Kommentare

Eigentlich nicht so schwierig...

...treibt die griechische Regierung nun Steuern bei sich ein oder lassen Sie Frau Merkel Steuern in Deutschland eintreiben und nach Griechenland überweisen?

Klaus von Hessen

Und wenn nun Tsipras ganz anders plant?

Wäre er davon überzeugt, dass seine Regierung Griechenland sanieren kann, hätte er keine Zeit verstreichen lassen.

Längst hätte sein Finanzminister mit der Schweiz ein Abkommen über die Besteuerung griechischer Vermögen ebendort beschlossen. Die Schweizer wären dazu bereit, schnell zu handeln.

Er hätte vielleicht nicht auf die Troika gehört, aber er hätte, gemeinsam mit ihr, einen Kassasturz gemacht. Um zu wissen, wo Griechenland genau steht.

Er würde Steuerrückstände härter eintreiben lassen.

Damit hätte er sofort beginnen können. Vor 2 Monaten schon.

Da er das nicht tat, drängt sich der Verdacht auf:

Tsipras will seinen Staat nicht so sanieren.

Sein einziger Plan ist, mehr Geld als bisher aus dem Ausland bekommen. Viel mehr.

Und es ist ihm egal, unter welchem Titel. Nur mehr als bisher, muss es sein.

GR soll, ähnlich wie ein Kleinkind von seinen Eltern lebt, durch die EU finanziert werden.

So ergeben die vielen Reisen nach Europa Sinn. Und die wenigen Anstrengungen zu Hause

Greichenalnd oder Deutschland - Austritt!

"Gabriel betonte, es müsse endlich etwas getan werden, damit die Menschen in Griechenland wieder in Arbeit kämen und die sozialen Probleme gelindert würden."

Und das aller wichtigste wäre ein Austritt aus dem Euro.

Und wenn Griechenland nicht aus dem Euro austritt, dann sollte Deutschland austreten.

Was weiß Tsipras

Kennt Tsipras die wahre Situation Griechenlands überhaupt? Hat Varoufakis ihm den wirklichen Kassenstand mitgeteilt? Für wie viele Tage reicht das Geld noch bis zur Staatspleite?

@ Klaus von Hessen

Eigentlich nicht so schwierig...
...treibt die griechische Regierung nun Steuern bei sich ein oder lassen Sie Frau Merkel Steuern in Deutschland eintreiben und nach Griechenland überweisen?

EINFACH UND PUNKT......
SUPER..............

Euro gemeuchelt, Euroerhalter auf Kuschelkurs mit Tsipras

Ist ja eine große Erkenntnis beim Vizekanzler und Wirtschaftsminister Gabriel, dass die Konjunkturhilfen die Konjunktur abwürgten und Massenarmut erzeugten und die Hilfszahlungen zumeist bei "den Banken" ankamen. Womit er den Eindruck erweckt, es wären griechische und nicht auch neben französischen die Deutsche Bank gewesen.
Es war eben alles ein Bankenrettungsprogramm, keines zum Staatsschuldenabbau oder gar Wirtschaftsaufbau.
Schon daher mussten alle "Reformpläne" der Goldmann-Technokraten Makulatur sein. Es waren reine Sparprogramme der Sozialausgaben bzw. verordneter Sozialabbau als politisches Programm. Nur Militär -und Zahlungen in die EU-Gehälter blieben unangetastet.
Hartzmann Gabriel durfte zusehen, wie auch Sozialdemokraten dafür vom Wähler abgestraft werden (s. auch Frankreich und Spanien).
Plötzlich sieht die EU eine humanitäre Katastrophe in GRE - dabei ist sie als Troika-Mitglied u. sozialer Friedensnobelist Mitverursacher.
Politisch den Euro erhalten, so Gabriel.

Die Banken sind also schuld?

Das Problem mit Griechenland ist dass es keine verlässlichen Zahlen gibt. Sind nun die Renten in Griechenland wesentlich höher als in Deutschland? Keiner weiß das so genau. Natürlich ist es für einen Politiker verlockend Wahlgeschenke zu verteilen. Hohe Renten kommen da immer ganz gut. Und deshalb ist es vielleicht schon glaubhaft dass die griechischen Renten früher und höher sind als die deutschen. Nur, ganz genau weiß das eben auch wieder niemand!

Andalusien <>Griechenland?

Am 23. März 2015 um 07:23 von firefighter1975
von Joes daily World von 06.06 h

In Ihrem Kommentar schrieben Sie:
"Danach die Probleme so zu lösen, wie angekündigt - etwas völlig anderes."

Man muss wohl - der Fairness halber - betonen, WIE lange Griechendlands neue, demokratisch gewählte Staatsführung jetzt an der Macht ist: Nämlich seit dem 26.01.2015- also knappe 2 Monate. Sie übernahm ein - seit Jahren- völlig marodes Land, das zu diesem Zeitpunkt MEHR als nur pleite war - und das auch vorher schon bekannterweise auf die neuen Hilfskredite im Frühling angewiesen sein würde: Egal, wer die Wahl gewinnt. Realistisch gesehen: Was genau erwarten Sie denn innerhalb von knapp 2 Monaten für gewaltige, sichtbare Veränderungen ??? Das Syriza innerhalb von 2 Monaten mittels "Fingerschnippen" die griechische, völlig desolate Wirtschafts- und Finanzlage gesundwuppt?
In einem Zeitrahmen von 2 Monaten wohl KAUM realistisch. Dass Reformen auch Zeit brauchen, gesteht man anderen zu : Aber wieso ei

@ Joes daily World

"Wäre er davon überzeugt, dass seine Regierung Griechenland sanieren kann, hätte er keine Zeit verstreichen lassen.

Längst hätte sein Finanzminister mit der Schweiz ein Abkommen über die Besteuerung griechischer Vermögen ebendort beschlossen. Die Schweizer wären dazu bereit, schnell zu handeln.

Er würde Steuerrückstände härter eintreiben lassen.

Damit hätte er sofort beginnen können. Vor 2 Monaten schon."

Wenn die Welt doch nur so einfach wäre. Stellen sie sich nur einmal Folgendes vor. In Bayern würde bei der nächsten Wahl die CSU abgewählt werden. Die neue Regierung würde mindestens ein Jahr gebrauchen, um auch nur ansatzweise die verfilzten Strukturen zu entflechten. Wer glaubt, dass so etwas in wenigen Tagen passieren kann, sollte mal seinen Realitätssinn hinterfragen. Für ihre anderen absurden Behauptungen reicht der Platz leider nicht. Abkommen mit der Schweiz sind erfahrungsgemäß auch nicht in wenigen Tagen zu erzielen, wie die Vergangenheit gezeigt hat.

Dass die

Dass die Griechenland-"Geschichte" nicht klappt, hat inzwischen wohl jeder begriffen, aber keiner traut sich, der Welt diese Tatsache mitzuteilen. Kein Wunder: Man weiß ja aus der Geschichte, was mit dem Überbringer schlechter Nachrichten geschieht.

Nanu ?

"Gabriel betonte, es müsse endlich etwas getan werden, damit die Menschen in Griechenland wieder in Arbeit kämen und die sozialen Probleme gelindert würden".

All die Jahre war der Frontmann der deutschen Sozialisten doch absolut einverstanden damit, dass durch die Rettungspakete vorrangig die Banken bedient wurden und nicht die soziale Not gestoppt bzw. das Elend vieler Griechen gelindert.

Die Not sehr vieler Griechen (vor allem der Kinder) wuchst in den letzten Jahren exlosionsartig und weithin sichtbar, doch Gabriel, so wie viele andere in der SPD schwiegen.

Jetzt, wo Griechenland in weiten Teilen dem Albanien der 60er Jahre ähnelt, da erwacht der dt. Vize-Kanzler.

Ein wenig unglaubwürdig Herr Gabriel !

Wichtiger ist eh das Durchdrücken des TTiP, gell ?

Was ist den seit der Wahl

Was ist den seit der Wahl passiert - nix!!!
Die bewegen sich nur wenn sie etwas wollen. Zuhause angekommen ist dann wieder alles anders. Warum fährt man jetzt "Kuschelkurs" und gesteht nicht einfach das Scheitern ein!

@AfDwaehlender E...

"Und wenn Griechenland nicht aus dem Euro austritt, dann sollte Deutschland austreten."

Zumindest für die Deutsche Wirtschaft ist der Euro eine gute Sache gewesen, und sekundär hat die Gesellschaft auch gut daran verdient das alle anderen gerne Made in Germany kaufen. (auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen)

"Und das aller wichtigste wäre ein Austritt aus dem Euro."

