Kommentare

Madame das geht nicht gut !

Das die Russen nicht gleich mit Geld geholfen haben, das
könnte möglicherweise eine Finte gewesen sein.
Wenn jetzt die Daumenschrauben für die Griechen jetzt bis in eine Ausweglosigkeit angezogen werden, dann wird es wohl doch Hilfe aus Moskau geben.
Mal daran gedacht, Madame?

Unglaublich

Es ist schon eine kaum noch in Worte zu fassende Arroganz der griechischen Regierung, potenziellen Geldgebern vorschreiben zu wollen, unter welchen Umständen und Bedingungen diese ihr Geld zu geben haben. Ich stellle mir gerade etwas vergleichbares in der Wirtschaft vor und berücksichtige dabei auch die Bonität Griechenlands vor.
Gut, dass mein Stuhl sicher steht und meine Schenkel belastbar sind.

die Kirche

Soso, die Kirche soll's richten. Aber die Oligarchen-Milliardäre können natürlich nichts abgeben, um ihr Land zu "retten". Sie wollen nur immer mehr Milliarden anhäufen.

Ist das Ende nahe?

Tsipras will die Kirche anpumpen, nachdem alles andere schon geplündert wurde. Wie verzweifelt muss man sein?
Aber ich werde müde ob dieser täglich wechselden Verlautbarungen aus Griechenland. "Wir werden zahlen" wechselt regelmäßig mit dem Gegenteil. Wer soll irgend etwas glauben?
Wer von Anderen Hilfe und Kredite will, der sollte für Vertrauen sorgen.
Mir tut das leid, weil ich gehofft hatte, dass die neue Regierung den Mist, der jahrelang von Anderen gemacht wurde, besser zu machen. Aber das wird nix.

Mal ehrlich...

... was diese griechische links-rechts- Regierung abliefert muss doch für jeden aufrechten und ehrlichen Griechen als Schande empfunden werden.

Hoffnungsträger Kirche ?

Verstehe ich richtig, dass Finanzspritzen der Kirche die ausstehenden Reformen ersetzen sollen? Das kann doch nur dann funktionieren, wenn sie regelmässig für unbegrenzte Zeit ausgereicht werden.

Bedingungen

Die Kirche wird harte Bedingungen stellen, wenn sie sich anpumpen lassen will und wird darauf bestehen, in der Politik Entscheidungen treffen zu dürfen.
Aber es ist für GR immer noch besser, von der Kirche regiert zu werden als von durch Rechtsradikale unterstützte Sozialisten. Denn eines muss man der Kirche lassen: Mit Geld umgehen kann sie.

Es ist das Letzte wie Griechenland behandelt wird.

Vom IWF muss man da nicht viel erwarten, aber auf europäischer Ebene sollte es doch möglich sein wirkliche Solidarität zu praktizieren und mehr als nur nur in 4-Wochen-Intervallen (gut verzinste) Kredite zu vergeben.

Wir haben einen Rüstungsetat von etlichen Milliarden, aber ein paar Euro für Griechenland sind nicht drin? Wenn es so weiter geht müssen wir wirklich aufrüsten ...

... auch einmal kurz der griechischen Opfer ihrer Austeritätspolitik gedenken, wenn sie sich wieder maximal publikumswirksam mit Trauergesicht vor die laufenden Kameras im Kölner Dom stellt.

Wie wäre es denn vielleicht auch da mit etwas Mitgefühl, Frau Merkel?

@ Nichtallesglaubender 09:32

Wenn jetzt die Daumenschrauben für die Griechen jetzt bis in eine Ausweglosigkeit angezogen werden, dann wird es wohl doch Hilfe aus Moskau geben.

Entgegen Ihrem Nick scheinen Sie ja an den (russischen) Weihnachtsmann zu glauben.
Aber der wird Griechenland auch nicht helfen, denn er hat selber finanzielle Probleme bis unter´s Dach.

Der Reihe nach...

Der Eintritt in den EURO ist durch Lug und Trug des Antragstellers und Billigung, trotz Wissen um falsche Angaben, der Antragsnehmer eingeleitet worden.
Herr Draghi hatte seinerzeit die "Expertise für den Eintritt" abgegeben.
Bei (späterer) Fälligkeit der Schulden konnten diese von GR nicht beglichen werden. Es wurden neue Kredite an GR geleistet und damit die alte Forderung bezahlt.
Damit hatten die Investoren (Banken) ihren Kredit zurück erhalten und anstelle derer wurden nun die Steuerzahler der EURO-Länder in die Pflicht genommen.
Auch diese Risikoverlagerung fand mit Wissen und Billigung der gesamten Politiker statt.
Der Slogan "nicht die Griechen - die Banken wurden gerettet" fusst auf diese Fakten.
Griechenland hatte nie eine wirkliche Chance sich wirklich zu entschulden. Das würde auch den Interessen der Finanzoligarchie entgegen stehen.
Genau das ist aber die eigentliche Schäbigkeit, neben der dreisten Risikoverlagerung auf den Steuerzahler in dwer EURO-Zone.

Insolvenz

Auch wenn viele Makroökonomen nicht müde werden zu betonen, dass es so was wie "Insolvenz" im (zwischen)staatlichen Leben nicht gäbe, sehe ich als (zugegeben) Laie doch einige Parallelen.

Der GR Staat IST Pleite, daran besteht wohl kein Zweifel mehr.

Eine Insolvenz (zumindest im Privaten und in der Wirtschaft) ist aber nicht nur das Eingeständnis eines solchen Faktums, sondern auch möglicher Ausweg.

Wie bei jeder Insolvenz (ob "Privatinsolvenz", "Gläubigerschutz", oder wie auch immer die Konstrukte heißen mögen) werden die Gläubiger letztlich auf einen ggf. sogar erheblichen Teil ihrer Forderungen verzichten - das aber NUR, wenn beim Schuldner ein *ernsthaftes* Bemühen zu erkennen ist, seinen angemessenen Anteil an der Behebung der Misere zu leisten.

Dieses Bemühen sehe ich - so leid es mir tut - bei der derzeitigen GR Regierung aber nicht.

Tsipras sollte das Taktieren am Abgrund beenden

Die Tsipras-Regierung versucht mit allen Mitteln, die Reformauflagen der internationalen Institutionen für neue Kredite zu umgehen und taktiert mit den Kreditgebern am Rande des Abgrundes mit der Gefahr eines Staatsbankrotts. Das ist verantwortungslos.

Nachdem der IWF einen Zahlungsaufschub für fällige Rückzahlungen im Mai von rund 1 Mrd. € ablehnte, versucht Athen nunmehr, den Grundbesitz der orthodoxen Kirche zu Geld zu machen. Von der Eintreibung der 78 Mrd. € Rückstände von säumigen Steuerzahlern ist keine Rede.

Wenn Tsipras und Varoufakis keine nachhaltigen und belastbaren Spar- und Strukturreformen wollen und keine anderen Geldquellen zur Verfügung stehen, um das Fass ohne Boden zu stopfen, sollte die griechische Regierung mit einem eigenen Konzept zur Staatssanierung das Volk befragen, um dem gefährlichen und unwürdigem Spiel mit den Geldgebern ein Ende zu bereiten. Athen sollte das Schicksal des Staates und seines Haushaltes selbst verantwortlich in die Hand nehmen.

Griechenland ist doch längst

Griechenland ist doch längst pleite und alle Beteiligten wissen das.
Die Fragen sind: Soll man Griechenland weiter helfen, damit die Pleite (noch)
nicht offenbar wird und wem würde das ggf. nützen ? Ich glauben keinem.
Die gegenwärtige Regierung für den Pleitezustand Griechenlands verantwortlich machen zu wollen, halte ich für unseriös.
Griechenland braucht m.E. einen ganz neuen Anfang - ohne EU und ohne Russland.

Das Elend dauert nicht mehr lange

Den Griechen steht das Wasser mittlerweile nicht mehr nur bis zum Hals - sie befinden sich bereits komplett unter Wasser.
Tsipras, Varoufakis & Co. tun aber so, als hätten sie noch genügend Luft zum Atmen.
Das ganze wird begleitet von einer schier unerträglichen Arroganz, die seinesgleichen sucht.
Sicherlich würde die EU so ziemlich alles tun, um einen Ausstieg Griechenlands zu verhindern, aber einen kompletten Gesichtsverlust können Sie allerdings auch nicht ohne weiteres riskieren.
Anstatt endlich einmal mit brauchbaren Reformprogrammen rüberzukommen, stellt die griech. Regierung nur weiter exorbitante Forderungen, die beim besten Willen nicht zu erfüllen sind.
Auch das Anpumpen der Kirche wird so natürlich nicht funktionieren.
Dies brächte im Höchstfall einen weiteren zeitlichen Aufschub, aber ohne echte Reformen verpuffen auch solche Rettungsaktionen.
Es ist, wie es ist: am Grexit geht kein Weg vorbei.

