Kommentare - OSZE-Chef zur Ukraine: "Wir brauchen den Waffenstillstand"

08. Februar 2015 - 18:02 Uhr

Die Lage in der Ostukraine könnte sich erheblich verschlechtern, wenn kein Waffenstillstand umgesetzt wird, warnt OSZE-Chef Zannier im tagesschau.de-Interview. Zudem könne sich der Konflikt internationalisieren, falls die Unterstützung für die Ukraine auf den militärischen Aspekt fokussiert werde.

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Kommentare

Milliardär

Am 08. Februar 2015 um 20:41 von cowboy8

Naja, Putin ist laut sputniknews.com 44 Milliarden $ schwer.

Sowas scheint bei den "Putinverstehern" gut anzukommen ;o)

Warum lässt man nicht das Volk entscheiden

ob es autonom sein will oder zur Ukraine gehören will. Das gestrige Statement von Hollande ist die einzig vernünftige Lösung. Autonomie. Jugoslawien war solange ein Pulverfass bis man den einzelnen Völkern ihre Eigenständigkeit gegeben hat. Das war bereits der Auslöser des 1. Weltkrieges. Die Minderheiten, die man gezwungen hatte, Österreich-Ungarn anzugehören und die gegen den Kaiser aufbegehrten. Viele Unruhen und Morde wären verhindert worden, hätte man den Kurden ihr Land gelassen, statt das Vok dreigeteilt unter syrische irakische und türkische Fremdherrschaft zu entrechten. Lasst einfach die Ostukrainer abstimmen. Die Gemeinden, die sich für die Ukraine aussprechen sollen dort bleiben, und die die sich für eine Autonomes Ost-Ukraine aussprechen, sollen autonom werden. Ich bin die Lügen satt. Wenn der Flughafen von Donezk bombardiert wird, sind das sicher nicht die Separatisten. Wenn ganze Dörfer in der Ostukraine zerbomt werden, sind das Ukrainer. Gebt denen keine einzige Waffe.

Vorwürfe an die OSZE

OSZE-Chef Zannier berichtet von Vorwürfen Rußlands, "der Westen wolle die OSZE in eine
Menschenrechtsorganisation umwandeln".

Das ist nun mal ein harter Vorwurf! So etwas wäre natürlich sehr bedrohlich und verwerflich. Menschenrechtsorganisationen scheinen in Rußland unter Verdacht zu stehen.

20:25 von Sasquatch

"Ich hingegen hoffe, der Rest der Welt ist nicht so einfältig, jeden Mist, den Europa verbockt, mit der Allerweltsformel 'Alle Europäer = lieb; alle Amerikaner = böse' wegzuerklären.(...)..."
Werter Sasquatch, auch ich sehe eher die USA in einer "negativen" Position, weil die Ukraine-Krise einfach zu gut in das US-amerikanische Programm eines neuerlichen "roll-back" passt und viel weniger nach originär europäischer Politik riecht. Da sind dann die Details wie Obamas Aussage eines Deals mit den Maidan-Leuten, das Nuland-Telefonat, die Besetzung wichtiger ökonomischer Posten in der Ukraine nur zusätzlicher argumentativer Stoff. Ganz grundsätzlich halte ich den unheilvollen US-amerikanischen Gedanken von der "einzigen Weltmacht" für an sich logisch - aber eben ganz sicher völlig unglückbringend für den Rest der Welt. Weil letztendlich nicht umsetzbar. Oder nur mit einem wirklich allerletzen Schlagabtausch. Man schläft ohne Bösewicht doch besser...

@ fathaland slim 20.33h

"Wie würden Sie denn den Vorgang der Absetzung Janukowitschs vor einem Jahr nennen? Einen demokratischen Übergang?"

Wie wäre es denn mit "Volksaufstand"?
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Bis zu einem gewissen Punkt wohl ja. Als der aber nicht zum gewünschten Erfolg führte, kamen die Polizistenmörder und Sniper zum Zuge. Entweder Sie rechnen die mit zu dem Volksbegriff, dann ist das kein Volk mehr, sondern ein mordernder Mob, oder Sie rechnen die nicht zum Volk. Dann hat Kommentator Izmi recht und der Umsturz war auch kein Volksaufstand.

Es wird Zeit fuer die Europaeer...

... das Zepter selbst und alleinig in die Hand zu nehmen, und den Freunde aus Uebersee, klar machen, dass sie sich raushalten muessen.

Denn die USA werden nur ihre Interessen vertreten, egal ob dadurch, direkt neben oder gar in Europa ein Krieg ausbricht.
Uebrig bleibt dann ein neues, riesiges Problemland, das am finanziellen Tropf, Europas haengen wird.

Aus Sicht der USA, hat man dann wieder mal seinen Erzfeind geaergert, und Europa als laestigen Wirtschaftsgegner, geschwaecht.
Obwohl es Fr. Nuland schon am Anfang und ueberdeutlich gesagt hat (F....the EU) will man das in Berlin und Bruessel einfach nicht begreifen.

OSZE-Generalsekretär

OSZE-Generalsekretär Zannier:
"Wir brauchen den Waffenstillstand"

Die Aufständischen berichten dass im Debalzewo-Kessel sich sehr viele ausländische Kämpfer befinden (Polen, US-Amerikaner, Litauer).
Vielleicht es das der Grund für die Friedensbemühungen des Westens?

@ fetsfets

"Falls überhaupt jd. davon profitiert, sind es die Waffenlieferanten. Die möchten Sie aber bitte nicht mit Deutschland gleichsetzen."

Das ist eine wirklich interessante Forderung in einem Forum, in dem 300 Millionen US-Bürger ständig mit der Rüstungsindustrie ihres Landes und mit den Hardlinern in ihrer Regierung gleichgesetzt und pauschal als "die Amis" in die Tonne getreten werden.

Davon abgesehen habe ich die Waffenlieferanten ja gar nicht gemeint. Vielleicht sollten Sie sich meinen Beitrag noch mal genau ansehen. Ich sprach nicht von denen, die am Krieg profitieren, sondern von denen, die am Wiederaufbau verdienen. Die US-Industrie hat doch im 2. Weltkrieg auch und vor allem an den Milliardenaufträgen, die der Marshallplan brachte, verdient.

Und wenn sich Russland und die Ukraine in einem Krieg gegenseitig die Infrastruktur kaputthauen, wird am daran folgenden Wiederaufbau niemand mehr profitieren, als die deutsche Industrie - und zwar ihrer Gesamtheit.

"Danke"

Gern geschehen!

@ Izmi

"... weil die Ukraine-Krise einfach zu gut in das US-amerikanische Programm eines neuerlichen "roll-back" passt und viel weniger nach originär europäischer Politik riecht."

Zähneknirschend: Ja, da ist was Wahres dran. :-)

@ 16:57 von montideluxe

"Die Terroristen im Donbas werden entwaffnet"
Die Aufständischen allgemein als Terroristen zu bezeichnen ist eine beispiellose Entgleisung und Diffamierung der Menschen in der Ostukraine, auch wenn es sicher dort Leute gibt, auf die diese Bezeichnung zutrifft.

Sie "vergaßen" nur, die Entwaffnung und Entmachtung jener ukrainischen Terroristen zu erwähnen, die aus Kiew, der Westukraine und aus dem Ausland kommen. Das sind jene, die sich mit SS-Runen, Wolfsangel, Sonnenrune und galizischen Löwen auf ihren Uniformen und Helmen schmücken. Nicht zu vergessen, die Herren mit den weißen Westen.

@20:46 von Mausschubser

"Was macht sie so sicher was Putin will?
Was will den Merkel?"

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Ich gehe bei beiden davon aus, dass sie KEINEN Krieg wollen.

In meinem Kommentar wollte ich darauf hinweisen, dass die in Moskau geführten Gespräche von Merkel und Hollande, auf die Initative von Putin zurückgehen. Dies wird leider in deutschen Medien kaum erwähnt.

Daraus habe ich den logischen Schluss gezogen, das Putin am Frieden erkennbar interessiert ist. Wäre das neunseitige russische Dokument ohne jegliche Substanz, hätten sich Merkel und Holland wohl kaum damit beschäftigt.

Darauf wollte ich hinweisen und hoffe, dass die für Mittwoch geplanten Gespräche in Minsk erfolgreich verlaufen werden.

.

PS: Und nein, ich bilde mir meine eigene Meinung, ohne russisches Zutun und Bezahlung; alleine durch Analysen unterschiedlicher Medien und deren Nachrichten, Berichte, Kommentare ...

@20:40 von wenigfahrer

>>
Im Donbass brennt die Luft und Menschen sterben,dort muss jetzt was passieren.
<<

Warum also sperrt sich Putin ? Ist Putin ein Mörder ?

>>
Auf der Krim fällt nicht ein einziger Schuss und niemand stirbt dort,Sie sind meist einer der wenigen die noch von der Krim sprechen.
<<

In Nordkorea fällt auch kein Schuss.

>>
Sollte ihnen schon mal aufgefallen sein ;-),die Krim ist jetzt nicht das Problem.
Und mit Wahlen wo auch immer kann jetzt auch niemand etwas klären,irgendwann später vielleicht.
<<

Ohne Adressierung der Krim-Frage kann es keine Gesamtlösung geben . Wenn es nur um Waffenstillstand ginge würde Ihr Held Putin wohl kaum so viel Wert darauf legen dass auch der letzte Quadratmeter Geländegewinn legen.

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