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Russland stützt heimische Autobauer

"Die russische Regierung stützt die angeschlagene Automobilindustrie des Landes mit rund 25 Milliarden Rubeln (390 Millionen Euro)..."

Automobilwoche, Dienstag 31. März 2009
Putin stützt Lada mit hohem Kredit...
Die russische Regierung unterstützt die angeschlagene heimische Autoindustrie mit staatlichen Finanzspritzen. Der größte Pkw-Produzent Avtovaz (Lada) erhält einen zinsfreien fristlosen Kredit über 25 Milliarden Rubel (556,8 Millionen Euro).

Also was soll eine solche Spitzenmeldung aus Russland?

Die Sanktionen scheinen Wirkung

zu zeigen. Leider sind mal wieder die Arbeiter und Angestellten der Automobil Branche am meisten davon betroffen. Da hilft auch keine
Unterstützung der Russischen Regierung auf Dauer mehr. Da ist nur ein Strohfeuer.M.M.

Noch nicht alles

Nissan lässt sein Werk in St. Petersburg zwei Wochen pausieren. Bei VW in Kaluga wird die Produktion der Audi-Modelle Q5, Q7 und A7 gestoppt. Und einer der größten russischen Autohersteller, der Kontraktfertiger Sollers, muss in Wladiwostock Leute entlassen, weil der japanische Hersteller Mazda die Fertigung des CX-5 bei seinem Joint-Venture-Partner deutlich eingeschränkt hat. Zudem streiken und protestieren im Sollers-Werk in Vsevolozhsk - dort werden Autos für den Partner Ford gebaut - die Mitarbeiter, weil sie wegen der Produktionsausfälle im vorigen Jahr Verdienstausfälle von 40 Prozent akzeptieren mussten.

Ich ergänze mal die fehlenden Autobauer

russische Krise?

Naja, wieder mal so ein Auftragswerk vom deutschen Staatsfunk.

Schon aufgefallen, daß der Euro im Verhältnis zum Dollar immer weicher wird und die Schwelle, wo unsere Exporte dadurch einfacher sind aufgrund der sich verteuernden Einfuhr der Rohstoffe in die Nähe rückt und unsere Tankrechnung dadurch wieder steigt?
Schon gemerkt, daß Euroland selber Probleme mit seinen Stiefkindern im Süden hat?
Schon gemerkt, daß der Cousin dritten Grades in Kiew seine Währung bald auf Abreißrollen drucken wird?

Naja, bloß immer schön ausschließlich auf Rußland zeigen. Keine Angst, ich weiß, daß es durch das Embargo dort Probleme gibt und sich hier mancher freut, wenn es den Bürgern dort schlechter geht (denn nur die trifft das Embargo wirklich) aber man sollte auch mal das eigene Umfeld beleuchten.

Gewinner gibts nur einen und der druckt neue Dollars für neue Schuldenberge.

Wie stützen auch

Wir stützen doch auch, die gesamte Wind Energie Branche z.b. durch die Ökostrom Umlage. Das ist doch nichts anderes. Kein Mensch würde ohne diese stütze WK Anlagen bauen bzw. errichten.

GM hieß mal "Government Motors"

So viel zum Thema staatliche Stützen für angeschlagene Industrieunternehmen. Schließlich hat dies, nicht nur in Deutschland und USA eine lange Tradition. Die Summen, die dabei in die Hand genommen wurden lassen die russischen Hilfen wie Almosen aussehen. Außerdem hat sich der Rubel wieder weitgehend stabilisiert (um 20% Seit Ende Januar). Der Abgesang auf die russische Industrie ist also verfrüht! Richtig ist, das westliche Autobauer (mit Ausnahme der Asiaten) es zukünftig auf dem russischen Markt schwer haben werden. Dies ist aufgrund der Sanktionspolitik nachvollziehbar, die nun die heimischen - sprich: "europäischen" Autobauer trifft!

Weniger Absatz dieser Marken

@mit-denker _Audi, BMW, Mercedes, VW___

Sie müssen das mal so sehen,diese Marken werden dort weniger gekauft.Ein Markt fällt werg und für VW bald auch China wie man hört.

Man muss sagen... es wird

Man muss sagen... es wird Zeit, dass sich die Russen mal um ihre produzierende Industrie kümmern. Denn im Rohstoffrausch gammelte die leider sehr lange vor sich hin.
-
Im Übrigen ist das ganze auch eine Chance für die westliche Industrie, denn wenn es den Russen wirtschaftlich besser geht, werden die auch wieder mehr X6Ms kaufen.

Also mich erinnert das an die Abwrackprämie.

Russland ist im Kapitalismus angekommen.
VW schickt seine russischen Mitarbeiter nach Deutschland zur Fortbildung nach Deutschland. Wenigstens eine sinnvolle Massnahme,als wie die überzähligen Mitarbeiter Schrauben zählen zu lassen.
Aber kein Grund zur Schadenfreude,mit Santionen haben wir es denen gezeigt.
Die Russen werden nun eigene Produkte herstellen und konsumieren müssen. Der Zwang kreativ werden zu müssen,auch wegen des gefallenen Öl und Gaspreises ist enorm.
Aber auch an Europa scheinen die Sanktionen ihre Spuren zu hinterlassen.
Herr Tusk, EU Ratspräsident,ausgewiesener Hardliner bekannte vor der polnischen Presse,Spanien, Zypern, Österreich , Ungarn,Griechenland,Italien,
sind in Sachen Sanktionen,wortwörtlich, nicht mehr auf Linie zu halten.
Da scheint man sich ja wohl ins eigene Knie geschossen zu haben.

@ Am 23. März 2015 um 18:25 von matt0taupa

"russische Krise?"

Ja, russische Krise.

"Naja, wieder mal so ein Auftragswerk vom deutschen Staatsfunk."

Es gibt keinen "Deutschen Staatsfunk".

"Schon aufgefallen, daß der Euro im Verhältnis zum Dollar immer weicher wird und die Schwelle, wo unsere Exporte dadurch einfacher sind aufgrund der sich verteuernden Einfuhr der Rohstoffe in die Nähe rückt und unsere Tankrechnung dadurch wieder steigt?"

