Menschen arbeiten auf dem Forschungsschiff "Meteor"

Ihre Meinung zu Suche nach unbekannten Arten: Fünf Wochen auf Expedition im Atlantik

5.000 Meter unter dem Meeresspiegel leben Tiere, die noch nie ein Mensch gesehen hat. Wissenschaftler des Senckenberg-Instituts haben diesen bedrohten Lebensraum jetzt untersucht - mit überraschenden Erkenntnissen. Von S. Kristan.

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88 Kommentare

Kommentare

Questia

Die Motivation - 

 "Er will die Lebewesen untersuchen, bevor sie ausgestorben sind."  finde ich ausgesprochen fragwürdig.

Denn der Sinn des Daseins dieser Tiere ist es doch nicht, dass Menschen sie kennenlernen und dann ihr zerstörerisches Wirken fortsetzen.

"Tiere, die noch nie ein Mensch gesehen hat"

Eigentlich wünsche ich den Tieren, dass sie noch nie einen Menschen und seine Werkzeuge gesehen und gespürt haben und dies auch nicht werden.

Das Entnehmen aus den Tiefen mit ihren Druckverhältnissen bedeutet m.E. der sichere Tod.

Ich fühle mich an die Geschichte vom letzten Dodo (Dronte) auf Mauritius erinnert. https://www.hoerspielundfeature.de/wurfsendungs-serie-die-letzten-100.h…

 

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AuroRa

Über den Satz bin ich auch gestolpert, aber gehe davon aus, dass diese Interpretation so nicht hervorgerufen werden sollte.


Es gibt leider Gründe, nur Tierarten zu schützen, die man kennt, bzw. dessen Impact absehbar sind. Daher ist Forschung Teil vom Naturschutz

Questia

@Aurora 18:28

| "Es gibt leider Gründe, nur Tierarten zu schützen, die man kennt, bzw. dessen Impact absehbar sind. Daher ist Forschung Teil vom Naturschutz"|

Obwohl Sie keinen dieser Gründe nenne, finde ich diese Sichtweise unakzeptabel. Denn:

erstens  steht es den Menschen nicht zu, darüber zu urteilen, welches Lebewesen wertvoll ist und

zweitens haben wir Menschen schon zu oft bewiesen, dass wir gar nicht dazu in der Lage sind, die Komplexität der Natur und ihrer Systeme zu durchschauen.

Diese menschliche Hybris geht mir so was von gegen den Strich.

Fast wünsche ich mir, dass die Anhalter-Triologie von D. Adams stimmt: Es sind die Menschen, die von den Mäusen in Experimenten gehalten werden... bevor die Erde einer intergalaktischen Umgehungsstraße weichen muss.

 

AuroRa

Können Sie ja „unakzeptabel“ finden. Dass Menschen nur um das und diejenigen sorgen, das/den sie kennen, ist menschlich. Muss man nicht gut finden. Ist aber Fakt 

vaihingerxx

wenn man ein Tier nicht kennt oder ne Pflanze

kann man sich auch keine Vorwürfe machen wenn die ausstirbt

bestenfalls was für nen Archäologen

Questia

Fakt ist vor allem, dass Sie ganz geflissentlich über mein "zweitens" hinweggehen. "zweitens haben wir Menschen schon zu oft bewiesen, dass wir gar nicht dazu in der Lage sind, die Komplexität der Natur und ihrer Systeme zu durchschauen."

Da können Sie noch so heftig und argumentfrei mit vorgeblichen Fakten um sich schlagen, die auch nur eine Meinung sind.

 

AuroRa

Hier wird versucht, die Natur zu untersuchen, um sie besser schützen zu können.

Vielleicht sollten Sie sich ein anderes Feindbild suchen. Beispielsweise Firmen und Politik, die Natur ausbeutet und zerstört 

Olivia59

"Hier wird versucht, die Natur zu untersuchen, um sie besser schützen zu können."

