Kommentare

gute Entscheidung,

mit solchen Verboten kann man Islamismus nur stärken. Islamisten in D nutzen diese Verbote aus um Jugendliche zu rekrutieren oder zu radikalisieren.

Respektieren Sie die religiösen Überzeugungen anderer

Ich möchte, dass meine Kinder in einer Kultur aufwachsen, in der es normal ist sich gegenseitig zu akzeptieren und zu achten. Dazu gehört auch das Tragen von Kopftüchern.

Atatürk

Merkwürdig nur, dass das Kopftuch an Schulen in der Türkei des Herrn Kemal Atatürk verboten war, sogar Schülerinnen.
Warum denn wohl? Lassen Sie uns gemeinsam den Vorstellungen und Intentionen von Atatürk nachforschen. Er war intellektuell offenbar weiter als wir heute. Eine Trennung von Religion und Staat kann doch nur gut sein. Wir haben sie leider nicht. Das scheint ein Mangel unseres Grundgesetzes zu sein, vermutlich motiviert durch die Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus nach dem Motto: Religion muss gut sein, weil die Nazis dagegen waren. Ganz so einfach ist es nur nicht.

Kopftuchverbot gekippt

Prima, dann habe ich jetzt das Recht, am Arbeitsplatz meine antireligiöse, aufgeklärte Weltanschauung offen durch Abzeichen, Sticker o.ä. bekannt zu machen?!

Die Diskussion .....

...läuft verkehrt herum! Es sollte nicht gefragt werden was erlaubt, sondern was verboten ist.
Und dazu sollte jede Form religiöser Darstellung und Äusserung gelten, die dem Laizismus entgegen steht.
Kein Kopftuch, kein Kreuz, keine Burka, etc.!!!
Wem das nicht gefällt, für den gibt es Koranschulen oder kirchliche Schulen!

Ein guter Tag für das Grundgesetz!

Ein guter Tag für das Grundgesetz und den gesunden Menschenverstand. Ein schlechter Tag für Wutbürger, Abendland-Kreuzzügler und Religionshasser.

Aus den Anmerkungen zur Urteil:
"Das Tragen einer religiös konnotierten Bekleidung ist nicht von vornherein dazu angetan, die negative Glaubens- und Bekenntnisfreiheit der Schülerinnen und Schüler (Art. 4 Abs. 1 und 2 GG) zu beeinträchtigen. Solange die Lehrkräfte nicht verbal für ihre Position oder für ihren Glauben werben und die Schülerinnen und Schüler über ihr Auftreten hinausgehend zu beeinflussen versuchen, werden diese lediglich mit der ausgeübten positiven Glaubensfreiheit der Lehrkräfte konfrontiert, was im Übrigen durch das Auftreten anderer Lehrkräfte mit anderem Glauben oder anderer Weltanschauung in aller Regel relativiert und ausgeglichen wird. Insofern spiegelt sich in der bekenntnisoffenen Gemeinschaftsschule die religiös-pluralistische Gesellschaft wider."

Religionsfreiheit des Grundgesetzes

Die Religionsfreiheit des Grundgesetzes heißt nicht "Freiheit von Religion" sondern "Freiheit für Religion" – natürlich in den Schranken der anderen Grundrechte.

Dazu aus den Anmerkungen des BVerfG:
"Die dem Staat gebotene weltanschaulich-religiöse Neutralität ist nicht als eine distanzierende im Sinne einer strikten Trennung von Staat und Kirche zu verstehen, sondern als eine offene und übergreifende, die Glaubensfreiheit für alle Bekenntnisse gleichermaßen fördernde Haltung. Dies gilt auch für den vom Staat in Vorsorge genommenen Bereich der Schule. Die bloße Sichtbarkeit religiöser oder weltanschaulicher Zugehörigkeit einzelner Lehrkräfte wird durch die weltanschaulich-religiöse Neutralität des Staates nicht ohne Weiteres ausgeschlossen. […] Denn mit dem Tragen eines Kopftuchs durch einzelne Pädagoginnen ist – anders als dies beim staatlich verantworteten Kreuz oder Kruzifix im Schulzimmer der Fall ist – keine Identifizierung des Staates mit einem bestimmten Glauben verbunden."

Differenzierte Sicht

Grundsätzlich ist es richtig, Zeichen der eigenen Überzeugungen zuzulassen. Ein generelles Kopftuchverbot ist nicht richtig. Allerdings besteht ein Unterschied zwischen dem Tragen eines Kreuzes/Ordenstracht und einem Kopftuch: Es gibt keinen generellen Druck auf christliche Kinder, ein Kreuz/Ordenstracht zu tragen. Hingegen gibt es einen wesentlichen Druck auf islamische Mädchen, ein Kopftuch zu tragen, ob sie wollen oder nicht. Gerade wenn eine Lehrerin in einem Muttersprache-Türkisch-Kurs, an dem vermutlich ausschließlich türkische Kinder teilnehmen, ein Kopftuch trägt, kann dies den Druck auf die Mädchen erhöhen, ebenso ein Kopftuch zu tragen. Daher wäre in diesem Fall ein Kopftuchverbot angemessen. In einer gemischten Klasse wäre dies hingegen weniger relevant. Andererseits könnte man auch argumentieren, dass alle rein demonstrativen aber nicht obligatorischen Zeichen (also z.B. ein offen getragenes Kreuz bei einem Nicht-Kleriker) eher unzulässig sind, als obligatorische.

Eine richtige Entscheidung...

… auf welche man sehr stolz sein kann. So muss es sein: Generalverdacht und darauf basierende Generalverbote sind grundsätzlich nicht zulässig. Und wenn später unerwünschte Konsequenzen sich zeigen sollten, kann man immer konkret nachhaken. Da hat Frankreich und einige andere europäische Länder in Sachen Demokratie und Religionsfreiheit noch was von Deutschland zu lernen. Weiter so!

Und wenn es um Türkei geht, dort gibt's andere Geschichte, andere Tradition, und andere Problemen als in Deutschland. Das muss man respektieren und berücksichtigen. Schulkopftuchverbot z.B. ist dort auf begründetem Verdacht basiert, dass die säkulare Grundsätze des modernen türkischen Staates damit mittelfristig gefährdet werden. Es gibt aber Hoffnung, dass in Laufe der Jahre auch dieses Verbot nicht mehr notwendig sein wird.

Kopftuchverbot gekippt

Finde ich leider - bei aller Toleranz - nicht gut: wie steht es dann mit dem Beamtenstatus? die Schule sollte eigentlich stellvertretend fuer den Staat stehen. Womit ist es gerechtfertigt, bereits Kinder in Richtung des Islam zu beeinflussen? Da finde ich die Trennung von Staat und "Kirche" wie in Frankreich doch besser..

Ein gutes Urteil

Auch als absolut Ungläubiger stelle ich fest: Wenn schon Religionsfreiheit, dann gilt sie für alle. Unabhängig davon plädiere ich aber nach wie vor dafür, das weder religiöse Symbole, noch Religionsunterricht in die Schule gehören.

Toll!

Super, mal wieder ein unsinniges Urteil.
Wir leben in einer Kultur mit christlich geprägtem Gesellschaftsbild. Und das ist auch gut so. Kopftücher oder ähnliches hat hier in der Schule nichts verloren. Ich will nicht das meine Tochter von einer Lehrerin mit Kopftuch unterrichtet wird, da das Kopftuch für mich ein Symbol der Unterdrückung der Frau ist.
Ich erinnere mich an einen Streit wo es darum ging die Kreuze abzuhängen. Ist es schon so weit? Versuchen sie mal in einem muslimisch geprägten Land ein Kreuz in einer Schule im Klassenraum aufzuhängen. Viel Spaß dabei!

Wem die christliche Gesellschaftsprägung hier in Deutschland nicht passt und wer sich nicht anpassen will kann dieses Land gerne verlassen.
Integration und Toleranz sind nun mal keine Einbahnstraße.

Leider wird das hierzulande immer wieder gerne vergessen.

Lückenhafte Berichterstattung

Im Artikel heißt es:
"Die Karlsruher Richter kippten außerdem eine Vorschrift im nordrhein-westfälischen Schulgesetz, nach der christliche Werte und Traditionen bevorzugt werden sollen."

Das ist leider nur eine unvollständige Wiedergabe des Urteils. Bei heute.de kann man lesen:
" Ein Privileg für die "Darstellung christlicher UND ABENDLÄNDISCHER Bildungs- und Kulturwerte oder Traditionen" verstoße gegen das Grundgesetz, das Benachteiligungen aus religiösen Gründen verbietet."

Es werden also keineswegs nur die "christlichen" sondern alle "abendländischen" Bildungs- und Kulturwerte oder Traditionen in ihrer Bedeutung für die Schulen negiert. Spannend wird die Frage sein, ob in der Urteilsbegründung zu erfahren ist, welche "Werte" dem BVerfG denn künftig vorschweben.

Wie viele Kopftuchträgerinnen sind zu erwarten?

Das Urteil passt zum Statement "Der Islam gehört zu Deutschland." Die aufgeklärte Republik öffnet sich einer Religion, die selbst die Toleranz des Grundgesetzes nicht respektiert. Das Kopftuch ist ein Symbol für die Ungleichbewertung von Mann und Frau. Es bleibt eine Hoffnung: Akademikerinnen, wie es Lehrerinnen sind, emanzipieren sich zumeist von dieser Art des Islams. Wenn ich aber noch schulpflichtige Kinder hätte, würde ich einer Lehrerin mit Kopftuch mein Missfallen ausdrücken.

Schlimmes Urteil

Ich habe an meiner Schule nie gewußt ob ein Lehrer katholisch, evangelisch, aus der Kirche ausgetreten, Jude oder Moslem war. Und kein Lehrer hat sich dazu geäußert was er glaubte oder nicht. So wie auch keiner sein Parteibuch an die Pinwand gehängt hat.
Das war auch gut so. Jetzt haben wir dann zukünftig Frauen, die offen betonen: seht her, ich trage Kopftuch, ich bin Muslima. Ich bin streng-religiös, sonst würde ich es nicht tragen. Und das soll gut sein für die Lehre? Arme Schüler.

Endlich

wurde auch Zeit! Ich kann schwer eine Ordenstracht in Schulen erlauben aber ein Kopftuch nicht. So etwas nennt man Diskriminierung.
Für alle Unker welche ihre Kinder jetzt gefährdet sehen: Ich bin, als muslimisches Kind, mit christlichen und jüdischen Lehrern groß geworden und bekehrt hat mich auch noch niemand.
Selbst ein Lehrer der jahrelang die hälfte des Unterrichtes, mit Parteipolitik der CDU in Beschlag genommen hat hat aus mir keinen CDU Wähler gemacht!
Also einfach mal entspannt bleiben.

Kopftuchverbot gekippt,

gleichzeitig ist das Aufhängen von Kruzifixen in Klassenzimmern verboten.

Das verstehe, wer will.

@hageer54 10:13

Hallo hageer,
wenn das Wörtchen "anti" nicht wäre... Gerne können Sie Ihre "aufgeklärte Weltanschauung" durch Symbole und Abzeichen offen - und positiv zur Schau stellen. Dazu gehört auch Ihre Religionslosigkeit. Solange Sie nicht Ihre "ANTIreligöse" Meinung - z.B. durch das Verunglimpfen religiöser Symbole - propagieren. Sie können sich ja ein goldenes Buch mit nem Kant-Konterfei drauf umhängen :).
Vergessen Sie aber dabei bitte nicht, dass auch religiöse Menschen durchaus "aufgeklärt" sein können und freidenkerisch sind. Es sei denn, es gilt natrülich der Umkehrschluss: Dass auch menschen mit areligiöser Weltanschauung - zB Humanisten - keinesfalls wertneutral und frei denken und handeln können. Eine "Missionierung" in diese Richtung ist nämlich genauso möglich - und nicht besser (oder schlechter?).
Lehrerinnen und Lehrer sollten keine Missionare ihrer eigenen Weltanschauung, sondern Botschafter einer offenen, menschlichen (und verfassungstreuen) Gesellschaft sein.

