Kommentare

Reformliste

natürlich wurde schon längst eine Liste erarbeitet.Die Reformen passen nur den europäischen Herren und Damen nicht,da sie den Kahlschlag des Sozialstaates durch deren
"Reformen" verhindern sollen.Weiter so Griechenland ! Ein Europa für die Menschen,nicht für die Banken und die Wirtschaft!

Das Ende der Krise hängt davon ab ...

... wie die von der griechischen Regierung ausgearbeiteten Reformen greifen!

Es ist ja keine Finanzkrise, sondern eine (hausgemachte) Staatskrise.

Gerade der europ. Umgang mit Griechenland zeigt, wie sich Europäer - hier die Griechen - auf die anderen Europäer verlassen können und Solidarität unabhängig von der jeweiligen Regierung noch etwas zählt.

Die gr. Bevölkerung kann sehr froh darüber sein, dass die europ. Regierungen und "Institutionen" die gr. Regierung nicht ganz für voll nehmen, sonst hätten sie nach den vielen Spielchen und Ausflüchten und - Entschuldigung Unfähigkeiten - schon längst den Geldhahn zugedreht.

Unglaublich !!!

>>
Griechenland habe konkrete Vorschläge vorgelegt, wie es zu einem Ende der Finanzkrise kommen könne, sagte Tsipras im griechischen Fernsehen. ...
"Die Entscheidung liegt nun bei den politischen Führungen Europas", sagte Tsipras. Die Lage der Gläubiger bezeichnete er als "Dilemma". Sie müssten sich zwischen einem realistischen Weg aus der Krise und einer Teilung Europas entscheiden.
<<

Sein neuer Vorschlag ist vermutlich, die 'Die Troika', sorry, ich wollte sagen 'Die Institution' jetzt in 'Die Leute' umzubenennen. Aber egal, viel interessanter ist der zweite Teil. Daß einem Sozialisten nicht klar ist, daß ständiges Geld verbrennen niemals zum Erfolg führen kann ist nicht neu aber dem Herrn Tsipras scheint auch völlig egal zu sein, daß Griechenland bei einer Pleite vor die Hunde gehen wird. So einen würde ich als Grieche nicht einen Tag länger im Amt lassen.

Dilemma - Begriffsklärung

Als Dilemma bezeichnet man eine Situation, bei der alle Lösungen zu einem unangenehmen Resultat führen, das man eigentlich nicht haben möchte.

Übertragen auf die Situation heißt das, dass die griechische Regierung in einem Dilemma steckt: entweder, sie erfüllt die Erwartungen der Gläubiger nicht oder sie erfüllt die Wahlversprechen ihrer Wähler nicht.

Bei den Gläubigern kann ich kein Dilemma erkennen: Sie möchten Griechenland im Euro halten und es gibt aus ihrer Sicht eine Lösung, die das ermöglicht. Also ist ein Weg gangbar - folglich gibt's kein Dilemma.

Schönen Tag noch.
Rantamplan

unverschämtes Verhalten

Diplomatie ist gut, aber irgendwann muss sie auch ein Ende haben.

Man muss sich mal vorstellen ein Insolvenzschuldner\Betrieb bestimmte selbst, wie er entschuldet wird

Etwas überraschend, aber

Etwas überraschend, aber scheinbar ist man auf Seiten Syrizas von Verweigerung abgekommen.

Ich würde gerne glauben, dass hier ein umfassendes, aber auch realistisches Angebot vorliegt. "Haben geliefert" und der Hinweis, die EU müsse sich für eine realistische Lösung entscheiden, sind große Töne.

Vorwürfe des Hinhaltens und Täuschens sind nicht aus der Luft gegriffen. Die Geldgeber täten gut daran, die tatsächliche Umsetzung etwaiger Reformen sicherzustellen.
Das wären positive Signale in alle Richtungen.

TS

"Die Entscheidung liegt nun bei den politischen Führungen Europas", sagte Tsipras. Die Lage der Gläubiger bezeichnete er als "Dilemma". Sie müssten sich zwischen einem realistischen Weg aus der Krise und einer Teilung Europas entscheiden."

Und so spricht nur, wer in der Realität und deren Grenzen angekommen ist, genau, nun entscheiden andere, so oder so...
Ich bin gespannt, ob diese Union danach noch Europäisch ist...

Glaubt das noch jemand?

Glaubt wirklich noch jemand, dass die Gläubiger Griechenland jemals den Geldhahn zudrehen würden?

Das käme einer Bankrotterklärung des europäischen Gedankens der Solidarität gleich, der einer der Kernpunkte des Selbstverständnisses der EU ist.

Das weiß Tsipras. Die EU weiß es auch.

Von daher bin ich der festen Überzeugung, dass dem "letzen Angebot" noch viele weitere "letzte Angebote" seitens der EU folgen werden.

Hierbei geht es eben nicht nur um Geld und Schulden, sondern auch und vor allem um Politik.

Ob das dem EU-Steuerzahler gefällt oder nicht steht dabei auf einem völlig anderen Blatt.

12:44 von montideluxe

"...Aber egal, viel interessanter ist der zweite Teil. Daß einem Sozialisten nicht klar ist, daß ständiges Geld verbrennen niemals zum Erfolg führen kann ist nicht neu aber dem Herrn Tsipras scheint auch völlig egal zu sein, daß Griechenland bei einer Pleite vor die Hunde gehen wird. So einen würde ich als Grieche nicht einen Tag länger im Amt lassen. ..."

Entschuldigung (!), aber das Geld "verbrannt" haben ganz andere, und da waren bestenfalls sog. "Sozialdemokraten" dabei. Und weil diese Vorgängerregierungen den Wagen an die Wand gefahren haben, deshalb wählten die Griechen die einzige Alternative, die ihnen blieb.

Allerletztes Angebot und Aufbäumen…?

In der Tat hat die griechische Regierung "geliefert", Tsipras gestriger Hinweis und Analyse, dass der derzeitige Stillstand an der Besessenheit von einigen institutionellen Vertretern liege, die auf unzumutbaren Lösungen bestehen und sich gleichgültig gegenüber den demokratischen Ergebnissen der jüngsten griechischen Wahlen zeigen, trifft m. E. den Kern der Realitäten.

Nirgendwo exemplifiziert sich die Regidität und Ratlosigkeit der Troika stärker als in der Verstetigung der Agonie Griechenlands.

Es wird noch viele "allerletzte Angebote" geben, die allesamt an der Pleite Griechenlands nichts ändern werden.

Wenn die Troika Griechenland wirklich im € halten will, dann muss man Tsipras endlich Luft lassen und ihn seinen Weg gehen lassen. Ein massiver Schuldenschnitt, der die Agonie beendet , ist die 'Conditio eine qua non'.

Alles andere führt zu einem unkalkulierbaren Staatsbankrott, der zu massiven Verwerfungen führen wird… .

Wer muss wessen Pläne akzeptieren und umsetzen?

Tsipras meint, die Geldgeber bräuchten nur seinen Reformplan der letzten Nacht zustimmen und die Schuldenkrise wäre vorbei. Offenbar wirkte aber doch das vorausgegangene Gespräch von Merkel, Hollande, Junckers, Draghi und Lafarde im Kanzleramt über ein letztes Angebot der Geldgeber an GR als Druckmittel, endlich ein eigenes griechisches Konzept zur Krisenlösung durch Generierung von griechischen Ressourcen zu initiieren.

Zumindest scheint jetzt eine Gesprächsgrundlage für abschließende Gespräche zwischen Athen und der Brüssel-Gruppe zur Klärung der Voraussetzungen für die Auszahlung von 7,6 Mrd. € aus dem 2. Hilfsprogramm gegeben zu sein, die GR dringend benötigt, um Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und einen Zahlungsausfall mit Auswirkungen auf die griechische Finanzwirtschaft zu vermeiden. Ob dieser Deal gelingt, hängt davon ab, ob die Tsipras-Regierung den Auflagen der Kreditgeber entspricht oder nur die eigenen Wahlversprechen fremdfinanzieren will.

12:47 von Relaxo

"...Man muss sich mal vorstellen ein Insolvenzschuldner\Betrieb bestimmte selbst, wie er entschuldet wird..."

Letztendlich ist das Gang und Gäbe in der "freien Marktwirtschaft". Denken Sie nur an Herrn Middelhoff. Dessen Millionen (wohl nicht alle, aber bestimmt genug) hat er vorher gut versteckt, und dann meldet er seine Pleite. Er ist nicht der Einzige, der es so macht. Achja, und gerade die Banken haben dies Prinzip doch "erfunden". Pleite erst, wenn der Staat ordentlich geschröpft ist. Wenn überhaupt pleite...

Immer das gleiche Theater!

Die Abläufe bei diesem Schmierentheater sind immer die gleichen. Zuerst fordert die EU kompromislos, die Griechen denken nicht daran zu liefern, auf den letzten Drücker knickt die EU, hier vor allem unsere deutschen Politiker, ein und zahlen ohne jede Gegenleistung.
Wer übernimmt denn eigentlich meine Schulden???????

Es wird sein wie es immer war

Die EU funktioniert doch seit Jahren nur noch nach der "Wer sich am kompromisslossesten Stur stellt wird gewinnen" Methode. Von "Union" und "Miteinander" merkt man doch schon lange nichts mehr. Egal ob Großbritanien, Frankreich (wenn es um Bauern geht) oder jetzt Griechenland.
Stur stellen als wäre einem das Projekt Europa egal ist die Devise.
Also wird Griechenland gewinnen.
Stellt sich nur die Frage, ob man Länder mit solch einer Einstellung zur EU überhaupt dabei haben sollte.

12:47, Relaxo

"Diplomatie ist gut, aber irgendwann muss sie auch ein Ende haben.

Man muss sich mal vorstellen ein Insolvenzschuldner\Betrieb bestimmte selbst, wie er entschuldet wird"

Griechenland ist keine Firma, sondern ein Land.

Eine Firma, die pleite ist, kriegt einen Insolvenzverwalter vor die Nase gesetzt und wird abgewickelt. Die Mitarbeiter, Vorstände etc. haben dabei nichts zu sagen, die Firma gibt es anschließend nicht mehr.

So, und jetzt ziehen Sie mal Ihre Analogien zu einem Land.

Das hieße nämlich, dass Griechenland aufhört zu existieren und zur Kolonie seiner Gläubiger würde.

Es wäre das erste Mal in der Geschichte, dass die Finanzwirtschaft ein Land offiziell übernimmt und sämtliche staatliche Strukturen ihren Befehlen unterwirft, Wahlen abschafft usw.

Gewiss der Traum so einiger Kapitaleigner. Ein ganzes Land der Schuldsklaverei unterwerfen.

Dann hätten wir neue Sitten im internationalen Umgang, und viele Foristen hier würden Beifall klatschen. Bis sie selbst dran sind....

@ Montideluxe

"Daß einem Sozialisten nicht klar ist, daß ständiges Geld verbrennen niemals zum Erfolg führen kann ist nicht neu aber dem Herrn Tsipras scheint auch völlig egal zu sein, daß Griechenland bei einer Pleite vor die Hunde gehen wird. So einen würde ich als Grieche nicht einen Tag länger im Amt lassen."

Polemik pur!

Zur Erinnerung: Es waren die Konservativen, die teils mit den Sozialdemokraten in Personalunion, in den glorreichen vergangenen Jahren das Geld im wahrsten Sinne des Wortes "verpulvert" haben. Da hatte die Sozialisten überhaupt keinen Einfluss drauf! Ihnen es daher anzukreiden, ist mehr als nur unredlich!

Überdies: "Verbrennen" ist selbstverständlich keine Lösung, aber immer mehr Schulden anhäufen ebenso! Unsere kompletten Volkswirtschaften funktionieren doch nur noch auf Pump, und das nicht, weil es ein Naturgesetz ist, sondern weil irgendwann mal "superkluge" Politiker wie Reagan und Thatcher meinten, dass diese Art des Wirtschaftens das Ei des Kolumbus sei!

sehr gut herr Tsipras

lange genug gewartet, bis die andere seite bereitschaft zeigt sich zu bewegen und dann ganz klar den ball im richtigen moment gespielt, jetzt stehen die verhandlungspartner in der ersten reihe, um nicht schlecht dazustehen, bedarf es jetzt wieder einem zugeständnis.

Tolles Ergebnis der Reformen. Danke Troika!

Ich kann ja verstehen, wenn hier die Mehrheit den deutschen Steuergeldertopf mit Klauen und Zähnen verteidigt, aber versetzt Euch mal in die Lage des "Otto-Normal-Griechen".

Wenn es einen umfassenden Sozialabbau gibt, das eigene Land kaputtgespart wird, Bildung und Gesundheitswesen ausbluten, und eine Rekordarbeitslosigkeit zum Dauerzustand wird, dann liegen die Nerven blank.

Tolles Ergebnis der Reformen. Danke Troika!

Die neue griechische Regierung setzt in aussichtsloser Lage einen dickköpfigen Kontrapunkt zum eher arrogant wirkenden Herrn Schäuble, der ohne dessen müde zu werden immer wieder kaltlächelnd erklärt, die Uhr sei abgelaufen.

So ist jeder Regierungsvertreter seinen Wählern verpflichtet, und ich kann die Position des Herrn Tsipras gut verstehen. Griechenland kommt nur dann wieder auf die Beine, wenn die Troika auf Widerstand trifft. Mit weiteren von außen diktierten Sparmaßnahmen macht man das Land nur endgültig kaputt.

Also so was

Man ist "wehrlos", man vergleicht mit Middelhof , man verschimpft die , die mit Abermilliarden helfen .
Bitte den richtigen Film einlegen - danke !

13:19, Heeber

"Wer übernimmt denn eigentlich meine Schulden???????"

Wenn Sie sie nicht mehr bedienen können, gibt es die Möglichkeit der Privatinsolvenz. Dann sind sie weg und die Gläubiger schauen in die Röhre.

Griechenland möchte aber gar nicht, dass jemand seine Schulden übernimmt. Es geht um Kredite, nicht um Geschenke. Auch wenn viele wütende Foristen hier offensichtlich glauben, Griechenland wolle Geld geschenkt haben und darum ginge es bei den Verhandlungen.

Es geht aber um die Voraussetzungen für neue Kredite, um alte abzulösen, und da stellt die Finanzindustrie Bedingungen, die auf einen Ausverkauf des Landes und eine weitere Verarmung seiner Bevölkerung hinauslaufen.

Und das nur, um dann wieder am üblichen Staatsfinanierungsspiel teilnehmen zu können, welches alle Länder dieser Erde spielen: ich leihe von Peter, um Paul zu bezahlen.

@13:19 von Heeber

„Wer übernimmt denn eigentlich meine Schulden???????“
Immer der der fragt!
Und die die Angela und Vorgänger gemacht haben in deinem Namen kommen noch oben drauf.
Diejenigen die es haben, gehen dahin wo sie nichts abgeben müssen, oder verlagern zu mindestens ihre Gewinne legal dorthin dank Angela und Vorgänger!
Das ist in Griechenland genauso wie hier, nur weigern sich die Mittelständler dort besser für die Verfehlungen der EX Regierung auf zu kommen und bluten tun immer nur die die nicht abhauen können!!!!

13:38 von Rappelsahne

"...Man ist 'wehrlos', man vergleicht mit Middelhof , man verschimpft die , die mit Abermilliarden helfen .
Bitte den richtigen Film einlegen - danke !"

Filme zum Thema gibt's genug. Als Einlege-Empfehlung ist dieser hier gut geeignet:
"Macht ohne Kontrolle - Die Troika" ...

Herr Tsipras hat sein (unter

Herr Tsipras hat sein (unter diesen Bedingungen, danke Troika) bestes Blatt abgelegt. Jetzt ist vor allem Merkel am Zug, da sie zwischen ihrer Wählerschaft und der Solidarität, Vernunft entscheiden muss.

Irgendwie nervt es nur noch....

....die Griechen wollen Geld und versuchen die anderen mit Horrorszenarien zu erpressen.
Es ist jetzt wirklich mal Zeit zu sagen: "Ok, ihr wollt nicht, das dürft ihr autonom und selbst entscheiden. Aber ihr kennt unsere Bedingungen!" Die Zeit ist einfach abgelaufen.
Und jetzt mal ehrlich, wer glaubt( oder den Bürgern einzureden versucht) das ein Völkchen von 11,5 Millionen Einwohnern die Eurozone in den Abgrund reisst der übertreibt gewaltig. Weil auch die Finanzmärkte sehen, das es nicht an Europa liegt dieses LAnd im Euro zu halten. Es liegt an Griechenland die ausgestreckten Hände zu ergreifen! Das Land mit den teuersten Rentenkosten im Bezug zum BSP sollte einfach mal hinterfragen was es seit 150 Jahren und drei Staatspleiten falsch macht. Genug ist genug!

Klappe zu!

Es reicht nun schon seit vollen 5 Monaten.

Die Amateure in Griechenland scheinen nicht begreifen zu wollen, dass Ihr Land sich in die EU hineinbetrogen hat, und dass nach Aufnahme in die EU schamlos bis heute weiter Geld in alle hellen und dunklen Kanäle verschleudert wurde.

Sie haben das aber bereits vor den Wahlen gewusst und müssen nun als Nachfolger vorheriger Regierungen diesen Betrug ebenso wie den Schuldenstand vertreten. Schließlich haben sie auch im Wahlkampf argumentiert, dass alles besser würde, wenn man sie wählen würde. Und das hat man Ihnen ja scheinbar geglaubt.

Es gehört schon eine große Unverfrorenheit dazu, die Schuld für das Desaster den anderen EU-Ländern die Schuld dafür in die Schuhe schieben zu wollen und gleichzeitig nicht die geringsten Anstrengungen zu unternehmen, etwas an der Situation Griechenlands zu ändern.

Ich bitte die Regierungen der anderen EU-Länder für die Interessen i h r e r Bürger einzutreten! Es eh schon viel zu spät!

@Relaxo

Sie sollten bei Ihren Anschuldigungen berücksichtigen, dass DIE TROIKA und deren Forderungen zum Teil für die aktuelle desolate Situation verantwortlich ist ... oder ignorieren Sie etwa die Artikel hier dazu? Da hat doch einer der Chefs der Troika zugegeben, dass ihre Bedingungen für die Griechen kontraproduktiv waren.

Naja ... es sind immer "die anderen" schuld ... und "wir sind die Guten".

@Helmut Baltrusch, 13:14 - Analysebedarf

Wenn Sie freundlicherweise unterbreiten könnten, was die "Auflagen der Kreditgeber" sind, die der Tsipras-Regierung vom IWF und von der EU auferlegt werden, könnten Sie derart zur Analyse der griechischen Finanzkrise beitragen, dass Sie möglicherweise sowohl den Kreditnehmer als auch die Kreditgeber veranlassen, für das Gelingen Ihres Kompromissvorschlages sich zu engagieren.

Ich für meinen Teil freue

Ich für meinen Teil freue mich schon auf meinen nächsten Griechenlandurlaub, wo ich bei Moussaka und ein gutes Glas Roten mit meinem Bekannten Alexios auf ein vielleicht ruhigeres Griechenland anstossen kann! (natürlich auch auf die EU)

Abbauen und sie können locker bezahlen..!

was für Bauchkommentare

Wie schön, dass wir die Guten sind und die Griechen die Bösen. Obwohl keiner weiß, was von den Griechen an "Reformen" verlangt wurde, wissen hier fast alle, die haben nicht geliefert. "Dabei haben wir, die Guten, ihnen soviel Hilfe zukommen lassen", wir gejammert. Wenn den Griechen wirkliche Hilfe geliefert worden wäre, hätten sie noch ein funktionierendes Krankensysten, hätte die griechische Jugend eine Perspektive und würden die Steuerbetrüger, die ihr Geld ins Ausland gebracht haben, gefasst. Leider ist es so nicht, unsere Hilfe haben nicht die Griechen erhalten, sondern die Banken aus Deutschland und Frankreich. Aber wer will das schon wissen. Wir wären plötzlich gar nicht mehr so gut.

@Fexos:"Herr Tsipras hat sein (unter diesen Bedingungen,...

... danke Troika) bestes Blatt abgelegt. Jetzt ist vor allem Merkel am Zug..."

Wissen Sie überhaupt, was Tsipras in der Nacht nach Brüssel geliefert hat? Laut ARD-Korrespondent Krause, Brüssel, enthält das gelieferte Konzept nichts Neues, wenig Zugeständnisse an die Geldgeber, keine Reformen und steht im Widerspruch zu den am 20.02. unterschriebenen Bedingungen für die Auszahlung der letzten Tranche aus dem 2. Hilfspaket über 7,6 Mrd. €. Ohne ein Reformkonzept wird es aber keine neuen Kredite an Athen geben.

Es sieht so aus, als würden die Verhandlungen wieder von vorne beginnen und ggf. müssten Zahlungstermine beim IWF im Juni in Höhe von 1,6 Mrd. € bis zu einem tragfähigen Verhandlungsergebnis "gebündelt" werden. Darüber hinaus werden aber auch noch in diesem Monat kurzfristige Staatsanleihen über 5,2 Mrd. zur Zahlung mit hohen Zinsen fällig. Die gr. Regierung scheint sich verzockt zu haben und taktiert bis zum Staatsbankrott weiter - oder hofft auf Kredite ohne Reformen.

13:52, DiePositiveBratwurst

Wenn die Menschen in Griechenland derart in Saus und Braus leben, wie Sie offensichtlich annehmen, dann wundere ich mich, dass nicht in den letzten Jahrzehnten riesige Migrationsbewegungen aus dem gebeutelten Nordeuropa in dieses angebliche Schnorrerparadies stattgefunden haben. Schließlich herrscht in der EU ja Freizügigkeit...

Ich kann Ihnen verraten, warum das nicht passiert ist: weil Griechenland ein bitterarmes Land ist, in dem die Menschen immer schon Not litten, und jetzt erst recht. Die Leute wanderten immer schon aus oder kamen als "Gastarbeiter" nach Deutschland, wo sie sich den Buckel krumm malochten und unser Wirtschaftswunder mit aufbauten.

Dass das Land in so großen Schwierigkeiten steckt, liegt gewiss nicht daran, dass dieGriechen nicht arbeiten können oder wollen. Insofern sind die Hasstiraden, die hier im Forum erklingen, wohl dem persönlichen Frust einiger geschuldet, welcher sich derart ein Ventil sucht.

