Kommentare

Den gibt es nicht

Haha, selten so gelacht. Selbst als Diplom-Ingenieur im Maschinenbau wird man nach vielen Bewerbungen vertröstet. Wenn es dann dochmal klappt, dann ist sind die Rahmenbedingungen schon gut (z.B. Region Hamburg, Stuttgart, München) bis eher mau (Ost-Deutschland).

Auch gibt es viele Initiativen wie "Hierbleiben", aber so händeringend wird man dann doch nicht gesucht.

Die Anzahl der Stellenausschreibungen sind auch nicht aussagekräftig, da dieselbe Stelle mehrfach durch viele Dienstleister (EuroEngineering, Randstad, etc.) ausgeschrieben ist und das Bild so verzerrt wird...

Was man sieht sind eher die technischen Produktdesigner (ehem. Technischer Zeichner, nicht zu verwechseln mit den gestalterischen Designern) die zunehmend - bei gleicher Bezahlung - Konstruktionsaufgaben übernehmen.

Sollten sich die

so genannten Experten nicht mal in der Wirklichkeit,d.h.in der Praxis umschauen.Da stellen sie Prognossen auf,die von anderen Stellen als absurdum entlarvt werden.

Ich finde es gut, dass hier das Thema Hauptschüler angesprochen

wird. Ich bin sicher, dass viele Berufe auch von Hauptschülern gemeistert werden können. Ich war Hauptschüler, hatte einen Handwerksberuf erlernt, wurde Soldat auf Zeit und habe eine Fachhochschulreife erlangt, einen IT-Beruf erlernt, IHK Betriebswirt abgeschlossen und arbeite nun in einer IT Beratungsfirma. Viele Firmen wollen nicht mehr ausbilden und wenn, haben sie utopische Ansprüche an den Bildungsstand. Deutschland ist ein Land der Jammerer geworden :-) Bildet aus, baut auch mal auf Hauptschüler und motiviert Menschen für eure Jobs und die Lüge mit dem Fachkräftemangel ist erledigt! Das ist meine Meinung zu dem Thema.

Was nun?

Und was machen wir jetzt mit den tausenden Fachkräften die täglich ins Land kommen?

doch, es gibt einen Mangel

einen Mangel an Personal, das zu miesen Arbeitsbedingungen ständig erreichtbar, vollflexibel und eigenverantwortlich für ein Butterbrot arbeiten will. Und diese Zustände sind eine direkte Folge der Agenda 2010, die die Unternehmer süchtig nach leistungslosen Gewinnen aus der Lohntüte der Arbeitnehmer gemacht hat. Wer glaubt, das wäre nachhaltiges Wirtschaften, ist in der Marktwirtschaft irgendwie fehl am Platz!

Heute im TV, immer mehr

Heute im TV, immer mehr Schulabgänger studieren anstatt in eine Lehre zu gehen. Wie können wir denn ein Mangel an Akademikern haben. Und durch das G 8/ G 9 Abitur geht/gingen in viele Bundesländern die doppelte Zahl von Abiturenten vom Gymnasium. Teilweise müssen Unis Bewerber abweisen.

Die Industrie braucht billige Fachkräfte aus dem Ausland.

Es gibt nur einen Mangel an billigen Ingenieuren

Ich verfolge diese Diskussion um den drohenden Ingenieur-Mangel schon seit einigen Jahren. Immer wieder wird vom VDI und von Industrie- und Arbeitgeberverbänden dieses Szenario an die Wand gemalt. Betrachtet man aber, wie schwierig sich die Stellensuche sowohl für Berufsanfänger als auch für Erfahrene immer wieder gestaltet, kann man in der gegenwärtigen Situation nicht von einem Mangel sprechen.

Mir drängt sich der Verdacht auf, dass die interessierten Verbände mit dieser Diskussion junge Leute dazu motivieren wollen, in Scharen ein aufwändiges und nicht leichtes Studium aufzunehmen. Ich vermute dahinter das Ziel, dadurch künstlich ein Überangebot und damit günstige Gehaltsstrukturen zu erzeugen.

Und der VDI als der Berufsverband der Ingenieure ist immer an der Spitze mit dabei. Nach meiner Auffassung vertritt der Verband nicht die Interessen der Ingenieure, sondern bestenfalls diejenigen der Ingenieur-Arbeitgeber.

Meist eine klare Lüge der Industrie

OK, es mag zwei Bereiche geben in der wir wirklich Fachkräfte importieren müssen (Pflegekräfte, Handwerk im Baugewerbe), aber das war es.

Gerade die angebliche Ingenieursknappheit ist eine reine Erfindung der "Wir suchen Billig-Fachkräfte"-Lobby

Ich kenne selbst Ingenieure die nur als Techniker arbeiten bzw. als Techniker bezahlt werden.

Dass das Interesse als Ingenieur zu arbeiten aber als Techniker bezahlt werden eher gering ist sollte dann klar sein.

Trotzdem sorgt die Industrielobby und ihre Hilfskräfte (Politiker und ÖR) das ständig diese Falschmeldungen propagiert werden.

Ich prophezeie das dies weiterhin so bleibt, bis man die Löhne so drücken kann das die Industrie kein Billiglöhner-Import mehr braucht.

Es geht um BILLIGE Fachkräfte

Warum wird nicht einmal klar gesagt, dass die Mär vom Fachkräftemangel und die damit Verbundenen Forderungen der Industrie nach mehr Einwanderung klar auf niedrige Löhne zielen? Im Artikel wird nur kurz gestreift, dass bei einem echten Mangel die jeweiligen Einkommen steigen müssten - was sie nicht tun. In vielen Branchen sieht man doch schon lange, wie zugewanderte Fachkräfte das Einkommensniveau drücken. In jedem Krankenhaus sichtbares Beispiel: Die Mediziner. Deutsche Ärzte wandern aus, weil man hier trotz hoher Qualifikation immer schlechtere Einkommensaussichten hat, und stattdessen wandern Ärzte insbesondere aus Osteuropa ein, weil sie bereit sind, zu den niedrigen Gehältern in Deutschland zu arbeiten. Es wäre an der Zeit, das Kind einmal beim Namen zu nennen und aufzuzeigen, dass es den Arbeitgebern hauptsächlich um eine Aufweichung und Senkung des deutschen Einkommensniveaus, insbesondere in hoch qualifizierten Bereichen, geht.

Bei einem bewusst

geplanten Fachkräfteüberschuss habe ich ein prima Werkzeug, um die Einkommen zu drücken. Man sieht es bereits jetzt, dass die Einkommen nicht gerade berauschend sind. Gerade wenn man Abgänger mit Bachelor-Abschluss betrachtet.

Mythos Fachkräftemangel

Prognosen für Zeiträume von 10-20 Jahren oder noch länger zu treffen sind fast unmöglich, da der technische Fortschritt und damit Einsparung von Arbeitskräftepotential in keinster Weise berechenbar ist. Die Schnelligkeit der Innovationen wird eher noch zunehmen mit der Konsequenz, dass in 10 oder 20 Jahren viele Tätigkeiten automatisiert werden, wo heute noch Fachkräfte tätig sind.
Aber das ewige Fordern/jammern nach mehr Zuwanderung von Fachkräften hat meiner Auffassung nach auch einen anderen Hintergrund, nämlich Angebot und Nachfrage. Je mehr Fachkräfte vorhanden sind, desto größer das Angebot an solchen mit der Folge, dass die Entgelte vom Arbeitgeber vorgegeben werden können und das Verhandlungspotenzial des Bewerbers bescheiden sein wird.

Leicht durchschaubares Manöver

Es ist doch klar: ein grosses "Angebot" an Arbeitskräften senkt tendenziel das Lohnniveau. Ein kleines "Angebot" lässt es steigen. Daher sind Arbeitgeber intressiert das "Angebot" möglichst hoch zu halten, auch mit unlauteren Mitteln der "Panikmache". Bezweckt werden soll dadurch nur eins: mehr "Zuwanderung" zuzulassen und mehr inländische Intressenten für diese Berufe zu gewinnen, um auch in Zukunft "aus dem Vollen" schöpfen zu können. Denn wenn "Fachkräfte" leicht ersetzt werden können, kann man "Zurückhaltung" bei den Löhnen bei gleichzeitiger "Steigerung" der Arbeitsbelastung gut durchsetzen. Als Vorbild dient der "unqualifizierte Arbeitsmarkt".

Mangel ?

Es gibt diesen Mangel nicht wirklich.

Ingenieure, die Arbeitslos geworden, mit ueber 45 auf Stellensuche gehen muessen, werden das bestaetigen.

An den Angeboten, die ich ab und an von Headhuntern bekomme sehe ich im wesentlichen, das billige Arbeitskraefte gesucht werden mit einem Lohnniveau, das leicht 30% unter meinem derzeitigen liegt.

Einer der hiesigen Foristen, der wohl in einer hoeheren Managementposition arbeitet, meinte hier vor einiger Zeit, das "Mangel" existiert, wenn er nicht zwischen 2 oder 3 Bewerbern den am besten passenden aussuchen kann.

Das Wort Fachkraeftemangel ist also irrefuehrend.

"Mangel an Auswahlmoeglichkeiten" passt besser.

Eigentlich gut recherchiert

Schade, im Artikel stehen viele richtige Dinge, z.B. das die Prognosen des VDI aus der Vergangenheit sich nicht bewahrheitet haben. Und die Überschrift ist ja auch eindeutig. Aber mit ihrer Schlussfolgerung, dass wir mehr Zuwanderung und Frauen (in technischen?) Berufen brauchen, liegt Fr. Stalinski dann ja doch voll auf Linie mit dem VDI. Man könnte die genannten Berufe (Altenpfleger, Elektroniker, Klemptner usw.) natürlich auch besser bezahlen um den Fachkräftemangel zu beheben, aber auf diese Idee kommen weder die so genannten "Experten" noch Fr. Stalinski.

Fachkräfte

Ich kann das Lamento über fehlende Fachkräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege nicht mehr hören. Vielleicht sollten sich die Arbeitgeber einmal überlegen, diese Fachkräfte anständig zu bezahlen, denn viele gehen genau aus diesem Grund entweder ins Ausland (Schweiz/Schweden) oder wechseln den Beruf.
Gleichzeitig wird in vielen Häusern das Personal eher abgebaut, so kommt es dazu, dass nachts oft nur eine Pflegekraft pro Station zu finden ist.

VDI-Verein predikt Ing-Mangel

seit Jahrzehnten schon verkündet der VDI einen Ingenieurmangel, der bisher aber nie eingetreten ist. Viele Ingenieure wurden aus Arbeitsmangel in den Ruhestand versetzt. Der VDI vertritt nicht die Interessen der Ingenieure sonder der Arbeitgeber, möglichst viele Ingenieure am Arbeitsmarkt, da kann man das Gehalt drücken. An eine Einwanderung glaube ich ebenfalls nicht, meist stehen die schlechten Deutschkenntnisse dem entgegen. Viele Stellenanzeigen werden nur wegen Werbung veröffentlicht und es könnte ja sein, dass man einen findet der gut ist und für wenig Geld arbeitet. Ich bin Mitte 50, Feinwerktechnikingenieur, habe mich als Konstrukteur beworben und nur Absagen erhalten. Das ist die Realität.

Fachkräftemangel zum Nulltarif

Meiner Meinung nach, gibt es Fachkräft genug, nur die meisten Unternehmen wollen den "Fachkräften" nicht immer das Zahlen, was üblich war. So einem Ingenieur aus dem Ausland dem kann schon mal wesentlich weniger bezahlt werden, wie die Deutschen Kolegen.

Die Statistik sollte nochmal

Die Statistik sollte nochmal auf Rechtschreibung kontrolliert werden. Stichwort "flegekräfte"

Traue keiner Statistik..

die du nicht selber gefälscht hast.

Ein wahrer richtiger Spruch der das grundproblem ALLER statisiken berücksichtigt. Mögen die erhobenen Werte
auch alle richtig sein, bezieht eine Statistik sich immer auf eine zukunftsentwicklung die einfach nicht präzise vorherzusagen ist.
Weil die Veränderung des Berechnungswerte nur geraten aber nicht berechnet werden können.

Wer hätte vor 15 Jahren gedacht das wir heute endlose Massen an BWL studenten haben, aber es in handwerklichen Berufen einen mangel an Nachwuchs gibt?

Bsp.
Ein Freund von mir ist Metzger, in der Ausbilung sollten 15 Azubis eingestellt werden, gefunden hat die renomierte Firma gerade mal 7! Azubis.
Einsteigsgehalt nach der Ausbildung waren ü. 4.000 Brutto..

Gut das ich so lange die Schulbank gedrückt habe und nun einen Dreck dafür bekomme ;)
Aber was mecker ich, BWL ist halt auch einfach die Wahl der Unkreativen.

Fachkräfteemangel?

Das erinnert mich an: Keiner hat die Absicht eine Maer zu bauen und Die Renten sind sicher.
Es sollen doch nur billige Arbeitskräfte angeheuert werden um die Lohnkosten in Deutschland weiter zu drücken.

Bestellt und geliefert!

Ich sehe das so dass die Politik von ihren Lobbyisten den Auftrag bekommen hat das so darzustellen das viele Fachkräfte an zu werben sin um den Preis der eigenen Fachkräfte kräftig zu drücken wie es schon in meinem Umfeld geschehen ist.
Was früher dem Ungelernten gesagt wurde wird doch schon heute den Fachkräften gesagt, „ wenn du nicht zu den Bedingungen schaffst, dann macht es der7die aus für wesentlich weniger……"
Das war anscheinend so bestellt von den Lobbyisten und wurde/wird auch prompt geliefert von der Politik, oder?!

Mythos? Mythos!

Alles, was man zum Thema wissen muss, steht hier:
hxxp://www.ingenieur.de/Arbeit-Beruf/Heiko-Mell/Notizen-Praxis/393-Fachkraeftemangel

Sehr richtig... aber nichts Neues. - Am 21.07. 2014 wurde ...

.. von der ARD "Der Arbeitsmarkt-Report - Das Märchen vom Fachkräftemangel" ausgestrahlt. Da wurde bereits ausführlich erklärt, dass das IW, und dessen Lobbyvertretung VDI den Fachkräftemangel "berechnet" haben, indem sie die Zahl der freien Stellen, angeblich weil ja nicht alle Vakanzen ausgeschrieben sind, mit 7 multiplizierten. Wie User mopped schon geschrieben hat, wäre es sinnvoller, zu dividieren.

Dann haben sie, oh Wunder, als Ergebnis erhalten, dass 7x Anzahl Stellenausschreibungen mehr ist als 1x Anzahl Absolventen.

Dieses erstaunliche Ergebnis steht hinter dem "Fachkräftemangel", und treibt seither naive Abiturienten in die MINT-Berufe. Was aber noch wichtiger ist: Ingenieur ist nun ein "Mangelberuf", was nichts anderes bedeutet, als dass man ausländische Ingenieure statt für 47.600 Euro schon für 37.128 Euro einstellen darf. Die Industrie freut es, und wir erleben einen "Mangel", der die Preise entgegen allen Marktgesetzen *sinken* lässt, was natürlich Sinn des Ganzen ist

von Einhorn- Es gibt einen Mangel an billigen...

Ingenieuren.

Ich bin vollkommen Ihrer Meinung und ich hätte es nicht besser formulieren können.

Was die Industrie haben will, sind billige Ingenieure!!
Wer sich mal beworben hat, der weiß das.
Alles andere ist "Dummschwätzerei" ohne Bezug zur Realität.

Lächerlich

Ich habe nach Ende meines Studiums ein halbes Jahr nach einem Job gesucht.
Zugegeben ich habe auch angebote nicht wahr genommen, aber mal ehrlich ich habe mir das Studium nicht angetan um für ein Gehalt zu Arbeiten das bei gut 40% dessen liegt was als Tarif gilt.
Das ist nämlich des Pudels Kern.
Es herrscht bei weitem kein Fachkräftemangel, es herrscht nur ein Mangel an Fachkräften di sich von der Industrie für Dumm verkaufen lassen.