Die Stärke des Euros im Vergleich zum Dollar ist ja eher schlecht, da es den Export hemmt. Es gilt einen Mittelwert aus erträglichem Export und Import zu finden.
Russland scheitert daran seit Jahren grandios.

Tatsächlich, in Krisen verliehren meist nur diejenigen, die sowieso schon fast nichts mehr haben. Das gilt hier, in Übersee und auch in Russland.

"Gewinner gibts nur einen und der druckt neue Dollars für neue Schuldenberge."

Kann mir denken, welchen Staat Sie damit meinen. Aber wenn man über die Verschuldung spricht, dann muss auch immer der BIP berücksichtigt werden!

Moskau einen eingebildeten äußeren Gegner der an all dem die Schuld trägt.

Natürlich kann man jede Nachricht über die Probleme in Russland mit den Problemen in Europa kolportieren, aber das bedeutet Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Der Rubelverfall ist im Gegensatz zum €/$ Verhältnis keine gesteuerte Maßnahme sondern die pure Reaktion auf den Einbruch der russischen Wirtschaft. Dieser Einbruch ist durch das Übergewicht des Rohstoffsektors sowie fehlende Inovationskraft und Rechtssicherheit geprägt.

Russland ist kein berechenbarer Nachbar und Wirtschaftspartner mehr. Im Verhältnis von Ländern untereinander ist dies nichts Erstrebenswertes.

Auch der gebrachte Vergleich mit den deutschen Ökostromsubventionen hinkt. Diese fördern etwas Innovatives und auf lange Sicht wichtiges.

Den Bau von Autos zu fördern, die entweder keiner haben will, oder sich nicht leisten kann ist so innovativ, wie die Steinkohlesubvention in Deutschland.

Wie man sich bettet.....

Wie man sich bettet, so liegt man. Diese Erfahrung macht gerade der russische Präsident. 2014 hat er ohne den Hauch einer Rechtfertigung die Krim Russland einverleibt. Zugleich hat er den Aufstand der Separatisten im Donbass angezettelt- wieder ohne Rechtfertigung. Er hatte dabei die Hoffnung, dass die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union einfach wegschauen würden. Doch da hat er sich verrechnet. Der Westen hat zuerst gezögert. Aber dann hat er Sanktionen ergriffen, die der russischen Wirtschaft erheblich schaden. Und so wie es aussieht, werden die Sanktionen erst aufgehoben, nachdem Russland seine Soldaten zurückzieht.

Am 23. März 2015 um 18:28 von

Am 23. März 2015 um 18:28 von Möbius

Dies ist aufgrund der Sanktionspolitik nachvollziehbar, die nun die heimischen - sprich: "europäischen" Autobauer trifft!

GM ist nicht "europäisch"

Am 23. März 2015 um 18:25 von

Am 23. März 2015 um 18:25 von sprutz

Wir stützen doch auch, die gesamte Wind Energie Branche z.b. durch die Ökostrom Umlage. Das ist doch nichts anderes. Kein Mensch würde ohne diese stütze WK Anlagen bauen bzw. errichten.

So und??das Weiss doch jeder, warum also sollte dies kein Bericht wert sein wenn Russland Autobauer subventioniert??

Russland kaum noch konkurrenzfähig

Lada war einmal ein solides, stabiles und sehr zuverlässiges Auto. Die Zeiten sind leider vorbei. Die russischen Autobauer müssen sich fragen, wie sie international an den Märkten konkurrenzfähig werden wollen.

um 18:29 von SEPP58

"Sie müssen das mal so sehen, diese Marken werden dort weniger gekauft. Ein Markt fällt weg ..."
Zitatende

---

Der Markt für Audi, BMW, Mercedes, VW usw. bricht wohl weg, wenn die Produktionsstätten aufgegeben werden oder aufgegeben werden müssen. Ein Mangel dürfte dadurch nicht entstehen. Wer sich diese Marken leisten kann, kann sie auch kaufen.
Den Massenmarkt können sich dann ja LADA, die Iraner mit ihrem PEUGEOT-Nachbau und die Chinesen mit VOLVO teilen.
Geschädigt sind jedenfalls nur die Aussteiger.

Am 23. März 2015 um 18:25 von

Am 23. März 2015 um 18:25 von matt0taupa

Naja, wieder mal so ein Auftragswerk vom deutschen Staatsfunk.

Naja wenn der Deutsche Staatsfunk nicht so gut berichtet waere Ihnen vieles nicht aufgefallen!!

Rubel stabil

An die heißblütigen Russlandbasher sei mal gerichtet, dass der Rubelkurs schon seit Anfang des Jahres relativ stabil ist, wie auch der Ölpreis!

Es scheint auch keine weitere Tendenz nach unten zu geben, außer der Krieg in der Ukraine wird richtig heiß und groß, aber das betrifft dann auch Europa voll und ganz. Der Ölpreis wird sicher nicht weiter fallen, da sich bei dem jetzigen Ölpreis auch für Saudi Arabien, dem Hauptverantwortlichen für die Dumpingpreise, die Förderung nicht wirklich lohnt und der Staatshaushalt auch irgendwie bestritten werden muss.

Die bisherigen Einbußen für die russische Wirtschaft sind absolut gesehen enorm, prozentual jedoch sehr gering!

Am 23. März 2015 um 19:04 von

Am 23. März 2015 um 19:04 von Freebooter

Wie man sich bettet.....

Wie man sich bettet, so liegt man. Diese Erfahrung macht gerade der russische Präsident. 2014 hat er ohne den Hauch einer Rechtfertigung die Krim Russland einverleibt. Zugleich hat er den Aufstand der Separatisten im Donbass angezettelt- wieder ohne Rechtfertigung. Er hatte dabei die Hoffnung, dass die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union einfach wegschauen würden. Doch da hat er sich verrechnet. Der Westen hat zuerst gezögert. Aber dann hat er Sanktionen ergriffen, die der russischen Wirtschaft erheblich schaden. Und so wie es aussieht, werden die Sanktionen erst aufgehoben, nachdem Russland seine Soldaten zurückzieht.

Ausgezeichneter Kommentar!!