Kreditgeberkompromissangebot

Dank der Recherche der "Tagesschau" kann man nun wissen, dass es "Kanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatschef Francois Hollande, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, IWF-Chefin Christine Lagarde und EZB-Präsident Mario Draghi waren, die ein "Kompromissangebot" der Kreditgeber ausgehandelt haben, das die Regierung Griechenlands als Kreditnehmer akzeptieren müsse, um Kredite zur Bezahlung von Krediten zu bekommen.
Aufklärend wäre es, wenn die "Tagesschau" zusätzlich recherchierte, welche Kreditauflagen dem griechischen Staatsapparat mittels des "Kompromissangebotes" diktiert werden sollen.

13:55, teevee

"Die Amateure in Griechenland scheinen nicht begreifen zu wollen, dass Ihr Land sich in die EU hineinbetrogen hat, und dass nach Aufnahme in die EU schamlos bis heute weiter Geld in alle hellen und dunklen Kanäle verschleudert wurde."

Wer sich ein solch vernichtendes Urteil über ein ganzes Land erlaubt, sollte schon den Unterschied zwischen EU und Eurozone kennen.

@Beholder - 02. Juni 2015 um 12:52

"Das käme einer Bankrotterklärung des europäischen Gedankens der Solidarität gleich, der einer der Kernpunkte des Selbstverständnisses der EU ist."
-
Welcher Solidarität? Bisher wurden Kredite nur umgeschuldet. Aus Privatkrediten wurden Staatskredite bei denen der Steuerzahler haftet. Die Zinslast und Arbeitslosigkeit ist in Griechenland gestiegen.
-
Die EU ist in erster Linie ein Wirtschaftsverbund, bei dem es um knallharte Wirtschaftsinteressen geht. Die Trojka/Institutionen haben zum Beispiel nie verlangt die Reichen zu besteuern und bestanden darauf, dass alle Rüstungsaufträge eingehalten werden, nur um mal zwei Dinge zu nennen. Wer glaubt es ginge der EU um Solidarität, der irrt.

@ CE

Verantwortlich sind in erster Linie die gewählten Volksvertreter Griechenlands der letzten Jahre.

Die Geldgeber haben zwar Forderungen an die jeweiligen Regierungen gestellt, sind aber weder für die desolate Ausgangslage in Infrastruktur und Verwaltung noch für die seltsam anmutenden Besteurungen verantwortlich. Und auch nicht für ausgelassenen Reformen.

Ob "wir" die guten sind, sei dahingestellt. Aber es ist keine Freibrief für die derzeitige oder vorigen Regierungen, Ihre Hausaufgaben als gewählte Vertreter nicht gemacht zu haben. Und auch keine Ausrede für das derzeitige Pokerspiel, das eh auf dem Rücken derer ausgetragen wird, die sich nicht wehren können.

Aber klar: Natürlich könnten die die Gläubigerstaaten die Regierung absetzen, Verwaltungszonen absprechen und dann Griechenland wie ehemals die allierten Deutschland alles neu ordnen und aufbauen. Glaube aber eher weniger, dass das auf beiden Seiten jemand möchte...

An der ganzen Misere ist die

An der ganzen Misere ist die oberste Politikerkaste schuld. Man wollte 1. unbedingt den Euro (Unvernünftigerweise, statt erst die Vorraussetzungen zu schaffen) 2. wollte man um jeden Preis die Griechen dabei haben.
Nun da das eingetreten ist wie es absehbar war und das grosse Wunder nicht eingetreten ist, sind auf einmal die Griechen alleine schuld.
Ich wage mal eine Prognose: In spätestens 10 Jahren wird man (hoffentlich) eingesehen haben, dass man so eine Währungsunion nicht übers Knie brechen kann. Dann wird man wieder einzelne Währungen einführen bis Europa reif für eine gemeinsame Währung ist.
Europa ist zur Zeit jedenfalls besser dran ohne Euro.
Aber kein Politiker wird mir recht geben weil nicht sein kann was nicht sein darf.
Leider!

@wiesengrund: Auflagen der Kreditgeber?

Nun, erinnern Sie sich mal daran, welche Bedingungen GR am 20.02. per Unterschrift zur Verlängerung des 2. Hilfspaketes bis zum 30. Juni akzeptiert hat. Und diese akzeptierten Reformen und Maßnahmen finden sich im Plan der griechischen Regierung in keiner Weise wieder.

Athen will diese anerkannten Auflagen mit dem in der Nacht übermittelten Plan, der nichts Neues enthält, umgehen und frisches Geld ohne Reformen bekommen. Das wird nicht passieren und wäre auch ein ganz schlechtes Beispiel für die Länder, die sich zur Bewältigung der Schuldenkrise in ihren Ländern um echte Reformen bemühten und dafür vorübergehende Härten in Kauf genommen haben.

In der EU-Familie sollten alle Mitglieder mit gleichen Maßstäben gemessen und behandelt werden. Es wird also schon aus Solidaritätsgründen keine Lex GR geben können. Athen sollte bei den Hausaufgaben also schnell nachbessern, wie am 20.02. in Brüssel versprochen und unterschrieben.

es ist ein Volksschauspiel !

man kann nur sagen vie Lärm um nichts!!
Man weiß schon seit Wochen das Griechenland um jeden ja jeden Preis gehalten wird. Was hat man für Angst vor der Ansteckungsgefahr bei einem Austritt Griechenlandes aus der EU. Ich kann nur sagen Frau Merkel Herr Junker und und ,und
Was für eine Tolle EU. Zusammen gehalten durch Lug und Trug und der immer ärmer werdenden Bevökerung de EULänder . Sehr TOLL.

hat er das so gesagt?

Hat Tsipras wirklich diesen Begriff benutzt oder wird ihm das hier nur in den Mund gelegt?

Ich frage,weil "liefern" ja gerne von einem bestimmten Personenkreis benutzt wird und der Artikel so gleich viel provokanter rüberkommt. Fehlt nur noch,dass er gesagt hat,Griechenland hat seine Hausaufgaben gemacht...

Die Berichterstattung über Griechenland hat übrigens deutlich zugenommen,seit der Übernahme durch die neue Regierung. Das wurde hier letztens noch von jemanden angezweifelt,so nach dem Motto jede Regierung wird gleich behandelt.
Ich habe mal ins Archiv geschaut und hege größte Zweifel daran.

@fathaland slim

Irgendwie habe ich hier das Gefühl ich spiele das Spiel "Ich lese was, was Du nicht schreibst!"
Wer hat denn hier gesagt, das die Griechen nicht arbeiten?
Das Problem ist, das die Griechen aus ihren strukturellen Problemen nicht lernen. Finanzbeamte die sich Computer selber kaufen müssen und Steuerbescheide die handschriftlich verfasst wurden, das ist Anachronie. Da kann ich nicht sagen: "Wir arbeiten seit Jahren an unseren Problemen!" Sorry..... Die Griechen erinner mich im Moment eher an die drei Affen: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen....wobei ich das mit dem nichts sagen einschränke, zumindest was ich dem konstruktiven Bereich zuordne!

@Oberkobold:"Welcher Solidarität? Bisher wurden ...

... Kredite nur umgeschuldet."

Seit fünf Jahren genießt GR die Solidarität der EU und weiterer Geldgeber in der Form, dass das Land mit neuen Krediten vor der Zahlungunfähigkeit und einem Staatsbankrott bewahrt wird. Zudem erhielt GR Mittel zum Haushaltsausgleich, die aber wohl wenig effektiv in korrupte Strukturen flossen. Wenn GR die Solidarität der EU ablehnt, muss es seinen eigenen Weg gehen. An den Schulden und ihrer Rückzahlung würde sich dadurch aber nichts ändern.

Die Ausgaben im griechischen Haushalt sind verglichen mit dem erwirtschafteten BIP grundsätzlich zu hoch. Das trifft vor allem für die (Zusatz-) Renten und die Löhne/Gehälter im uneffektiven öffentlichen Dienst zu. Daran will die Tsipras-Regierung aber durch Reformen nichts ändern. Athen sollte wissen, dass kein Kreditgeber frisches Geld in ein marodes Fass ohne Boden gibt.

@ fathaland slim

In Bezug auf GR bekommt einjeder Ihrer Kommentare hier von mir Applaus. In allen Belangen: Sie haben Recht!

Es ist mir unbegreiflich, wie viele Menschen hier in D vor allem meinen, mit den Regeln der Privatwirtschaft einen gesammten Staat "strangulieren" zu wollen! Wahnsinn! Wir sprechen hier nicht von einem auf Profit ausgerichteten Unternehmen, dass die Möglichkeit hat, im Falle des Falles über die Insolvenz abgewickelt zu werden. Wie man glauben kann, dass dies auch bei einem Staat möglich sein sollte, an dem die gesamte Wohlfahrt einer Bevölkerung hängt... dazu Gesundheit, Bildung, Infrastruktur etc... die komplette Daseinsversorgung! Unbegreiflich! "Geld fressen Hirn"!

Aber nicht falsch verstehen: Ich bin nicht der Ansicht, dass das Geldkübelausgießen über GR hilft, denn das Sacken sofort wieder unsere Banken bzw. die "Gläubiger" ein! Ich bleibe bei meinem Statement von 2010: Grexit sofort! Drachme einführen, Schuldenschnitt von nahezu 100%! Denn nur so kann GR wieder genesen.

DANKE Herr Tsipras!

endlich mal ein Politiker, welcher die Lage nicht als "alternativlos" sieht. Die Schulden haben die Banken und die Reichen gemacht. Das arme Volk soll es nicht ausbaden!
Leider haben andere Politiker sie haben uns bei der Lemnam Pleite die Banken z.B. Commerzbank retten lassen. Bei vorherigen Gewinnen wurden wir aber nicht beteiligt.
Von der Kanzlerin und ihren Helfern kommen nur die Sprüche "es ist alternativlos" oder "System relevant".
Nein den Reichen soll es weh tun und sie sollen ins Gefängniss wandern, wenn sie so waghalsig handeln. Erst dann wird sich etwas ändern!

noch einmal zur erinnerung

1. griechenland ist durch vorsaetzlichen betrug in den euro gekommen. weder die seinerzeit verantwortlichen politiker noch die am betrug beteiligte bank goldman sachs sind dafuer bisher zur verantwortung gezogen worden. stattdessen sitzt einer der damals beteiligten heute als ezb-chef froehlich im vom steuerzahler gutdotierten sattel.
2. griechenland wurde eine volksabstimmung zum 1. "hilfs"paket durch eu-buerokraten verboten. stattdessen wurden mit den milliarden keine griechen, sondern aussergriechische anleger "gerettet". die "reformen" aber muss der normale griechische buerger bezahlen.
3. griechenland wird von zwei nobelpreistraegern fuer wirtschaftswissenschaften beraten, die auch schon us-praesidenten berieten. von mangelhaften reformvorschlaegen aus athen kann also keine rede sein. stattdessen wollen vor allem berlin und paris ihre vorstellungen von "reformen" erzwingen. dann sollen sie das aber auch so sagen und nicht permanent herumluegen, athen haette noch nicht geliefert.

Hier wird allzu oft nach dem

Hier wird allzu oft nach dem Schuldigen gefragt. Das einzige was zählt ist die Frage, wie Griechenland wirtschaftlich langfristig wieder auf die Beine kommt. Hier helfen meiner Ansicht auch keine 7,2 Mrd. Die sind schnell weg. Und was dann?

14:44, Helmut Baltrusch

" Das wird nicht passieren und wäre auch ein ganz schlechtes Beispiel für die Länder, die sich zur Bewältigung der Schuldenkrise in ihren Ländern um echte Reformen bemühten und dafür vorübergehende Härten in Kauf genommen haben."

Es geht nicht um vorübergehende Härten, es geht um dauerhafte Absenkung von sozialen Standards. Oder war die Hartz4-"Reform" eine vorübergehende Härte? Ist die Tatsache, dass im Gefolge der Schröder"reformen" die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft, vorübergehend?

Sicher, das wurde uns in den 90ern von Hans Werner Sinn und Kollegen erzählt. Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen, damit es uns dann irgendwann mal wieder ein wenig besser geht. Das hatte schon was religiöses an sich, so wie die Vertröstung auf's Jenseits...

Diejenigen, die dem Volk erzählen, es müsse den Gürtel enger schnallen, tragen meist Hosenträger.

Was wurde denn geliefert?

Nichts.

Seit Monaten fordert die Troika IRGENDWELCHE Pläne um die Staatsschulden zu senken... aber es kommt einfach NICHTS.

Wenn man miteinander redet, kann man vielleicht einen Kompromiss finden, aber aus Athen kommt einfach gar nichts.

Wo bleibt die Besteuerung der Superreichen in Griechenland?
Wo bleibt die (Anti-)Korruptions-Kampagne?
Wo bleiben die Reformen in der Verwaltung?

In einer Sache haben die Griechen Recht: Einsparung mit dem Rasenmäher, ohne Reformen bringen gar nichts. Nur Rezession und Armut.

14:56, RoyalTramp

" Ich bleibe bei meinem Statement von 2010: Grexit sofort! Drachme einführen, Schuldenschnitt von nahezu 100%! Denn nur so kann GR wieder genesen."

Da bin ich genau gegenteiliger Ansicht. Griechenland ist quasi das strukturschwache Zonenrandgebiet der Eurozone. So muss es auch behandelt werden. Hier liegt aber ein Konstruktionsfehler der Währung Euro vor. Man kann nicht eine gemeinsame Währung einführen und dann einzelne Länder, wenn sie in Schwierigkeiten geraten, im Regen stehen lassen bzw. Ihnen irgend welche wirtschaftsliberalen Experimente aufzwingen mit der erpresserischen Drohung, sie sonst im Regen stehen zu lassen.

Man heilt den Kontruktionsfehler des Währungsverbundes nicht, indem man, wenn es schwierig wird, einzelne Länder aus im entlässt bzw. herauswirft.

Dann kann man den Euro gleich begraben.

Aber ich glaube, dieser Idee wären Sie sowieso nicht abgeneigt:=}

Ausblick

Wir stehen wohl kurz vor einer Transferunion, in der die Deutschen durch ihre Wirtschaftsleistung die „schwachen Freunde“ im Süden dauerhaft alimentieren werden.

Auch die USA hat der EU schon überdeutlich mitgeteilt, was sie von uns erwartet zum Schutz ihrer Großbanken.

Also wird das Schmierentheater weitergehen und die Lügen über die angeblichen Vorteile des Euro.

Die einen werden massenweise arbeitslos, die anderen müssen für ihre Freunde zahlen: Ein derart dysfunktionales System, das NUR Verlierer produziert, müsste schleunigst abgelöst werden.

Aber Common Sense ist zur Zeit leider nur in Großbritannien auszumachen.

Es mag ja richtig sein,

die Griechen in der EU zu halten. Manche hielten das für eine unverdiente Ehre.
Aber Herr Varoufakis, der Mann im Hintergrund, ist ein studierter Zocker, und dem sollte man nicht ständig als Gegenspieler sein Blatt zeigen. Das kostet Geld, und hier wird bekanntlich um ganz hohe Beträge gepokert.

Ich kann die Angelegenheit

was die Schuldenkriese in Griechenland anbelangt, nicht wirklich beurteilen.
Mir fehlt erstens der Sachverstand und zweitens habe ich keinen Einblick in die Verhandlungsunterlagen. Das einzige was ich mit Gewissheit weiss ist, dass wir ein Schuldgeldsystem haben und wir irgendwann alle die Zinsen, die wir darauf zahlen, nicht mehr erwirtschaften können....
Griechenland ist das schwächste Glied in der Kette..... Wir sollten uns doch alle auf die Seite Griechenlands stellen....
MfG

Reiche Griechen, Arme Griechen

Laut TS haben die Griechen in den letzten Monaten 30 Mrd. € abgehoben von den griechischen Banken. Bei 10 Mio Griechen macht das 30000 € pro Mensch vom Baby bis zum Greis. Rechnet man aber alle definitiv Armen heraus muss der Rest 50000 € abgehoben haben. Da würden sich schon die meisten Deutschen schwer tun.
Bei einem Kollaps der Banken in Griechenland würde es wohl nur wenige treffen, da eh 40% schon nichts mehr haben.

@montideluxe: Wie kann man nur so verbohrt sein?

Tsipras hat schon länger einen Plan vorgelegt. Der passt nur nicht den Geldgebern, weil er einen Schuldenschnitt vorsieht. Das soll aber vermieden werden, weil ein Exempel statuiert werden soll. Sonst kämen noch andere auf die Idee, ihre Kredite, die sie nicht zurückzahlen können nicht zurückzuzahlen. Das würde den Einfluss der Finanzbranche schmälern und unser neo-liberales Wirtschaftsmodell gefährden.

Warum nicht einfach ...

... die griechische Taktik übernehmen und sogar übertreffen? "Vielen Dank, wir werden in den nächsten Monaten überlegen, was wir von Ihren Vorschlägen eventuell für eine weitere Diskussion beim übernächsten EU-Gipfel in Betracht ziehen. Bis dahin kümmern wir uns um Klimaschutz und andere wichtige Dinge. Außerdem haben Sie Ihr Guthaben aufgebraucht, was die Geduld der Partner betrifft - die EU-Mitglieder Slowenien und Lettland sind auch mal dran."
Soll Athen doch in der Zwischenzeit pleite gehen ...
Und eine Anmerkung an alle, die davor Angst haben: Ist eine Eurozone so viel besser, in der ein einziger Störenfried ständig Vertragsbruch begeht?

Aus meiner Sicht ist eine Farce

Ein links-extremer Politiker diktiert dem Rest von Europa, wie die Dinge zu laufen haben --- nach bereits 6 Rettungspakten und einem Schuldenschnitt von 50% steht GR heute ums 5-fache schlechter da als vor der Krise ?

Nicht wegen der Einsparungen -- sondern weil das Lang einfach nicht wirtschaftlich konkurrenzfähig ist. Alleine die Leistung der neuen Regierung...

So dürfen seit Jahren wesentlich ärmere Länder für die Schulden in GR haften. Arbeitsreformen, Rentenformen, Privatisierungen --- da muss man nicht mal von säumigen Steuern reden. Was genau hat sich dort getan ?

Kein rationaler Mensch wird das Signal für einen "dreckigen Deal" einem GRExit vorziehen. Warum ? Heute ein Problem (was bei einem Deal weiterhin dauerhaft ist --- bzw. dann steht das 7. Hilfspaket an), in nahen Zukunft viele neue Probleme. Und zwar sehr absehbar, wenn man in der EU Politik nach links und rechts schaut. Siehe Frankreich, Spanien, jetzt Polen u. England,
Italien, etc.

Langsam glaube ich, daß die EU-Politiker nach Gründen sucht, um die Griechen vorzuführen. Die EU hält strikt am Spardiktat festhalten, um das Tafelsilber Griechenlands an sogenannte Investoren ( Leichenfledderer ) zu verscherbeln. Hinter den von der EU geforderten „Reformen“ verbergen sich doch nur Renten-und Einkommenskürzungen für die jetzt schon oft in Armut lebenden Normalbürger in Griechenland.

Kann es sein, daß die EU und besonders Deutschland, sich gegen einen Erfolg der jetzigen Regierung wehrt, da dies belegen würde, daß das europäische Spardiktat, das tausend Menschen in den Ruin oder den Selbstmord getrieben haben, falsch war? Ein Erfolg Griechenlands würde sich natürlich auch auf Spanien und Portugal auswirken und dies wäre für die EU-Politiker katastrophal.

Welche Forderungen wurden von EU,EZB und IWF an die korrupten US-Marionetten in der bankrotten Ukraine gestellt, als kürzlich noch einmal 40 Milliarden Euro Finanzhilfe bewilligt wurden?

15:08, SoilentGruen

"Wo bleibt die Besteuerung der Superreichen in Griechenland?
Wo bleibt die (Anti-)Korruptions-Kampagne?
Wo bleiben die Reformen in der Verwaltung?"

Die Besteuerung der Superreichen ist für die Geldgeber, vorsichtig ausgedrückt, nachrangig. Sie würden sich damit ja gewissermaßen ins eigene Fleisch schneiden, vor allem, wenn das Schule machen würde.

Deswegen werden Sie Mühe haben, eine solche Forderung unter den Forderungen der Geldgeber zu entdecken.

Antikorruptionskampagnen sind Schall und Rauch. Das zeigen Erfahrungen mit solchen in der Vergangenheit, und ich meine nicht in Griechenland. Korruptionsbekämpfung ist ein mühsamer Kleinkrieg, der keine spektakulären Sofortergebnisse zeigt. Korruption läuft immer in eingefahrenen Strukturen, wo ein Rädchen ins andere greift.

Mit Verwaltungsreformen ist es ähnlich. Ein hartnäckiges Bohren dicker Bretter. Man verändert eingefahrene Strukturen nicht mit einem Federstrich.

@Rantamplan: Dilemma

Das Dilemma sieht wie folgt aus. Griechenland zahlt die Rate und unterwirft sich der Doktrin der Austerität. Dann klappt die griechische Wirtschaft zusammen bzw. sie verbleibt in der Rezession. Dadurch kann Griechenland die Kredite immer weniger bedienen und die Staatsverschuldung steigt. Es kommt zum Grexit und zur humanitären Katastrophe in Griechenland.
Alternativ zahlt Griechenland die Rate nicht. Dann erhält Griechenland keine Gelder mehr und ist somit pleite. Es gibt keine Sozialleistungen mehr, die Wirtschaft kollabiert, weil die Nachfrage einbricht und zudem massive Kapital aus dem Land flieht.
Es kommt zum Grexit und zur humanitären Katastrophe in Griechenland.

Das nennt sich Dilemma. Es gibt auch eine Lösung für das Dilemma, aber das würde eine Präzedenzfall liefern und das möchte IWF, EZB und Merkel vermeiden.

@ fathaland slim

"Da bin ich genau gegenteiliger Ansicht."

Das glaube ich nicht, wenn Sie mich weiter anhören. Denn was ich noch alles beizusteuern hätte, sprengt leider den Rahmen von nur 1000 Zeichen.

Die unmittelbar einsetzende Abwertung der Drachme hätte z.B. die direkte Folge, dass Hilfspropgramme in € ein Vielfaches mehr an Wirkung erzielen könnten! Hierbei meine ich keine Hilfsprogramme im Sinne von Krediten, denn dann würde man sich nur im Kreis drehen: Mit Drachmen Kredite in € tilgen ginge null (daher auch Schuldenschnitt).

Beispiel: Da stehen wieder 7 Mrd. € zum Abruf bereit, von denen aber GR kaum was haben wird, da der Großteil davon in die Banken der EU-Mitglieder abfließen wird. Effekt: Null! & von diesem Null müsste dann GR die 7 Mrd. später wieder tilgen. Verrückt!