Als Beispiel: ca. 85% Reisetätigkeit, Auslandszulagen mit dem Gehalt abgegolten, Überstunden werden nicht ausgezahlt und sind bei 100 gedeckelt, Reisezeit gilt nicht als Arbeitszeit und all das für 30.000€ Brutto im Jahr...

Und dann wundern sich unsere Politiker das solche Stellen unbesetzt bleiben.

Lange wird dieses System der Ausbeutung und Vetternwirschaft nicht mehr bestehen... Bald gehen die deutschen Arbeitnehmer auf die Straße... hoffe ich

Mythos Fachkräftemangel?

Ich kann dieses Wort: "Fachkräftemangel" bald schon gar nicht mehr hören.
Ich gehe mit meinen Mandanten immer wieder mit ihren Unterlagen zu Firmen hin und bekomme immer öfters zu hören: "Es tut uns ,leit sie sind Überqualifiziert." Oder: "Wie lange sind sie schon Arbeitslos? Es tut uns leit,sie haben zwar die Qualifikation, aber das sie schon so lange Arbeitslos sind, Nein Danke." Dieses "Fachkräftemangel" Gejammere ist nicht nur in den Ingenieursberufen so, sondern in vielen anderen Berufsbranchen auch. Ich weiss wo von ich Schreibe denn ich habe das hinter mir.

Defender 411

Bravo. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Ich lebe vom Fachkräftemangel!!!

Ich bin seit 10 Jahren in der Vermittlung von Informatikern und Ingenieuren tätig. ALLE größeren Unternehmen in Deutschland suchen händeringend nach Personal. Wenn wir einen guten Kandidaten finden der wechselwillig ist können wir bzw. er aus dutzenden Angeboten wählen. Unsere Kunden zahlen in der Regel dann 30% vom Jahresgehalt als Provision an uns. Würden sie das tun wenn es genug Bewerber gäbe?

Teilweise haben wir offene Positionen über ein Jahr lang weil sich einfach Niemand finden lässt. Die Kunden verehren uns teilweise als Halbgötter wenn wir dann endlich eine Lücke füllen können. Die 30K oder 40K Provision zahlen sie dann mit Kusshand.

Aber gut, Dank Tagesschau weiß ich ja nun, dass meine Kunden einfach nur zu doof sind um selbst zu suchen und es gar keinen Grund gibt unserer Branche jedes Jahr Milliarden zu zahlen. Die Bewerber sitzen ja reihenweise beim Arbeitsamt..

Ganz ehrlich, selten so gelacht, liebe Statistiker!

:-)

Ingenieur ist nicht gleich Ingenieur

Wie hier immer allgemein von Ingenieur geredet wird. Es gibt so viele verschiedene Ingenieure, also was hilft es wenn ich eine einen haufen Maschinenbau Ingenieure hab, aber fast nur welche in der Elektrotechnik gesucht werden. Dazu werden dann auch Sachen studiert wo vielleicht total Spaß machen aber kaum einer braucht und nirgends gesucht wird.

Die Industrie

Die Industrie wünscht sich immer Fachkräfte mit X Jahren Erfahrung. Das ist DAS PROBLEM. In nahezu jeder Ausschreibung steht "min. 2 Jahre Erfahrung im Umgang mit..."

Da denke ich immer an die KIT Informatik-Absolventen die zwar tiefe Mathematikkenntnisse haben, verstehen aber vom Programmieren oder Softwarearchitekturen einfach gar nichts. Solche "Elite"-Absolventen haben selbstverständlich wenig Chancen... Da bietet sich halt für sie die Möglichkeit Doktor zu machen, was sonst...

Wer hat es je geglaubt ?

Die Zahl derer, die je an den "Fachkräftemangel" geglaubt haben, dürfte bei grob geschätzten 20% liegen, alle anderen hatten für diese Darstellung schon immer nur Spott und Verachtung übrig.
Das Wort "Mythos" in diesem Zusammenhang ist bereits ein Euphemismus für das korrekte Wort, das mit L. beginnt.

Fachkräftemangel?

Die Diskussion um den Mangel an Fachkräften ödet mich langsam an.
Wer ist es, der nach gut ausgebildetem Nachwuchs schreit? Es sind regelmäßig die Betriebe, die es selbst versäumt haben, sich um den Nachwuchs selbst zu kümmern. Wer nicht richtig ausbildet, darf sich nicht wundern, dass später - insbesondere in hochspezialisierten Betrieben - der Nachwuchs fehlt. Das ist dann ein Paradebeispiel für eine völlig verkorkste Personal- bzw. Personalentwicklungsplanung.
Gerade kleinere und mittlere Betriebe verlassen sich im Personalbereich auf das oft überschaubare Können der Betriebsinhaber und vernachlässigen das Geschäftsfeld Personal regelmäßig. Meist wird das Thema dann "so am Rande" von irgendjemanden miterledigt oder "der Steuerberater macht den Lohn". Auch für dieses Geschäftsfeld gibt es Spezialisten, die jedoch kosten natürlich Geld.
So ist und bleibt es weit bequemer, mit dem Finger auf andere zu zeigen und weiterhin betriebswirtschaftlich elementare Prozesse zu vernachlässigen.

Solang Konzerne

zur Belustigung ihrer Aktionäre mit der Sense durch die Entwicklungsabteilungen gehen und Stellen lieber etwas länger unbesetzt lassen, als sie mit einer Frau zu besetzen (könnt ja schwanger werden), kann es gar nicht so schlimm sein, mit den Fachkräften.

Und um dem „Ingenieur ist nicht gleich Ingenieur“-Geseiere vorzubeugen: Die Ingenieure, die man wirklich auf kein anderes Fachgebiet umschulen kann, die waren auch schon zu Beginn ihrer Karriere keine Ingenieure sondern Fachidioten und Papageien mit Prädisposition zum frühzeitiger Verstoffwechselung nach dem Peter-Prinzip.

Es gibt keinen vernünftigen Grund, anzunehmen, dass generell mit Überschreiten des 45ten Lebensjahres das Gehirn durch eine Schallplatte mit Sprung getauscht wird.

@Defender411

"Viele Firmen wollen nicht mehr ausbilden und wenn, haben sie utopische Ansprüche an den Bildungsstand. "

So ein Blödsinn. Noch nie blieben so viele Lehrstellen unbesetzt wie dieses Jahr.

Wir bilden übrigens jedes Jahr 20 Lehrlinge aus und können auch nicht alle Stellen besetzen. Und es gibt eine unausgesprochene Übernahmegarantie. Wer wollte konnte bislang immer bleiben, da wir jährlich um 10% wachsen (das sind momentan 100 zusätzliche MA pro Jahr). Übrigens mit Tarifbindung IG Metall (allerdings nicht Metallindustrie) also gut bezahlt.

Unsere Anforderungen an die Lehrlinge: Mathematische Basiskenntnisse (Prozentrechnung und Grundrechenarten) und verständliches Deutsch in Wort und Schrift. Das ist teilweise allerdings zuviel verlangt, manche Bewerber sind da schlechter als meine 12 jährige Nichte.

Und Fachkräftemangel sehen wir auch, wir haben die letzten Jahre weniger eingestellt als wir wollten. Übrigens zahlen wir diesen Fachkräften ein außertarifliches Gehalt...

@mokdo

"Die Industrie braucht billige Fachkräfte aus dem Ausland."

Blödsinn, die Fachkräfte die uns fehlen verdienen alle über 50000 EUR (meist sogar über 100000). Schön dass immer von Unbeteiligten geschrieben wird, was wir in der Industrie brauchen.

Der Preis ist uns egal wenn die Qualität stimmt. Wir brauchen GUTE Fachkräfte, egal wo die herkommen.

Und hören Sie auf mit dem Argument es würde nicht ausgebildet (was immer wieder kommt). Wir bieten mehr Ausbildungsplätze an als wir besetzen können, da die geeigneten Bewerber fehlen.

