Ihre Meinung zu: EGMR verhandelt über Burka-Verbot in Frankreich

27. November 2013 - 4:57 Uhr

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat über das Tragen der Burka verhandelt. Frankreich hatte den Vollschleier als "Zeichen der Unterwerfung der Frau" verboten. Die Klägerin fühlt sich dadurch diskriminiert.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.166665
Durchschnitt: 2.2 (6 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Burka

In Deutschland herrscht ein Vermummungsverbot. Wenn Burkas erlaubt würden, würde das dem Terrorismus Tür und Tor öffnen. Nicht wir müssen uns unseren ausländischen Gästen anpassen, sondern die sich uns.

Toleranz - grenzenlos?

Trotz aller politischer Unkorrektheit: Kinder laufen so rum, um andere Leute zu erschrecken! Und so war auch meine erste Reaktuion auf dieses Bild. Und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit und die Einengung des Sehfeldes dient also der Selbstverwirklichung der Frauen? Denk, denk... Müssten wir es dann auch hinnehmen, wenn die öffentliche Selbstgeisselung wieder in Mode käme? Wo sind die Grenzen? So sieht also die "universelle Verwirklichung der Menschenrechte" aus? Nein danke! Auch wenn die meisten Menschen nicht mehr in die Kirche gehen, haben doch fast alle noch ein christliches Menschenbild. Und DAS sollte für UNS massgeblich sein! Und nicht die obskuren "Erfindungen" selbstherrlicher Religionsfürsten, die sich offenbar nicht einmal aus den Urschriften herleiten lassen!

Lebensart der Bevormundung

"Der französische Gesetzgeber will mit seinen Vorschriften westliche Lebensart schützen."
.
Was besagt denn diese Lebensart?
.
Offenbar doch, dass der Gesetzgeber besser weis, was für Menschen gut ist, als die Menschen selbst.
.
Kurz und bündig doch heißt das doch, dass die Menschen nach der Pfeife der jeweils Mächtigen tanzen sollen und damit Basta.
.
Toleranz heißt aber, die Menschen so leben zu lassen wie sie wollen.
.
Wer die wirklichen Probleme der sozialen Sicherheit der Bevölkerung nicht anpacken will oder kann, der sucht sich eben einen Spielplatz wie Burka, Homosexualität, Maut, Terror, usw.
.
Bevormunden, Ablenken, Ignorieren, Verdängen, Wichtigtun: Diese europäische Lebensart, die mag ich nicht.

Grenzen

Die Grenze der Demokratie ist ihre Abschaffung.
Und genauso:
"Denn das Ziel müsse die universelle Verwirklichung der Menschenrechte sein."
Die Grenze der garantierten Freiheit muss die Abschaffung der Freiheit sein.
Niemand darf doch unter dem Deckmantel der garantierten Religionsfreiheit das Recht bekommen, die Rechte und Freiheit anderer einzuschränken.

Religionswahn

Irgendwo muss diesem idiotischen Religionswahn doch mal eine Grenze gesetzt werden - zumindest in Europa! Wir leben doch nicht mehr in der Antike!

An den Tatsachen vorbei

Grundsätzlich ist Selbstbestimmung durch die Frau immer zu begrüßen, ich denke aber auch dass ein Verbot der falsche Weg ist, mit Gewalt klappt es selten.

Wie werden die arabischen Familien die man im Visier hat, also die bei denen die Frau zum Tragen der Burka gezwungen wird, wohl reagieren ? Vermutlich nicht so dass Frau diese plötzlich ablegt um dann der westlichen Lebensart zu frönen (besonders wenn man bedenkt dass es Allah ihrer Ansicht von ihnen verlangt, damit verstossen sie entweder gegen ein weltliches oder ein göttliches Gesetz). Eher so wie beschrieben, die Frauen verlassen die Häuser garnicht mehr.

Es gibt hier keine einfache Lösung, wenn dann noch am ehesten Aufklärung in den Schulen, auch wenn dies lang und mühselig ist, es hat mehr Aussicht auf Erfolg.

Wer schützt mich eigentlich vor der Dummheit meiner Mitbürger denen es egal ist dass Rechte auf Privatsphäre mit den Füssen getreten werden, aber vor einem völlig unwahrscheinlichen Ereignis Angst haben ?

@06:12 von osiwahn: Grenzen

"Niemand darf doch unter dem Deckmantel der garantierten Religionsfreiheit das Recht bekommen, die Rechte und Freiheit anderer einzuschränken."

Tja, gerade das ist das erfolgreiche an dieser perfiden Strategie: Wenn es die Betroffenen doch selbst fordern! Klappt in anderen Bereichen genauso gut, z.B. bei Briefzustellern, die GEGEN höhere Löhne protestieren, weil sonst der Arbeitgeber droht, den Laden dichtzumachen. Womit droht der Islam?

Soll uns eigentlich auch egal sein und steht uns wohl nicht einmal zu, die Verhältnisse in anderen Zivilisationen zu kritisieren. Aber einen Rückschritt der Menschenrechte in Europa durch eine Behandlung der Frauen wie Sachen (soll in einigen islamischen Ländern so üblich sein) sollten wir keinesfalls hinnehmen!

@06:07 von ea

"In Deutschland herrscht ein Vermummungsverbot."

Welches allerdings nur bei Versammlungen zählt. Im übrigen gibt es auch ein Uniformverbot.

Falls es an Ihnen vorbei gegangen sein sollte. Burkas sind in Deutschland nicht verboten.

Religionsdiskriminierung

Zu Anfang wollte ich erwähnen, dass ich keiner Religionsgemeinschaft angehöre und auch nicht glaube, dass eine Übermacht uns kontrolliert, steuert oder sich um uns kümmert.
Trotz dem respektiere ich die Religionsfreiheit.
Zu Burka: Ja. Dieses religiöse Zeichen wird auch missbraucht um Frauen zu kontrollieren. Hier aber jeder Frau und jedem Mann genau das vorzuwerfen ist diskriminierend. Den dieser Vorwurf sagt, dass keine Frau es je freiwillig machen würde. Und das ist Unsinn. Auch wenn es manchem ungeheuer ist, es gibt Menschen, die religiös sind und ihre Religion auch ausleben. Auch Frauen gehören dazu. Manche lassen sich in Gebäude einsperren, legen Gelübde ab und beten zu einer Figur, die an einer Konstruktion, die zur Tötung von Menschen gedacht war, hängt. Andere Frauen entscheiden sich komplett zu verschleiern.
Mit einem Burka-Verbot sollten auch Klöster verboten werden. Wäre das aber richtig? An die Atheisten hier: Atheismus ist auch eine Form des Glaubens.

es werden mehr frauen DURCh die Burka diskriminiert

hier klagt eine Frau (oder Ihr Mann indirekt?), daß sie sich durch ein verbot der Bruka diskriminiert. Was ist aber mit der großen Zahl an Frauen, die sich DURCH die Burka diskriminiert fühlen- dies aber nie vor einem Gericht äußern könnten oder dürften, da sie sonst um ihr Leben fürchten müßten (auch mittlerweile hier in Europa)? Was ist mit den vielen frauen, für die das Burkatragen ein Zwang und eine Unterdrückung ist? Was ist mit den vielen Frauen, die auf dieses Weise unterdrückt werden, die in ihren Heimatländern in brütender Hitze diese Verhüllung tragen müssen und denen hier bei uns damit eine sinnvolle Integration im Keim erstickt wird?
Interessant, daß sich keinerlei Burkazwang, ja nicht einmal das Kopftuch- Tragen irgendwo im Koran findet. Doch diesen Frauen, denen oft auch noch Bildung, Lesen und Schreiben verwehrt wird, wird oft auch eine eigene kritische Auseinadersetzung mit dem Koran untersagt...

Das ist ein schwieriges Thema

Das ist ein schwieriges Thema und ich bin mir nicht sicher auf welcher Seite die Juristen schlussendlich landen werden.

@ea das Vermummungsverbot gibt es nur bei Demonstrationen. In Burka zu Demonstrieren ist also untersagt, in anderen Situationen des öffentlichen Leben ist sie allerdings erlaubt.
"Nicht wir müssen uns unseren ausländischen Gästen anpassen, sondern die sich uns." Dem stimme ich zwar ideologisch zu, hat aber in dieser Diskussion nichts verloren. Wenn eine Frau aus einem religösen Grund heraus meint sich eine Burka anziehen zu "wollen" ist ihre Herkunft irrelevant.

Islamisten nach Hause schicken

Wer so scharf darauf ist, den Islam in der härtesten Form auszuleben, mit Unterdrückung der Frau und dem ständigen Kampf gegen die Ungläubigen, nämlich den christlich geprägten Bürgern, der gehört mit Sicherheit nicht hierher. Diese Klientel hat meiner Meinung nach kein Gastrecht in Deutschland verdient, da dieses Verhalten schlicht verfassungsfeindlich ist.
Daher sollte man über umfassende Abschiebungen nachdenken.

@osiwahn

"Die Grenze der Demokratie ist ihre Abschaffung."
...
" Die Grenze der garantierten Freiheit muss die Abschaffung der Freiheit sein."

Und Sie haben es so schön angefangen. Und dann kam das:
" Niemand darf doch unter dem Deckmantel der garantierten Religionsfreiheit das Recht bekommen, die Rechte und Freiheit anderer einzuschränken."

Dabei haben Sie es doch selber schon gesagt: Die Grenze der Freiheit ist deren Abschaffung. Die Burka ist, ob Sie es nun begreifen wollen oder auch nicht, ein religiöses Symbol, genau so, wie es das Habit (Nonnentracht) ist. Hier wird die Freiheit der Frauen ihre Religion auszuleben eindeutig abgeschafft. Und Sie heißen das gut.
Und dabei haben Sie so gut angefangen...

Burkaverbot reicht nicht!

Burkaverbot reicht nicht. Falls Frauen in der Folge zu Hause eingesperrt bleiben, muß dies die Bestrafung der jeweiligen Männer wegen Freiheitsberaubung nach sich ziehen. Religiöse Institutionen, die die öffentlich fordern müssen ebenfalls bestraft werden.

Warum burka verbot? Also ich

Warum burka verbot?
Also ich sehe keinen Grund den burka zu verbieten. Man sollte sich um andere wichtigere Sachen kümmern, burka schadet keinen.

@ea

"Wenn Burkas erlaubt würden, würde das dem Terrorismus Tür und Tor öffnen."
Worauf stützen Sie eigentlich ihre abenteuerliche Behauptung? Wie viele Terroranschläge durch Frauen in Burkas gab es bislang in Europa?
Wissen Sie was an Terroranschlägen wichtig ist? Der Terror. Dadurch verlieren die Menschen ihren Verstand.
Dabei sind alleine die Deutschen Ärzte die besseren Terroristen. Die bringen jedes Jahr durch Ärztepfusch mehr Menschen um, als es bislang den Terroristen durch Anschläge gelang. Trotzdem haben Sie offenbar mehr angst vor den Terroristen als vor Ärzten, oder LKW Fahrern, oder...

Merken Sie was? Die Terroristen haben bei Ihnen bereits gewonnen.

Gegen Verbot

Bei aller Verachtung gegen jegliche Religiösität halte ich ein Burka-Verbot unangebracht. Jeder sollte selbst entscheiden können was er anzieht. Am Ende werden sonst noch Weihnachtsmannkostüme und sämtliche Werbe- & Faschingskostüme verboten, wo kämen wir denn da hin wenn uns gesetzlich vorgeschrieben wird was für Sachen wir anzuziehen haben?

Frage

Kann jemand, der sich so diskriminiert fühlt, in einem Land ohne Sharia-Rechtssprechung leben? Einen solchen Staat akzeptieren?

Wenn nein, empfiehlt sich die Abwanderung in ein solches Land. Parallelgesellschaften spalten das Land. Wir (EU) wollen aber zusammenwachsen, und nicht längst überwundene religiöse Kluften erneut auftun, nur unter dem Halbmond statt unter dem Kreuz.

Und die Verschleierung ist der umgesetzte Versuch, Frauen aus dem öffenntlichen Leben fern zu halten (welchen Zweck hat das Anonymisieren / Verstecken sonst?).
Wie kann man den Versuch diese Abgrenzung per Gesetz zu verbieten, nun als genau solche Ausgrenzung hinstellen?

@. ea

" Wenn Burkas erlaubt würden, würde das
dem Terrorismus Tür und Tor öffnen"

Also, nun wollen wir doch mal auf dem
Teppich bleiben.
Sie tun ja gerade so, als wären wir von
lauter Terroristen umgeben.

Erst einmal bezieht sich das sog. Vermum-
mungsverbot im Wesentlichen auf Demon-
strationen.

Zum Anderen vermummen sich bei Über-
fällen bereits die überwiegenden Straftäter
- keine Terroristen - .
Auch die deutsche Polizei vermummt sich
bei bestimmten Einsätzen.

Und zum Anderen gehen Sie mal in dieser
Jahreszeit durch die Straßen und sehen
Sie sich mal die vielen mit riesigen Schals
und anderen Kleidungsstücken vermumm-
ten Passanten an.

Handelt es sich dabei nach Ihrer Auffas-
sung dabei um potentielle Terroristen?

Die Burka hat mehrere Zwecke

1. Die (anerzogene)Unterwerfung der Frau unter religiöse UND familiäre Regeln beginnt bereits im Kindesalter. Die Burka ist deren äusserlich sichtbare Vollendung. Sie lässt sich auch nicht mehr rückgängig machen, da eine freie Wahl aus eigener Überzeugung nicht geduldet wird.

2. Die Burka ist ein kostenloses und wirksames Werbemittel für die gesamte Umwelt ausserhalb der Burka. Sie brennt sich in die Gesellschaft ein und demonstriert, welche Macht die Religionsführer und deren Gefolgsleute über das Individuum besitzten und ......wie zumeist machtlos die Frauen dem gegenüber stehen. Und es gibt nichts Vergleichbares, was Männer betrifft, denn es gilt ja Frauen zu unterdrücken und nicht sich selbst.

Daher ist die Burka abzulehnen.

@. WattenKnall

"Kinder laufen so rum, um andere Leute zu
erschrecken!"

Umgekehrt kann auch ein Schuh draus
werden?

Wie erschreckt müssen manche Kinder sein,
wenn sie in einem katholischen Krankenhaus
nach einem Unfall aufwachen und plötzlich
diese vermummten Nonnen zu Gesicht be-
kommen?

Hinzu kommt dann noch der Anblick der am
Kreuz gefolterten Gestalt in ihrem Rücken
an der Wand oder über dem Bett gegenü-
ber.

keine Bedrohung von Burka Trägerinnen im öffentlichen Raum

Problematisch ist die Burka in der Arbeitswelt und in Ausbildungen. Wenn eine Burka-Trägerin Sozialhilfe beantragt und mit Burka keine Arbeit ausüben kann, auch am Fließband nicht.
Es geht vielleicht auch um Anpassung an hiesige Sitten. Allerdings meine ich, daß eine Burka nur im Straßenbild zu ertragen anderen schon zuzumuten ist.

Durch ein Verbot diese Frauen zu befreien, weil man selbst besser weiß was für sie gut ist, das ist in sich widersprüchlich. Verbote dienen dazu, daß Regeln eingehalten werden und nicht um zu befreien. Gegen Männer oder auch Verwandte - das können auch weibliche Verwandte sein, die zwingen richtet ein Verbot nichts aus. Dann betreten diese Frauen den öffentlichen Raum nicht mehr und kommen nicht einmal zum Arzt.
Wo soll ein Zusammenhang zwischen Burka und Terrorgefahr sein? Meist legen Männer die Bomben, und die werden dazu kaum eine Burka tragen. Terroristen planen ihre Anschläge unauffällig. Da eignet sich die Burka nicht.

1. Religiöse Gründe für die Burka gibt es nicht. Ausdrücklich sind Hände, Füße und Gesicht ausgenommen von der - sicherlich von jedem selbst zu interpretierenden -(symbolischen) Pflicht=Demut - ein Tuch über den Kopf zu ziehen.

2. Wenn in der Öffentlichkeit Zeitgenossen meinen, sich völlig anonym bewegen zu dürfen, beschränke ich damit die Freiheit des nächsten ohne Gesichtsverhüllung, da dieser völlig im Dunkeln gelassen ist, wer neben ihm steht, wie derjenige einzuschätzen ist, ob Gefahr droht.

3. In meinen Augen ist das Burkatragen in westlich geprägtem Umfeld eine Demonstration seiner Religion, die weit über ein einfaches Bekenntnis hinausgeht. Es ist eine Absonderung, die impliziert, überlegen zu sein.

Aus diesen Gründen gilt meiner Meinung nach das Verhüllungsgebot in Deutschland auch für Burkas, wird aber genau wie das winterliche Schalumbinden, oder Tragen eines Motorradhelms kulant geregelt. Bei Ausweiskontrolle sind aber die Gesichtsverhüllungen abzunehmen.

@ Der Hesse

Der beschte Kommentar, der meine Augen geöffnet hat. Danke!

>> den Islam in der härtesten Form auszuleben
--> Wie gut kennen Sie den Islam? Mehr als das, was Sie im Bild, auf Wikipedia lesen und auf RTL sehen?

>> mit Unterdrückung der Frau
--> Genau, das passt genau ins Bild; alle Muslime verprügeln ihre Frauen. Ach übrigens, mein Nachbar sitzt gerade in U-Haft, weil er seine Frau bis zur Unkenntlichkeit geschlagen hat. Nein, kein Muslim! Deutscher mit christlicher Prägung, Akademiker, also so einer, von dem man es nicht erwarten würde.

>> ständigen Kampf gegen die Ungläubigen
--> Puuh, gerade noch so bin ich einem Selbstmordattentäter entkommen, dem ich beim Tanken soeben nicht mit "Alaikum salam" zurückgegrüsst habe.

>> kein Gastrecht in Deutschland verdient
--> Tja, das Problem ist, dass die meisten Muslime gar keine Gäste (mehr) sind. Ein waschechter bayerischer Muslim. Tja, den gibts, fragen Sie mal Django Asül.

PS: Fragen Sie einen Muslim Ihres Vertrauens ;-)

@ Demo-Kratie

Nicht alle Frauen, die eine Burka oder ein Kopftuch tragen, werden zu Hause eingesperrt.

Vielmehr verwehrt die Gesellschaft jenen Frauen, die ein Kopftuch tragen, die Teilhabe am öffentlichen Leben.

Ich kann Ihnen, aus meinem Verwandten und Bekanntenkreis, ein Dutzend Fälle nennen, wo junge, dynamische, selbstbewusste und erfolgreiche Frauen keinen Job bekommen haben, weil sie ein Kopftuch tragen. Die Begründung seitens des beworbenen Arbeitgebers ist entsprechend eindeutig: Kopftuch runter, Job Ja, Kopftuch nicht runter, Job Nein.

Wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir alle Anhänger einer Religionsgemeinschaft verteufeln, brandmarken und unter Generalverdacht stellen. Das ist einfach und kann, wie unsere Geschichte uns lehrt, auch weitaus üblere Zustände nach sich ziehen (siehe Juden im III Reich !!!).

Aus Erfahrung weiß ich: Es ist wirklich nicht einfach ein Muslim in Deutschland zu sein. Und das Schlimme: Es wird noch schwerer!

Ganz Ihrer Meinung!

Ich habe auch mehr Angst vor Ärzten als vor Burkaträgern.

Bin gespannt, zu welchem Schluß

die Menschenrechtgerichtsrichter kommen. Wenn sich die Klägerin durchsetzt, werde ich mich auf der nächsten Demo ebenfalls vermummen - aus religiösen Gründen natürlich. da lasse ich dann die Frau in mir vollkommen zur Geltung kommen. Da mittlerweile Beschneidung in D keine Körperverletzung mehr ist, religiöses Recht also ÜBER dem bürgerlichen Recht steht (womit über 200 Jahre Aufklärung einfach in den Orkus getreten wurden), brauche ich mir auch keinerlei Gedanken über eventuelle Auseinandersetzungen mit der Polizei zu machen - ist schließlich alles religiös motiviert. Werde ich angeklagt, wende ich mich an das Menschenrechtgericht, weil meine Religionsfreiheit in unzumutbarer Weise mißachtet wurde.

Nach kritischer Beurteilung wenn nicht aller so doch der meisten Faktoren, komme ich zu dem Schluß, daß das Hauptübel in der mittlerweile grenzenlosen Freiheit des einzelnen Individuums zu suchen ist.

Ich bin kein Coran Gelerter

Trotzdem glaube ich mich zu erinnern, dass die Burka dort mit keinem Wort erwähnt wird.
Trifft dies - wie ich glaube- zu, dann handelt es sich bei dieser Verkleidung mit Nichten um einen Teil eines Glaubenssystems sondern einer Kulturellen Geflogenheit.
Man könnte dann argumentieren, dass es kulturelle Geflogenheit einiger Stämme des Amazonas ist nackt herum zu laufen. Trotzdem bestehen in vielen Ländern der EU Gesetze, die Nacktheit in der Öffentlichkeit verbieten. Warum also nicht generell eine Ganzverschleierung?
Die Diskussion ist akademisch

Religions-"Freiheit"?

Ich bin gegen eine universelle Religionsfreiheit, denn dies öffnet allen möglichen Aberglauben und schädlichen Verhaltensweisen Tür und Tor. Was ist mit der Sharia, mit Selbstgeißelungen, was ist mit dem morgendlichen Abspielen von lauten Gebetsbändern, was ist mit der dynamischen Meditation morgens um fünf in der Nachbarschaft usw.? Nein, ich will in keiner Gesellschaft leben, in der religiöse Anarchie herrscht. Wenn schon Leute glauben, irgendwelchen Aberglauben anhängen zu müssen, dann bitte so, dass ich damit nicht konfrontiert werde. Burkaträgerinnen stellen für mich einen Affront dar: Das Tragen einer Burka ist DAS Symbol der Unterdrückung der Freiheit, ist DAS Symbol der Herrschaft des Mannes über die Frau. Nein, dies soll und darf nicht Bestandteil meiner Kultur werden!

Menschenrecht mit Burka ?

Es dürfen Zweifel angemeldet werden, ob es ein "Recht" auf die Burka geben darf. Stellt man doch fest, dass dies Kleidungsstück überall dort zum Einsatz kommt, wo es gerade um die Verweigerung von Menschenrechten geht (siehe Afghanistan oder Arabische Halbinsel). Die Anrufung des Gerichtshofes für die Menschenrechte hat schon etwas sehr Seltsames. Wir sollen in Europa ggfs. etwas verteidigen, was in der muslimisch geprägten Welt des Nahen Ostens und darüber hinaus täglich mit Füßen getreten wird ? - Die Religionsfreiheit !
Sollten wir nicht gerade in Europa der Tendenz islamis(tis)cher Kreise entgegentreten und alles abweisen, was die Menschenrechte der Frauen dort so stark beschneidet ? Wenn dort Millionen Frauen mit einem Kleidungsstück um ihre Freiheit gebracht werden, sollen wir dann hier just dieses akzeptieren ? Kopftuch, o.k., aber Burka - niemals !

Religiöser Aberglaube...

... - gleich welcher Art - ist die Geisel der Menschheit. Und Toleranz und Freiheit hören dort auf, wo Toleranz und Freiheit mit Füßen getreten wird. Ich finde, sehr verschiedene Kulturen sollten sich nicht zu sehr vermischen - wie schön ist es, jemandem aus der ferne Respekt zu zollen. Islam und die westliche Lebensweise der individuellen Freiheit - das passt einfach nicht zusammen. Je näher man sich kommt, desto schwerer fällt es, sich gegenseitig zu respektieren. Wir sollten daher danach streben, uns räumlich so weit wie möglich zu trennen, soll heißen: In getrennten Staaten zu leben.

Also für mich ist die höchste

Also für mich ist die höchste Form der Unterdrückung einer Frau, wenn sie durch gesellschaftliche Vorstellungen halb nackt rumlaufen müssen, damit sie annerkannt und bewundert werden.

@eli: "persönliche Freiheit ..."

"persönliche Freiheit endet, wo die Freiheit des nächsten beginnt"

Eben - und darum gibt es da nichts zu verbieten. Ihre Freiheit wird nicht verletzt.

"eine Demonstration ... die weit über ein einfaches Bekenntnis hinausgeht."

Mag sein - na und? Welche Ihrer Rechte werden davon beeinträchtigt?

Ich bin nicht unbedingt ein Freund einer Religions-Auslegung, die derartige Vermummung erfordert. Das ist aber kein Grund, anderen Leuten irgend etwas zu verbieten.

Letztlich geht es darum: wer "westliche Freiheit" propagiert, muss die auch für alle fordern. Auch für Haltungen, die nicht seiner eigenen entsprechen.

Burka schadet keinem

In unserm Grundgesetz Artikel 3, Absatz 2 steht:
"Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."

Um diesen Nachteil endlich zu beseitigen
fordere ich die Burka für alle (...Männer, die ihre Frauen in die Burka hineinzwingen)!!! lol

@rowik - Sie treffen es auf den Punkt!!!

Ich finde den Kommentar Klasse. Hoffentlich stuft man Sie nicht als ausländerfeindlich oder intolerant ein. Unter dem Deckmantel von Toleranz und was weiß ich noch alles, werfen wir sehenden Auges 100 Jahre "Gleichberechtigung" in den Mülleimer, stellen die Regionsfreiheit über die Menschenwürde usw.
Wir wollen eine offene Gesellschaft - wird ja auch immer wieder propagiert. Eine Gesellschaft entwickelt sich weiter, das darf und das muss eine Religion auch. Die Christen machen das vor (bin selbst konfessionslos). Offenheit bedeutet aber auch, dass ich meinem Gegenüber im Gespräch ins Gesicht schauen möchte, damit ich die Wahrheit der Aussage ggf. in der Mimik erkenne. Will man aber hier nicht. Der westeuropäische Kulturkreis ist historisch gewachsen. Unsere Leitlinien sind im Grundgesetz verankert. Wer hierher kommt, muss sich diesen beugen. Das Grundgesetz ist die Norm. Eine Abweichung (Toleranz) davon ist inakzeptabel. Integration klappt also nur über partielle Assimilation.

@AdrianBe: Wer sagt Ihnen,

@AdrianBe: Wer sagt Ihnen, dass die Männer die Frauen dazu zwingen? Führen sie das selber durch? Oder kennen Sie mehr als die Hälfe der Muslime (700 Mio.) persönlich und wissen, dass diese es zwanghaft durchführen.
Aussagen wie Ihre spalten die Menschen mehr und müssen abgelehnt werden.

Wofür alles die "Religionsfreiheit" herhalten soll

Die Religionsfreiheit hat ausschließlich mit dem Bekenntnis zu tun. Früher hatte der Staat vorgegeben, was der Untertan zu glauben hat, dann kamen die großen Religionskriege, dann die "Erkenntnis": Es herrsche nun Religionsfreiheit, und ohne staatliche Strafe darf der Untertan nun sagen und sein Bekenntnis ablegen, ob er Katholik oder Evangelisch ist.

Die Vollverschleierung hat mit der "Religionsfreiheit" nichts zu tun.

Zumal fast jedes westliche Land ein Verschleierungsverbot auf öffentlichen Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen ausgesprochen hat, aufgrund von Erfahrung.

Ich denke zudem, dass der Mann seinen Besitzanspruch über eine Frau in dieser eindeutigen Sack über Kopf Methode manifestieren will. Es ist ein Unterdrückungsmoment.
Seltsam finde ich, dass man solche Offensichtlichkeiten noch diskutieren muss.

Anglizismen (und Burka) in Frankreich

In Frankreich hat die französische Sprache Verfassungsrang. Artikel 2 der Verfassung vom 4.10.1958 besagt: " La langue de la Republique est le francais". Oberster Sprachhüter ist die 1635 gegründete Académie Française.

Und das Kleidungsstück in Frankreich kann alles andere sein - nur nicht die Burka.

Unterwerfung hin, Unterwerfung her. Es geht den französ.Gesetzeshütern um die Bewahrung ihrer Tradition u. deren Werte.

Das versucht doch jeder in seinem Land, oder?

Anders als Kopftücher und

Anders als Kopftücher und Nonnengewänder, mit denen einige Kommentatoren die Burka hier in einen Hut werfen, verdeckt die Burka auch das Gesicht. Ich kann einer Nonne und einer Kopftuch tragenden Frau bei einem Gespräch in die Augen sehen und kann an ihrer Mimik sehen, wie sie auf das reagiert, was ich sage. Das kann ich bei einer Burka tragenden Frau nicht. Damit behindert die Burka eine Kommunikation der Frau mit allen anderen Menschen massiv. Es mag die eine oder andere Frau geben, die aufrichtig die Burka als Teil ihrer Selbstverwirklichung sieht. Das ändert aber nichts daran, dass die Burka generell Frauen als Individuen unkenntlich macht und damit im öffentlichen Raum verschwinden lässt, dass diese Auswirkung in Afghanistan und Saudi Arabien mit der Unterdrückung von Frauen einher geht, und dass die Burka nicht-verbale Verständigung fast ganz verhindert. Ich finde nicht, dass die Interessen vereinzelter Frauen diese gravierenden Nachteile aufwiegen.

Toleranz u.Achtung

Letzten Sommer begegnete ich auf einem Spaziergang einem muslimischen Paar,sie
schwarz verhüllt,er in kurzen Hosen und T-Shirt.Ich machte mir da schon meine Gedan-
ken,wem die brütende Hitze wohl mehr zusetzt.
Meine Gedanken hierzu sind aber belanglos: Über Allem steht Toleranz (ein Wort,das
mir eigentlich nicht gefällt,da es vom lat.Sinn her "ertragen"bedeutet)daher trifft
"Achtung" die Geisteshaltung besser,die mE.hier angebracht ist:
Die Achtung des Andersdenkenden.
Wir sollten in gutem Vorbild vorleben,was wir auch von anderen erwarten.
Der Staat redet schon in allzuviele Bereiche hinein,Hier hat er nichts zu suchen!

Einerseits kann ich

Einerseits kann ich verstehen, wenn sich Frauen in Ihrer Religionsfreiheit eingeschränkt füehlen, wenn Sie die Burka nicht tragen dürfen. Andererseits ist die Burka, noch nicht einmal die weibliche Verschleierung, im Koran in irgendeiner Weise vorgeschrieben. Deswegen ist das mit der Religionsfreiheit schon so eine Sache.

Ausserdem muss man sich immer der Vorbildswirkung bewusst sein. Möchte ich, dass meine Kinder in einer Welt aufwachsen wo sie es für normal halten, dass eine Frau einen niedrigeren Rang als der Mann einnimmt?

Ich finde man sollte es halten wie mit der Pornografie. Erlauben ja, aber nicht in der Öffentlichkeit.

@Prof: "nur" Bekenntnis?

Was verstehen Sie denn unter Bekenntnis? Dass man denken darf was man möchte? Daran kann einen ohnehin keiner hindern.

Bekenntnis heisst: sich zu etwas zu bekennen, und zwar öffentlich. Das betrifft nicht nur die christliche Konfession.

Nebenbei: die "Religionskriege" hatten eher mit den Machtansprüchen diverser Herrscherhäuser zu tun als mit Religion. Oder, wie ein hübsches Wandgemälde in N-Irland es ausdrückt, wo sich lange genug angeblich "Katholiken" und "Protestanten" an die Gurgel gingen: "The Irish conflict is about nationatity, not religion".

um 07:52 von DerGolem

"" 2. Die Burka ist ein kostenloses und wirksames Werbemittel für die gesamte Umwelt ausserhalb der Burka. Sie brennt sich in die Gesellschaft ein und demonstriert, welche Macht die Religionsführer und deren Gefolgsleute über das Individuum besitzten und ......wie zumeist machtlos die Frauen dem gegenüber stehen. ""
#
#
Stimme Ihren Kommentar zu! Die Frauen müssen durch Bildung und Aufklärung selber erkennen was für sie richtig oder falsch ist.

Vollverschleierung steht für die Unterdrückung der Frau.

Die Verschleierung ist ein Ausdruck einer Kultur, aber bestimmt kein religiöses Dogma. Und da wir uns in Europa befinden gehört diese Vollverschleierung auch nicht zu unserer Kultur. Ich erinnere da an Saudi-Arabien wo Frauen nicht einmal selbst Auto fahren dürfen. Mag sein dass auch manche Frau in Deutschland in einer unserer Parallelgesellschaften nichts anderes erlebt hat, oder ihr immer gelehrt wurde, dass eine Vollverschleierung Ausdruck tiefer Religiösität ist. Mit westlichen freiheitlichen Werten hat das aber rein gar nichts zu tun. Im Gegenteil. M.E. aber für mich ist das rückwärts gewandt Richtung Mittelalter. Das ist übrigens auch das wirkliche Problem der arabischen Länder, die zur Zeit des Mittelalters führend in Wissenschaft und Technik waren und dann einfach stehen geblieben sind. Ich möchte zumindest nicht in eine Land leben, in dem ich Menschen begegne von denen ich nur die Augen durch einen kleinen Schlitz sehen kann.

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Demokratie

Verbote sind einer Demokratie nicht förderlich. Niemand muss Kopftücher oder Burkas toll finden, jeder hat das Recht zu entscheiden, mit wem er soziale Kontakte pflegt. Ich persönlich respektiere die Lebens- und Denkweise eines jeden Menschen, wer jedoch konträr zu meinen Vorstellungen lebt, von dem halte ich Abstand (auch in allen anderen Lebensbereichen). Wenn sich jemand verschleiern möchte - Bitteschön - es mag ihm freistehen. Meine Freiheit wird hiervon nicht tangiert und die Demokratie lebt schliesslich von der Freiheit des Menschen - Verbote erreichen hier nichts.
Sollte tatsächlich ein Verschleierungsverbot in Kraft treten, fordere ich alle Bürger zum Schutze der Demokratie auf, sich komplett verschleiert auf die Strasse zu begeben. Kein Gesetz darf einem Menschen die Freiheit nehmen und unsere Grundrechte werden doch schon mehr als genug beschnitten.

an HAQH

Sie sollten sich meine Worte genau durchlesen und auch verstehen, bevor sie mir "Menschheitsspalterei" vorwerfen.

@09:28 von HAQH

Wer sagt Ihnen, dass die Männer die Frauen dazu zwingen? Führen sie das selber durch? Oder kennen Sie mehr als die Hälfe der Muslime (700 Mio.) persönlich und wissen, dass diese es zwanghaft durchführen.
Aussagen wie Ihre spalten die Menschen mehr und müssen abgelehnt werden.
#
#
Die spaltung der Menschen erfolgt mehr durch die herabsetzung der Frau, da diese von Kind an als Befehlsempfänger zu funktionieren hat.

Toleranz?

Toleranz heißt nicht, dass wir Grundgesetze ( Gleichheit von Mann und Frau ) aussetzen, nur damit jemand "seine religiöse Entfaltung" leben kann. In Wirklichkeit wird hier Unterwerfung gelebt, die dem Grundgesetz widerspricht!

Wie irre ist das eigentlich?

Sie klagt dagegen, daß ihre Kleidung "fremdbestimmt" wäre. Aber genau das ist sie mit der Burka. Nur das sie auf der einen Seite von einer Religion fremdbestimmt wird und ansonsten von einer weltlichen Institution.

Dann müßte die Frau in gleicher Weise ihre religiösen Gesetzgeber verklagen.

@Thunderstorm:
Natürlich gibt es die Vollverschleierung auch in Europa? Denke an die Nonnen.
Das Frauen ihre Persönlichkeit hintzer Kleidung verstecken sollen, ist eine uralte Undrückungsform von alten Männern in religiösen Systemen.
Wir sollten alle anfangen an Gott zu glauben und nicht Religionen, die von Menschen gemacht wurden.

09:19/ MyNung

Die persönliche Freiheit hört dort auf, wo sie ein persönliches Risiko für andere bedeutet, was dann wieder zu einer Diskriminierung führen könnte, die u.U. schon den nächsten Gang zum Gericht rechtfertigen könnte.

Wenn jemand glaubt, er oder sie, das Recht zu haben, überall und jederzeit eine Burka zu tragen, müssen sie wohl, wie jeder andere auch, in Kauf nehmen, dass ihnen bei bestimmten Plätzen der Zugang verwehrt wird.
Ich nenne da Banken, Tankstellen, öffentliche Plätze oder jeden anderen Platz, an dem z.B. wegen terroristischer Gefahren oder dort immer wieder auftretender Überfälle Kameraüberwachungen vorgesehen sind.
Motorradfahrer, die überall ihren Helm aufbehalten wollen, müssen auch damit leben.
Der religiöse Zwang eine Burka tragen zu müssen ist da kein Argument.

Ich konnte ihn im Koran auf keiner Seite finden.

Ein Burka-Verbot wird keinesfalls eine Unterdrückung verhindern

Solange sich in den Köpfen nichts ändert, kann man Gesetze machen und Ge-/Verbote aussprechen, so viele man will, ändern wird sich dadurch nichts.
Wie sieht es denn auch mit "christlichen" Riten aus? Mir würde es niemals in den Sinn kommen, vor einem kirchlichen Würdenträger oder einem Kreuz zu knien, auch dieses sehe ich als Form einer Unterwerfung.
Ich bevorzuge es auch, den Menschen, mit denen ich zu tun habe in die Augen zu schauen, wenn jemand mit verspiegelter Sonnenbrille mich anspricht, werde ich ihn auch nicht ignorieren, genau so sehe ich es auch bei einer Burkaträgerin.
Daher, jedem seine Freiheit, und zwar bis zu dem Punkt, an dem die Freiheit des Nächsten beginnt.
Einige (zum Glück nur wenige) Kommentare zeigen wieder, dass sich Menschen in Vorurteile und Vorbehalte ergehen, die Vergleiche mit den düstersten Zeiten unserer Geschichte standhalten.

Burka - nein, danke.

Die Burka zu erlauben hat sehr wenig mit Toleranz, als viel mehr mit Wegschauen zu tun. Man bildet sich ein tolerant zu sein, damit man sich nicht weiter mit dem Thema auseinandersetzen muss. Sonst würde man erkennen, dass hier Frauen großes Unrecht angetan wird, indem man sie in ihren Freiheiten beschneidet und sie erniedrigt.

Vielleicht will man sich zur Burka auch deshalb nicht negativ äußern, weil man befürchtet als Rassist oder intolerant abgestempelt zu werden?

Natürlich gibt es Muslima, welche sich für die Burka aussprechen und gegenteiliges Behaupten, aber ist es denn ein Wunder? Diese Frauen wurden schon sehr früh darauf konditioniert sich zu verschleiern und mit Geschichten über einen Gott und böse Männerblicke immer wieder indoktriniert, bis sie letztendlich gar nicht mehr anders können, als es als ihr Schicksal zu akzeptieren. Zumal deren Umfeld dies als selbstverständlich und ganz natürlich ansieht.

Watsefak.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie jemand ein Problem damit haben kann, dass jemand anderes Kleidung trägt, die er irgendwie ablehnt.
Dass der Zwang zur Burka durch andere bestraft wird, ist ja vernünftig. Aber allen Frauen das Tragen der Burka in der Öffentlichkeit zu verbieten? Geht's noch? Für mich ein klarer Eingriff in die Religionsfreiheit. Gut, dass die Frau dagegen klagt.

Wahre Unterdrückung

Als Unterdrückung empfinde ich den soben gelesen Bericht bei n-tv mit der Headline "Angola verbietet den Islam". Moscheen wurde geschlossen und zerstört. Wir sollten uns nicht darüber den Kopf zerbrechen wer wie aussieht. Im dritten Reich wurde es bereits bis zum Exess durchdacht und durchgeführt. Und das Ergebnis kennen wir.

Unglaublich verkehrte Welt

Da es Christen in den islamischen Ländern durchweg sehr gut geht, warum sollte Europa nicht die Burka unter den Schutz der Menschrechte stellen?
Hier von sektierischen Gruppen zu sprechen, schadet dem allgemeinen politischen Willen zur Rekultivierung Europas.
Die Burka kann zu kulturellen Bereicherung und Erneuerung eines ganzen Kontinentes beitragen - auf die Europas Führung so hofft.
Na, ob das wohl stimmt!?

Unsere Vorstellung

Was unseren Vorstellungen nicht exakt entspricht muss nicht schlecht für anderen sein. Anders aussehen, richen, essen,......muss von aufgeschlossenen Menschen toleriert werden. Nur ist inzwischen ein Hassbild über den ISLAM in den Köpfen der Menschen entstanden, der dies nicht zulässt.

Dann klären sie mich bitte

Dann klären sie mich bitte auf, was ich den falsch verstanden habe!

Wenn es den Franzosen um die

Wenn es den Franzosen um die Frauenwürde geht dann sollten sie Pornographie und Prostitution verbieten. Jedoch eine Burka, welches der Gesellschaft nicht schadet wird aus populistischen Gründen verboten. Die Frage, ob Burka in Koran verankert ist oder nicht sollte man den Fachleuten des Islams überlassen. Ich sehe, dass ein Burkaverbot mehr Hass erzeugt. Es gibt genügend Frauen welche zum Islam konvertiert sind und sich bewusst ohne Einfluss eines Mannes für die Burka entscheiden. Wenn Burka als ein Symbol gegen die Freiheit der Frauen steht, dann steht Minirock als Verunglimpfung der Würde der Frau, da dadurch die Frau zu einem Lustobjekt für die betrachtenden Augen perverser Männer abgestuft wird. Dieses wird der Frau Tag und Nacht als gut und problemlos von der Gesellschaft beigebracht und da die Frau keine andere Denkperspektive angeboten bekommt folgt sie auch wie anderen Punkten der Mehrheitsgesellschaft.

@remiehlad: kein Zutritt in Kauf nehmen

"[mit Burka] müssen sie wohl ... in Kauf nehmen, dass ihnen bei bestimmten Plätzen der Zugang verwehrt wird"

OK! Bei Banken und Tankstellen habe ich kein Problem damit.

Aber wo ist die "terroristische Gefahr" auf öffentlichen Plätzen? Können Sie einen einzigen Terroranschlag oder Überfall durch Burkaträger in ganz Europa nennen?

Religion

Ich bin ein Mensch, der sich oft anhören darf... "Geh mit der Zeit."Dabei bin ich recht jung.Warum mit der Zeit gehen.. Religion existiert ja auch noch. obwohl Sie in der heutigen Welt nur kriege und Streit provoziert. .. Meine meinung dazu! trifft auf alle Religionen zu.. siehe Sri lanka Afrika Türkei Iran Ägypten etc etc denke jeder der sich auskennt weiß was in diesen Ländern vor sich geht.

@10:32 von

@10:32 von JürgenMannheimer
Ich stimme ihnen 100% zu.

Bevormundung?

Es steht Ihnen frei, sich ein Land zu suchen, das mehr Ihren Vorstellungen entspricht.
Die Burka-Pflicht für muslimische Frauen ist aber eher einer Entmündigung als einer Verwirklichung gleichzusetzen!
Religionsfreiheit bedeutet nicht, dass Religion das Recht erhalten soll gesellschaftliche Regeln/Gesetze zu ersetzen - das Gesetz regelt das öffentliche Miteinander und Religion ist für privat frei. Wenn Religion Gesetze beeinträchtigt ( Gleichberechtigung ) kann/muss der Gesetzgeber dies beschränken. Und das Burka "Gebot" ist eine religiöse Vorschrift, die sich über Gesetze stellt und eine klare Stellung der Frau aufzeigt -Unterwerfung!
Was aber an Gängelungen der Frauen durch islamische Regeln mit Selbstverwirklichung zu tun hat, das entzieht sich meiner Kenntnis.
Ich als Gast muss mich meinem Gastgeber entsprechend anpassen, und dies trifft auch für Gäste aus der islamischen Welt bei uns zu.
Wir müssen nicht allem Tür und Tor öffnen.

@Bumblebee : "Ich als Gast

@Bumblebee : "Ich als Gast muss mich meinem Gastgeber entsprechend anpassen, und dies trifft auch für Gäste aus der islamischen Welt bei uns zu."

-->Wenn sie demnächst in einem islamischen Land wieder mit Ihrer Frau halbnackt am Strand liegen, sollten sie dann auch akzeptieren, dass jemand eine Burka über sie wirft.

Werte der westlichen Gesellschaft

Ich darf zitieren: "Es geht den französ.Gesetzeshütern um die Bewahrung ihrer Tradition u. deren Werte." (DerGolem)
Ich denke bei dieser Klage geht es um genau das. Die Bewahrung von Werten der westlichen Gesellschaft.
Eine der größten Errungenschaften der westlichen Gesellschaft ist die gesetzlich absolute Gleichstellung aller Menschen (auch wenn die Realität anders aussieht).
Ich kann durchaus verstehen, dass sich Leute durch eine Verschleierung bedroht fühlen. Wir könnten alle Verschleierungen verbieten. Aber das würde z.B. auch das Ende von etlichen Kostümen etc. bedeuten.
Wir müssen unsere eigenen Werte bewahren und zu den Rechten stehen, die jeder Mensch hat. Auch wenn es uns nicht immer passt. Wir dürfen nicht unsere Werte verraten indem wir durch gesetzliche Bestimmungen den Anspruch auf Menschenrechte auf eine priveligierte Menge beschränken.
Die eigentliche Gefahr für die westliche Gesellschaft geht von Leuten aus, die die universellen (!) Menschenrechte verraten!

Für mich

hat die Burka in Europa nichts verloren.
Ich hasse es, wenn, wie mir neulich passiert, in einem Kaufhaus aus dem Fahrstuhl zwei vollkommen schwarz verschleierte Frauen entgegen treten. Das ist für mich als Mitteleuropäer des Guten zuviel. Bei aller religiosen Toleranz, Kleiderordnungen wie sie das Mittelalter kannte, sind abgeschafft und sollten auch nicht durch die Hintertür wieder eingeführt werden. Basta.

Deckmantel der Toleranz ? echt jetzt ?

"Unter dem Deckmantel der Toleranz" ?
So etwas gibt es doch gar nicht !
Entweder lebt man in einem freien Land oder eben nicht.
Und Freiheit gilt halt für jeden und solange, wie nicht gegen Gesetze verstoßen wird.
In einem Rechtsstaat genießt JEDER Freiheit, auch eben Menschen, die die meisten nicht mögen oder am liebsten ändern würden.
Und man darf sich eben NICHT aussuchen, wer welche Freiheit genießt und wer nicht.
Sonst ist man eben gar kein Rechtsstaat.
Und für Gesetze gilt: Was niemanden schadet oder gefährdet, darf auch nicht einfach so verboten werden.
Selbst wenn 99% der Bevölkerung dafür wären.
Wenn ich jeden Morgen mit Dart-Vader-Kostüm in die U-Bahn steige, kann ich dafür nicht eingesperrt werden.
Ich bekomme dann vielleicht Hausverbot von der Bahngesellschaft, aber eben kein Ärger mit dem Gesetz.
Ein allg. Vermummungsverbot wäre natürlich möglich, aber dann eben für alle, auch für Nikoläuse und MickeyMäuse.
Warum haben eigentlich 65.000.000 Franzosen Angst vor 3000 Burkas?

Mich würde mal interessieren...

...wieso hier alle von "dem Islam" reden.

Sunniten, Shi'iten, Aleviten, Alawiten, Nizariten, Ahmadiyya, Wahabiten... sie haben teils sehr unterschiedliche Ansichten. Und doch reden hier die meisten, als gäbe es eine Art Mullahpapst in Mekka, der festlegt, was geht und was nicht.

Tatsache ist, dass die Burka nur von streng orthodoxen muslimischen Richtungen wirklich eingefordert wird (einige Richtungen halten sie explizit für unnötig, wussten Sie das?) und das sind oft solche, die sich auch für über den Gesetzen der "Kuffar" stehend halten.

Ohne über Für und Wider "Burka" zu entscheiden - aber einfach mal durch den Kopf gehen lassen.

@JürgenMannheimer: Ob Absicht oder nicht - Ihr Kommentar entspricht 100% dem, was streng konservative weg-mit-dem-Grundgesetz-Muslime hierzu zu sagen haben. "Die Frau wird durch ihre Enthüllung entwürdigt, also entscheiden wir, die Männer-" (die von Ihnen angesprochenen "Fachleute des Islam" sind allesamt Männer) "-dass sie sich besser verhüllen soll".

Verbot bedarf kaum Begründung

Reicht es nicht, wenn die Mehrheit die Burka nicht sehen will? Sonst gilt: Die Mehrheit bestimmt, was alle tragen dürfen oder müssen. Wenn man das Burkatragen erlaubt, weil die Leute dies mögen und die Mehrheit nicht, dann muss es auch erlaubt sein, in der Öffentlichkeit nackt zu sein.

Entweder die Mehrheit bestimmt, und es gibt keine Ausnahmen, oder es gilt die freie Entscheidung, und es gibt keine Ausnahmen.

Niqab

Sollte ein Burak Verbot in Europa kommen, kann ich mir gut Vorstellen dass die Hass auf Europäer in Ausland sehr viel zunehmt und die Länder die toleranter gegenüber Christen sind Ihre Kurs ändern.

Ich lebe selber als Deutscher

Ich lebe selber als Deutscher im Ausland und habe bereits in verschiedenen Ländern gelebt. Dabei muss ich mich natürlich an die jeweiligen Gegebenheiten des Gastlandes anpassen. Wenn die Religion des Gastlandes es zum Beispiel verbietet leicht bekleidet ins Wasser zu gehen dann richtet man sich danach! Wenn früh Morgens zum Gebet aus verschiedenen Himmelsrichtungen gerufen wird, dann kann ich auch nicht wegen Ruhestörung klagen! Das nenne ich Respekt vor der Kultur und der vorherrschenden Religion des Gastlandes. NUR Respekt sollte in BEIDE Richtungen funktionieren. Also auch bei Gästen in Europa!

Keine Sorge liebe EU-Bürger

Nach der nächsten "Schwarzen Operation" irgendwelcher Geheimdienste im Namen radikaler Islamisten und den darauffolgenden "Sicherheits"(Überwachungs)-Gesetzen wird es eh ein allg. Gesichtsverdeckungsverbot geben, wo auch die Burka drunter fällt. Und wenn dann in ein paar Jahrzehnten jeder EU-Bürger gechipt ist darf man sie wieder anziehen.

wenn es denn sein muss...

Ich persönlich bin nicht religiös. Von mir aus kann auch jeder glauben, was er will. Und sich den Konsequenzen aus seinem Glauben hingeben. Z.B. Burka. Aber ernst nehmen kann ich eine solche Person mit z.B. Burka oder Niquab nicht. Wer sein Gesicht nicht zeigt, stellt sich außerhalb der Gemeinschaft. Eine solche Person soll mich nicht ansprechen und von mir nichts erwarten. Und bei Menschen, die einer Religion so unverbrüchlich anhängen, daß sie so eine Verhüllung gut finden, kann ich nicht verstehen, wie sie sich in Europa wohlfühlen können. Daher: wenn Burka gewünscht ist, warum nicht. Außer natürlich an sensiblen Orten wie dem Schalterraum einer Bank. Oder hinter dem Steuer eines Autos. Und auf der anderen Seite genauso ohne Kompromiß als Ausdruck der staatlichen Normen, denen sich alle ohne religiös begründete Ausnahme zu fügen haben: Schwimmunterricht, Klassenfahrten, Freiheit der Arbeitgeber, solche Leute nicht einzustellen.

Frankreich und Religion

Religion&Frankreich-es ist wichtig eine Sache nicht zu vergessen:Staat&Religion sind 2 Sachen die nicht vermischt werden dürfen.(basiert das auf der Französischen Revolution)
So dürfen z.B. keinerlei religiöse Symbole(Kruzifixe, Kopftuch,...)in Schulen getragen werden.Muslimische Eltern,wo die Frau z.B. eine Burka trägt, darf nicht einmal auf das Schulgelände, ein jüdischer Mann mit Kopfbedeckung od jemand mit einem Kreuz um den Hals auch nicht.Ist nun mal so Gesetz.
Die Burka ist ein extremes Ausdruckssymbol einer Religion u ich denke,dass das eben wegen der ganzen frz Geschichte so ein krasses Thema ist.
FRA ist außerdem ein Land was schon oft Opfer von Terroranschlägen war u wer hin und wieder in Paris ist (Gare de l'Est zB) sieht massig bewaffnete Soldaten... Ich denke dass es auch eindeutig ein Ruf nach Sicherheit ist, "Komplettverkleidung" zu verbieten u nichts mit Diskriminierung zu tun hat.

Die Juristen werden wohl folgendermaßen urteilen:

1. Die Burka einer einzelnen Frau lässt NICHT zwangsläufig auf die Unterdrückung aller burkatragenden Frauen schliessen.

2. Wenn sich eine Frau dennoch unterdrückt fühlt, weil Ihre Familie sie dazu zwingt, eine Burka zu tragen, dann hat sie in Europa die Möglichkeit, ZUR POLIZEI zu gehen.

3. Die Werte einer Gesellschaft werden nicht durch Burka-Trägerinnen dezimiert sondern lediglich ERGÄNZT durch andere Werte.

@GeKo69: Kultur aufgeben?

"Die Mehrheit in diesem Land sieht es eben nicht wie z.B. Ströbele/Trittihn, für die jedes Stück was wir von unserer Kultur aufgeben angeblich ein guter Schritt ist."

Wenn auch nur ein Krümel meiner Kultur verschwinden würde, nur weil jemand sich anders anzieht als es mir gefällt - worin bestünde meine Kultur denn dann?

@ WorldTraveller-68

Das mag ja alles richtig sein, was Sie da schreiben, aber die Juristen werden sich nicht danach orientieren bzw. danach urteilen, was in anderen Ländern alles falsch gemacht wird sondern was im eigenen Land richtig gemacht werden soll. Und da sind die Maßstäbe völlig andere....

08:38, Ishihori

". Da mittlerweile Beschneidung in D keine Körperverletzung mehr ist, "

Ich muß Sie korrigieren. Beschneidung war in Deutschland NOCH NIE Körperverletzung.

Man hat die Juden zwar auf alle erdenklichen Arten diskriminiert, gequält und umgebracht, aber die Beschneidung hat man ihnen nie verboten. Das ist eine Spezialität des 21. Jahrhunderts.

Ich finde übrigens den Rest Ihres Kommentars unlogisch. Plädieren Sie für oder gegen die Freiheit? Bzw. wollen Sie die Freiheit einschränken, um sie zu retten?

Religiöse Freiheit

@Timetraveller

Wir haben anscheinend verschiedene Vorstellungen darüber, was es heisst:"Hier wird die Freiheit der Frauen ihre Religion auszuleben eindeutig abgeschafft."
Wenn Frauen in islamischen Ländern dieselben Rechte haben wie Männer; wenn sie selber entscheiden können, ohne Angst, ob sie in Bikini oder Burka an den Strand gehen, dann haben sie die Freiheit ihre Religion auszuleben. Alles andere ist Augenwischerei. Und das meine ich: Es kann nicht Religionsfreiheit sein, wenn ich Ungerechtigkeit, Ungleichheit und Unterdrückung unterstütze.
Das Argument, dass einige Frau freiwillig Burka tragen, weil sie wollen, hinkt gewaltig, weil sie keine Alternative haben. Oder kann eine Frau in Saudi-Arabien ernsthaft sagen: Ich verzichte freiwillig auf das Auto fahren?
Und deshalb unterstütze ich echte Religionsfreiheit, aber nicht "Religionsfreiheit", die andere unterdrückt. Sonst wird als nächstes rituelle Frauenbeschneidung auch von der freinen Religionsausübung gedeckt.

anerzogene Scham

Ich kann die klagende Frau verstehen.

Im Gegensatz zu vielen Ureinwohnern wurde ich von klein auf dazu erzogen, eine Hose zu tragen. Ohne fühle ich mich nackt.

Die Vorstellung, der Staat wolle mir verbieten, in der Öffentlichkeit eine Hose zu tragen behagt mir gar nicht.

Diese Frauen sind oft so erzogen worden, sich ohne diese Verschleierung in der Öffentlichkeit nackt zu fühlen. Das verstehe ich.

Viele Probleme, die in vielen arabischen Ländern herrschen hatten wir auch noch, als die kath. Kirche mehr zu sagen hatte.
- Wir haben Kriege im Namen Gottes geführt
- Haben uns stärker vermehrt wie das Land Menschen ernähren kann.
- Die Gesellschaft war gespalten in verschiedene religiöse Lager, verschiedene Schulen, Universitäten,...
- Frauen waren nicht gleichberechtigt.....

Davon haben wir uns mühsam befreit. Als Moslem hierher zu kommen und von uns die Toleranz zu verlangen, dass Bevölkerungsgruppen wieder solche Zustände etablieren ist unverschämt.

Das wollen wir nicht.

Diskriminierung ?

Ich fände es gut, wenn ein internationaler Gerichtshof mal darüber befinden würde,
ob nicht im Iran und in Saudi-Arabien Frauen diskriminiert werden, wenn sie kein Kopftuch (bzw. keinen Schleier) tragen. Das kann ein interessanter Austausch von Argumenten werden, z.B. "da bestimmt der Staat, was eine Frau anziehen darf und was nicht". Die einen verbieten bestimmte Kleidung, die anderen gebieten sie, d.h. sie verbieten gleichzeitig das Weglassen dieses Kleidungsstückes.

@ we.watch.you um 11:13

dieses wiederum ist so irrelevant wie die frage ob saudiarabien oder der vatikanstaat intolleranter sind für die frage ob wir eine kleiderordnung im öffentlichen raum in europa akzeptabel finden.

find ich eigentlich nicht.

aber wenn dann binn ich für sofortiges kravattenverbot, sowie ein verbot von mehr als 100qcm textiller bedeckung bei temperaturen über 20°C.

09:33, DerGolem

"Unterwerfung hin, Unterwerfung her. Es geht den französ.Gesetzeshütern um die Bewahrung ihrer Tradition u. deren Werte.

Das versucht doch jeder in seinem Land, oder?"

Ich lebe in Berlin, wo hunderttausende Muslime leben.

Ich kann mich nicht entsinnen, jemals eine Burka gesehen zu haben.

Kann aber sein, daß ich einfach nicht genau hingeschaut habe, weil man hier ständig mit irgendwelchen Beklopptheiten seiner Mitmenschen konfrontiert wird.

Gelegentlich sehe ich sogar mal nen Nackten.

Ich finde das wundervoll.

Wie sagte der alte Fritz so schön: jeder soll nach seiner Facon selig werden. Das sind die Werte und die Traditionen, die meiner Ansicht nach hier bewahrt werden sollten.

Hier wird ein Thema aus ideologischen Gründen überhöht. Der Untergang des Abendlandes wird an die Wand gemalt, und ein Kleidungsstück, das wohl so gut wie niemand hier im Forum jemals in Natura gesehen hat, wird zur ultimativen Bedrohung aufgeblasen.

Lächerlicher geht es kaum noch.

Nacktkörper-Fetischist

Ich bin Nachtkörper-Fetischist.
Ich möchte im Sommer in der Öffentlichkeit nackt herumlaufen dürfen und mich auch nackt den Kindern und Frauen zeigen dürfen.
Das ist meine Lebensart, die ich ausleben will.

Durch die vermummten Menschen fühle ich mich bedroht, weil sie möglicherweise Waffen mit sich tragen und Anschläge verüben wollen, da die vermummten fast ausschließlich den extremen Gruppen angehören.

Ich hingegen will niemanden verletzen sondern nur meine Freiheit genießen.

@ Knusper um 11:46

bei anwendern der kampfmethode "terror" geht es primär um das erzeugen von angst, wobei ziemlich egal ist wie man das erreicht.
die toten sind nicht ziel sondern mittel
die angst die zu idiotischem selbstschädigendem verhalten, wie zulassen von totaler überwachung, aufgabe jouristischer rechte für verdächtige und das einführen idiotischer regeln, wie kleiderordnungen im öffentlichen raum, ist das ziel.

Radikalismus gegen Freiheit

Es wurde gerade in der NSA-Affäre viel über Souveränität schwadroniert, doch für mich stellt sich diese Frage bei solchen Dingen viel eher. Es gibt einen dermaßen breiten, gesamteuropäischen Konsens darüber, dass das Tragen von Burkas nichts mit der Religionsfreiheit zu tun hat, sondern Frauen systematisch und gewalttätig unterdrückt und zu Menschen zweiten Ranges deklassiert. Zudem ist es eine klare Vermummung, die niemand will, die alle anderen verängstigt, Probleme im Alltag schafft, gesellschaftliche Werte auf den Kopf stellt und schlichtweg verboten ist. Trotzdem sehe ich in meinem Viertel fast täglich Frauen in Burkas rumlaufen. Kurzum: eine Burka hat in einer offenen, liberalen Gesellschaft keinen Platz und dafür lohnt es sich zu streiten!

Wie ist es eigentlich bei einen Verkehrs Unfall geregelt?

Wenn eine Burka tragende Autofahrerin einen Unfall verursacht hat,auf Grund des eingeschränkten Gesichtsfeld durch die Burka,kommt dann auch die Versicherung voll
für den Schaden auf? Bei einem Motorradfahrer der mit Turnschuhen gefahren ist und sich bei einem Unfall am Fuss verletzt hatte wurde eine Mitschuld von
der Versicherung festgestellt,da er keine Schutzkleidung getragen hatte.

Burka diskriminiert Frauen

Die Justiz auf unserem Kontinent darf sich durchaus auf den folgenden Standpunkt stellen:

Die Burka diskriminiert Frauen.

Wenn man sich auf den arabischen Standpunkt stellt, und obige Aussage ignoriert, könnte man auch behaupten das Burkaverbot diskriminiere Frauen (wobei die eigentlich sagen müssen, es diskriminiere Moslems). Aber wir sind hier nicht in Arabien sondern in Europa, und deswegen darf man solche Dinge auch durch die europäische Brille bewerten.

Mich grausts bei der Argumentation hier

Die gebrachten Pro Argumente sind natürich unhaltbar (ich mag ein paar Ausnahmen übersehen haben) und werden auch so nicht (offiziell) vom Französischen Gesetzgeber vertreten. Wer argumentiert, "ich will halt keine Burka sehen" oder "wer ne Burka tragen will, soll doch auswandern", würde sich natürlich vor Gericht eine blutige Nase holen. Da bedarf es auch keiner großen Kammer.
Das Argument ist, dass Frauen durch die Burka unterdrückt würden. Dazu muss man annehmen, dass diese Kleiderwahl nicht freiwillig stattfindet, und die Betroffenen die Burka nur unter Zwang (er)tragen.
Meine Vermutung ist, dass der Gerichtshof das Gesetz kippt.
Die behauptete Unterdrückung müsste nachgewiesen werden, als Grund für UND Folge des Tragens einer Burka, damit es überhaupt ein Interesse der Allgemeinheit an der Abschaffung der Burka gibt. Dieses Interesse müsste so groß sein, dass es die individuellen Freiheitsinteressen der freien Kleiderwahl überwiegt. Sicherheitsinteressen wurden mWn nicht angeführt

@10:32 von JürgenMannheimer

.....Dieses wird der Frau Tag und Nacht als gut und problemlos von der Gesellschaft beigebracht und da die Frau keine andere Denkperspektive angeboten bekommt folgt sie auch wie anderen Punkten der Mehrheitsgesellschaft.
#
#
sehr richtig, es ist Ihre "freie" Entscheidung ob Sie kurze Röcke oder Hosen anzieht.
Warum werfen Sie jetzt den Frauen vor das Sie selbst für sich entscheiden was und wie Sie leben wollen.
Die Burka pflicht wird der Frau schon als kleines Kind aufdiktiert, also keine freie Wahl.

Wie währe es

mit einem Einwanderungsgesetz ala Kanada oder Australien?
Ohne unsere Sizialgesetze keine Burka.
Zypern verkauft EU Staatsbürgerschaften für ne 1/2 Million.
Sollten da Burkaträgerinnen dabei sein: Gerne!

Jeder der

hier für die Burka ist,sollte mal in ein islamischen Staat fahren als Frau natürlich,und dort in kurzer Hose und nur in einen TShirt .Die Sittenpolizei wäre schneller da also man schauen könnte.Und was wird mit denen gemacht die sich nicht der Landessitte entsprechent kleidet?Noch fragen?Es gibt genug Berichte,man braucht sie nur zu lesen.

@10:52 von HAQH

Wenn sie demnächst in einem islamischen Land wieder mit Ihrer Frau halbnackt am Strand liegen, sollten sie dann auch akzeptieren, dass jemand eine Burka über sie wirft.
#
#
Tja, was islamische Länder nicht alles ertragen müssen um an das Geld der westlichen Touristen zu kommen.
Der einbruch der Buchungen für dieses Land wäre wohl enorm hoch, oder.

@Q1 - Es gibt keinen Aberglauben

"Ich bin gegen eine universelle Religionsfreiheit, denn dies öffnet allen möglichen Aberglauben und schädlichen Verhaltensweisen Tür und Tor. "

Allein schon der Begriff Aberglaube ist Unsinn, es gibt keinen 'richtigen' und 'falschen' Glauben, nur weil mehr Menschen an etwas übernatürliches glauben ist es deswegen keineswegs realer. Nichts von alledem lässt sich beweisen.

Wenn man so argumentiert dürfte Religion per se nicht in der Öffentlichkeit ausgeführt werden. Da aber Religionsfreiheit herrscht sollte niemals eine Religion über eine andere gestellt werden.

Für mich ist diese Arroganz schwerer erträglich als der Anblick einer Burka, ich würde diese den Betreffenden auch lieber ersparen, mit einem Verbot erreicht man das aber nicht.

Darstellung: