Altkleider

Ihre Meinung zu Warum alte Textilien kaum recycelt werden

Nur ein Prozent der Alttextilien weltweit wird recycelt. Es mangelt an Sortier- und Recyclinganlagen, um aus Altkleidern Garn für neue Textilien zu gewinnen. Die Techniken gibt es zwar - aber nur im Versuchsmaßstab. Von R. Ell.

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98 Kommentare

Kommentare

Werner40

Recycling von Kleidung ist im Sinne einer Kreislaufwirtschaft sicher erstrebenswert. Es müsste aber wohl eine weltweite Regelung vereinbart werden, um einen großen Effekt zu haben und sich wirtschaftlich rechnen. 

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Stotterfritz

Schon wieder sollen immer die Gesetzgeber irgendetwas machen. Dass die Leute selbst mal ihr Gehirn einschalten, wird aber nie gefordert. Das Problem liegt bei den Konsumenten und nicht beim Gesetzgeber.

Juwa

„Das Problem liegt bei den Konsumenten“

Der Gesetzgeber versucht das Problem mit Gesetzen zu lösen. Außerdem liegt das Problem auch bei den Produzenten, die versuchen eine Nachfrage zu generieren, die nicht auf Bedarf aus ist, sondern nach Geiz und Verschwendung.

R A D I O

Ich kenne kaum jemand, der nicht weiß, dass man sein Gehirn einschalten kann, darf und muss, eigentlich keine Wahl hat, sich andersrum zu orientieren. Es ist nicht nötig, immerfort daran zu appellieren, denke ich. 

Henricus

Wie wäre es denn mit 10 Euro Pfand auf alle Kleidungsstücke, die aus Kunststoffen hergestellt wird. Gegen Vorlage eines Kaufbelegs. Damit hätte man auch dasProlem mit temu, shein und anderen gelöst.

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vaihingerxx

gute Idee

ein T Shirt für 2,99 und 10 Euro Pfand

vielleicht werden dann wieder Klamotten von der Wäscheleine   geklaut

Stotterfritz

Was Sie da vorschlagen, ist illusorisch. Wie viele Kaufbelege haben Sie denn bisher gesammelt? Also meine Zettel landen nach einiger Zeit im Altpapier. Wollen Sie sich für Ihre Belege jemals gekaufter Waren tonnenweise Aktenordner anschaffen? Dann sind wir ein Volk von Buchhaltern.

R A D I O

Elektroaltgeräte nimmt der Handel auch ohne Belege zurück. Das sollte bei Textilien oder irgend einer anderen Ware also nicht das Problem sein.

pxslo

Temu ist für mich kein Problem, im Gegenteil ein Segen 

Juwa

Die am sinnvollste Lösung ist es Textilabfall zu vermeiden. Das geht am besten indem man nur das kauft was man auch wirklich braucht. Das gilt auch dann wenn Textilien gut recycelt würden, denn selbst Recycling ist nicht 100%ig nachhaltig.

AlterSimpel

Wer Kleidung möglichst lange trägt, sie zum Altkleidercontainer oder in den Second-Hand-Verkauf bringt, schont Ressourcen wie Wasser, Böden, fossile Rohstoffe und das Klima.

Für die Produzenten, Exporteure und Baumwollanbauer ist das alles aber zur Zeit ein wirtschaftsschädigendes Verhalten und ist deshalb außerhalb aktivistischer Blasen verpönt oder wird schlicht nicht gemacht.

Solange neu oft billiger ist, weil es mit Subventionen unterstützt oder die Kosten und die Umweltverschutzung im globalen Süden versteckt wird, gibt es dafür nur einen künstlichen Markt zu überteuerten Preisen. Eine Art Ablasshandel für gutbetuchte Wohlstandskinder, die damit ihr schlechtes Gewissen beruhigen können.

Mein Tipp: Altkleider auf der Mülldeponie separat lagern, damit in 50 oder 100 Jahren, wenn der Leidensdruck höher ist und Recycling sich auch wirtschaftlich lohnt, der Müll von heute als Rohstoff zugänglich ist.

Für alles andere lohnt der Aufwand nicht und das können sich eh immer weniger leisten.

nie wieder spd

Schön wäre, wenn jeder Hersteller zu jedem Produkt auch eine schlüssiges und umweltfreundliches Konzept erstellen müsste, wie die Ware recycelt werden kann. 
Nicht nur für Klamotten.

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vaihingerxx

stimmt

aber wenn was bei AKW´s nicht klappt, wie bei Unterhosen

nie wieder spd

Bei AKWs hätte man gleich erkennen müssen, dass das ein sehr teurer Spaß ist und die Entsorgung ein Ewigkeitsproblem. 
Wenn die regenerativen Energien schon  damals entwickelt worden wären, würden wir vielleicht niemals AKW gebraucht haben.

Stotterfritz

Bürokratie hoch zehn.

nie wieder spd

Warum? Einerseits ist es eine Aufgabe für die Forschung, wenn bei neuen Stoffen auch gleich deren Rückbaumöglichkeiten erforscht werden. Und dann müssen sich die Hersteller von Produkten darauf einstellen oder selber bessere Möglichkeiten finden. 

So...

Das wäre echt mal was ...:)! 

Juwa

„Zero Waste [-] Warum Textilien kaum recycelt werden“ 

Es kling so als hätte man mit Recycling „Zero Waste“ was so nicht stimmt. Auch beim Recycling entstehen Abfälle, wie Abwässer mit Chemikalienrückständen.

 

Zum besseren Verständnis, dem Prinzip der Nachhaltigkeit ist es von oben am nachhaltigsten bis Unten am wenigsten nachhaltig:

1. Vermeidung;

2. Wiederverwendung;

3. Recycling;

4. Minderwertig verwerten (wie Energieerzeugung durch Verbrennen);

5. Auf Deponien lagern. 

Recycling ist also nur die mittlere Wahl. Würde man hingegen nur so viel Textilien kaufen, wie man braucht, dann liegt man ganz weit oben in der Nachhaltigkeit.

Stotterfritz

Im Baumarkt gibt es für Malerarbeiten und Wohnungsumzüge graue Schutzdecken aus Textilvlies. Woraus sind diese Decken wohl gemacht? Leider sind sie ziemlich teuer, obwohl es den Grundstoff kostenlos gibt. Aber praktisch sind die Dinger. Und nach der Arbeit kommen sie entweder zusammengelegt in den Keller oder, mit Wandfarbe bekleckert, wieder in den Kleidercontainer für eine neue Aufbereitung.

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perchta

Es wird viel, viel zuviel Kleidung 'ausgemistet' weil neue Kleidung, insbesondere Billigmode viel, viel zu günstig ist - einmal getragen (manchmal auch garnicht) und weg damit. So ist das in unserer Wohlstands- und Wegwerfgesellschaft. Auf diesem Prinzip beruht unsere Witschaft und solange das niemenand ändern will oder kann, solange wird immer mehr Müll anfallen.

So...

Leider nur im Hörteil: Unsortierte, häufige kurze (minderwertig aber leicht zu gewinnende) Fasern in Verbundstoffen wie fasergestärktem Beton = zusätzliche co2 Ersparnis (da kein Verbrennen & weniger Beton nötig)! Trotz irrer Mengen an Textilabfall (der Verbrannt wird) und guter Aussichten scheitert dies bisher, weil es schlicht keiner genau genug untersucht... ist doch eine tolle Steilvorlage für sinnvolles agieren, speziell da der Gebäudesektor in der co2 Bilanz arg hinterherhinkt + würd Wirtschaft pushen ... alles doch politisch erwünschte Effekte also bitte ran da!

Bernd Kevesligeti

Wahrscheinlich ist das wirtschaftliche Interesse ein Hemmnis. Textilprodukte, die in Deutschland verkauft werden, werden fast ausschließlich im Ausland produziert. Würde man hier recyceln, so müsste man das auf diese Weise gewonnene Garn dorthin transportieren.......

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