@derKleinePrinz von 14:30

>>Da denke ich immer an die KIT Informatik-Absolventen die zwar tiefe Mathematikkenntnisse haben, verstehen aber vom Programmieren oder Softwarearchitekturen einfach gar nichts. <<

Daönnen die Studenten aber reichlich wenig für...
Das liegt an der sogenannten "Struktur" der Ausbildung von Schule ab.
Dort wird niemand auf das Leben vorbereitet...

Die Frage >> Was sind Steuern und wie bezahle ich sie?<< wird in der Schule nicht behandet... aber Hauptsache man kann über ein vierzeiliges Gedicht eine 10seitige Abhandlung schreien (sarkasmus aus)

Schüler sind wenn sie die Schule verlassen kaum noch zu selbstständigem Denkn fähig weil ihnen das in der Schule der Einfachheit halber ausgetrieben wird.

Gut das wir in Deutschland noch so viele andere Resourcen neben klugen Köpfen haben, da können wir es uns leisten diese zu ruinieren (mist schon wieder sarkastisch)

@Shaq78

Ich bin ganz Ihrer Meinung. Ihre Kunden sind wirklich doof! Einem Headhunter 30-40000 Euro Zahlen aber den Informatiker oder Ingenieur beim Gehalt flach halten und ja nicht selber ausbilden. Nicht umsonst hat die Greencardinitiative seit 1999 keinen nachhaltigen Effekt. Wenn ich eh schon mein Heimatland verlassen müsste würde ich da hin gehen wo ich am meisten davon habe. Das scheint nicht Deutschland zu sein!

Die Lüge vom Fachkräftemangel

taugt doch lediglich noch dazu, die Medien mal wieder mit immer wiederkehrenden (von der Industrie bezahlten) Studien zu beschäftigen.

Real herrscht kein Mangel an Fachkräften. vielmehr möchte man den Druck auf die Gehälter erhöhen. Und dies geht nur mit einer Schwemme an Ingenieuren. Wenn es ein Gut im Überfluss gibt, wird es billig.

Jeder, der sich mal auf dem Stellenmarkt umsieht, findet jede Stellenausschreibungen auf mindesten 5-10 Portalen. Wenn man die natürlich zusammenzählt, bekommt man solch astronomische Zahlen. Ansonsten kann man das in D ganz gelassen sehen.

Ich würde mir allerdings wünschen, dass die Medien endlich anfangen, diesen Blödsinn der Wrtschaftslobby endlich kritisch zu hinterfragen anstatt einfach nur diesen Unsinn nachzuplappern.

@garden.of.delight

"Einer der hiesigen Foristen, der wohl in einer hoeheren Managementposition arbeitet, meinte hier vor einiger Zeit, das "Mangel" existiert, wenn er nicht zwischen 2 oder 3 Bewerbern den am besten passenden aussuchen kann."

Könnte ich gewesen sein, zumindest unterschreibe ich diese Aussage!

2-3 ist das Minimum was ich brauche um wirklich geeignete Kandidaten zu finden, da die Bewerbungen heute oft gar nicht wirklich auf das geforderte Profil passen.

Neben den Fachkenntnissen (sind gar nicht so wichtig- die speziellen Kenntnisse vermitteln WIR) ist vor allem Persönlichkeit und Engagement (NICHT Überstunden) gefragt. Ganz wichtig: Die Chemie im Team muss stimmen. Manche Bewerber sind zwar nominell auf dem Papier ganz toll, aber wenn ich sie unsympathisch finde (bzw. die Kollegen die mit ihnen arbeiten müssen), dann wird es nicht klappen....

Da passt doch was nicht....

Einerseits spart die Bildungspolitik Schulen und Uni's zu Tode, andererseits wird beständig von Fachkräftemangel gesprochen.
Klar wenn ich zu wenig Brötchen habe lasse ich den Backofen verkommen......

Das die Jugend "dumm, anmassend und faul" sei, ist ein Generationsproblem seit langem, aber hin und wieder kann ich mich auch nur wundern, was hin und wieder so als Lehrlinge auf uns losgelassen wird....

Das es in bestimmten Bereichen ein Über und Unterangebot geben könnte ist auch klar, genau so wie es sicher Betriebe gibt denen einheimische Fachkräfte zu teuer sind. Facharbeiter aus Deutschland arbeiten in der Schweiz und hier arbeiten Fachleute aus Polen, so hat jedes Land seine Billig-Arbeiter-Kaste....

Sie haben vollkommen

Sie haben vollkommen Recht.
Und wenn man zu einem Praktikum eingeladen wird stellt man sehr schnell fest es geht um keinen Arbeitsplatz.

@Wenzel65

"Ich kann das Lamento über fehlende Fachkräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege nicht mehr hören. Vielleicht sollten sich die Arbeitgeber einmal überlegen, diese Fachkräfte anständig zu bezahlen, denn viele gehen genau aus diesem Grund entweder ins Ausland (Schweiz/Schweden) oder wechseln den Beruf."

Hmm, eigentlich ist das eine Sache der Kunden, nicht der Arbeitgeber.

Wieviel soll eine Pflegekraft verdienen dürfen?

Wenn dann plötzlich eine Pflege 2000 EUR monatlich kostet, dann ist das Lamento auch groß?

@Rolli

Unsere Kunden zahlen für Ingenieure und ITler oft 6stellige Gehälter wenn die Erfahrung stimmt. Das ist m.E. durchaus akzeptabel.

Nahezu alle bilden auch aus, bieten duale Studienplätze usw. Übernahmequoten sind extrem hoch. Trotzdem fehlen überall Spezialisten.

Niedrige Gehälter findet man nur bei niedriger Qualifikation.

Es gibt aber häufig Kandidaten die direkt aus dem Studium kommen und ein Einstiegsgehalt von 60 oder 70K erwarten. Das klappt in der Regel natürlich nicht, man muss schon klein anfangen und sich hoch arbeiten. Start mit 40K, nach 2 Jahren 50K, nach 5 Jahren 60-70K usw.

Wer zu viel fordert bleibt auf der Strecke und wer nie nachverhandelt oder den Job wechselt bekommt auch keine nennenswerten Erhöhungen. Wer seinen Marktwert aber kennt und Leistung zeigt kann in Deutschland verdammt gut leben.

Wie gesagt, ich sehe es seit 10 Jahren jeden Tag.

@Skywalker

Die Industrie holt schon Fachkraefte von dort, wo diese billig sind.

Auch Ingenieure.

Hier im Grossraum Muenchen gibt es wohl kaum Abteilungen in groesseren Unternehmen ohne osteuropaeische Ingenieure.

Und diese kommen reichlich - bei Startgehaeltern von 800E Brutto in ihrer Heimat.
Bei brauchbaren Gehaeltern wuerden sie ihre Heimat nicht verlassen.

Es muss nicht notwendigerweise so sein, das diese sich billiger verkaufen als die Deutschen, wenn sie zu uns kommen.

Von ihrem Wissen her sind sie weder besser noch schlechter als Einheimische.

Sie erhoehen jedoch das bestehende Ueberangebot und druecken somit langfristig die Loehne.

Die in Deutschland angestrebte Strategie bei den Ingenieursloehnen ist langfristig gesehen eine Niediglohnstrategie.

Wie bereits in anderen Bereichen der Arbeitswelt.

Mythos Fachkräftemangel.........

Was ist gemeint,wenn Politiker und Medien von "Fachkräftemangel" reden ?
Sie wollen noch mehr Paketsklaven (DPD,Hermes,DHL)oder Erntehelfer-moderne Knechte haben.Und notfalls noch per Einreise holen.

Etwas emanzipatives ist das nicht.Gemeint ist das auch nicht so.Gemeint ist die optimale Vernutzung.Das sind Grillo´s und Merkels europäische Werte.

@deescalator 13:57

"Es herrscht bei weitem kein Fachkräftemangel, es herrscht nur ein Mangel an Fachkräften die sich von der Industrie für Dumm verkaufen lassen." Ja, das ist sicher eine nicht zu vernachlässigende Größe. Vakanz-Zeiten werden auch dadurch erzeugt, dass es nicht unüblich ist, es einmal zuerst ohne Ersatz eines ausgeschiedenen Mitarbeiters zu versuchen...oder durch Schlamperei in der Personalplanung ( "überraschender Renteneintritt" ) oder durch starre Strukturen in überflüssigen Hierarchien in Bezug auf Neubesetzungsprozesse.

