Unter Strom: Rekord-Preissprung zum Jahreswechsel

15. November 2012 - 15:17 Uhr

Auf Deutschlands private Stromkunden rollt eine Preislawine zu: Um bis zu 19 Prozent wollen die Energieversorger ihre Tarife zum Jahreswechsel anheben. Im Schnitt beträgt der Preissprung fast 12 Prozent. Als Grund wird auch die Energiewende genannt. Doch das ist nur die halbe Wahrheit - und kein Grund zur Hysterie.

Artikel auf tagesschau.de
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

... für diesen Beitrag.
Auch wenn ich an einigen Stellen nicht ganz sicher bin, ob er neutral ist. (Ich bin für die Energiewende und wenn ich nichts zu mäkeln hab, muss da was faul sein :D )

Stellt sich nur noch die Frage, warum die Preise um das doppelte der Umlage ansteigen.
wenn etwa 3 Cent angehoben wird und nur 1,7 auf die Umlage entfallen, kann das ja nicht der einzige Hauptgrund sein?
(vor allem, wenn die Strompreise an der Börse fallen *parteiisch sei*)

lg

bob

Prima, es trifft dieses Mal die ärmeren besonders hart. Aber was soll es, dann haben halt einige 100 000 Kinder mehr, nicht mehr satt zu essen.
Hauptsache der Profit bleibt erhalten. ….und gibt es eine bessere Ausrede als das „Unwort“ Energiewende?

..die Aussage, "die Strompreiserhöhungen werden niemand arm machen, der nicht schon vorher arm war!" Dass wir für den Wechsel von Atomstrom auf Ökostrom finanziell belastet würden, war jedem wahrscheinlich klar. Aber die Befreiungen für Intensivverbraucher in der Industrie sind eine unsägliche Ungleichbehandlung. Auch das nach wie vor geltende System, dass derjenige, der mehr verbraucht, billiger bedient wird, ist in der heutigen Situation überholt. Und dass der Staat immer weiter oben drauf sattelt, ist einfach unverschämt. Wofür wird denn die Ökosteuer, die wir seit 1999 bezahlen, eigentlich verwendet? Das muss man schon mal fragen dürfen. Die nächsten Wahlen kommen - bald - und hoffentlich verändert sich dann etwas.

Jetzt bekommen die Wähler ihre Energiewende. Wie sie bald feststellen werden sind Nebenwirkungen in Form von Preiserhöhungen sehr wahrscheinlich. Mal sehen wie lange es dauert, bis die Stimmung ins Gegenteil umschlägt.

Eine hervorragende Bewertung. Endlich eine sachliche Einschätzung.

"Und für jene, die ihn schon jetzt kaum bezahlen können, ließe sich mit dem entsprechenden politischen Willen schnell eine Lösung finden."

Sicher aber wer zahlt das dann. Ah ja, das zahlen diejenigen auch noch mit, die ihren Strom gerade noch so bezahlen koennen. Wenn sie das dann durch die zusaetzliche Belastung doch nicht mehr koennen, dann "ließe sich mit dem entsprechenden politischen Willen schnell eine Lösung finden" usw.
Armer Michel, Du tust mir leid. Gut, dass ich nicht mehr in Deutschland lebe.
Viele Gruesse aus Atlanta, Georgia.

Ich bin weiß Gott kein Kreuzritter der freien Marktwirtschaft, im Gegenteil, ich glaube daran, das Märkte sorgfältig kontrolliert werden müssen. Es gibt aber Ausnahmen. Immer dort, wo ein technologischer Umbruch bevor steht kann man den Markt ruhig mal von der Leine lassen.

Bestes Beispiel war die Telekommunikation. Auch dort mussten Milliarden in die Netze investiert werden. Hinzu kamen Milliarden an Lizenzgebühren. Trotzdem ist telefonieren heute billiger denn je. Warum geht das nicht auch bei Stromnetzen?