Die Ambitionen von "Entdeckern" sehe ich etwas ambivalenter. Die Polarforscher, die die letzten unbekannten Flecken der Oberfläche entdecken würden sich bestimmt auch als naturverbunden betrachten. Es waren wie bei der Nord-Ost Passage aber teils militärische Unternehmungen, bei dem es am Ende um Expansion, Kontrolle über die Natur und die Projektion Macht gegenüber anderen ging.
Das der Ozean in seinen Tiefen noch weitgehend unerforscht ist und eine Weile auch noch bleiben wird, ist für die Menschheit in gewisser Weise  eine Demütigung.

schabernack

➢  Es gibt leider Gründe, nur Tierarten zu schützen, die man kennt, bzw. dessen Impact absehbar sind. Daher ist Forschung Teil vom Naturschutz.
➢➢  Obwohl Sie keinen dieser Gründe nenne, finde ich diese Sichtweise unakzeptabel. Denn: …

Es ist aber tatsächlich so, dass Menschen besonders die Tierarten schützen, die sie gut kennen, und die ein «positives Image» haben.

Elefanten, Delphine, Pinguine, schöne Vögel, niedliche Nagetiere. In den Zoos sind es diese «Sympathie-Tiere», die viele Besucher anziehen. In Köln sind es die Elefanten im Elefantenpark.

So was ist wichtig, um schon kleinen Kindern die Bedeutung von Ökosystemen, die Abhängigkeiten von Tierarten im Zusammenleben zu vermitteln, auf dass sie aufmerksam und achtsam aufwachsen mögen.

Für Tiere und für die Natur im Allgemeinen.

Olivia59

"erstens  steht es den Menschen nicht zu, darüber zu urteilen, welches Lebewesen wertvoll ist"

Naja, man könnte es auch so betrachten das sich der Mensch seines negativen Einflusses bewusst ist und diesen für so unausweichlich hält, das es nur noch darum geht für welche Tierart man sich besondere Mühe gibt, deren Bestand zu sichern.

R A D I O

Ich glaube nicht, dass es derzeit auf ein paar tausend für die Wissenschaft und den Menschen mehr oder weniger getöteter Tiere ankommt.

In Versuchslaboren wurden 2023 in Deutschland 671.958 zu wissenschaftlichen Zwecken getötet, die Zahl zu wissenschaftlichen Zwecken gezüchtet und getöteter Tiere, die aber nicht für solche Zwecke verwendet wurden, belief sich auf 1.373.173 Tiere. (Quelle: Deutsches Zentrum zum Schutz von Versuchstieren, eine Einrichtung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft).

Die Mission im Atlantik bringt wahrscheinlich was, wenn man den Nutzen vielleicht noch nicht genau kennt, wissen wollen wir sammeln, dann gucken wir, was damit anzufangen ist.

Questia

@Radio 19:04

| "Ich glaube nicht, dass es derzeit auf ein paar tausend für die Wissenschaft und den Menschen mehr oder weniger getöteter Tiere ankommt." |

Da es sich um einen extremen Lebensraum handelt, dürfte die Anzahl an dort existierenden Lebewesen um einiges geringer sein. Und es wird ja auch davon geschrieben, dass das Pflügen oft wiederholt wird. 

Das Pflügen der kommerziell Handelnden kommt ja auch noch oben drauf.

Im Übrigen finde ich, dass der Versuch der Rechtfertigung "hier wird viel mehr "geopfert" eher als Argument dafür taugt, beides zu lassen.

 

AuroRa

Dort wird nicht „kommerziell gepflügt“ 

Questia

"Die Bezeichnung Grundschleppnetz verweist auf Einsatzgebiet und Zielfischarten:am Meeresgrund lebende Grundfische, Krabben und Muscheln. Seit einigen Jahren auch Tiefseefische....Bei der Grundschleppnetzfischerei ziehen Fischkutter riesige, mit großen Metallplatten, schweren Stahlseilen oder sogenannten Baumkurren beschwerte trichterförmige Netze über den Meeresboden. Zusätzlich sind seitliche Scherbretter aus Holz oder Stahl angebracht. Dadurch wird ein noch größerer Bereich umgepflügt..." Q: https://www.stiftung-meeresschutz.org/themen/fischerei/grundschleppnetz…

 

AuroRa

Grundschleppnetze werden in diesem Gebiet nicht kommerziell eingesetzt. Artikel bitte nochmal lesen 

R A D I O

Angesichts der kommerziellen Tiefseefischerei, der Erdöl- und Gasförderung aus dem Meer, der Nutzung des Meeres als Transportweg, der Unmengen Plastik und sonstigen Eintrags aus Industrie und Haushalten, ist das, was die Meeresforschung an Problemen verursacht, vernachlässigbar. Ansonsten haben wir es, ob in der Wirtschaft oder bei Tierversuchen, mit Abwägungsprozessen (Nutzen vs. Schaden) in engen Grenzen zu tun. Hier setzen sich, wie in aller Regel überall, die Interessen der Wirtschaft und der direkt Handelnden durch. Es ganz zu lassen, das wird so schnell nicht geschehen. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass vorher die Welt zugrunde geht. Kann höchstens durch eine sinnvolle Planwirtschaft und eine kommunistische Gesellschaft mit ethisch hohen Ansprüchen und entsprechender Regierungsform verhindert werden. Davon sind wir noch sehr weit weg.

Questia

Zu Ihrem ersten Satz verweise ich auf meinen Letzten im Beitrag von 19:29

R A D I O

Mein Beitrag war eine Antwort auf den von Ihnen von 19:29. Der Schlitten der Forschungsexpedition dürften relativ wenig Schaden am Meeresboden verursachen. Es handelt sich um ein etwa 4m X 1,20 m langes Teil aus Leichtmetall (Aluminium?) und einem flachen Boden mit nach oben abgerundeter Front als eine Art Bug, ohne Seitenteile. Der Schlitten wird über den Grund gezogen, die aufgewirbelten Organismen gelangen in Netze, die sich in dieser Art offener länglicher Kiste mit flachem Boden, fest verbaut, befinden. Der Meeresboden wird nicht durchpflügt, gar kein vergleich mit schon angesprochenen kommerziellen Tätigkeiten. Und dann dauert diese Expedition auch nur 5 Wochen.    

R A D I O

Das noch: außerdem setze ich ihrem letzten Satz von 19:29 entgegen, dass wir "beides" und vieles andere nicht lassen können. Das sehen wir ja. Zu fordern, was sein zu lassen, hat oft wenig Erfolg, kann man schon bei Kindern beobachten, nehmen manchmal Dinge auseinander, heulen hinterher, weil sie die nicht mehr zusammenkriegen, aber am nächsten Tag machen sie genauso weiter. Die Erwachsenen sind nicht unbedingt schlauer. Warten wir auf neue Menschen und eine neue Welt, würde ich sagen. 

AuroRa

… die in diesem Gebiet nicht kommerziell in Einsatz sind. Lesen Sie den Artikel einfach mal unaufgeregt. 

AuroRa

Dieses Kommentar war an Questia gerichtet. 

schabernack

➢  Das Entnehmen aus den Tiefen mit ihren Druckverhältnissen bedeutet m.E. der sichere Tod.

Das muss nicht so sein.

Im größten und besten Meerwasser-Aquarium auf Okinawa Island machen sie das auch so. Sie entnehmen Lebewesen aus der Tiefsee (nicht aus 5.000 m Tiefe, aber aus bis zu 500 m). Mit allmählicher, sehr langsamer, Wassedruck-Verminderung in Tanks gewöhnen sich die Tiere an den geringeren Druck.

Sie wohnen im Aquarium dann im 4. Untergeschoss bei sehr wenig Licht (bläulich-lilafarben). Als Besucher Mensch muss man einige Minuten in Dunkelheit verweilen, bis sich die Augen auf Nachtsehen anpassen. Sonst sieht man nichts, schon gar nicht die Viecher.

Bis hinunter in den Bereich Tiefsee steigt man hinab in die Meereswelt. Es beginnt am Korallenriff, dann durchquert man die große Halle mit dem Becken für die Walhaie, und dem Overhead Tunnel für die Mantas.

Alles sehr beeindruckend.

vaihingerxx

>>Das Entnehmen aus den Tiefen mit ihren Druckverhältnissen bedeutet m.E. der sichere Tod.<<

also ein Fall für den Pathologen !

ich1961

Da kann ich nur "viel Geduld und Spucke" sowie viel Spaß bei der Arbeit wünschen.

Die Ergebnisse würden mich auch interessieren.

 

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AuroRa

Er rechnet mit etwa 200 möglichen neuen Arten, die sie auf der Expedition entdeckt haben könnten, darunter Asseln, Borstenwürmer, Muscheln und Krebstiere. Genau weiß man das erst nach der DNA-Analyse. 

Spannend! Vor allem auch die Frage, wie sich diese Arten aufgrund des Standorts von der näheren Verwandtschaft unterscheiden 

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ich1961

Ich finde es auch sehr spannend - aber da kommt bestimmt gleich " das ist doch sinnlos o.ä."!

