Kommentare

Ich weiß ja nicht !

Aber die Statisten kaufen sicherlich nicht selber ein !

Ansonsten könnten Sie Ihre gemachten Aussagen nicht beweisen.

Sorry, letztes jahr hat eine Salatgurke bei Lidl 0,35 € gekostet. Dieses Jahr ist Sie mit € 0,39 im Angebot gewesen.
Also für mich ist die Salatgurke jetzt nicht um 8% billiger geworden. Der Kaffee, der ja angäblich so preiswert geworden ist, ist derzeit auch mindestens 0,10€ teurer als letztes Jahr zur gleichen Zeit.

Deshalb traue keiner Statistik, die Du nicht selber (gefälscht) erstellt hast.

Der Euro muß UNBEDINGT weichinflationiert werden.

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Und wie uns diese Meldung sagen will, ist das ja auch nur gut so, denn es ist sowieso alles schon zu billig. Katastrophe! Wir brauchen Inflation!
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Was der Euro dank der Euro-Pleitestaaten noch in der Welt wert ist, sieht man am besten, wenn man mal in der Schweiz Urlaub macht.
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Da ist man für ein normales Essen im Restaurant mit 50 Euro dabei, und auch bei einfachen Hotels kommt man unter 120 Euro pro Nacht nicht weg.
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Doch ja, der Euro ist noch zuviel wert. Wir müssen ihn auf das Niveau der EU-Pleitestaaten runterinflationieren. Die Politik und die Medien arbeiten dran.
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Toll

Dann ist ja "Alles" in "Ordnung".

Heizen, Tanken, Essen - alles billiger

Wow, märchenhafte Zustände!

Das künstliche kleinrechnen

Das künstliche kleinrechnen der Inflation ist echt das letzte.

In den letzten Jahren sind die Preise doch förmlich explodiert. Wenn man natürlich hohe Preissteigerungen in den Vorjahren aus der Berechnung ausblendet, kann man immer zum gewünschten Ergebnis kommen.
Immobilien und Aktien sind keineswegs günstiger geworden. Und die Löhne (=Dienstleisungen) sind im Schnitt auch um ca. 3% gestiegen.

Es wäre mal schön zu sehen, wie sich die Preise seit 1998 (ein Jahr vor Euroeinfühung) bis heute entwickelt haben. Und ich bin mir sicher, daß der Leitzins permanent zu niedrig angesetzt war, damit sich die Schuldner auf kosten der Sparer bereichern können.

Allein 2% Inflation als Ziel zu definieren sagt doch schon alles. Bei der Euroeinführung wurde uns von der Regierung ein Euro versprochen, der mindestens so hard sein sollte wie die gute alte DM. Auch Rot/Grün haben den Menschen private vorsorge (auch) in Geldform nahegelegt.

Und nun? Alles Betrug, Enteignung der sparenden Arbeitnehmer!

Alles billiger?!

Was soll denn diese Formulierung? Es heißt, dass es nicht in dem Maße teurer wird, wie angestrebt - aber teurer wurde es. Gut, in Deutschland klopft man sich deshalb auf die Schulter, auch wenn es Ausdruck einer desaströsen Wirtschaftspolitik ist. Aber Rettung (Unglück) naht:
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"Bald dürfte die Inflation anziehen - wegen der höheren Löhne"
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Es ist richtig, dass Löhne und Inflation Hand in Hand gehen. Wenn man aber sowieso nur Inflationsraten weit unter dem Ziel vermeldet, kann es da nicht wirklich viel besser werden. Frage ist wohl eher ob hier nicht Bereinigungsprozesse einsetzen, da die Lohnsteigerungen meist dort stattfinden wo es eine ausreichende Sparquote gibt und somit Nachfrage von den Verlierern der Gesellschaft nicht mehr getragen werden kann -> Arbeitslosigkeit. Am Ende läuft es dann wieder auf den Export hinaus in einem am Boden liegenden Europa.

"Heizen, Tanken, Essen - alles billiger"

Toll, warum habe ich genau das gegenteilige Gefühl beim Einkaufen, nämlich das ich jeden Tag mehr bestohlen werden? Ist die Schokoladenration diese Woche wieder um 20% gekürzt worden?

Praktisch keine Inflation mehr

Cool, die niedrige Inflation ist ein gutes Zeichen für die Verbraucher. Die Preise sind stabil, das Geld verliert momentan nicht an Wert.

@b_m

@b_m: In den letzten Jahren sind die Preise doch förmlich explodiert.

Aus welchem Land posten Sie denn?

@Freewheelin Franklin

@Freewheelin Franklin: Toll, warum habe ich genau das gegenteilige Gefühl beim Einkaufen ...

Die Inflation wird objektiv berechnet und Gefühle kann man nicht berechnen.

Wo bleiben denn die Kritiker-Kommentare?

Eigentlich müssten ja schon wieder diverse Kommentare da sein mit denen diese Angaben zur Inflationsrate kritisiert bzw. als Unsinn verworfen werden.
Aber es bleibt dabei:
Der Euro ist stabiler und hat weniger Teuerung erlebt als die DM jemals zuvor.
Seit dem Anfang 1999 die Euro-Währungen festgelegt und an den damals noch imaginären Euro gebunden wurden hat es im Durchschnitt deutlich weniger als 2% Inflation pro Jahr gegeben.
*
Das gab es zu DM-Zeiten seit den 60-er Jahren nicht mehr!
Siehe:
http://short4u.de/53eb28e5b4a74
*
In den 70-er, 80-er und bis Mitte der 90-er Jahre lag der Durchschnitt der Inflation eher nahe 3% mit Spitzenjahren in denen die Teuerung bei mehr als 7% lag.
Aber wer will das schon wissen wenn das die beliebte Euro-Kritik schmälern würde?
Auch die Lebensmittelpreise stiegen seit 1995 eher weniger als die offizielle Inflationsrate wie diese Studie aus NRW zeigt:
http://short4u.de/53eb283c717a5
*

@ Visitor: Einzelne Preisänderungen haben null Aussagewert

Wenn man schon Preise vergleichen will, muss man es umfassend tun. Eine nützliche Webseite ist www.discounter-preisvergleich.de, die bei Aldi Süd stets topaktuell das ganze Sortiment im Wochentakt beobachtet.

Und wenn ich auf dieser Seite auf Preisänderungen, Aldi Süd, Zeitraum ein Jahr klicke, dann sehe ich das folgende Bild:

http://www.discounter-preisvergleich.de/preisaenderungen.php

Bei 74 Produkten wurden die Preise im letzten Jahr gesenkt, bei 40 Produkten angehoben. Und das entspricht auch meinem Empfinden, denn im letzten Jahr gab es im Discountbereich eine beispiellose Preissenkungswelle - siehe auch hier die letzten offiziell verkündeten Senkungen: https://www.aldi-sued.de/de/sortiment/preissenkung/

Fazit: Lebensmittel sind deutlich günstiger geworden.

@Freewheelin Franklin

Sie sehen das falsch! Die Schokoladenration ist ERHÖHT worden (von 30 auf 25 Gramm)! Darauf erstmal einen Victory-Gin.

Insgesamt haben Sie natürlich Recht - das Ganze klingt wie eine Sondermeldung aus dem Ministerium für Wahrheit.

@ 10:15 von Visitor²

Sie schreiben:
"Aber die Statisten kaufen sicherlich nicht selber ein !
Ansonsten könnten Sie Ihre gemachten Aussagen nicht beweisen.
Sorry, letztes jahr hat eine Salatgurke bei Lidl 0,35 € gekostet. Dieses Jahr ist Sie mit € 0,39 im Angebot gewesen."
*
Ja die Salatgurke und der Kaffee sind der Maßstab für die Inflationsrate?
Bitte schauen Sie sich doch mal den Warenkorb an, vielleicht können Sie dann besser nachvollziehen was dort alles so einfließt:
http://short4u.de/53eb29ed4d2c7
*
In jedem Fall ist der z.B. Benzinpreis in diesem Jahr während der gesamten Sommerzeit deutlich günstiger als vor einem Jahr, was mich als Autofahrer freut.
Aber auch viele Lebensmittel wie Schweinefleisch und diverse Obst- und Gemüsesorten sind dank guter Ernten in diesem Jahr günstiger.
Natürlich kauft jeder andere Dinge ein und das passt dann oft nicht zum offiziellen Warenkorb. Aber ansonsten ist dieser schon repräsentativ für den Durchschnitt der Bevölkerung!

