Kommentare - Zypern: Fortschritte in Nikosia - Ultimatum von der EZB

21. März 2013 - 12:44 Uhr

Im Kampf gegen die drohende Staatspleite wollen Zyperns Parteien einen Finanzfonds gründen, in den unter anderem Gelder der orthodoxen Kirche und der Rentenkassen fließen sollen. Noch heute will das Parlament darüber abstimmen. Die Europäische Zentralbank hatte zuvor den Druck auf Zypern erhöht.

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Kommentare

Es soll also ein Finanzfonds gebildet werden

Dieser Finanzfonds wird ganz sicher nicht im luftleeren Raum entstehen. Wäre es möglich, dass hier z.B. die Rentenkasse verpfändet wird?

Und wie soll es dann weiter gehen?

90% des Eigenkapitals sind nicht mehr existent und mussten nach dem Schnitt in Griechenland abgeschrieben werden, der Kahn geht unter und jeder ausländische "Investor" oder besser Geldparker, wird sich einen anderen Abstellplatz suchen (Kaimans, Singapur, etc.). Wie sollen die Banken dass liquidieren? Alles was wir momentan tun ist denen mehr Zeit zu verschaffen die Ihr Geld bunkern oder davon leben dass jemand bunkert. Meiner Meinung nach sollte man noch diese Woche die entsprechenden Banken für insolvent erklären. Dann passiert Folgendes, der europäische Schutzmechanismus für Geldeinlagen unter 100K€ setzt ein, ergo sind ALLE Kleinsparer gerettet. Die restlichen Einlagen sind dann wohl futsch, und die Differenz muss (nach geltendem Recht) von den Eigentümern der Banken, also den VERANTWORTLICHEN der Krise, getragen werden. Das klingt doch mal fair. Der Staat würde nichtmal umfallen, nur ein wenig kippeln.

zypern letzte rettung

jetzt müssen für zyperns rettung, da rusland aussteigt,
der hafen limmasol, der flughafen larnaka und paphos und
telekom cyprus herhalten. sollte das reichen, wovon soll
zypern in zukunft sein geld verdienen??
der tourismus wird es allein nicht schaffen.
schade das für die fehlspekutlationen der dortigen banken,diese wunderschöne insel aus raffgier an die wand
gefahren wurde. die russen warten bis sie nach hilfe durch die EU ihre gelder wieder abziehen können.

Montag = Feiertag?

Schon wieder ein Feiertag am Montag?

Wie praktisch, da kann man die Entscheidung einen weiteren Tag hinauszögern....

und...

...wer hat noch einen Funken Vertrauen in unsere Politiker und blinden Finanzjongleure, auf unserem Ruecken und auf unsere Kosten agierend...
bitte Abwaehlen... sofort...
und nach Moeglichkeit einmal einen bundesweiten Generalstreik gegen die internationale Finanz- und Bankenmaffia... gestuetzt von unserer Regierung...
wobleibt die Sicherheit unserer Versicherungen und Renten...???
dafuer haben wir ein Leben lang gearbeitet und Steuern gezahlt und gespart...

Fond, woher kommt das Geld?

Fond, woher kommt das Geld? Lasst mich raten. Aus den Rentenkassen?

Kurzfristige Lösungen gefallen sehr, weil sie kurzfristig durchsetzbar sind. Würde man hier mehr informieren, wäre vermutlich auch wieder Widerstand zu erwarten. Denn mittelfristig werden natürlich die Renten
ins Casino geschickt.

Oder ist der Fond andersartig?

liebe redaktion,

es ist mir egal ob sie meine leserzuschriften veröffentlichen oder nicht. Sie haben schon öfter
postings von mir "zensiert", weil ich die EU Methoden mit denen der ehemaligen UdSSR verglichen habe.
Mittlerweile behauptet das auch der russische Ministerpräsident Medwedew:

Zitat:

Die von der EU vorgeschlagene Rettungsmaßnahme für Zypern verglich Medwedew mit Methoden der Regierung zu Sowjetzeiten, sie habe einen "Charakter der Enteignung und Konfiszierung"

Zitat Ende

Beste Grüße an die EU-Redaktion
Ben_Freddo

Fortschritte ?.

Wer aus eigenem Verschulden, unter Zutun von gierigen Quacksalbern, Raubbau mit seiner Gesundheit treibt.
Sollte nicht die Ratschläge der Ärzte in den Wind schlagen
und die Medizin schlucken die ihm angeboten wird.

Wer aber meint, den Ärzten die Schuld für seine Erkrankung
geben zu müssen und deren Medizin als Gift ansieht.
Ist sich in seiner Dummheit auch nicht zu schade,
wieder zum Quacksalber zu laufen.
Die Heil versprechende Quacksalber-Mixtur schmeckt
zwar nicht so bitter, wie die abgelehnte Medizin,doch die Ursache der Krankheit wird sie nicht beseitigen.
Die Krankheit wird sich verschlimmern !.

Meine Meinung!

Welchen Weg hätte man früher in Zypern oder Griechenland oder noch anderswo neben Tourismus eigentlich gehen sollen? Fleißge Arbeit als Zulieferer für die großen Industrienationen wie Deutschland?

Deutschland hat mit der Agenda 2010 innerhalb Europa den Lohndumping-Wettbewerb eröffnet. Die Vorteile einiger anderer Staaten waren damit neutralisiert. Wir hatten plötzlich viele Billigjobs in Deutschland, von denen man in Deutschland nicht leben kann und gleichzeitig haben wir die Steuern für Reiche sogar gesenkt, mit dem Ergebnis, dass die Scheere zwischen Arm und Reich auseinanderging. Die Agenda 2010 war der Versuch Reformen in Deutschland zu machen und dabei die Reichen zu verschonen.
Unsere Partner haben wir dabei kaputtkonkuriert. Kein Wunder, warum wir so unbeliebt sind. Werden wir doch als Motor eines Ausbeutungssystems wahrgenommen.

EU-Hilfe oder Hilfe aus Russland?
Ich persönlich würde als Zypriot der EU und speziell Deutschland eine Absage erteilen.

was heißt das denn Finanzfonds???

was heißt das denn Gründung eines Finanzfonds???

Wo soll das Geld denn herkommen?? Moskau,Brüssel, Berlin?

Was passiert eigentlich, wenn Länder wie Spanien Griechenland oder Portugal sich weigern ihre Sparmaßnahmen einzuhalten mit der Begründung Zypern macht es ja auch nicht?? Hat daran mal jemand nachgedacht? Werden wir hier in Deutschalnd zur Kasse gebeten damit Südländer auch weiterhin über ihre Verhältnisse leben können?

@ mondfee

Das mit der Rentenkasse hat mein badeigener Rundfunk heute mogen schon verbreitet.

Zahlen alle Zyperer in diesen Topf ein, oder können sich die Wohlhabenden heraushalten?

Klasse, in dem Fall wären dann doch wieder alle "Ärmeren" dran, und zwar unabhängig davon ob sie Guthaben auf dem Konto haben oder nicht.

Es wird immer perfider...

Erpressung

Das ist die pure Erpressung! Ein demokratisch nicht legitimiertes Gremium wie die EZB möchte erreichen, dass die Zyprioter für eine von Banken verursachte Krise bezahlen. Und zwar jeder mit 10%. Das erinnert mich doch ein bisschen an Robin Hood und macht mich einfach nur fassungslos.

Am Schlimmsten: Einer der Hauptinitiatoren dieses Verbrechens an Zypern ist die deutsche Bundesregierung.

Wie tief müssen wir eigentlich noch sinken, dass wir uns jetzt vom internationalen Spielcasino diktieren lassen, was wir zu bezahlen und wie wir zu leben haben?

Und wieder einmal geht es nur darum,

die superreichen Zocker zu schützen, obwohl es für diese überhaupt nicht schmerzhaft wäre, einen minderen Teil ihres Gewinns zur Bekämpfung der Krise bereitzustellen. Also geht es weiter wie bisher. Große Schulden werden mit noch mehr Schulden bekämpft. So ein Schwachsinn!
Wir brauchen eine Änderung dieses Systems. Was nützt es, wenn Probleme, nur um die Reichen zu schützen, immer wieder in die Zukunft verschoben werden. Der Ausbau der Energiereserven kostet zudem ebenfalls wieder viel Geld und außerdem Zeit.

Was für eine Volksvertretung!

Was für eine Volksvertretung! Die reichen Russen und Ukrainer werden verschont - das ist eine Sache der Ehre. Dafür setzt man ohne Skrupel die Altersversorgung zyprischer Bürger ein mit dem hohen Risiko, sie letztlich im Pleiteschlund der insolventen Banken zu verlieren. Eine Schande! Vielleicht in Moskau erpresst?

Das ist erst der Anfang...

...ich denke so bald die Geldhäuser wieder öffnen wird ein beispielloser Run auf die Konten einsetzen. Die Russen werden versuchen ihr Geld nach draußen zu schaffen und die Kleinsparer ihr Geld mit nach Hause zu nehemen. Das ist natürlich Gift für die Banken und so wird man wohl bald die nächsten Milliarden benötigen...
Das Vertrauen in die Banken dort ist nun einmal beschädigt. Die Zwangsabgabe wäre wohl die beste Lösung gewesen.

@13:41 — Ben_Freddo

Beim Lesen Ihres posts fiel mir die Breschnew-Doktrin ein.

Wikipedia:
Die Breschnew-Doktrin wurde am 12. November 1968 vom sowjetischen Staats- und Parteichef Leonid Breschnew auf dem 5. Parteitag der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei verkündet. Sie ging von der "beschränkten Souveränität" der sozialistischen Staaten aus und leitete daraus das Recht ab, einzugreifen, wenn in einem dieser Staaten der Sozialismus bedroht würde. Dabei lautete die Hauptthese: "Die Souveränität der einzelnen Staaten findet ihre Grenze an den Interessen der sozialistischen Gemeinschaft."...

Und wenn die inneren und äußeren, dem Sozialismus feindliche Kräfte die Entwicklung irgendeines sozialistischen Landes ... zu wenden versuchen, wenn eine Gefahr für den Sozialismus in diesem Land, eine Gefahr für die Sicherheit der gesamten sozialistischen Staatengemeinschaft entsteht, ist das nicht nur ein Problem des betreffenden Landes

Warum kommt mir jetzt nur Brüssel in den Sinn?

gutes kommentar henry.berlin

....und wir machen uns nur noch mehr unbeliebter mit dem extremen spardiktat von der troika etc durch das die normale Bevölkerung in die armut getrieben wird.
So werden z.B in Grichenland in vielen Krankenhäusern Frauen nur noch entbunden wenn sie diesen eingriff auch bezahlen können das sind die auswirkungen des spardiktats.
Grichenland etwickelt sich zurück in ein Schwellenland dank Merkel und deutschland kein Wunder das die Grichen und andere so eine Wut auf Merkel und Deutschland haben ich hätte sie auch bzw habe sie da ich mit den Menschen im Süden fühle.

Mal ganz ruhig und locker-

Mal ganz ruhig und locker- wer erpresst hier wen? Die Zyprer sind durch Erpressung in die EU gekommen. Die Krise in Zypern ist nicht durch Banken verursacht, sondern durch eine Politik des Staates, der Geldanlagen aus aller Welt wollte, egal woher die kamen. Und wenn die Zyprer meinen andere sollten mal schön für sie zahlen, dann ist es schon gut das die EZB aufpasst.
Und das Taktikspielchen mit Moskau funktioniert ja wohl nun offensichtlich nicht- und auch dafür ist weder EZB noch die Bundesregierung verantwortlich!

@ a-h

Die Frage ist, wer hier wen erpressen will.
Fakt ist, Zypern hat sich verzockt und droht mit Anlehnung an Russland,wenn die EU ihr nicht aus der selbstverschuldeten Krise hilft.
Diesen Präzedensfall wird die EU natürlich nicht zulassen und weitere Geständnisse machen, daher hat mal wieder (wie im Falle Griechenlands) die Erpressung der EU von seitens schlechtgemanagter Krisenstaaten funktioniert.
Die einmalige Abgabe der zypriotischen Bürger für die Rettung ist ein Witz gegen all die vielen verschwendeten Steuermilliarden aller EU-Bürger.
Die Eu sollte das nicht zulassen,soll sich doch Zypern gleich Russland anschliessen. Das die orthodoxen Kirchen der Griechen,Zyprioten und Russen am gleichen Strang ziehen,ist hierbei kein Wunder.

Verluste??

.
Die jetzt wohl beabsichtigte Abgabe betrifft Einlagen über 100000 €.
Der Zinssatz für Einlagen in dieser Höhe lag in Zypern im letzten Jahr je nach Laufzeit zwischen 4,4 und 8,1%.

Im allerschlimmsten denkbaren Supergau hätte jetzt der GROßsparer 2012 nur zwischen 1,4 und 5,1% Zinsen auf sein Guthaben erhalten.

Vergleichen Sie das bitte einmal mit deutschen Zinssätzen.

Es ist peinlich und ekelerregend.

Ein EU Mitgliedsland, das

Ein EU Mitgliedsland, das nicht einmal so viele Einwohner hat wie Köln, hat sich verspekuliert mit
niedriger Unternehmensbesteuerung und Wegschauen bei Geldwäsche und versucht jetzt seine riesigen Politiker- Fehlleistungen auf Kosten der europäischen Euro Steuerzahler auszugleichen. EU-Europa ist bereit 2/3 des Risikos zu übernehmen. Zypern sollte dankbar sein und nicht meckern wenn es lediglich 1/3 selbst übernehmen soll.

unbotsmäßige Schuldzuschreibungen in Kommentaren

1. @13:48 — henry.berlin
Was für ein Weltbild haben denn Sie, wenn Sie für Zyprioten und Griechen Billigjobs vorsehen, aber die Deutschen seien davor? Wir sind in Europa und Ziel ist Angleichung, und Angleichung geht eben nicht nur nach oben, wenn nicht die Voraussetzungen mithalten. Wer in Deutschland die Post verteilt, nimmt nicht einem armen Zyprioten den Job, und die Industrien lassen trotz Agenda nicht billig in Deutschland produzieren!

2.@21. März 2013 - 13:52 — A-H
Die Frage ist wohl eher, wer erpresst hier wen, oder besser, wer will wem etwas abpressen. Die Zyprioten haben einen Ausweg, nämlich ihre Banken und sich selbst pleite gehen zu lassen. Das würde jeder Zypriot natürlich spüren! Und kein Privatmann würde sein Geld jemandem ohne Vorgaben leihen, selbst ein Geschenk gibt es nur mit nachgewiesenen Verwendungen, niemand schmeißt sein Geld in den Ofen! Eher erpressen die Zyprioten die EZB, die eben nicht ein Mitglied einfach fallen lassen will.

Lauter Bäume aber kein Wald

Das eigentliche Problem ist die schlussendlich alles zerstörende Wachstums-Ideologie, die über den immer weiteren Ausbau Europas, aber auch anderer Wirtschaftszonen weltweit, in einen zügellosen Globalismus geführt hat.

Das Prinzip dieses Globalismus beruht auf der totalen Konkurrenz, also jeder gegen jeden. Und das weltweit.

Das hieraus nichts anderes entstehen konnte als eine Verarmungsspirale für die Bevölkerungen einerseits und eine Bereicherungsspirale zu Gunsten der Systembetreiber (Hochfinanz) andererseits, darf niemanden verwundern.

Dieses Wirtschaftsmodell wird niemals funktionieren, weil es keines ist. Es muss Verlierer produzieren.

Wirtschaftsmodelle sollten allen Menschen dienen, nicht Wenigen.

Was, wenn z.B. die Italiener nach den geforderten Reformen billigere und gleichwertige Autos wie die Deutschen bauen?

Genau, dann kommt die Agenda 2020 in DE.

Hamsterräder für Menschen!

Unser Geld- und Wirtschaftssystem ist unvereinbar mit unseren natürlichen Grundlagen.

davidW: Medizin

"Sollte nicht die Ratschläge der Ärzte in den Wind schlagen...Quacksalber...Medizin"

Ihr Beispiel ist gut, ist aber nicht zu Ende gedacht. In meinem Leben konnte ich mehr als einmal erfahren, dass die Medizin nur Symptome bekämpft hat und Ärzte sich nie um die wirklichen Ursachen gesorgt haben, im Gegenteil, ein gesunder Mensch kommt nicht wieder zum Arzt und kauft keine Medizin mehr.

Meine Rückenprobleme hat keine Salbe gelöst, sondern Schwimmen, Karate und ein Wasserbett. Meine Hautprobleme hat gesunde Ernährung gelöst. Manchmal muss man an der Psyche arbeiten.

Hier ist es genauso. Wer nicht die Ursachen sucht und darüber nicht redet, wird nur Symptome bekämpfen, die immer und immer wieder kommen.

@A-H 13:52

Was ist pure Erpressung durch die EZB? Daß sie bankrotten Banken kein Geld mehr zur Verfügung stellt?
Ich bekomme auch kein Geld mehr, wenn ich bankrott bin. Sie würden mir in dem Fall sicher keins leihen.

Und was es mit dem "Verbrechen" auf sich hat, wenn Staaten einem bankrotten Staat helfen wollen (d.h., Geld geben), aber dafür Gegenleistungen verlangen, ist mir auch schleierhaft. Das Geld werden diese Staaten, also u.a. wir deutschen Steuerzahler sehr wahrscheinlich nicht wiedersehen.

Wer versucht, mit Geld viel Geld zu verdienen (wie Zypern es gemacht hat), trägt ein hohes Risiko! Daß er das gerne auf andere abwälzen will, ist zwar menschlich verständlich, aber den anderen gegenüber unfair!

Finanzfonds

ist auch nicht anderes als geliehenes Kapital unter anderer Bezeichnung.

Jedenfalls nicht die geforderte Eigenleistung der Zyprer.

Na und ?

Dann geht Zypern halt Pleite. Von mir aus geht dann auch der Euro den Bach runter. Da ich kein Geld habe was ich verlieren kann, seis drum. Und wer sich heute auf die Rente in Deutschland verläßt, ist eh verlassen...

Letztendlich fehlt mir aber das Mitleid mit den armen Griechen, Zyprioten etc.

Sobald der Karren in den Dreck gefahren ist, sollen doch bitte die anderen einspringen und bezahlen. Sind ja auch Schuld, die bösen Finanzmärkte, die böse EU, die böse Tante Merkel, das böse Kapital an sich...

Und die Alt-Sozialisten packen solidarisch mal wieder über hundertjährige Schlagworte aus, um damit die Welt über die bösen Kräfte des Kapitals zu belehren. Beleidigt und gekränkt, dass so wenige diese "Wahrheit" erkennen.
Dabei ist der einzige mir bekannte Unterschied zwischen einer sozialistischen und einer kapitalistischen Regierung die halbwertzeit bis sie Pleite sind.

Haben die Zyprioten eigentlich begriffen, dass ihre

Rentenkasse zur bankenrettung geopfert werden soll?

Ich warte schon auf den berechtigten Protest. Dieser Plan B ist keine Lösung, sondern das Problem ist nur ein wenig in die Zukunft verschoben.

Barosso sagte in Moskau, die EU habe schon ganz andere Probleme gelöst. Die EU hat noch nie auch nur 1 Problem gelöst. Es wurde immer nur zeit erkauft, bis das Problem noch größer war. (Staatsverschuldung in Irland, Portugal und Griechenland)

Banken sind keine Staatsbetriebe, sondern auch nur Unternehmen. Sie müssen ihr freiwillig eingegangenes Risiko abwägen und müssen das recht haben wie jedes andere Unternehmen auch Pleite gehen zu dürfen.

Aus meiner Sicht ist es im Grunde mittlerweile Egal, welches konzept zur rettung von zypern durch gesetzt wird. Die Verlierer stehen nach diesem Hick Hack bereits jetzt fest:
Der Staat Zypern, egal ob die einlagen nun zwangsbeteuert werden oder nicht, das Kapital wird umgehend abgezogen, auch selbst wenn man dabei 5 oder 10 weitere Prozent auf sein Kapital, aufgrund entgangender Zinseinnahmen verliert.. Raus mit dem Geld aus einem Land, das Gelder Zwangsbesteuert und zwar NACH Anlage!
Keine fremden Gelder Mehr im Lanf, also fehlen auch die Finanztouristen und solche die Ihr verschlieiertes Vermögen in Zypern ausgeben. Der Staat wird spürbar weniger Einhamen haben

und der Zyptiot, den wenn dieser Am Dienstag zur Bank geht, wird das verfügbare Geld bereits elektronisch transferiert sein, der Sparer wird sich nur ein Nein am Schalter abholen.

Der "brave" Arbeiter, welche in die Rentenkasse eingezahlt hat und Bankrücklagen gebildet hat wird am Ende nix mehr haben..

Nur mal so zum sacken lassen.

Allein die die Deutschen besitzen ein Nettovermögen von 10.000 Milliarden oder 10 Billionen Euro.

So besitzen "die vermögensstärksten zehn Prozent der Haushalte über die Hälfte des gesamten Nettovermögens". Ihr Anteil ist in den Jahren immer weiter gestiegen. Allein von 1998 bis 2008 ist ein Anstieg von acht Prozent festzustellen. Anders bei der unteren Bevölkerungshälfte: Sie besitzt nur ein Prozent des gesamten Nettovermögens.

Anstatt an einer konsequenten Umverteilung über Steuern, Löhne, Arbeitsteilung und gleichen Voraussetzungen in allen EU-Ländern zu arbeiten, wird das Geld für die Zocker weitergedruckt. Das Endergebniss wird so aussehen, das Papier und Buchgeld nicht mehr wert sind als trockenes Laub. Die Reichen wird es nicht stören, haben sie sich schon sämtliche Ressourcen gesichert.

Die Schulden der EU können vom einfachen Bürger in 100 Jahren nicht bezahlt werden. Das sollten auch die letzten Merkelisten begreifen. So aber setzen sie den Frieden aufs Spiel.

Was bekommen die Bürger ab?

Es ist vollkommen egal ob es Zypern ist oder andere Länder, es geht nur darum Investoren, Spekulanten und Banken abzusichern. Es geht nur darum Gewinne zu sichern und niemals um die Völker.

Ich war am Anfang ein Freund von EURO, mittlerweile denke ich das er das geeinte Europa zerreissen wird, die ersten Anzeichen sind schon da. Wer gegen den Euro ist, ist nicht automatisch europafeindlich, das wird gerne unterstellt. Es ist aber die Politik die mit solchen Machenschaften Europa zerstört, da nutzen die ganzen (lächerlichen) Werbespots im Fernsehen nichts mehr.

Frau Merkel, Her Schäuble und die Schwarz/Gelbe Regierung werden wieder umfallen und uns etwas von Systemrelevant oder Alternativlos erzählen. Ich kann nur hoffen das die Wähler das endlich quittieren. Zypern ist nur ein kleines Beispiel für das falsche Spiel in der Politik. Es geht nur um Verteilung von Geld von Unten nach Oben. Bitte die Lobby Arbeiten genau verfolgen.

re eli

Erstens ich glaube henry.berlin hat nicht gefordert den Griechen und zyprioten auch billig jobs aufzudrücken sondern die in deutschland bestehenden wieder anzubauen.
Zweitens ihr Beispiel ist schlecht gewählt(den mit anderen funktioniert es nicht )ein Postbote der nicht in internationaler konkurrenz steht nimmt keinem einem Arbeitsplatz weg aber wenn z.B die deutschen Arbeiter in den Automobielbranche deutlich weniger wie ihre zyprischen Kollegen verdienen und dadurch die Autos billiger angeboten werden und es zu absatzsteigerungen kommt werden sehr wohl zyprische Arbeitsplätze in solchem Gewerbe zerstört.
( PS. ich weiß das zypern keine Automonielbranche hat)

@Schlechtgelaunt - Bankenpleite

Meiner Meinung nach sollte man noch diese Woche die entsprechenden Banken für insolvent erklären. Dann passiert Folgendes, der europäische Schutzmechanismus für Geldeinlagen unter 100K€ setzt ein, ...

Diesen Mechanismus wird es frühestens ab 2014 geben, er ist an eine einheitliche Bankaufsich gekoppelt, die sich noch im Aufbau befindet.
Im Moment sind die zyprischen Sparer durch einen landesweiten Garantiefonds mit ca. 200 Mio. Euro geschützt. Die Spareinlagen belaufen sich aber auf mindestens 60 Mrd. Euro.

... ergo sind ALLE Kleinsparer gerettet.

Nein, auch die Kleinsparer werden den größten Teil ihrer Ersparnisse verlieren.

Die restlichen Einlagen sind dann wohl futsch, und die Differenz muss (nach geltendem Recht) von den Eigentümern der Banken, also den VERANTWORTLICHEN der Krise, getragen werden.

Die zyprischen Banken sind zahlungsunfähig, die Anteile der Eigentümer wertlos. Außerdem sind die Eigentümer der Banken sicher nicht für die Krise verantwortlich.

Fragen und Antworten...

Es ist ermüdend, immer wieder nur Zypern-Bashing zu lesen.

Ja, Zypern sowie Griechenland und einige andere Osteuropa-Staaten waren und sind längst noch nicht "reif" für die EU-Mitgliedschaft, geschweige denn für den Euro. Aber die Länder wurden trotz bekannter Tricks ganz bewusst aufgenommen.

"Warum", muß man zig-fach fragen, und die Antworten wären aufschlußreich.

Nur ein aktuelles Beispiel: Warum sind deutsche Banken mit 6 Mrd€ Kapitalanlagen in Zypern engagiert? Gewiß nicht aus sozialen Gründen. Gleiches gilt für Griechenland etc.pp.

Die Antwort liegt auf der Hand: Skrupelloses Geldverdienen durch Kreditvergabe / Exportfinanzierungen auf "Teufel komm raus", hinterrücks politisch abgesichert durch Staatshaftung zu Lasten aller Normalbürger.

Das ist das famose westeuropäische Geschäftsmodell.

Klappt nicht immer, siehe U-Boote für Israel. Aus pol.Gründen quasi "verschenkt" wegen auch dortiger Zahlungsschwäche. Oder Panzer an Saudi-Arabien, die (hoffentlich) noch zahlen können...

einfach mal die geographische Lage betrachten

und die Tatsache, dass Zypern zwar in der EU aber nicht in der Nato ist - der nördliche Teil der Insel zwar in der Nato aber nicht in der EU - , dann besteht die reale Möglichkeit, dass Russland einen Hafen für sich beansprucht als Gegenleistung für Investitionen.

Es wird dann zwar ein bißchen eng mit englischem und russischem Militär aber was solls - allein die Möglichkeit ist eine gefühlte Bedrohung - für Israel

Was meinen Sie, wie schnell das Telefon läutet und Teilnehmer aus Israel und den USA Frau Merkel in die Schranken weisen, falls sie den "Rettungsdeal" mit Zypern nicht über die Bühne bringt........

@rudolf kellner - keine Fehlspekulation

schade das für die fehlspekutlationen der dortigen banken,diese wunderschöne insel aus raffgier an die wand gefahren wurde.

Ich halte es für reichlich unfair, den Banken Raffgier vorzuwerfen. Schuld an der Krise sind nicht allein die Banken.

In Zypern ist ein Modell gescheitert, bei dem man mit lächerlich niedrigen Steuersätzen von staatlicher Seite versucht hat, ein Paradies für Geldanleger zu schaffen.

vor dem Euro war alles in

vor dem Euro war alles in diesen Ländern besser, und nach dem Euro wird es auch bei uns besser sein.
Die die eine Veränderung fürchten, sind entweder an die vielen negatioven Veränderungen der Vergangenheit gewöhnt, oder reich.

Die Reichen zeigen mir gegenüber kein mitleid, nicht mal Almosen, also was bitte sollte ich denen gegenüber Mitleid haben, die nur Überfluss verlieren....

@Che 1 - bequeme Feindbilder

kein Wunder das die Grichen und andere so eine Wut auf Merkel und Deutschland haben ich hätte sie auch bzw habe sie da ich mit den Menschen im Süden fühle.

Die Wut auf Frau Merkel ist nicht berechtigt. Sie ist nur diejenige, die konsequent darauf besteht, dass es so nicht weiter geht und wird dadurch leider zum Feindbild. Diese Haltung ist aber zu bequem und nicht ehrlich.

Schon wieder kreiierte Finanzprodukte, nichts dazugelernt.

Kredite aus Russland und Fonds auf die Zukunft, auf die Blasen im Boden, die Gegenleistung, die die Betrüger von Zypern wieder mal bieten.
Der kleinste Staat, das politische Nichts, die Geldwäscher von Europa fordern die EU, die EWU zum Pokerspiel heraus.
Was ist denn in der EU noch alles möglich, was hat denn noch bestand, ist nicht nur heiße Luft an der langen Leine der Märkte.
Zypern demaskierte den Bau Europa, auf Morast gebaut und die Ausführung marode.
Baufällig, dem vorzeitigen Verschleiß ausgeliefert, denn die Kommissare, der Rat, das Parlament, die politische C-Klasse wohl der Entsende Länder.
30.000 Lobbyisten haben das sagen, die PPPs und die Anwerber für alles und jeden.
In der EU wird Recht gebrochen, Geld veruntreut, Verfassungen mit Füßen getreten, jeder ist nicht vor dem Gesetz gleich.
Gebt uns eine Volksentscheid muss unser Aufstand lauten, ein Volksentscheid im Elementaren, alles muss auf Anfang zurück.

äußerst "vorrausschauende" Parlamentsentscheidung

2 Tage später muss man Scheinlösungen präsentieren, und hoffen dass irgendjemand zähneknirschend "OK" sagt - am besten Alle.

Dass für die Zyprioten nun ihre Kirche herhalten muss, das finde ich moralisch bezeichnend.

liebe SPD ich hab Euch so oft Unrecht getan :) wenn ich das da sehe, dann bin ich doch stolz auf unseren Politikbetrieb, in dem noch immer Mehrheiten für eine Zukunft zustande kommen.

@Alberich - einseitige Feindbilder

und nach Moeglichkeit einmal einen bundesweiten Generalstreik gegen die internationale Finanz- und Bankenmaffia... gestuetzt von unserer Regierung...

Vielleicht machen Sie mal den Anfang und verzichten auf die Diestleistungen der Banken. Rechnungen kann man auch in bar bezahlen.

@Grauer Wolf 15:14

Die Statistik über die Vermögensverteilung endet 2008, also vor der Finanzkrise. Sehr wahrscheinlich haben die Vermögenden in der Finanzkrise im Durchschnitt sehr viel mehr verloren als Otto-Normalverbraucher (schon allein weil der gar nicht so viel hat, was er verlieren kann). Man kann also mit gutem Recht annehmen, daß die Finanzkrise die Vermögensschere wieder etwas geschlossen hat.

Schade

Nur wird also doch weiter 'gerettet' und geplündert. Was ist das Leeren der Rentenkasse anderes als Enteignung?

Dabei wäre eine Lösung nach isländischem Vorbild in Verbindung mit einem Ablegen der €-Zwangsjacke durchaus möglich gewesen.

Na dann mal viel Spaß beim weiteren Maximieren der Fallhöhe.

@A-H - Banken als Sündenbock

... dass die Zyprioter für eine von Banken verursachte Krise bezahlen.

Ich würde nicht so weit gehen, jegliche Mitschuld der Banken abzustreiten. Aber diese Krise ist im Wesentlichen nicht von den Banken verursacht. Sie müssen nur als Feindbild herhalten. Und das betrachte ich als grob unfair.

@Che 1 und @henry.berlin

Wollen Sie ernsthaft in Deutschalnd Jobs abbauen? Wohl eher nicht. Das Problem ist doch, daß Arbeiten, die in den untersten Lohngruppen verrichtet werden, bei höherer Entlohnung gar nicht nachgefragt werden oder in Schwarzarbeit, also unversichert, ohne Sozialleistungen etc. erbracht werden, oder ins Ausland verlagert werden. Der Effekt: Es steigt die Arbeitslosigkeit in Deutschland. Also doch in Deutschland Jobs abbauen, um andere Länder zu unterstützen??? Das aber bitte dann ehrlich sagen. Wenn das eine Partei als Programm hat, wird sich vermutlich in der Bedeutunglosigkeit verschwinden, jedenfalls wenn sie ehrlich die Konsequenzen nennen würde...

Sie zocken immer weiter!

Jetzt sollen also die Heiligtümer und die Rentenkassen beliehen werden, nur um russisches und ukrainisches Schwarzgeld zu schützen. Dieser Kredit wird dann wahrscheinlich als Eigenleistung tituliert, denn wenn man sich verzockt, sind ja "nur" die Heiligtümer und Renten der Zyprioten weg. Da leisten sie sich ein riesiges Bankensystem, mit denen Schwarzgelder gewaschen werden, können es sich aber nicht leisten, eine Bank, die sich verzockt, pleite gehen zu lassen. Sie bilden eine Steueroase, können aber ihre Staatsausgaben nicht finanzieren. Sie besitzen Bodenschätze, von denen andere nur träumen, müssen aber um Geld von außen betteln. Lasst sie pleite gehen, damit sie mal aus ihren Träumen gerissen werden!

Von der Tapete bis zur Wand

Um Geld zu bekommen, müsste Zypern die Investoren belasten. Dies würde in der Folge zu weniger Einlagen führen, womit das Land jedoch sein Geld verdient. Somit entsteht eine negative Rückkopplung, die noch mehr als die diskutierte Summe betreffen wird. Was wird also lieber getan? Das Geld wird möglichst den Quellen entnommen, die die Investoren nicht abschrecken, also der Kirche, den Ressourcen und dem Gold. An eine Wiederaufforstung denkt jedoch keiner, sobald die Korken wieder knallen. Die EU bietet Zypern eine Lektion an, die das Land annehmen kann oder nicht. Fakt ist: Wer sich zur Bruchlandung das letzte Hemd vom Leibe reißt, kracht bei der nächsten Turbulenz im Adamskostüm in die Wand. In einer Schale Wasser kann man sich nur einmal die Hände rein waschen. Um das zu verstehen, ist kein Hellseher von Nöten.

M-ichael: Krise und Schere

"Man kann also mit gutem Recht annehmen, daß die Finanzkrise die Vermögensschere wieder etwas geschlossen hat."