Nun, mir stellt sich die Frage "und dann?" Es gibt keine einfachen Lösungen für komplexe Probleme und das Problem ist komplexer als es sich am Stammtisch besprechen lässt.

Wenn der Euro den Bach runtergeht, geht auch die EU den Bach runter und dann sollte sich besser niemand mehr aufregen wenn China, USA und andere sagen was hier zu passieren hat.

Grundsätzlisch falsch!

Es ist grundsätzlich eine sehr schlechte Idee, daß Deutschland oder mein Heimatland Großbritannien mit Griechenland, Italien und Spanien in einem politischen oder finanziellen Verein sein sollte.

Blitzmerker Gabriel

Ei der daus, da stellt jetzt unser Wirtschaftsminister fest, das es in Griechenland zu einer heftigen sozialen Schieflage und Not bei weiten Teilen der Bevölkerung gekommen ist, weil die Hilfsgelder überwiegend den Banken geholfen haben.

Wie vertrauenswürdig und zuverlässig sind seine Informationsquellen, daß er das nicht schon sehr viel früher hätte wissen können?

Bei unserem Euro-Schulz ist die angesagte Tagesparole "Ball flach halten!" allerdings auch noch nicht angekommen.

Banken schuld?

Es sind nicht die Banken die in erster Linie Schuld sind.

Es sind die Politiker die Greichenland in die EU und die EZ gelassen haben und die Banken gerettet haben statt sie bankrott machen zu lassen, die schuld sind.

Wenn Tsipras bereit ist, mit der EU und der

Schweiz die Steuerhinterzieher zu belangen, dann soll er auch ein drittes Hilfsprogramm bekommen. Wenn aber bei der Steuereintreibung nichts voran geht, dann wäre ich dagegen. Es darf nur der Erfolg belohnt werden.
Damit die Menschen in Griechenland endlich wieder in Arbeit kommen, muss erst eine Grundvoraussetzung geschaffen werden. Es braucht nämlich als erstes ein funktionierendes Steuer- u. Verwaltungssystem, bevor hier Firmen investieren. Schlampige Behörden kann kein Unternehmer brauchen. Wer hat schon die Zeit und die Lust wochenlang auf dringende Papiere zu warten.

griechenland

tja jetzt wird wieder eine Show gemacht und am ende ist der Patient doch tot.

@10:18 von ein sehr fairer...

... auch Ihre Phrasen kann und will man hier nicht mehr hören und lesen - der Satz "in den Euro eingeschlichen" ist als Argument jetzt endgültig "ausgelutscht". Deutschland und Frankreich haben damals selbst Kosmetik an ihren Finanzlagen betrieben und von der Eurokommission wurde ein Defizitverfahren eingeleitet. D und F lehnten daraufhin auch für GR scharfe Kontrollen ab, um nicht selbst in Bredouille zu geraten! Erst schlau machen, dann schlau schnacken, werter "ein sehr fairer..."!

@Am 23. März 2015 um 10:18 von ein sehr fairer...

"Und ihre Kritik gegen die Banken ist völliger Quatsch,denn nur Banken können dem Staat Geld leihen und auch die Gehälter."

Es war früher durchaus üblich, dass die Geldschöpfung in staatlicher Hand lag.

Jetzt raten Sie mal, wer im letzten Jahrhundert die Abschaffung dieses Prinzips durchgesetzt hat.

Grünen-Polemik

... Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter demonstriert hier sehr anschaulich den Einsatz von Polemik, wie er leider durch alle Parteien verbreitet ist.
Die sog. "Schulmeisterei" gegenüber Athen impliziert einen ungerechten Rohrstock-Stil der Bundesregierung, das Wort "Spaltung" wiederum lässt Bilder eines aktiven, gewalttätigen Axt-Einsatzes aufkommen. Richtiger wäre gewesen, von "Rissen" zu sprechen, die sich in der kontroversen Griechenland-Frage aufgetan haben.
Warum agieren Grüne und Linke so unpatriotisch und ergreifen regelhaft Partei für "die anderen"? Ist ihnen die sozialistische/kommunistische Internationale wichtiger als das eigene Land? Ich fühle mich durch solches Verhalten verkauft.

Alles was gemacht wird,

Wird einfach schlecht geredet! Im Moment profitiert Deutschland von der Krise, und nur Deutschland! Der schwache Euro ist ein gignatisches Konjunkturprogramme für die dtsch Exportwirtschaft! Man sollte auch nicht vergessen das in der Zwischenzeit auch über 300 Mio. Zinsen an Deutschland/Deutsche Bak überwiesen wurden. Davon redet aber keiner. Da kommt doch dann durchaus der Verschworungsgedanke ob Deutschland nicht eher ein witschaftlich/politisches Interesse an der Krise hat, zumindest bis zur Einführung der D-Mark, denn dann kann sie einen Witschaftsraum mit der Schweiz gründen, da die Produkte so teuer werden, das keiner mehr kauft! Aber das sind alles Stammtischparolen, lassen wir die Leute einfach mal arbeiten und hören wir doch nur mal dem anderem oder Vorurteil zu, dann finden sich auch Lösungen!!!

10:11 dummschnacker

Wenn es tatsächlich so ist, dass die griechische Regierung keine Ahnung von der finanziellen Situation des Landes hat/haben kann, sind weitere Hilfszahlungen anderer Länder schon gar nicht gerechtfertigt.

Revoluzzer

Den Anderen immer sagen was sie falsch machen, ist etwas Anderes als es selbst richtig machen. Genau vor diesem Problem steht Tsipras. Er kann nicht alles alleine machen und sein Varoufakis ist doch auch ein Traumtänzer.
Wenn er Heute kommt, machen wir es doch wie er. Wir grinsen, sind freundlich, sagen was wir von ihm wollen und dann werden wir sehn. Er hat doch verstanden, genau das bezweifle ich aber noch immer. Nur bitte keinen Millimeter mehr nachgeben. Wir haben genug von dem Loch im griechischen Meer. Geld rein und auf Nimmerwiedersehn.

Es ist vorbei, realisiert es endlich

Der wievielte Neustart soll das denn jetzt werden? Und wie naiv muss man sein, um zu glauben, dass Griechenland dieses Mal aber wirklich, wirklich, wirklich anfängt, die Steuern einzustreiben?
Die hatten jetzt 5 Jahre Zeit, etwas ändern - passiert es mehr oder weniger nichts. Wahrscheinlich sind die Strukturen so sehr festgefahren, dass sich ohne einen echten Schock nichts ändern wird. Die weiche Lösung mit Verbleib im Euro-Raum wird im Wesentlichen ein "weiter so" hervor bringen.

@ ladycat

"Wenn Tsipras bereit ist, mit der EU und der Schweiz die Steuerhinterzieher zu belangen, dann soll er auch ein drittes Hilfsprogramm bekommen."

Sorry, aber die Aussage ist doch etwas verwirrend. Sollte es nicht besser heissen, ob die EU und die Schweiz wirklich bereit sind, Tsipras bei der Verfolgung der Steuerhinterzieher zu helfen. In London und Berlin werden ganze Strassenzüge mit hinterzogenen griechischen Steuern aufgekauft. Als Griechenland 2010 den Offenbarungseid geleistet hat, bestand die Regierung Merkel darauf, dass die milliardenschweren Rüstungskäufe zu Ende geführt wurden. Nie hat die Troika darauf bestanden, die Steuerhinterziehung offensiv zu bekämpfen. Auch jetzt wird nur der kleine Händler von nebenan überprüft, ob er jedesmal eine Rechnung schreibt. In Griechenland läuft das wie in der gesamten EU. Die Kleinen sollen zahlen, den Großen (Apple, Amzon, Eon, VW usw.) bietet man Steuerschlupflöcher. Ob und wann die mal geschlossen werden interessiert keine S...

Die bösen Banken?

Griechenland hat jahrelang über seine Verhältnisse gelebt und laufend an die Banken Staatsanleihen verkauft. Die Banken haben die Anleihen gekauft, weil bisher Staatsanleihen im Euro Raum zu 100% sicher galten. Das Geld, das angeblich nur die Banken bekommen haben, wurde jahrelang vor der Rettung an den öffentlichen Dienst, an die Rentner etc. ausgezahlt. Hätten die Banken keine Staatsanleihen gekauft, wäre Griechenland schon lange pleite gewesen. Die Behauptung, das Rettungsgeld hätten nur die Banken bekommen, ist falsch, da das Geld der Banken schon vorher an die Bevölkerung floss. Hätten die Banken ihre griechischen Staatsanleihen nicht bezahlt bekommen - was hier viele vorschlagen - hätte keine Bank der Welt mehr Staatsanleihen gekauft. Dann wäre Griechenland sofort ganz pleite gewesen. Und dann?