Grundsätzlich...

... hat das Tragen von Kopfbedeckungen jeder Art im Unterricht nichts verloren, weder von Lehrern, noch von Schülern. Religion hin oder her. Unsere Religionsfreiheit garantiert, dass jeder ungestört seine Religion ausüben kann – aber unaufdringlich und leise, denn Religion ist Privatsache. Religiöse oder Ideologische (wo ist der Unterschied?) Symbole haben im Unterricht nichts verloren, schließlich ist das Tragen irgendwelcher Parteiabzeichen dort auch untersagt.

Eigentlich

ist diese Diskussion sinn frei.
Ob eine Lehrerin ein Kopftuch trägt oder rote Turnschuhe...Jacke wie Hose.
Ein Kind sieht in dem menschen da vorne eh nur eine Lehrerin oder einen Lehrer und Fertig.

Kruzifix-Urteil

... damit wurde die jahrelange "Schieflage" in der Rechtsansicht richtiggestellt! Im Kruzifix-Urteil wurde ja darauf hingewiesen, dass wir in einer christlichen Werteordnung leben und deshalb können Kreuze über den Tafeln hängenbleiben. Ne, ne, Religionsfreiheit heisst das und deshalb können Kopftücher getragen werden - die im Übrigen keine Religionszeichen sind, sondern nur Kleidungsstücke! Ein Wahnsinn, was in Jahrhunderten durch Glaubenskriege nicht erreicht wurde, entscheiden nun Theoretiker ....

@efteris

"gute Entscheidung,"

Es geht nicht um "gut" oder "schlecht", es geht um Recht und nicht um eine Meinung.

d.h.

auf deutsch...jeder lehrer,beamte,arbeitnehmer darf sich politisch und religöes äußern...und zwar am arbeitsplatz...
also auch dagegen...da wird aber auf die straf- und arbeitsgerichte einiges zukommen...denn...es gibt ja nicht nur den islam...zudem müssen dann auch politische dinge erlaubt sein...ich glaube das BVG ist sich diesmal der tragweite seiner entscheidung nicht bewußt...

Das Kopftuch ist für mich ein

Das Kopftuch ist für mich ein Symbol der Unterdrückung, und ich bin dagegen dass es getragen wird. Beim Glauben kommt es doch darauf an, was man denkt und nach welchen Werten man lebt. Warum muss es derart vom Weiten sichtbar nach außen getragen werden? Würden sie eine Kette tragen, die für ihre Religionszugehörigkeit steht, so wie hier das Kreuzsymbol, wäre es in Ordnung. Abgesehen davon gehören christliche Symbole wie Kreuze in Klassenräumen meiner Ansicht nach dazu, denn unsere Gesellschaft fußt doch auf christlichen Werten. Das gehört zu unserer Kultur, die von ihnen akzeptiert werden sollte wenn sie hier leben möchten. Die Gründe die fürs Kopftuch sprechen sind fadenscheinig, und soweit ich weiß steht im Koran doch nur dass Frauen ihre Reize bedecken sollen. Hieße doch eher dass es nicht wünschenswert ist sich provokant kleiden. Würde ich in einem muslimischen Land leben, müsste ich mich anpassen und in die Gesellschaft eingliedern, also sollte das hier ebenfalls das Ziel sein.

10:50 von GI_sputnik

"das Kopftuch für mich ein Symbol der Unterdrückung der Frau ist."
Wie Sie es auch schreiben ist es für SIE ein Symbol der Unterdrückung. Für die Frau ist es ein Symbol der Freiheit wenn Sie es tragen darf wo sie auch will.
@10:42 von schelm2: Wer hat Ihnen erzählt dass Kreuze nicht aufgehängt werden dürfen weil sie Muslime beleidigen?

Religion hat meiner Meinung

Religion hat meiner Meinung nichts in Schulen oder Bildungseinrichtungen zu suchen und sollte reine Privatsache sein, wenn es nach mir ginge wäre jede Religion morgen verboten, weil sie nur zur Trennung und Spaltung der Menschheit dient.
Auch sollten unsere Kinder von Religion freigestellt werden, bis sie Volljährig sind und selbst entscheiden, erst dann kann man von Religionsfreiheit sprechen.

@GI_sputnik

10:50 von GI_sputnik:
"Ich will nicht das meine Tochter von einer Lehrerin mit Kopftuch unterrichtet wird, da das Kopftuch für mich ein Symbol der Unterdrückung der Frau ist."

Und als Symbol der Freiheit wollen Sie diese Frau zwingen, ihr Kopftuch abzulegen? Wie passt das zusammen?

Davon abgesehen haben Lehrerinnen wichtigere Kompetenzen als deren Kopfbedeckung bzw. Frisur.

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Neutral

Der Islam gehörte noch nie zu Deutschland, so wie das Christentum nicht zur Türkei gehört.
An einer Schule an der islamische Symbole zur Schau getragen werden oder Kopftuchtragende Lehrerinnen sind, werden meine Kinder nicht zur Schule gehen. Ich erwarte das Lehrer sich neutral verhalten.

Ja, solange sich Deutschland

Ja, solange sich Deutschland nicht zu einer strikten Trennung von Staat und Religion bekennt, ist dieses Urteil anzuerkennen.
Vor dem Grundgesetz sind alle Religionen gleich zu behandeln. Und Justitia kann eine Nonne nicht von einer Muslimin mit Kopftuch unterscheiden.
Die Richter hätten grundsätzlich auch aus der Perspektive der Persönlichkeitsrechte eines Menschen entscheiden können, dann hätte die Begründung geheißen: Jeder Lehrer/-in kann grundsätzlich Kopftuch tragen, solange es nicht den Kleidervorschriften der Schule widerspricht. Ohne sich in die Religionsdebatte einzumischen. Wäre in meinen Augen sinnvoller gewesen, denn in der Form "muslimische Lehrerinnen können grundsätzlich Kopftuch tragen" ist der Umkehrschluss zulässig, dass Lehrerinnen, die kein Kopftuch tragen, nicht Muslime sind. Was natürlich Quatsch ist und die Anstrengungen eines liberalen Islams völlig untergraben und hingegen die chauvinistische Auslegung des Islams bestärken.

@10:42 von schelm2

Schön, Kopftücher dürfen jetzt also getragen werden, dass muss der christliche oder nicht-religiöse Schüler schon aushalten. Aber Kreuze dürfen keine aufgehängt werden, beleidigt ja die Moslems.

Mal Abgesehen davon, daß der Kruzifix-Beschluß auf die Klage von Eltern mit Anhänger der anthroposophischen Weltanschauung zurückging und in bayrischen Schulen weiterhin Kreuze hängen, ist es ein Unterschied, ob das Bundesland als Träger der Schule und somit öffentliche Instanz Kreuze (oder von mir aus auch Bilder der/des Ministerpräsidenin/en oder Regierungsparteien) in den Klassenräumen aufhängen will, oder ob eine Lehrerin sich entscheidet, ein Kopftuch als Kleidungselement zu tragen. Die Bekleidung der Lehrerin ist nämlich vorrangig deren Privatsache. Und das Kopftuch ist auch kein Symbol des Islam, wie manche Kommentatoren schreiben. Symbole des Islam wären Mondsichel und Stern, Minarette oder die Schahada

Gewinn

Im deutschen Islam ist eine Verschleierung nicht üblich. Ich verstehe nicht was Verhüllungstraditionen anderer Kulturkreise mit Religion zu tun haben, es sind politische Stellungnahmen für einen konservativ-reaktionären Islam.

11:23 von PeeTee

Zitat:
"Der Islam gehörte noch nie zu Deutschland, so wie das Christentum nicht zur Türkei gehört.
An einer Schule an der islamische Symbole zur Schau getragen werden oder Kopftuchtragende Lehrerinnen sind, werden meine Kinder nicht zur Schule gehen"

Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu, aber Sie glauben doch nicht, dass Sie darüber wirklich die Entscheidungsgewalt haben?

Religionsfreiheit?

Was das Kopftuchtragen mit Religionsfreiheit zu tun hat, erschließt sich einem nicht. Das Urteil ist jedoch in jedem Fall zu begrüßen: wer möchte in einer Demokratie schon vorgeschrieben bekommen, welche Kleidung er tragen darf oder nicht.

Zwischengefragt

Wieso eigentlich soll ein Kopftuch immer Ausdruck des Glaubens und der Unterdrückung sein und warum unterstellen wir den Trägern eigentlich immer, dass es so ist? Meine Großmutter kenne ich nur mit Kopftuch, die war eine für ihre Zeit ausgesprochen aufgeklärte Frau, alles andere als unterdrückt und hatte mit dem Islam ganz gewiss nichts zu tun. Während meiner Berufsausbildung mussten alle mit langen Haaren Kopftuch tragen, damit die Haare nicht in drehende Maschinenteile gelangen können. Die Queen trägt gerne Kopftuch und ist wohl auch weder islamisch noch unterdrückt.

Zufrieden mit unserem Verfassungsgericht

Auch als Atheist finde ich, kann man darüber nicht anders befinden als es unser Verfassungsgericht getan hat. Es trägt damit der gesellschaftlichen Entwicklung in unserem Land und der Aufforderung zu Toleranz Rechnung.

Religiöse Symbole von staatlicher Seite (z.B. Kruzifix in Klassenzimmern) ist eine ganz andere Situation und damit anders zu bewerten.

Neutralität

Wo bleibt die staatliche Religionsneutralität, wenn Kruzifixe in Schulsälen untersagt, Koptücher als religiöse Symbole aber zugelassen werden?

@ 13:24 von Komentar

Zitat:
"Wenn der Islam diese Freiheit, die ihm das höchste deutsche Gericht zuspricht auch anderen Religionen gewähren würde, könnte ich damit leben. Doch leider ist dem nicht so, der Islam unterdrückt in der Mehrzahl die Freiheit anderer Religionen auf extreme Weise. Daher ist dieses Urteil aus europäischer Sich nur eine Einbahnstraße."

Völlig richtig! Es existiert meines Wissens nach keine islamische Mehrheitsgesellschaft, in der die hier in Europa eingeforderte Toleranz ausgeübt wird.

11:23, PeeTee

"Der Islam gehörte noch nie zu Deutschland, so wie das Christentum nicht zur Türkei gehört."

Kann es sein, dass Sie die türkische Geschichte und die Rolle, die das Christentum dort in den letzten 2000 Jahren gespielt hat, nicht kennen?

Und wenn Sie jetzt meinen, dass wäre alles Vergangenheit: es gibt in der Türkei Kirchen, so wie es in Deutschland Moscheen gibt. In der Türkei müssen sich weniger Christen eine Kirche teilen als in Deutschland Muslime eine Moschee.

Das habe ich mir nicht ausgedacht, das ist wirklich so.

@ Am 13. März 2015 um 13:24 von Berni 1

„Der Staat ist lt. Grundgesetz zur Neutralität verpflichtet!!“

Eben. Darum ist ja auch durch nichts zu rechtfertigen, warum sich der Staat oder die Schule in die Kleidung von Lehren oder Schülern einmischen sollte. Solange wir keine Schuluniformen haben und gewisse sittliche Grenzen nicht verletzt sind ist das nämlich Privatsache, aus der sich der Staat gefälligst heraus zu halten hat. Schuluniformen haben wir nicht und was an einem Kopftuch sittlich zu beanstanden sein sollte erschließt sich mir auch nicht. Selbst wenn wie das Kopftuch als Symbol religiöser Zugehörigkeit werten, warum soll es Lehrern nicht gestattet sein zu sagen, ich bin Christ oder Jude oder eben Moslem, und dies auch durch entsprechende Kleidung oder Symbole zum Ausdruck zu bringen? Das ist Teil der Meinungsfreiheit und folglich von Schule, Schülern und Eltern zu respektieren.

Unterscheidungen der Schulen

Es wichtig darauf hinzuweisen, dass diese Entscheidung nur für staatliche Schulen gilt:
"öffentlichen bekenntnisoffenen Gemeinschaftsschule".

Das sind Schulen, die sich nicht klar positioniert haben.

Der Arbeitsgeber könnte aber auch einfach eine Kleiderordnung formal-rechtlich einführen, in dem alle von Kopfbedeckungen abstand nehmen müssten. Damit wäre die gesetzliche Neutralität gewahrt.

Ich finde diese ganze Diskussion

um Kopftücher für völlig überflüssig.

Ist das Kopftuch wirklich religiös indiziert oder gewachsene Kultur?

Haben Glaubenssymbole in der Öffentlichkeit wirklich ihren Platz oder sind sie dem Privatleben vorbehalten?

Was ist mit Menschen, die ein Kreuz an der Kette tragen, was ist mit Männern, die ein Käppi, sei es jüdischen oder islamischen Ursprungs, tragen?
Was ist mit budistischen Symbolen, wie Ying/Yang?

Ich bin dafür, dass jeder in seinem Äußeren seine Weltanschauung zeigen darf. Das macht unsere Welt doch um einiges bunter.

Ich bin jedoch total dagegen, dass diese religiösen Weltanschauungen in der Schule in missionarischer Absicht verbreitet werden. Und das kann eine Lehrerin auch ohne Kopftuch.

Wir sollten uns nicht an Symbolen aufhängen, sondern weitergegebene Inhalte überprüfen.

Kopftuch im Schwimmbad ....

Ob Lehrerinnen ein Kopftuch haben oder nicht ist mir zimlich egal.
Hauptsache es findet ein ansprechender Unterricht statt.

Das aber unser öffentliches Schwimmbad einen Tag für Deutsche geschlossen wird, nur damit Musliminen im Burkini baden können, ist eine Sauerei.

@ Am 13. März 2015 um 11:05 von stöberkarl

„Kopftuchverbot gekippt, gleichzeitig ist das Aufhängen von Kruzifixen in Klassenzimmern verboten. Das verstehe, wer will.“

Das ist im Prinzip ganz einfach: Ein Kruzifix an der Kleidung oder um den Hals des Lehrers ist Ausdruck eines persönlichen Glaubensbekenntnisses, damit eine individuelle Meinungsäußerung und folglich durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Ein Kruzifix an der Wand des Klassenzimmers ist ein Bekenntnis der Schule, also der Institution. Das ist nicht durch die persönliche Meinungsfreiheit gedeckt sondern verletzt im Gegenteil die Neutralitätspflicht einer staatlichen Institution.

Kopftuchverbot

Ich hoffe das jetzt das Gesetz so angepasst wird das es gar nicht da zu kommt.

(subjektiv-öffentliches) Recht auf Ablehnung?

@ PeeTee
"Ich erwarte das Lehrer sich neutral verhalten"
Richtig, das sehe ich genauso und darin liegt denn auch die Krux des Richterspruchs: Karlsruhe übersieht, dass Lehrer Repräsentanten des Staates sind, gleichgültig ob verbeamtet oder angestellt. Als "Staatsdiener" in diesem Sinne gilt daher für sie das staatliche Neutralitätsgebot des Art. 4 ebenso wie für den Gesetzgeber!

Der daraus resultierende Konflikt (Gesetzgeber darf wg. Neutralitätspflicht Kopftuch an sich nicht verbieten vs. Lehrer darf Kopftuch wg. Neutralitätspflicht an sich nicht tragen) ließe sich lösen, indem man das Kopftuch zwar nicht verbietet aber doch den betroffenen Schülern bzw deren Erziehungsberechtigten ein Recht auf Ablehnung kopftuchtragender Lehrerinnen einräumte. Für die betroffenen Schüler müßte dann eine andere Lehrkraft organisiert werden.

Religionsausübung

Mir stellt sich die Frage des Zusammenhangs zwischen dem Tragen eines Kopftuchs, der Religionsfreiheit und dem Islam. Warum erfordert die islamische Religionszugehörigkeit das Tragen eines Kopftuchs? Weshalb ist die Religionsfreiheit eingeschränkt, wenn ein Kopftuch nicht getragen werden darf? Erfordert die islamische Religionszugehörigkeit vielleicht sogar das Tragen der Burka? Ist jetzt auch das Tragen einer Burka in der Schule erlaubt?
Wird jetzt alles erlaubt, was eine Religion (vermeintlich) vorschreibt?
Meines Erachtens ist das Kopftuchtragen dem Abbildungsverbot ähnlich: nur eine Auslegungssache und für die Ausübung der Religion nicht zwingend erforderlich. Ob das Urteil weise ist, wird sich zeigen - nachdem mittlerweile das Beschneidens keine Körperverstümmelung mehr und damit erlaubt ist, war dieses Urteil jedoch zu erwarten.

Was hat Religion im Unterricht verloren?

Was hat diese in unserem Staat verloren?

Dann hätten die sich alles sparen können. Die Lehrkräfte wüssten sofort dass deren religiöse Bekenntnisse nichts im Berufsleben verloren hätten und fertig.

Mir ist das völlig egal was oder woran einige andere glauben, solange diese andere damit in Frieden lassen.

Ist das zu viel verlangt oder so schwer zu verstehen?

Im Übrigen bin ich ganz froh dass das Christentum auch schon lange nicht mehr zu meinem Deutschland gehört. Religion gehört zu keiner Demokratie, sondern ist immer etwas persönliches und sollte dies auch bleiben.

10:50 von GI_sputnik

"Wir leben in einer Kultur mit christlich geprägtem Gesellschaftsbild"
.
Mitnichten! Wir leben in einer multinationalen Gesellschaft mit verschiedenen Religionen und Weltanschauung. Nicht das Christentum hat unsere Gesellschaft geprägt und revolutioniert, sondern Humanismus, Aufklärung und die Achtung Andersdenkender!
Dass Sie hier unsere Gesellschaft auf Ihre ganz persönliches Bild reduzieren möchten ist geradezu lächerlich.
-
"das Kopftuch für mich ein Symbol der Unterdrückung der Frau ist."
.
Unterdrückung der Frauen ist so gut wie in jeder Religion und chauvinistischer Weltanschauungen integraler Bestandteil. Oder kennen Sie weibliche Pastoren, Priester oder Päpste? Na sehn´ se!
-
"Wem die christliche Gesellschaftsprägung hier in Deutschland nicht passt und wer sich nicht anpassen will kann dieses Land gerne verlassen."
.
Toller Vorschlag! Wer ihre Meinung nicht teilt und so sein wil wie Sie, wird rausgeworfen? Ihre Anschuung ist mit dem Grundgesetz unvereinbar, und DAS ist gut so!

hier muss die Frage erlaub sein

Was ein Kopftuch signalisiert. Ist es ein Symbol für die Gleichstellung der Frau, ist es ein Beitrag zu Integration? Oder eher soll das Kopftuch den Unterschied deutlich machen, zeigen "ich bin die gute, fromme, und was bist Du?" Viele junge Mädchen benutzen das Kopftuch bewusst zur Provokation. Eine Umfrage der Kopftuchträgerinen (gläubiger Muslime) ergab erschreckendes Ergebnis zu den Morden an Charlie H. Karikaturisten. Ich werde mein Kind nicht an eine Schule schicken, an der Frauen mit zweifelhafter Gesinnung unterrichten.

Strikte Trennung von Religion und Staat

Religion, Religionsunterricht ganz gleich welcher Art hat in Schulen nichts verloren. Das gehoert in die Kirche. Ich finde, dass das Tragen jedweder Religionsabzeichen bei Lehrern nicht erlaubt sein darf. Das jetzige Urteil hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun, die ja ansonsten nicht eingeschraenkt ist. Definitiv kollabiert Religionsunterricht mit Themen in anderen Faechern wie zB Sexualkundeunterricht.

13:24, Komentar

"Wenn der Islam diese Freiheit, die ihm das höchste deutsche Gericht zuspricht auch anderen Religionen gewähren würde, könnte ich damit leben"

Beim Islam handelt es sich um eine Religion. Die kann als solche niemandem Freiheiten zu- oder absprechen. Das können, wenn überhaupt, nur ihre Repräsentanten. In einem säkularen Staat können auch die das nicht, auch wenn sie es gern mal versuchen.

Eine Religion ist weder eine juristische noch eine natürliche Person.

Das Bundesverfassungsgericht ist keine Religion, sondern ein Gericht und steht deswegen, was die Regeln des Zusammenlebens in Deutschland angeht, über jeder Religion.

Weswegen Sie es hier mit einer Religion auf eine Stufe stellen, verstehe ich nicht.

@ Bussle um 11:08

Hervorragender Kommentar!
Genau so sehe und begreife ich das auch.

Danke dafür!

Frage: Bekenntnis in der Arbeitszeit?

Religion ist Privatsache. Öffentlicher Unterricht ist es nicht.
Es geht da vordergründig um den Lehrplan. Die Entwicklung des Kindes muss darunter nicht zwangsläufig leiden, sollten diese ein Kopftuch erblicken, aber im Umkehrschluss sehe ich Lehrer nicht gerade diskriminiert, müssten sie ihre Bekenntnisfreiheit ausschließlich in der Freizeit pflegen.

Ich versteh die Entscheidung nicht. Darf ein Lehrer denn bei Betreten des Klassenraums das Kruzifix oder die Bibel täglich mitbringen und auf dem Lehrerpult positionieren oder einen Rosenkranz in den Händen halten, um sich persönlich zu bekennen?
Spannend...

Ich beteilige mich nur ungern an der Debatte bezgl. der Frage, welche Minderheit zu Deutschland gehört, da ich sie alle willkommen heiße, es aber statistisch unerheblich finde.

14:12, LiNe

"Wir sollten uns nicht an Symbolen aufhängen, sondern weitergegebene Inhalte überprüfen."

Das möchte ich mal ganz dick unterstreichen und ungefähr ca. eine Million Ausrufezeichen dahinter setzen.

schwieriges Thema

Es klingt sicher liberal jetzt das Urteil ohne Einschränkung gut zu heißen. Ich halte die Abgrenzung für schwierig. Kopfbedeckungen aller Art in Schulen nicht zu gestatten wäre einfacher gewesen (egal ob Muslimin oder Ordensschwester oder einfach nur hipper Lehrer), als nun die Abgrenzung zum teilverschleierten Gesicht. Ich finde jeder Schüler hat das Recht (und umgekehrt jeder Lehrer auch) seinem Gegenüber face to face offen ins Gesicht sehen zu können und nicht nur die Augenpartie. Wir werden in kürze die nächsten Fälle vor deutschen Gerichten haben mit teilverschleierten Gesichtern.

@PeeTee

11:23 von PeeTee:
"An einer Schule an der islamische Symbole zur Schau getragen werden oder Kopftuchtragende Lehrerinnen sind, werden meine Kinder nicht zur Schule gehen."

Eine Mathematiklehrerin mit Kopftuch würde Ihren Kleinen wahrscheinlich unheimliche Dinge muslimischen Ursprungs beibringen - die Algebra zum Beispiel. Aber genau das ist ihre Aufgabe und über nichts anderes sollte ein Lehrer bewertet werden.

Was sollte auch passieren? Die Kinder könnten schon in der Schule lernen, dass unter dem Kopftuch ein ganz normaler Mensch steckt. Ist das schlimm?

Meine Uroma trug übrigens auch regelmäßig ein Kopftuch und die war sogar getauft.

14:16, transarena

"Das aber unser öffentliches Schwimmbad einen Tag für Deutsche geschlossen wird, nur damit Musliminen im Burkini baden können, ist eine Sauerei."

Das finde ich aber interessant. Ich kenne ja reine Frauenbadetage in deutschen Schwimmbädern, seit ich Kind war. Aber dass es jetzt Frauenbadetage mit Burkinizwang und Überprüfung der Nationalität und Religionszugehörigkeit am Einlass gibt, das ist mir neu.

In welcher Stadt ist das denn so?

Nur meine Meinung

aber was ist gegen Kopftuecher einzuwenden?
Ich habe mir damals die Freiheit erlaubt in meiner Rockerkutte zu den Vorlesungen an der Uni zu gehen. Man war der eine Prof sauer, aber als ordentlich eingeschriebener Student und ohne 'verbotete Symbole' konnte er mir nur drohen (Ich werde mir Ihren Namen merken und Ihre Pruefungen persoenlich kontrollieren.)

Fazit: Ein/e Jede/r kann sich anziehen wie er/sie mag - ABER....
- bestehende Gesetze muessen beachtet werden (man sollte nicht anfangen sowas harmloses wie ein Kopftuch per Gesetz zu verbieten).
- keine Propaganda (politisch oder religioes)

Persoenlich ziehe ich die Grenze bei Schleier/ Vollschleier/Burkha.
Das gehoert imho in Richtung Vermmumung und koennte ggf zu Identifizierungsproblemen fuehren (von eingeschraenkter Sicht im Strassenverkehr bei zB Burkha einmal abgesehen.
Ich denke nicht, dass ich mit Sturmhaube / Motorradhelm / Fliegerbrille so einfach durchs Leben kaeme (Banken? Laeden?).
Gleiche Rechte - gleiche Pflichten

@LiNe - Auf den Punkt gebracht!

14:12 von LiNe:
"Wir sollten uns nicht an Symbolen aufhängen, sondern weitergegebene Inhalte überprüfen."

Genau so ist es. Sie bringen es auf den Punkt!

Das verstehe wer will

Das ganze eine Spur weitergedacht. Wie ist die Lage wenn ein Lehrer überzeugter Hindu, Buddhist, Wahhabit oder Anhänger des Voodoo und in der für diese Religionen typischen Kleidung unterrichten will. Im Grunde ist es für mich egal ob eine Lehrerin ein Kopftuch trägt oder nicht wichtig ist was im Kopf ist. Und trotzdem reizt mich die Frage was ist wenn?

14:21, Ritchi

"Warum erfordert die islamische Religionszugehörigkeit das Tragen eines Kopftuchs?"

Tut sie gar nicht.

"Weshalb ist die Religionsfreiheit eingeschränkt, wenn ein Kopftuch nicht getragen werden darf?"

Weil Religion etwas mit der freien Entfaltung der Persönlichkeit zu tun hat. Und wenn eine religiöse Frau meint, es gehöre zu ihrer Religion ein Kopftuch zu tragen, dann hat sie das Recht dazu und muss sich nicht von anderen belehren lassen, was sie zu tun und zu lassen hat.

Ich finde es interessant, wie diejenigen, die meinen, ein Kopftuch wäre ein Symbol der Unterdrückung, gleichzeitig den Frauen ihre Weltsicht aufzwingen wollen.

Das führt bei vielen jungen muslimischen Frauen zu einem trotzigen "Jetzt erst recht!".

Wenn man die ideologische Symbolik ein wenig tiefer hängt und das Kopftuch als nichts als ein etwas bizarres folkloristisches Accessoire betrachten würde, dann würde sich das Problemchen irgendwann von selbst erledigen.

@ joachims

"Ich finde, dass das Tragen jedweder Religionsabzeichen bei Lehrern nicht erlaubt sein darf."

Das Verfassungsgericht sieht es anders und hat dieses Verbot als verfassungswidrig abgeschafft.
Dennoch darf man selbstverständlich anderer Meinung sein.

Zuständigkeit fragwürdig

Bildung, insbesondere Schulbildung, ist Ländersache. Und in der Landesverfassung NRW ist schon ein christlicher Bezug erkennbar, ob es den Bundesverfassungsrichtern gefällt oder nicht. Damit ist das Christentum in NRW nicht eine Religion unter vielen.

Das Bundesverfassungsgericht hätte gut daran getan, sich für nicht zuständig zu erklären und den Fall dem Landesverfassungsgericht zuzuschieben.

Warum solche Prozesse?

Ob das nun juristisch und moralisch richtig oder falsch ist, daran möchte ich mich nicht beteiligen.

Aber wenn wir mal einen realistischen Blick auf unser Land werfen, dann werden solche Urteile genau denjenigen nützen, die seit Wochen gegen eine zunehmende Islamisierung unserer abendländischen Kultur protestieren.

Ich erwarte erhebliche Protestwellen - gerade in konservativ-geprägten Regionen - gegen eine Beschulung der Kinder unter religiösen Gesichtspunkten. Besonders scharf wird das im Grundschulalter diskutiert werden, wo Kinder noch keine eigene politische und religöse Meinung entwickelt haben.

Über Kopftücher an Schulen zu streiten ist aus meiner Sicht so überflüssig, wie eine Diskussion um Frauenquoten.

Stichwort Frauenquote und Schule:
Viel wichtiger wäre es , dass mehr Männer in den Lehrerberuf einsteigen, ob nun mit oder ohne Bart ist mir eigentlich egal.

Im Einzelfall problematisch

An den weiterführenden Schulen mag es unproblematisch sein, weil diese Lehrerin eine von zehn ist, denen ein Schüler jede Woche im Unterricht begegnet.

An Grundschulen sieht das schon anders aus. Eine Klassenlehrerin mit Kopftuch setzt da für die muslimischen Schülerinnen schon die Maßstäbe.

das Thema Kopftücher ist noch das geringste Problem

Ich fordere:

Vervollständigung der Trennung von Religion und Staat.

Keine staatliche Einziehung von Religionsbeiträgen mehr.

Steuerpflichtigmachung von Einnahmen religiöser Institutionen.

Recht auf Konfessionsgeheimnis gegenüber Arbeitgeber.

Keine staatliche Verwaltungstätigkeit mehr bei Ein- und Austritt aus einer Religionsgemeinschaft.

Ersetzung des Religionsunterrichtes durch Kulturunterricht in dem Religionen Teil des Fachspektrums sind.

Staatliche Abschaffung religiöser Feiertage und Erhöhung der mindest Urlaubstage um die Höhe der abgeschafften staatlichen Feiertage, sowie ein Recht auf Urlaub an religiösen Feiertagen nach Nachweis einer Religionsangehörigkeit.

Abschaffung aller gesetzlichen Tanz- oder sonstiger Verbote an religiösen Feiertagen.

@www.esdp-initat... 15:14

Volle Zustimmung. Ich habe es schon an anderer Stelle geschrieben:
Ob Parteiabzeichen, Kopftuch, Kippa oder eben Kreuz - alle dienen der Ausgrenzung der jeweils anderen.
Nur werden wir uns damit abfinden müssen, dass sich eben ein beträchtlicher Teil der ortsansässigen Bevölkerung irgendeiner Gläubigkeit verpflichtet fühlt. Und damit eben auch ausgrenzt.
Die Aufklärung ist zwar schon vor einiger Zeit gelaufen, aber hier dauert es eben besonders lange.

Was hat Kopftuch mit Religion zu tun

Das Kopftuch oder die Verschleierung dient alleine der Unterdrückung der Frau und hat nichts mit der Religion zu tun. Einige muslimische "emanzipierte" Frauen können auch ohne Kopftuch und Schleier gläubig sein. Solange sie nicht von Ihren Männern dazu gezwungen werden. Zu Deutschland sollte ein moderner und westlich orientierter Islam gehören! Da passt kein Zwang ein Kopftuch, Schleier oder Burka tragen zu müssen. Das darf höchstens beim Betreten einer Moschee gefordert werden. Die Religionsfreiheit ist mit einem Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst auf keinen Fall eingeschränkt. Keine Religion in unserem Land sollte im öffentlichen Leben u.a. Kleidungsvorschriften, im Islam ja nur für Frauen, erteilen.

Unterschied Tracht und Kopftuch

Tja das eine ist ein Symbol und das andere nicht....

Lächerliche Gründe für Selbstverständliches

Als ich vor 30 Jahren bei der BW antreten musste, wurde mir vegetarische Kost verweigert. Hätte ich "religiöse", statt "egoistisch" gesundheitliche Gründe benannt bzw. gelogen, hätte ich meine kärgliche Ernährung nicht vom Wehrsold bezahlen müssen. Das war und bleibt Verfassungsbruch und man kann sich angesichts der "Diskussionen" nur am Kopf fassen. Würde Artikel 3 des GG tatsächlich eine angemessene Achtung erfahren, dann gäbe es solch hirntote Scheindiskussionen nicht. Auch jede Nichtmuslimin hat auf dem Papier schon lange das Recht ein Kopftuch zu tragen!

Swastika - Religionsfreiheit gilt für alle !

Darf man dann jetzt als Buddhist oder Hindu wieder Swastika Symbole in der Öffentlichkeit tragen ?

Darf ich als Buddhistischer Lehrer Swastika Symbole im Unterricht tragen ?

Nein ?
Warum nicht ?
Wo bleibt die Gleichbehandlung von Religionen ?
Wo bleibt meine Religionsfreiheit ?

Das ist erst der Anfang

Demnächst wird eine strenggläubige Muslima den Vollschleier beanspruchen, da ja außer ihrem Mann keine ihr Gesicht sehen soll. Und die Burka ist dann auch nicht mehr weit und dann kommt die Forderung nach getrennter Erziehung von Jungen und Mädchen, usw. Das noch "christliche" Abendland in Europa schafft sich stufenweise von selbst ganz ab. Wann wacht Deutschland und der Rest von Europa endlich auf, oder ist es schon zu spät? Unsere drei Kinder hätten wir nie in eine Schule geschickt, wo eine Lehrerin mit Kopftuch unterrichtet. Der Islam ist nicht kompatibel mit meinen durch Judentum/Griechen/Römer und Christentum geprägten Vorstellungen.

Einen Bärendienst erwies...

das BVG in Bezug auf eine klare Auslegung dieser Fragen.
Religion hat in einem Unterricht nicht zu suchen.
D.h. auch das tragen von religiösen Abzeichen muss für Lehrer verboten sein.
Der Staat ist verpflichtet darauf zu achten dass diese Gebote der Neutralität von allen eingehalten werden.
Diese Richter haben ein weltfremdes Urteil gefällt, welches den Bezug zur Realität vermissen lässt.
Weiter so BVG!!

Irrtum

"Die Richter korrigierten damit ihr sogenanntes Kopftuchurteil von 2003. "

Nein, das taten sie keineswegs!

Das Urteil von 2003 stammt vom eher freiheitlich-demokratisch orientierten zweiten Senat.

Das heutige Urteil ist vom eher stramm linksorientierten ersten Senat.

Und es ist erschreckend, wie wenig sich die Medien mit dem Problem auseinandersetzen, daß mit der Aufhebung des Urteils von 2003 im Grunde der eine Senat die Urteile des anderen Senats als "verfassungswidrig" aufhebt, denn sonst hätte er sie bestätigen müssen!

Wenn nämlich die Urteile des zweiten Senats verfassundwidrig sein sollen - wer garantiert uns denn, daß die Urteile des ersten Senats dies nicht sind?

Hier offenbart sich ein Konstruktionsfehler der Rechtsstruktur Deutschlands!

Niemals sollte eine Kammer des Gerichts ein Urteil der anderen Kammer einfach aufheben dürfen!

Ich glaube, ich spinne!

Ahja! Kruzifixe sind an staatlichen Schulen als äußeres Zeichen eines Bekenntnisses zu unseren christlichen Traditionen verboten. Aber Kopftücher als äußeres Zeichen eines Bekenntnisses zu muslimischen Traditionen und als Symbol der Niederwertigkeit der Frau in der islamischen Religion ist okay? Wo ist denn bitteschön die Minderwertigkeit der Frau im Islam mit unserem GG eigentlich vereinbar?

Und das alles, obwohl es vom BVG schon einmal ausdrücklich untersagt worden war? Was hat sich denn plötzlich innerhalb der letzten 6 Jahre verändert, dass es "jetzt" okay sein soll? Ein Kopftuch ist immer noch ein Kopftuch, und unser GG ist immer noch unser GG. Haben die Richter dann vor 6 Jahren keine Ahnung gehabt und waren alles Idioten?

Sorry, aber D schafft aus völlig falsch verstandener Toleranz dem Anderen gegenüber (eigentlich viel mehr eine Anbiederung!) seine eigenen kulturellen Wurzeln allmählich ab! Wenn man Kruzifixe verbietet, dann bitte auch Kopftücher, ansonsten passt's nicht.

11:08 von doctorWu

Danke,sehe ich genau so.

Religion

Nun - ich bin selbst gläubig. Allerdings basiert mein Glauben insbesondere auf meine Herkunft und die damit verbundene Sozialisierung. Ich glaube an Gott und Jesus Christus, bin aber nicht so vermessen zu glauben, dass dies der einzige Weg zum Schöpfer ist.

Das soll heißen, dass ich die verschiedenen Religionen dieser Welt wie verschiedene Pfade sehe.

Das diese Religionen für Machtkämpfe immer wieder missbraucht werden liegt an die Menschen, die andere Menschen im Namen des Glaubens verführen können.

Früher hieß es "Gott will es", dann wurden Schwerter gezogen und grausame Massaker verübt. Viel anders ist es heute auch nicht. Aber ich bin davon überzeugt, dass Gott eben so was nicht will.

Wir haben nach 30 Jahren Krieg eine entscheidende Wende gemacht. Zwar nicht perfekt - und es hat viele Menschenleben gekostet. Ich möchte nicht dahin zurück.

Beim Kopftuch tue ich mich schwer. Ich weiß nicht ob das Urteil gut oder schlecht ist. Wir müssen damit leben und es ist auch möglich.

@DerBelgarath 17:05

Entschuldigen Sie bitte, aber Sie haben eine eher merkwürdige Vorstellung von einem "eher stramm linksorientierten ersten Senat".
Für mich bedeutet links auf jeden Fall nicht die kritiklose Tolerierung ausgrenzender und abgrenzender Symbolik.
Na schön, auch sich links gebärdende Gesellschaften neigen dazu und haben oft genug einen Religionsersatz zum Dogma erhoben. Aber religiös waren und sind sie alle nicht. Und haben sich auch nie in einer Garnisonskirche weihen lassen und sicher auch in keiner Moschee oder Synagoge oder sonstigem Tempel.

@ GI-sputnik um 10.50

"Wem die christliche Gesellschaftsprägung hier in Deutschland nicht passt und wer sich nicht anpassen will kann dieses Land gerne verlassen."

Genauso gut könnte man sagen: Wem unsere tolerante, offene, multikulturelle Gesellschaft nicht passt, der kann dieses Land gerne verlassen. Wollen Sie wirklich auf so einem Niveau diskutieren?

16:47, Haro

"Das Kopftuch oder die Verschleierung dient alleine der Unterdrückung der Frau und hat nichts mit der Religion zu tun. Einige muslimische "emanzipierte" Frauen können auch ohne Kopftuch und Schleier gläubig sein. Solange sie nicht von Ihren Männern dazu gezwungen werden. Zu Deutschland sollte ein moderner und westlich orientierter Islam gehören"

Wirklich interessant, wie Sie hier im Namen der Frauenbefreiung muslimischen Frauen Vorschriften machen wollen.

fast richtig, aber nicht ganz,

nicht das Tragen religiöser "Abzeichen", sonder Religionsunterricht gehört nicht an staatliche Schulen. Ein Kind ist nicht religiös, es ist durch Geburt auch nicht SPD-Anhänger oder Jung-banker oder eine andere Kategorie. Es ist einfach Kind. Deswegen sollte an Schulen maximal "Ethik" gelehrt werden und dabei alle Religionen gleichwertig als "mögliche Denkweisen" vorgestellt werden. Die Aufteilung der Klasse in Religionszugehörigkeiten wirft uns auf eine Ebene mit dem was gerade durch ISIS passiert. Mittelalter.

17:05, DerBelgarath

"Das Urteil von 2003 stammt vom eher freiheitlich-demokratisch orientierten zweiten Senat.

Das heutige Urteil ist vom eher stramm linksorientierten ersten Senat."

Interessante Begriffspaare, die sie hier bilden.....

Nichts hat unter der Sonne Bestand

@DerBelgarath

"Niemals" sollte man nie sagen. Besonders beim Verfassungs- und Staatsrecht.

Was heute vielleicht noch selbstverständlich ist, kann morgen schon ganz anders gesehen werden. Menschen leben und entwickeln sich. Und damit eben auch die Zivilisation und die herrschende Meinung.

Heute ist noch das Schächten und die Beschneidung z. B. erlaubt. Heute ist noch der Verzehr von Lebewesen erlaubt. Wer weiß - vielleicht Leben die Menschen der Zukunft mit einer ganz anderen Lebenseinstellung.

Das Urteil eines Gerichts (selbst des Obersten) ist kein Gottesurteil.

Religion in Schulen

... prima, jetzt sind Tür und Tor für "Religionskriege" in den öffentlichen Schule geöffnet. Deshalb: Die Schulen müssen ein religionsfreier Raum sein - auch schon auf Rücksicht auf viele, die keiner Religion nahestehen. Und das sind in Deutschland nicht wenige.

@. Berni 1

"Religion hat in einem Unterricht nicht zu suchen.
D.h. auch das tragen von religiösen Abzeichen muss für Lehrer verboten sein.
Der Staat ist verpflichtet darauf zu achten dass diese Gebote der Neutralität von allen eingehalten werden.
Diese Richter haben ein weltfremdes Urteil gefällt, welches den Bezug zur Realität vermissen lässt.
Weiter so BVG!!"

Ach!
Und was haben Kruzifixe in Süddeutschen Schulen in den
Klassenzimmern zu suchen?
Wo bleibt denn Ihr Realitätsbewußtsein?

Außerdem ist das Tragen eines Kopftuches keineswegs grundsätzlich ein
religiöses Abzeichen.

Ist es nicht wichtiger ...

was in dem Kopf ist?
Da wir in diesem Land eine verfassungsmäßig garantierte Religionsfreiheit haben, müsste dann konsequenter Weise, jedes Kreuz aus einem Schulgebäude verschwinden, die Lehrkörper müssten generell Atheisten sein und das tragen von Abzeichen, die eine politische Richtung signalisieren gehören dann dort auch nicht hin.

Religion hat in den Schulen nichts verloren

Kruzifix und Kopftuch - Ordenstracht und Kippa aus den Klassen!
Religion hat in den Schulen nichts verloren.

Ein Frauenbild, ein Selbstverständnis

und der Umgang der Geschlechter miteinander, die für mich in unsere Gesellschaft nicht passen und von denen ich nicht möchte, dass sie das Aufwachsen unserer Kinder prägen. Auch nicht das der jungen Muslime in Dt.
Frauen haben bei uns lange dafür kämpfen müssen, ihre Reize unverkrampft und selbstbewußt zeigen zu können, ohne dass dies reduziert wird auf Männer anmachen.
Kopftuch tragen und sich weitgehend verhüllen sind Vorgaben eines erstarkenden
mindesterns konservativen Islams. Frauen haben ihren Korper zu verbergen vor fremden Männern um diese nicht in Versuchung zu führen. Unverhüllt ist unanständig. Generalverdacht an beide Geschlechter.
Wenn Muslimas das für sich privat entscheiden, ok, als Lehrpersonal, nein! Die Schulfreundin unserer Tochter hat bereits Angst, demnächst könnten konservative Lehrerinnen ihre strenge Familie informieren, dass sie heimlich in der Schule das Kopftuch abnimmt. Das gäbe bösen Ärger mit den Brüdern, noch fast Kinder, mitten unter uns.

Hurra

Und wieder ist der Islamismus einen großen Schritt in Deutschland vorangekommen.

Toleranz und Respekt

@lazytiger

Genau das ist der Punkt.

Wer für sein Glauben Respekt und Toleranz einfordert, muss dies selbst auch jönne könne.

Verfälschung des Kopftuches

Meine Oma hat immer ein Kopftuch getragen. Eigentlich haben früher alle Frauen auf dem Lande ein Kopftuch getragen.
Und wir sind Christen!
Wieso wird jetzt in der heutigen Zeit das Kopftuch immer gleich mit dem Islam in Verbindung gebracht? Ja! Im Islam ist es vielleicht Brauch ein Kopftuch zu tragen.
War bei uns aber auch ein Brauch.
Wie viele Hollywood-Stars liefen in Filmen mit ´nem Kopftuch über die Leinwand?
Mittlerweile darf man sich als Christ nicht einmal mal mehr einen längeren Bart wachsen lassen, ohne gleich von jedem als Islamist angesehen zu werden, oder in eine Verkehrskontrolle zu kommen (jetzt hängt demonstrativ ein Kreuz und ein Heiligenbild im Fahrzeug).
Im Endeffekt entfernen wir uns eigentlich aus Angst vor Anderen von unseren eigenen Wurzeln.
Oder hatte jemand keine Oma mit Kopftuch??

Aufregung grundlos

Das einzige, was mich an dem Urteil stört, ist die Tatsache, daß die Grünen es gutheißen.
Ansonsten stört mich dieses Kleidungsstück in keiner Weise, vielleicht könnten die Muslima es etwas schicker gestalten.
Bei den meisten gehört es einfach zur Gewohnheit, und ist nicht Ausdruck besonderer Frömmigkeit.
Im Koran ist eigentlich ohnehin der Ganzkörperschleier vorgeschrieben, das Kopftuch ist bereits eine liberale Auslegung.
Bei Burka oder Shador hört für mich allerdings der Spaß auf. Diese Kleidungsstücke sind Relikte aus der Zeit des Propheten und sollen die Frau als Mensch zweiter Klasse, Eigentum des Mannes, kenntlich machen.

so oder so und so

14:38 sogut
..."teilverschleierten Gesicht"...

Burka geht nicht, die Schüler könnten nur akustisch dem Unterricht folgen. Die Mimik und Körpersprache gerade bei Lehrern war für mich als Schüler nicht unwichtig und ist es heute sicherlich auch nicht. Aber nur aus diesem Grund, denn;

14:53 Jukep
..." Hindu, Buddist, Wahabit, Voodoo"...

ja unbedingt auch andere Hautfarben und sogar Atheisten wie mich.
Die so unterrichteten Schüler würden über diese Kopftuchdiskussion ihrer Vorderen schallend lachen, da sie Toleranz, Respekt ja und vielleicht sogar Liebe kennengelernt haben.

Die mehrfachen Hinweise hier, das es in der Schule um den Unterricht und nicht um die Vermittlung von Religion geht sind natürlich richtig. Aber diese Lehrinhalte werden "Gott"seidank von Menschen vermittelt und die sind nun einmal so, oder so und so.

Atheisten in Deutschland

Solange es laut Statistik nur ca. 10% Atheisten in Westdeutschland im Gegensatz zu Ostdeutschland (65%), Frankreich, Schweden, Norwegen etc. gibt, wird die Trennung von Religion und Staat in D noch lange auf sich warten müssen. Der Trend steht eher auf einer Festigung (ob in der Bevölkerung unterstützt, ist allerdings fraglich).

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/235579/umfrage/anteil-der-...

Einzelfallprüfung

Das Gericht hat nur beanstandet, dass man das Kopftuch nicht grundsätzlich verbieten darf, sondern in jedem Einzelfall nachweisbar überprüfen muss, ob das Tragen des Kopftuches zu Unruhe und Streitigkeiten führt. Wenn also genügend Ärger entsteht, kann das Tragen untersagt werden.

Welchen Eindruck vermitteln wir

jungen muslimischen Frauen, die sich gerade bemühen, sich der Bevormundung durch ihre Familie, ihre Väter, Brüder und Cousins zu entziehen, sich von sie bevormundenden religiösen Bräuchen und Traditionen zu emanzipieren, in dem wir ihnen Lehrerinnen vorsetzen, die schon durch ihre Kleidung ihre Unterwerfung unter den Islam und seine frauenfeindlichen Regeln signalisieren?

Können diese Mädchen sich in Sicherheit fühlen, daß solche Lehrerinnen mit Kopftuch ihnen auch dann unvoreingenommen begegnen, wenn sie nicht nur ihr Kopftuch ablegen, sondern sich sogar noch "aufreizend" schminken, Schüler (Männer) anfassen oder auf Klassenfahrt mit ihnen selbst harmlosen Körperkontakt haben, oder können sie das nicht?

Es ist absolut weltfremd, hier jeweils erst zu verlangen, daß aufmerksame Elternvertreter mit Protesten beim Direktor vorstellig werden, um solche fragwürdige Kleidung für den Bereich ihrer Schule erst in jedem Einzelfall zu verbieten!

Übers Ziel hinaus verängstigt

Ich hatte ja gehofft, hier geht es um einen möglichen Widerspruch von Religionsfreiheit für das Individuum gem. GG und der strengen Trennung von Staat und Kirche, welche in ihrer strengsten Auslegung die Möglichkeit beinhaltet, dass in Schulen keine religiösen Berührungspunkte außerhalb des Lehrplans (Ethik, Geschichte) existieren.
Aber wenn ich die mittelalterliche Angst vor dem Unbekannten und die vielen sachlich falschen Beschreibungen lese, könnte es nicht schaden, wenn wir alle mal ein Kopftuch tragen :)

Ich wiederhol mich mal: Religionen auch christliche haben außerhalb von Geschichts- und Ethikunterricht überhaupt nichts in einer Schule verloren. Oder wollen Sie allen ernstes während des naturwissenschaftlichen Unterrichts ein Symbol der "Auferstehung" betrachten? Für alles gibt es einen geeigneten und einen weniger geeigneten Ort. Wir schaffen es sicher die paar Stunden ohne religiöse Identität. Aber auch das ist nur meine Meinung, es fehlt der gesellschaftliche Konsens.

Aufklärung. Bitte bitte Bildung

Wir diskutieren im Internet, benutzen GPS und jetten um die Welt. Technik, die ohne Erkenntnisse von Max Planck und Einstein nicht möglich wäre. Und gleichzeitig streiten wir über das Tragen von Kopftüchern. Das ist so wirr und unglaublich.

Statt junge Kinder mit den Lasten und Phantasien des Islam oder auch des Christentums zu belästigen, dem Gegenteil von Bildung, sollten sie Physik, Astrophysik und Atomphysik lernen und begreifen, dass für die Existenz und Beschreibung unsere Welt kein Gott nötig ist. Die restliche gesparte Zeit können sie die Flüchtlinge aus Religionskriegen versorgen. Wir lernen doch heute auch nicht mehr, wie man Hexen verbrennt.

Die Erde ist keine Scheibe mehr und braucht auch keine Götter mehr, die die Sterne halten. Deutsche aufgeklärte Schulen sollten überhaupt keine Religion als Glaube lehren, höchstens als längst überflüssige Phase der Menschheit und Philosophie aus vergangenen Jahrhunderten.

Im Streit um das Kopftuch

Im Streit um das Kopftuch wird die Bedeutung des Kopftuch immer falsch interpretiert. Das Kopftuch tragen viele muslimische Frauen, um damit zu zeigen, dass sie eine ehrbare Frau (in religiösen und weltlichen Dingen) sind. Damit beleidigen sie aber sämtlichste Frauen, die kein Kopftuch tragen, wenn sie selber von sich denken, sie müssten das Kopftuch tragen um den Mitmenschen zu zeigen, dass sie ehrbar sind. Das Kopftuch wird dadurch zum Zeichen, wer ehrbar und wer nicht ehrbar in der Gesellschaft ist. Und damit beginnt auch der Zwang in der Freiwilligkeit. Welche muslimische Frau will denn auf ein Kopftuch verzichten, wenn es in ihrer Gesellschaft heisst, dass nur Frauen mit Kopftuch als ehrbar gelten. Sie will ja nicht zu den unehrbaren Frauen gehören. Dieses Urteil ist eine Niederlage für die Aufklärung und Vernunft.

@ein sehr fairer... - Symbolwirkung des Kopftuches

Selbst wenn das Kopftuch nicht als Symbol wie das Kreuz zu interpretieren ist, die Botschaft des Kopftuches einer Muslima impliziert eine Ungleichwertigkeit von Mann und Frau. In vielen Fällen werden in den Parallelgesellschaften der Migration bereits kleine Mädchen im Kindergarten zum Kopftuch gezwungen (Buschkowski in der Augsburger Allgemeinen) Das Kopftuch verstößt dahingehend gegen Art. 3 GG und hat somit in der Schule als Erziehungsanstalt nichts zu suchen.
Weiterhin ist das Kopftuch der muslimischen Lehrerin in der Wahrnehmung der Schülerinnen weitaus mehr von Bedeutung als das Kreuz als Stück Holz in einer Ecke des Klassenzimmers.

Also, vielleicht könnten sich

Also, vielleicht könnten sich hier mal Bibel-kundige Christen melden. Da wir hier von einem großen Missverständnis glaube ich bezüglich des Kopftuches reden.
Im Islam gibt es keinen schriftlichen Bezug zum Tragen eines Kopftuches, Burka oder Ähnlichem.
Wohingegen im Korintherbrief 11,2 -16 sehr deutlich zum Ausdruck gebracht wird, dass eine Frau ohne Kopfbedeckung ohne Ehre sei und auf einer Stufe mit einer geschorenen Dirne stehe.
Weiter wird der Zusammenhang von Mann und Frau erklärt und das die Frau vom Manne abstammt.
Sind die Musliminen mit Kopftuch eigentlich Christinnen?
Oder wie ist das geregelt mit der Kopftuch im christlichen Abendland?
Bitte nur ernstgemeinte..., ich möchte nicht provozieren, nur klarstellen.

blödsinn !

unsere gerichte entscheiden dinge, welche kein mensch mehr versteht. der rest sind deals, der reiche zahlt, der arme sitzt.
ist das noch richtig?
zudem gehört religion u. politik strikt getrennt.
wer als lehrer arbeiten will muss sich eben an gepflogenheit richten.

Was hat das Kopftuch mit der Religion zu tun?

Also ... wie schon viele gesagt haben - vor 55 Jahren waren die Mädchen und Frauen auch bei uns meist mit Kopftuch unterwegs. Das schützt ja die Haare vor Schmutz.

Aber das war nun nicht religiös begründet und ich kann auch aus dem Koran nicht ersehen, daß das begründbar wäre. Sie sollen was anderes nicht offen herzeigen.

Sure 24, Vers 31

Und sprich zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren, ihren Schmuck nicht offen zeigen, mit Ausnahme dessen, was sonst sichtbar ist. Sie sollen ihren Schleier auf den Kleiderausschnitt schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen, es sei denn ihren Ehegatten, ihren Vätern, den Vätern ihrer Ehegatten, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Ehegatten, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und den Söhnen ihrer Schwestern, ihren Frauen, denen die ihre rechte Hand besitzt, den männlichen Gefolgsleuten, die keinen Trieb mehr haben, den Kindern, die die Blöße der Frauen nicht beachten.

Meine Oma hatte

auch ein Kopftuch. Keinen hat das gestört. Glaube, das war in der Genertion meiner Oma Mode. Warum diskutiert man dann über ein Kopftuchverbot? Das Kopftuch hat nichts mit Vermummung zu tun. Also ist Kopftuch tragen auch in Ordnung.
MfG

Kopftuch

Für mich hat das Kopftuch nur bedingt etwas mit Religion zu tun. Ich bin seit über 30 Jahren im Schuldienst. Am Anfang war das Kopftuch bei Schülern selten. Seit den 90-iger Jahren hat es stark zugenommen. Die Schüler sind heute nicht frömmer sondern nur mehr dem wachsenden Einfluss bestimmter Kreise ausgesetzt (Eiferer, Koranschulen, Traditionalisten usw.)
Insofern ist das Kopftuch auch Politik unter dem Deckmantel der Religion.
Wenn Töchter (manche fangen im 10. Schuljahr mit dem Tuch an) Kopftuch tragen ist der Vater in gewissen Communnities angesehener oder er bekommt von bestimmten Banken (Saudis) auch schneller einen Kredit. Dies trifft zu und wurde mir von türkischen Freunden bestätigt.
Für Lehrer und öffentliche Schulen gilt die absolute religiöse Neutralität!
Wenn ein Kreuz im Unterrichtsraum verboten ist, hat auch die Kippa, der Schleier oder Koftuch dort nichts verloren!!!
Noch weniger, wenn es auch noch politisch motiviert ist!

von Europeo..

Auch die Kruzifixe und sonstige religiösen Gegenstände haben da nichts zu suchen!!
Das muss neutraler Raum sein!

Kopftuchverbot für Lehrerinnen

Es ist doch sehr seltsam; Vor einigen Jahren wurden, in einem christlichen Land per Gesetz oder Richterspruch, alle Kreuze aus den Schulen und öffentlichen Gebäuten entfernt. Es wurde sogar der christliche Religionsunterricht abgesetzt. Und nun dürfen islamischer Religionsunterricht angehalten werden islamische Symbole getragen werden. Das verstehe wer will. Ich nicht. Ich würde als Lehrer oder Lehrerin, wenn ich praltizierenter Christ/praktizierente Christin wäre, Demonstrativ das Kreuz Christi offen Tragen.

Eine politische Entscheidung,

die das unvermeidliche Gelübde der Kanzlerin unterstreicht und die Akzeptanz von vorgegaukelt religiös motivierter Unterdrückung manifestiert. Wäre nicht vielleicht ein generelles Verbot religiöser Symbole in der Schule ein besserer Schritt?

@ Gildermann

"Solange es laut Statistik nur ca. 10% Atheisten in Westdeutschland im Gegensatz zu Ostdeutschland (65%), Frankreich, Schweden, Norwegen etc. gibt, wird die Trennung von Religion und Staat in D noch lange auf sich warten müssen."

Die Trennung von Kirche und Staat wurde in die US-Verfassung zu einer Zeit übernommen, in der Atheisten noch als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden (bewusst übertrieben).

Gerade in einer Gesellschaft, in der die Mehrheit religiösen Prinzipien anhängt, ist es wichtig, diese Prinzipien vom Staat zu trennen. Trennung von Kirche und Staat heißt doch nicht, dass der Staat sagt "Du darfst nicht mehr Christ, Moslem oder Verehrer des Heiligen Ofenrohrs sein," sondern: "Deine Religion kannst Du frei ausüben. Und zwar in Deiner Wohnung und in dazu vorgesehene Orten (Kirchen, Moscheen, Tempel etc.), aber wenn Du in die Öffentlichkeit trittst, lässt du das alles bitte zu Hause."

Da, wo ich lebe, funktioniert das ziemlich gut.

Schöne Grüße aus Kalifornien.

Kreuz und Kopftuch

Man muss das Urteil mit dem Kruzifixurteil aus den Neunzigerjahren in einen Zusammenhang bringen. Damals hat das BVerfG mit der negativen Religionsfreiheit die Kreuze aus den Klassenzimmern verbannt. Kein Schüler soll sich durch dieses Stück Holz belästigt fühlen. Und dies obwohl ein Kreuz in einem Klassenzimmer für Schüler/innen wirklich kein Hingucker ist. Nun wird das religiöse Symbol Kopftuch zugelassen. Warum gilt hier nicht die negative Religionsfreiheit? Und die Lehrerin mit Kopftuch steht für die Schülerinnen fortwährend unterrichtlich im Mittelpunkt und übt eine Vorbildwirkung aus.

11:19 von Luegenlebender

" wenn es nach mir ginge wäre jede Religion morgen verboten, weil sie nur zur Trennung und Spaltung der Menschheit dient.
Auch sollten unsere Kinder von Religion freigestellt werden, bis sie Volljährig sind und selbst entscheiden, erst dann kann man von Religionsfreiheit sprechen."

Ohne Religion gäbe es noch viel mehr was zur Trennung und Spaltung der Menschheit dient, da können sie sicher sein!
Und wie stellen sie es sich vor ? Wie soll man sich , wenn man volljährig ist , fuer oder gegen etwas entscheiden von dem man noch nie gehört hat?
Es steht doch jedem Menschen frei einer Religion anzugehören oder nicht.
Und das IST Religionsfreiheit!

@Thomas Wohlzufrieden

"Wenn schon Religionsfreiheit, dann gilt sie für alle. "

Ja eben gerade nicht. Hier wird das Kopftuch als religiöses Symbol in die Schulen gebracht, während alle anderen draußen warten sollen.

Sie wollen mir doch nicht erzählen, dass der beanstandene Absatz im NRW-Schulgesetz tatsächlich eine Anwendung fand.

Das Kopftuchverbot in Schulen ist richtig. Was die Damen privat machen, hat uns nicht zu interessieren.

@Bürger_Andreas

Bravo, ganz meine Meinung! Religionen sind eine natürliche Phase der menschlichen Entwicklungsgeschichte, um sich die Welt zu erklären, Gut und Böse zu unterscheiden, etc., um nur die positiven Aspekte zu erwähnen. Dazu braucht eine moderne Gesellschaft keine Götter mehr! Das heißt nicht, dass der Mensch ein leeres Vehikel sein muss. Liebe, Freude, Faszination gegenüber der Natur und ihrer fantastischen Vielfalt und Komplexität gedeihen besser ohne ausgrenzende antike Gottesanbetung.

@ Bürger_Andreas

"Technik, die ohne Erkenntnisse von Max Planck und Einstein nicht möglich wäre."

Wissen Sie, was die Apollo 11 Astronauten nach der Landung auf dem Mond als Allererstes taten: Ein Dankgebet.

Ich bin weder Christ noch Moslem, aber ich fühle mich von den ethischen Prinzipien dieser Religionen keineswegs "belästigt."

Der Wissenschaftler in mir lehnt die Existenz eines imaginären Freundes über den Wolken vehement ab. Der Mensch in mir hingegen ist froh, dass es Prinzipien gibt, nach denen die Menschheit ihr zusammeleben ordnen kann. Dass diese Prinzipien von Fundamentalisten immer wieder mal übertrieben und missbraucht werden, steht auf einem anderen Blatt.

Sie fordern eine komplette Abschaffung von Prinzipien, ohne die sich 90% der Menschheit die Welt auch heute noch nicht erklären können. Und dann ersetzen Sie den alten Fundamentalismus durch einen neuen und knien vor dem Altar der Naturwissenschaften nieder. Damit kriegen Sie nicht einmal einen Atheisten wie mich überzeugt.

@ Wiederda & orca111

Danke für diese ausgesprochen wichtigen Erläuterungen! Wieder was dazugelernt!

Das mit der "Ehrbarkeit" habe ich wirklich noch nicht gewusst. Und auf die Trennung von Kopftuch und Koran zu verweisen ist auch wichtig. Hier geht es wirklich nicht um Religion, sondern um die Stellung der Frau in einer patriarchischen Gesellschaft.

Wieder mal eine Erklärung dafür, warum es immer wieder fast ausschließlich alte Männer sind, die sich so für das einsetzen, was Sie für ein religiöses Prinzip halten.

19:23, Prof.

"Ja eben gerade nicht. Hier wird das Kopftuch als religiöses Symbol in die Schulen gebracht, während alle anderen draußen warten sollen."

Wieso? Darf man kein Kreuz mehr um den Hals tragen und müssen Nonnen ihre Nonnentracht ablegen? Darf ein jüdischer Lehrer keine Kippa tragen?

Das wäre mir allerdings neu.

Du bist okay, ich bin okay ...

Wer Religion als Lifestyle versteht, hat ihr Wesen nicht erkannt. Es geht nicht darum, sich mit einer bestimmten Kleiderordnung abzugrenzen oder sich durch Ernährungsbeschränkungen gesünder zu ernähren oder ein- bis zweimal im Jahr ein hübsches, buntes Fest mit vielen Geschenken zu feiern.

Religion bedeutet Hingabe zu einem Gott. Dies erfordert einen willentlichen Schritt. Es impliziert eine Selbstaufgabe und die Abkehr von weltlichen, gesellschaftlichen Regeln und Gesetzen. Jede Religion hat eigene Werte und Normen, die sie für ein erstrebenswertes Ideal hält. Bestenfalls ignoriert sie andere Lebensauffassungen – in der Regel bekämpft sie sie blutig und vehement. Auch das Christentum hat solche Wurzeln. Inzwischen sind seine Anhänger aber säkularisiert und zu bloßen Traditionalisten verkümmert.

Mit echten Glaubensanhängern – und die neue Generation von Muslimen gehört dazu – kann man keine Kompromisse aushandeln. Religion muss aus dem öffentlichen Leben komplett entfernt werden.

Weiter so! Daumen hoch!

Entweder müsste man das Grundgesetz ändern oder das Kopftuchverbot abschaffen. Das waren die einzigen optionen und weil wir die Freiheiten andere respektieren war es auch notwendig dieses Verbot abzuschaffen. Weiter so!
Dieser Beschluss ist ein Vortschritt und eine gute möglichkeit unsere toleranz zuzeigen.
Wir wollen in unsere multikulturellen Gesellschaft friedlich und gemeinsam, harmonisch Leben.

Kopftuch und Glaubensfreiheit

In der heutigen Tagesschau um 20 Uhr wurde im Zusammenhang mit dem aktuellen Urteil von Glaubensfreiheit gesprochen.
Tatsächlich aber geht es dabei ausschliesslich um Religionsfreiheit.
Der individuelle Glaube wird durch die Religionen beeinflusst und massiv eingeschrängt. In der Geschichte der Religionen gibt immer wieder Machtmissbrauch. Nicht die Freiheit des Glaubens, sondern die Duldung von Religionen unter dem gesellschaftlichen Mantel der Religionsfreiheit führt zu den negativen Auswüchsen auf diesem Planeten, bis hin zu Mord und Menschen-verachtendem Verhalten.

Die iranische

Die iranische Friedensnobelpreistraegerin Shirin Ebadi erschien 2003 zur Verleihung des Preises ohne Kopftuch. Auf die Frage der Journalisten aus aller Welt, warum sie kein Kopftuch traegt, antwortete die Anwaeltin und Menschenrechtsaktivistin das Kopftuch sei ein Symbol der Unterdrueckung der Frau im Islam. Die Verfassungsrichter in Deutschland scheinen es besser zu wissen ...

@ 14:55 fathaland slim

""Warum erfordert die islamische Religionszugehörigkeit das Tragen eines Kopftuchs?"
Tut sie gar nicht.
"Weshalb ist die Religionsfreiheit eingeschränkt, wenn ein Kopftuch nicht getragen werden darf?"
Weil Religion etwas mit der freien Entfaltung der Persönlichkeit zu tun hat. Und wenn eine religiöse Frau meint, es gehöre zu ihrer Religion ein Kopftuch zu tragen, dann hat sie das Recht dazu und muss sich nicht von anderen belehren lassen, was sie zu tun und zu lassen hat."
Genau das ist der Punkt. Religionsfreiheit bedeutet Freiheit des Glaubens, nicht jedoch jegliche Freiheit des Handelns. Da das Kopftuch nicht Teil der Religion, sondern eine Interpretation ist, fällt das Tragen desselben nicht mehr unter die Religionsfreiheit, ebensowenig wie ein gläubiger Christ nicht ein Kruzifix tragen muss. Freie Entfaltung darf und muss Grenzen haben, ansonsten hätten radikale Religionsausüber auch das Recht auf ihrer Seite.

An alle Gläubigen

Habt vertrauen in Euren Verstand
Folgt Eurem Herzen
Das prägt Eure Seele
Lasst uns unsere Probleme
im Hier und Jetzt angehen
Gemeinschaftlich und auf
Augenhöhe das beruhigt und
macht glücklich und zufrieden

Es ist eben nicht richtig

um 19:23 von Prof.:
"Das Kopftuchverbot in Schulen ist richtig."

Wie kann etwas richtig sein, was wie wir jetzt wissen, gegen das Grundgesetz verstößt? Sorry, diese Entscheidung obliegt halt dem Bundesverfassungsgericht.

Renaissance des Kopftuches - traurig

Kopftuch = Symbol konservativer muslimischer Positionierung
Kopftuch = Zeichen für das Verschleiern der weiblichen Reize
Kopftuch = Rückschritt für die bislang erworbenen Rechte der Frauen im "Westen"

Das Kopftuch ist kein religiöses Symbol - es ist ein Zeichen konservativer Muslime für die Ungleichbehandlung der Geschlechter. Das übrigens sind die Ansichten nicht weniger Muslime in der Türkei, die verwundert darüber sind, welche Renaissance das Kopftuch vor allem in Deutschland innerhalb der letzten 30 Jahren erlebt - verhüllten Muslime hier in den sechziger Jahren wesentlich weniger ihre Frauen, so zeigt sich heute ein irreales Bild der gelebten Integration mehr hier zu Lande, als im Heimatland.

re alfredneumann

"antwortete die Anwaeltin und Menschenrechtsaktivistin das Kopftuch sei ein Symbol der Unterdrueckung der Frau im Islam. Die Verfassungsrichter in Deutschland scheinen es besser zu wissen"

Genau wie dieser besagten Dame steht es jeder deutschen Muslima frei, erstens das Kopftuch zu tragen oder nicht, und zweitens, wenn sie es tut, ob sie es als Unterdrückungssymbol sversteht.

Und wie besagte Dame die Frage für sich entscheidet kann nicht bedeuten, andere zur gleichen Entscheidung zu zwingen.

Kultur, Moral oder Glaube?

Was meint man eigentlich mit Religion ?

*)Also bezüglich Kultur bin ich sehr tolerant und sehe andere Kulturen als große Bereicherung,
*) bezüglich juristischem Empfinden gar nicht
(und will es auch nicht sein) und
*) bezüglich den Glauben an einen Gott, bin ich gern zu jeder Diskussion bereit.

Wozu gehört das Kopftuch ?

@goddi

Wenn Kopftuch nicht im Koran erwähnt wird, warum tragen dann die muslimischen Frauen Kopftuch.

Ich verstehe nicht warum Menschen nicht muslimischen Glaubens den muslimischen Menschen zeigen wollen, dass das Kopftuch tragen nicht im Koran erwähnt wird.
Ich glaube, dass die Muslimen schon ihre eigene Religion kennen.

re ritchi

"Da das Kopftuch nicht Teil der Religion, sondern eine Interpretation ist, fällt das Tragen desselben nicht mehr unter die Religionsfreiheit, ebensowenig wie ein gläubiger Christ nicht ein Kruzifix tragen muss."

Sie merken anscheinend nicht, wenn Sie sich selbst ein Bein stellen.

So wie ein gläubiger Christ nicht ein Kruzifix tragen muss, MUSS eine Muslima nicht ein Kopftuch tragen. Aber Christ und Muslima DÜRFEN es, wenn sie es für richtig halten.

Merken Sie jetzt, dass Sie gar keinen Widerspruch formuliert haben?

"Hier wird das Kopftuch als

"Hier wird das Kopftuch als religiöses Symbol in die Schulen gebracht, während alle anderen draußen warten sollen."

Stimmt das? Menschen können Ketten mit Kruzifix in der Schule tragen, nicht wahr?

In allen Jahren meiner Schulzeit kann ich mich nicht daran erinnern, dass sich auch nur einmal die Frage gestellt hat, ob das Kreuz an der Wand in einer Schule eine höhere Bedeutung für den einzelnen hatte.
Es war stink normal.

Anders ist das, wenn ca. 40% der Muslime ihre Kinder nicht in die KITA schicken (hier beginnt Integration) oder jene die dann kommen mit einem Kopftuch versehen sind. Das hat nichts mit freiem Willen zu schaffen sondern ist in manchen Bereichen ein klares Zeichen von wachsenden Parallelgesellschaften. Diese fördern wir nun noch mehr. Einer von wenigen, die sich ehrlich und kompetent zu diesem Thema äußern ist Heinz Buschkowsky.

Seit Monaten werden wir nun durch 5% der Muslime in unserer Bevölkerung in Medien und Gesellschaft derart thematisch dominiert, dass ich manch einfacheren Zeitgenossen fast verstehen kann, wenn er sich bei Pegida (die ich nicht unterstütze) einfindet.

Die Themen unserer Zeit sind nur noch Islam, Putin und Griechenland.

So oder so

Der Zentralrat der Christen in der Türkei ist auf Grundlage dieser Entscheidung der Meinung, dass nun auch Lehrerinnen Christlichen Glaubens an türkischen Schulen das Kreuz sichtbar tragen dürfen auch im Unterricht an den Schulen, das sollte die gegenseitige Achtung und Gleichberechtigung hergeben, meine ich.
Was mich verwundert, Karlsruhe nimmt viele eingeforderte Entscheidungen mit Richterbeschluss nicht zur Entscheidung an, wie auch bei mir geschehen, dabei lag eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vor, auf die ich mich berufen haben. Und diese Entscheidung in Bezug auf Kopftuch, ist es der Wille des Deutschen Volkes oder einer Minderheit, die hier die Machtprobe stellt.
Vielleicht kommt als Nächstes die Scharia in Deutschland, dann brauchen wir auch Karlsruhe wohl nicht mehr ?

kopftuch-urteil

Alles schön und gut...wenn denn die Vertreter des Islam endlich glaubhaft belegen würden, ob und wie sich eine Trennung von Kirche und Staat glaubhaft aus dem Koran/Hadith ableiten lässt....und zwar, auch wenn die Moslems die Bevölkerungsmehrheit stellen...

re karesi

"Wenn Kopftuch nicht im Koran erwähnt wird, warum tragen dann die muslimischen Frauen Kopftuch."

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass auch christliche Frauen ein Kopftuch tragen? Früher sogar sehr häufig.

Scheint wohl doch nicht am Koran zu liegen ..

re marchfeld

"wenn denn die Vertreter des Islam endlich glaubhaft belegen würden, ob und wie sich eine Trennung von Kirche und Staat glaubhaft aus dem Koran/Hadith ableiten lässt"

Die Trennung von Kirche und Staat ist auch nicht aus der Bibel abgeleitet. Im größten Teil der christlichen Ära gab es sie nicht.

Jeder Beruht auf den Koran...aber der Islam

hat noch die Überlieferungen! Dort wird nicht explizit vorgeschrieben, dass man unbedingt Kopftuch tragen muss...aber er sei Wünschenswert und die muslimische Frau hat das Recht selbst zu entscheiden...wie es auch die Lehrerinnen es getan haben. Aus diesem Grund verstehe ich bei manchen Leuten die Aufregung nicht und ein Kopftuch zu tragen, ist eine persönliche Entscheidung, die man zu respektieren zu hat...denn wir leben in einem freien Land, soweit ich weiß. Und wir haben die Religionsfreiheit. Daher sollte eine Person nicht nach seinem äußeren Diskriminiert werden. Zu dem stört ein Kopftuch nicht den frieden und in speziell hier den Unterricht.

In Deutschland darf man Integration nicht mit Assimilation verwechseln! Und die Vergleiche, dass in anderen so ist, kann ich nicht akzeptieren...und wer sagt, dass wir es ebenso gleich machen müssen. Wir akzeptieren die freie Meinung aber kein Kopftuch, in der Person frei nach ihrem Glauben entschieden haben??? Wir leben in einer Demokrati

33:59

" O Prophet! Sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Übergewänder (dschilbâb) reichlich über sich ziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, dass sie erkannt und nicht belästigt werden. Und Allah ist Allverzeihend, Barmherzig. " [33:59]
Was bedeutet dschilbâb?
Dschilbâb wird unterschiedlich gedeutet, jedoch vertreten alle Ansichten, dass der Kopf, der Hals, das Dekolleté und der gesamte Körper bedeckt sein müssen, mit Ausnahme der Hände, der Füße und dem Gesicht.

@ karwandler

"Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass auch christliche Frauen ein Kopftuch tragen?"

Nur das in der islamischen Welt das Kopftuch keine Mode-Frage ist, sondern eine moralische Aussage. Lesen Sie mal die wirklich guten Erklärungen von Wiederda um 18:29.

Das gefällt mir ja so an diesem Forum: Hier kann ich öfter mal was Neues lernen. Das setzt natürlich ein wenig Toleranz und Lernwilligkeit voraus. In der Vergangenheit haben Sie oft bewiesen, dass Sie beides haben. :-).

@ Lügenlebender

"Wenn es nach mir ginge wäre jede Religion morgen verboten."

Genau! Nichts trägt mehr zu einer freien und aufgeklärten Gesellschaft bei, als Verbote!

Tut mir leid, aber außer Ironie fällt mir zu einer solchen Aussage wirklich nichts ein.

Verbieten ist verboten!

"Jeder Beruht auf den Koran...aber der Islam
hat noch die Überlieferungen! Dort wird nicht explizit vorgeschrieben, dass man unbedingt Kopftuch tragen muss...aber er sei Wünschenswert und die muslimische Frau hat das Recht selbst zu entscheiden...wie es auch die Lehrerinnen es getan haben. Aus diesem Grund verstehe ich bei manchen Leuten die Aufregung nicht und ein Kopftuch zu tragen, ist eine persönliche Entscheidung, die man zu respektieren zu hat...denn wir leben in einem freien Land, soweit ich weiß. .......... etc."

Das Problem hierbei ist erneut die Auslegungssache. Gelernt haben wir mittlerweile alle, es gibt DEN Islam nicht, es gibt davon viele.

Wenn es also wie sie schreiben eine reine Auslegungssache ist, dann verstehe ich nicht, warum muslimische Konservative ein Gebot daraus machen. Genau das passt weder zu Deutschland, noch zu unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung. Hier werden im Kleinkindalter bereits Ehen geschmiedet und kleine Fundamentalisten aufgebaut.

@karwandler

"Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass auch christliche Frauen ein Kopftuch tragen? Früher sogar sehr häufig.

Scheint wohl doch nicht am Koran zu liegen .."

Ich habe auch nicht behauptet, dass die Religionen sich nicht ähneln.
Also schließe ich jetzt aus ihrem Kommentar, dass die christlichen Frauen auch Kopftuch tragen müssen, wenn sie christliche Frauen mit Kopftuch und muslimische Frauen mit Kopftuch gleich setzen.
Also steht es in der Bibel und alle christlichen Frauen müssen Kopftuch tragen oder was?
Das schließe ich jetzt aus Ihrem Kommentar.

re sasquatch

"Nur das in der islamischen Welt das Kopftuch keine Mode-Frage ist, sondern eine moralische Aussage."

Der Kleidungskodex ist auch sonst nicht 'nur Mode'. Eine Haube oder ein Tuch zu tragen war auch in christlichen Gefilden eine Frage von Sittlichkeit und Anstand.

Übrigens gelten in Israel auch unterschiedliche Standards hinsichtlich ehrbarer Bekleidung je nachdem, welcher Fraktion des Judaismus man sich zugehörig fühlt.

Insofern kann ich den Erklärungen von Wiederda um 18:29 gar nichts abgewinnen.

@ Laureat

sry! Aber hier pauschalisieren wieder! Ich bitte darum, dass man nicht alle in einem Kamm wirft, so wie ich fundamentalistische Christen mit konservativen Christen in einem Topf werfe. Ich finde, dass sie sich es zu einfach machen.
Ich streite es nicht ab, dass es fundamentalistische Muslime gibt, bestes Beispiel Salafisten. Aber man sollte die Mehrheit in Blick haben. Leider wird in den Medien ein Verzerrtes und negatives Bild über den Islam veranschaulicht und so getan, dass alle Frauen und Kinder dazu gezwungen werden und eine potenzielle Zeitbombe ist. Das ist nicht nur absurd sondern fatal. Denn dadurch schürt man Angst. Und zum Punkt des Gebotes des Kopftuches..tja wie sie gesagt haben, ich kann es auch nicht verstehen, aber das ist schöne hier in Deutschland, dass wir verschiedene Meinungen haben und das wir selbst eigene Prinzipien setzen und ich stimme ihnen zu, wenn die Frau aus Zwang den Kopftuch tragen muss, dann ist es ebenso im Islam und Grundgesetzbuch nicht vereinbar

ich bin anderer Meinung

Die Lehrerin vertritt aber das Land in dem Moment, wo sie vor der Klasse steht.
Deswegen ist dies gleichzusetzen mit dem Hängen eines Kreuzes im Schulzimmer.
In beiden Fällen hat der Schüler keine Möglichkeit, auszuweichen.

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