Welche Waren des taeglichen Bedarfs ?

Ich moechte wissen, wie der Warenkorb genau aussieht, an welchen Guetern, an welchen Ursprungspreisen der Massstab angelegt wurde.
Eine deutliche Senkung oder gar die Abschaffung der ungerechtesten Steuer, der Mwst., waere eine wirkungsvolle Massnahme, die Inflation zu senken und die Nachfrage anzukurbeln.

@Bernd 1

Super, keine Teuerungsrate mehr, gaaanz toll.
Aber Diejenigen die sich brav einen Spargroschen zurückgelegt haben und Die ,die der Aufforderung der Politiker und "Wirtschafftsweisen" gefolgt sind und Altersvorsorge betreiben, werden DANK des
EUROS schlichtweg ENTEIGNET. Deutschland steht auch so gut da weil die Privatpersonen noch Geld im Sparstrumpf haben. Das wandert langsam ab oder wird ausgegeben. Dannach wird das Loblied auf den Teuro bald verstummen.

@ deutsche Harzer 24-7

"Die Inflation wird objektiv berechnet und Gefühle kann man nicht berechnen."

"Objektiv", ah. Ich halte meine, nahezu konstanten, Kosten Monat für Monat fest, bdeutet, ich kaufe jeden Monat so ziemlich dasselbe. Leider geht die Preiskurve trotzdem nur in eine einzige Richtung: Nach oben.

Geldflut und niedrige Inflation?

Wenn man bedenkt, dass die Notenbanken die Geldschleußen voll geöffnet haben, ist die niedrige Inflationsrate eine sehr interessante Sache.
Letztlich bleibt doch nur eine Erklärung:
Da bilden sich wieder Blasen.

Die aktuelle Geldpolitik fliegt uns irgendwann um die Ohren.

@ 10:36 von b_m -- Preisexplosion?

SIe schreiben:
"Das künstliche kleinrechnen der Inflation ist echt das letzte.
In den letzten Jahren sind die Preise doch förmlich explodiert.
.........................
Immobilien und Aktien sind keineswegs günstiger geworden.
Es wäre mal schön zu sehen, wie sich die Preise seit 1998 (ein Jahr vor Euroeinfühung) bis heute entwickelt haben."
*
Ich weiß ja nicht wo Sie die Explosion der Preise gesehen haben, aber realistisch gesehen ist diese Aussage falsch.
Wenn Sie Vergleiche mit den 90-er Jahren sehen möchten schauen Sie auf die Links in dem Kommentar "um 11:00 von Bernd1 ".
Aktien haben im Übrigen mit der Inflation gar nichts zu tun, denn das sind Spekulationswerte und die haben mit dem Warenkorb nichts zu tun!
Wie in der Sendung Wiso im ZDF im letzten Jahr gezeigt wurde liegen viele Preise auf dem Level von 1998 wie z.B. Mineralwasser, Sprite und Fanta, Schweinefleisch, Tempo-Taschentücher, Joghurt und andere Milchprodukte.
Das Gefühl täuscht oft über die Realität hinweg!

@ 11:24 von nordstern 2

Sorry, aber bei einer extrem niedrigen Inflation wird NIEMAND enteignet wenn die Zinsen niedrig sind!
1.000 Euro bleiben trotzdem 1.000 Euro!
Bei 0,8% Inflation und 0.8% Zinsen auf dem Tagesgeldkonto (aktuell bei diversen Banken) bleibt auch die Kaufkraft erhalten weil der Kaufkraftverlust durch diese Zinsen ausgeglichen wird.
Wenn sich allerdings viele nicht die Mühe machen sich solche Banken und Anlagen zu suchen dann ist das deren persönliches Problem.
Und wer nichts anzulegen hat profitiert nur von den niedrigen Preissteigerungen!
Bitte bei der Realität bleiben!

@ Bernd1

"In jedem Fall ist der z.B. Benzinpreis in diesem Jahr während der gesamten Sommerzeit deutlich günstiger als vor einem Jahr, was mich als Autofahrer freut."

K.A. wo Sie tanken. aber als ÖPNV-Benutzer habe ich genau NICHTS, NADA, 0, von den/IHREN Spritpreisen, im Gegenteil. Die Tickets werden turnusmäßig wieder teurer. DAS IST FAKT zudem gestiegene Miet-, Neben- und Energiekosten (Strom, bei dem einem langsam das Einsparpotential aus geht).

@ 11:21 von JerryCocco

Sie schreiben:
"Welche Waren des taeglichen Bedarfs ?
Ich moechte wissen, wie der Warenkorb genau aussieht, an welchen Guetern, an welchen Ursprungspreisen der Massstab angelegt wurde."
*
Der Warenkorb ist öffentlich und kann von jedem eingesehen werden der es gerne möchte. Der Link dazu wird hier auch regelmäßig gepostet:
http://short4u.de/53eb29ed4d2c7
*
Wenn Sie meinen dass man die Mwst. senken oder abschaffen soll dann könne Sie sicher auch sagen aus welchen Einahmen der Staat dann seine Ausgaben wie Sozialgeld, Kindergeld, Hartz4, Bildung usw. bestreiten soll?
Ohne Alternativvorschläge sind solche Forderungen relativ sinnlos.

Teuerung

Also die Statistiker sollten die Statistik monatlich lieber von Hausfrauen oder denjenigen machen lassen, die für einen Haushalt einkaufen !
Tanken ist um 5 ct./l teurer geworden, Kaffee ist sogar im "Sonderangebot" um 50 ct. teurer geworden.
Obst ist trotz der Sommerzeit, also Hoch-Zeit, dermaßen schlecht in der Qualität und teuer, dass wir uns schon gar nicht mehr trauen, Äpfel oder Bananen zu kaufen.
Unter den Gemüsen ist auch nicht viel besseres zu bekommen !
Wir wohnen hier auf dem Land und selbst da sind Brechbohnen derart teuer und von minderer Qualität ......
Käse ist um 30 ct./100 gr. teurer geworden ! Die Qualität z.B. von Maasdammer von ALDI ist unter aller Würde - den kaufen wir nicht mehr.
Wenn mir jemand erzählen will, dass wir kaum Preissteigerungsrate haben .... - dem erzähl ich was !!!

Die Statistik ist überholt

und noch gar nicht zu Ende.
Die vor der Russischen Grenze parkenden Lebensmittel und andere schönen Sachen müssen wir auch noch alle verdauen.
Es gab Zeiten, da wurde Milch als Jauche auf den Äckern verteilt. Und die Butter in großen Lägern zum Verranzen eingelagert.
Kommt noch soweit, dass wir jeden Tag Ketchup essen müssen, auf Brot, zu Kartoffeln, als Suppe - und auf die Nudeln usw.
Wir dürfen bzw. müssen weiter die Discounter Industrien setzen, und jetzt stellt sich heraus: es sind zu viele.

@ Bernd1

Ja klar, wenn alle Preise nicht jedes Jahr um 10% steigen, haben wir Inflation.
Dass sich die Heizöl- u. Benzinpreise aber seit 2008 insgesamt, auch wenn sie dieses Jahr wieder gesunken sind, viel zu stark erhöht haben, daran denken Sie nicht. Sie sind immer noch viel zu hoch.
Bei der Euroumstellung wurden viele Waren, vor allem Drogerieartikel zwischen 30-50% teurer. Diese Tatsache brauchen Sie jetzt gar nicht abstreiten, denn ich kann mich noch gut an diese Zeit erinnern. Da ich größtenteils immer die gleichen Waren konsumiere und fast täglich beim Einkaufen bin, habe ich die Preise immer im Bewusstsein.

Sind....

die Flachbildschirme schon wieder billiger geworden?
Diesen Monat Mieterhöhung 22€/Mon sowie Nebenkosten +15€/Mon. Strom konnte nur durch massieve EINSPARUNG am Verbrauch um 5€/Mon gesenkt werden. Die Spritpreise sollten allerdings nicht von Morgens mit dem Nachmittag verglichen werden, wo schon mal locker Unterschiede von 8-10Cent am Tag zustande kommen. Das macht dann schon bei 1,60€/l Super des Morgens eine Preissenkung bei dem Energieträger von satten 6,25% (rein Statistisch betrachtet) aus.
Und beim Strom ist vielleicht der Grundpreis gesunken allerdings fressen EEG und andere "Umlagen" und Steuern alles wieder auf.

um 11:21 von JerryCocco

Ich moechte wissen, wie der Warenkorb genau aussieht, an welchen Guetern, an welchen Ursprungspreisen der Massstab angelegt wurde.