Gäbe es aber mittlerweile die Drachme wieder, könnte man mit gerade mal nur 1 Mrd. € bessere Wachstumseffekte erzielen, als jetzt mit 7 Mrd. €! & 1 Mrd. € geschenkt, tut weniger weh, als 7 Mrd. € abschreiben zu müssen.

15:30, Manfred Korte

"Aber Herr Varoufakis, der Mann im Hintergrund, ist ein studierter Zocker, und dem sollte man nicht ständig als Gegenspieler sein Blatt zeigen"

Ich glaube, Sie nehmen den wissenschaftlichen Begriff "Spieltheorie" auf sinnentstellende Weise wörtlich.

Wikipedieren Sie ihn mal.

Euro-Gemeinschaft

Man hat damals Griechenland in die Euro-Gemeinschaft aufgenommen und vorher nicht geprüft, ob dieses Land auch reich genug oder zu arm dafür ist.

Warum wird jetzt mit Griechenland so gehadert? Was ist mit anderen armen Euro-Ländern? Beginnt demnächst der gleiche Zirkus mit Italien oder Spanien?

In einer Gemeinschaft steht einer für den anderen ein. Wenn das nicht mehr möglich sein sollte, dann wäre die komplette Abschaffung des Euro und die Auflösung der Gemeinschaft die logische Konsequenz.

@Relaxo ein Land ist kein Unternehmen

Erstens, ist ein Staat kein Unternehmen dessen Gebäude, Patente usw. verkauft werden können. Bei einer Staatspleite ist das Geld der Gläubiger am Ende eben weg. Deutschland hat das schon zwei mal im letzten Jahrhundert hingelegt.

Zweitens, ist bei einer Insolvenz das Unternehmen sehr wohl daran beteiligt wie die Schulden beglichen werden. Ist zu wenig Masse vorhanden scheitert die Insolvenz. Dann bekommen die Gläubiger gar nichts.

In Griechenland sieht es genau so aus. Es gibt nichts von Wert. Eine Veräußerung von Staatsbetrieben würde den Gläubigern wenig bringen allerdings den Neuanfang erschweren.

Die letzten Jahre wurden nur dazu genutzt die Schulden von privaten Gläubigern nun bei den EU-Staaten zu parken. Damit die Banken fein raus sind.

Ach übrigens: Wir werden auch nicht unsere Schulden jemals zurückzahlen. Auch wenn es im Moment mal kurz für eine "schwarze Null" reicht. Das heißt nur, keine Neuverschuldung. In der nächsten Krise ist das nicht zu halten.

Brauche Input

Ich verstehe die ganze Situation um Griechenland nicht.
Wenn ich Schulden hatte ist es mir bisher nie gelungen, den bei dem ich Schulden habe um mehr Geld zu bitten um meine Schulden bei ihm zu bezahlen.
Zu was soll das denn auch führen? Zumal wenn mein Gläubiger auch noch alles von mir verlangt alles zu tun um nie wieder ein eigenes Einkommen zu haben.
Im Privatleben würde ich davon ausgehen, das mein Gläubiger alles tut um mein restliches Besitztum möglichst billig zu bekommen.

Unter Staaten ist das wohl etwas anders, aber wenn man bedenkt, dass die neuen Kredite an Griechenland dafür verwendet werden um Altschulden zu tilgen, ist das doch wohl sehr ähnlich.
Der einzige Unterschied ist der, dass das Kreditrisiko von Banken und Spekulanten ganz bewusst auf die Steuerzahler verlagert wurde.
Ich glaube, der Einzige der da durchblickt ist der Herr Draghi. Der war schliesslich für Goldman Sachs tätig als deren Spezialisten Griechenland kunstgerecht für den Euro schönrechneten.

@fathaland slim:"Es geht nicht um vorrübergehende ...

... Härten, es geht um dauerhafte Absenkung von sozialen Standards."

Wenn es dauerhafte Absenkungen von sozialen Standards geben sollte, wären die Folgen der Globalisierung und entsprechenden Anpassungsmaßmen. Entscheidend ist, dass die Menschen infolge von Strukturreformen auf Dauer wieder in auskömmliche Arbeit und Brot kommen.

In GR sind ohne Strukturreformen die Verschuldungsprobleme nicht zu lösen. Die Ausgaben für die ineffektive Verwaltung, die (Zusatz-) Renten und die Löhne/Gehälter im öffentlichen Dienst haben einen unverhältnismäßig hohen Anteil am BIP, das Land kann sich die Ausgaben in dieser Höhe also nicht leisten.

Folgt man Ihrer Ideologie, müssten die internationalen Kreditgeber dafür aufkommen, ohne dass sich der griechische Staat um gesunde und selbst tragende Strukturen bemühen müsste. Das ist für die haftenden EU-Steuerzahler aber nicht zumutbar. Lässt sich Athen auf keinen tragfähigen Kompromiss ein, sollte es keine weiteren Mittel mehr geben. GR muss lernen

Die einen haben "geliefert" und alle haben "fertig"

Ohne tiefgreifenden Gesichts- und
Vertrauensverlust kommt keine der
beiden Seiten mehr aus der Sache.

Es ist ähnlich wie beim Bahnstreik.
Als Verhandlungsführer sind beide
Seiten nicht mehr ernst zu nehmen.

Dabei ist eigentlich alles so einfach.
Erst denken, dann medial erklären und
am Ende bein ersten misslungenen Versuch
auch konsequent handeln. Alternativlos.

@ Reiner Jung

Das PRoblem ist doch , das die griechsche Wirtschaft längst zusammengeklappt ist. Das passiert nict noch, das ist passiert. Die Frage ist ob ich im Euro-System (in das ich mich reingemogelt habe), die Chance habe die Fehlentscheidungen der letzten 50 Jahre zu korregieren und zu negieren. Hier hilft es überhaupt nicht zu sagen: "Wir haben uns alle lieb!" Das haben wir die Griechen ja trotzdem! Die Frage ist, wie kann man etwas bewirken was die Problematik durchbricht? Die Lösung hierfür liegt meiner Meinung nach nicht in dem ewigen Resümieren von Standards, die davon ausgehen das die alleinige Glücksseligkeit im Erhalt des griecheschen Euros liegt.
Die Griechen müssen da so schnell wie möglich raus, da nur das ihre Wettbewerbsfähigkeit im Euroraum stärkt.

Kapital vs. Mensch

Die Menschen in Europa sollten der griechischen Regierung dankbar sein, denn das "der Mensch das Maß aller Dinge ist", ist längst abhanden gekommen, durch die Politik Tsipras wird das aber wieder deutlich, und die offensichtliche neue Wahrheit, dass "das Kapital das Maß aller Dinge" ist, wird all zu selbstverständlich von den meisten Foristen übernommen, und als gottgegeben hingenommen und beinhart verteidigt.

15:41, Light1

"Warum wurde denn die Rettung notwendig? Weil die griechischen Regierungen über lange Zeit eine schuldenfinanzierte Beschäftigungs- und Klientelpolitik betrieben haben. Beinahe hätten sie damit die gesamte Eurozone mit in den "abyssos" gezogen. Das konnte man Gott sei Dank verhindern."

Eine schuldenfinanzierte Beschäftigungspolitik? Nichts anderes machen sämtliche anderen EU-Länder auch. Der Begriff "Klientelpolitik" ist unscharf, darunter kann man sich alles Negative vorstellen, was man will.

Griechenland hat nichts anderes als alle anderen auch gemacht, war aber immer sehr arm. Deswegen war es das schwächste Glied der Kette und musste bei Ausbruch der weltweiten Finanzkrise als erstes dran glauben. Die anderen "Krisenländer", die es auch fast erwischt hätte, konnten sich aufgrund ihrer wirtschaftlichen Substanz wieder einigermaßen fangen. Griechenland fehlt diese Substanz, deswegen sehen Leute wie H.W. Sinn es als gefahrloses wirtschaftsliberales Experimentierfeld.

Griechenland braucht sich keine Sorgen zu machen.

Die Regierung wird alles benötigte Geld auftreiben. Einfach wieder eine Auktion starten, in der die griechischen Banken griechische Staatsanleihen zu geringem Zinssatz aufkaufen. Das tun sie aus purem Selbsterhalt, weil sie nach einer Staatspleite ebenfalls sofort bankrott wären. Woher haben Sie das Geld? Von der griechischen Notenbank. Woher bekommt die das Geld? Von der EZB als Nothilfe für die bankrotten Banken. Gerade wurde das Limit dafür wieder um 20 Milliarden Euro erhöht. Da ist noch reichlich Luft nach oben. Ad Infinitum. Von wegen drohende Staatspleite. Selten so gelacht!
Wer hätte im Fall einer griechischen Staatspleite den Schaden? Die EZB-Anteilseigner. Der größte Anteilseigner ist Deutschland und darf derzeit nicht einmal im EZB-Rat mitbestimmen. Na klasse!

Es stellt sich einfach die

Es stellt sich einfach die Frage was da geliefert wurde! Erinnert mich irgendwie an die berühmte Steuererklärung die auf einen Bierdeckel passt....

15:44, Mbxxx

"Ein links-extremer Politiker diktiert dem Rest von Europa, wie die Dinge zu laufen haben --- nach bereits 6 Rettungspakten und einem Schuldenschnitt von 50% steht GR heute ums 5-fache schlechter da als vor der Krise ?"

Der Schuldenschnitt und die Rettungspakete fanden zu Zeiten statt, als Griechenland von Parteifreunden Frau Merkels regiert wurde.

Die "linksextreme" Regierung ist erst seit kurzem an der Macht. In dieser Zeit hat sich der Zustand des Landes nicht wesentlich verändert.

Die Tatsache, dass Griechenland wesentlich schlechter als vor den ganzen "Rettungsmaßnahmen" dasteht, ist den Auflagen geschuldet, die die "Retter" mit ihren großzügigen Maßnahmen verbunden hatten. Diese Auflagen haben die Binnenkonjunktur abgewürgt.

Ein allerletztes Angebot?

Beim nächsten Mal wird es ein aller-allerletztes Angebot - und beim übernächsten Mal ein aller-aller-allerletztes...
Die Krankenstation EU will den längst hirntoten Patienten Griechenland mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln am Leben erhalten - um nicht selber mit den Bach runterzugehen.
Aber irgendwann müssen Merkel, Juncker, Hollande und Draghi & Lagarde einsehen, dass da nichts mehr zu machen ist.
Bis dahin verbrennen sie für die unsinnige Illusion die EU sei gesund, nur weiter sinnlos Geld.
Aber wie sie es auch drehen und wenden - der Abgang Griechenlands ist nicht aufzuhalten. Und das ist auch gut so.
Tsipras lässt verschießt ständig Nebelkerzen und lässt vermelden, er und seine Regierung haben Pläne "geliefert", obwohl er von Seiten Schäuble und dem Rest der EU dazu immer nur verständnisloses Achselzucken erntet.
Wie lächerlich soll diese Show eigentlich noch werden?

Einer gegen alle

Tsipras lässt die Gläubiger staunen. Ein cooler Typ...

Die grundsätzliche Frage....