Warum werden Kraftwerke geschlossen (siehe Meldung von gestern) obwohl Strom angeblich knapp wird? Was ist das für ein Markt, in dem die Erzeugung eines knapper werdenden Gutes sich nicht mehr lohnt? Irgendetwas kann da doch nicht stimmen.

Der Börsenpreis für Strom hat sich seit 2008 übrigens mehr als halbiert.

Von wirklicher Marktwirtschaft in der Stromversorgung sind wir noch weit entfernt.

warum auch, 28 Eurocent für die kWh ( entspricht vor 2002 rund 55 Pfennig/kWh) ist für den Berichterstatter des WDR offenbar eine ganz normale Sache.
Vergessen oder nicht gewusst hat er aber dabei, dass Mitte der siebziger Jahre die kWh für den privaten Haushalt im Sendegebiet des WDR bei gerade mal 6 bis maximal 8 Pfennig, entsprechend rund 3 bis maximal 4 Eurocent lag.
Eine Stromverteuerung um 700 bis 900 % in 30-35 Jahren, das scheint offenbar eine ganz normale Sache zu sein.
Naja, nicht übertreiben, immerhin die Hälfte = 14 Eurocent der kWh gehen ja für ausschließlich sinnvolle Zwecke an Herrn Schäuble, das waren damals nicht einmal 1 Eurocent, die der Finanzminister erhielt.

... bis wir in ein paar Monaten wieder mal die tollen Gewinnmitteilungen der Stromkonzerne lesen dürfen.
Die Energieversorgung unseres Landes gehört definitiv in staatliche Hand.

"... dass ausgerechnet jene, die am lautesten über die Energiewende und ihre Kosten jammern, nämlich die energieintensiven Unternehmen, am Ende sogar weniger für ihren Strom zahlen müssen, als zuvor."

Na dann hat sich das Jammern ja gelohnt.

An der Strombörse fällt der Preis, für den Bürger steigt er über die Schmerzgrenze hinaus.

Die Lobby-Lakaien von Schwatz-Geld leisten ganze Arbeit.

Dafür gibt's demnächst viele schöne Aufsichtsrats-Posten.

Und da diese ja bezahlt werden müssen, ist es alternativlos den Strompreis zu erhöhen.

Strom muß dezentral, von den Kommunen erzeugt und vertrieben werden.

Gruß, zopf.

Ich habe als BaföG-Empfänger im Jahr 2007 monatlich unter 20 Euro für den Strom in meiner eigenen Hauptwohnung gezahlt, in der ich mich auch überwiegend aufhielt. Davon 20 % wären also maximal 4 Euro/Monat Preiserhöhung. Das hätte ich überhaupt nicht gemerkt. Mag bei Sozialhilfeempfängern mit Familie anders sein, aber vielleicht kann man doch bei etwas gutem Willen mit geringsten Einsparungen diese Erhöhungen ausgleichen.

Was Kapitalunternehmen alles treiben um ihre Rendtite zu sichern. Mir ist schlecht.

Des Strom in Deutschland war noch nie richtig billig, dass ist richtig, und die großen Stromkonzerne haben daran gut verdient und an ihre Eigentümer, unter anderem die Stadtwerke im Ruhrgebiet, hohe Dividenden ausgezahlt.

Der Vorteil daran war, wir hatten in Deutschland weltweit die beste Stromversorgung und Sicherheit, da sich die Investition in moderne Kraftwerke und Netze wirtschaftlich für die Betreiber gelohnt hat. Ihre Investitionen waren durch monopolistische Strukturen Wertbeständig.

Das ist heute nicht mehr so. Der Ausbau der Netze lohnt sich nicht, wie in den USA, ebenso ist der Betrieb von modernen, umweltfreundlichen Kraftwerken unter den jetzigen Bedingungen nicht rentabel.

Wir werden uns also darauf einstellen müssen, dass nicht nur der Strom für die Verbraucher teurer wird, sondern auch gleichzeitig die Versorgungssicherheit abnimmt und auf Internationales Niveau fällt.

Man kann halt nicht alles haben...

alleine das mehr an Mehrwertsteuer auf die Steigerung der EEG macht also bereits 1,4mrd aus.

Armer Staat, klar das da kein Spielraum für die Entlastung ärmerer bleibt, die 0,154mrd wären da ja zu viel investiert.

Besonders da Einkommensschwache denn Großteil ihres Geldes ohnehin wieder direkt ausgeben, was den sonst so heiligen Konsum ankurbelt und somit Steuern generiert und lokale Arbeitsplätze sichert.

Respekt, Herr Dörschner.

Weniger dafür, dass Sie ohnehin Altbekanntes aussprechen. Wen wundert es schließlich, dass CDU und FDP (wie immer) den Mächtigen beim Ausbeuten der Menschen assistieren?

Aber wenn Sie im "Staatsfernsehen" weiterhin kritische Gedanken verfassen, werden Sie über lang oder kurz neben Herrn Brender Platz nehmen können.

das die Stromkunden zuviel bezahlen eine interessante Ankündigung. Darf man lachen?

...und keine Hysterie. Das wer vorher arm ist, es dann eben immer noch ist, ist ein schwacher Trost und mit Verlaub schon Hohn über die, die weniger haben. -Das ist nicht OK. Dem letzten Absatz kann man sich nur anschließen. Vielleicht noch eine Anmerkung zu den subventionierten 14 Cent pro KWh in Frankreich: Man könnte anstatt energieintensiven Unternehmen ja mal den Familien entgegen kommen. Je mehr Kinder, desto höher der Stromverbrauch -da kann man machen was man will. Wie gesagt jeder Cent tut weh und ist keine Hysterie.

Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ist ein öffentliches Ärgernis!

Niemand braucht es, niemanden hilft es - ausgenommen, den Herstellern von Solar- und Windanlagen.

Und natürlich hilft es den Grünen (Lehrer- und Beamten-Partei), wegen Sponsoring durch obige Industrie.

Die Mehrheit der Bevölkerung darf Ökotopia bezahlen.

Dabei handelt es sich nicht etwa um eine Einmal-Abgabe. Nein! Das geht jetzt immer so weiter. Die Windanlagen müssen natürlich nach und nach ersetzt werden. Bei Solaranlagen sinkt die Stromproduktion nach 20 Jahren.

Zeitgleich braucht man Gas- und Kohle-Kraftwerke, wegen "Grundlast". Von wegen CO2-Ersparnis. Nichts wird gespart!

Und überhaupt, wozu das alles? Wegen CO2 oder Klimaerwärmung?

Natürlich ist die CO2-Begründung quatsch!!

Jeder kann es nachlesen: CO2 ist schwerer als Luft und sinkt zu Boden. Außerdem ist die Konzentration in höheren Luftschichten extrem niedrig!

"Denk ich an Deutschland in der Nacht ... " Heine

Die guten deutschen atomkraftwerke sind weg! Jetzt wird es teuer!

Warum ausgerechnet ein Beispiel einer Familie mit 5000kWh?
Ich verbrauche seit Jahren unter 800kWh. Hätte ich einen Elektroherd, wären es vielleicht 100kWh mehr.
Mehr Personen pro Haushalt bedeutet weniger Verbrauch pro Person (man teilt sich den Strom für Kühlschrank, Herd und Licht).
Um als Familie auf 5000kWh zu kommen, muss man also schon ziemlich verschwenderisch sein oder es muss eine recht grosse Familie gemeint sein.
Warum wird so ein abschreckendes Beispiel genannt, obwohl die durchnschnittliche Anzahl von Kindern *unter* 2 liegt?

Das vermisse ich immer in dieser Diskussion - ständig werden irgendwelche angeblichen Durchschnittsverbrauchswerte genannt, bei denen ich denke, was machen die, lassen die ihre Kühlschranktür im Sommer zum Kühlen auf?

Ich habe damals meinen Verbrauch durch einen A++ Kühlschrank *erheblich* reduziert und das ausgegebene Geld schon längst wieder drin. Die ca. 10%ige Erhöhung für mich nächstes Jahr bedeutet 1,60€/Monat mehr. Ein Klacks.

Es tut gut, einen Artikel zu lesen, in dem mal klar gesagt wird, dass für Hysterie kein Grund besteht!

Ich hoffe auch, dass in den weiteren Kommentaren jetzt keine Entrüstung darüber losgeht, dass energieintensive Unternehmen von Erhöhungen ausgenommen werden. Oder wollen wir alle energieintensiven Unternehmen ins ferne Ausland wegschieben??

ist eigentlich ein irreführender Begriff. Ich glaube, wenn Frau Merkel noch weitere Bundestagswahlen übersteht, werden die in 10 Jahren noch von der Wende bei der Energie schwafeln.
Der Strompreis wird dann beim 3 1/2-fachen des heutigen liegen und die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen genauso aussehen, wie heute. Abgesehen von ein paar zusätzlichen Windrädern in der Nordsee vielleicht. Und die Solarindustrie wird es dann gar nicht mehr geben. Aber sie werden mit voller Energie weiterhin jede Menge Worthülsen in die Kameras schwafeln.

Dafür dürfen Ihren Strom Ihre Kinder zahlen. Einerseits werden fossile Energiequellen immer teurer, andererseits sind die Kosten versursacht durch Umweltschäden deutlich höher, als das, was wir über das EEG zahlen.
Schön, wenn man nicht an andere denken muss. Wie schon andere erwähnt haben, die paar € tun keinem weh, keinem! Wenn man jammert, dann sollte man das lieber bei anderen Kosten tun (Heizung z.B.), die deutlich stärker gestiegen sind.

Zum thema H4: Das BVG hat einen Mindessatz vorgegeben (40% des Durchschnitts glaub ich). Dieser Mindessatz wird natürlich angepasst.

Für die Unternehmen und Länder im Norden wäre der Netzausbau aber durchaus ein lohnendes Geschäft. Nur wird sich im Süden politisch quer gestellt. Da muss man nur einmal Bayerns Politik begutachten, das sich mit Händen und Füßen, mit Pauken und Trompeten gegen jeglichen Nord-Süd-Ausbau wehrt. Der Stromexport aus den nördlichen Bundesländern über bis zu drei anderen EU-Staaten nach Bayern ist jedenfalls nicht das günstigste Geschäft.

Wer braucht noch einzelne Bäcker- Metzger usw ?

Wir sind im Zeitalter der Massen-Herstellung angelangt,

ob es sich um Sschweineberge, Milchseen , Teiglinge
containerweise usw. handelt ,
es funktioniert nur noch d. Masse !

Erst wenn Masse da ist, gibts , Achtung : Subventionen

Das Zauberwort,, das auch etliche Bilanzen wieder zurecht
rückt, ohne Subventionen läuft dieser Mega-Massen-Wahn-
sinn nicht mehr, es ist das Schmiermittel für einen
maximalen Profit u. Absatz .

Es ist im Grunde traurig ..

Aber der Kapitalismus zerschlägt alle liebenswerten
Bemühungen, eine gewisse Ess- u. Verbrauchskultur
wieder einzuführen ..

Strom , Gas, Wasser gehört grundsätzlich verstaatlicht .
Aber d. Staat ist pleite u. lebt nur noch auf Pump,
bis d. Blase platzt ,

Das ist so nicht korrekt.
Wie würden sie aber argumentieren, wenn der Pflichtversicherte, also der ganz normale Arbeitnehmer von jeder Besteuerung ausgeklammert wird?
Das wäre ein logischer Umkehrschluss, so wie die stromfressenden Konzernen von der Umlage ausgeklammert sind.
Das wäre noch nicht einmal sooo falsch, da über die Sozialabgaben permanent mit den darin enthaltenen Steuern jeder Pflichtversicherter eh doppelt belastet wird.