Nichts leichter, als das. Das statistische Bundesamt hat eine Webseite, da wird es von sehr anschaulich bis exakt wissenschaftlich erklärt:
www.destatis.de

@JerryCocco

Zitat:"...... Abschaffung der ungerechtesten Steuer, der Mwst....."

Die Mwst ist die gerechteste Steuer überhaupt. denn Sie wird von ALLEN OHNE AUSNAHME bezahlt !

@ Bernd1

"Wenn Sie meinen dass man die Mwst. senken oder abschaffen soll dann könne Sie sicher auch sagen aus welchen Einahmen der Staat dann seine Ausgaben wie Sozialgeld, Kindergeld, Hartz4, Bildung usw. bestreiten soll?
Ohne Alternativvorschläge sind solche Forderungen relativ sinnlos."

Ohhh, da fragen Sie mal den Bund der Steuerzahler, die werden Ihnen schon sagen WIE das weiter finanziert werden kann. Mir fallen da auch ganz spontan einige Lösungen ein vom (mindestens) halbieren der Parlamente über Stopfen von Steuerschlupflöchern in Haftungnahme und Regressforderungen von politischen Fehlentscheidungen, Postenstreichungen ala Pofalla bei der Bahn (100% Staatseigentum) uvm.

@um 11:21 von JerryCocco

Eine deutliche Senkung oder gar die Abschaffung der ungerechtesten Steuer, der Mwst., waere eine wirkungsvolle Massnahme, die Inflation zu senken und die Nachfrage anzukurbeln.

Die MwSt ist eine Steuer und hat mit der Inflation nichts zu tun.

um 11:50 von Klabautermann 08

Höhere Mieten haben keinen Einfluss auf die Inflation, weil das Geld ja dann dem Vermieter zur Verfügung steht und man insgesamt nicht von Geldentwertung sprechen kann.

um 11:51 von Liane8151

Wir wohnen hier auf dem Land und selbst da sind Brechbohnen derart teuer und von minderer Qualität ......

Hmmm ?!?
Die Inflation kann man objektiv berechnen und sie liegt nunmal bei 0,8%.
Brechbohnen hin, Brechbohnen her.

@ 11:50 von Klabautermann 08

Sie schreiben:
"K.A. wo Sie tanken. aber als ÖPNV-Benutzer habe ich genau NICHTS, NADA, 0, von den/IHREN Spritpreisen"
*
Na ja. bei uns tanken die ÖPNV-Busse auch Diesel!
Und im etwa gleichen Umfang wie die Benzinpreise sinken auch die Heizölpreise und das trifft sehr viele Menschen in ihren Wohnnebenkosten!
Ab und zu hilft es etwas breiter zu denken als nur in zwei oder drei Produkten!
Und die von Ihnen angesprochenen Flachbildschirme haben nun wirklich so gut wie gar keinen Einfluss auf die Inflationsrate, denn die gehen nur mit einem Kauf alle 8 bis 10 Jahre in die Preisentwicklung ein.
Realismus ist etwas anderes als die von Ihnen durchgeführte mühsame Suche nach einzelnen deutlicheren Preissteigerungen, die es in der großen Menge der Warenkorbprodukte immer gibt!

Höhere Löhne ??????

Na wenn man an das Theater wegen denn Mindestlohn denkt,was soll das dann erst werden wenn die Löhne steigen sollen.
So langsam aber sicher hat man das Gefühl man wohnt in einen Irrenhaus.

Inklusive Löhne auch billiger

Statistik ist immer so eine Sache.

Die Inflation herrscht seit Einführung des Euros. Geplant waren jährlich 2% für Deutschland.
(Unter DMark-Zeiten gab es das nicht).

Grund dafür war, dass die südlichen EURO-Staaten eine zu schwache Wirtschaft haben und das versuchte man damit aufzubiegen. Funktioniert bekanntlich nicht.

Für den Euro-Raum mag 0,8% Inflation zu wenig sein, aber für mein Geldbeutel heißt das, dass mein Geld immer weniger Wert ist.

Das Schlaraffenland......

muss wohl an mir vorbeiziehen ! Welche höheren Löhne bitte?
Und die stärkste Inflationsrate hatten wir damals vom Umstieg der DM auf den Euro wo sich quasi über Nacht alles vom Preis her verdoppelte......

@ 11:55 von ladycat - Heizöl

Sie nennen die Heizölpreise und vergleichen mit 2008.
Im Frühsommer 2008 (Mai bis Juli) lagen die Preise für Heizöl mit 90 bis 97 Cent pro Liter auf dem höchsten Stand seit Jahrzehnten!
Im Herbst/Winter gingen sie dann stark nach unten auf etwa 50 Cent.
Heute liegen wir stabil bei 80 Cent dazwischen und unter dem Preis der letzten beiden Jahre..
Das war wohl kein so glücklicher Vergleich!

ökonomisches Unwissen... Der Tenor der Kommentare

...bewegt sich leider auf Stammtischniveau.

Einzelne Preise und gefühlte Teuerung lassen keine Rückschlüsse über die tatsächliche Inflationsrate zu.

Das der Euro alles teurer gemacht, die Löhne aber gesenkt hat, ist genauso Quatsch. So etwas liegt nicht in der Macht einer Währung, da sind andere Mechanismen am Werk. Angebot und Nachfrage z.B.

In nachgefragten technischen Berufen kolportieren Lobbyverbände wie der VDI seit Jahren einen Fachkräftemangel, der durch betrügerische Rechentricks belegt wird. (z.B. Multiplikation der Stellenausschreibungen mit 7, siehe ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Der-Arbeitsmarktreport-das-M%C3%A4rchen-vom/Das-Erste/Video?documentId=22510396&bcastId=799280)

Dadurch wurde das Angebot so hoch getrieben, dass selbst in sogenannten Mangelberufen inflationsbereinigt weniger bezahlt wird als vor 15 Jahren.

Darüber, über die kalte Progression, die Steuervermeidung großer Konzerne sollten wir uns aufregen, nicht über Inflation und Euro!

Gefährlich

Lieber Bernd1, es ist immer gefährlich zu glauben anhand von nachzulesenden Informationen eine Deutungshoheit zu haben! Und für mich hört sich das dann doch eher nach dem nachblubbern von plausibel klingenden Infos an, denn wenn man sich mal die Mühe macht die vorliegenden Informationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, dann ist alles längst nicht so eindeutig, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte!
Es ist woh eher so, daß die Mehrheit sukzessive enteignet wird, man sollte sich von wohlklingenden Dingen nicht blenden lassen...

Luftnummer

Ja, die Preise steigen nicht mehr, dafür sinken die Inhalte in den Verpackungen und enthalten immer mehr Luft. Und bei Benzin funktioniert das nach dem bewährten Prinzip: Einen Tag um zwei Cent senken, dafür am übernächsten Tag um vier Cent erhöhen.

Kommentare lesen

und nicht nur schreiben.
Zum Beispiel diesen: 11:06 von Steffen-KL. Er hat auf folgenden Link hingewiesen:
www.discounter-preisvergleich.de
Dort kann man die Preissenkungen/Preiserhöhungen für ein Jahr gut nachvollziehen. Z. B. bei Aldi. Aldi ist der "Preismacher" für den Lebensmittelhandel.
11:51 von Bernd1: Hinweis auf den Warenkorb des Statistischen Bundesamtes:
http://short4u.de/53eb29ed4d2c7
Lesen bildet.

weniger inflation heist nicht billiger

sondern weniger teurer.
wobei eine verbilligung nach dem exorbitanten preisanstieg letztes jahr der mit den wetterkapriolen begründet wurde angesichts der zu erwartenden, und zum teil schon eingebrachten jahrhunderternten angemessen währe - und den erzeugern auch sicher abverlangt werden
im übrigen; was soll eine überschrift die besagt das alles billiger würde wenn im anschluss teuerungsraten über 10% aufgelistet werden?
und die lohnsteigerungen sollen dann schuld sein?
steigen die löhne flächendeckend um 10%?
nicht
wo ist dann da der zusammenhang?
das einzige wo ich bisher das sinken von preisen aufgrund größeren angebots feststellen konnte ist lokale bioerzeugung
da sind derzeit wieder viele dinge billiger als konv. im supermarkt - die verkaufen hallt lieber als wegzuschmeissen damit der preis "stabil" bleibt.