Rettung

die bisherige Rettung hat ja wunderbar geklappt das Volk noch ärmer, die Schulden noch viel höher und das alles nach dem angeblich soviel Geld geflossen ist. Was für ein Geniestreich der sogenannten Retter. Kann es sein, dass die Retter gar keine Genies sind und weil keiner das merken soll deshalb die neue Regierung mehr oder weniger verbal so angreifen. Denn Griechenland wird Geld bekommen egal wie, das war ja schon vor den Wahlen beschlossen (drittes Hilfspaket im Sommer, hat Herr Schäuble noch vor den Wahlen betont) . Der ganze Bohei ist eigentlich nur für's heimische Publikum, den die Rettungsrezepte müssen geändert werden das wissen inzwischen auch die Rettungsgenies.

Am 23. März 2015 um 09:21 von AfDwaehlender E...

Ich widerhole mich zwar.. aber wären sie geneigt mal statt Stammtischparolen auch Argumente zu nutzen? Wie genau würde es Gr helfen aus dem Euro auszusteigen? Weil eine Hyperinflation bisher jedem Land geholfen hat günstig an Importe zu gelangen und Arbeitsplätze zu schaffen?

Warum sollte Deutschland aus dem Euro raus? Weil wir ja und sicherlich mit einer DM2.0 sofort weltweit von allem losgelöst hätten?

Je komplexer Zusammenhänge desto einfacher manche Antwort.. aber auch umso falscher...

@ Gary_Webb

"Wenn es tatsächlich so ist, dass die griechische Regierung keine Ahnung von der finanziellen Situation des Landes hat/haben kann, sind weitere Hilfszahlungen anderer Länder schon gar nicht gerechtfertigt."

Nicht so schnell, mein Freund. Die Frage, oder besser der Vorwurf war doch, dass Tsipras und Varoufakis nicht am Montag nach der Wahl, also innerhalb weniger Stunden eine Lösung des Problems parat hatten. Ihre obigen Schlußfolgerungen sind doch an Absurdität nicht zu überbieten. Zum mitschreiben: Nach Akteneinsicht über das wahre Ausmaß der finanziellen Lage haben sowohl Tsipras als auch Varoufakis den Ernst der Lage erkannt. Da im Gegensatz zu vielen seiner europäischen Kollegen der griechische Finanzminister sogar versteht, wovon er spricht, gehen sie mal davon aus, dass er genau weiss, was passiert ist und was zu tun ist. Deshalb ist es auch so erbärmlich, dass man den "Stinkefinger" braucht, um ihn zu diskreditieren.

Am 23. März 2015 um 11:09 von Snoopy

"Die hatten jetzt 5 Jahre Zeit, etwas ändern (..) . Wahrscheinlich sind die Strukturen so sehr festgefahren, dass sich ohne einen echten Schock nichts ändern wird."

Da haben Sie wohl vollkommen recht!
Dummerweise wurden die Regierungen der vergangenen 5 Jahre erst vor einigen Wochen abgelöst.. und die neue Regierung hatte bislang keine zeit diese Starre aufzulösen,weil sie andauernd bei irgendwelchen Institutionen Katzbucken musste um die Chance zu erhalten nochmal jeweils drei Wochen katzbuckeln zu dürfen um wieder...
Was Syriza jetzt bruacht ist verbindlich eine gewisse "Frist" von mehr als nur ein paar Dutzend Tagen um die Wirtschaft wieder in Gang zu bekommen.
Wir selber mussten feststellen wie lange, zum Beispiel, Hartz4 brauchte um positive Effekte zu erreichen.. und da glauben doch tatsächlich einige, dass eine Regieurng binnen 10 Wochen eine komplette Wirtschaft neustarten könnte - und das während Menschen wie Schäuble diese einem Trommelfeuer aussetzten?

Staatsbesuch oder Rapport..?

Ein bisschen Wohlfühl-Atmosphäre für Tsipras ist schon vielsagend, so die deutsche Taktik für diesen Staatsbesuch, der wohl eher einem Rapport gleicht.

Und genau hier liegen die wesentlichen, nicht nur atmosphärischen Probleme zwischen Griechenland und Deutschland.
Aus großen "strategischen Überlegungen" haben die Deutschen den Griechen den Beitritt zur Währungsunion ermöglicht, aus gleichen strategischen Überlegungen wurde dem insolventen Griechenland auf Geheiß Deutschlands 2010 durch massenhafte Kredithilfen die Agonie verlängert und seit dem bestimmt vor allem Deutschland in Manier eines Oberlehrers, der selbstredend Hausaufgaben erteilt, respektive erteilen lässt, was in Griechenland geht und was nicht.

Tsipras und Varoufakis sind auch dafür gewählt worden, dieser Gängelei ein Ende zu setzen, was bislang von den Geldgebern völlig ignoriert wird.
Die unendliche Geschichte von Bittstellern und Geldgebern muss ein Ende finden- so oder so, dass ist zu Recht Tsipras Haltung...

um 11:17 von jukep

"die bisherige Rettung hat ja wunderbar geklappt das Volk noch ärmer, die Schulden noch viel höher und das alles nach dem angeblich soviel Geld geflossen ist. Was für ein Geniestreich der sogenannten Retter."
Zitatende

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Es war die gleiche Rettung, wie 2008 / 2009 bei "unseren" Banken. Mit Ihren Worten: Das Volk noch ärmer, die Schulden noch viel höher.
Der Unterschied in D war allerdings, dass die Rettung von einem riesigen, mit weiteren Krediten finanziertem, Ausgabenprogramm begleitet wurde.
Die Griechen hatten dafür keine Reserven mehr.

@ Nachtwind, Sonnenschein und...., dummschnacker u.A.

Vielen Dank für Ihre Kommentare, die immer wieder unermüdlich deutlich machen, WIE WICHTIG es ist, ÜBER den Tellerand - und nicht nur bis zu selbigem - zu blicken.

Sie sorgen dafür, dass mein Glaube an diese Menschheit nicht völlig und gänzlich "im Jordan untergeht" - drüber schafft sie es derzeit leider nicht mehr ;)

MfG
firefighter1975

@ dummschnacker

Na, vor einigen Tagen war zu lesen, dass die Schweiz Tsipras dieses Angebot gemacht hat. Sicherlich muss auch jeder Normalbürger seine rechtmässigen Steuern bezahlen, aber vordergründig muss man an die grossen Fische ran, die noch dazu von der Steuer teilweise ganz befreit sind. Diese Geldsäcke kaufen sich dann in Londen und ander Hauptstädten ein, vertreiben die Ansässigen und treiben die Mieten in die Höhe.
@ Kommentator 123
Sehe ich auch so! Von Schulmeisterei kann bei Schäuble nicht gesprochen werden. Er vertritt schliesslich die deutschen Steuerzahler. Müssen bei den Grünen etwa keine Verträge eingehalten werden? Bekommt dieser Hofreiter etwa grosse Summen von seiner Bank ohne Sicherheit und Vertrag? Kopfschüttel!

Denkhygiene

Wenn man ein Problem angehen will, so muß man wissen wo man anfangen soll. Die Genossen in Athen sind halt Phantasten und keine Macher.
Ach ja, sie müssen ja erst noch einige Papiere zusammen suchen.
Für jeden ist etwas Anderes wichtig. Darum eignen sich manche Menschen für die Aufarbeitung von Problemen und Andere kommen nie zum Ziel. Wenn es brennt muß ich löschen und nicht erst fragen, ob ich das Wasser zum löschen verwenden darf.

Griechenland Katastrophe

Die Fehler von früher ( Aufnahme GR ) sind
nur noch mit großen Schmerzen zu beenden, wenn sich die Verantwortlichen
in der EU zu ihren Fehlern bekennen und GR aus der Gemeinschaft entlassen.
Da GR unbedingt Geld benötigt, um die
Staatspleite abzuwenden, werden Reformen
angekündigt und auch angefangen, aber
nicht konsequent durchgezogen. Somit
hat aber GR zunächst erreicht, dass die nächsten Gelder fließen werden, die allerdings nie zurückgezahlt werden können,
sodaß in allen Geberländern die Steuerzahler dafür aufkommen müssen.
Die griechische Regierung ist in einer komfortablen Situation, denn sie weiß, dass die
EU wieder bereit ist weitere Fehlentscheidungen zu fällen und kann sich
deswegen mit Tricks und Tücke die drohende Staatspleite zunächst einmal
verzögern.
Die Staatspleite ist aber nur aufgeschoben.

