Kommentare

europäisches Versagen im südlichen Mittelmeer-Raum

Für mich ist es unverständlich und in hohem Maße beschämend, dass die deutsche und die europäische Aussenpolitik im südlichen Mittelmeer-Raum keinerlei konkrete Politik betreibt, sondern nur abwartet.
Die einzige Ausnahme waren die französischen Flugzeugbomber in Libyen.

Westerwelle war auf dem Tahiri-Platz - und dann? Nichts mehr. Der Bürgerkrieg in Syrien wird ausgesessen, um in einem völlig zerstörten Land dann eine wohlfeile "Geber-Konferenz" organisieren zu können?

Was ist mit Tunesien, Algerien...?
Warum bietet man als starkes Europa/Deutschland nicht einen konkreten "Marshall-Plan" für Nordafrika/den Nahen Osten an, statt nun fast zwangsläufig das Feld den vom dortigen Volke eigentlich nicht gewollten Islamisten zu überlassen?

Alleine Marokko schaffte es, ein "Investitionsland" für westliche Produktionsgüter zu werden. Wielange wird sich dieses System Marokko (mit den jetzigen Nachteilen, geschenkt) aber halten können, wenn ganz Nordafrika islamistisch-doktrinär regiert wird?

Somalia 90er Jahre

Damals gab es einen Bügerkrieg in Somalia. Die NATO und die Uno haben mit humanitärer Hilfe die Menschen direkt im Land unterstützt. Die USA wollten ebenfalls Milizionären habhaft werden um die Lage weiter zu stabilisieren, da ging zwar schief, war aber nicht der Grund für die weiteren Kämpfe im Land weswegen die UNOSOM Mission beendet werden musste und sich UNO und NASTO aus dem LAnd zurück gezogen haben...Wo Somalia Heute steht sehen wir und das trotz stärkeren Engagements als es gerade in Syrien der Fall ist!

...das Ende kennen wir ja...

sei es die Hisbolla, die Hamas, die Moslembrüder, die Taliban....
sie stürzen Regime und unterwerfen alles ihrer Terrorherschaft-
Liebe Syrer ihr habt die Wahl zwischen Pest und Cholera...
Wie schwer es Demokraten und Liberale unter solch einer Herrschaft haben sehen wir ja in Ägypten, in Afgahnistan, in Gaza...
und von wem werden diese inzwischen unterstützt?
Von den Ölscheich Staaten!

Interessant wird es dann allerdings Geopolitisch, wenn Israel nicht nur aus dem Süden (Gaza) und Norden (Libanon) sondern auch aus dem Osten mit Raketen beschossen werden könnte...

Nicht die demokratischen Kräfte haben z.Z. in Islamistischen Ländern das sagen sondern die die Glauben das nur sie den rechtmäßigen Propheten haben und verkörpern- und andersgläubige werden mal eben umerzogen oder hingerichtet ...

Nun ich denke, besonders das

Nun ich denke, besonders das Ende dieses Textes macht deutlich, was Syrien erwartet, wenn die sog. demokratischen Kräfte an die Macht gelangen. Da werden Köpfe abgeschnitten.... naja

Ich habe sicher für jeden Verständnis der für Demokratie und Freiheit eintritt und davon schreiben hier viele. Aber gibt es auch nur einen islamischen oder arabischen Staat, in dem sich nach dem verschwinden des "Diktators" eine wirkliche Demokratie entwickelt hat?

Bisher war in Syrien die Religion kein Problem. Einen entsprechenden Bericht gab es hier schon mal zum Thema Christen. Und warum stehen die meisten Christen in Syrien heute noch auf der Seite von Assad? Weil sie wissen, was unter den Islamiten passieren wird.

Wann lernen wir aus der Geschichte??? Bisher hat nicht ein Versuch, die westliche Demokratie herbeizubomben funktioniert. Und bisher scheint es, nach fast zwei Jahren, ja immer noch ausreichend Syrer zu geben, die auf der Seite von Assad stehen, auch das sollte man mal bedenken.

Im übrigen

würden mich ähnliche Bericht der öffentlich rechtlichen Medien von der anderen Seite auch mal interessieren, um mal ein vollständige Bild zu bekommen..........

Das kommt dabei raus

Die Untätigkeit der Weltgemeinschaft für mehr als 2 Jahre hat solche Früchte getragen. Aus ursprünglich friedlichen Demonstrationen für Demokratie entsteht durch Krieg und Verzweiflung radikaler Islamismus.

Kein Wunder: Dank der Blockadehaltung der Diktaturen im Weltsicherheitsrat, konnte es zu keiner effektiven Hilfe kommen. Die Folge: Die Demokratiebewegung wird militant, und es kommt zum Bürgerkrieg indem sich Regime als auch Rebellen gegenseitig zerfleischen. Leidtragende ist natürlich das Volk am meisten.

Wen wundert es, dass da Wut auf den Westen entsteht? Die Syrer wissen ganz genau, dass der Westen problemlos das Regime beiseite fegen könnte und das Blutvergießen beenden könnte. Aber was geschieht? Leere Versprechungen, Solidaritätsbekundungen.

Klar, dass sich die Syrer verraten fühlen.

Und plötzlich taucht eine neue Macht auf, die den Krieg beenden kann, und sich natürlich die Enttäuschung über den Westen zunutze macht.

Konfliktlösung: Wie mans nicht macht!

Die machen ja einen...

...sehr friedlichen, toleranten und intelligenten Eindruck, diese Freiheitskämpfer (1. Foto).

Das wird sehr schön werden im neuen Syrien, naja, ausser man ist Shiit, Christ, Atheist, eine Frau, Alevit, Alawit, homosexuell, will mal etwas anderes als den Koran und die Hadithe lesen oder möchte gerne mal ein Gläschen Rotwein trinken und Musik dazu hören (sehr haram).