Das Dilemma unserer „Energiearchitektur“ mit dem Oligopol der Dreisten Vier wird für den Verbraucher immer deutlicher- die „Versorger“ bedienen sich schamlos und nehmen was geht, die Wirtschaft wird auf Kosten der privaten Haushalte auf einem verträglichen Niveau gehalten und die privaten Haushalte zahlen die Zeche dieser völlig vermurksten Energiepolitik mit seiner monopolistischen Architektur!

Es kommt schon einem Angriff auf die Intelligenz der Verbraucher gleich, wenn man in diesem Bereich auf die „marktwirtschaftliche Komponente“ setzt, und den Verbraucher auffordert, unter diesem Gesichtspunkt den Versorger zu wechseln- in einem monopolistischen System gibt es keine „marktwirtschaftliche Effekte“, eher das Gegenteil- wer Energie spart, zahlt trotzdem mehr, dank der schwarz-gelben Energiepolitik, die Risiken und Kosten der Energiewende allein den Privathaushalten aufbürdet und darüber hinaus den Versorgern ermöglicht, sich an den Verbrauchern grenzenlos schadlos zu halten...!

gut, das mal einer der Mittelständler (die ja angeblich von der FDP so übermäßig gefördert werden), über die
tatsächliche Situation Auskunft gibt.
Sonst sind es ja "nur" die Arbeitnehmer, die nicht mehr wissen, wie sie all das bezahlen sollen.

Na, da hat Herr Altmeier seinen Einfluss auf die Energieerzeuger ja drastisch "durchgesetzt".
Seine angekündigte Bitte, die Preise nicht anzupassen, wurde ja erhört (dummerweise betrifft dies NUR die umweltbelastenden Großverbraucher).

Obwohl ich gerade (wieder) meinen Stromanbieter gewechselt habe, wird es teurer.
Und um es noch einmal deutlich zu sagen:
ES LIEGT NICHT AN DEN ERNEUERBAREN ENERGIEN (sondern eindeutig an den großen Vier, die ihren Hals, trotz extremer Gewinne, nicht voll genug bekommen).

"Denn die Ausgaben für Strom machen in einem Durchschnittshaushalt gerade mal 20 Prozent der gesamten Energieausgaben aus"

ich zahle für Strom ca 500€ im Jahr und für Gas ca 450€. Mein Heizverhalten sehe ich als durchschnittlich an. Vielleicht sollte ich mal überprüfen ob jemand meinen Stromanschluss anzapft...

Es ist eine Schande... Die Privatverbraucher zahlen nun wieder alleine... Wer zahlt die Zeche nachträglich für unseren Atomstrom? Der Steuerzahler und die Verbraucher, also wieder wir! Die Industrie wird stets verschont!
Danke CDU und FDP! Danke dass ihr jene Leute die euch wählten ausnehmt! Danke an die 40% potenzielle CDU Wähler, die einfach nicht verstehen, dass sie von der aktuellen Koalition vera... werden!

Sätze wie "Diese Zuschläge werden niemanden arm machen..." bei einer Strompreiserhöhung von 12% lassen auf eine beachtliche Arroganz des Autors schließen. Wenig später wird die rein subjektive und nicht belegte Behauptung gar zur "Tatsache" erhoben ("Aber auch wenn es Fakt ist,...").

Man kann zur Energiewende stehen, wie man will, aber hier liegt keine sachliche Berichterstattung vor, sondern ein lupenreiner Kommentar. Und dies sollte von tagesschau.de auch so gekennzeichnet werden.

Eine solche Vermischung von Meinung und Bericht halte ich für unzulässig.

