Kommentare

Ist das richtig?

Wenn ich lese, dass die Steurmoral durch geringere Strafen und längere Fristen verbessert werden soll, dann frage ich mich erbsthaft, was das soll, wie das zum Ziel führen soll.

Ich denke, Griechenland hat genügend Geld. Es ist nur noch viel ungleicher verteilt als bei uns und die Reichen schleichen sich, zu ungunsten unserer Renten, aus der Verantwortung und lassen lieber andere zahlen.

Falsch

Es gibt die Sozialhilfe und das kurze Arbeitslosengeld nicht, weil gespart wird, sondern weil keine Steuern gezahlt oder eingetrieben werden.
Wir müssen dafür auch zahlen.

Man kann sich drehen wie man will, am Ende sollte man doch irgendwann mal eingestehen dass Steuern ihren Sinn haben.

Neues Gesetz:
Wer im März seine Steuerschulden begleicht bekommt Verzugsszinsen und Bußgelder erlassen.
Ergebnis: Über 100.000 Steuersünder haben sich schon gemeldet.
So schnell gehts.

Keine Unverschämtheiten ist nicht gleich Demut

Erinnern wir uns: die ersten Merkel-mit-Hitlerbärtchen-Bilder hat es schon vor Jahren in Griechenland gegeben. Lange hat keiner drauf reagiert. Seit Jahren werden "die Deutschen" beschimpft, weil wir einfach sicherstellen möchten, das die Hilfe (zu der wir - erinnern wir uns - explizit durch EU-Verträge nicht verpflichtet sind) eine einmalige Sache bleibt und nicht zu einer Daueralimentation wird, welche letztlich auch Deutschland finaziell in die Knie zwingen würde. Nicht "die Deutschen" machen irgendwem in Europa Vorschriften, sondern die "internationalen Finanzmärkte" (wer immer sich dahinter verbergen mag) bestimmen, wo es für die Griechen und letztlich auch für uns langgeht. Wer sich derem Diktat entziehen möchte, muss schlicht ohne Schulden auskommen - so einfach wie auch unmöglich.
Die neue Regierung von GR hat nun diesen beleidigenden Ton noch verstärkt und wir sollen nun Schuld an der miesen Stimmung sein?

Reparationen und Hilfspakete

Reparationen und Hilfspakete darf man nicht vermengen.... o.k. sprechen wir also erst wieder drüber wenn die Griechen keine Hilfpakete mehr brauchen ;)

Klar geht es in Griechenland sozial&wirtschaftlich bergab nach dem die auf Pump basierte Wohlstandsblase geplatzt ist, das ist aber nicht die Schuld der Troika, sondern war schon lange vorher absehbar.

Was Griechenland braucht sind ehrliche Politiker und Journalisten die der Bevölkerung sagen "Wir sind in Sachen Wirtschaft, Korruption, Verlässlichkeit und Produktiovität auf dem gleichen Niveau wie Bulgarien,Rumänien etc und das ist auch der Lebensstandard den wir jetzt selbst erwirtschaften können".

Erst danach machen weiter Aufbauhilfen sind, sonst verpufft das alles wieder in Konsum und unsinnigen Prestigeprojekten.

Die Menschen brauchen eine Chance!

Und die Regierung braucht Geld, um die Fehler, die in den letzten Jahren von beiden Seiten gemacht wurden, zu beseitigen und das Land in die richtige Richtung zu lenken.
Wer Griechenland bereist hat (ich war schon 20x dort!), weiss, dass es sich lohnt.

Tsipras bei der Kanzlerin: "Demut wird es nicht mehr geben" Ihr

wie wäre es , wenn sich die Griechen auch einmal bedanken. Vor der Krise bekamen sie ca 160Mrd von der EU--davon ein nicht unerheblicher Teil von uns als größter Beitragszahler--bei der Krise wurden ihnen schon 120Mrd erlassen .
Es wurde keine Steuerreform durchgeführt, kein Katasteramt eingeführt, die Gehälter der Beamten blieben unangetastet, Zugehfrauen sind beamte, jeder 10. Grieche ist Beamter, es gibt "Ehrenbeamte" mir Lohn aber ohne Arbeit, die Genehmigungsverfahren in der Wirtschaft sind eine Katastrophe. Und, die Griechen haben erheblich Gas- und Ölvorkommen vor der Küste, sollen sie diese erschließen und verpfänden.

Keine Geld mehr nach Griechenland!

Menschen in einem anderen Land ihren Wohlstand zu erhalten ist nicht unsere Aufgabe.
Es gibt nur einen Punkt an dem wir verpflichtet sind zu helfen, und das ist bei der Krankenversorgung. Da sollten wir dringend etwas unternehmen.

Sehr gutes Interview!

Den Aussagen ist nichts hinzuzufügen.

Korruptionbekämpfung

"In Griechenland vollzieht sich inzwischen eine humanitäre Katastrophe."

Herr Schäuble meinte aber Griechenland ist auf einem guten Weg. Unser Finanzminister wird das schon besser wissen.

Mit Korruptionsbekämpfung haben die Griechen anscheinend gleich angefangen.

"Die griechische Regierung geht gegen deutsche Rüstungsfirmen wegen des Verdachts von Schmiergeldzahlungen vor. Untersuchungen liefen gegen den deutsch-französischen Hubschrauberhersteller Eurocopter sowie die Rüstungsschmieden Rheinmetall, STN und Atlas Elektronik. Den Unternehmen werde vorgeworfen, Bestechungsgeld gezahlt zu haben."

„Es handelt sich um eine Serie von Fällen, nicht nur deutschen, aber hauptsächlich deutschen“
"Griechenland hoffe auf Entschädigungen von 500 bis 800 Millionen Euro."

Gutes Interview

Richtig finde ich auch den Verweis auf die Troika, die bereits seit Jahren ihre Finger mit im Spiel hat. Alles was Einschnitte für die Bevölkerung betrifft ist in all den Jahren durchgesetzt worden. Da kann mir keiner erzählen, es wäre nicht möglich gewesen, dies auch in Bezug auf die Steuern durchzusetzen, wenn man es nur wirklich gewollt hätte.

Und was die neuen Steuergesetze anbelangt, sollten wir es doch unterlassen, mit dem Finger auf Griechenland zu zeigen. Auch bei uns in Deutschland wurden doch die Möglichkeiten der strafbefreienden Selbstanzeige u.a. von vielen genutzt.

Was nicht zielführend ist...

.. ist definitiv das sparen des Staates in einer Rezession. Das ist wissenschaftlich erklärt und die Geschichte hat es bewiesen. Ich habe keine Ahnung wie die Troika auf die Idee gekommen ist, ausgerechnet dieses bereits bekannte Szenario in Griechenland zu wiederholen. Wo Weimarer Verhältnisse in diesem Artikel schon erwähnt werden: nach Ende des ersten Weltkrieges hat Keynes ausdrücklich vor dem wirtschaftlichen Unsinn der Reparationszahlungen, die Deutschland leisten sollte, gewarnt. Aber man die Verantwortlichen haben es ja besser gewusst. Wir kennen das Ergebnis. Herr Pantelouris hat völlig Recht: es besteht eine ernsthafte Gefahr, dass - sollte diese Regierung scheitern - Radikale an die Macht kommen. Wer weiss welcher Brand in Europa entfacht werden kann. Und vergessen wir nicht, dass dieses Ende seinen Anfang nahm, als die durch Ramschpapiere global verseuchte Bankenwelt wieder mal ins Chaos stürzte.

ganz einfach

an den Taten, nicht an den Worten sollt ihr gemessen werden

Nur mal so als kleine Info ...

... für all diejenigen, die unser Land immer gern als Musterland darstellen. Die aktuelle Verschuldung Deutschlands beträgt über 2000 Milliarden Euro.
Und wie vorbildlich deutsche Politiker mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger umzugehen wissen, das zeigen sie aktuell beim Neubau des Berliner Flughafens, der Elbphilharmonie usw.
Bitte schön: Wer im Glashaus sitzt ...

Griechenland

Ach, mir kommen die Tränen, nur weil die Griechen nicht in der Lage sind ihr Land in den Griff zu bekommen, sollen wir weiter zahlen?
Warum ist die Troika eigentlich eingesetzt worden?
Weil die Griechen selber nicht, absolut nicht ihr Land und ihre Bevölkerung in den Griff bekommen.
Und wegen dieser himmelschreienden Unfähigkeit sollen wir zahlen?
Nein, und nochmals nein.
Da hilft auch kein Druck auf die Tränendrüsen.
Eine bodenlose Frechheit auch noch Deutschland und seine von uns gewählten Volksvertreter zu verhöhnen.
Weg mit Gr. Sollen sie erstmal Bescheidenheit und Demut lernen.

Herr Pantelouris......

.... hat hier offensichtlich eine verschobene Wahrnehmung.
Es nützt leider nicht wenn man sich 5 Jahre das Geld vor die Tür legen lässt und bei den Reformen versagt. Genauso wenig "nützen" Diue Griechen im Ausland die alles "kritisch" begleiten. Hier wäre es doch angebracht mit anzupacken.

Griechenland

es tut schon weh wenn man sieht wie arme Griechen in der Suppenschlange stehen oder obdachlos sind. Nur folgt das einfache Volk immer den Rattenfängern die populistische Reden schwingen und keine Ahnung von Wirtschaft haben und genau so einer ist Herr Tsipras.
Was man verspricht muss man auch halten daher sollte man sich vorher überlegen was man verspricht.
Wie sagte einst ein deutscher Dichter ?
.... Herr die Not ist groß, da ich rief die Geister werd ich nun nicht los!

re firefighter1975 (noch zum letzten Thread)

"Vielleicht sollte man der Fairness halber einfach mal auf die EIGENE Regierung blicken und sich fragen, welche brennenden Themen die denn in der ersten 2 Monaten DAMALS angefasst haben"

Und aus lauter Fairness sollte man auch unterscheiden, wo die Koalition nach 24 Stunden abgeschlossen und die Regierung damit handlungsfähig und in der Lage war, ihre Gesetze ins Parlament zu bringen.

Die Gesetze, von denen man leider so wenig sieht und hört.

@ perchta

Nein, die Reichen schleichen sich nicht davon, die Politiker haben Ihnen den Weg doch gezeigt, und darf man sie deswegen prügeln, wenn sie das ausnutzen?
Und genauso die unendlich vielen kleinen Steuerbetrüger , alles mit Billigung des Staates.
der Fisch beginnt am Kopf zu stinken.

"Demut" wäre in GR aber langsam mal angesagt

Allein Deutschland, d.h. der deutsche Steuerzahler, haftet für die Pleite-Griechen mit 85 Milliarden, d.h. jeder Deutsche vom Kleinkind bis zum Greis mit € 1.000,-.
Schon der GR-Eintritt in den Euro war nicht nur eine dreiste Unverschämtheit, er war kriminell.
Dazu: In keinem Land Europas ist die Korruption nach Einschätzung von Transparency International so verbreitet wie in Griechenland. Im weltweiten Vergleich kommt Griechenland zusammen mit Ländern wie Kolumbien oder Dschibuti auf den 94. Platz.
Mit welchem Recht "fordert" GR eigentlich Hilfspakete, Schuldenschnitte etc.? Ein Blick nach Irland, Portugal, Spanien sollte ihnen zeigen was mit Sparen geht.
Der bisherige Softie-Umgang der EU mit Griechenland v.a. die faktische Insolvenzverschleppung ist ein Straftatbestand. Hier wird durch die Politik Recht gebeugt!
Falls unsere Regierung nicht langsam klare Kante zum alternativlosen Grexit zeigt, mein Tipp:
Nächstes Mal einfach AfD wählen, dann ist der Spuk endlich vorbei.

Ein sachliches Interview - sehr gut !

Dieses Gespräch bestätigt meine Eindrücke, die ich von der Situation in Griechenland habe.
Die neue Regierung hat Riesenaufgaben vor sich. Das geht auch alles nur in kleinen Schritten. Diesmal bitte dort nicht weiter Pfuschen ! In der EU darf es kein Wirtschaftswachstum auf Kosten sozialen Elends anderer Mitgliedsstaaten geben. Den Reichtum dann eben doch ein bischen fairer verteilen ! Gebt dieser Regierung eine Chance. Griechenland braucht auch weitere Hilfen, aber bitte keine "Leidprogramme". Wenn der € ein Problem für die griechische Wirtschaft ist, dann dort halt mit der "Drachme" - das ist nicht der griechische Abschied aus der EU. Wenn es wie bisher nicht funktionieren kann, dann muss man einen besseren Weg finden.

Wasser predigen und Wein saufen

Wie wäre es denn, wenn die gleichen Damen und Herren, die von Griechenland so vehement fordern, weitere Einsparungen vorzunehmen, erst einmal in ihren eigenen Ländern dafür sorgen, dass Steuerflucht nicht mehr großzügig unterstützt wird (Luxemburg, die 30.000 Pauschale in GB, etc.)???

Bitte nicht vergessen:
- Mindestens vierzig Jahre ist in Griechenland die Korruption Steuervermeidung und Vetternwirtschaft gehegt und gepflegt worden. Die Regierung Tsipras ist erst seit zwei Monaten im Amt!!!
- Von den Milliarden, die bisher nach Griechenland geflossen sind, wurden nur Zinsen und Schulden bei Investoren bezahlt; bei dem griechischen Volk ist nichts angekommen.
- Die teilweise sehr harten Einschnitte der Regierung Tsipras in das Sozialsystem werden hier gar nicht berichtet.

Gebt den Griechen eine faire Chance, den seit vierzig Jahren angehäuften Müll aufzuräumen.

Danke an Michalis Pantelouris

Ein gutes Interview, welches an sehr vielen Stellen zustimmungsfähig ist, da gut analysiert wurde. Ein besonderes Augenmerk verdient diese Aussage:

Auf beiden Seiten haben die Medien den Konflikt stark zugespitzt und zu einem Wettkampf darüber verbogen, wer gewinnt und sich durchsetzt. Medien finden Konfrontation eben spannender als Kooperation.

Herr Pantelouris legt den Finger in die Wunde. Medien und speziell Nachrichten sollen informieren und keine Meinungen machen. Leider kann sich nicht einmal die Tagesschau von der oben genannten Kritik freisprechen.

@perchta

_Ist das richtig?_

kurz u. bündig : nein,das ist asozial.
Der Geldsack wird mit Samthandschuhen angefasst.
Bei dem kleinen Bürger werden die Daumen
schrauben enger gezogen.

Die Lage der Bevölkerung in GR ist katastrophal und muss verbessert werden - aber man darf auch nicht ausblenden, wie es dazu kam.

Nicht nur die Eliten, auch die einfache Bevölkerung hat jahrelang über ihre finanziellen Verhältnisse gelebt und zahlt jetzt die Zeche.
Dass vor allem sie die Zeche zahlt und nicht die Reichen, ist griechisches Versagen und nicht etwa die Schuld der Troika, wie Herr Pantelouris anzudeuten beliebt.

Weiterhin bemerkt er sehr richtig, dass das Thema "Reparationen" nicht hierher gehört, findet aber gleichwohl, dass GR noch Ansprüche anmelden kann. Leider vergisst er wie alle Griechen, in diesem Kontext zu würdigen, dass viele viele Unterstützungsmilliarden über die EU-Entwicklungsfonds von D nach GR geflossen sind.

Und schließlich muss Herr Tsipras nicht "demütig" nach Berlin kommen aber eben doch als Bittsteller. Zu akzeptieren, dass Geldgeber und Pleitier nie auf Augenhöhe verhandeln werden, fällt den Griechen offensichtlich sehr schwer.

Am Samstag war ich im Kinofilm "Wer rettet wen".

Ich meine, dieser Film gibt einige Antworten;

und einer der größten Gewinner der Griechenland-Notlage ist demnach 'Goldman Sachs'.

"humanitäre Katastrophe" ---

Den Begriff "humanitäre Katastrophe" --- das kann man demnach wohl auch auf Deutschland anwenden :) Von x-paar EU Ländern im Osten abgesehen.

Heute erst bekannt geworden, dass die Renten in GR ähnliches bis sogar höheres durchschnittliches Niveau als in Deutschland haben. Bei einem Renteneintritt "der 6-8 Jahre früher erfolgt".

Und das ist der Zustand aktuell -- bei bekannten Änderungen in DE für die Zukunft -> Eintritt mit "67 Jahren und Versteuerung".

Sprechen wir hier demnach demächst von einem "Exodus" ?

@dr.hellmuth 16:38

100 % meine zustimmug!!!

....und auf schweizer Konten liegen Millj.
unversteuertes Kapital.

Antrittsbesuch nach Nachtdinner: Medialer Mildeschwenk.Und?

Da kommt doch tatsächlich mal einer zu Wort, der sachlich redet. Und dann noch all das was die neue Regierung gesagt hat.
Wire bleiben im Euro, wir wollen zahlen, müssen aber auch können;
wir wollen keine seit 2010 bekannten unbezahlbaren Hilfen, sondern machbare Finanzierungen;
scheitern wir, scheitert Europa und der Euro;
Altlasten brauchen Verhandlungen auf Augenhöhe, nicht unhaltbare Dogmen, will man zusammenbleiben.
Und: Am Ende entscheiden die Wähler und das kann per Rechtsschwenk beispielhaft ins Auge gehen, wenn zwecklose gerade auch für die nun Gläubigerstaaten Austerität fortgesetzt wird.

Das Hyperglobalisierungsprojekt Europa hat innen zwischen Zentrum und Peripherien um Deutschland so viel verschiedenartige Risse erzeugt, dass es kaum noch zusammenzuhalten ist, geschweige denn von Erweiterungen wie mit Türkei und UA träumen sollte, ohne sich wegen Überforderung der Bürger im Zerfall zu finden.

Kittet man Mini-GRE, so ist noch gar nichts geschafft oder verhindert.

re orfee

"„Es handelt sich um eine Serie von Fällen, nicht nur deutschen, aber hauptsächlich deutschen“
"Griechenland hoffe auf Entschädigungen von 500 bis 800 Millionen Euro.""

Mal wieder griechische Traumzahlen.

Erst mal müßte die Höhe von Schadensersatzforderungen exakt dokumentiert werden, dann das ganze vor deutschen Zivilgerichten durchgefochten und außerdem der Schadensanteil auf Zahler und Zahlungsempfänger aufgeteilt werden.

Für die Haushaltssanierung der nächsten 3-4 Jahre kommt dabei gar nichts rum.

Grexit II

16:30 von FFpetra44

"Es gibt die Sozialhilfe und das kurze Arbeitslosengeld nicht, weil gespart wird, sondern weil keine Steuern gezahlt oder eingetrieben werden."

Aber auch weil die Banken fälschlicherweise gerettet wurden und weil Griechenland in der EZ ist wo sie nicht hingehört.

an olzen56

Wir erinnern uns bitte auch daran: Vor den Hitlerbärtchen -Bilder gab es das Titelbild mit der Stinkefinger-Aphrodite (FOCUS Feb.2010).
Das sich die Griechen darüber aufregten konnte in Deutschland keiner verstehen. Die gr. Medien "antworteten" mit Merkel in SS-Uniform. Das war dann wiederum DIE Steilvorlage für die große dt. Tageszeitung.
Das Ergebnis dieser Schlachten ist bekannt...

Hohe Bilanzüberschüsse sind wie Krieg ohne..

Blutvergiessen.
Es bedeutet das der andere Handelspartner verloren hat.
Er muss nun auf Pump kaufen bis die Schulden so hoch werden das nichts mehr geht.
Ein einiges Europa muss auch einen europäischen Länderfinanzausgleich haben,wenn die Handelsbilanz so stark abweicht und nicht ausgeglichen ist, sonst wird es nicht funktionieren.
Wer diesen nicht möchte möchte auch ein vereinigtes Europa nicht.
Dann hätte man sich aber auch den € ersparen können ,denn dieser hat die EU an diesem punkt gebracht.
Eine wirtschaftliche union ohne einheitliche regeln und ohne einheitliche politik ist nur für die gut die alle schlupflöcher kennen und sich die Experten leisten können die diese finden und ausnutzen.
Griechenland ist nur der Anfang die anderen Wackelkandidaten folgen danach.

@ krokusnuss

Leider ist keine Wohlstandsblase geplatzt, sie sollten sich wirklich einmal informieren.
Das Bankensystem in Griechenland ist zusammen gebrochen und musste "Gerettet" werden mit ca. 200 Mrd. Euro.
Infolge der Sparpolitik der Troika und der mangelhaften Steuerehrlichkeit hat der Staatshaushalt von Griechenland weitere 50 Mrd. Euro aus dem Rettungsschirm erhalten.

Die Bankenrettung, war wie in Spanien und Portugal die Idee der EU / IWF. Da man dort der Meinung war, keine Bank darf Pleite gehen, da sonst Geldhäuser, Versicherungskonzerne insbesondere in Frankreich aber auch Deutschland mit starken verlusten hätte kämpfen müssen.
Nun machen wir mal eine Rechnung auf, die Wirtschaftsleistung von Griechenland ist um ca. 30 % eingebrochen, wenn wir ein Durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 2 % pro Jahr zu grunde legen, braucht Griechenland 15 Jahre um die Leistungsfähigkeit der "Vor-Krisen-Zeit" zu erreichen.
Das nenne ich einen Verlust!

Das Land hat so sehr gespart....

dass viele verarmten.

Es traf doch nur die Unter-und Mittelschicht,
an der Oberschicht wagt man sich bis dato noch immer heran.
Alles Amigos?????

DE hat keine weiße Weste

"für all diejenigen, die unser Land immer gern als Musterland darstellen. Die aktuelle Verschuldung Deutschlands beträgt über 2000 Milliarden Euro."

Die Verschuldung DE's ist noch viel mehr.
Außerdem hat DE Exportüberschüsse mit einem Leistungsbilanzüberschuss von 8%. Die EU-Kommission stuft Überschüsse die dauerhaft über 6% liegen als stabilitätsgefährdend ein.
Nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts kommt Deutschland weltweit auf den mit Abstand höchsten Überschuss. Die Leistungsbilanz wies demnach 2014 ein Plus von 285 Milliarden Dollar auf. Auf Platz zwei kommt die weltgrößte Handelsnation China (150 Milliarden Dollar), gefolgt vom Ölexporteur Saudi-Arabien (100 Milliarden).

Mit Dumpinglöhnen und Exportüberschüssen runiert Deutschland laut Wirtschaftsnobelpreisträger Krugman seine Nachbarn.

Deswegen eigentlich die Sanktionen für Rußland, um diesen Exportüberschuß einigermaßen zu bremsen.

Auch bei uns gehen täglich

Auch bei uns gehen täglich viele Menschen zu einer Tafel, weil das Geld nicht mehr fürs Essen reicht. Unser Optiker sammelt alte Gestelle ein und gibt sie an Rentner weiter die sich keine Brille mehr leisten können. Unser Mittelstand geht (wie in Amerika) kaputt. Wir sollten unseren Laden erstmal in Ordnung bringen, bevor wir andere sanieren. Das Projekt Europa ist gescheitert und langsam sollte das auch bei den deutschen Politikern angekommen sein.

Pantelouris

Was sollen wir übrigen Europäer denn noch alles machen? Pantelouris sagt doch selbst dass Griechenland seit 20 Jahren versucht eine funktionierende Verwaltung aufzubauen. Vergeblich! Und so soll das weitergehen? Helfen werden wir sicher wenn endlich mal was brauchbares geschieht.

re frank_furter

"Von den Milliarden, die bisher nach Griechenland geflossen sind, wurden nur Zinsen und Schulden bei Investoren bezahlt; bei dem griechischen Volk ist nichts angekommen."

Das wird durch stetige Wiederholung auch nicht besser - Wie hat denn Griechenland Gehälter, Pensionen und Renten gezahlt, wenn die eigenen Steuereinnahmen nicht reichten? Immer noch mit geliehenem Geld wie früher.

Dann verlasst eben den Euro-Raum!

Das die Lage in Griechenland schlimm ist, steht wohl außer Frage. Man muss sich wirklich fragen was hier falsch läuft, wenn Länder wie Spanien, Portugal oder auch Irland es geschafft haben einen ausgeglichenen Haushalt zu erzielen, ohne das so große soziale Verwerfungen aufgetreten sind? Ist dieser Staat überhaupt in der Lage entsprechende Organisationsstrukturen zu schaffen? Seit Jahren hört man wie ineffizient die Verwaltung arbeitet, wie hoch der öffentliche Dienst im Vergleich zu anderen Ländern ist und wie niedrig die Steuermoral der Bevölkerung ist. Egal ob es sich um einen Milliardär oder einen Restaurantbesitzer handelt. Bei all den sozialen Programmen die man in Athen nun beschließen möchte darf man nicht vergessen, dass es sich um unser Geld handelt mit dem das bezahlt wird. Es gibt natürlich die Möglichkeit dass Griechenland aus dem Euro-Raum austritt. Wir bekommen dann die Rechnung aber wissen, dass die Sache vorbei ist. Ob das Griechenland hilft glaube ich aber nicht.

Und ich dachte schon...

...das Geld fehlte wg. früherer und andauernder eigener Verfehlungen. Man lernt doch nie aus.

Natürlich nur in Duetschland gilt der Spruch vom Kehren vor der eigenen Haustüre.

Bis zum nächsten Male

Thomas Wohlzufrieden

"Die Griechen ...

...erwarten nun eine andere Politik"

Wir auch!! Aber wenn man lesen muß:
"In die Bedingungen für die Hilfspakete ist aber Ideologie eingeflossen" dann sieht man es wieder, Schuld sind nur die anderen.

Besonders deutlich wird das daran, dass nun wegen Bestechung gegen deutsche Firmen Ansprüche erhoben werden, warum nicht gegen die Griechen, die das Bestechungsgeld eingesackt haben??

Mit Demut muss er nicht ankommen, CSU-Blödsinn, aber mit Reformideen schon.

gut so

Ein schönes und gutes Interview, das auch einmal andere Aspekte der griechischen Situation aufzeigt, als die immer gleiche Leier, die man so gerne in der großen Politik rauf- und runterspielt.

Vielen Dank an die tagesschau zur Veröffentlichung.

Mich stört allerdings eines: die Situation in Griechenland als "humanitäre Katastrophe" zu bezeichnen. Das ist der gleiche Begriff, der auch für Syrien, die Zentralafrikanische Republik oder das Horn von Afrika verwendet wird. Und - mit Verlaub - da liegen doch noch erhebliche Unterschiede dazwischen! Als Journalist sollte man zur sprachlichen und inhaltlichen Differenzierung in der Lage sein.

Schönredner

Michalis Pantelouris ist mir schon mal in einer Talkshow (und ich glaube im Presseclub) eher als Regierungssprecher denn als objektiver Journalist aufgefallen.
Der Kern der Angelegenheit wird wortreich verklausuliert oder gleich ausser Acht gelassen. Da wird das Verhalten Griechenlands in der Schuldenfrage plötzlich mit dem Fortbestand der Demokratie verknüpft.

Eins sollten wir nicht aus den Augen verlieren, auch wenn manche sich das wünschen: Griechenland hat Kredite aufgenommen, dass es kracht. Sich dann eine schöne Zeit davon gemacht und jetzt wo die Gläubiger anfragen, wie es aussieht, reagieren die trotzig. Das funktioniert nicht, das ist Betrug. Griechenland ist für seine Schulden selber verantwortlich. Wenn das nicht mehr geht, dann ist eine Staatspleite und ein Ausscheiden aus dem Euro-Raum erforderlich.

Wenn Medien Politik machen, ist Krieg nicht weit!

Die dem griechischen Volk aufgezwungenen
Sparmassnahmen haben zu Hunger, Krankheit, Mord und Totschlag in Familien
und anderen sozialen Gruppen geführt!
Der Zustand im Land ist vergleichbar mit
einer TotalBeschlagnahme allen Eigentums,
wobei die Millionäre frühzeitig gewarnt wurden und ihr Gold ausser Landes geschleppt haben, auf Banken, die über
ganz Europa verteilt sind. Wo sind die EU-
Zuständigkeiten, die diese Konten beschlag
nahmen und dem griechischen Fiskus
zuleiten? Viel mehr herausgestellt werden muss, dass die Politiker diesen Steuerbetrügern noch helfen. Es ist vielmehr Aufklärung notwendig um diese
SumpfPolitik trocken zu legen.

Endlich mal...

..ein sachliches Interview. Besonders angenehm fand ich die Aussage, dass Deutschland und Griechenland Partner in Europa sind. Deutschland ist weder Sozialamt noch Oberlehrer oder sonst irgendwas. Die beiden Staaten sollten versuchen zusammenzuarbeiten... da helfen nur leider einige Politiker einfach nicht mit.. und die sitzen zum größten Teil auf unserer Seite der Grenze...

Kein Mensch in Deutschland

Kein Mensch in Deutschland will, dass die Griechen verarmen. Im Gegenteil. Allerdings nicht auf Kosten von permanenten weiteren Geldspritzen durch Steuerzahler anderer EU Länder. Das Problem, Einnahmen und Ausgaben in sozial gerechter Weise in Balance zu bringen, muss Griechenland schon selbst lösen.

Leider verstehe ich ein griechisches Gesetz nicht, ...

.
...welches bindend regelt,

daß die griechische Oberschicht

(bereits seit Generationen !!!)

von jeglicher Steuerzahlung

b e f r e i t...ist. ???

Es ist nicht einzusehen, daß für die
staatliche N i c h t e r h e b u n g
von Steuern in G r i e c h e n l a n d

der europäische und insbesondere
auch der deutsche Steuerzahler
herhalten muß !

Der Griff in unsere Sozial- und Renten
-kassen hierzulande führt infolge-
dessen zur wesentlichen Reduzierung
der Renten(-anwartschaften)
künftiger Generationen in
unserem Land.

Gerechtigkeit - eine Farce !

Einmalige Chance

Ich persönlich sehe hier durchaus eine einmalige Chance etwas zu bewegen und zu verändern.

Natürlich nicht durch das unbegrenzte Werfen von Geld. Aber zahlen tut Deutschland in der einen oder anderen Form sowieso.

Niemand sollte in Demut kommen. Was erwarte ich denn von so jemanden. Hier kommt jemand der Hilfe braucht. Und ich hoffe, das man Hilfe finden wird und zwar so, das es nachhaltig ist.
Wer hier von Demut spricht hat nicht verstanden und weil es womöglich auch nicht.
Selbst wenn es keine Hilfe geben wird sollte der gegenseitige Respekt gewart bleiben.

Demut wird es nicht mehr geben?

Wie wäre es mit Danke?
Für die von anderen Staten bisher geschenktem Geld?
Weshalb sollten die EU Steuerzahler weiter einen Lebenstandard in GR. finanzieren, der weit über dem von Bulgarien oder Rumänien liegt, obwohl die Produktivität, Korruption, Verwaltung...
den genannten Ländern ähnelt?
Kein Cent mehr!

@karwandler

"Mal wieder griechische Traumzahlen.

Erst mal müßte die Höhe von Schadensersatzforderungen exakt dokumentiert werden, dann das ganze vor deutschen Zivilgerichten durchgefochten und außerdem der Schadensanteil auf Zahler und Zahlungsempfänger aufgeteilt werden."

Sie haben den Sinn dieser Meldung nicht verstanden. Deutschland ist Verlierer der eigenen Exportüberschüsse. Ein Teil der deutschen Überschüsse ist in Anleihen überschuldeter Staaten angelegt, deren Rückzahlung ungewiss ist. Wenn das geliehene Geld woanders nicht vernünftig investiert, sondern verkonsumiert wird, dann steht das Überschussland letztlich als der Dumme da.

So im Fall Griechenland.

Wenn ein Schuldenschnitt für GR kommt, dann verliert Deutschland Gelder. Wenn kein Schuldenschnitt kommt, dann muß mit Hilfsgeldern das heißt mit unseren Steuergeldern der Verlust ausgeglichen werden.

Deswegen muß Deutschland für Inland investieren.

Demut

"Und da spielt natürlich der Ton auch eine Rolle - etwa wenn die CSU fordert, der griechische Premier müsse mit Demut ins Kanzleramt gehen."

Dass jemand für Geld Gegenleistungen verlangt, das ist normales Geschäft. Aber Demut als Gegenleistung zu fordern, das heißt, jemanden aufzufordern, seine Würde zu verkaufen. Dass sich eine derart niedere Gesinnung bei deutschen Politikern findet, gibt mir zu denken. Ich dachte, der Schuldpranger gehöre dem Mittelalter an.

Ohne Bekämpfung der Korruption gehen Hilfsprogramme ins Leere

Wenn die Griechen mehrheitlich hinter dem Politikwechsel von Tsipras stehen, sollten sie nicht nur Erwartungen äußern, sondern selbst zu einem Paradigmenwechsel beitragen und z.B. durch Steuerzahlungen das Überleben des Staates im Euro ermöglichen. Die hilflos wirkende Tsipras-Regierung geht dieses Problem mit Beschluss von Erleichterungen von säumigen Steuerzahlern an, statt die hohen Außenstände von 76 Mrd. € einzutreiben, eine effektive Verwaltung und ein modernes Gesundheitssystem zu schaffen.

Das Land hat viel zu lange auf Pump gelebt und einen großen Schuldenberg angehäuft, ohne Reformen umzusetzen, die das Land voranbringen. Hilfsmittel der EU für gr. Zukunftsprojekte versickern in korrupten Kassen aller Gesellschaftsschichten, vor allem aber in denen der Elite und der Oberschicht, die immer noch über einen großen Einfluss verfügen und kaum Steuern zahlen. Bevor die Regierung die Schuld für die Zustände in GR auf das Ausland schiebt, sollte im eigenen Land aufgeräumt werden.

@Mbxxx: So ein Unsinn!

"Heute erst bekannt geworden, dass die Renten in GR ähnliches bis sogar höheres durchschnittliches Niveau als in Deutschland haben. Bei einem Renteneintritt "der 6-8 Jahre früher erfolgt".

Haben Sie vielleicht mal eine Quelle für Ihre Behauptungen?
Normale Angestellte gehen in Griechenland mit 65 in Rente genau wie in Deutschland. Ich kenne dort eine Lehrerin, die mit 65 Rentnerin wurde und nun von weniger als 700 Euro im Monat leben muss. Dabei sind die Preise bei Lidl in GR nicht niedriger, sondern dank der vielen Importartikel oftmals sogar höher als in D. Von Benzin oder Arztbesuchen mal gar nicht zu reden. Und die Sache mit den unbeheizten Wohnungen kann ich ebenfalls voll und ganz bestätigen! Habe dort selbst schon ein altes Regal verfeuert.

Tolles Interview - Danke!

In Griechenland sind die Deutschen übrigens höchst willkommen. Die meisten Griechen wissen Politik und Gastfreundschaft sehr gut zu unterscheiden. Genau dies sollten wir auch tun in Bezug auf Geld und Menschlichkeit! Deutsches Geld fliesst zurück an deutsche Banken - wann helfen wir den Griechen wirklich?

@17:13 von vanPaten

"Das Hyperglobalisierungsprojekt Europa hat innen zwischen Zentrum und Peripherien um Deutschland so viel verschiedenartige Risse erzeugt, dass es kaum noch zusammenzuhalten ist, geschweige denn von Erweiterungen wie mit Türkei und UA träumen sollte, ohne sich wegen Überforderung der Bürger im Zerfall zu finden."
.
Es gibt die Ansicht, dass vor allem ein aus dem Ruder gelaufener Finanzmarkt Ursache dieser Risse ist. Es sind nicht die Bürger. Aber genau bei diesen werden wieder nationalistische Töne laut. Das dürfen wir nicht zulassen. Wir dürfen uns nicht vor den Karren falscher politischer Entscheidungen spannen lassen. Wir brauchen in der EU eine Art New Deal, dass wäre eine echte Chance Europa wirtschaftlich und politisch näher zusammen zu bringen.

re orfee

"Sie haben den Sinn dieser Meldung nicht verstanden. Deutschland ist Verlierer der eigenen Exportüberschüsse."

In der Meldung, die ich kommentiert habe, war von Entschädigungen die Rede, die Rüstungskonzerne wegen Schmiergeldzahlungen leisten sollen.

Sie müssen schon selbst den Überblick behalten, wie Ihre und antwortende Kommentare zusammengehören.

Eigenes Geld der Griechen

@Karwandler__Wie hat denn Griechenland Gehälter, Pensionen und Renten gezahlt, wenn die eigenen Steuereinnahmen nicht reichten?_

Mit ihrem eigenen erwirtschaftetes Geld .Das war noch nicht einmal in der Diskussion mit Söder oder Kauder(ZDF)angezweifelt worden.Erst informieren dann wieder schreiben.

Diverse Regierungen haben in

Diverse Regierungen haben in den letzten 6 Jahre nichts gebacken bekommen, aber diese soll in 6-8 Wochen eine Komplettlösung anbieten.

Einfach krass!

Besuch Tsipras

1. stellen Sie sich vor, Sie haben große Schulden bei einer deutschen Bank. Und Sie beschimpfen den Bankdirektor öffentlich. Glauben Sie, daß Sie dort noch weitere Darlehen bekommen?
2. wenn wir weiteres Geld nach Griechenland schicken - um den wirklich Armen zu helfen - möchten wir sicher sein, daß es bei denen ankommt.
Und wir möchten sicher sein, daß es in Zukunft generell besser wird!
Dazu halte ich konkrete und fest vereinbarte Reformzusagen für nötig.