Nirgends Stellen

Auf jede ausgeschriebene Ingeniersstelle kommen 400 Bewerbungen, alle hochqualifiziert, alle mit viel Erfahrung, alle bis zu 5-sprachig. Hier wird reines Lohndumping betrieben, einen Fachkraeftemangel gibt es nicht in Deutschland.

Nicht ganz richtig

Besuchen Sie doch mal mich, oder meinen Bekanntenkreis.

Wir geben Ihnen die Wahrheit und die Adressen, wo sie nachhacken können.

Ich Jahre lang versucht eine Ausbildung in den o.G. Bereichen zu bekommen. Meine Prakti. Quali reicht locker dafür aus. Wurde nie angenommen, weil ich keine Lust hatte die Schulbank zu Ende zu drücken.

Selbiges gilt für die meisten Menschen die ich kenne, die nun mit billig Jobs abgespeist werden. Ist ja nicht so, dass wir in der Freizeit forschen und große Dinge vollbringen.. aber nein.

Die meisten Ausbildungsbetriebe haben uns dann auch noch gesagt, dass sie uns aufgrund der Finanziellen Lage gar nicht ausbilden "können".

Der Staat sollte mehr für Betriebe tuen, die Ausbilden wollen, aber finanziell nicht können. Dann hätten wir auch keine Probleme mit offenen Stellen.

Selbiges gilt für die Eintrittsbarrieren. Wenn ein IT-Mensch gut ist, aber keine Lust hatte auf die Schule, warum soll er dann nicht seinen Beruf lernen dürfen.

Spannende Sache ;)

@Skywalker

Ja.

Vom Stil des Schreibens her koennten sie das gewesen sein.

Wioe dem auch sei.

Der Begriff Mangel ist irrefuehrend.

Insbesondere wenn er Leuten hergezeigt wird, die ihn nicht hinterfragen.

Ich bin in letzer Zeit - obschon bereits ueber 45 oefters mit Headhuntern in Kontakt, welche mich anschreiben.

Da bei verliere ich zuesehens das Interesse an Deutschland und Europa.

Wer in einen Arbeitsmarkt will, der bei sehr guten Leistungen sehr gutes Geld zahlt, kann unmoeglich in der EU bleiben.
Allen Unkenrufen zum Trotz gibt es derartige Moeglichkeiten wohl am ehesten in den USA.

Das ist wohl auch der Grund, warum ich - owohl noch in D - in einem amerikanischen Unternehmen arbeite...

Trickkiste der Führung

Ist wohl alles richtig, was hier in den Kommentaren gesagt wurde, aber warum fragt eigentlich niemand warum jetzt auf einmal vorsichtig zurück gerudert wird?
Ganz einfach. Der Mythos "Fachkräfte aus dem Ausland", war eine politische Finte um die unkontrollierten Wellen der Migrationsströme zu kaschieren.
So wurde auch in den Medien niemals differenziert unterschieden zwischen bereits gesetzlich geregelter Zuwanderung, Asylsuchenden(gem. GG) und Flüchtlingen aus humanitären Gründen (siehe hompage BMI).
Langsam dämmerst, dass der demopgraphisch-kulturelle Wandel sehr viel Geld kostet und Intergration nicht funktioniert, denn die "Migranten" bringen ihre eigenen Kultur mit. Unter der Regide der Globalsierung und damit den Zwängen der Wirtschaft, die vielen Arbeitskräfte gar nicht benötigt werden - außer man will Lohndumping fördern.
Die Staatsausgaben werden langsam unüberschaubar und die Rechnung geht nicht auf.
Somit muss man den „Fachkräftemangel“ langsam medial zurückfahren.

@ Shaq

zu Ihrem Einwurf empfehle ich, der Verlinkung von kreuzwortraetsler zu folgen.

Ein Arbeitgeber, der stur auf seinen (in der Regel unsinnigen) Kriterien beharrt, mag es tatsächlich als Erlösung empfinden, wenn Sie ihm so ein Exemplar anschleppen, freut sich, dass er mal wieder seinen Willen gekriegt hat, und zahlt.

Die anderen sparen sich das Geld, verzichten auf die fünf Jahre Arbeitserfahrung in der Entwicklung linker Hinterräder, qualifizieren sich die Leute für einen Bruchteil Ihrer Kosten hoch, und freuen sich dann über Zusatzwissen, dass ein etwas artfremder Ingenieur mitbringt (aka: "Kann auch rechte Hinterräder")

Und jetzt raten Sie mal, mit welcher Gruppe Sie ständig zu tun haben und deshalb für "alle" halten, und welche Gruppe Sie selten bis nie zu Gesicht bekommen?

Aber trotzdem.. Glückwunsch zu Ihrem Job, er klingt ausgesprochen lukrativ.

Bezahlt

die Leute ordentlich dann müssen sie nicht in's Ausland.
Wenn ich mir die Angebote anschaue die andere Länder bestens ausgebildeten Deutschen Ingeneuren machen muß man sich wundern das man in D. überhaupt noch nen Einheimischen findet.

@ 14:32 von UlrichHeinrich

Naja, Ingenieure bildet man sich ja nicht aus, daher fällt das Argument schonmal flach. Aber richtig, kümmern müsste man sich, und dazu gehört halt Tarifgehalt (und ich meine keine lächerlichen Zeitarbeits-Haustarife über die selbst Taxifahrer schmunzeln müssten, sondern IG Metall), Beförderung im eigenen Haus, und anständige Arbeitsbedingungen.

@ 14:32 von UlrichHeinrich - Was die sogenannten Spezialisten

... für Personal angeht, muss ich Ihnen entschieden widersprechen. Die sind oft gerade der Grund für die Misere.

Wer heute im Maschinenbau wirklich gute Noten will, setzt auf Bulimie-Lernen. Das ist ausgesprochen effizient, erlaubt bei mäßigem Zeiteinsatz ein Studium in der Regelzeit, und einen Notenschnitt mit einer 1 vor dem Komma. Nur können tut man danach nichts. Das sind aber genau die Leute, die die Personaler lieben. Denn Zahlen vergleichen, dass können sie, die Personaler. Feststellen, was ein Bewerber kann, aber mangels Fachwissen nicht. Daher auch das ungeschriebene Gesetzt: "Fachkenntnisse werden vorausgesetzt."

Jetzt liefern diese Personalexperten also einen Blender nach dem anderen an die Fachabteilung, und die stellt fest, dass die kaum zu gebrauchen sind. Und jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder, alle Hochschulen versagen seit 15 Jahren ständig.

Oder - und die Erkenntnis setzt sich so langsam durch - man darf die Auswahl nicht fachfremden "Experten" überlassen.

@Einhorn "Mangel an billigen Ingenieuren"

Sie sagen es. Starker Freizeitorientierung der Jüngeren und die Vorstellung einer 40 Stundenwoche als äußerstes beim persönlichen Einsatz, treiben die Kosten.
Auch wenn es natürlich überhaupt nicht das gleiche ist, kostet die Ingenieursstunde in China derzeit nur 1/5tel.
Wir brauchen fürs wirtschaftliche Überleben billige Ingenieure die sich einsetzen.

@garden.of.delight 15:29

>>Wer in einen Arbeitsmarkt will, der bei sehr guten Leistungen sehr gutes Geld zahlt, kann unmoeglich in der EU bleiben.
Allen Unkenrufen zum Trotz gibt es derartige Moeglichkeiten wohl am ehesten in den USA.<<

Ich gebe ihnen mit Einschränkungen Recht.
Gute Leistung durch Hochqualifizierte wird in den USA viel besser bezahlt, von den Bonusleistungen mal ganz abgesehen.