Ernste wirtschaftliche Probleme

@ Dagofand:
"Also was soll eine solche Spitzenmeldung aus Russland?"

Sie soll uns vor Augen führen, dass die Militärmacht ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten hat, die die führende Klasse in Russland gern verschweigen möchte.

Ja ...russische Krise

...ausgelöst durch die EUSA, zu gegebenem Zeitpunkt werden sich die Russen an unsere Verhalten erinnern.

Regierung die eigenen Wirtschaft fördert. Über Jahre hinweg hat man sich einseitig nur um die Förderung von Öl gekümmert.
Den deutschen Autobauern geht es besser denn ja, wer da jammert, der will nach mehr noch viel viel mehr. Solidarität kostet immer Geld und die Sanktionen gegen Russland sind je mehr wir aus Putins eigenem berufenen Munde erfahren immer gerechtfertigter. Also noch einmal, Sanktionen = Solidarirät, die den Aggressor wieder an den Verhandlungstisch bitten und ihn von weiterem Landraub abhalten. Das ist auch ein Bekenntnis gegenüber dem Überfallenen , wir verurteilen das und stehen zu euch. Übrigens hat VW erst kürzliche hohe Gewinnbeteiligungen an die Beschäftigten auszahlen können, aufgrund des hervorragenden Geschäftsergebnisses.
Wer einem kleinen EU/NATO Land damit droht, es könne zum Ziel russischer Atomwaffen werden, der unterstreicht erneut die Rechtfertigung und Richtigkeit unserer Sanktionen. Lang lebe das einige Europa die freien Medien + die Demokratie.

Rückwärtsgewandt

Die russische Führung hat leider über das Funktionieren moderner Marktwirtschaft nichts gelernt. Denn einen nicht mehr wettbewerbsfähigen Wirtschaftszweig zu subventionieren, bringt überaupt nichts. Es behindert nur notwendigen Strukturwandel.

0,39 Milliarden Euro

0,39 Milliarden Euro Subventionen. Das ist doch " Peanuts ". Mal sehen, ob und wann Putin Gesichtswahrend seine Aggressionspolitik aufgibt.

Da gab es paar Skeptiker die

Da gab es paar Skeptiker die stark den abgesenkten Rating kritisiert haben. Es sieht so aus, Ratingagenturen haben richtig getippt, Wirtschaft Russlands stagniert, was eigentlich auch ohne Ratingagentur nicht schwer zu prophezeien war.
In Russland tatsächlich funktioniert nur die Rüstung und Öl Industrie, das ist ungefähr was auch Russland exportiert. Andere Industrien brauchen westliche Technologie. Eigene Produktentwicklungen werden zwar immer angekündigt aber kurze Zeit danach fallen sie wieder ins Vergessenheit. So ist es mit neuen Smartphone, Lap Top, neuen Lada uns sonstiges.
Ob es clever ist, Haufen Geld für die Produktion von PKWs zu stecken, jetzt, wo die Zinsen 17% für Kredite betragen und viele um eigenen Arbeitsplatz fürchten müssen.

"@mit-denker _Audi, BMW,

"@mit-denker _Audi, BMW, Mercedes, VW___

Sie müssen das mal so sehen,diese Marken werden dort weniger gekauft.Ein Markt fällt werg und für VW bald auch China wie man hört."

Die Leute, die in Russland Audi, BMW und Mercedes kaufen, haben sowieso Geld, die haben ihr Sparguthaben eigentlich nicht in Rubel. Der kleine Mann, der sich bisher Lada irgendwie leisten konnte, kann jetzt nicht mal das.

Rubel stabil niedrig

@ Azichan:
"An die heißblütigen Russlandbasher sei mal gerichtet, dass der Rubelkurs schon seit Anfang des Jahres relativ stabil ist, wie auch der Ölpreis!"

Ja. Stabil niedrig.
Außerdem läuft das "Russlandbasher" dort ins Leere, wo Diskussionsteilnehmer einfach nur auf die Systemschwächen in Russland hinweisen. Man wird ja noch ehrlich schreiben dürfen. Oder?

um 19:28 von Kerstin Laurig

"Lada war einmal ein solides, stabiles und sehr zuverlässiges Auto. Die Zeiten sind leider vorbei. Die russischen Autobauer müssen sich fragen, wie sie international an den Märkten konkurrenzfähig werden wollen."
Zitatende

----

Auch wenn ich jetzt zum Russland-Feind mutiere. Der LADA war in seinen Anfängen eine einzige Katastrophe. Er hat italienische Rostanfälligkeit weitergeführt, als die Italiener schon besser waren. Nur die Bodenfreiheit und der Preis war für Jäger interessant.
Wo LADA jetzt steht, weiß ich nicht und ist für uns unwichtig. Hauptsache er taugt für den heimischen Markt.
Die Reserveradmulde des Käfer musste man auch ausbetonieren.

Bitte die Politik komplett überdenken

@ skydiver-sr
"... zu gegebenem Zeitpunkt werden sich die Russen an unsere Verhalten erinnern."

Das möchte man nicht nur wünschen, man möchte auch hoffen, dass sie ihr Verhalten (Destabilisierung anderer Länder gepaart mit wirtschaftlichen Fehlentscheidungen im Inneren) auch sofort ändern.

@ Kerstin Laurig - Oligarchen die einzigen Profiteure in RU

"Russland kaum noch konkurrenzfähig
Lada war einmal ein solides, stabiles und sehr zuverlässiges Auto. Die Zeiten sind leider vorbei. Die russischen Autobauer müssen sich fragen, wie sie international an den Märkten konkurrenzfähig werden wollen."

Ihr Beispiel betrifft ja nicht nur die Autoindustrie, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Fertigung russischer Produkte. Der einzige Exportschlager aus dem von Oligarchen regierten Russland sind seine Waffen.

Es ist egal wohin man sieht, auch die Landwirtschaft wurde über Jahre hinweg nicht entwickelt, die Versäumnisse der vergangenen Jahre rächen sich nun doppelt.
Diese Versäumnisse können auch nicht kurzfristig korrigiert werden oder durch Handelsverträge mit anderen Partnern kompensiert werden. Das alles ist Augenwischerei und ein weiterer Beitrag zur Volksverdummung.

