Kommentare

Metaebenen-Diskussion statt Faktenanalyse

Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich Herr Bosbach, ohne wirklich substantiell etwas beisteuern, in der öffentlichen Diskussion platzieren kann.
Er weißt immer wieder auf die Instrumentalisierung der Problematik hin und auf Aussagen, die ja in der Vergangenheit schon den "Untergang" beschwört hätten
Auch bringt Herr Bosbach immer wieder die Begriffe Prognose und Fortschreibung durcheinander, was einem Journalisten ja durchaus passieren kann, im Falle Bosbach aber sehr verwundern muss, und man sich fragt, warum tut er das. Fortschreibungen sind eben keine Prognosen, sondern Szenarien, die unter bestimmten Bedingungen bestimmte Entwicklungen beschreiben, während Prognosen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Entwicklungen vorhersagen.
Worüber Bosbach nicht redet ist die Tatsache, dass sich die Anzahl der Geburten in Deutschland von Mitte der 1960-er Jahre bis zur Mitte des letzten Jahrzehnts glatt halbiert hat, was bei einem umlagenfinanzierten Rentensystem problematisch ist.

Das war doch schon immer klar,

Das war doch schon immer klar, daß da die Versicherungswirtschaft und die Politik unter einer Decke stecken. Und nicht erst seit Agenda und Riester weiß man, wie die Volkswirtschaft in D tickt.

Interessant nur, daß jetzt die ARD auf einmal die Wahrheit demonstriert. Jetzt, wo sich alle die Taschen auf unsere Kosten voll gemacht haben und es nun fast jeder weiß, welche Verar...e Riester, Hartz und Co. ist.

Jetzt, wo Deutschland mit voller Absicht tief in die in die Krise geritten wurde, da fangen die Medien vorsichtig an, solche Gewinnmaximierungsstrategien wie "Fachkräftemangel" in Frage zu stellen.

Es gibt keinen Fachkräftemangel, höchstens zu teure Menschen und zu geizige Firmen, die keine Personalredundanzen aufbauen wollen.

Daß der Deutsche als Wähler dies allerdings so spät nun erkennt, das ist das Drama, lange eingestielt durch die Medien, wie z.B. einer SPD und Agenda nahestehenden ARD.

"European Round Table" googeln, die regieren hier wirklich...

Vielen Dank für dieses

Vielen Dank für dieses Interview, sehr aufschlussreich. Es ist in der Tat interessant, wie sich Geschichte beständig wiederholt. Wie sagte schon Machiavelli: Es ist besser als Fürst gefürchtet, denn geliebt zu werden.

Metaebenen-Diskussion statt Faktenanalyse II

Das die Mängel bei der Ausbildung und die Ausweitung des Lohndumpings die gesamte Situation verschärfen ist klar, aber das größte Problem ist nun mal der Geburtenrückgang, der auch durch Zuwanderung gar nicht zu lösen ist, da ja nicht nur 22-jährige fertig Ausgebildete einwandern die dann mit 65 wieder auswandern, ohne Rentenansprüche mitzunehmen.
Wir haben bald die Situation, dass für eine Person, die das erwerbsfähige Alter erreicht, nur eine aus der Gruppe der Jugendlichen nachrückt. Auf Dauer würde das stark vereinfacht bedeuten, dass in einigen Jahrzehnten bei Vollbeschäftigung eine Erwerbseinkommen eine Rente finanzieren müsste. Dass es anders kommen wird ist klar, die Frage ist nur, wie die Gesellschaft auf die Problematik reagiert.
Wenn man wie Herr Bosbach die Halbierung der Geburten innerhalb knapp zweier Generationen tapfer ignoriert und in der Metadiskussion um Instrumentalisierung und vergangener Horrorscenarien fossiliert, wird man keine konstruktiven Wege finden können.

Großartig

das die Leute das endlich mal melden. Nachdem die politisch und medial befeuerte Angstkampagne den Versicherungskonzernen in den letzten Jahren Milliarden in die Kasse gespült haben, kann man ja jetzt auch mal langsam die Wahrheit sagen.
Schade das auch die Tagesschau da einige Jahre hinterher hinkt.

Aber die nächste mediale Angstkampagne steht wahrscheinlich schon vor der Tür.
Lassen sie mich raten:
Bildungsmisere, damit Privatschulen und Nachhilfeorganisationen einen Reibach machen können?
oder:
Medizinnotstand. Weil ja unsere Ärztelobby so unterbezahlt ist. (Wobei die Ärzte selber darauf achten, daß ja nicht zu viel Ärzte in diesem Land ausgebildet werden. )

Ach irgendwas zum Angst machen wird sich schon finden

Bravo! Endlich mal eine gute Aussage zu diesem

leidigen und stark manipulierten Thema! Schon bei den Berechnungen des Club of Rome wurde vor Jahrzehnten ausgesagt, dass selbst bei der von China propagierten 1-Kind-Familie die Bevölkerungszahl auf lange Sicht höchstens stagnieren aber nicht sinken wird. Und? Die chinesische Bevölkerung ist in dieser Zeit massiv gewachsen. Auch die Deutschen sind nicht ausgestorben. Minimale und kurzfristige (Auch über einige Jahrzehnte ist statistisch gesehen kurzfristig, der demographische Negativwandel muss schon kontinuierlich über viele Generationen, also Jahrhunderte, anhalten, damit er gesellschaftlich wirklich relevant wird. Nur bei Kleinstpopulationen ist bei einer kurz- bis mittelfristigen demographischen Überalterung mit einer Gefahr für den Bestand zu rechnen.) Abweichungen sind also wirkliche Panikmache der politisch Verantwortlichen. Die Renten sind daher demographisch-statistisch gesichert, nur politisch sind sie es nicht! Darauf sollten wir Bürger Einfluss nehmen!

Geist schlägt Materie

Der "Demografische Wandel", der die Rückbildung der Population meint, ist in einer an Ressourcen endlichen Welt etwas ganz Normales.

Wer glaubt, dass darin eine Gefahr besteht, versteht die übergeordnete Notwendigkeit solcher Prozesse nicht und wird gerade durch dieses eigene Unverständnis zur wirklichen Gefahr für die Biosphäre unseres Heimatplaneten.

Wer also hier künstlich in an sich völlig normale, weil natürliche Prozesse eingreift, will nichts anderes als die Zerstörung der biologischen Kreisläufe dieses Planeten.

Das Argument, dass dieser Abschmelzungsprozess auf der künstlichen Steuerung durch die Einführung der "Pille" beruhe, ändert an dem Gesagten zunächst (!) nichts. Zu früheren Zeiten wären es wohl Hungersnöte oder Seuchen gewesen.

Auch, wenn es unsere Politiker und Wirtschaftsleute nicht wahr haben wollen, unsere materiellen Möglichkeiten sind begrenzt. Wer wie sie gegen diese Regeln verstößt, gefährdet die Gesamtheit.

Nur der Geist des Menschen, ist wirklich frei.

dank dieser

dank dieser Überalterungsängste haben wir Hartz Vier zu verdanken,

Riesterrenten-Abzocke,

niedrigere Renten,

früheres Renteneintrittsalter,

mehr Ehrenamt also Arbeiten für Lau (weil die "Alten" sowieso Thema geworden sind)

aber wenn man mal nach China schaut, ist dort nicht erst seit dem Beginn des Kapitalismus es so gewesen, dass es dort viele alte Menschen gibt, die problemlos von der jüngeren Generation mitversorgt werden

Es ist nur eine Frage der Anpassung. Aber da wir hier Abzocke der Reichen haben, wie in kaum einem anderen Land, fehlen uns diese Abzockbeträge an allen Ecken und Kanten.
Die Reichen sollen in Wahrheit weiter sich bereichern, da hilft eine zum Arbeiten gezwungene Gesellschaft, die sich ja mit dem Märchen der Überalterung mit ergibt.

Kaum zu glauben

Ist nicht die Anzahl der Kinder pro Frau schon vor Jahrzehnten unter das Ersatzniveau von 2,1 gesunken? Liegt sie nicht heute bei 1,3 mit fallender Tendenz? Sind nicht die Rentner von morgen schon geboren? Ist es nicht absehbar, dass die dickste Beule in der Bevölkerungspyramide, nämlich die der Jahrgänge der heute 50 bis 60-Jährigen, in spätestens 15 Jahren in Rente gehen wird? Werden nicht schon heute die Renten zu fast einem Drittel mit Zuschüssen aus dem Bundeshaushalts finanziert (das letzte Mal als ich auf der Seite von Finanzministerium und Rentenversicherung nachsah waren es 83 von 290 Mrd. €)? Wird nicht schon heute dieser Betrag von über 80 Mrd. € aus dem Bundeshaushalt (versteckt im Budget für Arbeit und Soziales, wo er mehr als die Hälfte ausmacht) an die Rentenkasse überwiesen, ohne das dafür je ein Steuerzahler einen Rentenpunkt sieht?

Und zu guter Letzt, war es nicht Adenauer, der sinngemäß sagte: was schert mich Bevölkerungspolitik, Kinder bekommen die Leute immer?

Danke für das Interview. So

Danke für das Interview. So eine Angst kommt halt heraus wenn man es nicht gelernt hat mit Zahlen umzugehen. Es wird dringend nötig an Schulen z.B. mehr Statistik zu lehren. Dann wird man weniger manipulierbar. Nicht nur in Demografiefragen sondern bspw. auch in Bezug auf "nötige" Vorsorgeuntersuchungen und ähnliches.

Überraschung

Das ein solches Interview hier veröffentlicht wird. Immerhin zerlegt Bisbach Stück für Stück die Argumentationsgrundlagen des Zeitgeistes und benennt Gewinner und Verlierer.

Vielleicht sollte man bei vielen Artikeln über Fachkräftemangel, Demographie etc erstmal vergleichend dieses Interview durchlesen. Es kann nicht sein, dass man solche Interviews führt, und im nächsten Artikel wird weitergemacht wie bisher.

Prognose

Nun, Hr. Bosbach sagt, dass man keine Prognose über die demographische Entwicklung anstellen könne, aber da bin ich anderer Meinung; dafür reicht ein Blick auf die Strassen deutscher Großstädte. Ich wage die Prognose, dass wir es in 30ig Jahren mit den Auswirkungen einer massiven Armutszuwanderung zu tun haben werden, einhergehend mit Elendsvierteln, hohen Kriminalitätsraten, islamischen Strukturen und deutschfeindlichen Grundzügen. Diese Entwickung zeichnet sich deutlich ab, wenn man sich die Mühe macht über den Zaun seines eigenen Vorgartens zu schauen; dafür braucht man keine Statistiken oder sonst irgendetwas anfertigen.

Super Beitrag

Ein hervorragender Beitrag, endlich kommt auch in einem Mainstream-Medium mal jemand zu Wort der nicht nur nachplappert was Versicherungskonzerne und Industrie vorgeben. Schon wenn ich "Fachkräftemangel" lese kann ich nur lachen. Wenn es diesen Mangel gäbe würden zwangsläufig die Preise für Fachkräfte steigen, also die Löhne. Tun sie aber nicht. Und wenn man als Fachkraft einen Job sucht außerhalb der Ballungszentren sieht es ganz düster aus.