Der Blick auf die Fakten.

Das Problem ist doch, dass die "Geldgeber" nur hochverzinste Kredite geben, die ihrerseits notwendig sind um die bereits vorhandenen Kredite abzuzahlen.

Das wissen die "potentiellen Geldgeber" auch ganz genau. Das ganze ist ein Riesen-Geschäft auf Kosten der griechischen Bürger. Warum glaubst du sind im Mai 1 Mrd € fällig? Bisher hat Deutschland den Griechen noch nicht einen müden Euro geschenkt, aber schon reichlich Zinsen kassiert.

Wahlen sind doch wichtig!

Bei allem Groll, den man gegen "die Politiker" entwickeln kann - "Populisten" sind echt gefährlich!

Basiert auf die seit Januar dokumentierte Komplett-Unfähigkeit der Regierung Tsipras gibt es mittlerweile erkennbar nur noch Katastrophen-Szenarien:
o Der IWF kann diese Situation nicht zuordnen
o Der Euro-Gruppe wird mangels griechischer Kooperation
nicht mal die Chance zur Hilfe geboten
o Dazu "diplomatisch verbrannte Erde "/ Drohung, mit Putin - Russland zu kooperieren, Griechenland Pleite gehen zu lassen, die Troika sei Schuld und Deutschland habe mal eben 278 Mrd. w. 1933/1945 zu leisten - alles diplomatisch derart ungeschickt verkauft, nicht konkret, kein Plan, nur heiße Luft, teilweise (freundlich gesagt) mit dämlichen Grinsen vorgetragen.

Und, wer wird wirklich "über die Klinge springen"? Diejenigen Griechen, die sich den Konsequenzen nun nicht mehr entziehen können.

Das sollte bitte jeder, der überlegt "Populisten" zu wählen, im Hinterkopf behalten.

Land

Mir ist nicht klar wie Land Geld bringen soll ohne es zu verkaufen.
Verpachten, klar, aber verpachten ist eine mittel-und langfristige Einnahmequelle.
Da gibt es kein schnelles Geld.
Und wie soll ich einen Pächter oder vielleicht sogar doch Käufer finden, wenn ich ihm nicht sagen kann wo die Grundstückgrenze verläuft.
Alles irgendwie Stückwerk ohne Plan.

@Mario173

Sie schreiben:
"Wir haben einen Rüstungsetat von etlichen Milliarden, aber ein paar Euro für Griechenland sind nicht drin?"

Offensichtlich empfinden Rüstungsausgaben als verzichtbar. Kann man so sehen. Aber dann gäbe es ja zuallererst auch ein griechischen Rüstungsetat. Davon ließe sich bestimmt auch die eine oder andere Kreditrate begleichen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Griechenland gezwungen war, über die überproportional viele Waffen zu kaufen.

@Mario173 09:54

"Wir haben einen Rüstungsetat von etlichen Milliarden, aber ein paar Euro für Griechenland sind nicht drin?" Zitatende
Mit einer vergleichbaren Argumentation empfehle ich auch einem sich in der Insolvenz befindlichen Arbeitslosen ein Gespäch bei einer Bank über einen Kredit zur Re-Finanzierung bereits bestehender Verbindlichkeiten.
Ich denke, ich kenne das Ergebnis bereits.

re Mario173

"Es ist das Letzte wie Griechenland behandelt wird."

Kredite über ein paar Hundert Milliarden, von denen das meiste Risiko Deutschland trägt, sind also keine Hilfe für einen Staat, der sich in den Euro geschwindelt und lange über seine Verhältnisse gelebt hat? Mag ja sein, dass normalsterbliche Griechen das Problem nicht verursacht haben, aber ähnliches gilt für den deutschen Steuerzahler. Und der muss damit leben, dass niedrige Zinsen Vermögen vernichten, Renten sinken, die Verschuldung steigt, ...
Daher fehlt es mir an Verständnis für Forderungen, noch mehr Geld in das Fass ohne Boden zu werfen.
Und wie es um den niedrigen Rüstungsetat bei der Bundeswehr steht, ist allgemein bekannt.

Jetzt kommt die Rechnung

Die Lügen waren das Programm, die aber ziehen nicht mehr die Wahrheit ist am siegen.
Fast alle Politikern haben gelogen ja eine Perfektion entwickelt, wie z.B. unser Finanzminister griechenland ist auf einem GUTEN Weg.
Ich habe gelernt, dass alles was diese “Herrschaften” so von sich geben, meistens das Gegenteil bedeutet.
Jetzt kommt das große Flattern.
Man ist nicht mehr Herr der Lage.
Jetzt sehen sie wie alternativlos der Euro ist. Jetzt wirken Kräfte,
die weder eine Frau Merkel,
ein Herr Schäuble
ein Herr Juncker
und der Gelddrucker Draghi mehr beherrschen.
Bisher glaubte man, diese Kräfte mit einer bisher nicht gekannten Geldflut bannen zu können was Nie funktionieren konnte.

<<< Wenn jetzt die

<<< Wenn jetzt die Daumenschrauben für die Griechen jetzt bis in eine Ausweglosigkeit angezogen werden, dann wird es wohl doch Hilfe aus Moskau geben.
Mal daran gedacht, Madame? >>> von Nichtallesglaubender. ### Sie wird daran gedacht haben. Ist das Europas Nachteil, wenn sich die Griechen bei den Russen verschulden? Profitieren davon werden nur die Griechen, die Milliarden verdient haben, ohne Steuern zu zahlen. So lange der Rest der Welt das duldet, wird Griechenland seine Schulden nie bezahlen können. Und wenn die Not in Griechenland so groß ist, dass 'zig 1000 Menschen verhungern, zahlen wir. Ähnliches gab es schon mal. Deutschland lag 1945 in Schutt und Asche. Und trotz der gewaltigen Schuld, die Deutschland durch die NS-Zeit hatte, haben die US-Bürger uns ernährt.

@Mario173

Sie können den Griechen heute alle Schulden erlassen und wir werden in 15 Jahren wieder genau die selbe Situation haben.

Wenn jeder 8. aller Beschäftigten in Griechenland Beamter ist, gleichzeitig gibt es keinen funktionierenden Staat, dann besteht Handlungsbedarf sprich Reformbedarf.

Tsipras will aber entlassene Beamten wieder einstellen!!

"Noch nie hat..." - Achso, ja dann...

"Noch nie hat eine entwickelte Volkswirtschaft um eine verzögerte Zahlung gebeten", sagte IWF Chefin Christine Lagarde, "Dies wäre vergleichbar mit einer zusätzlichen Finanzspritze."

Aber was genau spricht denn dagegen? Und inwiefern ist das mit einer "weiteren Finanzspritze" zu vergleichen?

Gerade die Deutschen sollten nicht vergessen, dass sie an der griechischen Krise eine ganze Stange Geld verdienen, und nicht, wie hier so oft kandiert, den Griechen "ihr Geld in den Rachen werfen" (das haben die ja selber nur geliehen und verdienen an den Zinsen tierisch mit (aber das wisst ihr gebildeten Forenschreibern ja sicher selbst)).
Und weshalb da ein Aufschub nicht möglich sein soll, entzieht sich meiner Einsicht.

@ dr.bashir, 10:21

Da gibt es was zu lesen für Sie:

"Wir sagen, die Griechen sollen sparen, aber sowohl die französische wie die deutsche Regierung fordern, dass die Verträge mit der Vorgängerregierung über Waffenkäufe nicht angetastet werden. Die Franzosen haben denen Fregatten für zweieinhalb Milliarden Euro verkauft, dazu Helikopter und Flugzeuge. Die Deutschen haben U-Boote im Wert von einer Milliarde in Griechenland abgesetzt. In den letzten drei Monaten sind Rüstungsgüter für mehrere Milliarden Euro an Griechenland verkauft worden."

Daniel Cohn-Bendit, Spiegel, 7.5.2010, hier in ganzer Länge:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/cohn-bendit-ueber-das-krisenmanage...

Die Kirche....

....der Retter in der Not.