...stellt doch keiner!
Was passiert denn wenn Griechenland jetzt 7,2 Millarden erhaält? Das reicht für die Kredite bis ?August?? Als Pro und Kontra in der bisherigen Disskusion führt doch wenig weiter. Wie soll es in Griechenland denn selbst nach den 7,2 Millarden weitergehen? Zugegeben wären sie für die Geldgeber ein Klacks. Aber hier liegt die Krucks: Ich verteille die 7,2 Milliarden, aber das gegenüber wartet auf die nächsten 100 Milliarden für die nächsten 2 Jahre. Bei den Griechen (und damit mein ich nicht den Bettler an der Ecke) muss sich im Kopf verfestigen das es nicht mehr so geht wie bisher! Es muss ein umdenken stattfinden. Und das dummerweise auf Befehl! Wie stellt sich denn Herr Tzipras die Zukunft von Griechenland vor? Nur zu sagen wir wollen unsere Würde nicht abgeben ist da zu billig. Wer keine Veränderung will(siehe Cousins und Cousinen in Führungspositionen) der soll nicht immer anderen Schuld zuweisen!

Stimmt, Griechenland hat geliefert

Und zwar: nichts.

Tsipras hat also recht.

re - Marina W., 12:38 ; V e t o !

.
...Sehr geehrte Dame,

ja, ich bin auch (fast) ihrer Ansicht.

Lediglich eine klitzekleine Kleinigkeit
stört mich:

Die rund 220 Milliarden Euro, die dem
griechischen Staat als Hilfsgelder bis-
lang zugute kamen, sind - leider - nicht
vom Himmel gefallen.

Sie wurden nämlich aus den natio-
nalen Volkswirtschaftsvermögen der
EU-Geberstaaten, insbesondere
unserem Land, entnommen !

Das Geld liegt auch hierzulande
nicht auf der Strasse einfach so
herum. Es befindet sich zB in den
Kassen der Rentenversicherungs-
anstalten, so zB der LVA(en) und
der BfA (jetzt: Deutsche Renten-
versicherung).

Dort ruhen diejenigen Gelder, die
die Arbeiter und Angestellten in
unserem Land während ihres Ar-
beitslebens

e i n g e z a h l t

haben, um diese dank der Bismarck'
schen Sozialgesetzgebung bei Er-
reichen des Rentenalters

a l s ....R e n t n e r

a u s g e z a h l t

zu erhalten.

Damit werden unsere Rentner aber
künftig Sozialhilfeempfänger, wenn
kein Geld mehr in der Rentenkasse
ist !

@fathaland slim

"weil Griechenland ein bitterarmes Land ist, in dem die Menschen immer schon Not litten, und jetzt erst recht."
.
=> sorry, Sie haben offenbar keine Ahnung von GR.
Ich kenne Menschen, die mit Mitte 40 aus dem Polizeidienst mit >200.000€ "Abfindung" (mit den Dienstjahren erworbener Rechtsanspruch) und einer sehr sehr guten Leibrente ausgeschieden sind.
Manche diese Menschen kenne ich, weil sie mich haben fragen lassen, wie sie das Geld unerkannt zu deutschen Verwandten tranportieren können.
Das sind keine Ausnahmen. GR hat ein Heer von Beamten mit ähnlichen Zusagen und sehr viele reiche Bürger, die bis heute nicht besteuert werden.
.
Wer unbedingt jemandem Solidarität bekunden will, könnte sich zB Bulgaren, Rumänen, Balten als Projektionsfläche auswählen. Dort wäre es angebracht.

15:59, Helmut Baltrusch

"In GR sind ohne Strukturreformen die Verschuldungsprobleme nicht zu lösen"

Das bestreitet niemand.

". Die Ausgaben für die ineffektive Verwaltung, die (Zusatz-) Renten und die Löhne/Gehälter im öffentlichen Dienst haben einen unverhältnismäßig hohen Anteil am BIP, das Land kann sich die Ausgaben in dieser Höhe also nicht leisten."

Es ist Ihnen bekannt, dass es in Griechenland kein Sozialsystem, das diesen Namen verdient, gibt? In Deutschland gibt es tausenderlei verschiedene Maßnahmen, um Arbeitsplätze zu subventionieren und Arbeitslosen ein Grundeinkommen zu ermöglichen. All das existiert in GR nicht, statt dessen werden die Leute vom Staat angestellt. Wenn man sie alle entlässt, muss man sie trotzdem alimentieren, wenn man sie nicht verhungern lassen will. Manchmal habe ich aber den Eindruck, man möchte das.

16:18 von fathaland slim

"...Der Schuldenschnitt und die Rettungspakete fanden zu Zeiten statt, als Griechenland von Parteifreunden Frau Merkels regiert wurde.
Die 'linksextreme' Regierung ist erst seit kurzem an der Macht. In dieser Zeit hat sich der Zustand des Landes nicht wesentlich verändert. ..."

Es ist schwierig, gegen die versammelte Borniertheit so mancher Foristen hier anzuschreiben. Meinen Dank an Dich, dass Du so standhaft bleibst. Und: Du hast Recht!

Im Vertragsrecht ...

.
...sowie im Schuldrecht ist (jedenfalls
hierzulande) es gesetzlich so geregelt,
daß

n i c h t der Schuldner

bestimmt, was Inhalt der von ihm
geschuldeten Leistung ist und damit
gleichzeitig, ob eine Erfüllungswirkung
des vom Schuldner geschuldeten
Leistungsinhalts eintritt oder nicht,

sondern

es gilt eine objektive, aus der Sicht
eines verständigen Dritten vorge-
nommene Leistungsbewertung
dahingehend, ob die vom Schuldner
erbrachte Leistung dem Inhalt der
objektiv von ihm zu erbringenden
Leistungsinhalts entspricht oder
ob dies nicht der Fall ist.

Details hierzu sind der Rechtsprech-
ung, zB derjenigen des BGH in Zivil-
sachen aus dem Bereich "Leistungs-
begriff", "Leistungsinhalt" und
Tilgungswirkung - gem. § 362 BGB -
zu entnehmen.

Gleich kommen wieder die Schlau-
berger und schreiben, daß das BGB
in Griechenland nicht gilt. (lächel ...)

Kredite bedienen... Darum

Kredite bedienen...
Darum geht es der deutschen Regierung: 70 Milliarden an Krediten stehen noch aus. Die wurden in den Boom Jahren den damaligen inkompetent Regierungen in Griechenland förmlich aufgeschwatzt. Für Olympia in Athen, für Rüstung und anderen Nettigkeiten, die den griechischen Bürgern kaum etwas gebracht haben, den Eliten und den deutschen Lieferanten aber im so mehr.
Und worum geht es der 'linksradikalen' neuen Regierung in Athen: endlich einen Paradigmenwechsel zu erreichen: Geld zur Verfügung zu bekommen, dass Griechenland endlich wieder etwas erwirtschaften kann. Und es muss Schluss sein mit dem Ausquetschen der Mittelschicht und der Armen.

ad Relaxo, 12:47 ; D a n k e ...

.
...für Ihren anschaulichen Vergleich,
der der Sachproblematik inhaltlich
gerecht wird und in's Schwarze ge-
troffen hat !

Das macht Schule

Das ist eine Vorlage für Podemos, wie die mit Schulden umgehen werden. Ob unser Steuern auch noch dafür ausgegeben werden? Da wird mann hirzulande noch ein paar neue Steuern erfinden. Ein Anfang wurde ja schon gemacht mit der Maut

15:59, Helmut Baltrusch

"Folgt man Ihrer Ideologie, müssten die internationalen Kreditgeber dafür aufkommen, ohne dass sich der griechische Staat um gesunde und selbst tragende Strukturen bemühen müsste."

Dann haben Sie meine "Ideologie" nicht einmal ansatzweise verstanden. Die momentane Misere rührt meiner "Ideologie" nach daher, dass Griechenland sich nicht mehr, wie jedes andere Land, am Kapitalmarkt refinanzieren kann. Es geht bei der augenblicklichen Diskussion ja nicht darum, dem Land Geld zu schenken, sondern ihm
Geld zu leihen, um alte Kredite abzulösen.

Wobei man sie Kredite, die bei der EZB liegen, mit einem Mausclick löschen könnte, ohne dass da irgend ein Steuerzahler für haften müsste. Bei der Pflicht zur Rückzahlung handelt es sich um eine rein erzieherische Maßnahme, für die Sie ja plädieren. Würde man auf sie verzichten, so würde niemand materiell geschädigt. Deswegen wird hier auch nicht wirtschaftlich, sondern moralisch argumentiert, was ohnehin ein Kennzeichen dieser Diskussion ist.

@Helmut Baltrusch, 15:59 - Marktwirtschaftskritiker

Wenn man mit Blick auf die griechische Marktwirtschaftskrise "dauerhafte Absenkungen von sozialen Standarts", die den Lohnabhängigen das Leben schwerer machen, als "die Folgen der Globalisierung" bezeichnet, wird man ungewollt zum Kritiker des Marktwirtschaftssystems, dessen Zweck, aus investiertem Unternehmergeld mittels Auspressung von Lohnabhängigen mehr Geld zu machen, den gesamten Globus zum pontentiellen Geschäftsfeld werden lässt.

16:28, Light1

"Das kann man auch. Vorübergehend. Aber nicht dauerhaft wie die Griechen. Viele Arbeitsplätze gab es nur wegen einer dauerhaften Neuverschuldung. Das hat mit einer Anschub- oder Überbrückungsfinanzierung, wie z. B. Keynes es vorschlägt, nichts zu tun."

Sie wollen doch nicht behaupten, dass die Subventionierung des deutschen Arbeitsmarktes und schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme in Deutschland vorübergehende Maßnahmen wären?

Dann leben Sie in einem anderen Land als ich.

Es ist der Lackmusstest für

Es ist der Lackmusstest für Europa!

Ich drücke den Griechen die Daumen!

"......... ist den Auflagen geschuldet, die die "Retter" mit ihren großzügigen Maßnahmen verbunden hatten. Diese Auflagen haben die Binnenkonjunktur abgewürgt."

Mit meinem BWL Hintergrund sehe ich das ein wenig anders.

Zuerst einmal kamen da Programme (als Wahlversprechen) auf den Tisch, die das gesamte europäische EU Ausland erschüttert hatten. Da wurden Dinge versprochen, die aus rationaler, politischer und wirtschaftlicher Sicht gar nicht ins Gesamtprogramm der EU passen. Viele andere Länder hatten bereits vorgemacht, dass die Zusammenarbeit mit der Troika sehr erfolgreich sein kann.

Das die Vorgänger von Tsipras eine korrupte Bande war steht außer Frage, aber das zarte Pflänzchen gedieh als Tsipras das Ruder übernahm. In der ganzen Zeit wurde nichts dazu unternommen es zu hegen und zu pflegen, wohl aber jedwedes Vertrauen komplett zu zerschlagen.

Nicht die Auflagen waren in den letzten Monaten eine Geld und Vertrauensvernichtungsmaschine, sondern deren fehlende Umsetzung.

Danke Alexis Tsipras

Ein Politiker, der zu dem stehen will, was er seinen Wählern versprochen hat, der keine "there is no alternative"-Vorgaben akzeptieren will und primär das Wohlergehen der Menschen im Blick hat und nicht das der "Märkte". Zeit sich bei ihm zu bedanken.
Und sollte Griechenland jetzt seine Schulden nicht mehr bedienen können, dann ist es wenigstens mit erhobenem Kopf in die Insolvenz gegangen und nicht als geprügelter Hund, der zuvor noch hundertmal brav Stöckchen geholt hat, bis er erschöpft zusammenbrochen ist. Keine Bank wäre von den Gläubigern so hart angegangen worden wir der griechische Staat. Wenn man nun einen Staat wie Griechenland pleite gehen lassen kann, dann soll mir niemand mehr erzählen, irgendeine Bank oder ein Unternehmen sei "to big to fail".
Ich wünsche den Griechen alles Gute und den neoliberalen Asozialen und unserem deutschen Kassenwart das ihnen Gebührende.
Auf das die Demokratie gewinnt!

Das wird schon keine sorge man wird das auch ..

spannend gemacht.
Griech. tut was jeder tun würde wenn d. ende der Fahnenstange erreicht ist.
Die Sparauflagen die die vorige Regierung die viele Jahre im Amt war durchgeführt hat haben nichts gebracht ausser höhere Schulden höhere Arbeitslosigkeit und sinkendes BIP.
Wenn eine Medizin nicht wirkt und die Nebenwirkungen das Problem vergrössern ,warum nicht eine andere ausprobieren?
Brüssel wird Griechenland retten ,weil ein austritt aus dem € und einer evtl.Verbesserung der Lage danach Auswirkungen auf andere Bevölkerungen nicht verwechseln mit regierungen hätte und eine reale alternative darstellen würde.
Regieren die Regierungen im Interesse der Bevölkerungen oder sagen die Banken den Regierungen wie sie zu regieren haben.
Diese Missstände müssen beseitigt
werden damit die EU wieder friedlich miteinander kann.
Man sollte akzeptieren das die EU ein Gebilde ist in dem jedes Land seine schwächen und stärken hat und darauf rücksicht nehmen, ohne die eigenen Massstäbe anderen überstülpen.

16:33, peter04

"=> sorry, Sie haben offenbar keine Ahnung von GR.
Ich kenne Menschen, die mit Mitte 40 aus dem Polizeidienst mit >200.000€ "Abfindung" (mit den Dienstjahren erworbener Rechtsanspruch) und einer sehr sehr guten Leibrente ausgeschieden sind."

Ich habe sehr viele persönliche Kontakte nach Griechenland. Fälle wie die von Ihnen geschilderten kenne ich allerdings nur aus der Springerpresse. Ich bestreite nicht, dass es sie gibt, aber ich bewege mich in Griechenland nicht in solchen Kreisen.

Ich weiß bereits seit den 80ern, dass das Land finanziell auf tönernen Füßen steht. Ich bin mit einem leitenden Angestellten der Staatsbank und altem Kommunisten befreundet, der mir damals schon gesagt hat, dass es irgendwann ein ganz böses Erwachen geben würde. Und zwar nicht wegen solch boulevardesk gelagerter Fälle wie den von Ihnen beschriebenen, sondern wegen der höchst kreativen Buchführung des Staates. Die kannte jeder inner- und außerhalb Griechenlands, der mit der Materie vertraut war.

@ fathaland slim (16:55 Uhr)

"Sie wollen doch nicht behaupten, dass die Subventionierung des deutschen Arbeitsmarktes und schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme in Deutschland vorübergehende Maßnahmen wären?

Dann leben Sie in einem anderen Land als ich."

Es gibt halt immer noch Leute, die unseren marktwirtschaftlichen Apologeten in der Regierung immer noch auch den größten Blödsinn abkaufen. Da muss man dann standhaft bleiben! Bitte weitermachen! ;)

16:52 von wiesengrund

"...wird man ungewollt zum Kritiker des Marktwirtschaftssystems, dessen Zweck, aus investiertem Unternehmergeld mittels Auspressung von Lohnabhängigen mehr Geld zu machen..."

Das Geld wird ja nicht einmal investiert. Es wird an die Regierungen der Staaten verborgt, das dann über Staatsausgaben nicht selten an die wieder zurückgegeben wird, die es vorher - natürlich verzinst! - verliehen haben. Als ganz sichere Kapitalanlage, weil ja ein ganzes Land bzw. dessen Bevölkerung dafür gerade steht. Zugegeben, ein kleinerer Teil geht als "Sozialprogramm" an die unteren Schichten. Aber die Schulden bleiben! Und unser Staat hat dann so nützliche Dinge wie Panzer und Kriegsschiffe, oder auch Monsterbauten, oder satte Pensionen für seine servilen Bediensteten oder oder oder...
So geschehen in Griechenland, aber auch bei uns. Das, was nun den Griechen passiert, kommt demnächst auch bei uns an, wenn es nicht schon da ist (HartzIV usw.). Dieses System ist gerade dabei zu scheitern. Unrettbar!

16:31, Cicero-secundus

"Dort ruhen diejenigen Gelder, die
die Arbeiter und Angestellten in
unserem Land während ihres Ar-
beitslebens

e i n g e z a h l t

haben, um diese dank der Bismarck'
schen Sozialgesetzgebung bei Er-
reichen des Rentenalters

a l s ....R e n t n e r

a u s g e z a h l t

zu erhalten.

Damit werden unsere Rentner aber
künftig Sozialhilfeempfänger, wenn
kein Geld mehr in der Rentenkasse
ist !"

Aber Sie wissen schon, dass wir ein umlagefinanziertes Rentensystem haben? Da ruht überhaupt nichts, nirgendwo. Die Rente der jetzigen Rentner zahlen die jetzigen Arbeitnehmer, die der zukünftigen Rentner die zukünftigen Arbeitnehmer. Bis dahin ist die Griechenlandkrise längst Schnee von gestern und es gibt einen neuen Sündenbock für die Dysfunktionalität des real existierenden Kapitalismus.

Und da steht er und

Und da steht er und grinst..... Wenn der Rest der EU sich jetzt zum zigsten Mal zum Idioten macht, sollten dort vielleicht mal auf der Strasse protestiert werden. Vor den griechischen Botschaften am besten.
Irgendjemand schrieb in einem Kommentar von der EU als Ehegemeinschagt, von wegen gute und schlechte Zeiten... Mit dem Vergleich waeren die Griechen der ewig betruegende, (geld-)suechtige Partner der nach jeder langen, trunkenen Nacht wieder angerutscht kommt und heult es waere das letzte Mal gewesen, und der Rest der EU ist die Familie die zu schwach ist hart zu bleiben und, anstatt sich immer wieder aufs neue ein blaues Auge zu holen, den Suechtigen vor die Alternative Enthaltsamkeit oder Strasse zu stellen. So lange bis das letzte Tafelsilber fuer die Droge verkauft ist... Wir alle wissen eigentlich wie sowas immer ausgeht.

re - _Beholder, 12:52 : V e t o !

.
...Wenn auch nicht (mehr) in diesen
Tagen, aber dennoch dereinst werden
die Regierungen der EU-Geldgeber-
staaten (insbesondere DE und unsere
künftigen Regierungen) sodann den
Arbeitern und Angestellten in unserem Land erklären müssen,
warum sie

statt der für ihre über jeweils 35 Jahre
in die Rentenkassen eingezahlten
Gelder

nichts

erhalten werden, höchstens ein
paar Groschen als Sozialhilfeleist-
ungen !

Soviel zur "Europäischen Idee" und
der "Idee der Solidarität" .

Ich befürchte nur, daß dann GR
seinerseits nichts in die fiktive
"Gemeinschaftskasse" einzahlen
wird !

Na, dann Gute Nacht !

"Und sollte Griechenland jetzt seine Schulden nicht mehr bedienen können, dann ist es wenigstens mit erhobenem Kopf in die Insolvenz gegangen und nicht als geprügelter Hund, der zuvor noch hundertmal brav Stöckchen geholt hat, bis er erschöpft zusammenbrochen ist."
.
.
.
Das GR seine Schulden nicht bedienen kann liegt ausschließlich daran, dass:

- seine Regierungen die Ausgaben den Einnahmen nicht gegenüber gestellt haben
- ein Steuer/Katasterwesen wie in allen anderen Ländern der Welt nie eingerichtet wurde (da ist sogar ISIS fortschrittlicher im Aufbau)
- Oligarchen in der eigenen Verfassung von der Steuerlast befreit waren
- Korruption das Land gelähmt und Fortschritte verhindert hat
- Rentner früher als in anderen Ländern in Rente gehen konnten und dabei Sondergratifikationen erhalten haben (bei chronisch leeren Kassen)
- Der Verwaltungsapparat so aufgebläht war, dass es nie um Effizienz und Kosten ging.

Sorry aber da wurde immer schon an dem Ast gesägt auf dem man saß.

17:00, Laureat

"Das die Vorgänger von Tsipras eine korrupte Bande war steht außer Frage, aber das zarte Pflänzchen gedieh als Tsipras das Ruder übernahm."

Dass da irgend etwas gedieh, war ein Gerücht, welches von den Parteifreunden der korrupten Bande, also der EVP, der Dachorganisation der bürgerlichen Konservativen im Europaparlament, im Vorfeld der Wahl gestreut wurde, um einen Syriza-Sieg doch noch zu verhindern. Da wurde nicht mit tatsächlichen Zahlen, sondern mit Prognosen und Einschätzungen gearbeitet, die sich selbstverständlich nach der Wahl fundamental änderten.

So ist es Europa

Wir haben dies gewusst und erwartet. Tsipras steht mit den Rücken zur Wand, gibt er nach, ist seine Regierung zu Ende, gibt er nicht nach, hat er vielleicht nach eine Chance. Gibt Europa nach, sieht es nicht mehr gut aus um Europa und um die nächste Wahlen. Das Geld ist jetzt sowieso weg.Wer respektiert solche Geldgeber.

17:00 von Laureat

"...Mit meinem BWL Hintergrund sehe ich das ein wenig anders.
Zuerst einmal kamen da Programme (als Wahlversprechen) auf den Tisch, die das gesamte europäische EU Ausland erschüttert hatten. Da wurden Dinge versprochen, die aus rationaler, politischer und wirtschaftlicher Sicht gar nicht ins Gesamtprogramm der EU passen. Viele andere Länder hatten bereits vorgemacht, dass die Zusammenarbeit mit der Troika sehr erfolgreich sein kann. ..."

Ich mit meinem VWL/BWL Hintergrund frage Sie nun allerdings, was denn da genau rational (!), politisch und/oder wirtschaftlich nicht in das EU-Programm passt. Wär schön, wenn Sie das nennen können.
Und wo war gleich die "Troika" erfolgreich?

Gurkentruppe

Eine solche Gurkentruppe wie die jetzige griechische Regierung hat die EU noch nicht gesehen:

Spätpubertäres Gehabe, Leute die sich für "links" halten, aber vor den Reichen im Land tatenlos kuschen und sich nicht getrauen Steuern zu erheben....

Jede neue Meldung aus GR ist eine Zumutung an die Geduld der EU-Bürger.

Es ist ein Skandal, dass wirklich arme EU-Länder wie Slowenien diese Lügner und Betrüger mitunterstützen müssen !

re - fathaland slim, 17:14 : V e t o !

.
...Danke für Ihren Hinweis !

Auch ich wusste bereits vorher, daß
es in DE und in Europa sowie auf der
ganzen Welt Wirtschaftskreisläufe
gibt,
daß unsere Renten durch den sog.
"Generationenvertrag" sich refinan-
zieren (sollen !) - (dafür nimmt ja
unsere Rentneranzahl zu, während
durch fehlende Geburtenzahlen die
Zahl der Einzahler permanent schwin-
det !)

Dennoch gilt:

Die Schulden, die der griechische
Staat nicht nur in DE, sondern in
allen EU-Geldgeberstaaten hat,
sind:

a) Buchforderungen und
b) statisch, nicht dynamisch

Aber Sie wissen schon, daß eine
Buchforderung als Forderung solange besteht, bzw. bestehen
bleibt, wie sie zu Buche steht.

Wenn Sie bei Ihrer Bank einen Kredit
beantragen und ausgezahlt erhalt-
en, dann werden Sie diesen auch
zu 100 % und mit Zinsen tilgen müs-
sen, ansonsten wird es "ungemüt-
lich". (wobei "ungemütlich" nur eine
Verniedlichung ist, die das zarte Wort "Zwangsversteigerung Ihres
Eigenheims" kaschieren soll.)

So geht Bank (auch) heute (noch)!

Liste ?

Es wird ständig über eingereichte Listen gesprochen, die mal der Eine, mal der Andere nicht akzeptieren will.
Wo finde ich denn mal diese griechische Liste ?

17:18, Light1

"Das war und ist definitiv so. Ich schrieb von dauerhafter Neuverschuldung. Überlesen?

Irgendwann sollte der Staat mal mit seinen Einnahmen auskommen. In Deutschland ist das zurzeit so. Das erhält Spielräume für eine nächste Krise."

Jede Neuverschuldung in Deutschland ist dauerhaft. Sie wird nicht abgebaut, sondern wird im nächsten Haushalt als Altverschuldung übernommen. Die schwarze Null, also die Tatsache, dass die Gesamtverschuldung Deutschlands zur Zeit nicht steigt, ist auch dem Umstand geschuldet, dass sich Deutschland momentan Geld am Kapitalmarkt zu Negativzinsen leihen kann. Die Anleger zahlen dafür, dass sie ihr Geld in als sicher angesehenen deutschen Staatsanleihen parken dürfen.

Deutschland ist eindeutig ein Krisengewinnler.

Zu Ihrem letzten Absatz: ich glaube, niemand, der auch nur einen Schimmer einer Ahnung von Volkswirtschaft hat, hat jemals auch nur die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass Griechenland eine positive Aussenhandelsbilanz haben könnte.

:/

Danke an fathaland slim,Izmi und andere für differenzierte,die Situation realistisch betrachtende Kommentare.
Manchmal verzweifelt man hier sonst echt.

Angela M. war doch schon immer....

...ehrlich:
Griechenlandhilfe ist alternativlos. Und zwar auf ewig. Das hat sie nicht gesagt, aber im Endeffekt ist es so (wissen übrigens auch die Griechen.)

Da kann man sich doch jedes weitere Wort sparen. Griechenland weiß das, so wie du und ich. Milliarden hin oder her.

Lustig wird es aber, wenn die Milliardenkredite wieder einmal begründet werden müssen. Bin ich echt gespannt.

Jeder, aber auch jeder wusste, dass Griechenland

die Kredite nie zurückzahlen kann. Trotzdem hat man die korrupte griechische Regierung mit Darlehen zugeschüttet. Wegen des angeblichen Risikos wurden horrende Zinsen verlangt. Das Risiko war aber keines, denn die Anleger wussten genau, die Eurofanatiker würden alles tun, damit der Euro hält. Die Rechnung ging fantastisch auf. Die Anleger stopften sich die Taschen voll, das Risiko wurde mit dem Rettungsschirm auf die Steuerzahler verlagert.
Die Tsipras Regierung, die mit der Sache am wenigsten zu tun hat, wird jetzt als Sündenbock aufgebaut.
Kohl, Schröder und Schäuble sind für mich die Hauptschuldigen an der Misere. Kohl, weil er Riesen und Zwergen die gleiche Anzuggröße verpasst hat, Schröder, weil er als erster die Maastricht-Vereinbarungen gebrochen hat und Schäuble, weil er mit dem Rettungsschirm die Bonzen erlöst und den kleinen Mann zum Bürgen gemacht hat.
Leider erkennen das die Wenigsten, wie man hier an vielen überheblichen Kommentaren gegenüber Griechenland ablesen kann.

17:30, Cicero-secundus

Die Umlagefinanzierung der deutschen Rentenversicherung hat nichts mit einem Wirtschaftskreislauf zu tun. Das ist was anderes.

Bei der auf Bismarck zurückgehenden Rentenversicherung wird kein Geld angespart, mit dem dann die zukünftige Rente bezahlt wird.

So etwas gibt es natürlich auch, aber das heißt dann Kapitallebensversicherung oder Riesterrente.

Ich kann mich noch an den wahnwitzigen Vorschlag der FDP aus den 90ern erinnern, das gesamte Rentensystem auf Kapitalbasis umzustellen, also es den "Finanzmärkten" auszuliefern.

Das hat zum Glück nur teilweise geklappt.

@Reiner Jung

"Laut TS haben die Griechen in den letzten Monaten 30 Mrd. € abgehoben von den griechischen Banken. Bei 10 Mio Griechen macht das 30000 € pro Mensch vom Baby bis zum Greis. Rechnet man aber alle definitiv Armen heraus muss der Rest 50000 € abgehoben haben. Da würden sich schon die meisten Deutschen schwer tun.
Bei einem Kollaps der Banken in Griechenland würde es wohl nur wenige treffen, da eh 40% schon nichts mehr haben."

Tja, im Durchschnitt hat jeder Deutsche Schulden von 27.000 Euro und ein Vermögen von 50.000 Euro. Glauben Sie nicht? Dann gucken sie doch mal auf ihr Konto. Könnte natürlich auch daran liegen das 10% der deutschen 3,8 Billionen Euro besitzen und der Rest die verbliebenen 1,2 Billionen. Wie denken Sie ist das in GR? Das sind nur die Millionäre und Milliardäre die dort ihre Felle retten. Aber es ist ja viel einfacher zu verallgemeinern um Hass zu schüren.

Freitag ist deadline - Teilung der EU immer größer.

Wer eine Rate nicht bezahlt ist verdächtig alle nicht zu zahlen. Dumm. Die Gläubiger spielen verrückt im Schuldenverkaufen um jeden sinkenden Preis. An die mit dem ganz langen Atem, die erst in 20 Jahren kassieren wollen, weil sie Puffer haben. Wegen Schulden ist bisher noch kein moderner Staat von der Landkarte verschwunden, dessen Volk samt Ungeborenen doch abarbeiten könnte.
Italien ist gerade 2014 (kaufkraftbereinigtes BIP je Einwohner) zu den anderen 15 Kellerkindern der EU-28 heruntergestiegen, Frankreich auf gutem Wege gefolgt von GB und selbst Deutschland danach kriegt kein richtiges Wohlstandswachstum aus dem BIP mehr hin. Gewonnen hat Junckers Steueroase Luxemburg mit (2013) 168% über EU-Durchschnitt. Der Beste wird Kommissionschef.
BUL mit -79%, RUM -73%, KRO -63%, UNG -62%, POL -61%, LET -56%, LIT -55%, SLO -49%, TCH -46%, EST -46%, GRE -40%, POR -39%, SLO -34%, Malta -32%, ZYP -25%, SPA -16%, ITA -3% unterm EU Durchschnitt.

Die Armutsperipherie ist schon abgeteilt.

@fathaland slim: EZB-Kredite löschen ohne Steuerzahlerhaftung

Theoretisch ist das denkbar bei Buchkrediten. In der Praxis würde das aber die EZB schädigen und damit auch die Staaten als Anteilseigner. Darauf zielt offenbar die Taktik der Griechen ab. Das wäre genauso unakzeptabel wie ein erneuter Schuldenerlass der anderen Gläubiger Griechenlands. Allenfalls ist an eine Umschuldung bei sehr niedrigen Zinsen auf den St. Nimmerleinstag zwecks Kapitaldienst-Entlastung für GR zu denken. Aber auch das würde Strukturreformen voraussetzen.

@ Izmi - Will haben ist das falsche Programm, ist keines

"Ich mit meinem VWL/BWL Hintergrund frage Sie nun allerdings, was denn da genau rational (!), politisch und/oder wirtschaftlich nicht in das EU-Programm passt. Wär schön, wenn Sie das nennen können.
Und wo war gleich die "Troika" erfolgreich?"

Forist Baltrusch und auch ich haben diese Faktoren bereits in einer Vielzahl von Beiträgen zum Thema Griechenland mehrfach und dezidiert dargestellt.

Unglaublich!!!! von montideluxe

"Daß einem Sozialisten nicht klar ist, daß ständiges Geld verbrennen niemals zum Erfolg führen kann ist nicht neu aber dem Herrn Tsipras scheint auch völlig egal zu sein, ....."
Dass das Geld nicht vom Sozialist Tsipras verbrannt wurde, sondern von seinen Vorgängern zur Rettung vor allem deutscher und französischer Vermögen verwendet wurde, sollte eigentlich jedem klar sein.
"So einen würde ich als Grieche nicht einen Tag länger im Amt lassen." Wie würden Sie es denn verhindern, dass ein demokratisch gewählter Präsident sein Amt ausübt? Ich höre.

17:38, Izmi

Danke, dass Du das Prinzip des schuldbasierten Kapitalismus in wenigen Worten anschaulich dargestellt hast.

Es ist für einen Menschen, der tagaus, tagein damit klarkommen muss, mit dem Geld, das er verdient, auskommen zu müssen, schwer zu begreifen, aber Staatsverschuldung ist etwas grundlegend anderes als Privatverschuldung.

Ohne Schulden bräche unser System zusammen, da jeder Schuld ein genau gleich großes Vermögen gegenübersteht. Jemand hat das Geld ja verliehen. Die Preise am Immobilienmarkt hier in Berlin explodieren ja hauptsächlich deswegen, weil die Anleger in Sachwerte flüchten. So entstehen Blasen, die irgendwann "Puff!" machen.

Der nächste Schritt wäre dann, das Geld unters Kopfkissen zu legen.

Da liegt dann aber irgendwann nur noch der Materialwert des bedruckten Papieres.

Zeit knapp. Zeit immer

Zeit knapp. Zeit immer knapper. Zeit läuft ab. Zeit am Auslaufen. Zeit läuft davon. Keine Zeit mehr...
Wie lange möchte die TS diese eigentlich längst gescheiterte Kampagne eigentlich noch weiterführen?

17:54, Helmut Baltrusch

"Theoretisch ist das denkbar bei Buchkrediten. In der Praxis würde das aber die EZB schädigen und damit auch die Staaten als Anteilseigner"

Es würde auch in der Praxis niemanden schädigen. Das ist allgemein akzeptiertes finanzpolitisches Wissen.

Das Problem ist ein anderes. Der Disziplinierungseffekt der Schuld wäre weg, wenn so etwas Schule machen würde.

Es handelt sich also um ein ideologisches Problem.

17:58 von Laureat

"...Forist Baltrusch und auch ich haben diese Faktoren bereits in einer Vielzahl von Beiträgen zum Thema Griechenland mehrfach und dezidiert dargestellt. ..."

Vielen Dank für die klare Antwort. Verschiedene Foristen, zu denen ich mich auch zähle, haben Ihre und die Vorstellungen Ihre Co-Autoren in einer Vielzahl von Beiträgen mehrfach und dezidiert widerlegt. So einfach kann das Leben sein.

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