erklärungen ziemlich simpel sein. "Manitou möge mich davor bewahren einen anderen Menschen zu beurteilen, bevor ich nicht 100 Meilen in seinen Moccasins gelaufen bin"

Referendum

Egal wie es ausgeht oder wie man es nennt, es ist irrelevant.
Es wird abgestimmt über etwas was es nicht mehr gibt. Die Verhandlungen sind abgeschlossen, das Rettungspaket gibt es seit eine Woche nicht mehr. Was wichtig ist, ist die Abstimmung für die griechische Regierung. Will die Bevölkerung uns noch, oder nicht.
Die letzte Wochen waren beherrscht von Propaganda gegen die EU und Unstimmigkeiten über wie die Angebote/Auflagen zu bewerten sind.
Fest steht:
-Griechenland hat immer noch 50% zu viel Beamte
- Eine funktionierende Behörde gibt es immer noch nicht
- Viele Griechen zahlen immer noch keine/zu wenig Steuern. 70 Milliarden stehen noch aus.
- Ohne "Trinkgelder" weigern viele Dienstleister, Ärzte, Beamte,... die Arbeit.
Die EU wollte nicht nur Kürzungen, wichtig waren Reformen. Auch Tsipras hat, wie die Vorgängerregierungen, nicht mal damit angefangen.
Ich wünsche die Griechen eine neue Regierung, die endlich die Probleme und Korruption angeht statt auf die EU zu schimpfen.

Griechenland: Herr Ober, die Rechnung bitte !

Hallo zusammen,
ist Ihnen eigentlich schon mal aufgefallen,
dass die Haftungssummen seit der Verlängerung des Hilfsprogramms Ende Februar 2015 geradezu explodiert sind ?
Und diese hübsche Wortkreation ELA der EZB nichts anderes als das Drucken von Banknoten für einen insolventen Schuldner ist ? Das Thema TARGET-Salden scheint sich mittlerweile auch wieder aus dem öffentlichen Bewusstsein herauszuschleichen ...
Aus meiner Sicht ist es wirklich Zeit für das Ende der Party:
Herr Ober, die Rechnung bitte ! Und im gleichen Atemzug bitte humanitäre Hilfe, die dringend notwendig ist bzw. wird!!

Griechenland

Ich habe mich gefragt wieso es eine ultralinke Regierung nicht schafft an die Millarden der Reichen heranzukommen. Nun - etwas was bisher nicht öffentlich thematisiert wurde: Vielleicht wird der griechische Regierungschef auch erpresst? Die Millardäre drohen möglicherweise damit seiner Familie etwas anzutun, wenn er es wagen würde das Geld der Reichen anzutasten! Warum braucht Griechenland eine derart kostenintensive Streitmacht? Vielleicht drohen die Militärs mit einem Putsch, wenn die Verteidigungsausgaben gekürzt werden?
Oftmals können Erklärungen ziemlich simpel sein. "Manitou möge mich davor bewahren einen anderen Menschen zu beurteilen, bevor ich nicht 100 Meilen in seinen Moccasins gelaufen bin"

Ja oder Nein wofür?

Ob Ja oder Nein - so oder so wird es zu neuen Verhandlungen über ein 3. Rettungsprogramm kommen, so oder so werden die Positionen der beiden Seiten sich nicht geändert haben.

Die europäischen Länder werden auch bei einem Nein keine weiteren Zugeständnisse machen (können), denn die Regierungen der anderen EU-Länder müssen sich gegenüber ihren eigenen Völkern rechtfertigen und sind nicht gebunden an ein griechisches Referendum, das über etwas abstimmt das es gar nicht mehr gibt!

Kommt es also zu einem Nein und Herr Tsipras fühlt sich gestärkt und bleibt bei seinen Positionen - wir sind genau da wo wir vor einer Woche aufgehört haben. Nur mit dem Unterschied, dass sich die Lage für die Menschen in Griechenland dramatisch verschlechter hat.

Nur ein Ja und ein damit verbundener Rücktritt von Tsipras würde Bewegung in die Sache bringen, wobei seine Partei bei Neuwahlen gute Chancen hätte wieder stärkste Partei zu werden. Und alles ginge wieder von vorne los!

Wie der Herr so auch 's Gescherr...

So wie vor allem deutsche Print- Social- TV und Digitalmedien seit Monaten in konzertierter Abstimmung Tatsachen verdrehen, Fakten unterschlagen, hetzen, verunglimpfen und verunsichern, manipulieren sie als Gehilfe ihrer Herren massenhaft die öffentliche Meinung in zumindest teilweise volksverhetzender Art und Weise.
Beispiel1: Nirgendwo wird erwähnt, dass Griechenland mit seinem Finanzminister Yanis Varoufakis einen hoch geachteten, fachlich ausserordentlich kompetenten Ökonomen gewählt hat, der in einer seiner Veröffentlichungen "Der globale Minotaurus" praktisch all diese Vorgehensweisen und deren Absicht beschreibt.
Schimpfwörter, abfällige und herablassende, spottende und beleidigende Äusserungen deutscher Politiker über Herrn Varoufakis sind nicht nur beschämend, sondern mangels eigener Qualifikation völlig unangebracht.
Beispiel2: Der "Grexit"
Einen Grexit gibt es nicht. Und wird es nicht geben. Das Kunstwort ist eine reine Erfindung. Siehe EU-Verträge.
BILDUNG statt BILD!!!

oxi ?

Liebes tagesschau-team,
die entsprechende Umschrift für das griechische Wort für Nein sollte "ochi" lauten statt "oxi". Der entsprechende gr. Buchstabe ist ein Chi und kein x.
In der Regel schreiben wir ja auch Christen und nicht Xristen. :-)

Dieses Referendum

bewegt sich ganz im Rahmen der griechischen Verfassung.
Auch wenn es manchen EU-Politikern nicht passt, das ist eine rein interne Angelegenheit Griechenlands.
Wenn die Griechen mit Nein stimmen, wird der EU, deren Gremien weiß Gott nicht von den EU-Bürgern ihre Macht erhalten haben, endlich deutlich gemacht, dass Maßnahmen an den Menschen vorbei nicht geduldet werden.

Sicherlich wird es danach erhebliche wirtschaftliche und politische Verwerfungen geben, das wird uns alle treffen. Aber die Freiheit der Entscheidung ist ein hohes Gut, das wir nicht so schnell aufgeben sollten.

In dieser Abstimmung geht es nicht nur um die griechischen Finanzen, sondern um die grundsätzliche Mitbestimmung durch die Bürger. Das hat Tsipras verstanden. Leider scheint der Rest der EU noch nicht so weit auf diesem demokratischen Weg zu sein, denn man rettet lieber die Banken, als die Menschen!

Wirtschafts-, Rechts- und Sozialunion zuerst

Gregor Gysi hat es schon 1998 vorausgesehen, was passiert, wenn man mit einer Währungsunion als bindendes Glied zwischen Völkern und Staaten beginnt: es kann nicht klappen! Erst muss eine Sozialunion und Angleichungen im Rechtssystem, dem Finanzsystem und der Wirtschaftspolitik geschaffen werden, bevor als Sahnehäubchen darauf die Währungsunion folgt. Er hat mal wieder Recht gehabt (schade, dass er in der falschen Partei ist!). Vielleicht öffnet sich jetzt durch die Griechen eine Chance, die EU wieder auf die Füße zu stellen, was deren Akzeptanz erheblich vergrößern würde.

@Shantuma: "Die Tsipras-Griechen wollen ihre Souveränität ....

... wieder haben."

Bekanntlich werden in der EU und Eurozone auch Souveränitätsrechte zu Gunsten der Gemeinschaft übertragen. Wer als Staat 100 % Souveränität realisieren will, darf nicht Mitglied eine Völkergemeinschaft sein. Die radikalen Syriza-Gruppen streben ja schon lange aus der EU dem Euro.

Auch Tsipras betonte heute wieder, dass durch das Referendum u.a. die Souveränität und die Demokratie des Landes als Sieg errungen würde. Das ist auch Grund der Gegenposition der Tsipras-Regierung zu den Geldgebern. In Wirklichkeit will die Syriza-Regierung GR aus der EU, der Eurozone und die Kreditprogramme herauslösen.
Damit wäre in den nächsten Jahren eine zunehmende Verarmung, ja Verelendung des Landes und seiner Menschen verbunden.

Bliebe die Tsipras-Regierung an der Macht und ihren Überzeugungen treu, könnten die ideologischen Syriza-Träume Wirklichkeit werden. Es steht aber zu befürchten, dass die Mehrheit der Griechen anders entscheiden wird. Die Entwicklung bleibt spannend.

Egal, wie die Griechen entscheiden...

Kein Rauswurf aus der EU. Kein Rauswurf aus dem Euro. Kein neues Geld mehr. Ganz einfach!
.
Die Griechen sind alt genug, sich selbst zu helfen. Das Hätscheln durch die EU ist auf Dauer nur schädlich!
.
Helfen wir nicht alten Omas über die Straße, die gar nicht rüber wollen!
.
Gruß Harald Friedrich

re WL

"Tsiapras: "Man kann den Willen einer Regierung ignorieren, aber nicht den Willen eines Volkes"

Gut gesagt. Das sollte all den Berufs-Demokraten ins Mitteilungsheft geschrieben stehen."

Und wenn Frau Merkel den Volkswillen bzgl. weiterer Finanzierung Griechenlands beachtet - wären Sie dann auch noch so freudig Demokratie-erregt?

Wenn sich Europa nicht ändern lässt.

Gegen Union und SPD sind die AFDler echt harmlos: Während die AFD sich auf ihr popeliges Deutschland zurückziehen will, lutschen diejenigen, die in Deutschland an der Macht sind, den Kontinent (und übrigens auch die Kommunen in Deutschland) seit Jahren aus. Wer weiß, wenn Griechenland ein paar ordentliche Schutzzölle gegen Billigimporte aus Deutschland einführt, kommt ihm ein Austritt aus dem Euroraum vielleicht sogar zugute.

Eine Sternstunde der Demokratie

Griechenland erteilt der EU gerade mit diesem Referendum Nachhilfeunterricht in Sachen Demokratie. Ich hoffe, das sich viele andere Länder in der EU Griechenland als Beispiel nehmen, und diese Art von EU-Politik in die Wüste geschickt wird. Heute könnte der Anfang vom Ende einer Politik eingeläutet werden, welche die Kleinen auspresst, und die Reichen immer noch reicher macht.

re rimitimo

"Die "Entscheidung"
trifft das griechische Volk, und alle Dritten
haben das Resultat zu respektieren."

Von wegen. Mit dem Resultat mus die griechische Regierung was anfangen. Dritte haben nichts zur Abstimmung gestellt und haben daher auch nichts zu respektieren.

um 13:36 von Moneyfornothing

Exzellenter Kommentar. Absolut genau auf den Punkt gebracht. Gruß.

Griechenland ist der letze Anker der Demokratie..

in der EU ,alle anderen sind mitläufer des Neoliberalen system das politik für Konzerne und reiche macht gegen die Natur und gegen die Kleinen leute.
Politik in dem das " normale" heute "Bio "genannt immer teuerer wird weil alles verunreinigt wird für eine es sich leistende elite.
Eine Annahme der Vorschläge bedeutet eine Kapitulation vor diesem immer mehr undemokratisch werden system in dem Leute die nicht gewählt worden sind mit kompetenzen ausgestattet werden undemokratisch sind und keine rücksicht auf die Menschen nimmt.
Jedes Volk hat das recht in der EU so zu leben wie es möchte aber auf eigene verantwortung auch wenn es einigen Geopolitischen Strategen nicht in den Kram passt.

13:36 Moneyfornothing

Weil Herr Varoufakis ein "außerordentlicher kompetenter Ökonom "ist heißt das nicht das er das Recht hat Resteuropa seinen Willen auf zu zwingen! Ganz abgesehen von den absurden Beschuldigungen die er von sich gibt.
Interessanterweise wissen scheinbar diejenigen welche andere als Bildleser beschimpfen immer am Besten was in der Bild steht. Woher bloß?

Fehlende Fakten manipulieren Volkes Meinung

Wer Meinung manipulieren will, der hat zahlreiche Möglichkeiten. Kinder die ihren Willen durchsetzen wollen, quengeln dafür ganz gezielt...
Wer aber andere Meinungen, Standpunkte oder Fakten unterschlägt, manipuliert ebenfalls.
So musste sich der ARD Brennpunkt des BR schon mal den Kollegen-Hinweis von "Monitor" gefallen lassen, dass eine solche Sendungen eben NICHT neutral berichtet, wenn nur die Befürworter weiterer so genannter "Hilfs"-Programme bzw. "Grexit"-Massnahmen zu Wort kommen.
Und auch die "Heute"-Sendung im ZDF ist natürlich einseitig, wenn sie in ihrem Beitrag zu den Demos in Athen lediglich die Vertreter einer Seite zu Wort kommen lässt.
Auch die Zusammensetzung und "Moderation" deutscher Talk-Shows zeigt teilweise klar, wer hier wie oft zu Wort kommen und welcher Eindruck erreicht werden soll.
So gibt der Finanzminister eines EU-Landes im TV Auskunft über seine Pläne - dies kommentiert dann die ARD-Sendung Jauch mit "Varoufakis stellt sich" - widerwärtig und unfair!!

Wörüber wird abgestimmt? Es gibt kein Angebot!

Über was stimmen die Griechen denn überhaupt ab?? Das Angebot der EU existiert doch gar nicht mehr. Was ich auch nicht verstehen kann, angeblich sollte Griechenland doch pleite sein seit dem 1.7.2015. Denn die EU hat den Geldhahn doch zugedreht. Ist Griechenland seit Montag letzter Woche pleite? Nein! Und selbst wenn die Griechen heute mit nein stimmen, das Geld wird Brüssel weiter zahlen, es wird vielleicht nicht mehr Rettungsschirm heißen, aber Gelder werden fließen!

@Simpel

"Dann notwendige Ausgabenkürzungen (MWSt ?, Renten?, Staatsbeamte?) einführen nach Kassenlage."

Um mal die Folgen aufzuzeigen:

MWSt: verringert die Kaufkraft und somit werden die Steuereinnahmen dadurch nicht steigen, sondern in etwa gleich bleiben. Es kann sogar passieren das die Steuereinnahmen rückgängig werden, da weniger gekauft wird und somit weniger Produkte benötigt werden, also mehr Arbeitslose.

Rente: Die Rente in Griechenland wurde schon um über 30% gekürzt, eine ähnliche Situation in Deutschland würde hier Millionen auf die Straße treiben, zur Not mir Rollator.

Staatsbeamte: Wurden mal entlassen, brachte aber nichts. Bestes Beispiel waren die Putzkräfte für die Ministerien. Das Unternehmen, welches dann den Job übernommen hat, war genauso teuer und die Angestellten des Unternehmens haben weniger verdient.

"Verwaltungsfachleute aus allen EG- Staaten die ein funktionierendes Staatswesen aufbauen ..."
Dann keine aus Deutschland, die Erfolgreichen werden hier entlassen.

Europa wird heute...

...gewinnen und das griechische Volk wird der große Verlierer heute abend sein.

Stimmen die Griechen mit Nein, bleibt alles in der Sackgasse, da zu erwarten ist, dass unsere Politiker nicht weiter mit Leuten verhandeln, von denen sie sich trotz aller konstruktiver Bemühungen als Terroristen bezeichnen lassen müssen. Darüber hinaus kann kaum einer realistisch behaupten, Europa hätte nicht genug Milliarden nach Griechenland geschoben. Das kann man allenfalls verneinen, wenn man als Grieche das durch dilletantische Politik verursachte Fass ohne Boden leugnet, in das man gar nicht genug schütten kann, damit am Ende mehr reinkommt als abfließt.

Stimmen die Griechen mit Ja tritt die Regierung zurück, es gibt Neuwahlen mit langwierigen Koalitionsverhandlungen und 1-2 Monate später tritt jemand an, um erneut mit der EU zu verhandeln. Nur leider leben bis dahin 80% der Griechen schon unter der Brücke, wenn nicht Europa Care-Pakete schickt.

