ESM-Chef widerspricht Schäuble bei Haftung für Bankenhilfen

14. Juli 2012 - 14:42 Uhr

Wer haftet, wenn Banken künftig direkte Hilfen des Euro-Rettungsschirms ESM bekommen sollten? Finanzminister Schäuble sieht die jeweiligen Heimatstaaten in der Pflicht. ESM-Chef Regling widerspricht: Bei direkten Kapitalspritzen sei das Land "raus aus der Haftung". Verluste müssten damit alle Euro-Staaten tragen.

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Kommentare

Überforderung der Politik

An diesem Thema sieht man, wie überfordert die Politik doch mit der EURO Krise ist.

Also um es mal allen klar zu machen: Die Probleme sind in der Summe so groß und die deutsche Haftung ebenso, dass ein Scheitern der EURO Rettung auch Deutschland in den Abgrund zieht. Jede Verzögerung kostet den Steuerzahler mehr Geld, ebenso die Salami-Taktik und halbherzigen Ansätze der letzten 3 Jahre.

da sagt der Schäuble

mal was annähernd richtiges was selten genug vorkommt und dann fährt ihn die EU übers Maul, wenn es nicht so traurig wäre würde ich fast drüber lachen!

oh noch ist der ESM nicht

oh noch ist der ESM nicht rechtskräftig und schon lässt er die Katze aus den Sack ... ich hoffe doch das jetzt der letzte Politiker in Deutschland endlich begreift das es diesen ESM in seiner Aktuellen Form nicht geben darf ! ...

@Keyalha

Der Schäuble hat sich das einfach nur ganz anders vorgestellt. Vielleicht rafft er ja jetzt langsam mal, dass die EU macht was sie will. Das hätte er aber mal vorher erfragen/erfahren können, statt den ESM durchzuboxen/verteidigen. Wenn er konsequent und er noch nicht ganz lernresistent ist, müsste er gegen den ESM mobil machen.

Dann wird jetzt sogar unserem

Dann wird jetzt sogar unserem Finanzminister langsam klar über was sie da verhandelt und im Bundestag abgestimmt haben?

Warner

ich verweise auf die Internetseite des IFO-Institutes. In dem dort abrufbaren Video warnt Prof. Sinn ausdrücklich vor den Bankschulden. Bei den Krisenstaaten Griechenland, Portugal, Irland, Spanien und Italien betragen die Staatsschulden ca. 3,5 Billionen Euro die Bankschulden dieser Staaten aber ca. 9 Billionen Euro. Selbst ein "Musterland" wie Luxemburg (unter 60% Staatsschulden) hat gigantische Bankschulden.

Siehe
mediathek.cesifo-group.de/player/macros/_v_f_750_de_512_288/_s_ifo/_x_s-764870657/ifo/index.html

Zum guten oder unguten

Schluss wird man einsehen, dass man erst eine eine einheitliche Wirtschaft und eine politische Einigung herstellen muss und erst dann eine gemeinsame Währung.

Bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis wir entweder wieder nationale Währungen und/oder eine Währungsreform bekommen.

Wahrscheinlich dann, wenn die Superreichen ihr Geld irgendwo geparkt haben. Bis dahin wird es noch einige Monate dauern..

Und wieder mal ist das Volk der Dumme..

Dumm gelaufen was Herr Schäuble ?

Da wollte der Herr Schäuble mal wieder den Trick benutzen um das deutsche Volk zu beruhigen und da spricht doch tatsächlich der Herr Regling klartext.
Diesen Klartext wussten die meisten sowieso schon aber es spricht Bände über die Tricks mit denen hier gearbeitet wird.

Es geht dem Ende zu liebe Mitbürger.
Die kommenden Jahre werden sehr hart aber wir schaffen das schon.
Wichtig ist nur ,dass wir am Ende gelernt haben und die bisherigen Volksvertreter raus sind.
Ehrlichkeit muss wieder einzug halten.

Gezielte Desinformation

Also haftet nicht mehr der Staat, dessen Banken das Geld nehmen, sondern die Bürgen; und damit Deutschland an erster Stelle.

Genauso hatte ich das auch verstanden (und war damit wahrscheinlich nicht in der Minderheit).

Aber unsere Regierung, in Person von Herrn Schäuble, erzählt dem Volk etwas ganz anderes. Das nennt man landläufig ...

Finanzminister Schäuble hat keine Ahnung!

