EU-Gesundheitsminister beraten über Ebola

16. Oktober 2014 - 15:37 Uhr

Angst am Flughafen in Madrid: Ein A 320 wurde isoliert, nachdem ein Afrikaner unter Schüttelfrost und Fieber litt. Der neue Ebola-Verdachtsfall zeigt, wie angespannt die Lage ist. Die EU-Gesundheitsminister in Brüssel beraten derzeit über Schutzmaßnahmen.

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Kommentare

Ebola - höhere Virulenz als erwartet?

Klar, bei Ebola geht man von sehr hoher Ansteckungsgefahr aus - aber, entspricht die bisherige Abschätzung der Realität?
Ist das Virus möglicherweise noch virulenter?
Die Infizierung zweier Pflegekräfte in den USA gibt ersten Hinweis in diese Richtung.

Alle, die mit der Behandlung eines Ebola-Patienten zu tun haben, sollten:
- nicht mehr fliegen
- keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr benutzen
- alleine zur Arbeit fahren
- alleine wohnen - die Familie muß in der Zeit dann leider mal zur Oma oder ins Hotel; Kontakt mit der Familie ist nicht gestattet, nur auf offener Straße.
- Sex mit dem Partner? No way!
- man sollte bevorzugt ältere, alleinstehende, Pflegekräfte einsetzen - junge Mütter haben an einem Bett eines Erkrankten nichts zu suchen, ist klar.

Wir müssen zu Beginn achtsam sein - wenn wir Ebola unterschätzen, wachen wir trotz 21. Jahrhundert plötzlich in einem apokalyptischen Mittelalter wieder auf, oder eben - im Himmel...

EU-Gesundheitsminister beraten

"Das Wichtigste blieben aber "Maßnahmen zur Eindämmung in Westafrika"
Genauso ist es. Besonnenheit ist angesagt und keine Panikmache.
Interessant wäre es zu erfahren, wie England und Frankreich auf Symptome kontrollieren.
Nach WHO-Richtlinien können Reisende die aus Ebola-Gebieten kommen, erst nach 21 Tagen davon ausgehen, dass sie nicht erkranken.
Die Körpertemperaturmessung kann eigentlich nur eine zusätzliche Maßnahme sein.
Die Krankenschwester aus Texas hatte bei der Messung vor dem Flug eine Körpertemperatur von 99,5°F, das sind 37,5°C, also gerade an der Schwelle zur erhöhten Temperatur.

17:17 von Newton

"Die Krankenschwester aus Texas hatte bei der Messung vor dem Flug eine Körpertemperatur von 99,5°F, das sind 37,5°C, also gerade an der Schwelle zur erhöhten Temperatur."

37,5 sind nicht die Schwelle zur erhöhten Temp, sondern sehr Wohlwollend gesehen ist es erhöhte Temperatur. Ich jedenfalls bezeichne dies als Fieber.

EBOLA - Diagnostik - Kapazitäten?

Man kann EBOLA nur eindeutig diagnostizieren per Bluttest mit der "reverse transcription polymerase chain reaction (RT-PCR)", das ist eine molekularbiologische Labortechnik, bei der Abschnitte der Erbsubstanz, hier der RNA, vervielfältigt werden, die dieses RNA-Virus "Ebola" eindeutig identifizieren. Ein PCR-Roboter steht eigentlich in jedem größeren Krankenhauslabor, was sich ändert für den Nachweis verschiedener Erreger sind "lediglich" die Reagenzien und ggf. die Programierung der Abläufe. Das Problem für Massentestungen wären gar nicht so sehr die Apparate und Reagenzien, sondern und jetzt kommt's:

Juristisch darf und wissenschaftlich gesehen sollte man solche Tests nur in Labors mit sehr hoher Bio-Sicherheitsstufe 4 durchführen, weil sonst das Virus durch die Proben noch weiter verbreitet werden könnte. Aber da fängt es schon an...davon gibt es nur sehr wenige !

Vielleicht sollte man mal überlegen, wie man das lösen könnte, ggf. mobile Hochsicherheitslabors, aber mobil=sicher?

Aktionismus pur

Das wichtigste wären Maßnahmen gegen die Armut. Sie ist der Katalysator für Krankheiten aller Art. Aber davon will man natürlich nichts wissen.

Wie kommt es denn...

....daß man den Gesundheitsministern und -experten keinen rechten Glauben schenken will?
Wenn der Wille da wäre, könnte man jede Einschleppung des Virus nach Europa verhindern, aber da müßte zuvor manche politkorrekte Haltung überwunden werden.

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