@ Kasten Laurisch

"Höhere Mieten haben keinen Einfluss auf die Inflation, weil das Geld ja dann dem Vermieter zur Verfügung steht und man insgesamt nicht von Geldentwertung sprechen kann."

Häää? wasen dat für ne Logik? Bei höheren Eierpreisen usw. steht das Geld Herrn "Aldi" oder "Lidel" u.A. zur Verfügung
Ist doch nur eine Faule Ausrede der "Statistikexperten" sonst sähe dies wohl anders aus mit der Inflation. Man nimmt die größten "Gefahren" raus und begründet es scheinheilig. Das gleiche Prinzip wie bei den Arbeitslosenstatistiken.

Meckerecke

12:36 von bitterepille
"Der Tenor der Kommentare bewegt sich leider auf Stammtischniveau."
Ich hab hier mal wieder nach einiger Zeit reingeschaut und hätte vorher schon jede Wette auf diesen Tenor abgeschlossen.

Es ist auch herzlich egal, wie der Artikel lautet - ob nun die Inf-Rate steigt oder sinkt oder wieviel es ist - es ist immer ein Grund zum Nörgeln. Und dieser Spruch "glaube keiner Statistik..." findet sich auch immer wieder (*gähn*).

"über die kalte Progression, die Steuervermeidung großer Konzerne sollten wir uns aufregen, nicht über Inflation und Euro!"

Finde ich ne gute Idee.

Nun könnte man natürlich schließen, dass es mittlerweile gelungen ist, die Deutschen hinlänglich einzulullen und dazu zu bringen, über alles zu meckern und gleichwohl gegen nix aufzubegehren.

Wenn man hier mal einen interessanten Blog findet, der auch noch Erkenntnis stiftet, kann man wirklich von Glück reden.

Bei diesem geht es jedenfalls ziemlich salatgurkig zu.

@ Whisky

Ich kaufe nicht bei Aldi sondern bei Edeka und Netto. Qualität ist mir der Gesundheit wegen sehr wichtig.
Im Lesen bin ich auch nicht schlecht, aber vor allen Dingen kann ich mir meine eigene Meinung bilden und bin nicht, wie manche User hier, auf marktkonforme Statistiken angewiesen.
@ bitterepille
Ja, normalerweise sollten sich die Preise nach Angebot und Nachfrage richten. Dem ist aber schon lange nicht mehr so. Schuld daran sind die Spekulanten, welche die Märkte manipulieren. An der New Yorker Börse wird 3x so viel Heizöl gehandelt, als Bedarf besteht. Das ist auch ein Grund dafür, warum die Energiepreise viel zu hoch sind.
Ich bin aber mit Ihnen einig, dass die Steuervermeidung großer Konzerne auch ein sehr großes Problem ist, das es abzuschaffen gilt.

So sieht es aus.

@: ""Am 13. August 2014 um 11:29 von ah6600
Geldflut und niedrige Inflation?

Wenn man bedenkt, dass die Notenbanken die Geldschleußen voll geöffnet haben, ist die niedrige Inflationsrate eine sehr interessante Sache.
Letztlich bleibt doch nur eine Erklärung:
Da bilden sich wieder Blasen.

Die aktuelle Geldpolitik fliegt uns irgendwann um die Ohren.""

Aber es nicht einfach die Geldpolitik, sondern der tendenzielle Fall der Profitrate - so in der sogenannten Realwirtschaft. Die Inflation geschieht derzeit massiv in der Finanzindustrie. Die Gefahr der Deflation ist erheblich und gefährlich für dieses Marktsystem. Zwei gegenläufige Entwicklungen - Deflation, Inflation, die weder durch die eine, noch durch die andere oder gegenseitig positiv aufgehoben werden können. Positiv im Sinne einer neuen prosperierenden Ära für die Menschheit.Es neigt sich immer mehr dem Ende, wie auch immer dieses aussehen mag angesichts des weitverbreiteten menschlichen Tunnelblicks und alternativlosen Denkens.

Alle die die aktuellen Zahlen

Alle die die aktuellen Zahlen anzweifeln und sonst nörgeln bitte ich doch mal um irgendwas konkretes über das man Diskutieren kann.
Was und Warum ist das denn falsch? Zahlen und Fakten bitte und keine Gefühle oder Einzelfälle.

Kleiner werdende Packungen sind bereits berücksichtigt, denn es wird nicht eine Tüte Chips gekauft sondern 200Gramm.
Kurzfristige Preisschwankungen sind berücksichtigt, da Mittelwerte gebildet werden.
Das Konsumverhalten der Bevölkerung ist berücksichtigt, da es über repräsentative Erhebungen ermittelt wurde.

Also mal bitte konkrete Kritik, denn auf diese bekommt ihr dann auch vernünftige Antworten.

Bitte?

"...zu glauben anhand von nachzulesenden Informationen eine Deutungshoheit zu haben!"

Bitte was? Worauf soll man seine Meinung denn begründen wenn nicht auf nachzulesenden Fakten? Man kann jetzt die Seriösität der Quelle anzweifeln, aber das dann bitte mit einer anderen seriösen Quelle und nicht mit geschwurbel.

@b_m

"In den letzten Jahren sind die Preise doch förmlich explodiert. ...Es wäre mal schön zu sehen, wie sich die Preise seit 1998 (ein Jahr vor Euroeinfühung) bis heute entwickelt haben. ...Allein 2% Inflation als Ziel zu definieren sagt doch schon alles. Bei der Euroeinführung wurde uns von der Regierung ein Euro versprochen, der mindestens so hard sein sollte wie die gute alte DM. "

Ja und? Versprechen wurde doch gehalten, und zwar weit übertroffen. Der Euro ist stabiler als die DM zu ihren besten Zeiten. In den 13 Jahren von 1986 bis 1998 lag die durchschnittliche Inflationsrate der D-Mark bei 2,2 Prozent pro Jahr. In den 13 Jahren nach dem offiziellen Start der Europäischen Währungsunion, also von 1999 bis 2011, betrug sie dagegen nur 1,5 Prozent. Und alle, die von einer 1: 1 Umstellung von DM zu EUR (also Preisverdopplung) reden: Im Schnitt ist die Steigerung mit ca. 17% bis heute weit davon entfernt.

Und da ich Kassenbuch führe kann ich sagen: Es stimmt. Zumindest für mich.

um 12:28 von AntiPolitiker

Statistik ist immer so eine Sache.

Mit etwas Mühe kann man sie aber verstehen.

Die Inflation herrscht seit Einführung des Euros. Geplant waren jährlich 2% für Deutschland. (Unter DMark-Zeiten gab es das nicht).

Doch. Zu DM-Zeiten war die Inflation im langjährigen Durchschnitt höher als in den zwölfeinhalb Jahren Euro. Nicht immer war früher automatisch alles besser. Ein Glück gibt es objektive Statistiken.

um 12:53 von Thomas Wohlzufrieden

Ja, die Preise steigen nicht mehr, dafür sinken die Inhalte in den Verpackungen ...

Witzig. Es wird in der Statistik natürlich der Preis pro Kilogramm verglichen.

Statistisch gesehen vielleicht

Statistisch gesehen vielleicht. Aber viele Kunden merken, dass sie von Jahr zu Jahr weniger Güter für ihr Geld bekommen.

U. a. weil der "Warenkorb", der zur Ermittlung der Inflation führt, "falsch gepackt ist". Hier fließen Güter mit ein, die man nicht ständig und auch nicht jeder Kunde kauft wie Smartphones, Laptops, Digitalkameras etc.

Und es kommt auch darauf an, wo man einkauft, ob im Discounter, im Supermarkt, auf dem Markt oder im Biosupermarkt. Und welche Produkte man kauft, ob man Markenprodukte, Eigenmarken oder No Name-Artikel kauft etc. Das wird m. E. auch nicht genügend berücksichtigt.

Zudem sind bei vielen Produkten saisonale Preisschwankungen normal.

um 13:26 von Klabautermann 08

Mieterhöhungen haben immer zwei Auswirkungen, die sich genau ausgleichen. Die Vermieter sind ja auch Verbraucher, die eingerechnet werden müssen. Wenn Ihr Geld zum Vermieter wechselt, wird es dadurch ja nicht entwertet.

@JerryCooco

"Eine deutliche Senkung oder gar die Abschaffung der ungerechtesten Steuer, der Mwst., waere eine wirkungsvolle Massnahme, die Inflation zu senken und die Nachfrage anzukurbeln."

Tja, so unterscheiden sich die Meinungen! Ich finde die Mwst. ist die gerechteste Steuer. Nur die Ausnahmeregelungen bei den Sätzen sind seltsam.

@JerryCocco

"Ich moechte wissen, wie der Warenkorb genau aussieht, an welchen Guetern, an welchen Ursprungspreisen der Massstab angelegt wurde."

Warum schauen Sie dann nicht einfach nach? Ist doch alles öffentlich einsehbar.

Statistik

@aaaa:
Deflation ist lediglich negative Inflation. Diese heben sich schon allein der Definition nach gegenseitig auf.
@ladycat:
"Marktkonforme Statistiken" muss niemand trauen. Allerdings sollte man eine Statistik nicht aufgrund des Ergebnisses ablehnen sondern aufgrund Mängel in der Erhebung oder der Interpretation. Wer meint seine eigene Meinung wäre Objektiver als ein statistischer Wert hat nichts von Statistik verstanden. Außerdem sind subjektive Wahrnehmung, Selbstbetrug, Filterblasen etc. keine Störungen von "verblendeten" sondern bei jedem Menschen vorhanden. Wer glaubt davon ausgenommen zu sein, der lebt in einer Traumwelt. Es ist eindeutig bewiesen, dass wir unsere Welt sehr subjektiv wahrnehmen.

um 13:54 von butalive76

butalive76: Statistisch gesehen vielleicht. Aber viele Kunden merken, dass sie von Jahr zu Jahr weniger Güter für ihr Geld bekommen.

"Gefühlte Inflation" ist ein schwer angreifbares Argument, mit dem man auf der anderen Seite aber auch nichts belegen kann.

butalive76: U. a. weil der "Warenkorb", der zur Ermittlung der Inflation führt, "falsch gepackt ist". Hier fließen Güter mit ein, die man nicht ständig und auch nicht jeder Kunde kauft wie Smartphones, Laptops, Digitalkameras etc.

... Käse, Vollkornbrot, Fleisch, Busfahrkarten, Slipeinlagen, ...
Jeder hätte irgendwo Grund, sich über Dinge im Warenkorb zu beschweren, die er selbst überhaupt nicht braucht. Daher wird der Warenkorb aus dem gebildet, was die Bevölkerung statistisch im Mittel wirklich verbraucht. Und sie verbraucht eben auch Laptops (gerade vor mir auf dem Tisch) oder Fleich (das ich persönlich nicht esse).

@nordstern 2

"Aber Diejenigen die sich brav einen Spargroschen zurückgelegt haben und Die ,die der Aufforderung der Politiker und "Wirtschafftsweisen" gefolgt sind und Altersvorsorge betreiben, werden DANK des
EUROS schlichtweg ENTEIGNET."

Wieso Dank des Euros? Die "Enteignung" war zu DM Zeiten größer. Unabhängig davon ist Ihre Aussage in Bezug auf diesen Artikel Schwachfug, da es ja gerade um niedrigere Inflation, sprich niedrigere Entwertung der "Spargroschen geht".

ICH bin der Aufforderung gefolgt, schon Ende der 90er. Und ich bin dankbar. 4% Erträge bei der KLV und 3% bei meinen Bausparverträgen, also mehr als 3-4x über der Inflationsrate. Gut, die Bausparverträge haben nichts mehr mit "Bau" zu tun, da die Kreditkonditionen uninteressant sind, aber gute Altersvorsorge ist es trotzdem.

Ich bin zufrieden. Mit der Performance des Euros, mit dem Zinsniveau. mit der Lohnentwicklung. Ich finde die Situation heute gerade auch für die "kleinen Leute" erheblich besser als vor 20-40 Jahren!

Ich höre immer höhere Löhne...

...aber auf mein Konto bekomme ich immer weniger.
Und wenn ich eine angemessene Erhöhung fordere, werde ich rausgeschmissen.

@ SkywalkerSkywalker

"Ich finde die Situation heute gerade auch für die "kleinen Leute" erheblich besser als vor 20-40 Jahren!"

Da muss es aber viele Ausnahmen geben, die diese merkwürdige Regel bestätigen, etwa 9 von 10 in dem Viertel, in dem ich lebe.

@Bernd1

"Und die von Ihnen angesprochenen Flachbildschirme haben nun wirklich so gut wie gar keinen Einfluss auf die Inflationsrate, denn die gehen nur mit einem Kauf alle 8 bis 10 Jahre in die Preisentwicklung ein."

Was meiner Ansicht nach sogar zu konservativ gerechnet ist, da die Entwicklung zumindest in den letzten 10 Jahren hier ähnlich wie bei PCs früher sehr schnell war. Ich habe für meine Familie z.B. seit 2007 4 FlachbildschirmTVs gekauft. Und es werden in den nä. 2-3 Jahren nochmals mind. 2 werden.

@Kasten Laurisch

Diese "statistischen" Berechnungen sind doch Unsinn. Als Hausfrau/-mann müssen Sie mit dem Geld einkaufen, welches zur Verfügung steht ! Und wenn Sie heute mit einem 20 €-Schein einkaufen gehen, egal in welchem Supermarkt, bekommen Sie wesentlich weniger Ware, wie vor der Einführung des Euros !
Das sehen Sie daran, dass bestimmte Sachen des täglichen Lebens einfach nicht mehr zum alten Preis zu bekommen sind ! S. z.B. Binden, oder selbst in der Apotheke ! Ihre Zuzahlungen sind z.B. auch gestiegen. Das bekommen Sie vor allen Dingen mit, wenn Sie chronisch krank sind ! Da weiß man oft nicht mehr, wie man bis zum Monatsende überleben soll. Chronisch Kranke sollen eigentlich nur 1 % ihres Einkommens für Zuzahlungen aufwenden und ansonsten soll die KK alles bestreiten. Lächerlich ! Alles was dem Kranken besser hilft, muss er selbst bezahlen - erlebe ich am eigenen Leibe. Die KK redet sich damit heraus, dass gerade DAS Mittel, das dem chronisch Kranken hilft, nicht auf der Liste steht !

@wega

"...was soll das dann erst werden wenn die Löhne steigen sollen."

Was heißt "sollen"??? Die steigen schon seit langem. In den 50ern lag ein Jahresgehalt im Bereich 6000 DM.

was lernen wir?

mein statistik-professor hatte doch recht mit seinem postulat: "statistik ist in der regel kein mathematisches, sondern ein politisches problem."

der gaengigste trick ist der der warenkoerbe. in diese sollten eigentlich nur die waren und dienstleistungen eingang finden, die dem alltags(er)leben der bevoelkerungsmehrheit, also ihrem tatsaechlichen alltaeglichen oder mindestens monatlichen konsumverhalten entsprechen sollten. stattdessen aber sind auch waren und dienstleistungen enthalten, deren abkauf durch die verbraucher nicht alltaeglich ist, wie waschmaschinen, autos, kuehlschraenke, bestimmte versicherungen usw.. diese praxis verfaelscht statistiken ueber preisentwicklungen ganz erheblich. am ende stehen dann parolen unter schwammigen sammelbegriffen wie "heizen, tanken, essen - alles billiger".

und der verbraucher hat, wie beim (t)euro das gefuehl, wovon reden die eigentlich? halten die mich fuer bloed?

die antwort lautet schlicht: JA.

@Thomas Wohlzufrieden

"Ja, die Preise steigen nicht mehr, dafür sinken die Inhalte in den Verpackungen und enthalten immer mehr Luft. Und bei Benzin funktioniert das nach dem bewährten Prinzip: Einen Tag um zwei Cent senken, dafür am übernächsten Tag um vier Cent erhöhen."

Die Preise werden auf Warenmenge bezogen und nicht auf Paketanzahl.

Wie kommt denn ein sinkender Durchschnittspreis zu Stande, falls Ihre Theorie stimmen würde?

Ist schon verrückt wie dreist hier Lügen verbreitet werden, selbst bei Dingen, die jeder im Netz nachprüfen kann. Dass die Benzinpreise durchaus um 10 ct am Tag schwanken ist bekannt. Aber sie schwanken um einen in den letzten Jahren FALLENDEN Mittelwert.

@ladycat

"Im Lesen bin ich auch nicht schlecht, aber vor allen Dingen kann ich mir meine eigene Meinung bilden und bin nicht, wie manche User hier, auf marktkonforme Statistiken angewiesen."

Eine eigene Meinung zu bilden ist nicht schwer. Über die objektive Richtigkeit dieser Meinung sagt das aber leider NICHTS aus.

Die Preisentwicklung und der Warenkorb sind keine ausgedachten und berechneten Statistiken, sondern es sind schlicht Tatsachen und Abbilder des realen Verbraucherverhaltens. Wenn Sie nur Dinge kaufen, die 50% teurer wurden, dann gab es halt mindestens einen anderen Verbraucher der nur Dinge kaufte, die fast 50% billiger wurden. Oder aber Ihre Wahrnehmung war verzerrt.

@Spoing

"Es ist eindeutig bewiesen, dass wir unsere Welt sehr subjektiv wahrnehmen."

Ja, es gibt z.B. ein interessantes Experiment zur Zufriedenheit mit dem Lohn.

2010: A&B je 3000 EUR
2011: A 3150 EUR & B 3500 EUR
2012: A 3300 EUR & B 3400 EUR

2010 waren A & B glücklich und zufrieden.
2011 haben sich beide über Steigerungen gefreut, B natürlich deutlich.
2012 war A immer noch glücklich, aber B hoch unzufrieden obwohl besser gestellt als A!

@Freewheelin Franklin

"Da muss es aber viele Ausnahmen geben, die diese merkwürdige Regel bestätigen, etwa 9 von 10 in dem Viertel, in dem ich lebe."

Na denn mal etwas konkreter werden: Was war in den letzten 20-40 Jahren für die kleinen Leute besser?

Die Preissteigerungen waren früher höher.
Die Kreditzinsen erheblich höher.
Die Guthabenzinsen wurden von der Inflation aufgefressen.
Die Löhne/ Kaufkraft war auch nicht besser.

@ Spoing

Die Zockerbanken haben viel mehr Leichen im Keller, als angenommen. Also muss es weiterhin billiges Geld geben, ansonsten gibt es noch mehr Zusammenbrüche. Irgendwie muss das die EZB den Bürgern ja begründen und dafür muss die geschönte Inflationsrate herhalten. Bei tatsächlicher Inflation von 3% könnte nämlich Draghi die Zinsen nicht so weit runter drücken.
Ich bin weder verblendet, noch leide ich unter Selbstbetrug. Ich lass mich nur nicht für dumm verkaufen.
@ skywalker
Ich habe mir die Mühe gemacht, und alle meine Heizölrechnungen seit 1998 verglichen.
1998 haben wir für einen Liter 0,408 DM + MWSt bezahlt, 2001 war er bei 0,685 DM, 2002 bei 0,308 Euro. Am wenigsten bezahlten wir 2004 mit 0,2675 Euro, dann folgte 2005 ein Sprung auf 0,537 Euro, 2009 lag er wieder bei 0,41 Euro, 2012 stieg er auf 0,775 Euro, derzeit liegt er bei 0,665 Euro. Das sind also alleine seit 2009 0,25 Cent/Liter Preissteigerung, somit 60% mehr.

0 % Inflation wäre noch

0 % Inflation wäre noch besser und sollte m. E. das Ziel sein. Deflation wäre noch besser. Wer glaubt heute noch das Märchen von seiner Schädlichkeit ? Im Bereich der Konsumer Elektronik z.B. gibt es seit vielen Jahren schon extreme Preissenkungen ohne dass das Verbraucher vom Kaufen abhalten würde.

@Liane8151

"Diese "statistischen" Berechnungen sind doch Unsinn. Als Hausfrau/-mann müssen Sie mit dem Geld einkaufen, welches zur Verfügung steht ! Und wenn Sie heute mit einem 20 €-Schein einkaufen gehen, egal in welchem Supermarkt, bekommen Sie wesentlich weniger Ware, wie vor der Einführung des Euros !"

Was ist so schwer daran zu verstehen, dass es keine "Berechnungen" sind, sondern Tatsachen, sprich ein Abbild des realen Kaufverhaltens und der tatsächlichen Preissituation? Nur eben gemittelt!

Logisch übrigens, dass Sie VOR Einführung des Euros in keinem Supermarkt mit einem "20 €-Schein" überhaupt etwas bekommen haben ;-)

Übrigens bekommen Sie natürlich heute weniger Ware: immerhin können Sie seit 12 Jahren nicht mehr mit DM bezahlen. Seitdem hat sich der 20 EUR Schein ja auch um ca. 20% entwertet. In den zwölf Jahren davor hatte sich ein 20 DM Schein übrigens auch um ca. 25% entwertet...

Ach ja, ich möchte heute auch nicht mehr nur mein Gehalt von vor 12 Jahren bekommen!

@Abydos

"der gaengigste trick ist der der warenkoerbe. in diese sollten eigentlich nur die waren und dienstleistungen eingang finden, die dem alltags(er)leben der bevoelkerungsmehrheit, also ihrem tatsaechlichen alltaeglichen oder mindestens monatlichen konsumverhalten entsprechen sollten. stattdessen aber sind auch waren und dienstleistungen enthalten, deren abkauf durch die verbraucher nicht alltaeglich ist, wie waschmaschinen, autos, kuehlschraenke, bestimmte versicherungen usw.. diese praxis verfaelscht statistiken ueber preisentwicklungen ganz erheblich."

Es ist doch nicht so schwer zu verstehen, dass es eben NICHT verfälscht, wenn ein nicht alltäglicher Kauf (z.B. eine Waschmaschine) mit einem Dämpfungsfaktor versehen wird und z.B. nur zu 10% eingeht???

Es würde viel mehr verfälschen, wenn es weggelassen würde. Es steht Ihnen ja auch frei sich Ihren eigenen Warenkorb zusammenzurechnen.

@ Skywalker

"Na denn mal etwas konkreter werden: Was war in den letzten 20-40 Jahren für die kleinen Leute besser?"

Gut, wenn Sie meinen, ein Beispiel: Vor 40 Jahren beispielsweise war es einem kleinen Polier, den ich kenne, als Alleinverdiener noch möglich, seine Frau und 3 Kinder zu ernähren und gleichzeitig noch ein schönes Haus in einem damaligen Neubauviertel zu errichten. Und er ist nicht der einzige, welchen ich aus dieser Zeit noch kenne, der so etwas geschafft hat. Wie sieht es heute damit aus? Angesichts prekärer, oft befristeter Arbeitsverhältnisse, Niedriglohn, Zeitverträgen und ähnlich asozialen Entwicklungen ist kaum jemand mehr imstande eine längerfristige Zukunft zu planen(von denen, die für all dieses Elend verantwortlich sind und prächtig davon leben, natürlich einmal abgesehen). Noch mehr?

um 14:46 von Abydos

... stattdessen aber sind auch waren und dienstleistungen enthalten, deren abkauf durch die verbraucher nicht alltaeglich ist, wie waschmaschinen, autos, kuehlschraenke, bestimmte versicherungen usw.. diese praxis verfaelscht statistiken ...

Das kann ich nicht nachvollziehen. Waschmaschinen, Autos, Kühlschränke werden täglich gekauft und müssen anteilig (!) auch im Warenkorb repräsentiert werden. Alles andere wäre Schmu.

Inflationsziel

@ladycat:
Wenn wir eine reale Inflation von 3% hätten dann wurde die Staatsverschuldung jedes Jahr um 5% zurück gehen. Glauben sie mir, sowohl EZB als auch die Deutsche Bank und die Bundesregierung wollen momentan mehr Inflation. Abgesehen von der Bundesregierung kommunizieren die das sogar offen. (Oder was glauben Sie warum sich die Deutsche Bank auf einmal für deutliche Lohnerhöhungen in der Wirtschaft ausspricht). Und Sie leiden nicht mehr unter Selbstbetrug als ich oder jeder andere Mensch. Aber jeder Mensch ist davon betroffen! Wenn einem ein statistischer Wert nicht zu sagt, dann gibt es zwei Möglichkeiten, der Wert ist falsch oder man selber irrt sich. Wenn sie also an Ihrer Meinung fest halten, müssen Sie einen Beweis erbringen warum Sie sich nicht irren. Und Anekdoten sind keine Argumente!

Deflation

@Werner40:
Die Gefahr die von Deflation ausgeht ist real und nicht zu unterschätzen. Diese betrifft aber nicht in erster Linie den Verbraucher sondern die Wirtschaft.
Wenn ein Unternehmen 1Mio Investieren will, dann schaut die wann sich diese Gerechnet haben wird. Wenn jetzt Deflation herrscht dann bekommt diese Firma morgen mehr für ihre Millionen als heute. Dadurch rechnet es sich weniger das Geld heute zu investieren. Also wird Geld im zweifel zurückgehalten, was die Deflation weiter vorantreibt. Die Umlaufgeschwindigkeit wird somit immer weiter verringert. Das ist das Pendant zur Hyperinflation und genau so schädlich. Das Problem was aber bei Deflation haben, ist das die Zentralbank hier kein Mittel hat um gegen zu steuern. Inflationsraten bis 10% sind beherrschbar. Deflationsraten kann man bereits bei einem % nicht mehr (aktiv) gegensteuern.

@ Skywalker

Ja, wenn man den berühmten Warenkorb nach Einkommen staffeln würde, würde er vermutlich mehr Sinn machen. Angenommen, Sie hätten €4.000.000 und ich hätte nichts, dann sind wir laut mittlerer Statistik doch beide Millionäre, nicht?

@ladycat

"@ skywalker
Ich habe mir die Mühe gemacht, und alle meine Heizölrechnungen seit 1998 verglichen.
1998 haben wir für einen Liter 0,408 DM + MWSt bezahlt, 2001 war er bei 0,685 DM, 2002 bei 0,308 Euro. Am wenigsten bezahlten wir 2004 mit 0,2675 Euro, dann folgte 2005 ein Sprung auf 0,537 Euro, 2009 lag er wieder bei 0,41 Euro, 2012 stieg er auf 0,775 Euro, derzeit liegt er bei 0,665 Euro. Das sind also alleine seit 2009 0,25 Cent/Liter Preissteigerung, somit 60% mehr."

Ja und? Das widerspricht doch der Teuerungsstatistik nicht? Jahrelang war Öl ja auch einer der Preistreiber. Und jetzt ist es billiger geworden. Auch das sagt die von Ihnen kritisierte Statistik. Die Mühe hätten Sie sich sparen können...

Da Sie ja auch zu denen gehören die dem EUR so einiges in die Schuhe schieben: Schauen Sie mal auf 2001 und 2002 und Ihre eigenen Zahlen. Mit dem EUR wurde es da billiger.
Und vorher mit der DM: 98 bis 2001 --> 60% Steigerung in 3 Jahren.

Allgemeiner Rückgang

Die Inflation hat eines mit den Löhnen gemeinsam: Beide gehen immer weiter zurück. Ja Frau Merkel, uns geht es gut...

@Skywalker

Jo - sie haben absolut recht !
Mit einem 20 €-Schein konnte man zu DM-Zeiten wirklich nicht einkaufen !
Hihi - geben Sie es ihr ! Sehr lustig !
Nur gehe ich von meinem tatsächlichen Kaufverhalten HEUTE aus und sehe, wie mir das Geld aus den Händen gerissen wird !
Das Leben ist wesentlich teurer und riskanter geworden !

um 11:55 von Klabautermann 08

Sehr gut beobachtet. Ich freue mich, das Sie ( und sehr viele andere auch) sich nicht für dumm verkaufen lassen, und diesen so genannten " Rückgang der Inflation" bestens durchschauen. Gruß.

@Werner40

"Wer glaubt heute noch das Märchen von seiner Schädlichkeit ? Im Bereich der Konsumer Elektronik z.B. gibt es seit vielen Jahren schon extreme Preissenkungen ohne dass das Verbraucher vom Kaufen abhalten würde."

Das ist falsch: Es hält tatsächlich vom Kauf ab. Wer Kauft heute einen 4K LED TV? Nur wem das Geld absolut egal ist- weil jeder weiß, dass die Preise in Zukunft purzeln werden.
Die Umsätze werden aber deswegen gemacht, weil es Produkte sind, die jeder Nutzen möchte weil sie Dinge können, die die Vorgänger noch nicht konnten. Eine Preissenkung einzelner Produkte (die der Lernkurve folgen)hat es schon immer gegeben und kann überhaupt nicht mit einer Preissenkung aufgrund einer deflationären allgemeinen Geldaufwertung verglichen werden.

um 15:57 von Liane8151

Da haben Sie absolut Recht. Gruß.

um 15:57 von Liane8151

Das Leben ist wesentlich teurer und riskanter geworden !

Riskanter? Das ist Geschmacksache.
Teurer? Zweifellos, nämlich um 0,8%.

@ 12:40 von toddybear

Sie schreiben:
"Lieber Bernd1, es ist immer gefährlich zu glauben anhand von nachzulesenden Informationen eine Deutungshoheit zu haben! Und für mich hört sich das dann doch eher nach dem nachblubbern von plausibel klingenden Infos an, denn wenn man sich mal die Mühe macht die vorliegenden Informationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, dann ist alles längst nicht so eindeutig, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte!
Es ist woh eher so, daß die Mehrheit sukzessive enteignet wird, man sollte sich von wohlklingenden Dingen nicht blenden lassen..."
*
Abgesehen davon dass die Nennung von Fakten nichts mit "nachblubbern von plausibel klingenden Infos" zu tun hat wäre es sinnvoll für solche Behauptungen wie in dem letzten Satz auch mal Beleg zu nennen.
Behaupten kann man viel und Gefühle täuschen sehr oft über die echte Realität hinweg! Aber wo sind die Beweise dazu?
Es hilft nichts die offiziellen Fakten aus Statistiken (die beweisbar sind) mit Gemeinplätzen zu diffamieren!

@ spoing

Falsch! Ich akzeptiere auch Dinge, die mir nicht gefallen, wenn sie der Wahrheit entsprechen. Und, ich halte nach wie vor an meiner Meinung fest.
Die Deutschen kaufen deshalb nicht so viel, weil sie schlicht kein Geld haben, und nicht, weil sie auf billigere Preise hoffen. Die Politik und Wirtschaft will aber Wachstum. Folglich bleibt ihnen nicht viel anderes übrig, als dass sich EZB und Bundesbank für höhere Löhne aussprechen, um die Binnenkonjunktur anzukurbeln.
Wie ich schon sagte, die Politik und die Bankster sitzen in einer Falle. Wenn sie die Zinsen erhöhen, krachen etliche Banken zusammen. Um das zu verhindern, werden uns Lügen aufgetischt, um das billige Geld weiterhin am laufen zu halten.
@ Skywalker
Ich habe nicht gesagt, dass bei der Euroumstellung alle Waren viel teurer wurden, aber die meisten. Das mit dem Öl geht nicht von einem Tag auf den anderen, das musste sich erst einpendeln.

@ 15:12 von ladycat -- Heizölpreis

Sie schreiben:
"Ich habe mir die Mühe gemacht, und alle meine Heizölrechnungen seit 1998 verglichen.
1998 haben wir für einen Liter 0,408 DM + MWSt bezahlt, 2001 war er bei 0,685 DM, 2002 bei 0,308 Euro. Am wenigsten bezahlten wir 2004 mit 0,2675 Euro, dann folgte 2005 ein Sprung auf 0,537 Euro, 2009 lag er wieder bei 0,41 Euro, 2012 stieg er auf 0,775 Euro, derzeit liegt er bei 0,665 Euro. Das sind also alleine seit 2009 0,25 Cent/Liter Preissteigerung, somit 60% mehr."
*
Abgesehen davon dass Ihre persönlichen Einkäufe beim Heizöl eher davon abhängig sind zu welcher Jahreszeit Sie einen günstigen Preis erwischen hat dieses wenig mit der allgemeinen Preisentwicklung bei Heizöl zu tun.
Wie schon weiter oben beschrieben lag der höchste Preis überhaupt jemals beim Heizöl in der Zeit von Mai bis Juli 2008 knapp unterhalb von einem Euro pro Liter!
Und innerhalb jeden Jahres schwankt dieser Preis regelmäßig abhängig vom Rohölpreis.
Dazu kommen die von rot/grün erfundenen Sondersteuern!

Kritik am Warenkorb - aber richtig!

Natürlich gehören in den Warenkorb auch Anschaffungen, die man nur all paar Jahre tätigt. Wenn der dann nicht mehr mit der Erfahrung des durchschnittlichen Konsumenten übereinstimmt, dann, weil er die täglichen Milch- und Bananenpreise viel stärker wahrnimmt als die Preise für Waschmaschinen und Flachbildschirme. Jetzt zahlt der normale Mensch aber trotzdem mehr Geld für Waschmaschinen und TVs als für Milch und Bananen. Es täuscht also die Erfahrung, nicht der Korb.

Was allerdings zu kritisieren ist: Der Warenkorb vergleicht Produkte losgelöst von ethischen und nachhaltigen Kriterien. Vergleicht man T-Shirts, ist Mode tatsächlich eher billiger geworden. Vergleicht man unter fairen Bedingungen, womöglich gar in einem demokratischen Land mit sinnvollem Arbeitsrecht und hoher Arbeitssicherheit produzierte T-Shirts - nicht.

Wer also nicht auf Kosten pakistanischer Näher leben will, muss wohl mit einer höheren Inflation leben.

problematischer Warenkorb...

Neben den tatsächlichen Preisen sollte allerdings auch die Haltbarkeit und Reparierbarkeit berücksichtigt werden. Natürlich ist ein TV heute viel billiger als noch vor 30 Jahren.

Allerdings kosten 20 Jahre TV heute halt 6x500€ statt 1x 2000€. Weil die Kisten halt nicht mehr so lange halten. So wird aus einem Preisverfall halt doch schnell ein deutlicher Preisanstieg.

Und PKW? Früher hat man sich eine alte Lichtmaschine vom Schrottplatz geholt, und sie selber eingebaut. Heute kostet das Modul vierstellig, und der Einbau ist ohne Spezialwerkzeug und Elektronik gar nicht mehr möglich.

Andererseits... so schlimm ist ein bisschen Inflation nun wirklich nicht. Hält wenigstens das Geld in Bewegung

@ 16:59 von bitterepille

Sie kritisieren dass der Warenkorb sich nicht nach ethischen Keiterien richtet.
Das kann ich verstehen.
Aber:
Der Warenkorb MUSS, wenn er sinnvoll sein soll und ehrliche Ergebnisse liefert, dieses außer acht lassen.
Der Warenkorb wäre ohne Aussage auf die echte Inflationsrate wenn er nicht NUR die echten Preise der Waren prüfen würde die von den Bürgern auch wirklich aktuell gekauft werden.
Wenn der Verbraucher mehr Fairtrade Produkte kaufen würde dann würden diese auch automatisch stärker im Warenkorb berücksichtigt.
Das entscheidet nur der Verbraucher und sonst niemand!

@ 17:07 von bitterepille

Sie schreiben:
"Neben den tatsächlichen Preisen sollte allerdings auch die Haltbarkeit und Reparierbarkeit berücksichtigt werden. Natürlich ist ein TV heute viel billiger als noch vor 30 Jahren.
Allerdings kosten 20 Jahre TV heute halt 6x500€ statt 1x 2000€. Weil die Kisten halt nicht mehr so lange halten. So wird aus einem Preisverfall halt doch schnell ein deutlicher Preisanstieg."
*
Sie können sicher sein dass dieses geänderte Verbraucherverhalten und die geänderten Halbwertzeiten von solchen Produkten regelmäßig im Warenkorb angepasst werden.
Schauen Sie doch mal rein in die Beschreibung dazu beim Statistischen Bundesamt:
http://short4u.de/53eb29ed4d2c7
*

@Kritik am Warenkorb - aber richtig! 16:59 bitterepille

"Wer also nicht auf Kosten pakistanischer Näher leben will, muss wohl mit einer höheren Inflation leben."

Wenn es so einfach wäre.
Die FED versucht seit Monaten vergeblich umzusteuern.
Also in die bekannte "Lohn/Preis-Spirale" einzuschwenken,
um eine "japanische Deflation" in der Weltwirtschaft zu verhindern.
Irgendwie hat der "real existierende Kapitlismus" was dagegen.
Insbesondere bei den vielen "Brennpunkten" zur Zeit.

Da heisst es einfach abwarten,
bis der erste Zocker vom Milliardär
zum einfachen Millionär geschrumpft ist..

@Freewheelin Franklin

"Vor 40 Jahren beispielsweise war es einem kleinen Polier, den ich kenne, als Alleinverdiener noch möglich, seine Frau und 3 Kinder zu ernähren und gleichzeitig noch ein schönes Haus in einem damaligen Neubauviertel zu errichten. ...Angesichts prekärer, oft befristeter Arbeitsverhältnisse, Niedriglohn, Zeitverträgen und ähnlich asozialen Entwicklungen ist kaum jemand mehr imstande eine längerfristige Zukunft zu planen"

Ein Zeitvertrag muss nicht asozial sein, meine letzten zwei waren (bzw. sind) auch zeitlich befristet.

Sie redeten eben von 9 von 10! Ich behaupte mal, dass eben NICHT die große Mehrheit in prekären Beschäftigungsverhältnissen steckt, sondern das es genau anders herum ist.

Wer heute einen festen Job als kleiner Polier hat, kann garantiert besser ein Haus finanzieren als vor 40 Jahren. 1974 haben meine Eltern gebaut: Zweistellige Hypothekenzinsen (ich glaube es waren 11,5%)! Ich bekam vor 2 Jahren mit nur 11% Eigenkapital 2,52% Kreditzinsen.

@Freewheelin Franklin

"Ja, wenn man den berühmten Warenkorb nach Einkommen staffeln würde, würde er vermutlich mehr Sinn machen. Angenommen, Sie hätten €4.000.000 und ich hätte nichts, dann sind wir laut mittlerer Statistik doch beide Millionäre, nicht?"

Nein macht überhaupt keinen Sinn. Es soll ja nicht erhoben werden wer was kauft, sondern wie sich die Preise entwickeln. Und der Millionär zahlt für einen Liter Milch genauso viel wie der HartzIV Empfänger. Und dass es dem Millionär für das tägliche Leben egal ist, ob die Inflation bei Lebensmitteln 0.5% oder 20% beträgt ist genauso klar, wie der Fakt, dass es den HartzIV Empfänger schon sehr schmerzt wenn die Preise um 0.5% steigen!

@Liane8151

"Nur gehe ich von meinem tatsächlichen Kaufverhalten HEUTE aus und sehe, wie mir das Geld aus den Händen gerissen wird !
Das Leben ist wesentlich teurer und riskanter geworden !"

Ja, stimmt. Es ist teurer geworden, wenn Sie es in absoluten Zahlen betrachten. Niedrige Inflation ist ja immer noch eine Preissteigerung.

Wesentlich teurer und riskanter? Diese Ansicht teile ich nicht. Teurer wird es überwiegend für diejenigen, die nicht an der allgemeinen Entwicklung der Löhne teilhaben können. Das gilt nicht für den Durchschnitt, also für denjenigen der ein sicheres Einkommen hat, meist tarifgebunden mit regelmäßigen Reallohnzuwächsen. Und das ist die große Mehrheit. Leben in Deutschland ist billiger als in den meisten anderen Industriestaaten der Erde.

@b_m

"Bei der Euroeinführung wurde uns von der Regierung ein Euro versprochen, der mindestens so hard sein sollte wie die gute alte DM."

Die Inflationsrate des EURO ist regelmäßig wesentlich geringer, als die Inflationsrate damals der DM. Was schreiben Sie hier?

@Ladycat

"Ich habe nicht gesagt, dass bei der Euroumstellung alle Waren viel teurer wurden, aber die meisten. Das mit dem Öl geht nicht von einem Tag auf den anderen, das musste sich erst einpendeln."

Und ich habe gesagt, dass das nicht stimmt! Nachweislich ist in der Preisentwicklung fast aller Produkte ein relativ linearer Anstieg zu beobachten wenn man z.B. den Zeitraum der letzten 60 Jahre betrachtet. Sie wären nicht in der Lage das Datum der Euroumstellung sicher zu erkennen, wenn Sie die Zeitachsen nicht sehen. Ich habe diesen Test gemacht und dummerweise auf die Zeit der Wiedervereinigung getippt.

Und das sich Ölpreise einpendeln müssten ist eine aberwitzige These bei täglichen Schwankungen von 10ct. Im Gegenteil das geht viel viel einfacher und schneller als bei anderen Produkten, nämlich auf Knopfdruck, ohne aufwändiges Umlabeln von Preisetiketten.

um 15:52 von Thomas Wohlzufrieden

Ja Frau Merkel, uns geht es gut...

Kapitulation vor den objektiven Zahlen?

um 17:07 von bitterepille

problematischer Warenkorb... Neben den tatsächlichen Preisen sollte allerdings auch die Haltbarkeit und Reparierbarkeit berücksichtigt werden.

Es wird doch berücksichtigt.

Natürlich ist ein TV heute viel billiger als noch vor 30 Jahren.

Wird auch berücksichtigt.

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