Ich beobachte schon seit langer Zeit, daß der völlig überforderte Bundesfinanzminister Schäuble KEINERLEI Sachkenntnis im Bereich "Finanzen" besitzt.

Man kann es schon gar nicht mehr zählen, wie oft man von Herrn Minister Schäuble neue Wasserstandsmeldungen zur desaströsen Euro-Krise hört.

Herr Schäuble ist in meinen Augen einer der unglaubwürdigsten und unfähigsten Politiker Deutschlands! Inkompetent!

Fakt ist:
ESM und Fiskalpakt dürfen NICHT kommen, denn sonst haftet Deutschland ewig für die Schulden der EU-Pleite-Banken und der EU-Pleite-Staaten.

Italien hat schon 2 Billionen Euro Schulden...!
Doch was ist mit den Schulden Griechenlands, Portugals, Zyperns, Irlands, Spaniens, etc, etc.?

Europa ist ein Fass ohne Boden und immer müssen die Deutschen zahlen!

Wenn Griechenland und Portugal jetzt nicht, wie von Prof. Sinn und anderen renommierten Ökonomen gefordert, aus dem Euro austreten, dann sehe ich schwarz für unser aller Zukunft!

Der Euro und diese EU sind gescheitert!!!!!

der ESM ist noch nicht abgesegnet

Mit dem ESM wird Deutschland zukünftig die Hauptlast aller Euro-Länder und den Problemen ihrer Banken tragen. Im ESM Vorstand hat Deutschland nur eine einzige Stimme, wie jedes andere Land auch. Hier sind keine Mehrheitsverhältnisse abgebildet.

Wenn Deutschland den anderen Ländern und ihren Banken helfen soll, dann muss das nach demokratischen Prinzipien erfolgen. Wenn die Mehrheit der Euro-Länder Gelder braucht, können sie im Vorstand des ESM alle anderen überstimmen, unabhängig davon, was diese zahlen.

--> Es wird hier Haushaltshoheit an ein feudales System abgegeben.

Bleibt zu hoffen, dass dies vom BVerfG erkannt wird und die Politik nachbessern muss.

Die Suche, wie man Märkte austricksen kann

Egal, wie, woher und an wen sie das Geld geben, am Ende zahlt Deutschland. Diesen ganzen Rettungszirkus können wir nicht mehr stemmen. Alle Wackelkandidaten müssen aus dem Euro raus, bevor auch Deutschland mitunter geht.

Ich glaube so wenig an eine seriöse und funktionierende Bankenaufsicht, wie ich an den Klapperstorch glaube. Die Bankster finden immer wieder Möglichkeiten, wie sie sich rausreden können.
Die Bankenaufsicht ist nur eine Beruhigungspille für die Bürger, damit sie leichter an unsere Steuergelder kommen.

@ Nomen Klatur

Sie sehen das genau richtig !
Das ist genau das worüber sich das deutsche Volk zu 90 % aufregt.
Nur wird das Volk nicht gefragt sondern nur informiert.
Und bei den Informationen besteht sogar noch die Gefahr einer Falschinformation wie man am Beispiel Schäuble nun deutlich erkennt.

Wenn das BVerfG nicht

Wenn das BVerfG nicht spätestens jetzt den EMS für Verfassungswidrig erklärt, stellt sich die Frage, wofür es eigentlich existiert.

Wenn das die Ratingagenturen mitkriegen...

Wenn die Ratingagenturen mitkriegen, wie da wieder im Hintergrund gekungelt und getrickst wird, um im Vordergrund irgendwas zu beschoenigen, dann stufen sie gleich alle betroffenen Staaten wieder um 4 Stufen herab ;)

mal zur Klarstellung

ich bin sicherlich der letzte der Schäuble etwas abgewinnen kann. Ich persönlich mache bereits seit der Entstehung des unsäglichen ESM und ESFS dagegen mobil und biete auch alternativen an. Das Problem war das bis vor etwa einem Jahr uns ( die Linke, mehr als 100 Wirtschaftsfachleute, einige Medienvertreter, Wohlfahrtsverbände usw ) niemand auch nur ansatzweise zugehört hat. Heute rennt man uns die Türen ein aber die Bundespolitisch gewichtigen ignorieren leider immer noch die Tatsache das es nicht mehr die frage ist ob der Euro an die Wand fährt sondern wann.

"Er gehe davon aus ..."

Ich unterstelle Schäuble (dieses) Mal, dass er es nicht besser wusste - peinlich genug, dass er dann als Hauptbetroffener nicht weiss, was genau er da als Gesetz bzw. EU-Vertrag absegnen lassen muss / will.

Und selbst abgesehen von der Tatsache, dass ich den kompletten Vertragstext mit allen Zusätzen etc. auch noch nicht gesehen, geschweige denn gelesen habe - ob ich ihn dann VERSTANDEN hätte, steht wieder auf nem anderen Blatt.

Ich hoffe, dass Herr Gauck dem BVerfG die Zeit gibt, um das ESM-Gesetz bzw. den ESM-Vertrag zu prüfen. Wie heisst es so schon: "Drum prüfe wer sich ewig bindet".

//MWunsch

@oberkobold

Verstehen Sie mich nicht falsch ich bin auch kein Befürworter des ESM, aber bei aller Kritik sollte man doch zumindest bei der Wahrheit bleiben.

Es sind sehr wohl Mehrheitsrechte abgebildet. Es gibt zwar nur einen stimmberechtigten Vertreter pro Land dieser hat allerdings einen Stimmanteil entsprechend der Beteilung seines Landes am ESM. Deutschland hat einen Stimmanteil von gut 27%. Da die meisten Beschlüsse eine Zustimmung von 80% benötigen hat Deutschland im Prinzip ein Vetorecht. Außerdem verlieren Länder die Ihre Finanzhilfen nicht begleichen Ihr Stimmrecht. Deutschland ist im ESM also nicht vollkommen machtlos den Schuldenstaaten ausgeliefert.

Wachen jetzt auch die letzten "Pro-Euro-Träumer" endlich auf?

Hoffentlich wachen jetzt auch die letzten "Pro-Euro-Träumer" auf und vertrauen nicht länger unseren unfähigen und völlig überforderten Politikern (Merkel, Schäuble, Kauder, Rösler, Westerwelle, Brüderle, Döring, Steinbrück, Steinmeier, Gabriel, Trittin, Roth, etc.), sondern hören auf die mahnenden, wichtigen und richtigen Worte der über 160 renommierten Top-Ökonomen!

Der Grundsatz unserer unfähigen Politiker "Wir retten den Euro und die EU-Pleite-Staaten um jeden Preis" ist TOTAL GESCHEITERT!

Die unverantwortliche Politik der meisten Politiker dieses Landes führt vermutlich dazu, daß noch unsere Kinder und Enkel für die Schulden der bankrotten EU-Banken und der EU-Pleite-Staaten zahlen müssen.

Wir dürfen ab sofort KEINEN Cent mehr an Griechenland, Portugal, Zypern, Irland, Spanien, Italien, etc. zahlen, denn sonst ist Deutschland bald selber pleite und benötigt bald selber Hilfe aus dem Rettungsfonds.

Zudem müssen Griechenland und Portugal lt. Prof. Sinn SOFORT RAUS aus dem Euro!

Mitgegangen - mitgefangen - ...

Um es deutlich zu sagen: Wir stehen unmittelbar vor einer Fiskal- und Bankenunion, deren Schulden im Übrigen die der europäischen Staaten noch um ein Vielfaches übersteigen.
Auch diese Schuldenberge sollen letztlich vergemeinschaftet werden und dem deutschen Michel wird dieser Umstand - aller Augenwischerei zum Trotz - immer klarer.
Hr. Schäuble wird ebenfalls wissen, dass das aufgrund der Stimmenmehrheit der Südländer unvermeidlich ist, aber er ist wenigstens vordergründig seiner Rolle als deutscher Finanzminister verpflichtet.

Nein, er wird deswegen nicht vom Eurozentrismus ablassen, nur um den Steuerzahler und ganz besonders den deutschen Sparer noch halbwegs zu verschonen.

längst gewußt

Gemeinsame Haftung....Das haben einige "aus dem Volk" doch schon längst gewußt.

Herr Schäuble weiß es sicher auch. Er sagt halt was anderes. "Deutschland" wird es sich nicht "leisten" können was anderes zu sagen oder sich anders zu verhalten.

Aber wer bitte ist Deutschland? Die Banken, die Wirtschaft, die Sozialhilfeempfänger und die Sozialhilfegeber, die Politikerinnen und die Töchter von Pastorinnen.....