Keine Zeit mehr für Spielereien

11:20 / Sonnenschein un... und Nachtwind
Nein, man kann die neue Regierung nicht für die Taten der alten verantwortlich machen. Aber man kann beurteilen, was die neue Regierung bislang gemacht hat: Hinhalten, Täuschen, Betteln und Erpressen. Positionspapiere sind toll - bringen aber genau null, wenn sie nur der Wahrung des Scheins dienen.
Und wie ich schon schrieb: Die Strukturen passen einfach nicht. Die Einstellung die bis in die kleinen Finanzämter runter herrscht, ändert sich nicht durch einen Regierungswechsel.

Aber eins muss man den Griechen lassen: Sie schaffen es wie kein zweiter Gläubiger, Europa zu vermitteln, dass sie mit ihren selbst aufgenommenen Schulden nichts zu tun hätten. Alle Achtung.

Zeitdruck

Man lässt GR wenig Zeit, aber das hat auch Günde:
1) Die neue gr. Regierung ist abgetreten mit "Wir halten uns nicht an die alten Abmachungen", "Raus mit der Troika" und verschiedenen sozialen Geschenken an ihre Wähler. Klar ruft das Widerstand hervor.
2) Jetzt möchte sie ganz schnell neues Geld, um alles am Laufen zu halten.
3) Ein neuer Plan, wie es mit GR aufwärts gehen soll, ist bisher nicht zu erkennen. Der alte wurde aber verworfen. Wir warten wieder mal auf eine "Liste".
Wer so handelt, kann sich über Druck von außen nicht wundern.

@jukep 11:17

Nach ihrer Logik, dürfte man einem Drogensüchtigen seine Drogen nicht entziehen, damit es ihm nicht schlechter geht.
Ein Land, dass deutlich mehr ausgibt, als es erarbeitet ist süchtig nach Krediten oder geschenktem Geld...

10:07 von Mounteneer 10:07 zu Joes daily World 9:14

Fakt: die neue Regierung hat in 2 Monaten nichts erfolgversprechendes auf den Weg gebracht.

Sie haben es nicht einmal versucht!

Die Schweizer wundern sich, wieso sie bisher nicht kontaktiert wurden. Weil dort viel Geld zu holen ist.

Auch sonst, wurden keine Reformen auf den Weg gebracht.

Die Linke tut also nichts, was - nach NORMALEN Maßstäben - ihre Wirtschaft auf den Weg bringen könnte.

Wieso tun sie 8 Wochen nichts?

Entweder haben sie keine Ahnung, was zu tun ist. Dann war das ihren Bürgern gegenüber ein Betrug, sich überhaupt wählen zu lassen.

Oder die Linke weiß, dass sie ihren Staat nur sanieren kann, wenn:

1. Die bisherigen Schulden faktisch keine Rolle mehr spielen. Die, von denen D noch glaubt, sie werden irgendwann zurückgezahlt.
2. Für ihre Wahlgeschenke extra Geld aus der EU fließt. Also viel mehr, als sie bisher bekommen haben.

In beiden Fällen macht es mehr Sinn, zu Reisen anstatt daheim zu arbeiten. Denn in der EU ist viel mehr Geld zu holen, als zu Hause.

re mounteneer

"Das Syriza innerhalb von 2 Monaten mittels "Fingerschnippen" die griechische, völlig desolate Wirtschafts- und Finanzlage gesundwuppt?
In einem Zeitrahmen von 2 Monaten wohl KAUM realistisch."

Sie unterstellen Erwartungen, die keiner hegt. Was man allerdings erwartet: Dass konkrete Maßnahmen erkennbar werden.

Da ist gar nichts. Oder wissen Sie welche?

Grexit

um 11:27 von Nachtwind

"Wie genau würde es Gr helfen aus dem Euro auszusteigen?"

Die neue Währung würde stark abwerten. Dadurch gebe es nicht den gleichen Anreiz sein Geld möglichst schnell aus Griechenland zu bringen.

Das Land wäre für Touristen billiger und sie würden dorthin strömen.

Deutsche würden Häuser in Griechenland kaufen.

Also würde es mehr Geld und mehr Arbeit in Griechenland geben.

Es ist sicherlich nicht das Einzige, daß nötig ist.

DeExit

um 10:29 von Unicum

"Zumindest für die Deutsche Wirtschaft ist der Euro eine gute Sache gewesen,"

Glaube ich nicht, denn Deutschland verkauft seherr vieles außerhalb der EZ und der EZ. Detschland braucht die EZ nicht.

"und sekundär hat die Gesellschaft auch gut daran verdient das alle anderen gerne Made in Germany kaufen. (auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen)"

Selbstverständlich kaufen sie gerne deutsche Waren. Die Deutschen machen gute Sachen. Das hat mit dem Euro nichts zu tun.

re dummschnacker

"Nie hat die Troika darauf bestanden, die Steuerhinterziehung offensiv zu bekämpfen."

Die pöse, pöse Troika, wie konnte sie nur!

Und dass die Griechen selbst darauf kommen, dass man mit Steuern die Staatskasse füllt, kann man unmöglich erwarten.

Leidens-Zustand

Wenn Griechenland die Eurozone dermaßen im Griff hat, dass um die Eurozone zu fürchten wäre, wenn Griechenland austräte, dann muss die Frage erlaubt sein, welchen Weisen man die Aufnahme Griechenlands zu verdanken hat.

Auch muss man fragen, ob die heutigen Weisen, die es vorbereiten, ein weiteres Hilfspaket zur Finanzierung von Griechenland in Aussicht zu stellen, weiser sind als die früheren Weisen.

Mir scheint, es gehe im Kern um Überredung von Millionen Wählern in der EU: Sie sollen irgendein politisches Griechenland-Geschäft gutheißen und bezahlen, das ihnen nie transparent wurde.

Griechenland Sündenbock

Wieviel Milliarden oder Billionen wurden eigentlich in Ostdeutschland versenkt. Oder man sagt investiert. Ich glaube die Investitionsquote liegt nicht mal bei 50%. Wieso soll das in Griechenland anders sein. Lassen Sie uns doch den Soli Griechenland, Portugal, Italien etc. einführen. Der Grieche, Italiener oder Spanier kennt Währungsreformen bereits aus der Vergangenheit und die kommt so sicher wie das Amen in der Kirche.
Solidarität für alle Bürger dieser Welt. Geld ist unwichtig.

Sehr interessant!

@Am 23. März 2015 um 10:33 von AfDwaehlender E...
Grundsätzlisch falsch!
Es ist grundsätzlich eine sehr schlechte Idee, daß Deutschland oder mein Heimatland Großbritannien mit Griechenland, Italien und Spanien in einem politischen oder finanziellen Verein sein sollte

Ach.. meinen Sie?! Dann erklären Sie mir doch bitte mal den Grund!
Lg ;)

"Hau-drauf"-Rhetorik...

..vermisse ich von den anderen EU-Partner. Wieso immer Deutschland vs. Griechenland. EU-Partner vs. Griechenland wäre ja der normale Weg.

@AfDwaehlender E...

"Es sind nicht die Banken die in erster Linie Schuld sind.

Es sind die Politiker die Greichenland in die EU und die EZ gelassen haben und die Banken gerettet haben statt sie bankrott machen zu lassen, die schuld sind."

Eigentlich hat man doch bis vor kurzem uns noch erzählt, daß die Hilfspackete für die Griechen waren. Solidarität und Christentum hieß es.

Gar wurden hier einige Foristen beschimpft als man die Wahrheit geschrieben hat, daß die Hilfen für die Bankenrettung waren.

Man hat also zuerst eine Lüge vehement verteidigt. Jetzt sagt Herr Gabriel selber, daß die Hilfen für die Bankenrettung waren. Herr Schäuble meinte Griechenland ist auf einem guten Weg. Jetzt sagt Gabriel das Gegenteil.

Die Koalition ist sich noch nicht mal einig welche Lügen der Öffentlichkeit erzählt werden sollen abgesehen davon, daß man uns belügt.

Herr Gabriel wenn Sie einen Neustart wollten , dann würde ich erst mit der Regierung und der EU anfangen.

Die Sache selbst bleibt unlösbar

Auch heute gehts nur ums Atmosphärische.

Der Plan

Alle werden zufrieden sein. Die Grünen und Linken sind froh, dass endlich Geld an Griechenland fließt und sie die große menschliche Hilfe beflügelt haben. Die Banken und vermögenden Finanziers bekommen eine gut verzinste Anlage um dem Null-Zins zu entgehen, der die kleinen Sparer zum Geldausgeben antreiben soll. So ist auch die SPD und Union zufrieden für ihre Lobbyfreunde das Maximum erreicht zu haben.
Die Griechen können endlich wieder aus dem Vollen schöpfen. Bezahlen darf in einigen Jahren der Lohnempfänger mit seinen Steuern, um die fällige Bürgschaft zu begleichen und den Kreislauf zu schließen. Geldverteilung von Unten nach Oben.