Der Mangel an Arbeitnehmerschutz ist aber uch gleichzietig gravierend... Leider nähert sich D in diesem Punkt ja auch immer Weiter den USA an

den Jungingenieuren eine Chance geben

Ich bin seit 5 Monaten fertig mit dem Studium Maschinenbau/Verfahrenstechnik und immer noch auf der Suche. Wenn es denn solch einen Fachkräftemangel gibt, dann gebt den Berufseinsteigern doch mal die Möglichkeit Wissen anzuwenden und zu vertiefen. Alle Firmen wollen immer Berufserfahrung haben, aber niemand möchte Einsteiger. Und nach 2 Jahren Berufserfahrung (wie bei meiner Lebensgefährtin) rennen die Firmen einem die Bude ein. Das ist das eigentliche Problem.

@shaq

die meisten Firmen die Ingenieure suchen sind in Ballungsgebieten. Dementsprechend sind die Lebenshaltungskosten. Bei einer 40 Stunden Woche oder wie von vielen Firmen auch angeboten, open end Arbeitszeiten muss man schon ganz schön verzweifelt sein um für 40K-50K anzufangen. Aber genau darum geht es. Es fehlen nicht die Fachkräfte sondern die billigen Fachkräfte. Wenn ich sehe für welch minderwertige Aufgaben Ingenieure bei uns z.T. eingesetzt werden, wundert mich das aber auch nicht wirklich! Aber kann man es den Leuten verdenken wenn Sie sich einen besser bezahlten Job im Ausland suchen oder einen gleichwertig bezahlten bei dem man geringere Lebenshaltungskosten hat? In einem Punkt gebe ich Ihnen aber recht, beim Jobwechsel macht man die größten Gehaltssprünge!

fachkräftemangel

gab´s und gibt´s nur um die löhne zu deckeln oder zu verringern... es geht ja heute einem arbeitgeber nicht mehr um das halten von arbeitnehmer, sondern nur um profit und höhere devisen für die aktionäre.

mehr war und ist es nicht.

seit jahren wird ja immer der taxi-fahrende maschinenbauingenieur vorgeführt...
wenn die nicht gebraucht werden, sondern taxi fahren müssen, kann es keinen fachkräftemangel geben.

gruss sepp

@garden.of.delight

"Hier im Grossraum Muenchen gibt es wohl kaum Abteilungen in groesseren Unternehmen ohne osteuropaeische Ingenieure.

Und diese kommen reichlich - bei Startgehaeltern von 800E Brutto in ihrer Heimat.
Bei brauchbaren Gehaeltern wuerden sie ihre Heimat nicht verlassen."

Ich kann zum Großraum München nichts sagen, aber grundsätzlich dürften die meisten grösseren Unternehmen der tarifbindung unterliegen und damit per se gut bezahlen (müssen). Die meisten Ingenieure die ich kenne werden aber sowieso besser übertariflich bezahlt. Da ist es völlig egal wie das Lohnniveau in Osteuropa ist.

"Die in Deutschland angestrebte Strategie bei den Ingenieursloehnen ist langfristig gesehen eine Niediglohnstrategie.
"

Zumindest bei den Unternehmen die ich kenne (und das sind schon ein paar) ist das definitiv nicht so.

@Shaq78

"Unsere Kunden zahlen für Ingenieure und ITler oft 6stellige Gehälter wenn die Erfahrung stimmt. Das ist m.E. durchaus akzeptabel."

Völlig übliches Niveau. Bei uns sind die Gruppenleiter (Chemiker) nach einigen Jahren Berufserfahrung alle im 6 stelligen Bereich angekommen. Ich habe diese Schwelle mit 40 geknackt (nach 8 Berufsjahren). Und wir sind nicht in der Großindustrie, die fischt uns mit deutlich höheren Löhnen die Klientel der Topabsolventen meist ab. Wobei die in der Realität auch nicht immer die Besten sind...

wenn wundert´s

Mal ganz ehrlich, fast jeder Betrieb beschwert sich heute darüber das die Qualität der Schulabgänger querbeet eine kleine bis mittlere Katastrophe ist! Aber nach den Ursachen fragt niemand, bzw. will die Ursachen gar nicht wissen.

Aber wie soll aus einem Kind auch etwas "Anständiges" werden, wenn es bereits im 6 Monat in die Krippe abgeschoben wird, damit die Eltern den Familenunterhalt verdienen können und der Wirtschaft dienen können. Später geht das Kind dann auf eine Tagesschule, in dem mehr und mehr der Frontalunterricht abgeschaft wird und die Kinder nach neusten Erkenntnissen frei lernen sollen. Soll besser sein für das Kind. Selbst Sportvereine beklagen schon fehlende jugendliche Mitglieder. Was hat das mit Bildungsnotstand zu tun. Die Eltern sind der Teil, der sich allein und Massgebend um IHR Kind kümmern könnten und sollten, so wie es Gerneration vor uns passierte. Nur Eltern Kennen die Bedürfnisse Ihres Kindes und sorgen damit für die optimale Förderung

@garden.of.delight

"Ich bin in letzer Zeit - obschon bereits ueber 45 oefters mit Headhuntern in Kontakt, welche mich anschreiben."

Ja, das lässt sich nicht vermeiden wenn man engagiert in seiner Branche unterwegs ist, dass man gesehen und geschätzt wird. Man versucht mich auch monatl. abzuwerben.

"Da bei verliere ich zuesehens das Interesse an Deutschland und Europa.

Wer in einen Arbeitsmarkt will, der bei sehr guten Leistungen sehr gutes Geld zahlt, kann unmoeglich in der EU bleiben.
Allen Unkenrufen zum Trotz gibt es derartige Moeglichkeiten wohl am ehesten in den USA.

Das ist wohl auch der Grund, warum ich - owohl noch in D - in einem amerikanischen Unternehmen arbeite...
"

Sehe ich ganz und gar nicht. Ich kann auch innerhalb meines Unternehmens nach Asien oder in die USA oder die Schweiz wechseln. Ich bin vor einigen Jahren aus der Schweiz (von einem anderen Unternehmen) zurück nach D gewechselt und verdiene inzwischen sogar in D netto (!) mehr als damals in der Schweiz.

@bitterepille

"Naja, Ingenieure bildet man sich ja nicht aus, daher fällt das Argument schonmal flach. Aber richtig, kümmern müsste man sich, und dazu gehört halt Tarifgehalt (und ich meine keine lächerlichen Zeitarbeits-Haustarife über die selbst Taxifahrer schmunzeln müssten, sondern IG Metall), Beförderung im eigenen Haus, und anständige Arbeitsbedingungen."

Nun, raten Sie mal. Wir zahlen nach IG Metall (also ordentlich). Bezahlen unsere Ingenieure aber noch besser (selbst verhandeltes AT Gehalt) aber können trotzdem nicht alle Stellen zeitnah besetzen. Und dazu noch als objektiv toller Arbeitgeber, denn wir haben kaum Verluste durch Abwerbungen.

@Shaq78

"Es gibt aber häufig Kandidaten die direkt aus dem Studium kommen und ein Einstiegsgehalt von 60 oder 70K erwarten. Das klappt in der Regel natürlich nicht, man muss schon klein anfangen und sich hoch arbeiten. Start mit 40K, nach 2 Jahren 50K, nach 5 Jahren 60-70K usw.

Wer zu viel fordert bleibt auf der Strecke und wer nie nachverhandelt oder den Job wechselt bekommt auch keine nennenswerten Erhöhungen. Wer seinen Marktwert aber kennt und Leistung zeigt kann in Deutschland verdammt gut leben.
"

Die Zahlen sind absolut realistisch. Für Chemiker etwas zu niedrig. ich habe genau diese Abstufungen hinter mir, mit einem etwas höheren Einstieg wegen "Umweg" über die Schweiz. Aber auch meine Studienkollegen und auch die nachfolgenden Generationen (man sieht sich jährlich beim Doktorvater und hält Kontakt über die sozialen und berufl. Netzwerke) haben zu 100% gute Stellen gefunden.

@mokdo

"Heute im TV, immer mehr Schulabgänger studieren anstatt in eine Lehre zu gehen. Wie können wir denn ein Mangel an Akademikern haben."

Ganz einfach: weil das falsche Studiert wird.

