Container im Hafen von Los Angeles, davor eine US-Flagge (Archiv)

Ihre Meinung zu US-Zölle in Kraft getreten: Kritik von vielen Seiten

Mindestens zehn Prozent US-Zoll werden seit heute für Handelspartner aus aller Welt fällig. Kritik daran kommt auch aus konservativen Kreisen innerhalb der Vereinigten Staaten. US-Präsident Trump ruft zum "Durchhalten" auf.

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138 Kommentare

Kommentare

docsnyder

Als ich den Artikel über die Berechnungsgrundlage las,  dachte ich zuerst an einen verspäteten Aprilscherz. -nachdem mir klar wurde, dass das ernst gemeint war, pachte mich erst mal ein großer Schrecken. Das Ausmaß der Realitätsferne, das hinter all diesem Zoll-Unfug steckt, ist schlicht und ergreifend nicht mehr zu fassen. Wenn sich da nichts wesentliches ändert, wir das in einem sehr Bemerkenswerten Chaos enden.

Ich fürchte, Trumps Einschätzung, das sei eine historische Maßnahme, ist zutreffend – nur eben in einem ganz anderen Kontext als dem von Trump vermuteten.

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Bauhinia

Die einzig spannende Frage ist, wann werden Trump und seine Jünger das einsehen. Zunächst gibt Trump (schon) Durchhalteparolen aus. 

docsnyder

Stimmt. Allerdings ist Trump im Allgemeinen recht robust, wenn es darum geht, Fakten zur Kenntnis zu nehmen.

Bauhinia

Dann wird vielleicht nicht interessant ob Trump etwas zur Kenntnis nimmt, sondern ob der Rest der Reps irgendwann etwas zur Kenntnis nimmt.

fathaland slim

Das werden sie spätestens dann tun, wenn ihnen in ihren Wahlkreisen die Felle davonschwimmen. 

Es kann aber natürlich auch sein, daß Trumps Einflüsterer irgend ein Gesetz von siebzehnhundertschlagmichtot ausgraben, das ihm erlaubt, die Midterm Elections wegen irgend einer schweren nationalen Notlage, die er dann definieren würde, auszusetzen. Per Dekret natürlich.

Bauhinia

Ja, noch ist das trotz allem schwer vorstellbar, aber das war vieles von Trump zuvor auch. 

docsnyder

Das ist vermutlich die spannendere Frage. Allerdings hat Trump ja hier auch sein unmittelbares Umfeld überwiegend mit Willfährigen bestückt. Und nach allem, was ich weiß, herrscht in der gesamten Partei ein sehr ungesundes Klima der Angst, dem POTUS zu widersprechen. Von daher wird das wohl eine Weile dauern, fürchte ich.

Bauhinia

Ja, man hat sich Trump unterworfen um die eigene Karriere zu befördern. Aber wer keine Wahl mehr gewinnt, wird dem Anführer auch micht mehr folgen (wenn es noch faire Wahlen gibt).

saschamaus75

>> Die einzig spannende Frage ist,...

 

...WER diese Zölle eigentlich einsammeln soll? -.-

Also, die Massenentlassungen beim IRS haben doch gerade gestern erst begonnen. oO

 

Bauhinia

Mangelndes Wachstum, Inflation und dann vielleicht steigende Zinsen werden vermutlich eher das Problem für die Land und Leute werden. Solange es noch faire Wahlen gibt, werden die Reps das merken.

werner1955

seine Jünger das einsehen?
Als aktuell glaube die bestimmt noch "wir schaffen das". 

HSchmidt

Wenn man mal ehrlich ist, dann war es doch vor allem der zügellose Freihandel, der die Welt an einen klimatischen Kipppunkt gebracht hat. Überproduktion, Überangebote, Verschwendungswahn in nie dagewesenem Ausmaß. 

Wenn Zölle diesem Irrsinn ein wenig Einhalt gebieten - gut so.

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ich1961

Könnten Sie mir Ihr "gut so" bitte mal erklären?

Für mich ist da nichts "gut so"!

Und für viele Amerrikaner auch nicht - soviel sollte klar sein - die Ärmsten der Armen werden das zuest zu sp+ren bekommen.

Und Mr. Cruz wird Recht behalten - das gibt Protest ohne Ende.

 

Bauer Tom

„Könnten Sie mir Ihr "gut so" bitte mal erklären?“

ich kann das aus meiner Sicht erklären, warum  gut so ist. 

Wenn ein Land wesentlich höhere Zölle erhebt auf Produkte aus den USA als umgekehrt, sehe ich es als gerecht an, wenn man diese ausgleicht, so dass sie auf beiden Seiten gleich sind.

finden Sie das nicht gerechter?

wie-

>> Wenn ein Land wesentlich höhere Zölle erhebt auf Produkte aus den USA als umgekehrt, sehe ich es als gerecht an, wenn man diese ausgleicht, so dass sie auf beiden Seiten gleich sind.

Bislang setzte man sich für solche Verhandlungen zusammen, um eine Vereinbarung zum gegenseitigen Vorteil zu erreichen. Ganz zivilisiert. Was Herr Trump da veranstaltet, mag zwar schön in den sozialen Medien für seine Wählerinnen und Wähler rüberkommen, da eben sehr nett simplifiziert mit netten Zahlen aufgemacht,  ein Konzept oder fachliche Analyse lässt sich bei dieser Aktion keinesfalls erkennen. Aber sicherlich können Sie hier noch gut mit Fakten und Belegen aushelfen, oder?

Bauer Tom

„Bislang setzte man sich für solche Verhandlungen zusammen, um eine Vereinbarung zum gegenseitigen Vorteil zu erreichen.“

Das haben sie auch ausgiebig versucht. Hat aber nichts gefruchtet.

Bauer Tom

„Aber sicherlich können Sie hier noch gut mit Fakten und Belegen aushelfen, oder?“

gerne doch. Googeln Sie die  Zollsätze der EU und die von USA und schauen Sie, ob sie was merken. 

Kaneel

Wenn Sie sich an etwas, wie Sie um 19:11 Uhr schrieben, eine goldene Nase verdienen, wird jemand anderes einen Haufen Geld verlieren. Auf welche Art von Gerechtigkeit spielen Sie demnach an?

Bauhinia

Freihandel ist weder zügellos noch hätte es ohne globalen Handel keine zu hohen Treibhausgasemmissionen gegeben. Diese Zölle werden nicht nachhaltig zum Klimaschutz beitragen. Trump pfeift anonsten explizit auf Klimaschutz.

fathaland slim

Antiglobalismus von rechts. Interessant ist, daß Rechte jetzt auf einmal von klimatischen Kipppunkten reden. Wie es eben gerade in die ideologische Agenda passt. Wer jetzt noch nichts merkt, wird es nie.

Adeo60

Trump und seine MAGA Ideologie sind doch auch eine klare Absage gegen alle Klimaschutzziele. Kleinsparer werden ihrer Altersvorsorge beraubt, die Welt soll den Großmächten  Untertan gemacht werden. Welch schreckliche Vorstellung.

Bauer Tom

wie geht es  nicht um Klima sondern um Handelsbarrieren. 

Genauer gesagt, darum, diese gleich hoch oder gleich tief festzusetzen  

wie-

>> wie geht es  nicht um Klima sondern um Handelsbarrieren. 

Die gibt's für die USA wo genau derzeit? Die Tech-Konzerne machen doch in der EU massive Gewinne. Und wie hilft da das von Herrn Trump mittels Willkür verursachte Chaos auf den Weltmärkten?

Bauer Tom

„Die gibt's für die USA wo genau derzeit?“

zum Beispiel in der Ungleichheit der Zoll Sätze. Ich glaube darum geht es hier. 

R A D I O

Warum möchte Trump dann die Ölförderung in den USA erhöhen, warum hat er den Energienotstand ausgerufen, warum möchte er die Industriekapazitäten in seinem Land erhöhen und vom menschengemachten Klimawandel nichts wissen, schaut, dass seine Golfplätze reichlich Wasser erhalten, in einem fantastischen Zustand bleiben? Ist doch nicht der Weg, es mit Überproduktion, Verschwendung und Überforderung der Natur sein zu lassen. Er trägt nicht grün auf dem Kopf, er trägt rostig und darunter höchstwahrscheinlich viele Leerräume zwischen wenigen Neuronen. Bin dennoch gespannt, wie sein Gesamtkonzept aussieht, hat er ja noch nicht offengelegt.

saschamaus75

>> dass seine Golfplätze reichlich Wasser erhalten

 

Sie hoffen auch auf einen Anstieg des Meeresspiegels um 2,50m, damit Mar-A-Lago permanent unter Wasser steht? =)

 

HSchmidt

Ich sag ja nicht, dass Trump die Zölle erhebt um etwas für das Klima zu tun. Aber diese Handelsbarrieren könnten vielleicht dazu führen, über Wirtschaft neu nachzudenken und nicht jeden Nagel oder Topf um die halbe Erde zu schippern. 

Karl Klammer

Welch ein Nonsens

Wenn sie lila flanellläppchen benötigen und dies nicht in Deutschland hergestellt werden , so kaufen sie diese , da wo sie  lieferbar sind.

Die USA sollte erst mal lernen , das man für den Weltmarkt produzieren sollte und nicht nur fürs Inland, dann klappt es auch mit dem Export

Bauer Tom

„Die USA sollte erst mal lernen , das man für den Weltmarkt produzieren sollte und nicht nur fürs Inland, dann klappt es auch mit dem Export“

Das wollen die USA auch. Allerdings unter fairen Bedingungen, wo die Handelsbarrieren in allen Ländern gleich hoch oder tief sind. Genau darum geht es hier

fathaland slim

So ökonomisch ahnungslos, wie Sie tun, können Sie gar nicht sein.

wie-

>> Allerdings unter fairen Bedingungen, wo die Handelsbarrieren in allen Ländern gleich hoch oder tief sind. Genau darum geht es hier

Bitte nennen Sie doch drei Beispiele für für USA-Unternehmen unfairgen Bedingungen und existierende Handelsbarrieren für die US-Wirtschaft.

saschamaus75

>> Wenn Zölle diesem Irrsinn ein wenig Einhalt gebieten - gut so.

 

Ähh naja, dasselbe mit weltweit wahllos Zölle hat die USA doch in den 30ern des letzten Jahrhunderts schon mal versucht, das führte dann zur sog. 'Großen Depression'. -.-

Auch "gut so"? oO

 

werner1955

Überproduktion, Überangebote, Verschwendungswahn?

Als ich kann für mich persönliche sagen das keines dieser kritikpunkte für mich gefordert, Verursacht oder passen würde. 

Lucinda_in_tenebris

Die ökologische Bewegung hat immer schon Nachhaltigkeit in Kombination mit Bildung als richtigen Weg betrachtet.  Der Massenkonsum den sie schildern basiert ja auf mediale Bedüfnissteuerung einer ansonsten bildungsfernen Gesellschaft.

Ich bezweifel allerdings, ob Bildung durch Zölle ersetzt werden können. Darüberhinaus übersehen sie auch die Synergieeffektte des globalen Handels. Es sicher immer noch günstiger Kaffee oder Tee zu importieren als diese Produkte in Treibhäusern anzubauen.  Auch sollten sie bedenken, dass Fernhandel schon im Neolithikum betrieben wurde, also tiefverwurzelt mit der menschlichen Entwicklung ist. Sich in Täler zurückzuziehen und sich von der Welt zu isolieren führt schnell zu Entwicklung von Sprachen, die niemand mehr versteht.

asimo

Heute hüh, morgen hott. Am betsen man macht sich von den USA weitgehend unabhängig. Unabhängig heißt nicht dagegen, aber eben unabhängig. So lange dort das Chaos und der Destruktivismus regieren, ist das das beste was man machen kann. 

Ich verkaufe mit meiner Firma sowieso nicht in die USA, u.a. weil mir die Rechtsrisiken dort schon immer zu hoch waren.

 

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Lucinda_in_tenebris

Da stimme ich zu. Die "USA Diät" könnte uns darüberhinaus auch gut tun, uns vom Diktat der amerikanischen Holywood-Kultur lösen bringt uns zu neuen Inovationen und eben auch neiuen Handelsfreunden.

Ein guter Kaufmann ist dem Käufer nicht böse, der seine Produkte nicht mehr will, er wartet halt auf den nächsten.

Karl Klammer

Mr.Trump warum bestrafen sie eigendlich die Leute damit weil wir bei denen Sachen kaufen,welche wir gar nicht haben ? 

Oder bestrafen Asien das sie kein Reis kaufen, obwohl er schon von dort seit 1000en von Jahren schon herkommt. Oder Pinguine , weil sie nix von uns kaufen.

Questia

Zusammenhalt - 

Im Radio hörte ich heute, dass einige betroffene Staaten bereits auf die US-Admin zugegangen sind, um mit ihr zu verhandeln.

Besser fände ich, wenn es zwischen allen betroffenen Staaten einen Zusammenschluss und Vereinbarungen gibt, um die eine entsprechende Gegenmacht zu bilden.

Die Spaltung ist es, die von Trump bezweckt wird, um jeden einzelnen Staat gegen andere auszuspielen. Den Gefallen sollten sie im nicht tun.

 

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fathaland slim

Die Spaltung ist es, die von Trump bezweckt wird, um jeden einzelnen Staat gegen andere auszuspielen.

Ja, das ist die Agenda.

wie-

>> Ja, das ist die Agenda.

In diesem Fall identisch mit der Agenda der Herren Putin und Xi. Um so neue, den mächtigen Führern persönlich loyale und nicht mehr auf internationalem Recht und Vertrauen basierende Staatenverbünde zu schmieden.

fathaland slim

Richtig. Die Internationale der nationalistischen Autokraten. Das wird nicht lange gut gehen.

wie-

>> Das wird nicht lange gut gehen.

Deshalb ja - leider - die milliardenschweren Rüstungsprogramme im EU-Raum im Verbund mit der milliardenschweren Ertüchtigung der Verkehrsinfrastruktur, beides mit dem Ziel "kriegstüchtigkeit". Logische und rationale Entscheidungen von Demokraten auf unlogisches und irrationales Agieren von Autokraten.

Questia

@fatha 19:02

| "Die Internationale der nationalistischen Autokraten. Das wird nicht lange gut gehen." |

Ich ergänze noch Nordkorea - und Milei könnte sich auch noch "mausern".

https://www.dw.com/de/crink-die-achse-der-autokraten/video-70580565

Allerdings ist es doch auch eine Frage der Perspektive, was unter "gut gehen" zu verstehen ist. Die der Autokratien und der Demokratien stimmen wohl darin nicht überein.

Wenn sich die Starken in der Richtung ihrer Autokratie einig sind, braucht es starke demokratische Gegenspieler, damit deren Streben nicht lange gut geht.

 

Bauer Tom

„Besser fände ich, wenn es zwischen allen betroffenen Staaten einen Zusammenschluss und Vereinbarungen gibt“

genau darum geht es hier. Dass alle Staaten sich einigen ihre Zoll Sätze gleich hoch beziehungsweise niedrig zu setzen.

wie-

>> Dass alle Staaten sich einigen ihre Zoll Sätze gleich hoch beziehungsweise niedrig zu setzen.

Was soll das bringen? Die Bedingungen sind doch national individuell verschieden?

ich1961

**Die Formel sei fehlerhaft und ergebe ökonomisch keinen Sinn, teilte das Institut mit.**

Da haben manche keine Ahnung "von garnichts"!

Wer von Pinguinen und Robben Zoll eintreiben will ...!

**Die Höchstsätze treffen die Inselgruppe Saint-Pierre und Miquelon sowie den afrikanischen Kleinstaat Lesotho. **

Wie viel betrug nochmal das Zoll - Aufkommen? Aber was sind schon Fakten?

 

AuroRa

"Bleibt stark, es wird nicht leicht, aber das Endergebnis wird historisch" - ein politisches „Blutbad“ wird auch „historisch“ sein. Auch wenn er das nicht meinte. Nur schade, dass er den Rest der Welt mit runterzieht. Es gibt Menschen, die die Welt durch ihre „Abwesenheit“ besser machen - Trump scheint einer dieser Menschen zu sein 

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fathaland slim

Wenn Trump nur das Problem wäre. Es sind aber Vance, Peter Thiel, Curtis Yarvin, Stephen Miller und Konsorten, die die Agenda setzen. Die Strategie: maximale Disruption. Alles zerstören, und dann wird schon irgendetwas neues, das den Oligarchen nützt, entstehen. Und das Wahlvolk  macht mit und betreibt Selbstentmächtigung, ohne überhaupt zu kapieren, was der Plan ist.

Wir leben im Zeitalter der Gegenaufklärung.

wie-

>> Wir leben im Zeitalter der Gegenaufklärung.

Zustimmung. Aber dafür haben "wir" nun Google, SmartPhones, KI-Dienste (offen und versteckt), soziale Medien in unterschiedlichster Form. Und Filterblasen, Echokammern, Desinformation, Botnetze etc. etc.

AuroRa

Dass Marionetten wie Trump  von Beratern „bespielt“ werden, ist leider nicht neu 

saschamaus75

>> Alles zerstören, und dann wird schon irgendetwas neues, das den Oligarchen nützt, entstehen

 

Sie haben noch das 'billig aus der (so geschaffenen) Insolvenzmasse aufkaufen' vergessen. -.-

 

nie wieder spd

„… ohne überhaupt zu kapieren, was der Plan ist.“

Verschwörungstheorie oder Verschwörungspraxis?

Oder fließende Übergänge?

asimo

Selbstentmächtigung - Gut getroffen mit dem Wort. Ach man, wenn es alles nicht so bitter wäre, könntevman herzlich lachen…

Advocatus Diaboli 0815

Mal sehen wie weit Trump kommt bis ihm seine eigene klientel in den rücken fällt weil er die gesamte usa ruiniert. In kalifornien geht es ja schon los. Die Frage ist vielleicht    dann ob es eine Sezession gibt

gelassenbleiben

Idiokratie: - Die US-Börsen sind im freien Fall. Nike -12%, Ralph Lauren -17%, Apple -8,6%, Boeing -8,5%. Der Dow Jones verliert mehr als 2.000 Punkte. Der S&P und der Nasdaq verlieren über 5,5%. Ein Analyst sagt, er habe so etwas noch nie erlebt und verweist auf die Dotcom-Blase, die Finanzkrise 2008 und COVID, aber das Ganze heute ist selbstverschuldet und hätte nicht passieren müssen.

Donald Trump zerstört seine eigene Industrie.

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Bauer Tom

„Die US-Börsen sind im freien Fall“

allerdings nur für Börsen Eintagsfliegen. es gibt immer Schwankungen. Auch manchmal drastische. Wenn man sich allerdings die Langzeitentwicklung anschaut, ist es bisher immer steil bergauf aufgegangen.

fathaland slim

Erklären Sie das bitte den Leuten, die am Aktienmarkt in ihre Altersvorsorge investiert haben und jetzt in Panik geraten.

Bauer Tom

die Leute, die bei Börsenschwankungen Panik bekommen haben da nichts verloren. Schon  ja nicht, wenn es um die Altersversorgung geht.

gman

"Der Bundesrat erneuert seine Forderung an die Bundesregierung, zeitnah einen Gesetzentwurf zur Stärkung
der privaten kapitalgedeckten Altersvorsorge vorzulegen. Auf die aus seiner Sicht zentralen Eckpunkte hatte
der Bundesrat bereits im Jahr 2021 hingewiesen (vergleiche BR-Drucksache 135/21 (Beschluss), Ziffer 2
dritter Absatz):

Änderung der Produktvorgaben, um einen höheren Aktienanteil und so höhere Erträge zu ermöglichen………"

https://dserver.bundestag.de/btd/20/126/2012611.pdf

Ja richtig, Erklärungen sind notwendig und ob diese Forderung nach den Erfahrungen mit Trump nochmal so uneingeschränkt formuliert würde. 
Angeblich wurden in den letzten Tagen ja Billionen vernichtet. 
 

vaihingerxx

was diese Aufregung

die Betrachtungsweise vieler hier

Geld /Gewinne aus nichtselbständiger Arbeit zu ziehen, Vermögen etc. ist ohnehin unanständig

die müssten sich doch jetzt freuen, den "Reichen" gehört es nicht anders

kann polemik enthalten

gelassenbleiben

schauen Sie sich die Zahlen der letzten drei Monate an

Bauer Tom

„schauen Sie sich die Zahlen der letzten drei Monate an“

in den letzten drei Monaten habe ich einen Haufen Geld verdient

Kaneel

"in den letzten drei Monaten habe ich einen Haufen Geld verdient"

Ach, daher weht der Wind der "uneigennützigen" US-Unterstützung. Trotzdem verstehe ich nicht: Wenn Sie tatsächlich, wie Sie einst schrieben, selbst Waren bzw. Rohstoffe anbauen, verarbeiten und exportieren, warum sind Sie so scharf auf Zölle? Angenommen diese lägen nicht bei 10 Prozent, sondern bei 30 Prozent?

wie-

>> Wenn man sich allerdings die Langzeitentwicklung anschaut, ist es bisher immer steil bergauf aufgegangen.

Richtig. Aber aktuell werden Billionenwerte vernichtet. Weltweit. Mit parallel steigender Unsicherheit in Wirtschaft und Gesellschaft. Arbeitsplätze gehen verloren, Familien sorgen sich um die Zukunft. Das kann wahrgenommen werden, man kann aber auch weiterhin an die Wiederkehr des Erlösers irgendwann in der Zukunft glauben.

Bauer Tom

„Mit parallel steigender Unsicherheit in Wirtschaft und Gesellschaft. Arbeitsplätze gehen verloren, Familien sorgen sich um die Zukunft.“

Das sind alles Umstände, die man ändern kann. vorausgesetzt, dass diese Probleme auch wahrgenommen und nicht geleugnet werden. Dann müssen Sie gezielt angegangen werden. Mit weiter so funktioniert das nicht.

asimo

Ich bin kei e Börseneintagsfliege, aber allein der gestrige Kursverlust hat mich 5-stellige Buchgewinne gekostet und das hat durchaus auch ohne Gewinn-Verlustrealisation Auswirkungen. Senkt z.B. meine Kreditwürdigkeit, was sich auf ganz konkret auf mein Geschäft auswirken kann. Wirkt sich mittelfristig auch auf die Dividendenpolitik aus. Dass die Kurse das mittel bis langristig wohl verknusen werden ist da wenig hilfreich. Ohne Trumps erratisch-destruktives Verhslten wäre der Wohlstand der Mehrheit höher.

Giselbert

"Die US-Börsen sind im freien Fall. ... "

Aber doch nur, weil die Gegenreaktionen unverhältnismäßig und völlig falsch sind. Warum erhöht man schon bestehende unverhältnismäßige Zölle (von den bürokratischen Hürden ganz abgesehen). Wenn jemand hier an der Zollspirale dreht, dann doch die Gegenreaktanten.

R A D I O

Die US-Indizes haben sich in den letzten 5 Jahren in etwa verdoppelt (+100%), eine ungewöhnlich gute Performance, normal sind 5 bis 10% im Jahr. Der S&P500 hat von seinem Allzeithoch bis gestern ca. 17,5 % nachgegeben. Man kann sagen, der Anstieg beträgt jetzt nur noch rund +70% in den letzten 4 bis 5 Jahren - immer noch hervorragend. Noch zu früh, daraus Schlüsse zu ziehen. Die Trendkurve zeigt immer noch nach oben. Es wir einige Zeit dauern, bis die Zollpolitik auf die Bilanzen der Unternehmen wirkt. Außerdem wissen wir noch nicht, wie es in den nächsten Wochen und Monaten damit genau weitergehen wird und welche Faktoren noch ins Spiel kommen.

Carlos12

Die US-Wähler haben die Demokraten für die Inflation abgestraft. Sie werden bei den Republikanern nicht ausharren sondern eine erneute Inflation quittieren.

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Carlos12

Ich meinte die Quittung geben.

DannyM

Sehr optimistisch gedacht. Für seine Fanboys ist doch alles gut, was von ihm kommt. Eine von Trump angefeuerte Inflation kann ja nur gut sein!

fathaland slim

Der sehr konservative Historiker und Ökonom Niall Ferguson wurde in einem Interview der „Zeit“ gefragt, wie er als Ökonom die Zollpolitik Trumps beurteilen würde. Seine Antwort:

„98% der Ökonomen halten sie für eine einsame Katastrophe. Die übrigen zwei Prozent arbeiten für Trump.“

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ich1961

Er "will doch nur spielen". 

Enthält Ironie;-)

Wünsche allseits einen schönen Abend.

 

Autograf

Dem stimme ich zu - mit dem Vorbehalt, dass nach meinem Wissen für Trump keine Ökonomen arbeiten. Die Geschichte, wie Navarro in Trumps Dienste kam, ist so was von abenteuerlich, da kann man nur den Kopf schütteln, wie absolut inkompetent Trumps Truppe ist. Aktienmärkte sind so etwas wie die Abstimmungen der Ökonomen, da muss schon eine sehr große Mehrheit den Untergang sehen, damit so ein Crash möglich ist.

Advocatus Diaboli 0815

Am besten wäre es wenn man manche Produkte gar nicht mehr in die USA liefert (zb spezialstähle). Ausserdem sollten wir eine Digitalsteuer erheben und nicht lange reden. Wir Verbraucher haben es aber auch in der hand, kauft europäische  produkte, wegal von US Software. Morgen sTeller ich den 1.pc auf linux um.