Al-Nusra-Front ist Teil der Terrororganisation al-Qaida

Die syrische Islamistenorganisation Al-Nusra-Front ist Teil der Terrororganisation al-Qaida im Irak. Beide Gruppen wollen künftig unter dem Namen "Islamischer Staat im Irak und der Levante" auftreten.

"Es ist jetzt Zeit, vor den Menschen der Levante und der Welt zu erklären, dass die Al-Nusra-Front nichts anderes als eine Tochter des Islamischen Staats Irak ist und zu diesem gehört", zitierte die Beobachtungsstelle SITE Intelligence Group den Anführer des irakischen al-Qaida-Flügels, Abu Bakr al-Baghdadi. Es ist die offizielle Bestätigung. (Quelle: Spiegel 09.04.13)

Victoria Nuland, US State Department, sagte im Dez. 2012:
"Since November 2011, the al-Nusra Front has claimed nearly 600 attacks – ranging from more than 40 suicide attacks to small arms and improvised explosive device operations – in major city centres including Damascus, Aleppo, Hama, Dara'a, Homs, Idlib, and Deir al-Zor. During these attacks numerous innocent Syrians have been killed." (http://tinyurl.com/c8f6qqq)

Die Nusra-Kämpfer von Aleppo

@-Linuxpinguin :

Wie wir helfen können ?

Ganz einfach , See- u . Luftembargo , wenn sie wissen , was das heißt ,
da traut sich d. westen nicht ran , bzw. gibt es VETO dann
von China u.russia .
Es geht alternativ nur über aufrüstung , irgendwann ist
auch d. letzte Panzer schrott , die größte Bedrohung ist d.
Lufthoheit , dagegen braucht man Boden-Luftraketen .

Warum werden d. rüstungsgüter nicht geliefert ,
auch D. könnte liefern, D., der Vasallenstaat d. Gut-
willigen ? Keine Eigene Meinung ? Oder kein rückgrat ?

ansonsten Häuserkampf , Rattenkrieg nannte man d.in Stalingrad , es geht nur ü.d. Brechstange , dazu bedarf
es natürlich Mumm , Mumm haben d. stolzen Krieger d.Nusra , sind also keine Weicheier !

Das sind d. einzigen Lösungen !

Letztendldich muß das Gute ü.d.Böse siegen !

@DeutschEuropäer

"Kein Wunder: Dank der Blockadehaltung der Diktaturen im Weltsicherheitsrat, konnte es zu keiner effektiven Hilfe kommen"

Die USA hat meines Wissens nach kein Veto eingelegt.

Und was die FSA betrifft :

Im Artikel steht :
"Die Nusra-Kämpfer sind für uns keine Terroristen, sondern tapfere Kämpfer"

Also unterstützen wir keine Terroristen wenn wir die FSA als Vertretung des Volkes anerkennen, sondern wir unterstützen Rebellen die dann die Terroristen unterstützen.

Es ist also wie immer : Es mit Waffen befliefern um sie dann mit noch mehr Waffen zu bekämpfen

Nun, das ist doch mal eine klare Aussage.

.
"Was dann geschieht? Dann werden wir den Alawiten die Köpfe abschneiden, weil sie Ungläubige sind. Und dann machen wir unseren islamischen Staat."

Genau! Warum diplomatisch drumherumreden?
Exakt diese Einstellung ist nun eben die lokale Variante der 'political correctness', sie dort unter den "Rebellen" herrscht.
Eben ein wenig abweichend von unserer Vorstellung:
Andere Länder, andere Sitten.
Unverblümt, direkt und für die riesige Mehrheit der Menschen, die dort einfach nur in Frieden leben wollen, genauso wenig förderlich wie eine Assad-Diktatur.

Ein Kollege meiner Frau, auch Internist und demzufolge vermutlich nicht ganz ungebildet, hat seine gesamte Familie in Aleppo.
Was meinen Sie, was der diesen friedliebenden Terroristen an den Hals wünscht...
Und er sieht es eben als direkt Betroffener:
Wenn die Islamisten dort so weitermachen, verklärt sich in der Erinnerung langsam aber sicher selbst Assads Regime zu paradiesischen Zuständen.

@Don-Corleone

Dann ran ans Gewehr und ab mit Ihnen.

Wie kann man heutzutage, nach allem was wir aus Lybien, dem Irak, Afghanistan usw. gelernt haben bzw. gelernt haben sollten, noch Waffenlieferungen an Terroristen fordern und behaupten es ginge nur mit der Brechstange??

Hilfe für Syrien

Es genügt, dass sich der Westen so verhält, wie er es seit zwei Jahren tut: Passiv, ratlos und gnadenlos ignorant, weil er den Menschen in den umkämpften Städten jede humanitäre Hilfe verweigert.

Die Menschen in Syrien haben schon lange keine Hoffnungen auf Hilfe aus dem Westen. Ein simples Veto aus Moskau von Assads großen Freunden blockiert den Westen und fertig.

Die Hilfe für die Menschen in Syrien kommt aus einer anderen Richtung. Und das weiß in Syrien jeder.

Vergleich

In Lybien hab sich hier fast genau dieselben Leute beschwert das man geholfen hat, wie jetzt die das man nichts getan hat.

Fakt ist, die Islamisten gehen so oder so gestärkt aus dem Bürgerkrieg hervor,egal was der Westen tut.

Die Syrien-Falle |

Die Syrien-Falle | Dokumentation von Hubert Seipel

sollte sich mal jeder ansehen und dann vergleichen,
was Lavrow sagt oder die Frau Clinton. Sehr beeinduckend und die Augen öffnend!

der Konflikt ist doch schon

der Konflikt ist doch schon lange entschieden: das syrische volk hat so oder so verloren

Diese Islamisten, genauer

Diese Islamisten, genauer gesagt Wahhabiten werden doch vom Westen unterstützt. verstehe die aufregung hier nicht

@-anti-gegen-alles

@-anti-gegen-alles -

Antwort:

Sie verwechseln Terroristen mit Freiheitskämpfern ,

re dschabhat - Hilfe durch Umsturz oder beim Umsturz ...?

"Die Menschen in Syrien haben schon lange keine Hoffnungen auf Hilfe aus dem Westen. Ein simples Veto aus Moskau von Assads großen Freunden blockiert den Westen und fertig.
Die Hilfe für die Menschen in Syrien kommt aus einer anderen Richtung. Und das weiß in Syrien jeder."

Einigen wir uns auf 'einen Teil der Menschen' in Syrien. Es gehört sicher nicht viel Empathie dazu, zu verstehen, daß die Menschen in umkämpften Städten verbittert sind. Werde mich hüten, diese zu belehren.

Offenkundig sind aber nicht alle Menschen in Syrien gegen Assad, auch wenn alle zu Schaden kommen. Die Ereignisse in Libyen haben eindrucksvoll demonstriert, welche Verhältnisse den "Siegern" vorschweben und auch im Irak (Beispiel) wird weiter gefoltert - es betrifft (nur) andere Bevölkerungsgruppen.

Der Westen kann m.E. leicht und gefahrlos helfen, indem er die Nachbarländer bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme unterstützt!

Sichtweise

alle seine Frage der Sichtweise:

Wenn man Zivilisten im von den Aufständischen kontrollierten Gebieten befragt, kommt die Antwort wie oben im Bericht beschrieben, denn diese sind dort natürlich auch in der Schusslinie von der syrischen Armee (wie gestern berichtet).

Würde man die Zivilisten in anderen Gebieten befragen, die entweder (noch) gänzlich befriedet, oder wie auch gestern gelesen, im Zielgebiet von Autobomben sind, dann fiele die Antwort wahrscheinlich gerade anders herum aus.

Deshalb ist es ein Trugschluß, zu meinen, dass man aus dem Bericht ableiten könnte, dass der Westen militärisch auf Seiten der Rebellen hätte eingreifen müssen.

Da die Zivilisten, die gegen einen Umsturz stehen, recht selten zu Wort kommen,
kommt diese Seite auch ein wenig kurz. Daraus dann könnte man ableiten, dass es keine Waffen an die Rebellen hätte geben dürfen (aus SA, Katar, usw.) Ausserdem unterstützt der Westen die Umstürzler doch schon lange.

Da..

...zeigt sich mal wieder das wegschauen und nichts tun ein Fehler ist.
Nicht das einmischen des Westens sondern das nichteinmischen spielt den Extremisten in die Hände.

Das ein nichteinmischen Leben rettet ist spätestens seit Ruanda als Märchen zu bezeichnen.

Interventionsgegner sollten das mal zur Kenntnis nehmen: Nichts tun kostet nichts, nur Menschenleben.

Gab es denn nicht mal

Gab es denn nicht mal Gelegenheit, auch die andere Seite zu befragen? Von den "Assadtreuen" hab ich naemlich noch gar keine Meinung gehoert, auch nicht von Aleviten, es war mal kurz was von Armeniern, aber auch lange her. Mir scheint, dass es sich hier um ein Staatswesen handelt, dass von einer unheiligen Allianz aus Al Kaida und den salafistischen Oelscheichs von aussen attakiert wird – es waere nicht die erste von Islamisten gehighjackte Befreiungsbewegung. Ich find's ungeheuerlich, dass vom "Westen" erwartet wird, wir sollen das noch unterstuetzen, womoeglich noch aktiv.
Ich hoffe ich, dass der Berichterstatter einen kleinen Ruck gekriegt hat bei seinem Interview mit dem laechelnden jungen Baertigen - "Was dann geschieht? Dann werden wir den Alawiten die Köpfe abschneiden, weil sie Ungläubige sind. Und dann machen wir unseren islamischen Staat." Klare Worte.

Richtig gedeutet?

Ich versteh den Text ja als Warnung:
Wenn der Westen nicht interveniert, dann kommen diese radikalen Irren an die Macht.
Aber es gibt ja noch eine Lösung, die die syrische Bevölkerung vor solchen Fanatikern schützt.
Nämlich eine, in der auch viele Überleben.
Einfach die Unterstützung der Rebellen einstellen.
Ich freue mich sehr, dass der Reporter deutlich gemacht hat,
dass die Nusra einem friedlichem Leben krass entgegensteht.

Umdenken

Ich war von Anfang an ein entschiedener Gegner von Assad. Ich gehöre nicht zu denen, die sich erst Monate nach Beginn des Konflikts mit Syrien zu beschäftigen begannen und wegen des ihnen unverständlichen "Assad-Bashings" für ihn Partei ergriffen.

Aber je länger der Konflikt dauert, umso deutlicher wird, dass es am Ende nur einen Gewinner im Lande geben kann: Assad. Das muss auch der Westen früher oder später einsehen, wenn er kein zweites Afghanistan oder auch ein Somalia auf syrischem Grund riskieren will.

Unendlich schade und von epischer Ungerechtigkeit für diejenigen, die für ein besseres Syrien eingesetzt hatten. Aber die Zeit für Alternativen läuft langsam aus.

Schluss UNO sei Schuld falsch

Von Beginn des Aufruhrs in Syrien war klar, dass der militante Teil sunnitisch islamistisch geprägt war. Deswegen sind die Schuldzuweisungen völlig aus der Luft gegiffen' nie wurde ein REGIME CHANGE vom Westen versprochen, vielmehr hatten einige Befürworter eines bewaffneten Aufstandes auf einLibyen 2 gesetzt. Und diese Fehleinschätzung hat insbesnderre die arabische Liga zu verantworten, die da glaubt mit frmden Armeen ihre Ziele durchzusetzen' Und leider hben solche wie Clinton die offene unterstützung der Kampfe durch die Saudis und katar gezeigt und einmal mehr den Radikalen frei Hand gege!ben. Spätestens beim Einfall dieser in das friedliche Aleppo hätte die Notbremse gezogen werden mussen.Die Reportage von heute sollte dazu gestellt werden.

