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GR-Antrag: Wichtiger 1. Schritt oder substanzloser Vorschlag?

Neben Deutschland lehnen auch Finnland, Spanien und Portugal den griechischen Antrag auf Verlängerung des laufenden Hilfsprogramms wegen der fehlenden Strukturreformen als substanzlos ab. So befürchtet Schäuble, dass die Tsypras-Regierung lediglich eine Übergangsfinanzierung will, ohne Einhaltung der von der Eurogruppe und den internationalen Kreditgebern vorgegebenen Spar- und Reformauflagen. In der Tat enthält der griechische Antrag in diesen Punkten nur schwammige Formulierungen. Offenbar will die neue GR-Regierung vorrangig Wahlversprechen finanzieren.

Hingegen sehen Junker und andere Mitglieder der Eurogruppe in dem Verlängerungsantrag aus Athen den 1. Schritt zu einem Kompromiss mit dem hochverschuldeten Land. Bei den heutigen Verhandlungen der Finanzminister wird sich zeigen, ob das Schuldnerland GR substanzielle Zugeständnisse für einen fairen Kompromiss macht, oder auf die nahende Staatspleite zurast. Die EZB wird keine Notkredite an ein zahlungsunfähiges Land vergeben.

Lebensstandard vor der Krise war erschwindelt

> Syriza will "den Lebenssstandard von Millionen Griechen wiederherstellen".

Und genau das ist nicht möglich.

Grund: Dieser Lebensstandard, bis 2007 mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 90% dessen in Deutschland, war durch unwahre Angaben und ganz viele EU-Subventionen erschwindelt. Er war nicht real durch griechische Waren und Dienstleistungen hinterlegt. Diesen Lebensstandard wird es unter ähnlichen Voraussetzungen wie heute *nicht mehr geben*, ohne daß die EU eine totale Transferunion würde, sämtlichen Gedanken und Gesetzen widersprechend.

Ich möchte noch anmerken, daß, würde man die Wünsche Syrizas Politiker erfüllen, durch die schlechte Haushaltsweise, die nicht mit Werten hinterlegt ist, es in ein paar Jahren wieder zu den gleichen Problemen kommen wird und immer wieder, weil die Art zu wirtschaften auf Dauer nicht und niemals nachhaltig ist. Alle paar Jahre werden sich dann ähnliche Szenen wie jetzt abspielen. Würde so der Euro nicht Europa spalten?

Vorschlag

Macht endlich Schluss mit dem unerträglichen Milliarden-Zirkus Olympiade.
Sommer-Olympiade fest nach Griechenland, da gehört sie geschichtlich ja auch hin.
"Arme Länder" kommen nicht mehr in den finanziellen Zugzwang und Griechenland nach der durch die EU finanzierten "Infrastruktur" kann irgendwann zurückzahlen!
"Wenn Gott will, und die Griechen vielleicht auch"...

Ich habe den Eindruck, der

Ich habe den Eindruck, der Eurogruppe ist nicht wirklich klar, was ein weiteres Festhalten an dem "Spardiktat" letztlich bedeuten wird: eine noch stärkere Radikalisierung der griechischen Polit-Landschaft. Oder spekuliert man sogar darauf, dass sich in Griechenland wieder eine Militärdiktatur installiert?

Fakt ist, dass es kein "weiter so" in Griechenland geben wird. Es wird kein Sparen mehr rein zu Lasten der untersten Bevölkerungsschichten mehr geben, und auch Privatisierungen wird es keine mehr geben, zumal wir alle wissen, dass Privatisierungen nur ein einziges Mal Geld in die Kassen spült, und danach zahlt man nur noch drauf...

Ich würde auch noch schnell

einen 2 seitigen Brief schreiben um die Milliarden, die ich noch soeben lauthals abgewiesen habe, nun doch noch zu erhalten. Wenn mir die Pleite droht.

Und ich würde mich gerne an die vertraglich vereinbarten Milliarden erinnern, aber nicht an die damit verbundenen Pflichten.

Ich würde das Geld wohl nicht erhalten.

Ob Larifaris das Geld bekommt?

EU

Die Menschen wollten alle? in die EU! Trotzdem macht jedes Land was es will: den Reichen helfen!!!

Wie gut das wir uns erinnern Herr Jäger.

"Die Kriterien der Eurogruppe seien damit nicht erfüllt,..." - Das ist Deutschland natürlich NIE passiert. *Ironie aus*

zum 3 ten mal

werden Tausende verschwendet, die Umwelt belastet durch hin und her fliegen
Löst diesen EU Wahnsinn endlich auf jedem Land seine Währung damit hat jeder seine Währung und Verantwortung.
In dieser EU wird nur der Mittelstand vernichtet und Verarmut geschaffen.
Das kann ich wahrlich nicht mehr sehen.
Würde jeder in seinem Land Perspektiven schaffen hätten wir keine Rechtsextremen Gruppen und jugendliche die sich Terrortruppen anschließen weil sie keine Zukunft haben.

Es ist unglaublich...und nimmt kein Ende

Liebe Tagesschau,

es ist m.E. ein unglaublicher Vorgang dass der Bundesfinanzminister unsere Interessen vertritt und als "Zuchtmeister" verunglimpft wird.
Wie kann es sein, dass es zu so einem Abfall des Niveaus kommt?
Herr Schäuble spricht das aus, was Millionen Menschen in Europa über die neue Regierung der Griechen denken!
Das Schreiben des griechischen Finanzministers ist in der Tat substanzlos und voller nebulöser Formulierungen. Wer sagt uns, dass die Griechen im August noch zu den Aussagen stehen?
...bzw. es werden dann die nebulösen Formulierungen in eine griechische Antwort umgemünzt-->Basta, wir zahlen nicht!

Griff nach dem Staat

Es sind die "Sparvorgaben seiner Gläubiger", gegen die sich Griechenland wehrt!
Es sind genau diese Sparvorgaben, die die Staaten vor der Finanzwirtschaft in die Knie zwingen sollte, wie man sich Staaten einverleibt und auf demokratischer Basis die Diktatur des Kapitals weiter ausweitet und festigt!
Ob Griechenland das so sieht? Könnte sein! Und wenn nicht, so ahnen und spürten die Griechen doch schon etwas von dem kalten Hauch des Turbo-Kapitalismus der Finanzwirtschaft, der Staaten sozial verwüstet und ausgebeutet zurückläßt, wenn man ihn dereguliert walten läßt!
Man sollte Griechenlands Haltung als Signal verstehen, als Signal über eine sozial-ökonomischen Schieflange die es zu korrigieren gilt, will man den sozialen Frieden und Europa auf eine solide Grundlage stellen.
Es sollte nie vergessen werden:
Europa ist nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft und ein "Markt", sie ist vor allem eine Gemeinschaft von Menschen! Wer Europa bewahren will, muss sich den Menschen zuwenden!!!

@Romanovi....

....genau deshalb, weil wir selber verschuldet sind, können wir uns den Luxus nicht leisten, auch noch Griechenland durchzufüttern.