Ps:
Ich würde jedem raten lieber eine gute Lehre zu machen als eine "brotlose Kunst" zu Studieren. Das Handwerk hat immer noch goldenen Boden. Später bei bedarf Meister drauf und selbstsändig machen - verdient mehr als manch studierter in der Industrie.

Unicum (Dipl.Ing. & M.Sc)

Das Märchen bleibt eins, egal wie of man es erzählt

Es wäre statt mal wieder an der Zeit die anderen Statistiken auszupacken.

In den letzten Jahren habe ich immer wieder gelesen das schon beinahe eine Massenflucht von Fachkräften stattfindet. Zwei Gründe: 1. Keinen Job gefunden und 2. Keinen Job gefunden indem die Qualifikation anständig bezahlt wird.

Sollte es nicht langsam bedenklich stimmen das wir von der Industrie und Politik immer wieder hören das Deutschland zu teuer ist? Da paßt es garnicht das viele ins Ausland auswandern weil sie dort eine gerechte Bezahlung bekommen, hier nicht

@Skywalker

..."Wenn dann plötzlich eine Pflege 2000 EUR monatlich kostet, dann ist das Lamento auch groß?"...
Die Pflege kostet bereits soviel. Ich habe eigentlich ganz normale Krankenhäuser gemeint. Dort werden die Kosten im allgemeinen von den Krankenkassen (ob privat oder gesetzlich) übernommen, in die eben auch jeder entsprechend einzahlt. Im übrigen würde mich der Sinn Ihres Halbsatzes ...."ist das eine Sache der Kunden, nicht der Arbeitgeber..." interessieren. Soll jeder Patient seine eigene Krankenschwester/-pfleger in Zukunft selbst mitbringen?

@ Shaq und Skywalker

hmm.. interessant. Bei den Maschinenbauingenieuren (z.B. richtig großer Automobilzulieferer) kommt ein guter und erfahrener Gruppenleiter kaum über 80k. Und mehr Großindustrie geht eigentlich kaum.

Aber die Chemiker haben ja auch keinen VDI, der ihre Interessen "vertritt"

@ roli

hmm.. braucht man auf Ihrem Planet noch Ingenieure? Also ich habe mit deutlich weniger als 50k angefangen, und nicht wenige meiner Komilitonen gar unter 40k. Von sechsstellig kann ich selbst heute nur träumen. (Was mit ein Grund ist, warum ich über die Probleme am Arbeitsmarkt wieder so gut bescheid weiß.)

.

Gäbe es einen echten Ingenieursmangel, würde man die weder für minderwertige Aufgaben einsetzen, noch durch deutlich untertarifliche Gehälter ihre Abwanderung riskieren. Tut man aber, denn.. wohin sollten sie schon wandern? Die Schweiz hat Kurzarbeit, Porsche drei- bis vierstellige Bewerberzahlen für jede bessere Stelle...

@bitterepille 15:45

"Das sind aber genau die Leute, die die Personaler lieben." Zitatende
Zum Teil gebe ich Ihnen tatsächlich Recht. Einige meiner Berufskollegen meinen durch ein Studium die Weisheit mit Löffeln zu sich genommen zu haben. Aber wie in jedem Beruf gibt es auch noch Personaler, die ihre Profession eben auch mit handwerklichen Geschick (sinnbildlich gemeint) erlernt (!!!) haben, mit entsprechend Herzblut in Ihrem Beruf aufgehen, über betriebswirtschaftliche Tellerränder hinausblicken, den Begriff "Human Resources" inzwischen durch "Human Capital" ersetzt haben und insgesamt ein Gleichgewicht zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen herzustellen versuchen. Das allerdings geht in der Regel kaum nach einem BWL-Studium (in denen der Begriff "Personal" i.d.R. auch nur als Kostenfaktor auftaucht) und mit knapp 30 Jahren versuchen, die Welt im Sinne einer Gewinnmaximierung einreißen zu wollen.
Ich zähle mich zu denen, die ich zuerst beschrieben habe.

Und eigene Konsequenzen ziehen

Das der Fachkräftemangel ein Mythos ist, ist eigentlich nie wirklich ein Geheimnis gewesen. Nur kamen diejenigen, die dies auch gesagt haben nicht, oder kaum einmal zu Wort. Zumindest in den Medien mit großer Verbreitung nicht.
Was aber ist denn von der journalistischen Qualifikation vor allem jener zu halten, die den Fachkräftemangel bereits als unausweichlichen Fakt dargestellt haben? Da gab es gut bezahlte Journalisten bei ARD-Tagesschau und Tagesthemen, bei ZDF-heute und heute-Journal die es nicht einmal der Mühe wert fanden nachzufragen, ob es denn diesen Fachkräftemangel überhaupt wirklich gibt.
Welche Konsequenzen ziehen denn die ÖR aus dieser Schlechtleistung ihrer Top-Journalisten? Werden deren Gehälter jetzt halbiert und damit dem der Bundeskanzlerin angenähert. Für den GEZ-Zahler wär's ja schön. Ich glaub aber nicht dran. Eher erscheint in den nächsten Tagen ein Artikel ganz weit oben, wie endlich auf den sicher kommenden Fachkräftemangel reagiert werden muss.

@ Skywalker

klingt doch hervorragend. Wenn Sie nicht gerade in der tiefsten Provinz sitzen, oder in Netzwerken einen Ruf als Sklaventreiber oder Chaosbetrieb haben (wogegen die geringen Abwerbeverluste sprächen), sollten Sie mal Ihre Stellenausschreibungen und die Personalabteilung überprüfen. Dazu auch nochmal der Verlinkung von kreuzwortraetsler

hxxp://www.ingenieur.de/Arbeit-Beruf/Heiko-Mell/Notizen-Praxis/393-Fachkraeftemangel

folgen.

Wenn Ihre Ansprüche nicht astronomisch sind, ihre Qualifizierungsbereitschaft nicht mikroskopisch, und Ihre Personalabteilung nicht pennt (Völlig überraschend verabschiedete sich heute unser Abteilungsleiter F&E zu seinem 65ten Geburtstag in den Ruhestand..) ist das eigentlich kaum zu erklären.

@Wenzel65

"Im übrigen würde mich der Sinn Ihres Halbsatzes ...."ist das eine Sache der Kunden, nicht der Arbeitgeber..." interessieren. Soll jeder Patient seine eigene Krankenschwester/-pfleger in Zukunft selbst mitbringen?"

Nein, aber wenn Pflege deutlich teurer wird (was grundsätzlich gerecht wäre), dann wird auch die Pflegeversicherung DEUTLICH teurer. Am Ende zahlt nicht der Arbeitgeber, sondern die Summe der Pflegebedürftigen die Kosten.

@bitterepille

"Von sechsstellig kann ich selbst heute nur träumen. "

Das ist schade, aber falls es Sie tröstet: Gerade der niedrige sechsstellige Bereich wird steuerlich so abgeschröpft, dass das NETTO lange nicht mehr so üppig herauskommt....

Die ewige Mär vom Fachkräftemangel

Es gibt meiner Einschätzung nach keinen Fachkräftemangel in Deutschland (und schon gar nicht, wenn wir uns als "Europa" betrachten), wenn wir einige wenige Randsparten ausser acht lassen.
Es gibt nur einen Mangel an "BILLIGEN" Fachkräften.
Die Industrie (und der Mittelstand) jammert doch permanent: "wir sind nicht konkurrenzfähig, wegen der hohen Löhne".
Genau da liegt der Hase im Pfeffer: Werden die Fachkräfte ordentlich bezahlt, dann sind unsere Produkte zu teuer...will man nicht soviel Lohn bezahlen, dann kommt niemand...und schwubs haben wir einen Fachkräftemangel.
Ich bin mir sicher: Jede einzelne Stelle in Europa kann besetzt werden, bei anständigen Löhnen.
Das, was wir beim Einkaufen gelernt haben: "Geiz ist geil", haben die Unternehmer schon lange zu ihrem Slogan gemacht...sie verpacken ihn nur in andere Worte.

@Deeskalator

Der mangelhafte Arbeitnehmerschutz ist etwas, was fuer mich eine Hemmschwelle darstellt in Richtung der USA.

