Kommentare - Kolumne: Das Projekt Euro ist gescheitert

04. Juli 2012 - 13:01 Uhr

Die Eurozone droht zu zerbrechen. Der Preis für die Rettung ist hoch: Wenn alles schief geht, lägen die finanziellen Belastungen für Deutschland bei zwei Billionen Euro. Aber auch die Rückkehr zur D-Mark wäre teuer. So oder so: Das Projekt Euro ist in seiner bisherigen Form gescheitert, meint Klaus-Rainer Jackisch.

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Kommentare

@14:32 — mikon

"Eine gemeinsame Währung in Staaten mit unterschiedlicher Wirtschaftskraft hat nie funktioniert und wird bis in alle Ewigkeit nie funktionieren, das ist erstes Semester VWL."

Warum nicht? Innerhalb Deutschland ging's doch auch. Demzufolge hätte man in Mecklenburg-Vorpommern auch nicht die D-Mark einführen dürfen. Es kommt nur drauf an, in welchen Dimensionen man denken will.

"Der einzige Grund für die Zwangseinführung des Euro war die Herbeiführung einer Krise, um die Menschen über Existenzängste und Verarmung zur Aufgabe der nationalen Souveränität zu zwingen, ..."

Als der Euro eingeführt wurde, gab es keine Krise und allgemeine Existenzängste schon mal gar nicht.

Wenn man die Kommentare liest...

...kriegt man den Eindruck, dass man ohne die Währungsunion viel besser gefahren wäre. Die Drachmen, Peseten und Lira allein hätten ganz sicher nicht dazu geführt, dass es in Griechenland, Spanien und bald Italien dermassen kriselt. Und wenn dann eben doch, so hätte Deutschland sicher nur hingeguckt mit dem Finger gezeigt, laut gelacht und weiter die eigene Suppe gekocht. Das sind ja dann bloss andere Länder auf dem selben Kontinent...Von wegen...Dann würde Twix weiterhin Raider heissen, und Deutschland würde D-Mark in die Wirtschaft pumpen statt Euronen...

Klar ist, dass die Abgabe der Souveränität in Sachen Geldvergabe nicht wirklich eine geniale Idee war. Das müssen Gerichte klären und hoffentlich korrigieren. Der Euro kam zu früh, stimmt auch. Die politische Union wird nun aus der Not heraus stattfinden. Darum wird sie verteufelt. Und genau das ist eine zu simple Vermengung von verschiedenen Thematiken. Kann man das nicht differenzieren?

Rückkehr zur DM?

Anscheinend haben die meisten vergessen, was passiert ist, als 2008 die Amis von heute auf morgen aufgehört haben, deusche Autos zu bestellen.

Kurzarbeit bei den Autobauern, Kurzarbeit und Pleiten bei den Zulieferern und deren Zulieferern. Und das war nur eine Branche. Und das war nur ein Land.

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