@schlagfertig - nichts geschenkt

Das "geschenkte" Geld wurde auch an deutsche Banken und Aktionäre weitergereicht und dank der Arbeit der Troika ist die griechische Schuldenlast um 50% gestiegen. Ein Feuer wurde hier mit Benzin gelöscht.
Außerdem ist es NICHT Zweck der EU das Lebensniveau in den Mitgliedsstaaten auf bulgarisches Niveau sinken zu lassen, sondern Bulgarien zu helfen einen höheren Lebenstandard zu erreichen.

Demut würde den Deutschen gut stehen. Wer 2 Billionen Euro Schulden angehäuft, ist nicht der beste Schuldnerberater.

re SEPP58

"Mit ihrem eigenen erwirtschaftetes Geld .Das war noch nicht einmal in der Diskussion mit Söder oder Kauder(ZDF)angezweifelt worden.Erst informieren dann wieder schreiben."

Dann informieren Sie sich mal, wie die Steuereinnahmen in Griechenland zu Jahresbeginn eingebrochen sind, und erzählen Sie dann nochmal, dass Griechenland damit den Staatshaushalt abzüglich Schuldendienst selbst finanzieren kann.

Demut - Hochmut???

Was für ein tolles Statement "Demut wird es nicht mehr geben" natürlich, man leiht sich Geld, zahlt es nicht zurück, sondern versinkt nur immer tiefer im Schuldensumpf und dann erklärt man, das "Spardiktat" muss "gebrochen" werden usw. und natürlich "man kann ein "stolzes Volk nicht fortwährend demütigen" und lenkt damit von der eigentlichen Debatte ab!
Ein - allerdings deutsches - Sprichwort sagt: "Dummheit und Stolz wachsen auf dem gleichen Holz" - das halte ich, bei so mancher Äußerung und Handlung unserer griechischen Freunde in den letzten paar Wochen - für betrachtenswert.
Demütigung des Schuldners steht aber auch dem Gläubiger nicht zu und ein solches Verhalten ist nicht zu dulden.
Vielleicht sollte man statt "Stolz und Demut" das Wort "Würde" in die Debatte einführen: Es geht nicht, den Griechen ihre Würde zu nehmen, sondern alles muss darauf gerichtet sein, dass sie ihre Würde bewahren können.
Seien wir also würdig und respektvoll mit ihnen aber klar und nicht nachgiebig!

@17:57 von Helmut Baltrusch

"..sollten sie nicht nur Erwartungen äußern, sondern selbst zu einem Paradigmenwechsel beitragen..."
.
Sehr witzig. Es liegt doch wohl auf der Hand, dass diejenigen, die hinter Tsipras stehen nicht diejenigen sind, deren Einkommen so hoch ist, dass deren Steuern einen Unterschied machen würden. Die hohen Einkommen müssen zu Steuern gezwungen werden.
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"Die hilflos wirkende Tsipras-Regierung geht dieses Problem mit Beschluss von Erleichterungen von säumigen Steuerzahlern an, statt die hohen Außenstände von 76 Mrd. € einzutreiben, eine effektive Verwaltung und ein modernes Gesundheitssystem zu schaffen."
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Verstehe, in 2 Monaten mal eben eine effektive Verwaltung und ein neues Gesundheitssystem installieren. Na, sowas geht bei uns ja viel schneller.
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Diese Regierung braucht Zeit. Die hat sie bislang überhaupt nicht bekommen. Und es sollte in unserem Interesse sein, dass sie nicht scheitert. Ich stimme da Herrn Pantelouris zu.

Frage an Herrn Michaelis Pantelouris

wo war Herr Michael Pentelouris während der letzten 20 Jahre, als es darum hätte gehen müssen Verwaltung, Krankenversicherung, Steuern und und und zu organisieren usw. - ich kanns ihnen sagen nirgens. Griechenland fährt mit dieser Masche seit Jahrzehnten überaus recht bequem und easy. Diese von ihm vertretene Ideologie und Rechtfertigungen sind nichts anderes als Statements zur Verschleierung des griechischen lockeren Lebensstils weiter Teile der Bevölkerung aber auch der sogenannten Eliten immer auf Kosten der Bürger Europas. Allerdings nicht so komfortabel versorgt mit Rentenzahlungen, die in weitem Umfang mit Krediten bezahlt wurden und die man jetzt gerne loswerden will, egal wie!

Leider hat die griechische

Leider hat die griechische Regierung sämtliche Probleme auf ihrer Seite - ihr Start ist denkbar schwierig und hat beim deutschen Volk sämtliches Vertrauen verspielt daher hoffe ich dass Frau Merkel alle Taschenspieler abblitzen lässt, denn es ist das Geld unserer Kinder was hier eventuell begraben wird!

@karwandler

"In der Meldung, die ich kommentiert habe, war von Entschädigungen die Rede, die Rüstungskonzerne wegen Schmiergeldzahlungen leisten sollen."

Ja genau und diese Schmiergelder wurden für den Export ausgegeben.
Damit die Griechen die Kredite von den Deutschen Banken nehmen und sich die deutschen Waren (made in Germany) leisten können, wurden sie bestochen.

Deswegen hat Griechenland mehr als nötig für Militär investiert und sich dabei verschuldet. Die Leute dort wurden bestochen, damit sie das tun und DE mehr exportieren kann.

Diese aggressive Exportpolitik wird noch zum Verhängnis, wenn Länder wie Griechenland aufeinmal einen Schuldenschnitt verlangen, pleite gehen oder die EU Zone sich verkleinert.
Aufgrund dessen gibt es auch so viele Arbeitslose bei den Nachbarn, weil die Wirtschaft dort stagniert. Die dumping Löhne tun auch den Rest.

Wenn England und Frankreich z.B. aus der EU Zone raus sind, dann wird es ernst. Deutschland spielt ein sehr riskantes Spiel.

re lamusica

"Und es sollte in unserem Interesse sein, dass sie nicht scheitert."

Stimmt. Und in ihrem Interesse sollte es sein, durch Verlässlichkeit und das Einhalten von Abmachungen den Eindruck zu vertiefen, dass sie nicht scheitern wird.

ich mag diese Doppelzüngigkeit nicht

Wer immer noch daran glaubt, dass die "Merkel-Schäuble-Strategie" für Griechenland und andere südliche Euroländer (durch Sparen aus der Krise zu kommen) funktioniert, der suche im Internet nach den Stichworten Merkel + Nobelpreisträger + Lindau.

Auch ein aufmerksames Lesen von John Maynard Keynes "General Theory" führt zu dem Schluss, dass die hauptsächlich von Deutschland propagierte Strategie des staatlichen Sparens in Krisenzeiten Quatsch ist. Unsere eigene Regierung hat damals in der Krise ja auch eine ganz andere Strategie für Deutschland gewählt.

Wer die Troika für unschuldig an den verfehlten Reformen in Griechenland hält, schaue sich die Dokumentation "Die Troika: Macht ohne Kontrolle" an.

Wer Griechenland mangelnde Reformen vorwirft, schaue sich die Sendung Monitor vom 05.02.2015 an (ausgestrahlt in der ARD).

Und wer sich jetzt ein hartes Durchgreifen gegen Griechenland wünscht, der freue sich auf die nächste Wirtschaftskrise in Deutschland *Ironie*

Wer im Glashaus sitzt.....

Also ich sehe mich nicht im Glashaus sitzen, aber Steine schmeiße ich dennoch: An meine toten Eltern wird keine Rente weiter gezahlt, wie das in Griechenland tausendfach vorkam, vielleicht sogar weiterhin so geschieht. Gibt noch sehr viel mehr Beispiele von Betrügereien, Steuerhinterziehungen und Korruption. Wie üblich - den Reichen geht's dabei fantastisch, die kleinen Leute leiden. Wenn diese neue Regierung es ernst meint, damit aufzuräumen und einen Wandel zu einem wirtschaftlich stabilen Land herbei zu führen, dann müssen Taten den schönen Worten folgen. Hilfe werden sie nur kriegen, wenn man ihnen vertrauen kann. Das haben sie allerdings schon durch den erschwindelten Eintritt in die EU verspielt und das bisherige Auftreten der neuen Regierung ist nun nicht eben geeignet den potentiellen (und potenten) Geldgebern Freudentränen in die Augen zu zaubern.

Mit welchen Problemen ...

...kommt der griechische Ministerpräsident Tsipras nach Deutschland?
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Mit den hausgemachten Problemen Griechenlands! Und Deutschland wird dafür gerade stehen...

Eigenes Geld der Griechen

@Karwandler_wie die Steuereinnahmen in Griechenland zu Jahresbeginn eingebrochen sind, und erzählen Sie dann nochmal, dass Griechenland damit den Staatshaushalt abzüglich Schuldendienst selbst finanzieren kann.__Die Diskussion mit Kauder war vor einber Woche und der Wirtschaftsproff aus GR hat das bestätigt.Die Söder Diskussion war vor 14 Tagen und die beiden Wirtschafts Proffs in der SEndung haben das angesprochen und auch diese haben bestätigt das GR nur Schulden getilgt haben und die Löhne,Pensionen ETC .aus eigenem Geld bezahlt wurden.Wenn an ihrer Sicht etwas dran wäre hätten sowohl Söder als auch Kauder dem widersprochen.Haben sie aber nicht.Da herrschte einvernehmen.

@17:27 von Orfee

"Mit Dumpinglöhnen und Exportüberschüssen runiert Deutschland laut Wirtschaftsnobelpreisträger Krugman seine Nachbarn. "
.
Endlich mal ein vernünftiger Kommentar, vielen Dank! Um das Problem in seiner kompletten Größe zu erkennen, muss man hier nämlich ein paar Schritte zurückgehen. Besonders pikant hierbei: der Deutsche zahlt doppelt, weil er trotz Wirtschaftswachstum Dumping Löhne hinnimmt und über die Steuern dann die Folgen dieser Wirtschaftspolitik tragen muss.

@karwandler von 17:03h

Werter Mitforist karwandler:

Unter Bezugnahme auf Ihren Kommentar von 17:03h

Wo kanns die deutsche Regierung besser ?

Soll ich aufzählen, welche Wahlversprechen die amtierende Bundesregierung seit Regierungsantritt immer noch nicht wahr gemacht hat - neben einer Maut, die nicht kommen sollte, jetzt aber doch kommen soll und die im Konzept immer noch nicht ansatzweise ausgereift ist?

Atomüllendlager ? Noch nicht gelöst.

Asse? Immer noch nicht gelöst.

Mindestlohn: Wieder Überarbeitungswürdig.

KrankenKassenreform: Stückelwerk.

Rentenreform: Nicht gelöst.

Energiewende: Etliche Fragen offen.

Steuerschlupflöcher: Immer noch da.

Die Liste können Sie beliebig fortführen.

Wie gesagt, führt man sich all DIES vor Augen, wird Einem schnell deutlich, wie unterschiedlich hier der "Zeitbegriff" ausgelegt wird:

Und zwar stets zum Nachteil der neuen griechischen Regierung, die nicht einmal 2 volle Monate im Amt ist.

17:18 von schaunwamal

"Griechenland ist nur der Anfang die anderen Wackelkandidaten folgen danach."
.
Richtig, sogar Frankreich wackelt inzwischen. Man will sich nicht ausmalen, wohin der Wahnsinn führen kann, wenn die nächste Krise losbricht. Und sie wird losbrechen, zwischen dotcom blase und der Finanzkrise 2007 lagen ganze 7 Jahre. Und auf dem Finanzmarkt hat sich nicht wirklich viel getan.

Herr Pantelouris! Nicht die

Herr Pantelouris!
Nicht die Politik in Europa ist an GR gescheitert, sondern die Politik in GR.
Hätte die Politik in GR die Weichen in Richtung Arbeitsmarktreform, Verwaltung und Steuerpolitik gestellt hätte es auf der Habenseite besser ausgesehen. Das ist die Schuld der Vorgängerregierung. Nicht die der Geldgeber.

Unterstützt Griechenland jetzt!

Mir ist es wichtig, dass wir die neue Regierung, die den Filz aufbrechen will, der dort lange geherrscht hat und die Misere verantwortet, dass wir diese Regierung unterstützen und nicht gegen die Wand fahren lassen.

Sparen hilft manchmal, aber man kann ein Land auch kaputtsparen. Das ist mit Griechenland geschehen. Das Geld, was wir als Exportnation Griechenland geliehen haben (gegen gute Zinsen!), ist direkt wieder zu unseren Banken und Konzernen zurückgeflossen. Wieviel davon ist wirklich in Griechenland geblieben?

Ich bin überzeugt: bisher haben wir nur uns selber gerettet, nicht die Griechen.
Gebt ihnen eine Chance!

Reformen sind notwendig

Es wird doch von niemandem angezweifelt, dass Reformen notwendig sind. Offenbar hat Griechenland ein Einnahmen/Ausgaben Problem, was zu einem grossen Teil strukturell bedingt ist. Dieses wird nicht behoben, indem man einfach Geld ins System streut, sondern man muss wirklich etwas aendern. Von daher kann man den Druck Resteuropas auf Griechenland gut verstehen. Soweit ich verstanden habe sind es die Forderungen von Tsipras/Varoufakis eben nicht geeignet gewesen.
Andererseits muss man natuerlich sicherstellen das die Leute in Griechenland nicht verhungern. Vielleicht sollte statt Geld Suppenkuechen und dergleichen eingerichtet werden. Da weiss man wenigstens, das es ankommt und nicht in dunklen Kanaelen verschwindet.
Ich hoffe, dass man sich konstruktiv auf Uebergangsloesungen einigen kann, damit es langfristige Loesungen in aller Interesse gibt. Im Endeffekt ist die EU auf Dauer angelegt und ich bin sicher, dass Griechenland prinzipiell boomen kann. Dann kriegen wir auch Kredite zurueck

@18:33 von karwandler

Die Abmachungen waren nicht gut, dass hat die Zeit gezeigt. Und sie waren wirtschaftswissenschaftlich - zumindest so wie sie über die Medien erklärt wurden - totaler Humbug.

um 18:46 von SanVito

"Warum bloß wurden die Vorgänger-Regierungen von der EU unterstützt? Darüber sollte man einmal nachdenken!!"
Zitatende

---

Nachdenken abgeschlossen! Die Vorgänger-Regierungen waren:
systemkonform
marktkonform

es ging lange gut und vielen jetzt auch noch.

Ich fand das 2008 sehr sozial vom Staate
Griechenland,daß unsere Urlaubsbekanntschaft mit 38 und 44 Jahren
in den Vorruhestand gehen konnten,weil sie
noch ein drittes Kind bekommen haben.
Man musste ein wenig Beziehungen haben, und dann hat das funktioniert,und das bei vollen Bezügen.
Es haben sehr,sehr viele Menschen in Griechenland vom Wohstand auf Pump profitiert.
Und ich glaube nicht,daß dem Ehepaar jetzt
ihre Rente gestrichen wurde.

@magsus griechische Renten Quellen

http://www.wallstreet-online.de/nachricht/7479257-zahlen-zu-griechischen...

D.h. kurzgesagt, die Renten in Griechenland sind gemessen an der Wirtschaftsleistung immer noch zu hoch, selbst wenn das viele nicht hören und wahrhaben wollen.

Tolles Interview

- kenntnisreich, reflektiert und kritisch!

re orfee

"Damit die Griechen die Kredite von den Deutschen Banken nehmen und sich die deutschen Waren (made in Germany) leisten können, wurden sie bestochen."

Das ist systematisch kompletter Quatsch.

Derjenige, den ich besteche, ist nicht zuständig für Kredite und schon gar nicht, von welcher Bank die kommen. Ich besteche den, der über die vom Parlament beschlossenen Gelder des Staatshaushalts für Beschaffungen entscheiden kann.

Das Geld für die Ausgaben, über die der zuständige Herr Grieche entscheidet, ist längst da, und ich sehe keinem Euro aus der Staatskasse überhaupt noch an, ob es vorher ein gepumpter oder ein Steuereuro war.

"Deswegen hat Griechenland mehr als nötig für Militär investiert und sich dabei verschuldet."

Den Militärhaushalt hat das griechische Parlament beschlossen, und das Parlament wurde von den Griechen gewählt.

"Wenn England und Frankreich z.B. aus der EU Zone raus sind ..."

England ist nicht in der Eurozone. Soviel noch zum Thema sachkundige Kommentare.

re 17:40 von Willy.A

re 17:40 von Willy.A
"dabei hat das Land so sehr gespart" ????....

.... Was verstehe ich an dieser Aussage Nicht?
Mein Sohn, 5 Jahre alt.... spart auch.... er wirft Münzen in seine Spardose...
wenn er sie öffnet ist Geld darin.... jedesmal s mehr... und er ist stolz, dass er spart. Er hat auch begriffen, dass er nur von dem etwas sparen kann, was er hat.
Wenn nichts da ist, das hat er schon erkannt, dann kann er auch nicht sparen. Er weiss auch, dass er nicht mehr kaufen kann, als ihm an Geld zur Verfügung steht.
Hätte Griechenland auch gespart, so hätte es keine Schulden./////////////////////////
*
Sie haben Recht! Eigentlich sollte es sein, wie bei Ihrem Sohn!
*
Aber irgendwann auf seinem Weg wird diese Logik, ganz "logisch" beseitigt!
*
Für Nachahmer der unmäßigenen Neuverschuldung der öffentlicher Haushalte in Deutschland wurde extra die Privatinsolvenz geschaffen!
*
Wirtschaftswissenschaft ohne Bilanz und Tilgungsplan?
*
"Honi soit qui mal y pense" (Satire aus)

re to Wonderful World

_Wer im Glashaus sitzt...._

Vollkommen realistischer Kommentar,
dem stimme ich zu.

MfG wm

@ olifaar Sie haben völlig

@ olifaar

Sie haben völlig recht !
GR Probleme sind hausgemacht. Syriza sollte die einmalige Chance ergreifen sofort tiefgreifende Reformen durchzuführen.

Mein Wunsch wäre,

dass kein Mensch der Mittelschicht und der
unteren Schicht ,solche pers.Einschnitte hinnehmen muss,wie der grösste Teil der Griechen.Es ist leicht immer auf die Griechen einzuhauen,ohne überhaupt einmal darüber nachzudenken,dass es nicht diese jetzige Tsipras-Regierung gewesen ist,welche diesen Schlamassle verursacht hat.Es waren die Sozis und die Konservativen,welche Griechenland
an den Abgrund geführt haben.Weil jetzt eine "Linke Regierung dort das Sagen hat,wird nun das meiste so hingedreht,als ob Tsipras das
alles zu verantworten hat und die Medien spielen dieses Spiel munter mit.Ich möchte
all die Leute sehen,welche jetzt alles besser wissen und die Griechen als Volk ansehen,welches nur auf Kosten anderer Völker leben möchte,wenn in Deutschland mal der Wurm drin ist und sie alle mal von
einer Wirtschaftskrise gerupft werden.Dann
ist aber hier der Teufel los.Man sollte schon
mal die Hintergründe richtig kennen,bevor man gegen die Griechen zum Sturm bläst.
Man kann nur noch weinen.

Tsipras kündigt bei PK in Berlin Strukturrreformen an

Um die Probleme Griechenlands konstruktiv lösen zu können, kündigte Tsipras heute auf der PK mit Fr. Merkels Strukturreformen an. In den Gesprächen im Kanzleramt solle nach Erörterung der Übereinstimmungen und der Differenzen ein politischer Rahmen besprochen werden als Basis für die institutionellen Regelungen mit den Geldgebern.

Offenbar hat man in Athen verstanden, dass es seitens der EU, der Eurogruppe und der Kreditgeber nur Hilfsprogramme geben kann bei griechischen Gegenleistungen. Das ist ein Fortschritt. Die Strukturreformen sollten so angelegt werden, dass sie Griechenland nachhaltig voran bringen bei der Lösung der Probleme (effektive Verwaltung, Steuerfandung, Korruption, Gesundheit, Wirtschaft und Beschäftigung etc.). Andernfalls würde es wohl auch niemanden geben, der in GR auch nur einen Euro investieren würde.

re firefighter1975

"Wie gesagt, führt man sich all DIES vor Augen, wird Einem schnell deutlich, wie unterschiedlich hier der "Zeitbegriff" ausgelegt wird"

Sie können eine ähnliche Liste mit Langzeitproblemen auch für Griechenland machen. Nur hat das auch nichts zu tun mit der Frage, ob man sich an die Arbeit macht das dringendste Problem in die Hand zu nehmen: Geld, Geld, Geld.

@lamusica

"Endlich mal ein vernünftiger Kommentar, vielen Dank! Um das Problem in seiner kompletten Größe zu erkennen, muss man hier nämlich ein paar Schritte zurückgehen. Besonders pikant hierbei: der Deutsche zahlt doppelt, weil er trotz Wirtschaftswachstum Dumping Löhne hinnimmt und über die Steuern dann die Folgen dieser Wirtschaftspolitik tragen muss."

Danke auch.
Wenn dieser Exportwahn nicht aufhört, dann steuert Deutschland auf eine ganz große Katastrophe. Den Verlust des Exportüberschusses können unsere Steuern auch nicht mehr ausgleichen.

Mit einer Bonität AAA wird sich Deutschland mehr Kredite leihen und sich noch mehr verschulden. Die eigentlich gute Kreditwürdigkeit ist für DE eine Falle für mehr Verschuldung und die Euroabwertung die zweite Falle für mehr Export.

Wir werden damit immer unbeliebter bei unseren Nachbarn. Selbst USA beschwert sich wegen des Exportüberschusses.

So fährt Titanic sicher und unaufhaltsam seinen Weg zum Eisberg. Die EU wird uns noch zum Verhängnis.

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Die Moderation

Wer hat denn die Kredite an Griechenland gewährt?

Kann mir das jemand erklären? Wenn ein Banker einem Häuslebauer einen Kredit gewährt ohne vorher umfassend die Kreditwürdigkeit zu prüfen und es kommt zum Ausfall, dann bekommt dieser mächtig eine auf 'n Deckel, oder? Welche Banker, welche Verantwortlichen haben sich bei der Gewährung der Kredite an Griechenland auf diese mafiösen politischen Eliten eingelassen und es zugelassen das ein ganzes unschuldiges Volk jetzt so dermaßen darunter leidet. Wer war das denn? Oder war das alles in Ordnung, wir sind die Guten und die Griechen sind die Bösen?? Kann mir das jemand erklären? Vielen Dank!

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