Ein Mann, der eine Warnweste mit der Aufschrift "Zusammen geht mehr" trägt, steht im Terminal des Flughafens Köln Bonn.

Ihre Meinung zu Neue Verhandlungsrunde für öffentlichen Dienst

Nach einem Schlichterspruch suchen Gewerkschaften und Arbeitgeber heute in der vierten Runde einen Weg zum Tarifabschluss. Für mehr als 2,5 Millionen Beschäftigte geht es um mehr Geld und bessere Arbeitszeiten.

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144 Kommentare

Kommentare

Lucinda_in_tenebris

Seit Jahren wird das Personal von Kliniken und Kitas ausgenutzt. Kitapersonal z.B. werden müssen immer  größere Gruppen betreuen, darunter leidet nicht nur die Qualität der pädagogischen Arbeit, sondern auch die Gesundheit des Personals. 

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Grossinquisitor

Das wird in Zukunft mit Blick auf die Demografie leider noch schlimmer. Es steht im Grunde bereits fest, dass es zukünftig weniger geeignetes Personal geben wird. Ob in dieser Situation eine Arbeitszeitverkürzung aber weiterhilft, erscheint mir eher fragwürdig. 

M.Pathie

Wer den vernünftigen Teil einer Lösung, sprich 'Migration' verteufelt, darf sich nicht beschweren, dass wir zu wenig geeignetes Personal haben.

Grossinquisitor

Ich verteufle die Migration nicht. Nur: In den letzten Jahren hatten wir keinen Mangel an Migration. Gelöst hat es die Personalprobleme im öffentlichen Dienst offensichtlich aber nicht.

Tinkotis

Die Lösung, die Sie andeuten, ist meiner Meinung nach die Ausbeutung von Menschen, deren Leistung dann in ihren Heimatländern fehlt, während sie hier für deutlich weniger Geld und zu schlechteren Bedingungen arbeiten als eigentlich Standard ist.

Da hatten es so gesehen sogar die "Gastarbeiter" früher besser, die wurden wenigstens fair bezahlt, da sie Teil einer größeren Belegschaft waren.

Wobei mir natürlich klar ist, dass es kaum eine andere Lösung gibt. Erinnert mich trotzdem irgendwie an die amerikanischen Baumwollplantagen, die auch nur funktioniert haben, weil Menschen gnadenlos ausgebeutet wurden.

Kristallin

Arbeitszeitverlängerung lacht aber auch Keine/r mit, auch nicht migrierte Menschen. 

Zufriedener Optimist

Sie haben Recht, deswegen machen wir dank Lauterbach die Hälfte der Kliniken zu in der Hoffnung, dass noch mehr Arbeitnehmenr weit pendeln?! Und die Menschen wählen wegen Unzufriedenheit immer mehr ausgerechnet die Nationalisten der AFD, obwohl deren Unterstützer Trump, Musk, Putin uns mit Ihrem Imperialismus schon seit Jahren Jobs, und den Wohlstand nehmen. Die Freiheit nehmen wollen… Mir ein völliges Rätsel…

vaihingerxx

>>Teile der Jahressonderzahlung in freie Tage zu tauschen.<<

 

scheint ja nicht sehr hoch zu sein die Motivation zu arbeiten, wenn Geld nicht benötigt wird wohl auch das Gehalt ausreichend sein und die später resultierend, geringere  Rente wohl auch den Erwartungen genügen

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Mendeleev

Wieso ? Mir persönlich und vielen anderen ist Freizeit wichtiger als Geld ..

Aber Sie haben da einen Punkt: wenn die Gehälter so niedrig wären dass die Belegschaften GEZWUNGEN wären zu arbeiten anstatt den Freizeitausgleich zu nehmen, dann bräuchte man eine solche Regelung nicht (oder sie würde nur auf dem Papier existieren) 

 

Man muss es ja nicht machen als Arbeitnehmer ..

