
Ihre Meinung zu Trump lässt seine Zollsätze mit bestimmter Formel errechnen
Die USA kontern EU-Zölle von "39 Prozent" mit Gegenzöllen von 20 Prozent. Doch die EU-Zölle sind bei Weitem nicht so hoch, wie Trump unterstellt. Hintergrund ist die Formel, auf der seine Zölle basieren. Von Angela Göpfert.
Die Zollpolitik von Trump finde ich logisch und akzeptabel. Ein Präsident darf das nun mal. Es steht doch jedem frei Gegenzölle zu erheben. Das ganze Jammern verstehe ich deshalb nicht. Im übrigen bin ich ein Verfechter von Zöllen und anderen Importeinschränkungen. Jedes Land sollte wenig importieren und nur soviel wie es auch exportiert. Für mich können Zölle nicht hoch genug sein. Ich wäre auch für Zölle im dreistelligen Bereich, je höher desto besser.
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Die Logik hängt da stark vom zugrunde gelegten Konzept ab. Wenn man zurück ins 19. Jahrhundert möchte, dann kann man Trumps Maßnahmen logisch finden.
Nicht mal dann. Das ist einfach nur Unsinn.
Ich bin da kein Experte. Habe nur den Erklärungsansatz gelesen, dass Trumps Handelsminister wohl das Konzept fahren möchte, Geld mit Zöllen einzunehmen und dafür die Einkommenssteuer abzuschaffen...so wie es vor über hundert Jahren in den USA war. Dass das kaum funktionieren wird, ist wohl anzunehmen.
Man muss kein Experte sein, um zu verstehen, dass man so komplexe Systeme wie globale Wirtschaftsprozesse nicht allein mit pauschalen Zöllen regeln kann. Dass man auf diese Weise dann auch noch die Einkommenssteuer abschaffen könnte, ist so fern ab jeder Realität, dass man nur noch den Kopf schütteln kann.
Sogar weiter zurück. Schon Sonnenkönig Ludwig XIV hat mit seiner Zollpolitik Geschichte geschrieben. Natürlich auf Anraten seines Finanzministers Colbert. Er hatte die Idee hohe Zölle auf Importe zu erheben, damit keine Devisen rausgehen. Zusätzlich wurden die Exporte hochgeschraubt. Dadurch konnte Frankreich ein Vermögen anhäufen. Und damit hat der Sonnenkönig dann sein Schloss in Versailles finanziert. Das alles nannte sich Merkantilismus. Trump hat im Hintergrund sicherlich auch seinen Colbert. Die Frage ist jetzt was wird er mit dem Überschuss schönes errichteten?
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'Für mich können Zölle nicht hoch genug sein.'
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Weil Ihnen selbst Basis-Kenntnisse von wirtschaftlichen Zusammenhängen fremd sind ?
Zölle verringern die Wahlfreiheit der Verbraucher, erhöhen die Kosten für Unternehmen, erhöhen die Inflation und drücken das Wirtschaftswachstum.
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Nichts davon kann als positiv eingestuft werden.
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So ist es, Stimme zu !! Und so wird die Welt immer voller und verrückter Königstreuer Diener die zu allem ja sagen...... selbst dann, wenn es zu ihren eigenen Schaden ist
„Zölle verringern die Wahlfreiheit der Verbraucher, erhöhen die Kosten für Unternehmen, erhöhen die Inflation und drücken das Wirtschaftswachstum.“
Das ist schon richtig!
Allerdings geht es bei der Maßnahme darum sich den jahrzehntelange Einsatz der USA in der Welt sich vergüten zu lassen. Dabei geht es Trump nicht darum ob das im Einzelnen richtig oder gar falsch ist, sondern darum als Macher vor dem US Wahlvolk gut dazustehen. Ganz subjektiv ist es im Wahlvolk weit verbreitet, dass die ganze Welt sich von den USA aushalten lassen würde.
Geplant ist, die Wirtschaft in den USA auf Kosten der ganzen Welt sich finanzieren zu lassen.
Das gefällt selbst mir nicht!
Ich weiß ja nicht wie Sie Logik definieren..... aber mit dem was Trump und seine GANG DER AHNUNGSLOSEN da vorhat entspricht nur seiner eigenen, narzisstischen Welt........ Menschen die ihm ähnlich sind stimmen den gerne zu und neigen in ihrer Meinungsfindung ebenfalls zu Superlativen.
»Ein Präsident darf das nun mal.«
Ernsthaft? Wo bleibt denn die Legislative, die für die Gesetzgebung zuständig ist? Trump mag gerne die nötigen Gesetzesinitiativen einbringen und dann auf eine (bei den gegenwärtigen Mehrheitsverhältnissen gar nicht mal unwahrscheinliche) Mehrheit dafür hoffen. Aber sein Dekretismus geht mittlerweile auf keine Kuhhaut. Das Land ist schließlich nicht im Krieg.
Der globale Markt basiert auf Arbeitsteilung und Wettbewerb. Nach Ihrer Meinung müsste also jedes Land grds. in allen Bereichen produzieren, sich autonom machen und damit abschotten. Eine solche Vorstellung ist völlig abstrus und würde die Welt zurückführen in das letzte Jahrhundert.
Sorry, aber Ihren Post kann ich nicht einmal ansatzweise ernst nehmen.
@pxslo: Sorry, aber Ihren Post kann ich nicht einmal ansatzweise ernst nehmen.
Es drängt sich mir der Verdacht auf, dass der User keinen Wert darauf legt, ernst genommen zu werden, sondern nur provozieren will.
So sehe ich das auch und bedauere mittlerweile, darauf geantwortet zu haben.
Falsch, ich bin tatsächlich Anhänger einer strikten Zollpolitik., also nix mit provozieren. Und wenn einige das nicht ansatzweise ernst nehmen, dann vielleicht weil sie das selber nicht verstehen und das aber nicht zugeben wollen. Aber das ist doch keine Schande.
Sie sind, wie Sie schrieben, Anhänger des Merkantilismus des Sonnenkönigs. Das ist weltwirtschaftlich ganz gewiss zielführend. Wir müssen alle einfach nur mehr exportieren als importieren…
Der Kommentar erinnert an Überlegungen der AFD und von Höcke, die Globalisierung beiseite zu schieben und den Weg zurück ins Kaiserreich zu suchen, also vor allem auf Agrarwirtschaft zu bauen. Kann man nicht ernst nehmen.
>> Die Zollpolitik von Trump finde ich logisch und akzeptabel.
Ähh, Sie meinen also, es klingt "logisch", erstmal durch Musk's D.O.G.E. die Hälfte der IRS-Finanzbeamten rauszukegeln und danach die Steuern (jepp, Zölle sind ebenfalls Steuern) zu erhöhen? oO
>> Das ganze Jammern verstehe ich deshalb nicht
Also, ich "jammere" da gerade doch auch nicht. *ROTFL!!!* ^^
>> Im übrigen bin ich ein Verfechter von Zöllen
Sie mögen also ebenfalls das Finanzamt? =)
sie meinen so wie vor 350 Jahren dieser Colbert ?
immerhin eine schwierige Sache , der amerikanische Bürgerkrieg brach dieses Themas wegen aus
Naja, wenn Sie ein radikaler Verfechter des Zurück zum einfachen Leben sind, kann ich dem auch was abgewinnen. Wir wollen ja alle weniger Wohlstand und Konsum. Nur dumm, dass das die überwältigende Mehrheit ungewollt trifft und Feudalherren, Olligarchen immer reicher und absolutistischer werden. Vielleicht sind das ja vorrevolutionäre Zustände. Wir wissen ja, wo der Adel geendet hat. Das ist aber kein Kindergeburtstag, wo nur die Kerzen auf den Torten brennen.
Irgendwo sollte man den Kollateralschaden der für alle entsteht nicht aus den Augen verlieren. Ist nämlich die Aussenwirtschaftstheorie nicht so wie das Trumps Professor wahrhaben will, fliegen dummerweise nicht nur wir wirtschaftlich auf die Schnauze sondern auch Trumps USA ....