Pest oder Cholera... es bleibt spannend...

Referendum läuft reibungslos

Allen Unkenrufen, Griechenland würde es nicht schaffen das Referendum zu organisieren, genug Wahlzettel zu drucken und genug Helfer zu finden, zum Trotz.

In Griechenland steckt eben viel mehr Potential, als durch unsere Medien vermittelt wird.

Urlaub 2015 auf Kreta

Taxifahrt zum Hotel - Pauschalpreis. Taxameter? Quatsch.
Belege von Bars, Restaurants ? Zu 95% handgeschrieben.
Irgendwie witzig, wenn nicht so viele Foristen hier immer noch der Meinung wären, dass die Pleite des gr. Staats die Schuld von Merkel, Schäuble, Juncker, den Institutionen und überhaupt von der ganzen bösen Welt wäre.

re christophe

"Wer weiß, wenn Griechenland ein paar ordentliche Schutzzölle gegen Billigimporte aus Deutschland einführt, kommt ihm ein Austritt aus dem Euroraum vielleicht sogar zugute."

Jawoll. Schutzzölle gegen billige deutsche Autos, damit die Griechen wieder griechische Autos kaufen.

Wie heißt doch gleich dieser große griechische Automobilkonzern?

re thomas wohlzufrieden

"Griechenland erteilt der EU gerade mit diesem Referendum Nachhilfeunterricht in Sachen Demokratie."

Richtig. Die Griechen dürfen endlich selbst entscheiden, ob sie in eine Einbahnstraße abbiegen oder in eine Einbahnstraße abbiegen wollen.

So muss Demokratie gehen.

@ ustdigital

Der größte Nutznießer der Krise sind die USA. Dort ließ man etliche Banken pleite gehen und die Hilfsgelder mussten den Steuerzahlern zurückgezahlt werden. Ganz im Gegensatz zu uns in Deutschland. Der normale deutsche Arbeiter und Steuerzahler zählt sicherlich nicht zu den Gewinnern.
Ausserdem hat Deutschland den Griechen immer wieder humanitäre Hilfen und Aufbauhilfen angeboten. Aber Regeln müssen nun mal eingehalten und Kredite zurückgezahlt werden.
Es müsste in Griechenland kein Mensch leiden, wenn Alle ihre Steuern rechtmäßig abführen würden. Die Hauptschuldigen sind immer noch die vorherigen griechischen Regierungsplünderer.

13:50 von Thomas Wohlzufrieden

Eine Sternstunde der Demokratie

Griechenland erteilt der EU gerade mit diesem Referendum Nachhilfeunterricht in Sachen Demokratie. Ich hoffe, das sich viele andere Länder in der EU Griechenland als Beispiel nehmen, und diese Art von EU-Politik in die Wüste geschickt wird. Heute könnte der Anfang vom Ende einer Politik eingeläutet werden, welche die Kleinen auspresst, und die Reichen immer noch reicher macht.
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Zechprellerei ist Demokratie?
*
Wenn das Geld der Reichen verteilt ist, haben es die Gleicheren und die Staatsdiener, nicht das Volk!
*
Und dann kommt?

@Thomas Wohl zufrieden - Sternstunde der Demokratie

Ich find's auch gut, dass die griechischen Bürger abstimmen. Für eine Sternstunde der Demokratie fehlen allerdings die Abstimmungen in allen anderen Euro-Ländern. Wenn sich auch dort Politiker öfter mit dem Willen der Menschen auseinandersetzen müßten, anstatt lediglich nach guter Presse zu schielen, dann wäre das tatsächlich eine Sternstunde der Demokratie. Davon sind wir aber weit entfernt, denn zumindest über unsere Köpfe wird bei diesem Thema altrrnativlos hinwegregiert!

13:36 von Moneyfornothing – Chapeau!

Sie treffen mit Ihrem Beitrag voll ins Schwarze! Was sich europäische und besonders deutsche Politiker und die diese "betreuenden" (Habermas) Medien bei Griechenland herausnehmen, macht einen fassungslos. Auch im Medienalltag macht sich dieser verächtliche Umgang bemerkbar. Beim Sonntagsstammtisch des BR durfte heute die Kabarettistin Monika Gruber von Tsipras und Varoufakis als den "Bürscherl" reden. Der ebenfalls anwesende "Vater des Euros", Herr Waigel, fand die Ausführungen von Frau Gruber gut.
Generell kann man sagen, dass Tsipras und Varoufakis zu Hassfiguren wurden, weil sie das konservativ-neoliberale Weltbild in Frage stellen. Dadurch könnte der vorgezeichnete Weg in "marktkonforme Demokratien" gefährdet werden, und das geht gar nicht.

Noch ein Verschwörungstheoretiker,...

der vielleicht zur Kenntnis nehmen sollte, dass es viele andere "hoch geachtete, ... kompetente Ökonomen" gibt, die das spieltheoretisch fundierte Vorgehen von Varoufakis nicht teilen. Und es ist entlarvend, die beleidigenden Äußerungen des Finanzministers zu verschweigen, sich aber über solche deutscher Politiker aufzuregen.
Und natürlich kann es ein "Grexit" geben, wenn Griechenland die EU verlässt, was natürlich durchaus möglich ist. Grönland ist ein Beispiel dafür.

Die Griechen dürfen abstimmen, über was sie wollen

Das ist ihr verfassungsmäßiges Recht.

Das sie über etwas abstimmen, dass es eigentlich nicht mehr gibt, spielt dabei keine Rolle. Die Abstimmung wird nur eines zeigen: Tsipras ja oder nein, wobei ein Ja letztendlich ein Nein bedeutet.

Da mögen manche in fernen Welten schweben, und Varoufakis als hochgeachteten Heilsbringer stilisieren.

Nach momentanen Stand der Dinge ist Griechenland pleite. Und diese Pleite haben sich die Griechen selbst zuzuschreiben. Niemand hat sie gezwungen, sich am Finanzmarkt Geld zu leihen. Und niemand hat sie gezwungen, in den letzten Jahren diese Darlehen durch Europa ablösen zu lassen, weil sie es selbst nicht konnten. Niemand.

Wenn ein Varoufakis die Helfer als Terroristen bezeichnet, dann verdreht er damit die Fakten. Eigentlich terrorisiert die derzeitige griechische Regierung den Rest Europas.

Ich hoffe, dass sich die Griechen dessen bewusst sind, und ein deutliches Ja zu Europa aussprechen. Und die Betonung liegt auf deutlich.

@christophe

"wenn Griechenland ein paar ordentliche Schutzzölle gegen Billigimporte aus Deutschland einführt, kommt ihm ein Austritt aus dem Euroraum vielleicht sogar zugute."

Welche griechischen Produkte gedenken Sie denn durch Schutzzölle vor Billigimporten schützen zu wollen?
Die berühmte Industrie, die es dort noch nie gab?
Griechenland hat sich irgendwann entschieden auf Tourismus und Landwirtschaft statt auf Modernisierung und Ausbau der produzierenden Gewerbe zu setzen.

Abgesehen davon bin ich mir relativ sicher, daß auf den tatsächlichen Billigprodukten in Griechenland wie quasi überall auf der Welt steht: Made in China.

Absurd ist nur die Berichterstattung...

ich empfehle eine Monitor Sendung: http://www.youtube.com/watch?v=7EmLArOHCZI
um mehr zu verstehen und Mythen zu entlarven von den s.g. "großzügigen Angeboten" der Gläubiger, oder der "Unterstützung" Griechenlands. Unterstützen tut Schäuble nur sich selbst oder Deutschland, und hinter allem steht der Sturzversuch der Griechischen Regierung. Ich schäme mich meiner Deutschen Politiker

Schaun wir mal

Hoffentlich bestätigen die Griechen Ihre gewählte Regierung mit dem gewünschten NEIN .
*
Dann hat die erste kommunistische Demokratie die Möglichkeit Ihr neues seeligmachendes System aus eigener Kraft zu verwirklichen.
*
Können die begeisterten Foristen ja neidvoll begleiten.
*
Wenn es funktioniert, für die nächste Wahl in Deutschland merken!
*
Wenn?

13:27 von Wanderstein

Dass sich gewählte Regierungen gegenüber anderen Ländern diktatorisch/ verbrecherisch verhalten, schließt sich doch nicht aus.
Das präsenteste Beispiel dafür ist sicherlich der Irakkrieg.

Und Varoufakis hat recht, da die Äußerungen/ Drohungen sich gegen die Bevölkerung richten, dies als das zu bezeichnen, was eS ist.

Egal wie das Referendum ausfällt.

Man hat gegenseitige Gehässigkeiten ausgetauscht.
Wenn der Pulverdampf verraucht ist,wird man sich notgedrungen wieder treffen müssen und zur Sachlichkeit zurück kehren müssen. ist Griechenland muss sich klar darüber sein, eine wirtschaftliche Gesundung, geht nur, eine funktionierende effizente Staatsverwaltung herzustellen.

Darüber nachdenken, wie soll es weitergehen?
Souverinität gibt es nur,bei wirtschaftlicher Unabhängigkeit. Das wird zunächst weitere
Opfer verlangen.
Aber auch Europa wird sich reformieren müssen. Die Möglichkeit der Flucht in Steuersparländer muss unterbunden werden.
Wie ist es mit den Unternehmenssteuern? Irland 14% Griechenland 40% passt nicht zusammen. Da kann man sich dann gegenseitig unterbieten.
Griechenland wird zum Lackmus Test werden,wie es mit der Solidarität Europas tatsächlich bestellt ist.
Aber eines ist klar:Jeder muss sich erst mal selbst anstrengen.

@ Thomas Wohlzufrieden

"Griechenland erteilt der EU gerade mit diesem Referendum Nachhilfeunterricht in Sachen Demokratie. Ich hoffe, das sich viele andere Länder in der EU Griechenland als Beispiel nehmen, und diese Art von EU-Politik in die Wüste geschickt wird. Heute könnte der Anfang vom Ende einer Politik eingeläutet werden, welche die Kleinen auspresst, und die Reichen immer noch reicher macht."

Glauben Sie eigentlich wirklich, wenn die Bevölkerung der Euroländer die Möglichkeit zur Abstimmung gehabt hätte, überhaupt ein müder Cent nach Griechenland als Hilfszahlung gewandert wäre? Das Bezweifel ich sehr stark und dann hätte es schon 2009 die Zustände gegeben, welche Heute in Griechenland ersichtlich sind.
So far...

Mit Terroristen verhandelt man nicht!

