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Eine Deutsche und zwei Französinnen müssen vier Monate ins Gefängnis, weil sie vor zwei Wochen oben ohne in Tunis demonstriert hatten. Das Urteil gegen die FEMEN-Aktivistinnen sorgt für Empörung, auch in der EU.
Oben ohne hatte eine 19-jährige Deutsche in Tunis demonstriert. Ein Gericht verurteilte sie und zwei weitere FEMEN-Aktivistinnen deswegen zu vier Monaten Haft. Die EU kritisierte die Schwere des Urteils.
Wie gelingen die Reformen und wie steht es um die Menschenrechte in Tunesien? Diese Fragen will Kanzlerin Merkel heute mit Premier Larayedh besprechen. Der gibt sich optimistisch - auch was den Fall der inhaftierten deutschen Aktivistin betrifft.
"Früher gab es Fisch zum Abendessen", berichtet ein Tunesier, doch jetzt ist das Meer nahe Gabes nur noch eine schwarze Brühe. Das liegt an den Chemiewerken, die Phosphate verarbeiten. Eine Lösung für das Umweltproblem ist nicht in Sicht.
In Tunesien breiten sich radikale Dschihadisten in mehreren Regionen aus. Mittlerweile geht sogar die Armee gegen die "Heiligen Krieger" vor. Doch diese finden zunehmend Rückhalt in der Bevölkerung, vor allem im verarmten Süden des Landes.
Zum ersten Mal findet das Weltsozialforum in einem arabischen Land statt. Entsprechend groß sind die Erwartungen an das Treffen in Tunis. Das Mutterland des Arabischen Frühlings ist für die Macher der ideale Ort, um Globalisierungskritik mit gesellschaftlichem Wandel zu verbinden.
Tunesien hat eine neue Regierung. Nach mehrwöchigen Verhandlungen präsentierten die Islamisten und ihre Koalitionspartner das neue Kabinett, in denen Schlüsselressorts mit unabhängigen Experten besetzt sind. Die neue Führung soll die seit Monaten währende schwere politische Krise im Land beenden.
Der Mord an dem tunesischen Oppositionellen Belaid hat das Land in eine tiefe Krise gestürzt. Rund drei Wochen nach der Tat fasste die Polizei den mutmaßlichen Täter. Der 31-Jährige soll Mitglied der islamistischen Salafisten-Bewegung sein. Laut Medienberichten hat er die Tat bereits gestanden.
Nach dem Rücktritt von Tunesiens Premier Dschebali hat Präsident Marzouki den bisherigen Innenminister Larajedh mit der Regierungsbildung beauftragt. Er gehört wie Dschebali der Ennahda-Partei an, die seit dem Tod des Oppositionsführers Belaid verschärft in der Kritik steht.
Ist nach Dschebali vor Dschebali? In Tunesien läuft die Suche nach einem neuen Ministerpräsidenten auf Hochtouren - und auch der Name des abgetretenen Premiers fällt dabei. Je unübersichtlicher die Lage an der Staatsspitze wird, desto stärker sehnen sich die Tunesier nach einem starken Mann.