Das nenne ich mal eine wahre CHRISTLICHE NÄCHSTENLIEBE.
Unteranderem heißt es im Gesetz der Christlichen Nächstenliebe:
"Ihr sollt nicht STEHLEN,nicht TÄUSCHEN und einander nicht BETRÜGEN!!!!
Tsipras,besinne dich.

Madame das geht nicht - von Nichtallesglaubender

Es wäre doch gut und ich hoffe es, wenn Russland mit spenden würde.
Aber ich glaube nicht, dass die sich dazu hinreißen lassen, da ich die Russen für intelligent halte.
Ausserdem finde ich es gut, wenn Madame dieses unerträgliche"rum-ge-eiere" endlich beendet.
Unsere Regierung findet keine klaren Worte sonder nur "Wisch-Waschi!

Vielen Dank Madame La Garde!!

Lagarde:Kein Zahlungsaufschub für Griechenland..........

Da hat die Elite-Dame gesprochen.Die war schon immer oben.Man gucke sich die Studiengebühren der Ecole National Suprior an.
In früheren Jahrzehnten hat der IWF meist Lateinamerikanische Länder mit seinen Auflagen die Daumenschrauben angelegt und in die Armut getrieben.Bedingungen wie,Privatisierungen,Sozialkürzungen und "Liberalisierung" der Arbeitsgesetze.
Da hat sich im Vorgehen des Währungsfonds
über die Jahrzehnte nichts geändert.

Tjaja....

Solange wir daran verdienen, dass es Griechenland schlecht geht so lange wird Griechenland auch weiterhin gerettet (beziehungsweise in einem Zustand der Agonie gehalten). Lösungen würden keinem helfen, der wirklich zählt (Also keinem der Geldgeber, Griechenland selbst ist da ja egal..). Solange wie noch Staatlicher besitzt verscherbelt werden kann und dank Griechenland unsere eigenen Kredite so günstig sind lässt es sich doch gut leben - schließlich gibt es zudem Zinsen und das gute gefühl eine schwarze Null anbeten zu können...

Teuer würde es nur, wenn Griechenland wirklich einmal nicht mehr zahlen könnte.. aber das verstehen die wenigsten, die dauernd einen Grexit fordern...

Im übrigen: Deutschland sollte erstmal die eigenen Schuld(en) abtragen.. danach könnte es sich moralisch und wirtschaftlich über andere erheben.

@zyklop 9:36 h

Die Rolle der Kirche ist hier sehr interessant. So weit ich informiert bin, konnte kein funktionierendes Katasterwesen installiert werden, da die orthodoxe Kirche dagegen war. Das mutete besonders negativ an, da in Griechenland die orthodoxe Kirche Staatsreligion ist und aufgrund fehlender oder unzureichender Katasterdaten Betrügereien möglich waren und sind.

Jetzt ihr Vermögen oder ihren Grundbesitz der griechischen Regierung zur Verfügung zu stellen klingt erst einmal sehr erfreulich. Hoffentlich geht aus dieser Idee auch eine Reform des Katasterwesens einher.

Was die griechischen Oligarchen angeht bin ich tatsächlich sehr erstaunt, dass nicht ein einziger "aufgestanden" ist und sich der Verantwortung gestellt hat oder in irgend einer Art und Weise eine Hilfestellung für Griechenland angeboten hat. Sehr traurig!
Ein Punkt z. B. den ich Herrn Poroschenko in der Ukraine hoch anrechne, der sich der Verantwortung für sein Land gestellt hat und sein privates Vermögen investiert hat.

Schade das der Mut fehlt

Als Griechenland würde ich keinerlei Diktat von aussen akzeptieren. Das machen Privatbanken schließlich auch nicht. Wäre ich der Griechische Staat würde ich alles nehmen und nichts geben. Am Ende muss die EU Griechenlands Schulden verwerfen. Im Gegensatz zu einer Privatbank ist Griechenland nämlich Systemkritisch.
Bevor der Euro in die Geschichtsbücher kommt, werden die EU-Schreihälse sicher zahlen. Toi Toi Toi, Griechenland.

@Mikele56

Ich zitiere mal Wikipedia:
Eine Hypothek (von griechisch: ὑποθήκη „Unterpfand“) ist ein Grundpfandrecht. Der Hypothekennehmer tritt Rechte an einer Immobilie ab, um im Gegenzug andere Leistungen (in der Regel Geldleistungen) in Form eines Darlehens zu erhalten

Harte Worte von Frau Lagarde...

Frau Lagarde sollte mal überlegen, wie der IWF Kredit an Griechenland zustande kam.
Hätte der IWF seinerzeit den Kreditantrag ordentlich geprüft und sich an seine Regeln gehalten, dann hätte Griechenland diesen Kredit nie bekommen.
Die Prognosen für Griechenland wurden von dem IWF bewusst schöngerechnet, damit der IWF den Kredit vergeben konnte. Ebenso verhielt sich die Bundesregierung mit ihren Hilfsmaßnahmen.
Jeder wusste, dass GR 2010 bereits hoffnungslos überschuldet war. Schulden mit Schulden zu bekämpfen hat noch nie funktioniert.
Ich nehme die Griechen keinesfalls in Schutz, aber zu einem Kredit gehören immer noch zwei.
Warum hat man die Situation in 2010 nicht genutzt um eine Ausstiegsmöglichkeit bzw. die Insolvenz eines Landes in der Eurozone möglich zu machen?
Man hat angeblich angst vor einem Dominoeffekt gehabt und deshalb war die "Rettung" alternativlos.
Wer wurde denn gerettet? Vornehmlich französische und deutsche Banken, die riskante Kredite vergeben hatten.

Insolvenzverschleppung durch Clowns

Jeder weiß es und keiner kann ein schwer havariertes Schiff trocken legen. Die ewige Trickserei muss ein Ende haben. Es macht auch keinen Sinn mehr, dass die EU Zahlungen leistet, um ausschließlich die Luftnummern dieser neuen griechischen Regierung, sowie die Beamtenpensionen und Rentenzahlungen zu finanzieren. Das Land muss auf sich selbst gestellt werden, damit es sich erneuern kann.
Nur dann wird die griechische Bevölkerung reagieren und die Korruption und Vetternwirtschaft beenden können. Ja, es bedarf einem Erwachen durch eine Revolution von einst gemütlichen Griechen, die nun im Ergebnis ihre jahrelange Lethargie ablegen müssen.

RF hat keine Finanzprobleme

Die in den Medien erklärte Finanzielle Not bedeutet nur, dass wir denen kein Geld leihen wollen. Und dass man da nicht hingehen und Milliardär werden kann. Die RF hat nahezu keine ich wiederhole nahezu keine Verschuldung im Ausland. Die US und die EU dagegen sind bis unters Dach verschuldet.

Mission Impossible

Naja, also der neuen Regierung ist nur schwer die Schuld zu geben, wenn wir mal ehrlich sind...

Ich finde es echt herzerwärmend...

… Das die Kirche jetzt dem Staat unter den Armen greift. Dort, in Griechenland, bildet sich gerade eine neue Verständigung zwischen dem Staat, der Kirche, und dem Volk. Wehe denen, die es übersehen wollen!

@10:07 von vonderLeine

Die Frage ist doch, wie soll der Neuanfang gestaltet werden und wie sieht die Finanzierzung dazu aus.

Es ist doch offensichtlich, dass das Land mit seinen Reformanstrengungen kaum vorankommt. Jetzt pokert die aktuelle Regierung auf hohem Niveau und opfert dafür die kleinen Fortschritte die über die letzten Jahre erreicht wurden. Welcher Investor traut einer solchen Regierung oder einer solch unsicheren Situation?

Sprich ein Neuanfang ohne Hilfe der EU würde Griechenland erst einmal in die Steinzeit katapultieren und sie müßten sich selbst mühsam aus dieser Misere kämpfen. Das ist möglich und vielleicht der bessere Weg aber die Versprechungen von Tsipras sind dann allerdings auch Geschichte.

Ich selbst spekuliere auf eine weitere "Rettung" Griechenlands, bin im Augenblick wohl aber auf der falschen Seite.

Damit wäre die Frage beantwortet. Es sind also hauptsächlich nur noch Spekulanten die Investoren in Griechenland, die entweder auf eine Insolvenz oder eine "Rettung" wetten.

@zyklop

Zitat: Aber die Oligarchen-Milliardäre können natürlich nichts abgeben, um ihr Land zu "retten".

Warum sollten sie auch? Würden sie mit ihrem Geld ein Land retten, das die Regierung gegen die Wand gefahren hat?
Zumindest wohl kaum ohne entsprechende Gegenleistung und die wird nicht kommen, schließlich kann man nicht einfach Teile des Landes an Reiche verkaufen.
Egoistisch mag das ja sein, aber da braucht sich niemand zu beschweren. Ebensowenig, wie der kleine Mann 10 Euro nimmt, und sie freiwillig auf seine Steuern drauflegt, wird ein Milliardär 10 Millionen nehmen und einfach verschenken. Und nicht alle wohlhabenden Menschen sind gewissenlose Oligarchen, falls das die Vermutung ist.

@ mondfee, 10:39

"Hätte der IWF seinerzeit den Kreditantrag ordentlich geprüft und sich an seine Regeln gehalten, dann hätte Griechenland diesen Kredit nie bekommen."

Hat Griechenland auch nicht. Deutschland hat ihn aber bekommen, zu sehr annehmbaren Zinsen, und vermietet das Geld jetzt weiter an die Griechen, mit weniger annehmbaren Zinsen. Wer profitiert?

Siegermentalität

Ich schäme mich als Europäer dafür, wie Europa Griechenland behandelt.

@ 10:28 von species 521

Gerade die Deutschen sollten nicht vergessen, dass sie an der griechischen Krise eine ganze Stange Geld verdienen
Ach ja? Keine Bank würde einem überschuldeten Kunden neue Kredite geben, um damit - oder auch nicht - nur seine Zinsen auf ältere Kredite zahlen zu können! Tilgen tut GR ja sowieso schon lange nicht mehr. Und nun wollen sie nicht nur die Zinsen für das geliehene (und ausgezahlte!!!) Geld nicht mehr zahlen, nein, sie wollen auch noch Geschenke, wie die Reparationen für WW2.
Ach, lasst sie doch gehen! Solange sie nur das Geld anderer Staaten ausgeben und selbst keines verdienen wollen, wird sie keiner wollen - auch Putin nicht!

@09:35 von UlrichHeinrich

So unglaublich ist das gar nicht:

Denken Sie einfach mal an die Rettung der "systemrelevanten" Banken ...

Gut, dass ich kein Konto auf der Commerzbank & Co. habe.

re nichtallesglaubender

"Wenn jetzt die Daumenschrauben für die Griechen jetzt bis in eine Ausweglosigkeit angezogen werden, dann wird es wohl doch Hilfe aus Moskau geben."

Selbst wenn der höchst unwahescheinliche Fall eintreten würde: Sollen sie doch ...

Dann klärt mal schön

"Eine Kommission soll nun klären, wie der Grundbesitz der Kirche zu Einnahmen führen kann, ohne dass er verkauft werden muss."

Es hat ja keine Eile ...

@10:33 von species 521

Sie bestätigen mich also. Die Griechen haben in der Vergangenheit viele Waffen gekauft. Nichts anderes habe ich gesagt. Und jetzt müssen sie sie bezahlen. Isso.

Man könnte ja die griechische Armee verkleinern und bestimmt lassen sich Schiffe, Panzer und Flugzeuge gebraucht verkaufen.

Wer zwingt denn die Griechen, all diese Waffen zu kaufen? Aber wer bestellt muss bezahlen.

re mario173

"Wir haben einen Rüstungsetat von etlichen Milliarden, aber ein paar Euro für Griechenland sind nicht drin?"

Ist es nicht komisch, dass Sie die Milliarden im griechischen Rüstungsetat gar nicht erst anfassen wollen?

re stonemender

"Das Problem ist doch, dass die "Geldgeber" nur hochverzinste Kredite geben, die ihrerseits notwendig sind um die bereits vorhandenen Kredite abzuzahlen."

Sie stehen aber gar nicht im Stoff. Das Geld vom IWF und der EZB kriegen die Griechen zu sehr moderaten Zinsen.

"Austeritätspolitik"

Ich lese hier im Forum mal wieder, dass die "Austeritätspolitik" am Elend der Griechen schuld sein soll. -

Das ist völlig falsch.

Griechenland geht es schlecht, weil seit Jahren/Jahrzehnten die notwendigen Reformen nicht angepackt wurden und auch jetzt gibt es ausreden über ausreden.

Wunschdenken und Schuldzuweisungen lösen keine Probleme.

Nur wenn die Ursachen angepackt werden, wird es in Griechenland wieder aufwärts gehen.

Aber leider ist der Wille dazu noch nicht da.

re no pasaran

"Dort, in Griechenland, bildet sich gerade eine neue Verständigung zwischen dem Staat, der Kirche, und dem Volk."

Rührend, dieser kindliche Glaube an linke Sozialromantik.

Das Volk in der Gestalt von Bergarbeitern demonstriert gerade gegen die Regierung.

re species521

"Deutschland hat ihn aber bekommen, zu sehr annehmbaren Zinsen, und vermietet das Geld jetzt weiter an die Griechen"

Völlig falsch. Griechenland bekommt keinen Kredit von Deutschland. Deutschland bürgt "nur" für die griechischen Kredite des IWF und der EZB.

Nachdenken!

Die neue griechische Regierung ist erst seit kurzer Zeit an der Macht, sie kann nichts für die Versäumnisse der letzten 5 Jahre!

Tsipras und Varoufakis haben absolut recht, man kann nicht ALLES vom griechischen Volk erwarten. Eine Bank kann auch nicht von einem Schuldner auf Kosten dessen Leben und Gesundheit die Schulden eintreiben.

Die Austeritätspolitik, also die von Deutschland, dem IWF und der EU forcierten "Reformen" der letzten 5 Jahre haben die griechischen Schulden erst vollends explodieren lassen, zu einem Einbruch von 25% des BIP und zu einer Massenverarmung in Griechenland geführt.

Wenn Schäuble, der IWF und die EU jetzt Reformen von der Regierung fordern...WAS zum Teufel nochmal hat die Troika die letzten 5 Jahre gemacht???

Reformen heißt für EU und IWF Privatisierung, also in Zeiten der Krise eine Verscherbelung von Volkseigentum. Die Steuersünder werden in Griechenland zur Kasse gebeten, nur geht das nicht von heute auf morgen, da das Geld gut in London geparkt ist!

Siegermentalität-10:52 von Thomas Wohlzufrieden

Ich nicht.
Es gibt einen schönen Spruch:
"Wenn man es rumdreht, wird ein Schuh daraus".
Ich fühle mich im höchsten Maße gekränkt von den Behauptungen der jetzigen griechischen Regierung und ihren Versuchen uns wieder und wieder mal zu vergackeiern.
Sie bringt alles, von der Nötigung bis zum Betrugsversuch - so kam sie in die EU und so will sie weiterhin alle Vorteile der EU genießen. Stellen sie sich ein entsprechendess Verhalten eines amerikanischen Bundesstaats vor

Bestellung

Der Sarg und die Kränze sollten nun für die griechische Beerdigung bestellt werden. Der Patient ist längst tot und wird nur noch von den Geldgebern am Leben gehalten. Stellt die Maschinen ab, es reicht!

Neoliberaler Massenschwachsinn

Sorry für die harten Worte in der Betreffleiste, aber die griechische Regierung hat sehr wohl Reformen verabschiedet und wird noch viele weitere verabschieden.

Das Steuerrecht wird reformiert und auch das Eintreiben von Steuern soll effektiver werden. Die reichen Steuerschmarotzer, die jahrelang unter der Troika ungeschoren davonkamen, werden jetzt rangenommen. Damit hat der griechische Staat eine langfristige Basis. Auch die orthodoxe Kirche wird sich an der Rettung des Staates beteiligen, da beide auf Gedeih und Verderb zusammenhängen.

Akut wurden Notpakete für die ärmsten der Armen erlassen. In Deutschland interessieren sich ja nur die wenigsten für die Säuglingssterblichkeit und die gesunkene Lebenserwartung in Griechenland, die dortige Regierung aber schon!

Was es nicht geben wird sind neoliberale Träume von einem Ausverkauf griechischer Staatsunternehmen in Zeiten der Krise! Davon profitieren weder die Deutschen, noch das griechische Volk, sondern nur gewisse Personen.

@ dr. bashir

"Aber dann gäbe es ja zuallererst auch ein griechischen Rüstungsetat. Davon ließe sich bestimmt auch die eine oder andere Kreditrate begleichen."

Ganz genau! Die griechische Armee ist überdimensioniert, nach Zahl der Soldaten fast so groß wie die Bundeswehr. Ein Grieche erklärte mir mal, man müsse sich gegen die Türken und gegen die Mazedonier und gegen andere "Feinde" schützen. Dabei sollte eigentlich die NATO einen gewissen Schutz geben, oder?

Gebt ihnen den Aufschub!

Lagarde mit ihrem Millionengehalt ist wohl komplett von der Lebenswirklichkeit abgehoben. Nur um ihre Zahlen in Ordnung zu halten nimmt sie eine humanitäre Katastrophe in Griechenland in Kauf. Der Staat hat Löhne und Renten zu bezahlen. Wie sollen die Menschen sich ohne Löhne ernähren?
Ich währe dafür man verhaftet einfach alle griechischen Millionäre wegen Steuerhinterziehung (da erwischt man garantiert keinen Unschuldigen). Aber lasst den einfachen Griechen was zu Essen.

Als raus und doch drinnen?

Naja, aus dem Euro dürfen sie nicht, geordnete Staatsinsolvenz kennt die EU nicht und eine Staatspleite ist nirgendwo auch nur angedacht, gerade mal nun ansatzweise bei Banken. So viel zu den virtuellen Welten der Euro(pa)kratie.

Und dennoch kann es in der Realität des "Projekt Europa" passieren und steht kurz bevor.

Nur wollen weder USA/IWF noch das germanisierte EU-Konstrukt zahlen, sondern immer Geld, je weniger da ist.
Da half auch die Sonder-Bastelei der Troika 2013 an der Primärdefizit-Definition nichts, die das Minus von 8,2 auf 0,8% auf Schäubles guten Weg runterrechnete (Einrechnung v.a. Privatisierungserlöse) und gerade gestern zeigte sich das Versagen der Goldman-Samaras-Truppe am Ergebnis 2014, die zu ihrem Glück abgewählt wurde.

Was bleibt ist wundersames Geld (russl. Orthodoxie u. Staatsbetriebsvorschüsse auf Privatisierung und S-300?) oder der statutengerechte Verbleib im Euro bei Einführung einer abgewerteten inländischen Zweitwährung DRM.
Beispielhaft für 2017?

Clowns @Monaco501

Ihnen ist schon bewußt, dass in Griechenland seit fast 5 Jahren die "Troika" bestehend aus EZB, EU und IWF arbeitet. Diese Troika hat Einfluss genommen auf die Gestaltung von Gesetzen und damit die griechische Souveränität unterhöhlt.

In dieser Zeit wurden die griechischen Oligarchen nicht zur Kasse gebeten, sie müssten keinen Cent Steuern bezahlen, unter der Aufsicht der Troika. Vielmehr haben die ihr Geld nach London und Berlin in Sicherheit gebracht.

Das BIP schrumpfte um 25% und die Verschuldung im Gegenzug explodierte, da ja auch das BIP schrumpfte. Die Armut grassiert in Griechenland.

Die neue griechische Regierung ist erst seit Kurzem im Amt.

Wo sitzen die Clowns also???

@von Azichan

Nach all den Monaten, die die neue Regierung bereits am (Nichts)Tun ist, redet man ja nicht von der Umsetzung von Reformen,
sondern von EINER LISTE MIT GEPLANTEN REFORMEN,
aber die ist bis heute nicht DAAAAA!!!

Also was soll diese Regierung denn zukünftig leisten, wenn sie nicht einmal in der Lage ist eine Liste in englischer Sprache zu verfassen und das bei 850 Tausend Beamten und 10 Mio. Einwohnern.

Diese Regierung ist absolut planlos inkompetent!

Am 17. April 2015 um 12:22 von karwandler

"Das Volk in der Gestalt von Bergarbeitern demonstriert gerade gegen die Regierung."

Hier gingen zuletzt auch Lehrer demonstrieren. Ging da das Volk in gestalt von Lehrern demonstrieren?

Die geschichte mit den bergarbeitern wird massiv überbewertet.. zuletzt nicht auch deshalb, weil die schließun der Mine schon von der Vorgängerregierung in die Wege geleitet wurde..
Aber hauptsache man schießt weiter gegen die Linke Regierung.
Es ist wirklich schlimm, dass ein ganzes Volk bestraft wird, weil es keine Marktkonforme Regierung gewählt hat...

@Andrej Zaindinov

"Ich wäre dafür man verhaftet einfach alle griechischen Millionäre wegen Steuerhinterziehung (da erwischt man garantiert keinen Unschuldigen)."

Wäre ja schon in Ordnung, wenn die GR-Regierung die fälligen Steuern eintreiben würde.
Aber selbst dazu ist sie nicht in der Lage.
Mit Nichtstun und betteln wird es diese Regierung nicht schaffen.

re azichan

"aber die griechische Regierung hat sehr wohl Reformen verabschiedet und wird noch viele weitere verabschieden."

Dann erläutern Sie uns doch mal, welche das sein sollen, und warum die Regierung diese nicht mal in einem stimmigen Reformplan aufschreiben kann.

Am 17. April 2015 um 12:31 von mr.big

Sind sie denn auch bereit, dass der Deutsche Steuerzahler dann mit einigen dutzen Milliarden einspringen soll? Bisher geht es UNS doch dank der Griechen prächtig. Staatsanleihen sind günstig wie seit jahrzehnten nicht mehr, was einen ausgeglichenen Haushalt ermöglicht. Griechenland überweist uns bisher immer pünktlich Zinsen und Schuldenraten und der Außenhandel floriert, weil der Euro im Keller ist... also warum genau sollte Griechenland fallen gelassen werden? Weil es ein Fass ohne Boden ist? Ja, es ist ein Fass ohne Boden - aber nur für neoliberale Melkkühle, die daruas ihre Geldansprüche herausschütten wollen... denn bisher hat wirklich jeder an Griechenland verdient - außer vielleicht den Griechen und dem Otto-normal-bürger.. aber was zählen diese zwei Gruppen schon, wenn man auf der anderen Seite Banken und Industrien hat...

@Andrej Zaindinov

Mit humanitärem Bitten kommen wir hier nicht weiter. Und ob Frau Lagarde ein Millionengehalt hat oder nicht, ist auch unwichtig. Und das Griechenland nicht nur Steuergesetze braucht, sondern auch Beamte, die die Kohle eintreiben ist auch seit Jahrzehnten bekannt. Nur hat das in Griechenland auch keiner gewollt. Man lebte ja in dem System recht gut von dem Geld der Anderen. Nein, nein ...... jetzt hilft nur noch der schmerzliche Untergang! Und der muss jetzt kommen, damit man auf den Ruinen wieder neu aufbauen kann.

re Azichan

So so, da ist die Lebenserwartung in Griechenland binnen weniger Monate gesunken? Wer Säuglinge sterben lässt sollte verklagt werden. Wenn anscheinend genug Geld für neue Raketensysteme dazusein scheint ist mitschuldig an einer derartigen Entwicklung.

Bashing hilft keinem

Es hilft weder dem griechischen Bürger, wenn man ständig nur über Banken, Politiker oder die Geldwirtschaft an sich schimpft.

Griechenland braucht nicht nur Geld, sondern quasi eine Komplettreform seiner staatlichen Strukturen. Das scheitert aber eher am wiederstand derer, die sich in den alten Strukturen gut eingerichtet und verdient haben.
Die sitzen aber eher in Griechenland und nehmen die Not der einfachen Bevölkerung in Kauf, um diese als Druckmittel zu verwenden.

Das Reformen in Griechenland notwendig sind, ist den meisten Griechen wohl auch klar. Aber vielleicht muss das System in Griechenland zusammenbrechen, damit es neu aufgebaut werden kann. War bei dem vielzitierten Hilfen an Deutschland nach ja auch ähnlich, Hilfe gabs erst nach dem Kompletten zusammenbruch....

Geschichtsrevisionismus @DenkMal_1

"Ach ja? Keine Bank würde einem überschuldeten Kunden neue Kredite geben, um damit - oder auch nicht - nur seine Zinsen auf ältere Kredite zahlen zu können! Tilgen tut GR ja sowieso schon lange nicht mehr. Und nun wollen sie nicht nur die Zinsen für das geliehene (und ausgezahlte!!!) Geld nicht mehr zahlen, nein, sie wollen auch noch Geschenke, wie die Reparationen für WW2."

Moment mal...

"Geschenke, wie die Reparationen für WW2"

Achso, der großzügige Deutsche gibt den Griechen ein paar "Geschenke". In den 40ern wurde NAZI-Deutschland ja sicherlich herzlich von den Griechen eingeladen dort die Infrastruktur zu zerstören und hunderttausender unschuldiger Menschen zu massakrieren.

Aber was wissen schon die "Pleitegriechen", gegenüber den "fleißigen Deutschen"? Am "deutschen Wesen soll die Welt genesen"...oh falscher Spruch, WW1 und so...

Reformen Griechenland @karwandler

"Dann erläutern Sie uns doch mal, welche das sein sollen, und warum die Regierung diese nicht mal in einem stimmigen Reformplan aufschreiben kann."

Diese Reformen gibt es!!! Die Tagesschau hat ja bestimmt ein Dutzend mal davon berichtet, nur den Geldgebern der EZB, der IWF und EU passen diese Pläne nicht, weil sie keine PRIVATISIERUNGEN vorsehen!!!

Es wurden hunderte Beamte wieder eingestellt, um...Steuern einzutreiben!

Das Steuereintreiben soll reformiert werden, dafür soll es im Bereich Tourismus ja sogar ausländische "Testkäufer" geben.

Das ins Ausland gebrachte Geld von Reichen und Superreichen soll wieder unter griechische Kontrolle kommen, doch leider weigern sich einige EU-Länder diese Art der Steuerhinterziehung zu bekämpfen.

Doch allen soll es klar sein, diese Maßnahmen greifen nicht über Nacht, es braucht mind. 1 bzw. Jahre bis sich die Situation entspannt, die Rückzahlung der Kredite werden aber JETZT fällig!

10:39 von mondfee

Harte Worte von Frau Lagarde...
Frau Legarde war es doch schnurzegal, an wen da ein Kredit vergeben wird.Warum sollte da irgendwas geprüft werden?
In einem war man sich immer sicher. Haften wird letztendlich der europäische Steuerzahler.
Das Traurige ist,unsere Bundeskanzlerin der das spätestens schon 2010 klar geworden sein müsste,ihr Finanzberater Dibelius stand ihr da auch zur Seite,versucht sich nun mit allerlei Tricks,in die Büsche zuschlagen.

Griechische Regierung @Südbaden

"Nach all den Monaten, die die neue Regierung bereits am (Nichts)Tun ist, redet man ja nicht von der Umsetzung von Reformen,
sondern von EINER LISTE MIT GEPLANTEN REFORMEN,
aber die ist bis heute nicht DAAAAA!!!"

In dieser Zeit nach der Wahl hätte Deutschland ja noch nicht mal eine Regierung!!!

Beachten sie die Geschwindigkeit mit der die neue Regierung gebildet wurde und erste Reformen auf dem Weg gebracht wurden! In Deutschland beträgt diese Zeit in der Regel 1-2 Jahre nach Regierungsbildung.

Also messen sie die griechische Regierung mal mit unserer Regierung und nicht an Ihren illusorischen Maßstäben. Danke!

re nachtwind

"Griechenland überweist uns bisher immer pünktlich Zinsen und Schuldenraten"

Falsch. Griechenland hat keine Kredite von Deutschland erhalten und zahlt folglich auch nichts an Deutschland zurück.

Simple Tatsachen, die bekannt sein sollten, wenn man das Thema kommentiert.

Und übrigens hat auch der Euro-Kurs nichts mit GR zu tun.

Griechisches Geld @Südbaden

"Wäre ja schon in Ordnung, wenn die GR-Regierung die fälligen Steuern eintreiben würde.
Aber selbst dazu ist sie nicht in der Lage.
Mit Nichtstun und betteln wird es diese Regierung nicht schaffen."

Ja und wo ist das griechische Geld? In Griechenland???

Das Geld griechischer Oligarchen, Milliardäre und Millionäre ist in London, Frankfurt, Berlin und sonstwo in irgendwelchen Steuerparadisen. Und raten Sie mal wer der griechischen Regierung das Eintreiben von Steuern erschwert??? Ok, Deutschland eher weniger, aber die britische Regierung ist da nicht sehr vorbildlich!

Die EU, also wir sind am Ausbluten Griechenlands mitverantwortlich! Die Troika, bestehend aus EZB, EU und IWF war 5 Jahre in Griechenland aktiv und nicht ein einziger Cent wurde von den Superreichen eingetrieben. Wieso hat man damals nicht die Hilfsgelder blockiert? Ganz einfach...in Europa verdienen einige Mächtige am griechischen Steuerbetrug mit!!!

Desaströse EU-Politik

In Griechenland hat die Troika, bestehend aus EU, EZB und IWF fast 5 Jahre eigentlich schon regiert, anstatt kontrolliert. Was hat es gebracht??? NICHTS! Die EU hat Griechenland vollends vor die Wand gefahren und die Pleite steht an.

Das Kosovo wurde vorschnell von EU-Ländern anerkannt und die EULEX-Mission verabschiedet. Was hat es gebracht? Eines der korruptesten Länder der Welt, aus dem die Menschen in Massen nach Deutschland fliehen und die Hälfte des BIP in der org. Kriminalität erwirtschaftet werden.

Bosnien ist quasi ein EU-Protektorat, mit 50% Arbeitslosigkeit und 50% der Beschäftigten dort im öffentlichen Sektor. Grandios! Zukunftsperspektive gleich null!!!

Tja, da verstehe ich den Wunsch der Ukraine in die EU zu wollen.

@karwandler

Bravo! Das sind die Fakten.

@Griechisches Geld @Südbaden

Sie verwechseln da ein paar Dinge.
Die EZB, EU und der IWF hatten und haben in Griechenland nie die Kompetenz bzw. Befugnisse gehabt steuern einzutreiben, das war und ist allein Aufgabe der griechischen Regierung gewesen. Die Troika hat auch damals darauf gedrungen, dass ausstehende Steuern eingetrieben werden sollen. - Leider hat das die damalige griechische Regierung nicht in Angriff genommen.

Sie können es drehen und wenden wie sie wollen, für den Zustand Griechenlands sind die griechischen Regierungen und das griechische Volk verantwortlich.

Ja auch das griechische Volk, denn es obliegt dem Volk eine Regierung zum Teufel zu jagen, wenn sie ihren Aufgaben nicht nachkommt.

10:27 von DerRückspiegel

zitat "Mag ja sein, dass normalsterbliche Griechen das Problem nicht verursacht haben, aber ähnliches gilt für den deutschen Steuerzahler." nein! Sie und andere haben doch die jeweilige Regierung gewählt, dafür danke das die vielen kurzsichtigen Deutschen nochmehr Deutschen die Zukunft an die Wand fahren.

@Helmut Baltrusch, 10:29 - Neoliberale Verarmungspolitik

Wenn man angesichts der Probleme, die der griechische Staatsapparat mit der Kreditrückzahlung an den IWF und die EU hat, mit fachmännischen Handlungsanweisungen an die Tsipras-Regierung nicht geizt, sollte man dabei nicht vergessen, dass diese Regierung einige der Kreditauflagen der neoliberalen Kreditgeber nicht akzeptieren kann, weil sie von der relativen Mehrheit der Griechen gewählt worden ist, da sie mittels keynesianistischer Marktwirtschaftspolitik die prekäre Lebenssituation, in die etwa dreißig Prozent der Bevölkerung aufgrund der neoliberalen Verarmungspolitik gestürzt worden ist, zu verbessern versprochen hat.

@Azichan:"Das Steuerrecht wird reformiert und auch das ...

... Eintreiben von Steuern soll effektiver werden."

Damit hat der griechische Staat noch keineswegs eine auskömmliche Basis. Sowohl die staatliche Verwaltung als auch die Wirtschaft sind weder effektiv noch wettbewerbsfähig. Und gegen die allgegenwärtige Korruption kämpft die Tsipras-Regierung auch noch nicht an.

Auf der jetzt in Athen angedachten Basis wird das Land nicht gesunden können. Dafür ist die Umsetzung der am 12.02. mit den internationalen Kreditgebern vereinbarten Spar- und Strukturreformen notwendig. Dann gäbe es auch eine wirtschaftliche Basis für die Umsetzung der beschlossenen Sozialreformen. Zuvor sollte Athen aber erst einmal ein schlüssiges und nachhaltiges Sanierungskonzept vorlegen, über das ggf. das Volk abzustimmen hat.

@Azichan:"Die EU,..., sind am Ausbluten GR mitverantwortlich!"

Sie verkennen, dass die EU und die Kreditgeber GR seit 2010 solidarisch vor dem Staatsbankrott bewahrt hat. Im Gegenzug hatte sich GR zu Strukturreformen verpflichtet, die es niemals durchführte. Auch die Tsipras-Regierung verweigert sich der notwendigen Strukturreformen in Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft und bei der Bekämpfung der grassierenden Korruption. Athen geht auch nicht auf den Vorschlag aus Berlin ein, die Konten von Steuersündern EU-weit zu sperren, um die Außenstände wirksamer eintreiben zu können. Es geht also nicht um den Verdienst der Kreditgeber, sondern um die Rolle der griechischen Regierung bei der Modernisierung des Landes auf selbst erarbeiteter Basis.

Hausgemachte Probleme

Die armen Griechen! Jahrelang werden Firmeneinnahmen nicht, oder nur teilweise versteuert, verstorbene Verwandte werden nicht bei der Rentenkasse abgemeldet, Steuerflüchtlingsmilliarden werden in der Schweiz( trotz Angebot) nicht abgerufen...
immer wiederkehrende Beleidigungen gegenüber den Geldgebern, die weit unter der Gürtellinie liegen, ...
Ja!! Vielleicht sollten irgendwann einmal konsequente Regeln geschaffen werden.

Achso =) kleiner Nachklapp:
Etat des Ministeriums für Arbeit und Soziales = 121,98 Milliarden Euro
Der Verteidigungshaushalt entspricht einem drittel dessen.
(nachzulesen unter www.statistica.com)

@Südbaden

"Sie können den Griechen heute alle Schulden erlassen und wir werden in 15 Jahren wieder genau die selbe Situation haben."

Sie sagen es. So wie unsere Finanzsystem funktioniert hätte ein schuldenfreies Griechenland ein tolles Rating. Und die vielen Milliarden, die angelegt werden wollen, würden auch wieder in griechische Staatsanleihen fließen.

Und für jede Regierung wäre das süße Gift des billigen Geldes zu verlockend. Wahlgeschenke werden nicht nur in Griechenland auf Pump finanziert.

@ Südbaden 12:41: Sie schreien grundlos

Sie :"redet man ja nicht von der Umsetzung von Reformen,
sondern von EINER LISTE MIT GEPLANTEN REFORMEN,
aber die ist bis heute nicht DAAAAA!!!

Also was soll diese Regierung denn zukünftig leisten, wenn sie nicht einmal in der Lage ist eine Liste in englischer Sprache zu verfassen und das bei 850 Tausend Beamten und 10 Mio. Einwohnern.

Diese Regierung ist absolut planlos inkompetent!"

Lesen Sie mal die Troika-Vereinbarung auf der EU-Webseite (mit Unterschriften Samaras-Regierung) und erzählen Sie nicht weiter, dass es noch zu vereinbarende keine "Reformen" gäbe. Die 50 Mrd. Privatisierungen sind kläglich gescheitert (Steuerbasis = verarmendes Volk groß investieren) und damit die ganze künstliche Überschussrechnung, die Umschuldungen der Troika erlauben würde, die nun verweigert werden. Schuldenschiebung + ESFS/EZB umsonst. Super-Spezialisten der Austerität und Aufschübe auf Crashkurs.

Griechisch = EU-Amtssprache, deren Vortrag in Griechisch EU-rechtlich ok wie auch in deutsch.

Virtual

Das ist mir schon klar.
Nur ist das ja keine Geldquelle, sondern wieder Schulden und Zinsen.
Wenn die Schulden und Zinsen nicht bezahlt werden können ( wovon wir ausgehen müssen), müssen die Grundstücke und Immobilien dann doch verkauft werden.
Also wieder nur Flickschusterei.

Wer keine dringend

Wer keine dringend notwendigen Reformen wie gegen Steuerflucht vorzugehen durchführt, dafür jedoch alle anpumpen möchte, jetzt auch noch die Kirche (die es sogar angeboten hat???), hat wirklich kein Vertrauen mehr verdient. Dilettanten.

@ karwandler, 12:24

Nein, leider ist das nicht "völlig falsch".
Ja, Deutschland hat für Griechenland viel Geld auf den Tisch gelegt, und beansprucht nun Zinsen für dieses Leihgeschäft.
Aber woher hat Deutschland das Geld?
Deutschland hat zur Zeit einen beispiellos niedrigen Zinssatz bei der EZB, leiht sich dort also das Geld und reicht einen Teil davon durch an die griechische Regierung, die an D dann wieder Zinsen abzugeben haben, so wie in allen anderen (grösseren) Bürgschaftsgeschäften auch, bei denen der Hauptverleiher Sicherheiten haben will.
Der deutsche Steuerzahler hat für Griechenland bisher nicht einen Cent hingelegt, trotzdem ist immer die Rede von "unserem Geld", das es de facto nicht gibt.

@ dr.bashir, 12:14

"Sie bestätigen mich also. Die Griechen haben in der Vergangenheit viele Waffen gekauft. Nichts anderes habe ich gesagt. Und jetzt müssen sie sie bezahlen. Isso."

In diesem Fall könnte man es durchaus so sehen, dass ich Sie bestätige. Aber nur, wenn man Verfehlungen von Vorgängerregierungen als weiter bestehende Schuld(en) akzeptiert.
Und wenn wir nun so argumentieren wollen, müssen wir uns wieder der leidigen Frage stellen, wer für die Nazi-Verbrechen aufkommt, die seinerzeit in Griechenland geschehen sind.
Oder ist das jetzt doch lieber Schnee von gestern?

Zustimmung an Nachtwind

so langsam sollte es doch jeder kapieren, wer die Fäden zieht und warum. Leider können wir uns die Finger wundschreiben ohne die Grexitforderer zu einer anderen logischen Sichtweise anzuregen.

Am 17. April 2015 um 13:07 von karwandler

" Griechenland hat keine Kredite von Deutschland erhalten und zahlt folglich auch nichts an Deutschland zurück."
Mir ist bekannt, dass das meiste Geld in Bürgschaften steht - aber bisher war ich mir recht sicher, dass wir im Rahmen des "Greek Loan Facility" auch an bilateralen Krediten beteiligt waren. Ich lasse mich jedch gerne hierbei genauer aufklären.

Weiterhin hat doch Deutschland (über den Umweg KfW) 15mrd Euro an Griechenland verliehen - also direkt und nicht als Bürgschaft, ist doch richtig oder?

re species521

"Ja, Deutschland hat für Griechenland viel Geld auf den Tisch gelegt, und beansprucht nun Zinsen für dieses Leihgeschäft."

Tut mir leid, aber ich muss Ihnen jetzt Lernresistenz bescheinigen.

Griechenland bekommt Hilfskredite vom IWF und der EZB. EU-Staaten, darunter Deutschland vorneweg, BÜRGEN für diese Kredite. Sie vergeben die Kredite aber nicht auf eigene Rechnung.

@14:29 von species 521

Oder ist das jetzt doch lieber Schnee von gestern?

Nein, um Gottes Willen. Nur beteilige ich mich nicht an einer Diskussion, bei der es viele Positionen über die Rechtmäßigkeit von Reparationen gibt (bereits was bezahlt, Griechenland hat irgendwo zugestimmt [2+4] - ja oder nein). Ich bin weder Jurist noch Historiker. Wenn Deutschland z.B. diese Zwangsanleihe nie zurückgezahlt hat, dann muss jemand ausrechnen, wie viel das heute wäre und dann gehört das bezahlt.

Aber das hat ja nix mit neueren Schulden für Panzer oder Schiffe zu tun.

Aber das Deutschland sich nach dem Krieg oft schmählich um "Verantwortung" gedrückt hat, würde ich sofort unterschreiben. Dass Griechenland aber zufällig genau die Summe ausrechnet, dass ihm fehlt, entlockt mir ein Lächeln.

re species521

"nur, wenn man Verfehlungen von Vorgängerregierungen als weiter bestehende Schuld(en) akzeptiert."

Schulden hängen nicht an Regierungen, sondern an Staaten.

Das wäre ja noch schöner, wenn man sich per Regierungswechsel jedesmal entschulden könnte ...

@Mario173

Vom IWF muss man da nicht viel erwarten, aber auf europäischer Ebene sollte es doch möglich sein wirkliche Solidarität zu praktizieren ...

Allerorten werden angesichts leerer Staatskassen soziale Wohltaten zurückgefahren. Ob das gut ist, ist eine andere Frage, aber das ist erst mal so.

Warum nun sollten die EU-Regierungen, die in ihren eigenen Ländern die Sozialausgaben kürzen, Geld an Griechenland geben, mit dem dort dann soziale Wohltaten finanziert werden sollen, die wir uns teilweise nicht mal selbst leisten?

Wenn die griechische Regierung nicht bereit ist, Sparmaßnahmen zu definieren, dann hat sie Pech gehabt. Auch bei der Privatinsolvenz, die ja hier schon mal als Beispiel herangezogen wurde, muss der Schuldner als Gegenleistung für die Entschuldung sieben Jahre vom absoluten Existenzminimum leben.

Und warum tasten die Griechen das Vermögen der Oligarchen nicht an, bevor sie auswärts betteln?

re azichan

"Die Troika, bestehend aus EZB, EU und IWF war 5 Jahre in Griechenland aktiv und nicht ein einziger Cent wurde von den Superreichen eingetrieben."

Sie verkennen die Rolle der Troika, die in Griechenland keine Regierungsbefugnisse hatte.

Es hätte wahrlich keiner die griechische Regierung davon abgehalten, ihr Steuersystem zu reformieren. Hat sie aber nicht.

Am 17. April 2015 um 15:23 von karwandler

"Schulden hängen nicht an Regierungen, sondern an Staaten."
Interessant... gilt dies auch für Deutschland? Ich erinnere mich da eine Debatte rund um einen Zwangskredit aus dem zweiten Weltkrieg...

Griechenland hatte genug Zeit!

Wahrscheinlich muß Griechenland pleite gehen, damit das Staatssystem auf die Füße gestellt werden kann. Ländern, wie Brasilien ist das gut bekommen!
Griechenland sucht überall fieberhaft nach Lösungen, nur nicht im eigenen Land. Das wird denn anders!

re nachtwind

" Ich erinnere mich da eine Debatte rund um einen Zwangskredit aus dem zweiten Weltkrieg..."

Dann erinnern Sie sich sicher auch daran, dass hier sowohl die Rolle Deutschlands als Schuldner und ggf. die Höhe der Schuld juristisch ziemlich umstritten ist.

"Allerorten werden angesichts

"Allerorten werden angesichts leerer Staatskassen soziale Wohltaten zurückgefahren. Ob das gut ist, ist eine andere Frage, aber das ist erst mal so. "
..

.. und das angesichts der gerade verkündeten zu erwartenden "Rekord-Steuereinnahmen" ?
Es kommt ganz viel rein - und dann ist es weg ?
Läßt der Staat sich gar die eingenommenen Steuern in bar auszahlen und schmeißt dann die Geldscheine umgehend in den Reißwolf ?

Was ich nicht

ganz versteh,warum stellt man jetzt diese Regierung an den Pranger?
Sie suchen doch nur einen weg,um die Bevölkerung nicht noch mehr ins elend zu stürzen.So langsam sollte man auch die Schuld bei denen suchen die es soweit haben kommen lassen.Man weis es ist kein Geld da,aber besteht auf Rückzahlung.Die Banken wurden gerettet,und bezahlen müssen andere.

Am 17. April 2015 um 16:03 von wega

"ganz versteh,warum stellt man jetzt diese Regierung an den Pranger?"
Das ist relativ simpel. Die Syrizaregierung stellt sich offen gegen die neoliberale Ausrichtung der EU und könnte zum Vorreiter in Europa werden, wenn ihr System funktionieren würde - schließlich stehen ja noch in anderen Ländern in naher Zeit Wahlen an.
Da aber unsere marktkonformen Regierungen in Europa so etwas nicht guteißen können, also Regierungen, die für das Volk und nicht die Wirtschaft regieren, muss eben getan werden, was getan werden kann: Sie muss denunziert - und falls nötig der Staat in die pleite getrieben werden..
Die paar Milliarden, die dabei flöten gehen würden, die kann man dann in einigen Jahren auf anderem Wege wieder einkassieren.

Der kleine Grieche kann nichts dafür

dass die vorherigen Regierungen das Land nahe des Abgrunds gefahren haben. Warum soll er jetzt mit einem Staatsbankrott bestraft werden? Zumindest einen Sozialfond muss man aufbauen, der die Renten und ähnliches an die Bedürftigen auszahlt. Europa hat doch den Anspruch sozial zu sein?

@ 16:11 von Nachtwind

Ja solangsam versteh ich den Kapitalismus.Versteh auch seine Wirkung auf die Menschen.

nur die Ruhe bewahren

Die EU und die Mitgliedstaaten des Euro wollen Griechenland helfen.
Nun hat das griechische Volk eine neue Regierung gewählt.
Durch das griechische Wahlrecht bekam nun eine 36% Partei fast eine Mehrheit und scheute sich nicht, als linke Partei mit einer äußerst rechten Partei eine Koalition zu bilden.
Tsipras geht es tatsächlich in erster Linie seine linken Ideologien, koste es was es wolle, durchzusetzen.
Dieses aber nicht aus einer Position der Stärke ( dann wäre er ja nicht gewählt worden ), sondern aus einer der Schwäche.
Sein Finanzminister Faroufakis ist da mit seinem deterministisches Denken noch eine Spur ideologischer. Der glaubt ja fest, er hätte die Weisheit mit dem Löffel gegessen.
Alles ist vorbestimmt und man muss nur klug genug sein, um die Zukunft schon zu kennen.
Diese Mischung aus Ideologie und geistiger Elite ist harte Arbeit unbekannt. Die denken und reden und das war es.
Sie werden nicht verstanden durch ihre Introvertiertheit bekommen sie das nicht mit. Schlimm.

@Wega

Nun, ich weiß ja nicht wie alt sie sind.
Dort hat man auch immer auf die Kapitalisten geschimpft und den Sozialstaat in den Himmel gehoben.
Das Ende ist bekannt.
Es liegt am System.
Der sozialste Staat ist der unsozialste.
Der Mensch nimmt sich so viel er kann und nicht so viel wie er braucht.
Darum ist der aufgezwungene Sozialstaat der unmenschlichste.
Die Privilegierten der DDR lebten im Überfluss und das Volk hat sich selbst die Haare vom Kopf gegessen. Soziale Marktwirtschaft und ein freiheitlicher Rechtsstaat ist die Antwort auf diese Laienschauspieler in Athen. Das bedeutet aber harte Arbeit und nicht wie die Vögel im Walde. Sie säen nicht sie ernten doch. Diese Ideologie funktioniert auch nicht.

re nachtwind

" Die Syrizaregierung stellt sich offen gegen die neoliberale Ausrichtung der EU und könnte zum Vorreiter in Europa werden, wenn ihr System funktionieren würde"

Und wenn sie überhaupt ein System hat ... Wir würden ja zu gerne wissen, was das für eins sein soll.

@ Anti Wirtschaft

1. nur weil eine Anklage besteht, besteht noch kein Urteil
2.Wenn Menschen Fehlverhalten zeigen, ist es Sache des Rechtstaates dieses zu ahnen
3. Ihr Beitrag strotzt vor Diffamierungen und keinem einzigen Lösungsansatz
4.Damit können sie nur wenige Menschen zum zuhören bewegen. Ich glaube, dass die Menschen bei uns aufgeklärt genug sind, und nicht solchen Schmutzverbreitern hinterher laufen.

Konsequente Haltung, IWF ! Merci, Madame !

.
Ursprünglich täuschten die Vertreter
Griechenlands die anderen Vertreter
der Europäischen Union. Sie begingen
bewußt - unter Beauftragung US-ameri
-kanischer Wirtschaftsprüfungsgesell-
schaften - als Regierungsmitglieder (!)
Bilanzfälschungen und damit Betrug
in der Form des sogen. Eingehungsbe-
trugs !

Nur dadurch erhielt der gr. Staat die
Mitgliedschaft in der EU-Währungs-
union.

Dies wäre an sich nicht ohne weiteres
schlimm gewesen, wenn an der dama
-ligen Regelung, wonach jeder Staat
nur für sich selbst haften müsse, nicht
aber für die Schulden anderer Staat-
en, unsinnigerweise "gedreht" worden wäre !

"Dreher" waren Senor Barroso und
der Luxemburger Spezialist in Sachen
EU-Gemeinschaftsschädigung durch
Steuerdumping.

Nur deshalb fehlen hier in DE mal
schlappe 100 Milliarden € - 200
Milliarden €.

In Gr darf die Oberschicht seit 70
Jahren keine Steuern zahlen, weil
es so dort im Gesetz steht !

Hurra, es lebe die solide Solidarge-
meinschaft !

Wer zahlt meine Rente ? GR ????

Darstellung: