Interview zu Donezk: Kleine Gruppe schürt große Ängste

08. April 2014 - 16:51 Uhr

Anders als auf der Krim können die prorussischen Besatzer in Donezk nicht auf großen Rückhalt der Bevölkerung bauen, sagt ARD-Korrespondent Norbert Hahn im Interview mit tagesschau.de. Dennoch schüchtern sie westliche Journalisten gezielt ein.

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Kommentare

Kleine Gruppe soll verhaftet werden

Verhaften und verurteilen, ohne wenn und aber.
Was wäre wenn 300 bewaffnete Ukrainer eine FSB-Zentrale in Moskow besetzt hätte?

Das gleiche sollen auch ukrainische Spezialeinheiten machen. Jeder aus Moskau gesteuerte "Aktivist" gehört vor Gericht.

dieser Bericht ist irgendwie

dieser Bericht ist irgendwie Wischiwaschi: "es gibt Gerüchte", "im Internet gibs Bilder"...

bin ich hier bei Quatsch&Tratsch.tv ?

Interessantes Bild habt ihr

Interessantes Bild habt ihr da eingestellt. Waehrend der maskierte im Vordergrund schoen fuer die Kameras posiert, scheint der behelmte im Hintergrund fuer heute die Schnauze voll zu haben.

Gegenwehr gegen Kiew ist nur natürlich

Mag sei, daß in Donezk und Charkiw nicht die meisten Leute zu Rußland wollen - aber bestimmt weg von Kiew, das ja nur noch einen West-Marionettenstaat verkörpert.
An Berliner_Hase: In Moskau gibt es bestimmt keine Bevölkerung, die dort den Anschluß an die Ukraine will. Sie treiben also hier unsinnigen Vergleich. Sie unterstützen west-gesteuerte Zwangsherrschaft und damit westliche Hegemonie über die Ost-Ukraine.

Ansonsten: Alle scheinbar

Ansonsten: Alle scheinbar pro-westlichen "Aktivisten", "Demonstranten" oder wie immer man sie nennt, die vorm Putsch Rathaeuser und Verwaltungsgebaeude besetzten, sollten allsamt identifiziert und verurteilt werden. Ist ja dasselbe in Gruen. Letztlich ist's wie ueberall: Es gibt da kein Gut und Boese.

eher ein neuer Staat...

Ich glaube ehrlich gesagt nicht das Russland irgendwie in der Ukraine eingreifen wird wie auf der Krim die ja mit 70 bis 80 Prozent sehr russisch ist jedenfalls wenn man die Nichtwähler berücksichtigt. Dennoch setzte Russland durch die Volksabstimmung auf der Krim zumindest das Zeichen das es sehr auf seine russisch-stämmigen Ureinwohner in der Ukraine achten wird besonders in der Ostukraine und deswegen scheint es wahrscheinlicher das dort ein neuer eigenständiger Staat entstehen wird weil es möglicherweise die Bürger dort so wollen und Russland dies nicht seinem Staatsgebiet zuschlagen wird. Berücksichtigen muss man hierbei auch die Verhandlungsposition Russland die sehr eigenständige förderale Gebiete will. Aber genau genommen heißt dies auch das was nicht heute passieren kann eben morgen in eins oder zwei Jahren passiert.- Denn eigenständige förderale Gebiete können sich dann auch sehr leicht als selbständigen Staat erklären wenn auch nicht sofort aber dann eben später.

wundersam?

Herr Hahn wundert sich, dass westliche Reporter missachtet werden? Das wundert mich nun wieder. Nachdem die westlichen Medien - leider auch die Tagesschau - wochenlang undifferenziert und ohne groß nachzufragen einseitig für die teilweise bewaffneten Aufständischen in Kiew Partei ergriffen haben, sollte man sich eigentlich nicht wundern, als Komplize dieser teilweise faschistischen Putschregierung angesehen zu werden.

@berliner_hase Dann aber auch

@berliner_hase
Dann aber auch die Demonstranten vom maidan verhaften. Ein teil dieser Demonstranten ist auch in Gebäude eingedrungen und teilweise wurden sie von außen gesteuert. 5 mrd von usa. Wenn dann halt alle gleich behandeln.

