Kommentare - Interview zu Syrien: Eingreifen hätte unabsehbare Folgen

10. Mai 2013 - 17:54 Uhr

Dass Chemiewaffen in Syrien eingesetzt wurden, steht für den ARD-Nahost-Experten Armbruster fest. Nur von wem, sei weiter unklar. Falls der Westen jetzt militärisch eingreifen würde, könnte dies die ganze Region destabilisieren, sagt er im tagesschau.de-Interview.

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Kommentare

Eingreifen

Ein internationales Eingreifen mit Bodentruppen ist überfällig. Assad lässt mit allem was er hat auf die Bevölkerung schießen.
Auch Deutschland darf nicht abseits stehen und muss sich diesmal mit Kampftruppen beteiligen.

Letztendlich ist es egal, wer

Letztendlich ist es egal, wer chemische Waffen einsetzt. Entweder tut es die Regierung, oder sie ist unfähig es zu verhindern. Keiner weiß, ob das Syrische Militär noch über weitaus schlimmeres als Sarin verfügt. Wenn man nichts unternimmt, dann werden diese Waffen auf Dauer eingesetzt oder fallen Islamisten in die Hände. Die sinnvollste Lösung wäre die Entwaffnung aller Kriegsparteien und die Wiederherstellung der zivilen Ordnung durch UN-Truppen. Wenn man nichts tut, oder gar weitere Waffen in den Konflikt pumpt, wird es noch viel mehr Tote geben und Al Quaida kann sich mit modernen Waffe ausrüsten. Sollten Biowaffen in deren Hände fallen, dann drohen unvorstellbare Konsequenzen.

See- u. Luft -Embargo .

Herr Armbruster hat die Lage sehr gut ana-
lysiert .
Dennoch , ohne Luft- u. See-Verbotszonen
geht es nicht,
die Frage ist, wer richtet sie ein, für d. VSA
ein Klacks , sie haben allein über 500 Flugob-
jekte auf ihren Trägern i.d. Nähe ,
Auf See käme auch keiner durch , die VSA
sind dort überall präsent .
Es geht primär darum, daß das Abschlachten
d. Zivis ein Ende nimmt , dafür sollte doch
kein "Opfer" zu gering sein ........
Wenn D. d. Stärke d.VSA hätte u. einen Kanzler mit Rückgrat, der auch d. Oberbefehl ü.d. Armee hätte , wäre d. Sache schon erledigt gewesen .
Ohne Sturz Assads gibt es keine Lösung .
Es glaubt doch niemand ernsthaft, das russia b. einem VSA- o. Nato-Embargo
auch nur einen Finger militärisch krümmen würde ....
Warum macht man es dann nicht ?

zunächst einmal: willkommen

zunächst einmal: willkommen zurück in der Medienöffentlichkeit, hat mich sehr gefreut Sie bei Frau Will zu sehen.
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Und es ist ja davon auszugehen, dass solche Angriffe weitergehen - nämlich immer dann, wenn das Regime Assad wieder einen Militärkonvoi für die Hissbollah im Südlibanon zusammenstellt.
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Hier haben Sie die Position von Herrn Primor übernommen. Ich denke auch dass das dem so ist. Israel behandelt Syrien nun wie jeden anderen failed-state der Gegend, bzw. verfährt nach den gleichen Maßstäben wie am Sinai. Das kann zumindest ne ganze Weile gutgehen.
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Erstaunlich war schon, was Herr Primor andeutete - entweder hat der Geheimdienst die Terrorgefahr so gut im Griff, oder die Schlagkraft der Terrororganisationen hat abgenommen/ist anderweitig "belegt".

Schwerer Fehler der Rebellen

Der schwerste Fehler der Rebellen ist es, nicht mit Russland ins Geschäft zu kommen. Sie müssen Russland die Beibehaltung der Militärbasis Tartus und die weitere ungehinderte Ausbeutung der Rohstoffe unwiderruflich zusichern. Erst dann lässt Russland den alten Diktator Assad fallen und der Weg ist frei.

China

Die Chinesen mit ihrem Veto habe ich eben vergessen. Die wollen natürlich auch ihren Anteil am Kuchen in Syrien.

Warum sagt die NATO nicht ganz klar, dass sie

Krieg wollen?
Die radikalen Islamisten werden woanders bekämpft und hier unterstützt. Das allein spricht doch eine klare Sprache.
Bereits ohne Chemiewaffen sind viele Menschen gestorben, weil die "Rebellen" permanent mit Waffen versorgt wurden. Wer kann das wohl gewesen sein. Jetzt heuchlerisch nach Chemiewaffen fragen und das als Auslöser für den längst gewollten Krieg darzustellen, ist das was ich den USA vorwerfe. Die Türkei ist der Steigbügelhalter.

Klare Haltung Israels

Und es ist ja davon auszugehen, dass solche Angriffe weitergehen - nämlich immer dann, wenn das Regime Assad wieder einen Militärkonvoi für die Hissbollah im Südlibanon zusammenstellt.

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Richtig. Israel wird die Raketen hoffentlich im Konvoi zerstören und nicht erst im Anflug auf israelische Siedlungen. Terror ist etwas Bestialisches.
Israel wird auch eine neue Luftabwehr für Assad schon im Aufbau angreifen.

Recht hat er!

So schwer es ist, der steigenden Zahl an Opfern tatenlos zuzuschauen, Syrien ist ein Buergerkrieg, der fuer den Westen nicht zu gewinnen ist. Man sehe sich Afghanistan und Irak an, wo die Ablehung des dann von aussen gestuerzten Regimes, Taliban wie auch Saddam, durch die Bevoelkerung viel eindeutiger war als jetzt in Syrien, und es ist ja bekannt, wie erfolgreich eine Besatzungsmacht dort war. Undank ist der Welten Lohn. Ich werde Assad keine Traene nachweinen, aber stuerzen muessen ihn die Syrer schon selbst.

Die Assads brauchen die Hisbollah

Deshalb kommt die Eskalation so oder so. Wenn Russland etwas ähnliches wie Patriots liefert wird Israel den Transport angreifen. Die ertragen keine effektive Luftabwehr in Syrien. Erst recht nicht, wenn damit Raketentransporte in den Libanon geschützt werden sollen. Davon dürfte Israel auch die Demokraten in den USA überzeugen. Putin pokert hoch, die Amerikaner könnten sich zu einer Blockade russischer und iranischer Waffenlieferungen an Syrien entschließen.