Wie es auch ohne Öl und Gas geht belegen erneut unsere Wirtschaftsdaten, wir werden innerhalb der EU dafür sogar gerügt (Außenhandelsüberschuss).

"An die heißblütigen

"An die heißblütigen Russlandbasher sei mal gerichtet, dass der Rubelkurs schon seit Anfang des Jahres relativ stabil ist, wie auch der Ölpreis!"

Stabil ist es, aber sehr tief. Und das wirkt sich nicht sofort auf die Wirtschaftslage, sondern es zieht sich Monatelang, so, die Geschichte ist längst nicht erledigt. Außerdem, Leute können sich immer weniger leisten, und viele können eigene Kredite nicht zurückzahlen.

"...ausgelöst durch die EUSA,

"...ausgelöst durch die EUSA, zu gegebenem Zeitpunkt werden sich die Russen an unsere Verhalten erinnern."

Russen sollen sich nicht irgendwann mal "erinnern" sondern jetzt zu Kenntnis nehmen, die Sanktionen sind nicht umsonst so gekommen, sondern wegen militärischen Angriff auf Nachbarland.

Im Ergebnis bedeutet die

Im Ergebnis bedeutet die Sanktionspolitik auch für die deutsche Automobilindustrie und deren Zulieferer das ihr mit Russland ein Absatzmarkt abhanden kommt. Ein schönes Beispiel für die Auswirkungen US -amerikanischer Einflussnahme, wie ganz offen in einem Interview von Georg Friedman von der thinkthank Firma STRATFOR vor kurzem veröffentlicht.

Starke Marktposition

Die Käufer von Mercedes-, Audi- und BMW-Automobilen zahlen nicht in Rubel sondern in westlichen Währungen. Betuchte Russen bringen ihr Geld ins Ausland. Der wirtschaftliche Erfolg dieser Premiummarken ist vom Rubelverfall weitgehend unabhängig. Außerdem ist die Ersatzteilversorgung vorbildlich.

19:31 von Azichan

"...dass der Rubelkurs schon seit Anfang des Jahres relativ stabil ist, wie auch der Ölpreis!"

Getreu dem Motto, auf niedrigem Niveau, aber wenigstens stabil.

"Die bisherigen Einbußen für die russische Wirtschaft sind absolut gesehen enorm, prozentual jedoch sehr gering!"

Deutliche Rezession (erwartet werden 3-5%) bei 10%+ Inflation. An den Kreditmärkten geht nichts mehr, die Ratings fallen unter Ramsch. Reserven werden für Stützkäufe verbrannt, marode Firmen mit Finanzspritzen notbeatmet. Das sind nicht nur absolute, sondern auch prozentuale Verluste. Man kann es sich aber trotzdem schönreden. Wenn's hilft...

19:28 von Kerstin Laurig

Zuviel der Ironie :)

Lada war nie zuverlässig, kein Auto mit dem man weite Strecken fahren möchte.

Zwar konnte man aufgrund der simplen Technik mit nur wenig Ahnung auch mal selber was "reparieren", aber wer das nicht konnte war nie in der Lage einen Lada zu fahren.

Lada wurde ab und zu gekauft weil billig und geländegängig.

19:33 von skydiver-sr

"zu gegebenem Zeitpunkt werden sich die Russen an unsere Verhalten erinnern."

Das ist ja auch der Sinn der Sache. Wer meint, sich im 21. Jahrhundert so verhalten zu dürfen, sollte ständig vor Augen geführt bekommen,das "wir" das nicht mehr hinnehmen.

Am 23. März 2015 um 18:25 von

Am 23. März 2015 um 18:25 von sprutz
Wie stützen auch
#
Genau und verschweigen der Bevölkerung wie gefährlich diese sind.Es gibt keine Möglichkeit der Wiederverwendung.
Aber darum geht es bei diesem Thema nicht,sondern um Russland.
Dort ist eben alles schlecht und bei uns ist alles gut.

@19ikarus43:"Die Russen werden nun eigene Produkte ...

... herstellen und konsumieren müssen."

Damit würden aber die politischen Gründe für den Rubelverfall und die Sanktionen nicht behoben. Die Stützung der russischen Automobilindustrie bei den Absatzhilfen durch die Regierung kann allenfalls des rasanten Absatzrückgang etwas mindern. Eigenproduktionen werden auch deshalb wenig nachgefragt, weil sie nicht attraktiv genug sind. Zudem gibt es in der Krise noch weniger Investitionen in die Eigenproduktion von Produkten, die i.d.R. nicht wettbewerbsfähig sind.

Was sich in der Automobilwirtschaft zeigt, ist nur die Spitze des Eisbergs in Russland. Auch die Banken und die Energieriesen mussten mangels Refinanzierungsmöglichkeiten im Westen schon massiv vom Staat gestützt werden. Die stark gesunkenen Kaufkraft, enorm hoher Kapitalabzug und fehlende(s) Investitionen und Know-how für Innovationen bestätigen den Abwärtstrend der Wirtschaft. Das wird sich auch solange nicht ändern, wie die politischen Ursachen für die Krise ungeregelt sind.

Sanktionen sind zu befürworten

Zitat gaddafifan:
"Im Ergebnis bedeutet die Sanktionspolitik auch für die deutsche Automobilindustrie und deren Zulieferer das ihr mit Russland ein Absatzmarkt abhanden kommt."

Das ist wenig wahrscheinlich, deutsche Automobile heben sich deutlich aus der Masse heraus. Außerdem gehen nur 2% der deutschen Automobil-Exporte nach Russland.

Die Sanktionen sind auf der anderen Seite wichtig, um der Destabilisierung der Ukraine durch die russische Führung etwas entgegen zu setzen. Sie treffen Russland sehr viel härter, als uns. Also sollten wir sie beibehalten. Ich hoffe, Sie stimmen da mit mir überein.

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Nun ja

Im Januar war der Kurs 1 Euro 75 Rubel. Jetzt sind es 64 pro Euro.

Und was die Autos betrifft: ich hab eh nicht verstanden, warum die nicht auf die Sanktionsliste kamen.

Russland wird das schon packen. Der Rubel wird sich nach und nach erholen, vor allem dann, wenn die Gasverträge neu verhandelt werden und nicht mehr in Dollar gehandelt werden.

Ich wäre auch bereit für staatliche Souveränität Opfer zu bringen.
Und ich denke, den Russen ist das wichtiger als italienischer Käse.

Würde es bei uns nicht mehr 40 Sorten Obst zum Spottpreis geben, würde in Deutschland Geschrei laut werden.
Und deshalb glaubt man, die Russen sind genau so.

Aber ich bin davon überzeugt, die Russen werden sich wirtschaftlichen Widrigkeiten nicht beugen. Sie haben Schlimmeres überstanden.

Und eine Krise ist immer eine Chance. Man wird daran wachsen. Es wird dauern. Aber die Rohstoffpreise werden auch wieder steigen.

Und man wird lernen, auf die EU als Lieferant zu verzichten.

@ gaddafifan um 19:56

"... wie ganz offen in einem Interview von Georg Friedman von der thinkthank Firma STRATFOR vor kurzem veröffentlicht."

Der Mann heißt George Friedman, ist Politikwissenschaftler und Publizist und er hat tatsächlich einiges in den letzten Jahren veröffentlichen. Das was Sie von ihm behaupten, hat er aber so weit ich weiß nicht gesagt.

@19:33 von skydiver-sr

"...ausgelöst durch die EUSA, zu gegebenem Zeitpunkt werden sich die Russen an unsere Verhalten erinnern."

Das glaube ich auch spätestens wenn die langfristigen Rohstoff Lieferverträge auslaufen wird die Retourkutsche kommen.

@ Dagofand um 18:03

"Also was soll eine solche Spitzenmeldung aus Russland?"

Ich find's wichtig, dass wir hier im Westen neutrale und seriöse Informationen über Russland bekommen. Selbst dann, wenn das der dortigen Elite nicht gefallen sollte.

Hmm... Ich kann nichts über die Automobilbranche sagen,

aber z.B. die IT-Branche bummt enorm. Ich bin selbst in der IT-Branche tätig und mein Freund ist ein IT-Manager in Russland. Er hat die Firma gewechselt und mir erzählt, dass sie 1000 neue Leute in diesem Monat einstellen müssen. Unter Auftraggeber sind z.B. Deutsche Bank und Boeing, auch Schweizerische Fimen, usw. IT-Firmen wachsen wie Pilze aus dem Boden.

Die Herstellung und Verkauf von Waffen und Militärzeug bummt auch enorm. Der Umsatzt an dem Verkauf steigt kontinuierlich. Allein der Vertrag mit Indien über 126 oder so Militärjets soll Milliarden bringen. Und Rubel hat sich übrigens stabilisiert und reagiert nicht mehr auf Ölpreis-Schwankungen.

Also, nicht alles ist schlimm wie man hier behauptet.

Die Sanktionen sind Kontraproduktiv

Das Problem ist, dass die Sanktionen gegen alle existierenden internationalen gesetzlichen Vereinbarungen eingeführt worden sind. Und durch diesen Schwachsinn der USA und mit ihr die meisten EU Länder werden demnächst auch bluten. Darunter leidet am meisten die Bevölkerung. Die Mentalität den Russen macht sie dadurch noch stärker. Es geht der USA und EU nur um die Geopolitische Macht. Obama selbst hat im Interview zugegeben Ukraine bei Umsturz von Janukowitsch geholfen zu haben. Er sollte mit den "Vietnamheld" McCain die Hände von Ukraine weglassen

20:22 von tisiphone

"Der Rubel wird sich nach und nach erholen, vor allem dann, wenn die Gasverträge neu verhandelt werden und nicht mehr in Dollar gehandelt werden. "

Ohne Devisen kann Russland dann gar nichts mehr importieren. Den Gaskunden wird es recht sein. Wenn der Euro relativ zum Rubel heute 50% mehr wert ist als vor einem Jahr, gibts für 1 € auch 50% mehr Gas als vor einem Jahr. Wer da verliert, sollte man relativ einfach erkennen.

"Und man wird lernen, auf die EU als Lieferant zu verzichten."

Mal sehen, ob die russische Mittel- und Oberschicht langfristig Benz und BMW gegen Lada tauschen will. Und ob es ohne europäische Technologie noch lange geht mit der Öl- und Gasförderung, wird sich zeigen...

Man kann überzeugt sein, daß

Man kann überzeugt sein, daß sich Rußland wirtschaftlich weiter bemüht um dem Wes-
ten zu zeigen, daß Rußland nicht als totge-
sagtes Opfer da zustehen. Vieleicht ist die
"Ächtung" mit Vernichtungswillen des Wes-
tens ein Chance. Die wirtschaftliche Erhoh-
lung wird Jahre währen, denn "das Messer
sitzt tief" aber nicht tödlich.
Das russische Volk wird sich nicht geschlagen
geben.

um 20:10 von Hämorrhoiden

Die Sanktionen treffen Russland zweifellos, nur glaube ich nicht das sie dem Zweck dienen, Russland zu einer Änderung seiner Ukrainepolitik zu bewegen , sondern eher bewirken sollen, dass die EU besonders Deutschland von Russland isoliert wird. Genau so wie es Georg Friedman von Stratfor in seinem Interview vor kurzem dargelegt hat. Es ist überhaupt gar kein Geheimnis, man muss es nur zur Kenntnis nehmen.

re sprutz um 20:25

Zitat: "Das glaube ich auch spätestens wenn die langfristigen Rohstoff Lieferverträge auslaufen wird die Retourkutsche kommen."

Westeuropa ist ohnehin dabei sich umzuorientieren, weg von Russland. Die Drohungen der russ. Führung, die Sie hier ansprechen, haben sehr tiefgreifende Wirkungen auf die öffentliche Meinung und die Positionen der Entscheidungsträger hier im Westen. Ohne viel Aufhebens wendet man sich von einem zunehmend weniger berechenbaren Partner ab.

richtig so!

Autos für die Bürokratie, das ist ein deutliches und vor allem wichtiges Signal gegen Korruption!

Sanktionen

Die wirken doch diesmal, und zwar heftig.
Putin und seine Machtklicke haben das voellig unterschaetzt.
Wir koennen auch ohne Russland.Hat vorher auch 50 Jahre hervorragend funktioniert.

Am 23. März 2015 um 20:25 von

Am 23. März 2015 um 20:25 von sprutz

Das glaube ich auch spätestens wenn die langfristigen Rohstoff Lieferverträge auslaufen wird die Retourkutsche kommen.

Das glaube ich nicht,Sie haben anscheinent die Bekanntgabe der EU verpasst,sich unabhaengig von import Rohstoffen zu machen,also nix mit kutsche!!

18:25 von matt0taupa

Gewinner gibts nur einen und der druckt neue Dollars für neue Schuldenberge.
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Warum hat die USA Schulden,wenn sie, so wie Sie es sagen--einfach $$$$$ drucken kann ??? Versteh ich nicht! Sie bestimmt aber auch nicht !

@19:29 von adler3103

"Den Massenmarkt können sich dann ja LADA, die Iraner mit ihrem PEUGEOT-Nachbau und die Chinesen mit VOLVO teilen."

Welchen Massenmarkt meinen Sie? Sicherlich nicht die russische Bevölkerung, die über nur knapp 160Mio Einwohner verfügt. Also ein Markt, der in der EU allein durch Deutschland und Frankreich abgedeckt wird. Russland hat zwar eine große Fläche aber eine sehr geringe Bevölkerungsdichte. Wenn man sich das einmal vor Augen führt, schwindet die angebliche Macht dieses Landes. Denn arbeiten müssen noch immer Menschen und nicht Wiesen, Äcker oder Berge.

"Die Herstellung und Verkauf von Waffen und Militärzeug bummt auch enorm. Der Umsatzt an dem Verkauf steigt kontinuierlich. Allein der Vertrag mit Indien über 126 oder so Militärjets soll Milliarden bringen. Und Rubel hat sich übrigens stabilisiert und reagiert nicht mehr auf Ölpreis-Schwankungen. Also, nicht alles ist schlimm wie man hier behauptet."

Das hat Putin auch gedacht.

Rubel Verfall, niedriger Ölpreis, fehlende Risikostreuung/Wettbewerbsfähigkeit machen dem Land arg zu schaffen. Die Reserven sind enorm geschrumpft, mehrfach hat es staatliche Hilfen an die Wirtschaft/Banken gegeben. Dazu kommt die enorme Kapitalflucht und das fehlende Vertrauen in die russische Führung hinsichtlich neuer Investitionen. Das alles wird sich auch noch sehr lange sehr negativ für Russland auswirken. Unterschätzen sie die Sanktionen nicht , dass hat Putin auch sehr lange und heute wird jeder Tag mit diesen Sanktionen dem Land immer größere Probleme bereiten.

Die Sanktionen sind richtig

@ sprutz - zu kurz gedacht

"@19:33 von skydiver-sr
"...ausgelöst durch die EUSA, zu gegebenem Zeitpunkt werden sich die Russen an unsere Verhalten erinnern."

Das glaube ich auch spätestens wenn die langfristigen Rohstoff Lieferverträge auslaufen wird die Retourkutsche kommen."

So so......

Wenn also alle westlichen Staaten dann kein öl und Gas mehr durch Russland beziehen, wer soll den Russen dann das Zeug abkaufen?

- Wer kann es in Dollar bezahlen?
*der Westen
- Wer kann diesen Verlust durch eine Abnahme kompensieren?
*Niemand!
- Wie kommt Russland ohne diese Einnahmen zurecht?
*gar nicht, denn ohne Verkäufe an uns geht Russland ganz schnell in die Knie. Russland würde mindestens 20 Jahre brauchen, eine halbwegs wettbewerbsfähige Wirtschaft zu schaffen.

Eine Abwendung von der EU wäre das Todesurteil für Russland, denn damit wäre es auch von heute noch zugängigen Finanzmärkten abgeschnitten. Darüber denken in der EU aber heute schon einige Politiker aus der EU nach. Das wäre ein ganz schnelles AUS für RU.

re Susi62 um 20:40

Zitat: "Das Problem ist, dass die Sanktionen gegen alle existierenden internationalen gesetzlichen Vereinbarungen eingeführt worden sind."

Es gibt keine internationalen gesetzlichen Vereinbarungen, die den Sanktionen entgegen stehen. Außerdem sind Gesetze im rechtlichen Sinne grundsätzlich etwas anderes, als Vereinbarungen.

@ americafl um 21:01

Zitat: "Gewinner gibts nur einen und der druckt neue Dollars für neue Schuldenberge."

Das ist volkswirtschaftlich gesehen falsch.
Staatsschulden kann man nicht durch das Drucken von Geldscheinen aufwiegen. Die Umlaufmenge des US-Dollar ist in den vergangenen Jahren auch außerdem kaum angestiegen.

21:01 von americafl

"...Warum hat die USA Schulden,wenn sie, so wie Sie es sagen--einfach $$$$$ drucken kann ??? Versteh ich nicht! Sie bestimmt aber auch nicht ! ..."

Tja, es kommt darauf an, welchen Zweck Schulden haben. In Europa läuft zur Zeit ein ganz ähnliches Spielchen: Die EZB "druckt" Geld und kauft damit Schuldentitel von institutionellen Anlegern auf. In den USA "druckt" die FED Geld und gibt das nicht etwa an den Staat, nein, es wird gegen knapp 0 % Zinsen an Banken und Investmentheuschrecken herausgegeben, die nun ihrerseits das Geld nicht etwa produktiv investieren, sondern spekulativ anlegen, sprich die Börsen treiben. Das lässt wiederum die Hoffnung auch der "kleinen" US-Bürger sprießen, die ihrerseits neue Schulden machen - machen dürfen, weil ja die Wirtschaft so gut läuft. Tut sie auch, aber eben nur auf Pump. Und alles zusammen treibt das oft erwähnte BIP in die Höhe. Auf Schuldenbasis... übrigens wie bei uns. Nur etwas anders.

