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Die Liste der Verbrechen, die Ariel Castro zur Last gelegt werden, ist lang: Jahrelang soll er drei junge Frauen eingesperrt, vergewaltigt, misshandelt haben. In Cleveland stand er nun erstmals vor Gericht. Ihm droht lebenslange Haft.
Jahrelang soll ein Busfahrer drei Frauen in seinem Haus in Cleveland gefangen gehalten haben. Die Staatsanwaltschaft will ihn wegen Entführung und Vergewaltigung anklagen. Gegen die ebenfalls festgenommenen Brüder des Mannes liege dagegen nichts vor.
Vor wenigen Tagen hatte der frühere Bundespräsident Wulff einen Deal mit der Staatsanwaltschaft abgelehnt, nun erhob diese gegen ihn Anklage wegen Bestechlichkeit. Doch ob es je zu einem Prozess kommen wird, muss das Landgericht Hannover entscheiden - und das kann Monate dauern.
Der massive Polizeieinsatz mit Wasserwerfern gegen Stuttgart-21-Gegner im Herbst 2010 im Schlossgarten hat für zwei Polizeibeamte ein Nachspiel: Gegen sie wurde jetzt Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung im Amt erhoben. Am "schwarzen Donnerstag" waren rund 130 Menschen verletzt worden.
Die Insolvenz des Billigstromanbieters Teldafax im Jahr 2011 traf 500.000 Kunden und andere Gläubiger. Die Staatsanwaltschaft erhob nun Anklage gegen drei frühere Verantwortliche. Sie sollen die Insolvenz vorsätzlich verschleppt haben. Denn schon 2009 sei das Unternehmen zahlungsunfähig gewesen.
Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den früheren Chef der insolventen Bremer Beluga-Reederei, Stolberg, erhoben. Sie wirft ihm und einem anderen Ex-Manager Kreditbetrug in 16 Fällen vor. Sie sollen zwischen 2006 und 2010 Banken bei Krediten zur Finanzierung von Schiffsneubauten belogen haben.
Bei der ersten Anhörung von fünf mutmaßlichen Vergewaltigern der verstorbenen Inderin hat es im Gerichtssaal Tumulte gegeben - einige Aktivistinnen hatten sich Zugang verschafft. Die Richterin ließ den Saal räumen und die Beschuldigten hinter verschlossenen Türen antreten.
Fünf mutmaßliche Vergewaltiger der verstorbenen indischen Studentin stehen seit heute vor Gericht. Sie kannten sich teilweise seit Jahren. Nach Angaben der Polizei begingen sie die Tat "geplant und mit unglaublicher Brutalität". Die Straße hat ihr Urteil längst gesprochen.
Auch nach der Anklage im Gruppenvergewaltigungsprozess gehen die Proteste in Indien weiter. Das Epizentrum der nationalen Proteste ist der Jantar Mantar, ein Platz vor dem Observatorium in Delhi. Die Menschen schreien nach Gerechtigkeit - und nach harten Strafen.
Nach der brutalen Gruppenvergewaltigung einer Studentin in Neu-Delhi ist Anklage gegen die mutmaßlichen Täter erhoben worden. Sie müssen sich wegen Mordes verantworten. Den Männern droht die Todesstrafe. Indiens Öffentlichkeit debattiert den Fall empört - und hat bereits ihr Urteil gefällt.