Verehrter Herr Armbruster,

ich hoffe, Sie haben Ihre Verletzung gut überstanden. So sehr ich Ihnen persönlich auch Genesung wünsche, so wenig bin ich einverstanden mit Ihren Berichten aus Syrien, die für meinen Geschmack die "Rebellen" in einem völlig falschen rosaroten Licht darstellen.
Woher Sie hier die "Sicherheit" nehmen, es habe einen Chemiewaffen-Angriff gegeben, bleibt unklar. Allein aus dem potenziellen Angriffsziel ließen sich ja Schlüsse ziehen. Man muss bedenken, dass 2011 den libyschen Aufständischen größere Mengen von Gaddafis Chemiewaffen in die Hände gefallen sind, und so wie die al-Qaida-Kämpfer zwischen den verschiedenen Kriegsschauplätzen Syrien-Irak-Libyen-Mali hin-und-her floaten, so ist es auch wahrscheinlich, z.T. gesichert, dass sie erbeutete Waffen mitnehmen.
Alles spricht für ein Angriffs-Fake, besonders dass immer nur Einzelpersonen angeblich kontaminiert sind.
Eine UN-Untersuchung versucht der Westen aus den von Ihnen angegebenen Gründen durch unzumutbare Forderungen zu verhindern.

Ein kluger Kommentar

Herr Armbruster spricht mir aus der Seele. Ein militärisches Eingreifen in den Bürgerkrieg in Syrien wäre ein Griff ins Hornissennest. Dabei kann man eigentlich nur alles falsch machen. Die Bürgerkriegsparteien und -allianzen durchschaut kaum jemand. Die Rebellen sind nicht überall die Gutmenschen auf deren Schultern die Verantwortung für ein neues Syrien ruhen sollte. Wer eingreift, der muss auch wissen, was er mit dem Land machen will, in welche Richtung er es entwickeln kann. In Afghanistan und im Irak sind der Westen und die Weltgemeinschaft kläglich gescheitert. Die ethnischen, religiösen und anders motivierten Gruppen kämpfen gegeneinander. Das Morden endet nicht, Korruption grassiert. Vom westlichen Demokratieverständnis sind diese Länder weit entfernt. In Pakistan droht auch noch Unbill. Die Iran-Krise, der Libanon-Konflikt, der Palästina-Konflikt, der "Arabische Frühling" lauern. Nur durch deeskalierende, übergreifende internationale Zusammenarbeit ist eine Lösung möglich.

die Diskussion läuft falsch

Die Groß- und Nebenmächte sollten darauf hinarbeiten, dass in Syrien unter internationaler Aufsicht und nach internationalen Standards freie Wahlen durchgeführt werden. Und sie sollten sich ferner darauf verständigen, dass - wer auch immer diese Wahl gewinnt - mit aller Kraft unterstützt wird, sei es durch Zutun oder Unterlassen. Das sollte für einen Wahlsieg Assads ebenso gelten wie für einen Sieg der Islamisten oder gemäßigten demokratischen Kreise. Wenn freie Wahlen in diesem Land nicht möglich sind, ist auch Frieden nicht möglich.

Ist doch klar

Natürlich will Obama keinen neuen Krieg anfangen. Besonders in Syrien, wo es mit der Unterstützung der Rebellen nun wirklich nichts zu gewinnen gibt. Die Türkei und Russland mögen ihre Interessen haben, aber den USA und Europa kann Syrien schlicht und einfach reichlich egal sein. Und auch wenn immer groß getönt wird, niemand lässt sich auf eine Krieg in Nahost ein, um Zivilisten zu schützen oder die Menschenrechte zu verteidigen. Dafür braucht man schon handfeste Gründe (oder eine deutsche Mitläufermentalität). Die Russen unterstützen immer noch Assad, bei den Rebellen kämpfen haufenweise Islamisten - da muss noch ne Menge geschehen bis die USA bzw die NATO eingreift.

Armbrusters Einschätzung

Selten einen so objektiven Kommentar von einem westlichen Medienvertreter gelesen, obwohl er angeschossen wurde aber offenbar in einem von sog. Rebellen kontrollierten schmalen Gebietsstreifen nahe der türkischen Grenze.

Die Lösung gleicht der Quadratur des Kreises...

Eine treffende Analyse Armbrusters, die das Dilemma der jeweiligen Positionen in diesem Bürgerkrieg, der schon von Beginn an als Stellvertreterkrieg geführt wird, skizziert.
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Damit wird auch deutlich, dass alle angedachten Interventionsszenarien zum Scheitern verurteilt sind, wenn man nicht den ganz großen Knall, der über Syrien hinaus geht, riskieren will!
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Eine Beendigung dieser Gewalt wird man nur über Verhandlungen generieren können und gleichzeitig liegt darin das größte Problem- während auf der einen Seite dass Assad-Regime steht, finden wir auf der Seite der Aufständischen ein völlig diffuses Konglomerat von undurchsichtigen, vielschichtigen und divergierenden Interessen und Absichten, die über den gewaltsamen Regimen Change weit hinausgehen und einen Kompromiss nahezu ausschließen.
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Der Westen hat sich selbst in diese gefährliche und unleidliche Situation gebracht, die mit „der Roten-Linien-Politik“ auch noch verschlimmbessert wurde...!

Herr Armbruster hat wohl einiges gesehen,

über das er nicht so genau reden will.

Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum er seine Ansichten in eine so vorsichtige und zurückhaltende Meinung geändert hat.
Im Prinzip sagt er nun etwas, was die Gegner eines Angriffs auf die syrische Souveränität schon lange sagen:

Damit löst man einen Flächenbrand aus.

Ich nehme an, auch er hat erkannt, dass ein Sturz der derzeitigen Regierung nichts, aber auch gar nichts verbessert.

@ Juergen

Herr Armbruster hat wohl einiges gesehen, über das er nicht so genau reden will.

Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum er seine Ansichten in eine so vorsichtige und zurückhaltende Meinung geändert hat.
Im Prinzip sagt er nun etwas, was die Gegner eines Angriffs auf die syrische Souveränität schon lange sagen:

Damit löst man einen Flächenbrand aus.

Ich nehme an, auch er hat erkannt, dass ein Sturz der derzeitigen Regierung nichts, aber auch gar nichts verbessert.

Diesen Kommentar kann ich hundert Prozent unterschreiben. Auch ich bin verblüfft über dieses Interview.

Schönes Interview

Das ist ein schönes Interview, das mal im Gegensatz zu den oft einseitigen kriegstreibenden Kommentaren hier im Forum aufzeigt, wie gefährlich und komplex so eine Situation ist und das Morden und Töten (auf beiden Seiten) nicht die beste Lösung sein kann.
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Was ich immer schade finde bei all diesen Analysen und Interviews, ist das Ausblenden der ökonomischen Interessen, die ja auch bei allen Seiten vorliegen. Diese Zusammenhänge erklären oft am besten die sonst so wirren Entscheidungen der Beteiligten. Um das zu erfahren, muss man dann leider doch alternative Medien zu Rate ziehen, die es zum Glück gibt.

Man wird nachdenklicher

, ich schließe mich Raumfahrer an, wir hören neue Argumente. Ich freue mich, dass es Herrn Armbruster wieder besser geht und hätte gewünscht, er wäre nicht in die Falle gelockt worden.

Anscheinend scheint sich Vernunft durchzusetzen, wobei es immer noch Unverbesserliche gibt, die meinen die Syrer hätten ein Recht darauf, dass internationale Truppen ihnen eine Demokratie beschaffen. Leider ist dabei völlig das Verständnis vom Wesen der Demokratie abwesend. Denn Demokratie muss man sich selbst verdienen. Außerdem musste von Anfang an klar gewesen sein, dass hier die Saudis u.ä. den Westen missbrauchen wollten für ihren eigenen Machterhalt.

18:41,freier_leben

Sie haben offensichtlich weder das Interview mit Herrn Armbruster gelesen noch sich anderweitig über die Lage in Syrien informiert.
Ansonsten müssten Sie doch langsam verstanden haben, daß die USA und damit die NATO nicht das geringste Interesse haben können, in diesen Konflikt hineingezogen zu werden.
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Des weiteren versorgt nicht "der Westen" die Djihadisten mit Geld und Waffen, das tun Saudi-Arabien und andere Ölstaaten, hier auch zumeist Privatleute.
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Der "Westen" versucht, die säkulare Opposition zu stärken, was schwierig ist, da sie zerstritten ist und die Djihadisten entschieden mehr Geld haben. Von reichen Leuten aus dem Ölgeschäft. Damit hoffe ich, Ihre Frage "wer kann das wohl gewesen sein?" beantwortet zu haben.
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Mit Ihrem antiamerikanischen Reflex werden Sie der Sachlage nicht gerecht, sie ist wesentlich komplizierter als Ihre "Analyse" nahelegt. Glauben Sie wirklich, daß die Nato/USA derart mit dem Klammerbeutel gepudert ist, daß sie islamistische Warlords installiert ?

18:48,Rotkäppchen

" und so wie die al-Qaida-Kämpfer zwischen den verschiedenen Kriegsschauplätzen Syrien-Irak-Libyen-Mali hin-und-her floaten, so ist es auch wahrscheinlich, z.T. gesichert, dass sie erbeutete Waffen mitnehmen."
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Kennen Sie die Geografie der Gegend ein wenig? Wie da Waffen und Kämpfer ungehindert und vor allen durch geheimdienstliche Aufklärung unbemerkt "hin-und-her floaten" sollen ist mir nicht ganz einsichtig. Das müssten Sie mir etwas näher erklären. Aber unterschätzen Sie mir CIA und Mossad nicht!

@Juergen, raumfahrer,eli

Kann es vielleicht sein, daß sich die Einschätzung Herrn Armbrusters geändert hat, da sich die Lage geändert hat?
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Alle ernstzunehmenden Analysten haben von Anfang an gewarnt, daß, je länger der Bürgerkrieg andauert, desto stärker die Islamisten werden.
Aus Gründen, deren Aufzählung ich mir jetzt erspare, ich habe das -zig mal gemacht.
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Das heißt aber noch lange nicht, daß Herr Armbruster jetzt auf die Seite des Assad-Regimes umgeschwenkt ist. Assad ist Teil des Problems, nicht der Lösung.
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Und bitte kommen Sie mir jetzt nicht mit dem Argument "rechtmäßige Regierung". Damit lässt sich jede Gewaltherrschaft rechtfertigen.

Syrien Einsatz der Tuerkei.

Waehre doch mal an der Zeit dass die Tuerkei sich engagiert. Die hat sich in ihrer Nato Zeit bisher ja gerne fein rausgehalten wenn es ernst wurde und Syrien ist direkter Nachbar.

Demokratie

Es gibt leider, gerade auch im Westen, viele Mitbürger, die "Demokratie" für eine Spielerei halten, die in der großen weiten Welt an den "Realitäten" vorbei ginge. Es drängt mich darauf hinzuweisen, dass es diesen Krieg in Syrien aus meiner Sicht alleine deswegen gibt, weil dem Volk seit 40 Jahren freie Wahlen verweigert werden, nicht alleine von dem herrschenden Clan und seinen Verbündeten, sondern - wie sonderbar - gerade auch seitens der Länder, in denen Regierungen durchaus nach Wahlen wechseln, denen die Assad-Diktatur aber stets "zweckmäßig" im Sinne eigener Interessen schien. Die Syrer haben weiter nichts gefordert als freie Wahlen und sind dafür in diesen Krieg getrieben worden von einer "Führung", die sich selber als einzig legitime ausgibt, aber niemals in 40 Jahren Wahlen geduldet hat, bei denen die mehrheitsfähigen Gegenkandidaten nicht vorher durch (Staats-)Gewalt oder angepasste Gesetzte beseitigt wurden. Setzt freie Wahlen durch und der Krieg ist vorbei.

@ende dreissig schwul

"Ein internationales Eingreifen mit Bodentruppen ist überfällig. Assad lässt mit allem was er hat auf die Bevölkerung schießen.
Auch Deutschland darf nicht abseits stehen und muss sich diesmal mit Kampftruppen beteiligen."

herr armbruster ist, im gegensatz zu ihnen, ausgewiesener syrien-experte und war dort auch vor ort. waren sie es? ich glaube nicht!

nun teile ich durchaus nicht oft die meinung von herrn armbruster, aber was er in diesem interview gesagt hat, trifft voll und ganz zu.

wenn er das so sagt, dann glaube ich, er weiss nur zu genau, wovon er spricht.

ihr kommentar allerdings ist total an der realität vorbei!

Zum Interview

"Ich glaube nicht, dass es eine Schutzzone geben kann, die von Angriffen verschont wird - zumal Assad auch mit Raketen die von den Rebellen gehaltenen Stellungen angreift" (J. Armbruster)
-
Ja, selbstverständlich greift er die von den Rebellen gehaltenen Stellungen an, weil er sie zurückerobern will.

@Armbruster

@von wekru: 100% Zustimmung:
@Jörg Armbruster: ich persönlich würde Sie nicht für einen Journalistenpreis nominieren, da sie bis zu Ihrer Verwundung doch sehr einseitig berichtet haben wie Sie es auch hier in sehr abgemildeter Form wieder unterschwellig versuchen. Zitat: "Möglicherweise ist Assad sich sicher, dass so eine internationale Kommission nichts finden wird. Der Angriff im März ist über zwei Monate her. Da könnte es schwierig werden, den Einsatz von Chemiewaffen noch eindeutig dem Regime Assad zuzuweisen".
EINSPRUCH EUER EHREN !
Bitte wieder unabhängig werden Herr Armbruster !!!

@fathaland slim

"Des weiteren versorgt nicht "der Westen" die Djihadisten mit Geld und Waffen, das tun Saudi-Arabien und andere Ölstaaten, hier auch zumeist Privatleute."
_
"Und wo kommen deren Waffen her? ...
Ansonsten müssten Sie doch langsam verstanden haben, daß die USA und damit die NATO nicht das geringste Interesse haben können, in diesen Konflikt hineingezogen zu werden."
_
Die beschlossenen 70Mio für Ausrüstung und Unterstüzung der "Rebellen" und 300 Ausbilder an der Grenze Jordaniens sprechen eine andere Sprache.
_
"Mit Ihrem antiamerikanischen Reflex werden Sie der Sachlage nicht gerecht"
_
Mit dem Begriff "Antiamerikanismus" kann man jede Kritik an der Politik der USA "totschlagen". Man wird der Sache aber nicht gerecht.

Linuxpinguin

Denn: es ist doch so, dass Russland eigentlich auf Seiten von Assad steht zusammen mit dem Iran (beides Atomstaaten, Herr Armbruster).
Iran ein Atomstaat????
Naja,manche schreiben ebend nur um ihren Nick zu lesen.

@fathaland slim

Vielleicht würden Sie einmal erläutern, welche Lage sich im letzten Monat gegenüber 2 Jahren grundlegend geändert hat, dass ein Herr Armbruster deswegen plötzlich ganz andere Töne anschlägt - bis auf die Tatsache, dass er am eigenen Leib erfahren hat, was Krieg eigentlich bedeutet?
Zudem möchte ich nochmal folgendes festhalten. Die Zukunft Syriens haben die Syrer zu entscheiden. Keine vom Ausland finanzierte, vom Ausland gelenkte, vom Ausland aus- & aufgerüstete und im Ausland organisierte Opposition. Es gibt viele Akteure auf der Welt, welche sich von Anfang an für eine politische Lösung stark gemacht haben - z.B. Russland & China, sowie viele NAM-Staaten - der Westen und Verbündete haben sich leider nur für die Regime-Change Option interessiert. Das stand! für die USA fest, sowie für die ext. Opposition, welche im Gegensatz zur Regierung keinerlei Gesprächbereitschaft gezeigt hat. Wer glaubt denn, dass Assad sich ohne Rückhalt in der Bevölkerung 2 Jahre lang an der Macht halten kann?

@ fathaland slim 20:01

J. Armbruster äusserte bei Anne Will die Annahme, dass die Kämpfe immer erbitterter weitergehen werden, bis zum völligen 'Ausbluten' Syriens.
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Heute sagt Herr Armbruster verhalten skeptisch: "... Die Erfolgsaussichten einer solchen Konferenz sind also nicht sehr groß."
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Sie sagen: "Kann es vielleicht sein, daß sich die Einschätzung Herrn Armbrusters geändert hat, da sich die Lage geändert hat?"
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Die Lage hat sich nicht geändert, aber es wäre medial und politisch nicht klug, die anberaumte Friedenskonferenz zu übergehen. Die Situation ist unverändert ausweglos, da hinter dem Kampf der Regierungsgruppen und des Rebellenkonglomerats, wie es weiter oben jemand nannte, letztlich ein kaum bis nicht lösbarer Kampf bedeutender Weltmächte steht.

@Armbruster

Desweiteren: Da Sie mit Sicherheit die Kommentare hier lesen, bitte ich um folgende Antworten:
Zitat Tagesschau : "Informationen aus Syrien
Die Berichterstattung aus Syrien ist wegen der vom Assad-Regime verhängten Medienblockade äußerst schwierig. Eine unabhängige Überprüfung beispielsweise der Opferzahlen ist deshalb kaum möglich."
... Ich kann mich daran erinnern, das Sie mehrmals LIVE aus Damaskus berichtet hatten.
1: War bei Ihren Live-Übertragungen syr. Sicherheitspersonal anwesend? Falls ja, wurde Einfluss ausgeübt? (Ich vermute 2 mal nein, da Ihre Aussagen eindeutig gegen Assad waren) Falls nein, finden sie das Tagesschau Zitat kann unter manipulative Beeinflussung abgetan werden da nicht nur Sie sondern auch andere westl. Journalisten durchaus live berichten konnten?
2: Stimmt es, das viele syr. Journalisten ebenfalls um ihr Leben bangen müssen bzw. von "Rebellen" getötet bzw. entführt wurden?
Wie ergeht es ihren syrischen Kollegen?

Bitte um 2 Antworten!

@ende dreißig schwul

"Ein internationales Eingreifen mit Bodentruppen ist überfällig. Assad lässt mit allem was er hat auf die Bevölkerung schießen.
Auch Deutschland darf nicht abseits stehen und muss sich diesmal mit Kampftruppen beteiligen."
_
Radikale Islamisten wurden doch schon geschickt, nachdem man sie hochgerüstet hat. Auch von Israel werden die nicht beschossen. Was die deutsche Beteiligung angeht - bitte, Sie Herr "ende dreißig schwul" zuerst.
Unsere Soldaten sollten dagegen im Land bleiben. Deutschland sollte erst einmal internationale Waffenlieferungen stoppen. Die landen nun wirklich nicht mehr nur in soliden Demokratien oder in Gegenden in denen Frauen gleichberechtigt sind.

Am 10. Mai 2013 um 20:01 von fathaland slim

Könnten Sie bitte belegen, in welchen der von Ihnen genannten Kommentare behauptet wurde, Herr Armbruster sei auf die „Seite des Assad-Regimes umgeschwenkt”?

Wir haben mit Genugtuung festgestellt, dass nun auch ein Herr Armbruster erkannt hat, dass ein militärisches Eingreifen der NATO – gleich welcher Art, desaströs wäre.

Und wir haben mit der gleichen Genugtuung festgestellt, dass seine vorbehaltlose Unterstützung der Rebellen einer nüchternen – wenn auch m.E. immer noch nicht ausreichend distanzierten – Betrachtung der Rebellen gewichen ist.

20:27,freier_leben

Zur Frage, wo denn die Waffen herkommen, empfehle ich die Berichte von Christoph Reuter (über Google zu finden).
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Es gibt in Srien einen florierenden Waffenschwarzmarkt, mit Geld kriegt man da alles. Es sind teilweise Bestände der syrischen Armee. Wo das Geld für die Djihadisten herkommt, habe ich in meinem Post geschrieben.
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Zum Antiamerikanismus: Verzeihung, ich weiß, daß das ein Totschlagargument ist. Aber wenn Sie, wie in Ihrem Kommentar, den USA grundsätzlich jede Dummheit und jede Gemeinheit zutrauen, dann liegt der Vorwurf meinerseits des undifferenzierten Antiamerikanismus nahe. Halten Sie Ihren Gegner nicht für dümmer, als er wirklich ist!
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Ebenfalls erwecken Sie den Eindruck, als ob Sie glaubten, daß die "Rebellen" allesamt Islamisten/Djihadisten sind. Auch das entspricht nicht der Wirklichkeit. Der "Westen" versucht, ein Gegengewicht zu den von Saudi-Arabien u.a. geförderten "Religiösen" aufzubauen, so daß das Land nicht nach dem Sturz von Assad in deren Hände fällt.

Wenn Syrien fällt, ist Irans Einfluss auch weg

Dass ein Eingreifen im Irak , Afghanistan die Region destabilisieren würde, hat man vorher auch gesagt. Nichts dergleichen ist geschehen, nur das Land selbst wurde destabilisiert.

Nun, ob man da eingreift oder nicht, der Ausgang ist doch klar. Assad hat keine Zukunft , wird gestürzt.

Wäre da nicht ein bisschen Einfluss nützlich, das der Westen hätte? Er könnte zB letztlich nach dem Ende der Kämpfe dafür sorgen, dass die richtigen Leute an den Tisch gesetzt werden. Natürlich ist das dann noch keine Garantie, wie es ausgeht.
Aber wenn das die Bedenken sind, Destabilisierung (des Landes), wäre das Risiko dazu ja logisch größer, wenn man nicht dabei ist.

20:36,Raumfahrer

" Wer glaubt denn, dass Assad sich ohne Rückhalt in der Bevölkerung 2 Jahre lang an der Macht halten kann?"
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Das ist ziemlich einfach. Ein jahrzehntelang aufgebauter Sicherheitsapparat funktioniert auch unter erschwerten Bedingungen noch einige Zeit. Es gibt in jedem Regime Nutznießer, und auf die stützt sich jede Diktatur.
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". Keine vom Ausland finanzierte, vom Ausland gelenkte, vom Ausland aus- & aufgerüstete und im Ausland organisierte Opposition."
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Na ja, das Ihrer Ansicht nach rechtmäßige Regime wäre ohne Unterstützung aus Russland, China und dem Iran längst zusammengebrochen.
Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß Sie es schaffen, in einen Satz vier mal das Wort "Ausland" zu packen.
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Herr Armbruster schlägt nicht plötzlich ganz andere Töne an, und die Lage hat sich auch nicht plötzlich geändert, sondern wird kontinuierlich seit langer Zeit immer aussichtsloser. Syrien wird verlieren, ob mit oder ohne Assad. Die Situation ist hoffnungslos und wird immer schlimmer.

Faktenverdrehung

"Möglicherweise ist Assad sich sicher, dass so eine internationale Kommission nichts finden wird. Der Angriff im März ist über zwei Monate her. Da könnte es schwierig werden, den Einsatz von Chemiewaffen noch eindeutig dem Regime Assad zuzuweisen."

Das verdreht die nachweisbaren Fakten.

Syrien hat die UNO unmittelbar nach dem Chemiewaffeneinsatz im März schriftlich, unter Beifügung umfangreicher Belege für den Chlorwaffeneinsatz der Rebellen, aufgefordert, schnellstens nach Khan Al-Assal zu kommen und den Vorfall zu untersuchen.

Die UNO hat sich auf britischen und französischen Druck geweigert, nur das Ereignis von Khan Al-Assal zu untersuchen, und zur Bedingung gemacht, auch zu anderen Gebieten Syriens Zutritt zu erhalten, in denen gegenwärtig gekämpft wird. Syrien hat dagegen gesagt, Syrien werde über den Zutritt der UNO zu anderen Gebieten Syriens erst entscheiden, nachdem die UNO das Ereignis von Khan Al-Assal untersucht hat.

Die UNO weigert sich bis heute, das zu tun.

20:50,freier_leben

"Radikale Islamisten wurden doch schon geschickt, nachdem man sie hochgerüstet hat. Auch von Israel werden die nicht beschossen."
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Verzeihung, aber die Hisbollah ist eine radikal islamistische Organisation. Nur eben auf Seiten von Assad.
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Die Situation ist unübersichtlich, wie Sie vielleicht merken. Ihre Gewissheiten sind falsche Gewissheiten.

Internationales Eingreifen, aber wie? -

Internationale Lösungen sehen im Allgemeinen Verhandlungen und gezielte Waffenlieferungen an die gewünschten Sieger vor, weil man(n) weiss, dass dieses Vorgehen "zielführend" ist.
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Nun sehen wir, dass diese Methode niemanden einem Ziel näherbringt, abgesehen von denen, die von den Waffengeschäften profitieren.
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Die BESTE Konfliktlösung ist leider UTOPISCH. Syrien müsste vollständig ent-waffnet werden, und es sollten junge Frauen im Alter von 15 - 25 Jahren (da frei und noch nicht vollständig verbittert) mit der Regierungsbildung/Staatsführung beauftragt werden. In der Syrien-Berichtserie wurden Schülerinnen vorgestellt, die in Interviews einen ausgesprochen aufgeräumten und klaren Eindruck gemacht haben und denen es nicht an Ideen fehlt, das Land wieder in Ordnung zu bringen.
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Ohne die Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft schaffen sie das allerdings nicht.
;-) und :-((

Medien

@Trecker:
Diese Zusammenhänge erklären oft am besten die sonst so wirren Entscheidungen der Beteiligten. Um das zu erfahren, muss man dann leider doch alternative Medien zu Rate ziehen, die es zum Glück gibt.

.
Welche alternativen Medien meinen Sie? Die taz?

Terror-Bremse

@Gandhismus
Wenn Syrien fällt, ist Irans Einfluss auch weg

.
Hoffentlich. Dann fliegen weniger Raketen auf israelische Siedlungen.

20:56,Juergen

Ich kann mich nicht erinnern, daß Jörg Armbruster ein militärisches Eingreifen der NATO gefordert hat oder einer vorbehaltlosen Unterstützung der Rebellen je das Wort geredet hat. Alldieweil es "die" Rebellen nicht gibt.
-
Das bleibt der amerikanischen Rechten und einigen Kommentatoren hier im Thread vorbehalten.

Zur Verteidigung von Herrn Armbruster

zomil:
@Jörg Armbruster: ich persönlich würde Sie nicht für einen Journalistenpreis nominieren, da sie bis zu Ihrer Verwundung doch sehr einseitig berichtet haben ...

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Diese Vorwürfe sind erstens sachlich nicht richtig und zweitens finde ich, dass sich das nicht gehört. Herr Armbruster hat nach bestem Wissen und Gewissen berichtet. Vielleicht reflektieren Sie Ihre eigene Position mal auf Einseitigkeit.

@ freier_leben

"Und wo kommen deren Waffen her? ..."
*
Ach so. Wenn sich jemand bei Aldi ein Küchenmesser kauft, und dann damit jemandem die Ohren abschneidet, ist also nicht der Messerbesitzer schuld, sondern der Discounter.
*
Es gefällt mir auch nicht, dass wir Waffen an die Saudis verkaufen, aber wenn die Saudis diese Waffen jetzt weiterverkaufen, ist das wohl ihre Angelegenheit.
*
Noch ironischer wäre allerdings, wenn wir den Saudis nix liefern würden, diese sich das Zeug dann woanders kaufen und letztendlich alle Konfliktparteien mit chinesischen Waffen aufeinander schießen würden.
*
"... und 300 Ausbilder an der Grenze Jordaniens sprechen eine andere Sprache."
*
Unsinn! Die Berater sind in Jordanien und sind voll mit humanitärer Hilfe beschäftigt, da die jordanischen Behörden den anwachsenden Flüchtlingsstrom nicht mehr alleine bewältigen können. (Warum leistet eigentlich Assads grosser Freund Russland keine humanitärer Hilfe?)
*
Scheuklappen behindern wirklich den Blick aufs große Ganze!

Totalitäre Diktatur

Also mal ehrlich: Hier bombt eine totalitäre Diktatur unter Führung eines Despoten im englischen Maßanzug ein ganzes Volk zusammen und wir müssen immer noch diskutieren, ob die internationale Gemeinschaft nicht gefälligst mal den Rebellen zum Durchbruch verhilft. Ich versteh's nicht.

Der Meinung bin auch.

Nahost-Experte Jürgen Todenhöfer mahnt den Westen zur Zurückhaltung in Syrien.

Eine militärische Intervention würde die Extremisten und El Kaida stärken.
Nach dem israelischen Raketenangriff in Damaskus könnte sich der Krieg in Syrien zu einem Flächenbrand ausweiten. Während Israel sich für Kämpfe rüstet, wächst der Druck auf US-Präsident Barack Obama, militärisch einzugreifen. Doch auch die syrische Opposition wird immer radikaler, extremistische Kräfte spielen eine wachsende Rolle, warnt Jürgen Todenhöfer, der Syrien seit den Unruhen sechsmal besuchte und mehrfach mit dem syrischen Diktator Assad Gespräche führte.

http://www.derwesten.de/politik/nahost-experte-fuerchtet-groesseres-cha…

@fathaland slim

"Zur Frage, wo denn die Waffen herkommen, empfehle ich die Berichte von Christoph Reuter"

Der Assad-Regierung wurde die Gegenstimme zum internationalen Abkommen über Waffenhandel übel genommen, das private Personen als Mittler akzeptiert. Der Grund ist aber genau der indirekte Waffenhandel aus dem Westen über genau die Wege - arabische Private.

"Zum Antiamerikanismus: Verzeihung, ich weiß, daß das ein Totschlagargument ist. Aber wenn Sie, wie in Ihrem Kommentar, den USA grundsätzlich jede Dummheit und jede Gemeinheit zutrauen, dann liegt der Vorwurf meinerseits des undifferenzierten Antiamerikanismus nahe. Halten Sie Ihren Gegner nicht für dümmer, als er wirklich ist!"

Das will ich nicht. Aber Geld macht Dummheiten und Gemeinheiten attraktiv. Vor allem die westliche Welt ist da anfällig - Kapitalismuskritik.
Wäre Afrika mit der führenden westlichen Militärmacht bestückt, würden Sie mich möglicherweise Antiafrikanist nennen. Aber es hat mit dem System zu tun, nicht mit dem Kontinent.

@fathaland slim Im Gegensatz

@fathaland slim

Im Gegensatz zu Ihnen kann ich mich an viele Male erinnern. Dank des Internets ist das aber leicht nachzuprüfen. ;)

@ fathaland slim

Volle Zustimmung zu Ihren Beiträgen und Hochachtung vor Ihrem Einsatz hier!
*
Leider liefen Sie sich einen vergeblichen polemischen Kampf, denn einige Zeitgenossen hier sind eben nicht bereit, beide Seiten zu sehen und zu beurteilen. Immer nach dem Motto "Meine Meinung steht fest, verwirren sie mich bitte nicht mit Tatsachen!"
*
Leider geht der Hass auf einen bestimmten Lieblingsfeind bei einigen hier so weit, dass sie blutige Diktatoren zu Friedensengeln hochstapeln, wenn diese nur den gleichen "Gegner" haben.
*
Hass war noch nie ein guter Ratgeber, aber das musste ich selbst auch erst schmerzhaft lernen.
*
Weiter so, und bitte nicht frustriert aufgeben, auch wenn Ihnen immer wieder nur mit politisch eingleisigen Argumenten und Phrasen geantwortet wird. Es gibt auch Leute, die denken wie Sie!

@Hugo Jáves

Wenn Sie mit dem "Durchbruch" offizielle Waffenlieferungen an eine bewaffnete Opposition, in einem souveränen Staat, meinen, dann muss ich Sie darauf hinweisen, dass dies gegen Völkerrechtliche Normen verstößt. Scheint aber wohl viele Kommentatoren hier nicht weiter zu stören.

@hugo Jàves

„Am 10. Mai 2013 um 21:47 von Hugo Jáves
Totalitäre Diktatur
Also mal ehrlich: Hier bombt eine totalitäre Diktatur unter Führung eines Despoten im englischen Maßanzug ein ganzes Volk zusammen und wir müssen immer noch diskutieren, ob die internationale Gemeinschaft nicht gefälligst mal den Rebellen zum Durchbruch verhilft. Ich versteh's nicht.“
.

Die Erklärung ist ganz einfach. Weil die „Rebellen“ eben keine Rebellen sind sondern Terroristen.
Terroristen zu unterstützen ist dummer weise in allen Rechtslagen verboten.

Nahost-Experte?

@Bibendum
Nahost-Experte Jürgen Todenhöfer mahnt den Westen zur Zurückhaltung in Syrien.

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Nahost-Experte? Herr Todenhöfer war 18 Jahre für die CDU im Bundestag, hat Allende bekämpft und Pinochet begrüßt, war Verlagsmanager bei Burda und ist Oberst der US-Armee ehrenhalber. Aber Nahostexperte ist er in meinen Augen eigentlich nicht. Für mich hat er zu wenig kritische Distanz zu Assad.

Am 10. Mai 2013 um 21:45 von Sasquatch

Seit wann zählt die Ausbildung von Kämpfern zu humanitärer Hilfe?

Ansonsten gilt ja wie Sie so schön schreiben:
Scheuklappen behindern wirklich den Blick aufs große Ganze!

@Bibendum

Die Unterdtützung einer Rebellenbewegung mag gegen Ihre Meinung verstoßen. Aber warum denn ausgerechnet gegen das Völkerrecht?

@Raumfahrer 20:36 Ich denke

@Raumfahrer 20:36
Ich denke auch, dass die Unterstützung für Assad, bzw. für die Armee in der Bevölkerung deutlich größer ist als gemeinhin in der Presse dargestellt wird. Grund ist mit Sicherheit nicht ausschließlich der Sicherheitsapparat, denn dessen Mitglieder können bei derart anarchischen Zuständen wahrschenlich nicht mehr ohne erhebliches Risiko in die Öffentlichkeit.
Ich habe den Eindruck, dass sich der Krieg immer mehr zu einem Konflikt zwischen stark religiösen Gruppierungen und allen anderen entwickelt. Das heißt, auf der einen Seite kämpfen "Assads Profiteure", also alle Minderheiten, die im Laufe der Geschichte aus ganz Arabien in Richtung Mittelmeerküste getrieben wurden und die Herrschafft von Extremisten fürchten, sowie alle anderen Nationalen. Dazu gehören vielleicht eher westlich orientierte Sunniten, die der Religion eher eine Nebenrolle zuweisen. Letztere befinden sich sicher auch in der FSA - nur hat diese im Vergleich zu Al-Nusra scheinbar kaum noch zulauf.

@ 21:10 Gandhismus

Sie meinen also nicht, dass das Eingreifen westl. Truppen in Irak und AFghanistan die Region destabilisiert hat.

Das sehe ich anders:
nach dem Sturz des irak. Diktators Saddam gab es eine Kräfteverschiebung hin zum Iran, was z.B. die Saudis bekämpfen und heute eine wesentliche Rolle bei den Konflikten spielt.
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Durch den Sturz der Taliban und folgender Kämpfe in Afghanistan, wurde z.B. auch Pakistan schwer erschüttert. Pakistan ist heute (s. tägl. Nachrichten) noch äußerst instabil. An so viele Anschläge wie heute kann ich mich in der Vergangenheit nicht erinnern.
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(Nur als Faktum, ohne Bewertung)
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@21:25 Caro-Line
Ihr Lösungsvorschlag ist etwas weltfremd, sorry: ausschl. 15jährige Mädchen bis 25jährige Frauen in Syrien zur Regierungsbildung vorzuschlagen...
Nun ist man dabei, Frauenrechte anzumahnen und von hier kommen Vorschläge, Männer auszuschließen. Geschlechterkampf kann so irrational sein...

21:54,freier_leben

". Der Grund ist aber genau der indirekte Waffenhandel aus dem Westen über genau die Wege - arabische Private."
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So einfach sollte es man sich nicht machen. Die Zeiten, wo die USA Islamisten, ob direkt oder indirekt, aufgerüstet haben, sind definitiv vorbei. Aus Schaden wird man doch ein wenig klüger.
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Die arabischen Privaten haben eigenes Geld und eine eigene Agenda. Die sind längst der Kontrolle des westlichen Kapitals entglitten. Das waren sie eigentlich schon zu Zeiten des 11.9.2001, aber die damals regierenden Rechten hatten das nicht kapiert und lieber Afghanistan und den Irak angegriffen, gegen den Rat aller verständigen Analysten. Das Agieren der Djihadisten ist nicht im Interesse des Großkapitals.

@21:57 Sasquatch

bei allem Respekt vor Ihrer Meinung, die ich oft sehr ausgewogen finde, möchte ich anmerken, dass ich in all diesen Kommentaren der letzten Monate (ja, sogar Jahre) hier auf keinen Beitrag gestoßen bin, der "blutige Diktatoren zu Friedensengeln" hochstapelt.

Im Gegenteil wurden leider oftmals diejenigen, die vor einem militärischen Eingreifen gewarnt haben, als Assad-Freunde, als 5. Kolonne, als Diktatorenunterstützer und noch schlimmeres betitelt. Nun, nachdem selbst Herr Armbruster das so sieht (Abraten von militärischem Eingreifen) und er bestimmt nicht als Diktatorenfreund beschimpft werden kann (!!!), sollten sich diese Leute mal wieder beruhigen und den Hass ablegen, von dem Sie reden.

Die Positionen waren nur bei wenigen fixiert in "gut und böse" und das waren meiner Wahrnehmung nach eher diejenigen, die in der ganzen Zeit einem Waffengang des Westens den Mund geredet haben.

@ rumpelstilzchen58

"Sicher gibt es welche die dort mit humanitärer Hilfe beschäftigt sind; es gibt aber auch die anderen..."
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Wenn das stimmt, ist das natürlich eine riesengroße Schweinerei. War ich etwa wieder mal zu gutgläubig?

21:57,Sasquatch

Lieber Sasquatch, danke für den Zuspruch.
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Ich versuche einfach nur, ideologische Scheuklappen herunterreißen und dabei nicht in der Weise mißverstanden zu werden, daß ich für eine der Seiten Partei eingreifen würde.
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Mein Herz ist bei den Menschen, und die müssen gerade schreckliches erdulden, während die "Forenkrieger" sich hier Grabenkämpfe liefern.
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Leider machen viele hier den gleichen Fehler, der den USA in der Vergangenheit zu Recht vorgeworfen wurde. Die Gegner meiner Gegner sind meine Freunde......

@hugo Jàves

„Neu
Am 10. Mai 2013 um 22:20 von Karsten.Laurisch
@hugo Jàves
Nahost-Experte? Herr Todenhöfer war 18 Jahre für die CDU im Bundestag, hat Allende bekämpft und Pinochet begrüßt, war Verlagsmanager bei Burda und ist Oberst der US-Armee ehrenhalber. Aber Nahostexperte ist er in meinen Augen eigentlich nicht. Für mich hat er zu wenig kritische Distanz zu Assad.“
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Das mag alles richtig sein. Nur deshalb ihm seine menschlichen Qualitäten abzusprechen ist wiederum in meinen Augen etwas daneben. Nur zur Info ich bin Mitglied der Linken. Nach Ihrer Meinung müsste ich „sinnlos“ und ohne „Verstand“ auf ihn auf Grund meiner Grundhaltung einschlagen. Das mache ich aber nicht. Ich schaue als erstes nach dem was der Mensch macht und dann bewerte ich ihn. Ich habe an seinen Meinungen viel zu kritisieren, trotzdem respektiere ich seine Meinung. Damit sollten Sie vielleicht auch mal anfangen.

Mantra

Ich schlage vor, bei allem was mit der Syrien-Frage zu tun hat, folgendes Mantra immer ein paar Mal zu wiederholen, bevor Truppen von hier nach da geschickt oder Drohnen und Bomber aus aller Welt das Land heimsuchen:

"Wir marschieren erst wenn wir wissen was wir wollen und wenn wir sicher sind wie und dass wir das auch erreichen können."

Vielleicht ist es demnächst irgendwann unausweichlich, auch militärisch in einer geeigneten Form zu intervenieren. Jetzt sollten wir erst einmal massiv humanitär helfen. Da gibt es in den Nachbarstaaten schon genug Probleme, die diese kaum noch lösen können.

Aber davor sollten wir wissen, wie wir die Anforderungen dieses Mantras erfüllen können. Und ich denke: Im Moment haben wir davon keine Ahnung, bestenfalls einen ganz blassen Schimmer. Mit ein paar Bomben lässt sich dieser Konflikt nicht lösen. Mit einem Sieg der Rebellen wäre er längst nicht vorbei. Aber vieles kann viel schlimmer werden.

21:55,Raumfahrer

Mir ist keine bellizistische Argumentation Jörg Armbrusters bekannt. Vielleicht helfen Sie mir auf die Sprünge?

@hugo Jàves

„Am 10. Mai 2013 um 22:19 von Hugo Jáves
@Bibendum
Die Unterdtützung einer Rebellenbewegung mag gegen Ihre Meinung verstoßen. Aber warum denn ausgerechnet gegen das Völkerrecht?“
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Weil es eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates ist. Siehe hier.
http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkerrecht

22:07,Karsten.Laurisch

"Die Erklärung ist ganz einfach. Weil die „Rebellen“ eben keine Rebellen sind sondern Terroristen."
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Da sind Sie ganz nahe bei Ronald Reagan. Der unterteilte Widerstandsbewegungen auch, je nach ideologischer Ausrichtung, in "Terrorists", z.B. die Sandinisten, und "Freedom Fighters", z.B. die "Contras".
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Ich bin dafür, den Begriff "Terrorist" in solchem Zusammenhang komplett zu vermeiden. Er ist ideologisch kontaminiert. es hat keinen Sinn, damit Ping Pong zu spielen.
"Ihr seid Terroristen!" "Nein, ihr!" "Selber!" "Selber selber!"
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Das ist nämlich das Niveau, auf dem man dann unweigerlich landet, wie hier im Forum schon oft zu beobachten war.

Ich finde es immer wieder

Ich finde es immer wieder wohltuend wie hier aufgepasst wird und die Fakten genannt werden.
Eine Aufgabe die eigentlich die Medien mehr übernehmen müssten.

@Bandolero "Die UNO hat sich auf britischen und französischen Druck geweigert, nur das Ereignis von Khan Al-Assal zu untersuchen"richtig

@Hugo Jáves" Herr Todenhöfer war 18 Jahre für die CDU im Bundestag, hat Allende bekämpft und Pinochet begrüßt."

Stimme nicht oft mit Hugo überein,aber obiges stimmt.

Jetzt Tödenhöfer Unkenntnis vorwerfen ist aber falsch.Der hat schon vor dem Irakkrieg von 100.000 toten Zivilisten gesprochen.Damals hielt man das für Masslos Übertrieben.

22:10,Hugo Jáves

Doch, er ist schon kenntnisreicher Experte, aber ideologisch höchst dubios, wie Sie dankenswerterweise zusammengefasst haben. Er ist ein ideologischer Überzeugungstäter mit Neigung zur Verblendung, der im englischen Sprachgebrauch als "loose cannon" bezeichnet würde.

@fathaland slim

Sehr gute und realistische Kommentar,weiter so.
Danke

18:48 von wekru die Diskussion läuft falsch

>"Die Groß- und Nebenmächte sollten darauf hinarbeiten, dass in Syrien unter internationaler Aufsicht und nach internationalen Standards freie Wahlen durchgeführt werden. "<
Daran arbeiten Ru+Ch++seit Anbeginn => Veto, wurden von Assad Wahlen gefordert aber abgelehnt

>"19:30 von Raumfahrer@ Juergen ..Herr Armbruster
..Im Prinzip sagt er nun etwas, was die Gegner eines Angriffs auf die syrische Souveränität schon lange sagen:
Damit löst man einen Flächenbrand aus.
Diesen Kommentar kann ich hundert Prozent unterschreiben.. "<

Wie ich,
zeigt doch dass der eigene Schmerz(auch ich erfuhr II WK real) stärker als abstrakte Parteinahme für Ideale, Kriege ist=> "Durch (Leid=>)Mitleid wissend geworden!

>"21:19 von fathaland slim..Syrien wird verlieren, ob mit oder ohne Assad."<

Hat verloren !
Und Bürger, Soldaten, Verführte, Vertriebene,
nur in Frieden Leben wollende fragen die Welt:
Wem Nutzen diese Kriege dort, weil Kriege zu ungunsten des Friedens derart befeuert wurden, werden?

22:39,fetsfets

"Die Positionen waren nur bei wenigen fixiert in "gut und böse" und das waren meiner Wahrnehmung nach eher diejenigen, die in der ganzen Zeit einem Waffengang des Westens den Mund geredet haben."
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Da ist meine Wahrnehmung etwas unterschiedlich. Die beiden Fraktionen, nämlich die, die in Assad einen Garanten von Frieden und Entwicklung sehen und die, die in einem militärischen Eingreifen des "Westens" das Heil sehen, sind hier im Forum etwa gleich stark und immer dieselben. Ihre Argumente übrigens auch. Lernfähigkeit geht anders.

22:39 von fetsfets @21:57 Sasquatch Mahner als 5. Kolonne ?

die vor einem militärischen Eingreifen gewarnt haben, als Assad-Freunde, als 5. Kolonne, als Diktatorenunterstützer und noch schlimmeres betitelt...Die Positionen waren nur bei wenigen fixiert in "gut und böse" und das waren meiner Wahrnehmung nach eher diejenigen, die in der ganzen Zeit einem Waffengang des Westens den Mund geredet haben.
.. Hass ablegen, von dem Sie reden..."<

Völlig meiner Meinung!

Jede Medaille hat 2 Seiten, nur Propaganda, Hass nicht!

Syrien

Ich beziehe mich auf Linuxpinguin und andere Nahostexperten, die eine völlig falsche westliche Sicht auf den Nahen Osten haben. Sie verwechseln ständig westliche "Demokratie" mit Jahrhunderte gewachsenen religiösen und zwischenmenschlichen Befindlichkeiten der muslimischen Bevölkerung, die zu ihrem Dasein stehen. Das Christentum hat sich gespalten (gut, vergessen wir die Strömungen im Islam nicht), weil Glaube und Wirklichkeit nicht mehr übereinstimmten, die Säkularisierung siegte. Im Islam ist es anders meines Erachtens anders. Der Glaube ist Basis des Seins. Marx sagte schon ganz früh, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt. Das wird auch heute noch von unseren Eliten vorgelebt. Was hat die Freiheit Libyens gebracht? Krieg in N-Afrika. Was hat Irak gebracht? Abertausende Tote, ebenso wie in Afghanistan? Was bringt sogenannte westliche Demokratie in Syrien, die von England aus wie ein Füllhorn, wider besseren Wissens in der Presse über die Welt ausgeschüttet wird? Weltkrieg 3!

Darstellung: