
Ihre Meinung zu Union und SPD wollen Pflicht zu elektronischer Bezahlmöglichkeit
Elektronisches Bezahlen - egal ob mit Karte oder einer anderen Technik - kann helfen, Steuerbetrug zu vermeiden. Deshalb planen Union und SPD laut einem Bericht eine Pflicht für Geschäfte, eine Alternative zur Barzahlung anzubieten.
Gibt es dann auch ein Recht auf die Möglichkeit der Bezahlung mit Bargeld?
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Ja. Es es soll beides möglich sein.
Die Coronasituation hat leider mit dazu geführt, dass neu eröffnete Geschäfte/Lokale hier überhaupt keine Bargeldzahlung mehr anbieten. Z.B. musste ich ein halbes Brot für 2,50 Euro liegen lassen, weil der Laden kein Bargeld angenommen hat.
also mein Bäcker nimmt keine Karte - aus Prinzip !
und die Bäckerei daneben nur ab 12 Euro, wobei bei den Preisen für Brötchen, ist das schnell erreicht
"... also mein Bäcker nimmt keine Karte - aus Prinzip ! "
Also meine beiden Bäcketeien bieten beide Möglichkeiten an, bar + elektronisch - sehr fortschrittlich.
Geben Sie mir doch bitte mal die Adresse Ihres Bäckers. Dann gehe ich morgen früh und jeden Tag da mal hin und hole mir unsere 4 Brötchen und bezahle mit einem Fuffi. Mit der Merhode bin ich nämlich schon mehr als einmal abgeblitzt: "Also nee, soviel Kleingeld haben wir gerade nicht in der Kasse." ...
welche Tankstelle nimmt 500er selbst 200er werden nicht genommen
und das obwohl die Spritrechnung schnell 150 Euro betragen kann
wobei Kleingeld .... bei meiner Bäckerei habe ich Kredit - auch das gibts noch !
Also wer gleich morgens mit einem 50er 3 Brötchen kaufen möchte, dem ist nicht zu helfen.
Im Bus habe ich es in letzter Zeit mehrmals erlebt, dass Kunden das Geld für die Fahrkarte (nicht alle haben ein Deutschlandticket) abgezählt parat hatten. Es gibt Menschen, die mitdenken. Fand ich gut.
Es gibt Menschen, die mitdenken. Fand ich gut.
Ja eben, das sollte eigentlich selbstverständlich sein, war schon so seit ich denken kann. Kleingeld habe ich außer in der Geldbörse noch im PKW. Man kann auch nicht erwarten das alles überall und gleich verfügbar ist, so ist das Leben. Ich kaufe oft in Hofläden, einige bieten beides an. Nur ohne Internet geht die beste Karte nirgends.
In manchen Ländern kann man Tickets für ÖPNV direkt per Karte im Bus lösen.
Nicht nur der Bäcker. Kartenzahlung unter 10€ oft nicht möglich
"Z.B. musste ich ein halbes Brot für 2,50 Euro liegen lassen, weil der Laden kein Bargeld angenommen hat."
Dann wäre das ein Laden, den ich das erste und letzte Mal betreten hätte.
Je nach Girokontomodell fallen u.U. ja auch Gebühren ab einer bestimmten Anzahl von Buchungsposten an (allerdings weiss ich nicht, ob das inzw. gänzlich überholt ist oder ob es diese eher aus der Zeit gefallenen Kontomodelle noch gibt, insbes. bei älteren seit Jahrzehnten treuen Kunden).
Ist bei mir ja auch so, dass ich den Laden nicht wieder betreten habe. Ist aber wie mit dem Messengerdienst, den ich nicht nutze - man schließt sich teilweise auch aus. Die Gebühren für das Abbuchen tragen m.W. die Läden, indirekt vermutlich auch die Kunden durch Preiserhöhungen.
➢ Z.B. musste ich ein halbes Brot für 2,50 Euro liegen lassen, weil der Laden kein Bargeld angenommen hat.
Gäbe es hierzulande (mit weit reichender Akzeptanz) diese IC Money Cards ohne Verknüpfung zu Bankkonto und Internet. Aufladbar bis zu einer Grenzsumme, nicht personalisiert. Wieder aufladen, wenn leer, ist wie neues Bargeld in die Geldbörse tun.
Aufladbar an «IC Money Machines» mit Scheinen, ebenso an Terminals, an denen man damit bezahlen kann. Aufladen nicht an jedem, aber an denen bspw. in Bahnhöfen, in Ladenketten mit Filialen.
So hätten Sie Ihr Brot bekommen können mit bargeldlosem Bargeld. In Japan kann man die Dinger aufladen mit max. 2-mal ¥ 10.000 € ≈ 130 €. Hier könnte man 3-mal 50 € machen.
Mehr Geld tut man für Kleineinkäufe nicht in die Geldbörse.
Geldverlust bei Verlieren der Karte (oder bei Diebstahl) hält sich in Grenzen.
Ich verstehe nicht, warum es das in Köln und Osnabrück kaum gibt.
Und man könnte es auch nehmen zum Bezahlen von Fahrten im ÖPNV.
so wenig wie wir das Maß aller Dinge sind, sind es die Japaner ...
also warum nicht die Eigenheiten der Menschen akzeptieren
in Bkk Flughafen muß man sogar den Bus nach Hua Hin in bar zahlen, aber jeder 7eleven nimmt Karte
@schabernack:
Ich wäre sehr für die Einführung einer solchen Karte!
Trotzdem sehe ich auch die Vorteile des haptischen Bargelds für den Umgang mit Geld.
Die Nachteile möchte ich aber auch nicht verschweigen. So passiert es nicht so selten, dass ein Händler bzw. man selber nicht mehr weiß welchen Schein man gereicht hat und ob man unter- oder übervorteilt wurde.
Lesen hilft in vielen Fällen. Es handelt sich um die Pflicht, eine Alternative zur Bezahlung mit Bargeld anzubieten. Punkt. Ihren Beitrag verstehe ich als den üblichen Versuch, hier einen Spaltpilz zu setzen und die Diskussion zu stören und in eine falsche Richtung zu lenken.
Ich weiß Sie mögen mich nicht und Sie verstehen ganz offensichtlich meine Beiträge nicht. Da viele von mir geschätzte User dieses Problem offensichtlich nich haben, liegt es vermutlich nicht ausschließlich an mir. Kann und muss ich mit leben. Tatsächlich wollte ich heute einmal die erste im Thread sein. Das kommt eher sehr sehr selten vor. Zum
Thema: ist Ihnen Barzahlung selbst wichtig und soll diese weiterhin möglich sein?
"Ihren Beitrag verstehe ich als den üblichen Versuch, hier einen Spaltpilz zu setzen und die Diskussion zu stören und in eine falsche Richtung zu lenken."
Dann wissen Sie ja schon, wo das Problem liegt: bei Ihnen und ihren unbegründeten Anahmen, über die Sie sich dann echauffieren. Die Frage des Forusten ist sehr sinnvoll und passend.
Mir liegt daran weiter mit Bargeld bezahlen zu können. Das habe ich zum Ausdruck gebracht. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht überlegen Sie noch einmal, ob Sie mit Ihrer eigenen Reaktion über das Ziel hinausgeschossen sind. Ich kann das auch und behaupte: vieleicht tun bestimmte alte weiße Männer sich mit der Selbstreflexion doch eher schwer.
>> Es handelt sich um die Pflicht, eine Alternative zur Bezahlung mit Bargeld anzubieten
Ähh, im Artikel steht aber auch:
> Elektronisches Bezahlen - egal ob mit Karte oder einer anderen Technik - kann helfen, Steuerbetrug
> zu vermeiden
Und DAS ergibt halt nur Sinn, wenn alles(!) auf Karte umgestellt und bargeldlos wäre. -.-
Den Satz "Wir wollen, dass grundsätzlich Bargeld und mindestens eine digitale Zahlungsoption schrittweise angeboten werden muss", hatte ich überlesen. Nun ist es aber so, dass ich verschiedene Geschäfte bzw. Lokale nicht aufsuche, weil dort keine Barzahlung möglich ist. Wären diese demnach verpflichtet diese doch wieder oder überhaupt anzubieten? Würde mich freuen!
Barzahlung sollte überall möglich sein, gesetzlich klar verankert werden.
Hier vor Ort ist diese aber vielerorts nicht möglich! Dann müssten die Betreiber ihr Bezahlsystem also umstellen?
Mein Wissensstand: für die Europäische Zentralbank und die deutsche Bundesbank gilt noch immer, dass Einzelhändler Barzahlungen nicht ablehnen dürfen, es sei denn, Käufer und Verkäufer haben sich geeinigt, andere Zahlungsmittel zu nutzen.
Schilder oder Aushänge, mit dem Hinweis, dass der Einzelhändler Barzahlungen oder Banknoten nicht akzeptiert genügen nicht, müssten berechtigten Grund haben, z. B. dass sie nicht genügend Bargeld vorhalten können, oder dass die Verwahrung großer Bargeldmengen konkrete Sicherheitsrisiken für sie birgt. Dem Bürger darf grundsätzlich die Annahme von Bargeld nicht ohne triftigen Grund verweigert werden. Der Status der Euro-Banknoten und ‑Münzen als gesetzliches Zahlungsmittel würde hierdurch untergraben untergraben werden, ist aber durch EU-Recht geschützt.
Es gibt schon Restaurants und Läden ohne Bargeldverkehr. Völlig okay. Sollte mehr davon geben.
Dann haben wir es hier vermutlich mit einem grauen Bereich zu tun. Sind inzwischen Euro-Banknoten kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr?
Sie sollten gültiges Bargeld unterscheiden können von Geschäften, die auf bargeldlos umsteigen.
Was Österreich schafft, schaffen wir auch: https://www.msn.com/de-at/finanzen/wirtschaft/jedes-zehnte-gesch%C3%A4f…
Demnach stellt die Bezahlkarte für Geflüchtete, die ich aus verschiedenen Gründen für problematisch halte, für Sie also grundsätzlich kein Problem dar?
Das "problematisch" bezieht sich auf die Bezahlkarte!
Sie können natürlich Äpfel mit Fahrrädern vergleichen; kommt selten etwas produktives bei raus.
Aber was die Bezahlkarte für Geflüchtete betrifft: Gibt gute Tauschinitiativen - bestimmt auch in Ihrer Nähe.
"Sie können natürlich Äpfel mit Fahrrädern vergleichen;"
Wenn Sie sich für die Abschaffung des Bargelds stark machen, sollten Sie auch Zusammenhänge und Auswirkungen erkennen können.
Ja, es gibt solche braunen Läden, die sich um Inklusion und Teilhabe einen Teufel scheren.
Du liebes bisschen... An bargeldlosen Geschäften ist weder etwas braunes noch etwas Teilhabe- bzw. inklusionsfeindliches.
Aber ich freue mich über Ihr Bekenntnis zu Teilhabe und Inklusion und Ihr Engagement gegen die Braunen.
Üble, willkürliche Bevormundung. Dürfte nicht erlaubt sein
Es geht auch manchmal nicht anders. Wenn ein Verkaufsauto vom Bäcker oder so kommt, geht es bei uns nicht anders. "Kein Netz"
Meine Eisdiele hat auch ein Schild "Keine Kartenzahlung" Wenn man sich setzt und das Handy an macht weiß man warum "Kein Netz"
Was machen die wenn sie Online anbieten müssen?
Vielleicht sollte der Gesetzgeber für klare Regelungen der Ausnahmen zur Pflicht Bargeld anzunehmen, sorgen, und Behörden die Einhaltung kontrollieren.
Wenn kein Netz, dann kann man schlecht einen Kaufmann zwingen, nur deshalb sein Geschäft aufzugeben. Das muss vorher geklärt sein. Kartenzahlungzwang (Beispiel Eisdiele) kann es nicht geben, würde geltendem Recht widersprechen. Die Eisdiele kann auf Bargeldzahlungzwang hinweisen, ist aber nicht nötig.
Es bleibt Ihnen überlassen diese Geschäfte zu meiden.
Es bleibt Ihnen überlassen Geschäfte zu meiden in denen keine Kartenzahlung möglich ist, könnte ich genauso argumentieren. Offensichtlich gibt es aber oder soll es geben ein verankertes Recht auf beide Bezahlarten.
Privatrechtliche Vereinbarungen: Im Geschäftsverkehr zwischen Privatpersonen oder Unternehmen können die Vertragsparteien im Rahmen der Vertragsfreiheit vereinbaren, welche Zahlungsmittel akzeptiert werden. Ein Händler kann beispielsweise festlegen, nur Kartenzahlungen zu akzeptieren, sofern er dies klar und deutlich kommuniziert, etwa durch entsprechende Hinweise im Geschäft.
Schon wieder haben Sie meine Frage nicht beantwortet. Darf ein Händler, bezogen auf das Thema des Artikels, auch festlegen, dass nur Barzahlung erlaubt ist oder argumentieren Sie hier einseitig?
Darf der Händler nicht. Er darf gesetzliches Zahlungsmittel nicht ablehnen, darüber einseitig ohne wichtigen Grund entscheiden. Er darf ja viele andere Dinge überhaupt nicht.
Eine sinnvolle Regelung von Union und SPD. Aber haben wir nicht deutlich wichtigere Probleme, die nun endlich abgepackt werden müssen?
Sie retten meine Meta-Vormittagslektüre mit Ihrem herrlich passenden Verschreiber: abgepackt statt angepackt.
Ich wünsche Ihnen und allen weltoffenen Usern ein sonniges Wochenende und verabschiede mich aufs 🚲
Der Sinn erschließt sich mir nicht. Ich denke, um Steuerhinterziehung zu verhindern, muss man an anderen Stellen anpacken. Das wäre dann tatsächlich eine wichtige Sache.
Die Möglichkeit der Zugansmöglichkeiten bei der Bezahlung treibt doch alle Menschen im Alltag um. Also kein unwichtiges Thema. Zumal Politik sich immer gleichzeitig um viele Themen kümmern muss und sich nicht nur auf eines fokussieren sollte.