Donald Trump blickt auf eine Liste den zu erhebenden Zöllen.

Ihre Meinung zu Trump lässt seine Zollsätze mit bestimmter Formel errechnen

Die USA kontern EU-Zölle von "39 Prozent" mit Gegenzöllen von 20 Prozent. Doch die EU-Zölle sind bei Weitem nicht so hoch, wie Trump unterstellt. Hintergrund ist die Formel, auf der seine Zölle basieren. Von Angela Göpfert.

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135 Kommentare

Kommentare

pxslo

Die Zollpolitik von Trump finde ich logisch und akzeptabel. Ein Präsident darf das nun mal. Es steht doch jedem frei Gegenzölle zu erheben. Das ganze Jammern verstehe ich deshalb nicht. Im übrigen bin ich ein Verfechter von Zöllen und anderen Importeinschränkungen. Jedes Land sollte wenig importieren und nur soviel wie es auch exportiert. Für mich können Zölle nicht hoch genug sein. Ich wäre auch für Zölle im dreistelligen Bereich, je höher desto besser. 

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Bauhinia

Die Logik hängt da stark vom zugrunde gelegten Konzept ab. Wenn man zurück ins 19. Jahrhundert möchte, dann kann man Trumps Maßnahmen logisch finden. 

docsnyder

Nicht mal dann. Das ist einfach nur Unsinn.

Bauhinia

Ich bin da kein Experte. Habe nur den Erklärungsansatz gelesen, dass Trumps Handelsminister wohl das Konzept fahren möchte, Geld mit Zöllen einzunehmen und dafür die Einkommenssteuer abzuschaffen...so wie es vor über hundert Jahren in den USA war. Dass das kaum funktionieren wird, ist wohl anzunehmen. 

docsnyder

Man muss kein Experte sein, um zu verstehen, dass man so komplexe Systeme wie globale Wirtschaftsprozesse nicht allein mit pauschalen Zöllen regeln kann. Dass man auf diese Weise dann auch noch die Einkommenssteuer abschaffen könnte, ist so fern ab jeder Realität, dass man nur noch den Kopf schütteln kann.

pxslo

Sogar weiter zurück. Schon Sonnenkönig Ludwig XIV hat mit seiner Zollpolitik Geschichte geschrieben. Natürlich auf Anraten seines Finanzministers Colbert. Er hatte die Idee hohe Zölle auf Importe zu erheben, damit keine Devisen rausgehen. Zusätzlich wurden die Exporte hochgeschraubt. Dadurch konnte Frankreich ein Vermögen anhäufen. Und damit hat der Sonnenkönig dann sein Schloss in Versailles finanziert. Das alles nannte sich Merkantilismus. Trump hat im Hintergrund sicherlich auch seinen Colbert. Die Frage ist jetzt was wird er mit dem Überschuss schönes errichteten?

.

 

MRomTRom

++

'Für mich können Zölle nicht hoch genug sein.'

++

Weil Ihnen selbst Basis-Kenntnisse von wirtschaftlichen Zusammenhängen fremd sind ?

Zölle verringern die Wahlfreiheit der Verbraucher, erhöhen die Kosten für Unternehmen, erhöhen die Inflation und drücken das Wirtschaftswachstum.

++

Nichts davon kann als positiv eingestuft werden.

++

 

FantasyFactory

So ist es, Stimme zu !! Und so wird die Welt immer voller und verrückter Königstreuer Diener die zu allem ja sagen...... selbst dann, wenn es zu ihren eigenen Schaden ist

Feo

„Zölle verringern die Wahlfreiheit der Verbraucher, erhöhen die Kosten für Unternehmen, erhöhen die Inflation und drücken das Wirtschaftswachstum.“

Das ist schon richtig!

Allerdings geht es bei der Maßnahme darum sich den jahrzehntelange Einsatz der USA in der Welt sich vergüten zu lassen. Dabei geht es Trump nicht  darum ob das im Einzelnen richtig oder gar falsch ist, sondern darum als Macher vor dem US Wahlvolk gut dazustehen. Ganz subjektiv ist es im Wahlvolk weit verbreitet, dass die ganze Welt sich von den USA aushalten lassen würde.

Geplant ist, die Wirtschaft in den USA auf Kosten der ganzen Welt sich finanzieren zu lassen.

Das gefällt selbst mir nicht!

FantasyFactory

Ich weiß ja nicht wie Sie Logik definieren..... aber mit dem was Trump und seine GANG DER AHNUNGSLOSEN da vorhat entspricht nur seiner eigenen, narzisstischen Welt........ Menschen die ihm ähnlich sind stimmen den gerne zu und neigen in ihrer Meinungsfindung ebenfalls zu Superlativen.

fa66

»Ein Präsident darf das nun mal.«

Ernsthaft? Wo bleibt denn die Legislative, die für die Gesetzgebung zuständig ist? Trump mag gerne die nötigen Gesetzesinitiativen einbringen und dann auf eine (bei den gegenwärtigen Mehrheitsverhältnissen gar nicht mal unwahrscheinliche) Mehrheit dafür hoffen. Aber sein Dekretismus geht mittlerweile auf keine Kuhhaut. Das Land ist schließlich nicht im Krieg.

Adeo60

Der globale Markt basiert auf Arbeitsteilung und Wettbewerb. Nach Ihrer Meinung müsste also jedes Land grds. in allen Bereichen produzieren, sich autonom machen und damit abschotten. Eine solche Vorstellung ist völlig abstrus und würde die Welt zurückführen in das letzte Jahrhundert. 

fathaland slim

Sorry, aber Ihren Post kann ich nicht einmal ansatzweise ernst nehmen.

falsa demonstratio

@pxslo: Sorry, aber Ihren Post kann ich nicht einmal ansatzweise ernst nehmen.

Es drängt sich mir der Verdacht auf, dass der User keinen Wert darauf legt, ernst genommen zu werden, sondern nur provozieren will.

Adeo60

So sehe ich das auch und bedauere mittlerweile, darauf geantwortet zu haben.

pxslo

Falsch, ich bin tatsächlich Anhänger einer strikten Zollpolitik., also nix mit provozieren. Und wenn einige das nicht ansatzweise ernst nehmen, dann vielleicht weil sie das selber nicht verstehen und das aber nicht zugeben wollen. Aber das ist doch keine Schande.

 

fathaland slim

Sie sind, wie Sie schrieben, Anhänger des Merkantilismus des Sonnenkönigs. Das ist weltwirtschaftlich ganz gewiss zielführend. Wir müssen alle einfach nur mehr exportieren als importieren…

Adeo60

Der Kommentar erinnert an Überlegungen der AFD und von Höcke, die Globalisierung beiseite zu schieben und den Weg zurück ins Kaiserreich zu suchen, also vor allem auf Agrarwirtschaft zu bauen. Kann man nicht ernst nehmen.

saschamaus75

>> Die Zollpolitik von Trump finde ich logisch und akzeptabel.

Ähh, Sie meinen also, es klingt "logisch", erstmal durch Musk's D.O.G.E. die Hälfte der IRS-Finanzbeamten rauszukegeln und danach die Steuern (jepp, Zölle sind ebenfalls Steuern) zu erhöhen? oO

 

>> Das ganze Jammern verstehe ich deshalb nicht

Also, ich "jammere" da gerade doch auch nicht. *ROTFL!!!* ^^

 

>> Im übrigen bin ich ein Verfechter von Zöllen

Sie mögen also ebenfalls das Finanzamt? =)

 

vaihingerxx

sie meinen so wie vor 350 Jahren dieser Colbert ?

immerhin eine schwierige Sache , der amerikanische Bürgerkrieg brach dieses Themas wegen aus

narr_ativ

Naja, wenn Sie ein radikaler Verfechter des Zurück zum einfachen Leben sind, kann ich dem auch was abgewinnen. Wir wollen ja alle weniger Wohlstand und Konsum. Nur dumm, dass das die überwältigende  Mehrheit ungewollt trifft und Feudalherren, Olligarchen immer reicher und absolutistischer werden. Vielleicht sind das ja vorrevolutionäre Zustände. Wir wissen ja, wo der Adel geendet hat. Das ist aber kein Kindergeburtstag, wo nur die Kerzen auf den Torten brennen. 

Daniel Schweizer

Irgendwo sollte man den Kollateralschaden der für alle entsteht nicht aus den Augen verlieren. Ist nämlich die Aussenwirtschaftstheorie nicht so wie das Trumps Professor wahrhaben will, fliegen dummerweise nicht  nur wir wirtschaftlich auf die Schnauze sondern auch Trumps USA ....

D. Hume

4 Jahre schafft er mit dem Unsinn nicht. Ein republikanischer Brutus wird sich noch finden. Der Schaden ist einfach zu groß, um das innenpolitisch zu überstehen. Hoffe ich...

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Bauer Tom

„4 Jahre schafft er mit dem Unsinn nicht.“

um zu dieser Einschätzung zu kommen, müsste man erst mal verstehen, was Unsinn ist und was nicht. Irgendwas nachreden reicht da nicht.

D. Hume

Ihr Leben in Costa Rica wird auch teurer werden. Unsinn kann ich besonders gut einschätzen. Wir kennen uns ja auch schon etwas länger.

Adeo60

Dieser willkürliche Zoll-Exzess ist letztlich nur als Unsinn zu bewerten, da sind sich alle namhaften Wirtschaftswissenschaftler  einig.  Trump gefriert sich einmal mehr als unbelehrbarer Narzist, der durch sein unkontrolliertes Handeln eines Tages  für den Wohlstandsverlust auch in den USA zur Verantwortung gezogen werden wird. 

fathaland slim

Niall Ferguson, ein Philosoph und Ökonom, der weit rechts steht und eigentlich ein Trumpfreund ist, sagt in einem Interview in der „Zeit“, auf Trumps Zollpolitik angesprochen:

„98% der Ökonomen halten das für verheerend, die restlichen 2% arbeiten für Trump.“

TeddyWestside

Ich hab mir schon einiges von Niall Ferguson angehört und angesehen. Ich finde ihn, ähnlich wie Douglas Murray, oft schwer zu ertragen. Wenn irgendjemand rechts von den Herren stehen, kann das mMn nicht mehr die richtige Seite sein. 

 

Fun fact: Niall Ferguson sponsored by the Hoover Institution. 

Herbert Hoover you know, the best president ever besides Trump.

 

FantasyFactory

Der User hat was genau nachgeredet ?? Und ja, Zölle in dieser Form machen keinen Sinn. Es wird ein Maximalschaden für alle. Wenn das für Sie Sinn macht........

Bauhinia

Da würde ich auf nichts wetten. Keine 10 cent. 

MRomTRom

++ Trump erhöht drastisch die Steuern für Verbraucher und Firmen ++

Nichts anderes sind seine Zölle. Außer Schaden für die Wirtschaft der USA und der Weltwirtschaft bringen sie niemandem etwas.

++

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Mendeleev

Es handelt sich faktisch um Sanktionen gegen die EU...

Nun können die Deutschen ihre eigene Medizin schmecken .. 

artist22

Welch ein Unsinn. Der EU-Verbraucherraum ist grösser als der der USA. Vorschule Mathemati´k ;-)

Mendeleev

Au ja .. Deutschland ist ja bei Mikroelektronik und Software auch weltweit führend :-)  .. hüstel .. 

werner1955

Hintergrund ist die Formel,

oder , traue keiner die Du nicht selbst gefälscht hast. Schade das die EU mit den Starfzöllen auf E-PKWs mit diesem System schon lange vor der Wahl Trumps begonnen hat. 

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TeddyWestside

Ja, schade.

Mal wieder so ein richtiger Düsseldorfer Wernerburger.

 

saschamaus75

Aus dem Parallelartikel ('Was Trumps Zollpaket vorsieht'):

> Ein Importzoll funktioniert ähnlich wie eine Steuer.

 

Ähh, nope? oO

Die Einfuhrumsatzsteuer funktioniert eben nicht(!!!) "ähnlich wie" eine Steuer, sondern sie IST (im RealLive) eine tatsächlich existierende, gesetzliche Steuer. -.-

 

P.S.: Ähh, ach übrigens, wie will Trump diese zusätzlichen Steuereinnahmen eigentlich genau einkassieren, wo doch durch die D.O.G.E.-Maßnahmen gerade die Hälfte der IRS-Beamten 'gegangen worden' sind??? oO

 

derkleineBürger

Na da kann die EU ja als 1. Maßnahme noch heute direkt auf 39% für US-Importe hochschrauben..

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perchta

Vllt. könnte man ja auch auf die Idee kommen, Umsätze von US-Amerikanischen Unternehmen (wie z.B.: Microsoft, Amazon, Oracle, Google,..) so zu besteuern, wie man das mit dem Umsätzen anderer europäischen Unternehmen auch tut. 

BTW: Ich halte es für einigermaßen bedenklich und gefährlich, wie wir uns bei der sogenannten Digitalisierung von Amerikanischen Unternehmen abhängig gemacht haben und das wohl auch weiter fortsetzen werden.

fa66

»Umsätze von US-Amerikanischen Unternehmen…«

Die Genannten produzieren ihre Waren und Dienstleistungen bereits in der EU – und suchen sich EU-interne Steueroasen als Firmensitze. Assembled in the Republic of Ireland betrifft exemplarisch bereits Rechner und Drucker. Und die Teile dafür kommen aus Asien unter Umgehung der USA. 

Für viele »amerikanische« Produkte fallen damit die US-Zölle hierzulande gar nicht erst an. So verpufft für den EU-Endverbraucher viel von der Bedrohung. Nicht aber für den US-Verbraucher, der das ggf. als besser geachtete EU- (oder auch Kanada-)Produkt samt seiner Ersatzteile teurer einkaufen muss: 
Neulich in der Berichterstattung der Farmer, der den schlechteren US-Trecker scheute. Der neue Protektionismus wird den US-Trecker aber nicht bessermachen, weil man ihn wegen der Importzölle nicht verbessern muss. Eher wird der noch wegen Zulieferei noch teuerer – und wegen der Behinderung von ausländischer Konkurrenz. 

Mendeleev

Ja, bitte. 

 

Wer braucht schon "Windows" ... :-) 

TeddyWestside

Windows braucht niemand.

Fenster ab und zu schon.

 

derkleineBürger

Wer Windows kauft, sollte wegen Gefährdung der Sicherheit noch zusätzliche Strafzahlungen  leisten müssen. Bei fehlender Einsicht Haftstrafe

TeddyWestside

Geile Idee. Ich seh schon die Guido Knopp Dokus von 2105 "80 Jahre WK3"

 

MRomTRom

++ Trump verrechnet sich – wie so oft ++ 

Das Handelsvolumen für  W a r e n  zwischen USA und der EU lag 2023 bei 851 Milliarden €. 

-- die Exporte der EU in die USA betrugen 503 Mrd.

-- Die Exporte der USA in die EU beliefen sich auf 347 Mrd.

Das macht einen EU-Handelsüberschuss von 157 Mrd. Euro

++

Der Handelsvolumen für  D i e n s t l e i s t u n g e n   zwischen EU und USA lag bei 747 Mrd. €.

-- Die Exporte der EU in die USA betrugen 319 Mrd.

-- die Exporte der USA in die EU beliefen sich auf 427 Mrd.

Das macht einen USA-Handelsüberschuss von 109 Mrd. Euro.

https://germany.representation.ec.europa.eu/news/zolle-usaeu-fragen-ant…

++

In der internationalen M a r k t w i r t s c h a f t  ist der freie Wettbewerb durch Produktinnovation, gute Services und das Eingehen auf Kundenwünsche der Hebel zum Ausgleich von Defiziten und nicht  staatswirtschaftlicher Zoll. 

++

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Mendeleev

Haben Sie schon mal vom "Schmuggel von Dienstleistungen" gehört ? :-)

Damit beantwortet sich das von selbst ... 

artist22

Nein, Ihr Unsinn muss unbeantwortet bleiben DFTT ;-)

Mendeleev

Eine Antwort durch den User ist garnicht nötig, wie ich oben schon schrieb 

saschamaus75

>> Haben Sie schon mal vom "Schmuggel von Dienstleistungen" gehört ? :-)

 

Ähh, ja? oO

Finden Sie übrigens im Steuerrecht allgemein unter dem Fachbegriff 'Schwarzarbeit'. -.-

 

MRomTRom

++

'Haben Sie schon mal vom "Schmuggel von Dienstleistungen" gehört ? :-)'

Eine schwurbelige Antwort aus Mangel an Argumenten. 

++

Trumps Wirtschaftsbericht aus seiner ersten Amtszeit kam 2018 folgerichtig zu folgendem Schluss: 

'The United States’ economy has shifted “away from manufacturing and toward service provision industries' in recent decades, according the report. “Focusing only on the trade in goods alone ignores the United States’ comparative advantage in services.'

Economic Report of the President February 2018 (PDF)

++

Die Konzentration nur auf industrielle Güter wäre damals so falsch gewesen wie heute.

++

Mauersegler

Dienstleistungen interessieren Trump aber nicht, weil die nicht von Blue collar workern in Fabriken hergestellt werden. Und nur um diese Fabriken geht es Trump in all seiner Beschränktheit. 

Carlos12

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mit einer gewissen Häme die Trump-Wähler betrachte. Ein wichtiges Kriterium für die erneute Wahl Trumps war die Inflation und die gefallene Kaufkraft vieler US-Amerikaner. Trump machte das zu einem großen Thema in seinem Wahlkampf und versprach den Wähler wieder mehr Kaufkraft (ohne zu sagen wie). Gleichzeitig bewarb er Zölle als sein persönliches Fetisch.

Es war klar, dass das nur schief gehen kann. Selbst wenn die anderen Länder nicht mit einem Handelskrieg reagieren, ist eine deutliche Inflation in den USA nun unausweichlich. Und es wird die Ärmsten am stärksten treffen. Es tut mir halt um diejenigen Leid, die ihn nicht gewählt haben.

Mendeleev

Die Gewichtung des Handelsbilanzdefizits mit dem Exportvolumen macht Sinn. 

Auch das Handelsbilanzdefizit auf tangible Güter zu beschränken, macht Sinn. 

 

Unsinnige Ergebnisse entstehen nur für Länder, die praktisch nichts in die USA exportieren (die sind in der Liste aber auch nicht dabei)

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Mendeleev

Warum sollten die USA befreundete Länder wie Russland, mit Strafzöllen noch weiter sanktionieren ?

Denn um nichts anderes als Sanktionen gegen EU und andere handelt es sich - gegen alle WTO Regeln und bilaterale Abkommen ..

Macht doch die EU mit Russland auch so ... 

gelassenbleiben

Sie bestätigen meinen Punkt

Die MAGA USA gehört eher zu Russland und Nordkorea als zum demokratischen Europa

Mendeleev

Bei Ihnen klingt das so als wäre das schlimm .. 

MRomTRom

 

'Unsinnige Ergebnisse entstehen nur für Länder, die praktisch nichts in die USA exportieren (die sind in der Liste aber auch nicht dabei)'

++

Und ob. Trump legt selbst  P i n g u i n e n  und Seerobben Zölle auf  :-))

++

‚Donalds Trumps Zoll-Rundumschlag trifft selbst die abgelegensten Orte - so auch die Heard- und McDonald-Inseln im südlichen Indischen Ozean, auf denen kein Mensch wohnt. Die Inselgruppe, die australisches Außengebiet ist, muss nun 10 Prozent Zölle auf Exporte zahlen. Die letzten Menschen, die die zweiwöchige Bootsreise zu den Inseln auf sich genommen haben, sollen vor rund zehn Jahren dort gewesen sein. Auf den Inseln leben größtenteils Pinguine, Seeroben und Vögel.‘

 

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Trump-verhaengt-Zoelle-gegen-unbewohnte-…

++

Mendeleev

Na, die McDonald Inseln wahrscheinlich wegen der vermuteten Exporte von Hamburger Hackfleisch Pattys ... :-)

wenigfahrer

Nun haben wir eine Erklärung wie die Zahlen entstehen, fehlen zwei Dinge, was wollen wir dagegen machen und was wollen wir senken oder erhöhen, warum müssen wir Landwirtschaft in der EU extra schützen zum Beispiel. Ohne Zoll würden doch gerade Lebensmittel die wir einführen in dem Falle preiswerter werden, was doch zum Vorteil für die Verbraucher wäre. Bei Luxusartikel könnte ich hohen Zoll ja verstehen, aber so eben nicht.

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Advocatus Diaboli 0815

Wir haben bei den Agrarprodukten nicht immer die gleichen Standards. Nette Beispiele sind z.B. die Chlor-Hähnchen (wobei man streiten kann ob Chlor oder Antibiotika das geringere Übel sind) und die gentechnisch manipulierten Produkte.
Des weiteren werden bei vielen Grundnahrungsmitteln amerikanische Farmer aufgrund ihrer gigantischen Flächen immer preiswerter produzieren können als es unseren Bauern im relativ engen Europa möglich ist (etwas vereinfacht, das gebe ich ja zu) 

heribix

Für die Chlorhähnchen gibt es eine ganz einfache Erklärung, in den USA sind gerade mal ca 25% der Menge an Salmonellen auf geschlachteten Geflügelfleis erlaubt im vergleich zu Deutschland. Lecker find ich das auch nicht, ist in den USA aber normal.

MRomTRom

++ Warum Trumps wirtschaftsferne ‚Grundrechenarten‘ nicht aufgehen ++

 

Er behauptet, die Importzölle würden von den ausländischen Exporteuren bezahlt und würden die Staatseinnahmen der USA erhöhen.

++

Die Zölle werden aber von den Importfirmen in den USA bezahlt, die sie ganz oder teilweise an die Verbraucher weitergeben. Für letztere ist das eine Steuererhöhung, die vor allem mittlere und untere Einkommen belastet.

++

Die ausländischen Exporteure bezahlen sie - anders als Trump behauptet - nicht. 

Selbst wenn sie in der Lage wären, ihre Exportpreise durch Senkung ihrer Gewinnmargen zu senken, sind ihnen dafür enge betriebswirtschaftliche Grenzen gesetzt. Die operative Gewinnmarge der deutschen Autohersteller lag 2023 bei 9,6 %, die Margen der Metall- und Elektro-Industrie bei gerade noch 1,9 %.

++

Kaum ein Exportunternehmen hat Spielraum für nennenswerte Preissenkungen.

++

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/234410/umfrage/ebit-marg…

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wenigfahrer

Ich kann zwar nicht sagen was in seinem Kopf vorgeht, aber er ist vielleicht der Meinung das man ja auch auf inländische Artikel und Rohstoffe zugreifen kann, wenn ausländische zu teuer sind, ich kaufe doch auch lieber einen preiswerten Artikel aus der EU bevor ich mir einen teuren aus den USA antue.

Mendeleev

"Er behauptet, die Importzölle würden von den ausländischen Exporteuren bezahlt und würden die Staatseinnahmen der USA erhöhen."

 

So ist es auch. Sehr unwahrscheinlich das die deutschen Exporteure die Mehrkosten an die Kunden weiterreichen ... denn dann ist der Markt futsch ...

 

Für die USA so oder so eine "sichere Bank" 

gelassenbleiben

da Sie das sagen, weiss ich es einzusortieren

silgrueblerxyz

//Kaum ein Exportunternehmen hat Spielraum für nennenswerte Preissenkungen.//

Dann müssen halt Kostensenkungen das Defizit ausgleichen. So wird immer gearbeitet, wenn man zum gleichen Verkaufspreis wie vorher verkaufen will. 

 

 

Adeo60

Trump wirft immer wieder Zahlen in den Raum, ohne diese auch nur im Ansatz zu verifizieren. Er geht zudem dreist darüber hinweg, dass neben Waren auch Dienstleistungen zu berücksichtigen sind und insoweit ein Handelsüberschuss der USA vorliegt. 

Letztlich wird der konfuse Handelskrieg nicht nur der globalen Wirtschaft,  sondern auch den US Bürgern massiv schaden. Schon jetzt erleiden die Rentner dort schmerzliche Einbußen in ihrer - meist in Aktien ersparten - Altersvorsorge und auch die steigende Inflation wird auf Widerstand stoßen. 

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Mendeleev

Am Handelsüberschuss bei Dienstleistungen hat das Weisse Haus auch nichts auszusetzen. 

 

Es ist ja nicht schuld der Amerikaner, dass die Europäer vieles nicht alleine hinkriegen. 

Mauersegler

Ah, aber es ist natürlich Schuld der Europäer, dass die Amis keine gescheiten Autos hinkriegen. Verstehe.

Adeo60

Genau so ist es. Ich hatte - ohne Ihren Kommentar zu kennen -in gleicher Weise geantwortet. Wir sollte Deutschland und Europa nicht immer schlecht reden. Die aktuelle Situation bietet auch eine Menge Chancen.

Mendeleev

"Chancen"? :-) die müssen aber SEHR dornig sein ... 

Mendeleev

Na und ? Dafür bleiben die überheblichen Deutschen dann auf ihren total überteuerten Nobelkarrossen sitzen .. 

fathaland slim

Und es ist nicht Schuld der Europäer, daß die Amerikaner es nicht mehr hinkriegen, brauchbare Industrieprodukte herzustellen. Denn könnten sie das, dann bräuchten sie sie nicht importieren.