@DeutschEuropäer

"Die Untätigkeit der Weltgemeinschaft für mehr als 2 Jahre hat solche Früchte getragen. Aus ursprünglich friedlichen Demonstrationen für Demokratie entsteht durch Krieg und Verzweiflung radikaler Islamismus."

Ich denke nicht das dies an der Untätigkeit des Westens liegt sondern vielmehr an der starken Unterstützung des Westens in andern arabischen Ländern während des "arabischen Frühlings"...Die Syrer haben das nanatürlich auch alles gesehen und einige Gruppen von Trittbrettfahrern haben dann auch ihr Mundwerk aufgerissen wie ein kleines Kind.."Ich will das auch!" vollkommen ohne Rücksicht darauf das es der Bevölkerung in Syrien deutlich besser ging als z.B. den Lybiern oder anderen!
Mit den Folgen müssen sie jetzt leider leben.
Ganz allgemein bringen Revolutionen fast nie schnelle Veränderungen...nach der französischen Revolution herschte gut 50 Jahre Anarchie und Verfolgung in Frankreich bevor die Lage besser wurde...wieso solls wo anders besser gehen???
Armes Syrien,armer President

Syrien vs Lybien

In Syrien ist nichts zu holen....außer Waffenlieferungen...darum darf der Konflikt ruhig länger dauern.....in Lybien wurde nicht lange gefackelt..da ging es ja auch ums ganz große Geschäft....

Der Westen ist nicht allmächtig

Fakt ist ja wohl, dass die Islamisten von Anfang an die militanten Rebellen stellten, ich frage mich also wann der Westen versagt haben soll.

Die "Demokratiebewegung" in Syrien hat m.E. ebenfalls versagt, auch wenn manche das hier nicht gerne hören mögen.

Stichwort Humanitäre Hilfe:
Klar, aber beiden Seiten. Nur wie stellt man dann sicher, nicht zwischen die Fronten zu geraten? Das geht wohl ehr nicht.

Veto

Das eigentliche Problem ist doch, dass die UNO höchst undemokratisch organisiert ist. Egal was von der Mehrheit der Länder beschlossen wird, einzelne Veto-Mächte (fünf an der Zahl) können es verhindern. Solange die UNO so organisiert ist werden solche Katastrophen immer wieder passieren.

Diktatur

Irgendwer hat die letzten Tage etwas in der Art behauptet wie " seit so und sovielen Jahren eine Diktatur unter der die syrische Bevölkerung leidet..."

Ein Freund von mir der aus Syrien stanmmt erzählte mir einmal das in seinem Heimatdorf noch vor 50 Jahren die Alewiten von den anderen Dorfbewohnern als Sklaven gehalten wurden...er selber ist kein Alewit...geändert hatte sich die Situation in der Diktatur, da gab es keine Sklaverei mehr...

Hört doch auf

Schaut mal jetzt nach Lybien! Mord und Totschlag dank der amerikahörigen UNO. Erst beim nächsten Finanzcrash wird Syrien/ Iran angegriffen.

Schändlich und Beschämend!

Russland und China husten ein Veto im Sicherheitsrat (komisches Wort für diesen Haufen von Sprücheklopfern) und für die westliche Welt, allen voran Europa ist es vorbei mit der Humanität und menschlichem Mitgefühl. Ist das alles, was die Menschheit an Konfliktbewältigung seit ihrem Erscheinen auf diesem Planeten gelernt hat? Ja, auch seit einem über 2000-jährigen Christentum voll von gepredigter Liebe.
Schändlich und Beschämend!
Konfliktbewältigung? Nicht einmal allgemein gültige Regel können sich "Krone der Evolution" geben.

9. April 2013 - 17:27 — To_LE

Und bisher scheint es, nach fast zwei Jahren, ja immer noch ausreichend Syrer zu geben, die auf der Seite von Assad stehen, auch das sollte man mal bedenken.

Denken Sie wirklich, dass Assad eine Zukunft hat? Ihm geht es doch mehr um Macht und Geld. Auf der anderen Seite stehen Menschen, die für ihren Glauben kämpfen.

An doc d

Genau so sehe ich es auch wie Sie! Es wird in Europa lieber Geld für die Rettung von Banken ausgegeben anstatt so wie Sie es sagen,ein Marschall Plan für 3 Weltstaaten
ins Leben gerufen.Überall nur hungernde Menschen und dann darf man sich nicht
wundern wenn Al Kaida und Taliban als Helfer tätig werden. Die Menschen werden
es nicht verstehen warum der Westen gegen diese Gruppen ist,Das böse Erwachen
wird später kommen wenn dann dort ein Gottesstaat ensteht

Niemand weiss es ...

Wer kann denn schon sagen, was in Syrien vor sich geht ... blah,blah,blah ... das ist alles was wir wissen ...

9. April 2013 - 17:28 — To_LE

Im übrigen würden mich ähnliche Bericht der öffentlich rechtlichen Medien von der anderen Seite auch mal interessieren, um mal ein vollständige Bild zu bekommen ...

Von welcher Seite? Von der Seite Assads oder der Seite der Nusra?

Hoffnung für die Kämpfer

Im Artikel steht:
Doch in den Straßen Aleppos wird der Westen verflucht. "Ihr lasst uns allein unter den Bomben", ruft eine verschleierte Frau. "Nur die Nusra schützt uns." Und sie fügt hinzu: "Was ist dabei, wenn sie für uns sind, und für den Islam, für Allah und Mohammed? Assad ist ein Ungläubiger. Nusra ist gut, das sind gute Leute, wir lieben sie."

So verwunderlich ist das eigentlich gar nicht. Es ist sogar nachvollziehbar, dass die Menschen ihre Hoffnungen auf diese Kämpfer setzen.

Die Diktatur hat sie ihrer Rechte beraubt, vom Westen fühlen sie sich allein gelassen.

9. April 2013 - 18:11 — anti-gegen-alles

Wie kann man heutzutage, nach allem was wir aus Lybien, dem Irak, Afghanistan usw. gelernt haben bzw. gelernt haben sollten, noch Waffenlieferungen an Terroristen fordern und behaupten es ginge nur mit der Brechstange??

Die islamischen Kämpfer wollen Syrien von der Diktatur befreien. Und dafür werden sie sicher keine Waffen aus dem Westen wollen. Also besteht die Gefahr, die Sie sehen, so gar nicht.

billige Ausrede und als ob es mit USA oder Europa sich

die Lage dort bessern würde! Man jetzt mit Saudi Arabien und Katar Terroristen aufgerüstet! Es geht hier nicht mehr um Demokratie oder Freiheit! Es geht alleine um die religiöse Vorherrschaft Syriens! Alawiten gegen die Sunniten und mehr nicht! Wenn man einen realistisches Ende zwischen den Terroristen und den Regime haben möchte, muss man eine diplomatischen Kompromiss suchen! Eine andere Lösung gibt in diesem Konflikt leider nicht! Und das muss man endliche auch bei uns begreifen!

9. April 2013 - 17:39 — Philos

Al-Nusra-Front ist Teil der Terrororganisation al-Qaida

Das mag sich für uns schrecklich anhören. Aber ob das für die Menschen in Syrien so entscheidend ist?

Wie aus dem Artikel hervor geht, unterstützen die Al-Nusra-Kämpfer die Bevölkerung und viele halten sie für mutige Kämpfer. Assads Soldaten werden möglicherweise eher als Söldner wahrgenommen, die für das Regime kämpfen.

einen Marschallplan für den gesamten Nahen Osten, und den soll Europa zahlen? Und wie sollten sie ihn durchsetzen? Souveränität heißt auf eigenen Füßen stehen, Geld gibt es genug im arabischen Raum, die Verteilung und Umsetzung ist eine Gesellschaftsfrage und keiner kann von außen eine 200 Millionen Gesellschaft ändern! Das müssen sie selber machen.

Und auf keinen Fall darf mit militärischen Mitteln eingegriffen werden! Bewegungen, die nicht in der Bevölkerung tief verwurzelt sind, werden dann immer weiter unterstützt werden müssen - im Extremfall gegen sie!

Solange die Losung "Islam ist die Lösung" sich nicht selbst ad absurdum geführt hat, wirkt sie spaltend. Siehe Ägypten, Tunesien, oder rückständig in Libyen, oder destablisierend Syrien. Syrien ist doch für alKaida nur Sprungbrett um ihr Ziel alkuds (Jerusalem) zu erobern!Die Syrer sind den Todbereiten doch egal! Vom Tag als sie in Aleppo eindrangen, haben sie die Menschen nicht geschützt, sondern missbraucht - dokumentiert!

Russland und China...

...haben sich hier bestimmt nicht mit Ruhm bekleckert, aber denen den schwarzen Veto-Peter in die Schuhe zu schieben, ist Selbstbetrug.
Ich gehöre zwar nicht zu denen die nach einem Nato-Einsatz schreien, ganz im Gegenteil, aber auch im "Westen" scheint man halbherzig an dieser Idee zu hängen. Denn schauen wir doch mal auf die jüngere Geschichte und sind mal ehrlich...die letzten die sich um irgendwelche UN-Beschlüsse scheren wenn sie es ernst meinen, sind allen voran die USA, Frankreich, GB und co.

Stenzel: Schiiten und Sunniten

"Der Kampf zwischen Sunniten und Schiiten in Syrien"
von Stenzel ARD-Studio Kairo von heute sollte mit diesem Bericht verlinkt sein, denn er bietet genau die Eindrücke der Gegenseite - bitte Stellt diesen Videobericht auch in Zusammenhang mit Aleppo!

9. April 2013 - 19:45 — Wirklich

Schaut mal jetzt nach Lybien! Mord und Totschlag dank der amerikahörigen UNO. Erst beim nächsten Finanzcrash wird Syrien/ Iran angegriffen.

Das Land heißt eigentlich Libyen.
Ob Ihre Vorwürfe gegen Amerika und die UNO richtig sind und wirklich jemand angegriffen werden soll, kann ich nicht beurteilen. Aber vermutlich wird das die islamischen Kämpfer wenig interessieren, wenn sie versuchen ihre Heimat von der Diktatur zu befreien.

Und was jetzt?

Ich darf daran erinnern, dass ein militärisches Eingreifen des Westens in Syrien nicht nur wegen des Widerstands von China und Russland keinen Sinn macht. Luftangriffe würden nicht ausreichen, sondern es wäre ein massives Aufgebot von Soldaten für einen Landkrieg notwendig. Wer will das ernsthaft verantworten? Und man sollte nicht vergessen, dass der Iran auf Seiten Assads steht, was bei militärischen Aktionen zu einem Flächenbrand führen würde. Dass bei der Intervention in Libyen die gleichen Stimmen gegen das militärische Vorgehen protestierten, die heute das Nichteingreifen in Syrien kritisieren, grenzt bisweilen an Schizophrenie.

Den Anfang vergessen

Die Situation ist eskaliert (oder sagen wir die Aufständischen hatten gedacht, dass der Westen bzw. USA eingreifen) als Hillary Clinton, damals Außenministerin, sich verbal hinter die Aufständischen gestellt hat.
Wäre es ihr ernst gewesen, dass es ihr um die Menschen geht, hätte sie vorher mit Russland beraten und einen Konsens gefunden.
Aber darum ging es nicht. Es ging um den Marinestützpunkt der Russen.
Und den sind die los, wenn die Aufständischen gewinnen.
Um die Menschen ging es nie.
Ich denke Waffen sind kein Engpass. Waffen bekommen die Aufständischen.
Das Problem wird sein, egal welche Partei der Aufständischen gewinnt, Sieger werden die Radikalen sein, wie immer.
Dann haben wir noch mehr Radikale mit noch mehr Waffen.
Denken die Politiker nie nach bevor sie einen Konflikt anzetteln?

Nun sollen also ...

die Diplomatie schuld sein an der Misere?

Das ruft nur noch Kopfschütteln hervor. Viele die einen friedlichen Weg vorgeschlagen haben, haben auch davor gewarnt das solche Terroristen im Land aktiv sind.
Man hat sogar davor gewarnt solche Terroristen zu unterstützen, sie zu bewaffnen und sie zu trainieren.
Es wurde alles als Unwahrheiten ignoriert und man hat so weiter gemacht.
Und jetzt, sollen die die vor diesen Terroristen gewarnt haben schuld sein das diese sich in Syrien festwurzeln können?

Es ist unglaublich wie man jetzt versucht genau diesen Menschen die die Gefahr erahnt haben die Schuld zu geben, nein noch schlimmer!
Es sind die Schuld die sich aktiv gegen diese Terroristen gestellt haben. Ja, China und Russland wollten keine einseitigen Sanktionen den diese haben die Unterstützung dieser Terroristen nicht verboten, sondern noch eher gefördert.

Aber nun sind man schuld, weil man für eine friedliche Lösung ohne Terroristen war. Es ist traurig wie irrational manche sind.

was heisst hier

vom westen im stich gelassen?

der westen hat doch eindeutig die schuld daran, dass diese terroristen da jetzt zum zuge kommen. nicht, weil man nicht militärisch interveniert hat, nein, weil man den saudis, katar, der türkei u.a. nicht von beginn an auf die finger geklopft hat wegen den waffenlieferungen an terroristische banden, die die lage zu dem gemacht haben, was sie jetzt ist!

so wird ein schuh draus!

9. April 2013 - 18:33 — Anti-ÖR

Diese Islamisten, genauer gesagt Wahhabiten werden doch vom Westen unterstützt. verstehe die aufregung hier nicht

Der Artikel hört sich nicht so an, als würden sich die zu allem entschlossenen Kämpfer der Nusra vom Westen unterstützen lassen.

9. April 2013 - 19:45 — Wirklich

Seit wann ist die UNO amerikahörig?

9. April 2013 - 19:33 — pepe79

Irgendwer hat die letzten Tage etwas in der Art behauptet wie " seit so und sovielen Jahren eine Diktatur unter der die syrische Bevölkerung leidet..."

Ich denke, dass Millionen von Syrern das gewesen sein könnten.

@che

„Von welcher Seite? Von der Seite Assads oder der Seite der Nusra?“

Natürlich auch von der anderen Konfliktseite, denn die al-Nusra ist ja Teil von der bewaffneten Opposition. Nur wenn man alle Seiten betrachtet, berücksichtigt und zu Worte kommen lässt, nur dann, kann man sich eine ausgewogene Meinung bilden und darum soll es doch wohl hier gehen? Propaganda mag ich nicht.

Warum zieht man ...

nicht eigentlich wieder die Kosovo- oder Iraknummer durch, denn da gab es schließlich auch keinen UN Sicherheitsratsbeschluss. Nicht, dass ich das begrüßen würde, man sieht ja schließlich, was aus Irak und Kosovo geworden ist, geschweige denn aus den anderen mit einer Intervention beglückten Staaten.

Also liebe Interventionsfreunde hört doch bitte damit auf, die Schuld Russland und China zu zuschieben, die Geschichte zeigt doch, dass es auch ganz ohne UN geht und man nicht mal Konsequenzen im Nachhinein zu fürchten hat.

Es geht und ging ja hier schließlich immer nur um Demokratie und Menschenrechte ;) und das sollte uns doch einen kleinen Völkerrechtsbruch wert sein oder?

9. April 2013 - 21:26 — Karsten.Laurisch

Natürlich auch von der anderen Konfliktseite, denn die al-Nusra ist ja Teil von der bewaffneten Opposition.

Das verstehe ich nicht. Aus welcher Sicht fordern Sie, dass die Tagesschau berichten soll?

Arabische Union

Mit Waffen wird kein Frieden geschaffen. Eine politische Lösung ist gefordert. Aber nicht vom Westen sondern die arabische Union soll mal zeigen, dass sie existiert. Und danach kommt es zu einer islamistischen Machtübernahme, unabhängig davon, ob NATO oder UNO geholfen haben.

Geld für humanitäre Hilfe ist in den arabischen Ländern genügend vorhanden. Der Vorwurf an den Westen ist reine Propaganda.

@che

„Das verstehe ich nicht. Aus welcher Sicht fordern Sie, dass die Tagesschau berichten soll?“

Die TS sollte in meinen Augen Objektiv über die Vorgänge vor Ort berichten. Sie sollte die journalistischen Grundsätze berücksichtigen wie sie im Übrigen in den $2a und 41 des Rundfunkstaatvertrags festgelegt sind. Das heißt alle Seiten eines Problems ausführlich berücksichtigen. Hier in Syrien gibt 2 Seiten die sich streiten. Bisher kommt hier bei der TS immer nur die Seite der bewaffneten „Opposition“ zu Wort. Die Sicht der anderen wird einfach ausgeblendet. Über diese Sichtweise wird nicht informiert und damit kann sich niemand eine ausgewogene eigene Meinung bilden.

Der Fluch westlicher Passivität.

Ich danke Martin Durm und Jörg Armbruster, dass sie unmissverständlich auf die Konsequenzen des eklatanten Versagens des Westens, welches in seiner opportunistischen kurzsichtigen Passivität begründet ist, hinweisen. Natürlich nimmt der Einfluss von Extremisten zu, wenn der Westen keine Alternative anbietet und die Menschen im Stich lässt.

Dabei weiss man im Falle Libyen, wie man es besser macht. Trotz aller aktueller Ungewissheiten kann festgehalten werden, dass dort nach den ersten freien demokratischen Wahlen nach über 40 Jahren moderate Kräfte gewonnen haben. Und nach der Ermordung der amerikanischen Botschaftsangehörigen in Benghasi durch Al-Kaida-Terroristen gab es dort eine grosse Demonstration gegen die Extremisten, die dann am Ende aus der Stadt gejagt wurden.

In Syrien hingegen gibt es bis jetzt weit über 70000 Tote, Millionen Flüchtlinge und zerstörte Häuser,zerbombte Städte, über 40% zerstörte Infrastruktur und kein Ende des Krieges ist in Sicht.

Welch ein Unterschied!

@che

„Denken Sie wirklich, dass Assad eine Zukunft hat? Ihm geht es doch mehr um Macht und Geld. Auf der anderen Seite stehen Menschen, die für ihren Glauben kämpfen.“

Auf der anderen Seite stehen Menschen die für ihren Glauben nicht nur kämpfen. Sie rauben, morden, foltern, vergewaltigen und verüben für ihren Glauben unglaubliche Verbrechen. Wollen Sie das wirklich unterstützen?

@K. Laurisch

Die Tagesschau zitiert immer wieder die syrische Regierung. Ihr Vorwurf geht damit ins Leere.
Das die Tagesschau nicht jedes Märchen von SANA und Co weiterverbreitet ist zu begrüssen.

9. April 2013 - 22:12 — Che.

"Auf der anderen Seite steht die traditionelle syrische Armee, also Söldner, die mit russischen Waffen für den Diktator kämpfen".

Sie (Alawiten, Christen und andere Minderheiten) kämpfen in erster Linie nicht für den Diktator, sondern um sein Leben. "Was dann geschieht? Dann werden wir den Alawiten die Köpfe abschneiden, weil sie Ungläubige sind. Und dann machen wir unseren islamischen Staat."

9. April 2013 - 22:10 — Karsten.Laurisch

Die TS sollte in meinen Augen Objektiv über die Vorgänge vor Ort berichten. Sie sollte die journalistischen Grundsätze berücksichtigen wie sie im Übrigen in den $2a und 41 des Rundfunkstaatvertrags festgelegt sind.

Die Paragraphen sagen mir leider nix. Aber die TS berichtet doch objektiv.

Das heißt alle Seiten eines Problems ausführlich berücksichtigen. Hier in Syrien gibt 2 Seiten die sich streiten. Bisher kommt hier bei der TS immer nur die Seite der bewaffneten „Opposition“ zu Wort. Die Sicht der anderen wird einfach ausgeblendet. Über diese Sichtweise wird nicht informiert und damit kann sich niemand eine ausgewogene eigene Meinung bilden.

Ich weiß immer noch nicht, wer in Ihren Augen zu kurz kommt. FSA, Al-Nusra, oder wer?

9. April 2013 - 22:10 — Karsten.Laurisch

Verstehe ich Sie richtig, dass Sie der Tagesschau mangelnde Objektivität vorwerfen und fordern, dass sie auch mal aus der Sicht Assads berichten soll?

Wozu? Der Diktator hat doch genügend eigene Propaganda-Instrumente. In Syrien darf man nur schreiben, was die staatliche Zensur absegnet. Hier ist das anders. Die Tagesschau sollte in meinen Augen lieber unabhängig bleiben.

erstaunlich...

...wie gelassen von den meisten eine solche Ankündigung hingenommen wird

"Was dann geschieht? Dann werden wir den Alawiten die Köpfe abschneiden, weil sie Ungläubige sind. Und dann machen wir unseren islamischen Staat."

Ja, der "Westen" müßte endlich eingreifen.
GEGEN die "Rebellen", diese übertreffen offenbar locker jeden bisherigen arabischen Diktator hinsichtlich Brutalität, Intoleranz und Verbohrtheit.

Angesichts dieser Unmenschlichkeit kann ich sehr gut verstehen, dass Israel sich gegen solche Nachbarn abschottet.

9. April 2013 - 20:54 — suomalainen

"was heisst hier

vom westen im stich gelassen?

der westen hat doch eindeutig die schuld daran, dass diese terroristen da jetzt zum zuge kommen. nicht, weil man nicht militärisch interveniert hat, nein, weil man den saudis, katar, der türkei u.a. nicht von beginn an auf die finger geklopft hat wegen den waffenlieferungen an terroristische banden, die die lage zu dem gemacht haben, was sie jetzt ist!

so wird ein schuh draus!"

Ah, bin Ihnen sehr verbunden - bin ich doch seit langer Zeit hier ausgesperrt.

"Es lebe die Demokratie"! - Äh?

@tagtest

„In Syrien hingegen gibt es bis jetzt weit über 70000 Tote, Millionen Flüchtlinge und zerstörte Häuser,zerbombte Städte, über 40% zerstörte Infrastruktur und kein Ende des Krieges ist in Sicht.“

In Libyen ist das hier Realität.
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/LibyenSic...
http://tinyurl.com/9xvf7nk

Der Irak Krieg hat mehr als 1 Million Zivilisten das Leben gekostet. Sorry das klingt vielleicht etwas zynisch. Was sind 70.000 Tote Zivilisten gegen eine Million. In meinen Augen ist jeder tote Zivilist einer zuviel.

http://de.wikipedia.org/wiki/Irakkrieg#Get.C3.B6tete_Zivilisten

• Laut ORB (Opinion Research Business) sind im Zeitraum von März 2003 bis August 2007 zwischen 946.000 und 1.120.000 Iraker ums Leben gekommen (Stand Januar 2008).[24]
• Laut internen Dokumenten des US-Verteidigungsministeriums (siehe Iraq War Logs), die am 22. Oktober 2010 über die Internetplattform WikiLeaks veröffentlicht wurden, waren

Assad wird gewinnen!

und er wird alle ausländischen Kämpfer vor Gericht stellen und nicht umbringen, denn er ist kein Islamist.

Schlimm genug, dass darüber nachgedacht wurde, diese Terroristen logisisch zu unterstützen. Aber damit hat Deutschland auch im Irak "siegen" geholfen.

9. April 2013 - 22:21 — Karsten.Laurisch

Auf der anderen Seite stehen Menschen die für ihren Glauben nicht nur kämpfen. Sie rauben, morden, foltern, vergewaltigen und verüben für ihren Glauben unglaubliche Verbrechen. Wollen Sie das wirklich unterstützen?

Nein natürlich nicht. Das habe ich aber auch gar nicht gesagt.
Aber woher wollen Sie wissen, dass Ihre Vorwürfe an die Seite der Rebellen richtig sind?

9. April 2013 - 23:10 — André Marggraf

"was heisst hier vom westen im stich gelassen?
der westen hat doch eindeutig die schuld daran, dass diese terroristen da jetzt zum zuge kommen.

Der Westen hat Schuld? Das klingt aber eher nach gängigen Vorurteilen.

9. April 2013 - 23:26 — K.G.

Assad wird gewinnen!

Gewinnen? Das ist hier kein Spiel.
Wenn Assad diese entschlossene Opposition noch besiegen will, dann muss er sich etwas anderes überlegen, als seine Söldnertruppe.

9. April 2013 - 23:26 — K.G.

Assad wird gewinnen!

Es läuft vermutlich langsam auf das gleiche hinaus, ob er gewinnt oder verliert. Syrien verliert auf jeden Fall.

... und er wird alle ausländischen Kämpfer vor Gericht stellen und nicht umbringen, denn er ist kein Islamist.

Wollen Sie damit sagen, dass Assad seine Gegner bisher hat vor Gericht stellen lassen? Dass die Angeklagten auch einen Anwalt bekamen? Dass sie sich verteidigen durften? Dass die Familie Nachricht von den inhaftierten Angehörigen bekam?

@che

“Gewinnen? Das ist hier kein Spiel.
Wenn Assad diese entschlossene Opposition noch besiegen will, dann muss er sich etwas anderes überlegen, als seine Söldnertruppe.“

http://www.tagesschau.de/ausland/syriensopposition100.html

Das klingt hier aber etwas anders.

9. April 2013 - 23:46 — Karsten.Laurisch

Wenn der Diktator Assad seine Söldner nicht mehr bezahlen kann, wird er alleine dastehen. Und ich weiß nicht welche Einnahmen der syrische Staat mittlerweile noch hat. Irgendwann demnächst wird es eng.
Die Islamisten kämpfen womöglich auch ohne Besoldung weiter.

ein guter Beitrag

Ein guter Artikel für all diejenigen, die sich immer aus allen solchen Konflikten heraushalten wollen: im Zeitalter der Globalisierung ist das eben nicht mehr möglich.

Wer sich einmischt, bringt EINE Seite gegen sich auf; wer sich raushält, bringt ALLE Seiten gegen sich auf. Ganz egal, wer letztendlich in Syrien die Macht erringt - es werden keine Freunde des Westens sein, wenn wir nicht klar Stellung beziehen gegen den ollen Augenarzt.

Islmische Kämpfer

Vielleicht hat sich der junge Mann aus dem Bericht von Herrn Durm auch nur einen Spaß aus seiner Bemerkung über die Bestrafung der Gegner gemacht. Ich glaube kaum, dass die Islamisten das wirklich tun würden.

Der Westen ist schuld?

Schon seltsam wie Tatsachen verfälscht und Dinge wahrgenommen werden:
wer hat denn sämtliche UN Resolutionen im Sicherheitsrat blockiert die eine Änderung hätten bewirken können?

Es ist traurig, dass Länder wie China und Russland aus wirtschaftlichen Interessen ein Eingreifen in Syrien unterbunden haben.

Dramatisch, dass die Schuld wieder dem Westen zugeordnet wird.

Profiteure sind all jene, die von Angst, Terror und Dirigismus leben..

manchen

manchen hier reichen die Horrornachrichten immer noch nicht und fordern, nachdem sie monatelang eine stärkere Bewaffnung der Umstürzler gefordert haben, nun im Angesicht des entstandenen Terrors, den militärischen Eingriff des Westens.

Das durch Waffengewalt entstandene Leid der Zivilisten soll instrumentalisiert werden, um es vollends auf die Spitze durch einen zusätzlichen Krieg zu treiben.

Dann dürften die 70000 Toten in einem Bruchteil der Zeit erreicht worden sein, ganz unabhängig von der Frage nach dem 'Danach', s. Irak usw...

Deeskalation statt des Gegenteils!

Eventuell hat sich in den

Eventuell hat sich in den Bericht eine Ungenauigkeit eingeschlichen. Nusra und Konsorten kämpfen nicht für ein "Emirat", sondern für ein "Kalifat". Genau so wie es hier von K. Laurisch und anderen wachen Analysten seit über einem Jahr gesagt wird. Die Flagge des Kalifats hängt fast seit Beginn an den Checkpoints der "befreiten" Gebiete. Die Gräuel sind auch bekannt.

Die Befürworter von Interventionen sollten hier weitere Recherchen betreiben. Eine Intervention hätte hier auch nicht die demokratischen Exilanten an die Macht gebracht. Denn die hatten am Boden schon damals nur wenig Freunde unter den Kämpfenden. Eher die friedliche Opposition wäre ein Partner gewesen - und kann es noch heute sein. Mit der spricht auch Assad.

Darstellung: