Kommentare - Interview: "The Guardian" unter Druck: Akten vernichtet

20. August 2013 - 17:16 Uhr

Snowdens Informationen von Agenten im Keller des "Guardian" vernichtet - was nach einem schlechten Film klingt, ist offenbar britische Realität. Warum die Pressefreiheit dort so wenig zählt, erklärt ARD-Korrespondentin Barbara Wesel im Interview mit tagesschau.de.

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Mehr und mehr totalitär

- An jeder Ecke Videoüberwachung,
- Automatische Autokennzeichenerkennung per EDV,
- Nicht nur viele Blitzer (haben wir ja auch), sondern auch Überwachung der Durchschnittsgeschwindigkeit jedes einzelnen Fahrzeugs über mehrere Kilometer an manchen Strassen,
- Das GCHQ klinkt sich mit Echelon und Tempora einfach so in internationale Datenleitungen ein und sammelt und analysiert riesige Mengen an Daten auch der EU-Partner, um sich bei den USA einzuschleimen,
- Kranke und Behinderte werden mit einer rabiaten Neubeurteilung deren Rentenansprüche in den Selbstmord getrieben,
- Und jetzt auch noch die Zerstörung von Snowden-Festplatten beim Guardian und das Verhör vom Lebensgefährten eines Guardian-Reporters.
Das riecht alles nach einem werdenden totalitären Polizeistaat.
Die EU lässt Ungarn weitgehend gewähren, sie wird das erst recht bei Großbritannien, nix mit "Wehret den Anfängen".
Ich bin entsetzt! Hoffentlich kommt unser eigener Innen-Friedrich nicht auf dumme Gedanken.

Die Terrorlüge

Das alles geschieht mit Hinweis auf die Terrorgefährdung.
Klar, dass es Terroristen geben wird, wenn man unter dem Vorwand, nicht vorhandene Massenvernichtungswaffen zu suchen, in ein fremdes Land einmarschiert und hunderttausendfachen Tod und Zerstörung bringt. Man macht sich durch sowas halt ziemlich unbeliebt.
Aber wieviele Tote und Verletzte gehen auf das Konto der Terroristen und wieviele auf das Konto vom Konsum von Alkohol, Tabak, Drogen, von Verkehrsunfällen, Mord und Totschlag und Vieles mehr? In den USA darf sogar jeder Idiot eine Knarre besitzen ... ich muss mich am Kopf fassen!
Da spielt der Terrorismus eine ganz kleine Rolle. Es ist alles eine Frage der Wahrnehmung.

Das Bourne Vermaechtnis

Ich sehe grade diesen Film...
Ein Reporter vom Guardian..
Ein Typ von der Regierung in London spricht mit einem der NSA...
Es geht um Enthüllungen..

also irgendwie echt irre ...
ob uns mit solchen Filem nicht schon einmal versucht wurde "etwas zu sagen"??

versteckt, aber doch wahr?

sie schreiben..

"wie sehr die Regierung sich über Snowdens Veröffentlichungen geärgert hat"

oder haben die von der regierung so viel streck am stecken, dass sie richtig schiss haben.

@Abaladar - 20. August 2013 um 22:51

zitat
"Werden die Antiterror-Gesetze tatsächlich mißbraucht? Oder ist es nicht der ... Grund solcher Gesetze, kritische Stimmen zum Schweigen bringen zu können?"
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Vielleicht hab ich es unklar formuliert. Diese Gesetze führen automatisch zu einem Mißbrauch, da eine rechtsstaatliche Kontrolle der Durchführung fehlt. Somit wird mit Hilfe eines Gesetzes Rechtsstaatlichkeit umgangen, was die Rechtsstaatlichkeit des Gesetzes ad absurdum führt.
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Nur wenn man in der Vergangenheit gegen solche Gesetze war, wurde einem vorgehalten, dass es zur Antiterrorbekämpfung dient und man selbst der Böse ist, wenn man gegen solche Gesetze ist. Das Schlimme dabei ist nicht, dass jemand solche Gesetze durchboxt, sondern dass viele diese Argumentation für gut befinden.
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Wie wollen sie sonst den Terror bekämpfen?
Antwort: Ich will ihn nicht "bekämpfen", sondern ich will ihn "befrieden", damit es weniger Terror gibt und nicht durch einen toten Terroristen 5 Neue dazukommen.
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Und? wer lacht mich hier aus?

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