Standardrente 80 Prozent des Durchschnittslohns"

und somit etwa wie in Ostdeutschland bei viel geringerer Wirtschaftsleistung und früheren Renteneintritt. Besteuerung der Reder in vollem Umfang, Kapitalverkehrskontrolle, Abruf der Unterlagen aus der Schweiz-alles Fehlanzeige. Hier wird wieder ein Schauspiel auf unsere Kosten aufgeführt - wie immer alternativlos . Das Erwachen wird bitter für Alle . Objektive Gesetzmäßigkeiten wirken halt außerhalb unserer politischen Wünsche. Solange Gr im Euro ist wird sich nichts ändern. Warum auch? merkel samt EU wird umfallen und erneut zahlen. Wann erkennen wir kein Cent kommt jemals zurück!!!!!!!!!!!!

Haben recht?

Am 23. März 2015 um 12:28 von Orfee

Ich glaube Sie haben recht.

GREXIT

um 11:27 von Nachtwind
"Wie genau würde es Gr helfen aus dem Euro auszusteigen?"

Hier ein video für eine Alternative zu Alternativlosigkeit.

Wie Island es gemacht hat. Sie haben die Banken pleite gehen lassen. 4 Bankmanager wurden zu Haftstrafen zwischen 4-5,5 Jahren wegen betrügischer Marktmanipulation und Untreue. Das sind die härtesten Strafen in Island Justiz Geschichte im Bereich der Wirtschaftskrimanilität verhängt worden sind.

Island war verschuldet 10 fachen des jährlichen BIP noch viel schlimmer als Griechenland. Nachdem sie die Banken haben pleite gehen lassen, haben sie nun ein Wachstum von 4 % besser als die Länder in der EU Zone. Arbeitslosigkeit von 4 %. Sie konnten das aber auch machen, weil sie eine eigene Währung hatten.

Was wollen die Griechenlandversteher eigentlich?

Es gibt hier viele, die sehr viel Verständnis für Griechenland haben und anderen die Schuld für deren Misere zuschreiben.

Aber keiner der Befürworter für Griechenland sagt hier konkret, was er nun eigentlich vorschlägt. Soll von der EU noch mehr Geld nach Griechenland überwiesen werden? Meckern ist einfach und anderen die Schuld zuweisen, das erhöht ja das eigene moralische Gefühl. Was genau schlagen nun die Freunde Griechenlands vor?

Im übrigen will Griechenland selbst außer einem Schuldenschnitt kein neues Geld. Ich würde diese Forderung erfüllen und dann keine weiteren Gespräche mit diesen überforderten, selbst ernannten Politikern aus Athen führen. Und dann würde ich in einer griechischen Zeitung eine große Anzeige schalten, dass die EU genau die Forderung der Regierung erfüllt hat und dann viel Erfolg wünschen. Mal sehen, was dann passiert

Stammtisch Kommentare

Beim Lesen der meisten Griechenland-Kommentare wird bewußt: In Deutschland darf es nie zu Volksabstimmungen kommen. Dieser Mix aus Halbwissen, Hetze und Stammtisch ist erbärmlich und gefährlich.

Die Medien mischen kräftig mit, pflegen das Feindbild Griechenland. Der Mob findet das gut. Es ist immer das gleiche Prinzip. Eine Schande.

Täglich gibt es zig GR-Schlagzeilen, wieviele Tage sind die jetzt im Amt ? Da müssen einige richtig Angst haben...

@Ethan

""Hau-drauf"-Rhetorik...
..vermisse ich von den anderen EU-Partner."

Nun, ich vermisse bei der ganzen Griechenland sache die Standpunkte anderer Länder. Mir ist nur bekannt das einige der Länder welche dem Sprakurs gefolgt sind auch den Standpunkt vertreten "warum sollten die Griechen "Extrawürste" bekommen?"

Sicher könnte hier die Tagesschau auch mal eine Zusammenfassung bringen (ich kann aber auch nicht aussscliessen das es so etwas schon gab/gibt ich es aber übersehen habe).

Grundsätzlich ist und bleibt es ein Europa-"Problem". Weiteren Erweiterungen des € / der Eu bin ich sehr skeptisch gegenüber, erst einma müssen wir Europäer die Union in schuss bringen und dann mal mit Russland reden dessen Sorgen und Ängste gerade für reichlich Feuer an unseren Grenzen sorgt.

Probleme haben wir also genug. Was Merkel und Co sagt ist klar, Fr und GB vieleicht auch, aber was ist mit den kleinen Ländern, was sagen die zur Griechenland Kriese? Auch sie werden Geld verlerien wenn GR "plazt".

@ 12:06 h von karwandler

Werter "karwandler";

Da ist aber etwas mächtig daneben gegangen:

Sie unterstellen in ihrem Kommentar von 12:06 h dem Mitforisten "mounteneer" zu Unrecht, daß ER etwas unterstellt.

Unterstellen Sie es MIR ( als Verfasserin der von Ihnen kritisierten Aussage) , wenn Sie es schon tun, DENN:

Der Mitforist "mounteneer" hat lediglich zitiert und muss sich von daher Ihren Unmut bezüglich dieser Aussage wohl eher nicht zuziehen, da er für den Inhalt selbiger NICHT verantwortlich zeichnet.

Ich allerdings schon.

mfG
firefighter

@vanPaten:"Es war eben alles ein Bankenrettungsprogramm, ...

... keines zum Staatsschuldenabbau oder gar Wirtschaftsaufbau."

Zumindest zu 75 % war das so, der Rest versickerte in -weitgehend korrupten- griechischen Kassen der Oberschicht und ein wenig in der Staatskasse. Dafür haben die Vorgängerregierungen von der Unter- und Mittelschicht bis zur Verarmung von 30 % der Gesamtbevölkerung genommen.

Aufgrund der veränderten Gläubigerstrukturen (80 % Euro-Länder bzw. Steuerzahler und 20 % Privatbanken) wird sich an den Hilfsprogrammen der internationalen Geldgeber auch nicht viel ändern, zumal niemand für die griechische Misswirtschaft in Haftung genommen werden will.

Echte soziale und investive Hilfsprogramme können nur aus diversen ungenutzen Fonds der EU und dem neuen Investitionsprogramm finanziert werden. Dazu sollte die ineffektive griechische Verwaltung in die Lage versetzt werden, entsprechende Anträge in Brüssel stellen zu können.

Mehr Ehrlichkeit, Frau Merkel

Jetzt taucht ein Brief an Merkel auf, den Tsipras gleich auch an die Presse schickte:

Er fordert einen Schuldenschnitt und ein 3. Hilfspaket.

Frau Kanzler, wieso tun sie immer so, als würden die Griechen alle Schulden zurückzahlen wollen?

Der Brief an sie beweist das Gegenteil.

Das sollte auch für jeden halbwegs bei Verstand klar sein: wenn ich immer mehr Kredite brauche, werde ich die bisherigen nie zurückzahlen können.

Wieso schenken sie uns nicht reinen Wein ein, Frau Kanzler?

@berndxyz um 12:45

Ihrem Kommentar kann ich mich nur anschliessen. Und ein wirklich interessanter Vorschlag! Dann würde sich zeigen, ob diese Regierung in der Lage ist, was Sinnvolles zustande zu bringen.

@ladycat:"Wenn Tsipras bereit ist mit der EU und der Schweiz...

... die Steuerhinterzieher zu belangen, dann sollte er auch ein drittes Hilfsprogramm bekommen."

Weder die EU noch die Eurogruppe und die internationalen Kreditgeber sollten künftig eine Leistung ohne griechische Gegenleistung erbringen. Aus eigener Initiative hat die Tsipras-Regierung noch nichts unternommen, um wirksam die Staatskasse zu füllen.

Darüber hinaus gilt es, die Gläubigerinteressen, die sich bei 320 Mrd. € Kreditvolumen zu 80 % aus der Haftung der Steuerzahler im Euroland und zu 20 % der Bankenhaftung ergeben, zu berücksichtigen. Während die Geldgeber die Mittel auf Dauer zurück haben wollen und dazu auch weitere Hilfsprogramme auflegen werden, geht es aus griechischer Sicht nur noch um die Reduzierung von Tilgungsraten und Zinsen auf ein tragfähiges Maß.

Die notwendigen Sozial- und Investitions-Hilfsprogramme werden hingegen aus Fonds der EU und dem neu aufgelegten Juncker-Investitionsprogramm von 315 Mrd. € anteilig kommen müssen.