AuroRa

Es können leider nicht alle Menschen so interessiert an Biologie sein wie wir, liebe ich1961

Nettie

"Man sieht, wie sich Tiere, die im und auf dem Meeresboden leben, ins Sediment eingraben, um sich zu schützen oder Nahrung zu suchen.“

Wahrscheinlich wollen die lieber da unten einfach in Ruhe gelassen statt schnell noch untersucht werden, bevor sie aussterben: "Vermutlich sind über 90 Prozent der Tierarten in der Tiefsee noch gar nicht entdeckt", sagt Torben Riehl. Klimawandel, Überfischung, Ölbohrungen und Umweltverschmutzung gefährden diesen geheimnisvollen Lebensraum. Deshalb drängt Riehls Mission: Er will die Lebewesen untersuchen, bevor sie ausgestorben sind“.

Wobei natürlich für alle am Besten wäre (und sich der Zeitdruck erübrigen würde), wenn sie das gar nicht ‚müssten‘.

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schabernack

➢  Wahrscheinlich wollen die lieber da unten einfach in Ruhe gelassen statt schnell noch untersucht werden, bevor sie aussterben.

Kennen Menschen die Zusammenhänge nicht, in denen Tiere leben,
können Menschen auch keine Schutzmaßnahmen ergreifen.

As simple as that.

Nettie

Bislang sind die Bewohner der Tiefsee offensichtlich ganz ohne diesen ‚Schutz‘ bestens klargekommen.

schabernack

➢  Bislang sind die Bewohner der Tiefsee offensichtlich ganz ohne diesen ‚Schutz‘ bestens klargekommen.

Das sind sie nicht, sonst hätte Menschengemachtes ja keine Auswirkungen auf die Tiefsee.

Nur was man kennt, kann man bewusst schützen,
und gäbe es kein Leben in der Tiefsee, müsste man dort auch keines schützen.

Nettie

„Nur was man kennt, kann man bewusst schützen,
und gäbe es kein Leben in der Tiefsee, müsste man dort auch keines schützen.“

Ersteres stimmt natürlich, aber das offensichtlich Leben ermöglichende Ökosystem in der Tiefsee musste bislang offensichtlich nicht geschützt werden bzw. kann sich offenbar selbst regulieren. Und jedes Ökosystem lässt sich am besten schützen, indem man es in Ruhe lässt bzw. möglichst gar nicht störend eingreift (oder es gar ausbeutet).

Nettie

„Die Forschenden nehmen an, dass der Staub der Sahara-Wüste die Artenvielfalt in der Tiefsee beeinflussen könnte. Der Staub wird regelmäßig durch den Wind über den Atlantik getragen, die Mineralstoffe darin könnten als natürlicher Dünger fungieren. Das ist für den Regenwald des Amazonas bereits belegt.“

Und die Annahme, dass die Gültigkeit dieses Prinzips sich nicht auf das Ökosystem über Wasser beschränkt ist dürfte aller Wahrscheinlichkeit richtig sein: "Wir vermuten aber, dass die Tiefsee direkt gar nicht durch den Saharastaub gedüngt wird, sondern eher das oberflächennahe Ökosystem im Meer. Und dann sinkt das ab. Je produktiver das ist, desto mehr landet dann auch in der Tiefsee." Dass die meisten Tiefseeorganismen von absinkenden Partikeln aus den oberflächennahen Wasserschichten abhängen, ist bekannt. Je mehr diese also von den Mineralstoffen aus der Sahara profitieren, desto mehr fällt auch für unten ab. Das wäre dann eine indirekte Düngung des Meeresbodens, so die Theorie“.

Anthropozäniker

Ich denke die hier zu recht viel kritisierte  Aussage die Lebewesen untersuchen zu wollen bevor sie ausgestorben sind ist eher fatalistisch-ironisch gemeint aufgrund der aktuellen Weltlage, und dann von dem Journalisten besonders hervorgehoben. Der Zweck solcher Forschungen ist eigentlich immer verstehen und dann schützen. 

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AuroRa

Ja davon gehe ich auch aus 

Stotterfritz

Die Forscher lernen daraus. Die Menschen kopieren die Erfindungen der Natur. Das ist doch gut. Wie wurde der Reißverschluss erfunden? Forscher haben sich die Vogelfeder und deren Zusammenhalt näher angeschaut. Wie wurde der Klettverschluss erfunden? Der Name sagt es schon. Man hat die Funktion der Kletten untersucht. Wieso kann ein Gegenstand fliegen, der schwerer als Luft ist? Wie können Tiere in solchen lebensfeindlichen Tiefen überleben, obwohl es dort keinen Sauerstoff gibt? Wie können Tiere in solchen dunklen Tiefen ihr eigenes Licht erzeugen? Welche Gifte gibt es noch, die in angepasster Dosis heilen können? Warum bekommen Haie keinen Krebs? Warum wächst beim Salamander ein abgeworfener Schwanz nach? Das sind doch spannende Fragen, die nach Antworten suchen. 

Paul Lo

"Je mehr diese [die oberflächennahen Organismen] also von den Mineralstoffen aus der Sahara profitieren, desto mehr fällt auch für unten ab."

Also ein real existierender Trickle-down-Effekt. Ob er nur möglich ist in einer menschenfeindlichen Umgebung?

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nie wieder spd

„Trickle-down-Effekt“

Genau. Die Sch…e fällt immer nach unten. 
Wie in unserem Leben auch.

Malefiz

"5.000 Meter unter dem Meeresspiegel leben Tiere, die noch nie ein Mensch gesehen hat. Wissenschaftler des Senckenberg-Instituts haben diesen bedrohten Lebensraum jetzt untersucht - mit überraschenden Erkenntnissen."

Vielleicht hat es einen Grund das ein Mensch gewisse Tiere noch nie gesehen hat und auch nicht sehen soll! Warum kann man von einer unberührten Natur mal nicht die Finger weglassen? Warum muß der Mensch überall rein wurschteln? Warum muß der Mensch immer mit einem Vorwand sich wichtig machen und sich das Recht herausnehmen um alles wissen zu müssen?

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wie-

>> Warum muß der Mensch immer mit einem Vorwand sich wichtig machen und sich das Recht herausnehmen um alles wissen zu müssen?

Um das komplexe Habitat namens "Erde" besser zu verstehen? Inklusive der Wechsel- und Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Biosphäre, von der der Mensch nun einmal abhängig ist? Der Mensch sollte mindestens wissen, was er zerstören wird, was verloren gehen wird, wenn Tiefseebergbau, Sammeln von Manganknollen im großen Stil erlaubt werden wird, oder wenn sich die Auswirkungen von Klimawandel (Versauerung), Eutrophierung, Mikroplastik und überhaupt Müll nicht nur an der Meeresoberfläche zeigen.

Malefiz

Und was hat der Mensch davon wenn er mindestens weiß er zerstören? Die Menschheit hat das Wissen schon um die Zerstörungen, woran es mangelt ist der geistige Verstand den die Menschheit nicht hat damit umzugehen! Und deshalb wird die Menschheit das komplexe Habitat genannt Erde auch niemals besser verstehen. Zuerst muß die Menschheit sich selber besser verstehen bevor sie was anderes besser verstehen kann.

Ich verstehe die NASA im Übrigen immer besser, warum sie nach intelligentem Leben im Universum sucht!

Malefiz

Berichtigung des ersten Satzes meines Kommentares 20:31:

So muß er richtig heißen: Und was hat der Mensch davon wenn er mindestens weiß was er  zerstören wird aber nicht verhindern kann?

schabernack

➢  Ich verstehe die NASA im Übrigen immer besser, warum sie nach intelligentem Leben im Universum sucht!

Und was werden sie wohl finden …?

Irgendwelche intelligenten Aliens, die noch dümmer sind als Menschen,
die ihren Planeten komplett zerstörten,
und nun als Flüchtlinge im Raumschiff unterwegs sind,
um sich einen neuen Planet zum Leben zu suchen.

Nachfragerin

Das Problem sind nicht die Forschenden, die unsere Welt verstehen wollen. Das Problem sind Menschen, die aus Ignoranz oder Profitgier die Natur zerstören. In dieser Gruppe sind wir mit unserem westlichen Lebensstil ganz oben mit dabei.

Übrigens können die Forscher jede noch so abgelegene Stelle des Meeresgrunds untersuchen - unser Mikroplastik ist bereits dort.

Malefiz

Es ist so gut wie die ganze Welt die mit ihrem Lebensstil den Planeten zerstört, daß ist nicht nur der westliche Lebensstil!

Anderes1961

"Warum muß der Mensch überall rein wurschteln? Warum muß der Mensch immer mit einem Vorwand sich wichtig machen und sich das Recht herausnehmen um alles wissen zu müssen?"

Weil wir es können. Weil der Mensch von Natur aus neugierig ist. Würden wir uns nicht "wichtig machen", würden wir immer noch auf Bäumen sitzen und Bananen schälen.

Der Mensch hat schon viel Unheil angerichtet, weil er manche Dinge nicht wußte. Zum Beispiel den Klimawandel verursacht. Und je besser wir unsere Umwelt kennen, desto besser können wir sie auch schützen. Vor menschlicher Ignoranz durch andere Menschen, die glauben, es wäre besser man wisse nicht alles, sind auch neugierige Menschen nicht gefeit. 

Malefiz

Falls sie es noch nicht wußten, aber es wird in Zukunft immer Klimawandel in gewissen Zeitabständen geben, so wie es Klimawandel auch in der Vergangenheit gab wo die Menschen noch auf Bäumen gesessen und Bananen geschält haben. Das ist wissenschaftlich nachgewiesen, einfach mal danach googeln!

Anderes1961

Sehen Sie, genau das ist es, was ich mit menschlicher Ignoranz meine, gegen die auch neugierige Menschen nicht gefeit sind.

Danke, daß Sie mir den Beleg gleich nachgeliefert haben. 

Malefiz

Ach, nur weil ich anderer Meinung bin, bin ich ignorant?

Anderes1961

Nein. Wissenschaftliche Fakten sind keine Meinung und Sie ignorieren wissenschaftliche Fakten. 1+1=2 ist keine 1Meinung, sondern wissenschaftlicher Fakt. Sie dürfen ja gerne der Meinung sein 1+1 wäre 5. Ändert aber nichts am wissenschaftlichen Fakt. Allenfalls etwas an Ihrer Reputation. Und der menschengemachte Klimawandel, den Sie ignorieren, der hat nämlich auch Auwirkungen auf die Tiefsee. Auch deshalb untersuchen die Wissenschaftler die Tiefsee.

Was Sie wollen ist: warum sollen wir einen Brand überhaupt löschen? Es hat doch schon immer gebrannt. Ignoranter geht es nicht mehr. 

schabernack

➢  Warum muß der Mensch immer mit einem Vorwand sich wichtig machen und sich das Recht herausnehmen um alles wissen zu müssen?

Weil Menschen von Natur aus von Geburt an neugierig und Forschende sind.

Malefiz

Informieren Sie sich mal über die Sonnenwinde die zunehmen und unser Klima in den nächsten zig Jahrtausenden genauso schädigen werden! Es sind nicht nur wir Menschen die das Klima beeinflussen!

schabernack

➢  Informieren Sie sich mal … Es sind nicht nur wir Menschen die das Klima beeinflussen!

Als ob ich auch nur ansatzweise irgendetwas von Klima geschrieben hätte.
Rindviecher sind miese Wiederkäuer und Klimaschädiger,
aber unter Wasser als Gefahr für die Tiefsee können Kühe nicht gedeihen und nicht kauen.

Malefiz

Ich möchte auch nicht unter Wasser leben, ich habe keine Kiemen, ich kann nicht schwimmen und mir wäre es dort zu feucht!

Malefiz

Als ob ich auch nur ebenso und ansatzweise behauptet hätte, daß sie was vom Klimawandel geschrieben hätten! Es sollte nur eine Information an Sie sein, sonst nichts!

vaihingerxx

können Kühe nicht gedeihen

 

und Seekühe ?

:-)

vaihingerxx

wo liegt ihr Problem

irgendwie müssen wir uns ja von Tieren unterscheiden, die kümmern sich eher nicht darum das was im nächsten Tal so ist macht doch gerade unser Menschsein aus, das Forschen und Hinterfragen, sonst wären wir noch auf Bäumen sitzend

Malefiz

Ich habe keine Problem, ich habe auch nichts gegen das Forschen, aber warum forscht der Mensch nicht mal an sich selber herum bezüglich warum er der Welt so viel Schaden zufügt, warum es die Menschheit so antreibt die Welt zu schädigen?

vaihingerxx

welches Lebewesen macht sich überhaupt Gedanken ob es durch seine Anwesenheit oder seine Handlungen Schaden verursacht oder nicht

zugegeben so ne Nacktschnecke hat zu wenig Verstand .... wir offensichtlich aber auch nicht !

Malefiz

Tiere aller Art haben anscheinend mehr Verstand, sie holen nur das aus der Natur heraus was sie zum täglichen Leben brauchen mehr nicht. Die Menschen holen aber mehr aus Natur Natur heraus auch wenn sie es nicht brauchen würden und werfen es dann sinnlos weg!

Nettie

„Tiere aller Art haben anscheinend mehr Verstand, sie holen nur das aus der Natur heraus was sie zum täglichen Leben brauchen mehr nicht.“

Stimmt. Jedenfalls solange sie nicht von Menschen falsch konditioniert werden, zum Beispiel durch Anfüttern oder indem ihnen die Nahrungssuche zu bequem gemacht wird, wie zum Beispiel Wölfen dadurch, dass die ihnen in Form von ungeschützten Nutztieren auf nicht gesicherten (oder zu sichernden) Weiden ‚auf dem Präsentierteller serviert‘ werden.

vaihingerxx

ach ja

die fressen wenn was da ist und vermehren sich

oder sterben wenn sie alles gefressen haben

Ruhwarden-Mitino.@salusintrantibus

Wissenschaft fordert Aufklärung und Wissen! In Ordnung! Wissenschaft  aber hört da auf, wo auf Kosten der Umwelt, Grund und Boden, Vegetation und Lebewesen in "Fünf Kilometer" Tiefe zerstört werden, eine Welt für sich, welche seit Millionen von Jahren besteht! Verzichte wir - die Wissenschaft - auf derartige und unsinnige Forschung! Auch wir haben unsere Grenzen einzuhalten, gemäß Verstand!

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vaihingerxx

>>Auch wir haben unsere Grenzen einzuhalten, gemäß Verstand!<<

 

gemäß Verstand

wenn das alles ist,  da haben wir aber nicht viel zu bieten :-)

 

Stotterfritz

Schuld ist nicht die Wissenschaft. Die Erkenntnisse kann man zum Guten oder zum Schlechten verwenden. 

vaihingerxx

>>"5.000 Meter unter dem Meeresspiegel leben Tiere, die noch nie ein Mensch gesehen hat.<<

und wer nicht forscht bekommt auch nicht mit, dass die vielleicht in einigen Jahren ausgestorben sind bevor wir dieses mitbekommen

sarkasmus aus

vaihingerxx

die leben dort ohne Sauerstoff, viel CO2 Methan und sonstigem giftigem Zeugs

vielleicht eine Option für unser Überleben ??

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schabernack

➢  vielleicht eine Option für unser Überleben ??

Da müssen Sie sehr lange Zeit für trainieren,
bis Sie Leben an «Schwarzen Rauchern» angenehm und lebenswert finden.

vaihingerxx

das ist die Frage

ein tiefer Atemzug eines Neandertalers in einer unserer Großstädte .... und der wäre tot

vielleicht kann man forschen weshalb so ne Qualle kein Problem mit so nem Schwarzen Raucher hat, vielleicht die Chance für unser Überleben :-)

schabernack

➢  ein tiefer Atemzug eines Neandertalers in einer unserer Großstädte .... und der wäre tot.

Das wäre der Neandertaler nicht, außer er atmet in Neu Delhi zur Smogzeit,
dann fällt er dem gleichen Schicksal zum Opfer wie der Inder von heute.

schabernack

➢  vielleicht kann man forschen weshalb so ne Qualle kein Problem mit so nem Schwarzen Raucher hat, vielleicht die Chance für unser Überleben :-)

Quallen leben nicht in der Tiefsee, sonst müssten Sie sich als Badetourist am Strand wohl kaum vor Quallen an der Meeresoberfläche hüten.

vaihingerxx

>"Vermutlich sind über 90 Prozent der Tierarten in der Tiefsee noch gar nicht entdeckt", sagt Torben Riehl.<

 

schön für ihn

da hat er viel Arbeit, kann sich profilieren und einen Namen machen

andere kümmern sich um weit entfernte Planeten des Sonnensystems, oder noch weiter in unserer Galaxies

der Mensch ist eben neugierig

JM

5 Wochen !

Hundertausende Euros für nichts. Damit hätte man der hungerten Menscheit viel Leid ersparen konnen. Nein der Profit einzelner Wissenschaftler ist mehr wert. Für ein Bildchen dass eigentlich keiner braucht.