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21:16 von Laureat

"...Wenn also alle westlichen Staaten dann kein öl und Gas mehr durch Russland beziehen, wer soll den Russen dann das Zeug abkaufen? ..."

Die Russen könnten auf den Gedanken kommen, die Gas- und Ölenergie direkt Kunden anzubieten, die vor Ort produzieren möchten. Und zwar zu finanziellen Bedingungen, die Konkurrenzlos zu der dann immerhin teureren "westlichen" Selbstversorgung sind. Nach dem Motto: "Biete Industriegrundstück als Bauplatz mit absolut billiger Energieversorgung". Unvorstellbar?

Thematische Ausrichtung

Wenn sich da manche, die hämisch schon den Niedergang Russlands sehen, mal nicht täuschen. Russland hat schon unter Lebensbedingungen, in deren Vorfeld schon jeder westl. Okkupant zusammengebrochen ist, mit Zähigkeit überlebt. Es ist die Frage, ob die Sanktionen hüben wie drüben überhaupt WTO-konform sind, konstruktiv sind sie sicher nicht, und auch "thematisch" verfehlt, als unverhohlenes Mittel eines Wirtschaftskrieges. Wenn Russland Innovationsgeist aufbringt, könnte es scheinbare Nachteile in Vorteile umwandeln. Die neueren russ. Autos mögen "moderner" i.S. westlicher Standards sein, aber diese beinhalten eben auch planned obsolescence, Müllproduktion und Reparaturunfreundlichkeit. Etwas staatl. Unterstützung hätte Produkte wie den Moskwitsch retten können, der in manchem, vor allem Robustheit, westl. Konkurrenten voraus war. Dafür gibt es Märkte, in Ländern, die noch nicht so gut ausgebaute Straßen haben usw. Und die Agrarembargos haben keine Wirkung? Just no interest.

Abgesang auf russische Wirtschaft verfrüht

Russland hat viele Probleme, auch demographische. So ganz verstehe ich nicht was die TS Meldung wirklich bezweckt: will man uns suggerieren, es handele sich um Sanktionsfolgen? Der "schwache Rubel" wird wohl schneller Geschichte sein als der gegenwärtig "schwache Euro", denn die Russischen Fundamentaldaten sind hervorragend, auch wenn die Kreditwürdigkeit Russlands derzeit verglichen wird mit der Ägyptens. Dies vernachlässigt allerdings die Tatsache das man Russland den Zugang zu den Kapitalmärkten erschwert hat. Wirken die Sanktionen also? Russland ist nicht der Irak oder der Iran. Russland sucht nach Wegen die westlichen Sanktionen unwirksam zu machen, und es wird diese Wege auch finden und beschreiten. Vielleicht werden wir eines Tages chinesische PKW mit russischen Komponenten in Deutschland kaufen? Heute klingt dies noch albern, aber wird dies in 30 Jahren immer noch so sein?

21:36 von Izmi

"Die Russen könnten auf den Gedanken kommen, die Gas- und Ölenergie direkt Kunden anzubieten, die vor Ort produzieren möchten. "

Und wer soll das sein? Der Kreml unterbindet ja freie wirtschaftliche Entwicklung durch Enteignungen und Monopolvergaben an Staatskonzerne. Wer bitteschön soll in solch einem Umfeld investieren? Es hat schon einen Grund, dass Russland keine Geldgeber findet.

21:40 von Möbius

"denn die Russischen Fundamentaldaten sind hervorragend"

Kommt drauf an, WER es beurteilt. Investoren weltweit sehen das scheinbar anders.

21:42 von NH278

"Und wer soll das sein? Der Kreml unterbindet ja freie wirtschaftliche Entwicklung durch Enteignungen und Monopolvergaben an Staatskonzerne. Wer bitteschön soll in solch einem Umfeld investieren? Es hat schon einen Grund, dass Russland keine Geldgeber findet."

Habe ich nicht gerade gelesen, dass jetzt schon weltweit operierende "westliche" Konzerne in Russland tätig sind? VW, GM (Opel), Nissan... wo ist das Problem?

@21:24 von karawanke

Wenn die FED im letzten Jahr monatlich ca. 78 Mrd. US-$ in den Finanzkreislauf gepumpt hat, wo sind die denn geblieben ? In Sparstrümpfen verschwunden ?

@NH278

"Wenn der Euro relativ zum Rubel heute 50% mehr wert ist als vor einem Jahr, gibts für 1 € auch 50% mehr Gas als vor einem Jahr. Wer da verliert, sollte man relativ einfach erkennen"

Na ja, die Gaspreise waren schon immer in Euro festgelegt. Deswegen gibt es für 1 Euro genau so viel Gas wie vor einem Jahr. Gazprom kriegt aber dafür 50% mehr Rubel. Und die Preise in Russland sind definitiv nicht um 50% gestiegen. Wer da gewinnt, sollte man relativ einfach erkennen.

Ansonsten empfehle ich folgenden Artikel zur Wirtschaftslage in Russland:
"http://www.bloombergview.com/articles/2015-03-20/russia-rebounds-despite-sanctions"

21:55 von Izmi

"Habe ich nicht gerade gelesen, dass jetzt schon weltweit operierende "westliche" Konzerne in Russland tätig sind? VW, GM (Opel), Nissan"

Sicher...NOCH.

"wo ist das Problem?"

Es gibt doch angeblich keines, obwohl Russland, laut seiner Sprachrohre gar nicht betroffen von den Sanktionen, zunehmend keine Geldgeber mehr findet, Reserven aufbraucht und meint, durch Drohungen auffallen zu müssen (Dänemark z.B.). Davon, dass fremde Firmen dort ihre Produkte in Lizenz herstellen, hat Russland herzlich wenig, erst Recht keine Innovationen.

Allerdings fällt auf, dass die Befürworter Putins ständig die Sanktionen als ungerechtfertigt brandmarken wollen, bis hin zu Forderungen nach Rache-Enteignungen. Seltsam, wo sich doch die Sanktionierenden angeblich nur selbst schaden. Seien Sie doch froh über die Sanktionen, wenn Russland angeblich sogar davon profitiert.

Am 23. März 2015 um 21:55 von

Am 23. März 2015 um 21:55 von Izmi

Habe ich nicht gerade gelesen, dass jetzt schon weltweit operierende "westliche" Konzerne in Russland tätig sind? VW, GM (Opel), Nissan... wo ist das Problem?

Da haben Sie richtig gelesen,nur anscheinent verpasst das sich das Wirtschafts-Klima in der zwischenzeit geaendert hat.
Die Westlichen Konzere sind ja nicht erst seit gestern dort, der aufschwung war gut,hat sich aber durch Putins Dumme Politik leider verschlechtert!!

22:06 von ug-gu

"Gazprom kriegt aber dafür 50% mehr Rubel."

Dafür kann Gazprom nur nichts kaufen. Denn Fördertechnik und Know-How gibts nur gegen Devisen.

Im Übrigen war es ein anderer User, der herbeisehnt, dass Russland Gas nicht mehr in Dollar und Euro handeln möge (und eigenartigerweise würde sich dann der Rubel erholen, warum auch immer)...

Russland ist doch pleite...?

Ich kann den Kommentaren hier entnehmen, dass Russland doch schon längst pleite ist und der technologischen Stand seiner großen Firmen, dem von zentralafrikanischen Kleinunternehmen entspricht. Und ohne den Westen geht schon einmal gar nichts, ganz Russland würde sofort stillstehen und alle Menschen in einer Woche verhungern, ohne den großzügigen selbstlosen Transfer von Technik und Nahrungsmitteln.

Sorry...komplett an der Realität vorbei!!!

LADA legt Ende des Jahres seine neuen Serien X-Ray und Vesta auf, die optisch und technisch sehr ansprechend sind! Übrigens ist in LADA 51% Renault-Nissan vorhanden, der Rest gehört quasi dem Staat.

Aufgrund der hohen Importzölle exportiert fast niemand Autos nach Russland, sondern sie werden dort gefertigt!

Russland ist ein High-Tech Land, ob es uns das passt oder nicht! Nur weil wir keine russischen Marken hier bei uns kennen, heißt es nicht das es sie nicht gibt! Kaspersky, Yota Devices, usw. Ich kenne ja auch keine chinesischen Automarken.

Lada ist in Russland das

Lada ist in Russland das meist verkaufteste Fahrzeug. Der Fahrzeugbestand beträgt rund 200 Kfz/1000 Einwohner (Deutschland rund 500). Also ein stabiler Markt. China, Korea und Japan wissen das zu schätzen.

Russland stützt heimische Autobauer

nicht lange her, da gehörte GM dem Amerikanischen Steuerzahler, Opel in Deutschland wollte ganz schließen, VW bekam in ganz Europa Abwrackprämien, genau wie Peugeot und niemand hatte Angst, im Westen wird jetzt die große Hungersnot ausbrechen, außer vielleicht ein paar uebersensiblen Griechen. Die haben ihre Vermögen aber rechtzeitig nach London verschoben, genau wie es die reichen Russen tun. Nach acht Jahren heißt es dann, wir sind wieder da, wirtschaftlich, wo wir vor acht Jahren schon waren und alle sind glücklich und zufrieden, dank Putin. Wozu also sich aufregen.

Was ist daran nun eine Top-Meldung

Wenn man mal etwas sucht, wird man feststellen, dass jede Nation "ihren" Autobauern mal unter die Arme gegriffen hat. Selbstverständlich auch Deutschland mit der Abwrackprämie. Im übrigen kaufen die Deutschen (nein, wird auf dem deutschen Markt) bis auf den Bereich Oberklasse auch lieber auf Marken ausländischer Hersteller zurück gegriffen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Neuzulassungen_von_Personenkraftw...

Russische Wirtschaftspolitik @weltoffen

"Die Westlichen Konzere sind ja nicht erst seit gestern dort, der aufschwung war gut,hat sich aber durch Putins Dumme Politik leider verschlechtert!!"

Erst durch "Putins Dumme Politik" produzieren westliche Konzerne in Russland. Vorher unter Jelzin, als das Volk gehungert hat und arm war, da wurde nur importiert und der Rohstoffexport landete größtenteils in den Taschen westlicher Konzerne und einiger Oligarchen.

Nicht Putin hat die Oligarchen "geschaffen", sondern nach der Wende unter Jelzin wurden sie groß.

In Russland wurde einiges geschaffen, eine dynamische IT-Branche ein großer Finanzsektor, der auch in Deutschland aktiv ist, die Rüstung und Weltraumindustrie ist gestärkt und die Automobilindustrie und Flugzeughersteller finden sehr langsam den Anschluss. Das Tempo der Entwicklung ist nicht so wie man es hätte machen können, aber im Nachhinein kann man immer stänkern. Es ist ok, aber sicher nicht perfekt, aber immerhin viel besser als vorher!!!

In Russland leidet die

In Russland leidet die Autoindustrie der ausländischen Fabrikate. Für die russische Autoindustrie ist das ein Vorteil. Die Investitionen der russischen Regierung beschleunigen diesen Prozess.

Hier wird eifrig davon

Hier wird eifrig davon abgelenkt, dass vor allem die westlichen Wirtschaften schwer unter den Sanktionen für Russland leiden und die Wirtschaftsvertreter den Politikern die Türen einrennen, um zu retten, was zu retten ist. Bisher leiden vor allem die Arbeitnehmer in Westeuropa unter den Sanktionen, während der Rubel Dank seiner Schwäche die russischen Exporte in alle Welt billig macht. Darum findet weltweit gerade eine Substitution westlicher Güter durch russische statt - und diese Marktanteile werden so schnell nicht wieder zurück gewonnen.
Fazit: Die russische Wirtschaft profitiert stark, der Westen sanktioniert sich selbst zu Tode. Das nennt man wohl eine Bumerang-Politik.

@ Bernburger49 um 22:04

"Wenn die FED im letzten Jahr monatlich ca. 78 Mrd. US-$ in den Finanzkreislauf gepumpt hat, wo sind die denn geblieben ? In Sparstrümpfen verschwunden ?"

Sie scheinen nicht zu wissen, dass sich Geld in einer Volkswirtschaft in einem Kreislauf befindet.

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