Danke für diesen

Danke für diesen Artikel....auch in der NS Zeit gab es Prognosen in diese Richtung, gemischt mit Rassenwahn....aber davon ist auch nichts eingetreten. Unbedingt weiter Thematisieren!!!

Überalterung

Danke für den wunderbaren Artikel / das ehrliche und mutige Interview!

Wir werden besch.... von vorne bis hinten.
Alle halten sie die Hand auf und alle kriegen was von uns, denn Angst war schon immer ein schlechter Berater.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Ein altbekanntes deutsches Sprichwort. kann da Herrn Prof. Bosbach nur zustimmen.

Wobei seine Kritik an der Einführung der Riester-Rente zwar hinsichtlich der Einflussnahme von Versicherungen sicher richtig ist. In der Sache selbst ist die staatlich geförderte private Altersvorsorge aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Momentan sind zwar die Zinsen auf einem Rekord-Niedrigniveau. Dafür können aber Versicherungen nichts. Es ist eine Folge der Euro- und Staatsschuldenkrise. Schaut man sich die Statistik über lange Zeiträume an, dann ist auch die gesetzliche Rente mal stärker gestiegen, als die Inflation. Das hat sich in den letzten 15 Jahren dramatisch geändert und wird sicher in den nächsten 10 Jahren noch schlimmer werden.

Dann nämlich, wenn die Inflation zunimmt und die Zinsen weiter niedrig bleiben. In diesem Umfeld werden aber Aktien und Sachwertanlagen im Wert steigen, so dass diese Form der Altersvorsorge dann lukrativer ist. In 20 Jahren ist es dann viel. wieder anders

Deutschland stirbt nicht aus, nur sein Geist!

Vielen Dank! So einen Bericht hätte man bei den "staatsfernen" ARD-Medien nun wirklich nicht erwartet. Das widerspricht vollständig dem was auch die ARD-Medien seit Jahrzehnten gebetsartig propagieren. Oder gehört das zum Plan im großen NSU-Spielchen?

Erstklassiges Interview

Wirklich top! Bitte mehr von dieser Art.

Der demographische Wandel wird stark überbewertet. Viele der Probleme die damit (angeblich) einhergehen liegen schlichtweg an Fehlern bzw. daran wie unser (Renten/Gesundheits)System aufgebaut ist.
Viele der Befürchtungen sind schlichtweg... "aufgebläht" und übertrieben.
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Das heißt nicht, dass man sich nicht auch auf eine ältere Gesellschaft einstellen sollte. Allerdings altern die Menschen auch anders als früher. Wer in Rente geht muss noch lange nicht zum alten Eisen gehören, da gibt es viele die noch top-fit (körperlich wie geistig) sind.

Herzlichen Dank an Herrn Bosbach..

.. und die Tagesschau für diesen Artikel. Man hätte ihn durchaus noch weiter führen können und Herr Bosbach hätte auch für andere Bereiche unseres Daseins klare und schlüssige Antworten auf die Lügen die uns tagtäglich als Wahrheit aufgetischt werden gegeben.
Entweder ist alles was wir heute so als Fakten vorgesetzt bekommen nur Spekulation oder es es wird uns wider besseres Wissen dennoch so vorgesetzt. Eine schlimme und traurige Sache.
Bürger wird aber schon von klein auf so erzogen und geprägt, dass er/sie nicht selber nachdenkt, sondern denken lässt. Dafür haben wir schließlich unsere Experten. Das sind aber regelmäßig nur moderne KaffeesatzleserInnen.
Selbst die kurzfristigen Vorhersagen der sog. Wirtschaftsweisen sind mit schöner Regelmäßigkeit falsch. Das Geld können wir uns also sparen.
Die Wettervorhersage ist trotz immenser IT-Aufrüstung nicht besser als vor 50 Jahren. Auch Klimawandel verliert seinen Reiz, wenn wir einen größeren Zeitraum betrachten.

Auch das Wetter hält sich nicht an Vorhersagen

Seriöse Wetterpropheten sagen, dass nur für 3 Tage vorhergesagt werden kann - und auch diese Vorhersage stimmt nicht immer.
Herr Bosbach hat Recht. Prognosen werden nur gemacht, um Interessen zu untermauern. Das kurze Gedächtnis hilft darüber hinaus, den Fehlprognostikern aufs Neue zu glauben. Ein Glück, das es meistens anders kommt. Die Prognosen legen oft das Lineal an die Vergangenheit und schreiben diese fort. Diese Bedingung "wenn sich nichts ändert" wird dann in der Beurteilung einfach weggelassen. In über 70 Jahren meines Lebens habe ich immer wieder erlebt, dass nicht vorhersehbare Veränderungen die Prognosen "über den Haufen geworfen" haben. Der Mensch ist innovativ und hat auch Lösungen für Probleme gefunden, die wir heute noch gar nicht kennen.

Das Problem ist größer

Der Mensch tendiert dazu das Kinderkriegen immer länger aufzuschieben - weil es in unserer Psyche überhaupt nicht angelegt ist, selbst zu entscheiden, wann wir Kinder kriegen wollen. Und weil diese Überflussgesellschaft an allen Ecken und Enden mit vermeintlichem Glück lockt, das kein Wahres ist (sondern Arbeit).
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Nicht nur ist die durchschnittliche Kinderzahl massiv gesunken, das Alter in dem Frauen Mütter werden, ist zudem massiv gestiegen.
Dazu kommt die deutsche Rechtssprechung, die unverheiratete Väter als Menschenmaterial behandelt, und Alleinerziehende in Armut stößt - all das sinZeichen einer kinderfeindlichen Gesellschaft
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Die Demographie ist bestimmt nicht Schuld am Fachkräftemangel - aber die Position, dass das alles keine Probleme wären, die kann ich nicht gutheißen - zumal hier sehr revisionistisch Argumentiert wird. A posteriori wird nun festgestellt, dass es ja trotzdem irgendwie weiterging - die demographischen Warnungen daher gehaltslos seinen-also ich weiß ja nich

@Sören Padel - Metaebenen-Diskussion auch notwenig

Sie haben schon recht mit der Gebrutenzahl. Generell halte ich eine MetaDiskussion über richtiges statistisches Schliessen aber für ziemlich notwendig, da es immer noch sehr heufig vorsetztlich oder nicht ausgenutzt wird. Die Gebrutenzahlen sind in der Tat runter gegangen und daher ist politisch wie sie schreiben ein reines Umlagesystem schwierig. Vor diesem Problem standen rotgrün damals,obgleich man es hätte schon vorher absehen können. Womit er aber recht hat ist das die gesammt Bevölkerungszahl konstant blieb, wir also nicht aussterben und einfach nur mehr Kinder kriegen ebenfals zu Problem führen würde. Ich fürchte das nicht nur Bosbach bei Prognose und Fortschreibung nicht differenzieren und wenn dies Lobbyverbände tun ist es noch problematischer. Ich fürchte er hat recht, dass Demographieprognosen über mehr als 20 Jahre sehr hohe Varianzen haben. Fortschreibungen zum Austesten von Szenarien sind dennoch (genauso wie beim Klima) sehr aufschlussreich.

Noch einmal Danke..

.. aber ich würde gerne noch nachtragen:
Im Rückblick ist vieles einfacher. Aber es ist jetzt auch klar.
Und das alles ein nur ein großes Missverständnis war?
In den 1960er Jahren wurde uns gelehrt, dass Erdöl nur noch ca. 30-40 Jahre reicht. Meine Kinder lernen das heute noch in der Schule?
Indien, Rumänien usw. waren alles
Analphabeten. Heute holen wir uns von dort die Experten. Obwohl wir doch das beste Ausbildungssystem der Welt haben!
Meine Oma wurde trotz starkem Asthma älter als die heutige Lebenserwartung der Frauen, die ja seitdem "drastisch" angestiegen ist.
Und das ohne Medikamente! Bei unserem Fortschritt in den letzten 40 Jahren (Medizin, Pharma, Ernährung) müssten wir eigentlich schon ewig leben. Aber die Nebenwirkungen sorgen schon für das "Gleichgewicht".
Der Jugendwahn treibt seine Blüten. Nicht erst heutzutage. Alte Menschen gab es schon immer. Und sie hatten ihren Platz. Aber die Statistik rechnet heute anders. Bleibt die Frage nach dem Motiv!

Ist doch ganz einfach

Wer etwas gegen die demografische Entwicklung tun will, soll halt möglichst viele Kinder großziehen. Wer jetzt sagt "das kann man sich nicht leisten", der meint doch in Wirklichkeit "mit dem Geld mache ich lieber Urlaub und kaufe mir ein neues Auto".

Womit wir wieder beim Egoismus wären, den alle immer nur den anderen vorwerfen.

Die Kinder von heute...

... sind die Eltern von morgen. Wenn heute weniger Kinder geboren werden, dann wird es auch in der naechsten Generation weniger geben.
Ich habe mit Demographie Professoren gesprochen die gaenzlich anderer Meinung sind als Herr Bosbach. Rein rechnerisch ist es auch offensichtlich.
Unsinnig ist es auch, wie er unseren Bevoelkerungsrueckgang mit der Ueberbevoelkerung in Afrika vergleicht. Es ist als ob man mit einer Hand im heissen und mit der anderen im kalten Wasser ist und sagt es ist schoen warm. Bevoelkerungsschwund und Ueberalterung sind reale Probleme die vor allem im Osten spuerbar sind. Die Augen davor zu verschliessen, nur weil es ein unangenehmes Thema ist, ist gefaehrlich.

Noch etwas Unvorhergesehenes

Ein weiterer Faktor, der 1960 neben Antibabypille und Trend zur Kleinfamilie nicht vorhergesehen wurde: Abtreibungsgesetzgebung und -praxis.

Von diesem vielschichtigen Thema seien lediglich die hier relevanten Zahlen herausgestellt: Bei über 100.000 Abtreibungen pro Jahr (vor 10 Jahren und länger noch deutlich mehr) kommt schon eine große Anzahl fehlender Menschen zusammen.

Dieser (meiner Ansicht nach sehr bedauerliche) Gesichtspunkt unterstreicht also noch die von Prof. Bosbach genannten Argumente, dass gesellschaftliches Wohlergehen mehr ist als das Schlagwort "demographischer Wandel".

Die Diskussion sollte breiter geführt werden. Nun geht es um komplexe Zusammenhänge. In der heutigen schnellen Medienwelt müssen wir uns alle die Frage stellen: Sind Journalisten kenntnisreich genug, diese Zusammenhänge verständlich zu machen, und ist deren Publikum geduldig und interessiert genug, länger als nur einen Halbsatz lang zuzuhören und dann noch darüber nachzudenken?

@Sören Padel

Zitat:"im Falle Bosbach aber sehr verwundern muss, und man sich fragt, warum tut er das. Fortschreibungen sind eben keine Prognosen, sondern Szenarien, die unter bestimmten Bedingungen bestimmte Entwicklungen beschreiben, während Prognosen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Entwicklungen vorhersagen."

sorry aber ist das jetzt nicht die Erbse von innen poliert?
Eine Fortschreibung ist eben auch eine Prognose nur das sie eben auf Grund von quantifizierbaren Zahlen ellein beruht. Eine allgemein Prognose beinhaltet aber auch nicht quantifierbare Fakten, Wissen, Verknüpfungen und Denkweisen!

Ich denke, das Herr Bosbach genau die Problematik auf den Tisch bringt, die uns die europäische Krise wesentlich mit eingebrockt hat.
Denn gegenüber dem gesellschaftlichem Schuldenaufbau steht ja immer der private Vermögensaufbau!
Vor lauter Angst vor Altersarmut, vergessen viele Deutsche das man heute lebt und in Zukunft sowieso stirbt!

@Sören Padel

Faktenanalyse bedeutet auch, dass ein umlagefinanziertes Rentensystem, ebenso wie die Kapitalgedeckte Altersvorsorge, an der Produktivität hängt. Geld kann man bekanntlich nicht essen. Wenn also die Schauermärchen der privaten Versicherungswirtschaft gebe es keine Möglichkeit die Volkswirtschaft am Laufen zu halten.

Dann ist aber die Diskussion über Demographie bei der Altersvorsorge absolut überflüssig. Bosbach hat hier angemerkt, dass wir nur durch Produktivität überhaupt eine Rente leisten konnten, weil es diese Entwicklung schon früher gab. Wie sie darauf kommen, er ignoriere also die Demographie, ist mir ein Rätsel. Er bindet die Demographie in den Kontext ein, statt nur eine Behauptung aufzustellen.

Reiche immer reicher

das ist die logische konsequenz aus dieser volksverarsche.

macht kaputt was euch kaputt macht

fachkräftemangel, dass ich nicht lache bei 3 mio. arbeitslosen. das sind wohl alles nichtnutze und arbeitsverweigerer ? die realität sieht anders aus, da sind es 5-6 mio arbeitslose und 75% davon sind teure facharbeiter.

durch billige osteuropäer in zeitarbeitsfirmen werden diese deutschen fachkräfte ersetzt. deutsche studenten erhalten eine arbeitsstelle bei deutschen konzernen als dauerpraktikanten.

soviel nur mal zum thema gewinnmaximierung , unternehmerischer verantwortung und angeblichen fachkräftemangel. billigkräfte aus osteuropa wollen sie, nix weiter. und der "European Round Table" gibt weiter die Wünsche an Merkel weiter, wie schon an Schröder.

in welcher firma wird merkel sich ihre belohnung abholen nach ihrer zeit im öffentlichen dienst ?
schröder musste noch ins ausland zu putin, sonst wäre es zu offensichtlich gewesen, roland koch blieb schon in hessen und merkel ? düsseld

Meine Prognose: Die Auguren ...

... werden nicht aussterben, die uns erzählen wollen, was morgen oder übermorgen passiert. Es gibt nette Filme von Möbelmessen aus den 1960ern, wo so genannte Experten einen Blick in die Zukunft wagen: einfach zum Schießen!
Heinz Erhardt hat in dem Bühnenstück "Das hat man nun davon" in einer Szene gesagt: "Schreiben Sie mal, wenn Sie ein Telefon haben!" Hat er das aus Scherz gesagt oder hat er tasächlich gewusst, dass es mal Telefone geben wird, mit denen man tatsächlich schreiben kann? ;-)

Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung

Bosbach: Ohne die Angst vor dem demographischen Wandel wären die Arbeitgeber nie aus der paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung herausgekommen. Stimmt das?
Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen jeweils einen Beitragssatz von 9,45 Prozent.

@Sören Padel Faktenanalyse II

Zitat:"Das die Mängel bei der Ausbildung und die Ausweitung des Lohndumpings die gesamte Situation verschärfen ist klar, aber das größte Problem ist nun mal der Geburtenrückgang, der auch durch Zuwanderung gar nicht zu lösen ist, da ja nicht nur 22-jährige fertig Ausgebildete einwandern die dann mit 65 wieder auswandern, ohne Rentenansprüche mitzunehmen."

Aber genau das ist es, was Herr Bosbach wohl meint. Angst lähmt! Und hier lähmt sie die Gesellschaft und jeden Einzelnen sich zu verwirklichen und einfach das Leben zu leben. Warum werden heute weniger Kinder geboren?
Weil es heute möglich ist, SEX ohne Folgen zu haben! Und damit wird der Nachwuchs planbar. Das will sicher niemand ändern, aber was man ändern kann, ist der Lebensplan.

Aber es ist Irrsinn nach dem Schuldigen zu suchen, auch ist es Irsinn so weiter zu machen.
Wir haben heute Möglichkeiten und Potential was es noch nie gab. Und dazu gehören auch Fakten über die sichere Existens jedes Einzelnen.

Kinder, die gestern nicht geboren wurden, die können morgen ...

... nicht mehr nachgeboren werden. Das ist ein Fakt. Insofern kommt der demografische Wandel.
.
Recht hat Herr Bosbach sicherlich damit, dass der demografische Wandel als Ausrede benutzt wird: Förderung fehlt in der Krippe, im Kindergarten, in der Schule, in der Ausbildung, an der Hochschule und an der Uni. Wie unsere Eltern und Kinder vom Staat abgezockt und ausgenommen werden, das ist schon unglaublich.
.
Fast 10% der Jugendlichen jedes Jahrgangs lassen wir ohne Schulabschluss ziehen. 8% bekommen keine Arbeit. Wir haben unmenschliche NCs auf den Studiengängen. Wir zahlen keine Fahrkarten zur Schule, wir verlangen Studiengebühren. Wir holen junge Menschen nicht aus den Hartz-4-Spiralen.
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All das spart Geld. Geld das von den vielen Uli Hoeneßen in Deutschland nicht eingetrieben wird. Den ganzen (z.T. kinderlosen) Reichen wünsche ich, dass sie eines Tages den Hintern von einen Roboter abgewischt bekommen. Recht hart eingestellt.
.
Gruß Harald Friedrich

Stimmt so :)

Sämtliche Aussagen von Herr Bosbach in diesem Interview sind korrekt und kann ich nur bestätigen.

Wer freiwillig vom Statis weggeht,

der weiss von was er redet.

Er hat es geblickt.

Danke tagesschau, dass ihr so jemanden auch mal veröffentlicht habt.

Wurde auch langsam mal Zeit, nach all den mainstream-nachrichten.

@Sören Padel

Sorry, aber Sie arbeiten hier mit falschem Zahlenmaterial. Bewusst?
In den 1960er Jahren hatten wir in der Tat ca. 1,2 Mio Geburten und in den letzten Jarhen zw. 600-700.000.
Aber schon in den 1980/1990er Jahren lagen die Geburten im Bereich 800-900.000. Und seit 2000/2002 liegen sie auf unserem heutigen Niveau.
Und seit 1972 überwiegen die Todesfälle die Geburten!
Also alles Fakten, die eine These der Überalterung der Gesellschaft in D eigentlich nicht unterstützen.
Herr Bosbach spricht halt über Dinge die man in bestimmten Kreisen nicht gerne hört.
Und wo ist das Problem wenn 1 AN für 1 Rentner die Beiträge zahlt?
Gäbe es keine Rente und müsste AN für seine Zukunft sparen (also 1:1).
Müsste er/sie mehr sparen, als der heutige Rentenbeitrag ausmacht um im Alter gut zu leben? Nein!
Umlagenfinanziert suggeriert längst etwas falsches! Nicht jedes EK zahlt in die Rentenkasse (die BBMG ist zu niedrig)! Und viele AN sind mit ihrem EK im Niedriglohnbereich.
Da stimmt die Rechnung nicht!

Wissenschaftlichkeit ade, Herr Bosbach

Es ist klar, dass seitens einiger Professoren auch mal gerne "Weisheiten" in einer wissenschaftlich ungenauen Art unters Volk geworfen werden (Anti-Elfenbeinturm), speziell von FH-Profs.

Allerdings kommt das Interview inhaltlich arg vereinfacht daher. Selbstverständlich ist die genaue Prognose von Zu- / Abwanderung, Grippewellen oder anderer Faktoren nicht möglich. U.a. politische Entscheidungen und die globale wirtschaftliche Entwicklung haben hier einen grossen Einfluss.

ABER: Was definitiv bekannt ist, ist der massive GEBURTENRÜCKGANG seit vielen vielen Jahren. Und das führt DEFINITIV zu einem starken Bevölkerungsrückgang. Denn diese Kinder fehlen bereits. Das ist KEINE PROGNOSE mehr. Und eine NETTOzuwanderung in Millionenhöhe ist polit. definitiv nicht durchsetzbar, wenn ich mir D heute so ansehe.

Mag sein, dass da auch einige ihr wirtschaftliches Süppchen darauf zubereiten wollen und wollten, aber die PROBLEME WERDEN TROTZDEM KOMMEN.

Apropos Geburtenrate

War nicht erst kürzlich die Meldung zu lesen, dass die tatsächliche Geburtenrate (Kinder pro Frau) höher ist, als bislang zu Grunde gelegt, da nicht ausreichend berücksichtigt worden war, dass heutigentags viele Frauen Kinder noch in einem Alter bekommen, in dem früher Kindersegen für ausgeschlossen gehalten wurde?
Haben wir es möglicherweise mit einem Prozess der Verlangsamung zu tun? Längere Ausbildung, spätere Familiengründung (mit oder ohne Trauschein), spätere Rente, späterer Tod?

@Phonomatic - Besser späht als nie

Das immer spähtere Kinder bekommen (solange man welche bekommt) hat auch Vorteile. Ein biologischer Aspekt ist, das es eine (sorry für die Ausdurcksweise) Züchtung auf Langlebigkeit ist, früh sterbende werden ausselektiert (klingt absolut makaber - stimme ich zu). Die Generationen werden zeitlich stärker auseinander gezerrt. Wenn die Leute aber länger leben und länger arbeiten ist das spähte Kinderbekommen nicht so dramatisch. Für eine stabiele Gesammtpopulationszahl ist es sogar förderlich. Wenn es keine medizinischen Risiken gibt würde ich von einer spähten Schwangerschaft nicht abraten.
Mit der schlecht geregelten "Rechtssprechung für unverheiratete Väter" ist absolut war. Das scheint noch auf altmodischen Ideen "Väter hätten nichts mit Kinderaufzucht zu tun" zu beruhen, sehr schade.

Was soll das Herr Bosbach ?

Ein vollkommen unsinniges Interview. Ich sehe es doch im alltäglichen Leben auf der Strasse, dass immer Ältere unterwegs sind.
Die Anzahl der Pflegebedürftigen steigt, Schulen werden geschlossen, weil es nicht genügend Schüler gibt. Der Vergleich mit Afrika ist bitter, polemisch und nicht akzeptabel.

April April !

War alles nur ein Scherz mit dem demographischen Wandel. Gibt's in Wirklichkeit gar nicht.
Bitte mal die Kirche im Dorf lassen und kurz ein paar Grafiken / Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung der letzten Jahrzehnte anschauen !

Nichtfinanzierbarkeit der Rente?

Der demografische Wandel ist ein Fakt. Außer Acht lässt man aber den Zuzug von ausländischen Arbeitnehmern. Aber nicht nur das:

Würde die Produktivität der Wirtschaft in den nächsten 30 Jahren nur um 2,5% jählich steigen, so hätten wir bereits im Jahr 2043 ein doppelt so hohes Volkseinkommen wie heute, bei 3% wären dies schon 1,5 mal so viel und bei 5% sogar 3 mal soviel.

Anders ausgedrückt: Die jährliche Produktivitätssteigerung durch Automatition, Computer und Roboter sorgt bereits bei einem Faktor von 2,5% dafür, das wir in 30 Jahren mit der Hälfte der Menschen genausoviel erwirtschaften wie heute.

Es geht also eher um die Verteilung des so geschaffenen Reichtums, nicht um die Frage, ob unsere Sozialleistungen noch zu zahlen sind.

Genau aus diesem Grund sind die heutigen Sozialleistung noch zu zahlen, obwohl die Zahl der Rentner in den letzten Jahrzehnten um 30% angewachsen ist.

Genau hingucken

Ich muss Herrn Padel zustimmen. Nur weil es 'in' ist dem 'Mainstream' zu widersprechen, kann man die Realitäten doch nicht einfach ignorieren. Jeder der einigermaßen sehen und denken kann, muss zu dem Schluss kommen, dass der demografische Wandel ganz erhebliche Probleme mit sich bringen wird. Dass die Renten schon lang nicht mehr sicher sind, ist doch kein Schreckgespenst mehr, sondern eine sehr bittere Wahrheit für die junge Generation. Dass wir einen massiven Rückgang der Geburten haben ist schlichtweg Fakt. Das kann man doch nicht ignorieren und den Kopf in den Sand stecken und hoffen, dass schon nicht alles so schlimm werden wird. Wenngleich mit Statistiken viel Schindluder getrieben werden kann, bieten sie doch die Möglichkeit über mögliche und wahrscheinliche Szenarien nachzudenken und sich entsprechend zu wappnen. Was Herr Bisbach hier tut ist mindestens so gefährlich, wie falsche Statistiken. Man muss halt immer genau hingucken, wer was sagt und sich ein eigenes Urteil bilden.

Satire oder schlecht recherchiert?

Zu allem Überfluss auch noch hier im Forum bejubelt. Energiekonzerne planen nicht für 20, sondern z.T. für 40 Jahre, um den einfachsten Punkt dieses Artikels zu widerlegen. Man kann heute schon sagen, wer in 30 jahren in Rente gehen wird. Rentner haben nun mal eine lange "Produktionszeit", in D bald 67 jahre. Natürlich weiß man nicht, ob uns in 10 Jahren Aliens überfallen, ein Atomkrieg ausbricht.

@WaSe
"Und wo ist das Problem wenn 1 AN für 1 Rentner die Beiträge zahlt?
Gäbe es keine Rente und müsste AN für seine Zukunft sparen (also 1:1)."
Früher hat man in Kinder investiert, so dass diese aushelfen konnten (China -> Ausbildung). Unabhängig davon arbeitet man 40 Jahre und bekommt 20 jahre lang Rente (also 2:1), mittlerweile arbeitet man etwas länger und bekommt etwas länger Rente.
1:1 bedeutet, dass der AN die Hälfte seiner Einkommens an den Rentner abgibt, oder der Rentner lebt schlechter. Vorsorgen konnte/ sollte der Rentner nach Ihrem Modell ja nicht, da 1:1.

Glaube was Bosbach kommunizieren will ist das es zumindest was die Renten angehet nicht so sehr auf die absoluten Bevölkerungszahlen oder Geburtenzahlen in einer demographischen Gruppe ankommt, sondern auf die wirtschaftliche Produktivität. Diese ist tatsächlich stetig gestiegen somit kann zumindest solange dem so ist kann man tatsächlich mit kleineren Mengen die Rente erwirtschaften. Es kann sogar sein, dass bei guter Wirtschafsleistung eine zu hohe Geburtenrate Probleme in der Zukunft kreiert. Das Problem mit der Wirtschafsleistung ist allerdings, dass diese warschl. noch schwieriger vorrauszusagen ist als Bevölkerungszahlen. Denke sie haben alle recht, runter spielen sollte man Demographische Entwicklungen nicht, aber der einfache Ratschlage "mehr Kinder" halte ich für zu simplistisch.

Geburtenrückgang?

@ Koelle_am_Ring
Es gibt seit keinen Geburtenrückgang. Die Geburtsraten liegen auf niedrigen Niveau (knapp unter 1,4 Kinder) sind aber wieder leicht ansteigend. Im Osten etwas mehr als im westen. Und das fürt definitiv nicht zu einem starken Bevölkerungsrückgang. Bitte nicht nur die Statistiken von vor 5 Jahren lesen!

Rosige Zeiten

übrigens beschreibt der Mann die heutige Situation mit zunehmenden Armutsrenten und Niedriglohnsektor als gut. Die Welt wird durch den Demographischen Wandel nicht untergehen, übrigens auch in D nicht. Es werden auch in 40 Jahren Umlagenfinanzierte Renten bezahlt (hoffentlich), diese werden aber niedriger sein als der H4 Satz. Es ist richtig, dass der AN für das Alter vorsorgen muss und sich nicht nur auf die Umlagenfinanzierte Rente verlassen kann.

Demografie ist eine Realität und keine Gruselgeschichte. Auf jede Realität kann die Gesellschaft sich einstellen / an diese anpassen.

Dafür schadet jede neoliberale Beteiligung an unseren ansonsten funktionierenden Solidarsystemen.

Meine Private Vorsorge ging Ende 90 baden ( Kursrisiko !?! ).

Hätte ich regulär mehr einzahlen dürfen, würde ich jetzt ohne Grundsicherung von meiner Rente wegen Erwerbsminderung leben können.

Wirtschaft hat in unseren Sozialsystemen ebensowenig verloren,
wie in jeder politischen Einflußname.

Die Wirtschaft darf sich aus ihrer Verantwortung stehlen, damit politische Parteien mehr in Ihrer Schatulle haben ?
Für diese soziale Schieflage solche fahrlässig unnützen Prognosen ?

Verboten gehört das!!

Als Bürgerin fühle ich mich massivst eingeschränkt in dieser aufgenötigten Lobbyumgebung.

"Die Wirklichkeit der Hausfrau"

Helge Pross, hat in 1976 in einem Buch (Dt. Sachbuchpreis, 25-Tsd. Auflage) einige Jahre nach Erfindung der Pille die Veränderung durch die "Hausfrau" beschrieben. Bereits vor 37 Jahren (das sind knapp zwei Generationen) wird dort der Wandel zur kleineren Familie, zu mehr Singles prognostiziert.

"Die Berufsorientierung ((... der Frauen...)) breitet sich aus - vorsichtig, zaghaft, schwankend, aber sie breitet sich aus. ... Nichts spricht dafür, dass sie sich rückgängig machen lässt. .... ... Es handelt sich nicht nur um "Frauenfragen", es sind Nöte, Probleme, Fragen und vor allem Aufgaben des Gemeinwesens insgesamt, wie sehr sich dieses gegenwärtig noch weigert, das zur Kenntnis zu nehmen."

Diese Verweigerung hat uns sicher weniger 2-Kind-Familien, weniger Kinder überhaupt eingebracht. Die Rentenproblematik wird darin auch eingehend "prognostiziert".

Es liegt nicht an den Prognosen, es liegt an den Ignoranten - und betrifft nicht nur "die deutsche Hausfrau."

@Koelle_am_Rhing: Nicht immer nur eine Größe

Sie schreiben: "ABER: Was definitiv bekannt ist, ist der massive GEBURTENRÜCKGANG seit vielen vielen Jahren. Und das führt DEFINITIV zu einem starken Bevölkerungsrückgang."
Nö, wir hatten lange eine konstante Einwohnerzahl, jetzt sogar leichtes Wachstum.

Wie bei jeder Populationsdynamik kommt es auf Gebrugen-, Sterbe-Rate, Zu- und Ab-Wanderung an.

Wenn die Populationsgröße ein Erhaltungsgröße sein soll können diese vier Raten unterschiedlich gewählt werden.

Natürlcih kommt es auch nicht nur auf die Populatinsgröße an. Wir werden aber eine überalterung nicht nur durch mehr Kinder in den Griff bekommen (ein bischen mehr könnten es natürlich sein). Es muss auch über eine neue Arbeitsverteilung gesprochen werden. Sonst verschiebt man das Problem nicht in die Zukunft.

@79kaba38 paritätische Sozialabgaben

M.W. nach wird der Rentenbeitrag noch paritätisch von AN und AG bezahlt. Anders sieht es schon bei der Krankenkasse aus. Hier zahlt z. B. ein Arbeitnehmer bei 3000 EURO brotto ca. 250 EURO, während der Arbeitgeber nur ca. 220 EURO zahlt. Auch bei der Pflegeversicherung zahlt der Arbeitnehmer inzwischen einen größeren Beitrag als der Arbeitgeber.

@79kaba38 Nachsatz paritätische Finanzierung

Herr Bosbach meinte sicher die Einführung der Riester-Rente, in die ja jeder 5% seines Einkommens einzahlen soll.Hier beteiligt sich ja der Arbeitgeber nicht. Und ohne diese würde die Rente nicht reichen. Würde man den Rentenbeitrag um 5% anheben und paritätisch finanzieren, so würde ja der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber jeweils 2,5% zahlen. Das ist natürlich ein Ausstieg der paritätischen Finanzierung der Rente durch die Hintertür.

@ tettigonia

aloha :)
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das spähte Kinderbekommen nicht so dramatisch. Für eine stabiele Gesammtpopulationszahl ist es sogar förderlich.
Ich meine, da hat Sie die Realität überholt. Unsere Gesamtpopulation ist stabil rückläufig.
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Züchtung auf Langlebigkeit [...] früh sterbende werden ausselektiert.
Diesen "darwinistischen" Ansatz finde ich inhaltlich unzumutbar - wer würde denn "biologisch aussortiert"? Frauen die bis 36 sterben? Männer über 90? Das macht doch gar keinen Sinn :)
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Das alles folgt m.E. nur einer Logik: "mehr für mich allein" - und ist damit voll im Zeitgeist.

09:21 von Vivala Revolution die ARD die Wahrheit demonstriert?

Wenn der ARD und allen öffentlich-rechtlichen Programmen,die Wahrheit so sehr am Herzen läge, dann würde endlich auch einmal die Partei die Linke eingebunden.
Die Wähler sollten sich selbst mal die Mühe machen, wer alles bei den Öffentlich-Rechtlichen, besonders in der letzten Zeit bei diesen Themen zu Worte kommt.
Die sozialen Themen werden besonders vor der anstehenden "großen Richtungswahl",mit den für Hartz4 verantwortlichen Parteien von CDU/FDP und SPD/Grünen, in den einschlägigen Sendungen von Anne Will bis Illner, mit Beteiligung aller möglichen "Experten" ohne Beteiligung der Partei die Linke diskutiert!
Gerade die Partei die Linke, die Von Anfang an, zu dieser neoliberalen Politik der anderen Parteien, eine gerechte soziale Politik für die Masse der Menschen entwickelte.
Mache man sich mal die Mühe und schaue in die Medienarchive der betreffenden Sendungen für dieses Jahr, wem jetzt diese soziale Lösungskompetenz, mithilfe der Medien, zu unrecht zugeschrieben werden soll.

Wachstum

Problematisch ist für mich, dass unsere ganze Gesellschaft auf Wachstum getrimmt ist: Demografisches Wachstum, wirtschaftliches Wachstum, Wachstum der EU und der Anzahl ihrer Mitgliedsstaaten.
Aber: D hat 81 Millionen Einwohner, d.h. wir sind das bevölkerungsreichste Land der EU! Wo läge das Problem, wenn wir irgendwann nur noch 50 Millionen wären? Wozu müssen wir massenhaft Unterqualifizierte "importieren"? Warum sollten wir unsere Bevölkerung mit Menschen aus anderen Kulturkreisen systematisch "unterfüttern", nur um auf dem Papier die gleichen Zahlen zu haben?
Wenn weniger im Land sind, müssen auch weniger versorgt werden. Und noch riesigere Massenkonzerne brauchen wir auch nicht. Ich plädiere für eine schrittweise eingeleitete Autarkie Deutschlands. Nur Import von Gütern und Ressourcen die wir selber NICHT haben! Und - weg von Bologna, weg von Bulimie-Lernen, weniger ökonomisierte Universitäten.

Ich bin erbost, wie dieses

Ich bin erbost, wie dieses Thema verharmlost wird. Schon allein, der Vergleich mit kinderreichen afrikanischen Ländern, die ja dann blendend dastehen müssten, zeigt auf, wie naiv diese Haltung ist. Das sind rein infrastrukturell und wirtschaftlich zwei verschiedene Welten. Es gibt immer mehr alte Leute, die man nunmal nicht bis zum Tode malochen lassen kann. Das ist für die, ein Leben lang geleistete Arbeit schlicht und ergreifend entwürdigend. Wer bekommt denn heutzutage noch Kinder? Jeder vernünftige und zukunftsorientierte Mensch überlegt sich doppelt und dreifach ob er seinem Kind eine Welt zumuten will, die derzeit von den amtierenden Parteien in sämtlichen Aspekten kaputtregiert wird. Der Großteil derer, die Kinder bekommen, sind Leute der "Unterschicht" und Bereicherer die dank des Sozialsystems noch locker über die Runden kommen aber im Endeffekt in der Regel aus vielerlei Gründen keine produktiven Nachkommen großziehen.

@Sephiroth Milchmädchenrechnung

Sie schreiben:"...1:1 bedeutet, dass der AN die Hälfte seiner Einkommens an den Rentner abgibt,..."

Das würde ja nur dann stimmen, wenn der Arbeitnehmer von seinem Einkommen den Rentner bezahlen muss. Die Hälfte zahlt aber (noch) der Arbeitgeber. Zudem steigen die Gewinne der Wirtschaft durch den von mir schon beschriebenen Produktivitätsfortschritt rasant an. Schöpft man diese nun ab und sagt z. B. Die Managergehälter und Unternehmensgewinne seien hoch genug, wäre genug Geld im System um die Rentner zu finanzieren.

Produktivität

Wenn man über Produktivität redet, dann sollte man diese zumindest nicht doppelt verrechnen. Ja die Produktivität steigt, ja dadurch kann 1 Person mehr "Leisten". Sofern mit der Produktivität argumentiert wird, wird sie aber oft 2 mal berücksichtigt. Die produktivität steigt, daher können wir die Renten anheben (sogar müssen). Die Produktivität steigt, daher kann 1 AN mehr Renter versorgen als heute.

Zusätzlich zur Produktivität sollte man die Inflation bedenken. Wenn 1 AN in 40 Jahren 2000 € statt 1000 € erwirtschaftet, bringt das weder ihm noch den Rentnern viel. Unser Lebensstandard steigt auch kontinuierlich, sei es nur, dass der Rechner schneller wird oder wir mehr Umweltstandards berücksichtigen.

DANKE, DANKE, DANKE !

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Danke an Hr. Bosbach und Danke an einen Journalisten der abseits vom (ohnehin meist fehlgeleiteten) Mainstream denkt und arbeitet!
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Was mir gefehlt hat in dem Artikel ist der Hinweis, daß die Produktivitätssteigerung der jetzt gerade in die Rente gehenden Generation ein Vielfaches der demographisch begründeten Kostensteigerung für Ruhestandszahlungen ausmacht. Nachzulesen ist das in einer ganzen Reihe von Veröffentlichungen, die im gesteuerten Mainstreamgejammere untergegangen sind.
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Ja - hier ist bewußt Panik geschürt worden, um die Billionen von Euros freizuschaufeln, die heute in Steuerparadiesen herumliegen!
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Es wird Zeit, daß wir (der Souverän) uns diese Euros zurückholen!
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Grüß Gott
und Glückauf
Friederich Prinz

Top ausgebildeten Facharbeiter weden mehrheitlich nur noch befristet oder besser gleich über Zeitarbeit zu bekannt üppigen Löhnen eingestellt.
Top ausgebildete Akademiker laufen teilweise bis zum 30. Lebensjahr mit Praktikantenverträgen herum und finden dann vielleicht eine Antellung bei einem Menschenhändler.
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Fachkräftemangel?
Höchstens an Fachkräften die dazu bereit sind, für (fast) nichts zu arbeiten und mit einer gefühlten 24/7-Verfügbarkeit klarkommen müssen.
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Lebensplanung?
Fehlanzeige
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Ein Mindestmaß an (Planungs-) Sicherheit?
Fehlanzeige
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Das sind - und das höre ich auch mehrheitlich im Bekannten- und Kollegenkreis - die Hauptursachen für den Geburtenrückgang.
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Wer ist der Verursacher dieses Fiaskos?
Auch hier (wie so oft) stinkt der Fisch vom Kopf her und die Köpfe sitzen in den Lobbygruppen und den Ministerien.
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@Redaktion:
Ermöglicht doch bitte wieder Leerzeilen um die Texte vernünftig strukturieren zu können.
(Leerzeile)
Danke

@Uwe M. und @tettigonia

@Uwe M.
Die Fruchtbarkeitsziffer bewegt sich seit Mitte der 90er immer zwischen 1,33 und 1,39. Das hat sich auch in den letzten 5 Jahren nicht geändert. Schauen Sie sich bitte einmal die Bevölkerungspyramiden und den Anteil der über 65 jährigen an. Da kommt noch einiges in den nächsten 20-30 Jahren auf uns zu.

@tettigonia: Wir erleben die letzten jahre mit konstantem bzw. leicht steigender Bevölkerungszahl (Einwanderung wegen Krise). Die Zahl der Einwohner wird in den nächsten Jahrzehnten drastisch sinken auf ca. 65 - 70 Mio Einwohner (aktuell ca. 82).Kann Ihnen leider keine Links mit den Zahlen schicken.Sterbewahrscheinlichkeiten sind relativ gut zu schätzen. Von da kommt kaum Entwarnung. Zuwanderung ist politisch extrem schwer durchzusetzen, ggf. wird es eher zukünftig wieder eine Nettoabwanderung geben (wie vor der Krise).

@tagesschau-Redaktion:
Wieso unterlegen Sie solche populistischen Interviews nicht mit Fakten ??

Wenn ich ehrlich bin ,ist mir

Wenn ich ehrlich bin ,ist mir Deutschland schon lange zu dicht besiedelt.Vor 30 Jahren sagte die Demografie einen Rückgang von 5-8 Millionen Menschen in Deutschland voraus.Man kann auch von Sättigungsmenge sprechen, die sich mal in die eine und wieder in die andere Richtung entwickelt.Stimmen Sie mit mir überein dass eine Überbevölkerung a la Bangladesch in diesem Lande ein Horrorszenario wäre? Global gesehen ist es sehr vernünftig wenig Kinder in die Welt zu setzen.

Erfrischend ehrlich- erfrischend deutlich....

Mal wieder ein erfrischendes Interview, das die interessengeleitete Demografie-Panik bestens dekuvriert!
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Prof. Bosbach ist in seiner Darstellung schlüssig und nachvollziehbar, wenn er vor allem aufzeigt, welche Gruppen ein Interesse an der „statistischen Verzerrung/Prognose“ haben, insbesondere, wenn hier bspw. die „Interdependenzen“ zwischen der arbeitgebernahen „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ und der Versicherungswirtschaft aufgezeigt werden, die die Demografie „politik- und panikfähig“ gemacht hat, wobei seine drastische Formulierung, dass “ diesbezügliche Formulierung offensichtlich bescheuert seien“, den Nagel auf den Kopf trifft.
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In der Tat kann Statistik und Demografie etwas im Rahmen kurzfristiger, also zeitnaher Prognosen leisten- nicht mehr, aber auch nicht weniger, und dies kann man wohl nicht oft genug betonen, um diesen politischen und interessengeleiteten Prognosewahn den Boden der Glaubwürdigkeit zu entziehen!

Korrektur

Ich möchte mich für meine veralteten Zahlen entschuldigen.
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Die aktuellen sehen so aus:
Ausgaben des Bundes 2013: 302 Mrd.€
davon für Arbeit und Soziales: 119,2 Mrd.€
davon als Übertrag an die Rententräger: 85,3 Mrd.€
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Das heisst also, dass wir schon heute 28% des Bundeshaushalts zur Stützung der Rentenkasse verwenden. Selbst anschauen kann man sich das hier:
http://www.bundeshaushalt-info.de/startseite/#
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Dazu sollte man diese Animation geniessen:
https://www.destatis.de/bevoelkerungspyramide/
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In diesem Sinne möchte ich ebenfalls Herrn Bosbach zu seinem wichtigen und offenbar erfolgreichen Versuch, sich in aller Öffentlichkeit von der Realität zu distanzieren, gratulieren. Endlich traut sich mal jemand, das laut zu sagen, was scheinbar alle hören wollen: nämlich dass alles in Ordnung.

Als Fachkraft kann ich das nicht bestätigen

Innerhalb von 3 Jahren habe ich Lohnerhöhungen von insgesamt fast 50% erhalten, Tendenz weiter steigend. Wir suchen Mitarbeiter und finden keine. Und eine Stadt mit 50.000 Einwohnern bezeichne ich auch nicht als Ballungszentrum.

"Rentenproblem" - ein alternativer Ansatz

Die Geburten gehen zurück, die Gesellschaft "überaltert".
Mag sein.
Fakt ist jedoch, daß die Produktivität überproportional zunimmt was zu einer Steigerung des BSP pro Kopf und damit "im Durchschnitt" zu steigendem Wohlstand führt.
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Hören wir damit auf, zwischen "Erwerbstätigen", "nicht Erwerbstätigen" und "Rentern" und "Pensionären" zu differenzieren.
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Begreifen wir es als gesellschaftliche Aufgabe einer sozial angelegten Gesellschaft, alle Menschen, die Mitglied derselbigen sind auf einem menschenwürdigen Niveau zu ernähren.
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==> Bedingungsloses Grundeinkommen
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Volkswirtschaftlich betrachtet ist mehr als genug Geld im System um diese Aufgabe nachhaltig und auf Dauer angelegt leisten zu können.
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Kolabiert das heutige Rentensystem (was es durch Ausbeutung und "Oursourcing" zum Wohle der Versicherungskonzerne längst ist), müssen die Defizite ohnehin durch die Gesellschaft - aus Steuermitteln ausgeglichen werden.
Oder wollen wir die "armen" Alten unter der Brücke verrecken lassen???

demografische und andere Prognosen

Wie die Bergleute lakonisch früher schon sagten: "Vor der Hacke ist es duster."

Natürlich muss man die Ängste schüren ! ! !

Wie sonst will man denn die Erhöhung von irgend welchen Abgaben durchsetzten? Oder gar eine Heruntersetzung der Rentenansprüche.

Ich habe einmal gelernt, dsa ich keiner Statistik trauen soll, die ich nicht selber gefälscht habe und dem kann ich auch voll und ganz zustimmen. Demografischer Wandel ? Überalterung ?
Sind das nicht eher die Folgen einer Politik der Zukunftslosigkeit !
In keiner der Statistiken wird ein Grund erwähnt oder gar der Hintergrund was zur Erhebung alles mit einbezogen wurde bzw. was alles nicht in die Erhebung mit eingeflossen ist.
Wir haben immer weniger Arbeitslose folglich sollte der angäbliche Fachkräfemangel abnehmen. Aber genau das Gegenteil ist die Aussage der Industrie ! Sie wollen immer noch mehr Facharbeiter haben, gleichzeitig wird aber fast überall jedes Facharbeitergebiet umbenannt und stärker verteilt, weil angäblich das Bildungswissen immer weiter wird. Nur nicht bei den Meistern, die sind Fachmeister über Generationen hin weg.

Angstdebatten unnötig

Als ich als geburtenstarker 59-Jahrgang mit dem Studium anfing, hieß es: "Ihr werdet für das Arbeitsamt ausgebildet". War dann aber ganz falsch. Wegen der prognostizierten Lehrerschwemme habe ich sogar, auf meinen ursprünglichen Wunsch, Lehrer zu werden, verzichtet. Hätte ich doch besser machen sollen.

Dieses hin- und herrechnen, wieviel Einkommende für wieviel Rentner nötig sind, bringt gar nichts, sondern ich muss doch ehrliche volkswirtschaftliche Bilanzen aufstellen. Sinkende Geburten bedeuten eben auch Einsparpotential im Bereich der Erziehung und Bildung, geringerer Ressourcenbedarf, Verringerung notwendiger Infrastruktur.... Da muss alles auf den Tisch: sowohl Minder- als auch Mehrkosten und die Umverteilungen müssen immer wieder neu ausgelotet werden. Das macht doch jeder auch bei seinem Privathaushalt.

Gerd Bosbach ein Scharlatan oder nur ahnungslos?

In diesem Interview sind so viele offensichtliche Falschaussagen des Herrn Bosbach enthalten dass man sich fragen muss in wessen Interessen er hier unterwegs ist??
Im Gegensatz zu Herrn Bosbach ist jedes Kind in der Lage die Bevölkerungsentwicklung zumindest über die kommenden 20 bis 30 Jahre vorher zu sagen. Zumindest was die Auswirkung auf den Arbeitsmarkt betrifft, denn die Kinder die bis dahin in den Arbeitsmarkt kommen sind ja schon geboren! Einzig offen ist der Einfluss der Zuwanderung aus dem Ausland, aber das werden keine Millionen Menschen sein!
Recht hat Biosbach mit den Aussagen zu den Einflüssen der Wirschaft auf die Einführung der Riesterrente, die viel Geld aus der gesetzlichen Rentenkasse abzieht und der privaten Versicherungswirtschaft zuführt!
Recht hat Bosbach auch mit de Aussage zu der fehlenden Berufsausbildung der Jugend in den 90er Jahren bis 2005. In den letzten Jahren gibt es wieder genügend Ausbildungsplätze, die teilweise nicht komplett besetzt werden können!

Die Reichen wollen ihr

Die Reichen wollen ihr Ausbeutersystem behalten, so einfach ist das.

Und diese elitäre konzernialische Gruppe können sich auch viele Institute und sogenannte Forschungseinrichtungen leisten, um mit deren "offiziellen Mundwerk" Propaganda zu betreiben. Wahrheit, - zugegeben - ist oft Auslegungssache und Setzung von Schwerpunkten, mitunter Ansichtssache. Aber Wahrheiten sind auch Auswahlsache.

Aber die Wahrheiten und Ansichten und Interpretationen , die für die Interessen des Volkes also von uns "nützlich" oder wichtig wären, dafür gibt es keine Organisationen, Forschungsinstitute und so weiter.

Umso wichtiger sind die Medien, die auch mal Professoren zu Wort melden lassen, die sonst nicht gehört werden.
Danke ARD.

Auf die Politik als veratwortungsvolle Akteure ist offenbar nicht zu zählen. Sie sind offenbar der Hörigkeit erliegen.

@ 11:19 von Uwe M.

das stimmt so nicht, unsere Geburtenrate liegt bei 1,1 ... 1,4 wären nötig zur Populationserhaltung.

Mit vollen Segeln auf die Klippe!

So lange Politik nur darin besteht, den Konzernen und Raffern den Weg zu ebnen, statt eine nachhaltige Politik für die gesamte Gesellschaft zu betreiben, wird sich dieser Niedergang noch beschleunigen. Die Alterspyramide steht sowas von auf dem Kopf, dass es nicht ein Mal ausreichen würde, wenn junge Familien heute vier Kinder haben würden. Aber macht ja nix! Solange man genügend Gewinne beiseite schaffen kann, hält man das Karussell am Drehen. Wenn sich´s nicht mehr lohnt, wird einfach der Strom abgestellt. Dem gehen wir sehenden Auges entgegen.
Man könnte die herrschende Raffgier auch als Torschlusspanik werten. Denn warum soll ein Mensch sich so "absichern", wenn er nicht Angst vor dem Untergang hat? Und je mehr Raffgier auf der einen Seite, desto weniger Zuversicht für Familiengründung mit Kindern auf der anderen Seite. Das ist die berühmte Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt.

Wir betreiben Vorsorge genug

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"Es ist richtig, dass der AN für das Alter vorsorgen muss..."
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Sie haben das nicht verstanden, Sepiroth.
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Unsere Sozialkassen sind hochbelastet, weil sie von der lobbygetrieben Politik hochbelastet und teilweise geplündert wurden.
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Die Renten sind sicher, wenn der Generationenvertrag die Produktivitätssteigerungen jeder Generation in die Rentenberechnung mit einfließen läßt. Heute geht diese Produktivitätssteigerung auf Konten auf den Kaymaninseln.
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Auch die Pflegeversicherung, die uns einen Feiertag und zig Milliarden an Beiträgen kostet, hat nur dazu gedient, einen Markt zur Selbstbedienung dubioser "Institute" zu schaffen, die MitarbeiterInnen mit "Löhnen" ausbeuten, die HARZT-IV Zuschüsse erfordern. Auch hier werden einfach Milliaden aus dem erarbeitenen (sic) Vermögen einer ganzen Generation zur Bereicherung Weniger herausgeschnitten.
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Damit mit Schluß gemacht werden!
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Ich bin sicher, wir (der Souverän) kriegen das hin!
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Grüß Gott
und Glückauf
Friederich Prinz

@tinusine (14. Mai 2013 um 09:51)

"Wir werden besch.... von vorne bis hinten."
-
Nein, WIR besch... UNS SELBST, weil WIR ALLE dieses "Spiel" tagtäglich durch unser Zutun ermöglichen.
-
Solange Sie und Andere im Sinne dieses von Ihnen kritisierten Systems funktionieren, nach dessen Regeln "spielen", solange wird es so weitergehen.
-
Genau so!
-
Allerdings glaube ich nicht, dass Sie und ich in der Analyse dessen was "unser" System ist bzw. ausmacht allzu schnell übereinstimmen würden.
-
Für UNS ALLE gilt:
"Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen."
Georg Christoph Lichtenberg

Danke, ausgezeichneter Beitrag!

Hier wird alles Wichtige angesprochen, endlich mal eine sachkundige Perspektive über die Tagespolitik hinaus.
Kleine Korrektur:
"Die Beiträge für die Rente sind der größte Posten der Lohnnebenkosten. "
Sind nicht die GKV-Beiträge heute sogar noch höher? Der zweitgrößte ist die Rente aber auf jeden Fall.
@Hugomauser: das Nichtparitätische bei der Rente ist die Auslagerung in die "private Vorsorge", Riester und Co., die man seit Jahren puscht, wie im Beitrag auch angesprochen.

In Angst und Schrecken

Das mit der Demografie Ängste geschürt werden sollen, da hat der Herr vollkommen Recht. Und wenn soetwas geschieht, sollte jeder vorsichtig werden. Und da er darauf aufmerksam gemacht hat, wird er nun angefeindet, zum einen von denen, die einen Vorteil aus der Angst ihrer Mitmenschen ziehen wollen und zum anderen von denen, die nicht hören wollen, dass sie sich die letzten Jahre über haben manipulieren lassen (und dementsprechen Geld in den Sand setzten).

@endmoraene (14. Mai 2013 um 11:24)

Es ist kein Wunder, dass das Bild der "Hausfrau" durch die modernen "Menschenbildner" zerstört werden musste.

Vorerst oberstes Ziel dieser Menschenbildner war die Schaffung eines voll verwertbaren Menschenmaterials.

Seitdem Frauen zum festen Bestandteil der (Lohn!)Arbeitswelt gemacht wurden, sinken die Reallöhne (mehr Angebot, fallender Preis), erhöhen sich die Steuereinnahmen (mehr Lohnarbeit), steigt die gegenseitige Konkurrenz (Geschlechterkampf) etc..

Das alles ist gewollt, weil für den Ausbau von Macht und Reichtum der Oberklasse zielführend.

Auch deshalb sollen Familie, Kultur und Naturverbundenheit, also alles Natürliche, dem Künstlichen weichen. Zu diesem Zweck wurde u.a. der Materialismus (Konsumrausch) zur Ersatzbefriedigung eingeführt.

Geburtenrückgänge an sich sind in einer insgesamt begrenzten Welt keine Fehler, solange sie sich an den biologischen Notwendigkeiten ausrichten. Das Problem entsteht, wenn dies die Folge eines künstlich angelegten Menschheitskonzepts ist.

Mich verwundert eigentlich, ....

... dass in der ganzen Disskussion über demogr. Wandel, nicht ein einziges mal erwähnt wird, dass in den letzten Jahrzehnten Millionen von Kindern abgetrieben wurden. Und dies nicht nur bei Opfern von Vergewaltigungen oder bei offensichtlich behinderteten Kindern (auch diese Art der "Selektion" ist durchaus fragwürdig), sondern überwiegend aus Angst vor einem sozialen Abstieg. Demogr. Wandel ist doch keine, auf ewig festgelegte Sache, sondern lässt sich durchaus langfristig steuern. Da stellt sich mir nur die Frage, was tut die Politik für Kindern und Familien??? Offensichtlich doch wohl viel zu wenig, wenn sich so viele gegen Ihr Kind entscheiden! Es wird mal wieder nur an den Auswirkungen herumgedoktert, statt das Grundproblem anzugehen. Dies ist nicht nur Schade, sondern, in diesem Fall, fatal!

@Sephiroth -Produktivitätssteigerung

Sie schreiben: "Sofern mit der Produktivität argumentiert wird, wird sie aber oft 2 mal berücksichtigt. Die produktivität steigt, daher können wir die Renten anheben (sogar müssen). " und "Zusätzlich zur Produktivität sollte man die Inflation bedenken."

1. Wir müssen bei Produktivitätssteigerung keine Renten erhöhen. Die Renten sind an den Einkommen, nicht an der Produktivität gekoppelt.

2. Eine Produktivitätskennzahl ist unabhängig von der Inflation. Relativ gesehen verdoppelt sich die Arbeitsleistung eines Arbeitnehmers bei 2,5% Produktivitätssteigerung in 30 Jahren. Bei gleicher Inflation vervierfacht sich somit der nominelle Wert, den ein Arbeitnehmer erwirtschaft.

@ 12:02 von Didi

Sie schreiben:
"In der Tat kann Statistik und Demografie etwas im Rahmen kurzfristiger, also zeitnaher Prognosen leisten- nicht mehr, aber auch nicht weniger, und dies kann man wohl nicht oft genug betonen, um diesen politischen und interessengeleiteten Prognosewahn den Boden der Glaubwürdigkeit zu entziehen!"
Jedes Kind kann mit den vorhandenen Daten für die nächsten 20 bis 30 Jahre die für den Arbeitsmarkt und die Rentenentwicklung relevante demografische Entwicklung vorher sagen weil die bis dahin in den Arbeitsmarkt kommenden Kinder bereits geboren sind. Einzig offen ist die Anzahl der Zuwanderung.
Insofern macht Bosbach hier genau das was er anderen vorwirft:
Täuschung und Verunsicherung!
Bei anderen Dingen hat er Recht, wie z.B. den Ursachen für die Riesterrente die von rot/grün für die privaten Versicherungskonzerne geschaffen wurde und die fehlende Berufsausbildung in den 90 Jahren bis 2005.
Aber auch er ist ein Dämagoge der die Menschen täuscht und verunsichert!

@Pivo

"Oder wollen wir die "armen" Alten unter der Brücke verrecken lassen???"

Nun, darauf läuft es zwar hinaus, aber zur Wahrung des sozialen Friedens würden "wir" es etwas anders formulieren, irgendwie so, dass es so aussieht, als seien die "armen" Alten selber Schuld an ihrer Lage.

@11:22 von Sephiroth - die derzeitige Umlagefinanzierung

Schauen wir uns mal die Fakten an:
Die Wirtschaftsleistung von Deutschland steigt, die Einwohnerzahl sinkt.
Das heißt: Eigentlich gibt es pro Person mehr Reichtum.
-
Der Anteil des gesamten Reichtums der durch Arbeit erwirtschaftet wird schrumpft - im Gegenzug streigt die Bedeutung des Kapitals. (wir erinnern uns an die Wirtschaftsfaktoren "Arbeit, Boden, Kapital") Das heißt nicht zwangsläufig, dass „Arbeiter“ ärmer werden, es heißt lediglich, dass Kapitalbesitzer schneller reich werden.
-
Unsere umlagefinanzierte Rente speist sich jedoch nur aus dem durch Arbeit erwirtschafteten Reichtum. Arbeit ist von der Zahl der Menschen abhängig – Kapital nicht. Würden wir also Kapitalerträge auch für die Auszahlung der Renten heranziehen wären wir vom „jung/alt“-Verhältnis unabhängiger. So macht es übrigens die Schweiz.

Ich sehe da kein Problem!

Wie gesagt, wo ist das Problem? Es wurden in Deutschland noch nie so viele Waren und Dienstleistungen hergestellt/erbracht wir heute. Das wird sich auch morgen, alleine durch die Rationalisierung , nicht ändern. Die Frage ist doch nur wer hat was davon? Folglich ist dies eine reine Verteilungsfrage. Wenn ein Volk mehr produziert als es selber verbraucht (siehe Exportweltmeister), ob alt oder jung, kann es doch eigentlich kein "Problem" geben.

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation
meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

@Koelle_am_Rhing - Sterbewarscheinlichkeit

Sie schreiben: "Sterbewahrscheinlichkeiten sind relativ gut zu schätzen." War vor 3 Wochen auf einem Symmposium "Biologie des Alterns", wo behauptet wurde das die Sterbewarscheinlichkeit für die Zukunft schlecht geschätzt wäre. Ich weiss es nicht.

zu: "Die Zahl der Einwohner wird in den nächsten Jahrzehnten drastisch sinken auf ca. 65 - 70 Mio".
Wenn dem so wäre und es wirklich so schnell ginge, bin da nicht ganz überzeugt, wäre das sicher für die Renten schwierig und für die Gesellschaft im generellen anspruchsvoll bis hin zu problematisch. Hätte aber auch Vorteile, z.B. für Natur und Umwelt (das ist natürlich jedem unterschiedlich wichtig). Bei 65 Mio wäre unsere Bevölkerungsdichte noch über der von Frankreich.

zu: "NETTOzuwanderung in Millionenhöhe ist polit. definitiv nicht durchsetzbar"
Bei einer Geburtenrate von ca. 1.4 braucht man aber keinen jährlichen Nettezustrohm von Millionen oder?

@Bernd1

Sie schreiben:
"Im Gegensatz zu Herrn Bosbach ist jedes Kind in der Lage die Bevölkerungsentwicklung zumindest über die kommenden 20 bis 30 Jahre vorher zu sagen. Zumindest was die Auswirkung auf den Arbeitsmarkt betrifft, denn die Kinder die bis dahin in den Arbeitsmarkt kommen sind ja schon geboren!"

Dann eine ganz einfache Frage:

Wie hoch ist die Arbeitslosigkeit im Jahr 2033?

Die Demographie wird maßlos überbewertet und man rechnet einfach mit Momentanen werten bis ins Jahr sowieso hoch. Wir können nicht einmal die wirtschaftliche Lage der kommenden 12 Monate voraussagen, haben aber schon kenne vom Arbeitsmarkt in 50 Jahren. Es tut mir Leid Bosbach hat Recht: Es geht um Angst.

Und selbst wenn die Demographie so folgenschwer wäre, wieso ergreift man nicht heute Maßnahmen dagegen?

@KollegeKant

"Wozu müssen wir massenhaft Unterqualifizierte "importieren"? Warum sollten wir unsere Bevölkerung mit Menschen aus anderen Kulturkreisen systematisch "unterfüttern" [...]"
"Ich plädiere für eine schrittweise eingeleitete Autarkie Deutschlands. Nur Import von Gütern und Ressourcen die wir selber NICHT haben!"
|
Jawohl! Nur durch das systematische Unterbinden sowohl des Importierens Unqualifizierter als auch des Unterfütterns unserer Bevölkerung mit kulturfremden Menschen können wir unsere Deutsche Ingenieurskunst erhalten. Dann kann es in Zukunft sogar heißen:
|
Deutsche, kauft deutsche Bananen!
|
Achtung: Ironie.

@09:33 von 173653625

Wirklich schade, daß nicht mehr Menschen zu Ihrer Einsicht in der Lage sind.
Wäre irgendeine andere Spezies auf diesem Planeten Thema solcher Überlegungen, würde man schlicht von natürlichen Regelmechanismen sprechen.

Der Mensch aber weigert sich stur, sich als Teil der Natur zu verstehen, insbesondere wenn es um die negativen Auswirkungen der natürlichen Balancesysteme geht.
Wenn wir hungern oder in Naturereignissen sterben, ist irgendwer anderes Schuld, die Natur, die Forschung, die Politik, eine religiöse Instanz, eine bestimmte Gruppe Menschen etc - aber auf keinen Fall die Menschheit als ganzes und ihre Ignoranz für ihre Begrenzungen.
Man kann in einem (nahezu vollständig) geschlossenen System, wie unserem Planeten, nicht auf Dauer einen so gravierenden Faktor (wie die Menschheit ihn darstellt) haben, ohne daß sich das System oder jener Faktor entscheidend ändern.
Das einzige, was der Mensch da realistisch beeinflussen kann ist das Wann und Wie, nicht das Ob.

@Nana

"Und selbst wenn die Demographie so folgenschwer wäre, wieso ergreift man nicht heute Maßnahmen dagegen?"

Unglücklicherweise sind jene, die Maßnahmen dagegen ergreifen könnten, von den Folgen der demographischen Entwicklung aus Altersgründen mehrheitlich gar nicht oder nur unwesentlich betroffen, womit ihnen die Motivation fehlt, sich ernsthaft mit dieser Problematik zu beschäftigen.

@13:21 von Bernd1

Sie schreiben:
"Jedes Kind kann mit den vorhandenen Daten für die nächsten 20 bis 30 Jahre die für den Arbeitsmarkt und die Rentenentwicklung relevante demografische Entwicklung vorher sagen..."
.
Mag sein, dass es außer Ihnen jedes Kind kann- seriös kann es kein Wissenschaftler und auch kein Politiker und genau darauf stellt Prof. Bosbach ab- auf die nicht vorhandene Seriosität dieser Aussagen, wie dies auch von „@14:05 Nana“ bereits ausgeführt wurde.
.
Ihre Kritik an den Aussagen Prof Bosbach, die Sie wertend mit dem Begriff der Dämagogie [!] belegen, ist folglich m.E. völlig überzogen und unsachlich!

Ich kann Herrn Bosbach nur zustimmen.

Höchste Zeit, dass die Leute darüber informiert werden. Es gibt immer Interessengruppen, welche Politiker auch mit Unwahrheiten zu ihren Gunsten beieinflussen und die Normalbürger sind die gelackmeierten.
Die Geburtenrate in Deutschland ist nicht gut, dies kann sich jedoch wieder ändern, wenn die Voraussetzungen (u.a. Arbeitsmarkt) besser werden. Es kann nämlich nicht ewig so weitergehen mit der Profit- u. Luxussucht, weil die Menschen langfristig davon krank werden. Wenn dann endlich ein Umdenken in der Gesellschaft eintritt und der Mensch und die Familie wieder in den Vordergrund rücken, wird es auch wieder mehr Kinder geben.

Profilierungsmöglichkeit

Klar, wenn alle den demographischen Wandel mit mehr Alten und weniger Jungen vorhersagen, dann kann man sich gut profilieren, wenn man als Einzelgänger das Gegenteil behauptet, insbesondere dann, wenn es Bevölkerungskreise gibt, die es nicht wahrhaben wollen, dass sich der Altersaufbau ändert. Da muss man nur in die Schulen blicken, selbst in Südbayern gibt es einen Schülerrückgang. Da glaube ich doch lieber den Prognosen von Prof. Herwig Birg und den Zahlen des Statistischen Bundesamtes: Seit Jahren haben wir Geburtenraten von 650 000 bis 700 000 Kinder pro Jahr, übrigens im Jahr 1948 waren es noch rund 1 Mio.

Verdrehung des Artikels!!

Was einige Kommentatoren hier passiert ist, das sie den Artikel verdrehen.
Herr Bosbach hat nicht behauptet , das es nicht stimmt das die Gesellschaft im Durchschnitt immer älter geworden ist und wird. Er hat nur behauptet, das die Folgen negativ überbewertet werden und ein absolut Negativ-Szenario entworfen wurde. Und dieses Negativ-Szenario wird verwendet um große Massen zu erpressen und oder um die eigene Unfähigkeit der Elite zur kaschieren.
Anders gesagt, heißt es: Das die Regierungen der letzten Jahre das Tagesgeschäft vernachlässigt haben, mit dem Verweis, das sowieso alles schlechter wird!
Klar kann die Demografie und das Klima ein Problem sein und werden. Es muss aber nicht. Der Mensch kann sich anpassen oder seine Lebensqualität zerstören. Und in den letzten Jahren hat man wohl eher an der Zerstörung gearbeitet, als bei der Erhaltung und dem Aufbau dieser. So sehe ich seine Aussage!!

@ 14:05 von Nana

Sie schreiben:
"Dann eine ganz einfache Frage:
Wie hoch ist die Arbeitslosigkeit im Jahr 2033?
Die Demographie wird maßlos überbewertet und man rechnet einfach mit Momentanen werten bis ins Jahr sowieso hoch. Wir können nicht einmal die wirtschaftliche Lage der kommenden 12 Monate voraussagen, haben aber schon kenne vom Arbeitsmarkt in 50 Jahren."
Die Entwicklung der Arbeistlosigkeit hat mit der demografischen Entwicklung erst einmal gar nichts zu tun.
Bei der Frage geht es erst einmal darum wie viele Menschen im arbeistfähigen Alter stehen wie vielen Menschen im Rentenalter gegenüber?
Dieses Verhältnis ändert sich sehr extrem weil zu wenig junge Menschen im arbeistfähigen Alter nachkommen!
Dass gleichzeitig damit auch weniger arbeitsfähige Menschen dafür sorgen werden dass die Arbeistlosigkeit eher gegen NULL tendieren wird ist eine Annahme die nicht ganz unwahrscheinlich ist, aber da haben Sie Recht:
DAS können wir nicht sicher vorhersagen.
Das ist aber auch zweitrangig!

Deutschland

hatte letztes Jahr einen Migrationssaldo von +380k und der wird vermutlich sogar noch steigen.

Vor dem 2011 Zensus erwartete man eine Bevoelkerung von 81,3M, gezaehlt wurden 81,7.

Am Ende der Euro-Kriese wird DE die Bevoelkerungsspitze von 82,1M aus den 90'zigern vermutlich sogar uebertroffen haben.

Die dem. Lage ist also besser als sie aussieht. Trotzdem koennte DE bei der Familienpolitik noch viehl von F und den Skandinavieren lernen

@ 14:05 von Nana

Sie fragen:
"Und selbst wenn die Demographie so folgenschwer wäre, wieso ergreift man nicht heute Maßnahmen dagegen?"
Welche Maßnahmen bitte?
Entweder man sorgt dafür dass die älteren Menschen früher sterben, das wäre wohl in einer Demokratie zum Glück nicht machbar.
Oder man sorgt dafür dass mehr Kinder geboren werden. Aber wie bitte soll man das erreichen?
Sie stellen eine einfache Frage die sehr schwer zu beantworten ist. Aber Sie könnten ja schon mal anfangen mit der Produktion von Nachwuchs, das wäre ein erster kleiner Schritt!

Demografie

naja also wenn angeblich 700000 Jugendliche keinen Ausbildungsplatz finden (im Handwerk) dann darf man sich auch die Frage stellen ob 700000 Jugendliche unbedingt einem Handwerksberuf erlernen wollen oder?

Nichts ist in Ordnung

Natürlich konnte man 1960 Smartphones und Internet nicht vorhersagen, die Rentner von 2020 waren da aber schon 5 Jahre alt und ihre Anzahl war bekannt. Als ich 1966 ins Gymnasium kam, waren wir 44 Kinder in der Klasse, das hat sich bei Abitur, Lehrstelle, Studium so fortgeschrieben. Nicht vorhersehbar war, dass unsere Generation weniger oder später Kinder in die Welt gesetzt hat. Die später geborenen Kinder und deren später einsetzende Beitragszahlung könnte man durch ein höheres Renteneintrittsalter unserer Generation ausgleichen. Die nicht geborenen Kinder fehlen als Beitragszahler. Herr Bosbach verharmlost in unzulässiger Weise, nichts ist in Ordnung. Die Versicherungswirtschaft kann aber auch keine Lösung bieten.

@Hugomauser - Das Wunder der AG

Den Beitrag, welchen der AG zur Rente beisteuert muss auch der AN erwirtschaften. Wer soll es denn sonst tun? Dann sind wir wieder bei Kapital das sich selbst erzeugt (also entkoppelt von der Produktion ist).
Produktivität und Löhne sind Ihrer Meinung nach auch entkoppelt. Das ist eine gängige Vorstellung, jmd. gründet eine Firma, stellt Mitarbeiter ein und hört auf zu arbeiten. Leider ist diese Vorstellung falsch.

PS selbst wenn der AG Geld aus dem Nichts kreiert, sind wir immer noch bei 2:1. In diesem Fall sollte man den AN nicht bevormunden, und ihm die Wahl lassen.

Der Aktienmarkt erwirtschaftet durchschnittlich eine höhere Rendite als die staatliche Rente. D.h. 50% der AN fahren mit Aktien besser als mit der staatlichen Rente.

Die Größte Polit-Lüge im 3. Jahrtausend !

Die Lüge m.d. sog. "Demografie-Wandel ist das größte politische Ver-
brechen , dem d. Wähler ausgesetzt werden !
Nur Eine Anmerkung :
Gilt d. obskure "Demo-Wandel" auch
f.d. Pensionen /Beamte ?
Auch mit 10 mio Weniger Deutsche
bleiben u. sind wir trotzdem Exportweltmeister, oder anders ausge-
drückt, das BSP steigt u. steigt u. steigt,
Ergo können davon auch d. Renten weiter bedient werden, auch d. staatl. anteil f.sog. Fremdleistungen,
die sowieso Steuersache sind !
Nein, es geht d. Kapital darum, unter
dem Deckmantel weiter d. tumben dt. Bürger abzuzocken, m. Hilfe d. Polit-Gecken !
Whrt Euch , ganz einfach , steht
auf, zeigt denen in Berlin, wer das
Volk ist !

@Bernd1

Sie schreiben:
"Sie stellen eine einfache Frage die sehr schwer zu beantworten ist."

Sie haben behauptet, dass jedes Kind diese Frage beantworten könne. Ich habe schon von Franz Müntefering zum Arbeitsmarkt in 30 Jahren gehört: Er hat einfach die Zahlen hochgerechnet und eine optimale wirtschaftliche Entwicklung angenommen. Das kann in der Tat jedes Kind.

Ich sollte auch hinzufügen, dass nicht Kinder alleine die demographischen Folgen abmildern können. Ohne ausreichend bezahlte Beschäftigung ist die Rente ohnehin nicht finanzierbar, egal welches Modell. Und solange externe Faktoren für den mangelnden Kinderwunsch verantwortlich sind, kann man hier Maßnahmen ergreifen. Wenn die sich zB nicht mit den wirtschaftlichen Interessen decken, müssen wir uns darauf gefasst machen auszusterben.

Warum ich jetzt Kinder kriegen soll, weil Bosbach voll ins Schwarze getroffen hat, weiß ich nicht.

@Don-Corleone

Streicht man die "Versicherungsfremden-Leistungen" aus der Rentenkasse, dann verabschiedet man sich aus der Solidargemeinschaft. Rentenansprüche aus Erziehungszeiten sind in meinen Augen keine Versicherungsfremden Leistungen.

Aber auch Ihnen möchte ich nahelegen, dass Rentenerhöhungen mit Lohnerhöhungen einhergehen. Steigt das BIP, steigen die Löhne und auch die Rente, man kann den Euro nur 1 mal ausgeben.
Ich bin der Meinung man sollte selbst die verantwortung für sein Leben übernehmen, und nicht alles anderen überlassen, insbesondere keinem ominösem Etwas, dass Geld aus dem nichts erschafft.

Paritätische Finanzierung

Was Herr Bosbach meinte, weiß ich nicht. Er sprach jedenfalls von der Rentenvers.
Bei der Krankenversicherung zahlt der AN einen Beitrag von 8,2 Prozent und der AG 7,3 Prozent. Bei der Pflegevers. ist der Beitrag - mit Ausnahme von Sachsen - nach wie vor paritätisch.
Betriebsrentner zahlen auf ihre Betriebs-rente Beiträge von 15,5 Prozent für die Krankenkasse und von 2,05 Prozent für die Pflegevers. Das soll sich lt. Mitteilung von Herrn Steinbrück aus demographischen Gründen auch bei der Bürgerversicherung nicht ändern. Ob der Wieshügel da mitspielt?

12:14 von Bernd1-Scharlatan oder nur ahnungslos?

Ich kann da nur die Worte des alten Kanzlers Kohl beisteuern, die da waren, dass entscheidend ist, was unten rauskommt.
Das wird von den neoliberalen Besserverdienenden, immer verschwiegen.
Weshalb?
Bitte keine Veränderungen, die Taschen sind noch nicht voll genug.
In früheren Zeiten wurde hier von gierigen Besserverdienenden, immer Neid der Armen angeführt.
Nachdem die Zahlen auf dem Tisch liegen, wie Billionen-fach, die Bereicherung Weniger stattgefunden hat und die Neiddebatte deshalb nicht mehr zieht, ist natürlich diese Demografiedebatte, beim Neoliberalismus, herzlich willkommen!

Der Herr Professor hat leicht reden

Der Herr Professor hat als Beamter leicht reden, denn seine Altersvorsorge hängt nicht am umlagefinanzierten Rentensystem.

Tatsache ist aber, dass es eine massive Verschlechterung des Verhältnisses zwischen Rentnern und Beitragszahlern geben wird. Was er auch komplett übersieht ist, dass heute die Renten in ihrer jetzigen Höhe nur noch durch einen gigantischen Zuschuss aus dem Bundeshaushalt von ca. 80 Milliarden pro Jahr zu halten. Das sind fast 30% des Bundeshaushalts! Dieser Zuschuss ist prozentual die letzten Jahre stetig gewachsen, aber kaum mehr weiter steigerbar, wenn wir in Deutschland nicht alles verfallen lassen wollen und auch noch etwas in die Zukunft investieren wollen. Die Politik (incl. SPD) hat 30 Jahre zu spät reagiert, aber immerhin dann etwas getan mit der Rente mit 67 und Riester-Faktor in der Rentenformel. Jetzt aber will die SPD erstmal bis 2020 den Kopf in den Sand stecken und unverantwortliche Leute, wie Herr Bosbach, liefern dafür die (Schein-)Argumente.

die Renten- u. Pensionsformel ! Diametral ?

@-Sepiroth :

Versicherungsfremde Leistung haben i.d. RV nichts zu suchen , müssen allgemein aufgebracht werden .
Steigt d. Lohn, steigt auch d. Rente ,
das vorausgesetzt , geht es darum .
eine gewisse "Grundsicherung" auch b.d. Rente vorzuhalten ,
entweder über Beiträge (AG-AN paritätisch) , oder steuerfinanziert ,
wo ist da Ihr Problem .
Bei d. Pensionen gibts doch auch
1400 a.d. Kralle p.M., als Mindest-
Pension , ausschließlich a. Steuergeld,
Da fragt doch auch niemand, wer
soll das bezahlen ???? !!!!!!!!!!
Grundrente f. jeden , 1000 Euro
Minimu, fertig., wer mehr erarbeitet
hat, bekommt natürlich mehr !
Allein eine Mathematische Aufgabe.

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