Kommentare - Europaweiter Aktionstag: 24 Stunden Streik in Spanien und Portugal

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@Gemi - Zustimmung!!!

Zitat:
"Eigentlich müssten die Deutschen streiken... um diesen Irrsinn zu verhindern, den unsere Regierung und die EU verzapfen.

Denkt denn wirklich jemand, dass wir auch nur einen Euro wiedersehen? Das Geld fließt in die Taschen der Finanzzocker und wir bezahlen die.

Es ist wirklich erstaunlich, wie ruhig es in Deutschland ist.

Aber wenn ein Bahnhof versenkt werden soll - dann geht die Welt unter.

Irgendwie läuft hier was schief."

Ihren richtigen Worten muß ich zustimmen!

Deshalb wähle ich schon seit vielen Jahren nicht mehr die unwählbaren "Pro-Einheitsbrei-Parteien" CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne, Linke und Piraten, sondern nur noch die christlich-wertkonservative - katholisch ausgerichtete - "DEUTSCHE ZENTRUMSPARTEI", weil ich nicht nach Mehrheiten gehe und mich nicht von dem Geschwätz unserer Politiker einlullen lasse.

Wie heisst es doch so schön:
"Die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber".

In Deutschland wird sich erst was bewegen, wenn wir alle PLEITE sind.....!

@Trecker

"Das kann man sich leicht an einem deutschen Beispiel veranschaulichen: Wenn wir alle Staatsschulden bedienen wollten, also 25 Tausend je Bürger, dann müsste jeder Steuerzahler (nur die können zahlen), ca. 50 Tausend als Sonderabgabe an den Staat zahlen."

Was sind 25000 pP im Vergleich zur gigantischen kulturellen, sozialen und strukturellen Infrastruktur?

Das ist nur EIN durchschnittliches Jahresgehalt. Wo gibt es sonst so viel Leistung für so wenig Geld?
(Das ist vollkommen ernst gemeint....)

@DerStaat

"Wenn wir hier streiken würden, bis zum Beispiel die Reichensteuer eingeführt wäre, bis Manager einen angemessenen Verdienst bekommen würden und nicht 100000 pro Monat, bis wir von unserer Rente vernünftig leben könnten, dann würde sich das Blatt schnell wenden."

Woran messen Sie das angemessene Gehalt?

Würden Sie Gehälter massiv nach oben begrenzen würden dem Staat übrigens Steuereinnahmen wegbrechen, da aufgrund der Progression der Staat wesentlich mehr einnimmt wenn 1mio von einer Person verdient wird, als wenn 50 Personen 20000 bekommen!

Ausserdem Reichensteuer gibt es doch schon...

Und die bestehenden Steuersätze für Einkommen oberhalb 50KEUR sind auch mehr als genügend...

Sie wundern sich, "dass insbesondere in den sogenannten Nehmerländern, die Geld aus dem großen Topf der EU bekommen sollen, gestreikt wird"? In Deutschland und hier im Forum passiert das Gleiche: Die "Nehmer" (Nicht- und Geringverdiener...) beschweren sich bei den Gebern weil sie noch mehr wollen...

und was solls bringen?

Per Streik kann man nur die Verteilung des Kuchens beeinflussen, die Groesse jenselbigen bleibt unveraendert. Wenn jetzt niemand Kuchen baeckt und zwar ausnahmslos, ja, was will man dann verteilen?

Wie kontraproduktiv solche Generalstreiks sind, kann man eigentlich an den sehr streikfreudigen - bekanntermassen wirtschaftlich aeusserst erfolgreichen - Staaten Frankreich und Italien beobachten.

Wer streikt...

... der sollte meiner Meinung nach auch einen Alternativvorschlag bringen können.
Ohne ein realistisches Ziel ist ein Streik doch sinnlos.
Wenn das Ziel der Streikenden ist "nicht mehr zu sparen", dann kann man das doch schlicht als unrealistisch bezeichnen.

Die Frage muss nicht sein, OB man spart, sondern WO und bei wem.
Wenn man dagegen mit dem Streik die Forderungen verbindet, andere Gruppen wie z.B. Vermögende, Banker etc. stärker zu belangen, dann hat so ein Streik Sinn.

Nur sehe ich das bei den jetztigen Streiks nicht (oder die Berichterstattung zeigt das nicht).

Also ich habe größten Respekt vor der Bevölkerung der Krisenländer und sie tun mir auch leid.
Nur wenn sie ohne konkretes Ziel streiken schaden sie nur ganz Europa durch fehlende Arbeitstage, und das finde ich unsozial und unsolidarisch.

@ 12:31 — Kathgläubig

Alles klar, aber Sie sollten wissen, dass unsere Steuergelder keineswegs ihren Weg in die Bevölkerung finden, sondern an Banken und Versicherungen fließen, die sich verspekuliert haben.

Wir zahlen deren fahrlässige Investments! Kein Euro unterstützt die Bevölkerung dort unten, jedoch zwingen "unsere" Auflagen die Staaten zu massenhaft Beamtenentlassungen, Steuererhöhungen und führen zur Verschärfung der Schuldenkrise.

Die eurobedingte (zu hart für Süd-EU) Trockenlegung der Wirtschaften im Süden hat zur Rezession und massenhaft Entlassungen geführt. Das Problem war und ist nicht die Bevölkerung sondern die Währung Euro für unterschiedlich leistungs- und wettbewerbsfähige Volkswirtschaften.

Selbsternannte Finanzexperten in Banken, Versicherungen und Politik hätten dies (vorher)sehen müssen - und selbst heute werden die Dinge geleugnet.

Raus aus dem Euro! Im Interesse aller Bürger der EU! Entgegen der Interessen der Finanzwirtschaft. Wer im Casino mitspielt, muss Verluste akzeptieren.

@XBY

"...hoffnungslos verlorenem Status Quo zu beharren und für unrealistische Ziele zu kämpfen"

Das machen eigentlich bisher nur die Nutzniesser der Ausbeutung. Alle Anderen durften ihren Teil doch bereits abgeben.

"Die paar Reichen und der mediale Hype darum sind verglichen mit der Bevölkerung eine Randnotiz, weiter nichts."

Wie Sie richtig feststellen beschränkt sich der medial Hype auf eine Randnotiz. Dass allerdings über 60% des BIP auf unter 10% der Bevölkerungen verteilt werden, während ein Grossteil gerade so über die Runden kommt, erreicht nicht einmal den Status der Randnotiz.

Aber seien Sie beruhigt, solange der Kapitalismus die einzige Alternative bleibt, wird sich diese Ungleichheit weiter verschärfen. Dass Sie allerdings zu den Nutznießern dieser Bedingung gehören werden, bezweifle ich.

@Skywalker: Nehmer beschweren sich bei Gebern

"In Deutschland und hier im Forum passiert das Gleiche: Die "Nehmer" (Nicht- und Geringverdiener...) beschweren sich bei den Gebern weil sie noch mehr wollen..."

Das halte ich für eine völlig falsche Betrachtung. Wenn man sich im Netz Vorträge anhört, kommt die beste und fundierteste Kritik immer von Professoren, Unternehmern oder Börsianern. Ich selbst bin ebenfalls kein Nehmer, sondern bin jetzt erfolgreich Selbständiger, der vorher an einer Uni gearbeitet hat.

Aber als Vater von 3 Kindern und als Sportler wünscht man sich eine faire und gerechte Welt und mit der eigenen Familie steigt irgendwann die Verantwortung, der Egoismus wird immer kleiner.

Abgesehen davon verlieren auch die Wohlhabenden, wenn Systeme instabil werden. Wer weiß, wann es Zwangshypotheken auf Immobilien gibt, wann Wohlhabende ihre Kinder nicht mehr in öffentliche Schulen geben können. Wir sollten alle für eine friedliche und gerechte Welt einstehen.

Falsch verstanden!

Sie Sparmaßnahmen müssen die Länder umsetzen, um die Hilfsgelder zu erhalten!?! Da hat man etwas falsch verstanden.

Wenn im Staatshaushalt über Jahre hinweg über Gebühr auf Pump gewirtschaftet wurde und die Wirtschaft des Landes dank stark gestiegender Löhne und falscher Ausrichtung die Wettbewerbsfähigkeit verloren hat, dann müssen genau diese Probleme behoben werden.

Wenn dann die Länder Zeit dafür gewinnen und dafür Hilfsgelder in Mrd.-Höhe erhalten, dann dürfen die Geberländer doch im Gegenzug verlangen, dass dann nicht einfach so weitergemacht wird wie bisher, sondern die Probleme wirklich angepackt werden.

Die Troika als Buh-Männer hinzustellen, hilft den Regierungen, die Volkswut besser auszuhalten. Gäbe es die Hilfsgelder nicht, käme es zu diesen leider notwendigen Anpassungen mittels Zusammenbruch innerhalb von Tagen!!

Wobei ich aus Sicht eines Geberlandes meine Zweifel habe, dass das am Ende so funktioniert. Wahrscheinlich werden die Anpassungsziele doch verfehlt!

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