Kommentare

Fair?

Neben allem Jubel - hat denn das ZYPRISCHE Parlament schon zugestimmt? Soll es ja geben, dass ein Regierungsbeschluss dort gekippt wird...

Das Ergebnis heißt also: anstatt das alle mit einem kleinen Prozentsatz beteiligt werden (die Reichen sogar mit einer höheren Quote), müssen jetzt einige wenige fast alles abgeben, während der Rest gar nicht beteiligt wird?

Wirklich fair...

?

Ob das jetzt eine gute meldung ist ??????

Überraschung

Was für eine Überraschung:

Zypern wird gerettet!

Und natürlich stand es auf des Messers Schneide.

Ich kann es wirklich nicht mehr hören. Als ob wirklich irgendjemand jemals vorgehabt hätte, Zypern nicht zu retten.

Das war dann die nächste Runde im Rettungswahnsinn. Der Euro ist wirklich das einzige vollkommen unsinnige Statusobjekt, welches unter achtlassung jeglicher Vernunft immer erhalten wird. Und wenn dabei alle Länder zugrunde gehen, soziale Unruhen ausbrechen und Europa immer mehr verroht - Hauptsache der Euroschwachsinn geht weiter.

Es ist wirklich nicht mehr zu fassen. Damit ist für mich zu 100% klar, wen ich wählen werde. Wir brauchen eine Partei, die diesen Währungshorror beendet. AfD, meine Stimme habt ihr.

Gerettet sind jetzt vor allem

Gerettet sind jetzt vor allem die Gläubiger, nicht Zypern.
Wann hört ihr mit dieser unsäglichen Verbiegung der Tatsachen bitte auf?
Staaten können nicht pleite gehen, Banken schon. Beim pleite gehen einer Bank, gehen die Gläubiger natürlich leer aus. Und eben genau für diese Gläubiger springt jetzt der zyprische Staat ein und nimmt Kredite auf, um die Gläubiger, meist im EU-Ausland verteilt (z.B. deutsche Banken) weiter bedienen zu können. Wenn Sie das weiterhin "Zypernrettung" nennen wollen, bitte. Aber was ich davon halte, dürfte Ihnen dann bitte auch klar sein. Das ist nichts weiter als Augenwischerei, Nebelkerzengewerfe und Verschleierung.

Der Wahnsinn geht weiter...

Christine Lagarde: "...dies wird eine dauerhafte, voll finanzierte Lösung sein". Eine Lösung mit vielen Unbekannten! Guthaben über € 100.000 werden eingefroren bis geklärt ist... Dijsselbloem: "...wird VERMUTLICH 4,2 Mrd. bringen". Wieder eine EU Nacht mit vielen Unbekannten!
Seit rd. 15 J. zählen Griechen und Zyprer zu meinen berufl. Gesprächspartnern. Dabei habe sie als liebenswert, warmherzlich und gastfreundlich kennengelernt. Doch geschäftl. habe ich einiges Lehrgeld zahlen müssen. Wer Vereinbarungen einhält ist selber schuld, sind doch nur Papier. Können sie ihre Interessen nicht durchsetzen werden heute getroffene Vereinbarungen gleich morgen wieder vergessen. Das Verhalten der Zyprer gegenüber der EU, dieses Hinhalten und Ausreizen bis zum geht nicht mehr, habe ich oft genug erlebt. Warum wird es mich nicht überraschen, wenn die Zyprer schon bald von letzter Nacht nichts mehr wissen wollen und versuchen werden wie bisher weiter zu machen? Hauptsache: Zeit gewonnen.

Katastrophe

Wenn jemand denkt, dass dies ein guter Tag ist, der täuscht sich.

Das Geld wird Europa verlassen, ebenso wird jeder in Zypern sein "restliches" Geld abheben.

Das Tor ist offen, wer kommt als Nächstes? Slowenien, Spanien, Italien ....

Ach?

Hört - hört ....
Nach zähen Verhandlungen in Nachtsitzung wurde der Durchbruch errungen.
Dramaturgie, wie sie sich gehört.

Ist hier wirklich noch jemand überrascht?

Und das schönste: ich finde im dazugehörigen Artikel nichts darüber, wie das Problem wirklich gelöst wurde, sondern erfahre vor allem, daß noch nichts klar ist, man weiter verhandeln und weiter rechnen muß, um die Quote der Beteiligung für die, die man jetzt nicht ausnehmen will, zu bestimmen.

Wie teuer das wohl wird?

Und was gibt hier die Regie vor? Wie lange dauert es, bis diese Kleinigkeiten geregelt sind?

Alle Achtung- wenn das kein Verhandlungserfolg ist .....
Wer beansprucht nun eigentlich für sich, Zypern gerettet zu haben?

zustimmung im bundestag

Da wird jetzt bestimmt schon kopfnicken geübt!

was ist mit

Schwarzgeld, geldwäsche, niedrigsteuern etc! Richtig! Nix! Heisst zypern kann weiter machen wie bisher! Tolles ergebniss!

Bei 100.000 Euro von Reich zu

Bei 100.000 Euro von Reich zu sprechen ist wohl etwas daneben. Viele Wohnungen kosten ja schon mehr, geschweige denn ein Einfamilienhaus.

Im Grunde müßten alle Einlagen unter 1 Mio als schützenswürdig gelten. Und warum wird das nur an der Höhe der Ersparnisse festgemacht. Warum ist nicht wenigstens beabsichtigt, auch Immobilienvermögen und Grundstücke mit einzubeziehen? Und nicht zu vergessen, die hohe Inflation, die allen Beteiligten weiter zusetzt.

Warum werden immer nur die Schuldner geschützt. Schuldzinsen unter der Inflationsrate sind ein Verbrechen gegen die Gerechtigkeit.

Aha, gut und voll finanziert...

Fragt sich nur von wem? Gestern war schon zu lesen, daß die veranschlagten 17 Milliarden nicht reichen werden. Zudem gab es wohl dubiose Geldflüsse, trotz der verhängten Sperren.

Egal. Auf ein neues, wir müssen retten was nicht zu retten ist.

Welch ein peinliches Theater.....!!!

Jetzt wurde mit Zypern in letzter Minute ein weiterer EU-Pleite-Kandidat "gerettet".

Welch ein peinliches Theater!!!

Jeder wußte von vornherein, daß auch PLEITE-Zypern gerettet wird.

Auch im Falle von Pleite-Zypern wurde wieder viel Show, viel Theater um nichts gemacht. Die "Rettung" Zyperns war keine Frage des "ob", sondern nur des "wie".

Diese EU und diese unfähigen EU-Politiker mit ihrer sinnlosen und katastrophalen Pseudo-Rettung der vielen EU-Pleite-Staaten nehme ich schon lange nicht mehr ernst.

Welcher EU-Pleite-Staat will demnächst an unsere Steuermilliarden? Italien? Spanien?

Diese Pleite-EU wird am Euro scheitern, daran gibt es für mich keinerlei Zweifel.

Ich wähle ab sofort keine der im Deutschen Bundestag vertretenen Pro-Euro-Parteien, sondern nur noch eine Anti-Euro-Partei!

Deutschland muß endlich raus aus dem Euro, denn sonst zerstört der Pleite-Euro die Idee des geeinten Europas und wir alle, inkl. unserer Kinder und Enkel, sind dann sehr bald ebenfalls PLEITE!

Es ist gelogen.....

das da irgendwelche tatsaechlichen Beschluesse gefasst wurden, wenn NIEMAND genau weis, wer nun wieviel Geldes beraubt wird. Schon gar nicht ist klar ob da die gefoerderten 6 Mia zusammenkommen und ob die ueberhaupt reichen. Das ist doch der totale Irrsinn, was da ablaeuft. Ich bin sicher, da wird sich noch so manches schwarzes Loch auftun. Und dann ? Eines ist sicher: Zypern ist als Finanzplatz tot, absolut tot. Tourismus kann das extrem hochpreisige Land auch nicht retten. Die Niedergangsketten laufen ja gerade erst an. Selbst die Gasfoerderung hat noch lange nicht begonnen und koennte leicht zu einem Krieg mit der Tuerkei fuehren. Zunaechst ist Zypern voellig kaputt. Wer da noch Geld liegen laesst ist selbst schuld.

Überraschung

Zypern bekommt Geld - wer hätte jemals damit gerechnet? Aber immerhin ist die Eurogruppe nicht eingeknickt, am Ende steht im Prinzip das, was man ursprünglich vereinbart hatte - stand Zypern ja immer frei, wie sie ihren Teil aufbringen.
Ich fürchte nur, dass es dabei nicht bleiben wird, es ist zu bezweifeln ob das Thema Zypern damit abgeschlossen ist. Oder das Land - wie im Artikel bezeichnet - nur vorerst gerettet ist und wir fleißig Geld nachschießen dürfen, was wir natürlich - wen könnte es noch überraschen - unbegrenzt tun werden...

Also

wär hier was anderes erwartet hat,hat die letzten Rettungen der anderen Länder doch glatt verschlafen.Man braucht wirklich kein Theater mehr,die Politiker bieten alles.

Bis zum nächsten Rettungspaket

"Zypern ist vorerst gerettet". Die Überschrift trifft den Sachverhalt sehr gut. Das "Vorerst" dürfte maximal bis ein paar Monate nach der Bundestagswahl dauern, dann wird das nächste Rettungspaket fällig. Ein Schuldenschnitt für Griechenland, bei dem auch der deutsche Steuerzahler Geld verlieren wird, ist ja schon fest eingeplant, wird aber ebenfalls bis nach der Bundestagswahl verschoben.

Wann ringen sich unsere europäischen Politiker endlich zu dem Eingeständnis durch, dass die Einführung des Euro ein Fehler war? Volkswirtschaften mit so unterschiedlicher Wettbewerbsfähigkeit wie Deutschland, Frankreich, Italien, Griechenland usw. können keine funktionierende Währungsunion bilden. Die südeuropäischen Volkswirtschaften können überhaupt nicht wettbewerbsfähig werden, solange sie mit dem Euro eine für ihre Verhältnisse viel zu starke Währung haben.

Der Euro führt ganz Europa in eine wirtschaftliche Katastrophe. Wer für Europa ist, muss gegen den Euro sein.

Rettungsaktionen

Diese permanenten Rettungsaktionen haben System!
Die nächste EU-Generation wird es noch deutlicher zu spüren bekommen.
Und dann werden die Jungen wieder mal die Alten fragen:
Warum habt Ihr das zugelassen!

Und schon wieder eine Chance

Und schon wieder eine Chance vertan. So wie es ein eindeutiger Verstoß gegen die EU-Regeln war, Griechenland finanziell zu unterstützen, so ist es hier mit Zypern genauso. Das falsche Signal ist, dass jedes andere Land nun denkt "Egal, wie wir wirtschaften, wir werden EH gerettet. Niemand will sich eingestehen, dass die EU mit dem Euro schon lange gescheitert ist. Es ist nur ein Verschieben nach hinten mit einem bitterbösen Ende.

Rettung von Privatbanken

Jeder, der noch einigermaßen bei Verstand ist, wird seine Sparguthaben auf Null setzen und in Vorsorge und Sachwerten gehen! Nicht nur Banken, sondern auch Lebensversicherer werden das zu spüren bekommen.

Zypern ist ein "Wink mit dem Zaunpfahl!". Ein zweiter Haircut in einem weiterem Land wird ein unübersehbaren Bankenrun auslösen, der das Eurokonstrukt auflöst!!!

Zypern

Wer sagt denn dem Volk endlich mal,dass Ihre eigenen Landsleute,Ihre eigenen Machenschaften in diese Situation gebracht haben....Banken,Politiker,Beamte..und die reichsten Russen der Welt.

Wer sagt es Ihnen,dass Sie Ihre eigene Geschichte aufarbeiten müssen, wer Ihren Staat geplündert hat.Diese Leute müssen Sie zur Rechenschaft ziehen.

Das ganze System ist von den eigenen Landsleuten geschaffen worden nicht von der EU..ect.

Gegen die Deutschen zu wettern, die versuchen zu helfen,ist durch einige Presseorgane dort geschürt.
Die Wahheit will halt keiner hören.

Der kleine Mann ist wieder einmal der Dumme.

Das war doch zu Erwarten..

das in Brüssel erst ein Theater gemacht wird und man dan doch zustimmt. Nur mal so ganz nebenbei: Wenn es keine Zahlungen gegeben hätte, dann wären die Banken krachend zusammengebrochen. Der zyprische Staat hätt die Vermögen bis 100.000 gesichert und alles darüber wäre weg gewesen. Und dann hätte diese Leute die gesamte Haftung übernommen. So ist es nun mal.

Statt dessen wird über diese rechtwidrige Rettung von Banken mal wieder der kleine Steuerzahler in den Nordländern belastet. Denen wird über Inflation, höhere Steuern und viele andere Maßnahmen das Geld aus der Tasche gezogen. Die Rentner und Kleinsparer sowie Arbeitnehmer zahlen mal wieder die Schonung der Vermögen von Reichen und Banken sowie die Sicherung von russischen Schwarzgeld.

Und wahrscheinlich werden Grüne-SPD da wieder staatstragend im Bundestag zustimmen. Was für eine Schmierenkomödie.

Also voran AfD + Linke. Stellt euch zur Wahl.

ist das rechtens?

ich habe wenig Mitleid mit reichen russischen Oligarchen.....

Aber darf man im Nachhinein einfach eine beliebige Linie ziehen und einen Betrag X bei allen Guthaben darüber abziehen?

Das ist doch faktisch eine rückwirkend angewandte Gesetzesänderung oder Änderung der Geschäftsbedingungen.
Soweit mir bekannt ist das gegen die Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit.

Außerdem mag es Anleger geben, die 100.000 gerade über fünf Generationen zusammengespart haben und dennoch einfache Leute sind. Die jetzt plündern?

Mal sehen..... dürfte ein extrem herber Schlag für zukünftige Anleger im Euroraum sein.

Ich habe das Gefühl, die Zeioten wo noch ordentlich abgewogen wurde sind rum. Man agiert lieber schnell und unbedacht und schaut dann im (über)nächsten Schritt wie man diese Konsequenzen wieder ausbügelt. Morgen dann.

Zitat: "Eine Rettung Zyperns

Zitat: "Eine Rettung Zyperns sei ohne ein Hinzuziehen der beiden größten Banken Zyperns nicht möglich."

Das ist so absurd. Es geht eigentlich nur um die Banken und deren Verbindlichkeiten. Sich jetzt hinzustellen und diesen Satz zu sagen... alle Achtung.

Eigentlich müsste das ganze politische Personal mal ausgetauscht werden. Es geht auf keine Kuhaut, was da den lieben langen Tag alles verdreht und verzwirbelt wird.

Wählt sie doch endlich mal ab. Ginge das überhaupt bei den Brüsslern? Hat sich dadurch schonmal was geändert? Da hilft eigentlich nur noch Galgenhumor.

Sieh an, wer hätte das

Sieh an, wer hätte das gedacht? Dann kommt jetzt wohl der Part, in dem wir in Jubel für "unsere" Politiker ausbrechen müssen.....Tolle Leute sind das!

Was der Luxemburgeische Finanzminister da gerade

im MOMA los lässt, dass die EU-Länder nicht mehr so lange für eine Entscheidung zu brauchen, dass das Problem auch ist, dass Entscheidungen erst durch 17 Demokratische Länder entscheiden werden muss, dass ginge für die Zukunft nicht mehr. Das würde zwar Jahre dauern das umzubauen aber ....

Was ist das denn für eine Aussage? Geht's noch? Freifahrtscheine für die Politik, den freien Zugriff auf das Vermögen der Europäer nach Lust und Laune in die Geldbörsen greifen zu können?

Hier zeigt sich der wahre Gedanke dieser Euro-Pharisäer. Der Euro war mal eine gute Idee, heute ist es die Selbstbedienung der Banken. Man sollte wirklich überlegen, den Euro wieder abzuschaffen und diese Finanzlobbyisten im Kleid der "demokratisch gewählter" Finanzminister der EU abzuschaffen.

Wer ist der Souverän, die Banken und Hochfinanz oder die Menschen?

Gut, die reichen Gläubiger müssen bezahlen und das

ist auch richtig. Was aber ist mit den oberen Etagen der Banker? Werden diese auch zur Rechenschaft gezogen, oder dürfen sie ihre jahrelangen zu Unrecht erhaltenen fetten Boni behalten?
Natürlich war es von Anfang an klar, dass Zypern gerettet wird. Ein Rettungsschirm wird dem nächsten folgen. Aber das deutsche Volk ist immer noch zubequem um sich auf die Straße zu bewegen.

@b_m - Zinsen?

"Bei 100.000 Euro von Reich zu sprechen ist wohl etwas daneben. Viele Wohnungen kosten ja schon mehr, geschweige denn ein Einfamilienhaus."

Also bei 100 k € Spareinlagen! ist man meiner Meinung nach zumindest nicht arm, aber das ist man schon ab 10 k nicht mehr.

"Im Grunde müßten alle Einlagen unter 1 Mio als schützenswürdig gelten."
Was für ein Quatsch

"Und warum wird das nur an der Höhe der Ersparnisse festgemacht. Warum ist nicht wenigstens beabsichtigt, auch Immobilienvermögen und Grundstücke mit einzubeziehen?"
Weil z.B. die Immobilienbesitzer nicht (so sehr) von den Banken profitiert haben, wie die "Sparer".

"Und nicht zu vergessen, die hohe Inflation, die allen Beteiligten weiter zusetzt.

Warum werden immer nur die Schuldner geschützt. Schuldzinsen unter der Inflationsrate sind ein Verbrechen gegen die Gerechtigkeit.
Die hohe Inflation liegt in Zypern unter den Zinsen, die die Banken ausgegeben haben. In Deutschland ist die Inflation über den Zinsen.

b_m

"Warum werden immer nur die Schuldner geschützt. Schuldzinsen unter der Inflationsrate sind ein Verbrechen gegen die Gerechtigkeit."

Geschützt werden in Zypern vor allem die Gläubiger, die in den Jahren zuvor mit unrealistischen Renditen beglückt wurden. Wer hoch pokert, kann eben normalerweie auch viel verlieren. Wenn die EU und IWF jetzt 10 Milliarden aufbringt, werden damit vor allem auch die Gläubiger vor dem Totalverlust bewahrt. Man hätte sich ja auch damit begnügen können, die Einlagen bis zu 100000 abzusichern und darüber hinaus gibt es eben nichts, nach dem Motto wie gewonnen so zerronnen. Es muss endlich aufhören, dass Leute die sich im Turbokapitalismus z.B. in Zypern zum Teil mit Schwarzgeld selbst bedient haben, am Schluss auch noch ihre Gewinne behalten dürfen. Es war klar, dass die Finanzinsitute diese hohe Rendite auf Dauer nicht werden gegenfinanzieren können. Das Geschäftsmodell Zypern mit unrealistischen Renditen und seinen Niedrigsteuern ist gescheitert.

Wirklich raffiniert!

Da wirft man dem gemeinen Volk ein paar Bonbons hin, indem Kleinsparer bis 100K,- nicht belastet werden und Zypern das "Rettungspaket" erhalten kann und verbrämt damit, daß dieses "Rettungspaket" nichts anderes ist, als der Versuch wirklich alles, was Zypern, zuvor Griechenland oder auch Irland, hat, an irgendwelche "privaten" Investoren zu verschleudern.
Geht dieser Plan auf, befinden sich in absehbarer Zeit jeder Flugplatz, Hafen, Schule, Krankenhaus, Wasserwerk oder auch, wie vor Zypern vermutet, Gasfelder und andere Bodenschätze in privater Hand. Und wenn das in Zypern funktioniert, klappt es letztlich auch in der restlichen EU. Wohin das führt, kann sich jeder selbst ausmalen.
Die EU ist zu einem Okkupationswerkzeug der "Privatinvestoren", zumeist als Märkte, die man beruhigen müsse bezeichnet, verkommen. So eine EU braucht kein Mensch!

@TomAto

Wenn die Bank pleite gehet, dann werden die Spareinlagen natürlich dafür verwendet die Gläubiger (wozu nun auch Bankkunden zählen würden) auszuzahlen. Das trifft auch die Einlagen unter 100.000 €. Es wurde ja davon gesprochen, dass Zypern nicht mal die Sicherung dieser einlagen sicher stellen kann. Wenn ein Staat also seine Kredite nicht bezahlen kann, ist er mMn Pleite.

Die Höhe der Abgaben finde ich aber auch bedenklich. Der erste Vorschlag der Zypriotischen Regierung schien mir am sinnvollsten -> kleine Spareinlagen auch mit ins Boot zu holen. Der Finanzplatz Zypern ist jetzt definitiv tot.

Anpacken statt protestieren

"EU-Währungskommissar Olli Rehn räumte ein, dass auf die Zyprer schwere Zeiten zukämen: Die nächste Zukunft wird für das Land und sein Volk sehr schwer werden", sagte er. Die Maßnahmen seien aber wichtig, um die zyprische Wirtschaft auf einem neuen Fundament wieder aufzubauen.

Genau so ist es. Die Zeit des großen Aufregens über die EU und ihre Verwaltung sollte jetzt vorbei sein. Es ist die Zeit angebrochen, die notwendigen Veränderungen auch anzupacken.

Jo, grabt noch tiefer.

Rettung?
Mal sehen wie lange noch geld da ist um die kriminellen oder fahrlässigen bankster und ihre komplitzen oder opfer zu retten.
Wer rettet eigentlich die eu wenn die dann in absehbarer zeit pleite ist?

Zypern war DIE chance diesen ganzen "rettungs-wahnsinn" zu beenden. Wenn zypern(offiziell) pleite gegangen währe hätten all die bankster und zocker ihr geld verloren(die normalen bürger hätte die eu dann immer noch retten können) und wer durch ein zwergenland milliarden verliert hält bestimmt nicht an der zocker mentalität und an der "die ezb versorgt uns schon mit geld" mentalität fest und riskiert in einem grösseren land noch mehr milliarden!

Aber nein unseren ach so cleveren und ehrenhaften volksvertreter graben lieber weiter am grab der eu und dem euro.
Und verkaufen uns lieber weiter für dumm indem sie uns weismachen wollen das länder und nicht die konten der bankster und ihrer milliarden schweren kunden gerettet werden.
Oder das so'n pups wie zypern systemrelevant ist!

Falsches Denken

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Der Euro führt ganz Europa in eine wirtschaftliche Katastrophe. Wer für Europa ist, muss gegen den Euro sein. (Laskaris 7:51)
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Sic! Die europäische Wirtschaftskatastrophe ist Symptom eines grundlegenden falschen Denkens. Man kann und soll unterschiedliche Kulturen nicht von oben herab zusammenzwingen. Einigkeit, Recht und Freiheit sind wunderbare Ziele, aber wenn die meisten Menschen dabei nicht mitmachen wollen, ist der Gute der Dumme und am Ende ist alles schlimmer als vorher. Genau das erleben wir.
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Distanz, dem anderen seine eigenen Möglichkeiten und Bedürfnisse lassen - und seien sie noch so krusch - das müssen wir wieder lernen und anstreben.
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Der Euro ist das materialisierte Produkt falscher Grundannahmen und falscher Ziele. Das muss korrigiert werden. Wenn wir den Euro nicht freiwillig abschaffen, dann kommt es zu einem gesamtwirtschaftlichen Zusammenbruch. Prof. Sinn kann das besser erklären als ich.
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Meine persönliche Konsequenz: AfD.

Richtig

Es ist richtig die Finanzwirtschaft auf Zypern zu restrukturieren.

Es ist richtig, diejenigen , die davon am meisten profitiert haben - die Reichen - entsprechend zu beteiigen.

Was nicht richtig ist und bleibt, ist Privatbanken zu retten ohne sie zu verstaatlichen.

Das gilt aber generell für Spanien und Griechenland und den Rest.

Die Anteilseigner haben alles verloren. Ihr Unternehmen ist Pleite. Das war schon bei der Commerzbank ein wenig schräg.

Wie können Steuergelder genutzt werden, um das Vermögen von Aktionären zu schützen? Verstehe ich nicht!

Wenn ein Unternehmen alleine nicht mehr wirtschaftliche ist - sprich insolvent geht, gibt es nur zwei Wege a) Abwicklung b) Rettung durch den Staat.

Wenn die Banken systemrelvant sind sollten sie natürlich gestützt werden - dennoch dürfen davon nicht die Aktionäre etc. profitieren.

Und das gilt eben auch im Fall Zypern. Zwangsverstaatlichung der Banken - Abwicklung des Zahlungsverkehrs ... und dann Abwicklung der Banken.

Mit Theatralik zum Erfolg.....?

Rettung in letzter Minute- dass ist der Stoff, um den Bürgern einen Aktionismus mit einem entsprechenden Ergebnis vorzugaukeln- indes hier wieder etwas mit der heißen Nadel gestrickt wurde, was vor allem aus Erwartungen, Einschätzungen und Prognosen besteht, die sich so [im günstigsten Fall] entwickeln, respektive eintreten können, es aber nicht zwangsläufig müssen, wie dies ja schon mehrfach in anderen Ländern konzediert werden musste.

Es ist und bleibt eine Finanzierung in eine ungewisse Zukunft- das was hier jetzt „gerettet“ wurde, dient nur augenscheinlich dem kleinen Mann- es dient dem System, dessen Kollaps wieder ein Stück verschoben wurde....!

Vorerst "Rettung"

Zur Klarstellung: Alle Rettungsmaßnahmen waren bislang verzinste Kredite, die wiederum Anlegern nützen und Steuerzahlern schaden, egal wie man es dreht.

Danach folgt das Mantra der Privatisierungen, das wiederum Anlegern nutzt und Steuerzahlern, wegen der verlorenen Einnahmen schadet.

Schlussendlich kommt dann noch das total Verrückte: "Sparen", was eigentlich Kürzen bedeutet und ein Fiskalpakt, der Neuverschuldung verhindern soll. Keine Neuverschuldung bedeutet aber keine neuen Staatsanleihen am Markt. Da Lebensversicherungen aber zu 90 Prozent diese Anleihen kaufen müssen, können diese das Geld der Versicherten nicht mehr anlegen, verdienen keine Zinsen und können bald nicht einmal die eigenen Verwaltungskosten decken. Also platzen demnächst viele Versicherungen.

Und dann wird wieder "gerettet", mit neuen Krediten, wetten?

Das System ist falsch konstruiert und wird ohne Reformen nicht mehr zu retten sein. Punkt.

@Kathgläubig, 7:32 - PLEITE?

Gehe ich recht in der Annahme, dass man hierzulande "ab sofort" Tag für Tag eine "Anti-Euro-Partei" wählen kann, um "peinliches Theater" wie die "Pseudo-Rettung" von "PLEITE-Zypern" zu beenden, sodass Deutschland vor der "PLEITE" gerettet wird, obgleich nicht einmal der weltberühmte Ökonomieprofessor Sinn dieses windschiefe patriotische Rettungsprojekt unterstützt?

MrEnigma: Retten oder Beteiligen

Sie haben absolut Recht. Diese eine Frage stelle ich mir auch immer wieder. Wenn ich jemanden "rette", dann beteilige ich mich doch mit meinem Geld an dessen Geschäft. Er kann mir dann das Geld zurückzahlen oder ich habe Ansprüche auf zukünftige Gewinne, weil ich jetzt Anteile am Unternehmen habe. Wenn ich aber so viel "gerettet" habe, dass ich am Ende den Hauptanteil des Unternehmens besitze, dann gehört das Unternehmen mir.

Genauso ist es mit Staaten und Banken. Nach all den Rettungsmaßnahmen müssten sehr viele Banken dem Retter, nämlich dem Steuerzahler gehören. Wenn nicht, wurde ganz bewusst der Steuerzahler um seine Anteile betrogen. Da frage ich mich, warum? Wer hat das entschieden und wer hat ihn beraten?

Sehen Sie, wozu Korruption und Lobbyismus führt und wie stark der steuerzahlende Souverän heute noch ist und was das über unsere Demokratie aussagt?

@ 8:56 — MrEnigma

die Insolvenzen mit denen wir es hier zu tun hätten wären viel zu breit gefächert als dass man es einfach laufen lassen könnte, wie Maulwürfshügel würden neue Probleme sprießen wenn man nicht die Brandherde eindämmt.

Außerdem haben auch nicht die Banken die Fehler gemacht, ohne den Zusammenbruch von Lehman wäre nie so eine Schieflage entstanden. Kein Wunder dass alle unter vollen Segeln in den Sturm sind.

Lehman kann man nun aber nicht mehr belangen, damit muss man sich dann auch iwann mal abfinden. Es ist m.E. Ersatz für jene, die nicht anders können, stattdessen auf Europa und Frau Merkel zu schimpfen.

War ja klar!

Wer hat anderes erwartet? Die EU will an ihrer Euro Zone festhalten, und das auf Teufel komm raus.
Ein Schwarzer Tag für die Bürger von Europa, vor allem für die Leute in Zypern. Sie werden das gleiche Schicksal wie die Griechen haben.
Nur die Bänker reiben sich wiedermal die Hände!

Mal wieder eine

Mal wieder eine "alternativlose" Rettung eines Zockerstaates, der systemisch nicht mal wichtig wäre...eigentlich müssten hierzulande die Massen auf der Straße stehen und für andere Lösungen protestieren, aber sowas tut man ja in Deutschland nicht. Alternativlos ist nur eines geworden- AfD wählen!

gar nicht schlecht ...

... dann geht doch den meisten Kommentatoren, die ständig den Abgesang auf das Abendland im allgemeinen und den Euro im speziellen hier schreiben, wenigstens der Stoff nicht aus.

Erst ist man gegen die Zwangsabgabe für alle, obwohl das lediglich den höheren Zins der zyprischen Banken der letzten zwei Jahre quasi rückabgewickelt hätte. Dann ist man gegen dieses Rettungspaket, obwohl nun wirklich mal eine Bank abgewickelt wird, der Kleinsparer unangetastet bleibt und es wirklich nur die Großen trifft.

Wenn dadurch - wie in Island - ein Geschäftsmodell, welches auf einem aufgeblähten Bankensektor basiert, aufhört zu existieren, dann wäre die Lösung wirklich nicht schlecht.

Dark Chaos, 7:48 - Wir & Zypern

Gehe ich recht in der Annahme, dass man vor lauter patriotischem Wir-Denken übersieht, dass dem zyprischen Staat kein Geld geschenkt, sondern Kredite gewährt werden, an denen die kreditgebenden Banken vorzüglich verdienen und wofür "wir", das gemeine Volk also, im Falle des Platzens der Kredite haften müssen.

Faire Insolvenz ist anders

Die beiden großen Banken Zyperns sind insolvent. Das heißt, die ehemaligen Bankeigentümer haben ihr Eigentum verloren.

In einem fairen Insolvenzverfahren würde man nun das verbleibende Kapital an alle Gläubiger (also z.B. die Bankkunden) prozentual nach ihrer Einlage verteilen. Kleine und große Anleger sollten dabei grundsätzlich anteilig gleich behandelt werden.

Die Eigentümer der verbleibenden Spareinlagen dürfen frei darüber verfügen. Ich halte es nicht für richtig, Anlegern vorzuschreiben, ihr Geld im Land zu belassen.

EU schafft Schwarzmarkt

Was nach dem vereitelten Griff der EU nach den Einlagen des "kleinen Mannes" und des "Normalsparers" jetzt kommt, ist ja wohl klar: Die große Masse wird so bald wie möglich das Geld von den Banken abziehen und unters Kopfkissen legen.

Das ist folgerichtig, da die EU ein Tabu gebrochen hat und Privatleute enteignen wollte, um Großbanken zu retten. Den Staat Zypern und seine Wirtschaft hat die EU letztlich auch ohne den Diebstahl der Sparguthaben kleingekriegt und demontiert, da der Anteil an nicht versteuerten, in bar abgewickelten Geschäften nun rasant steigen wird.

Endlich sparen

@Trecker:
Schlussendlich kommt dann noch das total Verrückte: "Sparen"

Das sehe ich anders. Wenn Zypern jetzt nicht endlich anfängt zu sparen, wann dann?

Einfach pleite gehen lassen und abwickeln

das sind Lösungen für Banker, nicht für Bürger.

Umso seltsamer, dass viele Bürger sagen dass das besser wäre. Wollen Sie wirklich dass es mit den Banken so läuft wie mit "Schlecker"?

Eine Insolvenz ist vor allem mal die Möglichkeit für den Unternehmer, Verantwortung und Kosten für sich großzügig abzuwickeln.

Einlagen bis 100.000 scheint die Einlagensicherung zu retten, aber was ist mit Hypotheken aufs Haus, gewährte Kreditlinien für Selbstständige, etc. - das alles wäre massiv von einer Insolvenz betroffen ... davon verwaltet eine Bank tausende.

Nun lassen sie mal 3-4 große Banken pleite gehen, das sind Millionen betroffene Existenzen, die aus dem Haus fliegen, deren Geschäft ruiniert wird. Und Milliarden an Einlagensicherung die der Staat berappen muss. Und zwar nicht als Bürgschaft oder Notkredit, sondern giral.

Arme Politik

Liebe Politiker, was habt Ihr da wieder gemacht?
Wie kann man solch eine Lösung erarbeiten? Ich höre die Nachrichten und erste Kommentare und ich falle vom Glauben ab. Das riecht doch alles nach Willkür. Wieso urplötzlich die zweitgrößte Bank und wieso jetzt Totalzerschlagung statt vorher 10%. Das ist doch mit sachlichen und wirtschaftlichen Argumenten mit nichts zu untermauern. Da kann doch nur eine politische Traumvorstellung unterstellt werden. Es gibt auch auf Zypern als EU-Mitglied ein Rechtssystem und eine Eigentumsgarantie, an der jetzt geschraubt wird. Der Vertrauensverlust wird EU-weit immer größer. Daß man sich Verspekuliert und Pleite geht, kann jeden Eigentümer treffen, daß man aber Pleite definiert wird, ist mit der Eigentumsgarantie unvereinbar. Dies wird sich auch juristisch nicht durchsetzen lassen. Da kommt eine Klagewelle auf die EU zu, die Mrd. kosten wird. Ein Pokern, daß "Schwarzgeld"-Besitzer nicht klagen werden, ist blauäugig.

@Commentator

Ihrem klaren Kommentar ist nichts mehr hinzuzufügen.

Bravo!

Endlich schreibt jemand um was es wirklich geht. Kann mir noch nicht vorstellen, dass die Mehrheit des zypriotischen Parlaments diesem Selbstmord zustimmen wird.

@ Q1

Richtig!
Man soll und darf unterschiedliche Wirtschaften und Kulturen nicht zu einer Währungsunion zusammenschließen, weil das nie dauerhaft klappen kann. Mir ist völlig unverständlich, wie deutsche Politiker solch hochkorrupte Länder in die Eurozone aufnehmen konnten. Da sind Probleme schon vorprogrammiert. Die schwachen Länder müssen den Euro abgeben. An dieser Abwicklung sollten unsere Politiker arbeiten. Die starken Länder können ihn behalten, weil sie die Voraussetzungen dafür haben. Wenn wir die DM wieder einführen, werden wir bei der Umstellung wieder gehörig über den Tisch gezogen. Wer möchte dann für die Waren des täglichen Gebrauchs ca. 50- 100% mehr bezahlen? Oder glaubt hier wirklich jemand, die Waren werden 1:1 umgerechnet?

@ 8:57 — Didi

Konzedieren Sie den anderen Ländern dann aber auch ehrlich 'mehr oder weniger' Eigenbemühungen, dann wird da ein Schuh draus. Die Unterschiede zwischen Irland/Portugal und Zypern/Griechenland sind doch nur allzu offensichtlich.

Eine Zukunft mit Euro, mit Verlaub, ist eine sichere Zukunft - eine Zukunft ohne Euro birgt große Ungewissheit.

Fatal für die Wirtschaft im Euroraum

Zyperns Währung ist der Euro.Die dortigen Banken können sich genau so wie die der übrigen Euro-Länder bei der EZB Geld zu einem Mindestbietungssatz von derzeit 0,75 % leihen. Zyprische Banken zahlten ihren Kunden zwischen 4 bis 6 % Zinsen. Meine Sparkasse zahlt mir 0,5 %. Was mir vorenthalten wird, wird via Steuern nach Zypern transferiert - denn die Banken dort sind pleite.

Die Krux ist nicht damit gelöst, dass man wieder einmal die Gläubiger via Steuern und Inflation satter macht. Für die Wirtschaft und die Währung der EU bedeutet das Vertrauensverlust, also Schwächung. Es bedarf einer grundsätzlichen Neuordnung der Wirtschaftsstrategie der Euro-Länder sonst rutschen wir in amerikanische Verhältnisse ab.

Was die Börsen heute früh feiern ist mir ein Rätsel, denn besser ist nichts geworden - im Gegenteil.

Ich frage mich.....

WELCHE Wirtschaft man in Zypern neu aufbauen will.Ich war dort schon oefters und habe ausser Tourismus mit maessigem bis schlechtem Service, nicht besonderen Straenden und guter aber teurer 'Meze' dort keinerlei Wirtschaft gesehen. Nur 'Holdings'. Damit duerfte es nun vorbei sein. Also WAS bitte will man dort aufbauen?

@püppie

ich habe wenig Mitleid mit reichen russischen Oligarchen.
...
Das ist doch faktisch eine rückwirkend angewandte Gesetzesänderung oder Änderung der Geschäftsbedingungen. Soweit mir bekannt ist das gegen die Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit.

Dass sich die von Ihnen zitierten Oligarchen gerade über fehlende Rechtsstaatlichkeit beschweren werden, halte ich für nicht sehr wahrscheinlich.

Mal sehen, ob das alles so abläuft..

Ich kann mir gut vorstellen, dass der eine oder andere einflussreiche "Vermögende" (welcher Nationalität auch immer) nicht so einfach zusehen wird, wenn ihm größere Teile seines Vermögens weggenommen werden.

Da wird es sicher den einen oder anderen "Trick" geben, mit dem sie einen Teil des Vermögens retten.

Grundsätzlich ist es aber natürlich richtig, das Risiken, wie die Insolvenz von Banken, auch passieren dürfen. Richtig ist auch, dass die europäische Einlagensicherung bis 100.000 € greift. Diese mit einem Trick zu umgehen, wäre das falsche Zeichen gewesen.

Verständlich, dass der eine oder andere Politiker meint die "Gunst der Stunde zu nutzen", um das ungeliebte "zyprische Modell" zu rasieren. Man muss sich aber genau überlegen, mit welchen Mitteln man das tut. Der jetzt eingeschlagene Weg der Abwicklung einer Bank in Schieflage war ohnehin überfällig.

Zypern als Mitglied der Eurozone zu retten ist richtig - insolvente Banken abzuwickeln auch.

Na wie lange

das wohl hält? Ich habe da großen Zweifel, das Zypern die gefasten Beschlüsse auch einhält.Was mich gestern in der Tagesschau sehr überrascht hat ist folgendes:Ein
Teil der Vorschläge zur Rettung kam von der Zyprischem Regierung selber,aber man war zu feige es der Bevölkerung zu sagen,statt dessen wurde so getan als ob das alles von Brüssel kommt.Dadurch wurde das Volk auch gegen Frau Merkel aufgebracht.
Darum glaube ich den verlogenen Politikern in Zypern kein Wort.

25. März 2013 - 8:42 — Glasbürger

"Die EU ist zu einem Okkupationswerkzeug der "Privatinvestoren", zumeist als Märkte, die man beruhigen müsse bezeichnet, verkommen. So eine EU braucht kein Mensch!"

Danke für Ihren Beitrag. Ich stimme Ihnen zu. Wenn sich die Dinge so weiter entwickeln, wird es mittelfristig zu einer Revolution in Europa kommen und private Heuschrecken werden auf ihren "Investments" sitzenbleiben. Dann werden die Dinge schlicht und ergreifend wieder verstaatlicht und die zügellosen Kapitalseigner zum Teufel gejagt, wo sie hin gehören!

So eine EU braucht kein Mensch! ?

Falsch! Die EU und ihre Bosse brauchen keine Menschen - höchsten billige Arbeitskräfte, die mit den asiatischen Arbeitern konkurrieren müssen um selbst "Wettbewerbsfähig" zu bleiben!
Die dünne Schicht des neuen Geldadels, die Neoliberalen und sonstige Nutznieser der EU benötigen genau diese Konstellation und sie haben ihre Lobbyisten als Parlamentarier in allen Parlamenten sitzen.
Das die Demokrartien längst nur noch als Kulisse zur Bereicherung geworden sind, sieht man doch deutlich an dem EU Beschluss die komunalen Wasserunternhemen zu "zwingen" diese in private Hand zu geben! Zwang zur Privatisierung - das ist eher Planwirtschaft als freie Marktwirtschaft! Und wenn dieser "Plan" einer gesteuerten Wirtschaft sich nicht "verkaufen" läßt, wird eine Krise konstruiert und dem Laien suggestiv klargemacht, dass nur mit Privatsierungen alles besser wird! Der Angriff auf Demokratie und Wohlstand des EU-Volkes hat soeben eine neue Runde erfolgreich abschlossen!

Wo ist der Einklang mit der

Wo ist der Einklang mit der EU-Einlagen-Garantie?
Das ist RAUB!!!

@ Trecker

"Danach folgt das Mantra der Privatisierungen, das wiederum Anlegern nutzt und Steuerzahlern, wegen der verlorenen Einnahmen schadet."

-> Nunja, zunächst einmal privatisiert man vernünftigerweise unrentable Staatsunternehmen was sowohl Steuerzahler entlastet als auch den Unternehmen gut tut.

"Schlussendlich kommt dann noch das total Verrückte: "Sparen", was eigentlich Kürzen bedeutet und ein Fiskalpakt, der Neuverschuldung verhindern soll. "

-> wie Griechenland mit bspw. 780.000 Staatsangestellten bei 10 Mio. Bürgern - das sparen legen Sie auch in den Mund, es geht einfach um seriöse Besteuerungen und Staatsausgaben. Es kann doch auch für Sie nicht ok sein dass es pro Waldparzelle 4 Förster gibt und reiche Reeder keine Steuern zahlen.

Und dass Sie als Wirtschaftswissenschaftler den Fiskalpakt so falsch darstellen! Er gibt Obergrenzen für Verschuldungen vor, innerhalb dieser Grenzen können die Länder sich aber frei bewegen. Vernünftige Haushalte sind defacto möglich.

EU hätte alles bezahlen sollen

Die 5.8 Millarden, die Zypern nun selber aufbringen muss, hätten auch keine Rolle mehr gespielt. Die hätten einfach stillheimlich und ohne Diskussion bezahlt werden sollen.

Die Konsequenz dieser Enteignungs-Aktion ist, dass nun die ausländischen Anleger ihre Vermögen aus Zypern abziehen werden, womit Zypern dann komplett pleite ist und auch nicht wieder auf die Beine kommt, weil es außer dem Bankwesen dort ja wenig gibt.

Und viel schlimmer: gerät das nächste Land wie Italien in (vermeindliche) Schieflage, dann werden die Sparer frühzeitig ihr Geld von den Banken abheben und unter das Kopfkissen legen wollen, wodurch das System komplett kollabiert.

Rettungstheater

.....diese show hätte auch von einer ostfriesischen
Heimat- Feuerwehr - Laientheatergruppe aufgeführt werden können.
"Wir glauben, wir hoffen, es könnte sein, daß ...........
soviel hätte, könnte, wenn, habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Ach ihr lieben EUROretter, laßt Hirn wachsen !!
froschlurch

@Trecker - 9:02 - System nicht mehr zu retten??

Ich denke schon.

Ihre Überlegungen sind vom Ansatz her grundsätzlich richtig. Allerdings befindet sich das "System" grundsätzlich schon wieder auf dem "Weg der Besserung".

Natürlich wird es weiter Verwerfungen und Erschütterungen geben. Das Zentrum des Sturms liegt schon hinter uns, aber es ist noch lange nicht windstill. Und die "Verwüstungen" werden uns noch lange beschäftigen und auch Geldkosten, u. a. für den "Wiederaufbau"

Im Grunde ist der Ausgleich von Ungleichgewichten volkswirtschaftlich gesehen ein ganz normaler Vorgang. Ein Grundfehler der EU ist wahrscheinlich, dass man überall gleichen Wohlstand haben will. Das funktioniert nicht. Deswegen müssen wir in Deutschland die Agenda 2010 teilweise wieder abschaffen, höhere Einkommen für alle und ein Verbot für Leiharbeit zu Dumpingpreisen einführen. Und das sage ich als Wirtschaftsliberaler.

Höheres Niveau bei uns, dann müssen andere weniger stark schrumpfen.

Versicherungen gehen keine Pleite. Aber unrentabel sind sie geword

Wovor gerettet?

Vor einer Megawelle, vor fleichfressenden Pflanzen oder Killerinsekten?

Nein, vor angeblicher Zahlungsunfähigkeit zweier Banken, die überhaupt keine Verluste machen konnten.

Für wie blöd haltet das nicht gewählte Konglomerat des EU-Abstellgleises und des IWF eigentlich?

Zypern ist vorerst gerettet heißt nichts anderes ...

.....als, dass ein Messie wieder ein paar Tage mehr Zeit bekommen hat, sein Bude aufzuräumen!

Frage

Verstehe ich es richtig, dass das einzige Ergebnis ist, die Guthaben von unter 100.000€ unangetastet zu lassen und noch nicht einmal klar ist, wie viele Einlagen über 100.000€ überhaupt auf den Banksen sind? Nach meinem Verständnis wird also nun der Prozentsatz genau so hoch gesetzt, dass 5,8 Mrd. zusammen kommen? Ist das nicht vollkommene Willkür, oder verstehe ich da was falsch?

ladycat: 1:1 Umrechnung?

Ich teile ihre Sorgen. Allerdings müsste bei einer Rückkehr zur DM sogar einiges billiger werden. Wenn die DM aufwertet, müssten sämtliche Import-Produkte günstiger werden. Da wären die vielen chinesischen Importe. Rohstoffe für unsere Fabriken wären billiger. Benzin müsste an der Tankstelle günstiger werden und die Heiz- und Energiekosten könnten sinken, wenn z.B. Erdgas günstiger wird.

Jetzt kommen natürlich die recht flachen Argumente, dass Exportfirmen teurer verkaufen werden. Aber da in Deutschland fast nur noch importierte Teile zusammengeschraubt und mit "Made in Germany" betitelt werden, könnten diese noch billiger hergestellt werden, was dem Exportpreisanstieg entgegen wirkt.

Der Hauptvorteil ist aber, dass jeder Bürger, ob arm oder reich, mehr für sein Geld kaufen kann, ob er nun importiert oder im Ausland Urlaub macht.

Und der ungesunde Außenhandelsüberschuss, der nur Target2-Salden anhäuft, schrumpft wieder.

Tolles Ergebnis

WER hätte das gedacht???
Da haben sich doch die Zocker und die Zocker aus Brüssel geeinigt. Na ja .... und es war wieder einmal ein außenpolitischer "Erfolg" der Kanzlerin???

Da sind im letzten Jahr schon 10 Mrd. Euro der EZB in Zypern versickert. Jetzt werden weitere 10(0) Mrd. (?) nachgeschossen und es gibt das "Ver"sprechen, dass - vielleicht noch ca. 6 Mrd. selbst aufgebracht werden.

Viele haben Ihre Großguthaben schon in die Schonguthaben umgemünzt durch Transaktionen, die innerhalb der Bank mit neuen Konten entstanden sind. Habe ich eben nicht 1 Konto sondern 100.000 Konten für den Zeitraum von - na sagen wir 3 - 5 Tagen.

Wer soll jetzt irgendeinem anderen Pleitestaat noch Geldflüsse verbieten oder unterbinden?
Toll gemacht, sowohl EU-Bürokraten als auch EU-Politiker.

Ich ziehe meinen Hut vor so viel Dummheit und Nachgiebigkeit!!!

@ 9:38 — ladycat

" Man soll und darf unterschiedliche Wirtschaften und Kulturen nicht zu einer Währungsunion zusammenschließen, weil das nie dauerhaft klappen kann. "
-> Was ist die Grundlage dafür, dass unterschiedliche Kulturen nicht das gleiche Geld haben sollen? Und was ist die Grundlage, dass unterschiedlich starke Wirtschaften nicht in einer Währungsunion funktionieren sollen?
Wenn wir beim naheliegendsten Beispiel bleiben, Deutschland, muss man schon sagen dass wir das hier auch alles in klein haben ... Filz in Hannover, Steppe in Brandeburg, Industrie an Rhein und Ruhr ...

@7:29 — b_m

"Und warum wird das nur an der Höhe der Ersparnisse festgemacht. Warum ist nicht wenigstens beabsichtigt, auch Immobilienvermögen und Grundstücke mit einzubeziehen?"

Weil es für die Abwicklung einer Bank keine Rolle spielt, wieviel und welches Vermögen Sie außerhalb dieser Bank noch haben.

Wir werden einfach nicht

Wir werden einfach nicht genügend informiert

WER muss denn nun noch alles über den Beschluss abstimmen? Deutschland und wer?

Und warum überhaupt sind es nur einige Länder der Eurogruppen, die hier ihr Ja noch geben müssen?

Diese Länder scheinen ja echt hevorgehoben, aber warum?

Bitte bitte bitte, wer soll und wer will ? Die ÖR ? Hätten die nicht eine Aufgabe? Sind wir Bürger vielleicht zu unpolitisch? Interessiert uns das alles nicht (Einschlatquotenerfüllung?)? Mehr Stars in der Manege?
Wenn wir schon so unpolitisch sind, wie können wir dann eine demokratische Wahl im Sep 2013 treffen?

@9:28 — beam me up scotty - Sie vergessen was...

..nämlich das europäische Einlagensicherungssystem. Damit sind Spargelder bis 100.000 € pro Kunde und Bank gesichert. Würde man Ihrem Vorschlag folgen, dann wäre der Schaden insgesamt wohl wesentlich höher. Zudem müsste dann der Einlagensicherungsfonds wohl Milliarden zahlen, um die Einlagen bis 100.000 € zu ersetzen.

Diese Gelder müssen ja auch irgendwo herkommen...

Man kann das natürlich so machen. So wäre die reine Lehre von marktwirtschaftlichen Kräften. Das Signal, das davon ausgeht, wäre aber verheerend. Wenn wir das "Soziale" in die Marktwirtschaft integrieren wollen, darf man die Gelder bis 100.000 € (Spareinlagen, nicht Inhaberschuldverschreibungen oder ähnliches) nicht rasieren.

Wenn und sobald das mit der Rettung auf dem Weg ist, dann müssen auch die Kapitalverkehrsbeschränkungen wieder aufgehoben werden.

dschungelmann: Wirtschaft in Zypern

Die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Wenn die EU und Russland das zyprische Bankensystem demontieren wollen, was bleibt dann außer einem bitterarmen Land? Die Superreichen verschwinden und damit natürlich die ganzen Luxusgeschäfte, Yachthafen und Autohändler.

Dann müsste man mit Fischerei beginnen, Touristik verbessern und mit Fremdkapital die Rohstoffe vor der Küste abbauen, was natürlich eher Gewinne für die Fremdinvestoren abwirft.

Es würde absolut bitter für die Bevölkerung in Zypern werden, denn ein solcher Strukturwandel geht nicht ohne Schmerzen und auch das Endergebnis wird vom Wohlstand eher niedriger angesiedelt sein.

Sehr schwierig war es, ...

... für Zyperns Regierung, die richtige Quelle zu finden, aus der man "Eigenmittel" fließen lässt. Die Rentenrücklagen waren eine Möglichkeit, kirchliche Solidarität eine weitere. Rußland zu finanziellen Engagements zu bewegen, war freilich eine noch bessere Idee. Als aber Rußland nicht an Zahlungen interessiert war, konnte es nur noch darum gehen, die vorhandenen Kapitaleinlagen zu sichten: Am geeignetsten erschien selbstverständlich jene Bank, bei der am meisten Auslandskapital eingezogen werden kann.

Nun müssen die Finanzminister der Eurogruppe diesem Alternativplan noch zustimmen. Sie werden es tun. Und in Zypern könnte gesagt werden: "Wir mussten leider diejenigen belasten, die die Eurogruppe belastet sehen wollte."

Von wegen gerettet!

Die Rettung Zyperns wurde verhindert!
Ólafur Ragnar Grímsson hat explizit andere EU-Länder ermutigt, dem isländischen Beispiel zu folgen. Island ist bisher das einzige Land, dass erfolgreich gegen die Krise angegangen ist.

Nun haben vereinte Eliten (z.B. Troika) wieder einmal ein Land niedergedrückt. Das ist keine Überraschung, aber auch kein Grund zur Freude und erst Recht kein Grund zur Entwarnung.

Die Fallhöhe nimmt weiter zu, die Enteignung der Bürger Europas wird fortgesetzt und Profite der Ultrareichen sprudeln mehr denn je. Bald zu haben: Zypriotisches Tafelsilber zum 'alles muss raus'-Preis.

Armes Zypern. Athen ist nun auch in Nikosia.

und wieder wurde ein

und wieder wurde ein Hilfspacket geschnürt das einen Europäischen Staat in den Wirtschaftlichen Ruin Treiben wird.

Zwar haben die Minister der Staaten(auch Deutschland) mitlerweile eingesehen das es nicht sinnvoll ist IMMER nur die schwächsten zu schröpfen, aber auch dieses mal soll wieder Öffentliches Gut Privatiesiert werden um kurzfristig Geld auf zu bringen..Das ist schwachsinn.

Mann sollte Kurzfristige Geldnot niemals durch auflösung der Langfristigen Kapitalanlagen bekämpfen, dies führt immer zum ausverkauf und zu massiven verlusten. Für eine Gesellschft bedeutet dies das un Zukunft die Bürger höhere Ausgaben in den dann Privatiesierten bereichen, bei gleichzeitiger abnahme der Qualität zu befürchten haben.

Ich hoffe das bald diese Deutsche Regierung abgewählt wird und eine Vernünftige gewählt wird. Deutschland prägt die zerstörung der Europäischen Gemeinschaft(oder auch "Eurorettung" genannt).

Weenn wir nicht aufpassen ist Europa bald Wirtschftlich und Kulturell am ende.

Imperialistischer Pyrrhussieg

Nun hat sich der Imperialismus der EU durchgesetzt- mit Drohgebärden, und massivem Druck...
Das Problem an sich ist in nicht gelöst, Volkswirtschaften werden auf kosten des
Sozialstaats privatisiert- die Finanzoligarchen treiben ihr "Spiel" einfach weiter,
mit Unterstützung der politischen Kaste...

Das ende der Demokratie zugunsten einer Kapitalistischen Diktatur von Banken und Versicherungen, das wird sich auf lange Sicht nicht rechnen.
Der Europäische Frühling ist nicht mehr weit- der Unmut bei den Völkern wird mit jeder "Rettung" weiter steigen-
Selbst einfache Abgeordnete haben das begriffen:
"Das System hat keine Fehler, das System ist ,der Fehler !"
(Helumut Brand CDU Abgeordneter im DB)

Ich hoffe wir überwinden als Europäer diese Krise der Demokratie, und suchen den
3 Weg!!!

Phonomatic: Teilweise Richtig

Sie picken gerne einzelne Punkte heraus, bei denen ich Ihnen auch absolut Recht gebe. Natürlich muss Korruption, Vetternwirtschaft und Lobbyismus bekämpft werden.

Und die Sache mit dem Fiskalpakt können Sie nur verstehen, wenn Sie das Geldsystem verstanden haben. Die vielen Anleger (ich nannte Versicherungsnehmer als Beispiel) können nur Zinsen bekommen, wenn ein anderer neue Schulden macht und dafür Zinsen zahlt.

Wenn Sie jetzt verhindern, dass neue Schulden gemacht werden in ganz Europa, kann kein neues Geld mehr Zinsen erwirtschaften (nur noch Altschulden). Damit kann kein neues Geld mehr angelegt werden, keine neuen Versicherungen verkauft werden und der Zins sinkt auf annähernd Null.

Wer soll sonst den Zins zahlen? Das machen NUR Schuldner.

@Doktor Fettleib

Die Rettung Zyperns wurde verhindert!
Ólafur Ragnar Grímsson hat explizit andere EU-Länder ermutigt, dem isländischen Beispiel zu folgen. Island ist bisher das einzige Land, dass erfolgreich gegen die Krise angegangen ist.

Das jetzige Rettungskonzept für Zypern kommt dem isländischen Modell sehr nahe. Meines Erachtens schafft das zyprische Modell auch noch einen besseren Ausgleich zwischen Anlegern und Steuerzahlern.

@9:38 — ladycat u.a.

"Die schwachen Länder müssen den Euro abgeben. (...) Die starken Länder können ihn behalten, weil sie die Voraussetzungen dafür haben."

Man kann nur von einer schwachen Währung in eine stärkere wechseln, niemals umgekehrt. Wenn überhaupt, dann müssten die starken Länder aussteigen, damit der Euro insgesamt weicher wird.

Das liegt ganz einfach daran, dass ansonsten die bestehenden Schulden der Aussteiger (und deren Bürger) sehr schnell nicht mehr bedient werden könnten, weil sie in Euro bestehen.

Bei der Einführung des Euros wurden alle Schulden auch in Euro umgestellt, weil die alten Währungen aufhörten, zu existieren. Das wär beim Euro-Ausstieg nicht der Fall.

Ich lach mich scheckig

Hallo zusammen,

na ist das wieder ein Schulterklopfen und Durchatmen. Alles wieder in letzter Sekunde, der Dax wieder über 8.000 Punkte, jetzt wird alles gut.

Jetzt wird es erstmal Theater mit Russland geben, da doch viele russiche Konten betroffen sind. Ich gehe aber davon aus, dass dieses Klientel von der Reglung ausgenommen wird.

Das ganze System wird eher früher als später kollabieren. Es sind jetzt schon nur verzweifelte Feuerwehrübungen, Brände werden mit viel Benzin gelöscht. Es ist nur noch ein Reagieren aber kein Agieren mehr.

Weiter so liebe Politiker und Eurokraten. Wenn es so weitergeht, wird Europa demnächst brennen.

Alles nur fiktive Zahlenspiele

Es war klar das es so kommt (kommen musste). Das Ganze ist nur ein Zahlenspiel und mehr nicht. Fakt ist aber das eine gewisse Gruppe echtes Geld damit verdient das irgendjemand in Echt bezahlen muss. Dreimal darf man fragen wer das ist.

Das ganze System zeigt auch bei Zypern wie der Euro der Spielball für Finanzmärkte geworden ist und wie hilflos die EU an sich ist.

Ich frage mich immer wieder wie viel deutsche Bürger über 20.000 oder gar 100.000€ auf einem Sparguthaben besitzen. In Zypern scheint das fast die ganze Bevölkerung zu sein, bei dem Aufstand. Es geht hier wohlgemerkt um Konten und keine laufenden Versicherungen oder Anlagen bei denen irgendwann Geld nach einer gewissen Laufzeit fällig wird.

Irgend etwas machen wir Deutsche (Arbeitnehmer) verkehrt, wir kommen meist gerade so über den Monat, zumindest die Mehrzahl der Deutschen. Mit Sparen auf "Konten" ist da nicht viel drin, bei den Zinsen auch nicht ratsam. Aber auch Versicherungen zahlen kleine Dividenden bis fast Null.

@Phonomatic

Die hohe Verschuldung der Staaten ist KEIN PROBLEM, insoweit kein Staat neue Schulden macht. Dann ist keiner mehr erpressbar, und die Kurse der alten Anleihen steigen, während der Zins und damit die Steuerbelastung sinkt. Schäuble ist zu alt, um das zu begreifen oder aber er hat es begriffen und befeuert den Kreislauf absichtlich weiter. Das wäre dann in meinen Augen Lobbyarbeit der schlimmsten Art.

Hollywood läßt grüßen!

Hat hier jemand ernsthaft daran gezweifelt, dass es
anders kommt?
Wir werden von der EU-Politik an der Nase herumgeführt.

Erst das Gedöns von wegen Insolvenz und Austritt CY´s
aus EU. Dann plötzlich die Lösung -filmreif natürlich
in letzter Sekunde aus dem Hut gezaubert- und nicht zu
überbietender Überschwang: "...bestmögliche Lösung..",
"..vollständigen und glaubwürdigen Plan..".
Der Nachschlag dürfte eine geringe Halbwertzeit haben.
Von Rettung zu sprechen ist obskur. Schließlich wurden
nur Schulden umgesattelt.

Interessant ist die Reaktion des Kapitalismus (Börse).
CY ist doch eigentlich ein Nichts und doch sind die
Reaktionen eindeutig. Ergo, die Politik hat sich mal
wieder vom Kapital treiben lassen.
Wer erwartet da noch vernünftige Entscheidungen? Und
was soll die Begrifflichkeit "Lösung" eigentlich. Das
würde doch bedeuten, dass dieses Thema erledigt ist.
Wie soll denn CY die Schuldentilgung erwirtschaften?

Oder ist eine Schuldenverringerung in der EU gar nicht gewollt?

Abschaffung von Zinsen...

wäre eine Möglichkeit die EU zu retten
guckt mal hier:http://www.pm-magazin.de/a/zinsen-abschaffen

"Zins ist Wegezoll" sagt Prof. Senf und er plädiert für einen permanenten "Cash flow"
"Je länger also das Geld durch Horten dem Kreislauf entzogen und dadurch seiner öffentlichen Funktion als Tauschmittel beraubt wird, desto höher muss die Gebühr sein."

Es gibt also doch Alternativen-nichts ist alternativlos!

Phonomatic: Deutschland als Beispiel

"Wenn wir beim naheliegendsten Beispiel bleiben, Deutschland,..."

Sie machen das schon wieder, dass Sie Deutschland als positives Beispiel für eine Währungsunion nennen. Aber dabei erzählen Sie erneut nur die halbe Wahrheit.

Die Währungsunion hat nicht gut funktioniert, weil die Wirtschaftsräume Ost und West zu weit auseinander lagen. Daher musste ständig Geld transferiert werden, um die sozialen Niveaus halbwegs anzugleichen und Bevölkerungswanderungen etwas einzudämmen.

Bevölkerung ist aber trotzdem der Arbeit nachgezogen und Deutschland hatte wirtschaftlich eine schwere Zeit, die erst durch die Agenda 2010 gebrochen wurde. Erinnern Sie sich bitte an die Arbeitslosigkeit damals. Europa hat mitleidig auf Deutschland geschaut.

Der Euro und Europa hätten davon lernen können, dass so eine Währungsunion wirtschaftlich sehr hart ist.

cowboy: Währungsein- oder -ausstieg.

Ihre Argumentation funktioniert nur, wenn Sie einen Ausstieg innerhalb des Systems betrachten.

Verbunden mit einem Staatsbankrott und gezielten Schuldenschnitten wäre das anders und funktioniert sehr gut, wie die Geschichte schon hundertfach bewiesen hat.

Da wir in Europa 3 mal mehr Geld als Bruttosozialprodukt haben, müssten theoretisch sowieso 2/3 der Schulden und Vermögen gestrichen werden. Daher ist ein Ausstieg ohne Schuldenschnitt wirtschaftlich sowieso nicht sinnvoll.

Relativ

Nur mal so, um die Grössenordnung für unsere Politiker und Mitdiskutanten zu verdeutlichen, wenn 10% der Deutschen (sind so ca. 8 Mio Einwohner) ein Sparbuch in Zypern für 4% Zinsen eröffneten, mit einem Betrag deutlich unter 100T€, zB. 2000€, dann wären dies legal und sicher 16 Mrd€ und es gäbe gar keine Zypernkrise. Eine Neid-Debatte oder Staatsegoismus ist nicht angebracht und schadet nur der europäischen Idee; fördert nur die Fremdenfeindlichkeit. Nichts desto trotz müssen die Gründungsfehler des Euro behoben werden.

Und OK, wenn die zyprischen Banken davon schwache Staatsanleihen kauften, wäre das Problem nur verschoben.

EU und Zypern einigen sich auf Rettungsplan .

ICH äußere mich nicht positiv über den grottenschlechten

Deal ! Ich drehe den Daumen nach UNTEN !

Besser wäre, den Laden Cypern vor d.Wand gefahren, das es
i.d. Ganzen EU nur so knallt !

Damit das geschundene , ausgebeutete Volk (also die,
die Alles bezahlen dürfen/müssen) endlich wach wird !

Sollte d. SPD d. Deal zustimmen, so sage ich schon jetzt
dem Steinbrück : Du kannst sept. zuhause bleiben ,
denn du wirst keine schnitte bekommen !
Deine Partei ins Nirwana enden .........

Neue Parteien werden entstehen u. die Macht ergreifen,
um den Wahnsinn EURO ein Ende zu bereiten ..

Was mich hier am meisten

Was mich hier am meisten stört bei den Kommentaren, ist die einseitige Untergangspolemik (typ. deutsch). Kein Außenstehender kann wirklich die ganze Komplexität durchschauen. Aber alle meinen sich ein Urteil und das auch noch sehr einseitig erlauben zu können, ohne jedoch wirklich sinnvolle Alternativen zu bringen.
Auch viele normale Zyprer haben von den Problemen der zu aufgeblähten Banken profitiert. Niemand hatte Z. gezwungen, Anleihen an ein wirtschaftlich schwaches Griechenland zu vergeben und alle haben sie gerne die niedrigen Steuern und Zinsen mitgenommen. Z. ist das Risiko eingegangen und bezahlt nun dafür bzw. bezahlen wir mit. Aber das ist richtig so. Man darf nie vergessen, sollte es uns mal schlecht gehen, werden die anderen auch bezahlen. Und es ist wieder typisch, dass alle erwarten, dass ein völlig neues System, wie das der EU, von Anfang perfekt funktionieren soll. Der Lernprozess setzt ja gerade erst ein, und man lernt eben nur durch Fehler.Machen sie etwa keine?

@ladycat - zu kurz gedacht

Die schwachen Länder müssen den Euro abgeben

Nein, natürlich nicht. Gerade für momentan "schwache" Länder ist der Euro und die Solidarität der momentan "starken" Länder wichtig. Übrigens kann sich stark und schwach im Lauf von Jahrzehnten durchaus auch umkehren. Die meisten Eurokritiker denken viel zu kurzfristig.

@vriegel

"Zypern als Mitglied der Eurozone zu retten ist richtig - insolvente Banken abzuwickeln auch."

Nur leider bringt ihnen das nichts. Zypern muss sich weiter verschulden, um die Gläubiger zu bedienen. Jetzt wird quasi eine Bank abgewickelt, ohne dass die großen Gläubiger was von ihren Forderungen verlieren.
Und selbst wenn man das wollte, im Hintergrund wird wahrscheinlich schon seit Monaten hin und her geschoben.

@unbändig01

Diese Zinsdiskussion ist nicht neu. Sie war in den 80er Jahren schon unsinnig und heute hat sich daran nichts geändert.

@ 25. März 2013 - 11:47 — Trecker

Es gibt viele Wege, wie das Bankgeld in die Wirtschaft gelangen kann. Statt Kredite zu vergeben, können die Banken Aktien und Immobilien kaufen, neue Unternehmen gründen usw. (lesen sie mal "Das Finanzkapital" von Rudolf Hilferding).
Die aktuelle Problemlösung scheint (im Ideellen) so angelegt zu sein: Der Staat privatisiert, um seine Schulden abzubauen. Wer kauft die privatisierten Unternehmen und Sachwerte? Die Banken. Im Aktiva der Banken werden also aus Staatsschulden Sachwerte und Aktien der privatisierten Unternehmen. Das Aktiva an sich schrumpft nicht dabei. Somit bleibt das Bankgeld in seiner Höhe weiterhin vorhanden.

@11:47 — Trecker

"Ihre Argumentation funktioniert nur, wenn Sie einen Ausstieg innerhalb des Systems betrachten."

Nennen Sie es Schuldenschnitt oder Bankrott. Fakt bleibt, dass Schulden nicht mehr bedient werden.

@ 11:43 — Trecker

aber es ist wideum Ihrerseits ein Trugschluß, dass mit der Agenda 2010 irgendwelche Probleme der Ost-West Verteilung gelöst wurden. Im Gegenteil.

Außerdem ist doch offensichtlich, dass es in Deutschland trotz ganz anderer wirtschaftlicher Vorraussetzungen durchaus möglich ist, einer Währungsunion anzugehören. Alles was es dazu bedarf ist es einen vergleichbaren und an gemeinsamen Standards orientierten Haushalt zu führen.

Und es ist ja nicht so, dass die alten Bundesländer die Zahler und die Neuen die Empfänger sind. Gucken Sie sich doch die Geschichte Bayerns an.

Ich finde da auch ohne Wiedervereinigung so viele Beispiele dass es absolut keine Grundlage für die Aussagen gibt, auf die ich mich bezog ... Und Kultur hat schonmal gar nichts mit der Währung zu tun, das ist nationalstaatliche Propaganda in mienen Augen.

@ 11:40 — autodidact

da müssen wir wohl zwischen Verschuldung und Defizit differenzieren.
Wenn ein Staat seine Finanzpolitik im Rahmen des Fiskalpakt gestaltet, so kann er jederzeit mit maximal 3% Defizit pro Jahr von 30% auf 60% Verschuldung fahren, dass ab 60% statt ab 180% Prozent dann auch erstmal wieder abgebaut werden muss, ist nicht nur Zinsmäßig vernünftig, sondern iwo auch banal.

Am Ende zahlt der deutsche Steuerzahler...

Toller Beschluss und der deutsche Steuerzahler bezahlt am Ende wieder die Zeche für Zyperns Rettung.
Doch vor der Bundestagswahl ist das kein Thema öffentlicher Diskussion. Typisch.

Statt einmal den Rasenmäher

ÜBERALL anzusetzen wurde an Zypern ein Exempel statuiert.

Ja, die haben unlauter gearbeitet, aber sind nicht Luxemburg und Österreich und... auch Finanzoasen (gewesen)? Wodurch ist London denn so reich (und teuer für normale Menschen)?
Wer hat denn diese Finanzkrise verursacht, doch nicht "der kleine Sparer", sondern die Großbanken und Spekulanten von Arktis bis Antarktis.
So "langsam" fragt man sich, ob dieses ewige "Wirtschaftswachstum" nicht nur Lug und Betrug ist. 90% schuften dafür (oder werden ganz außen vor gelassen - Hartz4, Minijobs etc) und 10% sahnen immer mehr ab.

Warum hat keiner mal den Mumm ÜBERALL 10% abzuziehen und damit die Welt wieder ruhiger zu machen? Denen tut es nicht weh und die anderen können wieder atmen.
Stattdessen machen die einen Zauber wegen einer Insel......unfassbar!

@11:42 — unbändig01: Senf dazu

1. Hingabe: Der Vergleich, sein Kind zu stillen, sei genauso, wie einem Fremden Geld zu leihen, ist total absurd.

2. Wären die Menschen tatsächlich so hingebungsvoll, müsste schon heute kein Mensch 15% Zinsen auf sein Dispo zahlen, denn die Bank leiht sich das Geld selbst nahezu zinslos.

3. Ist die Gebühr für das Horten von Geld zu hoch, fliest es an die Börse oder in den Teil der Welt, wo es auch weiterhin Zinsen geben wird.

4. Auch ohne Zins wird das Leihen von Geld auf keinen Fall kostenlos sein.

Und 5. Senf: "Je länger also das Geld durch Horten dem Kreislauf entzogen und dadurch seiner öffentlichen Funktion als Tauschmittel beraubt wird, desto höher muss die Gebühr sein."

Senf fordert also eine Gebühr, als Motivation dafür, kein Geld zu horten. Schön. Und welche Motivation liefert das Senf'sche Modell dafür, jemals seine Schulden auch wieder zurückzuführen?

@ Trecker

ich weiß nicht ob sie schonmal was von der französischen "Diagonale der Leere" gehört haben ... aber auch dort gibt es genau die selben Effekte auch ohne eine Wiedervereinigung, bestimmte Landstriche veralten und entvölkern zusehends.

Wer bekommt eigentlich das Geld? Und: Ist das nicht egal?

Das Geld bekommen die Gläubiger (z.B. die Deutsche Bank). Deren Forderungen werden erbarmungslos durchgedrückt.

Im Gegenzug explodiert die Staatsverschuldung Zyperns.
In Sachen Schuldenquote steht Zypern momentan ungefähr so da wie Deutschland (Statista Zypern Schuldenquote). Das wird sich nun ändern, und bald wird es Schuldenschnitte geben müssen. Die betreffen dann aber nicht mehr die Gläubiger, sondern den europäischen (insbes. deutschen) Steuerzahler.

Auf diese Art übernehmen die Staaten die Schuldenlast. Eigentlich nicht so schlimm, denn früher oder später *müssen* diese Schulden gestrichen werden. Währung/Geld ist schließlich fiktiv!

In der Zwischenzeit sind diese Staaten aber extrem erpressbar und können genötigt werden, ihre Realwerte (incl. des Volksvermögens und der 'human resources') billigst zu verkaufen. Am Ende steht der Währungsreset. Bis dahin sind wandern die Realwerte in den Hände der Elite. Daher ist auch 'Zeit gewinnen' so wichtig... Cleverer Raubzug!

100.000 Euro sind nicht

100.000 Euro sind nicht wirklich "Vermoegen" sondern hoechstens jemandes Sparpfennig fuer's Alter, bzw die Zeit, wenn man zwar nicht mehr so richtig malochen kann, die Rente aber noch weit ist, weil die wie des armen Esels Mohrruebe immer weiter rausgeschoben wird. Wenn Deutschland die Buergschaften nicht bezahlen kann, dann wird es also denen an ihre Reserven gehen, die heute arbeiten und sparen.

Ich verstehe nicht viel von Wirtschaft

aber ich habe einen Sinn für Gerechtigkeit.

Es muß ermittelt werden, wer das Problem verursacht hat und die Verantwortung trägt. Diese Leute müssen zu 100% mit ihrem Privatvermögen haften. Erst dann sollte man überlegen, ob und wie man hilft.

Die 100%-Haftung der Verursacher hätte eine abschreckende Wirkung auf zukünftige ähnliche Fälle.

Lasst doch die Banken dort bankrott gehen. Es werden sich neue formieren, die seriöser arbeiten. Die Leute in Europa haben keine Lust, für die Raffgier und Vorteilnahme einzelner zu zahlen.
Begreift das endlich, liebe Leute in Brüssel.

Die meisten sogenannten Finanzexperten...

...sind doch nur noch mit den Adelsexperten zu vergleichen. Nichtwissen gepaart mit sinnleeren Worthülsen. Gute Nacht Europa.

@11:54 — Don-Corleone

"Besser wäre, den Laden Cypern vor d.Wand gefahren, das es i.d. Ganzen EU nur so knallt !"

Schön, dass Sie den Zusammenbruch herbei sehnen, aber Politiker sind nun mal gewählt, Karren eben NICHT an die Wand zu fahren, dass es überall nur so knallt.

"Neue Parteien werden entstehen u. die Macht ergreifen,..."

Sie meinten hoffentlich "...gewählt werden".

@Denkmahll

... wenn 10% der Deutschen (sind so ca. 8 Mio Einwohner) ein Sparbuch in Zypern für 4% Zinsen eröffneten, mit einem Betrag deutlich unter 100T€, zB. 2000€, dann wären dies legal und sicher 16 Mrd€ und es gäbe gar keine Zypernkrise.

Sorry, es gibt eben doch eine Zypernkrise. Falls es Ihnen entgangen ist: Die Banken, bei denen die vielen deutschen Sparer ihr Geld nach Ihrer Meinung anlegen sollen, sind insolvent. Das private Investment ist nicht ratsam. Die Banken müssen abgewickelt werden. Ein europäisches Hilfsprogramm unter professioneller Aufsicht ist viel venünftiger.

@Roballa

Vielen Dank, Sie bringen es auf den Punkt.

@Danny O´Baile

Toller Beschluss und der deutsche Steuerzahler bezahlt am Ende wieder die Zeche für Zyperns Rettung.
Doch vor der Bundestagswahl ist das kein Thema öffentlicher Diskussion. Typisch.

Doch, natürlich ist das ein Thema. Die Solidarität mit Zypern lässt sich doch auch erklären. Jenseits aller Anti-Euro Rhetorik.

Ich bin sicher, dass eine Partei, die als einzigen Programmpunkt Anti-Euro bietet, bei der Wahl keine Chance hat aus der Rubrik "Andere" heraus zu kommen.

Epochenwende

Zu Beginn der Woche wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben, diesmal ist es der Exitus eines mediterranen korrupten Bankenplatzes, mit angeschlossenem Kleinststaat Zypern. Morgen ist es dann wieder Gorleben und Energiewende, übermorgen der Staatsbankrott in Spanien ...

Allerdings sticht die hohe Zahl der Kommentare heute deutlich heraus. Offensichtlich sind die Bürger, die sich jetzt äußern, wesentlich sensibler als die sogenannten professionellen Politiker, wenn es um kritische Entwicklungen in der Politik, besonders der Europapolitik geht.

Die Epochenwende (das Buch von M.Miegel sei jedem empfohlen) hat längst eingesetzt. Das was sich in den letzten Jahren in Südeuropa abspielt, ist nur der Anfagng des Niedergangs des gesamten EU-Raumes. Egal, ob es um Wirtschafts-, Währungs-, Sozial- oder Bildungspolitik geht: jetzt wäre es endlich an der Zeit, dass wir Europäer den Ernst der Lage anerkennen und unfähigen Politikern das Mandat entziehen. Haben wir wenigstens dafür den Mumm ???

Abaladar: Geldschöpfung mal wieder

"Es gibt viele Wege, wie das Bankgeld in die Wirtschaft gelangen kann. Statt Kredite zu vergeben, können die Banken Aktien und Immobilien kaufen, neue Unternehmen gründen usw. ..."

Das mag alles richtig sein, aber laut den Dokumentation der Zentralbanken (z.B. Modern Money Mechanics) wird Geld vorwiegend in Banken durch neue Kredite erzeugt. Die von Ihnen genannten anderen Methoden sind vernachlässigbar, zumal diese Aktien und Immobilien ja auch vorher durch Kredite geschaffen wurden. Und wenn eine Bank Immobilien kaufen will, müsste sie dafür Zentralbankgeld als Kredit aufnehmen oder andere Einlagen nutzen, die als Kredit entstanden sind.

@11:55 Roballa

Ich weiss nicht, ob mein Relativ-Beitrag nur noch nicht veröffentlicht war, aber ich stimme erstmal zu. Wenn die Ursache Schwarzgeld sein sollte, dann ist eine Enteignung aller Großsparer (inkl. Handwerker und Investoren) kein geeignetets Mittel. Da ist das Mittel der Wahl eine europäische Staatsanwaltschaft, egal ob die Banken ein vermeintliches Schwarzgeld gemeldet haben oder nicht. Das ist bei deutschen Banken genauso.
Für die griechischen Verluste ist zu differenzieren, ob dies Investitionen von Kunden oder der Bank selber waren. Aber letztlich ist damit auch keine Zypern-Krise erklärbar, allenfalls eine zyprische Bankenkrise. Jetzt deswegen auf unsere europäischen Nachbaren einzuschlagen kennzeichnet keine weitsichtige, weise Politik. Da drängt sich mir eher der Verdacht auf, daß ein Wettbewerber vom Markt genommen werden soll und das wäre unseriös. Ich kann nur hoffen, diese Lösung ebenfalls abgelehnt wird und dann was vernünftiges kommt.

Überraschen tut das jüngste

Überraschen tut das jüngste Bubenstück beim Spielgeld Euro nun wirklich nicht, doch bestand für einen Augenblick Hoffnung, daß es die südländischen Fresser und Presser dieses Mal zu weit getrieben haben; aber am Ende nahmen sie dann doch lieber 2/3 anstatt alles zu verlieren; wobei das Theater auch den Wahlen in Deutschland geschuldet ist, weshalb die hiesigen Parteiengecken nunmehr sehr viel strenger gegenüber dem Süden auftreten müssen, als sie dies bisher getan haben, zumal man ja jetzt eine Alternative für Deutschland wählen kann, welche unter anderem das Spielgeld Euro abschaffen möchte und die Einhaltung der Verträge verlangt.
Für Zypern selbst beginnt nun der Schrecken ohne Ende, wie ihn auch Portugal, Spanien, Griechenland und Irland gegenwärtig erleiden; sprich die Verbindung von neuen Schulden, die so wenig getilgt werden können wie die alten, und zum Teil sehr unsinnigen und verderblichen Sparmaßnahmen, während das ursächliche Bankenübel weitermachen darf wie bisher.

Phonomatic: Gesamtbild einer Währungsunion

Wieder picken Sie Details heraus und haben damit Recht, vernachlässigen aber wieder das Gesamtbild. Natürlich hat die Agenda 2010 nichts mit Ost und West zu tun, das hat keiner behauptet. Aber sie war der Auslöser, die deutsche Wirtschaftskrise endlich zu beenden.

Sie haben vermutlich die Vereinigung nicht direkt miterlebt. Im Osten war die Währung auf einen Schlag zu stark und Handelsbeziehungen der Firmen brachen sofort ein, weil Kunden im Osten die harte Währung nicht bezahlen konnten. Die dabei strauchelnden Firmen wurden teilweise für 1 DM an den Westen verkauft. Das war mehr eine feindliche Übernahme als eine Vereinigung.

Welche Bundesländer am Ende die Zeche zahlen, ist doch egal, das Finanzkapital gewinnt immer.

Und Ökonomen dann Nationalsozialismus vorzuwerfen, weil sie solche Mechanismen aufdecken, ist schon ein starkes Stück, grenzt an Ideologie statt objektive Analyse.

Die Spur des Geldes

Ähnlich wie in Griechenland werden auch auf Zypern nur Restmengen des Rettungsgeldes verbleiben. Niemanden scheint es zu interessieren, wem dieses ganze Rettungsgetue eigentlich nützt. Denn die Verschuldung der Staaten nimmt trotz Milliardenspritzen doch noch zu. Ich möchte mal von den Politikern hören, für wen diese Geldmengen bestimmt sind.

@ 13:12 — Kurofan

"jetzt wäre es endlich an der Zeit, dass wir Europäer den Ernst der Lage anerkennen und unfähigen Politikern das Mandat entziehen. Haben wir wenigstens dafür den Mumm ???"

-> Den Mumm für was bitte? Anarchie?

@ 13:22 — Trecker

Natürlich hab ich die Währungsreform miterlebt, auch die 10:1 Zeiten.

Und ich bitte Sie genauer zu lesen, ich schätze unsere Diskussionen. Meine Analyse erkläre ich gerne wenn Sie eine weniger diffamierende Frage stellen.

@12:25 — Bernd das Brot

"Wenn ein Staat pleite ist, dann ist der pleite in Euro, Drachme, Lira usw. D.h. die Schulden, welche der Staat in welcher Waehrung auch immer hat, koennen nicht gezahlt warden egal in welcher Waehrung."

Ladycat wollte aber, dass die Südländer aus dem Euro aussteigen sollten, OHNE pleite zu sein.

Und auch wenn der Staat zahlungsunfähig ist, gilt das noch lange nicht auch für seine Bürger. Steigt z.B. Griechenland (das ja tatsächlich de facto zahlungsunfähig ist) aus dem Euro aus, hat das zahllose weitere Pleiten seiner Bürger zur Folge, weil die dann auch nur noch Drachmen verdienen, während sie weiterhin ihre Schulden (z.B. fürs Eigenheim) in Euro bedienen müssen.

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