@ 12:45 von berndxyz

An Sie und die anderen "Schäubleversteher"! Es bedarf nur eines einzigen konkreten Vorschlags - Griechenland stoppt sofort den Rüstungsimport aus Deutschland! Aber hey, was geht Deutschland dann für Kohle flöten - das will doch niemand - oder!

re firefighter1975

"Der Mitforist "mounteneer" hat lediglich zitiert"

Dann wäre die Frage am Ende meines Kommentars eben an Sie gerichtet.

Darf ich noch auf eine Antwort hoffen?

12:00 diskobolos

Selbstverständlich sind die alten griechischen Regierungen schuld an ihrer Schuldenkriese. Aber an der krottenfalschen Rettungspolitik sind die Europäer schuld. Wegen der Schuldenkriese darf ruhig auf die griechischen Regierungen mit dem Finger gezeigt werden das ist nicht das Problem aber wegen der falschen Rettungsrezepte zeigen drei Finger auf die Retter zurück und das gilt es zu erkennen. Dem Drogensüchtigen wurden ja gar keine Drogen entzogen (angeblich sind ja viele Gelder geflossen) er bekam jetzt nur die falschen Rezepte um weiterhin an die Drogen zu kommen. Die jetzige Regierung hat erkannt, dass diese Rezepte nichts taugen und will umsteuern aber das geht nicht von heute auf morgen. Und die Geber wollen ihr Gesicht nicht verlieren und zugeben, dass sie falsch lagen. Das ist das eigentliche Problem.

um 12:47 von Gironimo

"Beim Lesen der meisten Griechenland-Kommentare wird bewußt: In Deutschland darf es nie zu Volksabstimmungen kommen. Dieser Mix aus Halbwissen, Hetze und Stammtisch ist erbärmlich und gefährlich.
Die Medien mischen kräftig mit, pflegen das Feindbild Griechenland. Der Mob findet das gut."
Zitatende

-------

Vielleicht sind wir für Volksabstimmungen wirklich nicht reif genug.

Ich bin allerdings wesentlich optimistischer. Ich glaube, dass schon die Möglichkeit zur Mitbestimmung, die Streitkultur verändern würde.
In Bayern wurde bei Volksabstimmungen noch nie Blödsinn beschlossen. Freibier stand noch nicht einmal zur Abstimmung.
In der Schweiz wurden schon viele Anträge abgelehnt, bei denen man allgemeine Zustimmung erwartet hatte.

Obwohl ich im angeblich "reaktionären" Bayern lebe, kann ich Sie beruhigen. Alle meine Bekannten sehen das Problem durchaus differenzierter als es hier im Forum den Anschein hat.

12:45 berndxyz

Ich versuch Ihnen einmal eine Richtung die helfen könnte aufzuzeigen, wenn auch meine Anregungen nicht komplett sein können.

- die gr. Staatsschulden müssen auf ein tatsächlich zurückzahlbares Maß gestrichen und der Rest für einen sehr langen Zeitraum gestundet werden (bedingter Schuldenschnitt)

- die notwendigen Reformen (Verwaltung, Steuergesetzgebung, Kataster, Justiz, Korruption und.....) müssen auch durch Einstellung und Schulung finanziert werden können

- der Ausverkauf des Landes muß gestoppt, ein großer Teil der alten Eliten muß ausgetauscht werden

- es müssen Anreize für Investitionen mit Arbeitsplätzen finanziert werden

- die Menschen müssen wieder in Arbeit kommen um beim Aufbau auch wirklich helfen zu können

Kurz, eine Art Marschallplan, der gr. Situation und dem Wollen der Griechen angepasst.

Und das sei hier besonders Hervorgehoben, um diesen Weg beschreiten zu können ist die jetzige Regierung besser als alle mir bekannten vorherigen geeignet. Sie sind Neu!

Kurzfristiger Geldmangel ist eine Sache

(die in Griechenland regelmässig in kürzer werdenden Abständen aufzutreten scheint) gravierende strukturelle Probleme, sind eine andere Sache. Wer keine produzierende Wirtschaft hat, der kann sich keinen unproduktiven Staatsbereich leisten. Da wird Griechenland durch müssen und zwar alleine denn die Hilfe hierzu wurde lange genug ohne erkennbaren Fortschritt im Strukturbereich gewährt. Alle die Wohltaten die in Deutschland vom Staat verteilt werden musste sich der Staat vorher durch Steuern holen. Wenn Griechenland das nicht begreift und nicht in der Lage ist vermeintliche 73 Milliarden Euro steuern bei seinen Bürgern einzutreiben - dann gibt keinen noch so geringen Grund auch nur einen weiteren Euro nach Griechenland zu schicken .

um 12:57 von Erzsalamander

"Mehr Ehrlichkeit, Frau Merkel ...
... Frau Kanzler, wieso tun sie immer so, als würden die Griechen alle Schulden zurückzahlen wollen?"
Zitatauszug

----

Wo sehen Sie den Unterschied zwischen Griechenland und Deutschland? Auch in Deutschland sind die Schulden seit 45 Jahren ständig gestiegen. Seit der € Einführung um lächerliche 1000 Milliarden.
Erst für heuer ist eine schwarze Null GEPLANT. Also keine zusätzlichen Schulden.

@10:18 von ein sehr fairer...

kommentieren Sie bitte weiter hier im Forum. Sie tragen zur allgemeinen Belustigung bei.

Gruß

Klar ist,

was Griechenland braucht ist die Durchführung des Wahlprogramms von Syriza.
Dazu ist die Regierung vom souverän, dem griechischen Volk beauftragt und ermächtigt.
Sollte es zu einer Situation kommen wo entweder das Programm nicht umgesetzt werden kann oder der Schuldendienst nicht bedient werden kann so ist doch klar dass der Schuldendienst nicht bedient werden muss.
Staaten müssen ihre Schulden nicht zurückzahlen, siehe z.B Deutschland das mehrmals in der Geschichte die schulden nicht vollständig zurückzahlte.

@Didi

"Tsipras und Varoufakis sind auch dafür gewählt worden, dieser Gängelei ein Ende zu setzen, was bislang von den Geldgebern völlig ignoriert wird.
Die unendliche Geschichte von Bittstellern und Geldgebern muss ein Ende finden- so oder so, dass ist zu Recht Tsipras Haltung..."

Das ist ja alles ganz gut und schön, aber Sie können natürlich niemanden zwingen, Ihnen Geld zu geben.

Es ist ja keine Gängelei, wenn ich Ihnen sage, ich gebe Ihnen nochmal xY Euro, wenn Sie mir dafür Ihr Auto verpfänden.

Die griechische Regierung kann ja auch sagen: Ich will das Geld nicht und sich in die (selbstverschuldete) Pleite begeben.

Wußten Sie schon

Das Sie in Griechenland eher Besuch vom Finanzamt bekommen als in Deutschland.
Nur in Luxemburg ist Ihr Briefkasten sicher,
sicher vor dem Fiskus.

@Helmut Baltrusch

""Es war eben alles ein Bankenrettungsprogramm, ...
... keines zum Staatsschuldenabbau oder gar Wirtschaftsaufbau."
Zumindest zu 75 % war das so, der Rest versickerte in -weitgehend korrupten- griechischen Kassen der Oberschicht und ein wenig in der Staatskasse."

Nein. Zunächst erhielt ja Griechenland das ganze Geld der Banken. Was haben die sich denn dafür gekauft? Die haben den Beamtenapperat aufgebläht, den Rentnern mehr versprochen und einen erkläcklichen Teil in die eigene Tasche gewirtschaftet.

Dann haben die privaten Gläubiger auf 107 Mrd EURO verzichtet, also gab es einen Schuldenschnitt von über 25%.

Erst dann begann das Programm der EZB einen Teil der Schulden Griechenlands mit neuen Anleien zu bedienen.

Es ist also nicht so, dass hier nur Banken gerettet wurden, sondern die Griechen haben schließlich vorher das ganze Geld tatsächlich erhalten, können es nur eben nicht mehr zurückzahlen.

@ berndxyz 12:45

"Was wollen die Griechenlandversteher eigentlich?"
Griechenland ist fast 50 Jahre von zwei Parteien nach allen Regeln der Kunst abgezockt und ausgebeutet worden. Dies geschah, vorsichtig ausgedrückt, mit Duldung der europäischen "Freunde". Seit der Euro-Einführung ist Griechenland mit Geld geflutet worden und niemand hat darüber nachgedacht, ob diese Milliarden jemals zurückgezahlt werden können. Kein Banker muß sich dafür verantworten, obwohl hier doch der Verdacht der Untreue naheliegt. In Griechenland wurde sprichwörtlich gutes Geld schlechtem hinterhergeworfen. Trotz Schuldenschnitt und Hilfspaketen haben sich die Verbindlichkeiten fast verdoppelt. Und genau in dem Moment, in dem die alten Seilschaften abgewählt wurden, zieht die EU, besonders aber unsere Regierung die Daumenschrauben an. Gelder, die die Konjunktur beleben, Investitionen in die griechische Wirtschaft ermöglichen, statt sinnloses Sparen, das jedes Wirtschaftswachstum abwürgt, wären sinnvolle Alternativen.

Berlin-Besuch:Ein bißchen Wohlfühl-Atmosphäre......

Er,Tsipras soll sich bloß nicht vereinnahmen lassen.Er soll konsequent bleiben.Vielleicht wird Ende des Jahres auch die Merkel/Juncker-hörige Regierung (Rajoj,mit ähnlich tollen sozialen Folgen wie in Griechenland) in Spanien abgewählt und es kann ein Block von Länder gebildet werden,die sich dem Diktat in den Weg stellen.

Vielleicht war es auch ein Fehler in den Verhandlungen prinzipiell den Ausstieg aus der EU und die einseitige Schuldenannullierung auszuschließen.

Am 23. März 2015 um 12:07 von AfDwaehlender E...

Pardon, aber das ganze ist doch Schwachsinn. Natürlich hätte es positive Seiten, wenn es eine abgewertete Währung gäbe.. aber damit würden die negativfolgen sicherlich nicht aufgewogen. Griechenland ist ein Importeur und es braucht Waren aus dem Ausland zu überleben - im übrigen auch aus Deutschland. Dieser Markt würde komplett zusammenbrechen da importierte Waren nicht mehr zu bezahlen seien. Der handel - auch Einzelhandel - würde zusammenbrechen was im weiteren eine verstärkung des Arbeitslosigkeitsproblems zur Folge hätte. Die Kredite, die Griechenland zu bedienen hat, wären zudem weiterhin in Euro zu bedienen und damit um ein vielfaches teuer - also auch ohne Schuldenschnitt nicht mit dem "Grexit" zu erledigen.. was bliebe sonst noch? Ach ja, das ersparte des kleinen Bürgers was auch nichts mehr Wert wäre und so der Konsum insgesamt zusammenbrechen würde.. hilft der Wirtschaft auch nicht unbedingt..
Kurzum: Das LETZTE was griechenland helfen würde wäre ein Austritt...

Am 23. März 2015 um 12:43 von Orfee

Und wie genau kann man das Beispiel Island auf Griechenland projezieren?

Klar hat Island die eigene Währung geholfen - aber nur weil sie bereits diese Währung hatten. Griechenland müsste erst einmal diese neue Währung generieren und genau DA liegt doch das Problem. Eine Hyperinflation hat bisher in keinem Land der Welt Wirtschaftsprobleme behoben.. jedenfalls fällt mir kein Land ein in dem das bisher funktioniert hätte..

Am 23. März 2015 um 14:35 von Hugomauser

"Es ist also nicht so, dass hier nur Banken gerettet wurden, sondern die Griechen haben schließlich vorher das ganze Geld tatsächlich erhalten, können es nur eben nicht mehr zurückzahlen."

Nein. nicht DIE Griechen sondern korrupte Politiker und Vereine wie, zum Beispiel, die FIFA, der IOC, Rüstungshersteller und wiederum Banken...
Relativ wenig Geld, schon vor der Krise, ist wirklich in projekte geflossen, die dem gemeinen Volk zur Verfügung standen. Jedoch wurden gerne Prestigeprojekte wie zum Beispiel Olympische Spiele oder Fußballevents aus Krediten finanziert... auch wurde das Land aufgrund der ständigen "Bedrohung" des NATO-Partners Türkei militärisch hochgerüstet.. mit Rüstungsgütern aus Deutschland (auch während der Krise mussten noch Panzer gekauft werden...).
Zu guter letzt wurden viele Kredite aufgenommen um alte Kredite zu bedienen..
Es ist also weiterhin nicht so als hätte Gr jahrzehntelang Geld aufgenommen und jedem Griechen täglich 100Eur überwiesen..

@Hugomauser.""Zunächst erhielt GR das ganze Geld der Banken."

Das ist natürlich richtig. Meine Einschätzungen bezogen sich auf den Kommentar des Users vanPaten zum 2. Hilfspaket ("Es war eben alles ein Bankenrettungsprogramm, ...keines zum Staatsschuldenabbau oder gar Wirtschaftsabbau") , also nach dem Schuldenschnitt, der die griechischen Banken betraf. So dienten die folgenden Kredite vor allem dem Schuldendienst Griechenlands und nur zu 25 % haushalterischen Zwecken, zumal GR nicht in der Lage war, Zinsen und Tilgung aus eigener Kraft zu leisten.

re to ladycat

_........dass die Schweiz Tsipras dieses Angebot
gemacht hat._

Zur Information:
Dieses Angebot wurde auch schon
der vorherigen Regierung unterbreitet.
Niemand meldete sich.
Stehen die Geldsäcke etwa unter dem
Schutz der gr.Regierung?
Wenn Tsipras die Armen nun helfen will,
soll er die Geldsäcke erst einmal zur
Kasse bitten,danach kann er noch immer
bei den Geberstaaten um Hilfe jammern.

@ karwandler von 13:13h

Sie schrieben: "Darf ich noch auf eine Antwort hoffen?"

Dürfen Sie, auch wenn Sie sie vermutlich ebenso wenig "mögen" werden wie die von mir dazu getätigte Aussage :)

Ich finde es anmassend, nach derart kurzer Zeit Ergebnisse einzufordern, die entsprechend des allgemeinen Erfahrungswissen nach eben einer so kurzen Zeit noch gar nicht vorliegen können.

Und es gab hier durchaus Kommentare, in denen genau derartige Forderungen offen geäussert wurden.

Hinzu kommt, dass man durchaus den kritischen Eindruck erhalten könnte, dass ein ( EU) politisches Interesse besteht, der neugewählten griechischen Regierung die Arbeit doch stellenweise "zu erschweren".

Was derzeit passiert, wäre auch unter JEDER anderen Regierung so gekommen.
War auch vor der Wahl bereits bekannt.

WARUM also bekommt die neue Regierung nicht die gleiche ( zeitliche) Chance zugesprochen, wie jede andere oder aber die Troika auch ?

Die hat´s trotz Spardiktat in 5 Jahren schließlich auch nicht gerissen ?

@OlliH

"Sie haben recht, ich habe tatsächlich drei Nullen unterschlagen.
Deutschland hat 2 000 000 000 000 Euro Schulden. "
Deutschland hat weit mehr Schulden.

"Zum ersten mal in der Geschichte sammelte die Eurostat diese Daten von den nationalen Statistikämtern und publizierte sie auf ihrer eigenen Website. Auf einen ersten Blick ist das Resultat imposant: die größten staatlichen Verpflichtungen in der EU betreffen Deutschland, wo sie übermäßige 145% des BIP erreichen. Holland (115%) und Slowenien (111%) befinden sich mit Abstand auf dem zweiten und dritten Platz Was Griechenland betrifft, liegt es in der Aufstellung mit einem minimalen 17% weit hinten."

"Rechnet man die möglichen Verpflichtungen und die offizielle staatliche Verschuldung zusammen, ist das Ergebnis nicht das erwartete. Die größte Schuldenlast befindet ich in Irland (234% des BIP). Auf dem zweiten Platz – jedoch mit Abstand – liegt Deutschland, mit 222% des BIP."
Ganz aktuell vom 07.03.2015.

re hollowman

"Sollte es zu einer Situation kommen wo entweder das Programm nicht umgesetzt werden kann oder der Schuldendienst nicht bedient werden kann so ist doch klar dass der Schuldendienst nicht bedient werden muss."

Aber wenn dann kein Geld mehr fließt, womit soll das Programm umgesetzt werden?

Ihre Entweder-Oder-Alternative ist gar keine.

re bernd kevesligeti

"Vielleicht war es auch ein Fehler in den Verhandlungen prinzipiell den Ausstieg aus der EU und die einseitige Schuldenannullierung auszuschließen."

Es gibt keine einseitige Schuldenannullierung. Höchstens kann ein Staat den Schuldendienst einstellen - die Schulden bleiben aber solange, bis auch die Gläubiger verzichten.

Die Einstellung des Schuldendienstes bleibt natürlich auch nicht folgenlos - dem Staat leiht keiner mehr was.

Die url dieses Beitrages ist

Die url dieses Beitrages ist http://www.tagesschau.de/inland/griechenland-471.html
Wieso läuft Griechenland unter Inland? Habe ich da etwas verpasst? Oder geht es nur noch um inländische Befindlichkeiten?

re firefighter1975

"Ich finde es anmassend, nach derart kurzer Zeit Ergebnisse einzufordern"

Eien Antwort auf meine Frage ist das leider nicht, denn ich habe nicht Ergebnisse eingefordert, sondern einen erkennbaren Beginn konkreter Maßnahmen.

Die Damen und Herren der Syriza sind angetreten, sich als Regierung wählen zu lassen. Da kann man jetzt nicht voller Nachsicht so tun, als müßten sie sich jetzt erstmal langsam daran gewöhnen, was machen zu müssen.

15:10 von firefighter1975 @ karwandler von 13:13h

WARUM also bekommt die neue Regierung nicht die gleiche ( zeitliche) Chance zugesprochen, wie jede andere oder aber die Troika auch ?
Die hat´s trotz Spardiktat in 5 Jahren schließlich auch nicht gerissen ?
Ich finde es anmassend, nach derart kurzer Zeit Ergebnisse einzufordern, die entsprechend des allgemeinen Erfahrungswissen nach eben einer so kurzen Zeit noch gar nicht vorliegen können. ///////
*
*
Wenn in der zu knappen Zeit als erstes aber wieder zusätzliche Ausgaben getätigt werden, soll der Kreditgeber "amused" sein?

@ Nachtwind doch, ALLE

@ Nachtwind

doch, ALLE Griechen haben von diesem System profitiert, wenn auch manche mehr als andere. Genau das macht ja Reformen so schwer.

Am 23. März 2015 um 15:28 von Mounteneer

Weiss nicht ob ihre Fragen rhetorisch waren aber die Ungleichbehandlung der neuen griechischen Regierung läuft unter "was nicht sein kann, was nicht sein darf".
Die Regierung in Athen darf nach Meinung der deutschen Regierung nicht regieren und man tut alles jede Regierungstätigkeit von Anfang an abzuwürgen und benutzt dabei auch illegale Mittel, wie z.B die EZB die eigentlich vom Europäischen Verfassungsgericht das Verbot auferlegt bekommen hat Politik zu beeinflussen, trotzdem hat Draghi einseitig Griechenland finanziell diskriminiert und gegen dieses Urteil jüngst verstoßen.

Angesichts dessen, dass die gr. Wirtschaft um >25% bei Produktion und Produktivität und Beschäftigung absackte und die ca. 30% Hilfen, die im Staatshaushalt landeten, dort nur ein viel geringeres Lohn- und Lebensniveau der davon Abhängigen ermöglichten und diese Austerität eben nicht die -schon mal teilgeschnittenen- Schulden senkte, die pro Kopf Beschäftigter oder pro Einwohner minus Auswanderung um die fallende Wirtschaftsleistung immer weniger tragfähig werden, hat das System bisher eben vorrangig die Gläubiger gerettet (die Banken sind ja auch vom ESFS noch 50% rehabilitiert worden), aber nicht die Wirtschaft, Investitionen und schon gar nicht das Sozialsystem.
Wahr ist, das ohne auch unsere Hilfen kein Grieche im Inland mehr Ersparnisse oder Vermögen hätte, wenn dies die einzige Tilgungsquelle geblieben wäre. Hier einseitig den Griechen Blindheit vorzuwerfen, ist unangebracht.

Und: Selbst Schäuble +sPD sind nach Jahren zu Steuerfahndungen nicht mit der Schweiz überein gekommen.

Am 23. März 2015 um 15:11 von karwandler

Ohne den Schuldendienst bedienen zu müssen erwirtschaftet Griechenland ein plus im Haushalt.

@Mounteneer

Nein es wird nicht erwartet das sie Berge versetzen.. ganz sicher nicht, da völlig unrealistisch.

Aber was man erwarten kann und was bisher nicht im gerigstem gezeigt wurde ist: Reformwille.

Sein wir mal ehrlich, wenn Syriza Tatsächlich mit dem eisernem Besen kehren wollte so wie laut getönt haben, hätten sie längst Steuerreformen eigeleitet.

Ich rede von eingeleitet nicht umgesetzt. Die Milliarden und Abermilliarden die von den reichen Grischen am grichischem Fiskus vorbei geschleust wurden und werden würden im Falle des Einzugs Griechenland mehr als sanieren.

Aber daran scheint kein Interesse zu bestehen, lieber werden Reperationen von vor 70 Jahren eingefordert.

Solange die Tatsachen so liegen, wird es immer weiter Unfrieden und einen Beinahebankrott von Griechenland nach dem anderem geben.

re hollowman

"Ohne den Schuldendienst bedienen zu müssen erwirtschaftet Griechenland ein plus im Haushalt."

Wenn dem so wäre könnten sie ja den Schuldendienst folgenlos einstellen. Tun sie aber nicht, weil dem eben nicht so ist.

@ Klaus von Hessen

Eigentlich nicht so schwierig...
...treibt die griechische Regierung nun Steuern bei sich ein oder lassen Sie Frau Merkel Steuern in Deutschland eintreiben und nach Griechenland überweisen?
+++++++++++++++++++++++++++++
Ich befürchte es wird wie üblich beim deutschen Steuerzahler getrieben!

Re@14:27 Hugomauser

"Die griechische Regierung kann ja auch sagen: Ich will das Geld nicht und sich in die (selbstverschuldete) Pleite begeben."

So ähnlich haben sich Tsipras und Varoufakis ja auch schon eingelassen, was dann wieder dazu geführt hat, dass von den Gläubigern, allen voran Deutschland, massiv kommuniziert wurde, dass dies ja nicht sein kann, weil man unbedingt Griechenland, koste es was es wolle, in der Währung halten will. Es geht hier um das Prinzip der Unauflösbarkeit dieser (Währungs-)Union, die über die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Vernunft gestellt wird.

Gerade Varoufakis hat in mehreren Interviews deutlich gemacht, dass die Finanzhilfen 2010 verkehrt waren, die Regierung das Geld nicht hätte nehmen dürfen, weil Griechenland zu dem Zeitpunkt bereits insolvent war.

Warum wird in ein insolventes System permanent Geld hineingepumpt- anders formuliert, warum investieren Gläubiger bei hohem Risiko und geringer Rendite in ein marodes System? Keiner wird gezwungen..!

@Hollowman

Ohne ihnen zu nahe treten zu wollen, aber das ist doch eine Milchmädchenrechnung und Schönfärberei in Einheit.

Oder würden sie jemandem auf die Schultern klopfen weil er bevor er die von ihm aufgenommenen Kredite bedienen muss ein Plus auf dem Konto hat?

Nein, ich auch nicht so jemand bekommt besuch vom Kuckuck.

Aber ich will Syriza wirklich nicht den schwarzen Peter zuschieben, sie sind die Partei in GR, die am wenigsten für die Jahrzente der Misswirtschaft und Korruption kann.

Ich kreide ihnen blos an, dass sie auf dem besten Weg sind es ihren Vorgängern nach zu machen.

Es ist Zeit, dass die EU Loecher stopft.

Es ist Zeit, dass die Steuerschlupfloecher in England geschlossen werden, in die die reichen Griechen schluepfen. Man kann nicht von der Griechischen Regierung verlangen, Steuern einzutreiben, wenn diese Steuersuender nicht erreichbar sind. Aber da wird natuerlich nichts getan, und es scheint, dass auch viele Foristen hier im Dunkeln zu tappen scheinen.

von 15:22 h @karwandler

Vielleicht sollte man der Fairness halber einfach mal auf die EIGENE Regierung blicken und sich fragen, welche brennenden Themen die denn in der ersten 2 Monaten DAMALS angefasst haben bzw. was dabei herumgekommen ist und wieviele der getätigten Wahlversprechen bislang umgesetzt wurden....

Da fallen einem direkt noch ganz andere Zeitrelationen ins Auge. *Ironie aus

Sie machen da eine Fehler

den aber auch viele andere machen (ja die deutsche Regierung z.B an ganz prominenter Stelle)
Private Insolvenz und staatliche Insolvenz ist nicht vergleichbar.
Ein Staat besitzt z.B eine Verfassung. Natürlich sehen sich gewisse antidemokratische und verfassungsfeindliche Kreise dieses zu ignorieren trotzdem darf nicht gegen die Verfassung gehandelt werden auch wenn der Haushalt ein Defizit aufweist.
Ein Szenario z.B eines Insolvenzverwalters ist im Nationalstaat undenkbar und illegal Verfassungswidrig auch wenn Deutschland illegalerweise die Troika dazu erkoren hat.

Z.B sollte jetzt die griechische Regierung alles was die Troika verbrochen hat juristisch auf Verfassungskonformität überprüfen mit den Konsequenzen die sich daraus ergeben.

beabsichtigte entwicklungen

lest euch die prognose von carl friedrich von weizsäcker durch. 12 punkte. sie ist 25 jahre alt und lässt einen erschaudern in anbetracht der überscheidungen.

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