 

Aber andererseits: hier geht es ja auch um die Attraktivität der Jobs, denn in Deutschland fehlen überall gelernte Arbeitskräfte. Gleichzeitig ist die Motivation, hart zu malochen, in einem Sinkflug begriffen. Wer will sich das heute noch antun? 

vaihingerxx

meine Rede !

offensichtlich reicht die aktuelle Kohle (??) und spätere Rente,  wenn man Priorität auf Freizeit legt

ich vermag es nicht zu beurteilen ob die jetzt über oder unterbezahlt sind !

silgrueblerxyz

//ich vermag es nicht zu beurteilen ob die jetzt über oder unterbezahlt sind !//

das enttäuscht mich jetzt aber stark

Frau Schmitt

"die" - also, solche Menschen wie ich zum Beispiel, legen insofern ihre "Priorität auf Freizeit", da das bedeuten würde, dass ich meine aktuell 200 Überstunden irgendwie in Freizeitausgleich abbummeln könnte... jenseits von Über - oder Unterbezahlung und Rentensorgen

Zufriedener Optimist

Wissen Sie wie viele Menschen in D Ihre  über Jahre tausende Überstunden nicht mal dokumentieren?! Mich beeindruckt immer der eingeschränkte Blick über den Tellerrand…

TeddyWestside

Was hat das mit eingeschränktem Blick über den Tellerrand zu tun? Klar, es gibt Arbeitgeber, die es als selbstverständlich ansehen, dass man ne halbe Stunde früher da ist und ne halbe Stunde später geht, ich finde das nicht richtig. Wenn der Stundenlohn x ist, sollte man auch x mal gearbeitete Zeit bezahlt kriegen. Bei Überstunden sollte es entweder mehr Geld oder halt "abfeiern" als Option geben. Ich persönlich würde mich für mehr Geld entscheiden, aber das kommt halt auch auf den Beruf an. Wenn man nicht "abfeiern" kann, weil die Kapazitäten fehlen, sind das Management-Fehler

 

vaihingerxx

das wäre jetzt ihre ganz persönliche Entscheidung

Kritik könnte man bestenfalls üben wenn ihr Gehalt nicht reicht - sie aufstocken müssten (mit Steuer Geld anderer) sie später keine ausreichende Rente kriegen und von anderen finanziert würde

aber wie gesagt ihre Entscheidung

melancholeriker

Daß das Armutsrisiko von teils ausgebildeten und sehr schwer für die Ehre der Menschheit arbeitenden Menschen irgendwann mal Anlaß geben würde für plumpe Schadenfreude durch die Begnadigten der Wohlstandsverteiler der frühen und mittleren Nachkriegskonjunktur, war abzusehen. 

Aber in einem Forum wie diesem hat das nix zu suchen. 

AuroRa

In ihrer Welt sind seltsamerweise immer die Leute, die nicht genug zum Leben haben, selbst schuld an der eigenen Situation. Strukturelle Probleme werden grundsätzlich ausgeblendet. Man muss schon mächtig ignorant sein, um diese Schiene dauerhaft durchzuziehen 

Tinkotis

"ich vermag es nicht zu beurteilen ob die jetzt über oder unterbezahlt sind !"

Merkwürdigerweise treffen Sie trotzdem ein Urteil. Nach dem Motto: Ich esse keine Wurst, aber ich gebe meinen Senf doch dazu.

M.Pathie

Zitat: "ich vermag es nicht zu beurteilen" - eine realistische Selbsteinschätzung.

91541matthias

Als Pflegekraft in der Geschlossenen bin ich über jeden freien Tag froh..

Für mich alten weissen Mann reicht das Gehalt aber unsere Berufseinsteiger sollten mehr bekommen..

Merke: ÖD ist mehr als die Amtspersonen in ihren Stuben..

teachers voice

Gleichzeitig ist die Motivation, hart zu malochen, in einem Sinkflug begriffen. Wer will sich das heute noch antun? 

Wann und wo und bei wem war denn diese „Motivation“ besonders ausgeprägt? Außer natürlich in einem sibirischen Arbeitslager…

Ernsthaft: „Maloche“ ist nie Selbstzweck. Sie braucht immer einen Grund. Der fundamentalste und evolutionär unersetzliche Grund dabei war und ist naturgemäß die Selbsterhaltung. Wer selber mehr möchte bzw. von den Angestellten etwas „höheres“ möchte, muss der „Arbeit“ einen höheren Wert beimessen. Und auch und gerade das ist eben nicht nur auch Arbeit. Nein - hier fängt die wahre Arbeit erst an. Nicht weil man das „Malochen“ mag - sondern weil man aus dem „Malochen“ raus will.  

Kurz: Man sollte hier sehr zurückhaltend sein in der Bewertung „anderer“ - dafür sich viel mehr auf sich selbst besinnen. Was kann ich tun, um der Arbeit anderer einen Sinn zu geben?

Adeo60

Sie beschreiben die Sinnhaftigkeit und den Wert von Arbeitsleistung sowie deren Einbindung in ein funktionierendes Gemeinwesen sehr überzeugend. Tarifverträge und Gesetze haben in Deutschland arbeitsrechtliche Vorgaben geschaffen, die einem „malochen“ entgegenwirken. Der Bedarf an Arbeitskräften ist ein weiteres Regulativ. 
Von daher ist ihr Verweis auf russische Arbeitslager durchaus zutreffend, wenn die deutsche Arbeitswelt mit „Maloche“ gleichgesetzt und damit verfälscht wird. 

M.Pathie

Zitat: "die Motivation, hart zu malochen, in einem Sinkflug begriffen" - wie kommen Sie denn darauf? Das ist nichts anderes als billige Vorurteile zu verbreiten, gerne gegenüber Menschen mit geringem Einkommen oder auch BürgergeldbezieherInnen.

Mit den Verhandlungen im öffentlichen Dienst hat das jedenfalls nichts zu tun.

91541matthias

Würden Sie selbst oder Angehörige im öffentlichen Dienst als Pfleger oder Erzieher tätig werden wollen oder sind Sie froh, dass Andere diese schwere Arbeiten erledigen?

teachers voice

Warum fallen Ihnen - wirklich zu jedem - ernsthaften Thema nur solche scheinschlauen und sofaveredelten zynischen Kommentare ein?

Wenn Sie glauben sollten, diese würden damit zur „Auflockerung“ einer Diskussion beitragen: Nein, das tun sie nicht. Sie lenken immer nur von der tatsächlichen Tiefe des Themas ab. Und damit auch von der Tiefe des Denkens. 

Könnte das ein Motiv sein?

vaihingerxx

könnten sie sich vielleicht auch sachlich zu meinen Argumenten äußern ?

man kann doch hinterfragen ob der Gehalt ausreicht - wenn man statt dessen lieber Freizeit wählt

teachers voice

>>@teachers voice

könnten sie sich vielleicht auch sachlich zu meinen Argumenten äußern ?

man kann doch hinterfragen ob der Gehalt ausreicht - wenn man statt dessen lieber Freizeit wählt<<
 

Ich habe kein „Argument“ von Ihnen gesehen und erkenne immer noch keins. 

Die Frage, die Sie hier einfach so in den Raum werfen, kann und muss sich jeder Betroffene selbst stellen. Diese Frage anderen zu stellen, ist keine Frage. Erst recht kein „Argument“. Sondern schlicht eine Frechheit!

vaihingerxx

>>Sondern schlicht eine Frechheit!<<

 

festzustellen dass das Geld offensichtlich reicht, wenn man statt dessen mehr Freizeit in Anspruch nimmt ?

M.Pathie

Hab Ihre Kommentare noch mal gelesen und nach "Argumenten" durchforstet: ohne Ergebnis. Vielleicht schreiben Sie mal, was Sie hier als "Argument" verstanden wissen wollen.

Tinkotis

könnten sie sich vielleicht auch sachlich zu meinen Argumenten äußern ?

Bisher kamen von Ihnen nur unsachliche Unterstellungen und Ahnungslosigkeiten. Mit welchem Recht verlangen Sie, dass sich andere vernünftiger als Sie verhalten?

FantasyFactory

 Danke für Ihre Rückmeldung an den User. Ich nehme es auch so wahr.

melancholeriker

Wohl dem, welchem  es als Berufenem nicht an Langeweile mangelt, um über Menschen zu urteilen, die länger als bis ca Mitte 50 arbeiten müssen. 

Wenn die Motivation dieser Leute auch bloß einen Bruchteil von dem in sich trüge, was ich an diesem wiederholt herablassenden, völlig überflüssigen Statement Ihrerseits wie üblich austreten sehe, sollten sie weder Urlaub noch Sonderzahlungen bekommen. 

 

 

vaihingerxx

also ich habe mit 56 aufgehört zu arbeiten mit den Ersparten welches ich mir mit Anfang 20 mit 1 ,5 Schichten am Fliesband erarbeitet habe

das war mein Konzept !

andere gehen mit 70 noch  Pfandflaschen sammeln

deren Konzept

mache ich ihnen Vorhaltungen wie sie ihre Lebensplanung gestalten ?

 

 

teachers voice


>>@melancholeriker

also ich habe mit 56 aufgehört zu arbeiten mit den Ersparten welches ich mir mit Anfang 20 mit 1 ,5 Schichten am Fliesband erarbeitet habe

das war mein Konzept !<<
 

Ich habe auch ein Konzept - und jede und jeder andere hier auch.

Hier geht es aber nicht um den Austausch von „Konzepten“, sondern um einen Rahmen, der den Angestellten und dem Betrieb ein jeweils eigenes und doch zusammenführendes Konzept ermöglicht. 

Ihres wollen Sie hierfür doch nicht vorschlagen, oder?

 

vaihingerxx

>>Ihres wollen Sie hierfür doch nicht vorschlagen, oder?<<

wo steht das, dass ich mein Konzept als Maßstab vorschlage !

das einzige vielleicht, ich bin autark, sie brauchen nicht für mich Steuern und Sozialleistungen zahlen, von daher tue ich ihnen nicht weh und falle ihnen nicht zur Last

schabernack

➢ andere gehen mit 70 noch  Pfandflaschen sammeln
deren Konzept.

Komplett und völlig und absolut sinnlos.
Niemand hat das Lebenskonzept, mit 70 Pfandflaschen zu sammeln.

melancholeriker

Leistungsbemessung und faire Bezahlung sind schwerwiegende, elementare Bestandteile der Daseinsvorsorge in unsererr Gesellschaft. 

Postjuveniler Übermut und Arroganz sind bei uns von der Meinungsfreiheit abgedeckt, aber Armut als "Konzept" zu übersetzen für das ein Mensch sich entscheiden kann, bloß weil man selbst unter günstigen Umständen sich früh auf die faule Haut legen und rund um die Uhr chatten kann, macht extrem angreifbar. 

 

vaihingerxx

sich früh auf die faule Haut legen und rund um die Uhr chatten kann,<<

 

der eine legt sich bis 60 auf die "faule Haut" und muß eben nachher was tun ,

jeder ist doch seines Glückes Schmid

und zum Thema Chatten, das tun sie doch auch !

Kaneel

Ich gebe Ihnen absolut recht. Allerdings hielte ich weniger Aufmerksamkeit für solche Posts für besser.

M.Pathie

Sie machen - vielleicht - keine Vorhaltungen wie sie ihre Lebensplanung gestalten; aber Sie ereifern sich mit zynischen Phantasien und Stereotypen.

91541matthias

So kann aber nicht jeder leben..ich bin z.B. seit 42 Jahren in der Pflege und kann in 30 Monaten in Rente gehen, falls das Geld bis dahin reicht.