Mir ist es ja mittlerweile ziemlich Egal ob und in welchem Maße, die Griechen und/oder einige ihrer demokratisch gewählten Volksvertreter gegen alle Regeln des normalen Miteinanders, des Austausches unterschiedlicher Sichtweisen und Meinungen, gegen den gesunden Menschenverstand, gegen die Vernunft, gegen Anstand, gegen Verträge, Vereinbarungen und gegen was sonst noch alles weiterhin verstoßen. Die Hauptsache dass, die derzeitige Regierung sich an den Rechtsstaatlichen Grundsatz hält, dass man nicht mit Terroristen verhandelt. Wie sonst wollen sie ihrem eigenen Volk denn auch ein Ergebnis, wie auch immer das dann aussehen mag, verkaufen, dass sie den Terroristen abgerungen haben, von denen die meisten wohl längst froh wären, wenn die Terrorisierten sie endlich einfach in Ruhe lassen würden und ihr eigenes Ding drehen würden, und zwar genau so wie sie es für richtig halten um der ganzen Welt zu beweisen wie man sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht und das ganz ohne Anstrengungen.

Absurd, für den Referendum

Absurd, für den Referendum 100 Millionen ausgeben, während in den Krankenhäusern Medikamente fehlen. Und egal wie entschieden wird, sparen und Kürzungen sind sowieso an der Tagesordnung.

Thomas Wohlzufrieden - ehrlos, stillos und ohne Moral

"Eine Sternstunde der Demokratie
Griechenland erteilt der EU gerade mit diesem Referendum Nachhilfeunterricht in Sachen Demokratie. Ich hoffe, das sich viele andere Länder in der EU Griechenland als Beispiel nehmen, und diese Art von EU-Politik in die Wüste geschickt wird."

Erläutern sie mir bitte den Zusammenhang von Demokratie und den Transferleistungen der Troika an Griechenland. Demokratisch sind wir alle und was sie meinten nennt sich dann Solidarität, die aber wird von den Griechen einseitig gelebt. Sie hauen wirklich immer Sachen raus, da kann ich nur den Kopf schütteln. Wenn noch greifbar einfach mal aus der ARD von heute das Europamagazin ansehen, dort äußert sich ein wirklich kluger Kopf (gr. Schriftsteller und Philosoph) zum Thema Griechenland. Er sagt richtig, sobald es nicht läuft wie es sich die Griechen vorstellen, kommen sofort die wildesten Verschwörungstheorienauf.

Wir (anderen) sind doch nicht blöd man.......

Ich nenne es Unverschämtheit vs. Solidarität

man muss genau hinschauen

Die Lage in Griechenland kann nur von den Griechen auf die Dauer gelöst werden. Mag sein das viel Geld in das Ausland abgeflossen ist und das Grossverdiener nicht genug besteuert worden sind. Dennoch, die in Griechenland verbliebenen Griechen müssen die Zügel selber in die Hand nehmen und die Ursachen bekämpfen: Steuerhinterziehung, Korruption, und tragbares Gleichgewicht zwischen Forderungen an den Staat und notwendige Unterstützung für den Staat. Man muss einsehen, dass der Staat wohl nicht alles leisten kann was man sich wünscht, ohne ihn auch dazu in die Lage zu versetzen. Die Griechen und IHR Staat müssen sich neu arrangieren. Jede Lösung, die auf diesen Grunderkenntnissen aufbaut, sollte unterstützt warden, ganz gleich wie die Wahl ausgeht.

@12:21 von GanzLaut

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Nachdem Herr Varoufakis...
...den Gläubigern gestern "Terrorismus" vorgeworfen und damit den beteiligten Politiker der Euroländer und Institutionen unterstellt hat, sie seien Terroristen bzw. terroristische Organisationen, spielt es im Grunde heute gar keine Rolle mehr, wie die sogen. Volksabstimmung in Griechenland ausgeht. Denn die amtierende Regierung hat sich als weiterer Gesprächspartner für die Gläubiger disqualifiziert und sofern sich nicht eine sehr deutliche Mehrheit der griechischen Wähler für ein "Ja" ausspricht, ist damit allen weiteren Gesprächen die Grundlage entzogen.
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Absolut korrekt.

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Dann bleibt nur noch eins: eine rudimentäre Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten sicherstellen, damit die Menschen dort nicht dank ihrer ideologisch verbohrten Regierung verhungern und an den einfachsten Krankheiten sterben müssen, und es ansonsten den Griechen überlassen, ob sie ihr Land freiwillig wiederaufbauen und reformieren wollen.
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Ebenfalls absolut korrekt.

@Thomas Wohlzufrieden Fakten zum Referendum

Die Papiere die Gegenstand des Referendums sind, gibt es seit dem 25.6. Am 28.6. kommt Tsipras mit dem Referendum am 5.7., aus der Böschung gehüpft.
Sie liegen auf Englisch vor und sind in Juristensprache verfasst, welcher durchschnittliche Wähler soll das in einer Woche verstehen? Man muss sich die Papiere auch selbst im Internet besorgen!

Das ist kein Referendum im Zeichen der Aufklärung und Demokratie. Hat es überhaupt eine Erklärung des komplexen Inhalts in den griechischen Medien gegeben?

Solche Wahlen erinnern eher an die Wahlen im ehemaligen Ostblock. Nur hier will jemand einfach keine politische Verantwortung für sein Handeln übernehmen.

Egal, wie das Referendum

Egal, wie das Referendum ausgeht.
Solange in einem Fass der Boden fehlt, solange schüttet man nicht kostbares Medium nach, welches andere als der Empfänger schöpfen muss. Sprich solange GR nicht dafür sorgt, dass der Boden ihres Fasses repariert wird, brauchen sie nicht denken auf Kosten anderer zu leben. Ich kann nicht erwarten, dass ich ewig auf Kosten anderer leben kann. Ich muss dem Geber auch zeigen, dass ich selber etwas tu. Demokratisch "nein" kann dann auch bedeuten, dass der Geber ebenfalls ein demokratisches "nein" abgibt.
In einer Gemeinschaft gehört ein gewisser Anstand untereinander. Den vermisst man bei Tsipras und Varoufakis. Darunter werden aber nicht die Großkopferten zu leiden haben, sondern das gemeine, das kleine Volk.

Egal wie das Referendum ausfällt

Es ist völlig egal wie das Referendum ausfällt - unsere Politiker werden die Griechen im Euro behalten, koste es was es wolle.

Dafür gibt es einige Gründe. Zwei davon sind:

- Kein Politiker will die verbratenen Milliarden nun wirklich abschreiben. Lieber die Rückzahlung um 2000 Jahre verschieben, dann kann es auch keiner den jetzigen Politikern anlasten, dass das Geld futsch ist.

- Der Druck der US Amerikaner ist einfach zu groß. Aus geostrategischen Gründen will die USA, dass Griechenland im Euro bleibt. Eine Annäherung an Russland oder China wird gefürchtet. Daher sollen die Europäer den Griechen den Aufenthalt im Euro finanzieren. Als Schutzmacht haben die Amis bei den Europäern ja eh noch einen gut.

Klar, dass die Linkspopulisten dies nicht hören wollen. Die tun ja so, als sei es eine links-moralische Frage die Griechen im Euro zu halten. So ein Unfug!

@12:26 von WL

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Volkes Stimme

Tsiapras: "Man kann den Willen einer Regierung ignorieren, aber nicht den Willen eines Volkes"

Gut gesagt. Das sollte all den Berufs-Demokraten ins Mitteilungsheft geschrieben stehen.
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Genau das macht die Kanzlerin auch. Sie vertritt den Willen der deutlichen Bevoelkerungsmehrheit (oder genauer gesagt, die Mehrheit derer die zur Wahl gegangen sind. Aber da hat Griechenland im Moment ja auch eine Regierung die gerademal 22% der Griechen haben wollten, so ist das nunmal in einer Demokratie).

Egal ob ja oder nein.

"Egal ob ja oder nein, bei jeder Milliarde ohne Bedingungen geht das meiste an die Oligarchen, die Banken oder ins Ausland nicht das Volk."
In der Vergangenheit wurde mit den vielen Milliarden reichlich Geschenke gemacht, jedoch kam im Verhältnis beim `normalen´ Griechen zu wenig an.
1 Milliarde sind 1000 Millionen. Bei 11 Millionen Einwohnern insgesamt wurde das Geld doch irgendwie ungleichmäßig verteilt.
Die Rente ersetzt doch keine soziale Absicherung. Kein Harz IV statt dessen eine höhere Rente für Oma? Macht kein Sinn.
Bei der Rente ging Tsipras und Co auf Konfrontation mit der Troika. Warum bitte nicht bei den Steuern und den Oligarchen.

Mit großzügige Hilfen für die Menschen sofort und mit vielen Milliarden das Volk aus der Geiselhaft nehmen.

Geld für die Regierung, die Oligarchen und die Banken - keinen Cent.

Nicht wie bisher nur mit Versprechen abspeisen lassen - egal von welcher Regierung auch immer.

Manche Dinge werden durch Wiederholung weder besser noch schlechter.

So viele Missverständnisse

1. Schulden müssen zurückgezahlt werden
Was für die Schwäbische Hausfrau gilt, gilt für einen Staat nicht, das ist nicht übertragbar von klein auf ganz groß.

2. Jeder Staat der kein Geld mehr auf den Finanzmärkten bekäme wäre auf der Stelle pleite.
Schulden werden nicht zurückgezahlt, sondern laufend mit neuen Krediten ersetzt, auch in Deutschland. Sollten die Gläubiger jemals die Daumen senken kämen wir genau in die selbe Lage und da würde alles Sparen, Entlassen und Fleißig sein nix helfen das Resultat wäre dasselbe wie in Griechenland

3. Wir haben keine Steuergelder gegeben
Kredite von der KfW, EZB und IWF schlagen indirekt auf den Haushalt und zwar nicht sofort und bis jetzt noch nicht.

4. Kredite an einen der Bankrott ist, sind keine "Hilfpakete" sondern "ein Angebot das man nicht Ablehnen kann"(Corleone)

5. An den Krediten für Griechenland hat allein der Deutsche Fiskus bisher 300 Mill. € an Zinsen "verdient"...
Man könnte auch sagen abgepresst.

Ich schäme mich für dieses Europa!

Es ist wirklich beschämend, wie seitens der ach so freiheitlichen EU Druck auf die griechischen Wähler ausgeübt wird:

Den Gipfel der beschämenden Äußerungen bildet Herr Schulz, der jede Einigung mit der gewählten griechischen Regierung ablehnt, und nur noch mit einer Nachfolgeregierung nach SEINEM Geschmack verhandeln möchte.

Das ist wiederlich und hat mit Demokratie nicht das geringste zu tun. Würden wir uns etwa vorschreiben lassen, wie wir zu wählen haben? Würden wir nicht.

Griechen: stimmt bitte deutlich mit NEIN! Denn so geht das alles nicht!

Griechen stoppen die EU

Egal, ob Ja oder Nein. Europa und EURO wird noch nicht von uns Bürgern verstanden wie sich unsere Politiker es sich wünschen. Das tritt nun durch Griechenlands Referendum klar zu Tage. Fast alle bekommen es mit. Sollte es mal bei uns eine Abstimmung geben, wo es um die EU und den EURO geht, dann zeigt sich auch unsere Abneigung zu dieser Form.

Der EURO als gemeinsame Währung kam halt für viele Länder zu früh, insbesondere für Griechenland. Ohne eine gemeinsame Steuer- Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik funktioniert der EURO nicht auf Dauer.

Der GREXIT kann nur noch mit fremder Hilfe abgefedert werden. Zu verhindern ist er nicht mehr.

@ Th. Wohlzufrieden

Wenn die Griechen darüber abstimmen dürfen, ob sie von uns ein besseres Angebot ohne Gegenleistung bekommen müssen, dann sollten wir aber auch abstimmen dürfen, ob wir es ihnen überhaupt geben wollen.

@13:50 von Thomas Wohlzufrieden

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Eine Sternstunde der Demokratie

Griechenland erteilt der EU gerade mit diesem Referendum Nachhilfeunterricht in Sachen Demokratie. Ich hoffe, das sich viele andere Länder in der EU Griechenland als Beispiel nehmen, und diese Art von EU-Politik in die Wüste geschickt wird. Heute könnte der Anfang vom Ende einer Politik eingeläutet werden, welche die Kleinen auspresst, und die Reichen immer noch reicher macht.
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Sie scheinen hier einiges nicht verstanden zu haben. Eine Volksabstimmung ist ohne Frage ein demokratischen Instrument. Ob das Ergebnis der Abstimmung heisst, die EU in die Wueste schicken zu wollen werden wir nach der Auszaehlung wissen. Jedes Land muss fuer sich selbst ausmachen ob sie ohne dem Geld der anderen auskommen wollen und koennen. Ich finde es gelinde gesagt eine ziemliche Schweinerei dass Sie hier daherkommen und 70% der Bundesbuerger als 'Erpresser' bezeichnen. Weil 70% der Bundesbuerger unterstuetzen den Kurs der Bundesregierung.

Fass ohne Boden

Sachlich ist es eigentlich gar nicht wichtig, wie das #Greferendum ausgeht. Die Syriza-Regierung sollte jedenfalls keine weiteren Forderungen mehr aufstellen.

Dass Tsipras und Varoufakis

Dass Tsipras und Varoufakis sich gelassen und fröhlich zeigen ist doch kein Wunder. Die derzeitige griechische Regierung hat einfach absolut keine Vorstellung, was ihnen bei einem Nein bevorsteht. Die letzten Wochen haben doch gezeigt, dass sie komplett den Bezug zur Realität verloren haben. Wie eine Ablehnung eines schon nicht mehr zur Diskussion stehenden guten Angebotes ihre Situation verbessern soll, wissen sie allein.
Die Opposition dagegen zeigt sich geknickt, weil ihnen klar ist was für eine Katastrophe ein Nein wäre, und das selbst ein Ja die derzeitige Situation bestenfalls geringfügig verbessern würde.

Nein heißt Nein

Auf ein "OXI" der Nehmer folgt hoffentlich das Nein der Geber.

@15:07 von Bill Hicks

Wie erklären Sie das mit dem Steuersystem in GR?
Und wie rechtfertigen Sie dies vor jedem "Rest-EU-Bürger"?

Schäuble ist doch bei der C-DU

Vielleicht sollten die Christlichen Parteien sich mal mit dem Gleichnis vom Hartherzigen Schuldner befassen. Während uns nach dem Krieg eine Unbezahlbare Schuld, auch jene die man in Geld nicht bemessen kann vergeben wurde, sind wir nun unbarmherzig unseren Schuldnern gegenüber.

Matthäus 18:23-35

Wo sind die viel beschworenen Christlichen Werte wenn es mal darauf ankommt. "Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern". Für viele ist das offensichtlich nur ein Lippenbekenntnis.

@Thomas Wohlzufrieden

"Heute könnte der Anfang vom Ende einer Politik eingeläutet werden, welche die Kleinen auspresst, und die Reichen immer noch reicher macht."
Ob das mit dem Referendum erreicht wird, bezweifle ich, denn dann hätte die jetzige griechische Regierung als erstes das Steuersystem ändern müssen. Sie hat aber nicht vor, in dieser Richtung etwas zu unternehmen und die Reichen stärker zu besteuern. Woher soll also Griechenland das Geld herbekommen, wenn es nicht weiter auf Pump leben will? Ein Referendum ist zwar immer ein Zeichen von Demokratie, aber dieses überstürzt angesetzte Referendum in Griechenland nicht. Anders verhielt es sich bei einem Referendum um ein Steuersystem u.a.

Ökonom Fuest

Wieso werden eigentlich dauerheft neoliberale Ökonomen" interviewt?
Deren Politik hat fünf Jahre Niedergang in Griechenland verursacht.
Es ist ein wenig bedauerlich, dass man sich die Daten des Niedergangs im Netz und nicht auf der größten Nachrichten Seite besorgen muss.
Auch die auf Troika veranlassung umgesetzten Reformen werden nicht dargestellt

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