Zwei Argumente dafür, den

Zwei Argumente dafür, den Griechen nachzugeben: Erstens die internationale Krise. Ein in die Armut entlassenes Griechenland ist eine Gefahr für die EU. Zweitens die Konstruktion des Systems Euro. Wenn es über keinerlei Selbstheilungskräfte verfügt, geht es auch unter, wenn Schäuble hart bleibt. Dann muss es von neuem konstruiert werden - und stabiler.

Schwindel

Quidquid id est, timeo Danaos et dona ferentes. (Laokoon, Aeneis)
"Was es auch ist, ich fürchte die Danaer, auch wenn sie Geschenke bringen."

Griechenland-Gezerre

Eine unendliche Geschichte.
Kommt man den Griechen jetzt entgegen werden sie in 6 Monaten die nächsten Änderungen verlangen.

Man kann seinen Wählern nicht utopische Dinge versprechen und dann avon anderen Ländern das Geld verlangen um diese halten zu können.

Schwammiger geht nicht!

Danke für die Darstellung der Kernpunkte des Briefes aus Athen. Nach Durchsicht muss man schlichtweg konstatieren: Schäuble hat recht: "keine Substanz" ist sogar noch äußerst diplomatisch formuliert. Da versucht jemand Zeit zu gewinnen, in dem Wissen, dass es den anderen Europäern (wie immer) umso schwerer fallen wird, eine negative Entscheidung zu treffen, je länger man verhandelt und die ach so geliebte Kompromisslösung gesucht hat. Die 6 Monate wären verschenkte Zeit. Tsipras hat die Wahl gewonnen mit dem Versprechen, Griechenland seinen Stolz zurückzugeben. Europa hat die Griechen davor gewarnt. Nun sollte auch entsprechend gehandelt werden, um klare Verhältnisse zu schaffen. Denn die Finanzmärkte verstehen keinen "Spaß" im Sinne von faulen Kompromissen...

Danke Herr Schäuble

Der Finanzminister macht das, was ich als Steuerzahler von ihm erwarte. Er prüft kritisch die Ausgaben und die Einhaltung der Kreditkriterien. Es ist einfach in einer Art Gutonkelmentalität wie Herr Junker butterweiche Kompromisse herbei zu reden. Er gibt nicht sein eigenes Geld aus. Ich fühle mich mit Schäuble als Verhandler gut vertreten. Griechenland heute ist nicht das Ergebnis des "Spardiktats". Um es im Kneipenjargon auszudrücken: Griechenland hat jahrelang auf einen Deckel anschreiben lassen ohne Geld zu haben. Wenn der Wirt sein Geld haben will und nicht mehr auf Deckel ausschenkt, kann man schlecht dem Wirt die Schuld geben.

Arme USA

"USA: Einigung wichtig für globale Wirtschaft

Die USA drängten Griechenland und die anderen Euroländer erneut zu einer Einigung. "Die Botschaft geht parallel an Deutschland und Griechenland und andere in Europa", sagte ein ranghoher Vertreter des Finanzministeriums in Washington. "Es ist wichtig für den Euro und die globale Wirtschaft, eine Einigung zu erreichen." Beide Seiten müssten kompromissbereit sein."

Wenn damit TTIP scheitern soll, dann lieber keine Einigung erzielen. Liebe Griechen haltet durch so lange ihr noch könnt am besten mit Verlängerung bis zum August und im August nochmal verlängern.

Wenn man den Antrag in der

Wenn man den Antrag in der Originalversion liesst, wird sofort klar, warum Schäuble ihn ohne zu zögern abgelehnt hat. Der Antrag ist wirklich eine Frechheit und zweifellos der Versuch noch etwas Geld rauszuschlagen um Wahlversprechen einzulösen, ohne irgendwelche konkrete Verpflichtungen einzugehen. Jeder Euro den man den Griechen jetzt gibt ist genauso verloren wie die Euros die man ihnen schon zur Bedienung ihrer finanziellen Verpflichtungen gegeben hat.

Scheitern absehbar !

Frau Merkel, Herr Schäuble und all die anderen Finanzminister und Notenbänker haben es noch immer nicht begriffen.

Der Europäer, der Bürger und gleichzeitig der Wähler, lässt sich diese "marktkonforme Demokratie" nicht mehr aufoktroyieren.

Wenn sich die europäische Politik ausschließlich dem Dikatat und den Vorstellungen der Finanzwelt unterwerfen will, dann soll sie es tun.

Wohin uns diese bisher praktizierte, menschenverachtene Technokratie geführt hat, ist europäweit zu betrachten.

"Man dürfe die (Finanz-) Märkte nicht verunsichern", hört man immer wieder vom dt. Finanzminister, wohl wissend, dass diese Märkte ein gerüttelt Maß Mitschuld tragen am desaströsen Zustand Europas.

Den allermeisten Menschen in Europa sind die Befindlichkeiten der "Märkte" aber zunehmend völlig egal, weiß man doch, dass gerade die vielen Finanzprodukte, hinter denen keine reale Wertschöpfung steht, durch die europäische Politik protegiert werden.

Den Menchen geht es um Würde, nicht um "Märkte" !

Nix

..ist da in unserem Interesse. Der falsch konstruierte Euro macht es unmöglich, eine korrekte Lösung zu finden.
Wenn Millionen in den sogenannten Schuldenstaaten unter dem Exminimum leben, nützt das keinem.
Das Geld haben die Banken, da liegt der Fehler.

@tobeorwhat

"Diktatur des Kapitals" ist das nicht ein etwas zu tief in die kommunistische Klamottenkiste gegriffen? Die Schieflage von Griechenland hat nichts mit Kapital (das haben sie nicht) oder Kapitalismus (den haben sie auch nicht) zu tun. Vielmehr handelt es sich um reines Staatsversagen. Der Staat, sprich die verschiedenen Regierungen und deren Behörden haben Griechenland ( in guter sozialistischer Manier) an die Wand gefahren. Die "Diktatur des Kapitals" hätte dem Treiben schon lange ein Ende bereitet, nämlich spätestens 2010 als man mit staatlichen Eingriffen Griechenland zu retten begann.

Schäuble gefällt mir immer

Schäuble gefällt mir immer besser.

Griechenlandpoker (2)

Griechenlandpoker ist weiterhin eine richtig spannende Sache; schon fast amüsant, wenn man es als reines Pokerspiel ansieht.

Der mittlerweile demütigere Zwerg, mit auch zweckmäßigen Absichten, gegen die weicher gewordene EU-Nomenklatura. – Geschieht

Heute ein kleines Wunder durch eine für beide Seiten nachhaltige Einigung auf die Verlängerung der Griechenlandhilfe? – Siegt heute die Demokratie?

Ich wette nicht darauf; die Akteure sind mir zu unberechenbar! – Populisten und Beleidigte agieren bisweilen irrational. – Die Einigung heute oder nie?

Gedicht von John M.A., 13.02.2015

Unsere Ersparnisse sind sichter als Griechenland...

... denn wir brachen unser Geld, um unser eigenes finanzierung unserer eigenen Lebensplanung

Varoufakis >>> "substanzielle, weitreichende Reformen beginnen, die nötig sind, um den Lebensstandard von Millionen griechischer Bürger (...) wiederherzustellen.""

Warum nicht Reformen, die die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands wieder herstellen? Giechenland ist doch mit der Hauptgrund, warum unsere Ersparnisse immer weniger wert werden. Ein Euro ohne Griechenland wäre ein erster Schritt zurück zur Normalität. Unsere Altersvorsorge darf nicht zur "Rettung" fremder Länder verwendet werden. Warum sollte Griechenland nicht zur Drachme zurückkehren. Dann kann Griechenland die Drachme ja an den Euro binden oder es eben auch sein lassen. Wichtig ist, das die EZB weiteres Geld mehr Richtung Griechenland schickt.

Herr Schäuble

ich glaube sie wissen nicht was sie mit ihrem
"nein" anrichten.Sollten sie bei diesem "Nein" bleiben,dann wird die EU sterben .Wenn Griechenland raus muss aus dem Euro und das muss es dann wohl,dann werden andere
Staaten folgen.Ich glaube nicht,dass Deutschland da eine Vorreiterrolle spielen will.Herr Schäuble ,in ihrer Art brüskieren sie das ganze griechische Volk und das sollten sie schleunigst unterlassen.Der Vorschlag von
Vaorufakis ist nicht so schlecht,dass man ihn nicht debattieren könnte.Es geht hier auch nicht um Wahlversprechen einhalten,wie hier mancher Forist schon wieder alles besser weiss,denn Griechenland will seine Reformen weiter machen,aber nicht unter solchen Bedingungen,wo das Land und seine Menschen noch mehr geknebelt werden.
Es sieht so aus,als wenn man in Richtung Spanien schon zeigen will,:"wenn ihr die "Linken" wählt,dann geht es euch genauso.
Wenn Schäuble hier strikt "nein"sagt,dann
ade Euro und dann werden wir als Exportnation noch stönen.

Die Macht der Griechen

Man muss sich ueber eines im Klaren sein: wenn man jemand 100€ schuldet, ist man auf dessen Gnade angewiesen, bei 1 Million Euro ist es umgekehrt. Entsprechend verhaelt es sich zwischen Staaten, nur dass die Dimensionen um einiges hoeher sind. Zweitens: man kann Griechenland zwar in die Zahlungsunfaehigkeit gegenueber "unseren" Glaeubigern treiben, was unkalkulierbare Auswirkungen in der EU und darueber hinaus haben kann; allerdings ist ein zwangsweiser "Grexit" durch die EU-Regularien nicht vorgesehen.
Eine sehr harte Haltung der "radikalen" Griechen koennte so manches Unheil anrichten. Gleiches gilt fuer eine zu harte Haltung "unsererseits", die zur Zahlungsunfaehigkeit der Griechen gegenueber dem Ausland fuehren koennte.

Die neue griechische Regierung hat sich kompromissbereit gezeigt; sie ist an einer einvernehmlichen Loesung interessiert. Unnachgiebig war bisher "unsere" Seite.

Der €uro

Der Euro kracht doch an allen Ecken und Enden. In Griechenland ist es zwar besonders schlimm, aber in kaum einem Land hat die Kunstwährung wirklich etwas positives bewirkt.

Okay, man kann Preise besser vergleichen und braucht vor dem Urlaub kein Geld mehr zu tauschen.

Aber sonst? Das die Wechselkurse weggefallen sind zeigt sich immer mehr als Nach-, denn als Vorteil. Alleine die Deutsche Exportwirtschaft profitiert davon, aber was bekommen wir denn für die exportierte Ware? Schuldverschreibungen und Versprechungen (Target2) dass es irgendwann einmal gezahlt wird.

Und wenn dann tatsächlich Geld fließt? Dann ist es Steuergeld anderer Staaten, die über das Schuldnerland in die Taschen der Privatwirtschaft gelangt. Das kann doch auch nicht Sinn der Sache sein.

Euro einstampfen! Man kann auch ohne Zwangsgemeinschaft friedlich zusammen leben!

Zu hoch gepokert

ich denke, dass die neue Griechische Regierung einfach zu Hoch in Brüssel gepokert hat und Berlin/Brüssel sind auf den Bluff nicht reingefallen. Die neue Griechische Regierung, hat falsche Versprechungen an ihr Volk gemacht und jetzt merken sie, dass der Schuss nach hinten losgegangen ist. Entweder machen sie die Sparmaßnahmen weiter oder sie treten aus dem €uro aus mehr gibt es da nicht zu sagen. Es wundert mich auch das niemand in Deutschland auf die Straße geht um gegen die Bundesregierung zu demonstrieren, die auf der einen Seite bei uns an Leiharbeit an Zeitverträgen Hartz4 festhält, uns das Rentenalter erhöht und gleichzeitig Geld ins EU -Ausland an Länder wie Griechenland schickt die nicht einmal in der Krise bereit sind Lohnkürzungen vorzunehmen oder das Renteneintrittsalter erhöhen wollen. Wirklich Paradox!!

Rien ne vas plus ohne Vertrauen

Ohne Vertrauen geht nichts. Für jeden Unternehmer und für jede Privatperson, die von Ihrer Bank einen Kredit haben möchte, gibt es ungeschriebene Regel: Vertrauen und Glaubwürdigkeit herstellen (indem ich mich an bestehende Vereinbarungen halte) und gute Beziehungen aufbauen zu denen, von denen man den Kredit haben möchte.

Gegen beide Regeln hat die neue griechische Regierung massiv verstoßen. Wenn nun doch wieder Kredite fließen, "weil ein Staatsbankrott ja so schlimm wäre", heißt das nichts anderes, als dass sich in Europa kein Land mehr an Regeln und Vereinbarungen halten muss, die vorher mühsam ausgehandelt wurden. Man wähle einfach eine neue Regierung und schon ist man alle Verpflichtungen los.

Die Auswirkungen, die das auf das Vertrauen der EU-Staaten untereinander hätte, wären sicher schlimmer als ein Staatsbankrott Griechenlands.

@ um 08:33 von Pessimist

Den Euro wird wohl niemand einstampfen. Wenn man sich ein wenig zurück erinnert, so wird man wissen, dass die Einführung einer gemeinsamen europäischen Währung eine zentrale Forderung Frankreichs zur Zustimmung zur Deutschen Einheit war.

Nun ansonsten hoffe ich, bleibt Schäuble standhaft. Entgegen den hier oft vorgertragenen Schuldzuweisungen an die Eliten von GR, auch der "kleine normale Bürger" in GR hat jahrelang profitiert. Er hat selbst kaum Steuern gezahlt die Gehaltserhöhungen waren um ein vielfaches höher als in D obwohl es keine entsprechende Wirtschaftsleistung auf der anderen Seite gab. Es wurde auf Pump gelebt, weil man einen Lebensstandert wie in D wollte.

man will von den Europäern mehr Geld ohne Gegenleistung bzw. besteht die Gegenleistung darin, das man beabsichtigt, morgen in GR ein Gesetzt zu erlassen, wonach 50% der Steuerschulden den Griechen erlassen wird. Man hat es ja und die Kohl dafür soll dann der deutsche Michel aufbringen... Nein so kann das nicht gehen...

Mit einem hat Varoufakis recht, ....

... wenn man die derzeitige Lage nüchtern betrachtet, ist sofort klar, dass Griechenland seine derzeitigen Schulden wohl nie wird bezahlen können. Nebenbei: Dies war bei Beginn der griechischen Schuldenkrise der Mehrheit der Deutschen klar!
Diese Tatsache sollte man endlich akzeptieren und die Konsequenzen ziehen.
Schuldenschnitt: Ja. Weitere Finanzhilfen, um Griechenland nicht zu einem Entwicklungsland herunterkommen zu lassen: Ja.
Aber mit Bedingungen: Der staatliche Verwaltung ist effizient zu gestalten, Steuern müssen gerecht erhoben UND EINGETRIEBEN werden, Korruption ist unnachgiebig zu verfolgen. Dies alles für min 7 Jahre unter strikter Kontrolle durch EU-Institutionen.
Und: Ja, Griechenland sollte endlich den Euro wieder verlassen, um durch die dann mögliche Abwertung der Drachme wieder wettbewerbsfähig zu werden.
Ach ja, notwendige Bedingung für Schuldenschnitt seitens DE: Expliziter Verzicht auf alle WII Forderungen von GR an DE.

Kein Geld nach Griechenland !!

Die neue Griechische Regierung wird ihre Wahlversprechen erfüllen wollen , danach ist ein Sparprogramm nicht vorgesehen, Schuldenabbau auch nicht und dennoch geht man in Athen davon aus dass die EU weitere Transfer Leistungen startet.
Der Europäische Steuerzahler wäre wirklich dumm, wenn er auch nur einen ct unter diesen Bedingungen freigibt , dann ist es eben zu ende!!

Interessant

Viele User hier die das Prinzip: Wer nur einen Hammer hat, für den sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.

Es sind die aktuellen und ehemaligen Machthaber der EU und die Mitgliedsländer.

Der normale Bürger hatte und hat damit nichts zu tun.

Ich bin gespannt, wie dieser Machtpoker ausgehen wird. Ich hoffe jedenfalls das die Mächtigen mal einen Denkzettel bekommen. Aber wie auch immer es endet. Am Ende wird sicherlich der normale Bürger bluten.

re apaik

"Die neue griechische Regierung hat sich kompromissbereit gezeigt; sie ist an einer einvernehmlichen Loesung interessiert."

Sicher - einvernehmlich weiter Geld bekommen, ohne sich irgendwie verbindlich festen Regeln zu unterwerfen.

Es sind ja nicht nur die sog. Sparauflagen, die auf unverbindlich gestellt werden. Sämtliche Formulierungen aus Griechenland laufen auf ein freie-Hand-Lassen hinaus.

re pessimist

"Alleine die Deutsche Exportwirtschaft profitiert davon, aber was bekommen wir denn für die exportierte Ware? Schuldverschreibungen und Versprechungen (Target2) dass es irgendwann einmal gezahlt wird."

Ich kann Ihnen verbindlich versichern, dass das Unternehmen, in dem ich arbeite, seine Warenlieferungen ins Ausland nur gegen Bezahlung abarbeitet. Gegen Versprechungen haben wir noch nicht mal eine Schraube losgeschickt.

Griechenlan - Kredite

Es dürfte doch jeden klar sein, dass die Schulden von Griechenland niemals zurückgezahlt werden.
Auch wenn es offiziell nicht so genannt wird........ der "Schuldenschnitt" ist objektiv vorhanden, auch wenn diese Schulden als fiktives Guthaben noch in den europäischen Büchern stehen.
Das bedeutet aber alle weiteren Zahlungen an Griechenland sind keine "Kredite" sondern "nicht rückzahlbare Beihilfen". Wie viel Jahre soll das so weiter gehen? Wann sagt uns unsere Regierung
diesbezüglich die Wahrheit?

Varoufakis hat die Rechnung.....

ohne den Wirt (Schäuble) gemacht.
Bravo,Herr Schäuble!
Um einen Staatsbankrott zu vehindern,kann Tsipras die Wahlversprechungen an seine Wähler nicht aufrecht erhalten.
Damit ist er bei seinen Wählern unglaubwürdig,und hat verspielt.

Schäuble - GO !!!

Die meisten Kommentare, die ich seit gestern gelesen habe stützen unseren Finanzminister. Seine Haltung finde ich einfach klasse, zumal sie landläufig auch dem entspricht , wie der überwiegende Teil der Bevölkerung den eigenen Haushalt & Finanzen regelt.

Deshalb sollte H.Schäuble aus der Masse der Gleichgesinnten die Rückendeckung erfahren, die sein Standpunkt verdient .... und wenn es auch nur über die Kommentarfunktion geht. Schäuble ... GO.

Natürlich sehe ich auch die Gefahr des Einknickens , größte Gefahr scheint mir wieder einmal Fr.Merkel zu sein !
Es wäre jetzt normalerweise die Situation, in der ein Chef (Frau Merkel) ihren Mitarbeiter (H. Schäuble) den Rücken stärken muß ! .... und nicht wieder politisch zu opfern. Aber sie neigt dummerweise dazu ... sie macht das laufend.

Herr Schäuble liegt nicht falsch

"in den vergangenen fünf Jahren hat das griechische Volk bemerkenswerte Anstrengungen für eine wirtschaftliche Anpassung unternommen." Welche darin enden das viele Bürger nun ihre Konten leeren und den Banken das dringends benötigte Kapital entziehen. Wobei die Angst durchaus nachvollziehbar ist. Ich würd nicht anders handeln.
"Griechenland kennt die finanziellen Verpflichtungen an". Dies bedeutet jedoch nicht diese auch zu erfüllen.
"Die Absicht zu kooperieren" auch nur als Willensbekundung zu verstehen, welche nicht zwingend ist. Schließlich hat die neue Regierung in Athen unlängst bewiesen, was mit unterschriebenen Verträgen getan wird. Nicht jede Staats Vereinbarung ist sinnvoll soweit diese nur darauf abzielt wir Sparen, egal was es uns kostet.
In schlechten Zeiten muss investiert werden um in guten dann über Steuern den ausgleich zu erreichen.
Mit Krediten allein ist keinem geholfen. Wo sind die konstruktiven Vorschläge bislang nichts wirkliches gehört.

Es geht hier doch einzig und

Es geht hier doch einzig und allein um die Disziplinierung der europ. Wahlvölker ...

Hat nicht am Tag der Griechenlandwahl bereits der Herr Schulz geklagt, dass "die Griechen jetzt einfach so wählen und "wir" darauf keinen Einfluss haben" ?!

Ja, ja .. ich finde auch, dass sich die EU wirklich sehr "demokratisch" entwickelt !!

Die Vorstellungen Griechenlands sind NICHT "substanzlos"!

Sie bekennen sich zu der Mehrzahl der eingeleiteten Reformen, ziehen aber die rote Linie dort, wo es in die Verelendung der Bevölkerung mündet .. An dieser Stelle wollen sie eigene Wege entwickeln.
Das finde ich RICHTIG !

Alte Leute wie Schäuble sollten nichts mehr in der Politik zu sagen haben! Die haben keine Ahnung mehr von der Lebenswirklichkeit der Menschen, sondern sind stur ihren "Zahlen" verpflichtet .. und natürlich der "Ruhe der Finanzmärkte" ..

MEINE Interessen vertritt der nicht!
Hat er schon damals nicht, als er mein mühsam privat Erspartes verpfändet hat - ohne mich vorher zu fragen !!

@Fregattenkapitän:"Sollten sie (Schäuble) bei diesem "Nein"...

... bleiben, dann wird die EU sterben."

Bliebe es bei dem "Nein" von Schäuble und den anderen Neinsagern zum Verlängerungsantrag, wäre GR ein paar Tage nach dem Auslaufen des 2. Hilfspaketes pleite. Bei Zahlungsunfähigkeit des Landes dürfte die EZB auch keine Notkredite an griechische Banken mehr vergeben, da der Staat nicht mehr dafür haften kann. Nach einem Staatsbankrott und der Rückkehr zur Drachme würde GR für Jahrzehnte in bittere Armut verfallen.

Die EU und die Eurogruppe könnten nach kurzen Turbulenzen an den Märkten einen Grexit verkraften, GR aber nicht. Um dies zu vermeiden, müssen sich Tsipras und sein Finanzminister Varoufakis in Richtung der getroffenen Vereinbarungen mit den Geldgebern bewegen und die Realitäten endlich respektieren. Nur wenn dies geschieht, kann es zu einem beiderseits zufriedenstellenden Kompromiss kommen. Morgen werden wir wissen, ob die Tsipras-Regierung in der Realität von EU, Eurogruppe, Geldgebern und europäischen Steuerzahlern angekommen ist.

Stimmt es, dass die EZB allein im letzten Jahr...

...mit den aufgekauften Griechenland Anleihen 300 Millionen Euro Gewinn gemacht hat?

Da verdienen die dran?

08:33, Pessimist

"Der Euro kracht doch an allen Ecken und Enden. In Griechenland ist es zwar besonders schlimm, aber in kaum einem Land hat die Kunstwährung wirklich etwas positives bewirkt."

Möchten Sie zwischen Kunstwährungen und natürlichen Währungen unterscheiden?

Jede Währung ist künstlich.

"Und wenn dann tatsächlich Geld fließt? Dann ist es Steuergeld anderer Staaten, die über das Schuldnerland in die Taschen der Privatwirtschaft gelangt. Das kann doch auch nicht Sinn der Sache sein."

Steuergelder werden vom Staat eingenommen und wieder ausgegeben. Dadurch wandern sie "in die Taschen der Privatwirtschaft". Ob das über den Umweg eines anderen Landes läuft, ist einigermaßen unerheblich.

So etwas nennt sich "Geldkreislauf". Das Problem ist, daß dieses Geld von denen, die es ihr Eigentum nennen,gern mal dem Kreislauf entzogen wird.Das fehlt dann,und man muß neues "drucken",was heutzutage per Mausclick geschieht.Dadurch bläht sich die Geldmenge auf. Wir müssten Inflation haben, ham wa aba nich...

Unerträgliches Kompetenzgerangel

Junker muss primär zum Rücktritt aufgefordert werden.
Luxemburg zu Lasten der europäischen Wertegemeinschaft und der Oberintrigant zwischen der EWU, seinem Nachfolger den 18 Finanzminister, zu Gunsten Griechenland und contra der Steuerzahler ist ein Vertrauensbruch, eine Amtsanmaßung und eine Infamie sonders Gleichen.
Endlich hat sich der wahre Herr Junker, der Schuldige der Vergangenheit selbst demaskiert, bloß und offen gestellt.
Amts- Kompetenzmissbrauch als EU-Vorsitzender, der europäische Skandal hoch 10 ( H 10)
Er hat Europa, dem Euro, dem Vertrauen, der Wertegemeinschaft und dem Bürger den größten möglichen Schaden zugefügt, denn Vertrauen ist auch ein hoher Wert ein hohes Gut.
AfD, Grüne, Linke, Rechte, SPD'ler mit Rückgrat und EVP Mitglieder mit Format, der Mann muss weg und zwar noch dieses Wochenende.
Und die Griechen die dies Drecksspiel auch mit machen haben das letzte Vertrauen verspielt.
Dieses Wochenende will ich im Überfluss das Wort Grexit lesen, hören, sehen.

Einen Austritt Griechenlands wird es nicht geben ...

1. weil ein Austritt das Vertrauen in den Euro schwächen würde.
2. weil ein Staatsbankrott Griechenlands einen Schuldenschnitt von bis zu 75% mit sich bringen würde. Die Euro-Banken müssten erneut gerettet werden, denn Sie haben darauf vertraut, dass alles unternommen wird, um Griechenland in der Euro-Währung zu halten.
3. weil Deutschland so oder so zahlen muss. Dass Geld, das Griechenland bekommt geht 1 zu 1 als Zinszahlung an die Banken und die Banken müssen IMMER ihr Geld bekommten.. (Too Big to Fail)
4. denn wenn Griechenland geht werden Zypern, Portugal, Spanien, Italien und Frankreich folgen.
5. weil sonst der Markt für Staatsanleihen zusammenbrechen würde. Staatsanleihen sind 100% sicher weil ja ein Staat nicht Pleite gehen kann. Falls doch bricht der BOND-Markt zusammen und die Banken müssen erneut gerettet werden ... (Too Big to Fail)

die USA

drängten Griechenland, DEUTSCHLAND und die übrigen Euroländer.
Deutschland ist von den USA namentlich erwähnt (ermahnt) worden sich zu bewegen damit eine Einigung erzielt wird.
Warum vermeidet die deutsche Presse das richtige Zitat ?

Farce und Schmierentheater

Statt den Griechen 300 plus Mrd Euro (bald +400) an Krediten zu geben, welche sie nie zurückzahlen können, hätte man die Schulden der Griechen schlicht tilgen können, also 80 Mrd€. Ohne Schulden und ZinsesZins-Zahlungen dürfte Griechenland einen ausgeglichenen Etat hinbekommen und wieder AAA Bonität aufweisen.

Stattdessen wird das Problem gestreckt und hiesige Banken wieder mit Kapital und Zinszahlungen aufgepäppelt. Darum geht es nämlich bei dem griechischen Drama. Den Betrug der Großbanken aus der EU und USA zu verwischen, diese haben Griechenland ja bekanntlich "Eurofit" geschrieben.

Schon 1908 tricksten die Griechen beim Geld

Der Leser 'finanztrend' hat uns auf der RP-Online Seite einen sehr aufschlussreichen Link bereitgestellt mit dem Thema:

Zitat aus Welt.de:

>> Schon 1908 tricksten die Griechen beim Geld <<

Hätten sich die Regierungschefs der Euro-Zone am 1. Januar 2001 nur an die Worte des amerikanischen Finanzexperten Henry Parker Willis erinnert! "In keinem Fall ist Griechenland ein wünschenswertes Mitglied der Währungsunion", hatte er geschrieben. "Das Land ist in einem bemitleidenswerten Zustand: Wirtschaftlich unseriös, von politischen Streitereien gelähmt und finanziell verrottet." .......

weiter unter: http://www.welt.de/finanzen/article108413049/Schon-1908-tricksten-die-Gr...

Ich fand den Link so klasse, dass ich ihn einfach mal gepostet habe.

nichts kapiert

man konnte gestern im ZDF bei Illner wieder sehen wie die Griechen ticken. Die griechische Journalistin sagt u.a. die Troika hätte fordern sollen, dass die reichen Griechen (Reeder und Co.) durch Besteuerung zur Finanzierung herangezogen werden sollen und man nicht die Bevölkerung (Rentner, Arbeiter, Angestellte) stark belaste. Stellt sich die Frage wer hätte denn (auch schon früher, bevor der ganze Zirkus begann) auf diese Idee kommen können. Hätte Griechenland der Troika gesagt sie holen die fehlenden Gelder von den "Reichen" und nicht von der Bevölkerung kann ich mir nur schwer vorstellen, dass das abgelehnt worden wäre. Es ist erste Sache der Griechen die Probleme zu lösen. Wenn sie das nicht hinbekommen und finanzielle Hilfe brauchen , müssen sie wohl oder übel akzeptieren dass dafür Bedingungen zu erfüllen sind.
Das fatale an der Situation ist, selbst wenn man alle Schulden streicht, die Griechen brauchen trotzdem weiter Geld von anderen. Hoffentlich gibt es ihnen keiner.

Scheitern absehbar... von Odin

Auch die Würde gibt es nicht zum Nulltarif!!

die Interessen der USA

@Hollowman

Stimme Ihnen zu; habe auch häufiger meine Zweifel an der objektiven Berichterstattung.

Zu den USA:
die USA haben noch nie in ihrem Leben etwas getan, was ihnen nicht nützt. Also gilt die Frage zu klären: wieso haben die ein Problem mit Deutschlands Haltung ?

Ok, die Griechen haben über Ihre Verhältnisse gelebt

aber stehen sie damit allein? 2 Mrd. Menschen leben massiv über Ihre Verhältnisse, 4 Mrd. hungern. Das ist unser Problem, alles andere sind Peanuts.
Staatsschulden, gerundete Zahlen 2015 in € (Faktor €/$ 1,13) sortiert nach Schulden pro Kopf.

Japan
Staatsschulden 11.000 Mrd. €
In % vom BIP 243 %
Einwohner 127 Mio.
pro Kopf 85.000.- €

USA
Staatsschulden 16.200 Mrd. €
In % vom BIP 103 %
Einwohner 320 Mio.
pro Kopf 52.000.- €

Griechenland
Staatsschulden 350 Mrd. €
In % vom BIP 174 %
Einwohner 11 Mio.
pro Kopf 32.000.- €

Deutschland
Staatsschulden 2.147 Mrd. €
In % vom BIP 78 %
Einwohner 80 Mio.
pro Kopf 27.000.- €

Russland
Staatsschulden 719 Mrd. €
In % vom BIP 13 %
Einwohner 143 Mio.
pro Kopf 5.000.- €

China
Staatsschulden 3.500 Mrd. €
In % vom BIP 19 %
Einwohner 1360 Mio.
pro Kopf 2.700.- €

re tashina

"Sie bekennen sich zu der Mehrzahl der eingeleiteten Reformen, ziehen aber die rote Linie dort, wo es in die Verelendung der Bevölkerung mündet .. An dieser Stelle wollen sie eigene Wege entwickeln.
Das finde ich RICHTIG !"

Und wo diese rote Linie sich dann durch die eingegangenen Verpflichtungen zieht, liegt im Ermessen der griechischen Regierung.

Deshalb ist jegliches Bekenntnis zu diesen eben nur unverbindliche Rhetorik oder, um zu zitieren, "ohne Substanz".

re digitus

"man konnte gestern im ZDF bei Illner wieder sehen wie die Griechen ticken. Die griechische Journalistin sagt u.a. die Troika hätte fordern sollen, dass die reichen Griechen (Reeder und Co.) durch Besteuerung zur Finanzierung herangezogen werden sollen"

Hat die echt gesagt? Freiwillig zugegeben, dass die Griechen von selbst nicht auf die Idee kommen, ihren Staatshaushalt durch effektive und gerechte Besteuerung zu sanieren?

Dann wundert mich auch nichts mehr.

@fiftyone:"Mit Krediten allein ist keinem geholfen. ...

... Wo sind die konstruktiven Vorschläge - bislang nichts Wirkliches gehört."

Nun diese Frage sollten Sie an die Tsipras-Regierung mit dem Finanzminister Varoufakis stellen. Es liegt aus Athen nichts Substanzielles vor. Die neue Regierung hat weder aktuellen Haushaltsdaten, noch ein belastbares Spar- und Reformkonzept. Außer heißer Luft kommt nicht viel aus Athen.

Die Verhandlungen in Brüssel wären viel einfacher und erfolgversprechender, wenn die Tsipras-Regierung von Fakten und nicht von Wunschvorstellungen oder Träumen ausgehen würde. Dann gäbe es auch schnell eine Einigung. Die Links-Rechts-populistische Regierung in Athen trägt noch zu viel ideologischen Ballast mit sich herum. Auf einer solchen Basis können die Eurogruppe und die Geldgeber kaum zu tragfähigen Ergebnissen kommen.

@06:15 von Helmut Baltrusch

"Offenbar will die neue GR-Regierung vorrangig Wahlversprechen finanzieren."

Genauso ist es.

In Deutschland waren unsere konservativen Politiker und die sogenannten "Experten" total überrascht, dass der griechische Finanzminister Varoufakis seine Wahlversprechen wirklich umsetzen will.

In Deutschland ist man so etwas nicht gewohnt. Wahlversprechen werden niemals eingehalten. Sie dienen nur dazu, die Wahlen zu gewinnen.

"Mir tun die Deutschen leid."

Vermutlich läuft das Ganze

Vermutlich läuft das Ganze ähnlich wie das regelmäßige Showdown in den USA, wenn die Regierung mal wieder die Schuldenobergrenze anheben will/muss. Eine Einigung gibt es da stets in letzter Minute....

Griechenland u. d. Milliardenpoker

Die Griechen brauchen Milliarden! Wie wäre es denn, wenn sie erst einmal die 76 Miili. an
ausstehenden Steuern,Sozialversicherungs-
beiträgen eintreiben würden. Aber dazu ist dieser Staat nicht in der Lage, weil die reichen Griechen ihr Geld lieber nach London bringen um nur ja nicht ihre Staatsbürgerpflicht zu erfüllen. Doch ist das nur bei den Griechen so?
Nein, die Reichen, die den Hals nicht voll genug bekommen und denen ihre Staats-
finanzen egal sind, die gibt es auch bei uns und anderswo zur genüge. Geld leihen ist ja
durchaus nichts verwerfliches, aber man muss dann auch zu seinen Verpflichtungen stehen können.
Griechenland kann das nicht und daher ist ein Schuldenschnitt unausweichlich, so
bitter diese Pille für alle Gläubiger.
Das war aber schon bei Eintritt in den Euro
absehbar, der nur durch die vorsätzliche und
betrügerische Fälschung der Staatsbilanz
möglich wurde.
Es wäre gut, wenn es so etwas wie einen
Insolfenzverwalter auch für Staaten gäbe.

BERATUNG ODER ANDERE ABSICHTEN

Der Brief von Varoufakis ist weniger eine Beratungsgrundlage, als die mögliche Grundlage zur Täuschung und Verdrehung. WER WIRKLICH EINE GRADLINIGE EINIGUNG WILL MACHT DAS NICHT. Aber es zeigt mehr und das ist sehr beunruhigend, es zeigt den Versuch des Gremiums unter Vorsitz von Dijsselbloems, SICH SELBER DEN RÚCKEN FREI ZU HALTEN. Die Verantwortung gegenüber Europa- und das nationale Parlament als auch Gerichtsverfahren soll abgewendet werden. Dies unter dem Motto "Es waren halt Ungenauigkeiten im Text".

@11:05 von Helmut Baltrusch

"Nach einem Staatsbankrott und der Rückkehr zur Drachme würde GR für Jahrzehnte in bittere Armut verfallen."

Das ist leider bereits schon jetzt - mit EURO - der Fall.

Informieren Sie sich lieber über die aktuelle Lebenssituation der griechischen Bevölkerung! Und versuchen Sie nicht, die Welt aus dem Fernsehsessel zu erklären!

@ 11:10 von Hollowman

Und die nächste Frage ist warum die USA sich da überhaupt einmischt. Es ist den USA doch unbenommen den Griechen einen Kredit (oder besser ein Geschenk) anzubieten.

Die Verhandlungen zwischen GR und EU gehen die USA nichts an. Höchstens noch den IWF.

Zugleich will die neue

Zugleich will die neue Regierung dem Brief zufolge "substanzielle, weitreichende Reformen beginnen, die nötig sind, um den Lebensstandard von Millionen griechischer Bürger (...) wiederherzustellen."

Das ist zwar lobenswert, jedoch könnten sich z.B. Tschechien und diverse andere EU-Länder veranlasst fühlen, erstmal den Lebensstandard ihrer eigenen Bürger auf das aktuelle griechische Niveau zu pushen, bevor sie Griechenland weiterhin Geld leihen.

Griechenland kann sich derzeit am Kapitalmarkt NICHT mit Krediten versorgen. Ziel muss also sein, die Eigenständigkeit wieder herzustellen. Und wie das erreicht werden soll, dazu gibt es keine konkreten, greifbaren Vorschläge. Das meint Schäuble.

@07:44 von Raketenmann2

10. Klasse Mathematik, "Expotentialfunktion/Schuldgeldentwicklung".

Das ist vollkommener Käse. Zinsen auf Staatsanleihen werden jährlich ausbezahlt, weswegen sie sich auch nicht akkumulieren.

Bei einem ausgeglichenen Haushalt bleiben die Gesamtschulden nominal konstant, bei einem Überschuss sinken sie (aufgrund ständiger Umschuldung findet dann automatisch Tilgung statt). Bei einem Defizit steigen sie, aber nicht exponentiell.

@10:45 von Der_Michel

Am heutigen Morgen haben wir in Deutschland (laut Schuldenuhr), eine Neuverschuldung von 173€ die Sekunde.

Da möchte ich doch mal wissen, wie die darauf kommen. Wir hatten 2014 keine Neuverschuldung, weil die Steuereinnahmen unerwartet hoch waren und wir haben 2015 einen ausgeglichenen Haushalt geplant.

Vollkommen dàccord bis auf

Vollkommen dàccord bis auf die Bemerkung, daß "die Griechen" über Ihre Verhältnisse gelebt haben. "In den Verhältnissen leben" heißt auf dem Niveau der von den Finanzjongleuren vorgegebenen Niveau:
Existenzniveau oder auch ein bisschen darunter.

was so alles übersehen als auch verschwiegen wird

Leider ist Bashing gegenüber Hellas hierzulande angesagt, so dass Vieles an Informationen so nicht ans Tageslicht sickert.
Zu nennen wäre da die Staatsverschuldung Athens, die keineswegs so gewaltig ist, wie uns suggeriert wird. Andere Länder, so auch Dtschl. Japan, USA, Italien etc. schieben noch ganz andere Schuldenberge vor sich her, doch niemand kommt deshalb auf die Idee von außerhalb ihres jeweiligen Staates an die Zügel zu nehmen, bei Hellas dem wirtschaftl. Schwachen scheinen sich die starken Nationen dies rausnehmen zu können. Die Finanzmärkte haben für Griechenl. den Daumen gesenkt, gleichfalls die Rating-Agent., das ist dann meist das Aus.
Übrigens die meisten Staaten leben über ihre Verhältnisse, nicht nur G.
Wer spricht übrigens schon von den hohen Zinsen, die G. bezahlen muß, 2011 immerhin 25%, während z.B. Italien nur 3%, Japan gar 0,2% draufzuzahlen brauchte.
G. sei korrupt! Nun, das sollte eigentlich bevorzugt an die Adresse Karamanlis gehen, statt Generalverdacht.

Warum wird hier noch diskutiert, wo der Fall ganz klar ist?

Die Griechen, immer wieder die Griechen, jetzt reicht es aber! Nicht die Griechen sondern einige wenige priviliergierte Griechen haben Mist gebaut, soweit ich weiss mit der Hilfe von einigen Goldmann Sachslern, die Billanzen zu schönigen, damit sie in den Euroraum kommen. Es wurden Schulden von den Vorgängern angehäuft, die die normalen Griechen mit Ihrem maroden Steuersystem kaum zurückzahlen können. Selbst Hr. Dr. Schäuble hat gesagt, das die Griechen vieles ertragen mussten, wo der normale Deutscher schon längst revoltiert hätte. Wo liegt das Problem den Überbrückungskredit zu gewähren? Ganz klar an den zuvor unerfahren Neuen Vertreter des griechischen souveränen Volkes, die sich Im Tonfall vergriffen haben. Ihnen ist es klar, ohne Hilfe von den Geldgebern können sie Ihr Vorhaben nicht realisieren, Griechenland zu neuer Stärke und Würde zu führen. Sie müssen Ihr Wahlversprechen einhalten, um die anstehenden Reformen umsetzen zu können. Haltet die andere Wange hin, als Christen. 1v2

@ Berni 1 11.24

"Auch die Würde gibt es nicht zum Nulltarif!!"
**************

Was meinen Sie, was kostet denn Ihre Würde ?
Und ist die teurer oder billiger als die Würde eines Griechen ?

Völlig egal

Was da auch immer schriftlich fixiert wird oder nicht, es ist vollkommen egal. Die bisher gezahlte Kohle ist weg und wenn noch mal was gezahlt wird ist das auch weg.

Im Interesse von Portugal, Irland, Lettland,...

...und Griechenland selbst sollte das Kapitel Griechenland & Euro schnellstmöglich beendet werden.

Die griechischen Regierungen haben einfach zu oft gelogen, im Heimatland werden Merkel und Schäuble verunglimpft und in Brüssel probt man die Annäherung.

Mir ist keine europäische Regierung bekannt, die dermaßen dreist und verlogen daherkommt. Damit kann man nicht verhandeln, egal, was diese Herren (Frauen sind ja wenig oder gar nicht dabei) heute alles an Dokumenten bereit sind zu unterschreiben.

Wer einmal Lügt, dem glaubt man nicht.

"Hilfsprogramm" treibt Schulden in die Höhe

Regeln sind Regeln und Wahlen sind Wahlen. Bei der Bundestagswahl 2013 haben die Wähler die Parteien gewählt die gegen die Maut und für den Mindestlohn waren. Die an deutsche und ausländische Banken verschenkten 70 Milliarden waren kein Thema bei der Wahl.

Die griechische Wahl hatte das verfehlte Rettungsprogramm, die Wirtschaft brach um 1/4 ein und zugleich wurden die Verschuldung weiter ausgebaut, zum zentralen Thema.

Selbst die Bildzeitung hat erkannt das unsere Steuergelder abgeschrieben werden müssen und somit verschwendet wurden: 70 Milliarden!!!

Herr Schäuble will entweder Griechenland aus dem Euro drängen und die 70 Mrd. einfach vergeuden oder das gescheiterte "Hilfs"- programm weiter fortführen. Ergebnis: Weiter Mrd. Steuergelder werden verbrannt und die gr. Wirtschaft wird weiter stranguliert. Die Perspektive auf Rückzahlung schwindet weiter.

Ein wirksamer Schuldenschnitt kann 50% der Steuergelder retten. Diese Variante lehnt der Finanzminister aber radikal ab.

11:50, Johannes48

"Vermutlich läuft das Ganze ähnlich wie das regelmäßige Showdown in den USA, wenn die Regierung mal wieder die Schuldenobergrenze anheben will/muss. Eine Einigung gibt es da stets in letzter Minute...."

Ich glaube, mit diesem Vergleich liegen Sie richtig, denn genau darauf wird es hinauslaufen.

Manchmal kann man wirklich Äpfel und Birnen vergleichen, sind nämlich beides Rosengewächse:=)

Das Unabwendbare....!?

Ist GR so großzügig und nimmt EU-Hilfe ohne Gegenleistung ( i.e. Strukturreform ) an, wird auch der deutsche Steuerzahler zur Kasse gebeten.
Ist GR nicht großzügig und geht Pleite, ist die nächste Welle von Wirtschaftsflüchtlingen schon programmiert. Und wer wird zur Kasse gebeten?

11:45 von Zeitungs-Ente

"In Deutschland waren unsere konservativen Politiker und die sogenannten "Experten" total überrascht, dass der griechische Finanzminister Varoufakis seine Wahlversprechen wirklich umsetzen will."

Die waren höchstens überrascht, dass er tatsächlich so dreist ist, weiterhin zu glauben, als Schuldner den Gläubigern Bedingungen diktieren zu können.

Von den Versprechen hat man sich offensichtlich eh schon reihenweise verabschiedet:

- Schuldenschnitt: vom Tisch
- Geld erhalten ohne Rückzahlung und ohne Reformen fortsetzen zu müssen: klare Absagen
- Troika loswerden...gut, das hat er erfüllt. Zumindest heisst die Institution jetzt nicht mehr Troika. Eine Namenänderung hätte er auch weniger theatralisch haben können.

Versprechungen finanziert mit fremdem Geld

So gewählt und wer dafür nicht bedingungslos bezahlt ist undemokratisch und böse.

Man stelle sich einen solchen unmöglichen und schwammigen Kreditantrag bzw. Kreditvertrag bei einer Bank vor. Varoufakis hält offensichtlich den Rest der Euromitglieder für saublöd. Welche Bank oder Sparkasse würde einem völlig überschuldeten Kreditnehmer, der Verträge gebrochen hat, sich von Schulden selbst freigesprochen hat noch so einen "Zwischenkredit" oder wie man den auch nennen mag, ohne verwertbare Sicherheiten gewähren. Banken arbeiten mit fremdem Geld. Der Vorstand würde früher oder später sich wegen Veruntreuung vor Gericht verantworten müssen. Politiker dürfen alles zu Lasten Dritter ungestraft und ohne jede Sanktion. Sparer werden deshalb direkt oder schleichend enteignet. Als Steuerzahler haften die Bürger und werden jetzt dann zusätzlich zur Kasse gebeten.

Es ist höchste Zeit für die Drachme.

Die Griechen haben über ihre Verhältnisse gelebt

Eine gute Übersicht.
Und ihre Kernaussage der 2 Mrd. Reichen zu den 4 Mrd. Armen kann ich so allgemein auch unterschreiben.
Aber zum Teilproblem Griechenland vs. Deutschland bzw. EU möchte ich doch bemerken, dass nicht die Griechen, sondern ein Teil der griechischen Bürger über ihre Verhältnisse leben.
Nur hat die EU und Deutschland diesen Reichen und Superreichen genug Zeit eingeräumt ihre Gelder in sichere Häfen zu verlagern.
Zurückblieb weitgehend verbrannte Erde. Aber selbst diese soll die neue Regierung an die, Gewehr bei Fuß stehenden Heuschrecken, gemäß deutschem Diktat verramschen.

USA Ratgeber

USA sollte seine Nase nicht in EU Angelegenheiten stecken. Die USA lassen sich auch in nichts reinreden.

Endlich Reformwillige in Athen und Schäuble bremst

Die Frage ist doch:
Stur auf etwas zu beharren, was offensichtlich in den vergangenen 5 Jahren nicht zum Erfolg geführt hat, oder den Reformwilligen in Athen die Möglichkeit geben, einen Wandel in Griechenland zu schaffen?
Vielleicht zeigt die SPD ja auch mal, dass sie Partner und nicht nur Anhängsel ist, und pfeift Schäuble mal zurück.

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