@MWunsch - Schäuble wußte es besser

Schauble wußte es besser. Er ist kein Doofie. Aber Merkel sollte ja trotz allem als harte Siegerin dastehen, also wurde (mal wieder, wie so oft) die Öffentlichkeit und die Volksvertreter belogen.

Das Hauptproblem ist, daß der Satz "too big to fail darf nicht länger sein" immer noch nicht umgesetzt wurde. Keine der Großbanken wurde in kleinere Einheiten so "zerschlagen", daß sie für die Volkswirtschaft relativ gefahrlos Pleite gehen kann.

Aber dafür wurde die "rote Linie" überschriten, und das zusammen vergrößert die Gefahr daß wirklich in einem Dominoeffeckt alle Steinchen fallen. Da es aber immer "alterntivlos" hieß und aus ideologischen Gründen keine Alternativen durchdacht wurden, war der Weg "immer vorwärts, bis es kein zurück mehr gibt".

So beraubt man sich systematisch aller möglichen Alternativen, versklavt finanziell 99% zum Wohle von 1%

Haftet Deutschland bald für 1 Billion Euro?

ESM 700 Milliarden Euro, EFSF 440 Milliarden Euro (Deutschland haftet für mindestens 27 % davon), zuzüglich Rettungspakete Griechenland, Irland und Portugal. Wenn die anderen "Bürgen" Spanien und Italien ausfallen, muss Deutschland deren Haftung übernehmen. Wenn eine spanische Großbank Pleite macht, auch dann haftet Deutschland, sprich Steuerzahlen und Sparer. Keinen ESM und Deutschland sofort raus aus dem Euro, bevor wir als Bürgen selbst bankrott sind!
Einige Finanzzeitschriften geben bereits Tipps wie Anleger ihr Geld retten in dem sie es außerhalb des Euroraums anlegen. Das sollte das letzte ein Warnsignal sein.

Warum diese Panik?

"Wenn der Euro scheitert, scheitert Europa". Aha. Vielleicht scheitern ein paar europäische Banken. So what?

Dieses sich ewige erpressen lassen, ist möglicherweise nicht sehr klug. Lasst die Banken zur Hölle fahren und schafft neue Banken, die machen was sie sollen: Den Geldverkehr regeln und Kredite an Privatkunden und Unternehmen geben. Finanzindustrie braucht kein Mensch. Weg damit.

@HendrikB

"Außerdem verlieren Länder die Ihre Finanzhilfen nicht begleichen Ihr Stimmrecht."

Wenn das so ist, wird am Ende nur noch Estland als das am wenigsten verschuldetete Land im ESM-Vorstand sitzen.

So schlecht sind die ganzen Rettungsschirme auch wieder nicht. Wenn Italien, Spanien, Portugal, Irland und Frankreich weg vom Fenster sind, sind schon wir an der Reihe und dürfen uns über Hilfen aus dem Euroraum freuen.

Also: Nur Mut!

@Keyalha

So wie ich das verstehe, sagt Herr Schäuble etwas falsches, vielleicht weil er es misversteht oder nicht glauben kann, dass es schon soweit ist mit der gemeinsamen europäischen Haftung.

Ich bin auch gegen den ESM und die steigende Haftung Deutschlands durch den ESM. Warum sagen Sie, dass Herr Schäuble recht hat?

Wie machen Sie mobil gegen den ESM, welche Alternativen bieten Sie an, haben Sie eine Webseite, wo ich mehr darüber erfahren kann? Danke.

Derivateblase platzt bald

Geld sollte ursprünglich Ersatz für den Wert einer Ware sein. Im Handelsblatt vom 13. Juli ist auf Seite56/57 eine aufschlussreiche Grafik. Volumen der außerbörslich gehandelten
Finanzderivate: 601. 000 Mrd. US Dollar ; Weltbruttoinlandsprodukt: 65. 000 Mrd. US Dollar.
Über der Grafik steht u.a. : „Reale Wirtschaftswelt und Finanzspekulationen haben sich entkoppelt.“
Die gigantische Derivateblase platzt bald. Darum ist es nicht schade, aber sie wird die reale Wirtschaft mit in den Abgrund reisen.

Merkel und Schäuble ruinieren uns, SPD und Grüne helfen dabei

Sind Bund, Länder und Kommunen nicht verschuldet, dass unsere Regierenden großzügig Bürgschaften für andere Länder und Banken in Spanien geben können?
Merkel und Schäuble haben uns Steuerzahler und Sparer mit dem ESM verkauft. Leider stellen SPD und GRüne keine Alternative dar, denn sie haben diesem Verkauf zugestimmt.

Bankenaufsicht

"Das ist kein Freibrief. In jedem Land gibt es Bankenaufsichten." so Adalbert Winkler ex Banker und Dozent an einer PRIVATEN Hochschule für Finanzen.
Wie gut die Bankenaufsichten in letzter Zeit funktioniert haben, kann man sich heutzutage anschauen. Es gleicht einem Freibrief. Davon mal abgesehen, dass in sämtlichen Aussagen der ESM schon ratifiziert ist(Missachtung des BVerfG), soll die zukünftige europ. Bankenaufsicht unter dem Dach der EZB beheimatet sein. Oder sollte man Goldman Sucks sagen. Ja der feine Herr Draghi wird hart durchgreifen, sein eigenes Klientel zu kontrollieren. Der Hund beaufsichtigt den Wurstvorrat, sagte Steinbrück mal. Und Herr Schäuble durchschaut dieses mafiöse Geflecht nicht einmal. Und das Großkapital lacht sich schlapp.

@Werweisswas - Verkehrte Welt???

Nicht wir hier im Forum haben die Lösung der EU- und Euro-Krise parat. Dafür gibt es die Ökonomen und Finanzexperten!

Auf diese hätten Frau Merkel, Herr Schäuble und der Großteil unserer unfähigen Politiker in ihrer grenzenlosen Selbstüberschätzung und Eitelkeit viel häufiger hören sollen.

Deutschland bekommt bald die dicke Rechnung für seine völlig verfehlte und dilettantische Politik...!

Ich befürchte:
Der Euro ist endgültig gescheitert und nicht mehr zu retten!

Hätte man früher auf die mahnenden Worte der renommierten Top-Ökonomen und Euro-Kritiker um Prof. Sinn gehört, dann wäre vielleicht noch etwas zu retten.

Nun aber sehe ich rabenschwarz für unsere Zukunft!

Ich bin der Meinung, daß es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis der Euro und die EU-Pleite-Staaten finanziell endgültig am Ende sind.

Und wer soll dann die Schulden halb Europas zahlen? Der "dumme" deutsche Steuerzahler, der dies dann aber nicht mehr kann, weil Deutschland dann nämlich vermutlich selber PLEITE ist!

Wieder mal zeigt sich der ESM häßlich

Ganz klar, ich werde auf keinen Fall eine Partei wählen die dafür stimmt. Unsere letzte -wenn auch sehr kleine Hoffnung- bleibt Karlsruhe.

Jetzt müßte den letzten ESM-Befürwortern klar sein, das nicht nur angeblich das Volk nicht die Tragweite und Notwendigkeit des ESM nicht versteht, die Politiker haben auch keine Ahnung was er für unsere Zukunft bedeutet

Also bleibt die alte Erkenntnis: Der Deutsche Steuerzahler finanziert Banken aller europäischen Länder und die Boni der Banker

@opitz

"wird nicht gleich das ganze steueraufkommen an die banken überwiesen?
seit jahren geben sich die banken mühe rote zahlen zu schreiben damit steuerzahler die rendite bezahlt."

Machen wir doch seit 2008 schon längst. Ca. 400 Mrd hat es Deutschland seit 2008 gekostet das Grosskapital vor der "Verarmung" zu bewahren, damit sie uns nun wieder auf der Nase rumtanzen. Die Krise der Finanzmafia wurde sozialisiert und in Staatsschuldenkrise umbenannt.

@Kathgläubig

Ja, verkehrte Welt. Wenn ich mir die Beiträge hier so durchlese, ist eigentlich jeder gegen den ESM - aber die Politiker, von CDU, FDP bis hin zu Grüne und SPD sind alle für den ESM: verkehrte Welt.

Aber solange diese verkehrte Welt die Politiker nicht interessiert, muss ich doch darauf aufmerksam machen, dass etwas nicht stimmt mit dieser verkehrten Welt, oder nicht?

ESM und die Bankenhaftung

Wann wird endlich die europäische und internationale Bankenwelt unter eine echte Kontrolle gestellt. Da zocken Bankmanager wie in Spanien mit faulen Immobilienkrediten und der Steuerzahler muss über den ESM Verluste dieser Gauner-(eien) auch noch mit Steuergeldern ausgleichen, ohne dass man auch nur einen dieser Pokerspieler je zur Kasse gebeten, geschweige den zur Rechenschaft gezogen hätte. Wann wehren sich die Bürger endlich und holen diese Manager aus ihren Glaspalästen. Jeder der heute seine Spargroschen anlegt, sollte zumindest prüfen, welcher Bank er vertraut, bevor die Weltwirtschaftskrise seine sauer verdienten € in Spanien, Griechenland oder Cypern verschlingt. Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenkassen kann man da wohl vertrauen, so hoffe ich.

Hallo Schäuble

vorweg:
Auch wenn ich die Politik dieser Regierung für verheerend halte, habe ich bislang zumindest Ihren unermüdlichen Einsatz sehr bewundert.
Aber was Sie in letzter Zeit an Fehlinformationen im Auftrage von Frau Dr. Merkel in die Welt gesetzt haben, um Märkte und WählerInnen zu beruhigen, spottet jeder Beschreibung.
Der Hauptgrund warum nach den letzten Beschlüssen vom Juni 2012 sich Banken nun direkt beim ESM demnächst Geld leihen dürfen, war doch der, dass die betroffenen Nehmerländer, wie Spanien eben nicht mehr für diese Gelder bürgen müssen, damit deren Kreditwürdigkeit für Staatsanleihen wieder steigt, sie weniger Zinsen zahlen müssen.
Bitte blieben Sie bei der Wahrheit oder verabschieden Sie sich in Ihren verdienten Ruhestand.

Grüße aus El Salvador

PS.: Was mich am meisten wütend macht: Die Banken, die sich verspekuliert haben, erhalten neues Geld, aber die Leute, die ihre Hypothek nicht mehr bedienen können, verlieren zu Hundert Tausenden ihre Wohnungen oder ihr Erspartes

Okay, wer bei wichtigen

Okay, wer bei wichtigen Sitzungen des Parlaments auf der Regierungsbank sitzt und Sudoko spielt, kann einfach nicht im Thema sein. Vielleicht spiegelt sich in dieser Handlungsweise nicht nur Schäubles Desinteresse, sondern auch Überforderung wider.
Ablösen, zusammen mit seiner Chefin, wäre die eine Lösung. Die andere wäre, dass endlich die Menschen Regierungsverantwortung übernehmen, die fachlich qualifiziert sind.

Alle sind gegen den ESM

Das eigentliche Problem wird wegen des ESM kaum mehr angesprochen. Die Banken als globales Spielkasino pokern mit unserem Steuergeld. Obwohl die neoliberalen Politiker, dazu zähle ich inzwischen auch SPD und Grüne, nach der Bankenkrise 2008 uns allen versprochen haben, dass die Banken reguliert würden, und dass fantasievolle Finanzprodukte verboten würden. Bis heute ist nichts geschehen. Warum? Weil die Finanzwelt die Politik am Nasenring durch die Manege führt, siehe Notheis und Mappus. Wer glaubt, dass unsere Politiker dies überhaupt ändern wollen, der irrt. Nur wenn wir zu Hundertausenden auf die Straße gehen, kommt Bewegung in die Sache.

Offenbarung der Propaganda der Politik für den ESM

Einer DER wichtigsten Punkte des ach so gut durchdachten und alternativlosen ESM ist noch völlig strittig.

Wer immer noch denkt, die Politik habe IRGENDETWAS durchdacht und IRGENDETWAS zu entscheiden, sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Die Finanzelite hat längst die Politik zu deren Lemminge gemacht.

Die Haftung der Banken muss beim Schuldenland bleiben

Inzwischen glaube ich auch, dass Schäuble überfordert ist. Wenn Regling recht hat, dass die Länder nicht mehr für Ihre Banken haften müssen, dann fahren wir geradewegs in die Hölle. Die Südländer haben ca. 3,5 Billionen Staatsschulden angehäuft. Die Banken der Südländer haben haben einen Schuldenstand von über 9,8 Billionen in ihren Bilanzen.So geht es nicht weiter!!!
Die Investoren/Aktionäre mussen selbst für ihr Risiko, also für ihre Verluste geradestehen. Sie dürfen ja auch jahrelang ihre Gewinne einstecken.
Die EU steckt in der Krise, weil ständig Recht und Gesetz missachtet wurde. Und wir spielen weiter mit dem Feuer: Eine Instabilität des Rechts wiegt schwerer als eine Instabilität der Finanzen. Wer das nicht begreift, dem hilft auch keine EU-Zentralgewalt mehr weiter.
Bleiben wir lieber bei unser BRD und beim Grundgesetz. Da ist die Rechtsstaatlichkeit stets ausgewogen, sicher und wirklich verbindlich. Das weiß auch Frau Angela Merkel ganz genau.

Unaufrichtigkeit als System!

Ich kann es nur immer wieder wiederholen- wir haben bereits die Schuldenunion, die durch die Eurokanzlerin durch die Kalte Küche eingeführt wurde- mit den „Merkel-Bonds“ haften wir bereits für über 300 Milliarden € und es werden mit jeder „Maßnahme“ mehr!

Selbstredend, dass uns die direkte Kreditvergabe am Risiko fremder Banken „partizipieren“ lässt und wir auch diese Schulden begleichen müssen, wenn es schief gehen wird - und es wird schief gehen!

Es ist diese ausgesprochenen Unaufrichtigkeit von Merkel und Schäuble, die diese verfehlte Politik so brisant und gefährlich macht- die Bürger und andere Instanzen, wie das BVerfG, werden in einer trügerischen Sicherheit gewogen, aus der es ein schlimmes Erwachen geben wird!

@ goldschmiedel

Eine einheitliche Wirtschaft und Politik wird es bei den vielen unterschiedlichen Euroländern nicht geben. Das ist völlig irreal.
Die Target-2-Forderungen können wir so oder so abschreiben. Daran ändern auch die ganzen Rettungsaktionen nichts. Im Gegenteil, damit werden noch mehr Steuergelder verbrannt, weil wir weiterhin die Zocker finanzieren.
Und was kommt dann nach dem ESM? Oder glaubt hier irgendjemand, dass dieses Geld reichen wird? Nur noch schrecklich dieses Affentheater mit der größten Volksverdummung aller Zeiten.

Dem ist allem nicht mehr zu trauen

Man hat mit den zwei Jahren, die man für diese Maßnahme gebraucht hat, nur einen Zapfhahn zur Bank gebaut.

Das heisst, die Krise ist jetzt potentiell so eine, in der das Ende eines gigantischen Schuldenknalls nicht mehr aufzuhalten ist.

Denn der ESM ist unkündbar, ist nicht verhandelbar, und nicht anfechtbar. Dieses Monstrum gleicht einer Krake, nur erkennt keiner, dass dieses Ding - bei einem droheneden Gau des Finanzystems - das System nicht rettet, sondern nur schneller an die Wand fährt.

Ich wäre ja optimistisch, wenn heute schon über neue Ideen des wirtschaftlichen Zusammenlebens diskutiert werden würde, zB ohne Zins.

Aber da es nicht stattfindet, und alle evtl. Beiträge zB auch hier als off topic gelten würden, bin ich sehr pessimistisch.

Da ich so nicht auf Dauer froh sein kann, werde ich dem ganzen Schlamassel gegenüber gleichgültig. Ja. Nach uns die Sintflut, ich bin dabei.-

@ Alle die gegen den ESM sind:

Was wäre denn die Alternative?
- Auf den Crash warten? Die Folgen wären verheerend.
- Zurück zur DM? Ist in den EU- Verträgen nicht vorgesehen. Wenn D das trotzdem wollte wären auch hier die Folgen verheerend.
- Eurobonds? Das wäre Gemeinschaftshaftung ohne Kontrolle.

Letztendlich ist die einzige sinnvolle Option den Euro bedingungslos zu verteidigen. Die Haftungssummen sind jetzt schon so hoch, daß es eigentlich egal ist wie hoch sie noch steigen werden. Entscheidend ist, daß die Eurozone überlebt, denn nur so wird aus der Haftung keine tatsächliche Schuld.

Dazu brauchen wir den ESM.

Es ist doch völlig egal, wer

Es ist doch völlig egal, wer das Risiko trägt.
Nach der Schlacht zählt man die Toten und dann dürfen die Steuerzahler sowieso wieder ran, weil dann mit tödlicher Sicherheit eine "systemrelevante" Bank betroffenen sein wird.

@Tarantus

Die alternativen gibt es. Ein "Bankensicherungsfonds" unter den Banken, würde die Nationalstaaten endlich aus der Pflicht nehmen.

Die EZB und die Banken sind für das Geldsystem verantwortlich. Der Staat ist für das Gemeinwesen verantwortlich.

Es ist daher nicht sinnvoll, aus dem ESM Steuergelder an Banken zu transferieren. Der ESM sollte lediglich die Staaten absichern, denn schließlich kann man Länder wie Spanien oder Griechenland gar nicht abwickeln.

Alternativen gibt es, nur nicht jeder wird darauf gestoßen.

Ursachenanalyse ist notwendig.

Die Ursachen der Finanzkrise liegen nicht nur in der Bankenkrise. Schon vorher haben wir es nicht geschafft, einen angleich der unterschiedlichen Staaten durchzuführen.

Erst wenn man die Ursachen der Eurokrise analysiert, kann man auch eine entsprechende Ursachenbekämpfung vornehmen.

Eine Bankenlizenz für den ESM sehe ich daher als sinnvoll an. Es muss aber endlich auch das nötige Wachstum in Europa generiert werden.

Wieso nutzen wir nicht die Chance und bringen die Energiegewinnung und die Stromnetze in Europa auf höchstes Niveau?

@ Tarantus

Wie wäre es mit der direkten Finanzierung durch die EZB? Außergewöhnliche Zeiten verlangen außergewöhnliche Maßnahmen. Und wenn Sie mal nachdenken würden, sollten Sie auch selbst darauf kommen, daß ESM nichts anderes bedeutet als Euro-Bonds.

Und wo ist das die "einzige sinnvolle Option"? So lange der ESM von Staaten gefüllt wird, die sich selbst nur über "den Markt" finanzieren, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Spekulanten auch den ESM in die Knie zwingen. Einzig wenn der ESM auch eine Banklizenz bekommt und sich somit bei der EZB refinanzieren kann, wäre er sicher. Doch dann können wir die Staaten auch gleich direkt durch die EZB finanzieren. Das Kontrolle auch im Fall der direkten Finanzierung notwendig ist, versteht sich von selbst.

Vielleicht sollte man den Banken

klar und deutlich ansagen, wieviele Gelder sie zum Zocken verwenden dürfen … :-)
Der ursprüngliche Auftrag der Banken bestand und besteht darin, die Konten und Depots ihrer meist privaten Kunden zu unterhalten. Größere Banken dürfen auch die Investitionen von Konzernen vorfinanzieren. Aber die Zockermentalität der meisten Investmentbanker gehört ganz klar kanalisiert. Wer sich verzockt, dessen Bankhaus gehört auf der Stelle geschlossen. Schließlich ging von den meisten Gewinnen, die u.U. zuvor erwirtschaftet wurden das wenigste in die Kassen der Finanzbehörden. Also müssen sie auch nicht von den Finanzbehörden gestützt werden … :-)

Wenn da so ist ...

... muss offensichtlich einer etwas falsch verstanden haben oder die Unwahrheit sagen.

Da bei Finanzkrisen - beginnend bereits in den 1980er Jahren in Südamerika - noch immer die Haftung für die Risiken der privaten Gläubiger auf die übrige Bevölkerung übertragen wurden, insbesondere durch "Strukturanpassungsprogramme" des IWF und heute der sogenannten "Troika", wird es auch diesmal nicht anders sein.

Daher ist es im Grunde egal, ob Merkel/Schäuble oder Regling/Rehn/Juncker Recht haben - zahlen werden das alles die Arbeitnehmer und Rentner, vorwiegend in Deutschland.

@ Tarantus

Wie wäre es mit der direkten Finanzierung durch die EZB? Außergewöhnliche Zeiten verlangen außergewöhnliche Maßnahmen. Und wenn Sie mal nachdenken würden, sollten Sie auch selbst darauf kommen, daß ESM nichts anderes bedeutet als Euro-Bonds.

Und wo ist das die "einzige sinnvolle Option"? So lange der ESM von Staaten gefüllt wird, die sich selbst nur über "den Markt" finanzieren, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Spekulanten auch den ESM in die Knie zwingen. Einzig wenn der ESM auch eine Banklizenz bekommt und sich somit bei der EZB refinanzieren kann, wäre er sicher. Doch dann können wir die Staaten auch gleich direkt durch die EZB finanzieren. Das Kontrolle auch im Fall der direkten Finanzierung notwendig ist, versteht sich von selbst.

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