Es macht keinen Sinn, hier auf Andere herunter zu schauen und sich super toll vorzukommen..

vaihingerxx

wer schaut auf andere runter ? wer kommt sich super toll vor ?

ich habe mir mit 20 überlegt: was will ich ..... das habe ich versucht zu realisieren, nicht mehr nicht weniger

 

 

silgrueblerxyz

//später resultierend, geringere  Rente wohl auch den Erwartungen genügen//

die Einschätzung beruht wohl auf der Einkommenssituation des Doppelverdienstes. Diese Einschätzung wird wohl durch die zukünftigen Zahlungsperspektiven des Rentensystems enttäuscht werden, wenn nicht ein Finanzierungswunder passiert.

vaihingerxx

Doppelverdieners ?

ich habe meine Familie allein über die Runden gebracht !

spekuliere auch nicht darauf "Reiche" zu enteignen, sondern für mein Auskommen selber gerade zu stehen, 

Adeo60

Der öffentliche Dienst umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Arbeitsbereiche. Pflegedienst, Polizei, Verwaltung u.a. sind nur bedingt miteinander vergleichbar, entsprechend ist  Bedürfnis  nach erhöhtem Freizeitausgleich bei körperlich besonders  belastender Tätigkeit nachvollziehbar. 
Arbeit muss motivieren, ein auskömmliches Leben und eine Absicherung für den Renteneintritt vorsehen. Die Vorschläge der Schlichter erscheinen interessengerecht. 

silgrueblerxyz

//Arbeit muss motivieren//

Ja und das gelingt am ehesten.

wenn die Arbeitsbelastung ohne gesundheitliche Überforderung getragen werden kann.

vaihingerxx

da haben sie sicherlich recht

Arbeit muß sicherlich motivieren, aber auch ein Leben ohne fremde Hilfe ermöglichen

schabernack

➢  Teile der Jahressonderzahlung in freie Tage zu tauschen.
➢ ➢  scheint ja nicht sehr hoch zu sein die Motivation zu arbeiten.

Sie haben gar keine Ahnung, wie hoch oder gering die Arbeitsmotivation einzelner ist.
Genau so wenig Plan haben Sie davon, warum einzelne (möglicherweise) freie Tage anstelle von Jahressonderzahlung bevorzugen.

Tinkotis

Ich finde Ihre Unterstellung zur Motivation sehr unangemessen.

Gerade im Öffentlichen Dienst gibt es viele Berufe mit hoher sozialer Verantwortung, bei denen es nicht nur ums Geldverdienen geht sondern in denen die Beschäftigten eine wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft leisten.

Dass diese oft aufreibende Arbeit nicht nur mit Geld, sondern eventuell auch mit mehr Zeit zur Erholung honoriert werden kann ist für mich nachvollziehbar.

Vielleicht sollten Sie mal die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass es auch noch eine andere Sicht der Dinge geben kann als Ihre komplett materialistische Einstellung.

vaihingerxx

>>dass es auch noch eine andere Sicht der Dinge geben kann als Ihre komplett materialistische Einstellung.<<

 

akzeptiere ich doch alles !

  wer sich die anderen "Dinge des Lebens" selber bezahlt ist es im grünen Bereich

wenn er aber andere in die Verantwortung nimmt, sich von "materialistische Dingen" zu lösen, dann werd ich ärgerlich

 

M.Pathie

Die Motivation zu arbeiten war und ist bei vielen Pflegekräften so groß, dass sie bis an sie Grenzen und oft darüber hinaus gehen in ihrer Arbeit. Deshalb sind Lohnerhöhung UND Arbeitszeitverkürzung wichtig - auch um den Beruf attraktiv für junge Leute zu machen.

Dennoch werden wir gerade in den verschiedenen Bereichen der Pflege nicht ohne weitere Unterstützung durch Menschen mit Migrationsbiografie auskommen: Wir brauchen mehr Migration.

vaihingerxx

>>Wir brauchen mehr Migration.<<

 

was hat das mit dem Thema zu tun

und auf ihre Feststellung zu kommen 

wieso ??

wenn in einer fiktiven Stadt X 40 % Menschen mit Migrationshintergrund leben, werden so viele wohl  auch ärztliche Hilfe/Pflege brauchen, und wenn dann 40 % in der Pflege dort arbeiten .... wo liegt das Problem, passt doch

Frau Schmitt

"Zudem sollen Beschäftigte außerhalb von Kliniken und Pflegeheimen die Möglichkeit bekommen, Teile der Jahressonderzahlung in freie Tage zu tauschen"

Was für eine seltsame Variante wird da vorgeschlagen, wieso nicht für alle gleiches Recht?

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vaihingerxx

vielleicht weil Arbeitskräfte in Kliniken und Pflegeheimen fehlen !

einerseits über Pflegenotstand zu jammern, andererseits anbieten die Arbeitszeiten zu kürzen  ....  sehr merkwürdig

Frau Schmitt

merkwürdig finde ich das nicht, seit 34 Jahren arbeite ich im Pflegeheim, das hält man nicht im "Jammermodus" durch, sondern bei allen Widerständen nur durch Freude an der Arbeit, aber auch im Bewußtsein seiner eigenen Kräfte, ich erlebe den Pflegenotstand täglich, es "jammern" bzw. leiden zuerst die BewohnerInnen und die Angehörigen, wenn sie erleben müssen, dass es ständig Grenzen des Leistbaren gibt, von daher wäre die Möglichkeit, sich einen Tag mehr auszuruhen und vor allem mehr KollegInnen in der Schicht sinnvoll, den Pflegenotstand baut man nicht ab, indem man die zuwenig vorhandenen Pflegekräfte noch mehr unter Arbeits - und Zeitdruck setzt

M.Pathie

Sie wissen, wie hart der Pflegeberuf - auch schon vor Corona - ist? Sie wissen, wie die Dienstpläne aussehen? Sie wissen, wie häufig Burnout bei Pflegenden ist bzw. wie viele vorher ihren Beruf aufgeben, in den sie mit hoher Motivation gestartet sind? 
Wussten Sie noch nicht? Dann könnte das vielleicht Ihre Haltung zu Arbeitszeitverkürzung verändern.

silgrueblerxyz

//die Möglichkeit bekommen, Teile der Jahressonderzahlung in freie Tage zu tauschen"//

der Grundgedanke dabei ist womöglich, dass die Arbeitsanstrengung in diesen Berufen eine längere Regeneration erforderlich machen könnte. 

Frau Schmitt

das ist ja lobenswert, doch warum ausgerechnet Kliniken und Pflegeheime ausnehmen, wäre nicht fair

91541matthias

Vielleicht hängt es mit einem der Schlichter zusammen..

Roland Koch ist mir nicht als Arbeitnehmerfreund in Erinnerung..

Adeo60

Wenn zusätzliche Regeneration dadurch begründet ist, dass keine ausreichende Zahl an Arbeitskräften zur Verfügung steht bzw. zur Verfügung gestellt wird, liegt ein Organisationsverschulden des Arbeitgebers vor. Es ist vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehbar, wenn die Wiederherstellung der Arbeitskraft von den Arbeitnehmern mit einem Verzicht auf eine angemessene Gehaltserhöhung erkauft werden soll. Insoweit ist m.E. freilich zu differenzieren zwischen den verschiedenen Arbeitsbereichen im öffentlichen Dienst, insbesondere im Pflegebereich.

Nettie

„Für mehr als 2,5 Millionen Beschäftigte geht es um mehr Geld und bessere Arbeitszeiten.
Seit Januar streiten Gewerkschaften und Arbeitgeber im öffentlichen Dienst über Einkommen und Arbeitszeiten, mehrfach gab es Warnstreiks in Kitas oder Kliniken, an Flughäfen oder bei der Müllabfuhr“

Also um Arbeiten, die gemacht werden müssen, um das öffentliche Gemeinwesen funktionsfähig erhalten zu können. Wieso muss man um das ‚Mittel‘, das diese Daseinsvorsorge ermöglicht (Geld) eigentlich streiten? Wozu - oder vielmehr für wen - ist das (einst von Menschen zur Erleichterung von dessen Gestaltung bzw. der Wirtschaft ‚erfundene‘) Instrument eigentlich da?

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vaihingerxx

der Sinn ihres Beitrags erschließt sich mir nicht !

geht es nicht darum dass Löhne und Gehälter angemessen sein müssen

wer bestimmt was angemessen ist ?

beinhaltet die Daseinsvorsorge bei nem Teilzeitjob für ihr Empfinden 1 mal Urlaub auf den Malediven und Espen, einen Porsche  .... oder reicht die Suppenküche und ne Bruchbude zum Wohnen ??

Nettie

„wer bestimmt was angemessen ist ?“

Auf einem freien Markt in einem einem demokratischen Rechtsstaat die Marktteilnehmer (alle) in ihrer Gesamtheit.

Und demokratisch können ein Staat bzw. Wirtschaftssystem nur sein, wenn darin volle Transparenz statt ‚Spekulation‘ herrscht.

silgrueblerxyz

//wer bestimmt was angemessen ist ?//

ich hatte eigentlich bei der Beantwortung dieser Frage auf Sie gehofft, bis jetzt leider vergeblich.

melancholeriker

Sicher kennen Sie Leute die nach TVÖD bezahlt werden und mit dem Porsche auf Eilanden um den Indischen Ozean fahren oder hungern und frieren müssen. 

Der Einwand von @Nettie ist diskussionswert. Ich finde das Selbstverständnis, mit dem unser Gemeinwesen mitunter zu einem Kampfplatz vermeintlich widerstreitender Interessen zur Belastung zu Ungunsten des Gemeinwesens wird durch ausufernde Arbeitsniederlegungen als volkswirtschaftlichen Schaden, gruselig. Da kann man sich doch anders einlassen als in der Art wie Sie das tun. Aber Ihnen ist ja wie so oft die Provokation wichtiger. 

Und das alles nur, um mal wieder nen Spin zur "Tafel" einzuhauchen, wo Heldengeschichten noch nicht zuende erzählt werden konnten. 

schabernack

➢ beinhaltet die Daseinsvorsorge bei nem Teilzeitjob für ihr Empfinden 1 mal Urlaub auf den Malediven und Espen, einen Porsche  .... oder reicht die Suppenküche und ne Bruchbude zum Wohnen ??

Jeder Job beinhaltet das an Freizeitgestaltung / Urlaubsreisen,
was einzelne sich leisten wollen. Wollen, nicht können.

Porsche könnte ich auch, will ich aber nicht,
Malediven könnte ich auch, ist aber uninteressant und langweilig.

Könnte ich mit einem 66% Job Tarif IG Metall, dessen Entlohnung man nicht 1:1 übertragen kann auf Tarif ÖD. Aber auch dort gibt es den «Gehobenen» und den «Höheren» Dienst (oder anders herum).

Außerdem müssen Sie sich verabschieden vom Märchen, die Ansprüche aller seien die gleichen wie Ihre. Die große Mehrheit will gar keinen Benz mit 400 oder 500 PS, und mit dem Porsche auf die Malediven wollen die auch nicht.

schabernack

➢  Wieso muss man um das ‚Mittel‘, das diese Daseinsvorsorge ermöglicht (Geld) eigentlich streiten?

Weil Geld nicht in unendlicher Menge zur Verfügung steht.
Weil bei Tarifauseinandersetzungen immer die Lücke zwischen Forderung und Angebot entsteht.

Weil den weit überwiegenden Anteil aller Gehälter im Öffentlichen Dienst die Kommunen bezahlen müssen, die finanziell schon jetzt aus dem letzten Loch pfeifen, käme als Verhandlungsergebnis die «Nullrunde» als Resultat heraus.

Weil die generelle Art von Finanzierung der Kommunen in Deutschland richtig schlecht bis miserabel ist, so dass es schädlich und gefährlich ist für das Gemeinwesen Bürgerschaft.

Nettie

„Weil Geld nicht in unendlicher Menge zur Verfügung steht.“

Diese Aussage halte ich für unwahr („falsch“) und bestreite sie deshalb.

silgrueblerxyz

//„Weil Geld nicht in unendlicher Menge zur Verfügung steht.“

Diese Aussage halte ich für unwahr („falsch“) und bestreite sie deshalb.//

Interessant wäre in diesem Fall n icht nur die Feststellung Ihrer Gegenmeinung sondern Ihre Begründung für Ihre Gegenmeinung.

 

schabernack

➢ Diese Aussage halte ich für unwahr („falsch“) und bestreite sie deshalb.

Nur zu - das bestreiten Sie ja ständig und immer wie ein Religiöses Mantra. 
Geld kann man ja «schöpfen», und zusätzlich hilft der Goldesel.

Geld müssen Werte gegenüberstehen.
Wenn nicht, ist Geld Schall und Rauch.
Sie bestreiten immer, aber wie es richtig geht, das sagen Sie nie.

Nettie

„und zusätzlich hilft der Goldesel.“

Und an den glauben Sie - im Gegensatz zu mir - offenbar.

R A D I O

Können Sie beweisen, dass es Geld in unbegrenzter Menge gibt und sein Wert unendlich ist?

In Deutschland die Geburtenziffern zu niedrig, die Bevölkerungspyramide gibt es nicht her, dass wir in allen Bereichen über genügend Personal verfügen können, jeden Stellenbedarf decken können. Wir müssen Prioritäten setzen, bedeutet, weniger Produktionskapazitäten, Logistik- und Verkaufsstätten für Gummibärchen, Unterwäsche in 300 verschiedenen Varianten, weniger Spargel und Erdbeeren vom Feld, weniger Parkscheinautomaten in den Großstädten, weniger Süßigkeiten aus der Schweiz und Italien hertransportieren, weniger Spielzeug für Kinder von überall, weniger Plastik, weniger Müll produzieren, weniger Werbevideos, weniger Influencer, somit weniger Cloudspeicher nötig usw. Das Personal dafür und ähnlichen Dingen und Waren umleiten, in die Pflege, in die Schulen, in Handwerksbetriebe, in Liebesbeziehungen und Kinderzeugen bringen, in die richtige Produktion von Werten und gutes Geld motivieren helfen.

silgrueblerxyz

//Weil Geld nicht in unendlicher Menge zur Verfügung steht.//

richtig, das Knappheitsproblem von Geld wird gelegentlich vergessen, weil es vielen noch zufriedenstellend gut geht.

Coachcoach

Naja, ein Schlichterspruch - % okay, Festbetrag deutlich zu niedrig.

Und die unbegründeten Ungerechtigkeiten im TV müssten mal behoben werden: Warum werden Hochschulabgänger innen mit 2,5 Vergütungsgruppen Differenz eingestuft? Alle hoch!

Arthur K.

Wenn  die  Gewerkschaft  meint,  daß  dieses  Mehr  an  Geld  einen  Sinn  macht,  obwohl  es  den  Arbeitnehmern  umgehend  in  der     dadurch  weiter  steigenden  Inflation  vernicht  wird,  dann  soll   die  Gewerkschaft  nicht  mehr  länger  zum  Schaden  unbeteiligter  Dritte  ihre  Streiks  veranstalten,  sondern  sollte  ihre Lohnforderungen  zivilisiert  wie  in  einem  Rechtsstaat bei  Gericht  einklagen.