Da liegen Sie mit ihrer Vermutung allerdings falsch. Gerade in Krisen geht die Schere mehr und mehr auseinander, weil es dann einfacher fällt, das Volk von unbeliebten Maßnahmen zur sogenannten "Rettung" zu überzeugen, die oft eine versteckte Umverteilungsmaßnahme sind. Gerade in Krisen sind Gewinne, Boni und Managergehälter gestiegen, weltweit.

Wenn Sie daran Interesse haben, lesen Sie mal den amerikanischen Nobelpreisträger Joseph Stiglitz, der sich seit 40 Jahren mit der steigenden Ungleichverteilung aus Sicht der Wirtschaftswissenschaften beschäftigt. Das ist sehr interessante und aufklärende Literatur, gespickt mit Fakten.

Vermutungen bringen uns hier nämlich nicht weiter.

@Bankangestellter

Eine Zahlungsabwicklung geht in unserem System leider nicht ohne die Dienstleistung der Banken, da es ohne Kredit keine Geldscheine gäbe. Die Banken haben das Monopol der Geldschöpfung und deshalb ist die Gesellschaft gezwungen, die Dienstleistung der Banken in Anspruch zu nehmen - mit allen Zinszahlungen, die daraus resultieren.

EUropas bröckelnder Einfluss

Sie dachten sie wären "allmächtig" mit ihrer Spielzeugwährung. Doch überall auf den Subkontinent Europa wird der Widerstand gegen die falschen "Herrscher" größer.

Ende 2013 ist das Ende des EURO's, genauso wie es die Republikaner schon vor Jahren vorrausgesagt haben.

Eine Frage bleibt: Wo wollt ihr "Überzeugungstäter namens EUropäer" hin, nachdem ihr eure eigenen Menschen mit Füßen getreten habt?

@katerramus

Es wird dann zwar ein bißchen eng mit englischem und russischem Militär aber was solls - allein die Möglichkeit ist eine gefühlte Bedrohung - für Israel

Wohl kaum. Israel musste sich von Russland noch nie direkt bedroht fühlen und wird es auch in Zukunft nicht. Russland erkennt das Existenzrecht Israels an. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind nicht schlecht.

@ ALL

Alles kein Problem.
Im absoluten Notfall hilft doch gerne der Deutsche Steuerzahler.

Brüssel ist schuld

@HartAberWahr:
Warum kommt mir jetzt nur Brüssel in den Sinn?

Schwer zu sagen. Es ist vielleicht ein verbreitetes Vorurteil, dass Brüssel an allem schuld ist.

@ Werner40

Sie behaupten, Zypern habe bei Geldwäsche weg geschaut.
Haben Sie dafür tragfähige Beweise oder tratschen Sie nur nach, was Sie irgendwo aufgeschnappt haben?
Dieses Bashing hat verdammte Ähnlichkeit mit Nachbarschafts Gequatsche.
Und 2/3 Risiko?
Glauben Sie etwa, die kriegen 10 Milliarden umsonst?
Auch die EU würde den Zyprern nicht einen Cent leihen, wenn die Gefahr bestünde, das Geld nicht wieder zu bekommen.

Läbbe gäht waida...

Ob Zypern "pleite geht" oder doch irgendwie die Kurve kriegt, ist für uns in Westeuropa letztlich unerheblich. Denn wie sagte schon ein kampferprobter Fußballtrainer: "Läbbe gäht waida".

Dennoch: Viel wichtiger ist die - hier mal durch antike Anleihe inspirierte - Frage, wie krank ist die Königstochter EUROPA wirklich und warum? Man weiß, daß Geldsorgen bis hin zu Existenzproblemen nicht nur seelisch, sondern auch körperlich krank machen können.

Inzwischen stehen immer mehr "Heilkundige" an Europas Krankenlager und mixen eigene Rezepte. Aber niemand hat den Mut (und die Macht), an die Ursachen heranzugehen und Europa eine "Rosskur" zu verordnen.

Das könnte ein Abwerfen von Ballast sein in Verbindung mit einer konsequenten Nutzung vorhandener Stärken. Eine Kraftbrühe aus gesunder Marktwirtschaft, verfeinert mit Gewürzen aus Hochtechnologie in Standards, Öko-Innovation und Bürgerfleiß.

Mit besonderer Betonung auf gesunder Marktwirtschaft nach dem Motto "Weniger ist mehr"...

@Flow-Texer

Das ist nicht richtig. Wenn mein Arbeitgeber mein Gehalt bar auszahlen würde (was unsere Großeltern noch erlebt haben), dann könnte ich ohne Bank auskommen und meine Rechnungen zahlen. Eine "Geldschöpfung", wie Sie sie beschreiben, existiert nach meiner Überzeugung nicht. Das Geld schöpft nicht die Bank, es kommt von meinem Arbeitgeber.

Worum es mir eigentlich ging, war aber etwas anderes. Mich ärgert, dass hier so viel und so einseitig auf die Banken geschimpft wird. Sie sind notwendig und machen auch größtenteils eine gute Arbeit.

Zypern hat sich ausmaneuvriert

das Problem jetzt ist die Parlamentsentscheidung vor 2 Tagen. Ich finde es wirklich bedenklich, dass man sich in vollem Bewußtsein und wirklich ohne jeden Zweifel in diese Lage gebracht hat. Wie will man nun noch etwas tun was man rechtlich durchkriegt und demokratisch legitimiert?!

@HartAberWahr: Antwort

Was haben Banken von Spargeldern?
Wenn sie die Spargeldern von eigenen Kontoinhabern erhalten, können sie die Kassenhaltung reduzieren, da die Gefahr der Auszahlung von Giroguthaben minimiert werden (Stillegung von Giralgeld).
Wenn sie Depositen von anderen Banken anlocken, dann erhalten sie nach dem Aufrechnen aller Zahlungen zwischen den Banken bei einem Überschuss Reserven, die sie dann nicht am Geldmarkt oder bei der Zentralbank aufnehmen müssen.
In beiden Fällen sinkt der Refinanzierungsbedarf. Das haben Banken von Spargeldern, jedoch verleihen nicht das Geld der Sparer sondern sie benutzen die erhaltenen Reserven bzw. die geringere Kassenhaltung, um die Refinanzierungskosten für die Kreditvergabe zu senken.

"Fortschritte in Nikosia" ?? Warum solch eine Schlagzeile?

Alles was da passiert, auch der Druck der EZB, wird Zypern nicht mehr "retten" können. Das ist, wie im Rest von Europa, ein lange ungelöstes Problem. Schuld ist der Euro-Wahn der Politik und die Banken. Ich sehe es auch als falsch an, sich an den Ersparnissen auf Bankkonten zu vergreifen. Aber es dürfte auch keine Bank "gerettet" werden müssen. Allenfalls eine Spareinlagen-Sicherung bis 100 Tausend Euro. Jedoch auch hier, nicht über Landesgrenzen hinaus. Die Länder, die die EU ausmachen, sind zu verschieden. Warum sollten die Deutschen für das Zocken von Banken in anderen Ländern verantwortlich sein? Art. 125 (No Bailout Klausel) des Lissabon Vertrags 2009 hat genau das ausgeschlossen! Schaut mal, wie es seitdem hergeht...die Politik macht was sie will! Volksverteter sind das nicht mehr! Also, wo sind die "FORTSCHRITTE"?

@Flow-Texer

@Flow-Texer

Bezahlen Sie Ihre nächste Miete doch einfach mit einem Rind und lassen sich in Hühnern und Eiern rausgeben. Dann brauchen Sie kein Bargeld und keine Bank.

Wenn Zypern pleite geht, geht der Euro nicht unter. Warum sollte er? Der Euro ist auch nicht schuld an der Pleite der zyprischen Banken. Zyperns Banken haben Geld in Griechenland verloren. Griechenland wiederum hat die Arbeitslosigkeit damit bekämpft, dass sie ihren Staatsapparat aufgebläht haben. Die Verwaltung produziert halt nur nichts und hat keine Wertschöpfung. Die Pleite Griechenlands war also unvermeidlich und die Zyperns als Folge ebenso, egal, ob mit Euro, Drachme, Zypern-Pfund, "starker" DM oder was auch immer.

"Das zyprische Geschäftsmodell hat kein Platz in der EU"

Ich sehe keine "Fortschritte". Fortschritt ist m.M. nach nur dann getan, wenn sich die EU in der heutigen Form auflöst. Zitat der Politik: "Das zyprische Geschäftsmodell ist im Grunde eines, für das in der Europäischen Union kein Platz sein sollte." Ich frage mich: Warum wurden Länder wie Griechenland und Zypern DENNOCH überhaupt aufgenommen in der EU? Es ist doch sehr lange bekannt gewesen, wie deren "Wirtschaft" aussieht! Mit einer gemeinsamen Währung machte es keinen Sinn. DAS ist der eigentliche Skandal...die POLITIK, die das Volk in ganz Europa übergeht! Angeblich sollte ja kein EU Land für die Schulden eines anderen haften müssen, das wurde uns mit Art. 125 im Lissabon Vertrag 2009 zugesichert. Doch dieser wurde später wieder ausgehebelt. "Fortschritt" auf Zypern und in Europa ist es nur, wenn die Politik sich dem eigentlichen Problem stellt: Den Euro abschaffen

Die Rettung...

Abseits der Tagesschau, ausserhalb Deutschlands gibts sogar noch kritische Berichterstattung.

http://www.srf.ch/sendungen/tagesgespraech/wirtschaftswissenschaftler-h…

Endlich wird mal zusammengefasst, wie die Inkompetenzbolzen Europa nach Strich und Faden verarschen, und wohin das alles führen wird.

Und man muss es nichtmal lesen. Reinhören!

Besonders die Herren Multiplikatoren von der Tagesschau.

Merkels Jagd auf Steueroasen

Man kann schon schwer leugnen, dass Deutschland die Schuldenkrise genutzt hat um lästige Steueroasen auszuschalten. Diese sind der Bundesregierung schon lange ein Dorn im Auge, schliesslich könnten dadurch deutsche Steuerzahler auf die wahnwitzige Idee kommen, ein Staat könnte auch ohne Steuersätze von 40% auf mittlere Einkommen und ohne 5 Millionen Staatsbedienstete auskommen.

Die Zyprioten wehren sich natürlich dagegen, dass man ihnen Maßnahmen aufzwingt die ihre Finanzindustrie praktisch über Nacht auslöschen würden. Denn welcher Russe würde in Zukunft noch sein Geld (legal oder nicht) in einem Land anlegen wo einfach so mal eben über Nacht 10% der Einlagen konfisziert werden.

Und ausser dem Wunsch, den zypriotischen Finanzplatz auszuschalten gibt es keinen triftigen Grund auf den Eigenanteil Zyperns zu bestehen. Zyperns Gasvorkommen werden auf bis zu 500 Milliarden Euro geschätzt, das sollte als Sicherheit genügen.

@ 16:28 — AntiPolitiker

"Sie dachten sie wären "allmächtig" mit ihrer Spielzeugwährung."
-> ich bitte Sie ... die Währungsallianz beruht auf Freiwilligkeit - niemand wurde je gezwungen ihr beizutreten, und herinnen zu bleiben wird auch niemand gezwungen. Ein Land kann selbstständig von heute auf morgen austreten, da muss es Niemanden fragen.

"Doch überall auf den Subkontinent Europa wird der Widerstand gegen die falschen "Herrscher" größer."
-> ich finde der Opportunismus wird immer größer.

"Eine Frage bleibt: Wo wollt ihr "Überzeugungstäter namens EUropäer" hin, nachdem ihr eure eigenen Menschen mit Füßen getreten habt?"
-> Nun hören Sie mal auf, wir akzeptieren Sie auch in unserer Mitte.
Sie verleihen damit nur Ihrer eigenen Intoleranz und Vergrämtheit Ausdruck

Bankangestellter: Geldschöpfung beim Arbeitgeber

"Eine "Geldschöpfung", wie Sie sie beschreiben, existiert nach meiner Überzeugung nicht. Das Geld schöpft nicht die Bank, es kommt von meinem Arbeitgeber."

Ihre Überzeugung spielt in der Realität aber keine Rolle. Bitte, wenn Sie schon bei der Bank angestellt sind, lesen Sie unbedingt etwas zur Geldschöpfung z.B. in der Wikipedia, besser noch das Dokument der FED namens "Modern Money Mechanics".

Das ist ja erschütternd, dass Sie, falls Sie wirklich bei einer Bank angestellt sind, einfach nur persönliche "Überzeugungen" über die Entstehung von Geld haben, völlig frei von Fakten.

Geld entsteht vorwiegend bei der Kreditvergabe in Banken. Punkt. Das kann man überall nachlesen.

Ob es Zypern geht wie den

Ob es Zypern geht wie den Lehman Brothers? Not too big to fail?

re bankangestelter

"Wenn mein Arbeitgeber mein Gehalt bar auszahlen würde (was unsere Großeltern noch erlebt haben), dann könnte ich ohne Bank auskommen und meine Rechnungen zahlen."

Würden Sie zu jedem Gläubiger hinfahren und die Rechnungen bar bezahlen?

Das wird aber teuer ...

Zwicke: Läbbe geht waida

"Ob Zypern "pleite geht" oder doch irgendwie die Kurve kriegt, ist für uns in Westeuropa letztlich unerheblich."

Das Leben geht weiter, natürlich. Aber unerheblich ist es nicht, denn Deutschland hat 6 Milliarden in Zypern angelegt. Irgendwem wird es fehlen, falls es zum Desaster kommt. Wem genau, weiß ich nicht.

Das ist ja immer die Frage: Wer wird gerettet? Wenn man 16 Milliarden nach Zypern überweist, wer bekommt es? Stellen Sie mal die Frage!

Wenn es um Liquiditätsprobleme der Banken geht, dann ist das genau das Geld, was die Leute da abheben wollen, die Zinszahlungen, die da fehlen, Gewinne, Boni, Gehälter. Es wird der Status-Quo des Geldsystems gerettet.

Aber schlussendlich haben Sie Recht. Selbst wenn das alles scheitern sollte, der Euro morgen futsch ist, "Läbbe geht waida". Ich kann immer noch Gemüse ernten, ein Haus bauen und meinen Kindern eine Gute-Nacht-Geschichte erzählen. Den Euro brauche ich dazu nicht.

@Bankangestellter

Wenn Ihr Arbeitgeber eine Bank ist, kann er seine Angestellten mit selbst geschöpften Geld bezahlen. Für alle übrigen Arbeitgeber gilt, dass sie sich das Geld im Markt besorgen müssen, welches originär von den Banken gestellt wird.

Ich schimpfe nicht auf Banken, sie operieren meistens im Rahmen der Möglichkeiten. Aus meiner Sicht ist das System das Problem. Es gibt den Banken die Möglichkeiten, die Gesellschaft durch ihr Treiben zu destabilisieren. Wahrscheindlich sind sich viele Bankangestellten dieser Problematik nicht einmal bewusst. Es ist ja leider noch nicht einmal vielen Volkswirtschaftlern bewusst. Das ist leider das Problem.

Und wenn wir das nicht verändern, dann ist die Gesellschaft massiv gefährdert. Beispiele gibt es in der Geschichte zur Genüge, wo Gesellschaften in Chaos versunken sind, weil das Geldsystem kollabierte (1789, 1923, 1929....).

Lustig ist das Zigeunerleben...

Ein deutscher Geschäftspartner via Internet (Engineering) firmierte zunächst mit Hauptsitz in Köln, dann in Dublin, dann in Nikosia, und neuerdings in Nassau. Der hatte wohl das richtige Näschen (oder Informationen), denn seit 3 Monaten laufen Abrechnungen nur noch über eine Bank auf den Bahamas.

Was hat das mit der aktuellen Lage auf Zypern zu tun? Ganz klar, es zeigt die Rückhaltlosigkeit des zypriotischen Geschäftsmodells. Wer zigeunernden Finanznomaden billige Zeltplätze bietet, dann aber den Servive nicht einhalten kann, darf sich nicht wundern, wenn die über Nacht die Zelte abbrechen. Zurück bleiben die Verbindlichkeiten und mit nutzlosem Müll anrüchig überfüllte Abfalleimer voller schmutziger Wäsche.

In solchen Fällen hilft nur noch der 120°-Vollwaschgang mit einer ganzen Packung Unkraut-Ex und der Hoffnung, aus den gesäuberten Resten etwas Neues und Besseres stricken zu können.

Sollte das

Sollte das Spielgeldeurobezahlspiel an ein paar läppischen Prozenten scheitern? Gewiss, erst wenn Zypern tatsächlich den Staatsbankrott erklären muß, wird man Gewissheit haben; obwohl man freilich auch versuchen könnte aus Zypern ein warnendes Beispiel für die ganzen anderen Delinquenten zu machen; am wahrscheinlichsten aber ist der Griechenlandeffekt, da die hiesigen Parteiengecken Zypern ja schon für lebensnotwendig und unverzichtbar erklärt haben, so dürfte Zypern ebenso wie Griechenland zuvor, trotz dauerhafter Nichteinhaltung der Sparversprechen und Reformgelübde am Ende dennoch die versprochenen Gelder erhalten. Denn bislang ist der Volkszorn in den Goldeselländern wie Deutschland durchaus nicht derart angestiegen, daß die Übernahme der Bankenverluste im Schwarzgeldparadies Zypern ernsthafte Folgen haben könnte; freilich, es kann natürlich auch sein, daß die hiesigen Parteiengecken mehr wissen und das Volk vor der Wahl nicht reizen möchten, schon allein wegen der Alternative.

@Der MoJo

Der Staat zwingt mich die Begleichung der Steuerschulden durch eine Überweisung zu tätigen. Das Finanzamt nimmt weder Kühe noch Eier noch sonstiges. Im Falle einer Nichtbefolgung droht mir Gefängnis. Soviel zur Freiwilligkeit...

Alle wieder lieb

Nach und nach lichtet sich der Pulverdampf.

Keine Enteignung in Zypern, alle haben sich wieder lieb.

War die Aufregung der letzten Woche wirklich nötig?

Vermutlich ja. Sonst hätten wir Russland als Super-Macht schon fast vergessen.

Schön, dass die alten Reflexe in OST-WEST wieder da sind.

Nur, was machen wir, wenn Berlin Appetit auf deutsche Sparkonten bekommen sollte?

Wir können wohl schlecht die Russen erneut nach Berlin "einladen", oder?

@17:04 — a.crowley

Mit Ihrerm Statement "Man kann schon schwer leugnen, dass Deutschland die Schuldenkrise genutzt hat um lästige Steueroasen auszuschalten" liegen Sie mE. falsch. Das von Schäuble zwischen der BRD und der Schweiz vordem "ausgehandelte" Schwarzgeld-)Steuerabkommen implizierte das genaue Gegenteil. Und auch ansonsten kann ich nicht erkennen, daß der deutsche Gesetzgeber beständige Steuerflucht in allerlei wohlfeile Oasen irgendwie unterbindet. Ganz abgesehen von der staatlichen Exekutive, die offensichtlichem und bekanntem Steuerpflichtentzug keine wirksamen Mittel entgegenstellt. Eher schon werden engagierte Steuerfahnder mal eben für "krankhaft-übersteigert" erklärt.

Steueroasen sind die modernen Piratennester unserer Zeit und gehören ausgeräuchert. Organisationen (meist Kleinstaaten) mit diesem Geschäftskonzept sind Parasiten ohne Eigenleistung zu Lasten der Bürger anderer Staaten, und gehören rigoros ausgemerzt.

Das Triangel Arbeit=Ertrag=Steuern ist die Grundlage aller Staaten.

re bankangestellter und m_ichael

Die kritik an Merkel und ihrer Sparpolitik ist absolut berechtigt sie hat durch ihre kürzungspolitik im Sozialbereich Hunderttausende von Griechen in die armut stürzen lassen. Die zustände in Griechenland eriinern teilweise an schwellenländer Medizinische versorgung bekommt nur noch derjenige der sie bezahlen kann Medikamenta sind an Aphoteken nicht mehr erhältlich und das war nur ein kleier ausschnitt von den Zuständen in Griechenland.

Jetzt zu m_ichael wenn zum beispiel ein Mindestlohn in deutschland eingeführt werden würde würde das keinerlei Arbeitzplätze im Niedriglohnsektor zerstören den die aufgaben die diese Leute verrichten sind keineswegs erstetzbar bzw könnte man auch nicht frauf verzichten.
Den durch einen fairen Mindestlohn von z.B 10 Euro würde nicht nur die Deutsche Inlandswirtschaft gestärkt sondern das kaputt konkurrieren von von den Südlichen Ländern die noch höhere Löhne zahlen würde aufhören

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