Einseitige Berichterstattung

Kein Wunder, dass die westlichen Reporter unerwünscht sind, nach dem sie monatelang sehr einseitig berichtet haben. Aber die Berichte werden wahrscheinlich auch erstmal von der NSA frei gegeben. Ich gehe auf jeden Fall zu Europawahl und weiß, dank NSA wem ich wähle.

@berliner_hase Dann aber auch

@berliner_hase
Dann aber auch die Demonstranten vom maidan verhaften. Ein teil dieser Demonstranten ist auch in Gebäude eingedrungen und teilweise wurden sie von außen gesteuert. 5 mrd von usa. Wenn dann halt alle gleich behandeln.

Es gibt den besagten Rückhalt in der Bevölkeung nicht

So langsam widerspiegelt die Situation die Distanz der ehemaligen Satellitenstaaten zum einstigen Bruderlande.
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Es hätte mich auch gewundert, wenn sich knapp 20 Jahre nach Unabhängigkeit der Ukraine eine Mehrheit zum Anschluß an Rußland formen würde, nachdem dort unter dem Hungerholocaust Millionen der Kollektivierung und Entkulakisierung zum Opfer gefallen sind. Das ist ein Teil der Geschichte, den russische Kinder heute leider nicht lernen und so bleibt ein Teil der russischen Geschichte weiter unaufgearbeitet.
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Auch wenn die EU nicht das Paradies ist, wer frei wählen kann, wird sich immer noch für Europa entscheiden. Und das ist auch gut so.

Gefährliche Lage in der Ostukraine durch prorussische Kräfte

Auch eine kleine Anzahl von prorussischen Besetzern und Umstürzlern (Ausrufung einer "unabhängigen Volksrepublik") destabilisiert gefährlich die Lage in der Ostukraine. Anders als auf der Krim sind die russischsprachigen Einwohner mit einem Bevölkerungsanteil von etwa 30 % in der Minderheit; sie könnten bei einem Referendum voraussichtlich keine Mehrheit für eine Abspaltung von der Ukraine oder Eingliederung an die RF bekommen.

Dennoch ist die international -außer von Russland- anerkannte Regierung in Kiew zur Wahrung der Verfassung gehalten, den bewaffneten Unruhestiftern , mit Spezialkräften angemessen zu begegnen und die öffentliche Ordnung wieder herzustellen. Die RF maßt sich an, Kiew mit Drohungen vor einem Einsatz von Sicherheitskräften zu warnen. Offenbar sucht der Kreml einen Anlass, in die Ukraine einzumarschieren.

Besser als Drohungen wären direkte Kontakte der beteiligten Akteure (UA-Regierung, EU, RF, USA) zur Entwicklung eines föderativen Staatswesens in der UA.

Mir fehlt irgendwie die Sympathie...

... Die Medien und manche Kommentatoren damals zu den ganz vergleichbaren Ereignissen auf dem Maidan zeigten. Was hat sich jetzt geändert bitte?

Na denn,

bei nur einer kleinen Gruppe bräuchte die "Regierung" in Kiew ja keinerlei Probleme mit einem Referendum befürchten .........

17:15 von Berliner_Hase

Was wäre wenn 300 bewaffnete Ukrainer eine FSB-Zentrale in Moskow besetzt hätte?

Was wäre, wenn 300 bewaffnete Ukrainer das Parlament besetzt hätten? Ach ich vergaß - haben sie ja... waren sogar noch weniger.

Feindlichkeit gegenüber westlichen Journalisten

Ist es denn ein Wunder das Westliche Journalisten von den Aktivisten in Ihrer Arbeit eingeschränkt werden ich denke nicht wenn man an die allgemeine Berichterstattung gerade in der "Revolutions " Sache.....

Auch ist verständlich das sich der normal Bürger lieber zu Hause einnistet als in der Stadt zwischen die Kämpfer zu geraten.....

Was ich nicht glaube und wieder einmal als Propaganda Lüge bezeichne ist das sich Ausgebildete Menschen mehr zu Europa hin gezogen fühlen und nicht ausgebildete Verlierer und alte lieber zu Russland wollen.......

Immerhin wird erstmalig auch in den westlichen Medien mal so langsam die Möglichkeit genannt das sich amerikanische Söldner in Donezk aber auch schon auf dem Maidan tätig waren das wussten die Putinversteher schon vor 4 Wochen....

Alles in allem wünsche ich allen Journalisten das sie Gesund in Ihre Heimat zurück kehren

tolle Werbung für Rußland - Knallköppe ...

das kommt davon, wenn man den ganzen Tag RT guckt. Das sind m.E. ehr kein Soldaten sondern völlig verwirrte, von der Propaganda aufgeputschte Menschen - das Video von der Abstimmung gestern sagt alles - als wäre das ein Event und keine tiefgreifende politische Entscheidung - völlig hohl. Wenn so der Anschluß an Rußland aussieht, dann kann der Kater ja nicht weit sein.

Wen soll das eigentlich täuschen, die phantasieren sich da was von einer Gefahr, dabei merkt jeder dass die Gefahr einzig von denen ausgeht ... so werden bestimmt auch noch die letzten Rußland-Sympatisanten in Donetzk und Co verschreckt.

Was überhaupt?

Der Reporter weiß ziemlich genau, was die Menschen im Osten der Ukraine wollen - und vielleicht hat er sogar Recht. Inzwischen stellt sich aber die Frage, was die Ukrainer insgesamt überhaupt wollen! Es ist doch längst nicht mehr damit getan, die verschiedenen Gruppen und ethnischen Teile der Bevölkerung auseinander zu dividieren. Es ist an der Zeit zu wissen, was die Mehrheit wirklich will! Solange diese Frage offen ist, kann weder die EU noch die USA oder Russland irgendeinen Teil der Ukraine für sich beanspruchen.

Wie wäre es denn mal mit Wahlen?

Ich finde, die Ukraine ist in einem Übergangsstadium mit einer Regierung, die sich durch einen Staatsstreich illegitimiert hat.
Die einzige demokratische Lösung an der man sich im Ausland orientieren könnte wären ja wohl endlich freie Wahlen und nicht die Träume eines Boxers ??

Man sollte

sich diesen Herrn Rinat Ahmetow etwas genauer ansehen. Mir ist, als hätte ich vor wenigen Stunden im Radio gehört, dass er die "Demonstranten" in Donezk zum Widerruf ihrer "Volksrepublik" bewegen konnte.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass Leute wie er irgendeinen Drang verspüren, sich unter die doch etwas regulierteren Fittiche des großen Bruders zu begeben.
Da Ahmetow aber Geld und sicher auch Arbeitsplätze hat und sowohl vom Westen als auch von Russland profitiert, können er und seinesgleichen durchaus eine Brückenfunktion ausüben. Ob uns solche Oligarchen (wie heißen die eigentlich bei uns?) gefallen, ist eher nebensächlich.
Europa muss daran interessiert sein, Russland sicher auch, die USA sehr viel weniger bis gar nicht.

Donezk und Charkiv sind nicht die Krim!

Gut so! ...dass endlich "aufgeräumt" wird in Donezk...hoffentlich auch bald in Charkiv etc.
Als Hunderttausende auf den Maidan gegangen sind Ende letzten Jahres ging es um die Regierung Janukowitsch, die sich als korrupt und ausbeuterisch erwiesen hat. Das war das Volk! Janukowitsch verließ später als Kapitän eines "sinkenden Schiffes" als erster das Deck, nicht als letzter.Natürlich kann man beim Sinken eines Schiffes umkommen aber man setzt sich nicht "hasenfüßig" nach Russland ab um bei seinem jahrelangen Richtungsweiser Schutz zu suchen, im Glauben von dort aus, weiterregieren zu können.

In Donezk, Charkiv etc. haben auch NIE Hunderttausende für Russland demonstriert. Die ewige Verbreitung von russischer Propaganda lässt mich langsam aus Prinzip eine Pro-Maidan-Stellung einnehmen. Monatelang habe ich westl. und russische Medien verfolgt,die Propaganda auf russ. Seite ist viel aggressiver und kanzelt die gesamte Maidan-Bewegung pauschal als Faschisten ab! Eine Lüge!

Donezk und Charkiv sind nicht die Krim!

Gut so! ...dass endlich "aufgeräumt" wird in Donezk...hoffentlich auch bald in Charkiv etc.
Als Hunderttausende auf den Maidan gegangen sind Ende letzten Jahres ging es um die Regierung Janukowitsch, die sich als korrupt und ausbeuterisch erwiesen hat. Das war das Volk! Janukowitsch verließ später als Kapitän eines "sinkenden Schiffes" als erster das Deck, nicht als letzter.Natürlich kann man beim Sinken eines Schiffes umkommen aber man setzt sich nicht "hasenfüßig" nach Russland ab um bei seinem jahrelangen Richtungsweiser Schutz zu suchen, im Glauben von dort aus, weiterregieren zu können.

In Donezk, Charkiv etc. haben auch NIE Hunderttausende für Russland demonstriert. Die ewige Verbreitung von russischer Propaganda lässt mich langsam aus Prinzip eine Pro-Maidan-Stellung einnehmen. Monatelang habe ich westl. und russische Medien verfolgt,die Propaganda auf russ. Seite ist viel aggressiver und kanzelt die gesamte Maidan-Bewegung pauschal als Faschisten ab! Eine Lüge!

an strandy

Unsinn, dann hätte sich Bayern schon längst, eigenständig gemacht. In einem Foederalen Staat haben die Länder ein Wörtchen mit zu reden. S. BRD, USA, Schwez. Die gute Regierung, hat dazu bestimmt ein paar gute Argumente, die noch nicht erfunden worden sind.

@17:38 licht_bringer

Tja, wenn sie die 5 Mrd. aus den USA erwähnen, dann denken sie bitte auch an die Milliarden die die Ukraine bisher von russischer Seite bekam (Gasrabatte) und die wegen nichtgenehmen Verhaltens gestrichen wurden.

Die Ukraine sitzt zwischen den Stühlen. Sowohl "der Westen" als auch das putinsche Russland zerren an dem Land herum. Gut wäre es, wenn die Ukraine Vergünstigungen von beiden Seiten bekommen könnte, Freihandelszone mit Russland UND Handels-/Reiseerleichterungen von EU-Seite ohne EU-Mitglied werden zu müssen.
Ein "neutraler" Staat als Brücke zwischen Ost und West. Allerdings sehe ich sowohl auf westlicher wie auf russischer Seite keine Politik in diese Richtung. Das hier aber einige von westlicher "Zwangsherrschaft" reden und gleichzeitig Putins Oligarchen-Russland lieben, erscheint mir allerdings sehr sehr merkwürdig. Viele dieser Leute denken sicher auch, China sei kommunistisch, nur weil die USA ja so böse imperialistisch sind.
Neutralität sollte angesagt sein, auch verbal

Ich kann Ihnen sagen wass sie wollen

Nicht viel: Frieden, Wohlstand, keine Nato- Truppen auf Ihren Boden, kein koloniales Verhältniss zu EU.

Sind bezahlte US-Söldner das Problem?

Es wird kurz auf den Vorwurf eingegangen, bezahlte US-Söldner seien auf Seiten der ukrainischen Polizei aktiv, schließt aber mit der lakonischen Bemerkung, man weiß es eben nicht.

Die viel wichtigere Frage wurde aber nicht gestellt: Hat Herr Hahn den Eindruck, die Protestanten in Donezk seien in Wirklichkeit russische Provokateure, bezahlt und gesteuert aus Moskau.

Denn das ist ja der viel verbreitete Vorwurf und dient als Rechtfertigung, sich gar nicht weiter mit den Protestierern und ihren Forderungen zu beschäftigen.

Ich fürchte, hier wurde eine Chance vertan, Eindrücke eines Journalisten vor Ort zu erhalten.
Diese Frage hätte gestellt werden müssen.

@gulibert

"Es hätte mich auch gewundert, wenn sich knapp 20 Jahre nach Unabhängigkeit der Ukraine eine Mehrheit zum Anschluß an Rußland formen würde, nachdem dort unter dem Hungerholocaust Millionen der Kollektivierung und Entkulakisierung zum Opfer gefallen sind. Das ist ein Teil der Geschichte, den russische Kinder heute leider nicht lernen und so bleibt ein Teil der russischen Geschichte weiter unaufgearbeitet."

nun. Kollektivierung war vor 80 Jahren, Golodomor auch. und dazu noch hauptsächlich in den westlichen Gebieten der Ukraine, die zum Zeitpunkt im Polnischem Besitz waren. das ist auf einer Seite. auf der Anderen sind: Verbot der russischen Sprache, Anhebung von Rentenalter und Gaspreisen. und diese sind frisch aus dem Offen. dazu kommt, dass die Löhne und Renten in Russland um vielfaches grösser sind als in der Ukraine und werden rechtzeitig und komplett ausgezahlt.

Menschen wählen nicht Demokratie. Menschen wählen Sicherheit und Wohlstand.

Volksgouverneure

Ich finde es schon interessant, mal die in Donezk, Charkiw und Lugansk eingesetzten "Volksgouverneure" etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Weder Pavlo Hubaryev (Donezk) noch Oleksandr Kharytonov (Lugansk), Denys Pushylinv (Nachfolger von Hubaryev nach dessen Verhaftung) oder Ihor Masalov (Charkiw) haben sich bisher irgendwo besonders hervorgetan, wenn man mal von der Mitgliedschaft der ersten beiden in der Vitrenko-Partei und den pyramidenartigen Finanzgeschäften der letzten beiden absieht. Lediglich Masalov als Direktor des "Kreml-Strategie" Centers und Eigentümer eines Bestattungsunternehmens war vorher schon mehr als nur einer handvoll Leute bekannt.
Einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung scheint aber keiner der Genannten zu besitzen...

Faszination Ukraine

Ich möchte ja nicht unhöflich sein, aber bevor man hier über den bösen Westen ( NATO) und das böse Russland spricht, sollte man ausreichend Sachkenntnis über die Ukraine besitzen.

Zunächst, der westliche Teil der Ukraine ist bedingt durch seine Geschichte, natürlich durch die habsburgische Herschaft bis 1918 in den Regionen um Lemberg und Czernowitz, deutlich europäisch geprägt. Es gibt dort ja immer noch eine katholische Diözese. Darüberhinaus muss erwähnt werden, dass Galizien sehr stark polnisch geprägt war und deshalb natürlich die Spuren davon noch nicht verwischt sind.

Im Osten um Donezk, Charkow und Luhansk ist die Russisch-orthodoxe Kirche vorherschend und somit ist der Anteil der russischsprachigen Bevölkerung dort am größten.

Abgesehen davon ist Kiew die Stadt der russischen Entstehungsgeschichte schlechthin. Ich frage mich ob den einige im Geschichtsunterricht geschlafen haben.

17:41 von gulibert

Auch wenn die die EU nicht das Paradies ist,wer frei wählen kann wird sich immer noch für Europa entscheiden.
Sie fragen noch nicht mal nach, für welches Europa.
Wer konnte sich da frei unter einer Vormundschaft aus Brüssel entscheiden. Ich,jedenfalls bin nicht gefragt worden,schon gar nicht zum €,zu den Verträgen von Lissabon. Wer ist überhaupt demokratisch legimentiert,über existentille Vorgänge in der
EU zu entscheiden. Z. B. Kredite nach politischem Wohlverhalten zu vergeben.
Sind die Südländer mehrheitlich damit einverstanden,das soziale Standards geschleift werden,das das Gesundheitswesen in die Nähe von Drittländern geführt wird?
Europa,eigentlich eine gute Idee,schlecht nur für die,die der Idoologie wegen,die dahintersteckt,
ständig zur Kasse gebeten werden.

Wahrheit!

Lügen können Kriege in Bewegung setzen, aber Wahrheiten hingegen können ganze Armeen aufhalten.

Otto von Bismarck

Steht auf für die Wahrheit!

Korrekturen

die lage in der ostukraine ist in etnischer sicht viel komplexer als auf der krim - daher ist jegliche russische agression ausgeschlossen, da könen deutsche bzw. westliche medien ruhig bleiben.

Stattdessen wäre es viel nützlicher, sich zu klären, was unter dem begriff "die Ostukraine" auch hier in Deutschland verstanden ist: Odessa z.b. liegt im südwestlichsten teil des land - und gehört doch zu den rebellierenden "Ostgebieten". Sogar die Krim liegt aus der sicht der westlichen medien nur seit rund einem monat nicht mehr im "Osten" - letzendlich. Und überhaupt, warum muss unbedingt etwas radikales im immer noch zu wenig bekannten Osteuropa passieren, damit die westeuropäer ihre kenntnisse über diese region korrigieren ?

Klingt beruhigend

Zuerst einmal sei der TS dafür gedankt, daß sie einen Journalisten vor Ort hat und sich nicht auf die täglichen Pressemeldungen aus dem "Ukrainian Crisis Media Center" verlässt.

Nach dem, was Herr Hahn so berichtet, scheint es aber recht ruhig zu sein.
Und weil es dort so ruhig ist, scheint mir auch die Panikmache vor einer russischen Invasion übertrieben zu sein.

Das gäbe viel Zeit, sich mit den Forderungen und Sorgen der Protestierer zu beschäftigen.

Komisch

Es ist erst Wochen her da hat eine, ebenso, kleine Gruppe die selben Tätigkeiten an den Tag gelegt und diese wurden von den West-Medien als liebe, für Freiheit und Demokratie, kämpfende Demonstranten dargestellt.
Jetzt, da sie natürlich nicht dem Westen treu gesinnt sind, sind es böse Terroristen.
Aber das kennen wir ja, das mit der West-Propaganda und dem unterschiedlichen Anlegen von Maßstäben für gleiche Tätigkeiten.

Verbrechen die mir dienen = gut
Verbrechen die mir nicht dienen = böse

Nicht die kleine Gruppe

Nee, nicht die kleine Gruppe schürt große Ängste. Aber Arbeitgeber dieser Gruppe in Moskau schon.
Schließlich kann so ein trojanisches Pferd dazu führen, dass die russischen Streitkräfte Donezk einnehmen und wie in Krim ein "Referendum" unter Verwaltung der russischen Armee durchführen.

17:58 von Die Ukraine ist...

Sie vergleichen die Situation in Charkiw mit der auf dem Maidan:
"... Gut so! ...dass endlich "aufgeräumt" wird in Donezk..." und
"Als Hunderttausende auf den Maidan gegangen sind ..."
Es ist nicht schön, dass auf dem Maidan nicht aufgeräumt wurde! Dort sind Menschen umgekommen. Ich bringe mir wieder die brennenden Polizisten ins Bild und bin entsetzt, dass so etwas geduldet werden soll. Wenn in einem Land der Wechsel einer Regierung (Das Parlament und der Präsident waren rechtmäßig gewählt!!!) mit Toten und Verletzten einhergeht dann hat sich in diesem Land die Demokratie erledigt. Für lange Zeit oder sogar für immer!

@17:38 von licht_bringer

Bitte bleiben Sie bei der Wahrheit und schauen sich mal die Rede der Frau Nuland an. Ist ueberall im Internet. Die USA haben seit 1991 !! 5 Milliarden USD in die demokratische Entwickung in der Ukraine gesteckt. Das hat nicht viel mit Maidan zu tun.

Russland zieht die Fäden

Journalisten aus ganz Europa (z.B. aus der Schweiz) bestätigen klar, dass im Osten der Ukraine bezahlte und aufgestachelte Provokateure aus Nachbarregionen am Werk sind und dass russische Hintermänner hier die Fäden ziehen. Freier und kritischer Journalismus, wie von der ARD, ist da eher störend.

Wenn Russland dieses Spiel weiter spielt, dann wird es für den demokratischen und wirtschaftlichen Neuanfang der Ukraine und für eine vorsichtige Annäherung an Europa ganz schwer.

Jetzt also doch die Mehrheit?!?!?!

Es scheint also doch die Mehrheit auf der Krim für eine Wiedervereinigung gestimmt zu haben, so zumindest Herr Hahn in diesem Interview!

Aus dem Interview (Stand 18:45):
"Aber anders als auf der Krim stehen sie aber nicht für den größeren Teil der Bevölkerung. Ich bin nicht mal sicher, ob sie den größten Teil der russisch-sprachigen Mehrheit repräsentieren."

@18:07 von 123unddubistfrei

Und in einem foederalen Staat kann sich auch keine Region mal so eben eigenstaendig abspalten. Aber da schauen Sie natuerlich in die andere Richtung, oder ?

Schlägerei im Parlament

heute, nach der Rede eines kommunistischen Abgeordneten, stürmten Leute von Swoboda nach vorne und prügelten auf die Abgeordneten ein.
Soviel zur demokratischen Lage in diesem "Parlament". Swoboda wird seine Macht nie freiwillig abgeben, egal wie Wahlen ausgehen. Warum haben die neuen Herrn in Kiew so viel Angst vor Parlamentswahlen? Je länger es dauert, um so schlechtere Karten haben sie doch. Je mehr Auflagen ala´ IWF das jetzt schon arme Land noch ärmer macht, wird es einen neuen Maidan geben. Einen Armutsmaidan, mit mehr Leuten,als der Regierung lieb sein wird.

Wie sieht eigentlich Putins Duma-Beschluss aus?

Sorry - nur eine Sachfrage:

Weiß jemand, wo der Gesetzestext steht, der extra für den "Beitritt" der Krim in Rußland formuliert wurde?

Ermöglicht dieses Gesetz überhaupt, dass nun Stückchenweise die halbe Ukraine "bei tritt"?

Könnte nun auch Griechenland Rußland beitreten ...oder Nord-Korea z.B.?

Russland muss diese agents

Russland muss diese agents provocateurs gar nicht "steuern" oder "bezahlen"... diese Leute können das ebenso aus sich heraus tun... als "übereifrige Gefälligkeit", oder aus innerer Überzeugung und vorauseilendem Gehorsam.
-
Diese "übereifrigen" Leute wären im Übrigen viel gefährlicher, da sie sich auch nicht zurückpfeifen lassen.

@Sam Urai

Es darf niemals einen Grund geben, Journalisten bei ihrer Arbeit zu attackieren. Solche Angriffe sollte man auch nicht rechtfertigen oder schönreden, nur weil einem deren Moskau-kritische Berichterstattung nicht gefällt.

Faszination Ukraine

Entlich einer mit guten Geschichte Kenntnissen. An der Gründung der Ukraine waren Russen maßgeblich beteiligt.

@Phonomatic Knallköppe ja aber auf allen Seiten!

Na ja, die Aufmärsche des rechten Sektors am Maidan waren m.E. weit abschreckender. Allerdings gebe ich ihnen in einem Punkt recht, mit dem Anschluss an Russland wird es in Donetsk auf diese Weise nichts. Nur Russland will diesen Anschluss auch gar nicht, da man in Ruhe abwarten kann, bis die Chaos-Companie in Kiew ihren restlichen Vertrauensvorschuß verspielt haben. Dann werden sich ganz von allein Mehrheiten für eine anti-westliche Ukraine finden. Ein Anschluss wäre den Russen viel zu teuer...
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Die Spaltung scheint mir eher die Life-line der Machthaber in Kiew, die sich nur solange halten können, als sie die Russische Gefahr beschwören und u.U. eine geordnete Wahl im Osten verhindern. Wir werden ja sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Moskau warnt ja seit Monaten vor der Spaltung und Timoschenkos Rhetorik war ein glatter Beweis wie sehr dies stimmt.

@licht_bringer:

... und teilweise wurden sie von außen gesteuert. 5 mrd von usa.

Die 5 Milliarden (Dollar oder Rubel?) geistern zwar seit Wochen durch die russischen Boulevard-Zeitungen und Kreml-nahe Webseiten. Aber das heißt noch lange nicht, dass sie etwas mit der Realität zu tun haben.

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