Angela Merkel im Bundestag 2012

Ihre Meinung zu Merkel zur Euro-Krise: "Es gibt keine Zauberformel"

In der Euro-Krise will Kanzlerin Merkel ihren Kurs halten: Von einer gemeinsamen Haftung für Schulden halte sie nichts, sagte sie im Bundestag. Die Opposition bezweifelte, dass die Regierung die richtige Strategie gegen die Krise hat. Am Abend traf sich Merkel mit Frankreichs Präsidenten - um sich für den morgen beginnenden EU-Gipfel abzustimmen.

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107 Kommentare

Kommentare

Gast
Umfallen" oder "Rückzieher" gibt es beim ESM nicht

Ein "Umfallen" oder einen "Rückzieher" oder eine "Wende" (wie bei der Kernenergie) kann es beim am Freitag im Bundestag zur Abstimmung stehenden ESM nach der Abstimmung nicht mehr geben.

Denn der ESM ist unwiderruflich und unkündbar!

Frau Merkel kann es sich also nicht mehr anders überlegen, falls der Bundestag am Freitag dem ESM zustimmen sollte.

Die diesen Freitag anstehende Abstimmung im Bundestag ist also ungeheuer wichtig und quasi auf ewig verbindlich.

Ob alle Bundestagsabgeordneten wirklich wissen was sie da tun?

Gast
@ Malkier - Regierung und Opposition können es NICHT!

Ihrer Meinung nach "steht Frau Merkel ihren Mann"?

Ist das wirklich Ihr voller Ernst?

Ich sehe das vollkommen anders als Sie! Frau Merkels Politik ist zum Scheitern verurteilt, weil sie dazu führt, daß der ESM und Fiskalpakt eingeführt wird.

Dies wäre jedoch fatal für die Zukunft nachfolgender Generationen!

Zudem: Ich sehe es nicht ein, warum wir mit unseren Steuer-Milliarden auch weiterhin Pleite-Länder - bzw. deren bankrotte Banken - wie z.B. Griechenland, Spanien, etc. mit unseren Steuer-Milliarden untersützen sollen.

Dies ist ein Fass ohne Boden und geht ebenfalls voll zu Lasten unseres Landes und seiner Bürger.

In Deutschland fehlt das Geld an allen Ecken und Enden und wir sollen für die Schulden halb Europas aufkommen?
NEIN, DANKE!!!

Bei genauem Hinsehen würden auch Sie feststellen, daß weder Frau Merkel und ihre Bundesregierung noch die Oppositionspartein die wahren Interessen Deutschlands vertreten.

Somit sind Regierung UND Opposition für mich UNWÄHLBAR!!!

Gast
Das Vertrauen der Maerkte....

...ist wichtiger als die Menschen und die Demokratie, sagen CDU, CSU, FDP, GRUENE und SPD. Eine gegen Deutschland verschworene Gemeinschaft!

Wenn der Fiskalpakt und ESM kommen, ist unser Staat entmachtet und die Demokratie ist Geschichte. Die Schuldenbremse steht ja schon im Grundgesetz und wird in den kommenden Jahren einen beispiellosensozialen Kahlschlag bewirken, den viele Menschen heute zwar ahnen, aber verdraengen.

Griechenlanist die Generalprobe fuer Deutschland. In diesem Sinne sind wir alle Griechen!

Endlich verstehe ich die Linke mit ihrer Kritik am "Neoliberalismus", mit dem sie ja keineswegs alleine dasteht. Ich glaube, ich werde beim naechsten Mal die Linke waehlen. Die innerparteilichen  Querelen sind vorbei.

Wenn sie die einzige Partei ist, die unsere Demokratie rettet, dann hat sie auch unser Vertrauen verdient.

In Griechenland kann man sehen, was die etablierten Parteien anrichten, wenn ihnen niemand mehr Schranken auferlegt.

Herb
@ 16:41 — Kathgläubig und 17:39 — Phonomatic

Phonomatic, besser kann man kaum dem Kathgläubig antworten.

Kathgläubig: Deutschland ist keine vollkommen vom Rest der Welt abgeschnittene Insel mit autarker Ökonomie! Wie kann man derart trivialisieren?
Sie haben es offenbar noch nicht mitbekommen, daß die Versuche, Griechenland zu retten, eine Ausweitung der Krise verhindern sollen, die auch den Wohlstands Deutschland mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weitgehend beenden würde. Darum geht's und nicht darum, daß Almosen an die armen Griechen aus ihrem Säckel genommen werden.

Sie sitzen in einem Schiff das irgendwo leckt und schreien laut: nein, ich helfe nicht, denn meine Kabine ist trocken und der Kapitän ist mit seinen Rettungsversuchen ein Versager.

Wenn jemand jetzt wuesste - Steinmeier und Genossen mit einbegriffen - ob Merkels Rettungsversuche richtig sind, der könnte in wenigen Monaten Milliardär werden. Wissen Sie es so genau? Dann machen sie mal!

Herb.

Gast
@ MilosFormanJack...

so eindeutig ist die Sache nicht ;)

"In der Debatte um Fiskalpakt und Rettungsschirm lassen die Fraktionen erstmals auch Abweichler sprechen. Das haben sie dem Bundestagspräsidenten zu verdanken. "

nachzulesen bei zeit-online

"Die Kölner Grünen-Vorsitzende Katharina Dröge fordert, die Abstimmung der Grünen-Abgeordneten frei zugeben, also auf den Fraktionszwang zu verzichten."

nachzulesen beim WDR

Sie können davon ausgehen, dass viele Abgeordneten Bauchschmerzen haben bei dem Gedanken an den ESM und den Fiskalpakt, wenn sie ihrem Gewissen folgen und danach stimmen, wird es wohl keine 2/3 Mehrheit geben.

Gast
Kanzlerin Merkel braucht uns jetzt mehr denn je

Im Prinzip müssten sich Hundertausende auf Deutschen Strassen zu einer Massendemo versammeln, um Frau Bundeskanzlerin Merkel den Rücken zu stärken nicht unser Geld anderen ohne Gegenleistung zur Verfügung zu stellen.
Wenn ich die Grünen höre dreht sich mir der Magen um. Dann kann ich mein Geld besser selber verprassen, als es den Roten und Grünen zu überlassen. Wie kann man so mit fremden Geld verschwenderisch umgehen?
Volle Rückendeckung für Frau Merkel, lassen Sie sich bitte nicht einschüchtern.

Gast
@Phonomatic - Der Euro ist gescheitert!!!

Kommen Sie mir bitte mit ökonomischen Fakten, nicht mit ihrer Privatmeinung!

Dass ich mit meiner Version die Zukunft des angeschlagenen Euro wohl zutreffender beschreibe als alle Euro-"Traumtänzer", wird die Zukunft bestimmt zeigen.

Wir werden sehen, wo uns der Weg des Euro hinführt.....

Die Zeit der Euro-"Träumer" mit ihrer "Wir retten den Euro um jeden Preis und mit deutschen Steuer- Milliarden" ist jedoch endgültig vorbei!

Die Bürgerinnen und Bürger dieses Land sind klug und wollen nicht mehr länger den Zahlmeister Europas und der vielen Pleite-Staaten spielen!

pauline_8
Die Frau hat einen Tunnelblick

Es muß "gerettet" werden, egal was es kostet. Dabei ist der Euro die Ursache der Probleme und nicht die Lösung. Man kann einfach nicht mehr nachdenken. Sonst würde man feststellen, daß es vor dem Euro diese Probleme nicht gab.

Natürlich kann man die Griechen umerziehen, daß sie vielleicht nur noch so viel Schulden wie D jedes Jahr anhäufen. Auch Erich war vom Sozialismus überzeugt und hatte nur das falsche Volk dazu. Heute ist jemand eben vom Euro vernarrt und merkt nicht mehr, daß der Gaul totgeritten ist. Es ist Zeit zum absteigen und die Richtung zu wechseln.

310 Mrd plus den Anteil aus den Targetforderungen muß D vermutlich bereits jetzt als deutschen Anteil für 11 Mio Griechen zahlen. Wieviel müssen 80 Mio deutsche für die übrigen 300 Mio Europäer zahlen um den Euro zu "retten"?

Ist uns das Wohl eines jeden Griechen und natürlich auch jedes anderen Europäers so bei 50.000 Euro wert?

Gast
Der Wunschzettel der Südländer

Die vier EU-Präsidenten haben die Wünsche der Südländer genau eins zu eins übernommen und fordern immer wieder einfach von Deutschland die Lösung der Schuldenkrise. Seit über zwei Jahre wird das Problem der Staatsverschuldung sowie das der Bankenkrise von den Nationalstaaten verschleppt. Anstatt die Ursachen der Geldverschwendung genau zu analysieren und ländertspezifische Lösungen zu erarbeiten, wie man die Budgets hinsichlich Ausgaben und Einnahmen verändert kann, um zu konsolidieren und Strukturreformen durchführt wird stattgessen weiter auf Pump gelebt.
Die Forderungen nach Euro-Bonds und Schuldentigungsfond sind doch viel einfacher und schneller formuliert.
Allein der Schuldentilungsfond wird bei dem heutigen Stand der Deutschland-Schulden in Höhe von 2050 Milliarden Euro eine Mehrbelastung von 55 Milliarden Euro an Zinsen pro Jahr bedeuten. Bei alle Liebe zu Europa, dies könnte Deutschland nicht schultern.
Europa wird jetzt unfair und verliert seine Gemeinschaft.

Bernd1
@ Kathgläubig - Fakten oder Sprüche?

"Diese FAKTEN beschreiben die ökonomische REALITÄT, die auch die Euro-"Träumer" zur Kenntnis nehmen sollten."

Wenn man sich die Kommentare anschaut findet man eigentlich nur pauschale Sprüche und leider KEINE wirklichen Fakten.
Bennenen Sie doch bitte mal echte Fakten die Ihre Sprüche untermauern. Sie schreiben etwas von "europäischen Ökonomen" die Ihrer Meinung sind aber nennen keine. Wenn andere konkrete Zahlen und Daten nennen komme nur Sprüche ohne echte inhaltliche Aussagen.

Ich würde mich freuen wenn Sie zum Beispiel mal die Kosten und sonstigen Konsequenzen sowohl für uns in Deutschland wie auch für die Griechen benennen für den von Ihnen geforderten Ausstieg der Griechen aus dem Euro. Nur dieses zu fordern ohne die Konsequenzen überhaupt zu hinterfragen ist zu wenig!

MisterEde
Wieder schneller....

"Die Krise habe eine "Schneise der Verwüstung" durch Europa geschlagen. Daran trage die Bundesregierung mit ihrer "Fehldiagnose" über die Ursachen der Krise eine Mitschuld."

Ich habe gestern geschrieben:

"Frau Merkel regiert Europa zugrunde. Frau Merkel hat mit Ihrer unsolidarischen Sparpolitik die Arbeitsplätze von Millionen Menschen auf dem Gewissen.

Durch Ihre Regierung wurden ganze Völker in Armut geschickt (Spanien, Griechenland und Portugal mit 50% Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen)

Die vernichteten Perspektiven, die zerstörte Zukunft von 150 Millionen Menschen gehen auf das Konto der Regierung Merkel.

Es ist die größte Vernichtung in Europa in Friedenszeiten seit Nero. So wie Nero einst Rom vernichtet hat, vernichtet Merkel nun Europa. Der einzige Unterschied, Merkel tut dies in dem sie Griechen und Spanier zwingt sich selbst anzuzünden."

Gast
Systemfrage

Warum stellt keiner die Systemfrage?
Sparen- Schulden - Wachstum noch mehr Wachstum - noch mehr Schulden - Banken retten – systemrelevant?
Dann stimmt doch was mit dem System nicht.
Mich beschleicht schon seit längerer Zeit das Gefühl, dass weder die Regierung, noch die Opposition das System der freien Marktwirtschaft durchschauen. Sie murksen getrieben von den Märkten nur an den Symptomen herum. Die Diskussionen und Debatten sind nur Augenwischerei, Beruhigung, Ablenkung und bringen lediglich einen Zeitgewinn.

Gast
Europa zerbröckelt

Europa der Kulturen haben wir 1956 mit der EWG gegründet.Damals glaubten und hofften die Menschen auf ein friedliches, glückliches Europa. Europa konnte so über 55 Jahre zur Verbesserung des Miteinander beitragen. Mit der Einführung des Euros kam auch der Wohlstand und das billige Geld in die Südländer. Die Südländer konnten damit aber nicht umgehen und lebten seitdem auf Pump. Seit zwei Jahren sind sie wachgeworden und möchten nun den Traum weiter von den Nordländer finanziert haben. Die Forderungen nach neuem Geld werden jetzt immer radikaler und haben Recht und Gesetz hinter sich gelassen. Dänemark ist heute ausgestiegen. Eile mit Weile - Dänemark verschiebt Referendum über stärkere EU-Integration. Meine Europpa-Empfindung ist von 100% gegen Null gefallen. Die Südländer sollten endlich selbst Abhife schaffen und sparen sonst war alles für die Katz.

Selbstaufklärer
18:16 — Backgroundscan

Zitat, 18:16 — Backgroundscan:
"Dann kann ich mein Geld besser selber verprassen, als es den Roten und Grünen zu überlassen."

Welche Roten meinen Sie denn, doch sicher nicht die um Gysi?

Und,
soll Merkel auch weiterhin die Gelder nutzen, die die reichen Griechen, die 80% des Geldvermögens Griechenlands, der Volkswirtschaft dort entzogen haben und u.a. auch zu uns geschafft haben?

Und soll sie deren hohen Gewinne daraus, hier integrieren?

Phonomatic
@ 18:13 — Herb

Danke für Ihre Zustimmung. Man muß ja versuchen den Fatalismus hinter solchen Argumentationen zu entschleiern.
Ihnen kann ich auch voll beipflichten.

Gast
und der nächste Kandidati ist: - Slovenien

Laut dem Premier Janez Jansa könnte das Land ab nächsten Monat einen Bailout beantragen müssen, wenn das Parlament keine Kürzung der öffentlichen Ausgaben beschließt

Dominoeffekt. Es fallen alle der Reihe nach.
Die befürchtete Ansteckung ist längst da.
Mit Euro-Bonds würde es nur noch schlimmer und schneller.

Cookie2011
@yotago

Ich stelle die Systemfrage immer wieder, u. A. auch hier in letzter Zeit, bis jetzt verhallt sie aber mehr oder weniger ungehört... ich denke es ist das alte Lied: festhalten an dem vermeintlich "Bekannten" bis rein gar nichts mehr geht.

Man hätte schon 2008 den Reset-Knopf drücken müssen, stattdessen hat man auf Steuerzahlers Kosten Banken/Banker gerettet und nichts Grundlegendes verändert. Die Rechnung dafür erhalten wir alle gemeinsam (!) jetzt seit rund 2 Jahren... und machen "die Südländer" dafür verantwortlich!? Geht es noch?!

Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft kommt wieder ein großer Krieg, weil z. B. eine Gruppierung von ultra-rechten Nationalisten leichtes Spiel gehabt haben wird, wenn diese Zustände noch anhalten oder gar schlimmer werden (was wahrscheinlich ist)... und wisst Ihr was, das hätte dann sogar die "angenehme" Folge, dass wieder Wachstum entstehen könnte, weil man ja vielerorts bei 0 beginnen müsste... wirklich toll, und richtig krank!

Zwicke
My Name is Bond ... Euro Bond !

Wie beim legendären Superhelden wird auch diesmal das Böse besiegt. Die deutsche "Iron Lady" darf, genau nach Bilderberger-Drehbuch, anfangs noch auf dicke (Hosenanzugs-)Hose machen, um dann schließlich der Übermacht der moralisch guten , der "wirklichen" Europäer zu erliegen. Merkels Satz "Es wird keine Eurobonds geben, solange ich lebe" ist gemäß Drehbuch rein dramaturgisch zu verstehen. Denn die Scriptschreiber (von "Golden Nose") haben natürlich Hintertüren eingebaut, die Merkels Überleben sichern (für die nächste Folge der Serie). Ja, Hintertüren. Davon gibt es denkbar viele. Von reinen Bankversionen bis zu speziellen Light-Bonds. Sicher ist nur eines: Die Bilderberger (in Cooperation mit Gleichgesinnten) werden mit der Sache wieder richtig Kasse machen und sich wohl bei der Nachfolgeproduktion nicht lange bitten lassen. Schon heute ist der Titel "Golden World" angedacht.

fathaland slim
27. Juni 2012 - 19:13 — alfons496

Bitte lesen Sie mal den "Schuldenmoloch" überschriebenen Kommentar von 18:51.

Ich finde es unzulässig einfach, die Schuld den "Südländern" zuzuschreiben. der Wohlstand dort kam nicht mit der Einführung des Euro, sondern ist das Ergebnis jahrzehntelanger auf Wachstum orientierter Politik, als Wachstum noch sinnvoll war. Ein Land das wirtschaftlich schwer im Rückstand ist muß wachsen um den Anschluß zu kriegen.

Und dann kam die weltweite, ich betone weltweite Finanzkrise, die natürlich erst mal die Schwächsten traf.
Zufällig fiel das grob mit der Einführung des Euro zusammen, obwohl der eigentlich ja schon 10 Jahre früher eingeführt wurde. Hat nur keiner gemerkt, weil man immer noch mit dem gewohnten Geld zahlte.

Wenn man jetzt aus diesem zeitlichen Zusammenhang einen ursächlichen konstruiert, so fällt man etwas anheim, was man eine kognitive Dissonanz nennt.

Etwa wie der Mensch, der glaubt daß der Weltuntergang bevorsteht und ordentlich betet. Kommt er nicht liegts am Beten, oder?

Gast
Danke Frau Merkel

Man muss der Kanzlerin Hochachtung zollen für Ihre Standfestigkeit und Ihren Mut, den Leuten um Barroso und den politischen Führern in Italien, Spanien und Frankreich zu widerstehen. Da wollen nicht nur letztere sondern der Belgier van Rumpoy, der Portugiese Barroso, der Italiener Draghi und der Luxemburger Juncker den Deutschen Eurobonds und Bankenunion aufschwatzen, nur um ihre Unfähigkeit, harte Reformen nach deutschem Muster durchzuführen, zu kaschieren.
Es reicht jetzt. Entweder setzt sich die Kanzlerin durch oder das Bundesverfassungsgericht schiebt den Gespenstern einen Riegel vor.
Nicht zu glauben, aber es gibt Redakteure in Deutschland, die immer noch dem europäischen Bundesstaat das Wort reden.

Gast
@ 19:47 — Phonomatic

Sie haben heute nachmittag einen Mitforisten niedergemacht, der seine Meinung vertreten hat aber keine Belege vorweisen konnte.

Dann werde ich das übernehmen ;)

Dirk Müller im Handelsblatt "Der Euro ist die falsche Währung"

interessant S. 10 !!
http://www.wiwo.de/politik/europa/waehrungsunion-der-euro-im-faktenchec…

man frage Ökonomen, die keine eigenen Interessen verfolgen :

"Im akademischen Bereich hält die überwiegende Mehrheit den Ansatz für falsch.
Als das Plenum der Ökonomen 2011 abgestimmt hat, haben 90 Prozent der befragten Professoren gegen die Rettungsschirmpolitik votiert und für geordnete Staatsinsolvenzen.
Aus dem Bereich der Banken und der Industrie kommt hingegen überwiegend Unterstützung für den ESM.
Nach meinem Eindruck spielen da auch Interessen eine Rolle. "

"Die Euro- Rettung ist ein Fiasko" in der FAZ

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/schuldenkri…

Gast
!!!!!!!???????

Was ich nicht verstehe ist,wenn die Opposition der Regierung versagen vorwirft - warum hat sie keine anderen Vorschlaege gemacht,welche vielleicht besser sind?! Sie ist doch auch vom Volk gewaehlt worden um dem Land zu helfen!!! Es ist jedem Abgeordneten seine Pflicht!!!
Aber leider ist es in anderen Laendern genau so.

F_astD_reiP_rozent
FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle, bla, bla...

„FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle riet den Angeordneten, auf Fernreisen wegen "der einen oder anderen Sommersitzung" zu verzichten. Er werde in einen zweiwöchigen "temporären Sportaktivurlaub" an den Bodensee aufbrechen“.
Kann es sein das ER in Griechenland oder anderswo in Europa auf Grund seiner krudenden Einstellung nicht mehr erwünscht ist? Oder bezeichnet man Alkoholtherapien jetzt als „Sportaktivurlaub“? WOW

Phonomatic
@ 20:21 — katerramus

Sie Argumentieren auch mit Meinungen, denen aus dem Handelsblatt und der FAZ.

Und da wir hier über Politik diskutieren kann ich auch Ihnen nur sagen. Was 90% der Ökonomen für richtig halten ist nicht zwangsweise politisch vernünftig.

Die "geplante Insolvenz" für Staaten soll wohl ein Witz sein. Der Begriff verschleiert doch die tatsächliche Härte eines solchen Vorgehens gegenüber Millionen von Menschen.

Gast
Und der Nächste, bitte!

Bloomberg meldet, dass der Slowenische Premierminister, Janez Jansa, einem Lokalradio sagte, dass Slowenien möglicherweise Hilfen zur Euro-Rettung benötigen wird:

"July will be the moment of truth since parliament will vote on the golden fiscal rule and on changes to the way referendums are organized," Jansa was quoted as saying in an interview with Koper-based Radio Ognjisce. "If we continue to get more and more debt, we will see a Greek scenario here and this generation will have to pay dearly for the stupidity of those that have delayed decisions."

Ein spannender Sommer, wobei die Euro-Rettung ja eher einem Autounfall in Super-Zeitlupe gleicht. Grausig.

Selbstaufklärer
Thierse(SPD), sprach heute morgen im D-Radio

Thierse(SPD), sprach heute

Thierse(SPD), sprach heute morgen davon, dass Krisenbewältigungsmechanismen, mit der Abstimmung am Freitag in Gang gesetzt werden.

Es werden wie bei Hartz4, mit der Verabschiedung am Freitag Krisenverschlimmerungsmechanismen in Gang gesetzt.

Hoffentlich stoppt das BVG, diesen Wahnsinn!

Ich würde mich besonders für Gysi und seine Partei freuen.

fathaland slim
27. Juni 2012 - 20:07 — W.Prestel

Hätten die anderen Länder Europas die gleichen "harten Reformen" wie Deutschland durchgeführt, dann hätten sie uns unsere Waren nicht abkaufen können und unser Wettbewerbsvorteil wäre futsch gewesen. Daß es uns so gut geht liegt an unserer exportorientierten Wirtschaft. Wenn aber alle auf den gleichen Trichter kommen: wer kauft denn dann den ganzen Krempel? Unter Ludwig XIV hieß das Merkantilismus und ging schon damals nur zeitweise gut.

Am deutschen Wesen wird die Welt nicht genesen.

Gast
@ Phonomatic

Sie können davon ausgehen, dass es mir völliger Ernst ist, wenn ich der Meinung bin, dass nicht nur Banken, sondern auch Staaten in eine geordnete Insolvenz gehen dürfen sollten.

Ihr Hinweis auf die Bevölkerung trifft nicht, wenn man sieht, wie erbärmlich es vielen Teilen der griechischen Bevölkerung geht, obwohl "Griechenland" fortwährend "gerettet" wird.

Hätte die EZB diese Milliarden direkt an Griechenland gegeben und Staatsanleihen dafür genommen, wäre Griechenland annähernd schuldenfrei - jedenfalls gegenüber den Banken, dem IWF, der EU.....

Jedenfalls bestünde bei einer Insolvenz Griechenlands für die Bevölkerung die Möglichkeit, in wenigen Jahren wieder ein lebenswertes Leben zu führen, diese Aussicht haben sie derzeit nicht.

Einfach mal schauen, wie Argentinien es gemacht hat: hat zu den Banken gesagt, wir zahlen nicht mehr (nur an den IWF - der am meisten gehasst wird ), habne ein paar harte Jahre gehabt , jetzt geht es wieder gut.

Gast

Die Warnung Machiavellis hat sich bewahrheitet: „Auch in ihm sind die Übel, die man von fern erkennt, (…) leicht und geschwind geheilt; hat man sie aber so weit anwachsen lassen, daß Jeder sie erkennt, so ist kein Mittel mehr dagegen zu finden.“ – denn als man den Euro erschaffen hat, da warnte ein kleines, tapferes Häuflein Gelehrter, die man entweder gar nicht zu Wort kommen ließ oder ihre Bedenken verneinte und lächerlich machte; nun aber, nachdem alle Verträge und Versprechen gebrochen sind und sich mehr als nur bewahrheitet hat, was diese wenigen Kundigen befürchtet hatten, da der Zusammenbruch des Euro unabwendbar ist und die Deutschen schweren Schaden dadurch erleiden werden.
Wobei Nietzsche durchaus zu Recht gesagt hat „auch das schlimmste Ding hat zwei gute Kehrseiten“, denn für Deutschland bietet der Zusammenbruch des Euro nicht nur die Möglichkeit endlich das Brüssler Joch abzuschütteln, sondern auch die Gelegenheit sich der verwerflichen Parteienherrschaft zu entledigen.

Bernd1
@ fathaland slim - Falscher Zusammenhang?

Sie schreiben:
"Hätten die anderen Länder Europas die gleichen "harten Reformen" wie Deutschland durchgeführt, dann hätten sie uns unsere Waren nicht abkaufen können und unser Wettbewerbsvorteil wäre futsch gewesen."

DAS sehe ich vollkommen anders.
Denn es sind weniger die Staaten die unsere Waren kaufen sondern die Unternehmen in den Ländern. Und diese Unternehmen haben mit dem notwendigen sparen im Staatshaushalt weniger zu tun.
Das einzige was uns treffen würde wäre beim sparen der Staaten weniger Waffenexport aber der ist nicht so wichtig.

Leider verwechseln immer mehr Leute auch bei den Journalisten die Staatsverschuldungen mit der Wirtschaft!

Und deutsche Firmen können im übrigen auch besswer wirtschaften WEIL wir harte Reformen durchgeführt haben. Daran dürfen sich andere Länder gerne ein Beispiel nehmen!

Gast
Für den Export Griechenland alimentieren?

Vorschläge wie die von Leserkommentator "fahterland slim", daß Deutschland Griechenland alimentieren sollte, damit mehr deutsche Waren nach Griechenland exportiert werden können, sind zwar keine Seltenheit, und werden mit den sogenannten "Target2"-Regelungen auch bereits seit Jahren in die Tat umgesetzt, rechnen sich für uns aber letztendlich nicht.
Sonst würde Saudi-Arabien auch Deutschland alimentieren, damit Deutschland saudisches Öl kauft.
Und Japan würde Deutschland alimentieren, damit die Deutschen japanische Autos kaufen.
Und die USA würden Deutschland alimentieren, damit die Deutschen koffeinhaltige amerikanische Brause trinken.
Und mein Malermeister würde mich aleminetieren, damit ich es mir leisten kann, mein Haus neu streichen zu lassen.
Und die Türsteher der Diskotheken würden Passanten Geld geben, damit diese sich in der Disko viele Getränke bestellen können.
Unsere Industrie hat immer schon viel exportiert, und war immer schon wettbewerbsfähig, auch ohne Target2 und ESM

fathaland slim
27. Juni 2012 - 21:38 — Bernd1

Ein Staat ist die Gesamtheit seiner Bürger.
Wenn gespart wird, hat der Bürger weniger Geld und kann deswegen weniger kaufen. Das sah man ja bei uns nach den "harten Reformen": die Binnennachfrage brach ein.

Waren werden hauptsächlich von Verbrauchern gekauft.
Unternehmen sind keine Verbraucher im klassischen Sinne, auch wenn sie Waren (Maschinen u.ä.) kaufen.

Und daß Unternehmen von staatlicher Sparpolitik nicht berührt werden ist wahrlich eine steile Behauptung.