Im nächsten Jahr ist Wahl.

Wer außer diesen staatl. legitimierten Gelddruckmaschinen kann denn noch solche Preissteigerungen fordern? Es geht hier doch nicht darum das dieser Betrag auf eine Stromrechnung gesehen nicht wirklich viel Geld ist. Es geht vielmehr darum das wir die Verfehlungen und verpassten Trends für die angebl. marktwirtschaftl. Oligopole zahlen sollen. Das ist zumindest für mich der Kritikpunkt. Da wird ein Pöstchen nach dem anderen generiert um die Seilschaften unterzubringen und dann wird hier noch der volkswirtschaftl. Schaden den diese schmarotzenden Unternehmen verursachen verharmlost. Diese Unternehmen sollten entmachtet werden. Das hat man so toll hinbekommen das die Netzbetreiber die ja wiederum Tochtergesellschaften der Konzerne sind das zweite Füllhorn sind. Die Politiker die das alles abgenickt haben sitzen ganz bestimmt warm und trocken in einem sehr komfortablen warmen Sessel in einem sehr tollen Büro.

"Diese Zuschläge werden niemanden arm machen, der nicht vorher schon arm war. Denn die Ausgaben für Strom machen in einem Durchschnittshaushalt gerade mal 20 Prozent der gesamten Energieausgaben aus."

Und dann bis zu 250 EUR im Jahr mehr für eine Familie!

Was ist mit denen, die schon arm sind?

Was ist mit denen, die gerade noch nicht arm sind?

Was ist mit den NÄCHSTEN Preiserhöhungen?

Was ist mit den ANDEREN Preiserhöhungen in jedem Bereich der Daseinsfürsorge (Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Fahrtkosten, Gesundheit)?

Aber: Kein Grund zur Aufregung - wer nicht schon arm ist, hat doch kein Problem.

Und die Armen sollten das doch gewohnt sein.

...nur ich frier mir Zähne Bibbernt den Hindern ab, habe Nachtspeicher, und darf Saftig nachzahlen.

Aber hey, hauptsache da draußen geht es allen gut.

@risikofaktor
Nunja, manche Leute haben ja auch noch Durchlauferhitzer, Computer (nicht Laptops) usw. Da kommt schon was zusammen - und da es ja schneller teurer wird als man sparen kann...

Keiner braucht das EEG, daher wird es von anderen Ländern auch übernommen. CO2 ist super, besonders wenn man Pflanzen anbauen will. Menschen mögen es nicht so sehr, aber wen interessierts.

Globale Erwärmung gibts, menschen haben daran einen Anteil. Wenn Sie es nicht glauben wollen, so behalten Sie Ihre Meinung zum Wohle Ihrer Kinder doch bitte für sich.

Ansonsten: Zu Ihren Beiträgen wurde in anderen Abschnitten schon genug gesagt.

... deutsche Stromexporte sind auf einem Rekordhoch!

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/trotz-atomausstiegs-stromexport-a…

Das es Stromknappheit geben würde, ist eine totale Lüge angesichts solcher Meldungen.

Die Energiekonzerne haben einfach noch nicht genug Profit gemacht.

Stromkonzerne gehören in staatliche Hand, dann kämen alle Profite dem Bürger zu, könnten z.B. investiert werden und Exportgewinne dazu genutzt werden, um den Strompreis in Deutschland zu reduzieren.

Es reicht langsam - wieviel Marktradikalität und Raubbaukapitalismus können wir als Gesellschaft noch vertragen?

In ganz Europa knirscht es gewaltig!

Ich denke, die Profiteure blättern schon mal im Reisekatalog, im sich ihr Plätzchen an der Sonne zu sichern...

Hier die Gewinne der großen Energiekonzerne:
RWE : 2010 +2,52 Mrd. Euro, 2011 +1,54 Mrd. Euro
e.on : 2010 +5,85 Mrd. Euro, 2011 -2,22 Mrd. Euro
En.BW : 2010 +0,92 Mrd. Euro, 2011 -0,07 Mrd. Euro
Vattenfall : 2010 +0,26 Mrd. Euro, 2011 +0,15 Mrd. Euro

Im Jahr 2011 also in der Summe ein Verlust von 600 Mio. Euro. Dort wurde offenbar nicht das große Geld verdient. Was auch an den Massenentlassungen bei e.on & Co erkennbar ist.

Wo bleibt also das Geld aus den Strompreissteigerungen? Bei der Industrie? Hier die Strompreise für Großkunden 2011:

Frankreich 7,15 Cent/kWh
Spanien 7,62 Cent/kWh
Niederlande 7,84 Cent/kWh
Großbritannien 8,42 Cent/kWh
Deutschland 10,02 Cent/kWh
Italien 12,20 Cent/kWh

Was hat nun Deutschland, was andere Länder nicht haben? Z.B. 40% aller weltweit installierten PV-Anlagen, Anschlusspflicht für EEG-geförderte Anlagen ohne Kostenbeteiligung der Betreiber und Einspeisevorrang ohne Verantwortung für die Netzstabilität.

.
Wenn die dann keinen Regierungsposten mehr haben, nehme ich die Mehrkosten gerne in Kauf.

Die Stromkonzerne haben 11 Jahre verplempert weil sie auf schwarz/gelb gehofft haben. Jetzt wird uns die Rechnung präsentiert...
Es ist nach meiner Einschätzung ein Ziel, dass wir auf die Energiewende sauer sein sollen.

Deutschland sollte in "Energiewaben" eingeteilt werden. Jede müsste sich komplett mit Energie versorgen können (bei Städten ist`s natürlich schwierig). Zwischen den Waben wird der Strom "nur" bei Unter- oder Überschuss ausgetauscht. Dann ändert sich sicher das Verhalten der Verbraucher zudem sparen wir Netzkosten.

... Der größte Batzen geht fürs Heizen drauf, nämlich rund 40 Prozent. Und hier (Öl und Gas) sind die Preise in den vergangenen Jahren wesentlich stärker gestiegen als beim Strom.

Leider wird nicht berücksichtigt, dass es immer noch viele Haushalte gibt, die mit Nachtspeicherheizungen heizen. Die Haushalte zahlen z.B. 300,- Euro an Stromkosten pro Monat. Auf die würde eine Strompreiserhöhung von 45,- Euro zukommen. Für Menschen, die ein Haus instandhalten müssen und über eine nicht besonders hohes Einkommen, Rente verfügen ist das eine sehr große Belastung. Auch haben diese Menschen nicht die Möglichkeit, den Stromanbieter zu wechseln, da dieser Strom nur von regionalen Anbietern zu beziehen ist.
In den 70ziger Jahren wurde der Einbau von Nachtspeicherheizung staatlich gefördert. Heute gibt es zwar ebenfalls eine Förderung für den Austausch der Heizungen, die Kosten für den Austausch sind allerdings zumeist sehr hoch und wer nicht über genug Kapital verfügt, kann sich diesen Aus ....

--Aber auch für die Privatkunden sind die bevorstehenden Preiserhöhungen keine Katastrophe. Bei allem berechtigten Ärger über die Tarifanhebungen an sich und deren Dimension: Diese Zuschläge werden niemanden arm machen, der nicht vorher schon arm war. Denn die Ausgaben für Strom machen in einem Durchschnittshaushalt gerade mal 20 Prozent der gesamten Energieausgaben aus.--

Das ist wohl eine Frechheit, wenn Sie Großverdiener sind
dann können sie ja gerne auf 40% Erhöhung zahlen.
Aber sprechen Sie bitte nicht für den Großteil der restlichen Bevölkerung in Deutschland die finden es wohl nicht so gut.
Energiewende wenn dies höre wird mir schon schlecht,
warum müssen immer die deutschen Steuerzahler es bezahlen? Wie sieht es mit den Rest der Welt? oder den Tollen weltweit geliebten amerikanischen Vorturner Obama. Liebe Gut-Menschen geht mit guten Beispiel Vorweg und zahlt diese Zehe doch aus eurer Portokasse
Ihr habt ja wohl genug Geld.

Zitat:
"Ich verbrauche seit Jahren unter 800kWh." Wer seine Kleidung nicht wäscht,keinen Pc, Fernseher ect. hat schafft das. Bei Mama wohnen ist bestimmt auch günstig.

diese Erhöhungen prüfen lassen. Den unter diesen Hartz IV tummeln sich sicherlich mittlerweile viele Ingenieure und Buchhalter. Die einfach nach einem Jahr ALG I weiter abgerutscht sind, eigentlich haben wir hierzu unsere Volksvertreter gewählt, doch die geben ja lieber Lesungen und bereichern sich über einen Ehrensold und zu guter letzt schrieben Sie noch nicht mal ihre Dr. Arbeit selbst. Tz taz tz.... Bin mal gespannt ob das Volk vor den Wahlen abschaltet, also das Gehirn.

Ich verstehe, dass die Energiewende etwas kostet und bin auch bereit meinen Teil dazu beizutragen. Warum dies aber fast nur auf den Schultern der Normalverbraucher geschieht verstehe ich nicht. Ich finde den Vorschlag von Greenpeace richtig aber Entscheidungen gegen das FDP-Klientel sind wohl mit dieser Bundesregierung nicht möglich. Ob es nun Rot-Grün besser macht bleibt abzuwarten. Ich bin jedenfalls dafür, dass die Energieintensiven Betriebe auch ihren Beitrag leisten und die Schwächsten entlastet werden.

Zitat:"Hätte ich einen Elektroherd, wären es vielleicht 100kWh mehr."
Eine kleine Herdplatte nimmt bereits knapp 1 KWh. Wer also lediglich mit der kleinen Platte 1 Stunde am Tag kocht, schafft bereits über 300 KWh pro Jahr nur damit. Das Rechnen überlassen Sie besser einem Elektriker -der kennt sich damit aus. Im Übrigen ist nicht der Verbrauch eines Baumhauses der Maßstab.

"Aber auch für die Privatkunden sind die bevorstehenden Preiserhöhungen keine Katastrophe."
Dieses Jahr +30,- € mehr pro Monat, heute kam der Brief vom Energieversorger, 58,42 € mehr für nächstes Jahr.
Und Heizkosten etc. machen den größten Batzen aus...
komischerweise habe ich jedes Jahr eine Umlagenrückzahlung, nur beim Strom lege ich jedes Jahr mehr drauf, trotz nagelneuer Energiearmer Küchengeräte inkl. neuem Fernseher usw.
Unsere Heizung wird übrigens mit Gas betrieben.
Alleine für 2011 hatte ich eine Rückzahlung über rund 700,- € und beim Strom achte ich genauso auf´s sparen, nur das bringt mir keinen Cent. Also?
Festbeleuchtung seit heute, schließlich will ich auch was haben für mein Geld...

Trotz Atomausstieg machen die Riesen-Energiekonzerne riesige Gewinne.
E.on gibt bekannt, im ersten halben Jahr 2012 einen Gewinn von 3,3 Milliarden Euro eingefahren zu haben.
RWE kann sogar einen Gewinn von 3.6 Milliarden Euro verbuchen.
Das ist etwa die Summe, welche die Konzerne an Mehrkosten für die Produktion der erneuerbaren Energien im selben Zeitraum ausgeben muss.
Damit ist das Märchen, wonach vor allem die erneuerbaren Energien die Stromkosten nach oben treiben, endgültig widerlegt.
Zudem wollen RWE und Eon ca. 20.000 Stellen abbauen.

Darstellung: