Kommentare - Dobrindt nach Aussagen zu Griechenland unter Druck

Kommentare

sobald ...

... jemand so unbequeme Wahrheiten wie Dobrindt ausspricht, wird versucht denjenigen der die Wahrheit ausspricht aufs übelste Weise fertig zu machen. Ich danke Herrn Dobrindt für seine unbeliebte aber ehrliche Meinung.

@ cowboy8

Natürlich kommt uns ein Austritt Griechenlands auch teuer, ist aber langfristig der bessere Weg, als immer wieder neue Milliarden in ein Fass ohne Boden zu schmeißen, weil das Geld nicht bei den Bürgern ankommt. Die Politiker müssen einen Kompromiss finden, so dass Griechenland, wenn es sich mit der Drachme etwas erholt hat, langsam seine Schulden wenigstens zum Teil zurückzahlt. Wenn es denn endlich gelingen würde, dass die Superreichen ihre hinterzogenen Steuern zurückzahlen und und weiterhin rechtmäßig ihre Steuern zahlen, geht es mit dem Land gleich wieder aufwärts. Natürlich muss die EU beim Aufbau Hilfe leisten. Viele Leute tun immer so, als wenn Griechenland nach dem Austritt allein gelassen würde und als ob Hilfe nur bei einer gemeinsamen Währung möglich ist. Hilfen sind immer möglich, wenn man will.

@ ladycat - Drachme oder Euro

Sie schreiben:
"Die Politiker müssen einen Kompromiss finden, so dass Griechenland, wenn es sich mit der Drachme etwas erholt hat, langsam seine Schulden wenigstens zum Teil zurückzahlt."

Eine Erholung mit der Drachme dauert Jahrzehnte.
Nach der Aussage von griechischen Wissenschaftlern liegt der Absturz des Lebensstandards der Griechen beim Verbleiben im Euro bei etwa 30 bis 35%.
Bei der Rückkehr zur Drachme werden es etwa 70% sein!
Dann werden wegen der extremen Abwertung der Drachme die Importe von zum Beispiel Energie die man dringend braucht so teuer dass die Griechen dadurch noch ärmer werden statt aufbauen zu können.

Die Neuverschuldung der Greichen sinkt und der verbleib im Euro ist sinnvoll machbar. Der Unterschied wird sein dass wir mit Euro für rund 150 Mrd. Euro BÜRGEN während beim Ausstieg von GR aus dem Euro direkt mindestens 250 bis 300 Mrd. Euro WEG sind und zwar aus dem deutschen Bundehaushalt zu zahlen!

Fazit:
Für uns UND für die Griechen besser mit Euro!

Wahrheit oder Pflicht

Man mag sonst von Hrn Dobrindt halten, was man will, aber hier hat der Mann mal ohne Wenn und Aber recht. Und Hrn Weidmann wird man beim allerbesten Willen - immerhin fungiert er als Bundesbankpräsident - wohl kaum als thematisch unbedarft einstufen können.

Aber es gilt hier wie so oft: Was nicht wahr sein darf, kann auch nicht wahr sein.

Was für ein falsches Spiel

Auf keinen Fall soll dem Volk eine realistische Einschätzung vermittelt werden. Lieber verbrennen wir noch ein paar hundert Milliarden Euro als die objektiven Fakten zuzugeben.

Aber es funktioniert, die Kanzlerin ist beliebt und wenn einer sich traut, die Realität zu verkünden, wird er in den Medien gleich als "umstritten" oder "isoliert" gebrandmarkt.

@fathaland slim

Danke. Endlich bringt mal jmd den springenden Punkt, das hüpfende Komma, auf den Punkt :)

@ Linuxpinguin

Auch wenn ich nicht hinter Herrn Dobrindt stehe sollte man doch nicht irgendwelche Behauptungen über Straftaten aufstellen. Ihre Meinung in Ehren, aber mit Strafrecht hat die nun tatsächlich nichts zu tun.

Nötigung=Gewalt. Dadurch Handeln, Dulden, Unterlassen des Opfers erzwingen...????Wo ist da die Straftat? Zu äußern Griechenland wird aus dem Euro raus sein ist eine, zugegeben dämliche, aber dennoch eine Meinung. Gewalteinwirkung sehe ich da keine.

Bei der Beleidigung bedarf es zuerst mal eines Angriffes gegen die Ehre. Auch hier sehe ich bezüglich des Tatbestandes einige Probleme...

Auch hier gilt: Wenn man in einer Diskussion nicht auf die Nase fallen will, sollte man nicht vermuten, sondern belegen.

Dobrindts Polemik...

im besten Copy-Style FJS nachgeeifert ist doch nur leeres Gerede. Auch seine Partei hat den ESM durch gewunken, da braucht er sich doch nicht über "sein oder nicht sein" anderer ereifern. Er soll lieber hier vor der eigenen Türe kehren und für Deutschland den Verbleib in der EU in der jetzigen Form durch entsprechendes Gerede als Überlegungs-Prozess in Gang bringen. Das wäre wirklich wichtig!

@fathaland slim

"Die Materie ist so kompliziert, daß selbst Fachleute nicht mehr durchblicken."
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Erstens halte ich "nicht mehr durchblicken" für übertrieben. Schwer abzuwägen ist es sicherlich.
Ferner müssen Sie immer schauen, welcher "Experte" wo seine Interessen hat, meist reicht zu schauen für wen er arbeitet. Die meisten Experten im TV sind Verkäufer und keine Analysten. Sie haben meist das Richtige studiert, haben aber einen Job zu machen.
Und zu guter Letzt, wenn Sie den o.g. Satz so sehen, woher wollen dann ausgerechnet Sie wissen, dass ein Verbleib Griechenland´s in der €-Zone das Beste ist?

@ 27. August 2012 - 11:56 — Questor

Na, auf den Kurs bin ich dann ja aber mal gespannt :-)
Dann werden wir ja bestimmt schöne italienische Kurse haben 1€ = 1,8 Mrd Drachmen (Achtung Ironie).
Also ich persönlich würde schon ganz gerne weiterhin in € bezahlt werden - wenn überhaupt...

Schöne Grüße :-)

Ihr Datenmaterial scheint nicht seriös zumal auch keine Quelle zitiert wurde, außer "griechische Wissenschaftler".

Griechenland ist sehr erfahren in Pleiten, sie haben schon sehr viele hinter sich. Warum soll es diesmal so viel dramatischer als in allen Fällen davor sein? Die Dramatik derzeit ist nicht die Staatspleite, sondern die desolate Wirtschaft und die ist wegen dem viel zu teuren Euro gescheitert. Und das führt(e) zu der Verringerung des Lebensstandards.

Wenn Sie jetzt anführen, dass Griechenland beim Ausstieg sehr viel mehr an Lebensstandard einbüßt, wird das eine sehr logische aber erschreckende Erklärung haben: Sie werden weniger Schulden aufnehmen können und weniger auf Pump konsumieren. Dieser "Verlust" an Lebensstandard auf Pump wäre aber ein perfekter Beginn, auf eigenen Füßen neu zu beginnen und kann nur gesund sein.

- Bernd 1-

Wenn es mit der Drachme Jahrzehnte bis zur Erholung dauert, dann dauert es mit dem Euro Jahrhunderte. Und, bevor ich irgendwelchen griechischen Wissenschaftlern traue, setze ich lieber auf meinen gesunden Menschenverstand.
Ja, die Importe und Energie werden wahrscheinlich teurer. Die Politik muss dahingehend Hilfen bereitstellen. Ich habe auch nie gesagt, dass die Drachme nur Vorteile bringt. Als Vorteil bietet die Drachme bessere Export- u. Wettbewerbsfähigkeit durch Abwertung. Da sich Griechenland hervorragend für den Tourismus eignet, wäre die Drachme ebenfalls von Vorteil. Es wäre doch ein Unding und auch völlig unvernünftig aus dem schönen Urlaubsland ein Industrieland zu machen.
Der Unterschied zwischen Ihnen und mir ist sicherlich auch, dass ich grundsätzlich langfristig und nicht kurzfristig denke. Kurzfistig gedacht, käme es uns evtl. billiger.

@ Questor - Richtig

"Ich würde Meinungsumfragen mit Skepsis betrachten. Die meisten Menschen haben von der Materie keine Ahnung und kompensieren dieses Vakuum mit einem Übermaß an Meinung und Lautstärke. [...] Meinungsumfragen bei derart komplexen Themengebieten haben nur einen Sinn: Sie zeigen wessen Argumentationen und Polemik beim Volk gut ankommt."

Ich stimme ihnen voll bei.

@ Zeus_7856 12:30

Sehe ich auch so, dass es ein Fass ohne Boden ist.
Ferner finde ich, bei intensiverer Beschäftigung mit dem Thema, die Argumente, dass ohne angepasste Steuer-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik und erheblich unterschiedlich starken Wirtschaftssystemen keine gemeinsame Währung möglich ist sehr plausibel und glaubwürdig.
Auffällig ist - auch bei der Promi-Kampagne pro Euro jetzt - dass Sachargumente nie geäußert werden. Behauptungen, die schwer bis gar nicht überprüfbar sind, wie der Euro hilft dem deutschen Export, werden als Sachargument verkauft. Exportweltmeister waren wir allerdings schon oft, ohne Euro.
Überprüfbare Sachargumente habe ich noch keine gehört.
Was ich ständig höre ist "jetzt ist der Schirm/die Hilfe groß genug und wird nicht erhöht". Was nach wenigen Wochen schon wieder falsch ist. Ferner sehe ich keine Regulierungsversuche, sondern Unterwerfungen wie, "die Märkte müssen beruhigt werden"
Also, raus aus dem Euro. Teurer kann´s nicht werden, denen dann zu helfen!

Vorschlag zur Haushaltssanierung

Griechenland sollte den Eintritt für die Akropolis und die Sportstätten in Olympia für nichtgriechische Staatsbürger auf 50 € erhöhen.

Zu kurz gedacht

Wenn Griechenland aus dem Euro austritt, wird das Land, das eigentlich bereits jetzt Pleite ist, bestenfalls auf das Niveau von Albanien oder Moldawien zurück fallen und seine Schulden erst recht nicht zahlen können.

Wem schuldet Griechenland eigentlich das Geld?
Richtig, den Banken!

Wenn Griechenland nicht zahlen kann, wer hat also den Schaden?
Richtig: die Banken!

Was glauben Sie wohl, wen wir dann zwangsläufig wieder mal retten müssen? Richtig, die Banken!

Dazu kommt der Schaden für die deutsche Wirtschaft, die Hilfen, die wir Griechenland über die EU weiterhin gewähren müssten, usw.

Glauben Sie, dass das alles billiger wird, als die derzeitigen Hilfen?
Falsch gedacht, Herr Dobrindt!

Was wäre damit gewonnen? Wohl nur ein paar Wählerstimmen in Bayern...
Und die amerikanischen Spekulanten würden sich die Hände reiben und sich auf das nächste Opfer stürzen (Spanien, Portugal, Italien, Irland, Zypern ...).
Übrigens retten wir auch jetzt nicht Griechenland, sondern die Banken.

Griechenland ist nicht das Problem!

Das Geschwätz über Griechenland lenkt doch nur ab!
Wahrscheinlich würfeln Politiker aller Parteien jedes
Wochenende in Telefonaten den aus, der jetzt dran ist,
mit Sch..ße reden..!
Davor war es die "SPD Troika", davor Herr Rössler...!
Das ganze mutet an, wie die Überlegungen zum entfernen
eines Hühnerauges, während der ganze Körper von
Streukrebs erfasst ist!
Man sollte sich lieber fragen, warum auch nicht
einer laut ausspricht, was wirklich angesagt wäre:

Sofortige, europaweite Beendigung des gesamten
Bankenrettungs-Irsinns! Auflösung und Abwicklung
aller Bad-Banks und vollständige Kompensation der
Vermögen der Hauptverantwortlichen, privat und
geschäftlich, mit den bisherigen Staatsnot-Krediten!
Einen europaweiten Masterplan zur Wiederherstellung
der tatsächlichen EURO-Kriterien, besonders innerhalb
der EZB!!! Die so gewonnenen EURO-Billionen verwenden
zur wirklichen Hilfe notleidender Menschen und
Installation eines gigantischen Wachstumsprogramms!
Das wäre alternativlose Hilfe!

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