Was aber noch wesentlich eher ein Hemmniss ist ist die schlechtere oeffentliche Sicherheit in den USA...

Das D sich in diese Richtung entwickelt ist korrekt.
Und es ist nicht gut.

Da Politik und Wirtschaft dies betreiben und keine Aussicht auf einen Politikwechsel besteht, wird man es aber wohl - vorerst - zwangsweise akzeptieren muessen.

@Skywalker

Prozesse der Art, die den Lohnanstieg dauerhaft Bremsen sollen, haben eine recht lange Reaktionszeit.

Ich selber fuer mich sehe das besagte Problem aktuell noch nicht.

Aber es gibt bestimmte vor laengerer Zeit in meiner Branche eingefuehrte Verfahrensweisen, die keinen anderen Schluss zulassen, das es so kommen wird - und soll.

"Gäbe es einen echten

"Gäbe es einen echten Engpass, würden die Löhne viel deutlicher steigen als sie das bislang tun. Denn wenn ein Gut knapp sei, dann erhöhe das auch die Preise."

Schlechter Argument, Industrie wirbt zwar neuerdings mit gewissen Extras wie einmal Zahlungen, verschiedenen Bonus, Kostenlosen Tickets oder gar Frühstück, alles Leistungen, die man problemlos auch rechtlich streichen kann. Die Top Managern verdienen Unsummen, dazu gibt es unter Ökonomen gar kein Engpass auf dem Markt, somit ist der Argument schlichtweg falsch.
Die Industrie hält die Löhne solidarisch so wie die sind. Wenn nur einer sich nicht daran halten würde, müssten alle mitziehen.

vorsicht Ente

Der "Fachkräftemangel" wurde schon lange als die Absicht entlarvt, durch die Zuwanderung billiger Alternativen aus Indien o.Ä. die Gehälter der Fachkräfte drücken zu können. So, wie es in manchen Berufszweigen schon geschehen ist.

Ich weiss wovon ich rede, denn ich habe die Bewerbungsphase ebenfalls hinter mir - als Fachkraft kann ich zwar nicht sagen, dass hundert Bewerbungen auf ein Vorstellungsgespräch kamen, aber die Quote lag trotzdem im einstelligen Prozentbereich. Obwohl meine Bewerbungsmappe top war, mein Abschluss sehr gut, dazu habe ich ein Handwerk gelernt, und ich habe mich bundesweit beworben. Trotzdem musste ich bei einem Leiharbeitgeber anfangen, und mich dann in ein befristetes Verhältnis übernehmen lassen, bis ich endlich die Festanstellung hatte.

bitterpille 17:31

mein Gehaltsbeispiel bezog sich auf Ballungsgebiete und wenn Sie da mit weniger als 50 K anfangen bleibt Ihnen nach Abzügen (ohne Steuertricks) die Hälfte. Eine Mietewohnung die diesen Namen verdient werden Sie unter 1000 € in München oder Stuttgart kaum finden. Ob das erstrebenwert für die Berufswahl ist überlasse ich Ihnen. Das in der Realität aktuell nicht mehr gezahlt wird ist ein anderes Thema. Wenn die Industrie den selben Ingenieur für 30K oder noch billiger bekommt nimmt Sie auch den. Das Thema ist aber, wenn ein Ingenieur kaum mehr wie ein Facharbeiter bekommt, kann man aus meiner Sicht nicht von Mangel reden. Was das 6 stellige Gehalt anbetrifft so habe ich das bei einer 35 Stunden Woche zwar auch nicht, aber bei vernünftigen Lebenshaltungskosten ist das i.O.. Ich habe mich damals gegen Stuttgart und München entschieden! P.s. aus meiner Sicht werden Entwicklungsingenieure viel zu oft für Verwaltungskram mißbraucht den auch ein/e Sekretär/in machen könnte. (Fachkräftemangel?)

Dieser Beitrag überrascht

Dieser Beitrag überrascht sehr, danke an die TS, man sollte die Hoffnung nicht aufgeben.

Dennoch fällt es beim lesen sofort auf, wie schwer es Frau Stalinski fällt, die nicht zu überhörende Kritik der letzten Jahre zu akzeptieren.

"Denn es gebe nicht den einen Indikator, um einen Mangel oder Engpass festzustellen."

Wenn ich aktuell den Bedarf nicht ermitteln kann, wie soll ich es für die Zukunft tun?

------

Davon ab: Es ist ein wichtiger Schritt, Licht ins Dunkel der vertrackten Sache zu bringen.
Danke.

Der Fachkräftemangel ist eine

Der Fachkräftemangel ist eine Lüge der Industrie und der CDU, um mit ungebremster Zuwanderung auf die arbeitende Bevölkerung Druck auszuüben und die sowieso schon im Vergleich zur Produktivität hundsmiserablen Löhne zu drücken.

Es gibt eine (!) Branche, in der Kräftemangel gibt: die Pflege.

Und damit ist nicht Ärztemangel gemeint, obwohl die (privatisierten) Krankenhäuser gern Ärzte aus dem Ostblock importieren. Die können dann zwar kein Deutsch und hin und wieder kommt es dadurch zu tragischen Missverständnissen, aber dafür sind sie schön billig.

Nein, es fehlt an Pflegepersonal. Krankenschwestern, Altenpfleger.

Ist ja auch kein Wunder. 10 Tage am Stück schuften, sich von 'Kunden' anspucken und beleidigen lassen - und das ganze für einen Hungerlohn, bei dem ein Metaller nur höhnisch lacht.

Es gibt keinen

Es gibt keinen Fachkräftemangel, und gab nie einen. Man schafft es nur nicht, die Löhne in diesen Bereichen noch weiter zu drücken. Mein Gehalt als Bauingenieur lieg auf dem Niveau von vor 10 Jahren. Und wenn Pflegepersonal anständig bezahlt würde, gäbe es da auch keinen Mangel. Von einen Mangel an Bankdirektoren habe ich noch nie gehört.

Ich habe den Eindruck, den Fachkräftemangel hat nie ein Journalist selbst recherchiert. Es werden nur die Zahlen weitergegeben, welche die Lobbyverbände vorgeben.

Das Lohnniveau ist noch nicht weit genug unten angelangt.

Erfahrene Fachkräfte sucht man zum Schnäpchenpreis. Es ist eine Schande wie sich die Arbeitssuchende bei den Personaldienstleistern anbieten müssen um überhaupt noch etwas an Arbeit zu bekommen. Ein Betrieb stellt ja schon keinen Facharbeiter ein, denn wenn dieser den Vorstellungen des Arbeitgebers nicht entspricht bekommt er diesen ja wohl sehr schlecht wieder los. Die Geiz ist Geil Mendalität ist in den Betrieben hoch gefragt, denn die Führungskräfte können einfach Erfolge vorweisen wenn die Lohnkosten gedückt werden konnen. An Fachkräfemangel kann man nicht so recht glauben, eher schon an schlechte Entlohnung dieser.

Schön gesagt, Digger...

"Von einen Mangel an Bankdirektoren habe ich noch nie gehört"

Und auch in dem anderen Punkt haben Sie mit einiger Sicherheit recht. IW und VDI plärren Fachkräftemangel, Medien greifen es auf, Politiker wollen auch mitreden, und schon ist er in aller Munde, und worüber so viele reden, das kann ja gar nicht falsch sein.

Inzwischen machen es IW und VDI noch geschickter. Sie kolportieren jetzt Aktionen gegen den "Fachkräftemangel". Und wo wachsamere Medien früher noch geschrieben haben: "VDI warnt vor Fachkräftemangel" steht jetzt "VDI veranstaltet Girls-Day gegen den Fachkräftemangel".

Was den Charme hat, dass der "Fachkräftemangel" nicht mehr dem VDI zugeschrieben wird, sondern quasi unabhängig als allgemein bekannte Tatache dasteht.

@ roli

Da bin ich ganz bei Ihnen. Allerdings muss auch eine Krankenschwester von deutlich unter 50k in Ballungsgebieten leben können, da werden Ingenieure das grad auch noch schaffen. Aber ein bisschen mehr könnte sich das Studium schon lohnen..

Darstellung: