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Spaniens Ministerpräsident Rajoy kämpft mit Massenarbeitslosigkeit, maroden Banken und um Sparprogramme. Am Montag war er bei Kanzlerin Merkel. Die gute Nachricht für ihn: Sie lobte ihn. Die schlechte: Sie machte kaum Zusagen. Und die schlechtere: Ein Skandal war mitgereist.
"Hochachtung und Bewunderung" - Kanzlerin Merkel hat sich gegenüber Ministerpräsident Rajoy sehr anerkennend über die Reformen in Spanien geäußert. Rajoy ist anlässlich deutsch-spanischer Regierungskonsultationen in Berlin. Er dürfte sich über das Lob gefreut haben - zu Hause kämpft er mit einem Skandal.
Spaniens Ministerpräsident Rajoy ist zu Regierungskonsultationen in Berlin eingetroffen. Er hofft auf ein Lob von Kanzlerin Merkel für seinen Sparkurs. Das wäre eine Abwechslung vom Ärger in der Heimat: Da setzen ihn Korruptionsvorwürfe unter Druck. Die Opposition fordert seinen Rücktritt.
Die Vorwürfe sind heftig: Bei den Konservativen von Spaniens Ministerpräsident Rajoy soll es laut Medien verdeckte Konten gegeben haben. Jetzt hat der Regierungschef erstmals reagiert: An den Anschuldigungen gegen ihn sei nichts dran. Er werde zum Beweis seine Steuererklärungen komplett veröffentlichen.
Tausende Schüler und Studenten haben in spanischen Städten gegen Einsparungen im Bildungsbereich demonstriert. Die Regierung von Ministerpräsident Rajoy will bis zum Jahr 2014 insgesamt 150 Milliarden Euro einsparen - unter anderem eine Milliarde Euro im Bildungssektor.
Erneut haben zehntausende Spanier gegen die Sparmaßnahmen der Regierung demonstriert. Allein in Madrid gingen 60.000 Menschen auf die Straße. Sie protestierten vor allem gegen den Haushalt 2013, der neue Kürzungen vorsieht. Die Gewerkschaften drohen mit einem Generalstreik.
Der Protest gegen die Sparmaßnahmen der Regierung hat erneut Zehntausende Spanier auf die Straße getrieben. Der Widerstand richtet sich vor allem gegen den Haushalt 2013, der neue Kürzungen vorsieht. Viele Spanier befürchten tiefe Einschnitte im Gesundheitssystem - die Gewerkschaften drohen mit Generalstreik.
Die spanische Regierung hat noch nicht entschieden, ob sie EU-Hilfen beantragen will. Ministerpräsident Rajoy stellte in einem Fernsehinterview aber klar, dass er sich im Falle eines Hilfsantrags keine konkreten Sparvorgaben diktieren lasse. Auf den Märkten sorgte die Äußerung für Unmut.
Während des Besuchs von Bundeskanzlerin Merkel in Spanien kündigte Ministerpräsident Rajoy an, den Spar- und Reformkurs fortzuführen. Die Wirtschaft des Landes hat aus seiner Sicht vor allem ein Problem: die hohen Zinsen für spanische Staatsanleihen. Rajoy begrüßte daher die geplanten EZB-Anleihenkäufe.
Spaniens Wirtschaft hat aus Sicht der Regierung Rajoy momentan vor allem ein Problem: Die Zinsen für Staatsanleihen sind zu hoch, da hilft dann alles Sparen nichts. Die EZB solle spanische Staatsanleihen kaufen und so für ein moderates Zinsniveau sorgen, forderte Rajoy vor einem Besuch Merkels.